EDOB Abwicklungs AG
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Frederik Schmidt seit 14.12.2020 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Escada Outlet GmbHAschheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz 2016AKTIVA
PASSIVA
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2016Amtsgericht München HRB 163605INHALT A) Geschäft und Rahmenbedingungen 1) Struktur und Organisation der ESCADA Outlet GmbH 2) Wesentliche Einflussgrößen für das Geschäft 3) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 4) Entwicklung der Luxusgütermärkte 5) Steuerungssystem und Steuerungsgrößen B) Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 1) Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2) Vermögenslage 3) Finanz- und Liquiditätsentwicklung 4) Mitarbeiter 5) Umwelt C) Prognosebericht 1) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2) Entwicklung der Luxusgütermärkte 3) Strategische Ziele und Maßnahmen 4) Wirtschaftliche Ziele 5) Chancen- und Risiko-Bericht 6) Zukunftsbezogene Aussagen A) Geschäft und Rahmenbedingungen 1) Struktur und Organisation der ESCADA Outlet GmbH Die ESCADA Outlet GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der ESCADA SE und gehört damit zur ESCADA-Gruppe. Die Gesellschaft bündelt das komplette Off-Price-Geschäft im deutschen Markt und ist somit exklusiv für den Vertrieb sowohl der saisonalen hochwertigen Überhangware von Damenmode und Accessoires als auch der speziell für dieses Segment hergestellten und produzierten Ware über den stationären und den Online-Handel verantwortlich. 2) Wesentliche Einflussgrößen für das Geschäft Konsumverhalten Das Geschäft der Marke ESCADA ist wesentlich von der generellen Bereitschaft der Kundinnen zum Konsum abhängig. Im Luxusgüterbereich spielt dabei neben der objektiven Fähigkeit, Ausgaben zu tätigen, auch die subjektive Bereitschaft zum Konsum eine große Rolle. Diese psychologische Disposition kann durch externe, durch die Gesellschaft nicht zu beeinflussende Umstände positiv oder negativ verändert werden. Ein positives konjunkturelles Umfeld, das in der öffentlichen Wahrnehmung als "Aufschwung" gewertet wird, fördert beispielsweise die Ausgabenbereitschaft. Dagegen können Konjunkturabschwünge, politische Krisen (z. B. Terroranschläge, Kriege), sonstige unvorhergesehene Ereignisse (z.B. Finanzkrisen, Naturkatastrophen, Epidemien, jahreszeitlich untypische Witterungen) oder auch allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen und Modetrends ("Sparkultur") die Konsumbereitschaft negativ beeinflussen. 3) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 2 Das reale Wachstum der Weltwirtschaft lag 2016 wie im Jahr zuvor bei 2,7%. Die deutsche Wirtschaft dagegen verzeichnete ebenfalls einen positiven Trend - das Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,7%, im Vorjahr betrug das Wachstum 1,6%. Weiter unter Druck steht die russische Wirtschaft, was aufgrund der Kaufkraft der russischen Touristen direkten Einfluss auf die deutsche Wirtschaft hat. Das Bruttoinlandsprodukt in Russland schrumpfte um 3,7% und wies gegenüber Vorjahresniveau (Wachstum von 0,7%) eine weitere wesentliche Verschlechterung auf. Das Wachstum der russischen Wirtschaft hat sich im sechsten Jahr in Folge verlangsamt beziehungsweise befand sich 2016 sogar im negativen Bereich, da die Volatilität der Rohstoffmärkte sowie die geopolitischen Spannungen in der Region weiter die Binnennachfrage negativ beeinflussen.
