GL Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseVermietung von Baumaschinen und -geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katja Stephanie Preß seit 4.3.2016 | Geschäftsführer |
Dirk Matthias Preß seit 13.1.2014 | Geschäftsführer |
Gerd Artur Jürgen Lehmann seit 13.1.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 79.05% | |
T** A******** P*** | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GL Verleih GmbHKelkheim (Taunus)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der GL Verleih GmbH1. Grundlagen des Unternehmens Als mittelständisches Unternehmen der Arbeitsbühnenbranche sind wir Mitglied im Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen (BBI) und seit mehr als 38 Jahren Experten für Höhenzugangstechnik. Unsere Gesellschaft mit Sitz in Kelkheim vermietet Arbeitsbühnen, Krane, Stapler sowie komplette Baustelleneinrichtungen schwerpunktmäßig im Rhein-Main-Gebiet, aber auch bundesweit. Drei Viertel des Umsatzes wird mit eigenen Maschinen, ein Viertel mit der An- und Weitervermietung von Fremdgeräten erzielt. Noch vor den durch die Pandemie geprägten Wirtschaftsjahren haben wir unser Kundenportfolio konsequent auf die gesamte Wirtschaft ausgeweitet, um unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung einzelner Branchen weiterhin erfolgreich sein zu können. So fand die positive Gesamtentwicklung unserer Gesellschaft auch im aktuellen gesamtwirtschaftlichen Umfeld ihre Fortsetzung. Unser Mietpark umfasst ca. 900 eigene Maschinen, die vorrangig an gewerbliche Kunden, aber auch an Privatkunden vermietet werden. Mit großer Expertise, modernster Technik, eigener Fachwerkstatt und einem Schulungszentrum gewährleisten wir höchste Qualität und Sicherheit. Als familiengeführtes Unternehmen legen wir großen Wert auf die persönliche Beratung, Zuverlässigkeit sowie gut geschultes Personal, und sind rund um die Uhr für unsere Kunden erreichbar. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 trotz schwieriger Bedingungen noch insgesamt gut behaupten, endete das Jahr 2023 im Minus. Begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stagnierte das Bruttoinlandsprodukt zunächst zu Jahresbeginn, für das Gesamtjahr 2023 aber vermeldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden einen Rückgang der Wirtschaftsleitung um 0,3% zum Vorjahr. Beeinträchtigte Lieferketten, ein kräftiger Anstieg bei Inflation und Zinsen sowie vermehrte geo- und handelspolitische Spannungen versetzten die deutsche Wirtschaft in eine ausgeprägte Schwächephase. Seit 2019 ist die Industrieproduktion bis zum Jahresende 2023 um insgesamt mehr als 10 % gesunken. Dabei ist die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen 2023 erneut sehr unterschiedlich verlaufen. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) wurde im Wesentlichen durch eine geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung beeinflusst. Ein niedrigerer Energiebedarf der Industrie, der Rückzug aus der Energiegewinnung aus Kohle sowie die Abschaltung der letzten Atomkraftwerke sorgten für einen deutlichen Rückgang, den auch die Stromerzeugung aus Windkraft nicht wettzumachen vermochte. Während in erster Linie die Produktionsausweitung der Automobilindustrie (+11,5 %) einen positiven Beitrag verzeichnete, hier konnte über den gesamten Jahresverlauf vom hohen Auftragsbestand zu Jahresbeginn profitiert werden, setzte sich der Negativtrend in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie sowie dem Verarbeitenden Gewerbe auch im Jahr 2023 fort. Nach einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung 2022 waren im Baugewerbe auch 2023 nach wie vor Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen erkennbar. Besonders der Hochbau, ein wesentlicher Sektor der Nachfrage nach Höhenzugangstechnik, war für den Rückgang der Produktion um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr verantwortlich. Die Umsätze in dem der Branche der Arbeitsbühnenvermieter übergeordneten Sektor der Händler und Vermieter von Baumaschinen hängen stark von der Entwicklung der Baukonjunktur