Bergische Immobilienkontor GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Siegfried K. Lapawa seit 29.4.2008 | Vorsitzender des Vorstands |
Thomas Becker seit 30.3.2007 | Vorstandsmitglied |
Hans Hermann Lapawa seit 30.3.2007 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SILAG Handel AGLangenfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Anhang 2022SILAG Handel AG, LangenfeldDie SILAG Handel AG (SILAG) hat ihren Sitz in Langenfeld und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 56019). 1.) Anwendung des HGB Der Jahresabschluss der SILAG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanz-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Darüber hinaus werden die Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) beachtet. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den Kriterien des § 267 Abs. 2 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Neben den Vorschriften des HGB und AktG wurden die für große Kapitalgesellschaften geltenden gesellschaftsrechtlichen Vorschriften angewendet und beachtet. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert und erläutert. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel, Verbindlichkeitenspiegel und Anteilsbesitzliste). 2.) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare planmäßige und der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungen bilanziert. Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte, deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, wurden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Im Geschäftsjahr liegen für immaterielle Vermögensgegenstände planmäßige Abschreibungen über einen Zeitraum von 3 bzw. 19 Jahren vor. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagevermögen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Festwerte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Nutzungsdauer
Die planmäßigen Abschreibungen des abnutzbaren beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG werden bis € 800,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben und bestehende GWG-Sammel- posten werden planmäßig über 5 Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen oder erforderlicher Wertaufholungen bilanziert. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Der Bestandsnachweis der Vorräte erfolgte durch Inventur zum Bilanzstichtag. Vertriebsrisiken und Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit sind angemessen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst. Erkennbare Risiken, die über das allgemeine Ausfallrisiko hinaus bestehen, werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1% der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen berücksichtigt. Eigenkapital Die Bewertung des gezeichneten Kapitals erfolgt zum Nennwert. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Ausgenommen hiervon sind Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen. Diese werden nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahren abgezinst. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung und der Ausweis der ergebniswirksamen Veränderung aus der Abzinsung erfolgten nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 bis 6 HGB. Die Pensionsverpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Basis der angepassten "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Erwartete Renten- und Gehaltssteigerungen sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden berücksichtigt. Effekte aus der Zinsänderung werden im Zinsaufwand erfasst. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Tantiemen, Gratifikationen und Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungen Währungsforderungen/-verbindlichkeiten, liquide Mittel und Rückstellungen werden grundsätzlich gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Für langfristige übrige Währungsforderungen/-verbindlichkeiten wird die Einhaltung des Niederst-/Höchstwertprinzips durch den Vergleich von Anschaffungs-und Stichtagskurs sichergestellt. Die Anschaffungskosten der in Fremdwährung beschafften Anlagegüter werden mit dem Umrechnungskurs zum Zahlungszeitpunkt aktiviert. 3.) Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt. Die Anlagezugänge sind im Lagebericht in den Ausführungen zu den Investitionen erläutert. Finanzanlagen Die Beteiligungen der Gesellschaft sind in der Anlage zum Anhang aufgeführt. Vorräte Vorräte
Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um Handelsware, Restanten sowie Kraftfahrzeuge. Der Posten enthält T€ 737 geleistete Anzahlungen für Handelswaren (Vorjahr: T€ 778). Notwendige Bewertungsabschläge für Wertdifferenzen zwischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag wurden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Lediglich die Rückdeckungsansprüche aus Ansparungen zur Bedienung von Pensionsverpflichtungen (T€ 268) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren. Erfolgswirksame Veränderungen der Rückdeckungsansprüche aufgrund von Guthabenverzinsungen werden im Zinsergebnis erfasst. Es besteht zudem eine umsatzsteuerliche Organschaft. Organträger - auch in Bezug auf andere Unternehmen der SILAG Gruppe - ist Herr Siegfried Lapawa, Solingen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auch Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten. Flüssige Mittel Die Bank- und Kassenbestände bestehen fast ausschließlich aus Guthaben bei Kreditinstituten. Der Bestand zum Bilanzstichtag setzt sich aus Bankguthaben (T€ 7.021) und Kassenbestand (T€ 5) zusammen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 0,3) handelt es sich im Wesentlichen um Lizenzabgrenzungen. 4.) Erläuterungen zur Bilanz - Passiva Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital der SILAG beträgt wie im Vorjahr T€ 2.557 und ist eingeteilt in 2.557.000 vinkulierte Namensaktien je € 1,00. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen der SILAG betragen unverändert zum Vorjahr T€ 2.744 und bestehen aus der gesetzlichen Rücklage i. H. v. T€ 256 und anderen Gewinnrücklagen i. H. v. T€ 2.488. Bilanzgewinn Bilanzgewinn
Rückstellungen Rückstellungen
Insgesamt liegen die Rückstellungen unter Vorjahresniveau. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten der SLPM Schweizer Leben PensionsManagement GmbH, München, gebildet. Der Berechnung liegen folgende Erwartungswerte zugrunde: Rentensteigerung 2%, Gehaltssteigerung 3% und Rechnungszins 1,78 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnitt und dem 7 Jahresdurchschnitt beträgt zum Bilanzstichtag T€ 72. Der Erfüllungsbetrag bei der Bewertung mit dem 7-Jahresdurchschnitt hätte T€ 1.251 betragen. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erhöhen sich zum Bilanzstichtag um T€ 41. Die Steuerrückstellungen betragen T€ 233. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um T€ 2.770 auf T€ 5.315 verringert. Rückstellungen für diverse gegenüber Kunden bestehende Rücknahmeverpflichtung waren zum Abschlussstichtag nicht mehr erforderlich (Vorjahr: T€ 34). Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen erfasst das durchschnittliche Risiko bei Defekten an ausgelieferten Waren. Diese verzeichnet einen Rückgang auf T€ 531 (Vorjahr: T€ 720). Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten verringern sich um T€ 71 auf T€ 2.641. Im Zusammenhang mit einer Beteiligung ist die Dotierung einer Rückstellung von T€ 1.300 zur Abdeckung möglicher Risiken erforderlich geworden. Ferner beinhalten die sonstigen Rückstellungen eine Rückstellung für Rückbauverpflichtungen in angemieteten Objekten i. H. v. T€ 125 (Vorjahr T€ 125). Rückstellungen für im Zusammenhang mit Warenlieferungen bestehende Konditionsvereinbarungen verringerten sich um T€ 1.901 auf T€ 201. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen branchenüblichen Eigentumsvorbehalten. Der Verminderung auf T€ 1.449 (Vorjahr: T€ 1.572) ist stichtagsbezogen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern T€ 30 (Vorjahr: T€ 41). Im Berichtsjahr bestehen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i. H. v. T€ 0. Hinsichtlich der Fristigkeiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2022 sind Bürgschaften von insgesamt 380 T€ herausgegeben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Die zum Abschlussstichtag bestehenden angabepflichtigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen, hier in Form von Dauerschuldverhältnissen wie Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen, betragen zum Bilanzstichtag T€ 2.008 p.a. Betreffend Altersvorsorge bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Das Bestellobligo T€ 48 hält sich im geschäftsüblichen Rahmen und besteht im Wesentlichen für laufende Wareneinkäufe. Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente gem. § 285 Nr. 19 HGB Zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften hat SILAG ein mehrschichtiges Sicherungssystem für USD installiert. Hierbei handelt es sich um derivative Sicherungsinstrumente in Form von Finanztermingeschäften. Je nach Kursverlauf der Fremdwährung ergibt sich aus diesen Geschäften ein positives oder negatives Ergebnis, das sich kompensatorisch zu den Entwicklungen bei den originären Beschaffungskontrakten auswirkt. Ein Ergebnis aus der Sicherungsmaßnahme über deren Laufzeiten lässt sich aufgrund der Volatilität der Währungen nicht bestimmen. 5.) Erläuterungen zur Gewinn-und- Verlust-Rechnung Umsatzerlöse Umsatzerlöse
Die Umsätze des Geschäftsjahres betragen insgesamt T€ 12.103 und resultieren ausschließlich aus dem Inland. Auslandsumsätze wurden im Berichtsjahr keine erzielt (Vorjahr T€ 231). Insgesamt handelt es sich bei den Umsätzen fast ausschließlich um Waren aus dem Segment Non-Food. Für eventuelle Rücknahmekosten oder Wertminderungen wird eine Rückstellung gebildet. Diese Bilanzierungsmethode verfolgt das Ziel, die Umsatzsteuer korrespondierend zu den Umsatzerlösen ausweisen zu können. Des Weiteren soll eine Abweichung zwischen der Handels- und der Steuerbilanz vermieden werden. Eine Auswirkung auf das Ergebnis besteht nicht. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge
Materialaufwand Der Materialaufwand einschl. bezogener Leistungen verzeichnet einen Rückgang um T€ 2.706 auf T€ 6.034. Personalaufwand Personalaufwand
Der Personalaufwand liegt insgesamt unter Vorjahresniveau, bedingt durch Reduktion des Personalbestandes. Der durchschnittliche Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 69 Mitarbeiter (Vorjahr: 91). Davon waren 42 (Vorjahr: 59) als gewerbliche und 23 (Vorjahr: 28) als kaufmännische Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt wurden 4 (Vorjahr: 4) Aushilfen beschäftigt. Abschreibungen Abschreibungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Anlagenspiegel dargestellt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Kosten der Warenabgabe betragen im Geschäftsjahr T€ 298 und liegen damit 55% unter dem Vorjahresniveau. Die Kosten betreffen im Wesentlichen Verpackungsmaterial und Kosten für Ausgangsfrachten. Finanzergebnis Finanzergebnis
Steuern vom Einkommen und Ertrag Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag weisen im Saldo zum Bilanzstichtag einen Ertrag i. H. v. T€ 1.129 (Vorjahr: Aufwand T€ 1.177) aus. Periodenfremde Erträge Die periodenfremden Erträge betragen im Geschäftsjahr T€ 1.920 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus der Minderung von Wertberichtigungen. Periodenfremde Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr T€ 1. 6.) Sonstige Angaben Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB Seit dem 20. Februar 2022 befindet sich Russland und die Ukraine im Krieg. Allgemein wird mit deutlichen Auswirkungen auf die Weltweltwirtschaft und auch auf die deutsche Wirtschaft gerechnet, wobei die Unsicherheit im Hinblick auf die konkreten Folgen groß ist. Mögliche Folgen sind eine Steigerung der Verbraucherpreise und eine hieraus folgende Kaufzurückhaltung der Kunden. Zu dem führte das Ereignis zu einer weltweiten Störung der Lieferketten. Beide Folgen könnten sich nachhaltig auf die Entwicklung der SILAG Handel AG auswirken, konkrete Folgen sind jedoch aktuell noch nicht erkennbar. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis sind aktuell nicht konkret abzuschätzen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Aufsichtsrat und Vorstand gem. § 285 Nr. 9 HGB Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2022 aus folgenden Mitgliedern:
Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen (§ 285 Nr. 9a HGB):
Die Gesamtbezüge des Vorstands i. S. d. § 285 Nr. 9a HGB betrugen im Geschäftsjahr T€ 534 (Vorjahr: T€ 544). Sonstige Zusagen (§ 285 Nr. 9a HGB) für Leistungen, die dem Vorstandsmitglied für den Fall der regulären Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt worden sind, betreffen eine Pensionszusage für Herrn Hans-Hermann Lapawa. Die entsprechenden Beträge sind zurückgestellt. Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2022 aus folgenden Personen:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats i. S. d. § 285 Nr. 9a HGB betrugen im Geschäftsjahr T€ 2 (Vorjahr: T€ 3). Organmitgliedern wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Verbundene Unternehmen Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Die Gesellschaft hält je 100 % der Anteile an der EVEX Fahrzeugbau GmbH, Solingen, der Schumann AG, Hamburg, sowie der Silag Trading Far East Ltd., Hongkong. Darüber hinaus hält die Gesellschaft einen Geschäftsanteil von € 8.600,00 am Stammkapital der SILAG Rheinland Logistik GmbH von € 26.000,00. Herr Hans-Hermann Lapawa hält als Treuhänder für die SILAG Handel AG die Anteile in Höhe des Differenzbetrages von € 17.400,00. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft weiterhin 90 % der Anteile an der SILAG Prozesswassertechnologie GmbH, Langenfeld. Das Eigenkapital und das Jahresergebnis der Gesellschaften sind in der Anteilsbesitzliste gemäß §285 Nr. 11 HGB als Anlage zum Anhang dargestellt. Honorar des Abschlussprüfers gem. §285 Nr. 17HGB Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen gem. § 285 Nr. 21 HGB Zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte, soweit sie wesentlich sind, mit nahestehenden Unternehmen und Personen, liegen nicht vor. ErgebnisverwendungsvorschlagBilanzgewinn
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.071 (Vorjahr: T€ 4.150) auf neue Rechnung vorzutragen.
Langenfeld, den 24. April 2024 SILAG HANDEL AG Siegfried Lapawa Hans-Hermann Lapawa Thomas Becker ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022
Anteilsliste gem. § 285 Nr. 11 HGB zum 31.12.2022 Die SILAG Handel AG, Langenfeld, hält an nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile.
* Die SILAG Handel AG hält am Stammkapital
der NIVAG Handelsgesellschaft mbH einen
Geschäftsanteil i.H.v. € 8.600,00.
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022