1 Weltbank, Global Economic Prospects, Global
Outlook in Summary, January 2017
4) Entwicklung der Luxusgütermärkte 3 Konträr zu den makroökonomischen Indikatoren, zeigte sich der weltweite Luxusgütermarkt seit 2009 expansiv. Einer Studie des Beratungsunternehmens Bain & Company zusammen mit dem führenden italienischen Verband der Luxusgüterhersteller Fondazione Altagamma zufolge, zogen die Ausgaben für Luxuskleidung und -accessoires, Lederwaren, Schuhe, Schmuck, Uhren, Parfum und Kosmetik in 2015 weiter deutlich mit einem Wachstum von 13% auf € 253 Milliarden an. In diesem Umfeld ist die Entwicklung des Outlet-Segments ebenfalls positiv; über alle Formate wuchs der Off-Price-Bereich in 2016 um ca. 10%, verlangsamte sich allerdings im Vergleich zu 2014 (22%). Diese Verlangsamung und das zugleich geringere Wachstum als andere Bereiche des Luxusgütermarktes resultiert im Wesentlichen daher, dass über alle Kanäle immer mehr Rabatte gegeben werden und dadurch mehr Konkurrenz zum reinen Outlet-Geschäft entsteht. 5) Steuerungssystem und Steuerungsgrößen Der wirtschaftliche Erfolg der ESCADA Outlet GmbH wird - in Anlehnung an den ESCADA Konzern - an den folgenden Kennzahlen und Steuerungsgrößen (finanzielle Leistungsindikatoren) gemessen:
B) Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Das Geschäftsjahr 2016 war für die ESCADA Outlet GmbH geprägt durch eine weitere Optimierung der Produkt- und Preispolitik sowie der Anpassung der Lieferzyklen mit dem Ziel die Rohertragsmarge weiter zu verbessern. Dies wurde dahingehend umgestellt, dass nicht mehr die komplette Ware zum Anfang der Saison ausgeliefert wird, sondern ein Teil der Ware (ca. 20%) im Zentrallager bleibt und abhängig vom Abverkauf des einzelnen Standortes nachgeliefert wird. Somit verringert sich das Risiko von Altbeständen und es wird eine verbesserte Warensteuerung ermöglicht. 1) Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die Gewinn- und Verlust-Rechnung stellt sich im Überblick wie folgt dar:
3 Bain& Company / Fondazione Altagamma, 2015
Luxury Goods Worldwide Market Study
Die Umsatzerlöse haben sich von 18,1 Mio. € auf 15,1 Mio. € reduziert; dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 3,0 Mio. € (-10,0%). Der Rückgang resultiert vordergründig und unverändert aus der auch im Off-Price Segment weiter zunehmenden Attraktivität des Angebots im Online-Geschäft. Der Wareneinsatz besteht aus dem Materialaufwand und den Bestandsveränderungen der Fertigwaren. Der Materialaufwand belief sich auf 9,0 Mio. € (i. Vj. 10,8 Mio. €). Die Bestandsveränderungen betrugen 0,2 Mio. € (i. Vj. 1,6 Mio. €). Die Veränderungen von Materialaufwand und Bestandsveränderung resultieren aus der planmäßigen Reduzierung von Basic-Produkten sowie der weiteren Optimierung des Prozesses der saisonalen Verteilung der Altwaren. Hieraus ergibt sich ein Wareneinsatz von 9,1 Mio. € (i. Vj. 12,4 Mio. €). Die Verbesserung der prozentualen Marge im Geschäftsjahr 2016 ergibt sich insbesondere durch eine zeitlich angepasste und gezieltere Einkaufsplanung bei einem gleichzeitig verbesserten Abverkauf mit geringeren Abschlägen. Hieraus ergibt sich eine Rohertragsquote von 39,6 % (i. Vj. 31,5 %). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Anlagevermögen (EBITDA) lag, im Wesentlichen bedingt durch die Verbesserung des Rohertrages, mit -0,7 Mio. € über dem Vorjahresniveau (-0,7 Mio. €). Die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen -0,1 Mio. € (i. Vj. -0,1 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug demnach -0,9 Mio. € (i. Vj. -0,9 Mio. €). Aus der Übernahme der Ergebnisse auf Grund des mit der Muttergesellschaft ESCADA SE geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ergeben sich Erträge aus der Verlustübernahme in Höhe von 1,1 Mio. € (i. Vj.-1,1 Mio. €). 2) Vermögenslage Die Vermögenslage (Kurzfassung der Bilanz) stellt sich wie folgt dar: (in T€) AKTIVA
