Palladio VAPEAP Nr. 2 Beteiligungs GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Polarczek seit 27.1.2025 | Geschäftsführer |
Sikandar Ahmad Salam seit 27.1.2025 | Geschäftsführer |
Bernd Dr. Kreuter seit 12.2.2014 | Geschäftsführer |
Thomas Mehlhorn seit 2.10.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Erbengemeinschaft Alessandra Danieli-Rieder und David Leopold Rieder | 40.00% |
| 40.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Palladio Management GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anlagenverzeichnis Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Rechtliche Verhältnisse Organigramm Datenübersicht gemäß § 40 WpIPrüfbV Erfassungsbogen gemäß § 6 WpIPrüfbV Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Inhaltsverzeichnis A. Jahresabschluss I. Bilanz zum 31. Dezember 2023 II. Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 B. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft II. Allgemeine Angaben III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden IV. Angaben zur Bilanz 1. Fristengliederung ausgewählter Bilanzposten nach Restlaufzeiten oder Kündigungsfristen 2. Erläuterung sonstige Rückstellungen 3. Anlagenspiegel V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Provisionserträge VI. Sonstige Pflichtangaben 1. Mitglieder der Geschäftsführung 2. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen 3. Abschlussprüferhonorar 4. Ergebnisverwendung 5. Zusätzliche Angaben für Wertpapierinstitute 6. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag A. Jahresabschluss I. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
II. Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
B. Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft Die Palladio Management GmbH hat ihren Sitz in der Klettenbergstraße 12 in 60322 Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 97472). II. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Palladio Management GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Wertpapierinstitute (siehe § 340 Abs. 4a HGB), der einschlägigen Vorschriften und Regelungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Nach § 340a Abs. 1 HGB werden auf den Jahresabschluss die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewendet. Im Einzelnen waren folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend: III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Wertpapierinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: Forderungen an Kreditinstitute werden, einschließlich anteiliger Zinsen, mit dem Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet, sofern keine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Angaben zur Bilanz 1. Fristengliederung ausgewählter Bilanzposten nach Restlaufzeiten oder Kündigungsfristen
Es bestanden keine Sicherungsrechte, über die gemäß § 285 Nr. 1b HGB zu berichten ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten EUR 2.270.768,74 (im Vorjahr: EUR 1.850.281,37) an Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. 2. Erläuterung sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen im wesentlichen auf die Jahresabschlusserstellung und -prüfung sowie Rechtsberatung. 3. Anlagenspiegel
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Provisionserträge Die Provisionserträge von 8.368.246,77 EUR verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
VI. Sonstige Pflichtangaben 1. Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 waren zu Geschäftsführern bestellt:
2. Angaben zu Mitarbeitern und zur Vergütung der Geschäftsführer Angaben zu Mitarbeitern und zur Vergütung der Geschäftsführer unterbleiben, da diese nicht Angestellte der Palladio Management GmbH sind. 3. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die Palladio Management GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Palladio GmbH, Frankfurt am Main. Die Palladio Management GmbH und die Palladio GmbH legen ihre jeweiligen Einzelabschlüsse zum 31.12.2023 beim elektronischen Bundesanzeiger offen. 4. Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2023 wurde für den Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von EUR 14.570,00 EUR berechnet. In diesem Betrag sind EUR 14.040,00 für Abschlussprüfungsleistungen und EUR 530,00 für andere Bestätigungsleistungen (Prüfung EDW- Jahresbeitrag) enthalten. 5. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 23.272,55 ab. Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 23.272,55 soll mit dem Gewinnvortrag aus Vorjahren in Höhe von EUR 23.887,23 als neuer Bilanzgewinn in Höhe von EUR 47.159,78 auf neue Rechnungen vorgetragen werden. 6. Zusätzliche Angaben für Wertpapierinstitute Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden keine Mandate und Beteiligungen im Sinne von § 340a Abs. 4 HGB. 7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die Bundesbank hat die Palladio Management GmbH nach Geschäftsjahresende auf die neue Verwaltungspraxis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Berechnung der Assets under Management (AUM) nach Artikel 17 Abs. 1 und 2 der Delegierten Verordnung 2019/2033 (IFR) hingewiesen. Danach sind bei der Berechnung der Assets under Management (AUM) im Rahmen eines Beratungsmandats beratene Vermögen stets zu berücksichtigen, ohne die Möglichkeit, die spezielle Ausnahmeregelung für die Leistungserbringung gegenüber anderen Finanzunternehmen nach Art. 17 Abs. 2 Unterabs. 