Lagebericht 2022SILAG Handel AG, Langenfeld1.) Wirtschaftsbericht 1.1) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Handelsaktivitäten der SILAG Handel AG fanden maßgeblich im Non-Food Bereich und mit Kunden des Lebensmitteleinzelhandels statt. Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland hatten im Jahr 2022 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) real - d.h. preisbereinigt - 0,6% weniger umgesetzt als im Vorjahr. Nominal - d.h. nicht preisbereinigt - wurden 7,8% mehr umgesetzt. Die Ursache für den realen Umsatzeinbruch im Jahre 2022 waren die deutlich gestiegenen Verbraucherpreise mit den Schwerpunkten Energie und Lebensmittel. Die Umsätze mit Nicht-Lebensmitteln stiegen real zum Vorjahr um 2,0%. Das Ergebnis war der höchste Jahresumsatz seit 1994. Den größten realen Zuwachs hatten dabei Textil, Bekleidung, Schuhe und der Lederbereich mit einem Plus von 27,0%. Dennoch konnten diese Zuwächse die coronabedingten Verluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Erklären lassen sich diese Effekte durch Verschiebungen der Umsätze aus der Coronazeit. Stornierte oder ausgesetzte Auftragslieferungen aus dieser Zeit wurden nachgeholt. Ferner fanden auch Nachholeffekte durch Kaufaktivitäten der Konsumenten statt. Die Erzeugerpreise hatten sich im Monat Dezember 2022 im Vergleich zum Dezember 2021 um + 21,6% verändert. Das war die höchste Veränderung seit Beginn der Erhebung (DESTATIS). Maßgeblich verantwortlich waren hier die gestiegenen Energiepreise. Die Preise für Gebrauchsgüter waren im Dezember laut DESTATIS um 11,9% höher als im Vorjahr - Hier fand die maßgebliche Beeinflussung durch die starke Preisentwicklung bei Möbeln (+14,7%) statt. Die Inflationsrate lag im Jahr 2022 bei + 7,9% (Betrachtung des Jahresdurchschnitts). Der höchste Wert mit +10,4% wurde im Oktober 2022 erreicht. Sondereffekte durch Krieg und Lieferengpässe sowie viele Preiserhöhungen der vorgelagerten Wirtschaftsstufen prägten das abgelaufene Kalenderjahr. Die Preise für Waren erhöhten sich um 13,5%. Somit ist davon auszugehen, dass der Konsum eher rückläufig sein wird, wenn für die privaten Haushalte keine Entlastungen und Lohn- bzw. Gehaltssteigerung ausgleichend gestaltet werden. Insgesamt ist das Umfeld des wirtschaftlichen Handels durch Krieg, Energiekrisen und sonstige unerwartete Ereignisse weniger kalkulierbar geworden. Die Kunden der SILAG Handel AG zeigten zunehmende Tendenzen auf, kurzfristiger auf Marktgegebenheiten reagieren zu wollen und unabhängiger gegenüber Lieferstrukturen zu werden. Auch war zu beobachten, dass zunehmend wieder eine Konzentration auf Kernsortimentsbereiche stattgefunden hat. Der Großhandel übernimmt ferner neben der Lager und Finanzierungsfunktion auch zunehmend die Aufgabe der Risikoübernahme der oben genannten Ereignisfelder- Dies bei zunehmend sinkenden Margen und zunehmenden Anforderungen an die Transparenz bei Einkaufspreisen, Herkunft- sowie Bezugsquellen und Beschaffungsstrukturen. 1.2) Bericht über den Geschäftsverlauf Überblick über den Geschäftsverlauf Die bestimmenden Themen waren im abgelaufenen Jahr die Nachwirkungen Corona-Krise sowie der begonnene Ukraine-Krieg. Die durch den Vorstand bereits in den Vorjahren eingeleiteten Strategien wurden auch 2022 weiter fortgesetzt. Die künftige Ausrichtung des Unternehmens trägt den nationalen und internationalen Gegebenheiten Rechnung. "Nachhaltigkeit" ist ein weiteres Kriterium, dessen sich die SILAG auch im 2022 zunehmend angenommen hat. Die bereits in 2011 eingeführte Öko-Zertifizierung FSC1 liegt uneingeschränkt im Jahr 2022 vor und garantiert an dieser Stelle ökologisch saubere Produkte. Das FSC-Siegel wird durch regelmäßige externe Prüfungen überwacht und bescheinigt. Das bereits in den Vorjahren in Gang gesetzte Kostensenkungsprogramm wurde im Berichtsjahr weiter intensiviert und der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens entsprechend angepasst. Die Klima- und Umweltverantwortung gewinnt auch im Handel zunehmend an Bedeutung und wird daher bei sämtlichen Aktivitäten der SILAG soweit wie möglich eingebunden. Das Thema Umweltvorsorge und Ressourcenmanagement berücksichtigt SILAG nicht erst bei der Wiederzuführung von Rohstoffen aus Verpackungsmaterial an Wiederaufarbeitungsbetriebe, sondern bereits ganz am Anfang der Wertschöpfungskette, beispielsweise über FSC-zertifizierte Produkte. 2.) Finanz- und Vermögenslage Übersicht Vermögenslage:
Bilanzsumme Die Vermögens- und Ertragslage der SILAG im Geschäftsjahr 2022 ist im Wesentlichen durch die in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2021 begonnene Konzentration auf den Abverkauf der Lagerbestandsware gekennzeichnet. Die Bilanzsumme der SILAG belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf T€ 123.134 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.079 vermindert. Auf der Aktivseite der Bilanz verzeichnet der Vorratsbestand im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von T€ 620 (Vorjahr T€ -7.716). Die Forderungen liegen zum Bilanzstichtag mit T€ 6.344 um T€ 17.844 unterhalb des Vorjahreswertes. Die sonstigen Vermögensgegenstände verzeichnen mit T€ 3.935 einen Anstieg von 2,5 m€. Der Kassenbestand sowie die Bankguthaben verzeichneten einen weiteren Anstieg um T€ 488 auf T€ 7.026. Kapitalstruktur