PASSIVA
Die Bilanz der ESCADA Outlet GmbH zeigt per 31. Dezember 2016 folgende Vermögenslage:
3) Finanz- und Liquiditätsentwicklung Vorrangiges Ziel des Finanzmanagements der ESCADA Outlet GmbH ist die jederzeitige Tilgung ihrer externen Verpflichtungen sowie ihrer internen Verpflichtungen gegenüber der Muttergesellschaft zum einen aus Warenlieferungen und zum anderen aus den von der Muttergesellschaft erbrachten Serviceleistungen und somit der Optimierung der Finanz- und Liquiditätssituation. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich über die ESCADA SE. Im Geschäftsjahr 2016 konnten aufgrund der Verbesserung des Working Capital Darlehen in Höhe von 2,7 Mio. € gegenüber der Muttergesellschaft getilgt werden. Für das Geschäftsjahr 2016 betrug der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit +0,7 Mio. € (i. Vj. +0,7 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahr stellt dies eine leichte Verbesserung des Cash Flow dar. Erreicht wurde dies vor allem durch den Verzicht auf Investitionen ins Sachanlagevermögen und die Reduzierung der Bestände. Der Finanzmittelbestand hat sich zum Bilanzstichtag auf 1,4 Mio. € erhöht. Zusammenfassend zeigt sich die Geschäftsführung mit der Entwicklung der ESCADA Outlet GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden, da wesentliche Verbesserungen in der Produktpolitik, sowohl im Einkauf als auch im Verkauf auf den Weg gebracht wurden und das straffe Working Capital Management zusätzlich positive Effekte zeigt. Die nachhaltige Weiterverfolgung dieser Ausrichtung wird der Schlüssel für eine nachhaltige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der nächsten Jahre sein. 4) Mitarbeiter Einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die ESCADA Outlet GmbH sowie die Gruppe stellt die Qualifikation und das Engagement unserer Mitarbeiter dar. Die kontinuierliche Förderung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter sowie eines Umfeldes, in dem sich die Potentiale der Mitarbeiter optimal entfalten können, ist Ziel des Personal-Managements. 5) Umwelt Ziel des Escada-Umwelt-Managements ist die fortlaufende Verifizierung und Verbesserung des etablierten Entsorgungs- und Umweltkonzepts. Die ESCADA Outlet GmbH arbeitet kontinuierlich an der ressourcenschonenden Energienutzung und Abfallentsorgung. So wird auf die rein nutzenorientierte Energieverwendung geachtet, die durch den konsequenten Einsatz von Bewegungsmeldern und durch die Optimierung des Stand-by-Stromverbrauchs unterstützt wird. Im Bereich des Entsorgungsmanagements verfolgt ESCADA eine konsequente Trennung von Papier, Kartonagen, Folien, Metall, Leuchtmitteln, Restmüll und Elektroschrott, etc. so dass 100% der eingesetzten Materialien dem Recyclingkreislauf über einen Wertstoffabnehmer zugeführt werden. C) Prognosebericht 1) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die OECD erwartet für 2018 mit 2,7% ein höheres Wachstum als 2017 (+2,3%). Für die Eurozone lag das Wachstum in 2017 bei 1,6%. Hier wird ein weiterer Anstieg in 2018 um 1.5% und 2019 um 1.4% vorausgesagt. In Deutschland wird für 2018 ein gesundes Wachstum von 1,4% erwartet (nach 1,9% in 2016), das insbesondere durch eine starke Binnennachfrage - bedingt durch das niedrige Zinsniveau und die niedrigste Arbeitslosenquote seit 25 Jahren - genährt wird. 2) Entwicklung der Luxusgütermärkte Für den weltweiten Luxusmarkt prognostiziert die Unternehmensberatung Bain & Company in den nächsten Jahren eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 3% bis 4% (2016 - 2020). 