Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 728867
Eingetragen
20.6.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Der Erwerb, die Verwaltung und Veräußerung von Unternehmen, Aktien, Geschäftsanteilen, Gesellschaftsanteilen, Gesellschaften und Beteiligungen aller Art in Europa.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Linbin Zeng
seit 28.11.2018
Prokura
Jianjun He
seit 24.10.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Truking Asset Management (Changsha) LtdCHN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Truking Asset Management (Changsha) Ltd
China
34.506 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Truking Europe GmbH

Karlsruhe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht

der Truking Europe GmbH, Karlsruhe

Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2023

A. Grundlagen des Konzerns

I. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

II. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und des Konzerns

III. Forschung & Entwicklung

IV. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

B. Wirtschaftsbericht

I. Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

II. Lage des Konzerns

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Chancen- und Risikobericht

II. Prognosebericht

A. Grundlagen des Konzerns

I. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Die Truking Europe GmbH, Karlsruhe, („Gesellschaft“) wurde mit notariellem Vertrag vom 27. April 2017 gegründet. Im Jahr 2018 hat die Truking Europe GmbH ihr Geschäftsjahr vom 31. Oktober auf den 31. Dezember eines Jahres umgestellt. Der Abschluss 2023 folgt somit dem Kalenderjahr.

Die Truking Europe GmbH übernimmt als Konzernobergesellschaft im Wesentlichen Holdingfunktionen. Zum Konsolidierungskreis der Truking Europe GmbH gehören folgende Gesellschaften (zusammen die „Truking-Gruppe“):

Romaco Holding GmbH, Karlsruhe/Deutschland,

ROMACO Pharmatechnik GmbH, Karlsruhe/Deutschland,

Romaco Kilian GmbH, Köln/Deutschland,

Romaco Innojet GmbH, Steinen/Deutschland,

Romaco S. r. l., Pianoro (BO)/Italien,

Romaco Tecpharm, S. L., Rubí/Spanien

Romaco Pharmatechnic (Changsha) Co., Ltd., Changsha/China

Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe/Deutschland,

IPPT Hong Kong Limited, Hongkong/China,

Romaco International Trading (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China,

Romaco North America Inc., Hamilton, New Jersey/USA,

Romaco do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien,

Romaco OOO, Moskau/Russland,

Romaco France S. A. S., Schiltigheim/Frankreich,

Romaco India Pvt. Ltd., Mumbai/Indien.

Zu weiteren Erläuterungen wird auf den Abschnitt „Konsolidierungskreis" im Konzern-Anhang verwiesen.

Die Truking Europe GmbH übernimmt als Konzernobergesellschaft insbesondere Holdingfunktionen.

II. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und des Konzerns

Entsprechend dem Gesellschaftsvertrag ist der Gegenstand des Unternehmens die Beteiligung an Unternehmen, die im Bereich der verfahrenstechnischen Maschinen und Prozessanlagen sowie von Abfüll-, Dosierungs- und Verpackungslösungen für die Pharma-, Lebensmittel- und die Kosmetikindustrie tätig sind.

Die Truking-Gruppe ist einer der international führenden Anbieter von Tablettiersystemen und Verpackungsmaschinen sowie verfahrenstechnischen Maschinen und Prozessanlagen. Sie entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Maschinen und Anlagen für die Verfahrens- und Verpackungstechnik an Kunden insbesondere aus der Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie. Die Truking-Gruppe gliedert sich demzufolge in die Geschäftssegmente „Processing“ und „Packaging“.

Geschäftssegment „Processing“

Die Truking-Gruppe vertreibt unter der Marke „Kilian“ Tablettiersysteme und unter der Marke „Innojet“ Anlagen für die Granulation, Coating & Trocknung. Die Geschäftseinheit Kilian ist ein führender Hersteller von Tablettenpressen für die pharma- & nutrazeutische sowie chemische Industrie. Das Portfolio reicht von F&E-Geräten bis hin zu robusten Hochleistungsmaschinen für anspruchsvolle Anwendungen. Die Geschäftseinheit Innojet bietet als innovativer Hersteller mit seinen hocheffizienten Prozessanlagen Lösungen für die Pharma-, Lebensmittel- und chemische Industrie an. Die Technologien VENTILUS® und AIRCOATER® basieren auf dem Luftgleitschichtverfahren, das von Dr. h. c. Herbert Hüttlin entwickelt wurde und international patentiert ist. Ergänzt wird das Geschäftssegment „Processing“ nach dem Erwerb der Romaco Tecpharm, S. L., im Jahr 2021 um deren Coater- und Granulationsanlagen, die unter der Marke „Tecpharm“ angeboten werden.

Geschäftssegment „Packaging“

Das Geschäftssegment „Packaging“ produziert Abfüll-, Dosierungs-, Verpackungsmaschinen und Anlagen für Kunden aus den Branchen Pharma und Kosmetik. Maschinen für die Primärverpackung werden für Blisterverpackungen unter der Marke „Noack“ und für Streifenverpackungen sowie Röhrchenfüller unter der Marke „Siebler“ vertrieben. Das Sekundärverpacken in Kartoniermaschinen erfolgt unter der Marke „Promatic“. Abfüll- und Dosierungsmaschinen werden unter „Macofar“ vermarktet. Dabei konzentriert sich die Truking-Gruppe auf das technisch anspruchsvolle mittlere Leistungssegment flexibler Maschinen, die von dem weltweit starken Wachstum der Generika-Hersteller und Lohnverpacker profitieren.

Die Truking-Gruppe ist global tätig und international in über 100 Ländern aktiv. Die Marktbearbeitung erfolgt durch den eigenen Vertrieb der jeweiligen Geschäftssegmente, den Landesgesellschaften in Kernmärkten - sogenannte Sales & Service Center („SSC“) - sowie durch ein Netzwerk aus Agenten.

Mitarbeiter 1

Für unseren unternehmerischen Erfolg sind unsere Mitarbeiter die wichtigste Basis. Ihre Leidenschaft, ihre Verantwortungsbereitschaft und ihr Leistungswille sind die entscheidende Grundlage dafür, unsere langfristigen und ambitionierten Ziele zu erreichen.

Unser Ziel als global agierender Konzern in einem dynamischen Umfeld ist es, unsere Mitarbeiter stetig weiterzuentwickeln, ihre Gesundheit zu schützen, ihre Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten und Diversität zu fördern. Unsere Werte Innovation, Höchstleistung, Teamarbeit, Verantwortung und Integrität prägen dabei ganz besonders unser Handeln.

Die Konzerngesellschaften beschäftigten 2023 weltweit im Durchschnitt 871 Mitarbeiter an ihren Standorten (Vorjahr 860). Zusätzlich waren im Jahresdurchschnitt 27 Auszubildende (Vorjahr 30) beschäftigt. Die Ausbildung hat für die Gruppe einen sehr hohen Stellenwert, da so der Fachkräftebedarf der Zukunft, neben internen Personalentwicklungsmaßnahmen und Rekrutierung von außen, mit dem selbst ausgebildeten Nachwuchs abgedeckt werden kann.

Nachhaltige Produkte und Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen

Das Thema Nachhaltigkeit ist einer unserer Entwicklungsschwerpunkte, da sich Romaco im Rahmen der 2020 verabschiedeten Sustainability-Strategie und -Roadmap für nachhaltiges Handeln mit konkreten Zielen verpflichtet hat.

Vor diesem Hintergrund haben wir wie im Jahr zuvor, den „CO2 Footprint“ der Romaco-Gesellschaften einschließlich der anspruchsvollen Scope-3-Betrachtung (d.h. indirekte Emissionen, die in den vor- und nachgelagerten Aktivitäten einer Organisation auftreten wie beispielsweise Mitarbeiterreisen) erfasst, um eine abgesicherte Ausgangsbasis für unsere Verbesserungen zu haben.

Zudem lassen wir sukzessive das Umweltmanagement unserer Produktionsstandorte nach ISO 14001 zertifizieren. Der Standort Karlsruhe wurde im Jahr 2023 erfolgreich nach ISO 14001 zertifiziert.

Wir haben 2024 ein Ecovadis-Rating „Gold“ für die gesamte Romaco-Gruppe einschließlich Romaco Changsha/China erreicht und sind dabei unter die Top 2% aller bewerteten Unternehmen gelandet. Seit 2023 ist Romaco Mitglied bei UNGC (UN Global Compact). Romaco unterstützt somit aktiv die Erreichung der Pariser Klimaziele und ist mit diesen drei Schritten Wegweiser für Unternehmen unserer Größe und Branche.

Einer der Schwerpunkte der Gruppe in Bezug auf Entwicklungen liegt auf technischen Lösungen zur Vermeidung und Reduzierung von CO2 -Treibhausgasen, und hier insbesondere für den Betrieb unserer Anlagen beim Kunden. Beispielsweise wartet die neu entwickelte Blisteranlage „Unity 600“ mit bis zu 50 % Energiereduzierung im Vergleich zum Vorgängermodell auf. Unsere Maschinen werden zwischenzeitlich mit einem Energiemonitor ausgestattet, so dass der Kunde seinen Energieverbrauch selbst anlagen- und einsatzbezogen erfassen und - ggf. mit unserer Serviceunterstützung - optimieren kann.

Durch den Einsatz von Wärmetauschern oder einer Wärmepumpe zur Energierückgewinnung können wir eine signifikante CO2 -Einsparung für den Kunden bei den Beschichtungsanlagen Tecpharm und Innojet erreichen. Seit 2020 bietet Romaco CO2 -kompensierte Blisteranlagen, Kartonierer, Beschichtungsanlagen und Tablettenpressen an.

Die Romaco-Gruppe trägt zum Klima- und Umweltschutz bei, indem sie Materialien ressourcenschonend einsetzt, Abfälle vermeidet und neue nachhaltige Produkte entwickelt. Maschinen und Primärverpackungen aus recycelten Wertstoffen herzustellen, ist ein Schritt auf diesem Weg. Des Weiteren liegt der Fokus darauf, unseren Kunden durch Maschinen und Anlagen, die energie- und rohstoffeffizient sind, bei ihren umweltorientierten Bestrebungen zur Seite zu stehen.

Die Gruppe verfolgt als übergeordnetes Ziel, bei der Nutzung natürlicher Ressourcen von Anfang an Energie- und Materialverschwendung zu vermeiden, anstatt diese nur zu verringern oder auszugleichen. Bei sämtlichen anderen Produkten setzen wir konsequent auf digitale Services, um CO2 -Emissionen zu verringern. Die Gruppe verfolgt als übergeordnetes Ziel, bei der Nutzung natürlicher Ressourcen von Anfang an Energie- und Materialverschwendung zu vermeiden, anstatt diese nur zu verringern oder auszugleichen.

III. Forschung & Entwicklung

Für die Truking-Gruppe als weltweit einer der führenden Spezialanbieter von Verfahrens- und Verpackungstechnik ist intensive und nachhaltige Forschung & Entwicklung Ausdruck der Orientierung am Kundenbedarf und damit unerlässliche Grundlage des zukünftigen Unternehmenserfolges. An unseren Hauptstandorten in Karlsruhe, Köln, Steinen, Bologna und Barcelona werden kontinuierlich Forschungs- & Entwicklungstätigkeiten betrieben. Die Zusammenarbeit zwischen den Standorten bauen wir - wo immer sinnvoll und mit Kundennutzen verbunden - auch im Bereich der Entwicklung und dem Design bei der Integration von verschiedenen Anlagenkomponenten aus. Zum Beispiel wird die Unity-Serie - bestehend aus Blisteranlage und Kartonierer - entwickelt, so dass der Kunde Technik und Design seiner Investition als eine Komplettanlage wahrnimmt.

In beiden Geschäftssegmenten wurden sowohl neue als auch komplett überarbeitete Anlagen in den Markt eingeführt. Wesentliche Präsentationen erfolgten 2023 auf der Interpack, Weitere Präsentationen, darunter solche aus der Unity-Reihe sowie Anlagen für Laboranwendungen, sind für 2024 auf der Achema vorgesehen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen für nicht aktivierte Forschung und Entwicklungskosten 4,0 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR). Dieser Wert ermittelt sich ohne die Abschreibung auf bereits aktivierte Entwicklungsprojekte. Dies entspricht einem Anteil am Umsatz von 1,92 % (Vorjahr 2,2%). Der Rückgang entstand durch eine höhere Aktivierung von Entwicklungskosten im Berichtsjahr. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von 8,5 Mio. EUR aktiviert (Vorjahr 6,0 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anteil von 58,8 % (Vorjahr 54,5 %) an den gesamten Forschungs- & Entwicklungsausgaben.

Insgesamt sehen wir uns mit unseren Produkten und der Vertriebsaufstellung sehr gut für die Zukunft aufgestellt und im Vergleich mit dem Wettbewerb gut gerüstet. Die Gruppe wird, wie in der Vergangenheit auch, die Produkte kontinuierlich und am Bedarf unserer Kunden orientiert weiterentwickeln.

Weiterhin helfen unsere Entwicklungen dabei, nachhaltige und umweltverträgliche Verpackungen zu realisieren. Unsere Kunden können damit nachhaltiger produzieren und wirtschaften.

IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gruppe verwendet grundsätzlich als finanzielle Leistungsindikatoren die Größen Auftragseingang, Umsatz, Deckungsbeitrag und ein von Sondereffekten bereinigtes Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen („operatives EBITDA“). Für die Steuerung des Unternehmens ist das operative EBITDA der bedeutsamste Leistungsindikator. Für die Erläuterungen zum Auftragseingang, zum Umsatz und zur Herstellungskostenmarge verweisen wir auf den Abschnitt B.II „Lage des Konzerns“.

Das operative EBITDA, welches im Konzern als wesentliche Steuerungsgröße verwendet wird, beläuft sich für das Geschäftsjahr auf 17,7 Mio. EUR (Vorjahr 19,2 Mio. EUR). Der Rückgang erklärt sich im Wesentlichen durch verzögerte Auslieferungen an Kunden aufgrund von Lieferengpässen und massiv verlängerten Beschaffungszeiten bei Bauteilen, die bis in das Jahr 2023 anhielten und - trotz hohem Auftragsbestand - merklichen Einfluss auf die erzielbaren Umsatzerlöse hatte. Die Probleme auf den Beschaffungsmärkten führten darüber hinaus auch zu nicht unerheblichen Mehraufwendungen in der Abwicklung durch Montageunterbrechungen und Suche von Alternativen - wir versuchten unsere gegebenen Kapazitäten für eine weitgehende Montage mit den verfügbaren Komponenten zu nutzen, um die Auswirkungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten. Die merklichen Kostensteigerungen bei den Materialien konnten aufgrund des zeitlichen Deltas zwischen der Auftragserteilung durch den Kunden und der effektiven Projektabwicklung (Durchlaufzeiten von teilweise deutlich über einem Jahr) nicht bzw. nur sehr bedingt weitergegeben werden.

Aus den genannten Gründen konnte der Umsatz nur um 8,2 % statt wie geplant leicht zweistellig gesteigert werden und das Ziel der EBITDA-Verbesserung ggü. Vorjahr nicht erreicht werden.

[Tsd. EUR] 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
IFRS - Betriebsergebnis 5.169 6.374
+ Abschreibungen 12.411 12.735
+ außergewöhnliche, nicht wiederkehrende Aufwendungen & Erträge 89 119
Operatives EBITDA 17.669 19.228

Der Saldo der außergewöhnlichen, nicht wiederkehrenden Aufwendungen beträgt im abgelaufenen Jahr 89 Tsd. EUR (Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2022 119 Tsd. EUR). Dabei handelt es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit der Änderung des Konsortialkreditvertrages.

Für den langfristigen Unternehmenserfolg sind neben definierten finanziellen Steuerungsgrößen auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren von Bedeutung. Dabei handelt es sich um besondere Stärken und Fähigkeiten, deren Relevanz sich aus den jeweiligen Geschäftssegmenten ableitet. Dazu zählen insbesondere die Kundenzufriedenheit sowie die Eignung und das Engagement unserer Mitarbeiter. Unter anderem wird im wöchentlichen Rhythmus die Liefertreue bei der Auslieferung von Neumaschinen und bei Serviceaufträgen gemessen, wodurch mögliche Probleme kurzfristig identifiziert und angegangen werden können. Zusätzlich setzen wir seit 2021 konsequent sogenannte Service Ambassadors ein, die mit zeitlichem Abstand nach der Inbetriebnahme einer Anlage den Kunden besuchen und die Zufriedenheit auf verschiedenen Ebenen des Kunden systematisch erfassen, auswerten und - im Falle von Punkten - Abhilfemaßnahmen initiieren.

In Qualifikations-Matrizes erfassen wir systematisch die betrieblichen Anforderungen der jeweiligen Stellen und den Kenntnisstand der Mitarbeiter, und leiten daraus den notwendigen Schulungsbedarf ab.

B. Wirtschaftsbericht

I. Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

Die VDMA-Volkswirte berichten, dass sich die Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 % etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert entwickelt.

Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 % geringer. In den USA (+2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 % beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 %). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 %.

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 % gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 %. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 % der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 % der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 %) auf Oktober (85,9 %) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 % zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA-Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 % zu.

Nach unserer Einschätzung befindet sich die Gruppe trotz schwierigerem Umfeld in einer guten Ausgangssituation - sowohl durch die Kundenbranche als auch durch das modernisierte und marktorientierte Produktprogramm. So bewegte sich der Auftragsbestand der Gruppe mit 151,5 Mio. EUR auf Rekordniveau, was eine sehr gute Ausgangsbasis für 2024 darstellt. Mit den Produkten der verschiedenen Marken befinden wir uns zumeist im vorderen Mittelfeld - die neuen Produkte sorgen sukzessive für eine höhere Positionierung -, die Produktlinie „Siebler“ wird sogar als Marktführer wahrgenommen wird. Die wesentlichen Wettbewerber unserer Produkte kommen aus Deutschland und Italien. Lokale Anbieter aus den Wachstumsmärkten werden grundsätzlich eher selten in den Verhandlungen angetroffen, es gibt allerdings deutliche regionale Unterschiede. Nach wie vor stellen die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen, die hohe Dokumentationspflicht und die Beherrschung der „Good Manufacturing Practice“ (GMP) eine erhebliche Eintrittsbarriere dar, wenn Anlagen für den internationalen Markt, und hier insbesondere für den Export nach Europa oder Nordamerika, hergestellt werden.

II. Lage des Konzerns

Ertragslage

[Tsd. EUR] Erläuterung 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Umsatzerlöse 1 206.111 190.570
Umsatzkosten 2 -150.140 -136.722
Bruttoergebnis vom Umsatz 55.971 53.848
Vertriebskosten 3 -28.306 -26.242
Allgemeine Verwaltungskosten 4 -21.016 -17.742
Forschungs- und Entwicklungskosten 5 -5.711 -6.016
Sonstige betriebliche Erträge 6 5.814 3.661
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -1.583 -1.135
Betriebsergebnis 5.169 6.374
Finanzerträge 10 24 521
Finanzaufwendungen 10 -3.990 -2.489
Finanzergebnis - 3.966 - 1.968
Ergebnis vor Steuern 1.203 4.406
Ertragsteuern 11 442 -1.615
Konzernergebnis 1.645 2.791
davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 1.604 2.826
nicht beherrschende Anteile 41 -35
1.645 2.791

Die Geschäftsentwicklung der Gruppe verlief im Geschäftsjahr 2023 sehr unterschiedlich. Der Auftragseingang erreichte 227,9 Mio. EUR (Vorjahr 208,2 Mio. EUR), eine Steigerung von 9,4% gegenüber Vorjahr. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende ist deutlich gestiegen und liegt mit 151,5 Mio. EUR auf deutlich erhöhtem Rekordniveau (Vorjahr 129,7 Mio. EUR) und damit 17 % über dem Vorjahr. Der Umsatz von 206,1 Mio. EUR (Vorjahr 190,6 Mio. EUR) stieg um 8,2% gegenüber dem Vorjahr. Dabei erzielte das Neumaschinengeschäft 138,2 Mio. EUR (Vorjahr 130,3 Mio. EUR) und das Servicegeschäft 62,3 Mio. EUR (Vorjahr 55,3 Mio. EUR). Die sonstigen Umsätze beliefen sich mit 5,6 Mio. EUR leicht über Vorjahr (4,9 Mio. EUR).

Der höhere Umsatz beruht u. a. auf der gestiegenen Zahl der Auslieferungen von Maschinen und der Anarbeitung der 2023 über dem Vorjahr liegenden Auftragseingängen. Im abgelaufenen Jahr lag das Bruttoergebnis vom Umsatz bei 56,0 Mio. EUR (Vorjahr 53,8 Mio. EUR). Trotz gestiegener Umsatzerlöse ist die Bruttomarge aufgrund erheblicher Mehraufwendungen in der Abwicklung der Aufträge infolge anhaltender Lieferengpässe und verlängerter Beschaffungszeiten für Bauteile gesunken.

Die Vertriebskosten in Höhe von 28,3 Mio. EUR (Vorjahr 26,2 Mio. EUR) liegen über dem Niveau der Vergleichsperiode. Sie beinhalten im Wesentlichen Löhne und Gehälter in Höhe von 14,9 Mio. EUR (Vorjahr 13,5 Mio. EUR) und Vertriebsprovisionen in Höhe von 4,8 Mio. EUR; (Vorjahr 4,3 Mio. EUR).

Die allgemeinen Verwaltungskosten betrugen 21,0 Mio. EUR (Vorjahr 17,7 Mio. EUR). Darin enthalten sind als wesentliche Posten die Personalkosten in Höhe von 10,9 Mio. EUR (Vorjahr 8,9 Mio. EUR), Beratungskosten über 3,0 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR), 2,0 Mio. EUR Abschreibungen (Vorjahr 2,2 Mio. EUR), Aufwendungen für Miete sowie Nebenkosten 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) und Reisekosten über 0,7 Mio. EUR (Vorjahr 0,7 Mio. EUR). An F&E-Ausgaben fielen im abgelaufenen Jahr 5,7 Mio. EUR (Vorjahr 6,0 Mio. EUR) an.

Das Finanzergebnis in Höhe von -4,0 Mio. EUR (Vorjahr -2,0 Mio. EUR) beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten, Amortisationen von im Zusammenhang mit Finanzverbindlichkeiten angefallenen Transaktionskosten sowie Aufwendungen für Avale. Der Anstieg des Finanzergebnisses ist im Wesentlichen auf das deutlich gestiegene Zinsniveau im Jahr 2023 infolge der Leitzinserhöhungen zurückzuführen.

Die Ertragsteuern resultieren aus einem laufenden Steuerertrag im Geschäftsjahr in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr Steueraufwand 1,0 Mio. EUR) sowie einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr Aufwand 0,6 Mio. EUR Ertrag). Die latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen und aus Verlustvorträgen. Das Konzernergebnis beläuft sich damit im Geschäftsjahr 2023 insgesamt auf +1,6 Mio. EUR (Vorjahr +2,8 Mio. EUR).

Vermögenslage

[Tsd. EUR] 31.12.2023 in % 31.12.2022 in %
Langfristiges Vermögen
Geschäfts- oder Firmenwerte und sonst. immat. Vermögen 158.064 43,6% 159.946 44,8%
Sachanlagen 27.866 7,7% 29.284 8,4%
Übriges langfristiges Vermögen 10.397 2,9% 12.398 3,5%
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 51.035 14,1% 44.384 12,7%
Forderungsbestände 107.461 29,7% 93.278 26,6%
Übriges kurzfristiges Vermögen 5.475 1,5% 8.221 2,3%
Zahlungsmittel 2.116 0,6% 5.520 1,6%
Summe Aktiva 362.414 100,0% 350.030 100,0%
Eigenkapital 162.464 44,8% 161.141 46,0%
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzschulden 9.281 2,6% 33.156 9,5%
Übrige langfristige Schulden und Rückstellungen 31.883 8,8% 33.729 9,6%
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus LuL 47.889 13,2% 43.054 12,3%
kurzfristige Finanzschulden 39.722 11,0% 18.143 5,2%
Übrige kurzfristige Schulden und Rückstellungen 71.176 19,6% 60.807 17,4%
Summe Passiva 362.414 100,0% 350.030 100,0%

Das langfristige Vermögen beinhaltet im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes. Die immateriellen Vermögensgegenstände resultieren hauptsächlich aus der Kaufpreisallokation, welche von dem Erwerb der Romaco-Gruppe durch die Truking Europe GmbH im Jahr 2017 herrühren. Darüber hinaus beinhaltet das Langfristige Vermögen Sachanlagen in Höhe von 27,9 Mio. EUR (Vorjahr 29,3 Mio. EUR).

Die Vorräte in Höhe von 51,0 Mio. EUR (Vorjahr 44,4 Mio. EUR) setzen sich aus den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von 19,2 Mio. EUR, (Vorjahr 14,6 Mio. EUR), den unfertigen Erzeugnissen 28,2 Mio. EUR, (Vorjahr 22,1 Mio. EUR), den fertigen Erzeugnissen und Waren 0,5 Mio. EUR, (Vorjahr 5,1 Mio. EUR), den geleisteten Anzahlungen i. H. v. 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,6 Mio. EUR), Waren in Transit 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) zusammen. Die auf das Vorratsvermögen entfallenden Wertberichtigungen betragen zum Stichtag 8,3 Mio. EUR (Vorjahr 9,4 Mio. EUR) Die Erhöhung des Vorratsbestands, vor allem der unfertigen Erzeugnisse (WIP), ist die Folge aus der eingeschränkten Materialverfügbarkeit und deutlich erhöhten Wiederbeschaffungszeiten, die längere Durchlaufzeiten bei unserer Projektabwicklung bedeuteten und damit zu verzögerten Auslieferungen von Kundenanlagen führten.

