Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 2131
Vorher
HAFEN-ENTWICKLUNGSGESELLSCHAFT ROSTOCK mbH
Eingetragen
20.12.1991
Branche
Betrieb von HäfenBeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Gegenstand
Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, die Wettbewerbsposition des Standortes Hafen Rostock zu fördern. Dazu hat sie insbesondere Flächen und Infrastruktur zu entwickeln, zu errichten und Dritten gegen Entgelt zur Nutzung zu überlassen. Zu diesem Zweck hält sie die Infrastruktur in nutzungsfähigem Zustand vor oder stellt den nutzungsfähigen Zustand her. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, weitere Dienstleistungen, die einer Verbesserung der Wettbewerbsposition des Unternehmens oder des Standortes dienen, zu erbringen und zu vermarkten. Soweit es sich dabei um Umschlagsleistungen oder Tätigkeiten im Bereich der Lagerung und Behandlung von Waren handelt, darf die Gesellschaft diese jedoch weder selbst noch durch eine von ihr mehrheitlich gehaltene Gesellschaft ausüben. Die Gesellschaft betreibt in der Verfolgung des unter Absatz 1 genannten Gesellschaftszweckes Akquisition, dabei ist sie zur Neutralität verpflichtet. Die Gesellschaft kann zur Erfüllung ihrer Aufgaben Unternehmen gründen, erwerben, sich an ihnen beteiligen oder sich anderer Unternehmen bedienen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben und pachten, ferner Interessengemeinschaften eingehen und Zweigniederlassungen errichten, soweit dies dem Gesellschaftszweck dient. Die Tätigkeiten der Gesellschaft haben sich am öffentlichen Zweck auszurichten. Die Tätigkeit der Gesellschaft ist auf Kostendeckung auszurichten. Die Gesellschaft unterliegt § 75 (1) Satz 2 der Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Heinze
seit 11.12.2023
Prokura
Christian Hardt
seit 11.12.2023
Prokura
Götz Strahl
seit 20.12.2021
Prokura
Claudia Bals
seit 20.12.2021
Prokura
Gernot Dr. Tesch
seit 5.1.2015
Geschäftsführer
Jens-Aurel Scharner
seit 5.1.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Hansestadt Rostock
74.90%
Land Mecklenburg-Vorpommern
25.10%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hansestadt Rostock
Germany
44.940.000 €
74.90%
Land Mecklenburg-Vorpommern
Germany
15.060.000 €
25.10%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROSTOCK PORT GmbH

Rostock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Gesellschaftszweck der ROSTOCK PORT GmbH, Rostock, als Hafenleitungsorgan ist die Bereitstellung der Infrastruktur im Seehafen sowie die Erbringung sonstiger Dienstleistungen. Die ROSTOCK PORT GmbH stellt den Nutzern des Seehafens den Grund und Boden, Gebäude, Kaikanten, Hafenbecken, Versorgungsnetze sowie Dienstleistungen zur Sicherung des Hafenablaufprozesses entgeltlich zur Verfügung.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der ROSTOCK PORT GmbH ist neben der Leistungsfähigkeit der Rostocker Hafenwirtschaft und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung auch von der Entwicklung der internationalen Arbeitsteilung sowie der Entwicklung des Passagier- und Frachtverkehrs abhängig. Nach einem Anstieg von 1,8 % im Jahr 2022 schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,3 %. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (+7,9 %). Sie ist mit 5,9 % im Jahresdurchschnitt 2023 aber weiterhin auf einem hohen Stand.

Diese generellen Einflussfaktoren wurden im Jahr 2023 durch die Auswirkungen des Russisch-Ukrainischen Krieges überlagert. Infolge dieses Konfliktes wurden im Jahr 2023 4,7 Millionen Tonnen Rohöl mehr im Rostocker Ölhafen umgeschlagen als im Jahr 2022. Dadurch konnten erntebedingte Rückgänge bei Getreide und konjunkturbedingte Rückgänge anderer Gutarten überkompensiert werden. Der Wegfall der für die Kreuzschifffahrt wichtigen Destination St. Petersburg verhinderte hingegen eine stärkere Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie in diesem Bereich.

Im Jahr 2023 konnten die umgeschlagenen Mengen gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % bzw. 1,9 Millionen Tonnen auf 30,9 Millionen Tonnen gesteigert werden. Die Zahl der beförderten Passagiere im Fährbereich stieg um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr und liegt damit um 0,9 % über dem Vor-Corona-Jahr 2019. Nach dem praktischen Zum-Erliegen-Kommen des Kreuzfahrtgeschäftes im Jahr 2020 wurden im Jahr 2023 253.534 Kreuzfahrtreisende gezählt. Das sind 67.437 Passagiere mehr als im Jahr 2022, aber nur etwa 57 % des Vor-Corona-Jahres 2019.

3. Umsatzentwicklung

Die ROSTOCK PORT GmbH erwirtschaftet aus der Geschäftstätigkeit folgende Erlöse:

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
a) Hafenentgelte, Dienstleistungen, für Schiffsabfertigungen 30.943 26.939 +4.004 +14,9
b) Mieten und Pachten 13.282 12.571 +711 +5,7
c) Verpachtung Netze, Hafen- Restaurant und Sonstiges 2.469 2.153 +316 +14,7
d) sonstige Umsätze 530 610 -80 -13,1
47.224 42.273 +4.951 +11,7

Zu den Erlösarten lassen sich die folgenden Feststellungen treffen:

Die Erlöse aus Hafenentgelten und Dienstleistungen für Schiffsabfertigungen sind um 14,9 % gestiegen. Jeweils die Hälfe des Anstiegs beruht auf der Anhebung des Hafentarifs, um die kostenseitigen Auswirkungen der hohen Inflationsrate entgegenzuwirken und aus der in der Summe positiven Umschlagsmengenentwicklung verschiedener Bereiche. Positiv wirkte sich der Anstieg beim Rohölumschlag, aber auch die Erholung der Kreuzschifffahrt von der Corona-Pandemie aus. Zusätzlich konnte der Umschlag von Projektladungen deutlich gesteigert werden. Negativ wirkte sich die unterdurchschnittliche Getreideernte und die schwächelnde Konjunktur auf den Umschlag anderer Gutarten aus.