Kennzahlen Eigenkapital: SILAG erwirtschaftete im Geschäftsjahr ein positives Ergebnis von T€ 1.070. Auf der Passivseite der Bilanz betrug das Eigenkapital zum Bilanzstichtag T€ 62.042 (Vorjahr: T€ 60.971). Es erhöhte sich bedingt durch das positive Jahresergebnis 2022 um 1,8%. Für das Geschäftsjahr 2022 verzeichnet SILAG eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 50% (Vorjahr: 49%). Einzelheiten zu den Posten der Bilanz sind im Anhang wiedergegeben. Finanzierung Die Finanzstrategie der SILAG ist darauf ausgerichtet, Stabilität und jederzeitige Handlungsfreiheit sicherzustellen. Eine der wesentlichen Stärken der SILAG ist eine solide Liquiditätsausstattung. Dies gibt unseren Handelspartnern Handlungssicherheit und das Vertrauen, das Handelspartner benötigen. Dank unserer soliden Unternehmensbonität steht uns die volle Bandbreite der verschiedenen Finanzierungsinstrumente zur Verfügung und sichert uns für die Geldbeschaffungsseite gute Konditionen als Basis für günstige Preise. Anlagevermögen Kennzahlen Anlagevermögen:
1 Verhältnis von Anlagevermögen /
Gesamtvermögen
Das im Anlagevermögen der SILAG gebundene Kapital hat sich um ca. T€ 14.790 erhöht, was im Wesentlichen auf die Zunahme der Finanzierung der Hotel Gräfrather Hof GmbH zurückzuführen ist. Hintergrund sind verminderte Investitionen in das Anlagevermögen und die planmäßigen Abschreibungen von T€ 400. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist auf das Finanzanlagevermögen vorgenommen worden. Die Anlagenintensität 1 (Verhältnis Anlagevermögen / Gesamtvermögen) liegt über Vorjahresniveau und beträgt 58,7%. Dies bescheinigt zwar eine gesunkene Anpassungsfähigkeit und Flexibilität von SILAG. Selbst unter Einbeziehung der Vorräte zum Anlagevermögen (Anlagenintensität 2) ergibt sich zum Bilanzstichtag immer noch ein guter Wert von 85,95%. Das Anlagevermögen wird zu 71,17% vom Eigenkapital gedeckt (Deckungsgrad 1) und liegt in der üblichen Spanne von 70 bis 100%. Der Deckungsgrad 2 beträgt bei 72,5% und liegt unter der Spanne von 110 bis 150%. Die Abschreibungsquote als Indikator für die durchschnittliche Nutzungsdauer der Anlagegüter ist mit 0,46% nahezu stabil geblieben (Vorjahr 0,58%). Umlaufvermögen Bei den Vorräten der SILAG handelt es sich um Handelswaren und Kraftfahrzeuge. Die Vorräte verzeichnen einen Rückgang von im Vorjahr T€ 19.278 auf T€ 18.658. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und aktiven Rechnungsabgrenzungen belaufen sich insgesamt auf T€ 10.279 und verzeichnen einen Rückgang um 60%. Der Rückgang ist auf eine Minderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 18,5m€ zurückzuführen. Die flüssigen Mittel verzeichnen einen Anstieg von im Vorjahr T€ 6.538 auf T€ 7.026 und bestehen fast ausschließlich aus Bankguthaben. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Rückstellungen für Pensionen wurden wertmäßig gemäß den vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen fortgeschrieben und es wurden entsprechende Inanspruchnahmen erfasst und Auflösungen vorgenommen. Die Steuerrückstellungen betragen T€ 233. Darüber hinaus wurden Rückstellungen nach den Vorschriften des HGB im geschäftsüblichen Rahmen gebildet. Das Rückstellungsniveau der sonstigen Rückstellungen sinkt im Vergleich zum Vorjahresniveau von T€ 8.085 auf T€ 5.315. Detaillierte Angaben zu den Rückstellungen sind im Anhang dargestellt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren zum Abschlussstichtag keine vorhanden.
1 - Die Liquidität 1. Grades zeigt das
Verhältnis von flüssigen Mitteln und
kurzfristigen Verbindlichkeiten. Sie beschreibt die
Zahlungsfähigkeit des Unternehmens.
3.) Ertragslage der Gesellschaft
Erlöse Kennzahlen Ertragslage:
Die Umsatzerlöse der SILAG verringern sich im Geschäftsjahr bedingt durch die weiterhin verfolgte Umsatzstrategie um -46% auf T€ 12.103 (Vorjahr T€ 22.413). Der unterjährige Verlauf bei den Erlösen war im Berichtsjahr aufgrund des verstärkt in der zweiten Jahreshälfte beginnenden Abverkaufs der Lagerbestandsware im Wesentlichen auf das vierte Quartal fokussiert. Exporte ins Ausland wurden keine mehr vorgenommen, so dass die Exportquote 0% beträgt. Die anderen betrieblichen Erträge betragen T€ 236 (Vorjahr: T€ 429). Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Optionsgeschäften und Versicherungsentschädigungen. Die Betriebsleistung sinkt um T€ 10.504 auf T€ 12.339. Aufwand Der Materialaufwand hat sich um T€ 2.707 auf T€ 6.034 verringert. Die Wareneinsatzquote in Bezug auf die bezogenen Waren von 48,9% (Vorjahr: 37,8%) hat sich planmäßig verschlechtert. Der Materialaufwand schwankt je nach Produktgruppenzyklus und den jeweilig laufenden Aktionsschwerpunkten des Jahres. Darüber hinaus wurden im Materialaufwand Belastungen für Warenabwertungen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren, um eine verlustfreie Veräußerung sicherstellen zu können, in Höhe von T€ 462 erfasst. Der Personalbestand wurde in 2022 dem Geschäftsablauf angepasst und betrug zum Bilanzstichtag 69 Mitarbeiter (Vorjahr: 91) - davon neben den Vorständen 42 (Vorjahr: 59) gewerbliche Mitarbeiter und 23 (Vorjahr: 