Beta Systems ANOW! Operations GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claire Lepelletier seit 20.3.2025 | Geschäftsführer |
Jan Van den Houte seit 2.9.2022 | Prokura |
Sebastian Dr. Hanke seit 26.8.2022 | Geschäftsführer |
Christine Stoffer seit 17.12.2019 | Prokura |
Marika Fricke seit 16.1.2018 | Prokura |
Matthias Günter Keller seit 12.4.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ALSTOM HOLDINGS S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ALSTOM Drives GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bilanz zum 31. März 2024AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024Allgemeine HinweiseDie Gesellschaft ALSTOM Drives GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer HRB 76120 B. Der vorliegende Abschluss des Geschäftsjahres vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Der vorhergehende Jahresabschluss umfasst einen Zeitraum von drei Monaten (1. Januar 2023 bis 31. März 2023). Die Vorjahreszahlen sind folglich gegenüber dem aktuellen zwölf Monate umfassenden Geschäftsjahr innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt vergleichbar. Die Gliederung gegenüber dem Vorjahr ist unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Ausweis-, Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Abschluss der Gesellschaft wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pool-System der ALSTOM Holdings S.A. sichergestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei den immateriellen Vermögensgegenständen beträgt drei Jahre. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wird, soweit abnutzbar, ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode mit Abschreibungsbeginn ab dem Monat des Zuganges angewendet (pro-rata-temporis). Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Bauten werden über eine Laufzeit von sieben bis 40 Jahren, technische Anlagen und Maschinen über eine Laufzeit von drei bis 25 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über eine Laufzeit von ein bis zehn Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft wurden, werden analog § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG abgeschrieben. Die Gesellschaft nutzt auch für alle im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 angeschafften, selbständig nutzungsfähigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 das Wahlrecht, einen Sammelposten zu bilden. Dieser wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250 wurden sofort als Betriebsausgabe behandelt. Bei Gegenständen des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen entsprechend § 253 Abs. 3 S. 5 HGB berücksichtigt, sofern die Voraussetzungen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorliegen. Sind die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 oder Satz 6 HGB entfallen, wird der niedrigere Wertansatz nicht mehr beibehalten. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die separat ausgewiesenen Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bilanziert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten wurden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der zurechenbare Anteil des Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt; Fremdkapitalkosten und anteilige Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften werden zunächst Abschreibungen auf die jeweiligen Bestände an unfertigen Erzeugnissen vorgenommen, soweit die erwarteten Verluste im Zusammenhang mit aktivierten Vermögensgegenständen stehen. Für darüber hinausgehende Verlustanteile werden Rückstellungen gebildet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt unter Berücksichtigung einer regelmäßig überprüften Schätzung der Gesamtkosten des Projektes bis zu dessen Fertigstellung sowie des Umsatzes des dem Projekt zugrunde liegenden Fertigungsauftrages ("Estimation at Completion"). Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Geleistete Anzahlungen und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden nicht von der Gesamtsumme der Vorräte abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) verbundene(n) Unternehmen sind aus Gründen der Verbesserung der Aussagefähigkeit des Abschlusses unsaldiert dargestellt worden. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach handelsrechtlichen Grundsätzen unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rententrends sowie Fluktuations- und Sterbewahrscheinlichkeiten ermittelt. Als Bewertungsmethode wurde die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) angewendet. Den ermittelten Werten liegt unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ein Rechnungszinsfuß von 1,83 % zugrunde. Für diesen wurde im Geschäftsjahr der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet, der Vergleichszinssatz aus dem Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre beträgt 1,80 %. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 34 (Vj. TEUR 351) und unterliegt einer Ausschüttungssperre, jedoch aus Sicht der Gesellschaft keiner Abführungssperre. Die erwarteten Lohn-und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,9 % berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten-und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Altersteilzeit, denen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde liegen. Die Berechnungen basieren auf dem Altersteilzeitgesetz vom 23. Juli 1996 (Stand 10. Dezember 2014) und den diesbezüglichen Betriebsvereinbarungen und Einzelverträgen. Den ermittelten Werten liegt unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G ein Rechnungszinsfuß von 1,14 % zugrunde. Die erwarteten Lohn-und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,9% berücksichtigt. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G mit einem Rechnungszinsfuß von 1,8 % sowie erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,9 % bewertet. Die Gesellschaft bildet den Aufwand für bestimmte Rückstellungen, bei deren Bildung die Zuordnung zu den einzelnen Aufwandsarten nicht von vornherein feststeht, im Wesentlichen für Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, für Garantieverpflichtungen sowie für fehlende Herstellkosten, in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung ab. Bei dem späteren tatsächlichen Eintritt des betreffenden Geschäftsvorfalls wird der entstandene Aufwand (Primäraufwand) als solcher in den jeweiligen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung, im Wesentlichen im Personalaufwand und im Materialaufwand, ausgewiesen. Um den Aufwand nicht doppelt ergebniswirksam werden zu lassen, stellt die Gesellschaft gleichzeitig einen Ausgleichsposten, der dem Verbrauch der Rückstellungen entspricht, in die sonstigen betrieblichen Erträge ein. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. FremdwährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Kurzfristige Forderungen sowie kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a Satz 2 HGB ohne Berücksichtigung des Anschaffungskosten- sowie Realisationsprinzips mit dem Kurs am Abschlussstichtag bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden aus Vereinfachungsgründen zum Stichtagskurs bewertet. Die Gesellschaft ist als Organgesellschaft in den Organkreis der ALSTOM Transport Deutschland GmbH einbezogen. Effektive und latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin, der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, bilanziert. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 ist in einer gesonderten Übersicht (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr, wie auch im Vorjahr, erfolgten im Sachanlagevermögen keine außerplanmäßigen Abschreibungen. VorräteUnter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird neben den projektspezifischen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auch das Lagermaterial für das Ersatzteilgeschäft der Gesellschaft ausgewiesen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeAlle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen der ALSTOM-Gruppe in Höhe von TEUR 36.479 (Vj. TEUR 21.787) enthalten, davon im Wesentlichen gegenüber der ALSTOM Transportation Germany GmbH in Höhe von TEUR 27.904 (Vj. TEUR 16.654). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, alle kurzfristig. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenUnter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben dargestellt die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 16.510; Vj TEUR 15.230), für Nachlaufkosten der Projekte (TEUR 8.257; Vj. TEUR 7.600), für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.135, Vj. TEUR 800) sowie für Personalaufwendungen und Abfindungen (TEUR 997; Vj. TEUR 1.243). Von dem Gesamtbetrag der Gewährleistungsrückstellung sind TEUR 7.951 langfristig (Vj. TEUR 8.581). VerbindlichkeitenAlle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 5.694 (Vj. TEUR 40.299). Darüber hinaus bestehen Cash Pooling Verbindlichkeiten gegenüber der ALSTOM Transport S.A. in Höhe von TEUR 3.699 (Vj. Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 52.765). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter, aus Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 2.946. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Haftungsverhältnisse § 251 HGBEs bestehen keine, gemäß § 251 HGB angabepflichtigen, Haftungsverhältnisse der Gesellschaft. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 60.103 (Vj. TEUR 54.911). Davon bestehen TEUR 16.379 gegen verbundene Unternehmen (Vj. TEUR 13.178). Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Bestellobligo sowie bestehenden Mietverträgen für Immobilien. Nicht in der Bilanz ersichtliche GeschäfteZu den bestehenden Operating Leasingverpflichtungen wird auf den Abschnitt "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" verwiesen. Die positiven Auswirkungen auf die Finanzlage ergeben sich aufgrund eines verminderten Liquiditätsbedarfs im Zeitpunkt des Beginns des zivilrechtlichen Leasingvertrages gegenüber einer Anschaffung mit einem erhöhten Liquiditätsbedarf im Zeitpunkt der Investition. Zur Verlängerung der Zahlungsziele gegenüber ihren Lieferanten hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 eine Vereinbarung ("Paying Agency Agreement") mit der BNP Paribas S.A., Paris (Frankreich), als "Payment Agent" getroffen, nach der die Bank auf Anforderung der Gesellschaft für Zahlungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten bei Fälligkeit eintritt. Zum Bilanzstichtag betragen die Verbindlichkeiten, die unter diese Vereinbarungen fallen, TEUR 2.627 (Vj. TEUR 1.458). Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse weisen folgende Zusammensetzung auf:
Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Umsätze mit der ALSTOM Transportation Germany GmbH (TEUR 40.102; Vj. TEUR 5.764). Erhöhung des Bestands an unfertigen ErzeugnissenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Bestandsveränderung entspricht der Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen zwischen dem Abschlussstichtag des Geschäftsjahres und dem Schlussbilanzwert des Vorjahres. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Kursgewinnen (TEUR 399; Vj. TEUR 2). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Fremdleistungen (TEUR 2.311, Vj. TEUR 473), Konzernumlagen (TEUR 1.655, Vj. TEUR 1.367), Mieten, Pachten, Lizenzen und Leasing (TEUR 1.078, Vj. TEUR 217), Ausgangsfrachten und Zöllen (TEUR 662, Vj. TEUR 290) zusammen. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen saldierte Aufwendungen zu den Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 1.298, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 661 und Rückstellungen für nachlaufende Kosten in Höhe von TEUR 657 enthalten. Die Gesellschaft bildet den Aufwand für bestimmte Rückstellungen, bei deren Bildung die Zuordnung zu den einzelnen Aufwandsarten nicht von vornherein feststeht, im Wesentlichen für Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, für Garantieverpflichtungen sowie für fehlende Herstellkosten, in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung ab. Bei dem späteren tatsächlichen Eintritt des betreffenden Geschäftsvorfalls wird der entstandene Aufwand (Primäraufwand) als solcher in den jeweiligen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung, im Wesentlichen im Personalaufwand und im Materialaufwand, ausgewiesen. Um den Aufwand nicht doppelt ergebniswirksam werden zu lassen, stellt die Gesellschaft gleichzeitig einen Ausgleichsposten, der dem Verbrauch der Rückstellungen entspricht, in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein. Dies stellt eine Änderung aufgrund der Umstellung auf das SAP GSI System in der Ausweisstetigkeit dar, ausschließlich in der Gewinn- und Verlustrechnung. Aufwand aus ErgebnisübernahmeDie Gesellschaft weist im Geschäftsjahr auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter, einen Aufwand aus der Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 2.946 aus. Sonstige AngabenOrgane der GesellschaftOrgane der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. GeschäftsführungDer Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an:
Bezüge der GeschäftsführungAuf die Angabe der Bezüge aktiver Organmitglieder wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge von ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 25 (Vj. TEUR 6). Die Höhe der Pensionsrückstellung für aktuelle und ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung belief sich zum 31. März 2024 auf TEUR 497 (Vj. TEUR 502). Kreditvergaben bzw. Vorschusszahlungen an Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht gewährt. MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Berechnetes Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGBDie Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der ALSTOM S.A., Saint-Ouen, Paris (Frankreich), offengelegt. Die Gesellschaft nimmt die Erleichterung nach § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB in Anspruch. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen § 285 Abs. 21 HGBDie Gesellschaft tätigte im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie ALSTOM Drives GmbH, Berlin, ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der ALSTOM Holdings S.A., Saint-Ouen-sur-Seine, Paris (Frankreich), welche wiederum eine Tochtergesellschaft der ALSTOM S.A., Saint-Ouen-sur-Seine, Paris (Frankreich) ist. Von der ALSTOM S.A., Saint-Ouen-sur-Seine, Paris (Frankreich), wird ein Konzernabschluss auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, in den die Gesellschaft für den kleinsten und größten Kreis sowie ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden. Der Konzernabschluss wird in englischer Sprache über die ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter als Mutterunternehmen der Gesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Berlin, 28. Februar 2025 ALSTOM Drives GmbH Matthias Günter Keller Gottfried Schleich Dr. Sebastian Hanke Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.04.2023 - 31.03.2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.20241 Grundlagen der Gesellschaft1.1 Geschäftsmodell und Einbindung in den ALSTOM-KonzernDie ALSTOM Drives GmbH, Berlin, (nachfolgend ALSTOM Drives oder Gesellschaft) ist seit 2021 ein Teil der weltweit im Bahngeschäft tätigen ALSTOM-Gruppe. Die Gesellschaft ist am Standort Hennigsdorf tätig und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht aus der Herstellung von Motoren und Getrieben von weltweit genutzten Plattformkonzepten mit einem definierten Einsatzspektrum in verschiedenen Regionen. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit bringt die Drives in der DACH-Region einen Teil der personellen Ressourcen sowie Fertigungskapazitäten in die ALSTOM-Gruppe ein. Die Gesellschaft ist auf Grund dessen von technischer Bedeutung für die Umsetzung der Gruppenstrategie und für die Erreichung der Gruppenziele. Die Gesellschaft nimmt auch weiterhin eine wichtige Stellung im ALSTOM Konzern ein. Die direkten Kunden der Gesellschaft sind fast ausschließlich andere Gesellschaften der ALSTOM-Gruppe. Da der vorhergehende Jahresabschluss als Rumpfgeschäftsjahr einen Zeitraum von drei Monaten umfasst (01. Januar 2023 bis 31. März 2023), gegenüber dem aktuellen zwölf Monate umfassenden Geschäftsjahr, sind die Zahlen des Geschäftsjahres innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Zahlen des Vorjahres (Rumpfgeschäftsjahr) nur eingeschränkt vergleichbar. 1.2 Forschung und EntwicklungAuch im Geschäftsjahr erfolgten Aktivitäten in Bezug auf Forschung und Entwicklung mit dem Ziel der Effizienzsteigerung und einer damit einhergehenden Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen im Geschäftsjahr bei insgesamt TEUR 382 (Vj. TEUR 527), die sich im Wesentlichen verteilen auf TRAXX MS3 (TEUR 195), Drive Motors (TEUR 122) sowie Bogies (TEUR 64). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entsprechen 0,75 % des im Geschäftsjahr 2023/2024 von der Gesellschaft erzielten Umsatzes (Vj. 6,4 %). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind somit gegenüber dem Vorjahr um 5,65 Prozentpunkte gesunken. ALSTOM Drives GmbH als Teil der ALSTOM-Gruppe bekennt sich zu Wertschöpfung durch Innovation. Unseren Kunden können so vorteilhafte Lösungen zu reduzierten Kosten angeboten werden. Innovationen bieten die Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, und begünstigen die Erschließung neuer Aufträge bzw. Märkte. Anfang Juli 2021 hat ALSTOM mit "ALSTOM in Motion 2025" (AiM) einen erweiterten Strategieplan vorgestellt, der das Ziel verfolgt, weltweit führend bei grüner und smarter Mobilität zu sein. AiM 2025 ist die Referenz, die die wichtigsten Prioritäten für das Unternehmen festlegt und alle geschäftlichen Aktivitäten für die kommenden Jahre prägt. AiM basiert auf drei Säulen: Wachsen - indem wir Kunden größten Wert bieten Innovation - als Vorreiter für smarte und grüne Mobilität Realisieren - maßgeschneiderte Lösungen, effizient und digital gestützt. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenMarktumfeldInvestitionen in die Bahninfrastruktur erfolgen weltweit in der Regel nach langfristigen Entscheidungsprozessen. Kurzfristige konjunkturelle Entwicklungen spiegeln sich deshalb nur bedingt in den Absatzmärkten der Bahnindustrie wider. Der Markt für Bahntechnologie zeigt seit Jahren eine stetig wachsende Tendenz - eine Folge der weltweit steigenden Nachfrage nach umweltfreundlicher, sicherer und wirtschaftlicher Mobilität für Menschen und Güter. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderen Megatrends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und insbesondere ein steigendes Umweltbewusstsein. Unterstützend dazu werden weltweit Investitionsprogramme zur Förderung des Verkehrsträgers Bahn aufgesetzt. Deutschland hatte beispielsweise im Jahr 2020 das Programm "Starke Schiene" verabschiedet und mit der Deutschen Bahn vereinbart, das unter anderem sich die Fahrgastzahlen im Fernverkehr auf über 260 Mio. verdoppeln sollen, sowie zusätzlich eine Milliarde zusätzliche Kunden im Nahverkehr hinzugewonnen werden sollen. Darüber hinaus wurde im März 2023 die Einführung eines sogenannte Deutschlandtickets für den öffentlichen Personennahverkehr beschlossen. Die dafür notwendigen Kapazitätsanpassungen bedingen erhebliche Neubeschaffungen in sämtlichen Bereichen, u.a. neben Fern- und Nahverkehrszügen auch bei S-Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen. Infolgedessen hat die Deutsche Bahn im Juni 2023 weitere 45 Mrd. EUR zusätzlichen Investitionsbedarf bis zum Jahr 2027 angemeldet. 1 Dies ist umso bemerkenswerter vor dem Hintergrund der ohnehin bereits stark gestiegenen jährlichen Brutto-Investitionen der Deutschen Bahn um 17,5 % von EUR 13,1 Mrd. (2019) auf EUR 15,4 Mrd. im Jahr 2022. 2
1 Veröffentlichung Bundesregierung vom
07.06.2023 "Zügigere Investitionen nun möglich"
MarktentwicklungDer Schienenmarkt bleibt robust und widerstandsfähig, mit starken Wachstumschancen und positiven Aussichten, die vor allem von langfristigen günstigen Megatrends im Bahnbereich getragen werden. Die Nachfrage nach energieeffizienter und dekarbonisierter Mobilität wächst und der Schienenverkehr hat die besten Voraussetzungen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Digitalisierung, Gesundheit und Sicherheit sowie Umweltbewusstsein werden weiterhin zu einer wachsenden Nachfrage nach nachhaltigem öffentlichem Verkehr führen, was langfristige öffentliche Ausgaben für Infrastruktur- und Mobilitätslösungen erfordert. Im September 2022 bestätigte der Verband der europäischen Eisenbahnindustrie (UNIFE) in seiner alle zwei Jahre stattfindenden globalen Marktstudie für den Schienenverkehr seine positiven Aussichten für die globale Eisenbahnindustrie. Die Studie geht davon aus, dass der gesamte, zugängliche Schienenverkehrsmarkt in der DACH Region mit einem CAGR (Compound Annual Growth Rate) von 6,2 % weiterwachsen wird. Der für die ALSTOM Transportation Germany GmbH relevante und zugängliche Schienenverkehrsmarkt in der DACH Region wird mit einem CAGR von 3,7 % voraussichtlich immer noch relativ stark wachsen. Die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den Schienenverkehrsmarkt wurden in der Studie auf der Grundlage von Beiträgen verschiedener Mitglieder und von UNIFE Studieninterviews angemessen berücksichtigt. 2.2 GeschäftsverlaufDie für die Steuerung des Geschäfts wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die einen Bezug zum handelsrechtlichen Jahresabschluss aufweisen, sind der Auftragseingang, die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ergebnis vor Steuern, vor Finanzergebnis sowie vor Beteiligungsergebnis). Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht wesentlich zur Unternehmenssteuerung herangezogen. Am 21. Oktober, 2023 wurde das Vorgängersystem DWA in das neue ERP System GSI migriert. Der Auftragseingang der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf TEUR 96.807 und liegt damit deutlich über den Erwartungen von TEUR 54.500. Es wurden vor allem Nachfolgeaufträge im High-Power-Bereich (Railpool, Crossrail, Northrail und Mercitalia) gewonnen. Der Auftragseingang im After Sales Bereich lag ebenfalls deutlich über den Erwartungen. Die größten Auftragseingänge waren für Traxx Projekte (TEUR 9.200), Crossrail (TEUR 3.500), C30 (TEUR 3.400), BVG (TEUR 2.300) sowie Service für Aufträge (TEUR 22.000) zu verzeichnen. Bei den Umsatzerlösen, die im Geschäftsjahr 2023/2024 bei TEUR 50.888 lagen, wurden die Erwartungen von TEUR 55.000 bis TEUR 60.000 nicht erreicht. Fehlender Umsatz durch Projektverschiebungen konnte durch neue, nicht geplante Aufträge, wie Service Aufträge, nur zum Teil ausgeglichen werden. Die größten Umsatzprojekte waren Traxx Lokomotive (TEUR 11.336), Mercitalia (TEUR 3.663), Metro Stockholm (TEUR 2.482) sowie Services (TEUR 8.762). Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit der Gesellschaft (Ergebnis vor Steuern und vor Finanzergebnis sowie vor Beteiligungsergebnis) im Geschäftsjahr 2023/2024 erhöhte sich auf TEUR 2.691 und lag damit unter den Erwartungen, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Der Wert für die vergleichbare Vorjahresperiode (Rumpfgeschäftsjahr hochgerechnet auf 12 Monate) beträgt TEUR -3.234, so dass das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit im aktuellen Geschäftsjahr um TEUR 5.925 über dem des vergleichbaren Vorjahres lag. Die Erhöhung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit im Geschäftsjahr ist auf eine Erhöhung der Umsatzerlöse zum vergleichbaren hochgerechneten Vorjahreszeitraum um TEUR 17.983, bei einer gleichzeitigen Reduzierung des Personalaufwandes um TEUR 1.194, sowie um TEUR 4.695 reduzierten sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen. Auf der anderen Seite wirkte sich eine um TEUR 5.786 reduzierte Bestandsveränderung, die Erhöhung des Materialaufwands um TEUR 2.645 sowie die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 9.521 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum negativ auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit aus. Die Entwicklung der Gesellschaft in den letzten drei Jahren ist, auch für weitere Kennzahlen, in der nachfolgenden Tabelle anhand von Kennziffern dargestellt.
