Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Buchkremer seit 23.6.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Päschke seit 13.12.2024 | Geschäftsführer |
Dieter Thewes seit 5.11.2024 | Prokura |
Thomas Lissy seit 5.11.2024 | Prokura |
Peter Räde seit 30.8.2024 | Geschäftsführer |
Bernd Köll seit 2.11.2023 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (10)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.78% | |
| 3.45% | |
| 3.45% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FAWEMA GmbHEngelskirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der FAWEMA GmbHEngelskirchenI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die FAWEMA GmbH wird im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 71761 geführt. Sitz der Gesellschaft ist in Engelskirchen. Sie gilt zum Bilanzstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Unternehmensgegenstand der FAWEMA GmbH ist die elektrische und mechanische Konstruktion, die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungsmaschinen, Ersatzteilen und sonstigen Dienstleistungen im Zusammenhang von Verpackungsmaschinen. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit The Packaging Group GmbH (TPG) als beherrschendem Unternehmen (Amtsgericht Köln - HRB Köln 95579). Aufgrund dessen hat sich die TPG verpflichtet, den Verlust des Jahres 2023 auszugleichen. Es besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftssteuerliche Organschaft mit der TPG als Organträgerin. Die Bilanzierung und Bewertung im Rahmen des Jahresabschlusses erfolgten auf der Grundlage der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern). Bezüglich der Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und den Ereignissen und Gegebenheiten, die zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann verweisen wir auf den Lagebericht (Abschnitt "IV. Chancen- und Risikobericht"). Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschiften des deutschen Handelsgesetzbuchs und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in Euro aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung des Anhangs größenabhängigen Erleichterungen nach 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: 3-5 Jahre Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: Technische Anlagen und Maschinen 4 - 15 Jahre, andere Anlagen 3 - 15 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird das gleitende Durchschnittsverfahren angewendet. Dabei werden die Kosten gleichartiger Gegenstände des Vorratsvermögens auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ermittelt. Absatzrisiken und Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit sind angemessen berücksichtigt. Gemäß § 268 Abs. 5 HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die zum Nennbetrag ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen offen von dem Posten Vorräte abzusetzen. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden nach kaufmännischer Vorsicht gebildet. Bankguthaben in Euro sind mit dem Nennbetrag bewertet. Fremdwährungsguthaben werden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die für künftige Zeiträume gezahlten Beträge zeitanteilig abgegrenzt.Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 1 HGB. Bei der Bemessung der Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Die Abzinsung sonstiger Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr erfolgt grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (§ 253 Abs. 2 HGB). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenkassamittelkurs bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im Anlagegitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (Geschäftsjahr und Vorjahr) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 5.328 (VJ. TEUR 5.440) enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen mit TEUR 3.980 (VJ. TEUR 4.203) Forderungen aus dem Cash Pooling sowie mit TEUR 1.349 (VJ. TEUR 1.237) die Forderungen aus dem Verlustausgleich. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Liefer- und Leistungsforderungen. 3. Eigenkapital Die Gesellschaft hat ein gegenüber dem Vorjahr unverändertes gezeichnetes Kapital von TEUR 25. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 343; VJ. TEUR 202), Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 38; VJ. TEUR 83), ausstehende Montagekosten (TEUR 773; VJ. TEUR 439), Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften (TEUR 473; Vj. TEUR 0) und Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 210; VJ. TEUR 35). 