RPV Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Franz Robert Kutzer seit 19.1.2017 | Geschäftsführer |
Robert Franz Kutzer seit 19.1.2017 | Geschäftsführer |
Verena Ingridis Kutzer seit 19.1.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Backhaus Kutzer GmbHKonnersreuthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Backhaus Kutzer GmbH ist ein familiengeführtes Handwerksunternehmen mit Sitz in Konnersreuth und dem Unternehmensgegenstand der Produktion von Back-, Konditorei- und Gastronomiewaren, sowie dem Betrieb von insgesamt 57 Filialen und Bäckerei-Cafés in Nordostbayern. 1.2 Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung ist die Backhaus Kutzer GmbH nicht tätig. Die Entwicklung umfasst die laufende Fort- und Neuentwicklung von geschmacklich und qualitativ hochwertigen Backwaren. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Weltwirtschaftliche Konjunktur Das Jahr 2022 war für die Weltwirtschaft von einer Mischung aus Herausforderungen und Erholung geprägt. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie waren weiterhin spürbar, aber es gab auch Anzeichen einer schrittweisen Erholung in vielen Teilen der Welt. Dieser Lagebericht untersucht die wichtigsten wirtschaftlichen Entwicklungen und Trends auf globaler Ebene im Jahr 2022. 2.1.1. Konjunkturelle Entwicklung: Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahr 2022 eine moderate Erholung, wobei die Wachstumsrate je nach Region variierte. Fortgeschrittene Volkswirtschaften wie die USA und China verzeichneten ein solides Wachstum, während sich Schwellenländer unterschiedlich entwickelten. Einige Länder in Lateinamerika und Afrika kämpften weiterhin mit wirtschaftlichen Herausforderungen, während andere, wie Indien und einige Länder in Südostasien, ein stärkeres Wachstum verzeichneten. 2.1.2. Handel und Globalisierung: Der internationale Handel erholte sich im Jahr 2022 allmählich von den Auswirkungen der Pandemie. Trotz anhaltender Handelsspannungen und protektionistischer Tendenzen in einigen Ländern nahm der grenzüberschreitende Handel zu. Die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen stieg wieder an, wobei insbesondere technologiebezogene Produkte und medizinische Ausrüstung eine starke Nachfrage verzeichneten. Der Einmarsch Russlands im März 2022 in die Ukraine hat zu Handelsstörungen geführt, insbesondere in den von Unruhen betroffenen Regionen. Unsicherheit über die Sicherheit von Lieferketten und Handelsrouten beeinflusste den internationalen Handel und die Investitionstätigkeit. Westliche Sanktion gegen Russland führten zu Unsicherheiten vor allem auf dem Energiemarkt, was zu deutlichen Preissteigerungen bei allen Energieträgern führte. Ein gestörter Export von Waren aus der Ukraine führte auch bei Agrargütern zu einem starken Preisanstieg. 2.1.3. Inflation und Geldpolitik: Die Inflation war im Jahr 2022 ein herausragendes Thema in vielen Teilen der Welt. Gestiegene Energie- und Rohstoffpreise, Lieferengpässe und eine starke Nachfrage trugen dazu bei, dass die Verbraucherpreise in vielen Ländern anstiegen. Zentralbanken reagierten darauf mit einer restriktiveren Geldpolitik, um eine stabile Preisentwicklung sicherzustellen und übermäßige Inflation zu bekämpfen. 2.1.4. Digitalisierung und Innovation: Die Digitalisierung und Innovation gewannen im Jahr 2022 weiter an Bedeutung und trugen zur Transformation verschiedener Wirtschaftszweige bei. Technologische Fortschritte in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Robotik und erneuerbare Energien trugen dazu bei, Effizienzsteigerungen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen. Unternehmen und Regierungen investierten verstärkt in digitale Infrastruktur und Technologien, um wettbewerbsfähig zu bleiben und zukünftiges Wachstum zu fördern. 