ab und weisen somit zyklische Schwankungen auf. Gemäß einer Umfrage des Bundesverbandes Baumaschinen, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen (bbi) verzeichnete die Branche 2023 einen nominalen Umsatzrückgang von 5%. Allerdings weisen die Bereiche Handel und Vermietung unterschiedliche Entwicklungen auf. Während die Vermietung 2023 noch eine Umsatzsteigerung von 2% verzeichnen konnte, waren die nominalen Umsätze im Handel von Maschinen für den Hochbau um 15% rückläufig, da Investitionen in einen eigenen Fuhrpark von Bauunternehmen nur bei gesicherter Auslastung der Maschine vorgenommen werden. Die im Berichtszeitraum schwache Auftragslage im Baugewerbe und damit verbunden in der Brache der Baumaschinenvermieter zeigten nach Jahren des dynamischen Umsatzwachstums auch Auswirkungen auf das Vermietungsgeschäft in der Arbeitsbühnenbranche. Für 2023 meldeten die Unternehmen der Arbeitsbühnenbranche nur noch ein nominales Umsatzwachstum von 1,5 % (i.Vj. 9,5 %). 2.2. Geschäftsverlauf Die Gesamtumsätze sind im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich angestiegen; der Jahresüberschuss hat sich ebenfalls gut entwickelt:
Wir konnten im Jahr 2023 erneut eine im Vergleich zur Branche überdurchschnittliche Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr erzielen. Ein diversifiziertes Kundenportfolio sowie langfristige Rahmenverträge sicherten eine kontinuierlich hohe Auslastung unseres Mietparks. Die mit diesem Umsatzwachstum verbundene erhöhte Kapazitätsauslastung unseres Mietparks führte auch im Berichtszeitraum zu einer überproportionalen Entwicklung des Jahresüberschusses. Auf der Grundlage vorläufiger Vorjahreszahlen hatten wir für das Geschäftsjahr 2023 die Umsätze mit EUR 18 Mio. und den Jahresüberschuss mit EUR 1,1 Mio. trotz eines schwierigen Marktumfeldes weiterhin überdurchschnittlich geplant. Sowohl die Umsatz- als auch Ergebniserwartung konnte in 2023 übertroffen werden. Die deutlichen Umsatz- und Erlössteigerungen gegenüber dem Vorjahr sind dem Neuabschluss und dem Ausbau von Rahmenverträgen zuzuschreiben. Darüber hinaus haben aufgrund intensiver Kundenbetreuung durch den Außendienst, der Zuverlässigkeit von Vereinbarungen hinsichtlich Geräte und Lieferzeiten durch unsere Disposition, der Einhaltung zugesagter Reparaturen innerhalb kürzester Frist bei Maschinenausfällen und nicht zuletzt der Top-Zustand unserer Geräte im Berichtszeitraum dazu beigetragen, Neukunden gewinnen zu können. Zu Beginn des Geschäftsjahres haben wir ein an das bestehende Firmengelände angrenzendes Grundstück erworben, um in Zukunft ausreichend Lagerfläche für den auch im Geschäftsjahr 2023 weiter gestiegenen Maschinenbestand zu haben und durch eine Modernisierung der eigenen Fachwerkstatt die Servicequalität zu sichern. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund der Investitionen in neue Maschinen deutlich angewachsen. Notwendige neue Refinanzierungen wurden dabei im Berichtszeitraum auf einem höheren Zinsniveau als in den Vorjahren abgeschlossen. 2.3. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens 2.3.1. Ertragslage Unsere Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,813 Mio. auf EUR 19,319 Mio. erhöht. Auch die Wertschöpfung unserer Geschäfte verbesserte sich im Jahr 2023 gegenüber 2022, was sich in einem Rohergebnis von EUR 12,711 Mio. (+20,4 %) niedergeschlagen hat. Der Jahresüberschuss ergibt sich, wie in den Vorjahren, überwiegend aus den gestiegenen Umsätzen im Vermietgeschäft. Bestandskunden haben ihre Umsätze gesteigert, aber auch Neukunden konnten durch den Abschluss weiterer Rahmenverträge gewonnen werden. Unsere Schulungen für Arbeitsbühnen und Stapler werden vom Markt gut angenommen und führten uns ebenso Neukunden zu. Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um TEUR 690 auf EUR 6,735 Mio. angestiegen, im Wesentlichen bedingt durch vermehrte Handelsaktivitäten. Im Bereich des Personalwesens wurde dem Wachstum entsprechend weiterhin Personal aus- und aufgebaut. Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 48 Mitarbeiter beschäftigt, der Personalaufwand ist um 13,0 % zum Vorjahr auf EUR 3,119 Mio. gestiegen. Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichtsjahr ergibt sich ein Personalaufwand pro durchschnittlich Beschäftigtem von TEUR 65 (i.Vj. TEUR 63). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zum deutlichen Umsatzanstieg mit EUR 3,184 Mio. (i.Vj. EUR 2,857 Mio.) nur unterdurchschnittlich gestiegen. Insbesondere höhere Verkaufsprovisionen aus vermehrter Handelsaktivität sind für den Anstieg ursächlich. Die Abschreibungen (EUR 3,777 Mio.; i.Vj. EUR 3,123 Mio.) und die Zinsaufwendungen (EUR 0,845 Mio.; i.Vj. EUR 0,479 Mio.) sind dagegen aufgrund der Neuinvestitionen in Maschinen deutlich angestiegen, was sich unmittelbar auf das Jahresergebnis ausgewirkt hat. Die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital des Geschäftsjahres 2023 beträgt 26,4 % (i.Vj. 26,3 %). 2.3.2. Vermögenslage Das bilanzierte Gesamtvermögen unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,400 Mio. auf EUR 27,335 Mio. erhöht. Basierend auf dem Geschäftsmodell unseres Unternehmens der Arbeitsbühnenbranche beträgt der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens (Sachanlagen) am Gesamtvermögen mit EUR 24,066 Mio. rund 88 %. Nach einem außerordentlichen Anstieg im Vorjahr (24,13 %) sind die Sachanlagen im Berichtszeitraum nahezu unverändert geblieben (i.Vj. EUR 23,597 Mio.). Die Zunahme im Bereich des Umlaufvermögens ist insbesondere auf den Zuwachs bei den Vorräten (EUR 0,830; i.Vj. EUR 0,331 Mio.) und sonstigen Vermögensgegenständen (EUR 1,134 Mio.; i.Vj. EUR 0,160 Mio.) zurückzuführen. Ursächlich hierfür ist bei den Vorräten insbesondere die planmäßige Aufstockung des Warenbestands (EUR 0,810 Mio.; i.Vj. EUR 0,271 Mio.). Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben sich ein einmaliges Handelsgeschäft (EUR 0,549 Mio.), das nicht zur Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gehört, sowie eine gestiegene Forderung gegen den Factor abcfinance GmbH (TEUR 441; i. Vj. TEUR 10) ausgewirkt. Die flüssigen Mittel betrugen zum Geschäftsjahresende EUR 0,040 Mio. (i.Vj. EUR 0,375 Mio.). Unser Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss von EUR 1,240 Mio. auf EUR 5,322 Mio. weiter erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 19,5 % (i.Vj. 15,7 %). Die Gesellschafter beabsichtigen, auch zukünftig durch Dividendenverzicht bzw. Thesaurierung der Jahresergebnisse das Eigenkapital der Gesellschaft zu stärken. Das nicht durch Eigenkapital finanzierte Vermögen von EUR 22,013 Mio. (i.Vj. EUR 21,853 Mio.) ist durch langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einschließlich Leasing-Finanzierungsgesellschaften (EUR 16,254 Mio.; i.Vj. EUR 17,395 Mio.) und Pensionsrückstellungen (EUR 0,468 Mio.; i.Vj. 0,492 Mio.) finanziert. Von den übrigen Verbindlichkeiten haben sich vor allem die Lieferantenverbindlichkeiten (EUR 1,272 Mio.; i.Vj. EUR 1,028 Mio.) bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 3,311 Mio.; i.Vj. EUR 2,469 Mio.) erhöht. 2.3.3. Finanzlage Der Brutto-Cash-Flow des Geschäftsjahres 2023 beträgt EUR 5,224 Mio. (2022 EUR 4,352 Mio.). Der stichtagsbedingte Bestand an flüssigen Mitteln beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 40,0. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf eine zum Stichtag abgerufene, aber noch nicht eingegangene Forderung aus dem Factoring zurückzuführen. Auch vor dem Hintergrund nicht ausgenutzter Kreditlinien bei Banken in Höhe von EUR 0,900 Mio. war die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, jederzeit gegeben. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die für die Gesellschaft zur internen Steuerung und Lagebeurteilung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
