Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 40688
Eingetragen
8.10.2004
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von HandwerkzeugenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung von Schnitt- und Stanzwerkzeugen, Vorrichtungen, Kunststoff- und Druckgußformen sowie der Handel mit diesen, einschließlich der Produkte der Anwendung jener Werkzeuge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Feike Gerben Bakx
seit 29.6.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Feike Gerben Bakx
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Feike Gerben Bakx
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Christian Dunkel GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Das Geschäftsfeld der Christian Dunkel GmbH war unverändert gegenüber den Vorjahren und bestand aus folgenden Tätigkeitsbereichen:

- Fertigung von Vorrichtungen und Elektroden für Hersteller von Kraftwerksanlagen

- Entwicklung und Fertigung von Spann- und Prüfvorrichtungen, vornehmlich für die Zulieferer der Automobilindustrie (Metall- und Kunststoffsektor)

- Entwicklung und Fertigung von Sondermaschinen und -Anlagen für die Fluidtechnik im Fahrzeug: Brems-, Kraftstoff-, Klima- und Batteriekühlleitungen

- Klassische Werkzeugaufträge für den Formenbau sowie Stanztechnik

- Einzelteilfertigung mit höheren qualitativen Ansprüchen als verlängerte Werkbank, vorrangig für den Sondermaschinenbau und andere Spezialfertiger

Wirtschaftliche Entwicklungen und Ertragslage

Entsprechend der strategischen Ausrichtung waren für das Jahr 2022 folgende Hauptziele gesetzt:

- Einrichtung und Ausstattung der neuen Fertigungshalle

- Durchführung der Standortverlagerung des gesamten Unternehmens von Berlin Oberschöneweide nach Berlin Adlershof. Der Umzug beinhaltete die Umsetzung von ca. 100 Werkzeugmaschinen mit ca. 85 Mitarbeitern und deren Werkstatt- und Büroeinrichtung

- Sicherung der Flächenfreisetzung und anschließender Rückgabe am alten Standort von über 5.000 m 2 zum Herbst 2022

- Im Zuge dieser Arbeitsveränderungen war das Ziel, den Produktionsausfall auf einen Monat zu begrenzen

- Durchführung der Verschmelzung mit der Inhabergesellschaft

Der Umsatzrückgang konnte trotz des Produktionsausfalls auf ca. 2% begrenzt werden. Das Jahr 2022 ist im Rahmen der Prognose mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen worden. Der Jahresabschluss weist einen Jahresfehlbetrag von 4.755 TEUR aus. Dieses Ergebnis ist deutlich von einmaligen Vorgängen geprägt:

- Mit der Einrichtung und Ausstattung sind einmalige, nicht-aktivierbare interne Sonderleistungen von ca. 168 TEUR entstanden

- Mit dem Umzug der Produktion und der Verwaltung sind einmalige externe Aufwendungen in Höhe von ca. 730 TEUR verbunden

- Die Räum- und Rückbauarbeiten wurden hauptsächlich mit eigenen Arbeitskräften durchgeführt, hier sind ca. 117 TEUR an Sonderkosten angefallen

- Zum 01.01.2022 wurde die Inhabergesellschaft Bakx&Strecker Immobilien GmbH auf die Christian Dunkel GmbH verschmolzen. In diesem Zusammenhang ist ein Verschmelzungsverlust in Höhe von 4.238 TEUR verbunden

Durch die coronabedingten Rückgängen in den Produktionsmengen von Elektro-, Druckluft und anderen Komponenten und darauffolgenden Vorratserhöhungen durch viele Abnehmer dieser Komponenten, entstanden Zulieferengpässe, wie vorher in den 30 Jahren der Tätigkeit des Unternehmens nicht annähernd festzustellen waren. Gleichzeitig wurde das Unternehmen auch im 2022 mit einer hohen Zahl an coronabedingten Personalausfällen konfrontiert.