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden das bewegliche Anlagevermögen und das Vorratsvermögen der Gesellschaft sicherungsübereignet, die wesentlichen Forderungen zur Sicherheit abgetreten sowie die Bankkonten verpfändet. Die übrigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 0 (VJ. TEUR 2) enthalten, wovon TEUR 0 (VJ. TEUR 2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen. Von den übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben TEUR 435 (VJ. TEUR 320) eine Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern TEUR 63 (VJ. TEUR 58). IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind TEUR 91 (VJ. TEUR 139) aus Währungsumrechnungen enthalten. Es werden periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 30 (VJ. TEUR 69) ausgewiesen. Es sind wie im Vorjahr keine nennenswerten periodenfremden Aufwendungen angefallen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres sind TEUR 190 (VJ. TEUR 53) aus Währungsumrechnungen und TEUR 0 (VJ. TEUR 7) für sonstige Steuern enthalten. 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden TEUR 0 (VJ. TEUR 0) an Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. 3. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn / Erträge aus Verlustübernahme Zwischen der alleinigen Gesellschafterin, The Packaging Group GmbH, Lindlar, und der Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.349 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 1.236) wird von der Gesellschafterin übernommen. V. Sonstige Pflichtangaben Haftungsverhältnisse Im Dezember 2018 haben die verbundenen Unternehmen The Packaging Group GmbH, die TPG Immobilien GmbH, die FAWEMA GmbH und HDG Verpackungsmaschinen GmbH einen gemeinsamen Kreditvertrag mit gesamtschuldnerischen Haftungen abgeschlossen. Diesem Vertrag ist am 9.12.2019 auch die Wolf Verpackungsmaschinen GmbH beigetreten. Aus den gesamtschuldnerischen Haftungen kann sich dem Grunde nach auch eine Haftung der FAWEMA GmbH für Verbindlichkeiten der The Packaging Group GmbH, der TPG Immobilien GmbH, der HDG Verpackungsmaschinen GmbH oder der Wolf Verpackungsmaschinen GmbH ergeben, die sich zum 31.12.2023 auf TEUR 27.354 (VJ. TEUR 28.430) beläuft. Daneben ergeben sich mögliche Haftungsverhältnisse aus der Inanspruchnahme von Avalkrediten zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 9.295 (VJ. TEUR 8.563). Als Sicherheiten wurden das bewegliche Anlagevermögen und das Vorratsvermögen der Gesellschaft sicherungsübereignet, die wesentlichen Forderungen zur Sicherheit abgetreten sowie die Bankkonten verpfändet. Die Durchsetzbarkeit etwaiger Ansprüche aus Garantien und Verpfändungen durch die Kreditinstitute ist jedoch nur insoweit möglich, als dies nicht gegen die Regelungen der §§ 30, 31 ff. GmbHG verstößt. Nach derzeitiger Sachlage ist keine hinreichende Konkretisierung eines Risikos aus diesen Eventualverpflichtungen gegeben, das zu einer Bilanzierungspflicht führen würde. Aufgrund der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gruppe wird die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme für die zuvor genannten fremden Verbindlichkeiten als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Pachtverträgen sowie Wartungs- und Leasingverträgen. Der Gesamtbetrag beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 1.028 (VJ. TEUR 831), wovon TEUR 998 im Jahr 2024 fällig sind. Von dem Gesamtbetrag entfallen TEUR 960 (VJ. TEUR 800) auf verbundene Unternehmen, die sämtlich innerhalb eines Jahres fällig sind. Mitarbeiter Die FAWEMA GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 113 (VJ. 108) Arbeitnehmer, davon 63 (VJ. 57) Gehaltsempfänger und 45 (VJ. 51) Lohnempfänger, und 5 (VJ. 7) Auszubildende. Geschäftsführung Die Geschäftsführung oblag im Jahr 2023
Auf die Angabe der Bezüge der Organe der Gesellschaft wird unter Bezugnahme auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Muttergesellschaft und Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird zum 31.12.2023 in den Konzernabschluss der HQ Equita GmbH & Co. Gründungs KG, Bad Homburg v. d. Höhe, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Daneben wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der TPG Holding GmbH einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Mit Wirkung vom 16.12.2024 wurde ein neuer Kreditvertrag mit den finanzierenden Kreditinstituten geschlossen, der eine Verlängerung der bestehenden Darlehen, des Betriebsmittelkredits und der Avallinien bis zum 30.06.2027 bewirkt. Die Gesellschafter haben in diesem Zuge zusätzliche Darlehen in Höhe von 5,0 m€ an die The Packaging Group GmbH gewährt.
