Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 76120
Vorher
Bombardier Transportation (Holdings) Germany GmbHBombardier Transportation (Propulsion & Controls) Germany GmbH
Eingetragen
8.7.2004
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und der Vertrieb von Antriebssystemen aller Art und deren elektronischen Komponenten für Schienenfahrzeuge; die Entwicklung und Vermarktung von Know-How auf den vorstehend genannten Gebieten; die Durchführung von Reparaturen und Rekonstruktionen sowie Erprobungs- und anderen Dienstleistungen im Zusammenhang mit den vorgenannten Angaben. Die Gesellschaft kann mit den genannten Erzeugnissen Handel treiben, sie kann Transport-, Fracht- und Speditionsgeschäfte durchführen. Die Gesellschaft kann die Geschäfte selbst oder durch Beteiligung an anderen Geschäften ausüben. Die Gesellschaft kann andere auch gleichartige oder ähnliche Unternehmen im Inund Ausland erwerben, sich an solchen beteiligen und Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte einzugehen, die der Förderung des vorgenannten Gegenstandes dienen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Spezialisierungs- sowie Umschulungsprozesse durchzuführen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Dienstleistungs- und Versorgungsleistungen zu erbringen und zu organisieren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claire Lepelletier
seit 20.3.2025
Geschäftsführer
Jan Van den Houte
seit 2.9.2022
Prokura
Sebastian Dr. Hanke
seit 26.8.2022
Geschäftsführer
Christine Stoffer
seit 17.12.2019
Prokura
Marika Fricke
seit 16.1.2018
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ALSTOM HOLDINGS S.A.
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ALSTOM Transport Deutschland GmbH
Germany
2.627.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALSTOM Drives GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

AKTIVA

EUR EUR 31.03.2023
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 2.277,40 1
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 58.261,74 70
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.349.932,05 1.563
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.873,17 214
4. Anlagen im Bau 758.053,10 233
2.324.120,06 2.079
2.326.397,46 2.080
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.689.496,95 10.531
2. Unfertige Erzeugnisse 10.652.432,31 9.754
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 35.408,00 112
32.377.337,26 20.397
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 618.227,87 583
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmer 36.479.092,93 75.128
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.014.111,45 1.507
45.111.432,25 77.218
77.488.769,51 97.615
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 73.533,22 0
79.888.700,19 99.695

PASSIVA

EUR EUR 31.03.2023
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.627.000,00 2.627
II. Kapitalrücklage 2.832.108,36 2.832
III. Gewinnvortrag 7.635.730,09 7.636
IV. Jahresüberschuss 0,00 0
13.094.838,45 13.095
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.000.696,79 10.266
2. Steuerrückstellungen 296.325,00 296
3. Sonstige Rückstellungen 27.712.601,16 25.222
38.009.622,95 35.784
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.960.736,61 9.525
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.623.831,73 41.152
3. Sonstige Verbindlichkeiten 199.670,45 140
davon aus Steuern EUR 109.974,39 (Vj. TEUR 106)
28.784.238,79 50.817
79.888.700,19 99.695

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

EUR EUR 01.01.2023- 31.03.2023
TEUR
1. Umsatzerlöse 50.888.286,84 8.226
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 898.201,31 1.671
Gesamtleistung 51.786.488,15 9.897
3. Sonstige betriebliche Erträge 522.304,61 2.511
davon aus Währungsumrechnung EUR 399.271,95 (Vj. TEUR 2)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -27.403.845,60 -6.316
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.132.335,75 -657
-30.536.181,35 -6.973
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.751.074,47 -2.067
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.317.824,55 -498
davon für Altersversorgung EUR 65.499,78 (Vj. TEUR 75)
-9.068.899,02 -2.566
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -419.521,73 -106
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.593.424,94 -3.572
davon aus Währungsumrechnung EUR 324.883,77 (Vj. TEUR 48)
2.690.765,72 -808
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 534.665,06 323
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 464.571,55 (Vj. TEUR 323)
davon aus der Abzinsung EUR 70.093,51 (Vj. TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -279.390,77 -90
davon an verbundene Unternehmen EUR 59.959,50 (Vj. TEUR 0)
davon aus der Abzinsung EUR 134.415,00 (Vj. TEUR 80)
255.274,29 233
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.946.040,01 -575
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0
12. Ergebnis nach Steuern 2.946.040,01 -575
13. Sonstige Steuern 0,00 -1
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung 2.946.040,01 -576
15. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn (Vj. erstatteter Verlust) -2.946.040,01 576
16. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ALSTOM Drives GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer HRB 76120 B.

Der vorliegende Abschluss des Geschäftsjahres vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der vorhergehende Jahresabschluss umfasst einen Zeitraum von drei Monaten (1. Januar 2023 bis 31. März 2023). Die Vorjahreszahlen sind folglich gegenüber dem aktuellen zwölf Monate umfassenden Geschäftsjahr innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Gliederung gegenüber dem Vorjahr ist unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Abschluss der Gesellschaft wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pool-System der ALSTOM Holdings S.A. sichergestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei den immateriellen Vermögensgegenständen beträgt drei Jahre.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wird, soweit abnutzbar, ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode mit Abschreibungsbeginn ab dem Monat des Zuganges angewendet (pro-rata-temporis).

Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Bauten werden über eine Laufzeit von sieben bis 40 Jahren, technische Anlagen und Maschinen über eine Laufzeit von drei bis 25 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über eine Laufzeit von ein bis zehn Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft wurden, werden analog § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG abgeschrieben. Die Gesellschaft nutzt auch für alle im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 angeschafften, selbständig nutzungsfähigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 das Wahlrecht, einen Sammelposten zu bilden. Dieser wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250 wurden sofort als Betriebsausgabe behandelt.

Bei Gegenständen des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen entsprechend § 253 Abs. 3 S. 5 HGB berücksichtigt, sofern die Voraussetzungen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorliegen. Sind die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 oder Satz 6 HGB entfallen, wird der niedrigere Wertansatz nicht mehr beibehalten.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die separat ausgewiesenen Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bilanziert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten wurden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der zurechenbare Anteil des Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt; Fremdkapitalkosten und anteilige Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften werden zunächst Abschreibungen auf die jeweiligen Bestände an unfertigen Erzeugnissen vorgenommen, soweit die erwarteten Verluste im Zusammenhang mit aktivierten Vermögensgegenständen stehen. Für darüber hinausgehende Verlustanteile werden Rückstellungen gebildet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt unter Berücksichtigung einer regelmäßig überprüften Schätzung der Gesamtkosten des Projektes bis zu dessen Fertigstellung sowie des Umsatzes des dem Projekt zugrunde liegenden Fertigungsauftrages ("Estimation at Completion").

