Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 33670
Vorher
SCUR-Alpha 1497 GmbH
Eingetragen
14.4.2022
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenSonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
Gegenstand
die Verwaltung eigenen Vermögens (insbesondere Beteiligungen an Gesellschaften des produzierenden Gewerbes) sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art (z. B. administrativer, finanzieller, kaufmännischer oder technischer Art) gegenüber unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Jörg Matthias Klatt
seit 21.9.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
IK IX Luxco 13 S.a r.l.LUX
89.30%
10.70%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
IK IX Luxco 13 S.a r.l.
Luxembourg
22.333 €
89.30%
Praetorian MEP GmbH & Co. KG
Germany
2.667 €
10.70%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Praetorian HoldCo GmbH

Wiesbaden

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur

Die Praetorian HoldCo GmbH ist die Konzernobergesellschaft der MÜPRO Unternehmensgruppe. Der Konzern entstand am 2. August 2022 durch den Übergang aller Anteile der MÜPRO International GmbH und MÜPRO Group GmbH auf die operative Führungsgesellschaft Praetorian BidCo GmbH, einer 100%igen Tochter der Praetorian HoldCo GmbH. Die MÜPRO International GmbH wurde rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die Praetorian BidCo GmbH verschmolzen. Die Praetorian BidCo GmbH wurde in MÜPRO International GmbH umfirmiert. Nachdem Rumpfwirtschaftsjahr 2022 ist 2023 das erste volle Wirtschaftsjahr in der neuen Konzernstruktur.

MÜPRO, gegründet 1964, ist ein führender Anbieter von Rohrleitungsbefestigungstechnik für die technische Gebäudeausrüstung, Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik ("SHVAC"). MÜPRO verfügt über ein umfassendes und modulares Produktportfolio, das u.a. die Anforderungen an Schallschutz, Brandschutz und Korrosionsbeständigkeit erfüllt. MÜPRO ist in einem wachsenden Marktsegment tätig, dessen Wachstum neben Neubau auch durch Modernisierung von SHVAC-Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Verbesserung der gebäudebezogenen Dekarbonisierung angetrieben wird.

MÜPRO hat seinen Hauptsitz in Wiesbaden und beschäftigt zum Jahresende weltweit 478 Mitarbeiter. Die Kunden werden überwiegend im Direktvertrieb betreut. Unter den Kunden befinden sich sowohl kleine lokale als auch große Installationsbetriebe. In Deutschland bestehen eigene Logistikstandorte in Berlin, Chemnitz, Hamburg, Stuttgart sowie in Hattersheim. In Europa ist MÜPRO mit 11 Vertriebsgesellschaften sowie mit je einer Gesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien präsent. Im Ausland unterhält MÜPRO 15 Lagerstandorte. Märkte in Ländern ohne eigene Präsenz werden über unabhängige externe Vertriebspartner bedient. In Burgbernheim verfügt MÜPRO mit der Tochtergesellschaft UBB Umformtechnik GmbH über eine Produktionsgesellschaft.

MÜPRO hat eine starke Präsenz in ihren Schlüsselmärkten Deutschland, Benelux und Frankreich und baut seine Präsenz in anderen Märkten stetig aus. Im Jahr 2023 wurde eine Vertriebsgesellschaft in Rumänien gegründet.

Zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftsentwicklung verwenden wir als bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen Umsatz und operatives Ergebnis (EBITDA), das dem Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen entspricht. Bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden aktuell nicht zur Steuerung herangezogen.

Durch geeignete Reportingsysteme wird die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere Erlöse und Erträge sowie Margen, der Unternehmensgruppe wöchentlich bzw. monatlich analysiert und gesteuert.

1.2. Personal

Zum Jahresende 2023 waren 478 Mitarbeiter beschäftigt. Der Konzern verfügt über eine erfahrene Stammbelegschaft.

Unsere Personalpolitik ist langfristig und vorausschauend ausgerichtet, um den hohen Qualitätsstandard unserer Produkte und Leistungen auch zukünftig jederzeit durch qualifizierte Mitarbeiter gewährleisten zu können.

Zur Fortbildung der Mitarbeiter werden in den Konzerngesellschaften interne Schulungen durchgeführt. Darüber hinaus erfolgen bedarfsgerecht externe Weiterbildungsmaßnahmen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

In der Winterprognose 2024 (15. Februar 2024) stellt die Europäische Kommission fest, dass die Wirtschaft in der EU langsamer als erwartet wächst und die Inflation schneller als erwartet zurückgeht. Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. In der Winterprognose der Europäischen Kommission wird das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für das Jahr 2023 von +0,6 % (Wert aus der Herbstprognose) auf +0,5 % und für 2024 auf +0,9 % (von +1,3 %) in der EU und +0,8 % (von +1,2 %) im Euro-Währungsgebiet korrigiert. Für 2025 geht die Kommission weiterhin von Wachstumsraten von +1,7 % (EU) und 1,5 % (Euro-Währungsgebiet) aus. Für Deutschland erwartet die Kommission für 2024 ein Wachstum von lediglich +0,3 %. 1

Die Inflation dürfte sich rascher abschwächen als im Herbst projiziert. In der EU insgesamt wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex voraussichtlich von +6,3 % im Jahr 2023 auf +3,0 % im Jahr 2024 und +2,5 % im Jahr 2025 sinken. Im Euroraum dürfte er sich von +5,4 % im Jahr 2023 auf +2,7 % im Jahr 2024 und +2,2 % im Jahr 2024 abschwächen.

Für Deutschland erwartet die Kommission für 2024 ein Wachstum von +0,3 %; im Jahr 2023 ist die Wirtschaftskraft in Deutschland um -0,3 % gesunken. Für 2025 sagt die Prognose ein Wachstum von +1,2 % voraus. Die Inflation in Deutschland sinkt voraussichtlich im Jahr 2024 auf +2,8 %, im Jahr 2025 auf +2,4 %. 2023 lag sie bei +6,0 %.

Für Deutschland erwartet der Hauptverband der deutschen Bauindustrie (HDB 08.01.2024) einen realen Rückgang des baugewerblichen Umsatzes von -3,5 % für 2024 für das Bauhauptgewerbe, nachdem bereits im Jahr 2023 ein realer Rückgang von -5,2 % verzeichnet wurde. Die Prognose des ifo Institut für Wirtschaftsforschung vom 14.12.2023 geht von einem Rückgang der Bauinvestitionen von -1,8 % für 2023 aus. Laut beiden Prognosen ist der Rückgang auf den Wohnungsbau zurückzuführen (-12.0 % Umsatz bzw. -3.7 % Bauinvestitionen) wohingegen Wirtschaftsbau (+2,0 % Umsatz bzw. +1,1 % Bauinvestitionen) und Öffentlicher Bau (+1,0 % Umsatz bzw. +0,8 % Bauinvestitionen) leicht wachsen.

2.2. Geschäftsverlauf

Der Konzernabschluss und -lagebericht wurde erstmalig für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Die operative Tätigkeit des Konzerns begann dabei mit dem Erwerb der MÜPRO-Unternehmensgruppe am 2. August 2022. Dementsprechend umfasst das Kalenderjahr 2023 das erste volle Geschäftsjahr. Die Vergleichbarkeit der beiden Geschäftsjahre ist somit eingeschränkt.