3. Risiko- und Chancenbericht 3.1. Risiken der künftigen Entwicklung Die Ungewissheit über das geopolitische Geschehen und damit verbunden die weitere konjunkturelle Entwicklung wird gesamtwirtschaftlich betrachtet unverändert hoch bleiben. Eine weitere Zuspitzung von Handelskonflikten könnte zu neuerlichen Störungen in den globalen Produktions- und Lieferketten führen. Der Rückgang der Bauwirtschaft, hervorgerufen durch geringere Aktivitäten im Wohnungsbau, führte für die Arbeitsbühnenbranche insgesamt bereits zu einem im Vergleich zum Vorjahr geringeren Umsatzanstieg. Sollten sich Konsolidierung und Erholung der Bauwirtschaft weiter verzögern, dürften aus diesem Wirtschaftssektor weiterhin keine Wachstumsimpulse zu erwarten sein. Die operativen Risiken aus der Preissituation am Mietmarkt werden daher im Vergleich zu den Vorjahren unverändert bestehen bleiben. Restriktivere umweltpolitische Vorschriften des Gesetzgebers, die im Rahmen ihrer Vorgaben einen reduzierten Rußpartikelausstoß sowie kontinuierlich geringere Feinstaubbelastungen durch Motoren vorsehen, lassen auch die Modernisierungsanforderungen an die Mietparks der Arbeitsbühnenvermieter unverändert hoch bleiben. Das gestiegene Zinsniveau belastet daher auch zukünftig die Ertragssituation der Branche. Daher wird die weitere Inflations- und Zinsentwicklung genau zu beobachten sein. Preisdämpfende Effekte, wie der Rückgang der Energiepreise, sollten im Jahresverlauf an Bedeutung verlieren. Strukturelle Umstände wie der Fachkräftemangel und geänderte Handelsströme könnten die Teuerungsrate derart beeinflussen, dass sich der geldpolitische Spielraum der Zentralbank weiter verringert und eine geänderte Zinserwartung für unverändert hohe Refinanzierungskosten sorgt. Den daraus resultierenden finanzwirtschaftlichen Risiken sehen wir uns aufgrund der bereits getätigten Investitionen und der ausreichenden Kapitalausstattung bestens gerüstet. Unser Risikofrüherkennungssystem erfasst das Controlling und die regelmäßige interne Berichterstattung. Es ist darauf ausgerichtet, die dauerhafte Zahlungsfähigkeit sicherzustellen und das Eigenkapital zu stärken. Dazu werden in verschiedenen Beobachtungsbereichen Risikoindikatoren ermittelt und bewertet. Wichtigstes Instrument ist die Finanzierungsübersicht der Investitionen, aus der die Liquiditätsabflüsse im Voraus Tag genau ersichtlich sind. Aufgrund der guten Ertragslage besteht derzeit nur ein geringes Risiko von Liquiditätsengpässen. Bei den langfristigen Fremdmitteln handelt es sich überwiegend um Grundstücksfinanzierungen, die dinglich abgesichert sind. Das daraus resultierende geringe Zinsänderungsrisiko findet im Risikomanagementsystem und der Finanzberichterstattung Berücksichtigung. Bei Finanzierungen des Maschinenparks wird eine den gesetzlichen Grundlagen entsprechend lange Abschreibungszeit gewählt, um auch weiterhin eine gute Ertragslage zu gewährleisten. Die in der Vergangenheit intensivierten Handelsaktivitäten und eine daraus resultierende Marktposition ermöglichen es uns, bei Bedarf Maschinen aus dem Anlagevermögen verkaufen und stille Reserven auflösen zu können. Insofern liegt auch hieraus das Risiko eines Liquiditätsengpasses in überschaubarem Rahmen. Wesentliche Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, Ausfall- und Liquiditätsrisiken im reinen Vermietgeschäft sind aufgrund von abgetretenen Forderungen an eine Factoring Gesellschaft (echtes Factoring) nicht erkennbar. Die Mieteinnahmen sind durch den Verkauf der Forderungen gesichert. Nicht angekaufte Forderungen werden mit Bedacht und zum Teil als Vorkasse behandelt. Preisänderungsrisiken werden minimiert, da im Vorfeld feste Preisvereinbarungen innerhalb langfristiger Rahmenverträge getroffen sind. Trotz der beschriebenen wirtschaftlichen Unsicherheiten und Risken sind derzeit keine bestandsgefährdenden oder entwicklungsbeeinträchtigenden Tendenzen erkennbar, die zu einer ungünstigen Entwicklung im Unternehmen mit negativer Beeinflussung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten. 3.2. Chancen der künftigen Entwicklung Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte die positive Entwicklung unserer Gesellschaft auch 2023 fortgeführt werden. Die geschäftspolitischen Weichenstellungen der vergangenen Jahre machen sich gerade im aktuellen Umfeld bezahlt. Investitionen in die Bereiche batteriebetriebene