Rheinmetall NC GmbH
Rheiner Landstraße 195a, 49078 Osnabrück, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dominic Dr. Kaase seit 10.11.2025 | Geschäftsführer |
Saskia Pelties seit 27.11.2019 | Prokura |
Christoph Röttering seit 9.9.2019 | Geschäftsführer |
Stefan Meyer seit 10.12.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HAGEDORN-NC GmbHOsnabrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtDie HAGEDORN-NC GmbH, Osnabrück (HNC) ist mit der Ausgliederung des operativen Chemiegeschäftes der HAGEDORN AG seit dem 01.01.2005 innerhalb der Hagedorn-Gruppe am Standort Lingen/Emsland mit der Produktion und dem Vertrieb von industrieller Nitrocellulose und ihren Derivaten als operative Gesellschaft tätig. Die Gesellschaft verfügt über lizenzierte Läger für Nitrocellulose in Deutschland und Italien. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Produktion und den Vertrieb von Bindemitteln und Präparationen für lösemittelbasierende Lacke und Druckfarben. Dabei haben Nitrocellulose-Systeme eine starke Stellung bei Holzlacken und - expandierend - bei Druckfarben für den Flexo- und Verpackungstiefdruck, insbesondere für Lebensmittelverpackungen. I. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Nach der deutlichen Reduktion der Gesamtproduktion in der chemischen Industrie im Vorjahr (2022: -11,9 %) hat sich die Produktion der deutschen Chemiebranche als drittgrößter Industriezweig in 2023 erneut deutlich reduziert (-10,8 %). Die gesamte Industrieproduktion in Deutschland ist um 1,2 % und das BIP um 0,3 % gesunken. Die hohen Produktionskosten der Industrie in Deutschland durch die immer noch sehr hohen Energie- und Rohstoffpreise haben zu den kräftigen Produktionsdrosselungen geführt, während gleichzeitig die Nachfrage nicht nur im Inland sondern auch in vielen europäischen Ländern schwächelte. Die Gesamtindustrie in Europa und hier insbesondere die deutsche Industrie spürt die inflatorischen Folgen des zum Zeitpunkt der Berichterstellung seit über zwei Jahren tobenden Krieges in der Ukraine erheblich. Die Verteuerung durch hohe Energie- und Rohstoffkosten, gestiegene Finanzierungskosten, der Fachkräftemangel und die allgemeine Unsicherheit führten zu einer erheblichen Schwächung der Wettbewerbsposition im internationalen Vergleich. Die energieintensiven Betriebe der chemischen Industrie waren von der Verschlechterung der Marktposition im internationalen Vergleich besonders betroffen. Dennoch zeigten auch andere Branchen einen deutlich Negativtrend wie bspw. der Maschinenbau (-1,3 %), Herstellung von Kunststoffwaren (-7,7 %) oder die Metallerzeugung und -bearbeitung (-3,7 %). Der Markt für industrielle Nitrocellulose zeigte nach den herausragenden Jahren 2021/2022 und einem guten ersten Quartal 2023 leider sehr deutlich eine ähnliche Tendenz. Die Nachfrage ist durch die allgemeine Konsumrückhaltung sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erheblich zurückgegangen. Darüberhinaus führte der Lageraufbau in vielen nachgelagerten Produktionssegmenten in den Vorjahren dazu, dass mit der beginnenden Rezession diese Lagerbestände zunächst abgebaut werden mussten, was den Nachfragerückgang nochmal deutlich verstärkte. Die Preise für die Hauptkostentreiber haben sich im Laufe des Jahres 2023 reduziert. Dennoch lagen die Werte immer noch deutlich über dem Vorkrisenniveau 2020. So sind die Preise für Rohstoffe (u. a. Salpetersäure +200 %; Zellstoffe +60 %) als auch die Preise für Energie (Strom +500 % und Gas +400 %; Vergleich 2023 zu 2020) weiterhin extrem