Engelskirchen, 19.03.2025 FAWEMA GmbH Peter Räde, Geschäftsführer Stefan Päschke, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens a. Geschäftsmodell des Unternehmens Die FAWEMA GmbH, Engelskirchen, ist Spezialist für Verpackungsmaschinen von vorwiegend trockenen Schüttgütern in großen Produktionsmengen und anspruchsvoll kurzen Verpackungszeiten, z. B. Mehl, Zucker, aber auch Tiernahrung oder Bauchemieprodukten. Das Maschinenspektrum umfasst sowohl Vertical Fill Seal (VFS) Maschinen mit vorgefertigtem Beutel aus dem Magazin oder Maschinen mit Beutelformung und Material von der Rolle. FAWEMA bedient Kunden, insbesondere in den Regionen Nord- und Südamerika, Europa und Afrika sowie weltweit, mit Maschinen, Ersatzteilen und Service über eigene Servicestützpunkte oder -partner auf allen Kontinenten. Die FAWEMA ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der The Packaging Group GmbH (TPG), Lindlar. Mit ihren Tochterunternehmen ist die TPG-Gruppe ein Entwickler und Hersteller von Verpackungsmaschinen, insbesondere für die Verpackung von Lebensmitteln in verschiedenen Beutelarten aus Papier und Kunststoff. Durch den Zusammenschluss der Verpackungsmaschinenspezialisten FAWEMA, HDG und WOLF vereint TPG Traditionsmarken von Verpackungsmaschinen, die über fundiertes Know-how und eine breite Technologiebasis verfügen. Für die lokale Betreuung der Kunden unterhält die FAWEMA eigene Service- bzw. Vertriebsgesellschaften in den USA für den nordamerikanischen Markt, in Kenia für den gesamten afrikanischen Markt sowie indirekt über den Unternehmensverbund der TPG auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten für den Mittleren Osten, in Großbritannien sowie in Russland für das lokale Geschäft und den GUS-Staaten. In den Märkten ohne eigene Niederlassung wird mit Handelsvertretungen und Servicepartnern zusammengearbeitet. Zum Konsolidierungskreis der Gruppe gehört auch die TPG Immobilien GmbH. Sie dient ausschließlich der Haltung und Verwaltung der Immobilien in Lindlar und Engelskirchen sowie der Gestellung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen für die FAWEMA. b. Forschung und Entwicklung Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung der Produktfamilien in der Gruppe ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil und von großer Bedeutung für das Unternehmen. Im vergangenen Jahr wurden die Entwicklungen im Bereich spezieller Marktsegmente wie Tierfutter und Baupulver weiter verbessert, genauso wie bei der Verdichtung von pulvrigen Produkten. Die verbesserten Entwicklungen wurden weitestgehend partnerschaftlich im Rahmen von Kundenaufträgen umgesetzt und wurden somit mit den Aufwendungen der Periode abgerechnet. Auch ist die Entwicklung von nachhaltigen Verpackungslösungen ein beständig wachsendes Thema. II. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt mit +1,4% angestiegen war, ging das BIP in 2023 um -0,3% zurück 1. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", beurteilt die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes diese Daten. Weiterhin merkt sie an, dass "die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen [...] die Konjunktur [dämpften]. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort". Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. 2 Die Nachfrage nach Investitionsgütern hat sich 2023 schwach entwickelt. Weltweit wurden Maschinen und Anlagen für geschätzt 3,28 Billionen Euro verkauft; 1,5 Prozent weniger als im Jahr 2022. 3 Deutschland konnte im vergangenen Jahr seine Position als drittgrößter Maschinenproduzent mit einem nominalen Umsatz von 383 Milliarden Euro halten - was eine Zunahme um 8 Prozent bedeutet. Damit entfielen gut 12 Prozent des weltweiten Maschinenumsatzes auf Deutschland. Die Maschinenhersteller in der Europäischen Union verkauften in Summe Maschinen und Anlagen im Wert von 908 Milliarden Euro (nominal +7 Prozent zum Vorjahr, real +1 Prozent). Damit kamen fast 28 Prozent der weltweit produzierten Maschinen im Jahr 2023 aus einer Produktionsstätte der EU-27. 4 Die Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen hatten nach Informationen der VDMA im Jahr 2023 einen um 2% geringeren Umsatz gegenüber 2022 (preisbereinigt). Der Auftragseingang im gleichen Zeitraum fiel um 5% geringer aus. Von besonderer Bedeutung für den Auftragseingang waren dabei die EURO-Länder, die um 34% stiegen, während die Nicht- EURO-Länder um 16% nachließen. 5 b. Geschäftsverlauf und Lage Die FAWEMA GmbH hat für Maschinen und Handelswaren in 2023 mit 17,2m€ einen um 5,8 Prozent geringeren Auftragseingang als im Vorjahr erreichen können (18,3m€).
1 Statistisches Bundesamt
(https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/inlandsprodukt-gesamtwirtschaft.html),
abgerufen am 25.11.2024
Im europäischen Ausland konnte das Auftragsvolumen mit 15,6m€ verdoppelt werden. Besonders hervorzuheben ist, dass der Auftragseingang aus dem nordamerikanischen Raum kaum noch vorhanden ist.