2.1.5. Geopolitische Spannungen: Das Jahr 2022 war von anhaltenden geopolitischen Spannungen geprägt, die die Weltwirtschaft beeinflussten. Konflikte in Regionen wie dem Nahen Osten, Ostasien und Osteuropa sowie Handelsstreitigkeiten zwischen großen Volkswirtschaften belasteten das internationale Umfeld. Diese Spannungen führten zu Unsicherheiten für Unternehmen und Investoren und könnten das Wachstum in einigen Regionen beeinträchtigen. Die Krise in der Ukraine hat zu einem Anstieg der Flüchtlingsströme geführt, sowohl innerhalb des Landes als auch in benachbarte Länder. Dies stellt eine erhebliche humanitäre Herausforderung dar und verursacht Kosten für die Unterbringung, Versorgung und Integration von Flüchtlingen. 2.2 Gesamtwirtschaftliche Konjunktur Deutschland Das Jahr 2022 war für die deutsche Wirtschaft von Herausforderungen und Chancen geprägt. Die Folgen der Covid-19-Pandemie waren weiterhin spürbar, aber es gab auch Anzeichen einer allmählichen Erholung. In diesem Lagebericht werden die wichtigsten wirtschaftlichen Entwicklungen und Trends in Deutschland im Jahr 2022 dargestellt. 2.2.1. Konjunkturelle Entwicklung: Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2022 eine moderate Wachstumsrate. Nach einem schwierigen Jahr 2021, das von Lockdowns und Einschränkungen geprägt war, begann sich die Konjunktur langsam zu erholen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Jahresverlauf um 1,9%, wobei vor allem die Exportindustrie und der Dienstleistungssektor zu diesem Wachstum beitrugen. Der private Konsum legte um 4,6% zu. 2.2.2. Arbeitsmarkt: Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahr 2022 stabilisiert, jedoch mit regionalen Unterschieden. Die Arbeitslosenquote blieb insgesamt auf einem moderaten Niveau, wobei es in einigen Branchen und Regionen weiterhin Herausforderungen gab. Insbesondere der Dienstleistungssektor, Tourismus und Gastronomie waren von Arbeitsplatzverlusten betroffen, während andere Sektoren wie die IT-Branche und das Gesundheitswesen weiterhin nach Fachkräften suchten. 2.2.3. Inflation und Preisentwicklung: Die Inflation stieg im Jahr 2022 deutlich an, hauptsächlich aufgrund gestiegener Energie- und Rohstoffpreise sowie Lieferengpässe in einigen Branchen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich um 7,9% zum Vorjahr, was die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigte. Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte darauf mit einer vorsichtigen Geldpolitik, um eine stabile Preisentwicklung sicherzustellen. 2.2.4. Handel und Export: Der deutsche Exportsektor zeigte im Jahr 2022 eine robuste Performance, wobei insbesondere die Nachfrage aus den USA und China das Wachstum antrieb. Trotz globaler Handelsherausforderungen, wie Handelskonflikten und protektionistischen Maßnahmen, gelang es deutschen Unternehmen, ihre Position auf den internationalen Märkten zu behaupten. Der Export von Automobilen, Maschinen und Chemieprodukten blieb weiterhin stark. 2.2.5. Digitalisierung und Innovation: Die Digitalisierung und Innovation waren auch im Jahr 2022 zentrale Themen in der deutschen Wirtschaft. Unternehmen investierten verstärkt in digitale Technologien und Prozesse, um wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Insbesondere die Bereiche Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge (IoT) und Blockchain-Technologie erlebten eine verstärkte Aufmerksamkeit und Investitionen. Trotz einiger Herausforderungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt stabilisieren und eine moderate Wachstumsrate verzeichnen. Die Erholung von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie setzte sich fort, unterstützt durch eine robuste Exportleistung und Investitionen in digitale Innovationen. Allerdings bleiben strukturelle Herausforderungen wie Fachkräftemangel und globale Handelsspannungen bestehen, die weitere Anpassungen und Investitionen erfordern, um langfristiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. 