* Durchschnittliche Mitarbeiterzahlen ohne
Auszubildende
2.3 Lage der GesellschaftAuftragslageDer Auftragseingang der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf TEUR 96.807 und liegt damit deutlich über den Erwartungen von TEUR 54.500. Es wurden vor allem Nachfolgeaufträge im High-Power-Bereich (Railpool, Crossrail, Northrail und Mercitalia) gewonnen. Der Auftragseingang im After Sales Bereich lag ebenfalls deutlich über den Erwartungen. Die größten Auftragseingänge waren für Traxx Projekte (TEUR 9.200), Crossrail (TEUR 3.500), C30 (TEUR 3.400), BVG (TEUR 2.300) sowie Service für Aufträge (TEUR 22.000) zu verzeichnen. Die Auftragsvorlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 beläuft sich auf TEUR 193.300. Damit reicht die Auftragsvorlage, basierend auf der für ein komplettes Geschäftsjahr hochgerechneten Gesamtleistung, für rund 4 Geschäftsjahre (Vj. rund 3 Geschäftsjahre). ErtragslageDer Umsatz des Geschäftsjahres 2023/2024 liegt bei TEUR 50.888. Die größten Umsatzprojekte waren Traxx Lokomotive (TEUR 11.336), Mercitalia Traxx DC3 (TEUR 3.663) und Metro Stockholm (TEUR 2.482). Der Anteil der Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen liegt im Geschäftsjahr bei 94,9 % bzw. TEUR 48.306 (Vj. 93,9 % bzw. TEUR 7.727). Das Geschäft der Gesellschaft mit externen Dritten aus dem Ausland liegt bei 0,19 % bzw. TEUR 98 (Vj. 0,28 % bzw. TEUR 23). Die restlichen Umsatzerlöse entfallen auf Umsätze mit Dritten im Inland. Der Anteil des Umsatzes mit der ALSTOM Transportation Germany GmbH am Gesamtumsatz ist von 68 % im Rumpfgeschäftsjahr 2023/2024 auf 79 % im Geschäftsjahr 2023/2024 angestiegen (TEUR 40.102; Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 5.605). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Verhältnis zur Gesamtleistung bei 1,0 % (Vj. 25,4%). Der wesentlichste Posten in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres waren Kursgewinne (TEUR 399). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist mit 59,0 % gegenüber dem Vorjahr (70,5 %) gesunken. Absolut hat sich der Materialaufwand jedoch um TEUR 2.645 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Rumpfgeschäftsjahr hochgerechnet auf 12 Monate) erhöht. Die reduzierte Materialaufwandsquote steht auch mit dem Bestandsabbau bei den Vorräten aufgrund von Projektverschiebungen in Verbindung. In Abhängigkeit der Fertigungsfortschritte der einzelnen Projekte kann das Verhältnis des Materialaufwandes zur Gesamtleistung in den Geschäftsjahren schwanken. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich im Vergleich zur Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 17,5 % (Vj. 25,9 %). Die reduzierte Personalaufwandsquote erklärt sich im Wesentlichen aus der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Gesamtleistung. Absolut hat sich die Gesamtleistung um TEUR 12.198 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Rumpfgeschäftsjahr hochgerechnet auf 12 Monate) erhöht. Im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung hat die Gesellschaft zusätzlich Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit beschlossen. Hierzu wurden Initiativen zur Anpassung der industriellen Infrastruktur an die zukünftige Auslastung und das jeweilige Standortkonzept eingeleitet. Diese Aktivitäten verfolgen allesamt das Ziel, die Kostenstruktur der Gesellschaft nachhaltig zu verbessern sowie die Produktivität und Flexibilität zu steigern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.593 reduzierten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um TEUR 4.695, im Wesentlichen bedingt durch die Entwicklung der Rückstellungen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Aufwendungen aus Garantierückstellungen iHv. TEUR 1.298 enthalten (im hochgerechneten Vergleichszeitraum TEUR 4.384) sowie Aufwendungen aus der Zuführung für ausstehende Rechnungen TEUR 661 (im hochgerechneten Vergleichszeitraum TEUR 3.108). Im Vergleich dazu erhöhten sich die Aufwendungen für Fremdleistungen um TEUR 257 auf TEUR 2.310. Des Weiteren höhten sich die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Zölle um TEUR 281 auf TEUR 662 sowie die Aufwendungen für Leasing und Miete um TEUR 210 auf TEUR 1.078 gegenüber dem Vergleichszeitraum. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ergebnis vor Steuern sowie vor Finanzergebnis) erhöhte sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um TEUR 5.925 auf TEUR 2.691 (Vj. TEUR - 3.234). Die Erhöhung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit im Geschäftsjahr ist auf eine Erhöhung der Umsatzerlöse zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum um TEUR 17.983, bei einer gleichzeitigen Reduzierung des Personalaufwandes um TEUR 1.194, sowie um TEUR 4.695 reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Auf der anderen Seite wirkte sich eine um TEUR 5.786 reduzierte Bestandsveränderung, die Erhöhung des Materialaufwands um TEUR 2.645 sowie die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 9.521 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum negativ auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit aus. Das Zinsergebnis verschlechterte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um TEUR 677 auf TEUR 255. Die Zinserträge in Höhe von TEUR 535 entfallen im Wesentlichen auf verbundene Unternehmen und betreffen Zinserträge, die auf das Cash-Pool Guthaben der Gesellschaft entfallen. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 279 resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (TEUR 134) sowie Zinsaufwendungen gegenüber verbundene Unternehmen (TEUR 60). Mit Beschluss der Gesellschafterversammlungen der beteiligten Unternehmen vom 22. März 2023 wurde dem am selben Tag geschlossenen Gewinnabführungsvertrag zwischen der ALSTOM Drives GmbH als Organgesellschaft und der ALSTOM Transport Deutschland GmbH als Organträgerin zugestimmt. Der Gewinnabführungsvertrag wurde am 27. März 2023 in das für die Gesellschaft zuständige Handelsregister eingetragen. Der Gewinnabführungsvertrag wurde somit erstmals wirksam für das Geschäftsjahr der Gesellschaft vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023. Insofern hat die ALSTOM Transport Deutschland GmbH den im Geschäftsjahr 2023/2024 entstandenen Gewinn von TEUR 2.946 übernommen, so dass die ALSTOM Drives GmbH einen Jahresüberschuss von TEUR 0 ausweist. VermögenslageDie nachfolgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung der Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte. Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind als langfristig behandelt.