Insgesamt konnten unsere Erwartungen und unsere Planungen (Anstieg in einem niedrigen zweistelligen Prozentbereich hinsichtlich des Auftragseinganges) nicht erfüllt werden. Der Auftragsrückgang ist dabei deutlich auf die Aktivitäten im Ausland zurückzuführen (-3,6%) Prozent gegenüber dem Vorjahr, während im Inland ein Zuwachs von 2,5m€ erzielt werden konnte. Im Jahr 2023 konnte, etwas später als erwartet, in der zweiten Jahreshälfte eine Entspannung in der langanhaltenden beschaffungsmarktseitigen Störung in den Lieferketten wahrgenommen werden. Diese Versorgungsengpässe betrafen insbesondere die deutschen Produktionsstandorte, deren Maschinenkonzepte auf Komponenten und Sets europäischer und amerikanischer Steuerungs- und Antriebshersteller basieren. Der Effekt dieser positiven Entwicklung hatte einen geringeren Effekt als in der Planung erwartet, erlaubte uns aber in der Folge, Projektdurchlaufzeiten wieder zu verringern und eine höhere Planungsgenauigkeit zu erreichen.
6 VDMA (www.vdma.org) Auftragseingang im
Maschinen- und Anlagenbau Dezember 2022
Die beeinträchtigte Geschäftslage spiegelt sich in den finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft wider, auf deren Entwicklung im Folgenden näher eingegangen wird. Neben der bereits erwähnten Kennzahl "Auftragseingang für Maschinen und Handelsware" gehören zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren auch die Gesamtleistung (definiert als Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen) und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation (EBITDA). Auftragsbestand, Umsatz, Materialquote sowie Cash-Flow, Verschuldungsgrad und Liquidität sind ebenfalls Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen. c. Ertragslage Die FAWEMA GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Verlust vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation (EBITDA) i. H. v. -1,3m€ gegenüber -1,2m€ im Vorjahr. Bereinigungen des EBITDA wurden im aktuellen Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht vorgenommen. Die Verfehlung des geplanten EBITDA ist zum größten Teil auf technische Probleme in der Umsetzung spezifischer Projekte zurückzuführen. Die Lösung der Probleme erforderte Kosten über dem Auftragswert, und da die Umsetzung auch im Jahr 2024 erfolgen wird, wurden entsprechende Drohverlustrückstellungen i.H.v. 0,5 m€ gebildet. Zusätzlich waren Ressourcen in diesen Projekten gebunden, die ansonsten weiteren Umsatz hätten erzeugen können. Das Risikomanagement wurde erweitert. Es werden jetzt durchgängig vor Auftragsabschluss Risikobeurteilungen seitens der Fachbereiche durchgeführt. Hierdurch wird eine höhere Transparenz erreicht. Die Beschaffungsmarktkrise hat sich in der zweiten Hälfte 2023 deutlich entspannt. Insgesamt konnte mit 28,8m€ eine um 9,0m€ höhere Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr (19,8m€) erarbeitet werden, welche 1,7m€ über Budget lag. Das ausgeglichene bereinigte EBITDA wurde im Vergleich zum Budget um -2,4m€ verfehlt. Das Wachstumsziel im zweistelligen Bereich für die Kenngröße Gesamtleistung konnte nicht erreicht werden. Auf der Aufwandsseite verschlechterte sich die Materialquote, definiert als Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, von 48,9 Prozent im Vorjahr auf 54,5 Prozent im Geschäftsjahr 2023. Ursächlich sind im Wesentlichen die im Berichtsjahr höheren Umsatzerlöse im materialintensiven Maschinenbereich. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung stieg von 26,4 Prozent auf 27,2 Prozent. Dieser Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus um 0,9m€ gestiegene Kosten der Warenabgabe sowie um 0,5m€s gestiegene Marketingkosten für Messeauftritte. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind weiterhin die Rückstellungen für Drohverluste in Höhe von 0,5m€ enthalten. Abschreibungen und Finanzergebnis blieben mit jeweils -0,1m€ im planerischen Erwartungskorridor. Insgesamt beläuft sich das Ergebnis nach Steuern vor Ergebnisabführung in 2023 auf -1,3m€ gegenüber -1,2k€ im Vorjahr. Finanzlage Insgesamt hat sich die Finanzlage gegenüber 2022 deutlich verbessert. Die beschaffungsseitigen Krisen haben sich aufgelöst und erlauben eine verbesserte Nutzung der Liquidität, da nicht mehr umfangreich vorbestellt werden muss, um Planungsunsicherheiten zu glätten. Außerdem konnten im Vorjahr angearbeitete Maschinen komplettiert und die Vorräte entsprechend reduziert werden, was weitere Liquidität freigesetzt hat. Der zuletzt im Jahr 2020 modifizierte Kreditvertrag zur Akquisition der Wolf Verpackungsmaschinen-Gruppe im Jahr 2019 wurde entsprechend geändert und das Finanzkennzahlen-Regime aus Mindest-EBITDA und Mindestliquidität als einzuhaltende Finanzkennzahlen fortgeführt. Die Projektverzögerungen aufgrund der Beschaffungsmarktkrise führen zu folgendem liquiditätsbelastenden Muster: Projekte werden im Vertrauen auf Belieferung zum bestätigten Liefertermin des Lieferanten begonnen. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Lieferabsage und Neuterminierung durch den Lieferanten sind bereits erhebliche Maschinenumfänge bestellt und gebaut worden. Die Nichtfertigstellung bestimmter Bauabschnitte und insbesondere die Verschiebung des kundenseitigen Liefertermins führen zu späteren meilenstein-basierten Kundenanzahlungen. Daraus ergibt sich einerseits eine längere Finanzierungsdauer des Vorratsvermögens sowie eine später eintreffende Gegenfinanzierung. Getrieben durch das negative EBITDA konnte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf -0,7m€ begrenzt werden (-0,2m€ im Vorjahr). Bei geringfügiger Investitionstätigkeit von 0,1m€ (wie im Vorjahr) und 0,1m€ Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (Vorjahr: 0,5m€) hat sich die Liquidität um -0,5m€ verschlechtert. Die dispositive Finanzierung erfolgt über das Cash Pooling der TPG-Gruppe sowie deren Darlehensverträge und Kontokorrentlinien. Die FAWEMA war daher im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, die eingehenden Rechnungen zu begleichen. Fawema ist in die Finanzierung der TPG-Gruppe integriert. Insgesamt verfügt die TPG-Gruppe über 29,2 m€ (31,4 m€ im Vorjahr) verbindlich zugesagter Kreditlinien ohne Bürgschaftslinien. Diese wurden in einem Umfang von 1,9 m€ nicht in Anspruch genommen. Dem finanziellen Spielraum müssen zudem die vorhandenen Bankguthaben und liquiden Mittel von insgesamt 3,2 m€ (Vorjahr 1,9 m€) hinzugerechnet werden. Auch im Geschäftsjahr 2023 konnten alle planmäßigen Darlehenstilgungen fristgerecht durchgeführt werden. i. Vermögenslage Das Vermögen der FAWEMA beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 13,1m€ gegenüber 10,7m€ im Vorjahr. Davon entfallen 0,1m€ nahezu wie im Vorjahr auf Anlagevermögen. Gebäude und betriebsnotwendiges Anlagevermögen werden von der Schwestergesellschaft TPG Immobilien GmbH an die FAWEMA verpachtet. Das Umlaufvermögen ohne Bankguthaben und Kasse (12,1m€) hat sich gegenüber dem Vorjahr (10,4m€) um +1,7m€ verändert. Durch Neuaufträge und die gelieferten Maschinen sanken die erhaltenen Kundenanzahlungen auf 6,0m€ (Vorjahr 8,0m€). Das stand einem Rückgang bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen i. H. v. 2,5m€ gegenüber. Insgesamt konnten die Vorräte damit um 0,5m€ auf 1,6m€ reduziert werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände stiegen in der Stichtagsbetrachtung um 2,2m€, resultierend aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem gegenüber stand eine um insgesamt 1,1m€ erhöhte Forderung aus dem Intercompany Cash-Pooling und Forderungen aus Verlustübernahme. Die Bankguthaben stiegen auf 0,7m€ zum Bilanzstichtag. Es handelt sich im Wesentlichen um kurzfristig dispositive Bankguthaben der FAWEMA sowie ausländische Mittel. Der Anstieg auf der Passivseite entfällt mit 1,3m€ auf die Verbindlichkeiten und mit 1,1m€ Zuwachs auf die Rückstellungen. Bei den Verbindlichkeiten ist der Anstieg im Wesentlichen der Nutzung der