Mit dem Kaufvertrag vom 21. Februar 2023 erwarb die MÜPRO Group GmbH, Wiesbaden, alle Anteile an der dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG, Kelheim sowie an der dietul Beteiligungs-GmbH, Kelheim. Aus Vereinfachungsgründen ist die Erstkonsolidierung mit den Wertansätzen der beiden Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 erfolgt. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung beinhaltet die entsprechenden Erträge und Aufwendungen der beiden erworbenen Gesellschaften sowie der aus der Anwachsung hervorgehenden dietul Montagetechnik GmbH vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

2.2.1. Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse von TEUR 134.452 erzielt (Vorjahr: TEUR 48.621). Die erzielten Umsatzerlöse übertrafen auch ohne den Erwerb der dietul die Erwartungen der Geschäftsführung. Dies lag vor allem an unserer Vertriebssteuerung und einer im ersten Halbjahr positiveren Entwicklung der für uns relevanten Bausegmente.

2.2.2. Beschaffung und Produktion

Das Vorratsvermögen des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 22.396 (VJ: TEUR 25.184). Den höchsten Anteil daran haben die Waren und Fertigerzeugnisse mit TEUR 19.208 (VJ: TEUR 21.204), auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfallen TEUR 1.433 (VJ: TEUR 1.967), auf die unfertigen Erzeugnisse und unfertige Leistungen TEUR 1.157 (VJ: TEUR 1.783) und auf die geleisteten Anzahlungen TEUR 599 (TEUR 231). Die Materialeinsatzquote beträgt im Berichtsjahr 40,3 % (VJ: 53,4 %) des Umsatzes. Die deutliche Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Belastung im Vorjahr durch Amortisation der aufgedeckten stillen Reserven im Vorratsvermögen.

Die exakte Beobachtung und Analyse der Bestandssituation sowie die Planung und Umsetzung kontrollierender Maßnahmen erfolgt anhand unterjähriger Vorratsbewertung mit Lagerreichweitenbetrachtung unter entsprechender Berücksichtigung der Absatzmarktentwicklung. Neben der Definition von Sicherheitsbeständen für bestimmte Schlüsselstoffe stehen die Beschaffungsmärkte unter permanenter Beobachtung.

Unsere Aktivitäten umfassen eine Produktionsgesellschaft für Fertigungs- und Umformtechnik sowie Galvanik. Weiterhin erlaubt uns die eigene Produktion die grundsätzliche Möglichkeit zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug zu entscheiden.

Die Zusammenarbeit mit Lieferanten basiert regelmäßig auf in Euro ausgefertigten Rahmenverträgen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von einem halben Jahr. Wir gestalten die Beschaffung so, dass Währungsrisiken vermieden werden. Währungsrisiken sind daher aus unserer Sicht für unseren Konzern unwesentlich. Daneben sind wir bestrebt, die Beschaffung durch Identifikation alternativer Lieferanten abzusichern.

2.2.3. Ergebnisentwicklung

Der Konzern hat im Berichtsjahr ein Konzernbetriebsergebnis von TEUR 11.748 (Vorjahr: TEUR -10.464) erwirtschaftet. Hier wirken im Geschäftsjahr insbesondere Aufwendungen aus der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts und der aufgedeckten stillen Reserven im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 6.033 ergebnismindernd. Das Konzernbetriebsergebnis des Vorjahres war durch im Vergleich zum Geschäftsjahr höhere Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts (Nutzungsdauer 10 Jahre) und höheren Aufwendungen der Bestandsveränderung durch aufgedeckte stille Reserven im Vorratsvermögen belastet. Außerdem enthielt das Vorjahr nur 5 Monate operative Tätigkeit. Des Weiteren sind im Vorjahr deutlich höhere Transaktionskosten angefallen. Im Geschäftsjahr sind diese Effekte geringer oder nicht mehr vorhanden, insbesondere da die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts auf 30 Jahre angehoben wurde. Das EBITDA betrug TEUR 19.854 (Vorjahr: TEUR -3.212), was insgesamt im Rahmen unserer Erwartung lag.

Zusammenfassend ist die Geschäftsentwicklung des Konzerns vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und der konjunkturellen Unsicherheit gut.

3. Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns

3.1. Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme beträgt zum 31.12.2023 TEUR 208.934 und ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 206.961) um TEUR 1.973 angestiegen.

Der Anstieg resultiert auf der Aktivseite vor allem aus dem Anstieg des Sachanlagevermögens von TEUR 14.126 um TEUR 374 auf TEUR 14.500 durch Aufbau der Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau von TEUR 372 um TEUR 748 auf TEUR 1.120 sowie aus dem Anstieg im Finanzmittelstand um TEUR 6.718 (s. hierzu 3.3). Gegenläufig hierzu wirkt der Rückgang im Bereich Immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 143.455 um TEUR 1.932 auf TEUR 141.523, der insbesondere durch planmäßige Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts bedingt ist. Entgegengesetzt wirkt der Zugang zum Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG und der dietul Beteiligungs-GmbH. Des Weiteren sind die Vorräte von TEUR 25.184 um TEUR 2.788 auf TEUR 22.396 gesunken. Der Rückgang der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus absatzbezogenen Mengen- sowie Preiseffekten.

Im Anlagevermögen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 133.342 ausgewiesen, der aus dem Erwerb der MÜPRO Unternehmensgruppe sowie der dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG und der dietul Beteiligungs-GmbH stammt und um planmäßige Abschreibungen vermindert wurde.

Der Anstieg auf der Passivseite resultiert neben dem Anstieg der Rückstellungen von TEUR 6.740 um TEUR 912 auf TEUR 7.652 im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 102.319 um TEUR 2.302 auf TEUR 104.622. Letzterer Anstieg lässt sich aufteilen in die Aufnahme von zusätzlichen Kreditverbindlichkeiten von TEUR 5.000 im Rahmen des ACF (Acquisition and Capex Facility) sowie die Rückführung von TEUR 3.016 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Rahmen des RCF (Revolving Credit Facility). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen durch Verzinsung des Gesellschafterdarlehens von TEUR 33.836 um TEUR 2.749 auf TEUR 36.585 erhöht. Hiergegen wirkt insbesondere der Rückgang des Eigenkapitals von TEUR 53.284 um TEUR 3.707 auf TEUR 49.576 bedingt durch den Konzernjahresfehlbetrag.

Die Eigenkapitalquote beträgt unter Berücksichtigung des Gesellschafterdarlehens 39,7 % (Vorjahr: 40,7 %). Ohne Berücksichtigung des Gesellschafterdarlehens beträgt die Eigenkapitalquote 23,7% (Vorjahr: 25,7 %).

3.2. Ertragslage

Im Berichtsjahr wurde ein Konzernrohergebnis in Höhe von TEUR 79.917 (Vorjahr: TEUR 24.410) erzielt, was 59,4 % (VJ: 50,2 %) der Umsatzerlöse entspricht.

Die Abschreibungen betragen TEUR 8.106 (Vorjahr: TEUR 7.251) und beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 4.663 (Vorjahr: TEUR 5.821). Die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sind im Vergleich zum Vorjahr durch die Anpassung der zugrundeliegenden Nutzungsdauer gesunken.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 11.643 (Vorjahr: TEUR 3.771) resultieren insbesondere aus Finanzierung und Gesellschafterdarlehen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 3.748 (Vorjahr: Ertrag von TEUR 1.710) umfassen die Ertragsteuern der Einzelgesellschaften, TEUR 1.102 (Vorjahr: TEUR 1.024) aus der Auflösung von aktiven latenten Steuern sowie TEUR 420 (Vorjahr: TEUR 1.174) aus der Auflösung der passiven latenten Steuern.

Der Konzern schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.747 (Vorjahr: TEUR 12.772) ab.

3.3. Finanzlage

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 einen Mittelzufluss aus der laufendenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 20.809 (Vorjahr: TEUR 2.460) erzielt, der sich im Wesentlichen aus dem im Vergleich zum Vorjahr positiven EBITDA ergibt.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR -7.262 (Vorjahr: TEUR -164.498). Die Investitionstätigkeit beinhaltet insbesondere die Investition im Zusammenhang mit dem beschriebenen Erwerb der dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG sowie der dietul Beteiligungs-GmbH. Das Vorjahr war von den Auszahlungen für den Erwerb der Müpro International geprägt.

Aus Finanzierungstätigkeiten ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR -6.829 (Vorjahr Mittelzufluss: TEUR 169.420), der im Wesentlichen aus gezahlten Zinsen in Höhe von TEUR -8.813 sowie Auszahlungen aus der Rückführung zum RCF in Höhe von TEUR -3.016 resultiert. Gegenläufig wirkt die Aufnahme von verzinslichem Fremdkapital in Höhe von TEUR 5.000. Das Vorjahr war von der Finanzierung des Erwerbs der Müpro International geprägt.

Unter Berücksichtigung der zahlungswirksamen Veränderungen ergibt sich zum Jahresende 2023 ein Finanzmittelstand von TEUR 14.100. Für weitere Angaben zur Finanzlage verweisen wir auf die Konzern-Kapitalflussrechnung.

Zur Begrenzung von Zinsrisiken, welche sich aus Fremdkapitalaufnahme mit variabler Verzinsung ergeben, nutzt der Konzern Zinssicherungsgeschäfte. Unser Ziel ist es die Finanzierung so zu gestalten, dass Zinsänderungsrisiken durch einen Zinscap oberhalb eines Schwellenwertes zu einem hohen Teil abgesichert sind. Zum 31. Dezember 2023 wurden rund 84 % der aufgenommenen Darlehen durch das Zinssicherungsgeschäft abgesichert.

Die Liquiditätsplanung für 2024 weist keine Lücken auf, die Zahlungsfähigkeit war und ist jederzeit gegeben.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2023 war durch makroökonomische Rahmenbedingungen, insbesondere durch die restriktive Geldpolitik, geprägt. Im Kampf gegen die Inflation haben die Notenbanken in Europa und Nordamerika ihre Leitzinsen kräftig angehoben. Die Finanzierung von Investitionen wird dadurch deutlich teurer. Das Ende der Maskenpflicht in deutschen Arztpraxen am 7. April 2023 kann als symbolisches Ende der Covid-19 Pandemie nach nunmehr drei Pandemiejahren angesehen werden.

Zahlreiche Ereignisse sorgten auch 2023 dafür, dass die politische Unsicherheit hoch blieb. Der Ukrainekrieg dauerte an. In Brasilien scheiterte der Versuch Bolsonaros die Macht gewaltsam zu übernehmen, Israel wurde aus dem Gaza von der Hamas überfallen und reagierte mit einer Bodenoffensive. Mit der Hamas sympathisierende Huthi Milzen aus dem Jemen behindern die Schifffahrtroute durch das Rote Meer zum Suezkanal. Wir gehen davon aus, dass diese grundlegende Verunsicherung in weiten Bereichen der Wirtschaft auch 2024 andauern wird.

Nachdem infolge des Ukrainekriegs insbesondere die Preise für Stahl, Energie und Transport sprunghaft im Jahr 2022 anstiegen waren und in vielen Ländern für Inflationsraten im deutlich zweistelligen Bereich sorgten, sanken die Inflationsraten im Geschäftsjahr 2023 wieder. Die Europäische Zentralbank hob den Leitzins von 2,75 % im Lauf des Jahres 2023 in sechs Zinsschritten auf zuletzt 4,50 % an, um die Inflation zu begrenzen. In Deutschland betrug die Inflation 2023 gegenüber 2022 im Jahresdurchschnitt nach Angabe des Statistischen Bundesamtes noch +5,9 % nach +6,9 % im Vorjahr. Im Dezember 2023 betrug die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch +3,7 %. Die Stahl- und Energiepreise sanken im Laufe des Jahres 2023 auf ein immer noch hohes Niveau. Dieser Entwicklung wirkten allerdings deutlich steigende Lohnkosten und eine allgemein hohe Inflation entgegen, so dass der Kostendruck in der Industrie allgemein hoch blieb.

Obwohl 2023 Deutschlands Wirtschaft real um -0,3 % schrumpfte, erwies sich das MÜPRO Geschäftsmodell im Geschäftsjahr 2023 erneut als resilient. Unsere Erwartung, dass es 2023 bei dem für uns relevanten Markt im gewerblichen Neubau deutlich weniger Logistikzentren, dafür aber andere Gewerbebauten und neue Fertigungen geben wird, sehen wir bestätigt. Insbesondere im Automobilsektor profitieren wir zur Zeit von den umfangreichen Investitionen der Hersteller beim Übergang zur Elektromobilität. Demgegenüber betrifft die Krise der Bauwirtschaft vor allem den Wohnungsbau, der infolge der hohen Baukosten und der hohen Zinsen Ende 2022 einbrach und sich bislang nicht erholt hat, der jedoch eine vergleichsweise geringe Bedeutung für die Umsatzentwicklung der MÜPRO hat. Der Beschäftigungsgrad im Bauhandwerk, insbesondere im Segment Sanitär/Heizung/Klima, dem Kernmarkt der MÜPRO, bleibt ungeachtet dessen weiter hoch. Vor dem Hintergrund allgemein steigender Kosten und Löhne sowie dem aktuell noch hohen Zinsniveau dürfte sich der Wohnungsbau rückläufig entwickeln. Die Bundesregierung erwartet für Deutschland nur ein reales Wirtschaftswachstum von +0,2 % für 2024, was deutlich unter der Wachstumserwartung des Euroraumes liegt.

In dem oben beschriebenen Umfeld erwarten wir ein Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich. Trotz hohen Kostendrucks bei Personal- und Sachkosten erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr insgesamt eine deutliche Verbesserung, die das EBITDA im unteren zweistelligen Prozentbereich vom Umsatz leicht verbessert.

Auch wenn die im Januar 2023 in Kraft getretene europäische Gesetz der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) noch nicht in nationales Recht in Deutschland umgesetzt wurde, bereiten wir uns darauf vor, die CSRDs für das Geschäftsjahr 2025 erstmals im Geschäftsjahr 2026 anzuwenden. Hierfür wurde eigens ein Projekt mit unter Beteiligung einer spezialisierten Beratung aufgesetzt.

4.2. Chancen

Die Identifikation und Nutzung unternehmerischer Chancen ist ein wichtiges Element zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität und des Unternehmenswerts. Durch die nachstehend dargestellten Punkte könnte es zu einer positiven Abweichung gegenüber unserer Planung kommen. Die Chancen werden von ihrer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage absteigend dargestellt:

Chancen durch Akquisition

Wachstum durch Akquisition ist nach dem Wechsel des Hauptgesellschafters eine neue Säule unserer Wachstumsstrategie. Hierdurch können sich für MÜPRO Chancen ergeben, regional zu expandieren, das Portfolio von Produkten und Services weiter auszubauen sowie in stärkerem Umfang als bisher Großprojekte in der Industrie zu gewinnen.

Chancen der Digitalisierung und künstlicher Intelligenz

Aus der Digitalisierung von Geschäftsprozessen allgemein und durch Anwendungen künstlicher Intelligenz im speziellen sehen wir unternehmerische Chancen.

Das im Vorjahr eingeführte neue CRM-System entwickeln wir kontinuierlich weiter. Wir arbeiten mit Schnittstellen, um effizient mit unseren Kunden zu kommunizieren. Wir entwickeln unsere Kompetenz bei digitalen Planungsleistungen konsequent fort. Durch digitale Planungsleistungen und BIM (Building Information Modelling)-Kompetenz sind wir ein leistungsfähiger Problemlöser für unsere Kunden. Hierdurch können wir zur Unterstützung der Planungsleistungen die Produkte in digitaler Form zur Verfügung stellen. Um die Digitalisierung auszubauen, werden wir Ressourcen in diesem Bereich kontinuierlich verstärken.

Künstliche Intelligenz hat das Potential Geschäftsprozesse grundlegen zu verändern. Aus unternehmerischer Sicht überwiegen hier die Chancen. Aus diesem Wandel können sich Chancen ergeben, effizienter und effektiver zu werden, was sich positiv auf Umsatz und Kosten auswirken könnte.

Chancen durch Produktinnovation

Produktinnovationen erlauben, dass sich MÜPRO von Wettbewerbern noch stärker differenzieren kann. Hieraus ergeben sich Absatz- und Umsatzchancen. Als Produktinnovationen verstehen wir neben klassischen Produkten auch Services und Dienstleistungen wie Vormontagen, die von unseren Kunden zunehmend nachgefragt und honoriert werden.

Chancen durch neue Märkte

Durch unser Exportteam versuchen wir, gezielt in Märkte einzutreten und unser Geschäft gemeinsam mit Vertriebspartnern aufzubauen. So hat sich trotz des russischen Überfalls die Beziehung zu unserem noch neuen ukrainischen Vertriebspartner als so robust erwiesen, dass die Belieferung aufrechterhalten werden konnte. Insbesondere in der Ukraine können sich aus einem Wiederaufbauprogramm Chancen ergeben.

Chancen aus geringeren Stahl- und Energiebeschaffungskosten

Nachdem zuletzt sowohl Stahl- als auch Energiebeschaffungskosten wieder etwas gesunken sind, könnten sich bei weiterhin schwacher gesamtwirtschaftlicher Situation in Deutschland im weiteren Jahresverlauf 2024 stabile bis rückläufige Kostenentwicklungen einstellen. Eine solche Entwicklung könnte sich positiv auf die Profitabilität unseres Unternehmens auswirken.

Chancen aus niedrigerem Zinsniveau

Nachdem die Europäische Zentralbank den Leitzins zuletzt unverändert bei 4,5% belassen hat und allgemein eine Zinswende erwartet wird, könnte sich dies positiv auf unser Unternehmen auswirken. Ein niedrigeres Zinsniveau dürfte einerseits das gesamtwirtschaftliche Wachstum begünstigen. Andererseits würde dies die Zinslast reduzieren und die Entschuldungsmöglichkeiten für unser Unternehmen verbessern.

Chancen durch konsequente Optimierung von Procurement und Produktion

Durch kontinuierliches Management unserer Lieferanten sowie Verbesserungen der internen Dispositionsprozesse wollen wir strategische Lieferanten aufbauen, Einkaufskonditionen kontinuierlich optimieren und Bestände entlang der Wertschöpfungskette minimieren.

Um kontinuierliche Effizienzsteigerungen zu erzielen, investieren wir in unsere Fertigung und halten diese auf dem technisch neuesten Stand. Optimierungsprogramme senken die Durchlaufzeiten und ermöglichen eine Produktion unter gleichbleibend hoher Qualität.

Abgeschlossene Optimierungen und Investitionen in neue Anlagen könnten sich unter sonst gleichbleibenden Rahmenbedingungen positiv auf das Ergebnis und den Cash-Flow auswirken, so dass wir unsere derzeitige Annahme übertreffen können.

Chancen durch unsere Mitarbeiter

Weiteres wichtiges Potential sind unsere Mitarbeiter. MÜPRO möchte eine Unternehmenskultur fördern, die es ermöglicht, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und das unternehmerische Denken der Mitarbeiter zu fördern. Damit gehen Chancen einher, sich schneller und umfassender als bislang an Veränderungen im operativen Umfeld anzupassen und den Kundennutzen nachhaltig zu steigern.

Wir sind davon überzeugt, dass die Qualifikation unserer Mitarbeiter vor allem im operativen Geschäft erfolgen muss. Wir qualifizieren unsere Mitarbeiter durch Training-on-the-Job. Im Geschäftsjahr fanden gezielt ergänzende Schulungen des Vertriebs statt. Zusätzlich bieten wir individuelle Schulungen an. Durch unser Programm MÜPRO aktiv fördern wir eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur über die Grenzen des beruflichen Kontextes hinaus. Wir haben ein flexibles Arbeitsmodell implementiert, das unseren Mitarbeitern auf freiwilliger Basis die Möglichkeit gibt, von zu Hause zu arbeiten.

4.3. Risiken

Die Risiken werden von ihrer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage absteigend dargestellt:

Rezession

Aktuell werden insbesondere in Deutschland hohe Lohnforderungen seitens der Gewerkschaften an die Unternehmen gestellt und den Forderungen durch Streiks Nachdruck verliehen. Hohe Lohnzuwächse beinhalten die Gefahr, dass es zu einer Lohn-Preis-Spirale kommen kann. Ein solcher Effekt könnte die Rezession, in der sich Deutschland gerade befindet, weiter verstärken. Hierdurch könnten sich negative Effekte auf Umsatz und Profitabilität ergeben.

Politische Risiken

Der Ukrainekrieg hat bei NATO und EU zu einer engeren Zusammenarbeit und einem höheren Zusammenhalt der Mitglieder geführt. Umfangreiche Sanktionen wurden gegen Russland verhängt. Schweden wurde nach Finnland als 32. Mitgliedsstaat in die Nato aufgenommen, nachdem Ungarn und zuletzt die Türkei ihren Widerstand aufgegeben haben. Die Ukraine erfährt ein hohes Maß an Solidarität und Unterstützung durch Waffen und Finanztransfers. China betont weiter seinen Anspruch auf Taiwan und verfolgt global strategische Interessen. Weltweit bestehen zahlreiche Konflikte unter autoritär geführten Staaten. Die Eskalation bestehender Konflikte oder das Entstehen neuer Konflikte könnte sich negativ auf die Wirtschaft und damit auf die Ertragslage auswirken.

Zinsrisiken

Durch den Anstieg des EURIBOR haben sich die Finanzierungskosten verteuert. Unser Unternehmen begrenzt Zinsrisiken durch einen Hedge auf einen überwiegenden Anteil unserer Verschuldung und durch aktive Entschuldung durch vorfällige Rückzahlung von Teilen unseres Fremdkapitals. Zudem besteht aktuell die Erwartung, dass das Zinsniveau im Jahresverlauf 2024 fällt, nachdem die Inflation wieder auf ein geringeres Niveau gefallen ist.

Inflation

Die Inflationserwartung ist zu Jahresbeginn 2024 deutlich niedriger als im Vorjahr. Dennoch kann es infolge einer Lohn-Preis-Spirale wieder zu deutlichen Verteuerungen kommen, die die Ertragslage negativ beeinflussen können.

Personalrisiken

Die nicht ausreichende Verfügbarkeit qualifizierter Fach- und Führungskräfte sowie von Spezialisten mit Branchenerfahrung kann sich negativ auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe auswirken. Der demographische Wandel in den europäischen Ländern ist eine Herausforderung für die Arbeitgeber geworden.

Zur Bindung der Mitarbeiter bieten wir gezielte Schulungsmaßnahmen zur Entwicklung und Förderung an. Der Ausbildungen junger Menschen messen wir große Bedeutung bei.

Risiko von Forderungsausfällen

Regelmäßige und fristgerechte Zahlungen unserer Kunden sichern unsere Liquidität. Kommt es hier aufgrund der wirtschaftlich schlechten Situation eines oder mehrerer Kunden oder aufgrund von Insolvenzen zu Zahlungsausfällen, so wird dies negative Auswirkungen auf die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe und letztlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, ergreifen wir länderspezifische Maßnahmen wie z.B. Vorauszahlungen oder es wird die Bonität der Kunden regelmäßig geprüft und ein Kreditlimit je Kunde in Abhängigkeit von der Bonitätsauskunft hinterlegt. Für einzelne Regionen sind Forderungsausfallrisiken durch eine Versicherung begrenzt. Des Weiteren werden die Ausfallrisiken bereits monatlich im Ergebnis durch Regelungen zur monatlichen Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

Länderrisiken

Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkung auf die einzelnen Märkte im Speziellen haben einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit und damit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe.

Länder, deren Wirtschaft stark von Rohstoffmärkten (z. B. GCC-Länder, Russland) abhängig sind oder die sich seit der Finanzkrise deutlich weniger erholt haben als andere (z. B. Spanien), dürften anfälliger für Nachfrageschwankungen sein. In Indien mussten wir 2023 Wertberichtigungen auf Forderungen vornehmen.

Insgesamt liegen nach unserer Einschätzung keine bestandsgefährdenden Risiken vor.

 

Wiesbaden, 28. März 2024

Dr. Wolfgang Gödel, Geschäftsführer

Jörg Klatt, Geschäftsführer

Ulrich Hofmann, Geschäftsführer

1 https://germany.representation.ec.europa.eu/news/winterprognose-2024-wirtschaft-der-eu-wachst-langsamer-als-erwartet-inflation-sinkt-schneller-2024-02-15_de

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.181.776,02 9.565.951,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 133.341.544,45 133.888.930,45
141.523.320,47 143.454.881,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.171.848,42 6.506.277,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.639.507,17 5.660.950,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.568.417,95 1.586.181,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.119.981,33 372.092,15
14.499.754,87 14.125.501,63
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 438,40 438,40
438,40 438,40
156.023.513,74 157.580.821,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.432.863,34 1.966.692,34
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.156.796,62 1.783.426,36
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 19.208.200,95 21.203.510,66
4. Geleistete Anzahlungen 598.548,98 230.784,64
22.396.409,89 25.184.414,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.181.807,71 12.686.809,06
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.290.009,73 2.194.700,89
15.471.817,44 14.881.509,95
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.099.771,64 7.381.457,25
51.967.998,97 47.447.381,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 689.147,78 578.393,24
D. Aktive latente Steuern 253.447,07 1.354.718,94
208.934.107,56 206.961.314,97

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 66.592.507,52 66.592.507,52
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -522.113,73 -561.699,16
IV. Bilanzverlust -16.519.216,93 -12.772.163,82
49.576.176,86 53.283.644,54
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.234.584,18 2.262.591,27
2. Steuerrückstellungen 1.510.518,29 1.361.561,57
3. Sonstige Rückstellungen 3.907.108,23 3.116.137,41
7.652.210,70 6.740.290,25
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 104.621.649,76 102.319.326,18
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.968.538,42 5.878.746,32
3. Sonstige Verbindlichkeiten 36.585.002,63 33.836.366,26
davon aus Steuern T€ 1.100 (Vorjahr T€ 907)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheiten T€ 924 (Vorjahr T€ 762)
147.175.190,81 142.034.438,76
D. Rechnungsabgrenzungsposten 121.135,12 73.942,63
E. Passive latente Steuern 4.409.394,07 4.828.998,79
208.934.107,56 206.961.314,97

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01. bis 31.12.2023
05.04. bis 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 134.452.028,26 48.621.026,34
2. Verminderung /Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.299.003,71 1.517.894,08
3. Sonstige betriebliche Erträge 912.097,25 229.478,84
(davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 232; Vorjahr T€ 9)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -51.538.505,60 -24.571.809,66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.609.350,22 -1.386.625,45
-54.147.855,82 -25.958.435,11
5. Konzernrohergebnis 79.917.265,98 24.409.964,15
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -26.244.896,29 -9.250.993,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.535.500,80 -2.141.396,72
(davon für Altersversorgung T€ 376; Vorjahr T€ 277)
-31.780.397,09 -11.392.390,18
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.105.733,41 -7.251.291,03
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.283.298,68 -16.229.949,16
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 320; Vorjahr T€ 93)
9. Konzernbetriebsergebnis 11.747.836,80 -10.463.666,22
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.349,00 4.894,27
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.643.113,51 -3.771.370,67
(davon aus der Abzinsung T€ 38; Vorjahr T€ 39)
12. Ergebnis vor Steuern 106.072,29 -14.230.142,62
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.748.116,62 1.710.471,89
14. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.642.044,33 -12.519.670,73
15. Sonstige Steuern -105.008,78 -252.493,09
16. Konzernjahresfehlbetrag -3.747.053,11 -12.772.163,82
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -12.772.163,82 0,00
18. Bilanzverlust -16.519.216,93 -12.772.163,82

KONZERN - ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Praetorian HoldCo GmbH, Wiesbaden (im Folgenden auch HoldCo) eingetragen in das Handelsregister Amtsgericht Wiesbaden (Reg. Nr. HRB 33670) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuell gültigen Fassung und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die MÜPRO Unternehmensgruppe ist ein Lösungslieferant und Anbieter in den Bereichen Befestigungstechnik, Schallschutz und Brandschutz.

Die zum Konzern gehörenden Gesellschaften erstellen ihren Jahresabschluss jeweils zum 31. Dezember eines Kalenderjahres, sofern dies lokale Vorschriften nicht zwingend anders vorschreiben.

Als verbundene Unternehmen gelten alle Unternehmen des MÜPRO International Konzerns.

Der Konzernabschluss und -lagebericht wurde erstmalig für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Die operative Tätigkeit des Konzerns begann dabei mit dem Erwerb der MÜPRO-Unternehmensgruppe am 2. August 2022. Dementsprechend umfasst das Kalenderjahr 2023 das erste volle Geschäftsjahr. Die Vergleichbarkeit der beiden Geschäftsjahre ist somit eingeschränkt.

Mit dem Kaufvertrag vom 21. Februar 2023 erwarb die MÜPRO Group GmbH, Wiesbaden, alle Anteile an der dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG, Kelheim sowie an der dietul Beteiligungs-GmbH, Kelheim. Der Anteilskauf- und Abtretungsvertrag wurde von beiden Parteien erfüllt. Mit Wirkung zum 01. Juni 2023 ist die dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG auf die dietul Beteiligungs-GmbH zu Buchwerten angewachsen. Die dietul Beteiligungs-GmbH ist in dietul Montagetechnik GmbH umfirmiert. Die Vergleichbarkeit der Vorjahresangaben ist durch den Erwerb eingeschränkt.

Im März 2023 gründete die MÜPRO Group GmbH eine Vertriebsgesellschaft in Rumänien, die MÜPRO Romania S.R.L., Miercurea Ciuc, Rumänien.

Die Konzerngesellschaft dietul Montagetechnik GmbH, Kelheim, hat mit der MÜPRO Group GmbH am 21. November 2023 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres der dietul Montagetechnik GmbH für den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2023 wird an die MÜPRO Group GmbH abgeführt.

Konzernunternehmen

Zum Kreis der Konzernunternehmen gehören Gesellschaften, an denen die HoldCo unmittelbar bzw. mittelbar zu 100 % beteiligt ist. Bis zum 31. Dezember 2023 handelt es sich um sechs inländische und 12 ausländische Gesellschaften.

Die Gesellschaft MÜPRO International GmbH, wurde per Verschmelzungsvertrag vom 28. August 2023 in die Praetorian BidCo GmbH als übernehmende Rechtsträgerin rückwirkend zum 01. Januar 2023 aufwärts zu Buchwerten verschmolzen.

Die Gesellschaft dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG, Kelheim, ist zum 01. Juni 2023 auf die dietul Beteiligungs-GmbH, Kelheim, zu Buchwerten angewachsen.