2 IFR zu nutzen. Infolgedessen erfüllt die Palladio Management GmbH die Kriterien für eine kleine und nicht verflochtene Wertpapierfirma gemäß Artikel 12 IFR nicht mehr und ist als sog. mittleres Wertpapierinstitut zu klassifizieren. Diese Neuklassifizierung beeinflusst ebenfalls die Berechnung der notwendigen Eigenmittel nach Artikel 11 IFR. Im März 2024 teilte die Palladio Management GmbH der BaFin die Neuklassifizierung mit. Der Gesellschafter hat eine Einzahlung in Höhe von EUR 400.000,00 in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zur Erhöhung des Eigenkapitals beschlossen. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Frankfurt am Main, den 21. März 2024 Palladio Management GmbH Dr. Bernd Kreuter, Geschäftsführer Thomas Mehlhorn, Geschäftsführer Michael Rieder, Geschäftsführer Bianca Salzer, Geschäftsführerin Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaft b) Marktüberblick Private Markets c) Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Palladio Management GmbH 2. Darstellung des Geschäftsverlaufes und Geschäftsergebnisses a) Ertragslage b) Vermögenslage c) Finanzlage d) Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft III. Risikobericht 1) Kundenrisiken 2) Marktpreisrisiko 3) Risiken für das Wertpapierinstitut 4) Liquiditätsrisiko IV. Chancenbericht 1. Marktpositionierung 2. Leistungsbilanz 3. Kundenstamm 4. Mitarbeiter V. Prognosebericht I. Grundlagen des UnternehmensDie Palladio Management GmbH ist ein unabhängiger Asset Manager für institutionelle Investoren, die in die alternativen Anlageklassen Private Equity und Infrastruktur investieren wollen. Am 29.06.2018 wurde der Gesellschaft Palladio Management GmbH seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis zum Erbringen von Wertpapierdienstleistungen gemäß § 15 WpIG erteilt. Die Erlaubnis bezieht sich auf die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG, bisher § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG) sowie die Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG, bisher § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG). Das Leistungsspektrum umfasst dabei zum einen die Anlageberatung für inländische und ausländische Investmentvermögen eines Investors (oder einer kleinen Gruppe von institutionellen Investoren). Der Hauptfokus liegt auf Infrastruktur und hierbei auf Investments in Infrastrukturfonds und direkte Infrastrukturprojekte sowie auf Private Equity Fonds. Zum anderen ist die Palladio Management GmbH als Anlagevermittler für die von ihrer Schwestergesellschaft Palladio (Luxembourg) S.à r.l. verwalteten Kapitalanlageprodukte tätig. Die Muttergesellschaft der Palladio Management GmbH, die Palladio GmbH, Frankfurt, ist eine deutsche eigentümergeführte Investmentboutique. Die Palladio-Gruppe hat sich auf die unabhängige Beratung deutscher professioneller Anleger in Sachwertanlagen spezialisiert. Zu den weiteren wesentlichen Tochtergesellschaften der Palladio GmbH gehört die Palladio (Luxembourg) S.à r.l., Luxemburg, die als nach dem AIFM-Gesetz lizensierte Kapitalverwaltungsgesellschaft vorwiegend die Anlageverwaltung der betreuten Kapitalanlageprodukte übernimmt. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaft 1 Die Erholung der Weltwirtschaft von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und der hohen Inflation ist überraschend robust verlaufen. Die Inflation war in einem stärkeren Umfang rückläufig als erwartet, während ihre Auswirkungen auf die Beschäftigung sowie die Wirtschaftsaktivität geringer ausfielen als angenommen. Ursache war die straffe Notenbankpolitik und die günstige Angebotsentwicklung. Gleichzeitig dürften sich die erhöhten Zinsen zur Bekämpfung der Inflation sowie die rückläufigen fiskalischen Maßnahmen angesichts eines hohen Schuldenstands dämpfend auf das künftige Wirtschaftswachstum auswirken. Während die USA und einige der wichtigsten Schwellen- und Entwicklungsländer ein höher als erwartetes Wachstum verzeichneten, konnten die EU-Staaten infolge des schwachen Konsums, den Folgen der hohen Energiepreise sowie der Schwäche der zinssensitiven Branchen, wie dem produzierenden Gewerbe und dem Investment Sektor, nur ein moderates Wachstum verzeichnen. Weitere Folgen des gestiegenen Zinsniveaus waren höhere Finanzierungszinsen, die eine Herausforderung für viele Unternehmen bei der Refinanzierung ihrer Schulden darstellten. Auch wenn erwartet wird, dass einige Zentralbanken aufgrund der niedrigeren Inflation Zinssenkungen vornehmen, geht der IWF weiterhin von erhöhten Finanzierungskosten aus. Für das Jahr 2023 prognostiziert der IWF einen Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums auf 3,1 %. Für die kommenden Jahre erwartet der IWF nur eine geringe Wachstumsdynamik: entsprechend wird in den Jahren 2024 und 2025 das Wachstum wenig verändert bei 3,1 % bzw. 3,2 % erwartet. Damit liegt das globale Wachstum infolge einer restriktiven Geld- und Fiskalpolitik vieler Länder und nur geringer Produktivitätssteigerungen weiterhin unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019 von 3,8 %. Für die hochentwickelten Volkswirtschaften sieht der IWF für 2024 einen Wachstumsrückgang auf 1,5 % gefolgt von einer Erholung auf 1,8 % im Jahr 2025. Dabei dürfte sich der EURO-Raum nach und nach von seinem Tief des Jahres 2023 erholen, während die USA eine Abschwächung des Wachstums verzeichnen dürften. Demgegenüber wird für die Entwicklungs- und Schwellenländer ein stabiles Wirtschaftswachstum für 2024 und 2025 erwartet, jedoch ist von regionalen Unterschieden auszugehen.