Kontokorrentlinie in Höhe von 1,2m€ zuzusprechen. Der Anstieg Rückstellungen resultiert vor allem aus höheren Rückstellungen für ausstehende Montagen (0,3m€) sowie der Drohverlustrückstellung (0,5m€). ii. Gesamtaussage In einem schwierigen Jahr blieben wir hinter unseren Erwartungen zurück. Wir konnten gegenüber 2022 unseren Umsatz erheblich steigern. Es ist uns allerdings dabei nicht gelungen, ein verbessertes EBITDA zu erzielen. Durch die verzögerte Entspannung der Lieferketten war die Planungssicherheit für einen Großteil des Jahres weiter beeinträchtigt. Im letzten Quartal traten Probleme bei der Abarbeitung einzelner Kundenaufträge immer weiter in den Vordergrund, was schließlich Drohverlustrückstellungen notwendig machte und die weitere Leistungsfähigkeit stark einschränkte, da Ressourcen ungeplant gebunden waren. Weitere Unsicherheiten entstanden durch die Fluktuation der Energiepreise und den Fachkräftemangel, der eine Optimierung erschwerte und in gestiegenen Gehaltsforderungen eine weitere Belastung darstellt. III. Prognosebericht Die Ergebnisentwicklung der Fawema hängt von einer weiter stabilen Marktentwicklung ab, der Fähigkeit Risiken zu minimieren und ergebnisverbessernde Maßnahmen umzusetzen. Der gute Auftragsbestand zu Beginn des Jahres deckt bereits über 93 Prozent des geplanten Umsatzvolumens (Maschinen) ab. Für 2024 wird auf Basis des aktuellen Standes der Finanzbuchhaltung und noch nicht abgeschlossener Jahresabschlussprüfung 2024 eine Steigerung im unteren einstelligen Bereich der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr erwartet. Beim EBITDA gehen wir für 2024 nach gegenwärtiger Datenlage davon aus, dass die Planung für 2024 leicht übertroffen wird, im Vorjahresvergleich es aber zu einem Anstieg in einem siebenstelligen Bereich kommt. Diese robuste Entwicklung im Auftragseingang, nachlassende Probleme in der Supply Chain und Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität ermöglichen uns diese deutliche Steigerung. Für 2025 erwarten wir eine weitere Steigerung der Auftragseingänge für Maschinen und Handelsware und Umsätze im unteren zweistelligen Prozentbereich. In den gegenwärtigen Planungen für 2025 gehen wir daher davon aus, dass sich sowohl die Gesamtleistung als auch das bereinigtes EBITDA stabilisierend auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 belaufen werden. Wir werden die Transformation des Unternehmens fortsetzen, um Synergien der 3 Marken zu heben und uns für die Zukunft stabil und profitabel aufzustellen. Sowohl Gesamtleistung als auch bereinigtes EBITDA werden absolut um einen niedrigen siebenstelligen Wert ansteigen. IV. Chancen- und Risikobericht Neben den spürbaren Auswirkungen des kriegerischen Russland-Ukraine-Konflikts ist die Gesellschaft den systemimmanenten Risiken des internationalen Anlagenbaus, Beschaffungs-, Innovations-, Konjunktur- und Kapazitäts-, Finanzierungs- und personalbezogenen Risiken, Ausfall- und Wechselkurs- sowie Datenverarbeitungsrisiken ausgesetzt, die in absteigender Bedeutungsreihenfolge nachfolgend dargestellt sind: Am 14.12.2018 haben die verbundenen Unternehmen The Packaging Group GmbH, Lindlar, die TPG Immobilien GmbH, Lindlar, die FAWEMA GmbH, Engelskirchen, und HDG Verpackungsmaschinen GmbH, Lindlar, einen gemeinsamen Kreditvertrag mit gesamtschuldnerischen Haftungen abgeschlossen. Diesem Vertrag ist am 9.12.2019 auch die Wolf Verpackungsmaschinen GmbH, Lich-Birklar, als verbundenes Unternehmen beigetreten. Aus den gesamtschuldnerischen Haftungen kann sich dem Grunde nach auch eine Haftung jedes der genannten in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen für Verbindlichkeiten der The Packaging Group GmbH, der TPG Immobilien GmbH, der FAWEMA GmbH, der HDG Verpackungsmaschinen GmbH oder der Wolf Verpackungsmaschinen GmbH ergeben. Mit Schreiben vom 23.05.2023 wurde unter Bezugnahme auf den Konsortialvertrag vom 14.12.2018 in der Fassung des zweiten Änderungsvertrages vom 