2.3 Wirtschaftliche Entwicklungen in der Bäckerbranche Bei einem Konsum von knapp 56,0 kg Brot und Backwaren pro Haushalt in Deutschland stieg der Jahresumsatz im Bäckerhandwerk im Jahr 2022 auf 16,27 Mrd. Euro - das entspricht ca. 1.694.000 Euro pro Betrieb. Allerdings sank die Zahl der Handwerksbäckereien in den letzten 60 Jahren von rund 55.000 im alten Bundesgebiet auf 9.607 Betriebe mit rund 35.000 Filialen (ca. 45.000 Verkaufsstellen) im heutigen Deutschland (Stand: 31.12.2022). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl liegt mittlerweile bei 24,8. Auffällig ist der hohe Organisationsgrad der deutschen Bäcker: Etwa 6.000, knapp. 60%, sind Mitglied in ihrer lokalen Bäckerinnung. Zusätzlich zur eigenen Wertschöpfung tragen die Bäcker auch durch ihre Investitionen zum Wirtschaftsstandort Deutschland bei: Jedes Jahr investieren die Betriebe rund 500 Mio. Euro in Maschinen, Fuhrpark und Einrichtung. 2.3.1. Herausforderungen: Die Covid-19-Pandemie hat weiterhin Einfluss auf das Bäckerhandwerk gehabt. Während sich die Situation im Vergleich zu den Vorjahren etwas verbessert hat, waren Bäckereien immer noch mit Einschränkungen und Veränderungen konfrontiert. Die Nachfrage nach Backwaren blieb insgesamt stabil, jedoch mussten viele Betriebe ihre Verkaufsstrategien anpassen, um den geänderten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, beispielsweise durch verstärkte Liefer- und Online-Verkaufsoptionen. Die Ukrainekrise und die damit verbundene Unsicherheit im Bezug auf eine sichere Versorgung mit Gas, Öl, eine nicht gewährleistete Sicherheit in den Stromnetzen und mangelnde Verfügbarkeit von in Russland und der Ukraine produzierten Agrargütern, führte zu Kostenexplosionen, die viele Betriebe vor große Herausforderungen stellte. 2.3.2. Nachhaltigkeit und Qualitätsbewusstsein: Verbraucher zeigten im Jahr 2022 ein wachsendes Interesse an nachhaltig hergestellten, regionalen und qualitativ hochwertigen Backwaren. Bäckereien reagierten darauf, indem sie verstärkt auf regionale Zutaten und Kooperationen mit regionalen Produzenten und Landwirten setzten und ihre Produktionsprozesse transparenter gestalteten. 2.3.3. Digitalisierung und Automatisierung: Die Digitalisierung spielte auch im Bäckerhandwerk eine zunehmend wichtige Rolle. Viele Bäckereien investierten in moderne Technologien und Automatisierung, um ihre Betriebsabläufe effizienter zu gestalten und Kosten zu senken. Mit digitalen Produktionssteuerungen, KI-gestützten Bestellsystemen, Bestell-Apps für Smartphones, bargeldlosen Zahlen und ähnlichen Entwicklungen, sollen die Prozesse im Bäckerhandwerk erleichtert und sicherer gemacht werden. 2.3.4. Fachkräftemangel und Ausbildung: Das Bäckerhandwerk sah sich auch im Jahr 2022 mit einem Fachkräftemangel konfrontiert. Die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter wurde für viele Bäckereien zu einer Herausforderung. Um diesem Trend entgegenzuwirken, intensivierten viele Betriebe ihre Bemühungen um Ausbildung und Weiterbildung. Die Bundesakademie des Bäckerhandwerks in Weinheim erweiterte Ihr Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten, um die Qualifizierung der Mitarbeiter im Bäckerhandwerk weiter zu erhöhen und den gestiegenen Anforderungen durch Technik und neue Entwicklungen gerecht zu werden. 