Die Zusammensetzung und die Entwicklung der Umschlagsmengen stellen sich wie folgt dar:

2023 Mio. t 2022 Mio. t Veränderung Mio. t Veränderung
%
Fähre und RoRo 16,518 17,718 -1,200 -6,8
Flüssiggut 7,957 3,468 +4,489 +129,4
Schüttgut 5,691 7,186 -1,495 -20,8
Stückgut 0,758 0,626 +0,132 +21,1
30,924 28,998 +1,926 +6,6

Der Güterumschlag im Fähr- und RoRo-Bereich verzeichnete im Jahr 2022 im Wesentlichen konjunkturbedingt einen Rückgang von -1,2 Mio. t. Außerdem wirkte sich die Einstellung der Fährverbindung nach Nynäshamn und Visby (Hansa Destination) zum Jahresende 2022 negativ aus. Hingegen nahm der Fernreiseverkehr im Jahr 2023 weiter zu. Die Anzahl der zwischen Nordeuropa und Rostock beförderten Pkw und Wohnmobile betrug 647 Tsd., ein Plus von 3 %. Die Fähr- und RoRo-Linien von und nach Gedser (Dänemark), Trelleborg (Schweden), Travemünde (Deutschland), Hanko (Finnland), sowie Klaipeda (Litauen) beförderten 2,54 Mio. Passagiere. Dieses sind 40 Tsd. Passagiere mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Der Umschlag im Universalhafenteil stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Mio. t. Der Zuwachs ist vor allem auf den Umschlag von Flüssiggütern (+ 4,5 Mio. t) und Projektladungen (+ 0,3 Mio. t) zurückzuführen. Bei den wertschöpfungsintensiven Projektladungen nahm insbesondere die Verladung von Windkraftkomponenten, aber auch Krananlagen sowie Großrohren im Jahr 2023 zu. Dagegen sanken die Umschlagszahlen bei den Schüttgütern (-1,5 Mio. t). Weitere Rückgänge gab es beim Umschlag von Containern und Metallen.

Das Kreuzschifffahrtsegment konnte sich weiter von den Effekten der Corona-Pandemie erholen. Im Jahr 2023 wurden bei 130 Anläufen 253.534 Passagiere befördert (2022: 139 Anläufe mit 181.115 Passagieren). Eine stärkere Erholung auf das Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 (196 Anläufe mit 441.955 Passagiere) wurde durch den Wegfall russischer Häfen als Anlauforte verhindert.

Die Miet- und Pachterlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent gestiegen. Dieses resultiert zu etwa der Hälfte aus im Vorjahr abgeschlossenen Miet- und Pachtverträgen, die erst in 2023 für ein ganzes Jahr abgerechnet wurden. Die andere Hälfte der Steigerung ist auf die deutlichen Zuwächse beim Umschlag von Projektladungen zurückzuführen, wodurch zusätzlich mehr Flächen kurzfristig vermietet wurden.

Die Steigerung beim Posten Verpachtung Netze, Hafenrestaurant und Sonstiges resultiert zum einen aus Steigerungen bei den Hafenrestaurant - Erlösen und zum anderen aus höheren Erlösen bei der Weiterberechnung von Landstrom an die Kreuzfahrtschiffe aufgrund der verstärkten Nutzung der Anlage.

4. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft wird durch Gegenüberstellung der folgenden Teilergebnisse verdeutlicht:

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
a) Betriebsergebnis 15.536 12.735 +2.801
b) Beteiligungsergebnis 34 33 +1
c) Finanzergebnis 1.089 28 +1.061
d) Neutrales Ergebnis -1.403 -3.508 +2.105
e) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.503 -507 -1.996
Jahresüberschuss 12.753 8.781 +3.972

Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.801 gestiegen. Dieses ist vor allem auf die unter Punkt 3). dargestellten höheren Umsatzerlöse (TEUR +4.952) zurückzuführen. Ergebnismindernd wirkten im Jahr 2023 die höheren Reparaturaufwendungen (TEUR +326), die höheren Aufwendungen für die Betreibung der Liegeplätze (TEUR +531) und die bedingt durch eine Tarifanpassung höheren Personalaufwendungen (TEUR +899).

Das Finanzergebnis hat sich im Vorjahresvergleich um TEUR 1.061 verbessert. Die ROSTOCK PORT GmbH legt kurzfristig freie Geldreserven als Termingeld auf dem Kapitalmarkt an. Diese Maßnahme führte durch die Anhebung der Zinssätze durch die europäische Zentralbank im Jahr 2023 zu höheren Zinserträgen von TEUR 1.054.

Im Kalenderjahr 2023 weist die ROSTOCK PORT GmbH mit TEUR -1.403 ein negatives neutrales Ergebnis aus. Es setzt sich vollständig aus neutralen Aufwendungen für nicht aktivierungsfähige Investitionen zusammen.