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Geleistete Anzahlungen und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden nicht von der Gesamtsumme der Vorräte abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) verbundene(n) Unternehmen sind aus Gründen der Verbesserung der Aussagefähigkeit des Abschlusses unsaldiert dargestellt worden.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach handelsrechtlichen Grundsätzen unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rententrends sowie Fluktuations- und Sterbewahrscheinlichkeiten ermittelt. Als Bewertungsmethode wurde die projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) angewendet.

Den ermittelten Werten liegt unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ein Rechnungszinsfuß von 1,83 % zugrunde. Für diesen wurde im Geschäftsjahr der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet, der Vergleichszinssatz aus dem Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre beträgt 1,80 %. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 34 (Vj. TEUR 351) und unterliegt einer Ausschüttungssperre, jedoch aus Sicht der Gesellschaft keiner Abführungssperre. Die erwarteten Lohn-und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,9 % berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten-und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Altersteilzeit, denen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde liegen. Die Berechnungen basieren auf dem Altersteilzeitgesetz vom 23. Juli 1996 (Stand 10. Dezember 2014) und den diesbezüglichen Betriebsvereinbarungen und Einzelverträgen. Den ermittelten Werten liegt unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G ein Rechnungszinsfuß von 1,14 % zugrunde. Die erwarteten Lohn-und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,9% berücksichtigt. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G mit einem Rechnungszinsfuß von 1,8 % sowie erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,9 % bewertet.

Die Gesellschaft bildet den Aufwand für bestimmte Rückstellungen, bei deren Bildung die Zuordnung zu den einzelnen Aufwandsarten nicht von vornherein feststeht, im Wesentlichen für Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, für Garantieverpflichtungen sowie für fehlende Herstellkosten, in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung ab. Bei dem späteren tatsächlichen Eintritt des betreffenden Geschäftsvorfalls wird der entstandene Aufwand (Primäraufwand) als solcher in den jeweiligen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung, im Wesentlichen im Personalaufwand und im Materialaufwand, ausgewiesen.

Um den Aufwand nicht doppelt ergebniswirksam werden zu lassen, stellt die Gesellschaft gleichzeitig einen Ausgleichsposten, der dem Verbrauch der Rückstellungen entspricht, in die sonstigen betrieblichen Erträge ein.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Kurzfristige Forderungen sowie kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a Satz 2 HGB ohne Berücksichtigung des Anschaffungskosten- sowie Realisationsprinzips mit dem Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden aus Vereinfachungsgründen zum Stichtagskurs bewertet.

Die Gesellschaft ist als Organgesellschaft in den Organkreis der ALSTOM Transport Deutschland GmbH einbezogen. Effektive und latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin, der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 ist in einer gesonderten Übersicht (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Im Geschäftsjahr, wie auch im Vorjahr, erfolgten im Sachanlagevermögen keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Vorräte

Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird neben den projektspezifischen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auch das Lagermaterial für das Ersatzteilgeschäft der Gesellschaft ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen der ALSTOM-Gruppe in Höhe von TEUR 36.479 (Vj. TEUR 21.787) enthalten, davon im Wesentlichen gegenüber der ALSTOM Transportation Germany GmbH in Höhe von TEUR 27.904 (Vj. TEUR 16.654).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, alle kurzfristig.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben dargestellt die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 16.510; Vj TEUR 15.230), für Nachlaufkosten der Projekte (TEUR 8.257; Vj. TEUR 7.600), für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.135, Vj. TEUR 800) sowie für Personalaufwendungen und Abfindungen (TEUR 997; Vj. TEUR 1.243). Von dem Gesamtbetrag der Gewährleistungsrückstellung sind TEUR 7.951 langfristig (Vj. TEUR 8.581).

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 5.694 (Vj. TEUR 40.299). Darüber hinaus bestehen Cash Pooling Verbindlichkeiten gegenüber der ALSTOM Transport S.A. in Höhe von TEUR 3.699 (Vj. Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 52.765). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter, aus Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 2.946. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Haftungsverhältnisse § 251 HGB

Es bestehen keine, gemäß § 251 HGB angabepflichtigen, Haftungsverhältnisse der Gesellschaft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 60.103 (Vj. TEUR 54.911). Davon bestehen TEUR 16.379 gegen verbundene Unternehmen (Vj. TEUR 13.178).

Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Bestellobligo sowie bestehenden Mietverträgen für Immobilien.

Nicht in der Bilanz ersichtliche Geschäfte

Zu den bestehenden Operating Leasingverpflichtungen wird auf den Abschnitt "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" verwiesen. Die positiven Auswirkungen auf die Finanzlage ergeben sich aufgrund eines verminderten Liquiditätsbedarfs im Zeitpunkt des Beginns des zivilrechtlichen Leasingvertrages gegenüber einer Anschaffung mit einem erhöhten Liquiditätsbedarf im Zeitpunkt der Investition.

Zur Verlängerung der Zahlungsziele gegenüber ihren Lieferanten hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 eine Vereinbarung ("Paying Agency Agreement") mit der BNP Paribas S.A., Paris (Frankreich), als "Payment Agent" getroffen, nach der die Bank auf Anforderung der Gesellschaft für Zahlungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten bei Fälligkeit eintritt.

Zum Bilanzstichtag betragen die Verbindlichkeiten, die unter diese Vereinbarungen fallen, TEUR 2.627 (Vj. TEUR 1.458).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse weisen folgende Zusammensetzung auf:

2024
TEUR
2023
TEUR
Inland 44.513 6.242
Ausland 6.376 1.984
Summe Umsatzerlöse 50.888 8.226

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Umsätze mit der ALSTOM Transportation Germany GmbH (TEUR 40.102; Vj. TEUR 5.764).

Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Bestandsveränderung entspricht der Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen zwischen dem Abschlussstichtag des Geschäftsjahres und dem Schlussbilanzwert des Vorjahres.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Kursgewinnen (TEUR 399; Vj. TEUR 2).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Fremdleistungen (TEUR 2.311, Vj. TEUR 473), Konzernumlagen (TEUR 1.655, Vj. TEUR 1.367), Mieten, Pachten, Lizenzen und Leasing (TEUR 1.078, Vj. TEUR 217), Ausgangsfrachten und Zöllen (TEUR 662, Vj. TEUR 290) zusammen.

Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen saldierte Aufwendungen zu den Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 1.298, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 661 und Rückstellungen für nachlaufende Kosten in Höhe von TEUR 657 enthalten.

