Dr. Schneider EMS GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Alber seit 25.3.2021 | Prokura |
Thomas Marco Putz seit 25.3.2021 | Prokura |
Ilona Frieda Gerber seit 25.3.2021 | Prokura |
Aslan Khabliev seit 7.1.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Loewe IP Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Loewe Technology GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Loewe Technology GmbH (im Folgenden als "Loewe" bezeichnet) hat das Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund verschlechterter Rahmenbedingungen insgesamt zufriedenstellend abgeschlossen. Das Unternehmen hat das Produktportfolio und die Sichtbarkeit der Marke weiter konsequent ausgebaut sowie die Premiummarke gestärkt. Aufgrund der weltpolitischen Lage und dem zunehmend schwierigen Marktumfeld blieb Loewe aber beim Umsatz unter dem entsprechenden Vorjahreswert und hat auch beim Ergebnis die eigenen Ziele nicht erreicht. Loewe entwickelt, fertigt und vertreibt Produkte und Systeme der Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik. Das Sortiment besteht aus Fernsehgeräten, Audio-System-Lösungen und Audio-Stand-Alone-Geräten sowie Hardwarekomponenten in den genannten Produktkategorien, die durch eigenständige, von Loewe entwickelte Software-Lösungen intuitiv bedient und intelligent vernetzt werden können. Das Loewe Design ist mehrfach ausgezeichnet. Der Unternehmenssitz ist in Frankfurt am Main. Der operative Geschäftsbetrieb befindet sich in Kronach von wo aus Handelspartner in Deutschland und Österreich sowie viele Distributionspartner weltweit beliefert werden. Neben dieser gut strukturierten Distribution mit erfahrenen Vertriebspartnern, zu denen größtenteils eine jahrzehntelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht, sind das ausgezeichnete Produktportfolio im Premiumsegment des Marktes und die Kraft der Premiummarke Loewe die wesentlichen Grundlagen des Geschäftserfolgs. Dabei prägen die sechs zentralen Markenwerte Evolution, Expertise, Exzellenz, Exklusivität, Emotion und Langlebigkeit sowohl die strategische Ausrichtung und Planung des Sortiments als auch die konsequente Gestaltung aller Kontaktpunkte der Marke Loewe entlang der Wertschöpfungskette - intern wie extern. 1.2. Produktion, Beschaffung und Logistik Loewe verfügt über eine leistungsfähige internationale Beschaffungs- und Produktionskette mit der Vorproduktion von Systemkomponenten bei nationalen und internationalen Partnerunternehmen. Die Premiumprodukte des Portfolios werden im Loewe Werk in Kronach assembliert. Die anschließende umfassende Qualitätsprüfung am Standort Deutschland ist dabei ein wesentliches Differenzierungsmerkmal zum Wettbewerb und Maßstab auch für alle anderen Produktionsstätten. Endfertigung und Qualitätssicherung erfolgen unter Anwendung zeitgemäßer und permanent weiterentwickelter Methoden. Die LCD-TV-Einstiegsprodukte werden teilweise in Kronach und teilweise in Velenje, Slowenien endmontiert. Auch an diesem Produktionsstandort wird gemäß den hohen Qualitätsanforderungen und dem umfassenden Fertigungs-Know-how sowie einem Vor-Ort-Qualitätsteam von Loewe gearbeitet. Im Jahr 2023 investierte Loewe im Kronacher Werk in vorbereitende Arbeiten und Werkzeuge, um dort ab 2024 - über die Fernsehgerätefertigung hinaus - eine eigene OLED-Display-Produktion aufnehmen zu können. 1.3. Forschung, Entwicklung und Design Der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit und damit die besondere Kompetenz des Unternehmens liegt in der Konzeption, dem Design und der technischen Entwicklung komplexer Elektronikprodukte und Systemlösungen. So entsteht ein Sortiment, das dem Kunden einen attraktiven, nachhaltigen Mehrwert mit Alleinstellungscharakter bietet. Loewe kreiert eigenständige Design- und Nutzungskonzepte. Einen erheblichen Teil seiner Ressourcen investiert das Unternehmen deshalb in die kontinuierliche Weiterentwicklung eigener Software für den europäischen und internationalen Unterhaltungselektronik-Markt sowie in technische Entwicklungen, die außerdem sicherstellen, dass landesspezifische Benutzeranforderungen und Zertifizierungen erfüllt werden können. Loewe investierte 2023 rund 8 Prozent des Umsatzes in Entwicklungsvorhaben, überwiegend Produkt- und Softwareinnovationen. 1.4. Ziele und Strategien Auch das Jahr 2023 stand bei Loewe - neben den vielfältigen Aktivitäten zum Unternehmensjubiläum "100 Jahre Loewe" - ganz im Zeichen der weiteren Aufwertung der Marke in Richtung Premium/Luxus. Marketing-Highlight des Jahres war die Übereinkunft mit dem Fußballer und Weltstar Kylian Mbappé, der als Markenbotschafter gewonnen werden konnte und mit Loewe eine strategische Partnerschaft geschlossen hat. Eine entsprechende Kampagne wird ab April 2024 mit Anzeigen, Online-Auftritten und Fachhandels-Aktionen sichtbar sein. Darüber hinaus wurde auch auf Produktseite vereinbart, künftig im Co-Branding beispielsweise bei Kopfhörern oder Bluetooth-Speakern gemeinsam Designs zu entwickeln. Die neue Markenpräsentation im Fachhandel, die in den vergangenen beiden Jahren sukzessive in den Fachgeschäften eingeführt wurde, arbeitet sehr erfolgreich. Handelspartner mit dem neuen Markenauftritt verzeichnen nachweislich höhere Umsätze. Außerdem gelang es auch 2023, für Loewe im Handel mehr Verkaufsfläche zu gewinnen. Insgesamt ist die Marke dadurch noch werthaltiger und sichtbarer geworden. Auch beim Sortiment mit Fernsehgeräten und Audioprodukten hat das Unternehmen 2023 seine strategischen Ziele erreicht. Stand 2021 und 2022 noch der umfangreiche Auf- und Ausbau des Portfolios auf der Agenda, so war 2023 das Jahr der Portfolio-Pflege. Das Sortiment wurde vor allem im Audio-Bereich mit Home Cinema Sets, Soundbar und einem portablen DAB-Radio erweitert. Ein ganz besonderes Highlight war die Einführung des Jubiläumsfernsehers Loewe tele.vision 55, der die Maßnahmen zu "100 Jahre Loewe" eindrucksvoll unterstrich. Außerdem neu im TV-Bereich: ein attraktives Individualisierungskonzept für den Loewe iconic, der großformatige Loewe bild i mit 77 Zoll Bilddiagonale und die Integration von Apple TV+ in die Loewe Elektronik. Die Ausweitung des Sortiments in andere Produktbereiche wurde 2023 weiter vorangebracht, hatte aber aufgrund der aktuellen Marktentwicklung nicht die Top-Priorität. Auch 2023 wurden viele Loewe Produkte von Publikationen wie der SMART HOMES, den Fachmagazinen HiFi Test und Heimkino oder den Online-Magazinen lite-magazin.de und av-magazin.de mit hervorragenden Ergebnissen bewertet. So schrieb die HiFi Test unter dem besten Testurteil "Referenzklasse 1,0" zum Loewe bild i.77 im Fazit: "Design und Technik für Genießer - die Kombination aus Loewe bild i.77 dr+ und home cinema set 553 bringt erstklassiges Heimkino-Vergnügen in eleganter Form ins Wohnzimmer." (HiFi Test 5/2023, Seite 27). Im Audio-Bereich schrieb die HEIMKINO: "Schon solo bietet die Loewe klang bar3 mr ein volles und dynamisches Klangbild für Musik und Heimkino." Testurteil: "Spitzenklasse"; Preis/Leistung: "sehr gut" (HEIMKINO 5/2023, Seite 25). Zudem gab es für Loewe Produkte auch 2023 wieder eine Fülle von Auszeichnungen wie den renommierten europäischen EISA-Award für die herausragende technische und gestalterische Qualität der Loewe klang bar 3 mr. Gleich mehrere Loewe Produkte erhielten international angesehene Design-Prämierungen wie den red dot award und den iF design award, sogar in der begehrten Goldausführung. Sogar die Ausstellung, die anlässlich "100 Jahre Loewe" auf der Festung Rosenberg in Kronach zu sehen war, erhielt einen red dot award für ausgezeichnetes Kommunikationsdesign. Mit Blick auf den Vertrieb fokussierte sich Loewe weiterhin auf drei Kernbereiche: den weiteren Ausbau der Distribution im Bereich des Fachhandels in Deutschland und Österreich, den Aufbau des Onlinegeschäfts und schließlich - vor allem gemeinsam mit Distributoren - den Ausbau des internationalen Vertriebs im europäischen und globalen Wirtschaftsraum. Im deutschen Markt konnten 2023 insgesamt 95 Partner im qualifizierten Fachhandel neu für Loewe gewonnen werden. Das war ein wichtiger Schritt, um dem allgemeinen Marktrückgang in der Unterhaltungselektronik entgegenzuwirken. Mehr Händler bedeuten mehr Verkaufsfläche; mehr Verkaufsfläche bedeutet zusätzliches Umsatzpotenzial. Besonderes Argument für Loewe war die Stabilität der Marge in einem hart umkämpften Markt. Intern wurde das Vertriebsteam weiter ausgebaut, u.a. mit einem separaten Audio-Vertrieb. Der Online-Vertrieb liegt in eigener Hand: Loewe entwickelte 2022 eine eigenständige E-Commerce-Plattform, die es ermöglicht, das anspruchsvolle Sortiment auch auf digitalem Weg markenadäquat zu vermarkten. 2023 wurde das Online-Business weiter ausgebaut und international auf weitere Länder erweitert. Im Fokus standen hier vor allem Frankreich, die Schweiz, Italien und Österreich. Loewe ist international in über 50 Ländermärkten vertreten. Besonders erfolgreich war die Entwicklung 2023 vor allem in der Schweiz mit einem Umsatzplus von 33 Prozent und in Belgien mit plus 11 Prozent. Das Jahr 2024 wird insgesamt geprägt sein von der weiteren Schärfung des Markenprofils in Richtung Premium/Luxus. Highlight-Produkte, wie zwei neue Fernsehgeräte-Linien und neue Passiv-Lautsprecher, werden wesentlich dazu beitragen. Und WE. by Loewe wird mit neuen Lautsprechern und einem Projektor zusätzliche Kundengruppen ansprechen. Von der strategischen Partnerschaft mit Weltstar Kylian Mbappé erwartet Loewe eine weitere nachhaltige Stärkung der Premiummarke bei allen relevanten Zielgruppen. Loewe war 2023 außerdem viel stärker bei Messen und Ausstellungen präsent, um damit auch den direkten Kontakt zu Endkunden zu intensivieren. Die IFA in Berlin, die Mitteldeutschen HiFi-Tage in Leipzig, die Deutschen HiFi-Tage in Darmstadt sowie Großhandels- und Kooperationsmessen brachten der Marke Sichtbarkeit, Renommee und stärkten insgesamt das Unternehmensnetzwerk. Nach den positiven Erfahrungen wird dieser Weg auch 2024 fortgesetzt werden. Und auch der weitere qualitative Ausbau der Loewe Produktion in Kronach in Richtung High-End-Fernsehgeräte mit eigener Display-Fertigung wird den Premium/Luxus-Charakter der Marke Loewe weiter untermauern. Das Loewe Kernportfolio bei Audio und TV wird fortwährend erneuert und dadurch noch leistungsfähiger. Sein weit gespanntes Elektronik-Know-how, das internationale Partnernetzwerk und die Kraft der Premiummarke nutzt das Unternehmen Loewe darüber hinaus auch für die Erweiterung des Sortiments mit herausragenden Lifestyle-Produkten für den Heimbereich. Als erstes Produkt in diesem Bereich wird Loewe im Sommer 2024 eine hochwertige Kaffee-Siebträger-Maschine in den Markt einführen. Im internationalen Bereich plant Loewe im Jahr 2024, die Vertriebsaktivitäten weiter auszubauen und das Geschäft zusätzlich zu den bestehenden Märkten vor allem im Mittleren Osten in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Dubai zu intensivieren. Über Deutschland hinaus soll auch das Online-Geschäft weiter forciert werden. Das B2B-Geschäft, besonders im Hinblick auf Yachten und Luxushotels, wurde in den letzten beiden Jahren sehr vielversprechend gestartet. Dieser Bereich wird 2024 noch intensiver bearbeitet werden. In der Kronacher Organisation hat Loewe die Bereiche Marketing, Vertrieb und E-Commerce sowie das Design-Studio personell verstärkt. Über die hauseigenen Projekte hinaus wird das Design-Studio jetzt auch für internationale Kunden im Designbereich tätig. In 2023 wurden hier erstmals Design-Dienstleistungen für Dritte angeboten und umgesetzt. Insgesamt wird sich Loewe in Zukunft noch mehr als bisher von einer starken Premiummarke hin zu einer "Luxury Lifestyle Brand" entwickeln, die höchste Ansprüche an Technik und Design erfüllt und ihren Kunden tagtäglich Freude im Umgang mit ihren Produkten vermittelt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach einem kräftigen Start in das Jahr 2023 hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft über den Sommer deutlich verlangsamt. Der IWF erwartete Ende 2023, dass sich das globale Wachstum nach 3,5 Prozent in 2022 auf 3,0 Prozent in 2023 abschwächen wird. Dies wird auf die nachlassende Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Dezember 2023) Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Konfliktherde im Nahen und Mittleren Osten und die Wachstumsschwäche in China dämpften in allen Regionen der Welt das Wachstum, trieben die Inflation und verstärkten Knappheit in Einzelmärkten. Zudem war das Wachstum in den meisten Weltregionen durch stark gestiegene Zinsen belastet. Von höheren Energiepreisen war nach wie vor besonders Europa betroffen. Die osteuropäischen Staaten sowie Deutschland spürten die größten Auswirkungen; ihr Wachstum hat sich im zweiten und dritten Quartal 2023 stark verlangsamt und ihre Inflationsraten sind in die Höhe geschnellt. Erst in der zweiten Jahreshälfte hat sich der Inflationsdruck etwas abgemildert. Das hatte auch massive Auswirkungen auf das Verbrauchervertrauen. (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Dezember 2023) Besonders Deutschland stellt der russische Angriffskrieg vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Die Energiepreise sind seit Ausbruch des Krieges kräftig gestiegen. Die Energiekrise hat die Inflation weiter angeheizt. Das belastet Haushalte und Unternehmen massiv und trübt den konjunkturellen Ausblick deutlich ein. Zusammen mit einem deutlich gestiegenen Zinsniveau und spürbaren Fachkräfte-Engpässen verlangsamt dies die konjunkturelle Entwicklung. Der Sachverständigenrat rechnet deshalb für Deutschland im Jahr 2023 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,4 Prozent. Für 2024 sei davon auszugehen, dass sich die Entwicklung des BIP mit einem Wachstum von plus 0,7 Prozent lediglich leicht erholt. (Sachverständigenrat der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2023/2024) Auch der Markt für Unterhaltungselektronik konnte sich in Europa und Deutschland dieser wenig erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung nicht entziehen. In Deutschland schrumpfte deshalb das Geschäft mit Home-Electronics-Produkten um 6,1 Prozent auf ca. 31,8 Mrd. Euro. Einziger Wachstumsbereich war hier die klassische Unterhaltungselektronik, die um 0,6 Prozent auf ca. 5,4 Mrd. Euro zulegen konnte. Besonders gewachsen sind dabei die Bereiche Videogames und Audio/Video Zubehör. (gfu, Home Electronics Markt Index, Q 1-3/2023) Beim umsatzstärksten Segment, den Fernsehgeräten, ging der Umsatz in den ersten drei Quartalen mit 10,7 Prozent allerdings wiederum kräftig zurück. Der Absatz verringerte sich noch stärker um 11,3 Prozent. Gleichzeitig stieg aber der Durchschnittspreis je Gerät um 0,7 Prozent auf 686 Euro. Ursache dafür war der anhaltende Trend zu hochwertigen Fernsehgeräten, ein weiter steigender Anteil an werthaltigeren OLED-TVs sowie Geräte mit immer größeren Bilddiagonalen. Der Bereich Video musste beim Umsatz in den ersten drei Monaten einen Rückgang um 11,3 Prozent verkraften. Das Segment Home Audio ging im Wert um 6,7 Prozent zurück. Lediglich Einzelkomponenten konnten ein Umsatz-Wachstum von 4,3 Prozent verzeichnen. (gfu, HEMIX Home Electronics Markt Index Q1-3/2023) 2.2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Finanzielle Leistungsindikatoren Bedeutsamste Steuerungsgrößen zur Überwachung der Unternehmensentwicklung sind Umsatz und Rohertrag (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand). Basis der jeweiligen Berichterstattung ist das verabschiedete Jahresbudget. Die Zusammensetzung der Kennziffern ist im Rahmen der Ertragslage dargestellt. Auf Produktebene wird darüber hinaus zur Steuerung regelmäßig eine Portfolioanalyse durchgeführt. Ziel ist es, die einzelnen Produktbereiche im Hinblick auf Profitabilität und Terminplan transparent zu machen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. 