wwwe GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Falk seit 25.4.2025 | Geschäftsführer |
Anna Jonen seit 17.4.2025 | Geschäftsführer |
Nicole Kuschke seit 31.3.2021 | Geschäftsführer |
Karsten Dr. Schröder seit 9.5.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Live Reply GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Konjunktur- und Branchenentwicklung Reply ist spezialisiert auf die Konzeption und Implementierung von Lösungen, die auf neuen Kommunikationskanälen und digitalen Medien basieren. Mit einem Netzwerk hoch spezialisierter Unternehmen definiert und entwickelt Reply Geschäftsmodelle, die durch KI, Big Data, Cloud Computing, digitale Medien und dem Internet der Dinge ermöglicht werden. Reply bietet Beratung, Systemintegration und Digital Services für Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation und Medien, Industrie und Dienstleistungen, Banken und Versicherungen sowie öffentliche Verwaltung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen (Stand 15. Januar 2024) des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 durch das nach wie vor krisengeprägte Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Der Außenumsatz der deutschen Telekommunikationsbranche ist laut VATM Studie minimal gewachsen (60,2 Mrd. € im Jahr 2023 verglichen zu 60,1 Mrd. € in 2022). Der Blick in die Teilmärkte Festnetz und Mobilfunk zeigt eine ähnlich stabile Situation - beide Teilmärkte können an die Umsätze des Vorjahres anschließen; das minimale Wachstum stammt aus dem Mobilfunkbereich. Inflationsbereinigt sind die Umsätze der Telekommunikationsbranche effektiv zurückgegangen. Im Privatkundenumfeld hat sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr etwas reduziert (plus 0,6 Mrd. €), während der Geschäftskundenbereich erneut Einbußen vermelden musste (minus 0,3 Mrd. €). Während die Telekom als Marktführer im Geschäftskundenumfeld die Außenumsätze in dem fallenden Markt halten konnte, zeigt sich der Umsatzrückgang allein bei den alternativen Netzbetreibern. Besonders ausgeprägt war das Wachstum im Privatkunden-Breitbandmarkt, wobei Glasfaseranschlüsse weiter das Neugeschäft dominieren (Marktanteil jetzt bei 11% aller Anschlüsse, im Vorjahr noch bei 9% aller Breitbandanschlüsse). Sowohl die Anzahl der Kabelanschlüsse (HFC-Netze) als auch die der DSL Anschlüsse sind in 2023 gefallen. Im Mobilfunkbereich steht der Ausbau des 5G Netzes weiter im Vordergrund. Im Dezember 2023 ist mit der 1&1 ein vierter Mobilfunkanbieter mit eigener Infrastruktur in den Netzbetrieb gestartet. Der Start des vierten Mobilfunknetzes wird nicht nur mittelfristig das Marktgeschehen beeinflussen - der im August 2023 angekündigte Wechsel des 1&1 Roamingpartners von Telefónica Deutschland auf Vodafone hat zu sichtbaren Kursschwankungen an den Börsen geführt. Basierend auf 5G-Netzen werden neue Services angeboten, so hat beispielsweise die Multi-Access Edge-Computing (MEC) Technologie aufgezeigt, wie über 5G Cloud-Technologien auch in privaten Firmennetzen eingesetzt werden können, die die Nutzung der bei 5G möglichen geringen Latenzen gewährleisten. Die mit privaten 5G Campus-Netzen verknüpften MEC-Lösungen werden auch in 2024 weiter an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus wird die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Telekommunikationsnetzen und -IT Architekturen in 2024 stark vorangetrieben werden. Die Live Reply GmbH (im Folgenden auch "Live") war im Jahr 2023 primär auf Telekommunikationsunternehmen fokussiert und ist diesen als hoch kompetenter und sehr zuverlässiger Anbieter von Beratungs-, Entwicklungs- und Service-Dienstleistungen bekannt. Die in 2023 genutzte Organisation mit fachlich klar voneinander abgetrennten Business Units wird auch in 2024 Bestand haben. Damit ergibt sich folgende Aufbau-Organisation für die Live Reply mit drei etwa gleich großen Business-Units:
2. Gesamtentwicklung Die wesentlichen Steuerungsgrößen des Unternehmens sind die Umsatzerlöse und das EBT sowie die daraus resultierende EBT-Marge. Die herangezogene Gewinn- und Verlustrechnung basiert bei der Gesellschaft wie auch für die Reply-Gruppe auf den International Financial Standards (IFRS) und ergeben sich aus dem internen Management Reporting. Die Umsatzerlöse nach IFRS der Live Reply GmbH im Geschäftsjahr 2023 haben sich gegenüber dem Vorjahr moderat verbessert und haben sich leicht unterhalb der Erwartungen entwickelt. Der Umsatz nach HGB belief sich auf 25,8 Mio. EUR (Vorjahr: 25,1 Mio. EUR) und ist somit um 3 % gestiegen. Der Unterschied der beiden Umsatzgrößen ergibt sich aus der unterschiedlichen Bilanzierung. So wird handelsrechtlich die Completed Contract-Methode angewandt, nach IFRS erfolgt die Umsatzerlösrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) belief sich auf 27,0 Mio. Euro (Vorjahr: 28,8 Mio. Euro) und hat sich damit um 6 % vermindert. Das IFRS-EBT verbesserte sich aufgrund höherer Auslastung leicht gegenüber dem Vorjahr und lag deutlich über unserer Jahresplanung. Gleichzeitig verringerte sich die EBT-Marge aufgrund gestiegener Kosten leicht gegenüber dem Vorjahr. Sie verblieb aber deutlich über der Planung für das Geschäftsjahr. Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung als zufriedenstellend dar. 3. Mitarbeiterentwicklung Die Mitarbeiterzahl ohne Geschäftsführer der Live Reply GmbH ist zum 31. Dezember 2023 auf 96 Mitarbeiter gestiegen (Vorjahr: 88). 4. Investitionstätigkeit Die Live hat im Jahr 2023 keine größeren Investitionen getätigt. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 19 % auf 15,0 Mio. Euro (Vorjahr: 18,5 Mio. Euro) gesunken. Das Anlagevermögen blieb unverändert bei 0,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Die Vorräte sind um 18 % auf 5,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro) gestiegen. Der Bestand an Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist um 4,2 Mio. Euro auf 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: 13,9 Mio. Euro) zurückgegangen. Diese Veränderung resultiert vor allem aus einem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 3,2 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro). Die Rückstellungen sind um 0,8 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) gestiegen. Der Bestand an Verbindlichkeiten ist um 4,3 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: 14,2 Mio. Euro) gesunken. Die einzelnen dem Betrag zugrundeliegenden Bilanzpositionen entwickelten sich wie folgt:
Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert vor allem aus dem um 1,7 Mio. Euro niedrigeren abzuführenden Gewinn aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages mit der Gesellschafterin Reply Deutschland SE. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem die zum Bilanzstichtag noch nicht fälligen Steuerverbindlichkeiten. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages blieb das Eigenkapital der Gesellschaft von 2,4 Mio. Euro unverändert. Finanzlage Die Finanzmittelfonds der Gesellschaft, bestehend im Wesentlichen aus dem Cash-Pool Guthaben bei der Reply Deutschland SE, weisen zum Bilanzstichtag einen Betrag von 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro) aus. Unter Berücksichtigung der kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, Vorräten sowie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten ergibt sich somit ein Netto-Umlaufvermögen von unverändert 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro). Die Liquiditätslage der Live ist daher weiterhin als positiv zu bezeichnen. Ertragslage Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) belief sich auf 27,0 Mio. Euro (Vorjahr: 28,8 Mio. Euro) und hat sich damit um 6 % vermindert. Der Materialaufwand der Live hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 6 % auf 15,1 Mio. Euro (Vorjahr: 16,1 Mio. Euro) verringert. Bezogen auf die Gesamtleistung des Unternehmens betrug die Materialaufwandsquote 56 % (Vorjahr: 56 %). Der Personalaufwand nahm im Geschäftsjahr 2023 um 16 % auf 8,1 Mio. Euro zu (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro). In Bezug auf die Gesamtleistung stieg die Personalaufwandsquote auf 30 % (Vorjahr: 24 %). Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem HGB-Jahresergebnis von 1,7 Mio. Euro vor Ergebnisabführung ab (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Mensch steht bei Reply im Mittelpunkt. Die Wertschätzung von Kunden, Mitarbeitern und anderen Geschäftspartnern sind für Reply eine Selbstverständlichkeit. Daher bemühen wir uns an verschiedenen Stellen, auch außerhalb der finanziellen Unternehmensziele, unsere Mitarbeiter wertzuschätzen. Wesentlicher Punkt hierbei ist der Führungsstil, der durch Vertrauen und Kollegialität geprägt ist. Jährlich werden sogenannte Surveys durchgeführt, in denen die Mitarbeiter anonym Feedback zu verschiedenen Fragestellungen geben können. Die Fragen werden in verschiedene Kategorien gebündelt und die Antworten pro organisatorischer Einheit berichtet. Diese Auswertungen werden den Mitarbeitern kommuniziert und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergriffen. In jährlichen Mitarbeitergesprächen werden gemeinsame Ziele definiert und die Zielerreichung des Vorjahrs gemeinsam mit dem Vorgesetzten besprochen. Hierbei ist unerheblich, ob mit diesen Zielen eine variable Vergütung verbunden ist. Ferner werden in diesen Gesprächen Entwicklungsmöglichkeiten besprochen und notwendige Maßnahmen vereinbart. Im Rahmen einer Reihe von internen Schulungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter in unterschiedlichen Formaten zusammengebracht um gemeinsam Themen zu erarbeiten. Das stärkt neben der inhaltlichen Ausrichtung das Zusammenwachsen der Teams und die Kollegialität zwischen den organisatorischen Einheiten. Die Muttergesellschaft der Reply Deutschland SE erstellt jährlich einen "Environment Report", in dem die Umweltverträglichkeit über die Reply-Gruppe hinweg analysiert wird. Für die Reply Deutschland SE ist dabei herauszuheben, dass neben finanziellen Kriterien der CO 2 -Ausstoß der Firmenfahrzeuge gedeckelt ist. Fahrzeuge mit einem höheren CO 2 -Ausstoß dürfen nicht bestellt werden. Mobilität ist wichtig im Beratungsgeschäft. Zur besseren Umweltverträglichkeit wird so häufig wie möglich die Deutsche Bahn genutzt. In der kompletten Reply-Gruppe existiert ein Ethikcode, mit dem sich sämtlichen Mitarbeiter zu den Grundregeln des menschlichen Miteinanders bekennen. Darüber hinaus gibt es ein Wertesystem der Reply, das den Umgang mit Kunden, Kollegen und sonstigen Geschäftspartnern definiert. Die permanente Sicherstellung der Servicequalität ist einer der zentralen Erfolgsfaktoren, der sich der Vorstand verpflichtet fühlt. Derzeit sind fast alle Gesellschaften nach ISO 9001 zertifiziert. Dieser Prozess wird in den Folgejahren weiter fortgesetzt werden. 