Die Umfirmierung der Praetorian BidCo GmbH in MÜPRO International GmbH wurde am 12. Januar 2024 im Handelsregistergericht Wiesbaden eingetragen.

Zum Umfang der einbezogenen Unternehmen verweisen wir auf die beigefügte Anteilsbesitzliste.

Für folgende Tochterunternehmen wurde von der Befreiung von Aufstellungs-, Prüfungs-, und Offenlegungspflichten gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

 

MÜPRO Group GmbH, Wiesbaden (DE)

 

MÜPRO GmbH, Wiesbaden (DE)

 

MÜPRO Services GmbH, Wiesbaden (DE)

 

UBB Umformtechnik GmbH, Burgbernheim (DE)

Erweiterung des Konsolidierungskreises

Der Übergang der Anteile an der dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG und der dietul Beteiligungs-GmbH auf die MÜPRO Group GmbH erfolgte gemäß Kaufvertrag am 21. Februar 2023. Aus Vereinfachungsgründen ist die Erstkonsolidierung mit den Wertansätzen der beiden Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 erfolgt. Die Mengen- und Wertänderungen zwischen diesen beiden Zeitpunkten sind unwesentlich. Die dietul Beteiligungs-GmbH hat dabei keine wesentlichen bilanziellen Buchwerte und die Erstkonsolidierung wurde aus Vereinfachungsgründen zusammen mit der dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG durchgeführt. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung beinhaltet die entsprechenden Erträge und Aufwendungen der beiden erworbenen Gesellschaften sowie der aus der Anwachsung hervorgehenden dietul Montagetechnik GmbH vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023. Den Erträgen und Aufwendungen dieser kommt im Vergleich zu den Gesamterträgen und -aufwendungen des Konzerns keine wesentliche Bedeutung zu. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der dietul Montagetechnik GmbH & Co. KG und der dietul Beteiligungs-GmbH wurden Vermögensgegenstände und Schulden zu den folgenden Zeitwerten in den Konzernabschluss übernommen:

in TEUR
Anlagevermögen 9
Vorräte 621
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 227
Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten 279
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2
Rückstellungen 18
Verbindlichkeiten 124

Im Rahmen der Neubewertung der zum 21. Februar 2023 erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden der dietul Montagetechnik GmbH wurden keine stillen Reserven aufgedeckt.

Der sich ergebende aktive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten für die Anteile an der dietul Montagetechnik GmbH und den zum 21. Februar 2023 zu Zeitwerten übernommenen Vermögensgegenständen und Schulden wurde als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 4.116 aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird ab 1. Januar 2023 planmäßig abgeschrieben.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt worden.

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden die Abschlüsse der einzelnen Unternehmen zur Einbeziehung in den Konzernabschluss einheitlich nach den bei der HoldCo geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Anlagevermögen

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sach- und Finanzanlagen wird auf den anliegenden Anlagenspiegel verwiesen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. im Falle einer dauerhaften Wertminderung zum Bilanzstichtag zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bewertet. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abwertungen entfallen sind.

Die Marke " MÜPRO" wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung der MÜPRO International GmbH sowie der dietul Montagetechnik GmbH ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 HGB (i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB) über einen Zeitraum von 30 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für den entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert der MÜPRO International GmbH wurde im Vergleich zum Vorjahr von 10 auf 30 Jahre erhöht, um ein den tatsächlichen Verhältnissen besser entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Des Weiteren basiert die Einschätzung des Abschreibungszeitraums auf einer Einschränkung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere die langjährigen Kundenstämme, die im Rahmen des Erwerbs der MÜPRO International GmbH sowie der dietul Montagetechnik GmbH übernommen wurden.

Die übrigen entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über ihre voraussichtlichen Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern liegen für Bauten (einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken) zwischen 10 und 30 Jahren; bewegliche Anlagegüter werden über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren abgeschrieben. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung zum Bilanzstichtag erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wertaufholungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Abnutzbare Anlagegüter werden nach Maßgabe der voraussichtlichen tatsächlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Im Übrigen werden die Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten netto über EUR 250 bis EUR 1.000 werden aus Vereinfachungsgründen im Zeitpunkt des Zugangs auf einer separaten Anlagenklasse verbucht und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert bilanziert.

Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen zum Nennwert bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abwertungen entfallen sind.

Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten zum Bilanzstichtag ("strenges Niederstwertprinzip"). In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergaben, wurden durch Abwertungen berücksichtigt. Für einen Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bestehen Festwerte. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für vor dem Stichtag erfolgte Zahlungen gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und wird zum Nennwert ausgewiesen. Es stimmt mit dem Handelsregistereintrag der HoldCo GmbH überein. Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf den anliegenden Eigenkapitalspiegel verwiesen.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren für die Pensionsrückstellungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren ( Projected Unit Credit-Methode) angewendet. Als grundlegende Annahmen der Berechnung wurde die im Wesentlichen in Deutschland erteilten Leistungszusagen an Mitarbeiter ein Rechnungszins in Höhe von 1,82 % p.a. (entspricht dem 10-Jahres-Durchschnitt für eine Restlaufzeit von 15 Jahren) und eine den Zusagen zugrundeliegende latente Anpassungsverpflichtung durch einen Rententrend in Höhe von 0,0 % p.a. und 2,1 % p. a. berücksichtigt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 erfolgte auf Basis des zum 30. November 2023 von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes. Es besteht jedoch keine Abweichung zum Bundesbankzinssatz zum 31. Dezember 2023. Des Weiteren liegen der Berechnung die Heubeck ́schen Richttafeln 2018 G zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für vor dem Stichtag erhaltene Zahlungen gemäß § 250 Abs. 2 HGB gebildet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden nicht saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die latenten Steuern wurden mit unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Der zugrunde gelegte Durchschnittssteuersatz beträgt 30,65 %.

Fremdwährungsumrechnung

Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen bzw. der Erfüllungsbetrag der Verbindlichkeiten aus Bezügen in fremder Währung werden zu den zum Zeitpunkt der Verbuchung der Geschäftsvorfälle gültigen Devisenkassamittelkursen bestimmt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden im Konzernabschluss zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und dabei sowohl Kursverluste als auch -gewinne ertragswirksam erfasst. Im Falle langfristiger Fremdwährungsposten wird dagegen das Imparitätsprinzip beachtet. Es werden lediglich Kursverluste vor ihrer Realisation erfolgswirksam erfasst.

Bewertungseinheiten

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Zinsrisiken werden gemäß § 254 Satz 1 HGB Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen (Grundgeschäfte) mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Sicherungsinstrumente werden als eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft betrachtet, sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind. Für den wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheit wird die Einfrierungsmethode angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Soweit sich aus der Verrechnung der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Verlustüberhang ergibt, wird dieser aufwandswirksam als Rückstellung passiviert. Sofern die Voraussetzungen für Bewertungseinheiten mit den jeweiligen Grundgeschäften nicht erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung und Bewertung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbsvorgänge wird der Wertansatz der den Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Die Verrechnung gemäß § 301 Abs. 1 Satz 1 HGB wird auf der Grundlage der Wertansätze der Tochterunternehmen zu dem Zeitpunkt vorgenommen, in dem das Unternehmen erstmals die Voraussetzungen eines Tochterunternehmens erfüllt.

Das Eigenkapital ist dabei mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind.

Der nach der Verrechnung verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben. Wenn der Unterschiedsbetrag auf der Passivseite entsteht, wird er unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet (§ 303 HGB).

Wechselkursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden grundsätzlich (soweit wesentlich für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns) ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital eingestellt.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung und Zwischenergebniseliminierung

Die konzerninternen Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 HGB erfolgswirksam eliminiert. Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Geschäften, insbesondere aus Innenumsätzen, wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung eliminiert (§ 305 HGB).