Insgesamt liegt das Ergebnis von TEUR 12.753 um TEUR 1.128 über dem Planansatz des Jahres 2023, da die betrieblichen Aufwendungen mit EUR 2,6 Mio. niedriger waren als geplant. Deutlich gefallene Strompreise sind hauptursächlich für die positive Abweichung. Zudem lagen die Personalkosten aufgrund von zeitlichen Verschiebungen bei Neueinstellungen und Personalkosteneinsparungen bei Mitarbeitern, die aus der Lohnfortzahlung gefallen sind, unter den Planwerten. Positiv wirkte sich auch die Anhebung der Zinssätze im Jahr 2023 aus, wodurch die Zinserträge um TEUR 849 höher waren als geplant. Die Umsatzerlöse dagegen lagen aufgrund konjunktur-, und erntebedingter Rückgänge verschiedener Gutarten und der kurzfristigen Einstellung der Fährverbindung nach Nynäshamn und Visby mit TEUR 854 unter Plan. Zusätzlich wirkten sich die gegenüber der Planung um EUR 1,3 Mio. höheren neutralen Aufwendungen negativ auf das Ergebnis aus. Dieses ist auf Kostensteigerungen und zeitlichen Verschiebungen aus dem Jahr 2022 bei nicht aktivierungsfähigen Investitionen zurückzuführen. Ergebnisbedingt war der Ertragssteueraufwand um TEUR 346 höher als der Planansatz.

5. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist unverändert als gut einzustufen. Dies zeigt sich vor allem durch die Eigenkapitalquote von 97,9 % (Vorjahr: 97,6 %).

Das Geschäft der ROSTOCK PORT GmbH ist sehr anlageintensiv. Allein der Bilanzposten "Grundstücke und Bauten" macht 62,1 % der Bilanzsumme aus. Das Anlagevermögen wird - mit Ausnahme der Grundstücke - über einen Zeitraum zwischen 3 und 33 Jahren abgeschrieben. Die durchschnittliche Abschreibungsdauer des Anlagevermögens beträgt 23,9 Jahre.

Aus Eigenmitteln (nach Abzug von Fördermitteln und Zuschüssen) wurden TEUR 15.607 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Es handelt sich bei diesen Investitionen überwiegend um Investitionen in den Neubau eines Liegeplatzes, zweier Bürogebäude, in die Verkehrsertüchtigung und Medienerschließung des Seehafens und den Kauf von Flächen sowie in den Ausbau und die Anpassung weiterer Liegeplätze, Flächen und Grundstücke im Überseehafen.

Das Bestellobligo aus ausgelösten Bestellungen für Investitionen betrug am Bilanzstichtag TEUR 7,6. Dieses Bestellobligo wird, wie die Investitionen des Jahres 2023, aus dem Cash-Flow der Gesellschaft finanziert.

6. Finanzlage

Bezüglich der Darstellung der Finanzlage verweisen wir auf die beigefügte Kapitalflussrechnung.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 19.951. Dieser operative Cash-Flow wurde vor allem aus dem Jahresergebnis (TEUR 12.753) und den Abschreibungen auf das Anlagevermögen (TEUR 8.136) gespeist.

Der operative Cash-Flow wurde in das Anlagevermögen der Gesellschaft reinvestiert (TEUR 18.446 vor Verrechnung von Fördermitteln).

Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten der Gesellschaft Mio. EUR 1,9 (davon TEUR 1 aus kurzfristigen Bankverbindlichkeiten). Der Rest entfiel auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage gewesen, den Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

7. Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt wurden im Geschäftsjahr 96 (Vorjahr: 89) gewerbliche Arbeitnehmer und 83 (Vorjahr: 84) Angestellte beschäftigt. Bezogen auf die Umsatzerlöse ist der Personalkostenanteil um 0,6 Prozentpunkte auf 30,5 % gesunken. Die Löhne und Gehälter richten sich grundsätzlich nach einem betrieblichen Tarifvertrag. Es werden feste Monatslöhne und -gehälter gezahlt, ggf. unter Beachtung von Zeit- und Schichtzuschlägen. Der hauseigene Tarifvertrag wurde im Jahr 2023 zur Abmilderung der Reallohnverluste aufgrund der hohen Inflation angepasst. Die Fluktuation innerhalb der Belegschaft ist gering. Die ROSTOCK PORT GmbH bildet zur nachhaltigen Sicherung eines qualifizierten Mitarbeiterstammes im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 4 (Vorjahr: 5) Auszubildende aus.

8. Umweltschutz

Die ROSTOCK PORT GmbH stellt den im Hafen angesiedelten Unternehmen Flächen sowie die dem Hafen zugehörige Infrastruktur entgeltlich zur Verfügung. Bei erforderlichen Umbauarbeiten, Modernisierungen, Neuerschließungen oder Ähnlichem werden, entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen, umwelt- und naturschutzrechtliche Genehmigungen eingeholt und die beschiedenen Auflagen erfüllt. Diese beinhalten unter anderem Grünausgleichs- und Artenschutzmaßnahmen. Die Gesellschaft hat ein nach ISO 14.001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem; besondere Umweltrisiken aus eigenen Tätigkeiten der ROSTOCK PORT GmbH werden hiermit abgeschätzt. Das Unternehmen steht im regelmäßigen Austausch mit den zuständigen Natur- und Umweltschutzbehörden.

Im Dezember 2023 hat die ROSTOCK PORT GmbH ihren zweiten Nachhaltigkeitsbericht für die Geschäftsjahre 2020 - 2022 veröffentlicht. Darin wird unter anderem beschrieben, wie das Unternehmen ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte in die Unternehmensführung integriert und den wachsenden Herausforderungen unterschiedlichster Anspruchsgruppen begegnet und Verantwortung übernimmt. ROSTOCK PORT orientiert sich bei der Berichterstellung an den sogenannten GRI-Standars (Global Reporting Initiative).

9. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die ROSTOCK PORT GmbH verfügt über ein Risikohandbuch, in dem die Prinzipien der ROSTOCK PORT GmbH im Umgang mit Risiken beschrieben sind. Im Rahmen der Aktualisierung des Risikohandbuches wird einmal jährlich eine Risikoinventur durchgeführt. Im Anschluss an die Inventur erfolgt eine Bewertung der Risiken und die Festlegung von eventuell notwendigen Maßnahmen zur Risikoüberwachung und -reduzierung. Wesentliche Änderungen bei der Risikobewertung haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben.

Wie jede unternehmerische Tätigkeit, so birgt auch die Unternehmenstätigkeit der ROSTOCK PORT GmbH Risiken. Es werden folgende wesentliche latente bzw. inhärente Risiken gesehen:

- Gefährdung des Fähr- und RoRo-Verkehrs im Fahrtgebiet südliche Ostsee durch verstärkten Wettbewerb sowie nach Fertigstellung der festen Fehmarn-Belt-Querung, sofern keine kostendeckenden Preise für die Tunnelnutzung erhoben werden,

- Rückgang im Massengutumschlag z.B. bei Kohle (Energiewende mit Kohleausstieg) sowie Getreide (Klimaveränderungen (Trockenheit) und Novellierung der Düngemittelverordnung),

- Rückgang der Infrastrukturförderung der Europäischen Union, absehbare Veränderungen im Rahmen des Solidarpakts sowie des Länderfinanzausgleichs und der folgenden Umverteilung begrenzter Fördermittel,

- Beeinträchtigung der Kreuzschifffahrt und der Containerverkehre mit zunehmender Dauer des Konfliktes in der Ukraine,

- Rückgang im Fall sinkender Konjunktur bei Umschlag und Ansiedlungen,

- Risiken, wie sie sich generell bei Geschäftsbeziehungen zu Großkunden ergeben.

Chancen für eine positive Entwicklung sieht die ROSTOCK PORT GmbH dagegen durch die Ausweitung und zunehmende Durchdringung des "natürlichen" Hinterlandes Rostocks, z.B. durch die stärkere Fokussierung auf den Verkehrsträger Eisenbahn, die weitere Auffächerung der land- und seeseitigen Linienverbindungen (Dienste), zusätzliche, in Bezug auf die Fehmarn-Belt-Querung beharrungsintensive Neufunktionen (z.B. Automobilumschlag), den Infrastrukturausbau der seeseitigen- und Hinterland-Anbindungen (insbesondere die Vertiefung des Seekanals auf 16,50 m), den Ausbau des Hafens zur Energiedrehscheibe (Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft), die Ansiedlung von neuen Unternehmen aufgrund der Energiewende, die zunehmende Bedeutung des Rostocker Überseehafens für den Import von Energieträgern sowie durch eine stärkere eigene Marktbearbeitung. Chancen ergeben sich aus den im Hafen ansässigen Unternehmen, die zu einer Erhöhung der lokal erzeugten Umschlagsmengen führen werden.

Das Risiko der rückläufigen Infrastrukturförderung soll - insbesondere angesichts des umfangreichen Investitionsplanes - durch folgende Maßnahmen begrenzt werden:

- Thesaurierung der Finanzmittel aus der Geschäftstätigkeit, um eine hohe Innenfinanzierung zu sichern und die Belastung mit Zins und Tilgung in den Folgejahren zu begrenzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

- Optimierung des Umfangs der "Vorleistung" in die Infrastruktur. Da der Ausbau von Infrastruktur lange Vorlaufzeiten hat, der Investor aber mit seiner Investition möglichst bald beginnen möchte, ist der Infrastrukturbetreiber gehalten, mit der Investition in die Infrastruktur in Vorleistung zu gehen, um im Wettbewerb der Standorte angebotsfähig zu sein. Der Umfang der "Vorleistung" in eine Geschäftschance ist dabei in ein angemessenes Verhältnis zum Risiko einer Fehlinvestition zu setzen.

Die benannten risikobehafteten Sachverhalte können sich aber auch positiv entwickeln und eröffnen so Chancen für die zukünftige Entwicklung. Neben der weiteren Durchdringung des Hinterlandes wird auch die Verpachtung weiterer Flächen an hafenaffine Industrie eine Steigerung der Umschlagsmengen und der Pachterlöse zur Folge haben.

Die positive Entwicklung bei der Ansiedlung von Unternehmen des produzierenden Gewerbes kann in wenigen Jahren zu Flächenknappheit führen. Die Flächenknappheit betrifft nicht nur die Industrie-, sondern auch die Logistik- und Umschlagsflächen. Die ROSTOCK PORT GmbH arbeitet an Konzepten zum Erhalt der Entwicklungspotentiale.

Die Risiken - wie das Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko sowie das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen - schätzen wir als durchschnittlich ein.

Die aus den Forderungen resultierenden Ausfallrisiken werden durch die Einholung von Kreditauskünften und regelmäßige Mahnläufe gemindert.

Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken setzt die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente (Zinscaps) ein.