1 IMF World Economic Outlook Update January 2024
Die Vereinigten Staaten verzeichneten im Jahr 2023 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,5 %. Für 2024 und 2025 wird aufgrund der Folgeeffekte der restriktiven Geldpolitik, einer erwarteten Straffung der Fiskalpolitik sowie einem schwächeren Arbeitsmarkt von einer Verlangsamung des Wachstums auf 2,1 % und 1,7 % ausgegangen. Das Wachstum in den europäischen Volkswirtschaften lag im Jahr 2023 angesichts der massiven Auswirkungen der Folgen des Ukraine-Krieges nur bei 0,5 %. Für 2024 hat der IWF seine Prognose vom Herbst 2023 um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert und geht nur noch von einem moderaten Wachstum von 0,9 % aus. Die Prognose erfolgt allerdings unter der Erwartung eines Anstiegs des privaten Konsums infolge der gesunkenen Inflation. Für 2025 erwartet der IWF einen Wachstumsanstieg auf 1,7 %. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete laut IWF im Jahr 2023 aufgrund der Schwäche der zinssensitiven Branchen und einem niedrigeren Handelsvolumen einen Rückgang des Wachstums auf -0,3 %. Für 2024 hat der IWF seine Prognose vom Herbst 2024 um 0,4 Prozentpunkte auf nur noch 0,5 % revidiert. Erst für 2025 wird ein moderates Wachstum um 1,6 % prognostiziert. Nach einem geschätzten Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 0,5 % im Jahr 2023 wird für Großbritannien für das Jahr 2024 ein leichter Anstieg des BIP auf 0,6 % prognostiziert. Ursache ist der allmähliche Rückgang der hohen Energiepreise. Unter der Voraussetzung einer Zinssenkung infolge der gesunkenen Inflation erwartet der IWF für 2025 ein Wachstum von 1,6 %. Bei den Schwellenländern lag das erwartete Wirtschaftswachstum Chinas bei 5,2 % im Jahr 2023. Für 2024 und 2025 erwartet der IWF einen Wachstumsrückgang auf 4,6 % bzw. 4,1 %, wobei für das Jahr 2024 die Prognose leicht um 0,4 Prozentpunkte angehoben wurde. Ursache hierfür sind die Folgeeffekte eines stärker als erwarteten Wachstums im Jahr 2023. In Bezug auf Indien wird für 2023 ein Wirtschaftswachstum von 6,7 % prognostiziert, während der IWF für die Folgejahre aufgrund einer stabilen Inlandsnachfrage weiterhin von Wachstumsraten von 6,5 % ausgeht. b) Marktüberblick Private Markets Infrastruktur 2 Infrastruktur Fundraising Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war geprägt von der rückläufigen aber immer noch hohen Inflation sowie den gestiegenen Leitzinsen westlicher Zentralbanken. Der deutliche Zinsanstieg hat insbesondere zur Folge, dass die relative Attraktivität von Fremdkapital- gegenüber Eigenkapitalinvestitionen über alle Assetklassen hinweg gewachsen ist. Hinzu kamen die militärischen Konflikte in der Ukraine und in Nahost. Während der Krieg in der Ukraine in erster Linie zu einer Verteuerung europäischer Energieimporte durch die Abkehr von russischen Importen geführt hat, besteht weiterhin das Risiko, dass sich der Konflikt in Nahost negativ auf globale Lieferketten und die Energiemärkte auswirken wird. Dabei spielen vor allem die Überfälle auf Güterschiffe am Horn von Afrika und im Roten Meer eine entscheidende Rolle. In Summe wirkten sich diese makroökonomischen Unsicherheiten dämpfend auf das Fundraising-Umfeld von Infrastruktur-Fonds aus: im Jahr 2023 erreichte die Fundraising-Aktivität gemessen am Gesamtvolumen abgeschlossener Fundraisings USD 78 Mrd. (vgl. 2022: USD 177 Mrd.). Dies entspricht einem Rückgang um 56 % gegenüber dem Rekordjahr 2022. Dabei wurden im vierten Quartal 2023 mit USD 57 Mrd. circa 73 % des Gesamtvolumens im Jahr 2023 eingeworben. Mit Blick auf 84 abgeschlossene Fundraisings in 2023 zeigt sich außerdem, dass im Vorjahresvergleich 47 % weniger Fonds ihr Fundraising abgeschlossen haben (vgl. 2022: 159). Zwei fortwährend zu beobachtende Trends