Mobility Center GmbHLiquidiert

Peterssteinweg 18, 04107 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 32197
Eingetragen
22.11.1999
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermittlungstätigkeiten für die PersonenbeförderungVermietung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Verknüpfung verschiedener Mobilitätsdienstleister in Halle (Saale). Dazu zählen z. B. der öffentliche Verkehr, Car-Sharing, Taxen, Kleintransporte, Autovermietung, aber auch Fahrschulen und Dienstleistungen rund um das Fahrrad. Für diese Mobilitätsdienstleister unterhält das Unternehmen ein Call-Center, konzipiert Datenbanken und betreibt einen web-Server. Ziel ist es, über das zentrale Call-Center und den gemeinsamen Internetauftritt den Kunden alle gewünschten Mobilitätsdienste aus einer Hand zu bieten und durch die Verknüpfung für alle beteiligten Mobilitätsdienstleister Synergien im Marketing freizusetzen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Reinhard Westphal
seit 18.8.2025
Prokura
Niklas Wachholtz
seit 18.8.2025
Prokura
Patrick Schöne
seit 9.2.2016
Geschäftsführer
Michael Creutzer
seit 9.2.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
42.38%
M******* J******
16.95%
P****** I*****
16.95%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Michael Creutzer
04277 Leipzig, Icksteinstr. 54
42.38%
M******* J******
16.95%
P****** I*****
16.95%
U** H*****
15.24%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mobility Center GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31.12.2023

Mobility Center GmbH

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 16.255.202,00 11.369.349,51
16.255.202,00 11.369.349,51
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.922.101,07 2.168.166,52
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.709.436,79 1.393.988,10
5.631.537,86 3.562.154,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 710.430,30 797.440,75
22.597.170,16 15.728.944,88

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 6.554.364,73 2.636.374,90
6.654.364,73 2.736.374,90
B. Rückstellungen 1.730.162,13 2.235.730,32
C. Verbindlichkeiten 12.992.012,46 9.807.795,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.220.630,84 949.044,01
22.597.170,16 15.728.944,88

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Mobility Center GmbH

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Rohergebnis 13.037.791,14 10.994.527,10
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.983.357,70 1.766.393,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 292.310,22 2.275.667,92 251.849,40
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.042.430,13 3.162.257,01
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 741.061,16 758.839,11
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 541,88 1.155,68
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.791,74 11.691,60
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 230.509,80 52.176,62
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.833.465,92 1.432.277,67
9. Ergebnis nach Steuern 3.917.989,83 3.583.581,20
10. sonstige Steuern 0,00 1.315,99
11. Jahresüberschuss 3.917.989,83 3.582.265,21
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.636.374,90 0,00
13. Ausschüttung 0,00 -945.890,31
14. Bilanzgewinn 6.554.364,73 2.636.374,90

Anhang per 31.12.2023

der Mobility Center GmbH, Leipzig

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Mobility Center GmbH, Leipzig (Amtsgericht Leipzig, HR B 32197) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), des GmbHG sowie des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Aktiva

Die Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bilanziert und - soweit abnutzbar - planmäßig um lineare Abschreibungen vermindert.

Bei der Bemessung der Abschreibungen wurde auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt. Die Abschreibungen im Laufe des Jahres angeschaffter Wirtschaftsgüter wurden zeitanteilig angesetzt.

Bei der Bewertung der im Sachanlagevermögen bilanzierten Fahrzeuge für den laufenden Geschäftsbetrieb des Carsharing wurde die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betriebstypischen Beanspruchung nach den Grundsätzen der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs vom 19.11.1997 ermittelt. Die nach umfangreichen Untersuchungshandlungen zu bemessende Nutzungsdauer wurde mit 62 Monaten für die planmäßigen Abschreibungen der Fahrzeuge berechnet.

Neu zugegangene Wirtschaftsgüter mit einem Wert von bis zu € 1.000,00 wurden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort im Wirtschaftsjahr der Anschaffung abgeschrieben.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Bank- und Kassenguthabenguthaben wurden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden bewertet mit den auf die Laufzeit zu verteilenden Kosten der zukünftigen Jahre.