2.2.1. Ertragslage Die Loewe Technology GmbH weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen um 14,2 Prozent geringeren Umsatz in Höhe von insgesamt 44.273 Tsd. Euro aus. Umsatzstruktur nach Produktbereichen:
Im Bereich der Fernsehgeräte war ein Rückgang um 11,9 Prozent zu verzeichnen, was in etwa dem allgemeinen Marktrückgang in diesem Bereich entspricht. Der Bereich Audio musste im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Umsatzrückgang um 31,2 Prozent verzeichnen; der Erfolg des Vorjahres war auf das mit zahlreichen Neuprodukten versehene und wesentlich verbreiterte Produktportfolio zurückzuführen. Der Zubehörumsatz wies ein Minus um 36,3 Prozent auf, wenn auch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die sonstigen Erlöse inklusive der Kundendienstleistungen verblieben in etwa auf dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. In Deutschland und Österreich erfolgt der Vertrieb direkt über den Fachhandel und Fachmärkte. In Großbritannien wurden die Produkte während des Geschäftsjahres 2023 zum Teil über eine eigene Tochtergesellschaft, zum Teil über die Nutzung eines externen Distributors und im übrigen Ausland nur durch externe Distributionspartner vermarktet. Die wichtigsten Auslandsmärkte im Jahr 2023 waren Belgien, Schweiz, Österreich, Spanien, Frankreich und Italien. Umsatzstruktur nach Regionen:
Der Inlandsumsatz in Deutschland verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 nur leicht um 5,7 Prozent. Ein deutlich höherer prozentualer Umsatzrückgang um 16,6 Prozent wurde in der geografischen Region Europa (ohne Deutschland) verzeichnet. Der im außereuropäischen Ausland realisierte Umsatzwert reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 38,0 Prozent. Im Vergleich mit 2022 hat sich die Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen deutlich nach oben erhöht. Während im Vorjahr nur eine geringe positive Bestandsveränderung in Höhe von 84 Tsd. Euro zu verzeichnen war, ergibt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 eine Erhöhung um 2.378 Tsd. Euro. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 6.868 Tsd. Euro auf 10.579 Tsd. Euro ist im Wesentlichen auf einen ertragswirksam verbuchten finanziellen Beitrag der Muttergesellschaft in Form einer Marketingunterstützung in Höhe von 2.599 Tsd. Euro (i. Vj: 3.242 Tsd. Euro) sowie auf einen Gesellschafterdarlehensverzicht mit Besserungsschein in Höhe von 7.018 Tsd. Euro (i. Vj: 0 Tsd. Euro) zurückzuführen. Im Vorjahr beinhaltete der Posten zudem 2.800 Tsd. Euro aus einem ertragswirksamen Darlehenszufluss eines verbundenen Unternehmens, das bei Erreichen definierter Kriterien aus künftigen Gewinnen zu tilgen ist und dessen aufschiebende Bedingung weder im Vorjahr noch in diesem Jahr eingetreten ist. Ohne diese besonderen Erträge hätte sich operativ jeweils ein Verlust ergeben. Der Materialaufwand gemessen an der Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) betrug 63,2 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozentpunkte angestiegen. Die daraus resultierende Rohertragsmarge beträgt 36,8 Prozent (i. Vj: 40,2 Prozent). Die im Vorjahresvergleich schlechtere prozentuale Rohertragsmarge erklärt sich aus dem deutlich erhöhten Bestandsaufbau an unfertigen und fertigen Erzeugnissen, aus Materialaufwendungen aus nicht erfüllten Abnahmeverpflichtungen sowie aus teilweise nicht den Margen-Erwartungen entsprechenden Verkäufen. Der Personalaufwand ist mit 9.970 Tsd. Euro (i. Vj: 9.329 Tsd. Euro) im abgelaufenen Geschäftsjahr moderat gestiegen; die Einsparungen im Vorjahr durch die in Folge der Corona-Krise bzw. Ukraine-Krise eingeleitete Kurzarbeit waren in 2023 nicht mehr in der damaligen Höhe zu verzeichnen. Loewe beschäftigte durchschnittlich 146 Mitarbeiter im Berichtsjahr (i. Vj: 151 Mitarbeiter). Zum 31. Dezember 2023 waren 147 Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 145 Mitarbeiter) beschäftigt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1.726 Tsd. Euro (i. Vj: 1.554 Tsd. Euro) und lagen damit moderat über dem Wert des Vorjahrsvergleichszeitraums. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 13.986 Tsd. Euro (i. Vj: 14.275 Tsd. Euro) liegen in etwa auf Vorjahresniveau und enthalten neben Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten im Wesentlichen Lizenzzahlungen aus dem mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Markenlizenzvertrag. Die Lizenzzahlungen sind absatzbedingt um 668 Tsd. Euro auf 3.844 Tsd. Euro gesunken. Gegenläufig stiegen insbesondere die Wertberichtungen auf Forderungen gegen die Loewe Technology UK Limited um 824 Tsd. Euro auf 824 Tsd. Euro deutlich an. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 1.873 Tsd. Euro (i. Vj: 2.301 Tsd. Euro) resultieren wie im Vorjahr größtenteils aus Darlehensgewährungen verbundener Unternehmen. Der Rückgang ist auf Zinssatzanpassungen zurückzuführen. Loewe verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 10 Tsd. Euro (i. Vj: 20 Tsd. Euro). 2.2.2. Vermögenslage Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:
* Unter Einbeziehung der Verbindlichkeiten, die mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen sind, ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein wirtschaftliches Eigenkapital von 9.483 Tsd. Euro (= 26,1 Prozent wirtschaftliche Eigenkapitalquote). Das Anlagevermögen des Unternehmens ist im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres leicht gestiegen. Es wurde vor allem in Werkzeuge für neue Produkte, in POS-Aktivitäten und in den Ausbau der Produktion investiert. Der Wert des Umlaufvermögens liegt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 mit 28.246 Tsd. Euro deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert in Höhe von 36.279 Tsd. Euro. Bedingt durch das schwierige Marktumfeld und die Geschäftsentwicklung ist innerhalb der Vorräte bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ein Rückgang um 2.773 Tsd. Euro zu verzeichnen, während sich die unfertigen und fertigen Erzeugnisse einschließlich der Handelswaren um insgesamt 1.527 Tsd. erhöht haben. Die Forderungen sind insgesamt deutlich um 3.448 Tsd. Euro gesunken; Grund hierfür ist die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie eine im Geschäftsjahr 2023 vorgenommene Wertberichtigung in Höhe von 824 Tsd. Euro auf bestehende Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig und zum großen Teil kreditversichert. Der Bestand an liquiden Mittel hat sich von 5.917 Tsd. Euro im Vorjahr auf 2.106 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2023 verringert. Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Rückstellungen lagen mit 3.042 Tsd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (i. Vj: 3.076 Tsd. Euro) und umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Jahresumsatzvergütungen, Gewährleistungsverpflichtungen, Verpflichtungen aus Lizenzzahlungen, Verpflichtungen im Bereich Personal sowie ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten verringerten sich insgesamt auf 32.746 Tsd. Euro (i. Vj: 40.672 Tsd. Euro). Neben den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die im Vorjahresvergleich deutlich von 3.521 Tsd. Euro auf nunmehr 1.718 Tsd. Euro gesunken sind, haben sich auch die Verbindlichkeiten aus Darlehen und sonstigen Leistungen mit verbundenen Unternehmen von 31.879 Tsd. Euro auf 26.351 Tsd. Euro vermindert; wesentlicher Grund hierfür ist der erfolgte Gesellschafterdarlehensverzicht mit Besserungsschein in Höhe von 7.018 Tsd. Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten, die sich erneut geringfügig vermindert haben, enthalten einen Finanzierungsvertrag mit der Stadt Kronach bezüglich des Rückkaufs des Firmengeländes. Die Laufzeit ist auf zehn Jahre ausgelegt und wird in gleichen monatlichen Annuitätenraten getilgt. Die Darlehen im Konzernverbund wurden im November 2023 bis Juni 2025 verlängert. Alle anderen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. 2.2.3. Finanzlage Die Finanzierung der Loewe Technology GmbH erfolgte im Wesentlichen durch kurzfristig ausgestaltete Darlehen im Konzernverbund mit einem Gesamtvolumen von 22.700 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2023 (i.Vj: 29.291 Tsd. Euro). Der Gesellschafter der Muttergesellschaft bzw. die Muttergesellschaft haben sich im November 2023 verpflichtet, die Darlehen bis Juni 2025 zu verlängern. Für eines der Darlehen wurde ein qualifizierter Rangrücktritt über 8,9 Mio. Euro erklärt. Die Zinssätze der Darlehen wurden zu Beginn des Geschäftsjahres moderat reduziert. Es wird auf die Ausführungen im Abschnitt 3.6.3 "Finanzen" im Lagebericht verwiesen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zum Bilanzstichtag verfügte das Unternehmen über Bankguthaben in Höhe von 2.106 Tsd. Euro. Die nach wie vor umfangreichen Vorauszahlungen an verschiedene Lieferanten und Dienstleister (31. Dezember 2023: 1.180 Tsd. Euro, i.Vj: 1.013 Tsd. Euro) binden Liquidität. Ferner erfolgten umfangreiche Materialbeistellungen zum Bilanzstichtag in Höhe von 284 Tsd. Euro. Der operative Cashflow, der in Anlehnung an DRS 21 ermittelt wurde, belief sich auf -2.323 Tsd. Euro (i.Vj: -4.823 Tsd. Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -1.988 Tsd. Euro (i.Vj: -1.680 Tsd. Euro) und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergab 500 Tsd. Euro (i.Vj: 6.533 Tsd. Euro) und beinhaltet das in 2023 zugeflossene Darlehen in Höhe von 500 Tsd. Euro. Es besteht ein nicht passiviertes Darlehen im Umfang von 2.800 Tsd. Euro (i. Vj: 2.800 Tsd. Euro). Es wird auf Abschnitt 2.2.2. "Ertragslage" und den Ausführungen dort zu den sonstigen betrieblichen Erträgen verwiesen. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Risikopolitik Der Markt für Unterhaltungselektronik ist durch intensiven globalen, aber auch regionalen Wettbewerb gekennzeichnet. Für Loewe ist es daher wichtig, Risiken frühzeitig zu erkennen und, wenn möglich, zu vermeiden oder auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren. Wesentliches Asset ist dabei die jahrelange Erfahrung des Loewe Führungsteams. Außerdem gilt: Auch die Risikopolitik ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, das Vertrauen in die Marke Loewe zu stärken, die Sichtbarkeit der Premiummarke zu erhöhen und deren Profil zu schärfen sowie neue Geschäftsbereiche zu etablieren, um so den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Diesen Grundsätzen folgend, werden alle unternehmerischen Entscheidungen nach einer eingehenden Risikoanalyse und -bewertung getroffen. Da die Erzielung wirtschaftlicher Erfolge zwangsläufig mit Chancen und Risiken verbunden ist, berücksichtigt die Risikostrategie alle oben aufgeführten Elemente. 3.2. Chancen- und Risikomanagement bei Loewe Das Chancen- und Risikomanagement-System von Loewe ist darauf ausgerichtet, Einzelrisiken zu identifizieren, sie transparent aufzubereiten und angemessene Steuerungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Im anschließenden Prozess der Risikoüberwachung wird die Effizienz der Maßnahmen überprüft sowie deren konsequente Durchführung kontrolliert. Die Evaluierung möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie das prognostizierte Umsatzwachstum ist wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses. 3.3. Überwachungs- und Steuerungssystem Neben den allgemein üblichen Steuerungs- und Überwachungsinstrumentarien wie der Budget-, Produktions- und Sortimentsplanung oder dem Projekt- und IT-Sicherheits-Management arbeitet Loewe mit einem KPI-Managementsystem, das die jeweiligen Projekte jederzeit transparent darstellt, sowie mit einer rollierenden Liquiditätsplanung und einem monatlichen Sales-Budget-Monitoring. Ein erfahrenes Debitoren-, Einkaufs- und Lieferantenmanagement sowie Qualitätsmanagement erkennen frühzeitig entsprechende Risiken. Risiken werden anhand ihrer Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Loewe Technology GmbH eingestuft. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird durch vier Kategorien definiert: "unwahrscheinlich" (bis 25 Prozent), "eher wahrscheinlich" (bis 50 Prozent), "wahrscheinlich" (bis 75 Prozent) und "sehr wahrscheinlich" (über 75 Prozent). Die Dimension eines potenziellen Schadens - vor mindernden Maßnahmen - wird hinsichtlich der Wirkung auf das EBITDA beurteilt und innerhalb des Unternehmens in folgenden Intervallen ausgedrückt: "gering" (bis 500 Tsd. Euro), "mittel bzw. moderat" (bis 1.000 Tsd. Euro) sowie "hoch" (über 1.000 Tsd. Euro). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen die im Folgenden benannten Chancen und Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Loewe haben können. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einstufung der Chancen und Risiken nicht verändert. 3.4. Chancenbericht Der mittelbare Eigentümer Aslan Khabliev führt Loewe im Stil eines inhabergeführten Familienunternehmens. Loewe ist deutlicher Schwerpunkt seiner unternehmerischen Tätigkeit. Er steht zudem selbst in vorderster Reihe in der aktiven Geschäftsführung der Loewe Technology GmbH. Dieses in jeder Hinsicht starke Engagement ist eine wesentliche Basis sowohl für die Glaubwürdigkeit von Loewe als auch für das Vertrauen in das Unternehmen und das operative Geschäft insgesamt. Loewe hat gute Chancen, durch die breitere Aufstellung im Unterhaltungselektronik-Kernsortiment, aber auch mit neuen Produktkategorien über den Markt der Unterhaltungselektronik hinaus, erfolgreich zu wachsen. Zudem sieht Loewe in mehreren ausgewählten internationalen Märkten wie Australien und Großbritannien, aber auch in den USA, dem Mittleren Osten, Südamerika und Afrika großes Wachstumspotenzial. Der gezielte Ausbau der qualitativ hochwertigen Präsentation des Loewe Sortiments sowie die weitere Qualifizierung der deutschen und internationalen Handelspartner in vertrieblicher und technischer Hinsicht schaffen beste Voraussetzungen, um die Chancen des Premiummarktes bestmöglich zu nutzen. Große Potenziale entstehen auch durch die Verstärkung des Loewe Audio Portfolios sowie den Onlinevertrieb in den europäischen Kernmärkten und in weiteren globalen Märkten. Die Ausweitung des Sortiments in neue Produktbereiche und Geschäftsfelder im Heimumfeld mit hochwertigen Lifestyle-Geräten für zuhause macht Loewe in Zukunft auch resistenter gegenüber Markteinflüssen in einem Bereich. Zudem bietet die Ausrichtung der Marke sowohl in Richtung "Luxus" einerseits und mit der Zweitmarke "WE. by Loewe" in Richtung mittleres Marktsegment andererseits große Chancen im sich verändernden Marktumfeld. 