waren (i) die Konzentration von Kapitalzusagen auf Large- Cap Fonds (mit Fondsvolumen USD >10 Mrd.) sowie (ii) die längere Dauer der Fundraising-Perioden. Allein die fünfte Generation der Flagship-Strategie von Brookfield stellte mit einer finalen Fondsgröße von USD 28 Mrd. rund 36 % des Gesamtvolumens des weltweit abgeschlossenen Fundraisings in 2023 dar. Darüber hinaus lagen erstmals bei mehr als der Hälfte aller Fonds mindestens zwei Jahre zwischen dem Beginn des Fundraisings und dem finalen Closing. Im vierten Quartal 2023 entfiel die Mehrheit der Fundraising-Aktivitäten im Marktsegment nicht börsengelisteter Infrastrukturfonds auf Nordamerika. Mit 79 % des eingeworbenen Kapitals konzentrierte sich dort ein Großteil der Aktivität - acht Fonds warben USD 45 Mrd. ein. In Europa warben 13 Fonds insgesamt USD 11 Mrd. ein. In Asien wurde im gleichen Zeitraum lediglich ein abgeschlossenes Fundraising mit einem eingeworbenen Kapital von USD 0,8 Mrd. verzeichnet. Außerhalb dieser Regionen konnte kein Fonds ein Fundraising abschließen. Zu Beginn des ersten Quartals 2024 befand sich eine Rekordanzahl von insgesamt 604 Fonds mit einem Gesamt-Zielvolumen von USD 545 Mrd. im Fundraising. Sowohl die Anzahl der Fonds (+33 %) wie auch das Zielvolumen (+51 %) stiegen in Folge des schleppenden Fundraisings deutlich an (vgl. Januar 2023: 453 Fonds; Zielvolumina USD 360 Mrd.). Infrastruktur Transaktionen Neben dem Fundraising wurde auch die Transaktionsaktivität im Jahr 2023 negativ von den anhaltenden wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen beeinträchtigt. Dies zeigt sich sowohl an der Anzahl der Transaktionen als auch bei den Transaktionsvolumina. Insgesamt sank das Transaktionsvolumen in 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27 %. Parallel ging die Anzahl der Transaktionen um 22 % zurück. Dabei entfielen 59 % des Volumens (53 % der Anzahl) abgeschlossener Infrastrukturtransaktionen auf das zweite Halbjahr 2023. Während im Jahr 2022 39 % der getätigten Transaktionen auf Europa entfielen, stieg dieser Anteil in 2023 auf 44 % an. Dieser Anstieg ist jedoch weniger auf eine Zunahme der Transaktionsaktivität innerhalb Europas zurückzuführen, sondern vielmehr auf die vergleichsweise starken Rückgänge der Transaktionsaktivitäten außerhalb Europas. In Europa ist der Rückgang der getätigten Transaktionen mit -15 %, verglichen mit den Regionen Nordamerika (-29 %), APAC (-32 %) und dem Rest der Welt (-34 %), weniger stark ausgefallen. Transaktionsvolumina Betrachtet man die Entwicklung abgeschlossener Transaktionen einzelner Sektoren im vierten Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal ergibt sich ein heterogenes Bild. Drei der sechs analysierten Sektoren wiesen eine positive Entwicklung auf. Mit einer Zunahme des Transaktionsvolumens um 206 % verzeichnete der Sektor Soziale Infrastruktur einen außergewöhnlich hohen Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei repräsentierten zwei Transaktionen innerhalb Europas aus dem Bildungs- und Gesundheitsbereich gemeinsam 63 % der gesamten Aktivität des Sektors. Gleichzeitig gilt zu beachten, dass der Sektor dennoch mit 2 % weiterhin nur einen geringen Teil des gesamten Transaktionsvolumens ausmacht. Vor dem Hintergrund der weltweiten Anstrengungen, dem Klimawandel entgegenzuwirken, überrascht die anhaltend hohe Bedeutung des Sektors Erneuerbare Energien nicht. Mit 52 % verzeichnete der Sektor mehr als die Hälfte aller Transaktion im vierten Quartal 2023 sowie 25 % gemessen am Transaktionsvolumen. Durch eine Zunahme der durchschnittlichen Transaktionsgröße wurde der leichte Rückgang der Anzahl Transaktionen sogar überkompensiert. Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal nahm das Volumen abgeschlossener Transaktion um 5 % zu. Der größte Anteil am globalen Transaktionsvolumen entfiel auf den Sektor Versorgung (26 %). Hinsichtlich der Anzahl der Transaktionen stellte der Sektor 11 % dar. Das auf den Sektor entfallende Transaktionsvolumen stieg um 13 % gegenüber dem Vorjahresquartal, die Anzahl Transaktion sank hingegen um -15 %. Einen deutlichen Rückgang des Transaktionsvolumens verzeichnete der Sektor Transport. Verglichen mit dem Vorjahresquartal verringerte sich das Volumen um -82 % und umfasste nur noch 10 % des Gesamtvolumens. Dies ist jedoch in Anbetracht des erreichten Rekordvolumens in Q4 2022 (u.a. Take Private von Atlantia durch Edizione und Blackstone) keine unerwartete Entwicklung. Die Anzahl der Transaktionen im Sektor verringerte sich um -38 % und repräsentierte 9 % aller Transaktion. Die übrigen Sektoren Energie und Telekommunikation wiesen im Berichtszeitraum ebenso rückläufige Werte hinsichtlich Transaktionsvolumina und -anzahl auf. Private Equity 3 Private Equity-Fundraising 4 Das herausfordernde Marktumfeld in Folge des Ukraine-Krieges mit steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, hoher Inflation und gestiegenen Zinsen wirkt sich weiterhin auf das Private Equity-Fundraising aus. Die Anzahl abgeschlossener Fundraisings lag im vierten Quartal 2023 mit 327 Fonds um 65 % unter dem Vorjahreswert (vgl. Q4 2022: 922 Fonds). Das Fundraising-Volumen verzeichnete im vierten Quartal 2023 mit USD 162 Mrd. einen Rückgang um 33 % gegenüber dem Vorjahr (vgl. Q4 2022: USD 242 Mrd.). Die durchschnittliche Fondsgröße ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um 88 % angestiegen. Im Gesamtjahr 2023 sank die Anzahl abgeschlossener Fundraisings um 47% und das Fundraising-Volumen um 14 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der sich im Fundraising befindlichen Fonds stieg weiter an. Insgesamt sind per Januar 2024 10.604 Fonds im Fundraising, ein Anstieg von 18 % gegenüber dem Jahresbeginn 2023. Das Zielvolumen aller Fonds verzeichnete einen leichten Rückgang von 6 % auf USD 1.598 Mrd. Buyout -Transaktionen 5 Im vierten Quartal 2023 wurden 1.840 Buyout-Transaktionen getätigt, was einem Rückgang von 11 % gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals entspricht (vgl. Q4 2022: 2.056). Das Transaktionsvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 17 % auf USD 148 Mrd. (vgl. Q4 2022: USD 126 Mrd.). Auf Gesamtjahressicht 2023 verzeichneten sowohl die Anzahl der Transaktionen als auch die Transaktionsvolumina einen Rückgang. Insgesamt ging die Anzahl der Transaktionen um 19 % zurück. Parallel sank das Transaktionsvolumen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 36 %. Hinsichtlich der Transaktionsvolumina war Nordamerika mit einem Anteil von 46% (vgl. Q4 2022: 56%) im vierten Quartal 2023 führend. Europa wies einen Anteil von 27% auf und befindet sich damit deutlich über dem Vorjahresniveau (vgl. Q4 2022: 11%). Asien verzeichnete einen geringfügigen Rückgang auf 24% (vgl. Q4 2022: 26%). c) Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Palladio Management GmbH In Auswirkung der makroökonomischen Unsicherheiten und den gestiegenen Leitzinsen war bei den institutionellen Investoren eine Zurückhaltung zu verspüren, in deren Folge das Neuvolumen in der Anlageberatung und Anlagevermittlung unterhalb der Vorjahreswerte lag. Den im Jahr 2023 getätigten Investitionen der Bestandskunden standen erstmalig Desinvestitionen gegenüber, da ein langjähriger Bestandskunde Teile seines reifen Portfolios erfolgreich realisierte. Per Geschäftsjahresende 2023 lag das Beratungsvolumen der Gesellschaft als finanzieller Leistungsindikator bei EUR 2,5 Mrd. und damit um 3,1 % unterhalb des Vorjahreswerts. Das erreichte Neuvolumen konnte dabei das desinvestierte Volumen nicht vollständig ausgleichen.