Passiva

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden bewertet mit den auf die Laufzeit zu verteilenden Erträgen der zukünftigen Jahre.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag zum 31.12.2023 bis zu 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.671,0 2.671,0 0 0
(1.921,1) (1.921,1) 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 251,1 207,4 43,7 0
(247,1) (207,7) (39,4) (0)
2.922,1 2.878,4 43,7 0
(2.168,2) (2.128,8) (39,4) (0)

Rückstellungen

Art T€
Rückbauverpflichtung Stationen 35,0
Personalverpflichtigungen 710,8
Rückgabeschäden Leasingfahrz. 343,0
Übrige 641,3
1.730,1

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag zum 31.12.2023 bis zu 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.003,1 2.474,9 1.528,2 0
(2.337,3) (2.337,3) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.049,2 1.049,2 0 0
(741,7) (741,7) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 7.939,8 4.786,9 3.152,9 0
(6.728,8) (5.927,3) (801,5) (0)
12.992,1 8.311,0 4.681,1 0
(9.807,8) (9.006,3) (801,5) (0)

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt per 31.12.2023 T€ 4.003,1 (2.337,3). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Fahrzeuge, einer Globalzession auf offene Kundenforderungen und Kontoguthaben besichert.

Daneben bestehen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegebenenfalls die branchenüblichen Eigentumsvorbehälte.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Darlehnsverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag 31.12.2023 in Höhe von T€ 2.627,4 (Vorjahr: T€ 2.257,6). Für diese Gesellschafterdarlehn liegen qualifizierte Rangrücktrittserklärungen der Gesellschafter bzw. vereinbarte Nachrangdarlehn vor, so dass diese Darlehnsverbindlichkeiten im Insolvenzfall als Eigenkapital zu behandeln wären.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Geschäftsjahr 2023 entstanden durchschnittlich T€ 92,5 Mietleasingaufwand pro Monat. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit von 36 Monaten. In den Folgejahren kann in Abhängigkeit des Wachstums des Fahrzeugbestandes mit einem leicht höheren Aufwand wie im Wirtschaftsjahr 2023 gerechnet werden."

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer:

Die Anzahl der durchschnittlich im Wirtschaftsjahr 2023 beschäftigten Arbeitnehmer betrug 40. Es werden ausschließlich Angestellte beschäftigt.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren im Jahr 2023 bestellt:

Herr Michael Creutzer, Dipl. Wirtschaftsingenieur, Verkehrsplaner

Herr Patrick Schöne, Dipl. Ingenieur, Verkehrsplaner

Auf die Angabe der Bezüge wird unter Hinweis auf die Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung:

Die Aufstellung des Jahresabschlusses auf den 31.12.2023 erfolgte vor Ergebnisverwendung. Daher erfolgt ein Ausweis des Jahresüberschusses vom 01.01. - 31.12.2023.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind:

Wesentliche Einflussfaktoren für unser Geschäftsmodell ist die allgemeine wirtschaftliche Lage, die Verfügbarkeit von Fahrzeugen und die allgemeinen Kostenentwicklungen. In Folge des Fortbestands des Krieges in der Ukraine sehen wir zunehmend Probleme bei der Fahrzeugbeschaffung mit steigenden Anschaffungskosten und steigende und stark schwankende Kosten, insbesondere bei den Kraftstoffkosten. Eine Entwicklung ist derzeitig nicht vorhersehbar, sodass unter Umständen trotz unseren derzeitigen gut aufgestellten Geschäftsbetriebs negative Auswirkungen für uns entstehen können.

Bis jetzt konnten wir unsere Dienstleistungen im Wesentlichen im normalen Umfang ohne größere Einschränkungen erbringen. Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen haben die finanziellen Auswirkungen, insbesondere die Kostensteigerungen, einen relevanten Einfluss auf unsere zukünftige Finanz-, Vermögens- und Ertragslage.