6. Chancen und Ausblick Laut Zahlen des Digitalverbands Bitkom ist Deutschlands digitale Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro zugelegt. Das Umsatzwachstum hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche soll laut Bitkom im Jahresverlauf 2024 um 36.000 wachsen, auf 1,368 Millionen. Bereits 2023 sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu. Das Geschäftsklima in der Digitalwirtschaft entwickelt sich gegen den Trend der Gesamtwirtschaft positiv, wie der von Bitkom und ifo Institut erstellte Digitalindex zeigt. Während der ifo Index für die Gesamtwirtschaft im Dezember von minus 9,4 Punkten noch einmal auf minus 11,2 zurückging, legte der Digitalindex von 6,0 auf 9,8 Punkte zu. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Investitionsplanungen der ITK-Unternehmen wider. So wollen 22 Prozent ihre Investitionen 2024 erhöhen und 61 Prozent die Ausgaben konstant halten, 17 Prozent müssen auf die Bremse treten. Dabei wird vor allem in Software sowie Forschung und Entwicklung investiert. Die Informationstechnik ist dabei der wichtigste Wachstumstreiber. Nach einer leichten Wachstumsdelle im vergangenen Jahr (plus 2,2 Prozent auf 142,9 Milliarden Euro) werden 2024 nach der aktuellen Bitkom Prognose 151,5 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent. Vor allem das Geschäft mit Software legt stark zu (plus 9,4 Prozent auf 45,5 Milliarden Euro). Dabei wachsen die Umsätze mit Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software überdurchschnittlich, und zwar um 12,3 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. Deutlich zulegen kann auch das Geschäft mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen. In diesem Segment legen die Umsätze laut Bitkom um voraussichtlich 8,1 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro zu. Sicherheitssoftware hat daran einen Anteil von 3,9 Milliarden Euro, das entspricht einem Anstieg um 12,7 Prozent. Stark wachsend sind auch die Umsätze mit sonstigen Software-Anwendungen, sie legen um 8,5 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro zu. Darin enthalten sind unter anderem Kollaboration-Tools zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten, die überdurchschnittlich um 13,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro wachsen. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen laut Bitkom 2024 um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro. Besonders kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug, die einen Anteil von 17,7 Milliarden Euro am gesamten IT-Service-Markt haben und um 17 Prozent zulegen. Der aktuelle Boom rund um Künstliche Intelligenz führt zu einer stark steigenden Nachfrage im deutschen ITK-Markt. Die Ausgaben für KI-Software, -Dienstleistungen und entsprechende Hardware werden in diesem Jahr voraussichtlich auf 6,3 Milliarden Euro steigen. Das ist ein Plus von 32 Prozent verglichen mit 2022, als 4,8 Milliarden Euro für Künstliche Intelligenz ausgegeben wurden. Dies ermittelte der Digitalverband Bitkom auf Grundlage von Daten des Marktforschungsunternehmens IDC mit. Der Start von ChatGPT vor einem Jahr war eine Initialzündung für den KI-Einsatz. ChatGPT hat vielen Menschen erstmals vor Augen geführt, was KI heute schon leisten kann. Den größten Anteil an den KI-Ausgaben in diesem Jahr hat KI-Software (4,1 Milliarden Euro), gefolgt von Dienstleistungen rund um KI (1,3 Milliarden Euro) sowie Hardware (0,9 Milliarden Euro). Im kommenden Jahr wird nach aktuellem Stand ein ähnlich starkes Wachstum erwartet. 