Mitte 2022 wurde die "rostock EnergyPort cooperation GmbH" (Repco), Rostock mit einem Kapital von TEUR 25 gegründet. Die ROSTOCK PORT GmbH ist mit 25,108 % an der Gesellschaft beteiligt. In 2022 und 2023 gab es weitere Zuführungen zur Kapitalrücklage der Gesellschaft. Der Anteil am Eigenkapital der Repco beträgt in der Summe TEUR 1.136. Zweck der Gesellschaft ist die Errichtung eines Elektrolyseurs zur Produktion von Wasserstoff. Die Investitionskosten sind mit ca. Mio. EUR 260 bis Mio. EUR 300 geplant, die im Rahmen der IPCEI-Projekte gefördert werden sollen. Die Förderung, die auf Mio. EUR 199,8 begrenzt ist, wurde von der EU-KOM am 15. Februar 2024 notifiziert, ein konkreter Fördermittelbescheid ist aber noch nicht ergangen. Die Fördermittel sind gegenüber dem Fördermittelgeber über einen Zeitraum von 20 Jahren durch die Gesellschafter der Repco zu verbürgen. Die final Investment decision (FID) ist für das 3. Quartal 2024 geplant.

Aus den Veränderungen in der Arbeitswelt, insbesondere durch die Digitalisierung und den demografischen Wandel, ergeben sich Herausforderungen für das Unternehmen. Durch eine nachhaltige und vorausschauende Personalpolitik sowie pragmatische und angemessene Abschlüsse mit dem Sozialpartner sollen zum einen die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter und zum anderen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden.

Darüberhinausgehende unternehmensspezifische Risiken sind nicht erkennbar.

10. Prognosebericht

Der Fortbestand des Unternehmens wird als gesichert angesehen. Insbesondere im Umschlag gehen wir, aufgrund der mittelfristig erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung in der Ostseeregion, von einer weiteren grundsätzlich positiven Entwicklung aus. Diese Erwartung spiegelt sich auch in verschiedenen Prognosen und Projektionen für die Ostseeregion, vor allem in der Prognose des Institutes für Seeverkehrswirtschaft und Logistik Bremen aus Dezember 2014: "Umschlagspotentiale 2030 der Rostocker Häfen", wieder. Auch die aktuelle Seeverkehrsprognose 2030 im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes 2015 geht von einer positiven Entwicklung aus. Eine neue Seeverkehrsprognose wird derzeit erstellt.

Die kommenden Jahre sind von den Herausforderungen eines umfangreichen Investitionsplanes gekennzeichnet, da sich in den vergangenen Jahren notwendige Investitionen - auch durch langwierigere Planungsvorläufe - verzögert haben. Der Investitionsplan weist die folgenden Schwerpunkte aus:

- Ein Teil der Liegeplätze im Seehafen hat das Ende der technischen Nutzungsdauer erreicht, so dass diese Liegeplätze im Investitionsplan zum Neubau bzw. zur Ertüchtigung vorgesehen sind.

- Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung der Fähr- und RoRo-Verkehre wird die Umgestaltung des Fähr- und RoRo-Terminals fortgesetzt.

- Die Umgestaltung von Liegeplätzen im Massengutbereich ist aufgrund sich ändernder Anforderungen notwendig.

- Der Neubau und die Umgestaltung der Liegeplätze im Ölhafen werden durch die starke Zunahme der Rohölimporte und dem wachsenden Bedarf an grünen Energieträgern vorgenommen.

- Einen weiteren Schwerpunkt des Investitionsplans stellt die Bereitstellung von zusätzlichen Flächen für hafenaffine Ansiedlungsvorhaben dar. Dies dient auch der Verbreiterung des lokalen Kundenpotentials und damit der Sicherstellung einer langfristigen, kontinuierlichen und positiven Entwicklung des Logistik- und Industriestandortes und der damit verbundenen Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Die aus dem Investitionsplan resultierenden zusätzlichen Abschreibungen und Zinsen (sowohl für die Investitionskredite als auch die Zwischenfinanzierung der Fördermittel) werden vor allem in der Anfangsphase der jeweiligen Vorhaben die wirtschaftlichen Ergebnisse der ROSTOCK PORT GmbH belasten.

Sollte zukünftig die Fördermittel-Quote spürbar abgesenkt werden und bei den Hafenentgelten und Pachten keine entsprechenden Preisanpassungen durchsetzbar sein, kann es in der Anfangsphase des Investitionszyklus zum Ausweis von Verlusten kommen. Die Geschäftsführung wird im Einzelfall abwägen, ob die positiven Effekte der Investitionen ein höheres Risiko rechtfertigen.

Generell sollen die mittelfristig erwarteten Erlössteigerungen aus den Investitionen deren Kosten mindestens decken.

Die Erwartung auch in der Zukunft Jahresüberschüsse zu erzielen, stützt sich insbesondere auf die folgenden Annahmen:

Positive Entwicklung des RoRo- und Fährverkehrs im Gleichschritt mit einer mittelfristigen Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage aufgrund:

- einer besseren straßen- und bahnseitigen Verkehrsanbindung an das Hinterland

- einer Stärkung der Bahnanbindung durch Ausbau der KV-Verbindungen und des KLV-Terminals

- eines Aufbaus neuer Verbindungen und Geschäftsfelder

- der Stärkung des land- und seeseitigen produzierenden Gewerbes im Einzugsgebiet bei Vertiefung der arbeitsteiligen Verflechtungen.

Steigerung des seeseitigen Umschlages und damit der Hafenentgelte aus dem Universalhafenteil durch:

- Fertigstellung der Vertiefung des Seekanals von 14,50 m auf 16,50 m und des dadurch möglichen Anlaufs von größeren Schiffen

- Auswahl von erprobten und/oder zukunftsträchtigen Ansiedlungsinteressenten (u.a. Metallverarbeitung, Großmaschinenbau, Getreide, Energie), die eine intensive Nutzung der Umschlags- und Lagereinrichtungen erwarten lassen

- räumliche Konzentration stagnierender oder rückläufiger Gutarten, um freiwerdende Flächen einer neuen, intensiveren Nutzung zuzuführen

- gezielte Vermarktung des Hafens in seiner Gesamtheit, um so die überregionale Bekanntheit und Nutzung zu verbessern.