2.3.5. Wettbewerb und Konsolidierung: Der Wettbewerb im Bäckerhandwerk blieb auch im Jahr 2022 intensiv. Große Bäckereiketten und Supermärkte konkurrierten weiterhin mit kleinen, traditionellen Bäckereien um Marktanteile. Einige kleinere Betriebe sahen sich gezwungen, aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu schließen oder mit größeren Unternehmen zu fusionieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz dieser Herausforderungen gab es jedoch auch Raum für innovative Konzepte und neue Geschäftsmodelle, die es kleinen Bäckereien ermöglichten, sich zu differenzieren und erfolgreich zu sein. Vor allem die Konzepte mit reinen Brotläden in größeren Städten schien dabei ein Erfolgsgarant zu sein. Insgesamt war das Jahr 2022 für das Bäckerhandwerk von einer Mischung aus Herausforderungen und Chancen geprägt. Eine schnelle Reaktion an Veränderungen, an neue Trends, an geändertes Verbraucherverhalten, aber auch an globale Krisen und die damit einhergehende Störung in der Versorgungssicherheit ist dabei sehr wichtig. Der Ausblick für die Zukunft bleibt für agile Unternehmen in dieser Branche positiv, da das Bäckerhandwerk weiterhin eine wichtige Rolle in der Ernährungsindustrie und im lokalen Gemeinschaftsleben spielt. 2.4 Wirtschaftsbericht Backhaus Kutzer GmbH Das Jahr 2022 stand erneut im Zeichen des Krisenmanagements. Die hohe Kostensteigerung auf den Beschaffungsmärkten zwang auch uns, die Preise teilweise deutlich anzuheben. Die Preissteigerungen in Verbindung mit einer Erweiterung der Filialen führte zu einer positiven Umsatzsteigerung. Eine positive Entwicklung konnte in allen Segmenten, zum größten Teil aber im gastronomischen Bereich, erreicht werden. Der Gesamtwareneinsatz (ohne Energiekosten) stieg im Vergleich zum Vorjahr um ca. 32%. Der Energieeinkauf stieg um 20%. Diese Kostensteigerungen stellten die größte Herausforderung im Jahr 2022 dar. Sie konnten nicht durch Einkaufsstrategien oder andere gegenläufige Effekte ausgeglichen werden. Es wird eine stagnierende, bzw. seitliche Bewegung am Rohstoffmarkt erwartet. Von fallenden Preisen ist aktuell in keinem Sektor auszugehen. Die Personalkosten blieben in Relation zum Umsatz nahezu unverändert. Die Personalsituation war grundsätzlich mit stabil zu bewerten. 2.5 Lage des Unternehmens 2.5.1 Ertragslage Der Rohertrag lag bei 32.834 T Euro und damit um 2.937 T Euro bzw. 9,8% über dem Vorjahr. Der Planwert des Wareneinsatzes wurde dabei auf Grund oben genannter Gründe überschritten. Die Personalkosten stiegen in etwa analog zum Umsatz und betrugen 17.171 T Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) betrug insgesamt 5.515 T Euro. Das Ergebnis nach Steuern betrug 3.258 T Euro. 2.5.2 Finanzlage Die Finanzpolitik ist auf die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten ausgerichtet. Innovative Investitionen in Trends und Technologien müssen stets durchführbar sein. Ein ausreichendes Liquiditätspolster soll dafür immer bereitgehalten werden. Die Backhaus Kutzer GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 4.740 T Euro. Aus der Investitionstätigkeit sind der Gesellschaft 1.977 T Euro und aus der Finanzierungstätigkeit 68 T Euro im Geschäftsjahr an liquiden Mitteln abgeflossen. Somit hat sich der Bestand an Finanzmitteln von 4.866 T Euro um 2.695 T Euro auf 7.561 T Euro erhöht. 2.5.3 Vermögenslage Das langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 6.183 T Euro. Die Backhaus Kutzer GmbH verfügte zum Stichtag 31. Dezember 2022 über ein Eigenkapital in Höhe von 12.616 T Euro. Das positive Gesamtergebnis wirkte sich mit 3.258 T Euro eigenkapitalerhöhend aus. Damit betrug die Eigenkapitalquote 78,2 %. Die gesamten Verbindlichkeiten lagen zum Stichtag 31. Dezember 2022 bei 2.351 T Euro. Alle Bankdarlehen wurden planmäßig zurückgeführt. Die Möglichkeit von Sondertilgungen wurde vollumfänglich genutzt. Die Bezahlung der Lieferanten erfolgte in der Regel innerhalb von 14 Tagen, um den Skontoabzug geltend machen zu können, das Zahlungsziel betrug jedoch in der Regel 30 Tage. 2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf den Kennzahlen Umsatzentwicklung, EBITDA und Cashflow. Für das Jahr 2023 wird zusätzlich dem Gesamtwareneinsatz und dem Energieeinkauf besondere Beachtung zukommen. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren stehen auf unserer Agenda, wie bereits in den letzten Jahren, die Personalsituation sowie die nachhaltige und umweltschonende Ressourcen-Verwendung. 