Währungsumrechnung

Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen wurde unter Beachtung der Vorschriften des § 308 a HGB vorgenommen. Danach ergeben sich für die Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse in fremder Währung die folgenden Grundsätze:

Auf fremde Währung lautende Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das gezeichnete Kapital, die in Vorjahren dotierten Rücklagen sowie Ergebnisvorträge werden mit historischen Kursen umgerechnet. Aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen resultierende Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen.

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich der Abschreibungen werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Die im Rahmen der Währungsumrechnung entstandenen Differenzen werden in der Position Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wird im Anlagenspiegel dargestellt.

(2) Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten zum Bilanzstichtag.

Zum Bilanzstichtag bestehen Wertberichtigungen auf Vorräten in Höhe von TEUR 2.278.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

(4) Latente Steuern

Das Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird angewendet, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" in Höhe von TEUR 253 erfolgt. Diese betreffen unterschiedliche handelsrechtliche und steuerliche Bilanzansätze bei Pensionsrückstellungen (TEUR 253; VJ TEUR 239). Die im Vorjahr gebildeten aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.024 wurden vollständig aufgelöst.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.409 sind auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Bilanzansätzen bei den Posten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen zurückzuführen, die im Rahmen des Erwerbs der MÜPRO International zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden.

Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Steuerlatenz stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

31.12.2022
TEUR
Veränderung 31.12. 2023
TEUR
Aktive latente Steuern 1.355 -1.102 253
Passive latente Steuern 4.829 -420 4.409

(5) Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 2.235 (VJ TEUR 2.263) und entfällt im Wesentlichen auf die MÜPRO Services GmbH in Höhe von TEUR 2.049. Für den Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 18 (VJ TEUR 66) nach § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Rechnungszins von 1,72 % p.a. verwendet (7-Jahres-Durchschnitt). Aufgrund ausreichender frei verfügbarer Rücklagen besteht keine Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.136 (VJ TEUR 1.788), die Rückstellungen für Gewährleistung und Kulanz in Höhe von TEUR 185 (VJ TEUR 130) und übrige sonstige Rückstellungen TEUR 1.586 (VJ TEUR 1.198).

(6) Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeiten Gesamt - summe davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
davon >5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 104.622 1.615 103.007 103.007
Vorjahr 102.319 1.303 101.016 101.016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.969 5.969 0 0
Vorjahr 5.879 5.879 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 36.585 3.246 33.339 33.339
Vorjahr 33.836 2.880 30.956 30.956
Gesamt 147.175 10.830 136.346 136.346
Vorjahr 142.034 10.062 131.972 131.972

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind bis zum maximalen Kreditvolumen von TEUR 103.000 durch Garantieerklärungen für sämtliche unter oder im Zusammenhang mit dem Kreditvertrag ausstehenden Kapital und Zinsen und durch dingliche Sicherheiten über die wesentlichen Vermögensgegenstände des Konzerns besichert, unter anderem im Wege von der Verpfändung von Geschäftsanteilen an den wesentlichen Tochtergesellschaften und der Verpfändung von Bankkonten. Bei Nichterreichen bestimmter Covenants können die Banken die vorzeitige Rückzahlung der Darlehen verlangen.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 33.339 (VJ TEUR 30.956) enthalten. Der Rest ergibt sich im Wesentlichen aus Umgliederung von kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 1.020 (VJ TEUR 794).

(7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestanden folgende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

TEUR
fällig 2024 3.512
fällig 2025 - 2028 7.866
fällig > 2028 1.639
Gesamt 13.017

Die jährlichen Verpflichtungen aus sonstigen langfristigen Verträgen belaufen sich auf TEUR 106. Diese resultieren vor allem aus längerfristigen Maintenance Verträgen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

(8) Eigenkapital

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.747.

V. Erläuterungen zur GuV

(9) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich den Absatz von Waren und gliedern sich wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten:

2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 60.496 20.791
Ausland 73.956 27.830
Total 134.452 48.621

(10) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von insgesamt TEUR 912 (VJ: TEUR 229) sind sonstige periodenfremde Erträge (TEUR 132; VJ: TEUR 45) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 110; VJ: TEUR 150) enthalten. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 232; VJ: TEUR 9).

(11) Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter ergibt sich wie folgt:

2023 2022
Arbeiter 96 49
Angestellte 376 172
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt; ohne Auszubildende) 472 221

(12) Abschreibungen

Im Jahr 2023 ergaben sich keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 320 (VJ: TEUR 93) enthalten, die größtenteils auf Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten des Investitions- bzw. Finanzierungsbereiches entfallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im aktuellen Jahr periodenfremde Aufwendungen von TEUR 75 (VJ: TEUR 8).

(14) Zinsaufwendungen und Zinserträge

2023
TEUR
2022
TEUR
Sonst. Zinsen und ähnl. Erträge 1 5
Zinsen und ähnl. Aufwendungen -11.643 -3.771
Total -11.642 -3.766

In den Zinsaufwendungen sind Abzinsungen langfristiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 38 (VJ TEUR 39) enthalten. Zudem sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.384 (VJ TEUR 956) gegenüber dem Gesellschafter enthalten. Periodenfremde Zinsaufwendungen bestanden im Geschäftsjahr 2023 nicht.

Zinsänderungsrisiko

Für die im Folgenenden beschriebene Sicherung wurde eine Bewertungseinheit i. S. d. § 254 HGB (Portfolio Hedges) mit zulässigen Grund- und Sicherungsgeschäften gebildet.

Das Zinsänderungsrisiko des HoldCo Konzerns resultiert aus langfristigen Fremdkapitalaufnahmen mit variabler Verzinsung. Um das Risiko eines Zinsanstiegs zu begrenzen, wurde auf 84 % der aufgenommenen Darlehen ein Sicherungsgeschäft in Form eines OTC-Zinsderivats für die Laufzeit vom 31.10.2022 bis zum 31.10.2025 abgeschlossen.

Zum Zeitpunkt des Abschlusses des Sicherungsgeschäfts erachtete der HoldCo Konzern das Risiko von Zinserhöhungen (kurz- als auch langfristig) als sehr wahrscheinlich. Die aktuellen Prognosen zeigen jedoch eine gegenteilige Entwicklung. In der Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank vom 24. - 25. Januar 2024 wird von einem fallenden Zinsumfeld ausgegangen. Auf Basis dieser Sitzung erachtet der HoldCo Konzern nun kurz- und langfristig eine Zinssenkung als sehr wahrscheinlich. Dies spiegelt sich ebenfalls im beizulegenden Zeitwert des abgeschlossenen Zinscaps per 31.12.2023 wider.

Der am Handelstag abgeschlossene Zinscap weist zum 31.12.2023 einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR -268 (Vj. TEUR 56) auf. Die Bewertung gibt die Einschätzung des Finanzinstitutes über den Wert des Finanzinstruments unter den vorherrschenden Marktbedingungen wieder und leitet sich vom Mid Market-Preis ab. Der negative Marktwert zum 31.12.2023 resultiert im Wesentlichen aufgrund eines prognostizierten Zinsrückgangs bis zum Laufzeitende bei dem 3-Monats EURIBOR. Aufgrund der bestehenden Bewertungseinheiten, unter Anwendung der Einfrierungsmethode, wird der negativen Marktwert nicht aufwandswirksam in den Rückstellungen passiviert.

(15) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt TEUR 3.748 (VJ Ertrag: 1.710) darunter ein periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 72 (VJ: TEUR 56). Der Aufwand aus latenten Steuern beträgt TEUR 682 (VJ: Ertrag in Höhe von TEUR 2.296).

(16) Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 143 für Abschlussprüferleistungen.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelbestand beinhaltet den in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 14.100). Im Geschäftsjahr bestehen keine kurzfristigen Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten, die der Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit dienen.