3.5. Risikobericht 3.5.1. Absatz und Markt Der Markt für Unterhaltungselektronik ist einerseits stark von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig und zudem andererseits national wie international durch intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Je schwieriger die Marktlage, umso mehr kämpfen gerade die großen Wettbewerber mit Preisnachlässen um ihre Marktanteile. Deshalb ist gerade in Phasen wie denen im Jahr 2023 der Unterhaltungselektronik-Markt von starkem Preiswettbewerb geprägt, dem sich auch Loewe nicht vollständig entziehen kann. Voraussetzung für nachhaltigen Unternehmenserfolg und das zukünftige Wachstum ist deshalb neben einer kohärenten Gesamtstrategie, dass Loewe ein wettbewerbsfähiges Produktsortiment mit beeindruckenden Mehrwerten anbietet und die Marke Loewe an jedem Kontaktpunkt glaubhaft und eindrucksvoll als herausragende Premiummarke wahrgenommen wird. Auf diese Weise grenzt sich Loewe deutlich vom Massenmarkt ab, kann sich so dem scharfen Preiswettbewerb teilweise entziehen und für sich und seine Handelspartner stabile Margen realisieren. Insgesamt können die Absatz- und Marktrisiken als eher wahrscheinlich eingestuft werden, wobei ihre Auswirkungen als moderat gesehen werden. 3.5.2. Innovation und Technologie Die Unterhaltungselektronik-Branche ist durch die Digitalisierung und die Dominanz des Internets von einem starken Innovationsdruck und raschen Entwicklungszyklen geprägt. Gleichzeitig erhöht sich die technische Komplexität. Es besteht die permanente Herausforderung, neue Produkte rechtzeitig, mit eigenständigem Mehrwert und in hoher Qualität auf den Markt zu bringen. Die Abhängigkeit von externen Entwicklungs- und Kooperationspartnern hat Einfluss auf die Terminierung von Produktanläufen und damit auf die Umsatzentwicklung. Hinzu kommen potenzielle Qualitäts- und Softwarerisiken, die nur schwer im Laufe der Produktentwicklung abschätzbar sind. Loewe begegnet dem Innovationsdruck mit kurzen Entwicklungszyklen, einem erfahrenen Team in der Produktentwicklung und starken Technologiepartnerschaften. Außerdem wird dieses Risiko künftig auch durch die Konzentration auf zusätzliche neue Geschäftsfelder außerhalb der Unterhaltungselektronik abgemildert. Insgesamt lassen sich die Innovations- und Technologierisiken als eher unwahrscheinlich einstufen, deren Auswirkungen aber hoch sein können. 3.5.3. Beschaffung und Materialverfügbarkeit Gerade bei den höherwertigen Displaytechnologien und Elektronikkomponenten sind wettbewerbsfähige Beschaffungskonditionen und eine ausreichende Materialverfügbarkeit von großer Bedeutung. Durch langjährige strategische Kooperationen konnte Loewe eine attraktive Kostenstruktur realisieren und die Fertigungskosten stabil halten. Die Pflege und der Ausbau dieser Kooperationen sind daher besonders wichtig. Produktabkündigungen, Lieferantenausfälle, generelle Lieferengpässe oder Qualitätsmängel könnten gerade während der aktuellen weltpolitischen Lage und durch Nachwirkungen der Pandemie zu temporären Produktionsstörungen führen. Auch Preissteigerungen, beispielsweise bei Metallen und Halbleitern, könnten die Ertragslage negativ beeinflussen. Es besteht die Gefahr, dass sich dadurch Produktanläufe verschieben oder der technische Support von elektronischen Bauteilen eingeschränkt bzw. eingestellt werden könnte. Loewe befindet sich deshalb in enger Abstimmung mit den jeweiligen Zulieferern. Gleichzeitig werden entwicklungsseitig permanent alternative Technik- und Liefer-Szenarien erarbeitet sowie Konzepte zur intelligenten Bevorratung entwickelt. Loewe hatte sich beispielsweise rechtzeitig auf die Knappheit am globalen Chip-Markt vorbereitet, entsprechend bevorratet und damit die Produktion abgesichert. Die Beschaffungsrisiken werden als eher unwahrscheinlich mit moderater Auswirkung eingestuft. 3.5.4. IT Im Bereich der Informationstechnologie wird der Schutz gegen unberechtigte Datenzugriffe oder Datenmissbrauch zunehmend wichtiger. Loewe begegnet diesen Risiken unter anderem durch technische Schutzmaßnahmen wie dem Einsatz aktueller Firewall- und Antivirenprogramme sowie Zugriffs- und Zugangskontrollen auf Betriebs- und Anwenderebene. Durch Back-up-Server und unterbrechungsfreie Stromversorgung wird das Risiko von Datenverlusten verringert. Große Teile der IT-Infrastruktur sind in die Cloud ausgelagert. Das macht unabhängig von lokalen Ereignissen wie Überflutung oder Sturm. Die technische IT-Absicherung in der Cloud ist zudem immer up-to-date und schützt vor digitalen Angriffen. Insgesamt können die IT-Risiken als eher unwahrscheinlich mit geringer Auswirkung eingeordnet werden. 3.5.5. Weltpolitische Entwicklung Durch die weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Risiken können Materialengpässe bei Rohstoffen (Metalle, Kunststoffe) oder bei Zulieferern zu Produktionsausfällen führen. Diese Produktionsausfälle beeinflussen unter Umständen direkt die Lieferfähigkeit von Loewe und können somit Umsatzrisiken mit sich bringen. Durch die Ukraine-Krise und vor allem den Krieg in Nahost besteht außerdem das Risiko, dass die Energiepreise weiterhin hoch bleiben, die generelle Verunsicherung und damit Kaufzurückhaltung der Kunden weiter zunimmt und es zu einer Nachfrageverschiebung zwischen ganz unterschiedlichen Branchen kommt. Loewe begegnet diesen Risiken durch regelmäßiges Lieferanten-Monitoring und beständige Optimierung aller Kosten. Durch einen kontinuierlichen Abgleich der Verkaufs- und Beschaffungszahlen werden die Materialzukäufe entsprechend den Absätzen angepasst. Die Energiekosten können u.a. mit einer ausgedehnten Photovoltaik-Anlage, die auf den Werkshallen in Kronach installiert wurde, im Griff behalten werden. Seit der Pandemie kaufen Kunden verstärkt auch über das Internet. Loewe investierte deshalb erhebliche Mittel in den Online-Auftritt der Marke und in einen eigenen Online-Shop, der im vergangenen Jahr auch international weiter ausgebaut wurde. Insgesamt können die durch weltpolitische Ereignisse verursachten Risiken als eher wahrscheinlich, aber mit moderaten Auswirkungen eingestuft werden. 3.6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten 3.6.1. Debitoren Aufgrund der breiten Kundenstruktur ist das Risiko von wesentlichen Forderungsausfällen nach wie vor gering. Risiken in diesem Bereich begegnet Loewe mit einem ständig optimierten Debitoren- und Kreditmanagementsystem. Insgesamt können die Ausfallrisiken als unwahrscheinlich mit geringen Auswirkungen eingestuft werden. 3.6.2. Wechselkurse Da ein Großteil des Beschaffungsvolumens aus dem asiatischen Raum bezogen wird und die Einkaufspreise direkt oder indirekt von der Entwicklung des US-Dollars abhängen, unterliegen die Beschaffungspreise Währungsrisiken. Zur Verminderung dieser Risiken wird ein wesentlicher Teil des geplanten Einkaufsvolumens in US-Dollar über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten mit Termingeschäften abgesichert. Die Wechselkursrisiken können als wahrscheinlich mit geringen Auswirkungen eingestuft werden. 