Das Kreuzschifffahrtsegment hat sich bis 2019 positiv entwickelt. Im Jahr 2020 und 2021 dagegen führte die Corona-Pandemie zu einer fast vollständigen Einstellung der Kreuzfahrtschiffsanläufe. Im Jahr 2023 erreichten die Passagierzahlen der Branche in Rostock - Warnemünde wieder 57 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. Eine größere Zunahme wurde durch den seit 2022 andauernden Russisch - Ukrainischen Krieg verhindert. Die Entwicklung in 2024ff. bleibt abzuwarten.

Die Einschätzung der Geschäftsführung für die mittel- und langfristige Zukunft ist positiv. Im Kalenderjahr 2023 hat die Gesellschaft erneut einen Jahresüberschuss von TEUR 12.753 (Vorjahr TEUR 8.781) erzielt. Für 2024 wird ein deutlich positives Ergebnis erwartet. Vorrausetzung hierfür ist, dass sich die gegenwärtig stagnierende konjunkturelle Lage nicht verschlechtert. Außerdem berücksichtigt der geplante Jahresüberschuss 2024 eine Erholung des Passagieraufkommens im Kreuzfahrtbereich, die durch eine Verschärfung des Konfliktes in der Ukraine gefährdet wäre.

 

Rostock, 22. März 2024

Jens-Aurel Scharner

Dr. Gernot Tesch

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.015.094,45 4.126
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 141.362.447,98 144.512
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.213.514,33 7.862
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.019.851,18 1.522
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.052.412,11 14.804
173.648.225,60
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.388.637,00 510
2. Sonstige Ausleihen 309.233,94 350
1.697.870,94
179.361.190,99 173.685
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebstoffe 81.988,80 97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.132.164,20 2.257
2. Sonstige Vermögensgegenstände 6.631.748,43 4.596
8.763.912,63 6.853
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 39.591.885,23 34.761
48.437.786,66 41.710
C. Rechnungsabgrenzungsposten 103.400,05 37
227.902.377,70 215.433

PASSIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 60.000.000,00 60.000
II. Kapitalrücklage 9.846.375,72 9.846
III. Gewinnrücklagen
1. Sonderrücklage gem. § 27 II DMBilG 37.272.291,30 37.272
2. Andere Gewinnrücklagen 103.148.436,80 94.367
IV. Jahresüberschuss 12.752.974,25 8.781
223.020.078,07 210.267
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 739.244,00 784
2. Steuerrückstellungen 7.813,00 8
3. Sonstige Rückstellungen 1.130.596,16 870
1.877.653,16 1.662
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.252,56 11
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.881.102,79 3.413
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.445,44 52
1.889.800,79 3.477
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.114.845,68 27
227.902.377,70 215.433

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023
2022
T€
1. Umsatzerlöse 47.224.695,72 42.273
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 111.258,89 81
3. Sonstige betriebliche Erträge 414.800,39 695
47.750.755,00 43.049
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -2.515.763,77 -2.284
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.010.601,88 -5.187
-8.526.365,65 -7.471
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.450.145,19 -9.710
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -2.101.737,19 -1.943
-12.551.882,38 -11.653
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevemögens und Sachanlagen -8.135.606,86 -8.474
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.346.526,70 -6.171
-33.560.381,59
14.190.373,41 9.279
8. Erträge aus Beteiligungen 33.830,10 33
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.163.499,47 109
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -74.250,24 -81
1.123.079,33 62
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.503.315,69 -507
12. Ergebnis nach Steuern 12.810.137,05 8.833
13. Sonstige Steuern -57.162,80 -52
14. Jahresüberschuss 12.752.974,25 8.781

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss 2023 wurde gemäß § 15 des Gesellschaftsvertrages unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Unsere Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Absatz 3 HGB.

Die ROSTOCK PORT GmbH verfolgt in Abstimmung mit ihren Gesellschaftern, der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und dem Land Mecklenburg-Vorpommern, nicht ausschließlich finanzielle Ziele in Form von Gewinnmaximierungen, sondern auch struktur- und wirtschaftspolitische Ziele (Hafenentwicklung, Arbeitsmarkt). Aus diesem Grund ist die Finanz- und Ertragslage nur bedingt mit anderen Unternehmen vergleichbar.

Erläuterung einzelner Posten der Bilanz zum 31. Dezember 2023

Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich im Einzelnen aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Die im Anlagenspiegel ausgewiesenen Anschaffungs- und Herstellungskosten sind um die erhaltenen Zuschüsse gemindert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, sofern abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten werden auch Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear pro rata temporis berechnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen vorgenommen.

Die ROSTOCK PORT GmbH macht von dem Wahlrecht der Sofortabschreibung Gebrauch und schreibt geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 im Anschaffungsjahr ab.

Die 20 %-Grenze bei Beteiligungen überschreitet die ROSTOCK PORT GmbH mit der Beteiligung in Höhe von 25 % an der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH, Rostock. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.520 und der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 TEUR 14.