28) kaufmännische Mitarbeiter. Der Personalaufwand sank von T€ 3.874 auf T€ 2.744. Der Rückgang um T€ 1.130 ist erneut das Ergebnis der weiterhin verfolgten Strategie. Der gleiche Effekt hat zu einem Rückgang bei den Kosten für Fremdpersonal bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen geführt. Die Personalintensität liegt bei 22,67% (Vorjahr: 17,28%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. Abschreibungen sinken von T€ 6.649 auf T€ 5.521. Der Rückgang um T€ 1.398 resultiert im Wesentlichen aus verminderten Rückstellungsdotierungen für das Non-Food-Geschäft (T€ 1.170) und Lizenzen (T€ 379), geringeren Raumkosten (T€ 493), geringeren Kosten der Warenabgabe (T€ 355) sowie Beratungsleistungen (T€ 194) und Forderungswertberichtigung (T€ 104). Des Weiteren ist ein Aufwand zur Erfassung der Risiken im Zusammenhang mit einem Beteiligungsunternehmen in Höhe von T€ 1.300 enthalten. Periodenfremdes Ergebnis Das Periodenfremde Ergebnis im Geschäftsjahr beträgt T€ 1.919 und beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.755) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 160). Sonstige Posten Das Finanzergebnis hat sich insgesamt um T€ 808 auf T€ -281 verschlechtert, insbesondere aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 1.000. 4.) Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine angefallen. 5.) Risiko- und Chancenbericht Zusammengefasste Darstellung der Risikolage Die SILAG Handel AG unterliegt den üblichen Risiken im Tätigkeitsbereich des Groß- und Einzelhandels. Durch den Einsatz von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen lassen sich jedoch keine Indikatoren ableiten oder erkennen, die zu einer Bestandsgefährdung führen könnten. Chancen- und Risikomanagement-System Wir verstehen Risiken als das potenzielle Eintreten eines internen oder externen Ereignisses bzw. einer Folge von Ereignissen, welches das Erreichen unserer Geschäfts- oder Finanzziele negativ beeinflussen kann. Chancen definieren wir als das potenzielle Eintreten von internen oder externen Ereignissen bzw. einer Folge von Ereignissen, welches das Erreichen unserer Geschäfts- oder Finanzziele positiv beeinflussen kann. Unter Risikomanagement i.S. einer Risikofrüherkennung verstehen wir die gezielte Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Ein Risikofrüherkennungssystem der SILAG mit der Grundidee der Etablierung eines zentralen Risikomanagements, das systematisch auf einem das Gesamtunternehmen umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung basiert, ist implementiert und läuft stabil. Trotz zentraler Zuständigkeit für das Risikomanagement werden die Risiken auch am Ort des Entstehens - also in den einzelnen Abteilungen - analysiert, bewertet und aus Sicht der Unternehmensleitung effizient gesteuert. Hierzu wird der Vorstand im Rahmen einer Risikofrüherkennung kontinuierlich und zeitnah durch die Fachabteilungen über die wesentlichen Entwicklungen informiert. Das Chancenmanagement ist in das Risikomanagement implementiert. Chancen und Risiken Geschäft Viele Vorzeichen der letzten drei Jahre haben den Gesamtvorstand der SILAG Handel AG dazu bewegt, die Handelsaktivitäten deutlich einzuschränken und zu minimieren. Das bisherige Geschäftsmodell, Artikelsortimente mit B-Marken für den Handel zu entwickeln, zu optimieren und zu pflegen als Garant für langjährige Erfolgspotenziale, ist von den Handelspartnern nicht länger gewünscht. Artikelbündelungen zur Optimierung von Preisen und Abläufen wurden vom Markt nicht mehr angenommen. Zwar sind Aufträge, die mit einem Rückgaberecht nach Aktionszeitraum gekoppelt sind, nach wie vor gefragt, jedoch werden Abnahmegarantien für Zweitvermarktungen nicht mehr per se eingeräumt, so dass sich das Risikopotenzial des Großhandels signifikant vergrößert. Nicht nur im Bereich des Einzelhandels, sondern auch im Bereich des Großhandels ist mit einer Zunahme der Insolvenzen zu rechnen sowie mit einer wachsenden Marktkonzentration. Die SILAG Handel AG hatte die Geschäftsjahre 2021 und 2022 genutzt, um die Lagerbestände der Handelsware, die überwiegend schon eine hohe Lagerdauer hatten, abzuverkaufen und die Handelstätigkeit auf Einzelprojekte mit den Handelspartnern zu reduzieren und zu konzentrieren. Cyber- und Informationstechnologie-Risiken Cyber-Risiken sind alle Risiken denen Computer- und Informationsnetzwerke sowie alle IT-gestützten Geschäfts- und Produktionsprozesse durch Sabotage, Spionage oder sonstige kriminelle Handlungen ausgesetzt sind. Bei Versagen der etablierten Sicherheitsmaßnahmen können Reputationsschäden sowie Zahlungsverpflichtungen aus vertraglichen und gesetzlichen Ansprüchen von Kunden, Vertragspartnern und Behörden entstehen. Die Geschäftsprozesse der SILAG Handel werden in nahezu allen Bereichen durch IT-Komponenten unterstützt. Mit dem IT-Einsatz gehen zwangsläufig Risiken für die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie für die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen und Daten einher, die letztlich auch trotz größtmöglicher Vorsorge in