Die Forderungen zum 31. Dezember 2023 betragen 107,5 Mio. EUR (Vorjahr 93,3 Mio. EUR), unter anderem bedingt durch den stichtagsbedingten höheren Anspruch aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das Eigenkapital einschließlich des Konzernergebnisses beträgt zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 162,5 Mio. EUR (Vorjahr 161,1 Mio. EUR). Dies entspricht 44,8 % (Vorjahr 46,0 %) der Bilanzsumme.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind insgesamt um 23,9 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR (Vorjahr 33,2 Mio. EUR) gesunken im Wesentlichen dadurch, dass ein Großteil der Kredite durch die Laufzeit der konsortialen Finanzierung im nächsten Geschäftsjahr zur Refinanzierung anstehen und sich demnach die Fristigkeit von lang- zu kurzfristig geändert hat. In den übrigen langfristigen Schulden und Rückstellungen sind im Wesentlichen die Rückstellungen für Pensionen und die latenten Steuerschulden von 24,0 Mio EUR sowie Leasingverbindlichkeiten von EUR 6,1 Mio enthalten. Die Rückstellungen für Pensionen sind mit 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR) unter Vorjahresniveau. Die latenten Steuerschulden liegen mit 24,0 Mio. EUR (Vorjahr 24,1 Mio. EUR) nahezu auf Vorjahresniveau.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 158,8 Mio. EUR sind im Vergleich zum 31.12.2022 um 36,8 Mio. EUR gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen mit 20,8 Mio. EUR aus der Veränderung der Fristigkeit der Kredite von lang- zu kurzfristig sowie aus um 4,8 Mio. EUR gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen (Vorjahr 43,1 Mio. EUR), deren Anstieg im Wesentlichen mit dem Aufbau der Vorräte zusammenhängt. Der Anstieg der übrigen kurzfristigen Schulden und Rückstellungen erklärt sich einerseits durch die Erhöhung der Vertragsverbindlichkeiten aufgrund der längeren Durchlaufzeiten durch Fehlteile und andererseits aufgrund des hohen Auftragseingangs zum Jahresende, aus der Erhöhung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen und der Erhöhung der abgegrenzten Positionen und Rückstellungen für Personal.

Finanzlage

[Tsd. EUR] 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Konzernergebnis 1.645 2.791
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 7.933 8.161
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4.478 4.574
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -123 3.987
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen 50 619
Veränderungen der Rückstellungen 1.046 -1.386
Veränderungen der langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte 166 -226
Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten
Veränderung der Vorräte -5.506 -10.890
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -12.403 -19.592
Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) 13.434 13.032
Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit 10.720 1.071
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 96 0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -8.906 -6.820
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.053 -1.691
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten -251 -3.958
Cashflows aus der Investitionstätigkeit - 10.114 - 12.468
Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten -2.587 -2.298
Einzahlungen aus der Erhöhung des gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklage 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten 11.128 14.018
Auszahlungen durch Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -12.293 -1.240
Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit - 3.752 10.480
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 3.146 - 919
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds -258 -87
Veränderung des Finanzmittelfonds - 3.404 - 1.006
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode* 5.520 6.526
Finanzmittelfonds am Ende der Periode* 2.116 5.520
Gezahlte Zinsen (dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen) 3.165 1.555
davon Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten 339 372
Erhaltene Zinsen (dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen) 8 8
Gezahlte / Erhaltene Steuern (dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen) 2.378 326

* Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Zahlungsmittel".

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt 10,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr (Vorjahr 1,1 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt bei -10,1 Mio. EUR (Vorjahr -12,5 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch F&E-Aktivitäten.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -3,8 Mio. EUR (Vorjahr 10,5 Mio. EUR), ergibt sich aus dem Saldo der Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten von -12,3 Mio. EUR (Vorjahr --1,2 Mio. EUR), der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten von 11,1 Mio. EUR (Vorjahr 14,0 Mio. EUR) und der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten über -2,6 Mio. EUR (Vorjahr -2,3 Mio. EUR).

Als Gesamtergebnis verbleibt eine Verminderung der liquiden Mittel um 3,4 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR Verminderung).

Finanzierung

Im Rahmen der Refinanzierung im September 2016 wurde auch der Vertrag über die Emission von Genussscheinen abgelöst und durch neue Genussscheine ersetzt. Die Laufzeit der beiden Genussscheine endete am 31. Dezember 2024. Die Genussscheininhaber erhalten als Gegenleistung für die Bereitstellung des Genussrechtskapitals eine feste, ergebnisunabhängige Vergütung von 7,5 % p. a. bezogen auf den Nennbetrag. Daneben erhalten die Genussscheininhaber eine ergebnisabhängige Vergütung von 2,0 % p. a. bezogen auf den Nennbetrag. Voraussetzung für den Anspruch auf die ergebnisabhängige Vergütung ist das Erreichen eines „Jahresüberschusses“ im Sinne der Genussscheinbedingungen. Ausgangspunkt für dessen Bestimmung ist der Konzernjahresüberschuss der Romaco-Gruppe.

Bei Fälligkeit der Genussscheine erhalten die Inhaber eine Abfindung bestehend aus dem Nennbetrag der geleisteten Einlage und einer einmaligen pauschalen Wertzuwachsbeteiligung in Höhe von 10,0 %. Diese pauschale Wertzuwachsbeteiligung wird unabhängig davon geschuldet, ob bei der Emittentin tatsächlich ein Wertzuwachs eingetreten ist. Diese pauschale Beteiligung wird jedoch reduziert um die während der Laufzeit des Genussscheins bereits an die Genussscheininhaber geleisteten ergebnisabhängigen Vergütungen.

Am 7. Januar 2019 wurde die Laufzeit der Kredittranchen B-E um zwei Jahre bis zum 30. September 2024 verlängert. Mit Wirkung vom Februar 2019 hat die Romaco S. r. l. einen Kreditvertrag für einen Neubau in Bologna abgeschlossen. Die nominelle Darlehenssumme belief sich anfangs auf 13,5 Mio. EUR und dient zur Finanzierung eines Gebäudes mit einer Produktionshalle und Büroflächen.

Zur höheren Flexibilität wurde in der zweiten Jahreshälfte 2022 ein von der KfW rückgedecktes Darlehen über einen Bankpartner des Konsortiums aufgenommen. Zur Abdeckung des gestiegenen Geschäftsumfang und der im Übergang höheren Kapitalbindung durch die - aufgrund der bis 2023 schwierigen Materialversorgung - verlängerten Durchlaufzeiten wurden die Kredite C und D mit dem Konsortium um 3 Mio. bzw. 5 Mio. EUR auf 18 Mio. bzw. 25 Mio. erhöht. Darüber hinaus haben wir einige Investitionsvorhaben über bestehende Leasingfazilitäten realisiert.

Für weitere Details zur Finanzierung und den gegebenen Sicherheiten wird auf den Abschnitt „Finanzverbindlichkeiten“ im Konzern-Anhang verwiesen.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die hoch gesetzten Umsatz- und Ergebnisziele konnten aufgrund der weiter oben beschriebenen Umstände - insbesondere verursacht durch die gravierenden Engpässe bei der Komponentenverfügbarkeit, den gestiegenen Materialkosten, die für bereits sich in der Abwicklung befindliche Projekte nicht bzw. nur sehr eingeschränkt an die Kunden weitergegeben werden konnten - nicht vollumfänglich realisiert werden. Die Umsätze erhöhten sich um 15,5 Mio. EUR, analog der Produktionsleistung. Die Vertragsverbindlichkeiten haben sich um 7,3 Mio. EUR von 35,3 Mio. EUR auf 42,6 Mio. EUR zum Stichtag erhöht. Der Anstieg ist auf höhere Kundenanzahlungen durch den gestiegenen Auftragseingang zurückzuführen.

Wie schon 2022 haben wir im Verlauf des Jahres die Verkaufspreise den Marktgegebenheiten aus Materialpreisentwicklungen und Wettbewerbssituation folgend weiter angepasst. Die höheren Anzahlungsquoten aus dem Vorjahr konnten im Wesentlichen und überwiegend weiter erzielt werden. Jedoch führten die deutlich längeren Standzeiten zu einem merklichen Anstieg der WIP-Bestände, da viele Anlagen aufgrund von Fehlteilen zunächst nur teilweise montiert und nicht bzw. verzögert - z. B. durch nicht lieferbare Elektronikteile wie Leistungselektronik, Steuerungen, Panels - ausgeliefert werden konnten.

Wir haben deswegen versucht, unsere vorhandenen Produktions- und Montagekapazitäten effektiv zu nutzen, damit wir - sobald sich die Lage bei den Fehlteilen allmählich entspannt - möglichst ohne weitere Verzögerungen die Anlagen fertigstellen und ausliefern können, insbesondere auch im Sinne unserer Kunden. Die Rückkehr zu den vor den Materialengpässen gewohnten Abläufen und Durchlaufzeiten konnte in der zweiten Jahreshälfte des Berichtsjahres begonnen werden, setzt sich jedoch im Folgejahr fort.

Für die dadurch höhere Kapitalbindung mussten wir die uns zur Verfügung stehenden Kreditlinien stärker in Anspruch nehmen als im Plan vorgesehen. Zur Erhöhung unserer Flexibilität konnten wir mit unseren Banken weitergehende Vereinbarungen treffen. Die Optimierung des Working Capitals zur Finanzierung des weiteren Wachstums bleibt eine Kernaufgabe für das laufende Geschäftsjahr.

Die Geschäftsentwicklung beim Auftragseingang nahm im Jahresverlauf zu und war in Summe - insbesondere mit Blick auf das Wettbewerbsumfeld - zufriedenstellend, auch wenn er unter dem geplanten Niveau blieb. Vor dem Hintergrund der operativen Herausforderungen und des wirtschaftlichen & politischen Umfelds starten wir mit einem guten Auftragsbestand in das Folgejahr, nur sehr bedingt zufrieden sind wir mit dem Ergebnis des abgelaufenen Jahres.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Die Truking Europe GmbH und ihre Tochtergesellschaften erfassen monatlich externe und interne Risiken und bewerten diese nach ihrer potenziellen Auswirkung auf das laufende Geschäft. Die direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation liegt bei der Geschäftsführung, welche in der Ausübung der Aufgaben durch das Management-Board unterstützt wird. Dieses setzt sich aus den Geschäftsführern der operativen Gesellschaften und den Bereichsverantwortlichen zusammen. Das Management der Truking-Gruppe ist bestrebt, künftige Risikoentwicklungen möglichst frühzeitig zu erkennen, um geeignete Maßnahmen zur Absicherung des Ergebnisses ergreifen zu können. Ein umfangreiches monatliches Berichtswesen und eine regelmäßige Analyse von Kennzahlen aus dem Markt- und Unternehmensumfeld dienen zusammen mit einer Vorausschau für die zukünftige Geschäftsentwicklung als Frühwarnsystem. Dies wird sowohl auf der Ebene der Beteiligungsgesellschaften als auch des gesamten Konzerns praktiziert. Die Kennzahlen werden zumeist monatlich erfasst und analysiert, teilweise wie z. B. die Entwicklung des Auftragseingangs aber auch im wöchentlichen Rhythmus verfolgt.

Die Analyse umfasst dabei den gesamten Wertschöpfungsprozess von der Angebotserstellung über die Fertigung bis hin zum Zahlungseingang. Ein zentraler Punkt ist hierbei die Überwachung der Margen sowohl aggregiert als auch auf Einzelprojekt-Ebene. Diese wird bereits in der Angebotsphase überwacht und im Rahmen eines internen Freigabesystems verfolgt. Produktivitätskennzahlen begleiten die Prozesse und die weitere Entwicklung während der Abwicklung der Projektaufträge. Abschließend wird eine Nachkalkulation der Aufträge durchgeführt. Größere Projekte werden durch ein gezieltes Projektmanagement unterstützt.

Die Geschäftszahlen werden regelmäßig mit dem Beirat diskutiert und im Rahmen eines monatlichen Berichtswesens sowohl den Gesellschaftern als auch dem Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt. Die folgenden Chancen und Risiken sind nach Kategorien aufgeführt und haben sich in ihrer Wesentlichkeit gegenüber dem Vorjahr nicht grundsätzlich verändert. Für ein Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus ist langfristig die Marktentwicklung und die Positionierung im Markt entscheidend, während kurzfristig das aktuelle konjunkturelle Umfeld sowie die Projektabwicklung die wirtschaftliche Lage der Gruppe prägen.

Chancen und Risiken

Marktchancen

Die Einschätzung der Chancen wurde zum Bilanzstichtag getroffen und bezieht sich auf einen Zeitraum von fünf Jahren. Externe Prognosen gehen von einem langfristigen, stetigen Wachstum der Pharmabranche von ca. 6,2 % pro Jahr in den kommenden fünf Jahren aus. Dies ist bedingt durch die wachsende Weltbevölkerung, aber auch durch eine zunehmende Lebenserwartung gerade in den wirtschaftlich entwickelten und sich entwickelnden Regionen. Als Lieferant der Pharma- und Lebensmittelindustrie in Verbindung mit ihrem Produktportfolio ist die Unternehmensgruppe sehr gut aufgestellt, um langfristig an diesem Wachstum zu partizipieren.

Eine robuste globale, mittelfristige Konjunkturerholung, aber auch regionales Wachstum in Schlüsselmärkten und die von der Gruppe bedienten Branchen bieten die Möglichkeit für ein schnelleres Wachstum als BIP. Dem weltweiten Vertriebsnetz kommt deswegen eine hohe Bedeutung zu. Insbesondere in China wird durch den dort ansässigen Truking-Mutterkonzern eine intensivierte Marktbearbeitung und -durchdringung aufgrund dessen hoher Präsenz bei den lokalen Pharmaunternehmen verfolgt.

Weiterhin könnten im Nachgang der COVID-19-Pandemie und aufgrund der aktuell festzustellenden Lieferengpässe sowohl bei Basis- als auch bei Schlüsselmedikamenten gesundheitliche Aspekte und die Versorgungssicherheit eine größere Bedeutung erlangen. Die regionale Herstellung und Bevorratung von Arzneimitteln dürfte dann zu einer steigenden Nachfrage bei der Pharmaindustrie führen, wovon wiederum die Gruppe als Anbieter profitieren könnte. Darüber hinaus wird sich unseres Erachtens der durch COVID-19 induzierte Schwerpunkt der Branche auf Liquid-Projekte wieder reduzieren, ein gewisser Nachholeffekt für Solid-Dose-Projekte ist festzustellen (höherer Anteil am Gesamtvolumen).

Chancen aus Synergien

Zudem erwarten wir mittelfristig einen Wettbewerbsvorteil durch die hohe Integration unserer, sich ergänzenden, komplementären Marken. Nicht nur deswegen erfolgen in Anbetracht der vom Kunden geforderten Systemintegration zwischen ausgewählten Geschäftseinheiten verstärkt gemeinsame Produktentwicklungen. Auch die Geschwindigkeiten, mit der sich neue Entwicklungen im Markt etablieren werden, ermöglichen zukünftig weitere Chancen. Mittelfristig werden sich im Zuge der weiter fortschreitenden Digitalisierung neue Produkte und Geschäftsmodelle ergeben.

Die Zusammenarbeit mit Truking Technology (Muttergesellschaft) ermöglicht umfassendere Angebote und stärkere Kundennähe.

Romaco nutzt seine technologische Expertise, globale Marktpräsenz und synergetische Partnerschaften, um die Chancen der wachsenden Pharmaindustrie optimal zu erschließen. Die Kombination aus langfristigen Markttrends und internen Stärken bildet eine sichere Grundlage für zukünftiges Wachstum.

Marktrisiken

Die hohe Exportquote in fast alle Märkte der Welt mindert das Risiko, von einzelnen lokalen Konjunkturschwankungen getroffen zu werden. Dennoch können größere lokale Krisen - wie z. B. die Pandemie, der Ukraine-Krieg oder auch die aktuell hohe Inflation - Auswirkungen auf das Geschäft haben. Grundsätzlich ist das Marktumfeld nach wie vor von einem hohen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Trotzdem wird ein Fokus der nächsten Jahre in einer kontinuierlichen Optimierung sämtlicher operativer Prozesse liegen, um die Wettbewerbsposition weiter zu sichern.

Generell ist die Gruppe der Konjunktur und den wechselnden Investitionsschwerpunkten der Kunden ausgesetzt. Diese sind wiederum abhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Lage in den einzelnen Märkten der Kunden. Der Geschäftsverlauf ist weiterhin von der hohen Exportquote geprägt. In der Gesamtbetrachtung ist die Gruppe überwiegend den Marktrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere konjunkturelle Schwankungen, der Zugang unserer Kunden zur Finanzierung ihrer Investitionen sowie die Abhängigkeit von wichtigen Kunden in der Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelbranche. Der Ausbau des nationalen und internationalen Servicegeschäftes trägt weiterhin zur Sicherung der Profitabilität bei und ist ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Wir beobachten die Branche und die Absatzmärkte, um Trends und Investitionsverhalten unserer Kunden zwischen den Bereichen Flüssig- und Feststoffabfüllung zu erkennen.

Gleichzeitig sind damit aber auch Chancen verbunden, da Investitionsentscheidungen der Kunden für Romaco-Anlagen vor allem bei Großprojekten oder durch eine überdurchschnittliche Abschlussquote zu einem Auftragseingang über dem Quartalsziel führen und die Beschäftigung sichern können. Wesentliche Treiber hierfür sind sowohl das durchgängige Romaco-Produktprogramm als auch die verstärkte Zusammenarbeit innerhalb des Truking-Konzerns unter Einbindung von Truking-Anlagen; die Bemühungen in dieser Richtung haben schon zu ersten Projekterfolgen geführt, weitere Entscheidungen, die Technologien und Maschinen beider Organisationen umfassen, stehen an.

Projektrisiken

Grundsätzlich ist die Gruppe ausgerichtet auf Kunden kleiner und mittlerer Größe. Diese bedienen wir mit Anlagen, die einen hohen Eigenanteil haben oder bei denen wir auf externe Komponenten zurückgreifen, mit denen wir langjährig positive Erfahrung sammeln konnten. In diesen Strukturen verfügen die Gesellschaften der Gruppe über ein jahrzehntelanges Know-how. Dies grenzt die Risiken deutlich ein. Der Verkauf größerer Fertigungs- und Verpackungslinien mit Komponenten aus mehreren Standorten können bedingt durch die notwendige Integration der Komponenten ein höheres Projektrisiko haben. Diesem Risiko begegnen wir mit einem gesonderten Projektmanagement, um diese Aufträge optimal abzuwickeln. Auf der anderen Seite können wir hier, noch mehr als bisher, auf eigene Komponenten zurückgreifen und damit den Eigenanteil erhöhen.

Beschaffungsrisiken

Das für die Gruppe besonders relevante Aluminium notierte im Dezember 2022 durchschnittlich bei 2.394 USD pro Tonne. 2023 sank der Durchschnittspreis auf etwa 2.450 EUR pro Tonne. 2024 stieg er wieder leicht an auf 2.490 EUR pro Tonne. Die Tendenz für 2025 ist durchwachsen und zum Jahresende voraussichtlich steigend.

Die Einführung umfassender Zölle durch die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat globale Handelsbeziehungen belastet. Diese Zölle betreffen wichtige Handelspartner wie China, Indien und die Europäische Union und führen zu erhöhten Kosten und Unsicherheiten in den Lieferketten.

Elektronikkomponenten bleiben mit längeren Lieferzeiten kritisch. Bei speziellen Ventilen, Pumpen oder Sensoren besteht Abhängigkeit von Einzelanbietern. Laut der Nachhaltigkeitsvorgaben bestehen weitere Dokumentationspflichten zu CO2-Fußabdruck und Recyclingquoten.

Wir versuchen durch langfristige Rahmenverträge mit unseren Lieferanten mit Preisanpassungsklauseln sowie Dual-Sourcing-Strategie, dem entgegenzuwirken.

Die Energiekosten sind im Hinblick auf Strom 2024 gefallen, dafür ist der Gaspreis, unter anderem auch durch höhere CO2 Abgaben stark gestiegen. Die Effizienzoptimierung in der Produktion gibt uns die Möglichkeit den höheren Energiekosten entgegenzuwirken.

Grundsätzlich birgt auch der Facharbeitermangel bei den Lieferanten ein großes Risiko für verzögerte Lieferungen. Wir versuchen dieses Risiko durch eine Zwei- bis Drei Lieferantenstrategie zu umgehen.

Ein weiterer Einfluss auf 2025 ist die weiterhin zunehmende Bürokratisierung. Weitere komplexe regulatorische Vorgaben erschweren die Beschaffungsprozesse und erhöhen den administrativen Aufwand.

Mitarbeiterverfügbarkeit

Für die Gruppe als technologieorientiertes Unternehmen ist eine vernünftige Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern und Neueinsteigern notwendig. Es ist eines unserer Ziele, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und anerkannt zu sein, um einen guten Zugang zu dem enger werdenden Arbeitsmarkt an Fachkräften zu erlangen, insbesondere auch um unsere Wachstumsstrategie umsetzen zu können. Mit der Verfolgung der Lean-Strategie und der fortgesetzten Optimierung der Prozesse werden wir weiter daran arbeiten, ein moderner und attraktiver Arbeitgeber zu sein. Wie bei anderen Unternehmen auch kann immer ein Teil des Know-hows durch Fluktuation verloren gehen.

Die hohen Inflationsraten aus dem Vorjahr sorgen für einen Anstieg der Personalkosten und höhere Vergütungen bei Neueinstellungen bzw. Nachbesetzungen. Es bleibt abzuwarten, ab wann sich die rückläufigen Inflationsraten dämpfend auf die Kostensteigerungen auswirken; erste Signale der Normalisierung sind nach unserer Einschätzung schon erkennbar.

Liquiditätsrisiken

Als Projektgeschäft mit langfristigen Fertigungszyklen erfordert unser Geschäftsmodell ein besonders aktives Liquiditätsmanagement.

Das Liquiditätsmanagement unter Berücksichtigung der Entwicklung des Working Capitals sorgt dafür, dass die Gruppe ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Hierzu erfassen wir die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft und aus Finanzgeschäften in einer rollierenden Planung, die einen Horizont von 13 Woche umfasst. Für die europäischen Gesellschaften wird die zur Verfügung stehende Liquidität über einen Cash-Pool allen operativen Gesellschaften zur Verfügung gestellt und die weltweite Sales und Service Gesellschaften profitieren auch von einem zentralen Liquiditätsmanagement.

Die liquiden Mittel der Truking-Gruppe betrugen zum Jahresende 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 5,0 Mio. EUR). Daneben bestanden zum Stichtag 31. Dezember 2023 ungenutzte Kredit- und Avallinien in Höhe von 27,9 Mio. EUR (Vorjahr 18,9 Mio. EUR).

Der Konsortialkredit wurde wie vorgesehen zum 30. September 2024 vollständig getilgt. Auch der Projektkredit für den Neubau in Bologna (Romaco S. r. l.) wurde termingerecht zum 30.09.2024 zurückgezahlt.

Zum 27. September 2024 wurden mit einer neuen Bank zwei zinsgünstige Darlehen über insgesamt 48,6 Mio. EUR abgeschlossen und an Romaco ausgezahlt. Ergänzend steht der Gruppe eine Aval-Linie unabhängig von Kreditverträgen in Höhe von 12,5 Mio. EUR zur Verfügung. Zusätzlich haben wir Investitionsvorhaben effizient über bestehende Leasingfazilitäten realisiert, um unsere Kapitalbindung zu optimieren. Die Romaco Gruppe konnte 2024 ihre Eigenkapitalbasis durch eine zusätzliche Kapitalzuführung von 8 Mio. EUR seitens des Mutterkonzerns weiter stärken.

Zur Liquiditätssicherung der Gesellschaft hat die Konzerngesellschaft Truking Technology Limited mit Datum vom 13. Mai 2025 eine unbeschränkte Patronatserklärung an die Gesellschaft ausgegeben. Diese Patronatserklärung hat eine Mindestlaufzeit bis zum 28. September 2026. Die Geschäftsführung betont, dass die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Patronatserklärung in der Mindestlaufzeit allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen kann.

Aktuell führen wir mit unserer Bank konstruktive Verhandlungen und Gespräche über die Anschlussfinanzierung der Ende September 2025 auslaufenden Kreditverträgen. Wir weisen deswegen darauf hin, dass der Fortbestand der Gruppe von dem rechtzeitigen Abschluss der Anschlussfinanzierung mit den finanzierenden Banken abhängt. Dennoch ist das Risiko der Bestandsfortführung durch die Garantie der obersten Muttergesellschaft Truking Technology Ltd. begrenzt.

Zur nachhaltigen Verbesserung der Liquiditätssituation setzt die Romaco Gruppe auf eine gezielte Steuerung der Vorratsbestände, die Optimierung von Zahlungsbedingungen sowie kontinuierliche Prozessverbesserungen, die geplanten Wachstumsstrategien des Unternehmens unterstützt.