3 Quelle: Pregin, Werte 2023 annualisiert auf
Basis Stand Oktober 2023
In Bereich der Anlagevermittlung für die von der Palladio (Luxembourg) S.à r.l. verwalteten AIFs wurden Anteile für einen Infrastruktur-Dachfonds vermittelt, dessen Final Closing Ende 2023 erfolgte. Weiterhin wurden Anteile an einem Private Equity-Dachfonds vermittelt. Darüber hinaus erfolgte die Auflage eines Artikel 9-Infrastrukturfonds durch die Palladio (Luxembourg) S.à r.l. und ein erfolgreicher Vertriebsstart im Januar 2023. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufes und Geschäftsergebnisses Nachfolgend erfolgt die Kommentierung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzzahlen der Palladio Management GmbH. Die Palladio Management GmbH hat als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren neben der Entwicklung des Beratungsvolumens die im Wesentlichen daraus resultierenden Provisionserträge identifiziert. a) Ertragslage Die Ertragslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
1 enthalten Provisionserträge (TEUR 8.368,2
Vorjahr TEUR 7.087,7, ) sowie sonstige betriebliche
Erträge
Der Anteil der Erträge aus den Anlageberatungsmandaten an den operativen Erträgen des Geschäftsjahres lag bei 78,2 %. Die Steigerung der operativen Erträge in diesem Segment beruhte auf Folgeeffekten aus der Volumenserhöhung durch Bestandskunden im Geschäftsjahr 2022. Bei den Erträgen aus der Anlagevermittlung war eine deutliche Steigerung der operativen Erträge gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Auch hier waren Folgeeffekte aus dem starken Vertriebsergebnis des Jahres 2022 ursächlich. Sowohl im Bereich Anlageberatung als auch im Bereich Anlagevermittlung lagen die erreichten Neuvolumina unter den Werten des Vorjahres. Weiterhin hat die Palladio Management GmbH keine eigenen Mitarbeiter. Diese werden ihr über einen Ressourcenüberlassungsvertrag von der Muttergesellschaft Palladio GmbH gestellt. Hierfür erhält die Palladio GmbH eine am jährlichen Überschuss vor Steuern orientierte Vergütung. Die Palladio Management GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 ein Geschäftsergebnis von TEUR 23,3 erwirtschaftet. Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine für das Verständnis des Geschäftsverlaufs bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. b) Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
1 enthält Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Das Vermögen ist im Wesentlichen kurzfristig gebunden. Größte Position des Nettoumlaufvermögens sind Forderungen der Palladio Management GmbH aus diversen Anlageberatungsmandaten, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts vollständig beglichen waren. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. c) Finanzlage Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 73,6 (Vorjahr: TEUR 49,9). Im Geschäftsjahr betrug der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -366,8 TEUR (Vorjahr: -TEUR 262,7). Die Eigenkapitalquote der Palladio Management GmbH liegt bei 4,4 %. Langfristige Verbindlichkeiten bestehen nicht. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 waren stets ausreichend liquide Mittel vorhanden, um allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war somit ganzjährig geordnet. d) Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die Geschäftsentwicklung der Palladio Management GmbH lag im Jahr 2023 über den Erwartungen. Die Palladio Management GmbH hat im laufenden Geschäftsjahr die Provisionserträge gegenüber dem Vorjahr erneut steigern können. Die Steigerung resultierte im Wesentlichen aus den Volumenserhöhungen des Jahres 2022 sowohl bei der Anlageberatung als auch bei der Anlagevermittlung. Insgesamt sieht sich die Geschäftsführung mit der Fokussierung auf die Anlageberatung und Anlagevermittlung im Bereich Infrastruktur/Private Equity gut positioniert. III. RisikoberichtDas Risikomanagement der Gesellschaft ist institutsspezifisch aufgebaut. In einem Organisationshandbuch sind die Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie zur Kommunikation der Risiken dargestellt. Im Rahmen des Risikomanagementsystems führt die Gesellschaft jährlich eine Risikoinventur durch und erstellt ein Gesamtrisikoprofil, welches insbesondere die identifizierten Risiken, deren Beurteilung und Quantifizierung sowie die eingerichteten Risikolimits und Risikosteuerungsmaßnahmen enthält. Im Rahmen der Risikoinventur wird auch geprüft, welche Risiken die Vermögenslage (einschließlich der Kapitalausstattung), die Ertragslage oder die Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können. Gemäß § 45 WpIG hat ein Wertpapierinstitut insbesondere die Risiken für die Kunden, die Risiken für den Markt, die Risiken für das Wertpapierinstitut und die Liquiditätsrisiken zu beachten. Die genannten Risikoarten wurden jedoch im abgelaufenen Berichtszeitraum gesamthaft als nicht geschäftsgefährdend bzw. nicht signifikant klassifiziert. 