3.6.3. Finanzen Die Liquiditätssituation der Loewe Technology GmbH ist eng verknüpft mit der Situation ihrer Gesellschafterin LOEWE IP Holding Limited, Zypern, sowie der SKYTEC Group Limited, Zypern, der obersten Konzernmutter. Zur frühzeitigen Erkennung von Liquiditätsrisiken werden Liquiditätspläne auf Wochenbasis erstellt und mit dem Eigentümer abgestimmt, die einen Überblick über die Höhe und den Zeitpunkt erwarteter Zahlungsausgänge und -eingänge vermitteln und den Finanzierungsbedarf aufzeigen, so dass im Bedarfsfall Kapital in Form von Gesellschafterdarlehen bereitgestellt werden kann. Ferner steht ein detailliert ausgearbeitetes Budget 2024 und eine konkrete Planung für 2025 zur Verfügung. Zur Erreichung eines auskömmlichen Umsatz- und Ertragspfades ist die Umsetzung eines Wachstumsplanes erforderlich, der im Prognosezeitraum einen Liquiditätsbedarf im mittleren einstelligen Millionenbereich auslöst. Die Gesellschaft hat zur Deckung dieses Liquiditätsbedarfs im April 2024 mit ihrer Gesellschafterin LOEWE IP Holding Limited, Zypern sowie der SKYTEC Group Limited, Zypern, der obersten Konzernmutter, Vereinbarungen zum Aufschub von Lizenz- und Zinszahlungen für die Jahre 2024 und 2025 abgeschlossen. Zusätzlich hat eine nahestehende Person im Mai 2024 ein mittelfristiges Darlehen in Höhe von 3.000 Tsd. Euro gewährt und auf ein Konto der Gesellschaft zu deren freien Verfügung eingezahlt. Ausgehend von dieser Planung und den eingeleiteten Maßnahmen ist die Gesellschaft in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. Insgesamt können die finanzwirtschaftlichen Risiken als unwahrscheinlich mit hoher Auswirkung eingestuft werden. 3.6.4. Recht Rechtliche Risiken ergeben sich vorrangig aus Reklamations- und Garantieansprüchen, Schadensersatzforderungen, Lizenzansprüchen sowie anderen Rechtsstreitigkeiten. Erkennbare rechtliche Risiken werden entweder durch Versicherungen oder, soweit bereits erkennbare Verpflichtungen vorliegen, in ausreichendem Maße durch Rückstellungen abgedeckt. Insgesamt können die rechtlichen Risiken als eher wahrscheinlich mit moderaten Auswirkungen eingestuft werden. 3.7. Gesamteinschätzung der Risikosituation Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind die beschriebenen Risiken bei planmäßiger Entwicklung beherrschbar. 4. Prognosebericht / Ausblick Vorjahresprognose Die bei Loewe im Vorjahr prognostizierte positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung konnte im Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht werden. Das zunehmend schwierige Marktumfeld, die Verschiebung des Konsumenteninteresses in Richtung Reisen/Erleben, ein mittlerweile hohes Zinsniveau sowie weltpolitische und weltwirtschaftliche Einflüsse führten dazu, dass der Umsatz 2023 unter dem Vorjahreswert liegt. Die Rohertragsmarge ist entgegen der Vorjahresprognose gesunken. Das EBITDA hat sich im Geschäftsjahr 2023 in Abweichung zur Prognose leicht verschlechtert, wobei sich die EBITDA-Marge, bezogen auf die Gesamtleistung, verbessert hat. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Die weltpolitische Lage in Folge des Ukraine-Krieges, der neu entflammten vielfältigen Konflikte und Kriege im Nahen Osten, die dadurch gestiegenen Energiepreise und das auch international hohe Zinsniveau haben das Wachstum der Weltwirtschaft 2023 sehr belastet. Zudem führten Liefer- und Kapazitätsengpässe nach wie vor zu Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten und bremsten die Industrieproduktion in vielen Ländern. Die hohe Inflation wirkte sich negativ auf die Konsumnachfrage aus. Diese Entwicklungen betrafen in besonderem Maße den Euro-Raum. Dies wird sich im Jahr 2024 nicht grundlegend ändern und deshalb das wirtschaftliche Wachstum belasten. Für das Gesamtjahr 2024 erwartet der Sachverständigenrat der Bundesregierung für Deutschland eine leichte Erholung des BIP-Wachstums von 0,7 Prozent und im Euro-Raum von 1,1 Prozent. Im Jahr 2024 dürften sich allerdings, so der Sachverständigenrat, die privaten Konsumausgaben angesichts der wieder steigenden realen Einkommen erholen. Die unerwartet schleppende Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, dürfte sich aber fortsetzen und auch 2024 die deutschen Exporte bremsen. Für das Jahr 2024 prognostiziert der Sachverständigenrat eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,6 Prozent (nach 6,1 Prozent im Jahr 2023). (Sachverständigenrat der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2023/2024) Das Marktforschungsunternehmen GfK prognostiziert für 2024 einen Anstieg des verfügbaren Nettoeinkommens der Deutschen auf 27.848 Euro pro Kopf. Das entspricht einem rechnerischen Plus von nominal 2,8 Prozent. Damit würde der Anstieg der Kaufkraft die von der Bundesbank prognostizierte Inflation von 2,7 Prozent ausgleichen können. Aufgrund der politischen Unsicherheiten sei aber die Konsumneigung nach wie vor verhalten und die Deutschen werden auch 2024 vermutlich mehr Geld sparen. (Pressemitteilung der GfK "Kaufkraft der Deutschen steigt 2024 auf 27.848 Euro" vom 10.1.2024) Beim Konsumklima sieht die GfK Ende 2023 "Licht am Ende des Tunnels". Sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verzeichneten Ende 2023 spürbare Zuwächse. Trotz dieser Zuwächse zeigen sich die Verbraucher im Hinblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland noch sehr verhalten. Das deckt sich mit Stimmen aus der Wirtschaft, die die Wachstumsaussichten für 2024 zunehmend pessimistisch sehen. So geht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seiner aktuellen Konjunkturprognose für 2024 von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von einem halben Prozent aus. Für einen nachhaltigen Aufschwung der Konsumlaune sei es aber, so die GfK, notwendig, bei den Ursachen der Verunsicherung der Konsumenten anzusetzen. Konkret bedeute dies, zum einen weitere Schritte in Richtung Preisstabilität zu unternehmen und zum anderen Lösungen für die diversen Krisenherde zu finden. (GfK-Konsumklimastudie Dezember 2023; GfK-Kaufkraftstudie Januar 2024) In ihrer Studie zum Markt für technische Konsumgüter in Deutschland stellte die GfK im Herbst 2023 fest, dass im zurückgehenden Gesamtmarkt und trotz Inflation die Nachfrage nach höherpreisigen Produkten zunahm. "Obwohl der B2C-Markt insgesamt rückläufig war, gibt es auch Wachstumschancen: Dazu gehören zum Beispiel hochwertige Produkte mit innovativen Features. Deutlich zeigte sich diese Entwicklung bei TV-Geräten. Hier ist der bezahlte Durchschnittspreis für 41- bis 43-Zoll-Geräte seit Anfang 2022 um etwa 68 Euro gestiegen. Die Preise für LCD-Geräte blieben in diesem Zeitraum allerdings stabil - der Anstieg war ausschließlich durch den Markteintritt der teureren OLED-Geräte bedingt. Die Durchschnittspreise stiegen nur, weil Konsumenten auf innovative Produkte setzten, für die höhere Preispunkte gelten." (GfK, Markt für technische Konsumgüter geht um 7 Prozent zurück, Nürnberg, 30.8.2023) Für 2023 prognostiziert die GfK für den Markt für technische Konsumgüter insgesamt einen Rückgang von 3,4 Prozent. Für 2024 wird eine Stabilisierung bei einem Minus von 0,2 Prozent erwartet. Bei positiven Voraussetzungen wie einem schnellen Abflachen der Inflation und einer verbesserten Konsumentenstimmung könnte auch ein Plus von 1,6 Prozent möglich sein. "Um weiterhin Wachstum zu schaffen, sollten Entscheider bei Herstellern und Händlern verstärkt auf Innovationen setzen, die zu mehr Nachhaltigkeit und Komfort für die Käufer führen. Für Produkte in diesen Bereichen investieren Verbraucher nach wie vor gerne." (Alexander Dehmel, GfK-Experte für technische Konsumgüter in Deutschland und Österreich, aus: GfK, Markt für technische Konsumgüter geht um 7 Prozent zurück, Nürnberg, 30.8.2023) In diesem Umfeld bestehen für Loewe gute Chancen, die Geschäfte weiter auszubauen und das geplante Wachstum zu realisieren. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Der Markt für Unterhaltungselektronik bietet für Loewe im Premium- und Luxussegment weiterhin sehr gute Chancen, kontinuierlich Marktanteile zu gewinnen. Darüber hinaus erweitert Loewe in Zukunft das Portfolio um neue Lifestyle-Produkte im Bereich des Wohnumfeldes und wird das bereits bestehende B2C-Geschäft mit neuen Produktideen deutlich intensivieren. In diesem Zusammenhang werden im Geschäftsjahr 2024 auch die Marketingaufwendungen zur Unterstützung von Neuproduktplatzierungen deutlich erhöht werden. Die im Geschäftsjahr abgeschlossene strategische Partnerschaft mit dem Fußballer Kylian Mbappé soll die Bekanntheit der Marke und die Nachfrage nach Produkten der Gesellschaft deutlich erhöhen. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwartet das Unternehmen deshalb eine deutliche Steigerung des Umsatzes im hohen zweistelligen Prozentbereich. Die Rohertragsmarge wird aufgrund der geänderten Produkt- und Vertriebsstruktur voraussichtlich deutlich höher ausfallen als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich das EBITDA im Jahr 2024 auch ohne erfolgswirksame Unterstützungsmaßnahmen der Holdinggesellschaften gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 deutlich verbessern wird. Zusammenfassend erwartet die Geschäftsführung über das Geschäftsjahr 2024 hinaus deutlich steigende Umsätze und ein dann stark wachsendes EBITDA. Der Fokus liegt dabei auf einem insgesamt nachhaltigen Umsatzwachstum, das durch gezielte produkt- und strukturorientierte Investitionen unterstützt wird, deren positive Auswirkungen sich geplant erstmals in wesentlicher Höhe im Basisjahr 2024 zeigen werden. Die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung der Loewe Technology GmbH gehen davon aus, dass die weltpolitischen Einflüsse auf die allgemeine wirtschaftliche Lage beherrschbar bleiben. Die tatsächliche Entwicklung kann jedoch von den getroffenen Annahmen und den ursprünglichen Planungen und Trendaussagen abweichen.
Frankfurt am Main, 23. Mai 2024 Aslan Khabliev, CEO, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Die Loewe Technology GmbH entwickelt, produziert und vertreibt verschiedene Produkte der Consumer Electronic Branche. Im Wesentlichen sind dies Fernsehgeräte und Audio-Lösungen. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Handelsgesetzbuch (HGB) und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 117013 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Abschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Aktivposten Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt 2 bis 10 Jahre. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig nach der linearen Methode. Gebäude werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 33 Jahren, technische Anlagen und Maschinen zwischen 6 und 14 Jahren und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 20 Jahren abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800,00 Euro nicht übersteigen. Bei den Zugängen wird nur der Teil der Jahresabschreibung angesetzt, der dem Zeitraum zwischen Anschaffung bzw. Herstellung und dem Ende des Jahres entspricht (pro rata temporis). Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten, im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Stichtagskurs umgerechnet. Ausgenommen sind Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Diese werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet und daraus resultierende unrealisierte Umrechnungsgewinne oder -verluste gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 3 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt. Auf USD lautende Konten werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,9 % zugrunde (15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,1 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich wie bereits zum Bilanzstichtag des Vorjahres ein Aktivüberhang an latenten Steuern. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Passivposten Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt und zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Der Ansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz abgezinst und mit ihrem Barwert angesetzt. Änderungen des Abzinsungssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag umgerechnet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Loewe s.r.o. mit Sitz in Bratislava, Slowakei steht zu 100% im Eigentum der Gesellschaft. Das Eigenkapital der Gesellschaft im letzten festgestellten Jahresabschluss 2022 beträgt 82 Tsd. Euro. Das Jahresergebnis 2022 beträgt 44 Tsd. Euro (i. Vj: 31 Tsd. Euro). Ferner besteht an der Loewe Poland Sp. z o.o. mit Sitz in Torun, Polen eine 100%ige Beteiligung. Das Eigenkapital der Gesellschaft im letzten festgestellten Jahresabschluss 2023 beträgt 73 Tsd. EUR. Das Jahresergebnis 2023 beträgt 11 Tsd. EUR (i. Vj: 107 Tsd. EUR). Weiterhin ist die Loewe Technology GmbH zu 100% an der Loewe Technology UK Limited mit Sitz in Glasgow, Großbritannien beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt im letzten festgestellten Jahresabschluss 2022 -546 Tsd. EUR. Das Jahresergebnis 2022 beträgt -445 Tsd. EUR (i. Vj: -101 Tsd. EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (165 Tsd. Euro, i. Vj: 2.434 Tsd. Euro) und Finanzverkehr (0 Tsd. Euro, i. Vj: 74 Tsd. Euro). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die liquiden Mittel betragen 2.106 Tsd. Euro (i. Vj: 5.917 Tsd. Euro). Die im Vorjahr ausgewiesene Sicherung für Warenlieferungen in Höhe von 2.000 Tsd. Euro ist hinfällig geworden. Die Rechnungsabgrenzungsposten von 115 Tsd. Euro (i. Vj: 290 Tsd. Euro) beinhalten im Wesentlichen vorausbezahlte Kosten für Wartung, Versicherungen, Lizenzen sowie eine in 2024 geplante Veranstaltung. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung ein Aktivüberhang an latenten Steuern in Höhe von 29 Tsd. Euro. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuernführen, resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Währungsumrechnung (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und verbundenen Unternehmen) und Unterschieden bei der Bewertung von Rückstellungen. Der zum 31. Dezember 2023 saldiert ausgewiesene Posten der aktiven latenten Steuern resultiert aus folgenden temporären Differenzen:
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 25 Tsd. Euro. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Den Rückstellungen für Jahresumsatzvergütungen liegen grundsätzlich vertraglich vereinbarte Bonifikations-, Vergütungsvereinbarungen und Erlösschmälerungen zu Grunde. Die Gewährleistungsrückstellungen werden auf Basis der voraussichtlich anfallenden Garantiekosten unter Berücksichtigung einer generellen Garantiezeit von zwei Jahren berechnet. Zusätzlich berücksichtigt sind Garantieleistungen aus Kulanzgründen. Die Lizenzrückstellungen werden für Risiken gebildet, die sich aus Schutzrechtsverletzungen und zu leistenden Lizenzzahlungen ergeben. Die Personalverpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Resturlaubsansprüche, Gleitzeitguthaben und variable Vergütungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.718 Tsd. Euro (i. Vj: 3.521 Tsd. Euro) sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Darlehen gegenüber Gesellschaftern (22.700 Tsd. Euro, i. Vj: 29.291 Tsd. Euro) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und betreffen andere Leistungen gegenüber Gesellschafter (3.405 Tsd. Euro, i. Vj: 2.447 Tsd. Euro) und gegenüber anderen verbundenen Unternehmen (246 Tsd. Euro, i. Vj: 140 Tsd. Euro). Für Verbindlichkeiten im Umfang von 8.949 Tsd. Euro (i. Vj: 9.023 Tsd. EUR) wurde der Rangrücktritt hinter die Forderungen aller anderen Gläubiger erklärt. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.278 Tsd. Euro (i. Vj: 1.405 Tsd. Euro) sind innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten in Höhe von 1.943 Tsd. Euro (i. Vj: 1.912 Tsd. Euro) haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Verbindlichkeiten in Höhe von 1.456 Tsd. Euro (i. Vj: 1.955 Tsd. Euro) haben eine Restlaufzeit größer fünf Jahren. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse sind Nettoumsätze aus dem Verkauf von eigenen Erzeugnissen, Handelswaren und damit verbundener Dienstleistungen nach Abzug aller Erlösschmälerungen. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse, aufgeteilt nach geografischen Regionen, betragen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 10.579 Tsd. Euro (i. Vj: 6.868 Tsd. Euro) beinhalten im Wesentlichen einen Ertrag aus Marketingunterstützung seitens der Muttergesellschaft in Höhe von 2.599 Tsd. Euro (i. Vj: 3.242 Tsd. Euro), einen Gesellschafterdarlehensverzicht mit Besserungsschein in Höhe von 7.018 Tsd. Euro (i. Vj: 0 Tsd. Euro), einen Zuschuss eines Lieferanten in Höhe von 582 Tsd. Euro (i. Vj: 0 Euro) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 87 Tsd. Euro (i. Vj: 267 Tsd. Euro). Ferner sind Gewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von 103 Tsd. Euro (i. Vj: 399 Tsd. Euro) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Enthalten sind Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von 129 Tsd. Euro (i. Vj: 481 Tsd. Euro), Kursverluste aus Finanzgeschäften in Höhe von 4 Tsd. Euro (i. Vj: 1 Tsd. Euro) und die Wertberichtigung der Forderungen gegenüber der Loewe Technology UK Limited in Höhe von 824 Tsd. Euro (i. Vj: 0 Euro). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 3 Tsd. Euro (i. Vj: 4 Tsd. Euro) enthalten Zinsen aus der Darlehensgewährung an verbundene Unternehmen in Höhe von 1 Tsd. Euro (i. Vj: 3 Tsd. Euro) sowie Erträge aus der Abzinsung der langfristigen Rückstellungen in Höhe von 2 Tsd. Euro (i. Vj: 1 Tsd. Euro). Zinsen und ähnlichen Aufwendungen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von 1.804 Tsd. Euro (i. Vj: 2.172 Tsd. Euro). Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 16 Tsd. Euro enthalten (i. Vj. 60 Tsd. Euro). Sonstige Angaben Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter beträgt:
Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich die Anzahl der Mitarbeiter gesamt auf 147 Personen (i. Vj: 145 Personen). Durch die Bewilligung von Kurzarbeit durch die Agentur für Arbeit wurden die Personalkosten im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 30. Juni 2023 um 8 Tsd. Euro reduziert (i. Vj: 222 Tsd. Euro). Geschäftsführung Als CEO / Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Aslan Khabliev bestellt und tätig. Er erhält keine Bezüge von der Gesellschaft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
* Hierbei handelt es sich um Nettowerte Enthalten ist eine Verpflichtung in Höhe von 290 Tsd. Euro (i. Vj: 140 Tsd. Euro) mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Weiterhin besteht zwischen der Gesellschaft und dem Gesellschafter Loewe IP Holding Limited ein Lizenzvertrag über Markenrechte, Patente und Nutzungsrechte. Der Lizenzvertrag hat eine Laufzeit bis zum 1. Februar 2026. Im Geschäftsjahr 2023 sind 3,8 Mio Euro (i. Vj: 4,5 Mio Euro) an Lizenzaufwendungen angefallen. Außerdem bestehen Verträge mit externen Lizenzgebern. Im Geschäftsjahr 2023 sind 0,7 Mio. Euro (i. Vj: 0,6 Mio. Euro) an Lizenzaufwendungen angefallen. Darüber hinaus ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von ca. 6 Mio. Euro. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen besteht ein bedingt rückzahlbares Darlehen mit der Muttergesellschaft in Höhe von 2.800 Tsd. Euro, das aus künftigen Gewinnen zu tilgen ist und die aufschiebende Bedingung noch nicht eingetreten ist. Zusätzlich besteht ein Gesellschafterdarlehensverzicht mit Besserungsschein der SKYTEC GROUP LIMITED mit Sitz in Larnaka, Zypern in Höhe von 7.018 Tsd. Euro. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt 29 Tsd. Euro (i. Vj: 12 Tsd. Euro) und entfällt vollständig auf Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern. Derivate Finanzinstrumente Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken aus zu erwartenden Zahlungsausgängen, die in Fremdwährung erfolgen, decken die zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsgeschäfte (Grundgeschäfte) ab. Auf die Bildung von Bewertungseinheiten ("Micro Hedges") wurde aufgrund des Wahlrechtes nach § 254 HGB verzichtet. Es bestehen Kurssicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 3,0 Mio. USD (i. Vj: 2,5 Mio. USD) mit einem positiven Marktwert von 9 Tsd. Euro (i. Vj: negativen Marktwert von 63 Tsd. Euro). Die Bewertung erfolgte mittels Marked-to-Market' ("MtM")-Methode. Geschäfte mit nahestehenden Personen Es bestehen keine zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Honorar für den Abschlussprüfer Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer für die Jahresabschlussprüfung beträgt 105 Tsd. Euro. Für Steuerberatungsleistungen fielen 33 Tsd. Euro und für andere Bestätigungsleistungen 13 Tsd. Euro an. Gesellschafter und Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den befreienden IFRS-Konzernabschluss der SKYTEC GROUP LIMITED mit Sitz in Larnaka, Zypern einbezogen (größter und zugleich kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss wird nach Aufstellung am Sitz der Gesellschaft in Larnaka erhältlich sein. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von 508 Tsd. Euro, der sich aus dem Jahresüberschuss von 10 Tsd. Euro und dem Gewinnvortrag von 498 Tsd. Euro ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Die Gesellschaft hat im April 2024 mit ihrer Gesellschafterin LOEWE IP Holding Limited, Zypern sowie der SKYTEC Group Limited, Zypern, der obersten Konzernmutter, Vereinbarungen zum Aufschub von Lizenz- und Zinszahlungen für die Jahre 2024 und 2025 abgeschlossen. Zusätzlich hat eine nahestehender Person im Mai 2024 ein mittelfristiges Darlehen in Höhe von 3.000 Tsd. Euro gewährt und auf ein Konto der Gesellschaft zu deren freien Verfügung eingezahlt.
Frankfurt am Main, 23. Mai 2024 Aslan Khabliev, CEO, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Loewe Technology GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Loewe Technology GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Loewe Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 27. Mai 2024 KPMG
AG
Herr, Wirtschaftsprüfer Huth, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 8. August 2024 festgestellt. |
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