2.7 Gesamtaussage Die Geschäftsführung der Backhaus Kutzer GmbH blickt zufrieden auf ein sehr herausforderndes und anspruchsvolles Jahr 2022 zurück. Der Umsatz ist im Vergleich zu 2021 stark gestiegen. Der operative Cashflow ist ebenfalls gestiegen, von 3.796 T Euro auf 4.740 T Euro, liegt damit weiterhin in einem sehr guten Wert und deutlich über dem Branchenschnitt. Das EBITDA ist um 158 T Euro gestiegen. Insgesamt ist das Jahr 2022 wirtschaftlich mit "sehr gut" zu bewerten. Die Geschäftsführung ist in Anbetracht der Herausforderungen mit dem Ergebnis zufrieden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Die anhaltende Ukraine-Krise könnte weiterhin Unsicherheit in der Region und darüber hinaus verursachen. Die resultierenden Handelsstörungen und die Gefahr weiterer geopolitische Spannungen könnten zu einer Verringerung der Handelsaktivitäten, vor allem im Bereich Agrar und Energie, führen. Dadurch könnte die Versorgung mit Rohstoffen von Verzögerungen und hohen Preissteigerungen betroffen sein. Die wirtschaftliche Unsicherheit könnte auch zu einer erhöhten Volatilität auf den Finanzmärkten führen. Schwankungen bei Energiepreisen, könnten sich generell negativ auf die deutsche Wirtschaft und den privaten Konsum auswirken. Energiewende und Investitionen in erneuerbare Energien ist ein weiterer Kostentreiber auf den Energiemarkt. Alles in allem ist eine Prognose für das Jahr 2023 mit Vorsicht abzugeben, da viele Faktoren mit großen Auswirkungen auf die Bäckerbranche nicht, oder nur schwer abzuschätzen sind. Auf Grund unserer Expansionsplanung und kalkulierten Preiserhöhungen erwarten wir eine Umsatzsteigerung von ca. 10 %. Die Personalkosten sollen, wie bereits in den vergangenen Jahren, in einer ähnlichen relativen Höhe steigen, so dass der relative Anteil der Lohnkosten am Gesamtumsatz gleich bleibt. Durch intensive Einkaufsaktivitäten und konzentrierte Sortimentspolitik soll der Wareneinsatz wieder auf einen niedrigeren Prozentwert gedrückt werden. Als Ziel-Cash-Flow streben wir für 2023 einen relativen Wert von 12% an. 3.2 Risikobericht In dem dynamischen Umfeld der Bäckerbranche ist ein frühzeitiges Erkennen von Risiken und das Nutzen von Chancen ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg. Eine umfangreiche Chancen- und Risikoanalyse und ein dementsprechendes Management sind somit essenziell. Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen Risiken jeglicher Art. Zu den Risiken, die wir bereits die letzten Jahre als sehr wichtig erachten haben, müssen Risiken aus der geopolitischen Betrachtung ergänzt werden Lebensmittelrechtliche Skandale Auf Grund der Vielzahl von Lebensmittelskandalen in Deutschland in den letzten Jahren, ist die Bevölkerung sehr sensibel geworden, was Nachrichten über Lebensmittelproduzenten betrifft. Da Skandalpresse bei den Medien sehr beliebt ist, reicht ein nicht verschuldeter Rückruf (z.B. durch nicht erkennbare Rohstoffmängel), um nachhaltig Ansehen und Vertrauen der Kunden zu verlieren. Eine sehr gewissenhafte Abarbeitung aller Vorgaben, eine über den gesetzlichen Standard hinaus gehende Hygiene- und Qualitätssicherungskontrolle und eine umfangreiche Kommunikation mit Lieferanten und Kunden, soll einen Lebensmittelskandal verhindern. Eine Zertifizierung im International Food Standard - Global Market - und damit verbundene externe Audits, zusätzlich zu den staatlichen Kontrollen, führen zu einer hohen Sensibilität aller Mitarbeiter bezüglich unserer Qualitätsstandards. Energierisiken Während in den letzten Jahren lediglich die Energiepreise und die staatliche Unterstützung im Vordergrund standen, muss jetzt auch die generelle Versorgung mit Energieträgern als Risikofaktor betrachtet werden. Die reale Gefahr eines "Black-Outs" und einer kurzfristigen