Der Buchwert der Anlagen und Maschinen erhöhte sich von TEUR 2.080 im Vorjahr auf TEUR 2.326, im wesentlichen bedingt durch ein höheres Volumen an Neuinvestitionen. Die Anlagen im Bau erhöhten sich um TEUR 525 auf TEUR 758. Der Vorratsbestand an unfertigen Erzeugnissen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 898 auf TEUR 10.652 erhöht. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betrugen TEUR 21.689 (Vj. TEUR 10.531). Das kurzfristige Vermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert und enthält Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 36.479 (Vj. TEUR 21.787) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 618 (Vj. TEUR 583) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 8.014 (Vj. TEUR 1.507). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen der ALSTOM-Gruppe in Höhe von TEUR 36.479 (Vj. TEUR 75.128) enthalten, davon im Wesentlichen gegenüber der ALSTOM Transportation Germany GmbH in Höhe von TEUR 27.904 (Vj. TEUR 16.654). Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgrund der Gewinnübernahme durch die Gesellschafterin unverändert zum Vorjahr und beträgt zum Stichtag TEUR 13.095. Die Eigenkapitalquote liegt bei 16 %. Die Verringerung des langfristigen Fremdkapitals um TEUR 929 beruht vornehmlich auf geringeren, langfristigen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 7.917; Vj. TEUR 8.582). Das kurzfristige Fremdkapital zeigt folgende Entwicklung:
Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich um TEUR 18.877 gegenüber dem Vorjahr. Im Wesentlichen ist diese Reduzierung bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auszumachen (TEUR 15.624, Vj. TEUR 41.152). Der Rückgang der Verbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit der Rückzahlung von erhaltenen Anzahlungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Dem gegenüber erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.436 sowie der sonstigen Rückstellungen um TEUR 3.156 im Einklang mit einem gestiegenen Vorratsvermögen. FinanzlageDie Gesellschaft weist, wie im Vorjahr, keine Geld- oder Bankguthaben aus. Die Gesellschaft verfügt über keine eigenen Kreditlinien bei Kreditinstituten. Die benötigten Finanzmittel werden vollständig über das Cash Management des ALSTOM-Konzerns bereitgestellt. Die unterjährigen Salden auf dem Cashpoolkonto wurden mit durchschnittlich 3,9 % (ESTER = Euro Short-Term Rate) sowie unter Berücksichtigung einer Marge des Treasury Centers verzinst. In der Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden zum Ende des Geschäftsjahres Cashpooling Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.699 (Vj. Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 52.765) ausgewiesen, die gemäß dem bestehenden Cash-Pool-Vertrag unmittelbar der ALSTOM Konzern-Treasury (ALSTOM Holdings S.A., Saint-Ouen-sur-Seine, Paris (Frankreich)) belastet wurden. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Finanzposition der liquiden Mittel im Rahmen des Cash-Pools somit um TEUR 56.464 reduziert. Die Cashpooling Verbindlichkeiten zum Stichtag sind im wesentlichen auf die Rückzahlung von erhaltenen Anzahlungen an die ALSTOM Transportation Germany GmbH zurückzuführen. Die Gesellschaft hat zum Stichtag keine Fremdkapitalmittel in Anspruch genommen. Die Finanzlage der Gesellschaft im Berichtsjahr ist durch die Finanzierungsmöglichkeiten und die Bereitstellung finanzieller Mittel im Konzernverbund der ALSTOM-Gruppe weiterhin als stabil zu bezeichnen. Für den Zeitraum vom 1. April 2024 bis 30. Juni 2025 wurde ein kurzfristiger Finanzierungsbedarf identifiziert. Dieser ist inzwischen vollständig ausgeglichen. Dieser Finanzierungsbedarf sowie die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft wird durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pool-System der ALSTOM Holdings S.A. sichergestellt. Darüber hinaus besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, so dass mögliche Verluste in der Zukunft durch die Gesellschafterin ausgeglichen werden. Die Transaktionen der Gesellschaft werden weitestgehend in Euro abgewickelt. Die Gesellschaft erfährt durch die Liquiditätssteuerung des Konzernverbundes der ALSTOM-Gruppe einen hohes Maß an Flexibilität. So können bei Bedarf die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen regelmäßig erhöht und verlängert werden. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. GesamtaussageIm Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 2.946 erzielt. Das positive Ergebnis ist im wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen. So erzielte die ALSTOM Drives GmbH ein positives Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit. Gleichzeitig erzielte die Gesellschaft ein positives Zinsergebnis. Die zum Ende des Geschäftsjahres bestehende Auftragsvorlage von rund vier Jahren im Vergleich zur Gesamtleistung sorgt für eine Planungssicherheit bei der Gesellschaft. Trotz eines identifizierten Finanzierungsbedarfs bei der Gesellschaft ist durch die Finanzierungsmöglichkeiten und die Bereitstellung finanzieller Mittel im Konzernverbund der ALSTOM-Gruppe die Finanzlage der Gesellschaft weiterhin stabil. Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 zufrieden. MitarbeiterZum 31. März 2024 waren 110 Mitarbeiter und Auszubildende in der Gesellschaft beschäftigt (31. März 2023: 100 Mitarbeiter und Auszubildende). 