Zukunft nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Die aktuelle allgemeine Bedrohungslage ist nach wie vor sehr hoch und wird es auch weiterhin bleiben. Eine entsprechend fundamentale Rolle nimmt das Thema Cybersicherheit im Hinblick auf die fortlaufende Digitalisierung unserer Gesellschaft und der Unternehmen ein. Cyber-Risiken stellen daher auch für die SILAG Handel weiterhin ein immer größer werdendes Risikopotenzial dar. Hier gilt es zum Schutz gegen Cyberangriffe die IT-Sicherheit zu optimieren. Die Steuerung des Unternehmens ist maßgeblich von einer komplexen Informationstechnologie abhängig. Aufgrund der Artikelvielfalt und eines hohen Warenumschlags ergeben sich informationstechnische und logistische Risiken. Störungen in der IT-gestützten Hochregallagerhaltung und des Warenwirtschaftsprogramms bergen, wie wir kürzlich schmerzhaft erfahren mussten, die Gefahr von Betriebsunterbrechungen. Risiken dieser Art wird durch konzerninterne Backup-Systeme mit Notfallplänen, sowie einer permanenten Anpassung der Sicherheitssysteme entgegengetreten. Die Verbesserung der IT-Systeme erfolgt durch qualifizierte interne und externe Experten. Risiken, die aufgrund von unberechtigten Datenzugriffen oder Datenverlusten entstehen, begegnen wir durch technische Maßnahmen. Die Daten werden zurzeit täglich gesichert. Technische Schutzmaßnahmen sind beispielsweise der Einsatz von Firewallsystemen, Virenscannerprogrammen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Ferner wurde ein redundantes Server-System installiert, welches Datenausfällen vorbeugt. Dieses Server-System wurde mit Ende des Jahres 2018 erneuert sowie im abgelaufenen Geschäftsjahr strukturell weiter ausgebaut und wird weiterhin an die stetig wachsenden Erfordernisse angepasst und optimiert. Die Benennung des Datenschutzbeauftragten und die Aufnahme seiner Tätigkeiten stellen weiterhin sicher, dass auch den geänderten Anfordernissen in diesem Bereich Rechnung getragen wird. Personalrisiken Der vor dem Hintergrund der aktuellen Unternehmensstrategie zu verzeichnende Umsatzrückgang wird analog auch weiterhin zu einer Reduzierung der Beschäftigungszahlen führen, die im Wesentlichen dadurch erzielt wird, dass kein weiteres Personal eingestellt wird und freiwerdende Personalressourcen nach Möglichkeit nicht neu besetzt werden. Dadurch sollen bestehende Arbeitsplätze gesichert werden. Dennoch könnte der aktuell branchenübergreifend vorherrschende Personal- und Fachkräftemangel auch in unserem Unternehmen zu Engpasssituationen und Qualitätseinbußen führen. Rechtliche Risiken Die rechtlichen Risiken werden bilanziell durch Rückstellungsbildung ausreichend abgedeckt. Darüber hinaus liegen keine wesentlichen rechtlichen Risiken bzw. Prozessrisiken vor. Auch im rechtlichen Bereich gilt es zukünftig, wie auch schon im vergangenen Geschäftsjahr, den geänderten und zusätzlichen Regularien Rechnung zu tragen. Hier wäre als Beispiel die nicht unerheblichen Änderungen zu nennen, die beispielsweise das neue Geschäftsgeheimnisgesetz mit sich bringen wird. Finanzen a) Liquidität SILAG verfügt über ein zentrales Finanzmanagement. Der Zentralbereich Treasury koordiniert den Konzern-Finanzbedarf, stellt die Liquidität für die Gesellschaften sicher und überwacht die Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken. Diese werden durch Liquiditätsplanungsinstrumente überwacht. Die liquiden Mittel werden in solide Geldanlagen investiert. Das Unternehmen verfügt über ausreichende Liquidität und aufgrund der hervorragenden Bonität über die Möglichkeit, auf das Unternehmen zugeschnittene Finanzmarktprodukte einzusetzen. Die vergleichsweise gute Ausstattung an Eigenkapital, Liquidität und Finanzmarktkonditionen kann einen Wettbewerbsvorteil darstellen, da wir die Finanzierung unseres Geschäftsmodells eventuell günstiger darstellen können als Mitbewerber. b) Bonität Mit dem Abschluss eines Geschäftes werden im Zuge des Bonitätsmanagements Mindestanforderungen an die Bonität für das Engagement mit dem Kunden festgelegt. Zudem werden regelmäßig Auskünfte über den Kunden eingeholt. c) Sonstiges Währungsbedingte Risiken resultieren aus den internationalen Aktivitäten des Konzerns und werden nach Möglichkeit durch Finanzmarktprodukte abgesichert. Aus den Sicherungsprodukten bestehen je nach Kursentwicklung Chancen und Risiken, die wir jedoch nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung abwägen und im Verhältnis zum Absicherungsgedanken einsetzen. Das Controlling und das damit verbundene Berichtswesen über Währungssicherungsmaßnahmen bilden die komplexen Transaktionen umfassend ab. 6.) Prognosebericht Einhergehend mit den Entwicklungen und Risiken aus A und B hat die SILAG Handel AG die Verlagerung und den Ausbau alternativer Geschäftsfelder im Jahre 2022 forciert und wird diesen Weg auch in den Folgejahren weiter beschreiten. Ein maßgeblicher Focus wird dabei insbesondere auf dem Geschäftsfeld "Immobilien" und das Facility Management der nahestehenden Unternehmensbereiche gelegt. Dabei werden diese Bereiche