Die Gesellschaft bildet den Aufwand für bestimmte Rückstellungen, bei deren Bildung die Zuordnung zu den einzelnen Aufwandsarten nicht von vornherein feststeht, im Wesentlichen für Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, für Garantieverpflichtungen sowie für fehlende Herstellkosten, in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung ab. Bei dem späteren tatsächlichen Eintritt des betreffenden Geschäftsvorfalls wird der entstandene Aufwand (Primäraufwand) als solcher in den jeweiligen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung, im Wesentlichen im Personalaufwand und im Materialaufwand, ausgewiesen.

Um den Aufwand nicht doppelt ergebniswirksam werden zu lassen, stellt die Gesellschaft gleichzeitig einen Ausgleichsposten, der dem Verbrauch der Rückstellungen entspricht, in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein. Dies stellt eine Änderung aufgrund der Umstellung auf das SAP GSI System in der Ausweisstetigkeit dar, ausschließlich in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Aufwand aus Ergebnisübernahme

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter, einen Aufwand aus der Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 2.946 aus.

Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an:

Matthias Günter Keller Geschäftsführung, Project Management, Operation und Transformation
Gottfried Schleich Geschäftsführung, Bereich Finance
Dr. Sebastian Hanke Geschäftsführung, Bereich Legal

Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge aktiver Organmitglieder wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge von ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 25 (Vj. TEUR 6). Die Höhe der Pensionsrückstellung für aktuelle und ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung belief sich zum 31. März 2024 auf TEUR 497 (Vj. TEUR 502). Kreditvergaben bzw. Vorschusszahlungen an Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht gewährt.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2024 2023
Angestellte 67 63
Gewerbliche Arbeitnehmer 42 35
Auszubildende 3 1
112 99

Berechnetes Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der ALSTOM S.A., Saint-Ouen, Paris (Frankreich), offengelegt. Die Gesellschaft nimmt die Erleichterung nach § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB in Anspruch.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen § 285 Abs. 21 HGB

Die Gesellschaft tätigte im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die ALSTOM Drives GmbH, Berlin, ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der ALSTOM Holdings S.A., Saint-Ouen-sur-Seine, Paris (Frankreich), welche wiederum eine Tochtergesellschaft der ALSTOM S.A., Saint-Ouen-sur-Seine, Paris (Frankreich) ist. Von der ALSTOM S.A., Saint-Ouen-sur-Seine, Paris (Frankreich), wird ein Konzernabschluss auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, in den die Gesellschaft für den kleinsten und größten Kreis sowie ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden.

Der Konzernabschluss wird in englischer Sprache über die ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter als Mutterunternehmen der Gesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

 

Berlin, 28. Februar 2025

ALSTOM Drives GmbH

Matthias Günter Keller

Gottfried Schleich

Dr. Sebastian Hanke

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.04.2023 - 31.03.2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Umgliederung
EUR
31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 184.435,68 1.300,24 0,00 -52.582,40 0,00 133.153,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 178.233,57 0,00 -3.167,00 -23.607,49 0,00 151.459,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.447.835,27 0,00 0,00 -1.070.351,21 223.115,17 9.600.599,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.331.372,26 8.188,02 0,00 -238.215,17 -222.443,17 878.901,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 232.785,72 273.046,13 0,00 0,00 252.221,25 758.053,10
12.190.226,82 281.234,15 -3.167,00 -1.332.173,87 252.893,25 11.389.013,35
12.374.662,50 282.534,39 -3.167,00 -1.384.756,27 252.893,25 11.522.166,87
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Umgliederung
EUR
31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software -183.786,68 -1.085,27 0,00 53.995,83 0,00 -130.876,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -108.314,57 -11.657,26 3.167,00 23.607,49 0,00 -93.197,34
2. Technische Anlagen und Maschinen -8.885.096,59 -365.280,26 0,00 1.198.420,52 -198.710,85 -8.250.667,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.117.562,26 -41.498,94 0,00 239.320,94 198.711,17 -721.029,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-10.110.973,42 -418.436,46 3.167,00 1.461.348,95 0,32 -9.064.893,61
-10.294.760,10 -419.521,73 3.167,00 1.515.344,78 0,32 -9.195.769,73
Buchwerte
31.03.2024
EUR
31.03.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 2.277,40 649,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 58.261,74 69.919,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.349.932,05 1.562.738,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.873,17 213.810,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 758.053,10 232.785,72
2.324.120,06 2.079.253,40
2.326.397,46 2.079.902,40

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell und Einbindung in den ALSTOM-Konzern

Die ALSTOM Drives GmbH, Berlin, (nachfolgend ALSTOM Drives oder Gesellschaft) ist seit 2021 ein Teil der weltweit im Bahngeschäft tätigen ALSTOM-Gruppe. Die Gesellschaft ist am Standort Hennigsdorf tätig und hat ihren Sitz in Berlin.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht aus der Herstellung von Motoren und Getrieben von weltweit genutzten Plattformkonzepten mit einem definierten Einsatzspektrum in verschiedenen Regionen. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit bringt die Drives in der DACH-Region einen Teil der personellen Ressourcen sowie Fertigungskapazitäten in die ALSTOM-Gruppe ein. Die Gesellschaft ist auf Grund dessen von technischer Bedeutung für die Umsetzung der Gruppenstrategie und für die Erreichung der Gruppenziele. Die Gesellschaft nimmt auch weiterhin eine wichtige Stellung im ALSTOM Konzern ein.

Die direkten Kunden der Gesellschaft sind fast ausschließlich andere Gesellschaften der ALSTOM-Gruppe.

Da der vorhergehende Jahresabschluss als Rumpfgeschäftsjahr einen Zeitraum von drei Monaten umfasst (01. Januar 2023 bis 31. März 2023), gegenüber dem aktuellen zwölf Monate umfassenden Geschäftsjahr, sind die Zahlen des Geschäftsjahres innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Zahlen des Vorjahres (Rumpfgeschäftsjahr) nur eingeschränkt vergleichbar.

1.2 Forschung und Entwicklung

Auch im Geschäftsjahr erfolgten Aktivitäten in Bezug auf Forschung und Entwicklung mit dem Ziel der Effizienzsteigerung und einer damit einhergehenden Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen im Geschäftsjahr bei insgesamt TEUR 382 (Vj. TEUR 527), die sich im Wesentlichen verteilen auf TRAXX MS3 (TEUR 195), Drive Motors (TEUR 122) sowie Bogies (TEUR 64). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entsprechen 0,75 % des im Geschäftsjahr 2023/2024 von der Gesellschaft erzielten Umsatzes (Vj. 6,4 %). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind somit gegenüber dem Vorjahr um 5,65 Prozentpunkte gesunken.