Zinsrisiken

Aufgrund der größtenteils variablen Verzinsung der Kreditverbindlichkeiten aus der Finanzierung unterliegt die Gesellschaft grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko des EURIBOR. Die europäische Notenbank hat 2024 mehrfach Leitzinssenkungen vorgenommen - ein Trend, der sich voraussichtlich auch 2025 fortsetzen wird. Diese Entwicklung wirkt sich positiv auf unsere variabel verzinsten Kreditverbindlichkeiten aus.

Auf annualisierter Basis würde ein um 1 %-Punkt veränderter Zinssatz einen Zinseffekt im Bereich eines mittleren sechsstelligen EUR-Betrags bedeuten. Durch die zügige Fertigstellung und Auslieferung von Kundenprojekten erwarten wir eine weitere Entlastung unserer kurzfristigen Zinsbelastung.

Finanz - & Währungsrisiken

Die Romaco Gruppe hat ihre Finanzierungsstrategie erfolgreich umgesetzt und verfügt über eine stabile Kapitalbasis. Der bisherige Konsortialfinanzierungsvertrag wurde planmäßig und termingerecht zum 30.09.2024 beendet. Eine attraktive Ersatzfinanzierung mit einer neuen Bank ist bis zum 26.09.2025 vollständig verfügbar. Die Verhandlungen über eine neue 3-Jahres-Finanzierung laufen mit hoher Priorität - die Geschäftsführung ist zuversichtlich, noch vor Fristende eine optimale Lösung zu vereinbaren. Sämtliche Covenants wurden zum 31.12.2024 nicht nur eingehalten, sondern deutlich übertroffen - ein starker Hebel für die laufenden Bankgespräche.

Die überwiegende Mehrzahl der Aufträge wird in Euro abgerechnet. Größere Fremdwährungsprojekte (USD/CNY) wurden durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Da die Gruppe einen wesentlichen Teil der Umsatzerlöse im außereuropäischen Ausland bzw. auf neuen Märkten erwirtschaftet, besteht auch grundsätzlich das Risiko eines partiellen Forderungsausfalls aufgrund von Zahlungsstörungen des Kunden. Dem wird durch den gezielten Einsatz von Anzahlungen, Zahlungen vor Lieferungen und Akkreditiven entgegengewirkt. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen nach Vorsichtprinzip sorgen für eine realistische Bilanzierung.

Durch proaktive Finanzplanung, konsequente Währungsabsicherung und sicherheitsorientierte Kreditorenpolitik verfügt die Romaco Gruppe über ein robustes Risikomanagement, das auch in volatilen Märkten Stabilität gewährleistet.

IT - Risiken

Als global agierende und auf Wachstum ausgerichtete Unternehmensgruppe kommt der konzernweit in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme und Daten als Folge von Störungen, Katastrophen und Angriffen.

Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien (zum Beispiel Firewall- & Intrusion-Prevention-Systemen) sowie der doppelten Absicherung der Zugriffe (z. B. Zwei-Faktor-Authentifizierung). Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Dazu setzen wir im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards die am Markt bewährten technischen Mittel ein. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen.

Es sollen weitere Risikovermeidungs- oder Reduzierungsmaßnahmen eingesetzt werden, so z.B. ein Notfallmanagement-Plan, Erweitertes Monitoring oder eine Phishing Prevention-Lösung; zudem führen wir ein User-Awareness-Training ein. Wir harmonisieren und vereinheitlichen die Systemlandschaft, mit dem Ziel, weniger Applikationen mit weniger Risiko zu betreiben. Veraltete IT-Systeme werden modernisiert und neue Sicherheitsmerkmale werden implementiert. Weiterhin verstärken wir unsere IT-Sicherheit mit weiteren State-of-the-art-Maßnahmen.

Risiken aus weltweiten Aktivitäten

Als weltweit tätiger Konzern unterliegt die Gesellschaft mit ihren Tochtergesellschaften zahlreichen unterschiedlichen Anforderungen und Regularien von nationalen Jurisdiktionen, die bei Nichteinhaltung zu Sanktionen führen können. Insbesondere beachten wir zeitnahe die Veränderungen bei der Exportkontrolle. Mögliche unerwartete Entwicklungen versuchen wir grundsätzlich durch Limitierung des Volumens aus solchen Regionen und durch einen Projektstart erst nach Eingang der Anzahlung, der im Regelfall den kundenspezifischen Anteil abdeckt, zu begegnen. Weitere Änderungen durch die Trump-Regierung weisen wir auf Beschaffungsrisiken hin.

Risiken durch d ie US - Zollpolitik

Durch die US-Zollpolitik sieht die Geschäftsführung eine kommende Rückverlagerung der Produktion von Arzneimitteln in die USA. Aufgrund weniger Hersteller für pharmazeutische Maschinen und Anlagen in den USA zeigt sich bereits die Tendenz, dass die Nachfrage für das Romaco-Produktportfolio in den USA steigt. Es ist zu erwarten, dass in Ländern, die typischerweise Medikamente in die USA exportieren, die Nachfrage der Maschinen und Anlagen gleichermaßen - bei weltweit gleicher Nachfrage -sinkt. Damit erwartet die Geschäftsführung eine Bedarfsverlagerung unserer Maschinen zwischen verschiedenen Regionen. Die Risiken schätzt die Geschäftsführung derzeit als begrenzt ein.

Risiken durch den Russland - Ukraine - Krieg , Nahost - Konflikt und die zunehmende geopolitische Anspannung

Der im Februar 2022 von Russland begonnene Krieg stellt weiterhin eine Unsicherheit dar - sowohl für die weltwirtschaftliche Konjunktur als solches als auch durch seine geopolitische Lage mitten in Europa, die durch die wechselnde Politik der neuen US-Regierung noch wesentlich verstärkt wurde.

Der Krieg in der Ukraine brachte somit zunächst zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise somit der Inflationsrate steigen nach der Invasion Russlands kontinuierlich stark an.

Wir verfolgen aktiv und zeitnahe u. a. die EU-Sanktionsregelungen, damit sowohl die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben gewährleistet ist als auch mögliche Risiken identifiziert und weitgehend vermieden werden können. Sind laufende Projekte von neuen Sanktionen betroffen, werden diese Aufträge rückabgewickelt. Güter für medizinisch oder pharmazeutische Zwecke stellen aktuell weiterhin einen Ausnahmetatbestand dar.

Eine ähnliche Einschätzung haben wir für den seit Oktober 2023 schwelenden Nahost-Konflikt.

Bislang haben wir keine Indikationen, dass durch die Übergriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer die Beschaffung- und Transportkosten für die von uns eingesetzten Materialien relevant beeinflusst werden.

Die weitere Entwicklung ist durch den Richtungswechsel zu dem Krieg und die Ungewissheit der NATO-Beteiligung der US-Regierung kaum abschätzbar. Mangels einer seriösen Quantifizierung der direkten und indirekten Folgen insbesondere des Ukraine-Konfliktes, der verhängten gegenseitigen Sanktionsmaßnahmen und der hohen, vorherrschenden Dynamik können unsere Einschätzungen nur den aktuellen Sachstand wiedergeben und dürften deswegen aufgrund der erhöhten Prognoseunsicherheit für den mittelfristigen Ausblick inhaltlich und zeitlich nur eine eingeschränkte Aussagekraft besitzen.

Gesamtaussage zur Risikolage

Die Geschäftsführung der Romaco Gruppe bewertet die aktuelle Risikosituation als stabil und beherrschbar. Das bewährte Geschäftsmodell ist auch im Prognosezeitraum tragfähig und nachhaltig. Es bestehen - vor dem Hintergrund der Unterstützungsleistungen der Muttergesellschaft - keine bestandsgefährdenden Risiken, die den Fortbestand der Romaco Holding GmbH und der Konzerngesellschaften oder der Gruppe als Ganzes infrage stellen. Nichtsdestotrotz ist der Fortbestand des Konzerns zum gegenwärtigen Zeitpunkt von der Aufrechterhaltung der Unterstützungsleistungen der Konzernmuttergesellschaft abhängig. Dennoch ist das Risiko für Fortführung des Unternehmens begrenzt. Die Romaco Gruppe verfügt über klare Strategien und Prozesse, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Durch das kontinuierliche Risikomonitoring und die proaktive Steuerung bleibt das Unternehmen auf einem soliden Fundament.

II. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 behält der Internationale Währungsfonds (IWF) den prognostizierten Weltwirtschaftswachstum von +3,2 %. Die Wachstumstreiber sind Indien, China und die USA, sieht allerdings Schwäche in Eurozone.

Für das Jahr 2025 geht der IWF von einem Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent aus, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als in seiner Herbstprognose. Insbesondere für die USA verbesserte sich der Ausblick deutlich um 0,5 Prozentpunkte auf nun 2,7 Prozent.

Nach Aussagen von VDMA blieben die Aufträge im Jahr 2024 um real 8 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Im Inland verbuchten die Unternehmen im Maschinenbau 2024 ein Orderminus von 13 Prozent, aus dem Ausland kamen 5 Prozent weniger Bestellungen als im Vorjahr. Dabei betrug das Auftragsminus aus den Euro-Ländern 9 Prozent, die Nicht-Euro-Länder schlugen mit einem Rückgang von 4 Prozent zu Buche.

Diese Entwicklung hat sich auch auf die Ergebnisse der Gruppe 2024 ausgewirkt. Der ungeprüfte Auftragseingang im Geschäftsjahr 2024 belief sich auf 194,7 Mio. EUR, die Umsatzerlöse auf 208,7 Mio. und das operative EBITDA auf 15,7 Mio. EUR, womit alle Werte unter den jeweiligen Vorjahresniveaus lagen.

Die Unternehmen aus der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenbranche blicken optimistisch auf das Jahr 2025. Über 70 Prozent der Unternehmen erwartet ein nominales Umsatzwachstum.

Für das Geschäftsjahr 2025 geht die Geschäftsführung in der Budgetierung von einer grundsätzlich positiven Geschäftsentwicklung für die von der Gruppe bedienten Märkte und einer Normalisierung des Ergebnisses auf das Niveau der Jahre vor 2023 aus. Der Auftragseingang nimmt auf Basis der zum Zeitpunkt der Planung vorliegenden Annahmen merklich zu und sollte in Verbindung mit einem relativen Abbau des Auftragsbestandes zu einem deutlich über den Werten des vorigen Geschäftsjahres liegenden Umsatz führen.

Mit der erwarteten deutlichen Umsatzsteigerung und Kostenreduzierung für das Jahr 2025 sollte sich ebenfalls der Deckungsbeitrag und das operative EBITDA überproportional erhöhen. Neben einem stabilen Ergebnisbeitrag aus dem Service werden bessere Margen im Neugeschäft prognostiziert, mit positivem Einfluss sowohl auf das absolute als auch das relative Ergebnis. Diese Einschätzung beruht auf folgenden Aspekten:

1.

Die weltweiten Aussichten sind für die Zulieferer der Pharmaindustrie weiterhin positiv, auch bedingt durch den Refokus der Kundenbranche auf Solid-Dose-Anwendungen.

2.

Die Verfügbarkeit von Komponenten und Materialien für das Neumaschinen-Geschäft und den Service normalisieren sich sukzessive. Die Einkaufspreise stabilisieren sich auf hohem Niveau.

3.

Der Auftragsbestand per 31.12.24 liegt bei 132,9 Mio. EUR, unter dem Wert von 151,5 Mio. EUR per Ende 2023 durch den geringeren Auftragseingang im Jahr 2024.

4.

Bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie partizipiert die Gruppe von zunehmenden Synergien innerhalb der Gruppe mit einem stark steigenden Geschäftsvolumen als Systemlieferant sowie von den Produktentwicklungen, die in den Vorjahren entwickelt und nun auf den Markt gebracht wurden.

5.

Darüber hinaus erwartet die Gruppe nachhaltige Impulse aus der Zusammenarbeit mit der mittelbaren Muttergesellschaft Truking Technology, insbesondere durch den verbesserten Zugang zu Pharmaunternehmen in China und Südostasien, aber auch durch gemeinsame Projekte für den weltweiten Markt.

6.

Der Ausbau der weltweiten Sales- und Serviceorganisation der Gruppe hat die erste Phase der Neuausrichtung abgeschlossen und trägt zur positiven Entwicklung bei.

Wir erwarten, dass die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wie die Qualifikation & das Engagement unserer Mitarbeiter auch zukünftig auf dem bestehenden hohen Niveau gehalten und die Kundenzufriedenheit weiter ausgebaut werden können und damit zur positiven Entwicklung beitragen werden.

Generell geht die Geschäftsführung aufgrund der geschilderten Rahmenbedingungen von einer nachhaltig positiven Entwicklung des Unternehmens in den nächsten Jahren aus. Eine Anpassung des mittel- bis langfristigen Ausblicks aufgrund der politischen Unsicherheit in Deutschland und aufgrund der geopolitischen Anspannung wurde als nicht notwendig erachtet, da unsere Aktivitäten auf stark wachsende Regionen verteilt sind. Dies gilt aus aktueller Sicht immer noch für den Krieg in der Ukraine und für den Nahost-Konflikt. Die konkreten weiteren Auswirkungen sind aus heutiger Sicht jedoch nur bedingt abzuschätzen, der weitere Einfluss auf die Geschäftsentwicklung bleibt abzuwarten.

Das vorhandene Finanzierungsvolumen gewährleistet aus momentaner Sicht die Stabilität und das Wachstum der Gruppe im notwendigen Umfang ab - insbesondere auch durch den Abbau der vorfinanzierten, hohen Bestände. Die Annahmen in diesem Ausblick gehen von einer unveränderten Aufstellung und Zusammensetzung der Unternehmensgruppe aus.

Gesamtaussage zum Prognosebericht

Die Romaco Gruppe verfügt über ein agiles Steuerungssystem, das es uns ermöglicht, Chancen im Markt zielgerichtet zu nutzen und gleichzeitig flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Die Geschäftsleitung wird die Entwicklung und Zielerreichung im Rahmen des Monatsreportings und der regelmäßigen Hochrechnungen regelmäßig verfolgen, damit auf Veränderungen schnell und entschlossen reagiert werden kann. Unsere geplanten Maßnahmen und die robuste Geschäftsstrategie bilden ein solides Fundament für eine erfolgreiche Zukunft.

 

Karlsruhe, 12. Juni 2025

Die Geschäftsführung

1 Im Folgenden wird statt „Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“ die lesefreundlichere Variante „Mitarbeiter“ verwendet. Die gewählte Form steht stellvertretend für alle Geschlechter.

Konzernabschluss der Truking Europe GmbH, Karlsruhe

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

[Tsd. EUR] Erläuterung 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Umsatzerlöse 1 206.111 190.570
Umsatzkosten 2 -150.140 -136.722
Bruttoergebnis vom Umsatz 55.971 53.848
Vertriebskosten 3 -28.306 -26.242
Allgemeine Verwaltungskosten 4 -21.016 -17.742
Forschungs- und Entwicklungskosten 5 -5.711 -6.016
Sonstige betriebliche Erträge 6 5.814 3.661
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -1.583 -1.135
Betriebsergebnis 5.169 6.374
Finanzerträge 10 24 521
Finanzaufwendungen 10 -3.990 -2.489
Finanzergebnis - 3.966 - 1.968
Ergebnis vor Steuern 1.203 4.406
Ertragsteuern 11 442 -1.615
Konzernergebnis 1.645 2.791
davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 1.604 2.826
nicht beherrschende Anteile 41 -35
1.645 2.791

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

[Tsd. EUR] 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Konzernergebnis 1.645 2.791
Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -58 212
Latente Steuern bezogen auf die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen 20 -13
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Differenzen aus der Währungsumrechnung -282 -198
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen - 321 1
Gesamtergebnis 1.324 2.792
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 1.283 2.827
nicht beherrschende Anteile 41 -35

Weitergehende Erläuterungen zu den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sind in dem Abschnitt 29 zu finden. Erläuterungen zu der Währungsumrechnung finden sich im Abschnitt 33.

Konzern-Bilanz

Aktiva

[Tsd. EUR] Erläuterung 31.12.2023 31.12.2022
Langfristiges Vermögen
Anlagevermögen 12
Geschäfts- oder Firmenwerte 13 76.979 76.979
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 13 81.085 79.967
Sachanlagen und geleistete Anzahlungen 14 27.866 29.284
Nutzungsrechte 35 7.466 8.320
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 15 2.090 2.199
195.486 196.749
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 16 270 1.421
Latente Steueransprüche 11 571 458
196.327 198.629
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 17 51.035 44.384
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 64.388 48.249
Vertragsvermögenswerte 19 43.073 45.029
Ertragssteueransprüche 465 471
Sonstige Vermögenswerte 18 5.010 7.749
112.936 101.498
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20 2.116 5.520
166.086 151.402
Summe Aktiva 362.414 350.030

Passiva

[Tsd. EUR] Erläuterung 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital 21
Gezeichnetes Kapital 22 35 35
Kapitalrücklage 23 147.443 147.443
Sonstige Eigenkapitalbestandteile 25 61 381
Kumuliertes Konzernergebnis 14.185 12.583
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 161.724 160.442
Nicht beherrschende Anteile 24 740 699
162.464 161.141
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 26 9.281 33.156
Pensionspläne und ähnliche Rückstellungen ohne Planvermögen 29 1.267 1.413
Sonstige langfristige Rückstellungen 31 494 301
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 30 0 3
Leasingverbindlichkeiten (langfristig) 35 6.094 7.887
Latente Steuerschulden 11 24.028 24.125
41.164 66.886
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 26 39.722 18.143
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 47.889 43.054
Vertragsverbindlichkeiten 28 42.641 35.312
Ertragssteuerverbindlichkeiten 2.268 4.881
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 31 7.116 5.997
Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig) 35 1.908 1.010
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 30 17.243 13.607
158.787 122.004
Summe Passiva 362.414 350.030

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Sonstige Eigenkapitalbestandteile
[Tsd. EUR] Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste
01.01.2022 35 147.443 -163
Gesamtergebnis 0 0 199
davon:
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen 0 0 199
Konzernergebnis 0 0 0
31.12.2022 35 147.443 37
Gesamtergebnis 0 0 -38
davon:
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen 0 0 -38
Konzernergebnis 0 0 0
31.12.2023 35 147.443 -1
Sonstige Eigenkapitalbestandteile
Währungsumrechnung Summe sonstige Eigenkapitalbestandteile
01.01.2022 541 379
Gesamtergebnis -198 2
davon:
-198 2
0 0
31.12.2022 343 381
Gesamtergebnis -282 -320
davon:
-282 -320
0 0
31.12.2023 61 61
[Tsd. EUR] kumuliertes Konzernergebnis Summe / Anteilseignern zustehendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Summe
01.01.2022 9.759 157.616 734 158.350
Gesamtergebnis 2.824 2.826 -35 2.791
davon:
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen -2 0 0 0
Konzernergebnis 2.826 2.826 -35 2.791
31.12.2022 12.583 160.442 699 161.141
Gesamtergebnis 1.604 1.283 41 1.324
davon:
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen 0 -320 0 -320
Konzernergebnis 1.604 1.604 41 1.645
31.12.2023 14.185 161.724 740 162.464

Weitergehende Erläuterungen sind in den Abschnitten 21 bis 25 zu finden.

Konzern-Kapitalflussrechnung

[Tsd. EUR] Erläuterung (Abschnitt) 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Konzernergebnis 1.645 2.791
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 8 7.933 8.161
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 8 4.478 4.574
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -123 3.987
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen 50 619
Veränderungen der Rückstellungen 1.046 -1.386
Veränderungen der langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte 166 -226
Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten
Veränderung der Vorräte -5.506 -10.890
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -12.403 -19.592
Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) 13.434 13.032
Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit 10.720 1.071
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 96 0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -8.906 -6.820
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.053 -1.691
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten -251 -3.958
Cashflows aus der Investitionstätigkeit - 10.114 - 12.468
Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten 35 -2.587 -2.298
Einzahlungen aus der Erhöhung des gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklage 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten 11.128 14.018
Auszahlungen durch Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 33 -12.293 -1.240
Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit - 3.752 10.480
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 3.146 - 919
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds -258 -87
Veränderung des Finanzmittelfonds - 3.404 - 1.006
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode* 5.520 6.526
Finanzmittelfonds am Ende der Periode* 2.116 5.520
Gezahlte Zinsen (dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen) 3.165 1.555
davon Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten 339 372
Erhaltene Zinsen (dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen) 8 8
Gezahlte / Erhaltene Steuern (dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen) 2.378 326
* Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Zahlungsmittel".

Weitergehende Erläuterungen sind im Abschnitt 32 Kapitalflussrechnung zu finden.

Es gab keine zahlungswirksamen Transaktionen mit nicht-beherrschenden Anteilen.

Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Vermögenswerte von geringem Wert betrugen 371 Tsd. EUR.

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Die Truking Europe GmbH, Karlsruhe, ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit Sitz in Karlsruhe/DE, Am Heegwald 11. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 728867 eingetragen. Alleiniger Gesellschafter der Truking Europe GmbH ist die Truking Asset Management (Changsha) Ltd., Changsha/CN (nachfolgend „Muttergesellschaft“).

Die Truking Europe GmbH ist Konzernobergesellschaft im Sinne dieses Konzernabschlusses (nachfolgend „Truking-Gruppe“). Die Truking Europe GmbH erstellt den Konzernabschluss gem. § 315e HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und legt diesen im Unternehmensregister in deutscher Sprache offen.

Die Truking-Gruppe betreibt die Herstellung, Vertrieb und Service von Verpackungsmaschinen und Prozesstechnologie im Wesentlichen für die pharmazeutische Industrie sowie aller mittelbar und unmittelbar damit im Zusammenhang stehenden Geschäften.

Das Geschäftsjahr der Truking-Gruppe umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Das oberste beherrschende Unternehmen ist die börsennotierte Truking Technology Ltd., China. Die Truking Technology Ltd. stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dem die Truking Europe GmbH mittelbar als Tochterunternehmen angehört.

Der Konzernabschluss der Truking Europe GmbH wurde am 04. Juni 2025 durch den Beschluss der Geschäftsführung zur Veröffentlichung freigegeben und im Namen der Gesellschaft mit Datum 04. Juni 2025 unterzeichnet.

Rechnungslegungsmethoden

Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (Tsd. EUR) auf- oder abgerundet. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und Verweisen Rundungsdifferenzen auftreten.

Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS

Der Konzernabschluss der Truking Europe GmbH und ihrer Tochtergesellschaften („Truking-Gruppe“) für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 (nachfolgend "die Berichtsperiode") wurde nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach § 315e HGB um weitere Erläuterungen ergänzt.

Alle für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) sowie Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) - vormals International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) bzw. Standing Interpretations Committee (SIC) - wurden ausnahmslos berücksichtigt.

Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Abschluss des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Alle konzerninternen Salden, Erträge, Aufwendungen sowie Zwischengewinne und -verluste aus konzerninternen Transaktionen werden vollständig eliminiert.

Auf Differenzen bei Wertansätzen zwischen steuerlicher Basis und Konzernbilanz, die aus Konsolidierungsmaßnahmen entstehen, werden latente Steuern angesetzt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Truking Europe GmbH werden alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Truking Europe GmbH mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt. Gemäß IFRS 10 liegt eine Beherrschung vor, wenn der Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann, und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:

die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h., der Konzern hat aufgrund aktuell bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben),

eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen und

die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Der Einbezug in den Konzernabschluss erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle über das Tochterunternehmen auf die Truking Europe GmbH übergegangen ist.

In den Konzernabschluss werden neben der Truking Europe GmbH folgende Unternehmen einbezogen:

Romaco Holding GmbH, Karlsruhe/Deutschland,

ROMACO Pharmatechnik GmbH, Karlsruhe/Deutschland

Romaco Kilian GmbH, Köln/Deutschland

Romaco Innojet GmbH, Steinen/Deutschland

Romaco S. r. l., Pianoro (BO)/Italien

Romaco Tecpharm, S. L., Barcelona/Spanien

Romaco Pharmatechnic (Changsha) Co., Ltd., Changsha/China

Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe/Deutschland

IPPT Hong Kong Limited, Hongkong/China

Romaco International Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China

Romaco North America Inc., Hamilton (New Jersey)/USA

Romaco do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien

Romaco OOO, Moskau/Russland

Romaco France SAS, Schiltigheim/Frankreich

Romaco India Pvt. Ltd., Mumbai/Indien

Mit Ausnahme der Romaco Tecpharm, S. L., Barcelona/Spanien (Beteiligungsquote 75,0 %) und der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe (Beteiligungsquote 89,9 %), hält die Romaco Holding GmbH (direkt und/oder indirekt) jeweils 100 % der Anteile an den Tochtergesellschaften.

Der Minderheitenanteil von 25,0 % an der Romaco Tecpharm, S. L. wird von Privatpersonen gehalten; da auf Grund vertraglicher Vereinbarung 2025 die restlichen 25,0 % zu einem variabel vereinbarten Preis übergehen, wird kein Ausgleichsposten für nicht-beherrschende Anteile ausgewiesen.

Der Minderheitenanteil von 10,1 % an der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH wird von einer Privatperson gehalten.

Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden

Sämtliche zum 31. Dezember 2023 verpflichtend in der EU anzuwendenden Standards wurden bei der Erstellung des Abschlusses angewandt. Die gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fanden im vorliegenden Abschluss stetige Anwendung.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwerte

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet der Konzern, ob er die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen.

Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Dies beinhaltet auch eine Trennung der in Basisverträgen eingebetteten Derivate.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet. Ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird dieser negative Unterschiedsbetrag nach einer nochmaligen Beurteilung der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten (sog. Reassessment) unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR), der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung (Landeswährung) fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet.

Alle Differenzen aus der Abwicklung oder Umrechnung monetärer Posten werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind monetäre Posten, die als Teil einer Absicherung der Nettoinvestition des Konzerns in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert sind. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im sonstigen Ergebnis erfasst; erst bei deren Abgang wird der kumulierte Betrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Aus den Umrechnungsdifferenzen dieser monetären Posten resultierende Steuern werden ebenfalls direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.

Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist. Die bilanzielle Behandlung des Gewinns bzw. Verlusts aus der Umrechnung nicht-monetärer Posten orientiert sich an der Erfassung des Gewinns bzw. Verlusts aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Postens (d. h. Umrechnungsdifferenzen aus Posten, bei denen der Gewinn oder Verlust aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bzw. erfolgswirksam erfasst wird, werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis bzw. erfolgswirksam erfasst).

Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe außerhalb der Eurozone Romaco do Brasil Ltda., Romaco North America Inc., Romaco OOO, Romaco India Pvt. Ltd., Romaco International Trading (Shanghai) Co., Ltd., Romaco Pharmatechnic (Changsha) Co., Ltd., IPPT Hong Kong Ltd. werden im Rahmen der Konsolidierung zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Durchschnittskurs des jeweiligen Kalendermonats. Die im Rahmen der Konsolidierung hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der für einen ausländischen Geschäftsbetrieb im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag wird bei der Veräußerung dieses ausländischen Geschäftsbetriebs in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Entwicklungen der Wechselkurse der für den Konzernabschluss wesentlichen Währungen sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

Währungen Durchschnittskurs Stichtagskurs
1 EUR = 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Brasilianischer Real BRL 5,4010 5,5589 5,3618 5,6386
US-Dollar USD 1,0813 1,0589 1,1050 1,0666
Hongkong Dollar HKD 8,4650 8,2434 8,6314 8,3163
Chinesischer Yuan CNY 7,6600 7,3859 7,8509 7,3582
Russischer Rubel RUB 92,1530 69,0226 97,9143 76,1255
Indische Rupie INR 89,3001 87,3381 91,9045 88,1710

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden nach IFRS 15 realisiert, wenn die Verfügungsgewalt über Waren oder Dienstleistungen auf Kunden übergegangen ist, dieser somit die Nutzung bestimmen kann und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen aus diesen Waren oder Dienstleistungen zieht. Dies setzt voraus, dass die Truking-Gruppe vom Kunden die Gegenleistung für die zu übertragenden Waren und Dienstleistungen erhält. Umsatzerlöse werden in Höhe des Transaktionspreises realisiert, das heißt in Höhe der Gegenleistung, die die Truking-Gruppe im Austausch für die vereinbarte Übertragung von Waren und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. IFRS 15 erhält dabei ein einheitliches, fünfstufiges Modell zur Ermittlung der auszuweisenden Umsatzerlöse, das grundsätzlich auf alle Kundenverträge anzuwenden ist.

Deswegen prüft die Truking-Gruppe bei allen Kundenverträgen, ob andere Zusagen enthalten sind, die separate Leistungsverpflichtungen darstellen, denen ein Teil des Transaktionspreises zugeordnet werden muss. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises für den Verkauf von Anlagen berücksichtigt die Truking-Gruppe die Auswirkungen von variablen Gegenleistungen, dem Bestehen signifikanter Finanzierungskomponenten, nicht-zahlungswirksamen Gegenleistungen und ggf. an einen Kunden zu zahlenden Gegenleistungen. Signifikante Finanzierungskomponenten oder Kosten, die im Rahmen der Vertragsanbahnung oder der Vertragserfüllung anfallen, bestehen bei der Truking-Gruppe nicht.

Umsatzrealisierung

Verkauf von kundenspezifischen Maschinen

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von kundenspezifischen Maschinen werden in der Regel zeitraumbezogen realisiert. Bei der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung werden die Umsatzerlöse entsprechend des Fertigstellungsgrades realisiert. Der Fertigstellungsgrad kann mittels input- oder outputbasierter Methoden ermittelt werden. Bei outputbasierten Methoden entsprechen die zu erfassenden Umsatzerlöse dem Wert der bisher übertragenen Waren oder Dienstleistungen für den Kunden im Verhältnis zu den verbleibenden, vertraglich zugesicherten Waren oder Dienstleistungen. Bei inputbasierten Methoden werden die Umsatzerlöse basierend auf dem Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt. Die Truking-Gruppe ermittelt den Fertigstellungsgrad ausschließlich nach inputbasierten Methoden. Die Forderungen aus dem Verkauf von kundenspezifischen Maschinen sind unverzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 Tagen. Der Fertigstellungsgrad und dessen Umsatzrealisierung gleicht in der Regel dem Anzahlungsverhältnis. Aus den Verträgen mit Kunden im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Leistungsverpflichtungen neben der Fertigung der kundenspezifischen Maschinen identifiziert, die eine Aufteilung der Transaktionspreise auf der Basis der relativen Einzelveräußerungspreise erforderlich machen würde.

Verkauf von standardisierten Maschinen

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von standardisierten Maschinen werden bei Lieferung an den Kunden realisiert. Zu diesem Zeitpunkt geht die Verfügungsgewalt auf den Kunden über. Die Forderungen aus dem Verkauf von standardisierten Maschinen sind unverzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 Tagen. Aus den Verträgen mit Kunden im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Leistungsverpflichtungen neben der Fertigung der standardisierten Maschinen identifiziert, die eine Aufteilung der Transaktionspreise auf der Basis der relativen Einzelveräußerungspreise erforderlich machen würde.

Customer Service und sonstige Dienstleistungen

Die Umsatzerlöse aus Customer Service und sonstigen Dienstleistungen werden im überwiegenden Fall nach vollständiger Erbringung der Dienstleistung mit Rechnungstellung realisiert. Die Forderungen aus Customer Service und sonstigen Dienstleistungen sind unverzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 Tagen. Aus den Verträgen mit Kunden im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Leistungsverpflichtungen neben der Erbringung von Customer Service und sonstigen Dienstleistungen identifiziert, die eine Aufteilung der Transaktionspreise auf der Basis der relativen Einzelveräußerungspreise erforderlich machen würde.

Mieterträge

Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfasst. Die Forderungen aus Vermietung sind unverzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit zum Monatsbeginn des jeweiligen Monats der Vermietung.

Vertragssalden

Vertragsvermögenswerte

Ein Vertragsvermögenswert ist der Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung im Austausch für Güter oder Dienstleistungen, die auf einen Kunden übertragen wurden. Kommt die Truking-Gruppe seinen vertraglichen Verpflichtungen durch Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden nach, bevor der Kunde die Gegenleistung entrichtet oder bevor die Zahlung fällig wird, wird ein Vertragsvermögenswert für den bedingten Anspruch auf Gegenleistung erfasst.

Vertragsverbindlichkeiten

Eine Vertragsverbindlichkeit ist die Verpflichtung der Truking-Gruppe, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen, für die er eine Gegenleistung erhalten (bzw. noch zu erhalten) hat. Zahlt ein Kunde eine Gegenleistung, bevor der Konzern Güter oder Dienstleistungen auf ihn überträgt, wird eine Vertragsverbindlichkeit erfasst, wenn die Zahlung geleistet oder fällig wird (je nachdem, welches von beidem früher eintritt). Vertragsverbindlichkeiten werden als Erlöse erfasst, sobald die Truking-Gruppe die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Eine Forderung ist der unbedingte Anspruch der Truking-Gruppe auf Gegenleistung (d. h., die Fälligkeit tritt automatisch durch Zeitablauf ein). Die Rechnungslegungsmethoden für finanzielle Vermögenswerte werden im Abschnitt Finanzielle Vermögenswerte erläutert.

Gewährleistungsverpflichtungen

Die Truking-Gruppe bietet die gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistungen für die Behebung von Mängeln, die zum Zeitpunkt des Verkaufs vorlagen. Diese Gewährleistungsansprüche werden gemäß IAS 37 als Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen erfasst. Einzelheiten zu der Rechnungslegungsmethode für Gewährleistungsrückstellungen sind im Abschnitt Rückstellungen enthalten.

Unterscheidung von Kurz- und Langfristigkeit

Der Konzern stuft einen Vermögenswert als kurzfristig ein, wenn

seine Realisation innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet oder er zum Verkauf oder Verbrauch innerhalb dieses Zeitraums gehalten wird;

dieser primär für Handelszwecke gehalten wird;

erwartet wird, dass er innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode realisiert wird; oder

es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt, es sei denn, der Tausch oder die Nutzung des Vermögenswerts zur Erfüllung einer Verpflichtung für einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode sind eingeschränkt.

Der Konzern stuft eine Schuld als kurzfristig ein, wenn

erwartet wird, dass sie innerhalb des laufenden Geschäftszyklus des Unternehmens beglichen wird;

sie primär für Handelszwecke gehalten wird;

ihre Erfüllung innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode erwartet wird; oder

das Unternehmen kein uneingeschränktes Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag hat. Ist die Schuld mit Bedingungen verbunden, nach denen diese aufgrund einer Option der Gegenpartei durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten erfüllt werden kann, so beeinflusst dies ihre Einstufung nicht.

Der Konzern stuft seine finanziellen Verbindlichkeiten als kurzfristig ein, wenn deren Erfüllung innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode fällig ist, selbst dann, wenn

die ursprüngliche Laufzeit einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten umfasst; und

eine Vereinbarung zur langfristigen Refinanzierung oder Umschuldung von Zahlungsverpflichtungen nach Ende der Berichtsperiode und vor Genehmigung des Abschlusses zur Veröffentlichung abgeschlossen wird.

Der Konzern weist seine langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten als kurzfristige Schulden aus, wenn er gegen eine im Rahmen eines langfristigen Kreditvertrags bestehende Vertragsklausel zum oder vor Ende der Berichtsperiode verstößt, mit der Folge, dass die Verbindlichkeit auf Anforderung hin zu zahlen wäre; dies auch dann, wenn der Kreditgeber nach der Berichtsperiode und vor der Freigabe des Abschlusses zur Veröffentlichung zusagt, die Rückzahlung trotz des Verstoßes nicht zu verlangen.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, falls vorhanden, angesetzt. Entwicklungskosten werden - sofern diese nicht aktivierungsfähig sind - erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbegrenzter Nutzungsdauer unterschieden.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden linear abgeschrieben, dies gilt sowohl für selbst erstellte als auch nicht selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich einem Werthaltigkeitstest per Lizenzpreisanalogie unterzogen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer (z. B. erworbenen Markenrechten) wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbegrenzten zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Forschungs- & Entwicklungskosten

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines einzelnen Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern Folgendes nachweisen kann:

die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht;

die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen;

die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen;

wie der Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird;

die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts; und

die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist, und wird in den Umsatzkosten erfasst. Während der Entwicklungsphase wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und aufgegebene Geschäftsbereiche

Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sind mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten. Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Veräußerung höchstwahrscheinlich und der Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Das Management muss die Veräußerung beschlossen haben und diese muss erwartungsgemäß innerhalb von einem Jahr ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung für eine Erfassung als abgeschlossener Verkauf in Betracht kommen.

Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Bestandteil des Konzerngeschäfts, dessen Geschäftsbereich und Cashflows vom restlichen Konzern klar abgegrenzt werden können und der

einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt;

Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten, wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist; oder

ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde.

Eine Einstufung als ein aufgegebener Geschäftsbereich geschieht bei Veräußerung oder sobald der Geschäftsbereich die Kriterien für eine Einstufung als zur Veräußerung gehalten erfüllt, wenn dies früher der Fall ist.

Wenn ein Geschäftsbereich als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft wird, wird die Gewinn- und Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung des Vergleichsjahres so angepasst, als ob der Geschäftsbereich von Beginn des Vergleichsjahres an aufgegeben worden wäre.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beinhalten die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage sowie die Fremdkapitalkosten für langfristige Bauprojekte, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Wenn wesentliche Teile von Sachanlagen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen, erfasst der Konzern solche Teile als gesonderte Vermögenswerte mit spezifischer Nutzungsdauer bzw. entsprechender Abschreibung. Bei Durchführung regelmäßiger größerer Wartungen werden die entsprechenden Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Den planmäßigen, linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde:

Gebäude: 5 bis 35 Jahre

Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 12 Jahre

Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des angesetzten Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der Vermögenswert ausgebucht wird.

Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, d. h. die gesamten als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden nach den Vorschriften des IAS 16 bewertet. Nach dem Anschaffungskostenmodell des IAS 16 ist eine Sachanlage zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen anzusetzen. Der Abschreibungsbetrag ist dabei planmäßig linear über seine Nutzungsdauer zu verteilen. Den Abschreibungen der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien liegen Nutzungsdauern von 25 bis 26 Jahren zu Grunde. Der Restwert und die Nutzungsdauer eines Vermögenswerts sind mindestens zum Ende jedes Geschäftsjahres zu überprüfen und, wenn die Erwartungen von früheren Einschätzungen abweichen, Anpassungen als Änderungen rechnungslegungsbezogener Schätzungen gemäß IAS 8 darzustellen.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden können und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen aus ihrem Abgang mehr erwartet wird. Die Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts wird in der Periode der Ausbuchung erfolgswirksam erfasst.

Immobilien werden nur dann aus dem oder in den Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien übertragen, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt. Bei einer Übertragung aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in den Bestand der vom Eigentümer selbst genutzten Immobilien erfolgt diese mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten für Zwecke der Folgebewertung zum Zeitpunkt der Nutzungsänderung. Wird eine bislang selbst genutzte Immobilie dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zugeordnet, so wird diese Immobilie sowohl bis zum Zeitpunkt der Nutzungsänderung als auch nach der Nutzungsänderung entsprechend der Anschaffungskostenmethode nach IAS 16 bilanziert.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Kosten, die angefallen sind, um Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen, werden wie folgt bilanziert:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe: gewogene Durchschnittskostenmethode

Fertige und unfertige Erzeugnisse: Direkt zuordenbare Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Produktionsgemeinkosten basierend auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.

Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital verbucht werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Das Management beurteilt regelmäßig einzelne Steuersachverhalte dahingehend, ob in Anbetracht geltender steuerlicher Vorschriften ein Interpretationsspielraum vorhanden ist. Bei Bedarf werden Steuerrückstellungen angesetzt.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Liability-Methode auf bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert zum Abschlussstichtag. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme von

latenten Steuerschulden aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst; und

latenten Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die in Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von:

latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst; und

latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden oder kein ausreichendes, zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden.

Latente Steuern, die sich auf erfolgsneutral erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis verbucht und werden im Falle der späteren Auflösung ebenfalls erfolgsneutral ausgebucht.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene latente Steuervorteile, die die Kriterien für einen gesonderten Ansatz zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht erfüllen, werden in Folgeperioden angesetzt, sofern sich dies aus neuen Informationen über Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden, ergibt. Die Anpassung wird entweder als Minderung des Geschäfts- oder Firmenwerts behandelt, sofern diese während des Bewertungszeitraums entsteht (und solange sie den Geschäfts- oder Firmenwert nicht übersteigt), oder im Ergebnis.

Umsatzsteuer

Erträge, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst. Eine Ausnahme bilden folgende Fälle:

wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder der Inanspruchnahme von Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde zurückgefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst;

Forderungen und Verbindlichkeiten werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde zu erstatten oder an diese abzuführen ist, wird in der Bilanz unter den Forderungen („Sonstige Vermögenswerte“) bzw. Verbindlichkeiten („Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten“) ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte

Erstmalige Erfassung und Bewertung

Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte für die Folgebewertung entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert.

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab. Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten oder für die der Konzern den praktischen Behelf angewandt hat, bewertet die Truking-Gruppe einen finanziellen Vermögenswert zu seinem beizulegenden Zeitwert sowie im Falle eines finanziellen Vermögenswerts, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, zuzüglich der Transaktionskosten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten oder für die der Konzern den praktischen Behelf angewandt hat, werden mit dem gemäß IFRS 15 ermittelten Transaktionspreis bewertet. In diesem Zusammenhang wird auf die Rechnungslegungsmethoden in Abschnitt Erlöse aus Verträgen mit Kunden verwiesen.

Damit ein finanzieller Vermögenswert als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet klassifiziert und bewertet werden kann, dürfen die Cashflows ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen (Solely Payments of Principal and Interest - „SPPI“) auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen.

Das Geschäftsmodell der Truking-Gruppe zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte spiegelt wider, wie die Truking-Gruppe seine finanziellen Vermögenswerte steuert, um Cashflows zu generieren. Je nach Geschäftsmodell entstehen die Cashflows durch die Vereinnahmung vertraglicher Cashflows, den Verkauf der finanziellen Vermögenswerte oder durch beides.

Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird (marktübliche Käufe), werden am Handelstag erfasst, d. h. an dem Tag, an dem die Truking-Gruppe die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist.

Folgebewertung

Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten hängt von deren Klassifizierung ab.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Truking-Gruppe bewertet finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:

Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows zu halten; und

die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Cashflows, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und sind auf Wertminderungen zu überprüfen. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente)

Die Truking-Gruppe bewertet Schuldinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:

Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht, und

die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Cashflows, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Bei Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, werden Zinserträge, Neubewertungen von Währungsumrechnungsgewinnen und -verlusten sowie Wertminderungsaufwendungen oder Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und so berechnet wie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten. Die verbleibenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Ausbuchung wird der im sonstigen Ergebnis erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte (Eigenkapitalinstrumente)

Beim erstmaligen Ansatz kann der Konzern unwiderruflich die Wahl treffen, seine Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren, wenn sie die Definition von Eigenkapital nach IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Die Klassifizierung erfolgt einzeln für jedes Instrument.

Gewinne und Verluste aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Dividenden werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger Ertrag erfasst, wenn der Rechtsanspruch auf Zahlung besteht, es sei denn, durch die Dividenden wird ein Teil der Anschaffungskosten des finanziellen Vermögenswerts zurückerlangt. In diesem Fall werden die Gewinne im sonstigen Ergebnis erfasst. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Eigenkapitalinstrumente werden nicht auf Wertminderung überprüft.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind. Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert und entsprechend bewertet. Ungeachtet der vorstehend erläuterten Kriterien zur Klassifizierung von Schuldinstrumenten in die Kategorien „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ oder „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet“ können Schuldinstrumente beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden, wenn dadurch eine Rechnungslegungsanomalie beseitigt oder signifikant verringert würde.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Ausbuchung

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird hauptsächlich dann ausgebucht (d. h. aus der Konzernbilanz entfernt), wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.

Die Truking-Gruppe hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer sog. Durchleitungsvereinbarung übernommen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (b) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.

Wenn die Truking-Gruppe seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet er, ob und in welchem Umfang die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken bei ihm verbleiben. Wenn er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält noch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert überträgt, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiterhin im Umfang seines anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst die Truking-Gruppe auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Die Truking-Gruppe erfasst bei allen Schuldinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (Expected Credit Loss = ECL). Erwartete Kreditverluste basieren auf der Differenz zwischen den vertraglichen Cashflows, die vertragsgemäß zu zahlen sind, und der Summe der Cashflows, deren Erhalt der Konzern erwartet, abgezinst mit einem Näherungswert des ursprünglichen Effektivzinssatzes. Die erwarteten Cashflows beinhalten die Cashflows aus dem Verkauf der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Kreditbesicherungen, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind.

Erwartete Kreditverluste werden in zwei Schritten erfasst. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditverluste erfasst, die auf einem Ausfallereignis innerhalb der nächsten zwölf Monate beruhen (12-Monats-ECL). Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, hat ein Unternehmen eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste zu erfassen, unabhängig davon, wann das Ausfallereignis eintritt (Gesamtlaufzeit-ECL).

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten wendet die Truking-Gruppe eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an. Daher verfolgt die Truking-Gruppe Änderungen des Kreditrisikos nicht nach, sondern erfasst stattdessen zu jedem Abschlussstichtag eine Risikovorsorge auf der Basis der Gesamtlaufzeit-ECL. Die Truking-Gruppe hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner bisherigen Erfahrung mit Kreditverlusten basiert und um zukunftsbezogene Faktoren, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind, angepasst wurde. Die Truking-Gruppe ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Objektive Hinweise können z. B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, der Wegfall eines aktiven Marktes sowie signifikante Änderungen des technologischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeldes sein.

Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gilt nur dann als wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten (ein eingetretener „Schadensfall“), objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen und dieser Schadensfall eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat, die sich verlässlich schätzen lässt. Hinweise auf eine Wertminderung können dann gegeben sein, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass der Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat, bei Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, der Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder eines sonstigen Sanierungsverfahrens und wenn beobachtbare Daten auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Cashflows hinweisen, wie Änderungen der Rückstände oder wirtschaftlichen Bedingungen, die mit Ausfällen korrelieren.

Außerdem geht die Truking-Gruppe bei einem finanziellen Vermögenswert von einem Ausfall aus, wenn interne oder externe Informationen darauf hindeuten, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie die ausstehenden vertraglichen Beträge vollständig erhält, bevor alle von ihr gehaltenen Kreditbesicherungen berücksichtigt werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird abgeschrieben, wenn keine begründete Erwartung besteht, dass die vertraglichen Cashflows realisiert werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Erstmalige Erfassung und Bewertung

Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen, als Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert.

Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Darlehen einschließlich Kontokorrentkrediten und derivative Finanzinstrumente.

Folgebewertung

Die Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten hängt von deren Klassifizierung ab:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke des Rückkaufs in der nahen Zukunft eingegangen wurden. Diese Kategorie umfasst auch von der Truking-Gruppe abgeschlossene derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente in Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 designiert sind. Getrennt erfasste eingebettete Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind.

Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Die Einstufung finanzieller Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet erfolgt zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Erfassung, sofern die Kriterien gemäß IFRS 9 erfüllt sind.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden, außerdem im Rahmen von Amortisationen mittels der Effektivzinsmethode.

Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung eines Agios oder Disagios bei Akquisition sowie von Gebühren oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzaufwendungen enthalten.

Ausbuchung

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die ihr zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell anderen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, so wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Erstmalige Erfassung und Folgebewertung

Die Truking-Gruppe verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Zinscaps, um sich gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden wiederum mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn er negativ ist.

Sicherungsbeziehungen werden zum Zwecke der Bilanzierung wie folgt klassifiziert:

als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung handelt;

als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, die einem bestimmten Risiko zuzuordnen sind, das mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbunden ist oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann;

als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien der Truking-Gruppe im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert.

Die Dokumentation die Identifizierung des Sicherungsinstruments, des gesicherten Grundgeschäfts, der Art des abgesicherten Risikos und die Art und Weise, wie der Konzern beurteilen wird, ob die Sicherungsbeziehung die Anforderungen an die Wirksamkeit der Absicherung erfüllt (einschließlich seiner Analyse der Ursachen einer Unwirksamkeit der Absicherung und der Art und Weise der Bestimmung der Sicherungsquote). Eine Sicherungsbeziehung erfüllt nur dann die Anforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:

Zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument besteht eine wirtschaftliche Beziehung.

Die Auswirkung des Ausfallrisikos hat keinen dominanten Einfluss auf die Wertänderungen, die sich aus dieser wirtschaftlichen Beziehung ergeben.

Die Sicherungsquote der Sicherungsbeziehung entspricht derjenigen, die aus dem Volumen des vom Konzern tatsächlich gesicherten Grundgeschäfts und dem Volumen des Sicherungsinstruments resultiert, das vom Konzern zur Absicherung dieses Volumens des gesicherten Grundgeschäfts tatsächlich eingesetzt wird.

Sicherungsgeschäfte, die alle Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert:

Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedges)

Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger Aufwand erfasst. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts, die dem abgesicherten Risiko zugerechnet werden kann, wird als Teil des Buchwerts des gesicherten Grundgeschäfts verbucht und ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Aufwand erfasst.

Bei Sicherungsgeschäften zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, die sich auf zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Grundgeschäfte beziehen, wird die Anpassung des Buchwerts erfolgswirksam über die Restlaufzeit des Sicherungsgeschäfts mittels der Effektivzinsmethode aufgelöst. Sobald eine Anpassung vorliegt, kann die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode beginnen, jedoch spätestens zu dem Zeitpunkt, ab dem das Grundgeschäft nicht mehr um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die auf das abzusichernde Risiko zurückzuführen sind, angepasst wird.

Wird das Grundgeschäft ausgebucht, wird der nicht amortisierte beizulegende Zeitwert sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wird eine nicht in der Bilanz angesetzte feste Verpflichtung als Grundgeschäft klassifiziert, so wird die nachfolgende kumulierte Änderung des beizulegenden Zeitwerts dieser Verpflichtung, die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen ist, als Vermögenswert oder Schuld mit einem entsprechenden Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Absicherung von Cashflows ( Cash Flow Hedges)

Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für die Absicherung von Cashflows erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Die Rücklage für die Absicherung von Cashflows wird auf den niedrigeren der folgenden Beträge angepasst: den kumulierten Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsinstrument seit Beginn der Sicherungsbeziehung oder die kumulierte Änderung des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts.

Absicherung einer Nettoinvestition (Hedges of a Net Investment)

Sicherungsbeziehungen zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb, einschließlich der Absicherung von monetären Posten, die als Teil der Nettoinvestition bilanziert werden, werden wie Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows bilanziert. Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsinstrument, die dem wirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden im sonstigen Ergebnis erfasst, während solche, die dem unwirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Beim Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der kumulierte Wert der im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.

Klassifizierung in kurzfristig und langfristig

Derivative Finanzinstrumente werden auf der Grundlage einer Beurteilung der Tatsachen und Umstände (d. h. der zugrunde liegenden vertraglichen Cashflows) als kurzfristig oder langfristig klassifiziert oder in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt:

Hält der Konzern ein Derivat für einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag zur wirtschaftlichen Absicherung (und bilanziert es nicht als Sicherungsbeziehung), wird das Derivat in Übereinstimmung mit der Klassifizierung des zugrunde liegenden Postens als langfristig eingestuft (oder in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt).

Eingebettete Derivate, die nicht in enger Verbindung mit dem Basisvertrag stehen, werden in Übereinstimmung mit den Cashflows des Basisvertrags klassifiziert.

Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, werden in Übereinstimmung mit der Klassifizierung des zugrunde liegenden Grundgeschäfts klassifiziert. Das derivative Finanzinstrument wird nur dann in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt, wenn eine verlässliche Zuordnung vorgenommen werden kann.

Wertminderung von nicht- finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer ZGE den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen berücksichtigt. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt.

Der Konzern legt seiner Wertminderungsbeurteilung detaillierte Budget- und Prognoserechnungen zugrunde, die für jede der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen einzelne Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden. Solche Budget- und Prognoserechnungen erstrecken sich in der Regel über drei Jahre. Für längere Zeiträume wird eine langfristige Wachstumsrate bestimmt und zur Prognose der künftigen Cashflows nach dem letzten detailliert geplanten Jahr angewandt.

Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche, einschließlich der Wertminderung von Vorräten, werden erfolgswirksam in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts im Unternehmen entsprechen.

Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Abschlussstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts oder der ZGE vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.

Für folgende Vermögenswerte sind besondere Kriterien für Wertminderungstests zu berücksichtigen:

Geschäfts - oder Firmenwert

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich (zum 31. Dezember) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) bestimmt, der (denen) der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Überprüfung von immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer auf Werthaltigkeit erfolgt mindestens einmal jährlich zum 31. Dezember. Die Überprüfung wird in Abhängigkeit des Einzelfalls für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit durchgeführt. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Posten „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ in der Bilanz umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von weniger als drei Monaten.

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfasst der Finanzmittelfonds die oben definierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Rückstellungen

Grundsätze

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Gewährleistungsrückstellung

Rückstellungen für Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen werden im Zeitpunkt des Verkaufs der zugrunde liegenden Produkte oder der Erbringung der Dienstleistungen gebildet. Die erstmalige Erfassung erfolgt auf Grundlage von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Die ursprüngliche Schätzung der Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen wird jährlich überprüft.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Höhe der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung wird gesondert für jeden Plan unter Anwendung der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden in der Berichtsperiode, in der sie anfallen, in voller Höhe im sonstigen Ergebnis erfasst. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden dabei sofort in die Gewinnrücklagen eingestellt und auch in den Folgeperioden nicht erfolgswirksam umgegliedert. Nachzuberechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (unter Anwendung eines Diskontierungssatzes auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen; für die verwendeten Diskontierungssätze vgl. im Einzelnen die Angaben unter Abschnitt (29) Pensionsverpflichtungen und ähnliche Rückstellungen) abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Planvermögen umfasst Vermögen, das durch einen langfristig ausgelegten Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer gehalten wird, und qualifizierende Versicherungspolicen. Planvermögen ist vor dem Zugriff von Gläubigern des Konzerns geschützt und kann nicht direkt an den Konzern gezahlt werden. Der beizulegende Zeitwert basiert auf Informationen über den Marktpreis, im Falle von notierten Wertpapieren entspricht er dem veröffentlichten Ankaufskurs.

Leasingverhältnisse

Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren.

Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern erfasst und bewertet alle Leasingverhältnisse (mit Ausnahme von kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist) nach einem einzigen Modell. Er erfasst Verbindlichkeiten zur Leistung von Leasingzahlungen und Nutzungsrechte für das Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts.

Nutzungsrechte

Der Konzern erfasst Nutzungsrechte zum Bereitstellungsdatum (d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrunde liegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht). Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet und um jede Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten berichtigt. Die Kosten von Nutzungsrechten beinhalten die erfassten Leasingverbindlichkeiten, die entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie die bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize.

Nutzungsrechte werden planmäßig linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit und erwarteter Nutzungsdauer der Leasingverhältnisse wie folgt abgeschrieben:

• Immobilien 3 bis 15 Jahre
• Kraftfahrzeuge und sonstige Ausrüstung 3 bis 5 Jahre

Wenn das Eigentum an dem Leasinggegenstand am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern übergeht oder in den Kosten die Ausübung einer Kaufoption berücksichtigt ist, werden die Abschreibungen anhand der erwarteten Nutzungsdauer des Leasinggegenstands ermittelt. Die Nutzungsrechte werden ebenfalls auf Wertminderung überprüft.

Leasingverbindlichkeiten

Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern die Leasingverbindlichkeiten zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen beinhalten feste Zahlungen (einschließlich de facto fester Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien entrichtet werden müssen. Die Leasingzahlungen umfassen ferner den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn hinreichend sicher ist, dass der Konzern sie auch tatsächlich wahrnehmen wird, und Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Konzern die Kündigungsoption wahrnehmen wird.

Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, werden in der Periode, in der das Ereignis oder die Bedingung, das bzw. die diese Zahlung auslöst, eingetreten ist, aufwandswirksam erfasst (es sei denn, sie werden durch die Herstellung von Vorräten verursacht).

Bei der Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz zum Bereitstellungsdatum, da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann. Nach dem Bereitstellungsdatum wird der Betrag der Leasingverbindlichkeiten erhöht, um dem höheren Zinsaufwand Rechnung zu tragen, und verringert, um den geleisteten Leasingzahlungen Rechnung zu tragen. Zudem wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten bei Änderungen des Leasingverhältnisses, Änderungen der Laufzeit des Leasingverhältnisses, Änderungen der Leasingzahlungen (z. B. Änderungen künftiger Leasingzahlungen infolge einer Veränderung des zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendeten Index oder Zinssatzes) oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert neu bewertet. Die Leasingverbindlichkeiten des Konzerns sind in den kurzfristigen sowie den langfristigen Schulden enthalten.

Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt

Der Konzern wendet auf seine kurzfristigen Leasingverträge über Maschinen und Ausrüstung die Ausnahmeregelung für kurzfristige Leasingverhältnisse (d. h. Leasingverhältnisse, deren Laufzeit ab dem Bereitstellungsdatum maximal zwölf Monate beträgt und die keine Kaufoption enthalten) an. Er wendet außerdem auf Leasingverträge über Büroausstattungsgegenstände, die als geringwertig eingestuft werden, die Ausnahmeregelung für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, an. Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.

Ermessensausübung und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Der Konzern hat hierbei auch das aktuelle makroökonomische Umfeld berücksichtigt.

Die Auswirkungen auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden wurden, soweit relevant, berücksichtigt. Die aktuelle Inflationserwartung und der Zinsanstieg wurden ebenfalls betrachtet. Deren möglichen Effekte auf künftige Cashflows bzw. auf die Kapitalkosten wurden bei der Ermittlung von erzielbaren Beträgen entsprechend einbezogen.

Auswirkungen des Zinsanstiegs auf die Bewertung von Pensionsverpflichtungen und sonstigen Schulden wurden ebenfalls berücksichtigt und haben u. a. zu Bewertungseffekten bei den Pensionen geführt.

Die wesentlichsten Ermessensausübungen finden sich in folgenden Kapiteln:

Kapitel 11 - Ertragsteuern

Kapitel 13 - Geschäfts- oder Firmenwert

Kapitel 17 - Vorräte

Kapitel 29 - Pensionen und ähnliche Rückstellungen

Kapitel 31 - Sonstige Rückstellungen

Kapitel 33 - Finanzinstrumente

Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte und die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich, bei Indikation für eine Wertminderung auch mehrfach, einer Werthaltigkeitsprüfung gemäß IAS 36 unterzogen.

Sobald der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (bzw. Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten). Der beizulegende Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten ist der Betrag, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten, künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes (einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) und dem Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden.

Wir haben für Zwecke des Impairment-Tests den Nutzungswert als erzielbaren Betrag bestimmt. Der Nutzungswert wird mit Hilfe einer DCF-Bewertung bestimmt. Die der DCF-Bewertung zugrunde liegenden Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen, wobei von einem Planungshorizont von drei Jahren ausgegangen wird. Hierbei werden Annahmen über die künftige Umsatz- und Kostenentwicklung getroffen. Dabei werden künftige Ersatzinvestitionen in das operative Geschäft der Unternehmung angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen. Für die verwendeten Annahmen wird auf die Erläuterungen unter Abschnitt (13) Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte verwiesen.

Forderungen aus Lieferungen & Leistungen und Vertragsvermögenswerte

Die Forderungen aus Lieferungen & Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte werden in der Bilanz abzüglich der vorgenommenen Wertberichtigung ausgewiesen. Die Wertberichtigung erfolgt auf der Grundlage von erwarteten Kreditverlusten anhand regelmäßiger Überprüfungen sowie Bewertungen im Rahmen der Kreditüberwachung. Die hierzu getroffenen Annahmen über das Zahlungsverhalten und die Bonität der Kunden unterliegen wesentlichen Unsicherheiten. Ein Forderungsausfall liegt vor, wenn eine Forderung nach mehr als 365 Tagen nicht eingetrieben werden konnte trotz Hilfe von Rechtsmitteln und von der Geschäftsführung als uneinbringlich gesehen wird. Für den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen & Leistungen und den Buchwert der Vertragsvermögenswerte wird auf die Anhangsangaben im Abschnitt (18) Forderungen und sonstige Vermögenswerte verwiesen.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von kundenspezifischen Maschinen werden in der Regel zeitraumbezogen realisiert. Bei der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung werden die Umsatzerlöse entsprechend des Fertigstellungsgrades realisiert. Somit kommt es bei der Umsatzrealisierung beim Verkauf von kundenspezifischen Maschinen besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrads an. Je nachdem, welche Methode verwendet wird, um den Leistungsfortschritt zu bestimmen, zählen die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, die Gesamtauftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Einschätzungen zu den maßgeblichen Schätzgrößen. In diesem Zusammenhangt prüft das Management der operativen alle Einschätzungen und passt diese gegebenenfalls an. Für weitere Informationen wird auf die Anhangsangaben im Abschnitt (18) Forderungen und sonstige Vermögenswerte verwiesen.

Latente Steueransprüche

Latente Steueransprüche werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Für die Angaben zu den per 31. Dezember 2023 aktivierten latenten Steueransprüchen für Verlustvorträge sowie zur Höhe der nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträge wird auf die Anhangsangaben unter Abschnitt (11) Ertragsteuern verwiesen.

Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer

Verpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und damit zusammenhängende Aufwendungen und Erträge werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Diese Bewertungen beruhen auf Schlüsselprämissen, darunter Abzinsungsfaktoren, Gehaltstrends und Lebenserwartungen. Die angesetzten Abzinsungsfaktoren werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende der Berichtsperiode für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungsfaktoren auf Marktrenditen von Regierungsanleihen. Aufgrund schwankender Markt- und Wirtschaftslage können die zugrunde gelegten Prämissen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen, was wesentliche Auswirkungen auf die Verpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben kann. Die hieraus resultierenden Differenzen werden in der Periode ihres Entstehens direkt im Eigenkapital erfasst und sind damit nicht erfolgswirksam. Für weitere Informationen wird auf die Anhangsangaben im Abschnitt (29) Pensionsverpflichtungen und ähnliche Rückstellungen verwiesen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes zu aktivieren. Andere Fremdkapitalkosten sind in der Periode ihres Anfalls als Aufwand zu erfassen.

Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen.

Rückstellungen

Die Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, von Gewährleistungsrückstellungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maß mit Schätzunsicherheiten verbunden. Für weitere Informationen wird auf die Anhangsangaben im Abschnitt (31) Sonstige Rückstellungen verwiesen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Standards, Interpretationen und Änderungen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals verbindlich anzuwenden waren

Für die Berichtsperiode wurden alle in der Europäischen Union (EU) verpflichtend anzuwendenden International Accounting Standards (IAS) bzw. International Financial Reporting Standards (IFRS) und Auslegungen des International Financial Reporting Interpretation Committe (IFRIC) berücksichtigt.

Standard/ Interpretationen Erstmalige Anwendung Auswirkungen
Änderungen an IAS 1 und Practice Statement 2 Angaben zu Rechnungslegungsmethoden 01. Januar 2023 Keine Auswirkung
Änderungen an IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 01. Januar 2023 Keine Auswirkung
IFRS 17 und Änderungen an IFRS 17 Verschiebung des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkts 01. Januar 2023 Keine Auswirkungen
Änderungen an IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen 01. Januar 2023 Keine Auswirkungen
Änderungen an IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die sich aus einem einzigen Geschäftsvorfall entstehen 01. Januar 2023 Keine Auswirkungen
Änderungen an IAS 12 Internationale Steuerreform - Säule-2-Mustervorschriften 01. Januar 2023 Keine Auswirkungen

Standards, Interpretationen und Änderungen, die in zukünftigen Berichtsperioden verbindlich anzuwenden sind (veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards)

Die folgenden neuen bzw. geänderten Standards bzw. Interpretationen wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten. Die Gesellschaft hat die Regelungen nicht vorzeitig angewandt.

Im Folgenden werden nur die Standards und Interpretationen erläutert, die für die Romaco -Gruppe relevant sein könnten.

IFRS 18: Darstellung und Angaben im Abschluss

Der neue Standard wird zukünftig IAS 1 Darstellung von Abschüssen ersetzen. Die wesentlichen Neuerungen betreffen:

Es werden zwei verpflichtende Zwischensummen in der Gewinn- und Verlustrechnung eingeführt: der operative Gewinn oder Verlust und der Gewinn oder Verlust vor Finanzierung und Ertragsteuern. Diese Zwischensummen basieren auf der Klassifizierung der Erträge und Aufwendungen in die folgenden Kategorien: operativ, investiv und finanziell. Daneben werden die weiteren Kategorien Ertragsteuern und das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen dargestellt.

Neue Angabe- und Erläuterungspflichten zu von der Unternehmensleitung definierten, öffentlich kommunizierten Erfolgskennzahlen, einschließlich einer Überleitung auf die naheliegendste IFRS-konforme Zwischensumme

Erweiterte Leitlinien zur Bestimmung, ob Posten in den primären Abschlussbestandteilen oder im Anhang aufzunehmen sind, sowie zur Aggregation und Disaggregation von Posten. Zudem sind zusätzliche Angabepflichten nach Kostenarten bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens vorgesehen.

Aus heutiger Sicht werden die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Es ist jedoch zum späteren Zeitpunkt erneut zu prüfen.

Änderungen an IAS 21: Fehlende Umtauschbarkeit

Durch die Änderungen wird IAS 21 um detaillierte Regelungen ergänzt, nach denen zu bestimmen ist, ob zwei Währungen untereinander getauscht werden können und wie Umrechnungskurse zu bestimmen sind, wenn die Umtauschbarkeit nicht gegeben ist. Darüber hinaus werden Angabepflichten eingeführt, die es den Abschlussadressaten ermöglichen sollen, die tatsächlichen oder erwarteten Auswirkungen der mangelnden Umtauschbarkeit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens einzuschätzen.

Aus heutiger Sicht werden die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen an IAS 7/IFRS 7: Reverse-Factoring-Transaktionen

Die Änderungen betreffen den Ausweis der gegenüber Lieferanten eingeräumten Finanzierungsvereinbarungen (sog. Supplier Finance Arrangements), zu denen insbesondere Reverse-Factoring-Vereinbarungen zählen

Aus heutiger Sicht werden die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Es ist jedoch zum späteren Zeitpunkt erneut zu prüfen.

Änderungen an IFRS 16: Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale and Leaseback-Transaktion

Die Änderungen beinhalten Vorgaben für die Folgebewertung bei Leasingverhältnissen im Rahmen eines Sales-and-Lease-back (SLB) für Verkäufer-Leasingnehmer.

Aus heutiger Sicht werden die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da die Gruppe zurzeit keine solche Leasingverhältnisse hat.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen.

[Tsd. EUR] 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
Neumaschinen 138.176 130.329
Customer Service 62.328 55.293
Mieteinnahmen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 377 364
Sonstige 5.230 4.584
206.111 190.570

Der Auftragsbestand beträgt zum 31.12.2023 151,5 Mio. EUR (VJ 134,8 Mio. EUR). Es ist zu erwarten, dass die Aufträge innerhalb von 2 Jahren verumsatzt werden, die überwiegende Mehrheit innerhalb von 12 Monaten.

(2) Umsatzkosten

Die Aufgliederung der Umsatzkosten stellt sich wie folgt dar:

[Tsd. EUR] 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
Materialaufwand 96.800 85.679
Personalaufwand 42.440 39.826
Abschreibungen aus Kaufpreisallokation 4.649 4.835
Sonstige Abschreibungen 2.995 2.722
Übrige Umsatzkosten 3.256 3.660
150.140 136.722

(3) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten beliefen sich in der Berichtsperiode auf 28.306 Tsd. EUR (VJ 26.242 Tsd. EUR). Sie umfassen die angefallenen Vertriebseinzel- und Gemeinkosten und setzen sich aus Personal-, Material-, Messe- und Marketing-, übrigen Vertriebskosten, Provisionen sowie Abschreibungen zusammen.

(4) Allgemeine Verwaltungskosten

Im Geschäftsjahr vom 01.01.2023-31.12.2023 betrugen die Kosten der allgemeinen Verwaltung Tsd. EUR 21.016 Tsd. EUR (VJ 17.742 Tsd. EUR). Sie enthalten die Aufwendungen, die der Unternehmensführung, dem Personalwesen sowie Rechnungswesen und der IT-Administration zu zuordnen sind, und beinhalten Personalaufwendungen, Beratungskosten, Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie übrige Verwaltungskosten. Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten 64 Tsd. EUR Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (VJ 88 Tsd. EUR).

(5) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten lagen in der Berichtsperiode bei 5.711 Tsd. EUR (VJ 6.016 Tsd. EUR) und enthalten überwiegend Personalkosten und Beratungsaufwendungen.

In der Berichtsperiode wurden Entwicklungskosten für neue Projekte (inklusive Implementierung auf neue ERP System) in Höhe von 8.547 Tsd. EUR (VJ 6.040 Tsd. EUR) aktiviert. Die Abschreibungen auf selbsterstellte Software- und Entwicklungskosten betragen 1.802 Tsd. EUR (VJ 1.964 Tsd. EUR).

(6) Sonstige betriebliche Erträge

Im aktuellen Geschäftsjahr enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 5.814 Tsd. EUR (VJ 3.661 Tsd. EUR) im Wesentlichen Erträge aus Weiterberechnung von Belastungen 3.689 Tsd. EUR (VJ 1.941 Tsd. EUR) und Erträge aus Vertragsstrafe von 1.712 Tsd. EUR (VJ 225 Tsd. EUR).

(7) Personalaufwand

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023 betrug insgesamt Tsd. EUR 66.897 (VJ Tsd. EUR 61.091). Die Personalaufwendungen gliedern sich für das Geschäftsjahr wie folgt:

[Tsd. EUR] 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
Löhne und Gehälter 55.197 49.856
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.700 11.235
(davon für Altersversorgung) 2.775 3.319
66.897 61.091

Insgesamt lag die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 bei 871 (VJ 860). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 gliedert sich im Vergleich zur Vorjahresperiode wie folgt:

01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
Gewerbe Mitarbeiter 320 375
Angestellte 551 485
871 860

(8) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Abschreibungen für die Berichtsperiode vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die entsprechenden Werte der Vorjahresperiode lassen sich den beiden Anlagespiegeln (vergleiche Abschnitt (12) Anlagevermögen) entnehmen. Wertminderungen waren im Berichtszeitraum nicht zu erfassen.

(9) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.583 Tsd. EUR (VJ 1.135 Tsd. EUR) enthalten im Wesentlichen Währungskursverluste 939 Tsd. EUR (VJ 652 Tsd. EUR), Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 290 Tsd. EUR (VJ 3 Tsd. EUR).

(10) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält Finanzerträge in Höhe von 24 Tsd. EUR (VJ 521Tsd. EUR) und Finanzaufwendungen in Höhe von 3.990 Tsd. EUR (VJ 2.489Tsd. EUR).

Die Finanzerträge enthalten im Wesentlichen Zinserträge von 23 Tsd. EUR (VJ 28 Tsd. EUR). Im Vorjahr enthielten die Finanzerträge darüber hinaus Erträge aus Marktwertanpassungen der Derivate in Höhe von 494 Tsd. EUR. Dies waren Bewertungserträge im Zusammenhang mit einem Zinsbegrenzungsgeschäft in Form eines 0%-Floors.

Die Finanzaufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 49 Tsd. EUR (VJ 5 Tsd. EUR), Zinsaufwand in Bezug auf Leasing in Höhe von 339 Tsd. EUR (VJ 398 Tsd. EUR), laufenden Zinsaufwand für Darlehen in Höhe von 2.860 Tsd. EUR (VJ 1.183 Tsd. EUR), Abschreibungen aus Transaktionskosten 183 Tsd. EUR (VJ 192 Tsd. EUR), Aufwand aus der Zuführung für Zinsrückstellungen für endfällige Darlehen 39 Tsd. EUR (VJ 26 Tsd. EUR), Aufwand aus Avalgebühren 290 Tsd. EUR (VJ 341 Tsd. EUR).

(11) Ertragsteuern

Steueraufwand

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern wie folgt:

[Tsd. EUR] 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
Aufwand (-)/Ertrag (+) aus tatsächlichen Steuern 229 -978
Aufwand (-)/Ertrag (+) aus latenten Steuern
aus zeitlichen Bewertungsunterschieden -1.327 -1.667
aus Verlustvorträgen 1.540 1.029
Steueraufwand (-)/Steuerertrag (+) der Periode 442 -1.615

Der Aufwand aus tatsächlichen Steuern der Berichtsperiode umfasst Steuererträge in Höhe von 24 Tsd. EUR (VJ 103 Tsd. EUR), die Steuern für Vorjahre betreffen.

Der in Deutschland geltende Körperschaftsteuersatz beträgt 15 %. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5% und der für in Deutschland erzielte Gewinne zu entrichtenden Gewerbesteuer ergibt sich ein nomineller Gesamtsteuersatz von ca. 30 %. Die Bandbreite der Steuersätze der ausländischen Gesellschaften liegt zwischen 16% und 37 %.

Der theoretische Steueraufwand auf Basis des Ergebnisses vor Steuern in Höhe von 1.237 Tsd. EUR (VJ - 4.406 Tsd. EUR) und des für die Gesellschaften des Truking-Konzerns in Deutschland geltenden Steuersatzes von ca. 30,0% (theoretischer Steueraufwand) wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:

[Tsd. EUR] 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
Theoretischer Steueraufwand ( - ) (30%) - 371 - 1.322
Steuersatzbedingte Abweichungen 187 -123
Steuern für Vorjahre 24 103
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge 0 99
Nutzung nicht genutzter steuerlicher Verlustvorträge 368 0
Steuermehrungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen -220 -149
Nichtansatz aktiver latenter Steuern 29 37
Sonstige Abweichungen 425 -260
Steueraufwand ( - ) gemäß GuV 442 - 1.615

Beim Ansatz latenter Steuern wurde grundsätzlich von dem für die jeweilige Gesellschaft geltenden Steuersatz ausgegangen. Bei der Berechnung der latenten Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurde ein einheitlicher Steuersatz von 30 % zu Grunde gelegt.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden

Der Bestand an latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden aus zeitlichen Bewertungsunterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen im Konzern ist folgenden Posten zuzuordnen:

Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden
[Tsd. EUR] 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Langfristiges Vermögen 58 38 24.598 24.860
Kurzfristiges Vermögen 2.937 6.218 1.100 1.345
Rückstellungen 846 996 0 0
Verbindlichkeiten 400 240 4.574 6.009
Verlustvorträge 2.575 1.056 - -
6.816 8.548 30.272 32.215
Saldierung -6.245 -8.090 -6.245 -8.090
571 458 24.028 24.125

Latente Steueransprüche werden nur dann angesetzt, wenn eine Realisierbarkeit der erwarteten Steuervorteile auf Basis der jeweiligen Einzelgesellschaft hinreichend wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann sich durch zukünftige Entwicklungen im Zeitablauf verändern. Es wird erwartet, dass sich innerhalb eines Jahres die latenten Steuern in Höhe von Tsd. EUR - 4.708 abbauen werden.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen insgesamt Verlustvorträge von Tsd. EUR 44.445 (VJ Tsd. EUR 35.187). Auf deutsche Gesellschaften entfallen hiervon Tsd. EUR 36.135 (VJ Tsd. EUR 26.645), die unverfallbar sind. Diese setzen sich aus körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen von Tsd. EUR 17.264 (VJ Tsd. EUR 13.214) und aus gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen von Tsd. EUR 18.871 (VJ Tsd. EUR 13.432) zusammen.

Im Ansatz zum 31. Dezember 2023 wurden auf Verlustvorträge von Tsd. EUR 29.629 (VJ Tsd. EUR 30.728) keine latenten Steueransprüche angesetzt. Auf deutsche Gesellschaften entfallen davon Tsd. EUR 24.306 (VJ Tsd. EUR 26.645). Diese setzen sich aus körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen von Tsd. EUR 12.145 (VJ Tsd. EUR 13.214) und aus gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen von Tsd. EUR 12.161 (VJ Tsd. EUR 13.432) zusammen.

Auf ausländische Gesellschaften entfallen nicht angesetzte Verlustvorträge von insgesamt 5.323 Tsd. EUR (VJ Tsd. EUR 4.083). Diese betreffen die Länder Brasilien, China, Frankreich und Hongkong.

Gemäß IAS 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (so genannte Outside Basis Differences), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann. Da es sich sowohl bei der Truking Europe GmbH als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung gemäß § 8b KStG ganz überwiegend steuerfrei und damit permanenter Natur. Auch für etwaige temporäre Differenzen (z. B. resultierend aus der 5 %igen Pauschalzurechnung des § 8b KStG) soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passivischen Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft es nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umkehren. Da diese Umkehrung nicht erwartet wird, waren hieraus bilanziell keine Steuerlatenzen zu berücksichtigen.

Latente Steuererträge in Höhe von 20 Tsd. EUR (VJ Steueraufwand Tsd. EUR 13) beziehen sich auf die direkt im sonstigen Ergebnis erfassten Änderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bei den Pensionsrückstellungen.

Der Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD Pillar Two-Modellregelungen. Die Pillar Two-Gesetzgebung ist in Deutschland, der Jurisdiktion, in der die Romaco Holding GmbH ansässig ist, am 28. Dezember 2023 mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten. In China, dem Land, in dem das oberste Mutterunternehmen seinen Sitz hat, wurde Pillar Two bislang nicht implementiert. Der Konzern macht von der Ausnahmeregelung von der Bilanzierung latenter Steuern im Zusammenhang mit Pillar Two-Ertragsteuern Gebrauch, die Gegenstand der im Mai 2023 veröffentlichten Änderung an IAS 12 war.

Gemäß der Gesetzgebung muss der Konzern je Land eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem GloBE-Effektivsteuersatz und dem Mindestsatz von 15% zahlen. Alle Konzernunternehmen unterliegen einem Effektivsteuersatz von mindestens 15%. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung und der Berechnung des GloBE-Einkommens sind die quantitativen Auswirkungen der beschlossenen und in Kraft getretenen Gesetzgebung noch nicht verlässlich bestimmbar. Selbst für Unternehmen mit einem Effektivsteuersatz von über 15% könnten sich daher steuerliche Auswirkungen durch Pillar Two ergeben. Derzeit wird davon ausgegangen, dass für die Gesellschaften der Romaco-Gruppe keine erhöhte Steuerbelastung sowie keine Zusatzsteuer für das Jahr 2023 anfällt.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(12) Anlagevermögen

Anschaffungskosten / Herstellungskosten nach IFRS
[Tsd. EUR] Stand 01.01. 2023 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12. 2023
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwerte 76.979 0 0 0 0 76.979
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
a) Rechte und Werte 95.925 -1 359 -84 0 96.199
b) Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 22.367 0 8.547 377 0 31.291
Summe 195.271 - 1 8.906 293 0 204.469
II. Sachanlagen und Nutzungsrechte
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.383 -2 24 0 0 25.403
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.138 -33 450 -312 0 8.243
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.068 -15 580 -93 0 5.539
4. Nutzungsrechte 14.643 -30 1.353 -419 0 15.547
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Summe 53.232 - 82 2.407 - 824 0 54.732
III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.799 0 0 0 0 2.799
Summe 2.799 0 0 0 0 2.799
Anlagevermögen gesamt (I + II + III) 251.303 - 83 11.313 - 531 0 262.001

2023 wurden 0,0 Tsd. EUR (VJ 0,0 Tsd. EUR) Fremdkapitalzinsen innerhalb der Anlagen im Bau aktiviert gemäß IAS 23.

Ab schreibungen
[Tsd. EUR] Stand 01.01. 2023 Währungs - differenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12. 2023
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0 0 0
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
a) Rechte und Werte -31.419 1 -6.131 84 0 -37.465
b) Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten -6.906 0 -1.802 -232 0 -8.940
Summe - 38.324 1 - 7.933 - 148 0 - 46.405
II. Sachanlagen und Nutzungsrechte
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -2.314 5 -730 0 0 -3.040
2. Technische Anlagen und Maschinen -3.975 27 -695 58 0 -4.585
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -3.018 9 -776 90 0 -3.695
4. Nutzungsrechte -6.321 24 -2.168 384 0 -8.081
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Summe - 15.628 65 - 4.369 532 0 - 19.401
III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -600 0 -109 0 0 -709
Summe - 600 0 - 109 0 0 - 709
Anlagevermögen gesamt (I + II + III) - 54.552 66 - 12.411 385 0 - 66.515
Buchwerte
[Tsd. EUR] Buchwerte Stand 31.12. 2023 Buchwerte Stand 01.01. 2023
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwerte 76.979 76.979
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
a) Rechte und Werte 58.734 64.507
b) Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 22.351 15.461
Summe 158.064 156.947
II. Sachanlagen und Nutzungsrechte
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.364 23.069
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.658 4.163
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.844 2.050
4. Nutzungsrechte 7.466 8.322
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
Summe 35.331 37.604
III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.090 2.199
Summe 2.090 2.199
Anlagevermögen gesamt (I + II + III) 195.485 196.750
Anschaffungskosten / Herstellungskosten nach IFRS
[ T sd. EUR ] Stand 01.01.2022 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwerte 76.979 0 0 0 0 76.979
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
a) Rechte und Werte 93.314 0 780 -22 1.853 95.925
b) Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 16.751 0 6.040 -424 0 22.367
Summe 187.044 0 6.820 - 446 1.853 195.271
II. Sachanlagen und Nutzungsrechte
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.203 0 180 0 0 25.384
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.908 18 962 -749 0 8.139
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.547 24 549 -51 0 5.069
4. Nutzungsrechte 13.771 26 1.390 -546 0 14.641
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1853 0 0 0 -1.853 0
Summe 53.282 69 3.081 - 1.346 - 1.853 53.233
III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.799 0 0 0 0 2.799
Summe 2.799 0 0 0 0 2.799
Anlagevermögen gesamt (I + II + III) 243.125 69 9.901 - 1.792 0 251.303
Abschreibungen
[Tsd. EUR] Stand 01.01.2022 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0 0 0
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
a) Rechte und Werte -25.239 0 -6.197 17 0 -31.419
b) Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten -5.126 0 -1.964 184 0 -6.906
Summe - 30.365 0 - 8.160 201 0 - 38.324
II. Sachanlagen und Nutzungsrechte
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -1.561 0 -753 0 0 -2.314
2. Technische Anlagen und Maschinen -3.471 -15 -866 377 0 -3.975
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -2.273 -15 -781 51 0 -3.018
4. Nutzungsrechte -4.792 -10 -2.066 547 0 -6.321
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Summe - 12.097 - 40 - 4.466 975 0 - 15.628
III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -491 0 -109 0 0 -600
Summe - 491 0 - 109 0 0 - 600
Anlagevermögen gesamt (I + II + III) - 42.953 - 39 - 12.735 1.175 0 - 54.552
Buchwerte
[Tsd. EUR] Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Geschäfts- oder Firmenwerte 76.979
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
a) Rechte und Werte 64.507
b) Selbsterstellte Software und andere Entwicklungskosten 15.461
Summe 156.947
II. Sachanlagen und Nutzungsrechte
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.069
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.163
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.050
4. Nutzungsrechte 8.322
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0
Summe 37.604
III. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.199
Summe 2.199
Anlagevermögen gesamt (I + II + III) 196.750

(13) Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte wird in der Entwicklung des langfristigen Vermögens (Anlagenspiegel) dargestellt:

Position 31.12.2023
[Tsd. EUR]
31.12.2022
[Tsd. EUR]
Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Geschäfts- oder Firmenwerte 76.979 76.979 Werthaltigkeitstest unbestimmt
Markenrechte 9.653 9.653 Werthaltigkeitstest unbestimmt
Kundenbeziehung 43.053 47.531 Linear 15-25 Jahre
Technologien 3.433 4.129 Linear 13 Jahre
Selbsterstellte Software & andere Entwicklungskosten 22.352 15.461 Linear 5-10 Jahre
Software-Lizenzen u. Sonstige 2.595 3.193 Linear 5-10 Jahre
Summe 158.064 156.947

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte der Geschäftssegmente teilen sich wie folgt auf:

Allokation Geschäfts - oder Firmenwerte auf Geschäftssegmente 31.12. 2023
[Tsd. EUR]
31.12. 2022
[Tsd. EUR]
Packaging 20.218 20.218
Processing 56.761 56.761
Gesamt 76.979 76.979

Die Markenrechte der Geschäftssegmente teilen sich wie folgt auf:

Allokation Markenrechte auf Geschäftssegmente 31.12. 2023
[Tsd. EUR]
31.12. 2022
[Tsd. EUR]
Packaging 5.753 5.753
Processing 3.899 3.899
Gesamt 9.653 9.653

Gemäß der Berichtsstruktur werden Investitions- und Vertriebsentscheidungen auf der Ebene von Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) getroffen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden auf der Ebene von Gruppen von ZGE vom Management überwacht. Daher wird die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte auf der Ebene von Gruppen von ZGE überprüft.

In den Impairment-Tests per 31. Dezember 2023 wurden als Diskontierungssatz vor Steuern für die Gruppe von ZGE „Packaging“ 11,89 % p. a. (VJ 12,76 % p.a.) und für die ZGE „Processing“ 11,99 % p. a. (VJ 12,92 % p. a.) verwendet. Der Diskontierungssatz wurde gemäß dem WACC-Konzept abgeleitet. Hierbei wurde der WACC auf Basis einer Peer Group ermittelt. In der ewigen Rente wurden Wachstumsraten von 2,0 % p. a. (VJ 2,0 %) berücksichtigt. Vereinfachend wird in der ewigen Rente angenommen, dass die Investitionen den planmäßigen Abschreibungen entsprechen und das Working Capital mit einer Wachstumsrate von 2 % (VJ 2 %) steigt. Der zu Grunde gelegte Detailplanungshorizont umfasste die Jahre 2024 bis 2028.

Die Impairment-Tests führten zu keinen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswerts

Bei folgenden, der Berechnung des Nutzungswerts der Gruppen von ZGEs „Packaging“ und „Processing“ zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:

Bruttogewinnmargen;

Abzinsungssätze;

Preisentwicklung bei Rohstoffen; und

Wachstumsrate, die bei der Extrapolation der Cashflow-Prognosen außerhalb des Budgetzeitraums zugrunde gelegt wird.

Bruttogewinnmargen

Für die Bruttogewinnmargen orientierte man sich an den durchschnittlichen Werten der vergangenen Perioden, wobei die im Prognosezeitraum erwarteten Effizienzsteigerungen positiv berücksichtigt wurden. Die Effizienzsteigerungen basieren auf Lernkurven- und Skaleneffekten.

Abzinsungssätze

Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen betreffend die den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken dar. Hierbei werden der Zinseffekt und die spezifischen Risiken der Vermögenswerte, für die die geschätzten Cashflows nicht angepasst wurden, berücksichtigt. Die Berechnung des Abzinsungssatzes basiert auf durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten berücksichtigen sowohl das Fremd- als auch das Eigenkapital. Die Eigenkapitalkosten werden aus der erwarteten Kapitalrendite der Eigenkapitalgeber des Konzerns abgeleitet. Die Fremdkapitalkosten basieren auf dem verzinslichen Fremdkapital, für das der Konzern einen Schuldendienst zu leisten hat. Der verwendete Betafaktor wird jährlich auf Basis von Marktdaten einer Peer Group abgeleitet.

Preisentwicklung bei Rohstoffen

Insgesamt wurde angenommen, dass die für den Prognosezeitraum erwarteten Preissteigerungen an den Kunden weitergegeben werden können. Dabei ist die Abhängigkeit vom Rohstoffpreis jedoch nicht eindimensional: Preissteigerungen bei Rohstoffen können teilweise auch absatzfördernd wirken, da die Kunden der Truking-Gruppe auf Maschinen der aktuellen Generation ressourcenschonender produzieren können. Auch wurde berücksichtigt, dass im Beschaffungsbereich noch weitere Effizienzsteigerungen möglich sind.

Schätzungen der Wachstumsraten

Den Wachstumsraten liegen veröffentlichte, branchenbezogene Marktinformationen zugrunde.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Zusätzlich zum Impairment-Test wurden für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zwei Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Bei der ersten Sensitivitätsanalyse wurde eine um 1,0 Prozentpunkt geringere Wachstumsrate unterstellt. Im Rahmen der zweiten Sensitivitätsanalyse wurde für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Kapitalisierungszinssatz um jeweils 1,0 Prozentpunkte angehoben. In beiden durchgeführten Sensitivitätsanalysen würde der Nutzungswert oberhalb der Buchwerte für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer

Die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer betreffen neben den Geschäfts- und Firmenwerten auch Markenrechte. Markennamen aus Unternehmenszusammenschlüssen haben in der Regel eine unbegrenzte Nutzungsdauer und werden entsprechend nicht planmäßig abgeschrieben. Eine unbegrenzte Nutzungsdauer ergibt sich regelmäßig aus der weiteren Nutzung und Pflege einer Marke. Die Marken werden auf Ebene derjenigen ZGE getestet, denen sie zugeordnet sind. Das Management der Gruppe geht davon aus, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung der zur Bestimmung des erzielbaren Betrags der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt.

In den Impairment-Tests per 31. Dezember 2023 wurden als Diskontierungssatz vor Steuern ,14,29 % p. a. (VJ 12,47 %) verwendet. Der Diskontierungssatz wurde gemäß dem WACC-Konzept abgeleitet. Hierbei wurde der WACC auf Basis einer Peer Group ermittelt. In der ewigen Rente wurden Wachstumsraten von 2,0 % p. a. (VJ 2,0 %) berücksichtigt. Zur Bewertung des fairen Werts der Markenrechte wurde eine „Royalty Rate“ von 0,9 % (VJ 0,9 %) der Umsatzerlöse gerechnet. Der zu Grunde gelegte Planungshorizont umfasste die Jahre 2024 bis 2028.

Die Impairment-Tests führten zu keinen Wertminderungen der Markenrechte.

Rechte und Werte

Unter den Rechten und Werten sind im Wesentlichen die im Rahmen des Kaufpreisallokationsverfahrens (PPA) aktivierten immateriellen Vermögenswerte wie Kundenbeziehungen, Markenrechte und Technologien erfasst. Die Rechte und Werte werden über einen Zeitraum von 5 bis 25 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten

Wenn die Voraussetzungen des IAS 38 vorliegen, sind auch selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten zu aktivieren. Diese Aktivierung erfolgt im Truking-Konzern zu definierten Herstellungskosten, die in Übereinstimmung mit IFRS direkt zurechenbare Einzelkosten sowie angemessene Zuschläge für Gemeinkosten und Abschreibungen beinhalten. Die selbst erstellte Software wird über einen Zeitraum von 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Nach IAS 38 wurden im Geschäftsjahr Zugänge für Entwicklungskosten in Höhe von 8.547 Tsd. EUR (VJ 6.040 Tsd. EUR) aktiviert.

Wesentliche Teile der ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte dienen Kreditgebern als Sicherheiten für ausgereichte Darlehen (siehe Abschnitt (26) Finanzverbindlichkeiten). Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte, die als Sicherheit dienen, beträgt zum 31. Dezember 2023 27.954 Tsd. EUR (VJ 19.981 Tsd. EUR).

(14) Sachanlagen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in der Entwicklung des langfristigen Vermögens (Abschnitt (12) Anlagevermögen) enthalten.

Wesentliche Teile der ausgewiesenen Sachanlagen dienen Kreditgebern als Sicherheiten für ausgereichte Darlehen (siehe Abschnitt (26) Finanzverbindlichkeiten). Der Buchwert der Sachanlagen, die als Sicherheiten dienen, beträgt 26.723 Tsd. EUR (VJ Tsd. EUR 28.124 Tsd. EUR).

(15) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Darstellung der Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im Berichtsjahr ist in der Entwicklung des langfristigen Vermögens (Anlagenspiegel) enthalten.

Das Periodenergebnis aus Finanzinvestitionen setzt sich wie folgt zusammen:

[Tsd. EUR] 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 315 301
Abschreibungen -109 -109
Betriebliche Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) -21 -40
davon für Immobilien, mit denen Mieterträge erzielt wurden -21 -40
Ergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungs - / Herstellungskosten bewerteten Finanzinvestitionen 185 152

Beim Konzern bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und keine vertraglichen Verpflichtungen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu kaufen, zu erstellen oder zu entwickeln. Es bestehen ferner keine vertraglichen Verpflichtungen zu Reparaturen, Instandhaltung oder Verbesserungen.

Der beizulegende Zeitwert, der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beläuft sich auf EUR 2,80 Mio. Zum 19.12.2019 wurde der Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie durch einen qualifizierten unabhängigen Gutachter in einem externen Gutachten bestätigt.

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dienen Kreditgebern als Sicherheiten für ausgereichte Darlehen (siehe Abschnitt (26) Finanzverbindlichkeiten). Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die als Sicherheit dienen, beträgt zum 31. Dezember 2023 2.090 Tsd. EUR (VJ 2.199 Tsd. EUR).

(16) Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte betragen zum Ende des Geschäftsjahres 270 Tsd. EUR (VJ 1.421 Tsd. EUR).

Wie im Vorjahr wird hierunter der Erstattungsanspruch aus einer Rückdeckungsversicherung ausgewiesen. Diese Rückdeckungsversicherung erfüllt nicht die Kriterien des IAS 19.7 zur Qualifizierung als Planvermögen und reduziert somit nicht den Ausweis der Pensionsrückstellung. Zum Bilanzstichtag betrug dieser Wert 87 Tsd. EUR (VJ 105 Tsd. EUR). Des Weiteren wird wie im Vorjahr hier ein Steuererstattungsanspruch in Höhe von 67 Tsd. EUR (VJ 41 Tsd. EUR) der Romaco S. r. l. ausgewiesen, der durch eine Änderung der Steuergesetzgebung in Italien zum Jahresende 2012 entstanden ist. Die Geschäftsführung geht derzeit nicht von einer Erstattung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag aus und hat die Forderung entsprechend unter den langfristigen Forderungen ausgewiesen.

Der Buchwert der langfristigen Forderungen, die als Sicherheiten dienen, beträgt 0 Tsd. EUR (VJ 0 Tsd. EUR).

(17) Vorräte

[Tsd. EUR] 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.248 14.616
Unfertige Erzeugnisse 28.183 22.090
Fertige Erzeugnisse, Waren 506 5.095
Geleistete Anzahlungen 3.098 2.583
Vorräte gesamt 51.035 44.384

Die in der Berichtsperiode erfasste Wertberichtigung betrug 8,28 Mio. EUR (VJ 9,43 Mio. EUR). Die als Aufwand verbuchten Vorräte beliefen sich auf 96,8 Mio. EUR (VJ 85,7 Mio. EUR), diese waren in den Umsatzkosten enthalten. Die Wertaufholung von Vorräten auf den Nettoveräußerungswert belief sich auf 1,1 Mio. EUR (VJ 1,3 Mio. EUR).

Wesentliche Teile der ausgewiesenen Vorräte dienen Kreditgebern als Sicherheiten für ausgereichte Darlehen (siehe Abschnitt (26) Finanzverbindlichkeiten). Der Buchwert der Vorräte, die als Sicherheiten dienen, beträgt 41.260 Tsd. EUR (VJ 36.156 Tsd. EUR).

(18) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

31.12.2023 31.12.2022
[Tsd. EUR] gesamt davon > 1 Jahr gesamt davon > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 64.388 0 48.249 0
Sonstige Vermögenswerte 5.010 0 7.749 0
69.405 0 55.998 0

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von bis zu 30 Tagen. Die vom Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzten Wertminderungen betragen 685Tsd. EUR (VJ 708 Tsd. EUR).

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

[Tsd. EUR] 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Anfangsbestand - 708 - 665
Inanspruchnahme 115 0
Zugänge -92 -146
Auflösungen 0 103
Endbestand - 685 - 708

Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als sonstige betriebliche Aufwendungen, netto, dargestellt. Forderungen, die in früheren Perioden ausgebucht und im laufenden Geschäftsjahr vereinnahmt wurden, werden im gleichen Posten erfolgswirksam erfasst.

Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte sind unverzinslich und kurzfristig fällig. In den sonstigen Vermögenswerten sind Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von 2.521 Tsd. EUR (VJ 4.123 Tsd. EUR) enthalten. Die sonstigen Vermögenswerte sind zum 31. Dezember 2023 - analog zum Vorjahr - nicht wertberichtigt.

Wesentliche Teile der ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte dienen Kreditgebern als Sicherheiten für ausgereichte Darlehen (siehe Abschnitt (26) Finanzverbindlichkeiten). Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die als Sicherheiten dienen, beträgt 51.084 Tsd. EUR (VJ 26.344 Tsd. EUR). Die Besicherung erfolgte durch Sicherungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistung (Globalzession) einschließlich der Sicherungsabtretung aller Rechte und Ansprüche aus bestehenden oder zukünftigen Warenkreditversicherungen und sonstigen bestehenden oder zukünftigen Sicherungsrechten bezogen auf den Forderungsbestand.

(19) Vertragsvermögenswerte

[Tsd. EUR] 31.12.2023 31.12.2022
Vertragsvermögenswerte, brutto 43.084 45.041
Wertberichtigungen -11 -12
Vertragsvermögenswerte, netto 43.073 45.029
davon kurzfristig 43.073 45.029
davon langfristig 0 0

Bei den Vertragsvermögenswerten handelt es sich um den Überhang der von der Truking-Gruppe erbrachten Leistung, die als Umsatzerlöse aus zeitraumbezogener Umsatzrealisierung ausgewiesen werden, über das vom Kunden erhaltene Entgelt.

Die ausgewiesenen Vertragsvermögenswerte dienen Kreditgebern als Sicherheiten für ausgereichte Darlehen (siehe Abschnitt (26) Finanzverbindlichkeiten). Der Buchwert der Vertragsvermögenswerte, die als Sicherheiten dienen, beträgt 37.931 Tsd. EUR (VJ 39.889 Tsd. EUR).

Am 31. Dezember 2023 beliefen sich die Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte auf 11 Tsd. EUR (VJ 12 Tsd. EUR). Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

[Tsd. EUR] 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Anfangsbestand - 12 - 24
Inanspruchnahme 0 0
Zugänge 0 0
Auflösungen 1 12
Endbestand - 11 - 12

Wertminderungsaufwendungen auf Vertragsvermögenswerte werden als sonstige betriebliche Aufwendungen, netto, dargestellt. In Folgeperioden erzielte, früher bereits abgeschriebene Beträge werden im gleichen Posten erfasst.

(20) Zahlungsmittel

Neben täglich fälligen Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen. Für die unterjährige Entwicklung wird auf die Kapitalflussrechnung und die zugehörigen Erläuterungen unter Abschnitt (32) verwiesen.

Wesentliche Teile der ausgewiesenen Zahlungsmittel dienen Kreditgebern als Sicherheiten für ausgereichte Darlehen (siehe unter Abschnitt (26) Finanzverbindlichkeiten). Der Buchwert der Zahlungsmittel, die als Sicherheiten dienen, beträgt 126 Tsd. EUR (VJ 2.392 Tsd. EUR). Alle gestellten Sicherheiten sind unverzinslich und dienen als Sicherheit im Falle eines Kreditausfalls.

(21) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zu entnehmen.

(22) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Truking Europe GmbH betrug zum Ende der Berichtsperiode 34.506 EUR.

Die Verteilung des Stammkapitals stellt sich wie folgt dar:

• Truking Asset Management Ltd., Changsha/China 34.506,00 EUR

Der Nennwert eines Geschäftsanteils beträgt einen Euro. Es liegen keine ausstehenden Einlagen vor.

(23) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der Truking Europe GmbH beläuft sich wie im Vorjahr auf 147.443 Tsd. EUR (VJ 147.443 Tsd. EUR).

(24) Nicht beherrschende Anteile

Im Folgenden werden zusammengefasste Finanzinformationen zu Konzerngesellschaften aufgeführt, bei denen nicht-beherrschende Anteile bestehen. Dies sind bei der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe, 10,1 % nicht-beherrschende Anteile. Die Beträge verstehen sich vor konzerninternen Eliminierungen.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung [Tsd. EUR]:

Romaco Immobilienverwaltungs GmbH 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Umsatzerlöse 813 799
Periodenergebnis 408 433
Effekte aus der Kaufpreisabschreibung für Minderheitenanteile 6 6
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 41 38

Zusammengefasste Bilanz [Tsd. EUR]:

Romaco Immobilienverwaltungs GmbH 31.12.2023 31.12.2022
Kurzfristige Vermögenswerte 2.742 2.194
Kurzfristige Verbindlichkeiten 290 365
Kurzfristiges Reinvermögen 2.452 1.829
Langfristige Vermögenswerte 4.879 5.094
Langfristiges Reinvermögen 4.879 5.094

(25) Sonstige Eigenkapitalbestandteile

In den sonstigen Eigenkapitalbestandteilen sind enthalten:

Differenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Abschlüsse;

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen; sowie

latente Steuern auf die ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Effekte.

(26) Finanzverbindlichkeiten

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten betragen 9.281 Tsd. EUR (VJ 33.156 Tsd. EUR), die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betragen 39.722 Tsd. EUR (VJ 18.143 Tsd. EUR).

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Position Buchwert
[Tsd. EUR]
Genussscheine 0
Gesicherte Bankdarlehen 105
Kaufpreisverbindlichkeiten 7.361
Sonstige 1.815
Summe 9.281

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Position Buchwert
[Tsd. EUR]
Genussscheine 1.000
Gesicherte Bankdarlehen 37.907
Abgegrenzte Zinsen 20
Sonstige 795
Summe 39.722

Die in Anspruch genommenen Kreditvereinbarungen betragen 39.032 Tsd. EUR (VJ 38.858 Tsd. EUR).

Finanzierung der Romaco Pharmatechnik GmbH

Am 27. September 2016 wurde mit einem Bankenkonsortium ein Konsortialkreditvertrag geschlossen, der die bis dahin bestehende Finanzierung ersetzt hat und der langfristigen Finanzierung der Romaco-Gruppe dient.

Im Rahmen des Konsortialkreditvertrags wurde der Romaco-Gruppe ein Tilgungskredit (Geldmarktkredit) über 5,4 Mio. EUR (nachfolgend „Kredit A“) und ein endfälliger Geldmarktkredit in Höhe von 7,4 Mio. EUR (nachfolgend „Kredit B“) eingeräumt.

Daneben räumten die Konsorten zu den Bedingungen des Konsortialkreditvertrags der Truking-Gruppe drei bilaterale Linien in Höhe von zusammen 28,5 Mio. EUR (nachfolgend „Kredit C“, „Kredit D“ und „Kredit E“) ein. Bei Kredit C handelt es sich um eine Kontokorrentlinie, bei Kredit D handelt es sich um eine Avalkreditlinie und bei Kredit E handelt es sich um eine Exportlinie. Kredit C, D bzw. E können auch wie folgt in Anspruch genommen werden:

Kredit C als Kontokorrentkredit

Kredit D als Avalkredit

Kredit E als Exportkreditlinie

Mit der Änderungsvereinbarung vom 7. Januar 2019 wurde die Laufzeit der Kredite B-E nach dem Bilanzstichtag um zwei Jahre verlängert, so dass die Laufzeit der Kredite B-E am 30. September 2024 endete.

Mit der Änderungsvereinbarung vom 30. September 2019 wurden die Kreditlinien der Tranchen C und Tranche D um 6.500 Tsd. EUR bzw. 10.000 Tsd. EUR erhöht. Des Weiteren wurde die Möglichkeit eingeräumt, die Tranche E von bis zu 5.000 Tsd. EUR - neben weiteren Absprachen - unter der Tranche C in Anspruch zu nehmen.

Mit der Änderungsvereinbarung vom 07. Juni 2023 wurde die Kreditlinien der Tranche C und D um 3.000 Tsd. EUR bzw. 5.000 Tsd. EUR erhöht.

Die nachfolgende Übersicht stellt die Konditionen der unterschiedlichen Kredite zum 31. Dezember 2023 dar:

Kredit Nominalbetrag
in Mio. EUR
Laufzeit Zinssatz
B 7,4 bis September 2024 6-Monats-Euribor* + Zinsmarge
C 18,0 bis September 2024 3-Monats-Euribor* + Zinsmarge
D 25,0 bis September 2024 Anzahlungsavale: 50 % der unter Kredit C anwendbaren Zinsmarge andere Avale: 35 % der unter Kredit C anwendbaren Zinsmarge
E 10,0 bis September 2024 3-Monats-Euribor* + Zinsmarge

* Der 6-Monats-Euribor bzw. der 3-Monats-Euribor beträgt minimal 0,00 %

Die finanziellen Verbindlichkeiten wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert eingebucht. Die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten beinhalten einen sog. Zero-Floor-Cap. Dies bedeutet, dass die Euribor-Entwicklung nach unten auf 0,00 % begrenzt ist. Der Zero-Floor-Cap wurde als sog. eingebettetes Derivat separat von den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten bewertet. Somit wurde der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats im Zugangszeitpunkt von den finanziellen Verbindlichkeiten in Abzug gebracht. Zum Stichtag hat das Derivat einen Buchwert in Höhe von 0 Tsd. EUR (VJ 3 Tsd. EUR).

Bei den von einzelnen Konzerngesellschaften eingeräumten Sicherheiten handelt es sich um Sicherungsrechte (Globalzession, Pfandrechte etc.) an sämtlichen wesentlichen Vermögenswerten, vor allem Anlagevermögen inklusive Immobilien, Vorräte, Forderungen, Bankguthaben sowie verbrieften Anteilen an Gesellschaften des Romaco-Konzerns. Der Konsortialkreditvertrag verpflichtet die Romaco Gruppe, während der Laufzeit bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Es wird auf die Ausführungen unter Abschnitt (34) Kapitalsteuerung verwiesen.

Im Rahmen der Refinanzierung im September 2016 wurde auch der Vertrag über die Emittierung von Genussscheinen abgelöst. Die ursprünglichen Genussscheine wurden vorzeitig in voller Höhe zurückgezahlt. Dafür wurden zwei neue Genussscheine in Höhe von insgesamt 1.000 Tsd. EUR emittiert. Im Rahmen einer Interkreditorenvereinbarung wurde die Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals vereinbart.

Die Laufzeit der beiden Genussscheine endete am 31. Dezember 2024. Die Genussscheininhaber erhalten als Gegenleistung für die Bereitstellung des Genussrechtskapitals eine feste, ergebnisunabhängige Vergütung. Daneben erhalten die Genussscheininhaber eine ergebnisabhängige Vergütung. Voraussetzung für den Anspruch auf die ergebnisabhängige Vergütung ist das Erreichen eines „Jahresüberschusses“ im Sinne der Genussscheinbedingungen. Ausgangspunkt für dessen Bestimmung ist der Konzernjahresüberschuss der Romaco-Gruppe.

Bei Fälligkeit der Genussscheine erhalten die Genussscheininhaber eine Abfindung bestehend aus dem Nennbetrag der geleisteten Einlage und einer einmaligen pauschalen Wertzuwachsbeteiligung. Diese pauschale Wertzuwachsbeteiligung wird dabei unabhängig davon geschuldet, ob bei der Emittentin tatsächlich ein Wertzuwachs eingetreten ist. Diese pauschale Beteiligung wird jedoch reduziert um die während der Laufzeit des Genussscheins bereits an die Genussscheininhaber geleisteten ergebnisabhängigen Vergütungen. Zum 31.Dezember 2023 wurde hierfür eine langfristige Rückstellung in Höhe von 20 Tsd. EUR (31.12.2022: 20 Tsd. EUR) bilanziert. Die im Rahmen der Refinanzierung angefallenen Transaktionskosten wurden direkt ergebniswirksam gebucht. Somit wurden die Genussscheine in Höhe von 1.000 Tsd. EUR passiviert.

Die im Geschäftsjahr 2013 mit der Zurich Insurance plc abgeschlossene Vereinbarung über 7,5 Mio. EUR zur Bereitstellung von Avalen, die im Geschäftsjahr 2014 auf 10 Mio. EUR und im Geschäftsjahr 2022 auf 12,5 Mio. EUR ausgeweitet wurde, besteht weiterhin unverändert.

Finanzierung der Romaco S.r.l.

Weiterhin wurde mit Wirkung zum Februar 2019 von Romaco S.r.l., Bologna, ein Immobilienfinanzierungsvertrag zur Finanzierung eines Gebäudeneubaus abgeschlossen. Der Darlehensbetrag beträgt 13.500 Tsd. EUR (nachfolgend Kredit A-IT), zum 31.12.2023 waren noch 10.220 Tsd. EUR ausstehend.

Kredit Nominalbetrag
[Mio. EUR]
Laufzeit Zinssatz
A-IT 13,5 bis September 2024 3-Monats-Euribor* + Zinsmarge

* Der 6-Monats- bzw. der 3-Monats-Euribor beträgt minimal 0,00 %

(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 47.889 Tsd. EUR (VJ 43.054Tsd. EUR) sind unverzinslich.

(28) Vertragsverbindlichkeiten

In den Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 42.641 Tsd. EUR (VJ 35.312 Tsd. EUR) werden die von Kunden erhaltenen Beträge, die die von der Romaco-Gruppe erbachten Leistungen übersteigen, ausgewiesen. Die zum Vorjahresende angesetzten Vertragsverbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr komplett als Umsatzerlöse erfasst.

Die Truking-Gruppe schätzt, dass die Vertragsverbindlichkeiten in der nächsten Berichtsperiode vollumfänglich als Umsatzerlöse realisiert werden.

(29) Pensionsverpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Truking-Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.

Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen in Höhe von 2.771 Tsd. EUR (VJ 2.718 Tsd. EUR) wird als Aufwand des Berichtszeitraums ausgewiesen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen. Im Truking-Konzern resultieren leistungsorientierte Versorgungspläne aus Anwartschaften an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des Truking-Konzerns sowie deren Hinterbliebenen. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.

Bilanziell wird zwischen den Pensionsplänen mit und ohne Planvermögen unterschieden. Bei allen Pensionsplänen im Truking-Konzern handelt es sich um Pensionspläne ohne Planvermögen.

Pensionspläne und ähnliche Rückstellungen ohne Planvermögen

Die Pensionspläne und ähnliche Rückstellungen ohne Planvermögen umfassen die betriebliche Altersversorgung in Deutschland und Italien.

Die Verpflichtungen der italienischen Konzerngesellschaft betreffen dabei die TFR (trattamento di fine rapporto), die einer gesetzlichen Abfindung am Ende der Beschäftigung gleichkommen. Die Rückstellung betrifft alle aktiven Mitarbeiter der Gesellschaft (31. Dezember 2023: 187 Mitarbeiter; 31. Dezember 2022: 190 Mitarbeiter). Es wird pro Beschäftigungsjahr der 13,5te Teil des Bruttojahresgehaltes zurückgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen der betroffenen deutschen Konzerngesellschaften resultieren per 31. Dezember 2023 in vollem Umfang aus gewährten Einzelzusagen bzw. aus Verpflichtungen für geschlossene Versorgungsordnungen. Bei den zum Bilanzstichtag insgesamt 62Planteilnehmern (31. Dezember 2022: 66 Planteilnehmer) der deutschen Konzerngesellschaften handelt es sich um 49 Rentner, 11 Aktive und 2 mit unverfallbaren Ansprüchen ausgeschiedene Mitarbeiter.

Die angesetzten Pensionsrückstellungen haben sich in der Berichtsperiode 01.01.2023-31.12.2023 sowie in der Vergleichsperiode 01.01.2022-31.12.2022 insgesamt wie folgt entwickelt (in Tsd. EUR):

01.01.2023
Tsd. EUR Pensionsrückstellungen Bilanzwert Konsolidierungskreisänderung, Währungsanpassung Verbrauch Auflösung Zuführung
1.413 1.413 0 138 3 44
31.12.2023
Tsd. EUR Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung Bilanzwert Pensionsrückstellungen
-49 1.267 1.267
01.01.2022
Tsd. EUR Pensionsrückstellungen Bilanzwert Konsolidierungskreisänderung, Währungsanpassung Verbrauch Auflösung Zuführung
1.760 1.760 0 146 0 11
31.12.2022
Tsd. EUR Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung Bilanzwert Pensionsrückstellungen
-212 1.413 1.413

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung (bei inländischen Versorgungszusagen gemäß Richttafeln 2018 G von Heubeck) sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam, die vom wirtschaftlichen Umfeld im jeweiligen Land abhängen:

Deutschland Italien
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Biometrische Rechnungsgrundlagen RT 2018 G RT 2018 G ISTAT 2021 ISTAT 2021
Abzinsungsfaktor 3,55%-4,27% 3,07%-3,83% 3,48% 3,07%
Gehaltsdynamik 0,00% 0,00% n/a n/a
Rentendynamik 2,00%-2,10% 2,00%-2,10% n/a n/a

Die Gehaltsdynamik umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation jährlich geschätzt werden.

Aus Verminderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursache hierfür können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufes der Pensionsverpflichtungen sein. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden direkt im Eigenkapital erfasst (infolge der Inanspruchnahme der früheren sogenannten dritten Option des IAS 19 gilt dies für den Truking-Konzern seit dessen Bestehen).

Die Duration der Pensionsverpflichtungen der italienischen Konzerngesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 5,2 Jahre und jene der betroffenen deutschen Konzerngesellschaften auf durchschnittlich ca. 10 Jahre. Der Erwartungswert der an die Leistungsempfänger im Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 zu entrichtenden Leistungen beläuft sich auf 146 Tsd. EUR. Die voraussichtlichen Beitragszahlungen für die Pensionspläne belaufen sich für das Jahr 2024 auf 29 Tsd. EUR.

Entwicklung der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungszusagen

Deutschland Italien Gesamt
Tsd.EUR 01.01.- 31.12.2023 01.01.- 31.12.2022 01.01.- 31.12.2023 01.01.- 31.12.2022 01.01.- 31.12.2023 01.01.- 31.12.2022
Stand der Nettoverpflichtung zum 31.12.2023 (Vj. 31.12.2022) 805 1.036 609 725 1.413 1.760
davon fondsfinanziert - - - - - -
davon rückstellungsfinanziert 805 1.036 609 725 1.413 1.760
Laufender Dienstzeitaufwand 4 6 - - 4 6
Zinsaufwand 24 8 16 -3 40 5
Ertrag i.Zshg. mit Planabgeltung - - - - - -
Auszahlungen -61 -61 -77 -85 -138 -146
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -39 -184 -10 -28 -49 -212
davon aufgrund der Änderung finanzieller Annahmen -35 -196 -3 -77 -38 -273
Planabgeltung - - - - - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Sonstige Änderungen -2 - - -2
Stand der Nettoverpflichtung zum 31.12.2023 (Vj. 31.12.2022) 731 805 538 609 1.268 1.413
davon fondsfinanziert - - - - - -
davon rückstellungsfinanziert 731 805 538 609 1.268 1.413

Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Pensionsplänen

Deutschland Italien Gesamt
Tsd. EUR 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022 01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
Laufender Dienstzeitaufwand 4 6 - - 4 6
Zinsaufwand 24 8 16 -3 40 5
Ertrag i. Zshg. mit Planabgeltung 0 0 - - 0 0
Pensionsaufwand aus leistungsorientierten Zusagen 28 14 16 -3 44 11

Sensitivitäten

Die Verwendung eines um 0,25 Prozentpunkte höheren Diskontierungszinses hätte per 31. Dezember 2023 zu einer um Tsd. EUR 28 Tsd. EUR niedrigeren Defined Benefit Obligation geführt. Die Verwendung eines um 0,25 Prozentpunkte niedrigeren Diskontierungszinses hätte demgegenüber einen Anstieg der Defined Benefit Obligation um 30 Tsd. EUR zur Folge gehabt.

(30) Sonstige Verbindlichkeiten

Bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich (inkl. einbehaltender Lohn- und Kirchensteuer sowie Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung) in Höhe von 8.374 Tsd. EUR (VJ 5.985 Tsd. EUR). Des Weiteren sind hier Provisionen in Höhe von 5.796 Tsd. EUR (VJ 4.726 Tsd. EUR), kreditorischen Debitoren 223 Tsd. EUR (VJ 367 Tsd. EUR), abgegrenzte Ausgaben 1.281 Tsd. EUR (VJ 643 Tsd. EUR) als auch Steuern in Höhe von 92 Tsd. EUR (VJ 1.257 Tsd. EUR) enthalten..

(31) Sonstige Rückstellungen

[Tsd. EUR] Stand 31.12.2022 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2023 davon langfristig
Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen für Nachlaufkosten 4.174 -2.670 -48 3.103 4.559
Sonstige personal-bezogene Rückstellungen 492 -1 0 253 744 494
Garantierückstellungen 1.448 0 -12 573 2.009
Übrige Rückstellungen 184 -80 -4 198 298
Summe 6.298 - 2.751 - 64 4.127 7.610 494
[Tsd. EUR] Stand 31.12.2021 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2022 davon langfristig
Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen für Nachlaufkosten 4.387 -2.425 202 2.414 4.174
Sonstige personal-bezogene Rückstellungen 313 -172 0 351 492 301
Garantierückstellungen 2.383 -472 -758 295 1.448
Übrige Rückstellungen 301 -200 0 84 184
Summe 7.383 - 3.269 - 960 3.144 6.298 301

Die Rückstellungen für Nachlaufkosten umfassen die Kosten für nachträgliche Installationen, Probeläufe und Nacharbeiten der gelieferten Maschinen beim Kunden. Die Nachlaufkosten fallen innerhalb des folgenden Geschäftsjahres an.

Die sonstigen personalbezogenen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit. Die entsprechenden Auszahlungen fallen mit Eintritt der jeweiligen Voraussetzungen (z. B. Erreichung des Jubiläumszeitpunkts oder des Eintritts für die Altersteilzeit) an. Für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand in Höhe von 253 Tsd. EUR (VJ 108 Tsd. EUR) erfasst.

Die Rückstellungen für Gewährleistung dienen zur Deckung von Risiken, die nicht versichert sind oder die über versicherbare Risiken hinausgehen. Die Inanspruchnahme dieser Rückstellungen wird innerhalb eines kurzfristigen Zeitraumes erwartet.

Für die Bewertung der Altersteilzeitrückstellung wurde mit einem Rechnungszins von 3,46 % (VJ 3,07 %) pro Jahr sowie mit einem Gehaltstrend von 2,5 % (VJ 2,5 %) pro Jahr gerechnet. Es wird angenommen, dass sich die Beitragsbemessungsgrenzen analog zum Gehaltstrend entwickeln werden. Für die demographischen Annahmen wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet.

Sonstige Erläuterungen

(32) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung weist entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit aus.

Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung entsprechen den in der Bilanz ausgewiesenen Beträgen, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit wird ausgehend vom Konzernergebnis nach Ertragsteuern der Truking-Gruppe indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und den Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt.

(33) Finanzinstrumente

Die Klassen und Kategorien nach IFRS 9 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

AC = Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised costs), FVPL = Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (at fair value through profit and loss), FVOCI = Bewertung erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (at fair value through other comprehensive income)

31.12.2023 Kategorie (IFRS 9) Enthalten in Bilanzposten Buchwert
[Tsd. EUR]
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC Ford. a. L.u.L. 64.388
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte AC Kurzfr. so. Vermögensw.* 283
Zahlungsmittel AC Zahlungsmittel u. -äquivalente 2.116
Verbindlichkeiten Kreditinstitute AC Finanzver- 38.827
bindlichk.
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC Finanzver- 2.815
bindlichk.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC Vblk. a. L.u.L. 47.889
Leasingverbindlichkeiten AC Leasingver- 8.002
bindlichk.
Sonstige Verbindlichkeiten AC So. Vblk.* 2.220
Derivate ohne Hedge Accounting FVPL So. Vblk. 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten FVPL Finanzver- 7.361
bindlichk.**
Wertansatz Bilanz nach IFRS 93
31.12.2023
[Tsd. EUR]
Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64.388 0 0 64.388
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 283 0 0 283
Zahlungsmittel 2.116 0 0 2.116
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 38.827 0 0 38.827
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2.815 0 0 2.815
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.889 0 0 47.889
Leasingverbindlichkeiten 8.002 0 0 8.002
Sonstige Verbindlichkeiten 2.220 0 0 2.220
Derivate ohne Hedge Accounting 0 0 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0 7.361 7.361

* Sonstige Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, auf die IFRS7/IFRS 9 zutreffen

** Hierbei handelt es sich nicht um Finanzinstrumente, da diese Verbindlichkeiten nicht gegen Unternehmen bestehen und somit nicht die Definition eines Finanzinstruments gemäß IAS 32 erfüllen.

31.12.2022
[Tsd. EUR]
Kategorie (IFRS 9) Enthalten in Bilanzposten Buchwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC Ford. a. L.u.L. 48.249
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte AC Langfr. Ford. U. so. Vermögensw. 985
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte AC Kurzfr. so. Vermögensw.* 81
Zahlungsmittel AC Zahlungsmittel u. -äquivalente 5.520
Verbindlichkeiten Kreditinstitute AC Finanzver- 38.811
bindlichk.
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC Finanzver- 4.444
bindlichk.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC Vblk. a. L.u.L. 43.054
Leasingverbindlichkeiten AC Leasingver- 8.897
bindlichk
Sonstige Verbindlichkeiten AC So. Vblk.* 627
Derivate ohne Hedge Accounting FVPL So. Vblk. 3
Sonstige Finanzverbindlichkeiten FVPL Finanzver- 8.043
bindlichk.**
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
31.12.2022
[Tsd. EUR]
Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.249 0 0 48.249
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 985 0 0 985
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 81 0 0 81
Zahlungsmittel 5.520 0 0 5.520
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 38.811 0 0 38.811
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 4.444 0 0 4.444
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.054 0 0 43.054
Leasingverbindlichkeiten 8.897 0 0 8.897
Sonstige Verbindlichkeiten 627 0 0 627
Derivate ohne Hedge Accounting 0 0 3 3
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0 8.043 8.043

* Sonstige Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, auf die IFRS7/IFRS 9 zutreffen

** Hierbei handelt es sich nicht um Finanzinstrumente, da diese Verbindlichkeiten nicht gegen Unternehmen bestehen und somit nicht die Definition eines Finanzinstruments gemäß IAS 32 erfüllen.

Die Buchwerte der Kategorien sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2023
[Tsd. EUR]
Buchwert
Finanzielle Vermögenswerte - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 66.787
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert* 7.361
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC /IFRS 16 ) 99.753

* Hierbei handelt es sich nicht um Finanzinstrumente, da diese Verbindlichkeiten nicht gegen Unternehmen bestehen und somit nicht die Definition eines Finanzinstruments gemäß IAS 32 erfüllen.

31.12.2022
[Tsd. EUR]
Buchwert
Finanzielle Vermögenswerte - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 54.835
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert* 8.046
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 95.833

* Hierbei handelt es sich nicht um Finanzinstrumente, da diese Verbindlichkeiten nicht gegen Unternehmen bestehen und somit nicht die Definition eines Finanzinstruments gemäß IAS 32 erfüllen.

Der Buchwert des variablen Kaufpreises sowie derivativer Finanzinstrumente entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Der beizulegende Zeitwert wird mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle (Discounted Cash Flow und Optionspreismodell) auf der Basis aktueller Marktwertparameter berechnet (Stufe 2). Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Truking Gruppe bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse, Zinssätze und Bonitäten der Vertragspartner berechnet.

Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte verfügen über kurze Restlaufzeiten bzw. Fälligkeiten, weshalb deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entsprechen.

Für die sonstigen langfristigen Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird aufgrund guter Bonität und einer geringen Restlaufzeit unterstellt, dass ihr Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben im Wesentlichen kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Buchwerte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Gleiches gilt für die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.

Bei den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich im Wesentlichen um Kredite mit variabler Verzinsung (Zinsmarge zzgl. Euribor). Die Zinsmarge hängt von vordefinierten Kennzahlen der Truking-Gruppe ab. Aufgrund dieser Faktoren wird davon ausgegangen, dass der Buchwert der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Hierarchie beizulegender Zeitwerte

Die Truking-Gruppe verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je nach Bewertungsverfahren:

Stufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Verbindlichkeiten und Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wurden der folgenden Stufe zugeordnet:

[Tsd. EUR] Zum 31. Dezember 2023 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Zinsfloor 0 - 0 -
Variabler Kaufpreis 7.361 - 7.361 -
[Tsd. EUR] Zum 31. Dezember 2022 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten
Zinsfloor 3 - 3 -
Variabler Kaufpreis 8.043 - 8.043 -

In der Stufe 2 wirken sich u.a. die am Markt beobachtbaren Zinsen als Input-Faktoren auf die Bewertung aus.

Während der Berichtsperiode gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3.

Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Bewertungskategorien

Nachfolgend wird das Nettoergebnis der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien dargestellt. Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen und Zinserträge, Ergebnisse aus dem Abgang von Finanzinstrumenten, Wechselkursänderungen sowie Ergebnisse aus Wertänderungen.

Die Nettoergebnisse pro Bewertungskategorie stellen sich wie folgt dar:

[Tsd.EUR] 01.01. - 31.12.2023 Kategorie aus Zinsen
Finanzielle Vermögenswerte - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) AC 10
Finanzielle Vermögenswerte - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) FVPL 0
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) FVPL 0
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) AC -3.652
Gesamt - 3.642
[Tsd.EUR] aus der Folgebewertung
01.01. - 31.12.2023 zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
Finanzielle Vermögenswerte - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 0 -206 154 0 -42
Finanzielle Vermögenswerte - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) 0 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) 1 0 0 0 1
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 0 0 0 0 -3.652
Gesamt 1 - 206 154 0 - 3.693
[Tsd. EUR] 01.01. - 31.12.2022 Kategorie aus Zinsen
Finanzielle Vermögenswerte - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) AC 8
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) - Bewertung erfolgswirksam zum beizul e genden Zeitwert FVPL 0
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) FVPL 0
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) AC -2.144
Gesamt - 2.135
[Tsd. EUR] aus der Folgebewertung
01.01. - 31.12.2022 zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
Finanzielle Vermögenswerte - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 0 -652 -31 10 -665
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) - Bewertung erfolgswirksam zum beizul e genden Zeitwert 0 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) 494 0 0 0 494
Finanzielle Verbindlichkeiten - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 0 0 0 0 -2.144
Gesamt 494 - 652 - 31 10 - 2.315

Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten ist mit dem Betrag angegeben, zu dem das betreffende Instrument in einer gegenwärtigen Transaktion (ausgenommen erzwungene Veräußerung oder Liquidation) zwischen vertragswilligen Geschäftspartnern getauscht werden könnte.