Vor dem Hintergrund dieser einmaligen Vorgänge kann das Jahr 2022 als zufriedenstellend eingestuft werden. Durch strukturelle Marktbearbeitung konnten folgende positive Entwicklungen vorangetrieben werden:

- Erhöhung des Exportanteils von ... auf .... %

- Internationalisierung des Luft- und Raumfahrtgeschäftes

- Ausbau des Angebotes im Bereich Maschinenbau durch Modernisierung der Maschinenmodelle für die Fluidtechnik im Fahrzeug

- Die weite Fächerung des Kundenportfolios konnte durch Neukundenakquise beibehalten werden. Die Abhängigkeit von einem oder wenigen Großkunden konnte damit weiterhin ausgeschlossen werden

Das Ergebnis im Jahr 2023 hat sich in der ersten Jahreshälfte sehr positiv entwickelt. Der Umsatz bis Ende Juni betrug 5.355 TEUR. Das Ergebnis nach Steuern für das Jahr 2023 wird sich nach aktueller Planung (Herbst 2023) im oberen 6-stelligen Bereich begeben.

Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Auf lange Sicht gesehen werden die folgenden Risiken, sofern sie eintreten sollten, als wesentlich eingestuft:

- Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage mit der Folge fehlender Investitionsbereitschaft

- Verknappung des Arbeitskraft-Angebots und die damit einhergehende Fähigkeit, hoch-komplizierte Maschinen oder Anlagen zu konstruieren oder Einzelteile zu fertigen

- Branchen- und Umsatzschwankungen in einzelnen Sparten können jederzeit vorkommen, was aber durch gut ausgebildete und flexible Mitarbeiter ausgeglichen werden kann.

Weitere wesentliche Risiken werden zurzeit nicht gesehen.

Sonstige Angaben

Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

 

Berlin, im September 2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 684.493,50 733.712,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.786,55 35.854,00
II. Sachanlagen 655.704,95 697.856,00
1. technische Anlagen und Maschinen 502.179,00 543.503,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.584,00 154.353,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.941,95
III. Finanzanlagen 2,00 2,00
1. Beteiligungen 1,00 1,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 4.738.031,54 8.462.568,66
I. Vorräte 1.456.966,19 1.497.999,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.982.435,40 4.314.520,31
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 2.370.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.982.435,40 1.944.520,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 32.296,19 46.186,22
III. Wertpapiere 95.430,09 102.182,80
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.203.199,86 2.547.865,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.179,14 19.510,05
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 518.940,19
Aktiva 5.951.644,37 9.215.790,71

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 4.235.643,44
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 484.182,16 484.182,16
III. Gewinnvortrag 3.725.896,69 3.091.106,30
IV. Jahresfehlbetrag 4.754.583,63 -634.790,39
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 518.940,19
B. Rückstellungen 1.014.155,00 899.362,00
C. Verbindlichkeiten 4.937.489,37 4.080.785,27
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.470.934,55 2.820.934,41
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 752.685,94 736.641,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.718.248,61 2.084.293,12
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 428.196,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 428.196,23
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.038.358,59 1.259.850,86
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.038.358,59 1.259.850,86
Passiva 5.951.644,37 9.215.790,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 7.102.217,52 7.950.622,43
2. Personalaufwand 4.034.752,92 4.502.126,29
a) Löhne und Gehälter 3.460.303,63 3.810.412,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 574.449,29 691.713,48
davon für Altersversorgung -114.787,99 -31.561,91
3. Abschreibungen 358.491,59 466.065,94
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 358.491,59 466.065,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.400.518,22 1.999.462,59
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.045,88 937,64
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.355,45 14.250,63
davon Erträge aus Abzinsung 13.608,00 13.209,00
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 6.752,71 5,60
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70.804,63 73.049,78
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 16.126,00 42.473,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.335,58 287.762,12
10. Ergebnis nach Steuern -4.752.365,64 637.338,38
11. sonstige Steuern 2.217,99 2.547,99
12. Jahresfehlbetrag 4.754.583,63 -634.790,39

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Christian Dunkel GmbH, Berlin und ist beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter HRB HRB 40688 eingetragen.

B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274, 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

1.2 Bewertungsmethoden

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre), bewertet.

Geleistete Anzahlungen

sind zu ihrem Nennwert angesetzt, Wertberichtigungen waren nicht vorzunehmen.

Sachanlagen

Technische Anlagen und Maschinen

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr planmäßig abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten aktiviert.

Finanzanlagen

Beteiligungen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

sind mit den Anschaffungskosten oder wegen nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren

sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Anschaffungskosten wurden durch Einzelfeststellung ermittelt.

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch eventuell vorzunehmende Abschreibungen ein bezogen.

Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden.