Ebenfalls beteiligt ist die ROSTOCK PORT GmbH mit 25,108 % an der rostock EnergyPort cooperation GmbH, Rostock. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 909 und der Jahresfehlbetrag des Rumpfgeschäftsjahres 2022 TEUR 116.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten (Streuartikel) bzw. zu Anschaffungskosten (Vorräte der Kantine) unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der flüssigen Mittel erfolgt zu Anschaffungskosten (in der Regel ist das der Nennwert). Fördermittel auf Sachanlagen werden aktiviert, wenn sich der Anspruch bis zum Aufstellungszeitpunkt durch einen Fördermittelbescheid oder eine Zusicherung des Landesförderinstitutes gemäß § 38 VwVfG M-V konkretisiert hat und förderfähige Investitionen durchgeführt sind. Dem strengen handelsrechtlichen Niederstwertprinzip wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko und den Finanzierungskosten wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung von 1 % auf den Nettoforderungsbestand Rechnung getragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) Forderungen gegen Gesellschafter.

In den sonstigen Vermögensgegenständen erfasste Prämien für Zinsbegrenzungsgeschäfte von TEUR 87 in Form von Höchstsatzvereinbarungen (Cap) werden entsprechend den Darlehensbeträgen ratierlich aufgelöst. Sofern die nach dem Optionsmodell von den Banken ermittelten Fair Values geringer sind als der fortgeschriebene Buchwert, erfolgt eine entsprechende Niederstwertabschreibung.

Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfassten Forderungen beinhalten TEUR 4.360 (Vorjahr TEUR 2.452) Forderungen aus Zuschüssen für geförderte Investitionen, davon TEUR 4.360 (Vorjahr TEUR 2.452) gegen Gesellschafter. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 7 aus Fördermittelforderungen und TEUR 121 aus Termingeldzinsen.

Rückstellungen werden für alle bis zum Bilanzstichtag entstandenen und zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Die Pensionsrückstellungen bestehen für zwei ehemalige Vorstandsmitglieder im Ruhestand. Sie werden mit dem Barwert der laufenden Pensionen nach dem Anwartschaftsverfahren bewertet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der Generationentafeln von Prof. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % p.a. (Vorjahr 1,78 % p. a.). Entsprechend den Vereinbarungen ist ein Rententrend nicht berücksichtigt. Bei dem zugrunde gelegten Zinssatz ist gemäß § 253 Abs. 2 HGB von einer fiktiv angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ausgegangen worden.

Unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen 7 Jahre (Rechnungszins von 1,74 %) ergäbe sich eine Rückstellung in Höhe von EUR 743.009. Der Unterschiedsbetrag von EUR 3.765 unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Rückstellung für Dienstjubiläen wird auf Grundlage der Heubeck Richttafeln 2018 G mit einem Rechnungszins von 1,76 % mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Es wird eine Fluktuation von 0,81 % p.a. berücksichtigt. Rechnungsmäßiges Endalter ist die Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Dabei werden Beiträge an die Sozialversicherung von 9,3 % für die Rentenversicherung, 1,3 % für die Arbeitslosenversicherung, 8,15 % für die Krankenversicherung und 1,7 % für die Pflegeversicherung berücksichtigt, wobei von Beitragsbemessungsgrenzen von EUR 7.550,00 für die Renten- und Arbeitslosenversicherung und EUR 5.175,00 für die Krankenversicherung ausgegangen wird.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei der passivierten Rückstellung für Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen wurde wegen Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von einer Berücksichtigung künftiger Preissteigerungen und einer Abzinsung der Verpflichtung abgesehen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten personalbezogene Verpflichtungen (TEUR 732) (Berufsgenossenschaft, Jubiläumsrückstellungen, Urlaubsrückstellungen und Zeitkontenguthaben, Löhne und Gehälter) und ausstehende Rechnungen (TEUR 398).

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich im Einzelnen aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

In dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Geldeingang in 2023 von TEUR 1.088 an Fördermitteln aus dem EU Infrastruktur - Projekt RAIL_IT_MOS enthalten. Die Verwendung der Fördermittel soll in den Jahren 2024 und 2025 erfolgen.

Erläuterung einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren.

Die Umsatzerlöse gliedern sich unter Berücksichtigung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungs-Gesetzes wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
a) Hafenentgelte, Dienstleistungen für Schiffsabfertigungen 30.943 26.939
b) Mieten und Pachten 13.282 12.571
c) Weiterberechnung Wasser, Abwasser, Energie, Verpachtung Netze und Sonstiges 2.469 2.153
d) sonstige Umsätze 530 610
47.224 42.273

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 25 (Vorjahr TEUR 37) enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 15) und aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 4) enthalten.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft hätten, haben sich nicht ereignet.

Sonstige Angaben

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 17.345. Er betrifft im Wesentlichen langfristige Miet-, Pacht-, Wartungs- und Dienstleistungsverträge (TEUR 9.297) und das Bestellobligo für Reparaturaufträge und Investitionen (TEUR 8.048).

Haftungsverhältnisse aus Treuhandvermögen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 66 aus Mietkautionen.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Name Ort Tätigkeit/Funktion
Herr Helge Bothur (Vorsitzender) Rostock Leiter der Straßenmeisterei Pastow
Herr Jens-Uwe Zingler Schwerin Referatsleiter Straßenverkehr, Straßen- und Verkehrsrecht, Verkehrssicherheit
(stellv. Vorsitzender) Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Mecklenburg-Vorpommern
vom 1.1.2023 - 22.8.2023
Herr Jochen Schulte Schwerin Staatssekretär für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern
(stellv. Vorsitzender)
vom 23.8.2023 - 31.12.2023
Herr Erhard Sauter Rostock Mitglied der Bürgerschaft der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Herr Berthold Majerus Rostock Geschäftsführer LMS Agrarberatung GmbH;
Mitglied der Bürgerschaft der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Frau Katja Tovarek Schwerin Leiterin der Abteilung 1 - Allgemeine Abteilung
Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern
Herr Dr. Tom Rückborn Rostock Projektmanager, Wind Energy Network e.V.

