MAV Krefeld GmbH
Bataverstraße 9, 47809 Krefeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Duco Janßen seit 21.5.2024 | Prokura |
Nikolai Spionkowski seit 21.5.2024 | Prokura |
Christian Arden seit 30.1.2023 | Geschäftsführer |
David Hintzen seit 30.1.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAV Krefeld GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die MAV Krefeld GmbH hat ihren Sitz in Krefeld und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Krefeld (HRB 4590). Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. Handelsgesetzbuches. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze gemäß § 252 Abs. 1 HGB wurden beachtet. Änderungen der im Vorjahr angewandten Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden haben sich zum Bilanzstichtag nicht ergeben. Zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind so weit wie möglich in den Anhang übernommen. Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden entsprechend der Generalnorm des § 264 Abs. 2 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. Im Einzelnen wird wie folgt verfahren: Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen. Der durch Anwachsung und Ausgleichszahlung an die ehemaligen Gesellschafter entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Der Ansatz der Gegenstände des Sachanlagevermögens erfolgt zu den ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Verrechnung planmäßiger Abschreibungen. Es wird ausschließlich von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, die den Betrag von € 250,00 netto, nicht aber den Betrag von € 800,00 netto überschreiten, wird von der Regelung gem. § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG Gebrauch gemacht. Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern bis € 250,00 netto werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden grundsätzlich mit ihren Nennwerten angesetzt. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen. Die Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Das Anlagevermögen sowie die Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt: [Einfügen Anlagenspiegel] Anteile an verbundenen Unternehmen B + R Köln GmbH, Köln
MAV Lünen GmbH, Lünen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 3.573.003,91 betreffen in Höhe von € 42.457,17 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von € 3.169.091,08 Forderungen aus einer Cash-Managementvereinbarung sowie 487.265,06 € Forderungen aus der Ergebnisübernahme und Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von € 48.223,56. Dem gegenüber stehen € 45.429,20 Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer, € 3.790,50 Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen und in Höhe von € 124.813,26 Verbindlichkeiten aus einer Cash-Managementvereinbarung. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen die Verpflichtung der Gesellschaft, zum Bilanzstichtag noch nicht aufbereitete Rohschlacken und industrielle Reststoffe aufzubereiten und zu verwerten bzw. nicht verwertbares Material zu entsorgen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit € 3.661.656,70 Verbindlichkeiten aus Cash-Managementvereinbarungen, mit € 50.068,59 Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer sowie mit € 292.140,46 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diesen Verbindlichkeiten stehen Forderungen aus der Ergebnisübernahme von € 2.034.676,56, sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 57.130,15 gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von € 219.924,54 gegenüber Gesellschaftern (i.V. € 103.1005,76). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen gegenüber einer Gesellschafterin. Sie betreffen mit € 1.091.323,24 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diesen Verbindlichkeiten stehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 125.060,25 gegenüber. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse betreffen im wesentlichen Erlöse aus der Lieferung von Wertstoffen, Erlöse aus der Übernahme von Rohschlacke und Erlöse aus der Übernahme von Reststoffen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit € 784.640,00 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse zum Bilanzstichtag betreffen Bürgschaften in Höhe von € 500.250,00 zu Gunsten des verbundenen Unternehmens MAV Kelheim GmbH, Kelheim, sowie in Höhe von € 100.000,00 zu Gunsten des verbundenen Unternehmens MAV Lünen GmbH, Lünen. Zwischen der MAV Krefeld GmbH und dem verbundenen Unternehmen MAV Kelheim GmbH wurde ein Garantievertrag geschlossen, in dem sich die MAV Krefeld GmbH gegenüber der MAV Kelheim GmbH und dem Freistaat Bayern, vertreten durch das Landratsamt Kelheim, verpflichtet, im Falle der Zahlungsunfähigkeit der MAV Kelheim GmbH die ordnungsgemäße und schadlose Entsorgung der Abfälle aus der Anlage der MAV Kelheim GmbH zu übernehmen. Im Anbetracht dessen, dass die vorgenannten Gesellschaften über ausreichende Liquidität und ausreichende Jahresergebnisse verfügen, geht die Geschäftsführung davon aus, dass mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften nicht zu rechnen ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt € 7.350.686,67. Diese betreffen mit € 5.826.371,51 die für die Betriebstätigkeit in Krefeld und Erftstadt-Lindlar geschlossenen Miet- und Pachtverhältnisse für die Betriebsgelände, mit € 1.444.771,45 die technischen Anlagen sowie mit € 79.543,71 Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Vom Gesamtbetrag bestehen € 5.630.492,51 gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verträge wurden aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen langfristig bzw. mit Verlängerungsoption geschlossen. Vorteile der Miet- und Pachtverhältnisse bestehen in der mittelfristigen Verbesserung der Eigenkapitalquote der Gesellschaft. Risiken bestehen in den höheren Aufwendungen. 6. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Jahresdurchschnitt 78 Arbeitnehmer, davon waren 33 kaufmännische und 45 gewerbliche Arbeitnehmer. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beläuft sich auf € 25.000,00. Es beinhaltet mit € 21.500,00 Abschlussprüfungsleistungen sowie mit € 3.500,00 sonstige Beratungsleistungen. Konzernverbindung Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der STRABAG SE, Villach / Österreich, und wird in deren Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten- und kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Unternehmensregister unter Nennung der STRABAG AG hinterlegt. Geschäftsführung Die Gesellschaft wird durch ihre Geschäftsführer wie folgt vertreten:
Krefeld, den 18. April 2024 Christian Arden David Hintzen Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023A. Grundlagen In den Jahresabschluss der MAV Krefeld GmbH, Krefeld, (MAV) werden über Gewinnabführungsverträge die Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften B+R Köln GmbH (B+R Köln) und MAV Lünen GmbH (MAV Lünen), darin enthalten das Jahresergebnis der Beteiligungsgesellschaft MAV Kelheim GmbH (MAV Kelheim), einbezogen. Die MAV-Gruppe steht für Abfallmanagement sowie für die Aufbereitung und Verwertung mineralischer Abfälle und betreibt insgesamt mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mit rund 150 Mitarbeitern deutschlandweit sechs Standorte. Die MAV-Gruppe ist Partner der Baubranche, der produzierenden Industrie sowie der Betreiber von Müllverbrennungsanlagen. Einer der Schwerpunkte mit Kapazitäten von ca. 800.000 Tonnen im Jahr ist die Entsorgung und Aufbereitung von Aschen und Schlacken aus der Müllverbrennung, mit dem Ziel der Rohstoffrückgewinnung und der hochwertigen Verwertung. In den Anlagen der MAV-Gruppe selbst werden Jahr für Jahr über 2 Mio. Tonnen Abfälle aus dem In- und Ausland bewältigt. Das Entsorgungsangebot umfasst über 200 Abfallarten nach der europäischen Abfallverzeichnisverordnung (AVV). Schwerpunkte bilden hier kontinuierlich anfallende Abfälle aus der Grundstoff verarbeitenden Industrie, Kraftwerksnebenprodukte, Abfälle aus der Metallherstellung und -bearbeitung, Rückstände aus Abfallverbrennungsanlagen, aber auch unregelmäßig anfallende Stoffe aus Bodensanierungen oder Baustellen. Die MAV verarbeitet als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb unterschiedliche mineralische Reststoffe, darunter Baurestmassen, teerhaltiger Straßenaufbruch und industrielle Reststoffe. Dabei gliedert sich das Leistungsspektrum in folgende Bereiche: Mineralstoffentsorgung In jedem Wirtschaftskreislauf fallen Stoffe an, für die es keine direkte Verwendung mehr gibt. Hier setzt die MAV an und erarbeitet funktionelle und wirtschaftliche Entsorgungslösungen und Verwertungswege für Kunden aus der metallverarbeitenden Industrie oder der Energiewirtschaft. Bei der Umsetzung arbeitet die MAV auch mit Partnerunternehmen zusammen, so dass die Entsorgung ganzheitlich übernommen werden kann. Recycling- und Sekundärbaustoffe Die MAV ist Produzent und Lieferant von Baustoffen für die Bauindustrie. Dabei finden die Hauptmengen Verwendung im Tiefbau. Die wichtigsten Kunden und Kontakte sind Bauunternehmen, Ingenieurbüros und öffentliche Auftraggeber. B. Wirtschaftsbericht B.1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf B.1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 1⁄4 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Damit lag er immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Auch die staatlichen Konsumausgaben waren mit -1,7 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Darin spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während Corona-Pandemie. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen mit -0,3 % etwas zurück, vor allem da die Bauinvestitionen infolge der gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt erneut um rund zwei Prozent sanken. Dagegen konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit +3,0 % deutlich zulegen. Dazu dürften neben den immer noch hohen Auftragsbeständen und der guten Eigenkapitalausstattung der Unternehmen auch steigende - durch staatliche Maßnahmen gestützte - Investitionen in die Transformation beigetragen haben. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch kräftiger, weshalb der Außenhandel rechnerisch +0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug. Angesichts der zuletzt weiter schwachen Frühindikatoren, anhaltender und neu hinzugekommener geopolitischer Krisen, die zu steigenden Transportkosten und Verzögerungen in Lieferketten führen können, sowie temporär administrativ erhöhter Verbraucherpreise zu Jahresbeginn ist auch für das erste Quartal dieses Jahres noch nicht mit einer konjunkturellen Trendwende zu rechnen. Bei einem Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen. Im Oktober bewegte sich die weltweite Industrieproduktion seitwärts, nach geringen Zuwächsen in den beiden Vormonaten. Die stark gestiegenen Zinsen und der noch nicht abgeschlossene Abbau der hohen Lagerhaltung im Nachgang der Lieferkettenstörungen lasteten weiterhin auf der Industriekonjunktur. Auch die globalen Einkaufsmanagerindizes verharrten im Dezember in vielen wichtigen deutschen Handelspartnerländern Deutschlands unterhalb der Wachstumsschwelle. Der Stimmungsindikator von S&P Global hat sich im Dezember weiter erholt und liegt nun mit 51 Punkten leicht über der Wachstumsschwelle. Während sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe von 49,3 auf 49,0 Punkte etwas eintrübte, verbesserte sie sich bei den Dienstleistern um einen Punkt auf 51,6 Zähler. Der Welthandel legte im Oktober gegenüber dem Vormonat weiter leicht zu (+0,4 %) und auch für den November deutet der RWI/ISL-Containerumschlag-Index mit einem leichten (saisonbereinigten) Anstieg von 123,7 auf 124,5 Punkte auf eine verhaltene Expansion hin. Allerdings ging der Nordrange-Index für europäische Häfen gleichzeitig recht deutlich zurück (von 103,7 auf 101,0 Punkte). Für den Dezember signalisieren aktuelle Schiffsbewegungsdaten des Kiel Trade Indicators (KTI) dagegen insgesamt wieder eine rückläufige Welthandelsaktivität. Dazu haben auch die Angriffe auf Frachter im Roten Meer beigetragen, die infolge der Umleitung von Schiffen um Afrika zu einem Einbruch der Containertransporte durch das Rote Meer und deutlich längeren Transportzeiten führen. Insgesamt ist gemäß den Prognosen internationaler Organisationen in diesem Jahr aber nach Abschluss der Lagerkorrekturen und damit wieder steigendem Neugeschäft mit einer moderaten Erholung des Welthandelsvolumens zu rechnen (2023: 0,5 %, 2024: 3,1 %) - auch wenn das Welt-BIP weiterhin mit einer Zuwachsrate von rund 3 % nur unterdurchschnittlich expandieren dürfte. In den westlichen Volkswirtschaften dürfte sich das Wirtschaftswachstum im Zuge der Abkühlung in den USA und der Erholung in den EU-Ländern nach der starken Betroffenheit durch die Energiepreiskrise annähern. Dagegen ist in Asien eine Divergenz zwischen den sich abschwächenden Expansionsraten in China und Japan einerseits und den recht kräftig wachsenden übrigen asiatischen Ländern andererseits, allen voran Indien, zu erwarten. Alles in allem dürfte die Nachfrage nach deutschen Exportgütern nach der ausgeprägten Schwäche im abgelaufenen Jahr in diesem Jahr wieder spürbar zunehmen. (Quelle: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024, BMWK, 15.01.2024) Branchenbezogene Entwicklung Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen waren auch im Jahr 2023 geprägt durch anhaltend hohen Wettbewerbsdruck und weiter steigende Entsorgungskosten. Die im Jahr 2022 stark gestiegenen Energiepreise, durch den Lieferstopp von russischem Gas und Erdöl, sanken im Jahresverlauf 2023 deutlich. Im Gesamtjahr 2023 wurden weltweit 1,88 Mrd. T Rohstahl produziert und somit etwa so viel wie im Vorjahr. Der chinesische Output lag mit 1,02 Mrd. T auf Vorjahresniveau. In Indien betrug der Produktionsanstieg 11,8 %, während die Produktion in Deutschland und Japan um 3,9 % und 2,5 % geringer ausfiel. Bei den Schrottpreisen setzte sich der Trend aus Dezember fort und die Preise zogen weiter an. Die schwächelnde Bauwirtschaft sorge für ein knappen Angebot bei Abbruchschrotten und die Exportnachfrage aus der Türkei und Italien ließ die Schrottpreise steigen. (Quelle: IKB Rohstoffpreis-Information Ausgabe 02/2024) Die MAV-Gruppe begegnet diesen Veränderungen auch weiterhin durch eine Optimierung von Technik und Organisation. Unter diesen Rahmenbedingungen wird die MAV dauerhaft von ihren Kunden als zuverlässiger und kompetenter Partner wahrgenommen. Insbesondere der Austausch von Know-how unter den MAV-Gesellschaften und Standorten trägt dazu bei, dass an allen Standorten ein gleichwertiges Niveau in der Aufbereitungstechnik der Rückgewinnung von Wertstoffen und damit der wirtschaftlichen Optimierung gegeben ist. B.1.2 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der MAV kann trotz der Umsatz- und Ergebnisreduktion, unter den Rahmenbedingungen des Jahres 2023 als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Reduzierung des Umsatzes und des Ergebnisses resultieren vor allem aus dem Rückgang der Schrott- und Metallpreise. B.2 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage B.2.1 Ertragslage Insgesamt erreichte die MAV einen Jahresumsatz von 49.434 T€ (Vorjahr 53.607 T€). Der Umsatzrückgang resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Schrott- und Metallumsätzen in Höhe von 22 %. Der Rückgang ist bei der lediglich um etwa 4 % gesunkenen Absatzmenge vor allem auf die gesunkenen allgemeinen Rohstoffpreise am Weltmarkt zurückzuführen. Die Erlöse aus der Annahme von MV-Aschen verringerten sich auf 10.167 T€ (Vorjahr 11.930 T€), wobei die Inputmengen dem Vorjahr entsprechen. Die Inputerlöse sind durch langfristig geschlossene Verträge auch für das Folgejahr gesichert. Die Umsätze im Bereich der Reststoffe konnten um 37 % gesteigert werden, während die Umsätze im Bereich Teer um 13 % gesunken sind. In den Bereichen Bauschutt, Boden, nicht mineralische Abfälle und Handel konnten die Umsätze insgesamt um 7 % gesteigert werden. Das Umsatzvolumen im Bereich mineralischer Reststoffe und teerhaltigem Straßenaufbruch stieg von 12.823 T€ auf 16.213 T€. Ursächlich hierfür sind in die um 9% gestiegenen Eingangsmengen sowie um etwa 21 % gestiegene Eingangserlöse. Die Umsätze im Streckengeschäft sind auf Grund der verringerten Mengen um 56 % gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Wesentlichen durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um 478 T€ auf 907 T€ erhöht. Der Materialaufwand erhöhte sich auf Grund der allgemeinen Preissteigerungen auf 34.210 T€ (Vorjahr 33.563 T€). Die Rohertragsquote verringert sich auf 33 % (Vorjahr 38 %). Der Personalaufwand lag bei 5.001 T€ (Vorjahr 4.714 T€). Im Berichtsjahr wurden bei der MAV durchschnittlich 78 (Vorjahr 79) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Summe der Abschreibungen belief sich im Berichtsjahr auf 1.292 T€ (Vorjahr 1.250 T€). Diese entfielen im Wesentlichen auf Sachanlagen und Mietereinbauten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 4.761 T€ (Vorjahr 4.462 T€). Das Betriebsergebnis ist von 10.047 T€ im Jahr 2022 um 4.968T € auf 5.079 T€ im Jahr 2023 gesunken. Der Rückgang des Betriebsergebnis ist in erster Linie auf die gesunkenen Umsatzerlöse im Bereich der Schrott- und Metallvermarktung zurückzuführen. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen der MAV Lünen und der B+R Köln betragen insgesamt 2.522 T€ (Vorjahr 4.317 T€). Bei der MAV Lünen sank das Umsatzvolumen um insgesamt 10 %. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus den reduzierten Schrott- und Metallerlösen. Bei der B+R Köln verringerte sich das Ergebnis auf Grund geringerer Eingangsmengen im Bereich Bauschutt um 271 T€. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 5.193 T€ (Vorjahr 9.596 T€). Die MAV weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 5.149 T€ aus. B.2.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme der MAV verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.199 T€ auf 26.168 T€ (Vorjahr 28.367 T€). Das Anlagevermögen der MAV lag im Berichtsjahr bei 14.985 T€ (Vorjahr 14.553 T€). Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 betreffen insbesondere den Umbau und die Erweiterung der Rostaschenaufbereitungsanlage. Das Umlaufvermögen verringerte sich um 2.641 T€ auf 11.164 T€ (Vorjahr 13.805 T€). Der Gesamtbetrag der Rückstellungen sank auf 7.215 T€ (Vorjahr 8.665 T€). Die zum Bilanzstichtag 31.12.2022 bilanzierte Rückstellung für mögliche Schadenersatzansprüche wurde im laufenden Geschäftsjahr 2023 infolge des Wegfallens des Bilanzierungsgrundes aufgelöst. Die Auflösung wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Summe der Verbindlichkeiten sank auf 4.824 T€ (Vorjahr 5.722 T€). Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 364 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen stiegen um 208 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen verringerten sich um 1.462 T€. B.2.3 Finanzlage Kapitalstruktur a) Eigenkapital Das Eigenkapital der MAV beinhaltet das gezeichnete Kapital in Höhe von 600 T€ sowie die Kapitalrücklage mit 3.833 T€. Ebenso ist im Eigenkapital der noch nicht ausgezahlte Teil des Gewinnvortrags aus dem vergangenen Jahr in Höhe von 4.547 T€ enthalten. Der Jahresüberschuss von 5.149 T€ wird unter dem Eigenkapital ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 54,0 % (Vorjahr 49,3 %). b) Fremdkapital Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Liquidität Im Rahmen des Cash-Managements standen den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der MAV neben den vereinbarten und nicht ausgeschöpften Linien wie im Vorjahr ausreichendes Guthaben zur Verfügung. Der Finanzmittelfonds wies zum Jahresende 2023 einen Wert von 1.628 T€ (Vorjahr 2.020 T€) aus und verringert sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 392 T€. Enthalten in dieser Position sind Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten nach Verrechnung mit den Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management. Cashflow a) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Es ergab sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 3.734 T€. b) Cashflow aus Investitionstätigkeit Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2023 874 T€. c) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Jahr 2023 aufgrund der Gewinnausschüttung von 5.000 T€ negativ. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gehören vor allem zukünftige Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen sowie Geschäftsbesorgungsverträge, zu deren Erfüllung die MAV vertraglich verpflichtet ist. Der Verschuldungsgrad liegt bei 0,9. Die vorstehenden genannten Kennzahlen sowie der Marktpreis für Metalle stellen die finanziellen Leistungsindikatoren der MAV dar. Daneben sind insbesondere unserer langjährigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu nennen. B.3 Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Ein wichtiger Erfolgsfaktor der MAV ist die gesicherte Absteuerung und Entsorgung der aufbereiteten Materialien. Lagerbestände werden konsequent niedrig gehalten bzw. an die Erfordernisse der jeweiligen Verwertungsmaßnahmen angepasst. Aufbereitung von MV-Asche Die Annahmemenge ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die Entsorgungskosten für brennbare Störstoffe haben sich auf dem hohen Vorjahresniveau stabilisiert. Die Entwicklung der Durchschnitts-Erlöse für Schrotte (-24%) und Metalle (-12%) entsprach der allgemeinen Marktentwicklung und führten zu einem Erlösrückgang im Bereich der Schrotte- und Metalle. Reststoffe und teerhaltiger Straßenaufbruch Die Gesamtmenge an Reststoffen konnte um 13 % gesteigert werden. Die Annahmemenge von teerhaltigem Straßenaufbruch sanken um 26 % zum Vorjahreswert. C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken C.1 Chancen- und Risikobericht Zur Erfassung der Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen nutzt die MAV-Gruppe wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Das sehr detaillierte monatliche Berichtswesen erfasst zeitnah die Geschäftsentwicklung in allen Bereichen der Gruppe und erlaubt über einen Plan-/Ist-Vergleich und eine umfangreiche Kommentierung die Identifikation neuer Risikopositionen. Risiken bezüglich der Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch ein monatliches Forderungsreporting erfasst. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten werden einmal pro Quartal ermittelt und bewertet. Dem Ausfallrisiko von Leistungsforderungen wird in den Gruppengesellschaften mit einem intensiven wöchentlichen Debitorenmanagement, zu dem strukturierte Mahn- und Inkassoprozesse gehören, begegnet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität des Kunden abgefragt. Ferner wird die Entwicklung an den Finanzmärkten beobachtet. Desweitern wird die MAV-Gruppe in das Risikomanagement der Gesellschafter STRABAG AG und REMEX GmbH einbezogen. Nachfolgend werden die weiteren Chancen und Risiken der MAV aufgelistet: Erlöse für Metalle und Schrotte Die volatilen Preise im Bereich Metalle und Schrotte bleiben weiterhin bei der MAV Risiko und Chance zugleich. Der internationale Sekundärrohstoffmarkt ist wie in den Vorjahren für die MAV ein immer mehr an Bedeutung gewinnender Faktor. Die stark gestiegenen Energiepreise aus 2022 normalisierten sich im Verlauf des Jahres wieder. Dies hatte leider keinen Einfluss auf die Rohstahlerzeugung die auf dem Niveau von 2022 blieb. Stark gestiegene Kosten auf dem Kapitalmarkt sorgen für eine spürbare Abkühlung in der Bauwirtschaft. (Quelle: IKB Rohstoffpreis-Information). Insgesamt liefen 2023 4,1 Mio. Pkw von den Bändern, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion allerdings noch um 12 Prozent unter dem damaligen Wert. (Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA)). Durch einen Absatzverbund mit den Tochtergesellschaften kann die MAV auf einen breiten Abnehmer-Pool zugreifen, so dass von weiterhin stabiler Absatzmenge ausgegangen werden kann. Im Jahresverlauf schwankten die Schrottpreise mit einem Hoch im April und einem Tief im August. Zum Jahresende zogen die Preise dann wieder leicht an. Im Q1 2024 wird mit leicht steigenden Stahl- und Schrottpreisen gerechnet. (Quelle: IKB Rohstoffpreis-Information) Für das Wirtschaftsjahr 2024 wird bei konstanter Produktion gegenüber 2023 und Absatzmöglichkeiten im Stahlschrottbereich viel davon abhängen, wie sich die Konjunktur entwickelt. Erhöhung der Transportkosten für die Eingangsmengen an MV-Aschen Durch die Erhöhung der Mautpreise, werden sich die Frachtkosten im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um ca. 7 % erhöhen. Absatzmarkt Der Absatz der Bau- und Wertstoffe im Jahr 2023 war stabil. Die Entsorgungskosten für brennbare Störstoffe haben sich auf dem hohen Vorjahresniveau stabilisiert. Durch langfristig geschlossene Verträge hat die MAV die Absteuerung und Entsorgung der aufbereiteten Materialien gesichert. Durch konsequentes Niedrighalten der Lagerbestände bzw. Anpassung derselben an die Erfordernisse der jeweiligen Verwertungsmaßnahmen ist die Leistungsfähigkeit gewährleistet. Technische Entwicklung Die MAV sieht sich aufgrund ihrer Organisationsstruktur gut positioniert die Herausforderungen, die sich aus dem novellierten Kreislaufwirtschaftsgesetz ergeben, zu erfüllen und potenzielle Chancen zu nutzen. Die Anlage am Standort Krefeld wurde im Jahr 2023 einer umfangreichen Ertüchtigung unterzogen, um auch in Zukunft einen reibungslosen Betriebsablauf gewährleisten zu können. Des Weiteren wurden am Standort Krefeld eine großflächige Photovoltaik Anlage installiert, um in Zukunft unabhängiger von steigenden Strompreisen zu sein. MAV-Gruppe Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich aus Sicht der MAV-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr keine strukturelle Veränderung der Risikolandschaft. Ende 2024 wird die MAV die Betriebsstätte Erftstadt aufgeben, was zu einem spürbaren Ergebnisrückgang im Jahr 2025 führen wird. Der Verpächter hat sich nach Ablauf des Pachtvertrags dazu entschieden, die von ihm produzierten Restaschen aus der RMVA Köln selbst aufzubereiten. Hinweise auf Risiken mit einem bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung der MAV-Gruppe sind derzeit nicht bekannt. C.2 Prognosebericht Entwicklung der Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Schwächephase hält auch zum Jahreswechsel 2023/24 an. Nach einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang des BIP um 0,25 % zum Jahresende 2023 deuten aktuelle Frühindikatoren noch nicht auf eine rasche konjunkturelle Erholung hin. Mit einem rückläufigen Trend der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen. (Quelle BMWK) Entwicklung der MAV Die MAV verzeichnete im ersten Quartal 2024 einen guten Jahresstart. Die Preise im Verkauf von Schrotten und Metallen liegen weiterhin auf einem hohen Niveau und lassen einen guten Jahresstart erwarten. Im Jahresverlauf ist jedoch mit einer Korrektur dieser hohen Erlöse zu rechnen. Steigerungen der Entsorgungskosten für die mineralischen Abfälle sowie Transportkostensteigerungen konnten durch Erhöhung der Annahmepreise nur teilweise aufgefangen werden. Die Auftragslage ist weitgehend stabil. Weitere Erhöhungen der Annahmepreise für Reststoffe im ersten Halbjahr sind bereits fixiert. Der Absatz der aufbereiteten MV-Asche ist durch bestehende Aufträge gesichert, die Kosten sind dabei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konstant. Der Lagerbestand an aufbereiteter Asche entspricht dem Mittel der Vorjahre. Insgesamt weist das interne Reporting der MAV für das erste Quartal des Jahres 2024 ein über der Planung der Gesellschaft liegendes Ergebnis aus. Unter der Voraussetzung, dass sich die Märkte, in denen die Unternehmensgruppe aktiv ist, nicht über das bestehende Maß hinaus vom Ukrainekonflikt, Handelskriegen und schwächelnder Konjunktur belastet werden und die Preise bei Schrotten und Metallen im Jahresmittel stabil bleiben, erwarten wir, dass sich Rohertrag, EBITDA und der Jahresüberschuss auf dem Vorjahresniveau stabilisieren.
Krefeld, 18. April 2024 Christian Arden David Hintzen BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MAV Krefeld GmbH, Krefeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAV Krefeld GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAV Krefeld GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 19. April 2024 QUADRILOG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG GmbH
Stephan Imkamp, Wirtschaftsprüfer Dirk Schiffers, Wirtschaftsprüfer |
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