 

Leipzig, den 29.4.2024

Michael Creutzer

Patrick Schöne

Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.256.692,24 10.137.217,62 5.745.219,84 0,00 22.648.690,02
Summe Sachanlagen 18.256.692,24 10.137.217,62 5.745.219,84 0,00 22.648.690,02
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00
3. Beteiligungen 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00
Summe Anlagevermögen 18.256.692,24 10.137.217,62 5.745.219,84 0,00 22.648.690,02
kummulierten Abschreibungen
01.01.2023 Abschreib. des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.887.342,74 4.042.430,13 2.164.034,34 6.393.488,02
Summe Sachanlagen 6.887.342,74 4.042.430,13 2.164.034,34 0,00 6.393.488,02
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00
3. Beteiligungen 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.887.342,74 4.042.430,13 2.164.034,34 0,00 6.393.488,02
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.255.202,00 11.369.349,51
Summe Sachanlagen 16.255.202,00 11.369.349,51
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 16.255.202,00 11.369.349,51

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023

der Mobility Center GmbH

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Mobility Center GmbH ist ein unabhängiges Unternehmen aus dem Bereich des Carsharing mit Sitz in Leipzig. Die Gesellschaft ist unter HR 32197 beim Amtsgericht Leipzig im Handelsregister Abteilung B eingetragen.

Die Mobility Center GmbH bietet in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter den Markennamen "teilAuto" in 24 Städten stationsbasiertes Carsharing und in Leipzig unter dem Markennamen "cityflitzer" Free-floating Carsharing an.

B. Wirtschaftsbericht

I. Allgemeine konjunkturelle Entwicklung und Branchenentwicklung

Wirtschaftliche Entwicklung des Carsharings in Deutschland

Zum 1. Januar 2024 waren 5.506.040 Kunden bei deutschen Carsharing-Anbietern registriert. Dies entspricht einem Anstieg von 23,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund des wachsenden Trends im Carsharing ist hier grundsätzlich von einem weiteren Zuwachs an Carsharing-Nutzern im Jahresverlauf 2024 auszugehen. Stationsbasiertes Carsharing ist an 1.271 Orten in Deutschland verfügbar. Das sind 193 Orte mehr als im Vorjahr. Reine Free-Floating-Angebote gibt es derzeit in 50 Orten, die meisten davon Großstädte und deren Umlandgemeinden. Zu Beginn des Jahres 2024 sind 43.110 Carsharing-Fahrzeuge in Deutschland verfügbar, was einem Anstieg von 9.180 Fahrzeugen im Vergleich zum Beginn des Jahres 2023 entspricht.

Stationsbasierte und kombinierte stationsbasiert/free-floating Anbieter stellen 16.760 Fahrzeuge, im reinen free-floating Carsharing werden 26.350 Fahrzeuge eingesetzt.

Rechtliche Entwicklung des Carsharing

Die Bundesregierung hat am 05.07.2014 das sogenannte Carsharing-Gesetz beschlossen. Es regelt die Bevorrechtigung des Carsharing mit dem Ziel, die Verwendung von Carsharing-Fahrzeugen zur Verringerung insbesondere klima- und umweltschädlicher Auswirkungen des motorisierten Individualverkehrs zu fördern. Bevorrechtigungen kann es insbesondere beim Parken bezüglich Stellplatz oder Tarif geben. Ein Carsharing-Fahrzeug muss dabei deutlich sichtbar als solches gekennzeichnet sein. Aufgrund des Gesetzes wird es Städten und Gemeinden ermöglicht, Carsharing-Fahrzeuge von der Parkgebührenpflicht zu befreien bzw. diese zu ermäßigen. Des Weiteren kann es Carsharing-Fahrzeugen gestattet werden, Anwohnerparkplätze zu nutzen oder die Höchstparkdauer auf öffentlichen Parkflächen zu ignorieren. Die Einrichtung von Parkflächen, die sowohl durch das Free-Floating-Carsharing, als auch das stationsgebundene Carsharing anbieterübergreifend genutzt werden können, ist durch das Gesetz ermöglicht worden.

II. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Gesellschaft blickt auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Die Mobility Center GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 ihre positive Stellung als unabhängiges Unternehmen in der Carsharing-Branche behaupten und festigen.

Um das Serviceangebot für unsere Kunden zu verbessern erfolgte im November 2022 eine Umstellung unserer Buchungsplattform durch Wechsel des Dienstleisters. Inzwischen haben wir wieder Routine mit der Softwarenutzung erlangt und können uns weiterentwickeln.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Jahres 2023 betragen 26.369,1 T€. Im Jahr 2022 waren es 21.285,5 T€. Der Jahresüberschuss konnte auf 3.918,0 T€ gegenüber 3.582,3 T€ im Jahr 2022 gesteigert werden.

Das gute Jahresergebnis war insbesondere durch außerordentliche Erlöse beim Verkauf von Fahrzeugen mit einem Gewinn von 2.014,3 T€ geprägt. Der bereinigte Jahresüberschuss 2023 betrug somit 1.903,7 T€ und lag über dem prognostizierten Ergebnis zu Beginn des Geschäftsjahres.

Dies ist vor allem auf sinkende Kraftstoffpreise und gute Zuwächse im Carsharing durch allgemein steigende Fahrzeugkosten im Privatbereich zurückzuführen. Zudem verbesserten sich Einkaufs- und Lieferbedingungen bei Fahrzeugkäufen für die Gesellschaft.

Die nur moderate Preiserhöhung um durchschnittlich 5 % in 2022 (erstmals seit 15 Jahren Preisstabilität) lag deutlich unter der Inflationsrate. Damit konnten auch in 2023 die allgemeinen Kostensteigerungen durch Lohn- und Mietpreis- und Nebenkostensteigerungen kompensiert werden.

Verglichen mit dem Jahr 2022 sind die Umsatzerlöse wieder um 23,9 % angestiegen.

Das geplante Wachstum konnte nicht nur beim Umsatz übertroffen werden. Mit gut 76.400 registrierten Fahrtberechtigten wuchs die Anzahl wieder um 15,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Neben der Preisanpassung bescherten die allgemeine Kostenentwicklung zum Halten von Fahrzeugen und die zunehmende Sensibilität für den notwendigen Klimaschutz (hier: die "Verkehrswende") der Gesellschaft einen Umsatzsprung.

Vermögenslage

Die Vermögenslage des Unternehmens ist, wie auch in den Vorjahren, geprägt durch den operativen Geschäftsbetrieb als Carsharing Unternehmen. Insgesamt hat sich die Bilanzsumme im Jahr 2023 von 15.728,9 T€ zum Vorjahresstichtag auf 22.597,2 T€ erhöht.

Die Veränderungen im Anlagevermögen betreffen im Wesentlichen Investitionen von 10.136,0 T€ in Fahrzeuge und Zubehör. Im Jahresmittel 2023 wurden 1.708 Fahrzeuge im stationsbasierten und Free-floating Carsharing angeboten. In 2022 waren es noch 1.554 Fahrzeuge. Der relativ geringe Zugang ergibt sich als Reaktion auf die überdurchschnittliche Fahrzeugbeschaffung in 2023 und der Strategie der Konzentration auf den Systemwechsel.

Die Veränderungen im Umlaufvermögen betreffen im Wesentlichen die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Gesellschaft verfügt über einen Kundenstamm aus allen Bereichen der Gesellschaft mit einer sehr großen Streuung. Es bestehen langjährige Kundenbeziehungen zu einem Großteil der Vertragspartner. Forderungsausfälle sind in Relation zu den Umsatzerlösen sehr gering. Forderungsverluste entstehen überwiegend durch unvorhersehbare (Privat-)Insolvenzen und Rechtsstreitigkeiten im Verlauf von Verkehrsunfällen/Fahrzeugschäden.

Das Eigenkapital ist durch den Jahresüberschuss auf 6.654,4 T€ gestiegen Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr auf 29,5 % gegenüber dem Vorjahresstichtag mit 17,4 %.

Die Steuerrückstellungen von 614,3 T€ wurden für die noch zu zahlenden Ertrags- und Gewerbesteuernachzahlungen für die Veranlagungsjahre 2022 und 2023 gebildet.

Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um 45,5 T€ auf 1.115,9 T€ resultieren aus dem gestiegenen Geschäftsumfang.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus kurz vor dem Bilanzstichtag getätigten Fahrzeugkäufen und noch zu zahlende Kraftstoffkosten.

Finanzlage

Die liquiden Mittel erhöhten sich von 1.394,0 T€ auf 2.709,4 T€.

Die Fahrzeugkäufe wurden neben der Sofortzahlung kurzfristig finanziert. Der Finanzierungsumfang stieg gegenüber dem Vorjahr um 1.665,8 T€ auf 4.003,1 T€.

Insgesamt ist die Finanzlage des Unternehmens als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die zentralen Größen, die für die Steuerung des Unternehmens und die Beurteilung des Erfolges relevant sind, stellen die Umsätze pro Fahrzeug und die Quote der direkten Fahrzeugkosten dar.

Der Umsatz pro Fahrzeug beträgt in 2022 13.688 € und ist damit um 860 € gestiegen. Die Steigerung ist auf den deutlich höheren Auslastungsgrad der Fahrzeuge zurückzuführen.

Die Materialaufwandsquote sank von 56,0 % in 2023 auf 51,5 %. Dies ist vor allem auf die deutlich gesunkenen Kraftstoffkosten zurückzuführen.

Gesamtaussage

Insgesamt ist die Mobility Center GmbH mit ihren Marken "teilAuto" und "cityflitzer" durch ihre finanzielle Struktur und ihre Positionierung im Markt gut aufgestellt.

Unsere wirtschaftliche Lage bezeichnen wir insgesamt als gut. Wir erwarten eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Für die Bewältigung zukünftiger Risiken ist die Gesellschaft aufgrund der stabilen Ertrags- und Finanzlage gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

C. Prognosebericht

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Basierend auf den langen und vertrauensvollen Kundenkontakten und der allgemeinen positiven Entwicklung des Carsharing werden in den folgenden Geschäftsjahren vergleichbare Entwicklungen wie in den vergangenen Jahren zu erwarten sein, die zu einem positiven Jahresergebnis führen sollten.

Prognostiziert werden- neben dem Umsatz - ausschließlich das Fahrzeug und Nutzerwachstum. Es gibt für die Gesellschaft und Mitarbeiter*innen keine Zielvorgaben.

Der Fahrzeugzuwachs im langjährigen Mittel erfahrungsgemäß mit 8 % p.a. etwas hinter dem Wachstum der Fahrtberechtigten (12% p.a.). Daraus entwickeln wir ein Umsatzwachstum von ca. 7 % für 2024.

D. Chancen und Risikobericht

I. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Im Vergleich zum Vorjahr kann für das Geschäftsjahr eine unveränderte Risikostruktur festgestellt werden, die Einzelrisiken sind im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr.

Auslastungsschwankungen sowie wirtschaftliche Veränderungen sind die wesentlichen Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung. Gesamtkonjunkturelle Schwächephasen können ebenfalls negative Folgen auf die Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen haben.

Es besteht eine Ausrichtung seitens der Städte, eine Fahrzeugflotte möglichst aus elektrisch betriebenen Fahrzeugen anzubieten, was mit höheren Kosten verbunden wäre als der Betrieb eine Flotte mit Verbrennungsmotoren. Mobility Center ist zudem stark von der Verfügbarkeit seiner IT-Systeme und des Mobilfunknetzes abhängig. Es muss jederzeit gewährleistet sein, dass die IT-Systeme verfügbar sind.

Ertragsorientierte Risiken

Aufgrund der allgemeinen positiven Entwicklung der vergangenen Jahre sind die Risiken derzeit als gering einzuschätzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft ist zufriedenstellend. Es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2024 und den Folgejahren gesichert.

II. Chancenbericht

Im hochentwickelten Deutschland ist die Covid-19-Pandemie überwunden. Sämtliche einschränkende Maßnahmen wurden aufgehoben. Die Inflation schwächt sich ab und Lieferengpässe werden langsam wieder überwunden.

Die Konzentration auf die große Herausforderung - den durch Menschen verursachten Klimawandel - bleibt bestehen.

Die Mobility Center GmbH hat sich mit dem Ziel einer aktiven Gestaltung der - zum Klimaschutz notwendigen - Verkehrswende gegründet. Carsharing ist elementare Säule der Verkehrsträger des Umweltverbundes (bestehend aus Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr sowie Carsharing).

Die Rahmenbedingungen für Initiativen und Unternehmungen in diesem Bereich haben sich verbessert.

Dies lässt sich auf die Mobility Center GmbH übertragen. Rechtliche Bedingungen, Ausschreibungen, Kooperationsangebote und die öffentliche Aufmerksamkeit sind gute Grundlagen für eine weitere kontinuierliche Entwicklung.

Dem Wettbewerb am Markt wird die Gesellschaft weiterhin aufgrund der langjährigen Erfahrung, Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit begegnen und somit ihre Stellung als unabhängiges Carsharing-Unternehmen behaupten.

 

Leipzig, 3. März 2024

Unterschrift Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mobility Center GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mobility Center GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mobility Center GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Pirna, 22. April 2024

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