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 PrognoseberichtDas Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat im November 2024 erneut Stellung zu der Konjunkturprognose für die Jahre 2024 und 2025 genommen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat hierbei sein Jahresgutachten 2024/2025 vorgelegt. Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat in seiner Stellungnahme vom 13. November 2024, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 % im Jahr 2024 und um 0,4 % im Jahr 2025 wachsen wird. Die Verbraucherpreisinflation beträgt im Jahr 2024 nach Einschätzung des Sachverständigenrates 2,2 % und wird im Jahr 2025 bei 2,1 % liegen. Nach Einschätzung des Sachverständigenrates hat die Inflation ihren Hochpunkt vom Herbst 2022 überschritten. Darüber hinaus kommt die Inflation jedoch zunehmend in der Breite der Wirtschaft an. Die gestiegenen Erzeugerpreise und die zu erwartenden Lohnsteigerungen dürften die Verbraucherpreisinflation noch bis in das kommende Jahr hinein hochhalten. Erst im Jahr 2025 dürfte die Teuerungsrate mit 2,1 % dem Zielwert der Europäischen Zentralbank wieder nahe kommen. Der kurzfristige Ausblick auf die deutsche Wirtschaft hat sich aufgrund einer vorerst stabilisierten Energieversorgungslage und gesunkener Großhandelspreise leicht aufgehellt. Die anhaltende Schwächephase der deutschen Wirtschaft hat den Arbeitsmarkt erreicht. In den vom schwachen Wachstum besonders betroffenen Bereichen verarbeitendes Gewerbe und Bau war der Anstieg der Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich. Zudem zeigt der Rückgang der offenen Stellen eine sinkende Einstellungsbereitschaft der Unternehmen. In der Folge ist die gesamtwirtschaftliche Arbeitslosenquote im Vergleich zu März 2023 um 0,7 Prozentpunkte angestiegen und liegt im Januar 2025 bei 6,4 %. Die Bundesregierung stellt in ihrer Herbstprojektion fest, dass aufgrund der hohen Unsicherheit die weitere wirtschaftliche Entwicklung und die Verlangsamung des Reallohnwachstums dazu führen dürften, dass von der Konsumnachfrage auch im Prognosezeitraum nur schwache Wachstumsimpulse ausgehen werden. In diesem Zusammenhang geben wir, basierend auf unserer Budgetplanung, folgende Prognosen ab: Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2024/2025, welches am 31.03.2025 endet, mit einem Auftragseingang von ca. TEUR 14.600 sowie für das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einem Auftragseingang von TEUR 48.800. Der relativ geringe Auftragseingang für das Geschäftsjahr 2024/2025 ist vor allem bedingt durch die Stornierung eines Altauftrages aus dem Bereich Traxx Lokomotive in Höhe von TEUR 30.856. Da sich der Service Markt weiterhin positiv entwickelt, geht die Gesellschaft davon aus in diesem Bereich einen weiter steigenden Auftragseingang zu verzeichnen. Bei den Umsatzerlösen erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von TEUR 75.000 sowie für das Geschäftsjahr 2025/2026 in einer Bandbreite zwischen TEUR 70.000 bis TEUR 80.000 bewegen. Für das kommende Geschäftsjahr 2024/2025 sowie für das Geschäftsjahr 2025/2026 gehen wir davon aus, dass die Gesellschaft ein deutlich positiveres Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erzielen wird, welches jeweils über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/2024 liegt. Auch für das Geschäftsjahr 2024/2025 gehen wir davon aus, dass weitere Investitionen in den Schienenverkehr getätigt werden. Dies ist bedingt durch anhaltend steigende Fahrgastzahlen, die eine schnelle Erneuerung der Flotten notwendig machen. In Anbetracht der Positionierung der Gesellschaft auf dem Schienenverkehrsmarkt, gerade in Bezug auf die Produkte TRAXX-Lokomotiven, FLEXITY Straßenbahn und den einhergehenden Service Markt, rechnet die Gesellschaft in der mittelfristigen Planung mit einer weiterhin positiven Entwicklung der Ertragslage. 3.2 Chancen- und RisikoberichtDas weiter wachsende nationale und internationale Verkehrsaufkommen und der daraus resultierende steigende Bedarf der Verkehrsgesellschaften an Schienenfahrzeugen und Serviceleistungen bieten der Gesellschaft zahlreiche Chancen, bergen aber auch die Gefahr von Risiken. RisikoberichtUm den möglichen Risiken entgegen zu wirken, ist die Gesellschaft in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden, welches mit geeigneten Instrumenten nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft minimiert. Die aktuell weiterhin bedeutsamsten Risiken, denen sich die Gesellschaft gegenübersieht, resultieren weiterhin aus den makroökonomischen Faktoren, wie hohe Energiepreise, Störungen der Lieferketten sowie der sich verstärkende Fachkräftemangel. Risiken für die Gesellschaft können sich auch aus dem Ergebnis der Wahl in den Vereinigten Staaten auf die Gesellschaft ergeben. Negative Auswirkungen können resultieren aus einer Verschärfung der restriktiven US-Handelspolitik, da die zu erwartenden Zollanhebungen auf Importe in die Vereinigten Staaten die wirtschaftliche Entwicklung in der Welt insgesamt und insbesondere in den Ländern USA, China und Deutschland bremsen könnten. In Bezug auf das globale Bruttoinlandsprodukt könnte sich mittelfristig ein Rückgang um 0,5 bis 2,3 Prozent ergeben, für das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland könnte mittelfristig ein Rückgang zwischen 0,01 und 1,4 Prozent hieraus die Folge sein (Deutscher Bundestag Parlamentsnachrichten: Wirtschaftsausschuss hib 783/2024). Bedingt durch diese Risiken kann es zu Produktionsverzögerungen bei der Gesellschaft kommen. Grundsätzlich ist die Gesellschaft aufgrund ihres Geschäftsmodells in der Lage, Produktionsverzögerungen in späteren Perioden wieder nachzuholen. Wirtschaftliche Auswirkungen aus gegebenenfalls entstehenden Lieferverzögerungen sind von Klauseln in den Abnahmeverträgen, welche Ausnahmen für Fälle von höherer Gewalt beinhalten, überwiegend abgedeckt. Der wesentliche Teil des operativen Geschäftes ist die Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von Motoren und Getrieben für Schienenfahrzeuge mit mehrjährigen Vertragslaufzeiten. Diese mehrjährigen Laufzeiten können zusätzliche Risiken verursachen, die durch erhöhte Unsicherheiten aufgrund der mit zunehmendem Prognosehorizont im Rahmen von Projektplanungen abnehmender Planungspräzision einhergehen können. Diese Risiken können sich z.B. in den Bereichen der Forschung und Entwicklung, Beschaffung und Fertigung auswirken und zu ungeplanten Mehrkosten, Änderungen von Preisniveaus im Zeitablauf, Terminschwierigkeiten, Auslastungsschwankungen sowie der Notwendigkeit einer Finanzierung des gebundenen Kapitals führen. Darüber hinaus können Risiken im Zusammenhang mit der Zulassung von Fahrzeugtypen sowie der Auslieferung an Kunden zu vergleichbaren Auswirkungen führen. Vorstehend genannte Risiken können im Laufe eines Projektes zu nicht unerheblichen Abweichungen tatsächlicher Kosten gegenüber geplanten Kosten führen. Daher gilt die besondere Aufmerksamkeit der Unternehmensleitung der Auftragsverfolgung durch alle mit der Projektabwicklung betrauten Bereiche und der Bewertung von Auftragsrisiken von der Angebotsphase bis zum Auftragsende. Wesentliche Instrumente sind eine zeitnah mitlaufende Kalkulation und eine permanente Risikobeurteilung. Hierbei erkennbare Belastungen werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die sich gegebenenfalls bei mehrjährigen Lieferverträgen ergebenden Preisänderungsrisiken auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt werden zum Teil durch vertraglich fixierte Preisgleitformeln mit Lieferanten und Kunden minimiert. Auslastungsrisiken können sich durch die Vergabeentscheidungen wichtiger Kunden ergeben. Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist eng mit der Geschäftsentwicklung der ALSTOM Transportation Germany GmbH, Berlin, als wesentlichstem Kunden verbunden. Die Mitigation des Auslastungsrisikos erfolgt durch die Kapazitätsplanung, die es erlaubt, Engpässe zu erkennen und adäquate Maßnahmen einzuleiten. Fremdwährungsrisiken bestehen mangels wesentlicher Fremdwährungstransaktionen nicht. ChancenberichtBezüglich der sich aus der Marktentwicklung und unserer Forschung und Entwicklung ergebenden Möglichkeiten, verweisen wir auf die Punkte 1.2 und 2.1. Es besteht aus unserer Sicht die Chance, dass wir aufgrund unserer Maßnahmen zur Verbesserung unserer Kostenposition sowie zur Anpassung unseres Produktportfolios (Ausweitung auf Antriebe aller Leistungsklassen, konsequente Standardisierung) an die Marktbedingungen zusätzliche Marktanteile gewinnen und damit positive Einflüsse auf die wirtschaftliche Lage erzielen können. Auch die konsequente Standardisierung und Verbesserung unserer Prozesse sowie die Zertifizierung des Standortes gemäß ISO/TS 22163 sind Beiträge zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Neben der Generierung von Neugeschäft übernimmt die Gesellschaft auch Aufgaben im Service (Überholungen und Reparatur), welche eine zunehmend wichtigere Rolle einnehmen. ALSTOM als Eigentümer der Gesellschaft und langjähriger Anbieter von Schienenfahrzeugprodukten sieht weiterhin eine Perspektive hinsichtlich der Auftragseingangs- und Ertragssituation in der Bahnindustrie und steht auch in Zukunft zum Standort Deutschland. Nach wie vor ist Deutschland ein bedeutender Markt mit einem der wichtigsten Kunden, der Deutsche Bahn AG, und einer großen Anzahl von Mitarbeitern innerhalb der ALSTOM-Gruppe.
Berlin, 28. Februar 2025 ALSTOM Drives GmbH BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ALSTOM Drives GmbH, Berlin PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ALSTOM Drives GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALSTOM Drives GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 28. Februar 2025 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Pierre Zapp, Wirtschaftsprüfer Elisabeth-Mariella Weeger, Wirtschaftsprüferin GESELLSCHAFTERBESCHLUSSWir, die ALSTOM Transport Deutschland GmbH, mit Sitz in Salzgitter, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 204464, sind Alleingesellschafterin der ALSTOM Drives GmbH, mit Sitz in Berlin, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin), unter HRB 76120. Nach vorhergehender Befassung sowie Zustimmung durch den Aufsichtsrat in der Sitzung vom 30.01.2025 fassen wir unter Verzicht auf alle gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften hiermit folgenden Gesellschafterbeschluss: 1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.03.2024Die von der Geschäftsführung aufgestellte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der ALSTOM Drives GmbH für das Geschäftsjahr 01.04.2023 bis 31.03.2024 wird festgestellt und genehmigt. [...] 5. PrüferbestellungZum Prüfer für das Geschäftsjahr 01.04.2024 bis 31.03.2025 wird die Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg bestellt. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Damit ist die Gesellschafterversammlung beendet.
Salzgitter, den 12. März 2025 ALSTOM Transport Deutschland GmbH Dr. Christian Bieniek, Geschäftsführer Hauke Werner, Geschäftsführer |
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