ALSTOM Drives GmbH als Teil der ALSTOM-Gruppe bekennt sich zu Wertschöpfung durch Innovation. Unseren Kunden können so vorteilhafte Lösungen zu reduzierten Kosten angeboten werden. Innovationen bieten die Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, und begünstigen die Erschließung neuer Aufträge bzw. Märkte.

Anfang Juli 2021 hat ALSTOM mit "ALSTOM in Motion 2025" (AiM) einen erweiterten Strategieplan vorgestellt, der das Ziel verfolgt, weltweit führend bei grüner und smarter Mobilität zu sein. AiM 2025 ist die Referenz, die die wichtigsten Prioritäten für das Unternehmen festlegt und alle geschäftlichen Aktivitäten für die kommenden Jahre prägt.

AiM basiert auf drei Säulen:

Wachsen - indem wir Kunden größten Wert bieten

Innovation - als Vorreiter für smarte und grüne Mobilität

Realisieren - maßgeschneiderte Lösungen, effizient und digital gestützt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Marktumfeld

Investitionen in die Bahninfrastruktur erfolgen weltweit in der Regel nach langfristigen Entscheidungsprozessen. Kurzfristige konjunkturelle Entwicklungen spiegeln sich deshalb nur bedingt in den Absatzmärkten der Bahnindustrie wider. Der Markt für Bahntechnologie zeigt seit Jahren eine stetig wachsende Tendenz - eine Folge der weltweit steigenden Nachfrage nach umweltfreundlicher, sicherer und wirtschaftlicher Mobilität für Menschen und Güter. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderen Megatrends wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und insbesondere ein steigendes Umweltbewusstsein. Unterstützend dazu werden weltweit Investitionsprogramme zur Förderung des Verkehrsträgers Bahn aufgesetzt. Deutschland hatte beispielsweise im Jahr 2020 das Programm "Starke Schiene" verabschiedet und mit der Deutschen Bahn vereinbart, das unter anderem sich die Fahrgastzahlen im Fernverkehr auf über 260 Mio. verdoppeln sollen, sowie zusätzlich eine Milliarde zusätzliche Kunden im Nahverkehr hinzugewonnen werden sollen. Darüber hinaus wurde im März 2023 die Einführung eines sogenannte Deutschlandtickets für den öffentlichen Personennahverkehr beschlossen. Die dafür notwendigen Kapazitätsanpassungen bedingen erhebliche Neubeschaffungen in sämtlichen Bereichen, u.a. neben Fern- und Nahverkehrszügen auch bei S-Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen. Infolgedessen hat die Deutsche Bahn im Juni 2023 weitere 45 Mrd. EUR zusätzlichen Investitionsbedarf bis zum Jahr 2027 angemeldet. 1 Dies ist umso bemerkenswerter vor dem Hintergrund der ohnehin bereits stark gestiegenen jährlichen Brutto-Investitionen der Deutschen Bahn um 17,5 % von EUR 13,1 Mrd. (2019) auf EUR 15,4 Mrd. im Jahr 2022. 2

1 Veröffentlichung Bundesregierung vom 07.06.2023 "Zügigere Investitionen nun möglich"
2 Deutsche Bahn - Integrierter Bericht 2022, S. 99/298

Marktentwicklung

Der Schienenmarkt bleibt robust und widerstandsfähig, mit starken Wachstumschancen und positiven Aussichten, die vor allem von langfristigen günstigen Megatrends im Bahnbereich getragen werden. Die Nachfrage nach energieeffizienter und dekarbonisierter Mobilität wächst und der Schienenverkehr hat die besten Voraussetzungen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Digitalisierung, Gesundheit und Sicherheit sowie Umweltbewusstsein werden weiterhin zu einer wachsenden Nachfrage nach nachhaltigem öffentlichem Verkehr führen, was langfristige öffentliche Ausgaben für Infrastruktur- und Mobilitätslösungen erfordert.

Im September 2022 bestätigte der Verband der europäischen Eisenbahnindustrie (UNIFE) in seiner alle zwei Jahre stattfindenden globalen Marktstudie für den Schienenverkehr seine positiven Aussichten für die globale Eisenbahnindustrie. Die Studie geht davon aus, dass der gesamte, zugängliche Schienenverkehrsmarkt in der DACH Region mit einem CAGR (Compound Annual Growth Rate) von 6,2 % weiterwachsen wird. Der für die ALSTOM Transportation Germany GmbH relevante und zugängliche Schienenverkehrsmarkt in der DACH Region wird mit einem CAGR von 3,7 % voraussichtlich immer noch relativ stark wachsen. Die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den Schienenverkehrsmarkt wurden in der Studie auf der Grundlage von Beiträgen verschiedener Mitglieder und von UNIFE Studieninterviews angemessen berücksichtigt.

2.2 Geschäftsverlauf

Die für die Steuerung des Geschäfts wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die einen Bezug zum handelsrechtlichen Jahresabschluss aufweisen, sind der Auftragseingang, die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ergebnis vor Steuern, vor Finanzergebnis sowie vor Beteiligungsergebnis). Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht wesentlich zur Unternehmenssteuerung herangezogen.

Am 21. Oktober, 2023 wurde das Vorgängersystem DWA in das neue ERP System GSI migriert.

Der Auftragseingang der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf TEUR 96.807 und liegt damit deutlich über den Erwartungen von TEUR 54.500. Es wurden vor allem Nachfolgeaufträge im High-Power-Bereich (Railpool, Crossrail, Northrail und Mercitalia) gewonnen. Der Auftragseingang im After Sales Bereich lag ebenfalls deutlich über den Erwartungen.

Die größten Auftragseingänge waren für Traxx Projekte (TEUR 9.200), Crossrail (TEUR 3.500), C30 (TEUR 3.400), BVG (TEUR 2.300) sowie Service für Aufträge (TEUR 22.000) zu verzeichnen.

Bei den Umsatzerlösen, die im Geschäftsjahr 2023/2024 bei TEUR 50.888 lagen, wurden die Erwartungen von TEUR 55.000 bis TEUR 60.000 nicht erreicht. Fehlender Umsatz durch Projektverschiebungen konnte durch neue, nicht geplante Aufträge, wie Service Aufträge, nur zum Teil ausgeglichen werden. Die größten Umsatzprojekte waren Traxx Lokomotive (TEUR 11.336), Mercitalia (TEUR 3.663), Metro Stockholm (TEUR 2.482) sowie Services (TEUR 8.762).

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit der Gesellschaft (Ergebnis vor Steuern und vor Finanzergebnis sowie vor Beteiligungsergebnis) im Geschäftsjahr 2023/2024 erhöhte sich auf TEUR 2.691 und lag damit unter den Erwartungen, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Der Wert für die vergleichbare Vorjahresperiode (Rumpfgeschäftsjahr hochgerechnet auf 12 Monate) beträgt TEUR -3.234, so dass das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit im aktuellen Geschäftsjahr um TEUR 5.925 über dem des vergleichbaren Vorjahres lag.

Die Erhöhung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit im Geschäftsjahr ist auf eine Erhöhung der Umsatzerlöse zum vergleichbaren hochgerechneten Vorjahreszeitraum um TEUR 17.983, bei einer gleichzeitigen Reduzierung des Personalaufwandes um TEUR 1.194, sowie um TEUR 4.695 reduzierten sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen. Auf der anderen Seite wirkte sich eine um TEUR 5.786 reduzierte Bestandsveränderung, die Erhöhung des Materialaufwands um TEUR 2.645 sowie die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 9.521 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum negativ auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit aus.

Die Entwicklung der Gesellschaft in den letzten drei Jahren ist, auch für weitere Kennzahlen, in der nachfolgenden Tabelle anhand von Kennziffern dargestellt.

2023/2024 Rumpfgeschäftsjahr 2023 2022 2021
Auftragseingang TEUR 96.807 17.885 39.172 57.922
Auftragsvorlage TEUR 193.300 135.602 127.155 129.594
Umsatzerlöse TEUR 50.888 8.226 44.723 46.754
Gesamtleistung TEUR 51.786 9.897 42.750 38.347
Materialaufwand TEUR 30.536 6.973 26.108 20.330
von Gesamtleistung % 59,0 70 61 53
Personalaufwand TEUR 9.069 2.566 8.586 8.116
von Gesamtleistung % 18 26 20 21
Umsatzerlöse je Mitarbeiter * TEUR 467 83 466 514
Jahresüberschuss TEUR n/a n/a 6.435 n/a
Ergebnis vor Ergebnisübernahme/ Ergebnisabführung TEUR 2.946 -576 n/a 1.369.418
Eigenkapital TEUR 13.095 13.095 13.095 1.006.660
von Gesamtkapital % 16 13 13 22

* Durchschnittliche Mitarbeiterzahlen ohne Auszubildende

2.3 Lage der Gesellschaft

Auftragslage

Der Auftragseingang der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf TEUR 96.807 und liegt damit deutlich über den Erwartungen von TEUR 54.500. Es wurden vor allem Nachfolgeaufträge im High-Power-Bereich (Railpool, Crossrail, Northrail und Mercitalia) gewonnen. Der Auftragseingang im After Sales Bereich lag ebenfalls deutlich über den Erwartungen. Die größten Auftragseingänge waren für Traxx Projekte (TEUR 9.200), Crossrail (TEUR 3.500), C30 (TEUR 3.400), BVG (TEUR 2.300) sowie Service für Aufträge (TEUR 22.000) zu verzeichnen.

Die Auftragsvorlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 beläuft sich auf TEUR 193.300. Damit reicht die Auftragsvorlage, basierend auf der für ein komplettes Geschäftsjahr hochgerechneten Gesamtleistung, für rund 4 Geschäftsjahre (Vj. rund 3 Geschäftsjahre).

Ertragslage

Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023/2024 liegt bei TEUR 50.888. Die größten Umsatzprojekte waren Traxx Lokomotive (TEUR 11.336), Mercitalia Traxx DC3 (TEUR 3.663) und Metro Stockholm (TEUR 2.482).

Der Anteil der Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen liegt im Geschäftsjahr bei 94,9 % bzw. TEUR 48.306 (Vj. 93,9 % bzw. TEUR 7.727). Das Geschäft der Gesellschaft mit externen Dritten aus dem Ausland liegt bei 0,19 % bzw. TEUR 98 (Vj. 0,28 % bzw. TEUR 23). Die restlichen Umsatzerlöse entfallen auf Umsätze mit Dritten im Inland.

Der Anteil des Umsatzes mit der ALSTOM Transportation Germany GmbH am Gesamtumsatz ist von 68 % im Rumpfgeschäftsjahr 2023/2024 auf 79 % im Geschäftsjahr 2023/2024 angestiegen (TEUR 40.102; Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 5.605).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Verhältnis zur Gesamtleistung bei 1,0 % (Vj. 25,4%). Der wesentlichste Posten in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres waren Kursgewinne (TEUR 399).

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist mit 59,0 % gegenüber dem Vorjahr (70,5 %) gesunken. Absolut hat sich der Materialaufwand jedoch um TEUR 2.645 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Rumpfgeschäftsjahr hochgerechnet auf 12 Monate) erhöht. Die reduzierte Materialaufwandsquote steht auch mit dem Bestandsabbau bei den Vorräten aufgrund von Projektverschiebungen in Verbindung. In Abhängigkeit der Fertigungsfortschritte der einzelnen Projekte kann das Verhältnis des Materialaufwandes zur Gesamtleistung in den Geschäftsjahren schwanken.

Die Personalaufwandsquote reduzierte sich im Vergleich zur Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 17,5 % (Vj. 25,9 %). Die reduzierte Personalaufwandsquote erklärt sich im Wesentlichen aus der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Gesamtleistung. Absolut hat sich die Gesamtleistung um TEUR 12.198 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Rumpfgeschäftsjahr hochgerechnet auf 12 Monate) erhöht. Im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung hat die Gesellschaft zusätzlich Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit beschlossen. Hierzu wurden Initiativen zur Anpassung der industriellen Infrastruktur an die zukünftige Auslastung und das jeweilige Standortkonzept eingeleitet. Diese Aktivitäten verfolgen allesamt das Ziel, die Kostenstruktur der Gesellschaft nachhaltig zu verbessern sowie die Produktivität und Flexibilität zu steigern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.593 reduzierten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um TEUR 4.695, im Wesentlichen bedingt durch die Entwicklung der Rückstellungen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Aufwendungen aus Garantierückstellungen iHv. TEUR 1.298 enthalten (im hochgerechneten Vergleichszeitraum TEUR 4.384) sowie Aufwendungen aus der Zuführung für ausstehende Rechnungen TEUR 661 (im hochgerechneten Vergleichszeitraum TEUR 3.108). Im Vergleich dazu erhöhten sich die Aufwendungen für Fremdleistungen um TEUR 257 auf TEUR 2.310. Des Weiteren höhten sich die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Zölle um TEUR 281 auf TEUR 662 sowie die Aufwendungen für Leasing und Miete um TEUR 210 auf TEUR 1.078 gegenüber dem Vergleichszeitraum.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ergebnis vor Steuern sowie vor Finanzergebnis) erhöhte sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um TEUR 5.925 auf TEUR 2.691 (Vj. TEUR - 3.234). Die Erhöhung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit im Geschäftsjahr ist auf eine Erhöhung der Umsatzerlöse zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum um TEUR 17.983, bei einer gleichzeitigen Reduzierung des Personalaufwandes um TEUR 1.194, sowie um TEUR 4.695 reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Auf der anderen Seite wirkte sich eine um TEUR 5.786 reduzierte Bestandsveränderung, die Erhöhung des Materialaufwands um TEUR 2.645 sowie die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 9.521 zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum negativ auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit aus.

Das Zinsergebnis verschlechterte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um TEUR 677 auf TEUR 255. Die Zinserträge in Höhe von TEUR 535 entfallen im Wesentlichen auf verbundene Unternehmen und betreffen Zinserträge, die auf das Cash-Pool Guthaben der Gesellschaft entfallen. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 279 resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (TEUR 134) sowie Zinsaufwendungen gegenüber verbundene Unternehmen (TEUR 60).

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlungen der beteiligten Unternehmen vom 22. März 2023 wurde dem am selben Tag geschlossenen Gewinnabführungsvertrag zwischen der ALSTOM Drives GmbH als Organgesellschaft und der ALSTOM Transport Deutschland GmbH als Organträgerin zugestimmt. Der Gewinnabführungsvertrag wurde am 27. März 2023 in das für die Gesellschaft zuständige Handelsregister eingetragen. Der Gewinnabführungsvertrag wurde somit erstmals wirksam für das Geschäftsjahr der Gesellschaft vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023.

Insofern hat die ALSTOM Transport Deutschland GmbH den im Geschäftsjahr 2023/2024 entstandenen Gewinn von TEUR 2.946 übernommen, so dass die ALSTOM Drives GmbH einen Jahresüberschuss von TEUR 0 ausweist.

Vermögenslage

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung der Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte. Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind als langfristig behandelt.

31.03.2024
TEUR
31.03.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
Anlagevermögen 2.326 2.080 246
Vorratsvermögen 32.377 20.397 11.980
Kurzfristiges Vermögen 45.185 77.218 -32.033
79.889 99.695 -19.806
Eigenkapital 13.095 13.095 0
Langfristiges Fremdkapital 18.214 19.143 -929
Kurzfristiges Fremdkapital 48.580 67.457 -18.877
79.889 99.695 -19.806

Der Buchwert der Anlagen und Maschinen erhöhte sich von TEUR 2.080 im Vorjahr auf TEUR 2.326, im wesentlichen bedingt durch ein höheres Volumen an Neuinvestitionen. Die Anlagen im Bau erhöhten sich um TEUR 525 auf TEUR 758.

Der Vorratsbestand an unfertigen Erzeugnissen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 898 auf TEUR 10.652 erhöht. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betrugen TEUR 21.689 (Vj. TEUR 10.531).

Das kurzfristige Vermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert und enthält Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 36.479 (Vj. TEUR 21.787) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 618 (Vj. TEUR 583) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 8.014 (Vj. TEUR 1.507).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen der ALSTOM-Gruppe in Höhe von TEUR 36.479 (Vj. TEUR 75.128) enthalten, davon im Wesentlichen gegenüber der ALSTOM Transportation Germany GmbH in Höhe von TEUR 27.904 (Vj. TEUR 16.654).

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgrund der Gewinnübernahme durch die Gesellschafterin unverändert zum Vorjahr und beträgt zum Stichtag TEUR 13.095. Die Eigenkapitalquote liegt bei 16 %.

Die Verringerung des langfristigen Fremdkapitals um TEUR 929 beruht vornehmlich auf geringeren, langfristigen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 7.917; Vj. TEUR 8.582).

Das kurzfristige Fremdkapital zeigt folgende Entwicklung:

31.03.2024 31.03.2023
TEUR % vom Gesamtkapital TEUR % vom Gesamtkapital
Sonstige Rückstellungen 19.796 24,8% 16.640 16,7%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.961 16,2% 9.525 9,6%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.624 19,6% 41.152 41,3%
Sonstige Verbindlichkeiten 199,67 0,2% 140 0,1%
Summe kurzfristiges Fremdkapital 48.580 60,8% 67.457 67,7%

Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich um TEUR 18.877 gegenüber dem Vorjahr. Im Wesentlichen ist diese Reduzierung bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auszumachen (TEUR 15.624, Vj. TEUR 41.152). Der Rückgang der Verbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit der Rückzahlung von erhaltenen Anzahlungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Dem gegenüber erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.436 sowie der sonstigen Rückstellungen um TEUR 3.156 im Einklang mit einem gestiegenen Vorratsvermögen.

Finanzlage

Die Gesellschaft weist, wie im Vorjahr, keine Geld- oder Bankguthaben aus.

Die Gesellschaft verfügt über keine eigenen Kreditlinien bei Kreditinstituten. Die benötigten Finanzmittel werden vollständig über das Cash Management des ALSTOM-Konzerns bereitgestellt. Die unterjährigen Salden auf dem Cashpoolkonto wurden mit durchschnittlich 3,9 % (ESTER = Euro Short-Term Rate) sowie unter Berücksichtigung einer Marge des Treasury Centers verzinst.

In der Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden zum Ende des Geschäftsjahres Cashpooling Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.699 (Vj. Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 52.765) ausgewiesen, die gemäß dem bestehenden Cash-Pool-Vertrag unmittelbar der ALSTOM Konzern-Treasury (ALSTOM Holdings S.A., Saint-Ouen-sur-Seine, Paris (Frankreich)) belastet wurden. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Finanzposition der liquiden Mittel im Rahmen des Cash-Pools somit um TEUR 56.464 reduziert. Die Cashpooling Verbindlichkeiten zum Stichtag sind im wesentlichen auf die Rückzahlung von erhaltenen Anzahlungen an die ALSTOM Transportation Germany GmbH zurückzuführen.

Die Gesellschaft hat zum Stichtag keine Fremdkapitalmittel in Anspruch genommen.

Die Finanzlage der Gesellschaft im Berichtsjahr ist durch die Finanzierungsmöglichkeiten und die Bereitstellung finanzieller Mittel im Konzernverbund der ALSTOM-Gruppe weiterhin als stabil zu bezeichnen.

Für den Zeitraum vom 1. April 2024 bis 30. Juni 2025 wurde ein kurzfristiger Finanzierungsbedarf identifiziert. Dieser ist inzwischen vollständig ausgeglichen.

Dieser Finanzierungsbedarf sowie die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft wird durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pool-System der ALSTOM Holdings S.A. sichergestellt. Darüber hinaus besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, so dass mögliche Verluste in der Zukunft durch die Gesellschafterin ausgeglichen werden.

Die Transaktionen der Gesellschaft werden weitestgehend in Euro abgewickelt.

Die Gesellschaft erfährt durch die Liquiditätssteuerung des Konzernverbundes der ALSTOM-Gruppe einen hohes Maß an Flexibilität. So können bei Bedarf die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen regelmäßig erhöht und verlängert werden. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 2.946 erzielt. Das positive Ergebnis ist im wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen. So erzielte die ALSTOM Drives GmbH ein positives Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit. Gleichzeitig erzielte die Gesellschaft ein positives Zinsergebnis.

Die zum Ende des Geschäftsjahres bestehende Auftragsvorlage von rund vier Jahren im Vergleich zur Gesamtleistung sorgt für eine Planungssicherheit bei der Gesellschaft.

Trotz eines identifizierten Finanzierungsbedarfs bei der Gesellschaft ist durch die Finanzierungsmöglichkeiten und die Bereitstellung finanzieller Mittel im Konzernverbund der ALSTOM-Gruppe die Finanzlage der Gesellschaft weiterhin stabil. Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 zufrieden.

Mitarbeiter

Zum 31. März 2024 waren 110 Mitarbeiter und Auszubildende in der Gesellschaft beschäftigt (31. März 2023: 100 Mitarbeiter und Auszubildende).

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat im November 2024 erneut Stellung zu der Konjunkturprognose für die Jahre 2024 und 2025 genommen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat hierbei sein Jahresgutachten 2024/2025 vorgelegt. Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat in seiner Stellungnahme vom 13. November 2024, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 % im Jahr 2024 und um 0,4 % im Jahr 2025 wachsen wird. Die Verbraucherpreisinflation beträgt im Jahr 2024 nach Einschätzung des Sachverständigenrates 2,2 % und wird im Jahr 2025 bei 2,1 % liegen. Nach Einschätzung des Sachverständigenrates hat die Inflation ihren Hochpunkt vom Herbst 2022 überschritten. Darüber hinaus kommt die Inflation jedoch zunehmend in der Breite der Wirtschaft an. Die gestiegenen Erzeugerpreise und die zu erwartenden Lohnsteigerungen dürften die Verbraucherpreisinflation noch bis in das kommende Jahr hinein hochhalten. Erst im Jahr 2025 dürfte die Teuerungsrate mit 2,1 % dem Zielwert der Europäischen Zentralbank wieder nahe kommen. Der kurzfristige Ausblick auf die deutsche Wirtschaft hat sich aufgrund einer vorerst stabilisierten Energieversorgungslage und gesunkener Großhandelspreise leicht aufgehellt.

Die anhaltende Schwächephase der deutschen Wirtschaft hat den Arbeitsmarkt erreicht. In den vom schwachen Wachstum besonders betroffenen Bereichen verarbeitendes Gewerbe und Bau war der Anstieg der Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich. Zudem zeigt der Rückgang der offenen Stellen eine sinkende Einstellungsbereitschaft der Unternehmen. In der Folge ist die gesamtwirtschaftliche Arbeitslosenquote im Vergleich zu März 2023 um 0,7 Prozentpunkte angestiegen und liegt im Januar 2025 bei 6,4 %.

Die Bundesregierung stellt in ihrer Herbstprojektion fest, dass aufgrund der hohen Unsicherheit die weitere wirtschaftliche Entwicklung und die Verlangsamung des Reallohnwachstums dazu führen dürften, dass von der Konsumnachfrage auch im Prognosezeitraum nur schwache Wachstumsimpulse ausgehen werden.

In diesem Zusammenhang geben wir, basierend auf unserer Budgetplanung, folgende Prognosen ab:

Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2024/2025, welches am 31.03.2025 endet, mit einem Auftragseingang von ca. TEUR 14.600 sowie für das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einem Auftragseingang von TEUR 48.800. Der relativ geringe Auftragseingang für das Geschäftsjahr 2024/2025 ist vor allem bedingt durch die Stornierung eines Altauftrages aus dem Bereich Traxx Lokomotive in Höhe von TEUR 30.856. Da sich der Service Markt weiterhin positiv entwickelt, geht die Gesellschaft davon aus in diesem Bereich einen weiter steigenden Auftragseingang zu verzeichnen.

Bei den Umsatzerlösen erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von TEUR 75.000 sowie für das Geschäftsjahr 2025/2026 in einer Bandbreite zwischen TEUR 70.000 bis TEUR 80.000 bewegen.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024/2025 sowie für das Geschäftsjahr 2025/2026 gehen wir davon aus, dass die Gesellschaft ein deutlich positiveres Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit erzielen wird, welches jeweils über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/2024 liegt.

Auch für das Geschäftsjahr 2024/2025 gehen wir davon aus, dass weitere Investitionen in den Schienenverkehr getätigt werden. Dies ist bedingt durch anhaltend steigende Fahrgastzahlen, die eine schnelle Erneuerung der Flotten notwendig machen. In Anbetracht der Positionierung der Gesellschaft auf dem Schienenverkehrsmarkt, gerade in Bezug auf die Produkte TRAXX-Lokomotiven, FLEXITY Straßenbahn und den einhergehenden Service Markt, rechnet die Gesellschaft in der mittelfristigen Planung mit einer weiterhin positiven Entwicklung der Ertragslage.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Das weiter wachsende nationale und internationale Verkehrsaufkommen und der daraus resultierende steigende Bedarf der Verkehrsgesellschaften an Schienenfahrzeugen und Serviceleistungen bieten der Gesellschaft zahlreiche Chancen, bergen aber auch die Gefahr von Risiken.

Risikobericht

Um den möglichen Risiken entgegen zu wirken, ist die Gesellschaft in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden, welches mit geeigneten Instrumenten nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft minimiert.

Die aktuell weiterhin bedeutsamsten Risiken, denen sich die Gesellschaft gegenübersieht, resultieren weiterhin aus den makroökonomischen Faktoren, wie hohe Energiepreise, Störungen der Lieferketten sowie der sich verstärkende Fachkräftemangel. Risiken für die Gesellschaft können sich auch aus dem Ergebnis der Wahl in den Vereinigten Staaten auf die Gesellschaft ergeben.

Negative Auswirkungen können resultieren aus einer Verschärfung der restriktiven US-Handelspolitik, da die zu erwartenden Zollanhebungen auf Importe in die Vereinigten Staaten die wirtschaftliche Entwicklung in der Welt insgesamt und insbesondere in den Ländern USA, China und Deutschland bremsen könnten. In Bezug auf das globale Bruttoinlandsprodukt könnte sich mittelfristig ein Rückgang um 0,5 bis 2,3 Prozent ergeben, für das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland könnte mittelfristig ein Rückgang zwischen 0,01 und 1,4 Prozent hieraus die Folge sein (Deutscher Bundestag Parlamentsnachrichten: Wirtschaftsausschuss hib 783/2024).

Bedingt durch diese Risiken kann es zu Produktionsverzögerungen bei der Gesellschaft kommen. Grundsätzlich ist die Gesellschaft aufgrund ihres Geschäftsmodells in der Lage, Produktionsverzögerungen in späteren Perioden wieder nachzuholen. Wirtschaftliche Auswirkungen aus gegebenenfalls entstehenden Lieferverzögerungen sind von Klauseln in den Abnahmeverträgen, welche Ausnahmen für Fälle von höherer Gewalt beinhalten, überwiegend abgedeckt.

Der wesentliche Teil des operativen Geschäftes ist die Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von Motoren und Getrieben für Schienenfahrzeuge mit mehrjährigen Vertragslaufzeiten. Diese mehrjährigen Laufzeiten können zusätzliche Risiken verursachen, die durch erhöhte Unsicherheiten aufgrund der mit zunehmendem Prognosehorizont im Rahmen von Projektplanungen abnehmender Planungspräzision einhergehen können. Diese Risiken können sich z.B. in den Bereichen der Forschung und Entwicklung, Beschaffung und Fertigung auswirken und zu ungeplanten Mehrkosten, Änderungen von Preisniveaus im Zeitablauf, Terminschwierigkeiten, Auslastungsschwankungen sowie der Notwendigkeit einer Finanzierung des gebundenen Kapitals führen. Darüber hinaus können Risiken im Zusammenhang mit der Zulassung von Fahrzeugtypen sowie der Auslieferung an Kunden zu vergleichbaren Auswirkungen führen.

Vorstehend genannte Risiken können im Laufe eines Projektes zu nicht unerheblichen Abweichungen tatsächlicher Kosten gegenüber geplanten Kosten führen. Daher gilt die besondere Aufmerksamkeit der Unternehmensleitung der Auftragsverfolgung durch alle mit der Projektabwicklung betrauten Bereiche und der Bewertung von Auftragsrisiken von der Angebotsphase bis zum Auftragsende. Wesentliche Instrumente sind eine zeitnah mitlaufende Kalkulation und eine permanente Risikobeurteilung. Hierbei erkennbare Belastungen werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Die sich gegebenenfalls bei mehrjährigen Lieferverträgen ergebenden Preisänderungsrisiken auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt werden zum Teil durch vertraglich fixierte Preisgleitformeln mit Lieferanten und Kunden minimiert.

Auslastungsrisiken können sich durch die Vergabeentscheidungen wichtiger Kunden ergeben. Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist eng mit der Geschäftsentwicklung der ALSTOM Transportation Germany GmbH, Berlin, als wesentlichstem Kunden verbunden. Die Mitigation des Auslastungsrisikos erfolgt durch die Kapazitätsplanung, die es erlaubt, Engpässe zu erkennen und adäquate Maßnahmen einzuleiten.

Fremdwährungsrisiken bestehen mangels wesentlicher Fremdwährungstransaktionen nicht.

Chancenbericht

Bezüglich der sich aus der Marktentwicklung und unserer Forschung und Entwicklung ergebenden Möglichkeiten, verweisen wir auf die Punkte 1.2 und 2.1.

Es besteht aus unserer Sicht die Chance, dass wir aufgrund unserer Maßnahmen zur Verbesserung unserer Kostenposition sowie zur Anpassung unseres Produktportfolios (Ausweitung auf Antriebe aller Leistungsklassen, konsequente Standardisierung) an die Marktbedingungen zusätzliche Marktanteile gewinnen und damit positive Einflüsse auf die wirtschaftliche Lage erzielen können. Auch die konsequente Standardisierung und Verbesserung unserer Prozesse sowie die Zertifizierung des Standortes gemäß ISO/TS 22163 sind Beiträge zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Neben der Generierung von Neugeschäft übernimmt die Gesellschaft auch Aufgaben im Service (Überholungen und Reparatur), welche eine zunehmend wichtigere Rolle einnehmen.

ALSTOM als Eigentümer der Gesellschaft und langjähriger Anbieter von Schienenfahrzeugprodukten sieht weiterhin eine Perspektive hinsichtlich der Auftragseingangs- und Ertragssituation in der Bahnindustrie und steht auch in Zukunft zum Standort Deutschland. Nach wie vor ist Deutschland ein bedeutender Markt mit einem der wichtigsten Kunden, der Deutsche Bahn AG, und einer großen Anzahl von Mitarbeitern innerhalb der ALSTOM-Gruppe.

 

Berlin, 28. Februar 2025

ALSTOM Drives GmbH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ALSTOM Drives GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ALSTOM Drives GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALSTOM Drives GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 28. Februar 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Pierre Zapp, Wirtschaftsprüfer

Elisabeth-Mariella Weeger, Wirtschaftsprüferin

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS

Wir, die ALSTOM Transport Deutschland GmbH, mit Sitz in Salzgitter, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 204464, sind Alleingesellschafterin der ALSTOM Drives GmbH, mit Sitz in Berlin, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin), unter HRB 76120.

Nach vorhergehender Befassung sowie Zustimmung durch den Aufsichtsrat in der Sitzung vom 30.01.2025 fassen wir unter Verzicht auf alle gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften hiermit folgenden Gesellschafterbeschluss:

1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.03.2024

Die von der Geschäftsführung aufgestellte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der ALSTOM Drives GmbH für das Geschäftsjahr 01.04.2023 bis 31.03.2024 wird festgestellt und genehmigt.

[...]

5. Prüferbestellung

Zum Prüfer für das Geschäftsjahr 01.04.2024 bis 31.03.2025 wird die Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg bestellt.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Damit ist die Gesellschafterversammlung beendet.

 

Salzgitter, den 12. März 2025

ALSTOM Transport Deutschland GmbH

Dr. Christian Bieniek, Geschäftsführer

Hauke Werner, Geschäftsführer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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17 nahegelegene Organisationen

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