nachhaltig gestärkt und weiter ausgebaut unter Berücksichtigung modernster energieeffizienter Lösungen. Der Handel mit Fahrzeugen aus Militärbeständen sowie deren Umbau und Veredelung wurde als neue Handelsaktivität und Wertschöpfung der konzernnahen EVEX Fahrzeugbau GmbH ebenfalls in den Geschäftsjahren 2021/2022 ins Leben gerufen. Die unternehmenseigenen Abläufe und Kostenstrukturen wurden nachhaltig dem Unternehmensumbau angepasst. Weitere Planungen in den Bereichen Logistik und EDV sollen die Unternehmensgruppe auch nachhaltig für die kommenden Geschäftsjahre stärken und als Basis für weitere Entwicklungen dienen. Gesamtwirtschaftlicher Ausblick Nach dem pandemiebedingten Rückgang 2020 kehrte die Weltwirtschaft in 2021 auf den Wachstumspfad zurück, der jedoch durch den Ukraine-Krieg wieder gedämpft wurde. Wie genau sich das Jahr 2023 entwickeln wird ist daher nur schwer abzuschätzen. Auf der einen Seite wird eine zunehmende Senkung der Infektionszahlen erwartet und damit eine allmähliche Normalisierung der Corona-Situation. Auf der anderen Seite rechnet der IWF mit einem nachlassenden Wirtschaftswachstum in China, bedingt durch die Null-COVID-Politik und die anhaltenden Probleme im chinesischen Immobiliensektor, deutlich steigende Rohstoffpreise, ein Anstieg der Inflation, wirtschaftliche Sanktionen gegenüber Russland, reduzierte Gaslieferungen, verlängerte Lieferzeiten bei Rohmaterial und Vorprodukten sowie erhöhte weltweite wirtschaftliche Unsicherheit auf Grund des russisch-ukrainischen Krieges. Der ausgebrochene Ukrainekonflikt wird deutlich die deutsche Wirtschaft beeinflussen und sich auf die Teuerungsraten auswirken. Nachlassende Einschränkungen sollten im Jahr 2023 dazu führen, dass der Industriesektor wieder anspringt und auch die Baubranche wieder einen Schub bekommt. Dem Logistiksektor wird für die Zukunft sicherlich eine größere Bedeutung zu Teil werden. So ist von einer Reduzierung der "Just-in-Time" Konzeptionen auszugehen - hin zu Verstärkungen von Lager und Pufferlösungen zu dem Aufrechterhalten kontinuierlicher Waren- und Komponentenversorgungen für die Zukunft. Der Logistik-Bereich wird sich verstärkt auf weniger Lagerstandorte zur Kosteneinsparung konzentrieren. Der Personalbestand wird sich weiterhin an der allgemeinen Geschäftsentwicklung orientieren. In das Thema EDV wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter investiert. Der damit verbundene Modernisierungsprozess muss künftig insbesondere an die strukturellen und sicherheitstechnologischen Anforderungen permanent angepasst werden. Zur voraussichtlichen Entwicklung Die Pandemie hatte auch massive Auswirkungen auf das Unternehmen und die angeschlossenen Unternehmensteile, die zum Teil hart vom Lockdown getroffen wurden. Da die Abnehmer der SILAG Handel AG maßgeblich im Bereich Einzelhandel zu finden sind, wurde das Unternehmen erneut mit ganz erheblichen Herausforderungen auf der Abnehmerseite konfrontiert. Der SILAG Konzern hatte die Verknappung auf den Beschaffungsmärkten bereits im Geschäftsjahr 2021 genutzt, um die Lagerbestände weiter abzubauen, indem Kaufverträge mit Handelsketten abgeschlossen worden sind, die dringend auf die kontinuierliche und schnelle Belieferung mit Warenkontingenten zur Margen- und Ertragssicherung angewiesen waren. Dabei konnten Verträge geschlossen werden, deren Liefertermine das Geschäftsjahr 2022 abdecken werden. Ende 2022 wurde dann die Strategie des Vorstandes umgesetzt, das bisherige Geschäftsmodell auf die Geschäftsfelder Immobilien, Brandschutz, Facility-Management sowie Projektgeschäft zu konzentrieren. Aufgrund der zuvor beschriebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann selbst unter der Prämisse einer noch so vorsichtigen Planung, über das Folgewirtschaftsjahr hinaus keine Umsatzprognose abgegeben werden.
Langenfeld, den 24. April 2024 SILAG HANDEL AG Siegfried Lapawa Hans-Hermann Lapawa Thomas Becker Vorstehender Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) und Lagebericht zum 31.12.2022 entspricht dem von uns erstellten Jahresabschluss zum 31.12.2022 unter Berücksichtigung der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft während der Jahresabschlussprüfung veranlassten Um- und Nachbuchungen.
Langenfeld, den 24. April 2024 SILAG HANDEL AG Siegfried Lapawa Hans-Hermann Lapawa Thomas Becker E. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 (Anlage 4) der SILAG Handel AG, Langenfeld, unter dem Datum vom 26. April 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SILAG Handel AG, Langenfeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SILAG Handel AG, Langenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SILAG Handel AG, Langenfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
F. SCHLUSSBEMERKUNG Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F.). Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Frankfurt am Main, den 26. April 2024 Prüfungs-
und Treuhand GmbH
J. Kohler, Wirtschaftsprüfer A. Becker, Wirtschaftsprüfer |
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