22.07.2020 mit den kreditgebenden Banken ein erneuter Waiver betreffend die Verzichtsanfrage von Finanzkennzahlen vereinbart. Im Rahmen der Vereinbarung hat die TPG-Gruppe mit den Kreditgebenden auf Konzernebene vereinbart, modifizierte Finanzkennzahlen betreffend die EBITDA- und Mindestliquiditäts-Kennzahl, erstmalig wirksam per 30.09.2023, einzuhalten. Die auftretenden Probleme in einzelnen Projekten waren zu dem Zeitpunkt nicht absehbar und führten zu einer Verfehlung der Finanzkennzahlen. Diese Verfehlungen wurden intensiv beleuchtet und diskutiert. Die kreditgebenden Banken haben unter Auflagen auf ihr Kündigungsrecht verzichtet. Mit Wirkung vom 16.12.2024 wurde ein neuer Kreditvertrag verbunden mit angepassten Finanzkennzahlen mit allen deutschen Gesellschaftern der TPG- Gruppe geschlossen, der eine Verlängerung der bestehenden Darlehen, des Betriebsmittelkredits und der Avallinien bis zum 30.06.2027 bewirkt. Die Gesellschafter haben in diesem Zuge zusätzliche Darlehen in mittlerer siebenstelliger Größe an die Zwischenholding The Packaging Group GmbH gewährt, die diese über IC-Darlehen an die deutschen Gesellschaften der TPG-Gruppe weitergibt, um Investitionen in Wachstum und Profitabilität substanziell zu fördern. Dadurch wird das Unternehmen auf eine stabile Basis gestellt, nachdem die globalen Krisen der vergangenen Jahre Substanz gekostet haben. Auf Basis der aktuellen Budgetplanung gehen wir davon aus, dass die Finanzkennzahlen zukünftig eingehalten werden können und damit die Finanzierung auch über den Prognosezeitraum hinaus sichergestellt ist. Um den Problemen in der Auftragsbewertung in der Angebotsphase zu begegnen, wurde das Risikomanagement verbessert. Die Vermeidung nicht profitabler Aufträge sollte damit weitgehend gewährleistet sein. Zusätzlich wurden Maßnahmen eingeleitet, Schiefstände schneller zu erkennen und ihnen zu begegnen. Ein umfangreiches Maßnahmenpaket sollte die Profitabilität generell verbessern. Insgesamt ist damit die Einhaltung der neu vereinbarten Finanzkennzahlen besser als in der Vergangenheit abgesichert. Ungeachtet dessen ist die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung davon abhängig, dass die im Budget der TPG-Gruppe für die Jahre 2024 und 2025 geplanten Annahmen nicht wesentlich verfehlt werden und dies nicht zu einer Unterschreitung der Finanzkennzahlen führt. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ist zu erwarten, dass das Budget 2024 unterschritten wurde, aber die mit den Banken vereinbarten Finanzkennzahlen eingehalten werden. Sofern die Finanzkennzahlen zukünftig unterschritten werden, ist die Finanzierung des Konzerns und damit auch der Gesellschaft ohne weitere Unterstützung der Gesellschafter und finanzierenden Banken nicht sichergestellt. Unter Berücksichtigung der aktuellen Ereignisse und Gegebenheiten kann ein Unterschreiten der modifizierten Finanzkennzahlen nicht ausgeschlossen werden, was ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Die FAWEMA ist ein international tätiges Unternehmen, sodass einzelne Länderrisiken diversifiziert sind. Die weltweite eigene Präsenz, auch durch eigene Gesellschaften (USA und Kenia) sowie über Gesellschaften der TPG-Gruppe öffnen Marktzugänge, erhöhen die vertriebliche Reichweite im Vergleich zur Einzelunternehmung und mitigieren die Abhängigkeit von regionalen Entwicklungen. Der Bekanntheitsgrad der FAWEMA kann gestärkt und es kann eine größere Kundenbasis erreicht werden. Die grundlegend positiven Trends durch die stetig zunehmende Nachfrage an verpackten Lebensmitteln, eine zugleich wachsende Weltbevölkerung und durch die wachsende Bedeutung von innovativen Verpackungen, die in zunehmend automatisierten Produktionsprozessen hergestellt werden, sind weiter intakt. Insbesondere die Nachfrage nach klimafreundlichen Produkten, der Betrachtung der gesamten Produktionskette und einem Lifecycle Management führt zu gesteigertem Interesse an einer Aktualisierung des Maschinenparks. Anfang 2024 zeigte sich eine deutliche Belebung der Geschäfte und es konnten signifikante Aufträge in Europa und China abgeschlossen werden. Die Preisänderungen als Reaktion auf die erhöhte Inflation zeigen nach Abarbeitung alter Aufträge im Jahr 2024 nun ihre Wirkung und auch durch das gruppenweite Programm CREATE 2.0 haben wir weitere Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen erzielt. Hier stehen wir aber weiterhin noch am Anfang einer Profitabilitätsinitiative, die auch bis in das Jahr 2025 reicht. Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin, aus dem Zusammenschluss der drei Unternehmen FAWEMA, HDG und WOLF Synergiepotenziale zu realisieren. Für 2024 sehen wir realisierbare Fortschritte in der Materialbeschaffung, IT und den damit verbundenen Prozessen. Der fortgeführte Krieg Russlands gegen die Ukraine hatte weiterhin keine Implikationen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Es besteht weiterhin Nachfrage aus beiden Staaten, und wir prüfen im Einzelfall, ob sich diese unter Beachtung der Embargo-Richtlinien bedienen lässt. Wir haben unsere Erwartungen an das Geschäft mit beiden Ländern stark reduziert. Die Innovationen im Umfeld nachhaltiger Verpackungsmaterialien, aber auch die technologischen Innovationen bei Kopfverschließmaschinen im VFFS und die applikationsbezogenen Weiterentwicklungen im Snack-Geschäft versprechen, Triebfeder für weitere Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2023 zu werden. Dem immer intensiveren Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation wird im Rahmen eines gruppenweiten Programms begegnet, bei dem die Führungskräfte ein Instrumentarium entwickeln, Mitarbeiter geeignet zu motivieren und eine engere Bindung zum Unternehmen zu erzielen. Der zunehmende Fachkräftemangel ist spürbar, und wir erarbeiten Wege, neue Mitarbeiter effizient zu finden und erfolgreich ins Unternehmen einzubinden. Regelmäßige Liquiditäts-, Finanzplanungen und -analysen zeigen Risiken auf und tragen dazu bei, Forderungsausfallrisiken zu senken. Negative Liquiditätsentwicklungen können rechtzeitig festgestellt, und es kann auf diese Entwicklungen reagiert werden. Währungsrisiken werden durch den Abschluss von Kundenaufträgen in Euro begegnet. Für größere Aufträge in volatilen Fremdwährungen wird die Möglichkeit zum Abschluss von Devisentermingeschäften in Betracht gezogen. Da Maschinenverkäufe zumeist in Hartwährung wie Euro oder US-Dollar abgeschlossen werden und ähnliche Fremdwährungsumfänge im Beschaffungsumfeld vorliegen, besteht ein geringes Exposure in der Auftragsabwicklung, welches nicht über Termingeschäfte gesichert wird. Neben den geschäftlichen Risiken haben Angriffe mit cyber-kriminellem Hintergrund zugenommen. Phishing- und Hackingattacken sind die überwiegende Mehrzahl. Neben den unmittelbaren und möglichen Schäden dieser Attacken sind auch die zusätzlichen Aufwände zu nennen, die zur Verhinderung des Primärschadens aus diesem kriminellen Verhalten Dritter und nur schlecht verfolgbaren und aufklärbaren Fällen entsteht. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich an Schutzmaßnahmen im IT-Umfeld Virus- und Firewallschutz und -umfang, um diesem Trend zu begegnen. Die Zwei-Faktor- Authentifizierung für den Zugang zum Firmennetz und auf kritische Anwendungen ist weiterhin in Erprobung. Änderungen von Zahlungsinformationen sind prozessual ein zweites Mal, analog zwischen den direkten Ansprechpartnern zu verifizieren. Insgesamt haben sich Art und Umfang der gruppeninternen Kontrollen und Steuerungsinstrumente als wirksam erwiesen, die zuvor genannten Risiken auf ein überschaubares Maß zu begrenzen. Die Chancen für weiteres Wachstum der Geschäftstätigkeit und damit von Gesamtleistung und EBITDA werden von der Geschäftsführung positiv eingeschätzt.
Engelskirchen, 19.03.2025 FAWEMA GmbH Peter Räde, Geschäftsführer Stefan Päschke, Geschäftsführer |
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