2024 sollen die Ausgaben erneut um 30 Prozent auf dann 8,2 Milliarden Euro steigen, 2025 könnte sogar die 10- Milliarden-Euro-Marke übersprungen werden. Aus dem aktuellen Boom bei Künstlicher Intelligenz und der positiven Entwicklung bei IT-Dienstleistungen mit Cloud-Bezug sowie im Bereich von Sicherheits- und Kollaborations-Tools, ergeben sich für das Jahr 2024 Marktpotenziale für IT-Dienstleister wie Reply, die bereits frühzeitig in innovative Technologien und Lösungen in diesen Bereichen investiert haben und ein Dienstleistungsportfolio am Markt etabliert haben. Herausforderungen bestehen für IT-Dienstleistungsunternehmen weiterhin aus der angespannten Situation am Arbeitsmarkt. Der Mangel an IT- Fachkräften verschärft sich weiter. In den deutschen Unternehmen sind Stand Dezember 2023 149.000 Stellen für IT- Expertinnen und -Experten unbesetzt. Das sind noch einmal 12.000 mehr als vor einem Jahr, als 137.000 Stellen offen waren, so die Ergebnisse der Bitkom-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte. Für 2024 zeichnen sich folgende Trends im Telekommunikationsmarkt ab - Fortgesetzter Roll-out von 5G-Technik, die den Telekommunikations-Unternehmen neue Geschäftsmodelle ermöglicht bzw. deren Einführung maßgeblich erleichtert (z.B. Smart Cities, Internet of Things, Multi-Access Edge Computing). Durchgehende 5G-Services mit niedriger Latenz ("Ultra-reliable, low-latency communication, URLLC) werden zunächst vor allem in Campus-Netzwerken realisiert werden, also geschlossenen 5G-Insellösungen im Enterprise-Umfeld. Voraussetzung hierfür sind die sogenannten 5G Stand-Alone Netzwerke (5G SA), die nicht mehr auf den tradierten 4G Core angewiesen sind und hierdurch auch hochverdichtete IoT-Services ermöglichen, bei denen auf einem Quadratkilometer bis zu 1 Mio. Endgeräte effektiv mit Mobilfunkleistungen versorgt werden können. Gleichzeitig wird die Modernisierung der Netzwerkinfrastrukturen vorangetrieben werden. Motivatoren hier sind Energieeinsparungen (Network Simplification) oder Erhöhung der Übertragungskapazität, hier vor allem die Glasfaser-Versorgung von 5G Antennen, die heute noch über Richtfunk angebunden sind. - Fortschreitende Virtualisierung der klassischen Netzwerktechnik (Software Defined Networks, Network Slicing). So werden beim Network Slicing gegebene physische Netzwerkressourcen in virtuelle Netzwerke aufgeteilt, um einerseits hochbitratige Anwendungen wie Video-Streaming und andererseits latenzkritische Anwendungen wie Connected Car oder Connected Home Dienste parallel auf einer Infrastruktur anbieten zu können. Software Defined Networks werden sich zunehmend in nahezu alle Bereiche der klassischen Telekommunikationstechnik ausdehnen. Im Enterprise-Umfeld sind es die Software-defined Wide-Area-Networks (SD-WANs) zur flexiblen Standortvernetzung, während sich im klassischen Carrier-Umfeld die komplette Netzwerk-Infrastruktur einem Wandel unterzieht. - Zunehmender Ausbau von Cloud-basierten Telko-IT-Infrastrukturen und Applikationen unter Verwendung von agilen Entwicklungsmethoden (DevOps). Neben den drei großen "Public Clouds" von Amazon, Google und Microsoft werden von den Telekommunikationsunternehmen auch sogenannte Private Clouds genutzt, um noch besser für den Schutz kritischer Daten sorgen zu können. - Prozess- und Planungsverbesserung durch Methoden der künstlichen Intelligenz ("Generative AI"). Auf Basis der bei Telekommunikationsunternehmen vorhandenen großen Datenmengen werden sowohl im Netzwerkbereich (Planung, Kapazitätsoptimierung) als auch im Prozessumfeld Methoden der künstlichen Intelligenz eingesetzt, um den Netzbetrieb bzw. die Serviceprozesse effizient und kostengünstig realisieren zu können. - Smartphone Authentication: Die Authentifizierung per Smartphone für nahezu alle Services ist eine aus Nutzersicht vielfach gewünschte Erleichterung bei der Nutzung von Dienstleistungen. Smartphones haben auf Basis ihrer Größe, der