Geleistete Anzahlungen

sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

sind zu Nennwerten bewertet. Die Absetzung wird auf die Laufzeit der Darlehen verteilt.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

wurden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens der Debeka Lebensversicherungsverein a. G. zum 31. Dezember 2022 nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Project-Unit-Credit-Methode errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Geschäftsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,78 % bei der Berechnung zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen wurden mit 0,0 % berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Bei der Ermittlung von Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte der Branche berücksichtigt.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

In den Abschreibungen im Jahr 2022 sind geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von EUR 13.084,56 enthalten, die direkt abgeschrieben werden, das heißt, im Anlagenspiegel neben dem Zugang auch wieder direkt als Abgang dargestellt werden.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 1.950.139,21 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von EUR 32.296,19 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Zinsen aus Investitionsdarlehen in Höhe von EUR 8.430,17 (Vj: EUR 19.510,05).

4. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages.

5. Rückstellungen

5.1 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der Pensionsrückstellungen beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 574.896,00. Damit ist die gesamte Verbindlichkeit bezüglich der Neubewertung passiviert.

Des Weiteren wurde die Rückdeckungsversicherung mit dem Aktivwert in Höhe von EUR 361.041,00 eingebucht und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Bilanzposition Pensionsrückstellung saldiert ausgewiesen.

Im Verhältnis zu der Bewertung mit Hilfe des 7 Jahreszinssatzes ergibt sich eine Ausschüttungssperre i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 16.902,00.

Die Versorgungsverpflichtungen wurden gemäß § 249 HGB i. V. m. § 252 bis 255 HGB berechnet. Die Höhe der Versorgungsverpflichtung ist gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu berechnen und anzusetzen. Die Bewertung beruht auf der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämien) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Neben dem vertraglichen Pensionsalter liegen der Berechnung des Erfüllungsbetrages die folgenden Bewertungsannahmen zu Grunde:

• gemäß § 253 Abs. 2 HGB wurde ein Rechnungszins von 1,78 % p.a. für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Geschäftsjahre berücksichtigt.

• gemäß § 253 Abs. 6 HGB wurde für die Ermittlung des Unterschiedsbetrages für den Vergleichswert ein Rechnungszins von 1,44 % p.a. für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Geschäftsjahre angesetzt.

5.2 Angabe und Erläuterung von in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträgen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen:

• Rückstellungen für Personal EUR 148.200,00 (Vj: EUR 132.800,00),
• Rückstellung für ausstehende Rechnungen EUR 400.000,00 (Vj: EUR 276.600,00),
• Rückstellung für unterlassene Instandhaltung EUR 130.000,00 (Vj: EUR 40.000,00),
• Rückstellung für Gewährleistung EUR 46.300,00 (Vj: EUR 47.200,00),
• Rückstellung für den Beitrag zur Berufsgenossenschaft EUR 26.000,00 (Vj.: EUR 28.000,00),
• Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten EUR 21.600,00 (Vj.: EUR 32.600,00).

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen in Höhe von TEUR 598. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 434 mit Pfandrechte oder ähnliche Rechte an beweglichen Sachen besichert.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Allgemein

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind hauptsächlich Er träge aus erhaltenen Zulagen und Zuschüsse in Höhe von TEUR 138, verrechnete sonstige Sachbezüge in Hö he von TEUR 54 sowie Er trä ge aus dem Ver kauf von Ge gen stän den des An la ge ver mö gens in Höhe von TEUR 34 enthalten.

3. Abschreibungen

Die Abschreibungen betreffen ausschließlich planmäßige Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 11) sowie der Sachanlagen (TEUR 347).

In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind Sofortabschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 13 enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hauptsächlich der Verschmelzungsverlust aus der zum 1. Januar 2022 durchgeführten Verschmelzung mit der Bakx&Strecker Immobilien GmbH in Höhe von TEUR 4.238, Miet- incl. Mietnebenkosten in Höhe von TEUR 508, Instandhaltungskosten in Höhe von TEUR 703, Betriebsbedarf und Kleinmaterial in Höhe von TEUR 383, Transportkosten in Höhe von TEUR 267 sowie EDV-Kosten in Höhe von TEUR 187 enthalten.

In den Instandhaltungs- und Transportkosten sowie dem Kleinmaterial sind einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Standortverlagerung des Sitzes der Gesellschaft von Oberschöneweide nach Adlershof in Höhe von ca. TEUR 730 enthalten.

5. Periodenfremdes Ergebnis

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht in nennenswerter Höhe enthalten.