Geschäftsführer

Hauptberufliche Geschäftsführer der Gesellschaft sind seit dem 1. Januar 2015 Herr Jens-Aurel Scharner, Sanitz, und Herr Dr. Gernot Tesch, Rostock.

Bezüge von Organmitgliedern

Die Bezüge von Herrn Jens-Aurel Scharner betrugen im Berichtszeitraum TEUR 227 und von Herrn Dr. Gernot Tesch TEUR 227.

Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit gewährten Gesamtbezüge belaufen sich auf TEUR 4.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen wurden für Pensionszusagen an zwei ehemalige Vorstandsmitglieder der SHR-AG als Rechtsvorgänger gebildet. Aus der Verpflichtung heraus wurden im Jahr 2023 laufende Pensionen in Höhe von TEUR 83 gezahlt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen:

Art der Beziehung Kauf Anlagevermögen
in TEUR
Darlehens-Gewährung
in TEUR
Erhalt von Fördermitteln
in TEUR
Anmietung von Pachtflächen
in TEUR
Bezug von Dienstleistungen
in TEUR
Erbringung von Dienstleistungen
in TEUR
Gesellschafter - - 1.446 300 - 20
Beteiligungen - - - - - -
AR-Mitglied - - - - - -

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:

2023
Anzahl
2022
Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 96 89
Angestellte 83 84
179 173

Darüber hinaus waren 2 Geschäftsführer und durchschnittlich 4 Auszubildende beschäftigt.

Latente Steuern

Aufgrund von Differenzen hinsichtlich der Passivierung von Rückstellungen (Jubiläen und Pensionen) sowie der abweichenden Handhabung von Investitionszuschüssen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, errechnet sich zum Bilanzstichtag ein aktiver Steuerabgrenzungsposten von Mio. EUR 31,6, der aufgrund des gesetzlichen Wahlrechtes nicht aktiviert wird. Hinzu kommen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von ca. Mio. EUR 1,3. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen, wie sie nach heutigen gesetzlichen Bestimmungen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen gelten. Dies sind ein Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer sowie ein Gewerbesteuersatz von 16,27 %.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

 

Rostock, 22. März 2024

Jens-Aurel Scharner

Dr. Gernot Tesch

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.422.612,62 158.377,43 0,00 0,00 8.580.990,05
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.422.612,62 158.377,43 0,00 0,00 8.580.990,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 301.468.038,87 1.269.151,97 2.530.725,10 2.421.311,55 302.627.777,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.389.519,02 3.765,40 39.827,91 56.216,11 21.409.672,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.055.145,34 1.110.984,80 394.722,39 6.649,28 6.778.057,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.804.157,71 10.735.788,16 3.356,82 -2.484.176,94 23.052.412,11
343.716.860,94 13.119.690,33 2.968.632,22 0,00 353.867.919,05
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 509.857,00 878.780,00 0,00 0,00 1.388.637,00
2. Ausleihung 349.505,67 0,00 40.271,73 0,00 309.233,94
859.362,67 878.780,00 40.271,73 0,00 1.697.870,94
352.998.836,23 14.156.847,76 3.008.903,95 0,00 364.146.780,04
kumulierte Abschreibungen Buchwert
Stand 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.296.390,88 269.504,72 0,00 4.565.895,60 4.015.094,45
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.296.390,88 269.504,72 0,00 4.565.895,60 4.015.094,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 156.956.401,35 6.637.750,25 2.328.822,29 161.265.329,31 141.362.447,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.527.902,74 708.078,44 39.822,89 14.196.158,29 7.213.514,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.532.657,13 520.273,45 294.724,73 4.758.205,85 2.019.851,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 23.052.412,11
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.388.637,00
2. Ausleihung 0,00 0,00 0,00 0,00 309.233,94
0,00 0,00 0,00 0,00 1.697.870,94
179.313.352,10 8.135.606,86 2.663.369,91 184.785.589,05 179.361.190,99

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeiten
Bilanzposten bis zu 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamtbetrag
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.252,56 0,00 0,00 1.252,56
(im Vorjahr) (10.921,10) 0,00 0,00 (10.921,10)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.881.102,79 0,00 0,00 1.881.102,79
(im Vorjahr) (3.413.469,93) 0,00 0,00 (3.413.469,93)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.445,44 0,00 0,00 7.445,44
(im Vorjahr) (52.360,02) 0,00 0,00 (52.360,02)
Summe 1.889.800,79 0,00 0,00 1.889.800,79
(im Vorjahr) (3.476.751,05) 0,00 0,00 (3.476.751,05)

Sicherheiten:

zu 1.:

Grundbuchpfandrechtliche Sicherheiten wurden nicht bestellt.

Die Banken haben bankübliche Negativ- und Gleichstellungserklärungen hereingenommen.

zu 2. und 3.:

Abgesehen von den branchenüblichen verlängerten Eigentumsvorbehalten wurden keine Sicherheiten an eigenen Vermögensgegenständen bestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ROSTOCK PORT GmbH, Rostock

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ROSTOCK PORT GmbH, Rostock, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROSTOCK PORT GmbH, Rostock, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rostock, den 22. März 2024

DOMUS Steuerberatungs-AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Niederlassung Rostock

Christmann, Wirtschaftsprüfer

Singer, Wirtschaftsprüfer

Feststellung und Gewinnverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 17. Juli 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wurde in voller Höhe den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

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Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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