Nichtverfügbarkeit von Energieträgern muss mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt werden. Die Energiepreise müssen strategisch eingekauft werden. Eine Umstellung auf alternative und zuverlässige Energien, sowie die Einführung eines ausgewogenen Energiemixes, statt der Abhängigkeit von nur einen Energieträger, ist auch direkt im Unternehmen als Ziel zu betrachten. Geopolitische Spannungen Sowohl Spannungen und Krisen zwischen Ländern, als auch Störungen auf internationalen Transportwegen haben großen Einfluss auf Verfügbarkeit und Preise auf dem Beschaffungsmärkten. Deutschland ist von Importen abhängig. Manche Produkte und Rohstoffe können nicht in Deutschland gefertigt werden. Dies betrifft nicht nur Rohstoffe, sondern auch technologische Produkte wie Halbleiter, die für den Betrieb von Maschinen und Autos benötigt werden. Durch geopolitische Spannungen haben sich die Lieferzeiten für Maschinen, Geräte und Autos deutlich verlängert. Dies muss sowohl bei der Beschaffung berücksichtigt werden, als auch im Falle einer Störung bei der Beschaffung von Ersatzteilen beachtet werden. Fachkräftemangel In den letzten Jahren hat sich das Problem des Nachwuchsmangels bedenklich ausgeweitet, was sich auch an der Entwicklung der Azubi-Zahlen in den letzten Jahren widerspiegelt. Hier wirkt sich einerseits aus, dass die Anzahl der Schulabgänger aus demografischen Gründen gesunken ist und in den nächsten Jahren auch noch sinken wird. Darüber hinaus hat das Lebensmittelhandwerk für junge Menschen nicht den besten Ruf, was sich gerade im Bäcker- und Konditorenhandwerk - insbesondere auch angesichts unattraktiver Arbeitszeiten - auf die Bewerberzahlen auswirkt. Pandemien Als Erkenntnis aus der Corona-Pandemie muss die Gefahr derartiger weltweiter Massenerkrankungen als Risiko im Unternehmen beachtet werden. Geeignete Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartnern, sowie Notfallpläne bei Betriebsschließungen oder Teilschließungen müssen ausgearbeitet werden. Abhängigkeiten von Handelspartnern Durch eine systematische Expansionspolitik versucht das Backhaus Kutzer, die Absatzstellen gleichmäßig auf verschiedene Partner zu verteilen. Auf Grund der starken Marktmacht einzelner Händler in der Absatzregion besteht allerdings die Gefahr, in eine zu starke Abhängigkeit gegenüber Handelsketten zu kommen. Eine Konzentration auf einen oder wenige Handelspartner soll deshalb nicht erfolgen. Eine Abhängigkeit muss vermieden werden, um in den Entscheidungen frei zu bleiben. Die Backhaus Kutzer GmbH hat mit ihren Maßnahmen der Risikoanalyse und -bewertung sensible Instrumente um Gefahren frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Demzufolge schätzen wir die Risiken als beherrschbar und überschaubar ein. Es werden kontinuierlich präventive Maßnahmen durchgeführt, um die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken so gering wie möglich zu halten. 3.3 Chancenbericht Die Geschäftsführung verweist auf eine solide Basis der Ertragskraft des Unternehmens als Garant für eine positive Geschäftsentwicklung und ausreichend Stabilität, um auf Schwankungen des Umfelds reagieren zu können. Die Finanzkraft des Unternehmens führt dazu, dass Chancen frühzeitig ergriffen werden können, um das Unternehmen zielgerichtet in die Zukunft zu bringen. Um Chancen frühzeitig zu erkennen, werden unsere Mitarbeiter intensiv in die mittel- und langfristige Unternehmensplanung einbezogen. Durch betriebsinterne Schulungen begegnen wir dem Fachkräftemangel mit individueller Vermittlung von betriebsinternen Kenntnissen. Eine genaue Beobachtung nicht nur der Bäckerbranche, sondern des gesamten Food Marktes, sowie die Verfolgung aktueller Ernährungstrends dient der Potentialanalyse. Daraus entsteht eine Unternehmensplanung die sowohl kurzfristiges, als auch mittel- und langfristiges Entwicklungspotential aufzeigt.