2017 wird das Off-Price Segment weiterhin von dem Management als ein strategisches Channel mit Wachstumspotenzial gesehen. Zudem wird ein vorrangiges Ziel sein, die Profitabilität der Outlets zu steigern. 3) Strategische Ziele und Maßnahmen Die Strategie von ESCADA beinhaltet einen vollständigen Abverkauf aller produzierten Waren über die dafür vorgesehenen Absatzkanäle. Durch die Zusammenstellung eines ausgewogenes Produktsortiments für den Off-Price-Markt, bestehend aus der saisonalen modischen Überhangware, ergänzt durch speziell für diesen Markt produzierte Waren ist das vorrangige Ziel der ESCADA Outlet GmbH einen vollständigen Abfluss dieser Waren zum bestmöglichen Ergebnis zu erreichen. Zudem liegt ein weiterer Fokus auf der Bereinigung von Altbeständen. Diese Initiative wurde im Jahr 2016 gestartet und hat erste merkbare Erfolge gezeigt. 4) Wirtschaftliche Ziele Vorrangiges Ziel der ESCADA Outlet GmbH wird es sein, die eingeleiteten Verbesserungen in den Einkaufs- und Verkaufs-Prozessen konsequent fortzuführen und eine nachhaltige positive Entwicklung in den nächsten Jahren sicherzustellen. Daher liegt der Fokus im Jahr 2018 weiterhin auf einer ausgewogenen Produkt- und Preispolitik. Das Umsatzziel 2016 wurde um 2,0 Mio. € verfehlt. Auch 2017 gab es eine Negativ-Entwicklung auf 15,5 Mio. €. Laut Erwartung werden die Umsatzerlöse in 2018 aufgrund vereinzelter Filial-Schliessungen weiter rückgängig sein. Die Planung für 2018 sieht einen Umsatz von 13,2 Mio. € voraus Die Rohertragsmarge soll durch die Bereinigung alter Bestände von 31.7% in 2015 auf 28.9% in 2017 sinken. Dies schlägt sich bis zum EBITDA durch, das von -4% in 2015 auf-6% in 2017 sinken soll. In 2016 gab es aufgrund von Einmal-Effekten in den Materialaufwendungen ein positives EBITDA von 0,8%. Mit einem positiven Wachstum wird laut aktuellem 5-Jahresplan erst wieder ab 2018 gerechnet, wo von einem organischen Wachstum von 3% pro Jahr ausgegangen wird. Um dies zu erreichen wird der Fokus weiterhin auf straffem Produkt- und Kostenmanagement, Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung und effizientem Working Capital Management liegen. 5) Chancen- und Risikobericht Die ESCADA Outlet GmbH ist durch ihre Aktivitäten Risiken ausgesetzt, die eine systematische Überwachung und Steuerung erfordern. Durch den kontrollierten Umgang mit Chancen und Risiken soll das Management in die Lage versetzt werden, einerseits die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu sichern und andererseits Ertragspotentiale zu nutzen. Für die ESCADA Outlet GmbH ergeben sich nach derzeitiger Einschätzung folgende wesentliche interne und externe Chancen und Risiken: a) Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen über einen längeren Zeitraum können im gleichen Maße einschätzbare Chancen und Risiken bedeuten, sofern sie das Konsumverhalten und die Konsumfähigkeit der Kundinnen beeinflussen. Eine Verschlechterung der politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führt in der Regel auch bei der für das Off-Price-Geschäft typischen Käuferschicht zu einer veränderten Konsumbereitschaft. Dagegen können internationale Krisen, zum Beispiel als Folge von Verwerfungen an den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten, Terroranschlägen, Naturkatastrophen, Kriege oder Epidemien, sofortige unvorhersehbare Ausfälle und Risiken für den ESCADA Konzern hervor-rufen, zum Beispiel eine merkliche Abnahme der Konsumbereitschaft im Allgemeinen, eine Umschichtung der getätigten Konsumausgaben zu Lasten von Luxusmodeprodukten oder einen deutlichen Rückgang des internationalen Reiseverkehrs. In 2018 sind als kurzfristige Risiken die unsichere wirtschaftspolitische Lage in den USA und die immer noch anhaltende Kaufzurückhaltung (als Konsequenz, aber auch als separater Faktor) sowie eine Stagnation vor allem