1) Kundenrisiken Im Rahmen ihrer Dienstleistungen übernimmt die Palladio Management GmbH das Monitoring von Investments, welches ggf. auch Verkaufsempfehlungen beinhaltet. Da die Investments in der Regel illiquide sind und die Managed Accounts grundsätzlich Buy and Hold Strategien verfolgen, werden Verkaufsempfehlungen nur in Ausnahmefällen erfolgen. Weitere Risiken ergeben sich im Rahmen der Wahrnehmung von Investorenrechten bei den Zielinvestments. Schließlich gibt es weitere (geringere) Risiken in Bezug auf das Berichtswesen und die laufende Betreuung der Investoren. 2) Marktpreisrisiko Das Marktpreisrisiko bezeichnet mögliche Wertveränderungen der vom Institut gehaltenen Positionen. Das Institut hält keine Marktpositionen. Es ist weder im Eigenhandel tätig, noch erbringt es Eigengeschäfte. Es hat sich als Nichthandelsbuchinstitut eingestuft. Vermögenswerte von Kunden nimmt es nicht entgegen. Das Institut unterliegt daher keinen direkten Marktpreisrisiken. 3) Risiken für das Wertpapierinstitut a) Operationelle Risiken Die Palladio Management GmbH ist im Bereich der Anlageberatung und -vermittlung für Institutionelle Investoren (vor allem Kapitalverwaltungsgesellschaften; d. h. in der Regel geeignete Gegenparteien) tätig. Sie hat nur wenige Kunden, daher besteht das wesentliche Risiko darin, ein Mandat zu verlieren. Es besteht auch das Risiko, dass die Geschäftsleitung wesentliche Entwicklungen und Trends im Finanzdienstleistungsbereich nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt. Ferner bestehen das Risiko einer Beratungshaftung (insbesondere im Bereich der Anlageberatung). Soweit die Palladio Management GmbH als Dienstleisterin im Zusammenhang mit den laufenden Aufgaben der Managed Accounts tätig ist, bestehen weitere operationelle Risiken. Die zunehmende Komplexität von Finanzprodukten steht einer verstärkten Nachfrage nach Beratung gegenüber. Das Institut hält daher das Geschäftsmodell für zukunftsfähig. b) Adressausfallrisiko Unter Adressausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass bestimmte Forderungen und Außenstände bei bestimmten Adressen nicht mehr beizubringen sind, weil diese an Bonität verlieren oder gänzlich als Zahlungsadressat ausfallen. Das Adressausfallrisiko hat für das Institut nur eine untergeordnete Bedeutung. 4) Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass ablaufende Verpflichtungen gegenüber Dritten nicht planmäßig refinanziert oder beglichen werden. Der weit überwiegende Teil der Kosten des Instituts wird von der Muttergesellschaft in Rechnung gestellt. Gegebenenfalls können Rechnungen gestundet werden. Zusammenfassend ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass die vorstehend dargestellten Risiken unter Berücksichtigung des Umfangs der Geschäftstätigkeit als überschaubar einzuschätzen sind und angemessen und wirksam überwacht werden. IV. Chancenbericht1. Marktpositionierung Die Muttergesellschaft der Palladio Management GmbH, die Palladio GmbH, ist seit 2012 am Markt vertreten und hat sich innerhalb kurzer Zeit als unabhängiger Asset Manager im Bereich alternativer Anlageklassen in Deutschland etabliert. Aktuell bietet die Palladio-Gruppe institutionellen Investoren ein breites Spektrum an Dienstleistungen im Bereich Infrastruktur und Private Equity an. Die Schwestergesellschaft Palladio (Luxembourg) S.à r.l., für die die Palladio Management GmbH die Anlagevermittlung für Kapitalanlageprodukte durchführt, ist innerhalb der Palladio-Gruppe für die Implementierung von Plattformlösungen und die Auflage weiterer Anlageprodukte zuständig. Mit ihrer Fokussierung auf die externe Anlageberatung von institutionellen Kunden am Standort in Deutschland und Luxemburg rundet die Palladio Management GmbH das Dienstleistungsspektrum innerhalb der Palladio Gruppe ab, um die unterschiedlichen Kundenanforderungen optimal abdecken zu können. Die Palladio Management GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 aufgrund eines erschwerten Umfelds ein geringeres Anlageberatungsvolumen als im Vorjahr erreicht. Desinvestitionen reifer Portfolien konnten dabei nicht vollständig durch neue Investitionen kompensiert werden. Ein im Jahr 2023 verhandelter Anlageberatungsvertrag für ein neues Mandat konnte im Januar 2024 final unterzeichnet werden. Auch bei der Anlagevermittlung konnten neue Volumina und Kunden hinzugewonnen werden. Die jüngsten regulatorischen Anforderungen im Bereich ESG stellen Marktteilnehmer weiterhin vor neue Herausforderungen. Die Palladio-Gruppe hat die Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit in so gut wie allen Geschäftsbereichen weiter ausgebaut. Dazu gehören der Aufbau eines ESG- Reportings, die Integration aller Nachhaltigkeitsaspekte in unseren Investmentprozess sowie die Auflage eines Artikel 9-Infrastrukturfonds durch die Palladio (Luxembourg) S.à r.l. 2. Leistungsbilanz Die Palladio Management GmbH konnte im Rahmen ihrer Beratungsmandate durch sorgfältige Investmentauswahl ausgewogene Portfolien von hoher Qualität aufbauen, die sich durch eine positive Wertentwicklung oberhalb des Niveaus vergleichbarer traditioneller Anlageklassen auszeichnen. Auf dieser Basis konnte eine unverändert hohe Kundenzufriedenheit erreicht werden. 3. Kundenstamm Die Palladio Management GmbH ist es gelungen, den institutionellen Kundenstamm in den vergangenen Geschäftsjahren stetig aufzubauen und kontinuierlich zu erweitern. Dabei konnten sowohl Zeichnungen bestehender Investoren erreicht als auch neue Kunden gewonnen werden. 4. Mitarbeiter Die Palladio Management GmbH verfügt über keine eigenen Mitarbeiter. Diese werden durch die Palladio GmbH bereitgestellt. Der Palladio GmbH ist es gelungen, ein ausgewogenes, breites Team mit exzellenter Expertise im angebotenen Dienstleistungsspektrum aufzubauen. Im Jahr 2023 wurde das Team durch Neueinstellungen verstärkt und lag im Jahresdurchschnitt bei 64 Mitarbeitern. Durch die kontinuierliche Erweiterung des Teams soll auch die Basis für die fortlaufende Weiterentwicklung der Palladio GmbH, ihres Angebotsspektrums und der Optimierung der internen Abläufe gelegt werden. V. PrognoseberichtDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war geprägt von den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die westliche Energie-, Sicherheits- und Geldpolitik. Gestützt von dem hohen Investitionsbedarf im Infrastruktursektor sowie dem verglichen mit anderen Anlageklassen hohen Maß an Inflationsschutz, hielt das Interesse der Investoren an der Anlageklasse Infrastruktur weiterhin an. Allerdings haben die aktuellen geopolitischen Spannungen weiterhin die internationalen Finanzmärkte belastet. Das trotz nachlassender Inflation unverändert höhere Zinsniveau hat global zu rückläufigen Transaktionsaktivitäten geführt. Wie im Lagebericht 2022 ausgeführt, war durch das gestiegene Zinsniveau bei einer Vielzahl von Investoren aufgrund des Denominatoreffekts ein Ungleichgewicht zwischen illiquiden und liquiden Vermögenswerten in ihren Portfolien entstanden, in deren Folge sich die die Summe des investierbaren Kapitals verringert hat. Dieser Effekt hielt auch noch Ende 2023 an, auch wenn die Investitionstätigkeit der Anlageberatungsmandate im vierten Quartal 2023 wieder zugenommen hat. Aus heutiger Sicht können die Auswirkungen der aktuellen Entwicklung auf die Performance der investierten Assets nicht im Detail beurteilt werden, wobei sich die von uns betreuten Portfolien als sehr resilient erwiesen haben. Dennoch ist bei einer anhaltend negativen Marktentwicklung nicht auszuschließen, dass sich bei den Vermögenswerten der von uns verwalteten Portfolien, die zu einem Zeitwert bewertet werden, Wertveränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Infolgedessen können sich rückläufige Marktpreise negativ auf den Wert dieser Finanzanlagen auswirken und in geringeren Erträgen resultieren. Dies könnte auch zu einem vorübergehend negativen Effekt auf die Unternehmens-Ertragslage führen, auch wenn die Geschäftsführung davon ausgeht, dass dies nur kurzfristig Einfluss auf eine langfristig steigende Profitabilität der Palladio Management GmbH hätte. Zum aktuellen Zeitpunkt sowie auch im laufenden Geschäftsjahr 2023 sind jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Auch im Jahr 2024 soll der Kundenbestand der Beratungskunden ausgeweitet und die Anlagevermittlungsaktivitäten auf Basis einer attraktiven Produktstrategie, z.B. in den Bereichen Energietransformation, auf hohem Niveau fortgeführt werden. Daneben ist zu erwarten, dass sich der im 4. Quartal 2023 verzeichnete moderate Anstieg der Investitionstätigkeit bei den Anlageberatungsmandaten fortsetzt. Allerdings erwartet die Geschäftsführung aufgrund der oben beschriebenen Entwicklung für das laufende Geschäftsjahr ein leicht unter dem Vorjahr liegendes Provisionsergebnis. Für die Jahre 2025 und 2026 geht die Geschäftsführung von einem erneuten Anstieg des Provisionsergebnisses aus. Die Geschäftsführung prüft in regelmäßigen Abständen das Geschäftsmodell unter Berücksichtigung sich ständig verändernder Finanzmärkte und Marktbedingungen, um mit innovativen Strategien auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Daher sind wir zuversichtlich, im weiteren Geschäftswachstum an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen zu können. Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen erwartet die Geschäftsführung der Palladio Management GmbH für das laufende Geschäftsjahr einen moderaten Anstieg der Investitionstätigkeit der Bestands- und Neukunden, während sich die Provisionserträge auf hohem Niveau, jedoch temporär leicht unterhalb des Niveaus von 2023 bewegen dürften.
Frankfurt, den 21.03.2024 Palladio Management GmbH Dr. Bernd Kreuter, Geschäftsführer Michael Rieder, Geschäftsführer Thomas Mehlhorn, Geschäftsführer Bianca Salzer, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Palladio Management GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Palladio Management GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Palladio Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 23. Mai 2024 WEDDING
& Cie. GmbH
Johannes Wedding, Wirtschaftsprüfer Oliver Robbe, Wirtschaftsprüfer |
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