6. Verrechnung

Der Aufwand aus der Pensionsverpflichtung und der Ertrag im Zusammenhang mit der Rückdeckungsversicherung wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 letzter Halbsatz HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert erfasst.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nach dem Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

• aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 5.700 bis Juni 2037,

• aus Wartungsverträge in Höhe von TEUR 132 bis Juni 2024 sowie

• aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 85 bis Mai 2026.

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

nach Gruppen Geschäftsjahr Vorjahr
Arbeiter 53 60
Angestellte 25 26
Aushilfen 3 3
Arbeitnehmer gesamt 81 89

3. Gesellschaftsorgane Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im gesamten Berichtsjahr Herr Dipl.-Ing. Christian Dunkel, Berlin sowie Herr Feike Gerben Bakx, Berlin.

Mit der Eintragung im Handelsregister vom 27. Januar 2023 ist Herr Dipl.-Ing. Christian Dunkel nicht mehr Geschäftsführer der Gesellschaft.

Die Geschäftsführer haben Einzelvertretungsbefugnis und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gemäß der Schutzklausel in § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben nach dem Bilanzstichtag nicht stattgefunden.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4.754.583,63 zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 3.725.896,69 auf neue Rechnung vorzutragen.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

Christian Dunkel GmbH, Berlin

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sochen Rechten und Werten 1.002.493,81 2.375,00 0,00 1.004.868,81
2. geleistete Anzahlungen 14.397,00 1.512,55 0,00 15.909,55
1.016.890,81 3.887,55 0,00 1.020.778,36
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 13.134.889,00 222.604,28 522.458,56 12.835.034,72
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.326.340,58 20.839,31 203.620,83 2.143.559,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 61.941,95 0,00 61.941,95
15.461.229,58 305.385,54 726.079,39 15.040.535,73
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 60.000,00 0,00 0,00 60.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00
180.000,00 0,00 0,00 180.000,00
16.658.120,39 309.273,09 726.079,39 16.241.314,09
Abschreibungen
Stand am 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sochen Rechten und Werten 981.036,81 10.955,00 0,00 991.991,81
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
981.036,81 10.955,00 0,00 991.991,81
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 12.591.386,00 263.928,28 522.458,56 12.332.855,72
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.171.987,58 83.608,31 203.620,83 2.051.975,06
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.763.373,58 347.536,59 726.079,39 14.384.830,78
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 59.999,00 0,00 0,00 59.999,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 119.999,00 0,00 0,00 119.999,00
179.998,00 0,00 0,00 179.998,00
15.924.408,39 466.065,94 122.547,10 15.924.408,39
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an sochen Rechten und Werten 12.877,00 21.457,00
2. geleistete Anzahlungen 15.909,55 14.397,00
28.786,55 35.854,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 502.179,00 543.503,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.584,00 154.353,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.941,95 0,00
655.704,95 697.856,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,00 1,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 1,00
2,00 2,00
684.493,50 733.712,00

UNTERSCHRIFT GEMÄSS § 245 HGB

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

 

Berlin, 21. Juli 2023

Christian Dunkel GmbH, Berlin

Feike Bakx, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:

An die Christian Dunkel GmbH, Berlin:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Christian Dunkel GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Christian Dunkel GmbH, Berlin für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile:

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung des Unternehmens:

Wir verweisen auf die Angaben im Lagebericht. Der Jahresabschluss 2022 weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 4.755 und ein nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 519 aus. Der Jahresfehlbetrags begründet sich im Wesentlichen aus zwei außerordentlichen, einmaligen Vorgängen, und zwar der Verschmelzung mit der Bakx & Strecker Immobilien GmbH auf die Christian Dunkel GmbH (Verschmelzungsverlust in Höhe von T€ 4.238) sowie durch den Umzug der Produktion in neue moderne Räumlichkeiten, durch den erhebliche einmalige Aufwendungen entstanden (T€ 847). Die Planungen der Gesellschaft erwarten für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rd. T€ 996 und ein Ergebnis nach Steuer von T€ 675. Für die nachfolgenden Jahre werden ähnliche Ergebnisse erwartet. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2023 untermauert die Planung. Aus der Sicht des Geschäftsführers spricht der Geschäftsverlauf 2023 für eine positive Fortführungsprognose. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht:

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Chemnitz, den 26. August 2022

ARB GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

A. Richter, Wirtschaftsprüfer

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