eigenen Energieversorgung, der stetigen Vernetzung sowie der Einbindung in "trusted networks" ideale Voraussetzungen um zertifizierte Schlüsselkarten oder bloße User/Passwort-Kombinationen abzulösen. Ziele 2024 Die drei Business Units haben sich in ihrem Aufbau, Inhalten und Namen im Jahr 2023 bewährt. Daher ist für das Geschäftsjahr 2024 die Beibehaltung der Aufbauorganisation geplant. Wichtig ist neben dem Ausbau des Geschäfts mit bestehenden Kunden auch die Akquisition neuer Kunden. Gerade im stark wachsenden Glasfasermarkt werden weiterhin Unternehmen neu gegründet worden, die von den Leistungen der Live profitieren könnten. Für alle drei Business Units plant die Live steigende Umsätze bei positiver Marge und einen weiteren Mitarbeiteraufbau. Die Live Reply GmbH prognostiziert für 2024 ein auf Marktniveau liegendes Wachstum seiner Geschäftsaktivitäten. Eine separate Planung des HGB-(Einzelabschluss) Ergebnisses existiert nicht. Die Planung auf Basis der IFRS-Zahlen zeigt für 2024 ein geringes Umsatzwachstum sowie ein moderat geringeres EBT. Bei Annahme nur geringfügiger HGB-Abweichungen ist somit davon auszugehen, dass sich die Ergebnisse (Umsatz, EBIT-Marge und EBT-Marge) der Live Reply GmbH in ähnlicher Weise verhalten werden. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Situation in 2024 ist weiterhin durch einige Risiken gekennzeichnet. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges Russlands mit der Ukraine sowie aus den Sanktionen gegenüber Russland hatten schwerwiegende Folgen. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich diese Situation in 2024 nicht ändern wird. Die starke allgemeine Inflation des Jahres 2023 wird sich in 2024 voraussichtlich abschwächen. Trotzdem ist der Trend zu einer Erhöhung unserer Kosten ungebrochen. Die Dauer dieses starken Preisanstiegs ist dabei nicht abzusehen, wobei der Fachkräftemangel hier eine entscheidende Rolle spielt. Es existieren ferner eine Reihe weiterer politischer Risiken, die insbesondere aus dem Krieg Israels mit der Hamas resultieren. Zusätzlich sind die Auswirkungen der Präsidentenwahl in den USA nicht abzuschätzen. In den Beziehungen des Westens zu China ist derzeit Ruhe eingekehrt, was sich aber jederzeit kurzfristig ändern kann. Sollte ein wesentlicher Teil dieser Risiken eintreten, ist eine Belastung der gesamtwirtschaftlichen Situation wahrscheinlich. Dieses würde auch auf die Branchenkonjunktur im IT-Dienstleistungsbereich ausstrahlen. Die deutsche Reply-Gruppe trägt dem durch eine nachfrageorientierte Personaldisposition Rechnung. Der Grundbaustein für erfolgreiche Projekte und profitables Wachstum ist hochqualifiziertes Personal im Bereich Consulting. Daher bleibt das Halten und Gewinnen qualifizierter Mitarbeiter ein zentraler Punkt auf der Agenda für 2024. Um das Know-How der Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten, sind für das Jahr 2024 entsprechende Investitionen in Mitarbeitertrainings vorgesehen. Trainings sind insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Software-Defined Networks sowie Cloud-Infrastruktur und Applikationsentwicklung geplant, um die Kundenanforderungen auch zukünftig bestmöglich erfüllen zu können. Neben den internen Mitarbeitern der Live werden in Kundenprojekten auch Mitarbeiter aus der Reply Gruppe eingesetzt. Hier helfen in Spezialbereichen tätige Schwesterunternehmen wichtige Kundenaufträge zu gewinnen und effizient zu liefern. In 2024 ist u.a. die erfolgreiche Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Reply Firmen geplant, die im Bereich der Cloud-Lösungen (AWS, Azure, Google Cloud Platform) und Big Data/Artificial Intelligence tätig sind.