VII. Sonstige Angaben

(17) Konzernkreis und Mutterunternehmen

Die HoldCo ist das oberste Mutterunternehmen der MÜPRO Unternehmensgruppe und ist als solches nicht in einen befreienden Konzernkreis eines anderen Unternehmens einbezogen.

(18) Beziehung zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Der Konzern steht im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit mit den Gesellschaftern IK IX LuxCo 13 Sàrl, Leudelange, Luxemburg, und Praetorian MEP GmbH & Co. KG, Wiesbaden, in Beziehung. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften werden wie unter fremden Dritten abgewickelt.

(19) Nachtragsbericht

Nach unserer Einschätzung traten bis zu heutigem Zeitpunkt keine Ereignisse ein, die in einem Nachtragsbericht aufzuführen und zu kommentieren wären.

Geschäftsführung:

 

Dr. Wolfgang Gödel, Geschäftsführer/CEO

 

Ulrich Hofmann, Geschäftsführer/CFO

 

Jörg Klatt, Geschäftsführer/COO

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung werden mit Hinweis auf § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben gemacht.

 

Wiesbaden, 28.03.2024

Dr. Wolfgang Gödel, Geschäftsführer

Jörg Klatt, Geschäftsführer

Ulrich Hofmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge aus Erstkonsolidierung Zugänge Abgänge
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 29.042.877,96 7.360,00 263.972,95 -1.019,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 139.716.262,78 4.115.624,52 0,00 0,00
168.759.140,74 4.122.984,52 263.972,95 -1.019,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.694.756,37 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.344.522,96 0,00 255.316,87 -581.138,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.773.149,65 65.102,97 516.325,84 -151.203,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 372.092,15 0,00 1.322.900,97 0,00
56.184.521,13 65.102,97 2.094.543,68 -732.342,53
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 438,40 0,00 0,00 0,00
438,40 0,00 0,00 0,00
224.944.100,27 4.188.087,49 2.358.516,63 -733.361,53
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Umbuchungen Kursdifferenzen Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 0,00 -623,96 29.312.567,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 143.831.887,30
0,00 -623,96 173.144.455,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 32.694.756,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 575.011,79 -2.272,71 17.591.439,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 31.795,82 6.235.170,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -575.011,79 0,00 1.119.981,33
0,00 29.523,11 57.641.348,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 438,40
0,00 0,00 438,40
0,00 28.899,15 230.786.242,01
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge aus Erstkonsolidierung Zugänge
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen -19.476.926,85 -7.355,00 -1.643.195,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert -5.827.332,33 0,00 -4.663.010,52
-25.304.259,18 -7.355,00 -6.306.206,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -26.188.479,09 0,00 -334.850,60
2. Technische Anlagen und Maschinen -11.683.572,66 0,00 -822.758,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -4.186.967,75 -55.774,97 -641.917,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
-42.059.019,50 -55.774,97 -1.799.527,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
-67.363.278,68 -63.129,97 -8.105.733,41
Abschreibungen
Abgänge Kursdifferenzen Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 840,81 -4.155,00 -21.130.791,93
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 -10.490.342,85
840,81 -4.155,00 -31.621.134,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 421,74 -26.522.907,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 580.866,44 -26.467,95 -11.951.932,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 151.158,23 66.749,52 -4.666.752,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
732.024,67 40.703,31 -43.141.593,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
732.865,48 36.548,31 -74.762.728,27
Buchwert
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 8.181.776,02 9.565.951,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 133.341.544,45 133.888.930,45
141.523.320,47 143.454.881,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.171.848,42 6.506.277,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.639.507,17 5.660.950,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.568.417,95 1.586.181,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.119.981,33 372.092,15
14.499.754,87 14.125.501,63
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 438,40 438,40
438,40 438,40
156.023.513,74 157.580.821,59

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB

des Praetorian HoldCo Konzerns

Stand 31.12.2023 Sitz Anteil am Kapital (direkt)
in %
Anteil am Kapital (indirekt)
in %
MÜPRO International GmbH (vormals: Praetorian BidCo GmbH) Wiesbaden, Deutschland 100,0 0,0
MÜPRO Group GmbH Wiesbaden, Deutschland 0,0 100,0
MÜPRO GmbH Wiesbaden, Deutschland 0,0 100,0
MÜPRO Services GmbH Wiesbaden, Deutschland 0,0 100,0
UBB Umformtechnik GmbH Burgbernheim, Deutschland 0,0 100,0
dietul Montagetechnik GmbH Kelheim, Deutschland 0,0 100,0
MÜPRO Nederland B.V. Kerkrade, Niederlande 0,0 100,0
MÜPRO Luxembourg Sàrl Leudelange, Luxemburg 0,0 100,0
MÜPRO b.v.b.a. Aarshort, Belgien 0,0 100,0
MÜPRO France SAS Arras Cedex, Frankreich 0,0 100,0
MÜPRO GmbH Wien, Österreich 0,0 100,0
MÜPRO Magyarorszag Kft. Budapest, Ungarn 0,0 100,0
MÜPRO Romania S.R.L. Miercurea Ciuc, Rumänien 0,0 100,0
MÜPRO d.o.o. Zagreb, Kroatien 0,0 100,0
MÜPRO Hispania S.L. Móstoles (Madrid), Spanien 0,0 100,0
MÜPRO CZ s.r.o. Jenec, Tschechien 0,0 100,0
MÜPRO Middle East FZE Dubai, VAE 0,0 100,0
MÜPRO India Pvt. Ltd. Pune, Indien 0,0 100,0

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01. bis 31.12.2023
T€
05.04. bis 31.12.2022
T€
Periodenergebnis -3.747 -12.772
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.106 7.251
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 882 -1.476
Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (+/-) 971 3.684
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -4 5
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.228 7.728
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten LuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 455 -2.782
Zinsaufwendungen (+) /Zinserträge (-) 11.604 3.727
Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) 3.748 -1.710
Ertragsteuerzahlungen (-/+) -3.434 -1.196
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 20.809 2.459
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -259 -169
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens (+) 4 4
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -2.174 -1.472
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis (-) -4.834 -162.866
Erhaltene Zinsen (+) 1 5
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit -7.262 -164.498
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens (+) 0 62.907
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten (+) 5.000 133.000
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten (-) -3.016 -25.013
Gezahlte Zinsen (-) -8.813 -1.474
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.829 169.420
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 6.719 7.381
Finanzmittelfonds am Anfang des Rumpfgeschäftsjahres 7.381 0
Finanzmittelfonds am Ende des Rumpfgeschäftsjahres 14.100 7.381

Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Bilanzverlust
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Stand 5.4.2022 25.000,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 66.592.507,52 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -561.699,16 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -12.772.163,82
Stand 31.12.2022 25.000,00 66.592.507,52 -561.699,16 -12.772.163,82
Währungsumrechnung 0,00 0,00 39.585,43 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -3.747.053,11
Stand 31.12.2023 25.000,00 66.592.507,52 -522.113,73 -16.519.216,93
Konzerneigenkapital
Summe
Stand 5.4.2022 25.000,00
Einstellung in Rücklagen 66.592.507,52
Währungsumrechnung -561.699,16
Konzernjahresfehlbetrag -12.772.163,82
Stand 31.12.2022 53.283.644,54
Währungsumrechnung 39.585,43
Konzernjahresfehlbetrag -3.747.053,11
Stand 31.12.2023 49.576.176,86

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Praetorian HoldCo GmbH, Wiesbaden

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Praetorian HoldCo GmbH, Wiesbaden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Praetorian HoldCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 28. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Johann Horz, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 31. Mai 2024 gebilligt.

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