Scheren-Arbeitsbühnen und Teleskopstapler, die sich mit einem dynamischen Wachstum im Berichtszeitraum hervorgetan haben, werden helfen, von einer bevorstehenden Markterholung zusätzlich zu profitieren. Die in Planung befindliche Modernisierung der eigenen Fachwerkstatt wird die Servicequalität auch für die Zukunft sichern und gemeinsam mit einer erstklassigen Beratung langjährige Kundenbeziehungen intensivieren und die Akquisition neuer Kunden unterstützen. Im Berichtsjahr neu abgeschlossene Rahmenverträge sichern Erträge für die nächsten Jahre ab. Die angebotenen Dienstleistungen im Bereich Schulung von Arbeitsbühnen und Staplern werden weiter ausgebaut, um die Kundezufriedenheit zu erhöhen. Darüber hinaus helfen neben der Kontrolle unserer internen Arbeitsabläufe steigende Investitionen in die Qualität und Sicherheit der IT-Infrastruktur, zukunftsorientiert an neuen Entwicklungen teilzuhaben und perspektivisch durch die frühzeitige Anwendung generativer KI in den Bereichen Dokumentenerstellung sowie externer und interner Kommunikation Automatisierungspotentiale zu realisieren. Der gesamte Maßnahmenmix wird sicherstellen, auch zukünftig nachhaltige Erträge zu erwirtschaften. Vor dem Hintergrund einer sich konsolidierenden Wirtschaft generell, dürften sich die Rahmenbedingungen für die Branche der Arbeitsbühnenvermieter in den kommenden Jahren wieder verbessern und für Wachstumsimpulse sorgen. Insgesamt sehen wir unsere Gesellschaft darauf bestens vorbereitet. 4. Prognosebericht Die das Berichtsjahr kennzeichnende Ungewissheit über die wirtschaftliche Gesamtentwicklung wird auch im Jahresverlauf 2024 unverändert hoch bleiben. Ein wenig verändertes gesamtwirtschaftliches Umfeld sowie die Geld- und Fiskalpolitik werden das deutsche Wachstum weiterhin beeinflussen. Nichtsdestotrotz wird 2024 eine Konsolidierung der deutschen Gesamtwirtschaft erfolgen, und das Jahr voraussichtlich mit der Rückkehr auf einen Wachstumspfad enden. Zwar werden die Bauinvestitionen über das gesamte Jahr 2024 noch sinken, die Rezession in der Bauwirtschaft aber sollte zum Jahresende beendet sein und die Bauinvestitionen anschließend im Jahr 2025 wieder steigen. Die deutsche Wirtschaft ist, gestützt vom Wachstum der Welt- und insbesondere der US-Wirtschaft, im ersten Quartal 2024 um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen und hat somit die Talsohle des Jahresendes 2023 früher als vielfach prognostiziert durchschritten. Begleitet von weiterhin gedämpften Investitionsaussichten wird für das Gesamtjahr 2024 nunmehr mit einem deutschen BIP-Wachstum von 0,3 % gerechnet. Die besser als noch zu Jahresbeginn prognostizierten Wachstumszahlen führen allerdings auch zu einer geänderten Zinserwartung. Zwar wird im Jahresdurchschnitt mit einer Normalisierung der Teuerungsrate auf 2,2 % gerechnet, die Geldpolitik aber dürfte sich langsamer als bislang angenommen normalisieren. Dies kann möglicherweise mit Auswirkungen auf die erwartete Entwicklung im Bausektor und den entsprechenden Bauinvestitionen verbunden sein. Die derzeitige Konjunkturentwicklung dürfte in der Branche der Baumaschinenvermieter nach 2023 erneut für ein nominalen Umsatzrückgang sorgen. Für das Jahr 2024 wird für den Baumaschinenhandel mit einem Rückgang von 5 % gerechnet, in der Vermietung gehen die Unternehmen von einem Wachstum der nominalen Umsätze von 3 % aus. Für die Branche der Arbeitsbühnenvermietung zeichnet sich für den Jahresverlauf 2024 ein leichter Umsatzzuwachs ab. Die bbi-Umfrage zu Beginn des Jahres 2024 ergab einen erwarteten nominalen Zuwachs von durchschnittlich 5 %. Die Vermietung von batteriebetriebenen Scheren-Arbeitsbühnen und Teleskopstapler dürfte mit einem überdurchschnittlichen Umsatzzuwachs auch im Jahr 2024 zu den Wachstumsträgern der Branche zählen. Aber auch notwendige Vermietpreiserhöhungen und größere Maschinenkapazitäten tragen zum erwarteten Umsatzplus bei. Nach Jahren eines im Branchenvergleich weit überdurchschnittlichen Umsatz- und Ertragsanstieges erwarten wir insbesondere vor dem Hintergrund einer sich nur langsam konsolidierenden