bei russischen und chinesischen Touristen identifiziert worden. Durch ein enges Monitoring überwacht die ESCADA Outlet GmbH die Entwicklung des Umsatzes mit den Touristen. Neben der gezielteren Ansprache auch der lokalen Kundinnen versucht ESCADA darüber hinaus weitere Absatzkanäle im Outlet-Segment zu erschliessen, insbesondere durch Partner, die speziell Outlet-Ware vertreiben. Hiervon verspricht man sich im ersten Schritt eine Kompensierung des schwachen Geschäfts mit den erwähnten Touristen und mittelfristig einenen weiteren Wachstumfaktor bei gleichzeitiger Bereinigung der Altware. b) Branchenspezifische Chancen und Risiken Der internationale Luxusgütermarkt verzeichnete über die letzten Dekaden ein langfristiges strukturelles Wachstum, das nur kurzfristig von makroökonomischen Ereignissen unterbrochen war, und bietet somit grundsätzlich attraktive Wachstumsmöglichkeiten. Allerdings ist der Markt im Segment der Luxusdamenmode durch einen harten Wettbewerb gekennzeichnet, bei dem sich ESCADA Unternehmen gegenüber sieht, die teilweise über eine deutlich höhere Finanzkraft und ein breiteres Produktangebot verfügen. Von daher versucht ESCADA auch im Outlet-Bereich die Stärken und Anreize der Marke besonders hervorzuheben und sich somit einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern zu verschaffen. Ein branchenspezifisches Risiko besteht in der zunehmenden Eröffnung neuer Outlet- Center, insbesondere auch in den osteuropäischen Ländern; dies führt zu einem sich weiter verengenden Wettbewerb im sog. Off-Price-Segment. Die ESCADA Outlet GmbH steuert hier mit zusätzlichen attraktiven Angeboten von spezieller für das Outlet produzierter Ware entgegen. ESCADA hat im Segment der Damenoberbekleidung als international starke Marke eine unabhängige Position mit einer sehr loyalen Kundschaft. Durch die Restrukturierungsmaßnahmen könnte die Marke an Prestige und Image einbüßen und entsprechend für die Kundinnen an Attraktivität verlieren. Dieser Imageschaden könnte auch auf die Outlet-Stores ausstrahlen. Um diesen Effekten entgegenzuwirken sind einheitliche Kommunikationsrichtlinien und Statements implementiert worden. c) Betriebliche Chancen und Risiken Die Wahrung einer gleichbleibend hohen Frequenz in allen attraktiven Outlet-Standorten ist eine ständige Herausforderung für das Management. Das zur Verfügung stellen eines ausgewogenen Produktsortiments zwischen dem von ESCADA zur Verfügung gestellten saisonalem Fashion-Angebot und dem speziell für die Outlets produzierten Waren-Angebot entscheidet über den jeweiligen Erfolg oder Misserfolg eines Outlets. Ein permanentes Überwachen der Abverkäufe und klare Vorgaben hinsichtlich der Preispolitik reduzieren das Risiko. d) Personalbezogene Chancen und Risiken Der Erfolg der ESCADA Outlet GmbH und des ESCADA Konzerns beruht wesentlich auf dem Engagement und der Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist eine dauerhafte Herausforderung, qualifizierte Fach- und Führungskräfte für die ESCADA Outlet GmbH zu gewinnen und zu binden. ESCADA versucht, das bestehende Personal regelmäßig und intensiv zu schulen, um somit bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen hohen Wissensstandard zu gewährleisten. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Aufstiegsmöglichkeiten und Arbeitsplatzwechsel zwischen den verschiedenen Standorten an, um somit die Attraktivität der Arbeitsplätze zu steigern. e) Rechtliche Chancen und Risiken Derzeit bestehen keine rechtlichen Auseinandersetzungen von wesentlicher Bedeutung für die ESCADA Outlet GmbH. f) Liquiditätsbezogene Chancen und Risiken Zur Finanzierung werden zugesagte Darlehen der Muttergesellschaft genutzt, deren Verfügbarkeit unbefristet garantiert ist. Darüber hinaus geht die Gesellschaft von einer weiterhin positiven Cash-Entwicklung aus. Aus heutiger Sicht ist hierdurch die Liquidität langfristig sichergestellt. g) Zusammenfassung Die ESCADA Outlet GmbH, als Teil des Konzernverbunds der ESCADA Luxembourg S.