Die wesentlichen Effekte aus der Währungsumrechnung resultieren aus Intercompany-Darlehen, die ergebniswirksam umgerechnet wurden.

Risiken aus Finanzinstrumenten

Der Truking-Konzern unterliegt mit seinen finanziellen Aktivitäten verschiedenen Risiken. Der Truking-Konzern überwacht die Risiken und schließt soweit notwendig Absicherungstransaktionen ab. Die finanziellen Risiken bestehen aus dem Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko und dem Marktrisiko, das sich aus dem Preis-, Währungs- und Zinsrisiko zusammensetzt.

Kreditrisiko

Für Finanzinstrumente wird ein aktives Risikomanagement mit Beurteilung und Überwachung der Forderungen durchgeführt. Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und dem Truking-Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Entsprechend werden Derivatgeschäfte ausschließlich mit Geschäftspartnern einwandfreier Bonität eingegangen. Die Kreditrisiken der übrigen finanziellen Vermögenswerte werden durch Bonitätsprüfungen kontrolliert.

Darüber hinaus werden von den Kunden in der Regel Anzahlungen im Rahmen von 30-40% des Auftragswertes geleistet. Üblich ist auch, dass die Auslieferung erst nach einer weiteren Zahlung (dann zusammen mit anfänglich erhaltener Anzahlung bis zu 90% der Auftragssumme) erfolgt. Mit den getroffenen Maßnahmen wird sichergestellt, dass Verkäufe nur an Kunden erfolgen, die sich in der Vergangenheit als kreditwürdig erwiesen haben, und dass sich das bei Verkäufen bestehende Ausfallrisiko innerhalb eines angemessenen Rahmens bewegt.

Da mit den Kunden keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen getroffen werden, stellt die Gesamtheit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte sowie der sonstigen Vermögenswerte gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar.

Der Wertberichtigungsbedarf wird seit dem 1. November 2018 mit dem Modell der erwarteten Kreditverluste („ECL“) gemäß IFRS 9 ermittelt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Die Truking-Gruppe wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; demzufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen.

Die geschätzten erwarteten Kreditverluste werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditverlusten der letzten Jahre berechnet.

Die Truking-Gruppe berechnet die erwarteten Kreditverluste mittels einer sog. Wertberichtigungsmatrix, die in der nachfolgenden Tabelle dargestellt wird.

Die Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen werden anhand von Skalierungsfaktoren angepasst, um die Unterschiede zwischen den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Sammlung der historischen Daten, den derzeitigen Bedingungen und der Sicht der Truking-Gruppe auf die wirtschaftlichen Bedingungen über die erwartete Laufzeit der Forderungen widerzuspiegeln. Die Skalierungsfaktoren basieren unter anderem auf Vorhersagen des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Die Truking-Gruppe berechnet die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte mittels einer sog. Wertberichtigungsmatrix, die in der nachfolgenden Tabelle dargestellt wird:

31.12.2023
[Tsd. EUR]
Summe Nicht überfällig < 30 Tage 30 bis 60 Tage
Geschätzter Gesamtbruttobuchwert bei Zahlungsverzug* 79.193 65.280 5.361 4.170
Erwartete Kreditausfallrate 0,03% 0,25% 0,56%
Erwarteter Kreditverlust 696 21 13 23
31.12.2023
[Tsd. EUR]
61 bis 90 Tage 91 bis 365 Tage > 365 Tage
Geschätzter Gesamtbruttobuchwert bei Zahlungsverzug* 1.273 2.305 804
Erwartete Kreditausfallrate 0,83% 3,54% 86,56%
Erwarteter Kreditverlust 11 82 546
31.12.2022
[Tsd. EUR]
Summe Nicht überfällig < 30 Tage 30 bis 60 Tage
Geschätzter Gesamtbruttobuchwert bei Zahlungsverzug 93.998 82.027 6.426 1.664
Erwartete Kreditausfallrate 0,02% 0,22% 0,51%
Erwarteter Kreditverlust 720 19 13 9
31.12.2022
[Tsd. EUR]
61 bis 90 Tage 91 bis 365 Tage > 365 Tage
Geschätzter Gesamtbruttobuchwert bei Zahlungsverzug 922 2.217 742
Erwartete Kreditausfallrate 0,69% 2,76% 82,44%
Erwarteter Kreditverlust 6 61 612

* Die Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft Truking Technology und die Anzahlungsforderungen sind hier nicht berücksichtigt.

Der geschätzte Gesamtbruttobuchwert bei Zahlungsverzug enthält den Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Bruttobuchwert der Vertragsvermögenswerte ohne Berücksichtigung der erhaltenen Anzahlungen, da den erhaltenen Anzahlungen Verbindlichkeiten in gleicher Höhe gegenüberstehen. Die Entwicklung der Wertberichtigungen ist im Abschnitt (18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel unterliegen genauso wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte den Vorschriften des IFRS 9.

Die Wertminderung erfolgt nach dem Drei-Stufen-Modells, genauer der Stufe 1 für die nächsten 12 Monate. Der identifizierte Wertminderungsaufwand war jedoch unwesentlich, weshalb auf eine Erfassung verzichtet wurde.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern benötigt ausreichende Mittel zur Erfüllung seiner finanziellen Verpflichtungen. Die Kreditwürdigkeit des Truking-Konzerns erlaubt die Beschaffung von liquiden Mitteln in ausreichendem Maße. Darüber hinaus sind noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien vorhanden.

In der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen dargestellt. Einbezogen wurden alle Finanzinstrumente (inklusive Derivate), die sich zum jeweiligen Bilanzstichtag im Bestand befanden und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Bei der Ermittlung der Zins- und Tilgungszahlungen wurde die Änderungsvereinbarung vom 7. Januar 2019 zum Konsortialkreditvertrag berücksichtigt. Dies bedeutet, dass die Verlängerung der Laufzeit der Kredite B-E um zwei Jahre berücksichtigt wurde. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt gültigen Zinssätze ermittelt. Planzahlungen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gingen in die Analyse nicht mit ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet. Es wird von einer umgehenden Rückzahlung der in Anspruch genommenen Kreditlinien ausgegangen, daher wurden keine Zinsen berücksichtigt.

[Tsd. EUR] Cash Flows 01.01.2024 - 31.12.2024
31.12.2023 Buchwert Zins fix Zins var. Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 49.003 -244 - 420 -40.632
Verbindlichkeiten aus Lieferung u. Leistung 47.889 0 0 -47.889
Leasingverbindlichkeiten 8.002 -333 0 -1.862
Sonstige Verbindlichkeiten 2.220 0 0 -2.220
Derivate ohne Hedge Accounting 0 0 0 0
[Tsd. EUR] Cash Flows 01.01.2025 - 31.12.2025 Cash Flows 01.01.2026 - 31.12.2026
31.12.2023 Zins fix Zins var. Tilgung Zins fix Zins var. Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 0 0 -7.312 0 0 -1.206
Verbindlichkeiten aus Lieferung u. Leistung 0 0 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten -328 0 -1.333 -323 0 -1.333
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Derivate ohne Hedge Accounting 0 0 0 0 0 0
[Tsd. EUR] Cash Flows 01.01.2027 - 31.12.2027 Cash Flows 01.01.2028 - 31.12.2028 ff.
31.12.2023 Zins fix Zins var. Tilgung Zins fix Zins var. Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferung u. Leistung 0 0 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten -314 0 -1.193 -591 0 -2.281
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Derivate ohne Hedge Accounting 0 0 0 0 0 0
[Tsd. EUR] Cash Flows 01.01.2023 - 31.12.2023
31.12.2022 Buchwert Zins fix Zins var. Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 49.999 -182 -561 -19.789
Verbindlichkeiten aus Lieferung u. Leistung 43.054 0 0 -43.054
Leasingverbindlichkeiten 8.897 -100 0 -959
Sonstige Verbindlichkeiten 627 0 0 -627
Derivate ohne Hedge Accounting 3 0 0 0
[Tsd. EUR] Cash Flows 01.01.2024 - 31.12.2024 Cash Flows 01.01.2025 - 31.12.2025
31.12.2022 Zins fix Zins var. Tilgung Zins fix Zins var. Tilgung
Finanzverbindlichkeiten -685 -377 -20.457 -2 0 -8.128
Verbindlichkeiten aus Lieferung u. Leistung 0 0 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten -643 0 -1.873 -503 0 -1.726
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Derivate ohne Hedge Accounting 0 0 0 0 0 0
[Tsd. EUR] Cash Flows 01.01.2026 - 31.12.2026 Cash Flows 01.01.2027 - 31.12.2027 ff.
31.12.2022 Zins fix Zins var. Tilgung Zins fix Zins var. Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 0 0 -16 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferung u. Leistung 0 0 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten -371 0 -1.300 -450 0 -4.283
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Derivate ohne Hedge Accounting 0 0 0 0 0 0

Eine langfristige und ausreichende Finanzierungstruktur im Maschinen- und Anlagenbau ist eine entscheidende Größe. Die Finanzierung der Gruppe ist am 27. September 2024 durch neue Bankdarlehensverträge mit einem Gesamtvolumen von 48,6 Mio. EUR und einer Laufzeit bis September 2025 gesichert. Die Covenants für die neuen Bankdarlehensverträge zum 31. Dezember 2024 wurden eingehalten und Verhandlungen über eine langfristige Anschlussfinanzierung haben begonnen.

Zur Liquiditätssicherung der Gesellschaft hat die Konzerngesellschaft Truking Technology Limited mit Datum vom 13. Mai 2025 eine unbeschränkte Patronatserklärung an die Gesellschaft ausgegeben. Diese Patronatserklärung hat eine Mindestlaufzeit bis zum 28.09.2026. Die Geschäftsführung betont, dass die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Patronatserklärung in der Mindestlaufzeit allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen kann. Damit ist aus Sicht der Geschäftsführung die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gesichert.

Marktrisiko

Der Truking-Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Ein Ziel des Risikomanagementsystems ist die Absicherung gegen nachteilige Folgen für die finanzielle Leistungsfähigkeit des Truking-Konzerns. Dabei werden marktübliche Instrumente wie Zinsswaps eingesetzt.

Währungsrisiko

Die Gesellschaften des Truking-Konzerns sind weltweit tätig und deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die Auswirkungen auf die auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen haben.

Durch Sensitivitätsanalysen werden Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der Wechselkurse am Bilanzstichtag auf die Gewinn- und Verlustrechnung und das Eigenkapital überwacht. Dabei werden die hypothetischen Wechselkursänderungen auf den Bestand der Finanzinstrumente, welche nicht in ihrer funktionalen Währung denominiert und monetärer Art sind, bezogen; Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Es wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ ist für den Zeitraum 01. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024.

Die Auswirkungen hypothetischer Wechselkursänderungen auf das Translationsrisiko sind nicht Gegenstand der Sensitivitätsanalyse. Folgende Annahmen werden der Sensitivitätsanalyse zu Grunde gelegt. Hypothetische Wechselkursänderungen haben einen GuV-wirksamen Einfluss auf die Fremdwährungsergebnisse aus der Stichtagsbewertung der auf fremde Währung lautenden Salden. Fremdwährungsderivate waren weder in der Berichtsperiode noch zum Bilanzstichtag im Einsatz. Sensitivitäten wurden für den USD, den BRL und den CNY ermittelt. Das Währungsrisiko-Exposure entspricht dem Nettobetrag des Nominalvolumens der originären und derivativen Finanzinstrumente, die Währungsrisiken ausgesetzt sind:

Bei einer Aufwertung des Euros gegenüber der jeweiligen Fremdwährung um 10 % betragen die hypothetischen Auswirkungen auf das Konzernergebnis und auf das Gesamtergebnis gegenüber dem USD -56 Tsd. EUR (VJ -288 Tsd. EUR), gegenüber dem BRL -151 Tsd. EUR (VJ -199 Tsd. EUR) und gegenüber dem CNY -624 Tsd. EUR (VJ -849 Tsd. EUR). Bei einer Abwertung um 10 % wäre die hypothetische Ergebnisauswirkung wie folgt ausgefallen: EUR/USD: 68 Tsd. EUR (VJ 352 Tsd. EUR), EUR/BRL: 130 Tsd. EUR (VJ 174 Tsd. EUR), EUR/CNY 4.024 Tsd. EUR (VJ 2.926 Tsd. EUR).

Es wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsrisiko

Die Finanzierung der Truking-Gruppe erfolgt durch die Finanzierung der Romaco Holding GmbH und Romaco Pharmatechnik GmbH über externe Kreditgeber.

Nach der im September 2016 durchgeführten Refinanzierung erfolgt die Fremdfinanzierung des Truking-Konzerns im Wesentlichen auf Basis von variabel verzinsten Darlehen.

Durch eine Sensitivitätsanalyse der variabel verzinsten Darlehen werden die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen des Zinsniveaus simuliert und überwacht. Stichtag für diese Analyse ist der 31. Dezember 2023.

Erhöht sich das Zinsniveau in der Berichtsperiode um 100 Basispunkte, hat dies eine Mehrbelastung aus den variabel verzinsten Darlehen von 416 Tsd. EUR zur Folge. Fällt das Zinsniveau in der nächsten Berichtsperiode hingegen um 100 Basispunkte reduziert sich die Zinsbelastung aus den variablen Darlehen um 416 Tsd. EUR.

Zeitwert von Finanzinstrumenten

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte (ohne die Derivate), sonstige langfristige Vermögenswerte, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite sowie langfristige Darlehen.

Der Buchwert der Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert langfristiger Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Die in der Bilanz ausgewiesenen Werte betreffen überwiegend variabel verzinsliche Verbindlichkeiten und kommen daher dem Zeitwert sehr nahe. Die negativen beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente sind unter den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Ermittlung der Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente erfolgt unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten.

Veränderung der Finanzverbindlichkeiten

[Tsd. EUR] Stand 01.01.2023 Cashflows Nicht - Zahlungswirksame Veränderungen Stand 31.12.2023
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 33.156 -1.396 -22.479 9.281
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 18.143 -20 21.599 39.722
Summe 51.299 - 1.416 - 880 49.003
[Tsd. EUR] Stand 01.01.2022 Cashflows Nicht zahlungswirksame Veränderungen Stand 31.12.2022
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 29.072 1.679 2.405 33.156
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 10.921 7.141 81 18.143
Summe 39.993 8.820 2.486 51.299

(34) Kapitalsteuerung

Vorrangige Ziele der Kapitalsteuerung der Truking-Gruppe sind die Unterstützung der laufenden Geschäftstätigkeit mit ausreichenden finanziellen Mitteln und die Steigerung des Unternehmenswerts. Dazu ist eine angemessene Ausstattung mit Eigenkapital und mittelfristig eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals mindestens in Höhe der konzerninternen Vorgaben notwendig.

Die Truking-Gruppe überwacht ihr Kapital mit Hilfe der Nettoliquidität. Die Nettoliquidität setzt sich aus den Zahlungsmitteln, vermindert um kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und vermindert um die Verbindlichkeiten aus der Begebung von Genussscheinen zusammen. Die Verbindlichkeiten werden jeweils mit ihrem Nominalbetrag berücksichtigt. Die Nettoliquidität stellt sich wie folgt dar:

[Tsd. EUR] 31.12.2023 31.12.2022
Verzinsliche Darlehen -40.750 -42.480
Genussscheine -1.000 -1.000
Zahlungsmittel 2.116 5.520
Nettoliquidität - 39.634 - 37.960

Um Liquiditätsrisiken frühzeitig zu erkennen, werden neben einem monatlichen Abgleich zwischen dem Budget und dem rollierenden Forecast, wöchentliche Liquiditätsplanungen auf Basis einer rollierenden 13-Wochen Vorschau durchgeführt.

Die Finanzierung auf Ebene der Romaco Pharmatechnik unterliegt mit der Unterzeichnung des neuen Konsortialkreditvertrags vom 27. September 2016 indirekt Mindestkapitalanforderungen der fremdkapitalgebenden Kreditinstitute in Form von definierten Kennzahlen (sog. Covenants).

Die auf der Basis des am 27. September 2016 unterzeichneten Konsortialkreditvertrages zu ermittelten Kennzahlen zum 31. Dezember 2023 entsprechen allesamt den Vorgaben des Kreditvertrages.

(35) Leasingverhältnisse

Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern hat Leasingverträge für Immobilien, Kraftfahrzeuge und sonstige Ausrüstung, die er in seinem Betrieb einsetzt, abgeschlossen. Die Abtretung und das Unterleasing der Leasinggegenstände durch den Konzern sind generell untersagt.

Der Konzern hat außerdem Leasingverträge für Maschinen abgeschlossen, die eine Laufzeit von zwölf Monaten oder weniger aufweisen, sowie für Büroausstattungsgegenstände mit geringem Wert. Auf diese Leasingverträge wendet der Konzern die Wahlrechte des IFRS 16.5 an, die für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, gelten.

In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der bilanzierten Nutzungsrechte und die Veränderungen während der Berichtsperiode dargestellt:

[Tsd. EUR] Immobilien und Grundstücke Kraftfahrzeuge und sonstige Ausrüstung Summe
Stand 01. Januar 2023 6.356 1.963 8.320
Zugänge 629 724 1.353
Abgänge -0 -35 -35
Abschreibungsaufwand -1.443 -725 -2.168
Währungsumrechnung 2 -6 -4
Stand 31. Dezember 2023 5.544 1.921 7.466
[Tsd. EUR] Immobilien und Grundstücke Kraftfahrzeuge und sonstige Ausrüstung Summe
Stand 1. Januar 2022 7.131 1.847 8.979
Zugänge 611 779 1.390
Abgänge 0 0 0
Abschreibungsaufwand -1374 -692 -2.066
Währungsumrechnung -12 29 17
Stand 31. Dezember 2022 6.356 1.963 8.320

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Leasingverbindlichkeiten (die in den kurzfristigen und langfristigen Schulden enthalten sind) und die Veränderungen während der Berichtsperiode:

[Tsd. EUR] 2023
Stand 01. Januar 2023 8.897
Zugänge 1.353
Zinszuwachs 339
Zahlungen -2.587
Stand 31. Dezember 2023 8.002
davon kurzfristig 1.908
davon langfristig 6.094
[Tsd. EUR] 2022
Stand 01. Januar 2022 9.433
Zugänge 1.364
Zinszuwachs 398
Zahlungen -2.298
Stand 31. Dezember 2022 8.897
davon kurzfristig 1.010
davon langfristig 7.887

In der Berichtsperiode wurden folgende Beträge erfolgswirksam erfasst:

[Tsd. EUR] 2023 2022
Abschreibungsaufwand für die Nutzungsrechte 2.168 2.066
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 339 398
Erfolgswirksam erfasster Gesamtbetrag 2.507 2.464

In der Berichtsperiode sind keine wesentlichen Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, Aufwendungen für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert oder für variable Leasingzahlungen angefallen.

Der Konzern hat mehrere Leasingverträge abgeschlossen, die Verlängerungs- und Kündigungsoptionen enthalten. Diese Optionen werden vom Management ausgehandelt, um das Portfolio an Leasinggegenständen flexibel und in Einklang mit den jeweiligen Geschäftsanforderungen des Konzerns verwalten zu können. Die Beurteilung der Frage, ob die Ausübung dieser Verlängerungs- und Kündigungsoptionen hinreichend sicher ist, erfordert wesentliche Ermessensentscheidungen vonseiten des Managements.

Alle wesentlichen vorliegenden Verlängerungsoptionen wurden bei der Ermittlung der Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt. Es bestehen keine wesentlichen Leasingzahlungen für Perioden nach dem Ausübungszeitpunkt der Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die nicht in die Laufzeit des Leasingverhältnisses eingeschlossen sind.

Konzern als Leasinggeber

Der Konzern hat Operating-Leasingverträge für seine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien abgeschlossen. Diese umfassen bestimmte kurzfristig kündbare Büroräume und Fertigungseinrichtungen. Die während des Geschäftsjahres erzielten Mieterträge des Konzerns beliefen sich auf 377 Tsd. EUR (VJ 364 Tsd. EUR).

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen in Höhe von 382 Tsd. EUR (VJ 382 Tsd EUR) auf künftige Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasing Verhältnissen, die innerhalb eines Jahres fällig werden.

(36) Offene Rechtsfälle

Die Truking Europe GmbH und ihre Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaften oder des Konzerns haben könnten.

Für entsprechende finanzielle Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren mit unerheblichen negativen Einfluss werden bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet bzw. bestehen in angemessenem Umfang Sicherungsdeckungen und wurden im Konzern berücksichtigt.

(37) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Gemäß IAS 24 sind Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sowie Beziehungen und Geschäftsvorfälle anzugeben.

Alleiniger Gesellschafter der Truking Europe GmbH ist die Truking Asset Management (Changsha) Ltd, Changsha/CN.

Als nahestehende Personen im Truking Konzern kommen grundsätzlich die Mitglieder der Geschäftsführung der Truking Europe GmbH sowie die Mitglieder des Beirats der Romaco Holding GmbH in Betracht. Alle Tochterunternehmen der Truking Europe GmbH werden in den Konzernabschluss der Truking Europe GmbH einbezogen und sind somit nicht Gegenstand einer Berichterstattung über Beziehungen zu nahestehenden Personen.

Die Truking Asset Management Ltd, Changsha und die Truking Technology Ltd., Changsha (oberstes Mutterunternehmen des Truking-Konzerns) (nachfolgend „Truking-Gesellschaften“) kommen ebenfalls als nahestehende Unternehmen in Betracht.

Alle Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen mit der Truking Asset Management (Changsha) Ltd. für das betreffende Geschäftsjahr:

[Tsd. EUR] 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 0 996

Folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen mit Truking Technology Ltd. für das betreffende Geschäftsjahr:

[Tsd. EUR] 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Erbrachte Lieferungen und Leistungen 13.570 10.559
Bezogene Lieferungen und Leistungen 2.040 1.360
Forderungen zum Bilanzstichtag 11.218 1.187
Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 4.725 977

Die Transaktionen liefen mit der Muttergesellschaft und deren Gesellschafter, nicht mit deren Schwestergesellschaften.

Die erbrachten Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Serviceleistungen (im Vorjahr Lieferungen von Maschinen). Es bestehen keine Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Zur Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung wird auf Abschnitt 38 verwiesen.

Über die beschriebenen Geschäfte hinaus haben Gesellschaften der Truking-Gruppe keine weiteren berichtspflichtigen Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen vorgenommen.

(38) Zusammensetzung der Geschäftsführung und deren Bezüge

Die Truking Europe GmbH wird durch Herrn Jianjun He als alleinigen Geschäftsführer vertreten.

Sein Anstellungsverhältnis besteht mit der Romaco Holding GmbH, über die er auch seine Bezüge bezieht. Die Bruttobezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr vom 01.01.-31.12.2023 insgesamt auf 150 Tsd. EUR (VJ: 150 Tsd. EUR) und entfallen vollständig auf kurzfristig fällige Leistungen.

(39) Honorare des Abschlussprüfers

Das Honorar der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt am Main, beträgt für das Geschäftsjahr insgesamt 284 Tsd. EUR (VJ 271 Tsd. EUR). Der Betrag des Berichtsjahres entfällt in voller Höhe von 284 Tsd. EUR (VJ 271 Tsd. EUR) auf Abschlussprüfungsleistungen.

(40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Herr Jörg Pieper ist im Januar 2024 und Herr Markus Kimpel im September 2024 aus der Geschäftsführung der Romaco Holding GmbH ausgeschieden. Herr Jens Torkel hat seit Januar 2024 und Frau Xiaoyan Li seit Oktober 2024 die Geschäftsführung übernommen.

Im September 2024 wurden neue Kreditverträge mit einer Bank über ein Gesamtvolumen von 48,6 Mio. EUR durch die Romaco Holding GmbH geschlossen. Die Laufzeit dieser Verträge endet am 26. September 2025.

Die im Rahmen des am 27. September 2016 durch Romaco Pharmatechnik mit einem Bankenkonsortium geschlossenen Konsortialkreditvertrags eingeräumten Kredite wurden gemäß Vereinbarung zum 30. September 2024 vollständig getilgt. Das Darlehen der Romaco S.r.l. wurde am 30.September 2024 ebenfalls komplett zurückgezahlt.

Im März 2025 hat Romaco Holding GmbH zwei Darlehensverträge mit zwei neuen Banken in Höhe von 15,8 Mio. EUR abgeschlossen. Die Laufzeit dieser Verträge endet am 11. März 2026. Die am 28. April 2025 mit der Allianz Trade abgeschlossene Vereinbarung stellt einen zusätzlichen Aval von 10,0 Mio. EUR für die Gruppe bereit.

Am 12. März 2025 wurde der Kaufpreis - wie vereinbart - für die restliche 25% der Anteile der Romaco Tecpharm S.L. an die Minderheitseigner ausgezahlt.

 

Karlsruhe, 12. Juni 2025

Truking Europe GmbH

Die Geschäftsführung

Jianjun He

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Truking Europe GmbH, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Truking Europe GmbH, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Truking Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 12. Juni 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zheng Wang, Wirtschaftsprüferin

Dennis Kaufholz, Wirtschaftsprüfer

*****

Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 07.07.2025 gebilligt.

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