Wirtschaft für das Gesamtjahr 2024 für unser Unternehmen mit einem Umsatz von 17 Mio. € und einem Gewinn vor Steuern von 1,1 Mio. € ein leicht rückläufiges Geschäftsergebnis im Vergleich zum Berichtsjahr, das aber dennoch über dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 liegen sollte. Bei den Handelsumsätzen erwarten wir nach einem Anstieg im Berichtsjahr eine Korrektur für das Jahr 2024. Die Zinsaufwendungen werden unter Berücksichtigung einer geänderten Zinserwartung auf dem hohen Vorjahresniveau verbleiben. Trotz der beschriebenen Unsicherheiten über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung werden wir dennoch auch 2024 unser Eigenkapital weiter stärken und die finanzielle Basis für künftige Investitionen ausbauen können.
Kelkheim, den 12.07.2024 Gerd Lehmann, Geschäftsführer Katja Preß, Geschäftsführerin Dirk Preß, Geschäftsfüher BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine AngabenDie GL Verleih GmbH hat ihren Sitz in Kelkheim (Taunus) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Königstein (Reg.Nr. HRB 8688). Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die GL Verleih GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, werden im Anhang angegeben. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen orientieren sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer und liegen in der Regel zwischen 3% und 33 % jährlich. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten, ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet. Die Vorräte bestehen aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren. Sie werden mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen angesetzt. Die Bewertung erfolgt mit dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Die flüssigen Mittel werden in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Dies gilt analog für Einnahmen vor dem Stichtag, die passiv abgegrenzt werden. Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC - Projected-Unit-Credit-Methode). Bei den Pensionsverpflichtungen wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine zehnjährige Laufzeit zu verwenden. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen ergeben. Dabei werden auch die quasi permanenten Differenzen berücksichtigt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur angesetzt, wie mit einer Nutzung gerechnet wird. Sich daraus ergebende aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ergibt sich dabei ein aktivischer Überhang latenter Steuern, wird von dem bestehenden Ansatzwahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Zeitwert (Forderungen) bzw. dem höheren Zeitwert (Verbindlichkeiten) am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar (in EUR):
Latente Steuern Die in der Bilanz ausgewiesenen passiven latenten Steuern belaufen sich auf TEUR 12. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Zuführung in Höhe von TEUR 12. Temporäre Differenzen im Sinne des § 274 HGB bestehen in folgenden Bilanzpositionen wie folgt: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Wertberichtigungen; aktiv): TEUR 29 Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub / nicht genommene Überstunden (aktiv): TEUR 134 Sachanlagevermögen (passiv): TEUR 202 Insgesamt übersteigen die passiven die aktiven latenten Steuern, so dass ein Passivüberhang vorliegt. Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 28,43% zugrunde gelegt. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert EUR 178.100. Es ist vollständig eingezahlt. Weiterhin sind unverändert EUR 332.017,47 in die Kapitalrücklage eingestellt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden folgende Berechnungsparameter angesetzt: Rechnungszins 1,82% / Anwartschaftstrend 0,00% / Rententrend 2,00% / Fluktuation keine. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, den notwendigen Zuführungsbetrag aufgrund der BilMoG-Umstellung auf 15 Jahre zu verteilen. Zum Bilanzstichtag beträgt der noch nicht erfasste Zuführungsbetrag (Unterdeckung) EUR 2.924 (Vj. EUR 5.852). Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 3.324 (Vj. EUR 15.912). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen (TEUR 53, Vj. TEUR 64) sowie Jahresabschlusskosten (Erstellung und Prüfung) (TEUR 46, Vj. TEUR 43). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt (in EUR):