Konnersreuth, den 3. April 2024 Backhaus Kutzer GmbH Geschäftsführung Patrick Kutzer Verena Kutzer Robert Kutzer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Backhaus Kutzer GmbH hat ihren Sitz in Konnersreuth. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Weiden i.d.OPf. unter HRB 4845 eingetragen. 2. GENERALNORM Der Jahresabschluss der Backhaus Kutzer GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG), des GmbH-Gesetzes sowie der einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde grundsätzlich der Vermerk im Anhang gewählt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. 3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Die Wertansätze in der Bilanz der Backhaus Kutzer GmbH zum 31. Dezember 2021 wurden unverändert als Bilanzvorträge übernommen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Sachanlagen wurden wie folgt bilanziert und bewertet: Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1 und Abs. 3 HGB) und werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs-/Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden im Geschäftsjahr entsprechend § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt (§ 253 I 1 HGB). Die Bewertung der Vorräte erfolgte nach folgenden Grundsätzen: Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 IV HGB). Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 II 2 HGB) bewertet. In die Herstellungskosten der Erzeugnisse wurden Fremdkapitalzinsen, die im Herstellungszeitraum auf deren Finanzierung entfallen, nicht einbezogen (§ 255 III HGB, § 284 II Nr. 4 HGB n.F.). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Der Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten stellen im Voraus bezahlte Aufwendungen dar. Sie sind zum Nominalwert angesetzt. Die Eigenkapitalpositionen sind zu Nennwerten bilanziert. Rückstellungen wurden wie folgt bilanziert und bewertet: Steuerrückstellungen wurden in Höhe der zu erwartenden Ertragsteuernachzahlungen für das Berichtsjahr gebildet bzw. bei Zahlung als Verbrauch bzw. Auflösung verbucht. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. ANLAGEVERMÖGEN Die Gliederung zum 31. Dezember 2022 und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 sind im Anlagenspiegel am Ende dieses Anhangs dargestellt. Auch die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen folgende Restlaufzeiten auf (Vorjahr in Klammern):
4. VERBINDLICHKEITEN Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen (Vorjahr in Klammern):
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 762.540,56 (Vorjahr: TEUR 91) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 149.119,71 (Vorjahr: TEUR 161) enthalten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 114.373,17 (Vorjahr: TEUR 182) durch folgende Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert: Sicherungsübertragung Ladeneinrichtung Bäckereifiliale, Sicherungsübertragung Vakuumkonditionieranlage. 5. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. 6. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
7. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Zum Stichtag bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen:
III. ERGÄNZENDE ANGABEN 1. PERSONALSTAND Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 649 Mitarbeiter beschäftigt, davon 14 Angestellte und 635 gewerbliche Mitarbeiter. 2. ORGANMITGLIEDER Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie im Zeitraum bis zur Bilanzaufstellung waren Geschäftsführer: Herr Patrick Kutzer, Bäckermeister Frau Verena Kutzer, Master of Marketing Management Herr Robert Kutzer, Bäckermeister Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabea HGB unterbleiben wegen Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB. 3. NACHTRAGSBERICHT Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres mit Auswirkungen auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht eingetreten. 4. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAGDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 12.515.918,07 auf neue Rechnung vorzutragen.
Konnersreuth, den 3. April 2024 Backhaus Kutzer GmbH Geschäftsführung Patrick Kutzer Verena Kutzer Robert Kutzer BESTÄTIGUNGSVERMERKBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der nachstehende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Backhaus Kutzer GmbH, Konnersreuth Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Backhaus Kutzer GmbH, Konnersreuth - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Backhaus Kutzer GmbH, Konnersreuth, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Weiden, den 19. Juni 2024 B
+ B Revisions- & Treuhand GmbH
Wolfgang Bayer, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 27.6.2024. |
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