Düsseldorf, den 27. März 2024 Live Reply GmbH Geschäftsführung Dr. Karsten Schröder Nicole Kuschke Guiscardo Pin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Live Reply GmbH mit Sitz in Düsseldorf im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 75254 eingetragen. Mit der Gesellschafterin Reply Deutschland SE besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 264a HGB. Von den Erleichterungsvorschriften gem. § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde grundsätzlich nach den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Vorjahres aufgestellt. Jedoch aufgrund der zum 01.05.2022 erfolgten Ausgliederung der Business Unit Access 4.0 aus der Live Reply GmbH ist der aktuelle Jahresabschluss nur bedingt mit dem des Vorjahres vergleichbar. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der Sachanlagen liegt zwischen 3 und 13 Jahren. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00, welche im Geschäftsjahr 2023 angeschafft wurden, sind im Zugangsjahr voll abgeschrieben worden. Die Vorräte bestehen ausschließlich aus unfertigen Leistungen. Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben allen aktivierungspflichtigen Einzelkosten auch Gemeinkosten in Form eines angemessenen Zuschlags auf die Einzelkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bzw. Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % der nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Liquide Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle das abgelaufene Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden ungewissen Verpflichtungen, soweit sie bei der Bilanzaufstellung erkennbar waren. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erwarteten Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Unter den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen sind wie im Vorjahr keine mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 3.566 (Vorjahr: TEUR 6.793). Diese beinhalten TEUR 2.976 (Vorjahr: TEUR 6.057) Forderungen gegen die Gesellschafterin Reply Deutschland SE. Davon entfallen TEUR 2.698 (Vorjahr: TEUR 6.043) auf Forderungen aus dem Cash Pool-Guthaben und TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 14) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen mit TEUR 1.197 (Vorjahr: TEUR 1.332) Rückstellungen für Personalkosten einschließlich Nebenkosten und mit TEUR 1.461 (Vorjahr: TEUR 526) Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 7.943 (Vorjahr: TEUR 10.614). Diese beinhalten TEUR 1.839 (Vorjahr: TEUR 3.686) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Reply Deutschland SE. Davon entfallen TEUR 1.658 (Vorjahr: TEUR 3.417) auf Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung und TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 269) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. IV. Sonstige Angaben Anzahl Mitarbeiter Der durchschnittliche Personalbestand (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) im Jahr 2023 betrug 93 angestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 76). Er verteilte sich auf Tätigkeitsbereiche wie folgt:
Geschäftsführer Die Gesellschaft wird vertreten durch ihre Geschäftsführer:
Bezüglich der Angaben der Bezüge der Organmitglieder sowie der ehemaligen Organmitglieder wird von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernabschluss Die Live Reply GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Reply Deutschland SE, Gütersloh, die wiederum eine 100%-ige Tochter der Reply S.p.A., Turin, Italien, ist. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Reply S.p.A., Turin, Italien, aufgestellt. Dieser wird veröffentlicht und sowohl im Registro delle Imprese di Torino unter der Nummer 97579210011, Partita 08013390011 hinterlegt, als auch im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Iceberg s.r.l., Turin, Italien, aufgestellt. Dieser wird im Registro delle Imprese di Torino unter der Nummer 07011510018 hinterlegt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bestehenden Leasing- und Mietverträgen ergeben sich folgende finanzielle Verpflichtungen:
Darin enthalten sind die nachfolgend aufgeführten finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen:
Eine Anmietung der entsprechenden Vermögensgegenstände erfolgt zu Vermeidung der Kapitalbindung. Aus den Leasing- und Mietverträgen entstehen keine wesentlichen Risiken. Der Vorteil aus den Leasingverträgen ist eine erhöhte Flexibilität im Vergleich zu einem Kauf und der Entfall späterer Verwertungsrisiken nach Ende der Nutzungsdauer. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen zu marktunüblichen Konditionen durchgeführt. Außerbilanzielle Geschäfte Abgesehen von den unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bereits angegebenen außerbilanziellen Geschäften, die nach § 285 Nr. 3 HGB berichtspflichtig wären, bestehen keine weiteren. Prüfungs- und Beratungsgebühren Auf die Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Honorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, da es sich um eine mittelgroße Gesellschaft handelt. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Aktuell dominiert der Krieg in der Ukraine alles. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sowie aus den Sanktionen gegenüber Russland sind nur schwer abschätzbar. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich die negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung in Grenzen halten.
Düsseldorf, den 27. März 2024 Live Reply GmbH - Geschäftsführung - Dr. Karsten Schröder Nicole Kuschke Guiscardo Pin Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Live Reply GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Live Reply GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Live Reply GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prü- fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be- schrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Be- rufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar- stellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger- weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung fest- stellen.
Bielefeld, den 8. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer ppa. Moritz Plate, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 25. Oktober 2024. |
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