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt TEUR 3.128 durch Grundschulden und TEUR 13.126 durch Sicherungsübereignung besichert. Von den Sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 584 durch Sicherungsübereignung besichert. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von EUR 38.475,82 (Vj. EUR 36.562,82) ausgewiesen. Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung sind in Höhe von TEUR 788 durch den Verkauf von neuen wie gebrauchten Arbeitsbühnen aus dem Anlagevermögen (TEUR 521; Vj. TEUR 348) und aus der Handelsware (TEUR 268; Vj. EUR 42) erzielt worden. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus der Zuführung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 0) enthalten. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen, bestehen im Wesentlichen aufgrund von Mietverträgen in Höhe von jährlich TEUR 142 (Laufzeiten 1 bis 3 Jahre), aufgrund von Leasingverträgen für den Fuhrpark in Höhe von jährlich TEUR 283 (Laufzeiten zwischen 1 bis 5 Jahre), aufgrund eines Geschäftsbesorgungsvertrag in Höhe von jährlich TEUR 429 (Laufzeit unbestimmt) und aufgrund eines Factoring-Vertrags (seit 2011), der der Verbesserung der Liquidität dient (im Berichtszeitraum sind Forderungen in Höhe von brutto 22 Mio. EUR angekauft worden, die Finanzierungskosten in Höhe von knapp TEUR 100 stehen diesem Vorteil gegenüber). Die Mietverträge betreffen zum einen Nachbargelände, die für die Expansion benötigt und angemietet werden konnten, und zum anderen Mietcontainer auf einer Großbaustelle im Rhein-Main-Gebiet, die zusammen mit einem dortigen Generalunternehmer genutzt werden und für kurze Wege auf der Großbaustelle sorgen. Die Leasingverträge betreffen hauptsächlich den für eigenbetriebliche Zwecke genutzten Fuhrpark (Zugmaschinen und Tieflader, Lieferwagen, PKW). Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwertung auf den Leasinggeber. Dies gilt analog für die Inanspruchnahme von Factoring. Der Geschäftsbesorgungsvertrag besteht seit dem Jahr 2008 und beinhaltet im Wesentlichen Geschäftsführungsaufgaben und ab dem Jahr 2023 zusätzlich die komplette Abwicklung des Verkaufs von Neu- und Gebrauchtgeräten zwecks Entlastung der eigenen Arbeitnehmer. Den Aufwendungen stehen u.a. die Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung aus dem Verkauf von Anlagevermögen und der Handelsware gegenüber (vgl. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung). Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren im Unternehmen durchschnittlich 48 Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfallen 6 Angestellte auf die Verwaltung, 15 Angestellte auf die Disposition/Kundenbetreuung und 27 gewerbliche Arbeitnehmer auf die Werkstatt / den Fuhrpark. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Abschluss des Geschäftsjahres 31.12.2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.239.942,43 auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr ausgeübt durch: Gerd Lehmann, Kelkheim Diplom-Kaufmann Katja Preß, Kelkheim Bürokommunikationskauffrau Dirk Preß, Kelkheim Industrie-Kaufmann Thomas Volk, Schwerte Waagenbauer (bis 30.06.2023) Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Kelkheim (Taunus), den 12.07.2024 Gerd Lehmann, Geschäftsführer Katja Preß, Geschäftsführerin Dirk Preß, Geschäftsfüher Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die GL Verleih GmbH, Kelkheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GL Verleih GmbH, Kelkheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GL Verleih GmbH, Kelkheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 12. Juli 2024 DORNBACH
GmbH
gez. Jochen Ball, Wirtschaftsprüfer gez. Roman Brinskelle, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 12.7.2024. |
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