à r.l, sieht sich durch die Übernahme durch die Familie Mittal, der damit einhergehenden Sanierung und Kapitalausstattung sowie durch die bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen keinen direkt ersichtlichen bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt. h) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt. 6) Zukunftsbezogene Aussagen Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung der ESCADA Outlet GmbH sowie auf die wirtschaftliche und politische Entwicklung beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum gegenwärtigen Zeitpunkt bekannten Informationen getroffen wurden. Sollten die zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für diese Angaben kann daher nicht übernommen werden.
Aschheim, 26.06.2018 Die Geschäftsführung Torsten Dühring Lars Schmidt ANHANG für das Geschäftsjahr 2016 vom 01. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016Amtsgericht München HRB 163605A. ALLGEMEINE ANGABEN Die ESCADA Outlet GmbH, Einsteinring 14 -18, D-85609 Aschheim, Amtsgericht München HRB 163605, ist im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Sämtliche Geschäftsanteile an der Gesellschaft gehören der ESCADA SE mit Sitz in Aschheim bei München, Amtsgericht München HRB 183440. Die Gesellschaft gehört zur ESCADA-Gruppe, deren Konzernabschluss von der ESCADA Luxembourg S.à.r.l. mit Sitz in Luxembourg (Registre de Commerce et des Sociétés de Luxembourg, B 149098) erstellt wird. Die Gesellschaft hat mit wirtschaftlicher Wirkung ab dem 1. März 2010 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der ESCADA SE als herrschender Gesellschaft abgeschlossen, der am 29. November 2010 in das Handelsregister der beherrschten Gesellschaft eingetragen wurde. Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde zum 26.Juni 2018 festgestellt und ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten können. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für die Erstellung von Jahresabschlüssen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 278 HGB) vorgenommen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. Das Sachanlagevermögen wird linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis netto 410 € werden in Anlehnung an das Steuerrecht (§ 6 Abs. 2 EStG) sofort aufwandswirksam erfasst. Die Sonstigen Ausleihungen werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Abwertung der Vorratsbestände erfolgt getrennt für die jeweiligen Saisoncodes. Sofern es zu einer Abwertung kommt, liegen die Abwertungssätze zwischen 100 % und 6 % und werden auf Basis von unternehmensspezifischen Erfahrungswerten ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf der folgenden Seite dargestellt. Anlagespiegel2. Vorräte Das Vorratsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
Die Handelswaren liegen in den jeweiligen Outlets sowie bei einem externer Verwerter als Kommissionsware. Die für die Outlets speziell produzierte Ware wurde 2016 nach ihrer Marktgängigkeit mit 45 % (Vj. 2,4 %) mit einem Effekt von 657 T€ (Vj. 25 T€) abgewertet. Zudem wurde 2016 die in den Outlets angebotene Basic-Ware mit einer Abwertung von 100% in Höhe von 109 T€ (Vj. 284 T€) berücksichtigt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4. Eigenkapital
5. Rückstellungen Die Rückstellungen am Bilanzstichtag setzen sich wie folgt zusammen:
Die Zuführung der Rückstellung für die Übrigen Rückstellungen ist im Wesentlichen auf umsatzabhängige Miet- und Mietnebenkosten-Abrechnungen in Höhe von 143 T€ zurück zuführen. Die übrigen Rückstellungen umfassen ausschließlich Verpflichtungen von zu erwartenden Rückbaumaßnahmen. Wesentliche Zinseffekte aus der Diskontierung von langfristigen Rückstellungen ergaben sich nicht. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2016
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft ESCADA SE in Höhe von 02.584 T€ (Vj. 3.298 T€) enthalten; davon entfallen auf Darlehen 0€ (Vj. 2.777 T€), sowie auf kurzfristige Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus Warenlieferungen 310 T€ (Vj. 272 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 14 T€ (Vj. 10 T€). 7. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ausschließlich Vermieterzuschüsse für bestehende Mietverhältnisse für die Outlets in Zweibrücken in Höhe von 129 T€ (Vj. 87 T€) und Neumünster in Höhe von 77 T€ (Vj. 89 T€). C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 15.130 T€ (Vj. 18.108 T€) und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verkäufen von saisonalen Altwaren sowie speziellen Outlet-Produkten. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen Erträgen sind die Erträge aus der ratierlichen Auflösung aus Abgrenzungsposten für die bestehenden Mietverhältnisse in Neumünster und Zweibrücken enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
In den Vertriebs- und Logistikkosten sind umsatzabhängige Provisionen in Höhe von 929 T€ (Vj. 2.831 T€) enthalten. Aufgrund eines mit der Muttergesellschaft geschlossenen Service-Agreements in 2013 weist die Gesellschaft in den anderen Aufwendungen (im Vorjahr in den Verwaltungsaufwendungen) verrechnete Dienstleistungen für Finanzen, Controlling sowie Merchandising der ESCADA SE in Höhe von 539 T€ (Vj. 308 T€) aus. Darüber hinaus sind Aufwendungen für Versicherungen, Bank- und Kreditkartengebühren, sowie Beiträge und Gebühren enthalten. 4. Zinsergebnis
Die Zinsaufwendungen enthalten insbesondere Zinsaufwendungen aus dem Darlehen der ESCADA SE an die ESCADA Outlet GmbH in Höhe von -44 T€ (Vj. -223 T€) sowie Zinsaufwendungen aus fälligen Leistungsverpflichtungen der ESCADA Outlet GmbH an die ESCADA SE. 5. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Verlust Der Verlust aus Verlustübernahme betreffen die Übernahme des Ergebnisses der ESCADA Outlet GmbH, Aschheim, für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 639 T€ (Ertrag Vj. 1.070 T€), gemäß den mit der ESCADA SE als herrschender Gesellschaft abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. D. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen An wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zu nennen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beruhen ausschließlich auf Verpflichtungen aus bestehenden Mietverhältnissen gegenüber Dritten. 2. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus einer oder mehreren Geschäftsführern. Als Geschäftsführer waren im Berichtsjahr zu den jeweils angegebenen Zeitpunkten bestellt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Arbeitnehmer Durchschnittlich beschäftigte die ESCADA Outlet GmbH die folgende Anzahl von Mitarbeitern:
4. Sonstige Angaben nach § 285 HGB Das Honorar der Abschlussprüfer beträgt für das Geschäftsjahr 2016 20 T€ und betrifft Abschlussprüfungsleistungen sowie Bestätigungsleistungen für Umsätze der einzelnen Outlet-Stores. 5. Konzernverhältnisse Die ESCADA Outlet GmbH ist ein Tochterunternehmen der ESCADA SE, mit Sitz in Aschheim bei München. Die ESCADA Outlet GmbH wird in den Konzernabschluss der ESCADA Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg, einbezogen, der nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wird.
Aschheim, 26.06.2018 Torsten Düring Lars Schmidt Gewinn und Verlustrechnung 2016Beträge in EUR
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen