ODDO BHF Trust GmbHLiquidiert

60329 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 24439
Vorher
ING BHF Trust Management Gesellschaft für Vermögensverwaltung mit beschränkter HaftungBHF Trust Management Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH
Eingetragen
29.5.1984
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung), die Beratung bei der Anlage in Finanzinstrumenten (Anlageberatung) sowie die Wertpapieranalyse, vornehmlich das an der Finanzportfolioverwaltung orientierte Research für nationale und internationale Aktien- und Rentenwerte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Hillesheimer
seit 2.1.2024
Prokura
Kai Franke
seit 2.1.2024
Prokura
Jan Dr. Viebig
seit 9.1.2020
Geschäftsführer
Stefan Diehl
seit 19.4.2010
Prokura
Peter Rieth
seit 6.7.2009
Prokura
Tilo Andreas Wannow
seit 6.7.2009
Prokura
Michael Bauernfeind
seit 22.9.2004
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ODDO BHF Trust GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 24439

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 2.346.664,76 2.077.522,86
2. Forderungen an Kunden 37.472.401,58 27.106.679,44
3. Rechnungsabgrenzungsposten 21.368,21 0,00
39.840.434,55 29.184.202,30

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 37.694.429,19 27.110.506,94
2. Sonstige Verbindlichkeiten 25.585,00 0,00
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 0,00
b) andere Rückstellungen 103.915,00 57.190,00
103.915,00 57.190,00
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
b) Kapitalrücklage 1.948.000,00 1.948.000,00
c) Bilanzgewinn/-verlust 16.505,36 16.505,36
2.016.505,36 2.016.505,36
39.840.434,55 29.184.202,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Zinsaufwendungen 6.692,72 0,00
2. Provisionserträge 76.985.616,59 85.367.998,47
3. Provisionsaufwendungen 76.985.616,59 85.367.998,47
4. sonstige betriebliche Erträge 1.426.635,21 901.695,92
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.197.914,88 897.868,42
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 222.027,61 3.827,50
7. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 222.027,61 3.827,50
8. Jahresüberschuss 0,00 0,00
Gewinnvortrag (vororganschaftlich ab 2017) 16.505,36 16.505,36
Bilanzgewinn 16.505,36 16.505,36

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Angaben nach § 264 Abs. 1a HGB

Der Sitz der ODDO BHF Trust GmbH ist Frankfurt am Main. Sie ist unter der Nummer HRB 24439 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss der ODDO BHF Trust GmbH für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den relevanten Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, den entsprechenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres werden stetig angewendet.

Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 2.347 Tsd. € (Vorjahr: 2.078 Tsd.€) und die Forderungen an Kunden in Höhe von 37.472 Tsd.€ (Vorjahr: 27.107 Tsd.€) werden mit dem Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips ausgewiesen.

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 2.347 Tsd. € (Vorjahr: 2.078 Tsd. €) bestehen aus einem täglich fälligen Guthaben. Die Forderungen an Kunden in Höhe von 37.472 Tsd. € (Vorjahr: 27.107 Tsd. €) enthalten Abgrenzungen für Provisionen aus der Vermögensverwaltung.

Die Rechnungsabgrenzungen enthalten eine Abgrenzung für eine im Geschäftsjahr bezahlte Rechnung des Dienstleisters SteelEye Limited für den Leistungszeitraum 20.04.2022 bis 19.04.2023 in Höhe von 3 Tsd. € (Vorjahr: 0 €) sowie die bereits in 2022 bezahlte Rechnung für die Umlage der Kosten 2023 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Höhe von 18 Tsd. € (Vorjahr: 0 €).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 37.720 Tsd.€ (Vorjahr: 27.111 Tsd.€) werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen und umfassen im Wesentlichen die unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Provisionsaufwendungen, die der ODDO BHF SE (bis zum 4. Oktober 2022 ODDO BHF Aktiengesellschaft) zustehen. Weiterhin beinhalten sie die Gewinnabführung an die ODDO BHF SE aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde festgestellt, dass die Provisionen aus der Vermögensverwaltung zutreffenderweise unter Forderungen gegenüber Kunden ausgewiesen werden müssen. Dementsprechend wurde sowohl der Vorjahreswert als auch der aktuelle Wert nun in diesem Posten dargestellt. Im Vorjahresabschluss waren die Provisionen aus der Vermögensverwaltung in dem Posten Sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen. Analog wurde im Vergleich zum Vorjahresabschluss eine Anpassung des Ausweises der Provisionsaufwendungen, die der ODDO BHF SE zustehen, vorgenommen. Sowohl der aktuelle Wert als auch der Vorjahreswert werden nun im Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dargestellt. Im Vorjahresbericht waren diese Provisionsaufwendungen im Posten Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 104 Tsd. € (Vorjahr: 57-Tsd.€) beinhalten die Kosten für das vierte Quartal im Zusammenhang mit dem in 2021 abgeschlossenen Dienstleistungsvertrag mit der ODDO BHF Asset Management GmbH in Höhe von 70 Tsd. € (Vorjahr: 12 Tsd. €), die nach Abschlagsrechnung verbleibenden Kosten für die Prüfung nach § 89 Abs. 1 Satz 1 Wertpapierhandelsgesetz für den Zeitraum vom 1. April 2021 bis 31. März 2022 in Höhe von 15 Tsd. € (Vorjahr: 6 Tsd. €), die Kosten für die Prüfung im Zusammenhang mit der Jahresbeitragsrechnung 2022 der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) in Höhe von 12 Tsd. € (Vorjahr: 0 €) und die nach Abschlagsrechnung verbleibenden Prüfungskosten für den Jahresabschluss des Geschäftsjahres in Höhe von 7 Tsd. € (Vorjahr: 23 Tsd. €). Eine Rückstellung für die Umlage der Kosten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde nicht gebildet (Vorjahr: 17 Tsd. €), da die entsprechende Rechnung für 2023 bereits im Geschäftsjahr bezahlt wurde und demzufolge, wie oben erläutert, eine Rechnungsabgrenzung gebildet wurde. Die Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, sodass keine Abzinsung vorgenommen werden muss.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr 52 Tsd. €. Die Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr 1.948 Tsd. €. Im Bilanzgewinn ist zum Stichtag wie im Vorjahr ein vororganschaftlicher Gewinnvortrag in Höhe von 17 Tsd. € enthalten.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge und -aufwendungen werden ausschließlich in Deutschland erzielt.

Den Provisionserträgen aus der Vermögensverwaltung in Höhe von 76.986 Tsd.€ (Vorjahr: 85.368 Tsd.€) steht in gleicher Höhe ein Provisionsaufwand aus der Abführung dieses Betrags an die ODDO BHF SE gegenüber.

Die Provisionserträge aus der Vermögensverwaltung in Fremdwährung werden zum jeweiligen Tageskurs erfasst.

Gemäß einer Vereinbarung über die Durchführung des Vermögensverwaltungsgeschäfts vom 4. Dezember 1984, zuletzt geändert am 16. Oktober 2006, leitet die ODDO BHF Trust GmbH sämtliche Erträge aus der Vermögensverwaltung an die ODDO BHF SE weiter.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 1.427 Tsd. € (Vorjahr: 902 Tsd. €) handelt es sich um die wie im Vorjahr von der ODDO BHF SE geleistete Kostenerstattung für die Übernahme der Vermögensverwaltung in Höhe von 1.408 Tsd. € (Vorjahr: 900 Tsd.€.) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 19 Tsd. € (Vorjahr: 2 Tsd. €).

Die Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 1.198 Tsd. € (Vorjahr: 898 Tsd. €) setzen sich aus den Beiträgen für die Industrie- und Handelskammer und für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Höhe von 54T sd. € (Vorjahr: 45 Tsd. €), den Prüfungskosten für die Prüfung nach § 36 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz in Höhe von 37 Tsd. € (Vorjahr: 28 Tsd. €), den Prüfungskosten für den Jahresabschluss in Höhe von 33 Tsd. € (Vorjahr: 23 Tsd.€), den Kosten der Rückstellung für die Prüfung im Zusammenhang mit der Jahresbeitragsrechnung 2022 der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) in Höhe von 12 Tsd. € (Vorjahr: 0 €), dem Beitrag für die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen in Höhe von 1 Tsd. € (Vorjahr: 1 Tsd. €), den Gebühren und Beiträgen in Höhe von 1 Tsd. € (Vorjahr: 2 Tsd. €), den Kontoführungsgebühren der ODDO BHF SE wie im Vorjahr in Höhe von unter 1 Tsd. € und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 3 Tsd. € (Vorjahr: 3 Tsd. €) zusammen. Ein wesentlicher Anteil der Verwaltungsaufwendungen entfällt darüber hinaus auf Aufwendungen für Dienstleistungen in Höhe von 1.057 Tsd. €. (Vorjahr: 773 Tsd. €), wovon der größte Teil auf Kosten für den Bezug externen Researchs in Höhe von 768 Tsd. € (Vorjahr: 707 Tsd. €) entfällt.

Der Gewinn in Höhe von 222 Tsd. € (Vorjahr: 4 Tsd. €) wird wie im Vorjahr gemäß des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vollständig an die ODDO BHF SE abgeführt werden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gliederungsschema (Formblatt3) der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute.

Der Umfang des Vermögensverwaltungsgeschäfts stellt sich wie folgt dar:

Kunden
2022 2021 Veränderung
Anzahl Anzahl %
Individuelle Vermögensverwaltung 444 428 3,7 %
Klassische Vermögensverwaltung 2.048 1.845 11,0 %
Exklusivfonds 54 70 -22,9 %
Insgesamt 2.546 2.343 8,7 %
Bestandsvolumen
2022 2021 Veränderung
Mio. € Mio. € %
Individuelle Vermögensverwaltung 3.674 4.282 -14,2 %
Klassische Vermögensverwaltung 5.075 5.404 -6,1 %
Exklusivfonds 51 113 -55,0 %
Insgesamt 8.800 9.799 -10,2 %

Der Umfang des Fondsmanagements stellt sich wie folgt dar:

Bestandsvolumen
2022 2021 Veränderung
Mio.€ Mio.€ %
RS-1948 BHF Trust 18,0 17,4 3,4%
Axxion-Fonds SIF I Segment 6 47,3 55,2 -14,3%
Fonds Nr. 2 ODDO BHF (Segment 1) 32,0 31,4 1,8%
Stadt Verl 25,5 28,9 -11,8%
SV Balanced 114,7 76,8 49,3%
Finnatical Fund Segment ODDO 10,6 11,4 -7,4%
HI-ZV-R-Sfonds 48,4 63,9 -24,2%
EB-OBAMl-Fonds 25,6 30,1 -15,1%
Tricom B 23,6 26,1 -9,7%
Subfonds Earth Fund 5,5 7,2 -23,6%
framas-Treuhand Family Office Fund I 11,9 10,4 14,4%
framas-Treuhand Family Office Fund II 15,4 15 2,7%
TVB 55,6 64,2 -13,4%
Westfalicafonds Aktien Renten 17,0 20,5 -17,3%
ODDO BHF Polaris Moderate 1560,1 1719,1 -9,2%
PKM Subfonds BHF 183,1 199,4 -8,2%
TB-Fonds 183,0 214,8 -14,8%
Celerius Fund 19,2 22,8 -15,8%
STRDS Fonds 29,4 33,2 -11,4%
Polaris Moderate LV 165,5 166,9 -0,9%
ODDO BHF Flexibles Individual Portfolio 78,2 94,6 -17,3%
ODDO BHF Rendite Portfolio 28,8 35,9 -19,8%
ODDO BHF Polaris Dynamic 923,5 987,3 -6,5%
ODDO BHF Polaris Balanced 978,3 1077 -9,2%
ODDO BHF Polaris Flexible 553,5 582,3 -4,9%
PARIUM Balanced Fund Segment 2 4,0 5,2 -23,1%
PARIUM Relaxed Fund Segment 2 9,4 12,6 -25,4%
Fortis-ODDO-UI-Fonds 0,0 103,8 -100,0%
BIV-NRW ODDO BHF 14,2 0,0 n.a.
KCSST 49,3 0,0 n.a.
Key Change Fonds A - Oddo 48,3 0,0 n.a.
ARAGON 20,4 0,0 n.a.
ODDO BHF Leading Global Trends 9,5 0,0 n.a.
ODDO BHF Exklusiv: Global Equity Stars 32,3 0,0 n.a.
Cuyo Oddo 110,8 0,0 n.a.
ODDO BHF Stiftungsfonds defensiv 12,7 0,0 n.a.
fHei eco-invest Sub OBT 58,7 0,0 n.a.
DNH 19,2 0,0 n.a.
UI-BR-Stiftung_B 40,5 0,0 n.a.
ODDO BHF Proactif Europe 229,3 0,0 n.a.
ODDO BHF Proactif Europe PEA 22,1 0,0 n.a.
SICAF Novasnom 1) 109,1 0,0 n.a.
RI Diversifié 1) 146,5 0,0 n.a.
HUGO Rendement 1) 46,4 0,0 n.a.
Pariset - Academie Francaise de Medicin 1) 16,0 0,0 n.a.
ZVB-Fundmaster U03 1) 24,5 0,0 n.a.
ToB BHF 1) 18,6 0,0 n.a.
AM 11 1) 59,2 0,0 n.a.
Insgesamt 6.254,3 5.713,4 9,5%

1) Bei diesen Fonds hat sich die Funktion der ODDO BHF Trust GmbH im Laufe des Jahres 2022 von der Anlageberatung zum Fondsmanagement geändert.

Der Umfang der Anlageberatung für aufgelegte Publikumsfonds sowie für weitere Mandate stellt sich wie folgt dar:

Bestandsvolumen
2022 2021 Veränderung
Mio. € Mio. € %
ODDO BHF Emerging Consumer Demand 97,8 131,7 -25,7%
Capinvent- 3 7,2 8,8 -18,2%
Strait Alpha Invest 4,9 5,7 -14,0%
Allianz Gl-Fonds MAF2 46,4 52,0 -10,8%
Accelerate V 17,8 25,2 -29,4%
Mauselus 37,8 51,8 -27,0%
Fonds Wissenschaft und Demokratie 9,9 11,9 -16,6%
Valere S.A. Segment 2 62,9 76,1 -17,4%
Universal-Strategiefonds-ODDO 53,0 52,4 1,1%
Sirius 29 Segment N 17,5 11,9 47,1%
Universal-Fonds HSS 10,7 0,0 n.a.
Hengrave Aktien Euroland 19,7 0,0 n.a.
VALERE A - Segement 13 44,4 0,0 n.a.
ODDO BHF Global Equity Selection 0,0 6,6 -100,0%
ToB BHF 2) 0,0 24,6 -100,0%
ZVB-Fundmaster U03 2) 0,0 28,3 -100,0%
AM 11 2) 0,0 67,3 -100,0%
SICAF Novasnom 2) 0,0 138,2 -100,0%
RI Diversifié 2) 0,0 352,7 -100,0%
HUGO Rendement 2) 0,0 52,0 -100,0%
Pariset - Academie Francaise de Medicin 2) 0,0 17,9 -100,0%
Insgesamt 430,0 1115,1 -61,4%

2) Bei diesen Fonds hat sich die Funktion der ODDO BHF Trust GmbH im Laufe des Jahres 2022 von der Anlageberatung zum Fondsmanagement geändert.

Verbundene Unternehmen

Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um Forderungen an ein verbundenes Unternehmen beziehungsweise um Forderungen an den Gesellschafter. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber einem verbundenen Unternehmen beziehungsweise um Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Mitarbeiter

Die Geschäfte der Gesellschaft werden in Personalunion von Mitarbeitern der ODDO BHF SE, Frankfurt am Main, geführt. Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter. Auch die Geschäftsführer erhalten keine gesonderte Vergütung.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen 33 Tsd. € (Vorjahr 23 Tsd. €), auf andere Bestätigungsleistungen entfallen 49 Tsd. € (Vorjahr 28 Tsd. €).

Geschäftsführung

Bastian Hoffmann, Frankfurt am Main

 

Direktor im Geschäftsbereich Private Wealth Management der ODDO BHF SE Zuständigkeiten:

Portfoliomanagement

Operations & Prozesse

Controlling (Performance, Risiken, Anlagerichtlinien)

Support für Portfoliomanagement

Kunden- und Qualitätsmanagement

Kunden & Vertragspartner

Business Development

Vertriebsunterstützung

Interne Kontrollen & Qualitätsmanagement

Vertragsmanagement

Outsourcing

Nachhaltigkeit

Prof. Dr. Jan Viebig, Frankfurt am Main

 

Direktor im Geschäftsbereich Private Wealth Management der ODDO BHF SE Zuständigkeiten:

Portfoliomanagement

Investmentprozess

Titelselektion

Asset Allocation

Risikomanagementprozesse

Chief Investment Officer

Konzernzugehörigkeit

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wird in voller Höhe von der ODDO BHF SE, Frankfurt am Main gehalten.

Unsere Gesellschaft ist Konzernunternehmen der ODDO BHF SE und wird in deren Konzernabschluss einbezogen, der den kleinsten Konsolidierungskreis bildet. Dieser wird beim Unternehmensregister eingereicht.

Der Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis wird von ODDO BHF SCA, Paris, erstellt und im Registre du Commerce et des Societes, Paris, offengelegt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Frankfurt am Main, den 30. März 2023

ODDO BHF Trust GmbH

Bastian Hoffmann

Prof. Dr. Jan Viebig

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen der Gesellschaft

Die ODDO BHF Trust GmbH betreibt die Vermögensverwaltung (Wertpapierportfolios) für die Kunden des Private Wealth Managements der ODDO BHF SE (bis zum 4. Oktober 2022 ODDO BHF Aktiengesellschaft) und erbringt zudem in Bezug auf verschiedene Fonds das Fondsmanagement oder Anlageberatungsdienstleistungen. Die ODDO BHF Trust GmbH ist organisatorisch in die ODDO BHF SE eingegliedert und führt aufgrund einer Vereinbarung die angefallenen Verwaltungsvergütungen (Provisionen) an die ODDO BHF SE ab, darüber hinaus besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der ODDO BHF SE. Sie setzt zur Leistungserbringung Systeme und Mitarbeiter der ODDO BHF SE und deren Dienstleister ein.

Die ODDO BHF Trust GmbH ist im Sinne der Richtlinie (EU) 2019/2034 (Investment Firm Directive, nachfolgend IFD), der Verordnung (EU) 2019/2033 (Investment Firm Regulation, nachfolgend IFR) und des damit verbundenen neuen Wertpapierinstitutsgesetzes (nachfolgend WpIG) als "Mittleres Wertpapierinstitut" klassifiziert.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 brachte eine politische und wirtschaftliche Ruptur von globaler Bedeutung. Dies beherrscht seither auch das Geschehen an den Märkten. Zwar konnten die Streitkräfte der Ukraine mit Hilfe der vom Westen gelieferten Waffen große Gebiete im Nordosten wie auch im Süden des Landes zurückgewinnen, doch ein Ende des Krieges ist auch nach mehr als zwölf Monate nicht absehbar.

Angesichts der Stellung Russlands als weltweit wichtigster Exporteur von Energierohstoffen, hatten die Sanktionen westlicher Industriestaaten gegen Russland und die Liefereinschränkungen der russischen Seite heftige Preisausschläge, vor allem bei Energierohstoffen, ausgelöst. Rohöl verteuerte sich zeitweise auf über 120 US$ pro Fass, Erdgas in Europa auf mehr als 300 Euro pro MWh. Dieser "Angebotsschock" ließ die Inflationsraten in die Höhe schnellen und drückt auf das Wirtschaftswachstum.

Trotz der Einstellung der Gaslieferungen durch die Pipelines im Sommer des Jahres 2022 ist es den europäischen Ländern gelungen, ihre Gasspeicher zu füllen. Die fehlenden russischen Lieferungen konnten durch Einsparungen und durch Einfuhren aus anderen Ländern, beispielsweise den USA, ausgeglichen werden. Die Kosten sind allerdings beträchtlich gestiegen. Die europäischen Großhandelspreise für Erdgas sind zwar gegenüber den Spitzenwerten von Ende August 2022 gesunken, das Preisniveau ist jedoch gegenüber den üblichen Preisen der Vergangenheit dramatisch gestiegen. Im Vergleich mit dem Niveau Ende 2019 beispielsweise liegen die Preise für Erdgas (TTF) und - damit eng verkoppelt - Strom (EEX) gegen Ende 2022 etwa 6 bis 8-mal höher. Die Reaktionen der Regierungen (Hilfspakete und Eingriffe in die Energiemärkte, z.B. Preisdeckel sowie die Abschöpfung und Umverteilung von Zufallsgewinnen) dämpfen die Wirkungen des drastischen Anstiegs der Energiepreise vorerst. Doch die langfristigen Folgen dieser Verschiebung der Preisstrukturen sind kaum zu unterschätzen.

Auch in Fernost wird die geopolitische Lage schwieriger. Mit seiner Wahl für eine dritte Amtszeit als Präsident der Volksrepublik im Oktober 2022 und der Berufung von Gefolgsleuten in allen zentralen Positionen, wurde Xi Jinping zum unumstrittenen Herrscher im chinesischen Machtapparat. Gleichzeitig wird die Außenpolitik der Volksrepublik aggressiver. Insbesondere der Anspruch auf Taiwan wird durch militärische Drohgebärden untermauert. Das Signal der USA Taiwan weiter zu schützen, führt zu einer erhöhten Reibung zwischen den beiden Weltmächten.

Die wirtschaftliche Entwicklung in China blieb 2022 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Neben anhaltenden Problemen im Immobiliensektor trug dazu vor allem die Null-Covid-Strategie bei, die immer wieder zu extremen Einschränkungen des öffentlichen Lebens führte. Zu massiven Beschränkungen kam es vor allem im April und im Oktober/November. Die erheblichen Proteste gegen die Covid-Restriktionen und wirtschaftlichen Belastungen scheinen gegen Ende des Jahres ein Umdenken der politischen Führung herbeigeführt zu haben; die Einschränkungen wurden maßgeblich zurückgeführt. Allerdings birgt die Lockerung auch Risiken, da die niedrige Impfquote und der begrenzte Schutz durch die heimischen Impfstoffe, die Wahrscheinlichkeit einer folgenschweren Infektionswelle verstärkt.

Die weltwirtschaftliche Dynamik schwächt sich ab. Neben China, wo das Wachstum des abgelaufenen Jahres bei nur gut 3% enden könnte, erlebten auch die USA nach der dynamischen Erholung des Vorjahres eine deutliche Abkühlung des Wachstums. Gut behaupten konnten sich dagegen die Länder des Euroraums, die zumindest bis in den Sommer hinein von der fortschreitenden Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten nach Covid profitierten. Legt man die Prognosen der OECD von November 2022 (OECD Economic Outlook) zugrunde, dürfte das Wachstum des Euroraums im Jahresdurchschnitt 2022 mit etwa 3,3% (Deutschland: 1,8%) das der USA mit 1,8 % deutlich übertreffen. Die negativen Effekte des Angebotsschocks, so die Erwartung der Fachleute, sollten erst gegen Ende des Jahres 2022 oder im Laufe des Jahres 2023 sichtbar werden. Entsprechend erwarten die Prognostiker beispielsweise der OECD für 2023 im Euroraum und den USA ein Wachstum von jeweils nur noch 0,5 %. Für viele Experten gilt eine Phase der Rezession als wahrscheinlich, gerade auch in Europa.

Die Inflationsraten in den USA scheinen ihren Höhepunkt im Sommer überschritten zu haben. Von ihrem diesjährigen Höchststand von 9,1 % im Juni hat sich der Verbraucherpreisanstieg bis November 2022 auf 7,7% verlangsamt. Im Euroraum war die Teuerungsrate im November erstmals wieder rückläufig, die Inflationsrate (Harmonisierter Verbraucherpreisindex, HVPI) verminderte sich von 10,6 % im Oktober auf 10,1 % im November. In Deutschland verminderte sich die Inflationsrate ebenfalls leicht, von 10,4 % auf 10,0 % in der nationalen und von 11,6 % auf 11,3 % in der europäisch harmonisierten Berechnungsweise. Ob auch die europäischen lationszahlen ihre Höchststände überschritten haben, ist noch offen. Der sehr starke Anstieg der Erzeugerpreise - 30,8 % gegen Vorjahr im Oktober 2022, in der Spitze im August 43,4 % gegen Vorjahr - lässt jedenfalls vermuten, dass der Preisdruck noch immer erheblich ist und die Beruhigung der Inflation langsam erfolgen könnte.

Noch immer akut ist das Risiko von "Zweitrunden-Effekten", bei denen sich Preis- und (Lohn-) Kostensteigerungen verstärken und dem Inflationsprozess eine Eigendynamik verleihen. Speziell in den USA, wo die Arbeitslosenquote zuletzt bei 3,7 % lag, ist die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin sehr hoch. Das erleichtert es den Arbeitnehmern, ihre Lohnvorstellungen durchzusetzen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne in den USA stiegen daher kräftig. Im November 2022 beispielsweise lag der Lohnanstieg bei 5,1% gegen Vorjahr. Auch im Euroraum und in Deutschland zeigt sich der Arbeitsmarkt recht robust; die Arbeitslosenquote im Euroraum lag mit 6,5 % im Oktober 2022 (saisonbereinigt) auf einem langjährigen Tiefstand. Angesichts des drohenden Wirtschaftsabschwungs bleibt abzuwarten, inwiefern Arbeitnehmer und Gewerkschaften bei anstehenden Verhandlungen einen Ausgleich für die Kaufkrafteinbußen anstreben.

Explodierende Inflationsraten haben die Notenbanken der großen Industrieländer in diesem Jahr zu einem scharfen Kurswechsel gezwungen. Im Jahresverlauf 2022 addieren sich die Zinserhöhungen in den USA bisher auf 425 Basispunkte, im Euroraum auf 250 Basispunkte. So schnell wie dieses Jahr wurden die Leitsätze seit den 1980er Jahren nicht angehoben. Ziel ist, eine Verselbständigung der Inflationserwartungen und übermäßige Zweitrunden-Effekte (z.B. hohe Lohnforderungen) zu vermeiden. Die US-Notenbank Fed geht gerade auch aufgrund des engeren Arbeitsmarktes und hoher Lohnsteigerungen deutlich restriktiver vor als die EZB. Am Ende des Jahres 2022 zeigt diese Vorgehensweise Wirkung. Entsprechend haben die Notenbanken im Euroraum und in den USA die "Schrittweite" der Erhöhungen im Dezember 2022 auf 50 Basispunkte gedrosselt. Die US-Notenbank hat zudem begonnen, die Anleihebestände zu reduzieren. Fällige Papiere in Höhe von bis zu 95 Mrd. US$ pro Monat sollen nicht mehr ersetzt werden. Die EZB hat im Dezember 2022 entschieden, Anleihebestände im Rahmen des Asset Purchase Programmes (APP) ab März 2023 um monatlich bis zu 15 Mrd. € abzubauen.

Zum Jahresende 2022 stehen die Leitzinssätze im Euroraum bei 2,0 % (Einlagenfazilität) bzw. 2,5 % (Hauptrefinanzierungsfazilität). Aus der Zinsstruktur am Geldmarkt lässt sich ableiten, dass die Märkte das zyklische Hoch der Leitzinsen in der EWU im dritten Quartal 2023 bei etwa 3,25 % erwarten. Für die USA sehen die Märkte den Zinshöhepunkt derzeit trotz aggressiverer Indikationen des Offenmarktausschusses im zweiten Quartal 2023, bei einem Leitzinsband von 4,75 % bis 5,00 %.

Die Zinserhöhungen der Notenbanken und fortbestehende Zinserhöhungserwartungen haben zu einem deutlichen Anstieg der Renditen beigetragen. Die Rendite von Staatsanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit beispielsweise stieg im Jahresverlauf in den USA von 1,5 % auf 3,8 %, die von deutschen Bundesanleihen von -0,2 % auf 2,6 %. Parallel dazu haben sich die Renditeunterschiede zwischen Anleihen schwächerer und besserer Bonität ausgeweitet, sodass die Kreditrisikoprämien speziell im Euro-Segment mittlerweile über ihrem langjährigen Durchschnitt liegen. Im vierten Quartal haben sich die Renditen tendenziell stabilisiert. Dennoch ist das Jahr 2022 das mit Abstand "schlechteste Rentenjahr" der vier zurückliegenden Jahrzehnte. Der breite Bloomberg Global Aggregate-Rentenmarktindex (in US-Dollar) beispielsweise kommt zum Jahresende auf einen Verlust von -16,25 %.

Ähnlich herb fielen in diesem Jahr auch die Verluste an den Aktienmärkten aus. Für den MSCI World (in US-Dollar), der die Entwicklung der Aktienmärkte in den Industrieländern widerspiegelt, ergibt sich auf Dollar-Basis ein Verlust von rund 18 %. Sektoral gesehen konnten nur Energiewerte das Jahr mit einem (stattlichen) Plus beenden. Relativ gut hielten sich Versorger sowie Unternehmen aus dem Gesundheitssektor sowie aus dem Bereich Basiskonsum. Unterdurchschnittlich schnitten einerseits ausgeprägt zyklische Sektoren wie diskretionärer Konsum ab, andererseits zinssensitive Sektoren wie Immobilien oder Technologie-orientierte Sektoren wie IT und Kommunikation. Die vielfach sehr hohen Bewertungen der Vorjahre scheinen durch das vermutlich dauerhaft höhere Niveau der Zinssätze nachhaltig in Frage gestellt zu sein. Umgekehrt entwickelten sich sogenannte Value-Aktien, Titel mit günstigen Bewertungsverhältnissen, weniger negativ.

Regional betrachtet (in lokaler Währung) entwickelten sich die US-Märkte auf Sicht des Gesamtjahres schwächer als die europäischen: Der S&P 500 zeigt für den Jahresverlauf 2022 einen Verlust von 18,1 %, der Nasdaq Composite Index von 32,5 %. Der europäische STOXX 600 verlor dagegen "nur" 10,1 %, und liegt damit knapp vor dem DAX 40 (-12,4 %). Die Märkte der Schwellenländer kommen, gemessen am MSCI Emerging Markets, auf ein Minus von 15,2 %. Der chinesische Markt liegt etwa in der gleichen Größenordnung: Für den CSI 300 ergibt sich ein Verlust von 19,8 %. Aus Sicht europäischer Anleger relativiert sich die Schwäche insbesondere der US-Märkte allerdings durch die Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro. Zeitweise notierte die US-Währung mehr als 17 % höher als zu Jahresbeginn. Der Übergang zu einer restriktiveren Geldpolitik in Europa hat den Währungsgewinn aber bis zum Jahresende auf etwa 6,6 % schrumpfen lassen.

Die schwachen Gesamtjahresergebnisse profitieren noch von der kräftigen Kurserholung im vierten Quartal. Der S&P 500 beispielsweise konnte etwa 7 %, der STOXX 600 sogar rund 10 % zugewinnen. Diese Kursgewinne scheinen vor allem von der Erwartung der Marktteilnehmer auf eine Verlangsamung der Inflation und der Hoffnung auf ein Auslaufen der Zinserhöhungen vor allem in den USA getragen gewesen zu sein. Die "falkenhaften" Kommentare der US-Notenbank und der EZB nach den geldpolitischen Entscheidungen von Mitte Dezember 2022 haben dem keimenden Optimismus dann aber wohl einen Dämpfer versetzt.

Die Quellen der verwendeten Daten und Informationen sind: Bloomberg, Refinitiv Datastream, OECD; Stand: 31. Dezember 2022.

Geschäfts-, Ertrags- Vermögenslage

Aufgrund der branchenbezogenen Rahmenbedingungen bewegt sich die Performance der standardisierten Vermögensverwaltungslösungen und der korrespondierenden Publikumsfondslösungen bei ODDO BHF Asset Management je nach Aktienanteil und Anlagestil im abgelaufenen Jahr zwischen -16,7 % und -8,7 % gegenüber einer Bandbreite von 4,1 % und 25,6 % im Jahr 2021.

Provisionserträge und Kundenvolumina erachtet die ODDO BHF Trust GmbH als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren. Infolge der deutlichen Kursrückgänge an den Kapitalmärkten sank das Bestandsvolumen im Vermögensverwaltungsgeschäft trotz positiver Nettoneugelder von Kunden der ODDO BHF Trust GmbH von 9.799 Mio. € auf 8.800 Mio. € um 10,2 % gegenüber einer Steigerung von 30,9 % im Jahr 2021. Die Kundenanzahl als bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator stieg auf Grund erfolgreicher Neukundenakquisition von 2.343 auf 2.546 um 8,7 % nach einem Zuwachs in Höhe von 14,0 % im Vorjahr.

Die Volumina im Fondsmanagement erhöhten sich von 5.713,4 Mio. € auf 6.254,3 Mio. €. Die Volumina in der Anlageberatung für aufgelegte Publikumssondervermögen sowie weitere Mandate reduzierten sich von 1.115,1 Mio. € auf 430,0 Mio. €. Diese Veränderungen sind teilweise zurückzuführen auf die Umstellung der Rolle der ODDO BHF Trust GmbH vom Anlageberater zum Fondsmanager bei einigen Mandaten. Auf Grund der Kursrückgänge an den Kapitalmärkten reduzierten sich trotz der Zunahme der Anzahl neuer Mandate das Volumen in und damit die Provisionserträge aus fondsbasierten Mandaten (Fondsmanagement und Anlageberatung) im Vergleich zum Vorjahr leicht.

Wie im Vorjahresbericht prognostiziert, stieg die Anzahl der Kunden. Dies betrifft sowohl das Vermögensverwaltungs- als auch das fondsbasierte Geschäft. Auf Grund der deutlichen Rückgänge an den Kapitalmärkten ist jedoch die Erwartung leicht steigender Verwaltungsvolumina nicht eingetragen. Vielmehr waren die Verwaltungsvolumina im Ergebnis rund 7 % rückläufig. In der Folge hat sich damit auch die Erwartung leicht steigender Provisionserträge nicht ganz erfüllt. Die Provisionserträge lagen trotz steigender Kundenzahl durch die Kursrückgänge an den Kapitalmärkten knapp 10 % unter dem Vorjahresniveau.

Im Rahmen des Europe Now Projekts der ODDO BHF Gruppe wurde im Jahr 2022 ein Teilprojekt gestartet mit dem Ziel der Auswahl des zukünftigen IT-Portfoliomanagementsystems im Private Wealth Management der ODDO BHF Gruppe und damit auch für das der ODDO BHF Trust GmbH durch die ODDO BHF SE zur Verfügung gestellte System. Die Entscheidung soll im ersten Quartal 2023 getroffen werden. Die ODDO BHF Trust GmbH ist in diesen Auswahlprozess eingebunden. Anschließend folgt ein Projekt zur Implementierung der ausgewählten Lösung.

Aufgrund des Investmentprozesses der ODDO BHF Trust GmbH fallen alle von ihr im Rahmen der Vermögensverwaltung verwalteten Portfolios (Basislösungen der klassischen Vermögensverwaltung sowie Individuelle Vermögensverwaltungslösungen) unter Artikel 8 SFDR (Finanzprodukte mit ökologischen und/oder sozialen Merkmalen). Auch einige von der ODDO BHF Trust GmbH übernommenen Fondsverwaltungs- und Fondsberatungsmandate erfordern eine Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsmerkmalen, da die betreffenden Fonds ebenfalls unter Artikel 8 der SFDR fallen.

Die Provisionserträge liegen 2022 bei 77,0 Mio. € nach 85,4 Mio. € 2021 und sind unverändert zu den Vorjahren auf Basis einer Treuhandvereinbarung an die Alleingesellschafterin ODDO BHF SE abgeführt worden. Seit 2006 sieht eine Vereinbarung vor, dass die ODDO BHF SE der ODDO BHF Trust GmbH für die Übernahme des Vermögensverwaltungsgeschäfts eine pauschale Abgeltung gewährt. Diese beträgt 2022 1.408 Tsd.€ (Vorjahr: 900 Tsd.€). Auch künftig werden diese Abgeltungen einvernehmlich im Hinblick auf die erwarteten Kosten geregelt.

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrags erzielte die ODDO BHF Trust GmbH im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr keinen Jahresüberschuss. Die Vermögenslage der ODDO BHF Trust GmbH wird von sonstigen Vermögensgegenständen (abgegrenzte Provisionserträge und Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag) in Höhe von 37,5 Mio. € (Vorjahr: 27,1 Mio. €) bestimmt. Diesen stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 37,7 Mio.€ (Vorjahr: 27,1 Mio.€) gegenüber, die vor allem aus den korrespondierenden abgegrenzten Provisionsaufwendungen bestehen.

Da die Leistungen der ODDO BHF Trust GmbH von Mitarbeitern der ODDO BHF SE erbracht werden, haftet die ODDO BHF SE für von diesen Mitarbeitern schuldhaft verursachte Schäden, beispielsweise Schadenersatzzahlungen aufgrund der Nichteinhaltung der mit den Kunden vereinbarten Anlagerichtlinien. Auf Ebene der ODDO BHF SE wird sichergestellt, dass angemessene Regelungen im Personalbereich bestehen, die eine Einhaltung der Unternehmensziele und der Vorgaben der Geschäftsleitung der Gesellschaft unterstützen und darüber hinaus sicherstellen, dass Mitarbeiter sowie deren Vertreter über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen verfügen.

Unsere Erwartung leicht steigender Verwaltungsvolumina wurde trotz der anhaltend erfolgreichen Akquisition neuer Mandate vor dem Hintergrund der deutlichen Kursrückgänge an den Kapitalmärkten nicht ganz erreicht. Die Verwaltungsvolumina sind in Summe in 2022 um rund 10% gesunken. Infolge der Kursrückgänge an den Kapitalmärkten und dem weitestgehenden Fehlen erfolgsabhängiger Erträge lieben die Provisionserträge im Jahr 2022 trotz der erfolgreichen Akquisition neuer Mandate etwas unter dem Vorjahr.

Die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft ist stabil und durch die Geschäftsentwicklung und die Vereinbarungen mit dem Gesellschafter gesichert.

Risikomanagement

Im Hinblick auf die in § 45 WpIG genannten Risiken sind für die ODDO BHF Trust GmbH insbesondere die Risiken für die Kunden relevant.

Risiken der ODDO BHF Trust GmbH können vornehmlich aus der Verletzung der mit Kunden vereinbarten vertraglichen Anlagebestimmungen entstehen. Darüber hinaus ist die ODDO BHF Trust GmbH den operativen Risiken aus den Bereichen Datenverarbeitung und Telekommunikation sowie Risiken im Personalbereich ausgesetzt. Potenzielle Kursrückgänge an den Kapitalmärkten reduzieren das verwaltete Kundenvermögen und damit die Basis für die Provisionserträge. Sofern Kursrückgänge an den Kapitalmärkten eintreten, mindern sie den potenziellen, vor Ergebnisabführung an die ODDO BHF SE, anfallenden Ertrag der ODDO BHF Trust GmbH, stellen jedoch aufgrund des mit dem Mutterunternehmen geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags und der Treuhandvereinbarung kein wesentliches Risiko für die Gesellschaft dar. Gemäß § 302 Abs. 1 AktG impliziert ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag auch immer den Ausgleich eines etwaigen Verlusts. Zudem resultieren aus der Geschäftstätigkeit keine Kredit- oder Liquiditätsrisiken.

Operationelle Risiken für das Vermögensverwaltungsgeschäft der ODDO BHF Trust GmbH stellen:

der Verlust von Vermögensverwaltungskunden und damit von Provisionsertrag etwa aufgrund der Nichterreichung der von den Kunden erwarteten Performance sowie

die Nichteinhaltung von vereinbarten Anlagerichtlinien und daraus resultierend Schadenersatzzahlungen dar.

Zur Risikosteuerung werden folgende Methoden verwendet:

Regelmäßige Überwachung der einschlägigen Eigenmittelanforderungen

Regelmäßige Überwachung der relevanten Risiken gemäß WplG (Risiken für die Kunden, Risiken für den Markt, Risiken für das Wertpapierinstitut und Liquiditätsrisiken)

Mitarbeiter- und Compliance-Schulung des eingesetzten Personals,

Regelmäßige Revisionsprüfungen,

Messung der für die Kunden erzielten Performance und der Vergleich mit Benchmarks,

Überwachung der Einhaltung der Anlagerichtlinien sowie

Überwachung und Bearbeitung etwaiger Kundenreklamationen.

Zur Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen nach der Wertpapierinstitutsregulierung ist aufgrund der geschäftspolitischen Aufstellung der ODDO BHF Trust GmbH insbesondere das Kundenrisiko und die damit verbundene Ermittlung des K-Faktors "Verwaltete Vermögenswerte im Rahmen der Portfolioverwaltung" (K-AUM) nach Artikel 15 Abs. 2 in Verbindung mit Artikel 17 der IFR relevant.

Zum 31.12.2022 ergibt sich daraus eine aufsichtsrechtliche Eigenkapitalanforderung in Höhe von 1.889.601,37 €. Das Gesamteigenkapital der ODDO BHF Trust GmbH, bestehend aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage und einem vororganschaftlichen Gewinnvortrag, beträgt zum 31.12.2022 2.016.505,36 €.

Mit Blick auf die EU-Vorschriften, welche verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit unter anderem in Form von Transparenzpflichten für Vermögensverwalter adressieren, namentlich insbesondere der Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (nachfolgend SFDR) sowie der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen (nachfolgend Taxonomie-Verordnung), beschäftigt sich die ODDO BHF Trust GmbH verstärkt unter anderem mit dem Risikomanagement in Bezug auf Nachhaltigkeitsrisiken.

Als Vermögensverwalter sieht sich die ODDO BHF Trust GmbH in der besonderen Verantwortung, Nachhaltigkeit in ihren vielen Facetten auch mit den Mitteln der Geldanlage aktiv zu fördern, ihre Kunden in der Ausgestaltung der zu ihr bestehenden Geschäftsverbindung für Aspekte der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und damit insgesamt zu einer nachhaltigeren Wirtschaft beizutragen. Hierzu berücksichtigt sie im Rahmen der Vermögensverwaltung - in Ergänzung zu traditionellen Kriterien - auch ökologische und soziale Merkmale sowie Aspekte einer verantwortungsvollen Unternehmensführung in den Unternehmen, in die sie als Vermögensverwalter investiert. Bei der Umsetzung dieses Ansatzes berücksichtigt sie die jeweils geltenden rechtlichen Grundlagen (einschließlich der SFDR).

Umweltbedingungen, soziale Verwerfungen und/oder eine schlechte Unternehmensführung können in mehrfacher Hinsicht negative Auswirkungen auf den Wert der Anlagen und die Vermögenswerte von Kunden haben. Derartige Risiken können unmittelbare Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und auch auf die Reputation der Anlageobjekte haben.

Da sich derartige Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und auch für die Reputation der Anlageobjekte letztlich nicht vollständig ausschließen lassen, hat die ODDO BHF Trust GmbH spezifische Strategien entwickelt, um Nachhaltigkeitsrisiken systematisch in den Investmentprozessen sämtlicher von ihr im Rahmen der Vermögensverwaltung verwalteten Portfolios zu berücksichtigen. Die Details hierzu sind in der nachhaltigkeitsbezogenen Offenlegung der ODDO BHF Trust GmbH enthalten.

Prognosebericht

Die Inflationsraten in den USA und Europa dürften im Jahresverlauf 2023 sinken, aber im gesamten Jahresverlauf deutlich über den Zielvorstellungen der Notenbanken verharren. In den USA und Europa dürfte der Inflationshöhepunkt überschritten sein. Sogenannte Basiseffekte der Ölpreisentwicklung dürften einen merklichen Rückgang der Gesamtrate begünstigen. Die Kernrate der Inflation (ohne Energie- und Lebensmittelpreise), die den zugrundeliegenden Trend der Preisentwicklung näherungsweise abbildet, dürfte sich aber zunächst nur langsam zurückbilden und könnte die Notenbank zu weitergehenden Zinserhöhungen veranlassen. Erdgas- und Strompreise in Europa werden voraussichtlich höher bleiben als in den USA. Von daher dürfte die Inflationsrate vor allem in der ersten Jahreshälfte nur langsam sinken. Wir rechnen im Jahresdurchschnitt mit einer Inflation im Euroraum von etwa 6%. Etwas längerfristig bestehen Risiken im Hinblick auf die Energieversorgung im Winterhalbjahr 2023/24. Diesen Einschätzungen liegt die Annahme zugrunde, dass die wirtschaftlichen Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs für Westeuropa begrenzt bleiben.

Angesichts signifikanter Verluste im Realeinkommen der privaten Haushalte und höherer Zinssätze dürfte sich das Wirtschaftswachstum 2023 weltweit verlangsamen. Eine milde Rezession im Jahresverlauf 2023 in Europa ist möglich, und auch die USA könnten eine leichte Kontraktion der wirtschaftlichen Aktivität erleben. Besonders in zinssensiblen Bereichen (z.B. Bautätigkeit, langlebiger Konsum) dürfte sich die Nachfrage in beiden Regionen weiter abschwächen. Abgesagte Bauprojekte, schwache Auftragseingänge und das negative Konsumklima sind Vorboten. Einen gewissen Rückhalt bietet allerdings die finanzpolitische Unterstützung, insbesondere die "Preisdeckel" auf bestimmte Güter wie zum Beispiel Energieprodukte.

Gegen eine Rezession sprechen zunächst die robusten Arbeitsmärkte in den USA und in Europa. Vor allem demografische Faktoren scheinen vermehrt zu generellen oder strukturellen Engpässen beim Arbeitsangebot beizutragen; die Arbeitslosenquoten liegen auf oder in der Nähe ihrer langjährigen Tiefstände (USA: 3,4 %; Euroraum: 6,6 %). Die Lage am Arbeitsmarkt birgt allerdings das Risiko, dass die Dämpfung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage zusätzliche Zinserhöhungen erforderlich macht, über die von den Marktteilnehmern erwarteten hinaus.

Wir gehen davon aus, dass die Notenbanken in Europa und den USA die Geldpolitik weiter straffen werden. Die Marktteilnehmer erwarten, dass der Zinszyklus in den USA seinen Höhepunkt im zweiten Quartal bei einem Zinsniveau von 5,00 % bis 5,25 % erreichen wird. Die relative Stärke der Nachfrage und des Arbeitsmarktes sowie der anhaltend hohe Verbraucherpreisanstieg im Bereich privater Dienstleistungen könnte nach unserem Dafürhalten dafür sorgen, dass das Zinsniveau länger als vom Markt erwartet hochgehalten werden muss. Ähnliches gilt für den Euroraum und die EZB. Der in der Zinsstruktur am Geldmarkt eingepreiste "Endstand" der Zinsanhebungen liegt aktuell zwischen 3,25 und 3,50 % (Einlagensatz) und könnte angesichts der Zähigkeit der Inflation länger auf diesem Niveau verbleiben als erwartet.

Das Renditeniveau an den Anleihemärkten ist im Laufe des Jahres 2022 deutlich angestiegen. Nach unserer Einschätzung bieten vor allem Unternehmensanleihen wieder eine attraktive Entlohnung der Risiken. Trotz noch kommender Zinserhöhungen ist das Ende des Zinserhöhungszyklus absehbar. Dieser wird am Markt für etwa Mitte des Jahres 2023 erwartet - für die USA etwas früher als für Europa. Vor diesem Hintergrund nähern wir uns mit der Duration schrittweise dem Marktdurchschnitt an, nachdem wir die Duration im Jahresverlauf 2022 im Anleihebereich kürzer gehalten haben. Durch die Investition in Anleihen mit etwas längerer Restlaufzeit sichern wir uns das momentan attraktive Renditeniveau bei weiterhin solider Kreditqualität.

Die Bewertungen an den Aktienmärkten sind im Verlauf des Jahres 2022 stark gesunken. Gemessen an Indikatoren wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, dem Kurs-Buchwert-Verhältnis oder der Cash Flow-Rendite erscheinen derzeit Aktien in Europa und in den Schwellenländern nicht mehr teuer. In den USA sind die Bewertungen zwar zurückgefallen, wirken aber im langfristigen Vergleich nicht sonderlich günstig. Grundsätzlich allerdings bewegen wir uns auf Bewertungsniveaus, die langfristig orientierten Investoren eine angemessene Rendite erwarten lassen. Das rechtfertigt nach unserer Überzeugung eine relativ zu den Präferenzen der Anleger neutrale Positionierung in Aktien.

Allerdings hat der Druck auf die Gewinnmargen der Unternehmen zugenommen, das Gewinnwachstum verlangsamt sich. Sollte es zu einer Rezession kommen, wäre ein stärkerer Aufbau von Aktienpositionen vermutlich verfrüht. Die Erfahrung spricht tendenziell für eine Erhöhung der Aktienquoten in einer fortgeschritteneren Phase des Abschwungs bzw. einer Rezession. Insofern halten wir das "Pulver" in den von uns verwalteten Mandaten vorerst noch trocken, können uns aber für den späteren Verlauf des Jahres 2023 eine Aufstockung der Aktienpositionen im Rahmen der vertraglich vereinbarten Bandbreiten in den Kundendepots vorstellen.

In diesem sich für 2023 abzeichnenden, erneut sehr herausfordernden Umfeld, das durch Stagflation, also eine hohe Inflation bei gleichzeitig niedrigem volkswirtschaftlichem Wachstum geprägt ist, wird für eine solide langfristige Wertentwicklung eine gleichzeitig mutige, aber auch risikobewusste und damit sehr flexible Portfoliosteuerung erforderlich sein. Hier ergibt sich demnach keine Veränderung zum Vorjahr.

Zusammenfassend sehen wir folgende wesentliche Chancen und Risiken für die volkswirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklungen an den Kapitalmärkten:

Chancen:

Eine bessere wirtschaftliche Dynamik gepaart mit einer schneller als erwartet rückläufigen Inflation

Sinkender Zinserhöhungsdruck bei den Notenbanken schafft positives Umfeld für die Entwicklung an den Aktien- und Anleihemärkten

Attraktive Entlohnung der Risiken in Anleihen und stark gesunkene Bewertungen am Aktienmarkt

Risiken:

Verschärfung des Russland-Ukraine-Kriegs mit negativen Folgen für Wachstum und Inflation

Zinserhöhungsdruck bei den Notenbanken steigt, was Aktien- und Anleihekurse unter Druck setzen würde

Druck auf Gewinnmargen der Unternehmen, Verlangsamung des Gewinnwachstums sowie Probleme bei der Energieversorgung im Winter 2023/24

Insgesamt gehen wir für 2023 von leichten Kursanstiegen an den Kapitalmärkten aus. Im Falle des Eintretens oder sogar Übertreffens dieser Erwartung sowie im Falle einer weiterhin erfolgreichen Kundengewinnung ergibt sich die Chance der positiven Entwicklung der bedeutsamen nichtfinanziellen und finanziellen Leistungsindikatoren.

Im Hinblick auf die Kundenanzahl als bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator erwarten wir durch eine weiterhin erfolgreiche Akquisition von Neukunden einen leichten Anstieg im Vergleich zum Stand Ende 2022. Im Hinblick auf die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir in Verbindung mit der Erwartung leichter Kursanstiege an den Kapitalmärkten folglich einen leichten Anstieg des Bestandsvolumens im Vermögensverwaltungs- und fondsbasierten Geschäft sowie einen leichten Anstieg der daraus resultierenden Provisionserträge im Vergleich zu den Werten zum 31.12.2022 beziehungsweise des Geschäftsjahres 2022.

Die wesentlichen Risiken für die Kundenanzahl als bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator bestehen im Verlust von Kunden sowie dem Ausbleiben der Gewinnung von Neukunden. Die wesentlichen Risiken für den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikator des Bestandsvolumens im Vermögensverwaltungs- und fondsbasierten Geschäft bestehen neben einem Rückgang der Kundenanzahl insbesondere in weiteren deutlichen Kursrückgängen an den Kapitalmärkten. Die wesentlichen Risiken für den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikator der Provisionserträge bestehen insbesondere im Rückgang des Bestandsvolumens im Vermögensverwaltungs- und fondsbasierten Geschäft. Risiken für die Gesamterträge bestehen zudem in der Nichteinhaltung von vereinbarten Anlagerichtlinien und daraus resultierenden Schadenersatzzahlungen.Für 2023 erwarten wir unter der Annahme, dass die Vereinbarung mit der ODDO BHF SE zur Abführung der angefallenen Verwaltungsvergütungen weiterhin Bestand hat, außerdem, wie auch im Vorjahr, einen geringen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung.

Die Umsetzung bestehender und weiterer kommender regulatorischer Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit werden auch im Jahr 2023 eine wichtige Rolle für die ODDO BHF Trust GmbH spielen.

 

Frankfurt am Main, den 30. März 2023

ODDO BHF Trust GmbH

Bastian Hoffmann

Prof. Dr. Jan Viebig

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ODDO BHF Trust GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ODDO BHF Trust GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ODDO BHF Trust GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer

Jan H. Glismann, Wirtschaftsprüfer

Schriftlicher Gesellschafterbeschluss

Die unterzeichnende

ODDO BHF SE, Frankfurt am Main

(nachfolgend "Gesellschafterin" genannt)

ist die alleinige Gesellschafterin der

ODDO BHF Trust GmbH, Frankfurt am Main.

Die Gesellschafterin fasst hiermit auf schriftlichem Wege folgende Beschlüsse:

1.

Der von der Geschäftsführung aufgestellte und von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 31. Mai 2023 versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 nebst Lagebericht wird zustimmend zur Kenntnis genommen und damit festgestellt.

2.

Der Gewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von € 222.027,61 wird in Übereinstimmung mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 19. Juli 2017 am 22. Juni 2023 an die Gesellschafterin abgeführt. Der vororganschaftliche Bilanzgewinn von € 16.505,36 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

2.

Der Geschäftsführung wird für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt.

4.

Zum Abschlussprüfer der ODDO BHF Trust GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, gewählt.

 

Frankfurt am Main, den 13. Juni 2023

ODDO BHF SE

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