verteuert. Die sehr energieintensive chemische Industrie in Deutschland war von dieser Entwicklung, die schon in 2021 begann und ihren Höhepunkt in 2022 hatte, besonders stark betroffen. Vor allem der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ab Februar 2022 hat diese Entwicklung nochmals dramatisch verschärft. Russland als Hauptlieferant für Erdgas und weiterer Primärenergie hat seine Erdgas-Lieferungen nach Deutschland Mitte des Jahres 2022 vollständig eingestellt. Die Worst-Case-Szenarien einer Gasmangellage sind durch verschiedene Maßnahmen von staatlicher Seite als auch vor allem einer deutlichen Verbrauchsreduzierung sowie Substitution verhindert worden. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die europäische zivile NC-Herstellung wird von zwei deutschen Produzenten dominiert. Dies ist neben der HAGEDORN-NC die DOW-Wolff-Gruppe in Walsrode. Weiterhin produzieren noch einige wenige NC-Hersteller mit Produktion in Brasilien, Thailand, China und Indien, welche überwiegend im volumenorientierten Übersee-/Containergeschäft tätig sind. Die Struktur der europäischen und internationalen NC-Märkte ist sehr stabil (Oligopolmarkt). Die Kundenstruktur der HAGEDORN-NC GmbH ist - durch jahrzehntelange Zusammenarbeit und Vertrauen - geprägt von festen Bestandskunden mit Schwerpunkt Europa. Neben einigen wenigen Volumen-Kunden (Global Player) gibt es einen soliden Kundenanteil von größeren und kleineren Mittelstandskunden mit guter Bonität und stabiler Nachfrage, welche kurzfristig und kleinteiliger disponieren (just-in-time) und deshalb europäische NC-Hersteller präferieren. Auf Grund von hohen Sicherheitsauflagen können die Kunden die NC-Produkte nicht kapazitätsbezogen lagern und müssen deshalb das Produkt Nitrocellulose zügig verarbeiten. Die deutlich reduzierte Nachfrage als auch die gesunkenen Verkaufspreise im Vergleich mit dem außerordentlich guten Jahr 2022 haben zu einer geringeren Betriebsleistung einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge von 16.411 T€ geführt (Vorjahr 29.803 T€). 3. Geschäftsergebnis Durch die bereits beschriebene gesunkene Nachfrage und die gesunkenen Verkaufspreise hat sich die Betriebsleistung im Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2023 einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge (16.411 T€) im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert (29.803 T€). Die Materialaufwandsquote (57 %) ist im Vergleich zum Vorjahr (60 %) relativ leicht gesunken. Die Preise für Energie (Strom und Gas) als auch Rohstoffe (u. a. Salpetersäure, Zellstoff, Ethanol) sind im Geschäftsjahr gesunken bzw. haben sich auf einem hohen Niveau eingependelt, sodass die absolute Kostenbelastung immer noch deutlich höher ist als im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2020. Die Personalaufwandsquote (34 %) hat sich durch die gesunkene Betriebsleistung deutlich erhöht und auf einem normalen Niveau stabilisiert (Vorjahr 22 %). Absolut ist der Personalaufwand dagegen um 900 T€ gesunken, da auf die geringere Nachfrage durch eine Kapazitätsreduzierung (Abbau von Leihpersonal, KUG etc.) reagiert wurde. Die sonstigen betrieblichen Strukturkosten haben sich im Vorjahresvergleich aufgrund der deutlich gesunkenen Betriebsleistung ebenfalls zum Teil deutlich reduziert. Im Vergleich zum Vorjahr (251 T€) wurden 248 T€ für betriebliche Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen sowie Kosten des Umweltschutzes durch Fremdleistungen aufgewendet. Somit wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag von € 819.515,50 erwirtschaftet. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2022 (8.683 T€) zum 31.12.2023 (9.112 T€) erhöht. Aufgrund des Jahresfehlbetrages und der gestiegenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote auf 56,8 % reduziert (Vorjahr 69,0 %). 4. Produktion Geschäftsgegenstand der HAGEDORN-NC GmbH ist die Produktion und der Vertrieb von Bindemitteln und Präparationen für lösemittelbasierende Lacke und Druckfarben. Dabei haben Nitrocellulose-Systeme eine starke Stellung bei Holzlacken und - expandierend - bei Druckfarben für den Flexo- und Verpackungstiefdruck, insbesondere für Lebensmittelverpackungen. Die Produktrezepturen werden weltweit vertrieben und nach individuellen Kundenwünschen in der chemischen Zusammenstellung hergestellt. Die Logistik erfolgt über zertifizierte Speditionen und Reedereien. Die Produkte werden zeitnah Umsatz, der Lagerbestand erstreckt sich maximal auf einen Zeitraum von einem Umsatzmonat. Die Produkt- und Sortimentspolitik ist unterschiedlich, da kundenseitig Änderungswünsche permanent zu berücksichtigen sind. 5. Forschung und Entwicklung Die u. a. in 2016 bis 2023 initiierten Projekte im Bereich der plastifizierten Chips und der alternativen Weichmacher konnten in 2023 mit Erfolg weiter vorangetrieben werden. Effiziente Produktionsverfahren zur Herstellung der industriellen Nitrocellulose (NC-Wolle) werden mit Erfolg permanent - auch in Zusammenarbeit mit Großkunden - im Labor- und Produktionsmaßstab weiter entwickelt, ohne dabei nennenswerte Investitionen tätigen zu müssen. Der Maßnahmenkatalog wird im laufenden Tagesgeschäft allokiert und aktualisiert. Optimierungsmaßnahmen zur Herstellung von transparenten Lackfilmprodukten und niedrigviskoser NC-Wolle führten ebenfalls zu einer deutlichen Verbesserung der Produktqualitäten mit entsprechender Kundennachfrage (Premiumsegment niedrigviskose NC-Wolle/Nischenpolitik). Das Unternehmen HAGEDORN-NC GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 sehr intensiv genutzt um alternative Anwendungsbereiche als Marktsegmente zu erschließen. Durch die weltpolitische Gesamtsituation mit vielen kriegerischen Auseinandersetzungen und der erheblichen Aufrüstung in vielen Ländern der Welt hat sich die Nachfragesituation für energetische Nitrocellulose erheblich verändert. Die HAGEDORN-NC GmbH kann genehmigungsrechtlich und anlagentechnisch nur industrielle Nitrocellulose (Stickstoffgehalt <12,6 %) und keine energetische Nitrocellulose (Stickstoffgehalt >12,6 %) herstellen. Dennoch ergeben sich Möglichkeiten in Marktsegmenten, die vormals nicht bedient worden sind wie beispielsweise zivile Sprengstoffe, Feuerwerk, Celluloid oder Sportschützenmunition, die von den energetischen NC-Herstellern bisher bedient worden sind und nunmehr nach alternativen Lieferanten suchen. Im Geschäftsjahr sind eine Vielzahl an Projekten gestartet und Testproduktionen und Musterversendungen haben stattgefunden. 6. Beschaffung Die Beschaffung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt über zertifizierte Fachlieferanten mit Schwerpunkt Deutschland und Europa, teilweise kommen Zellstoffe aus Übersee (USA, Brasilien, China). Die Preisentwicklung orientiert sich - wie in der chemischen Industrie üblich - nach der Ölpreisbildung oder makroökonomischen Faktoren (weltwirtschaftliche Nachfrage). Insgesamt hat sich das Unternehmen durch die Gewinnung von weiteren Lieferanten erheblich breiter aufgestellt, sodass eine Risikominimierung für einen potenziellen Lieferantenausfall stattgefunden hat. 7. Investitionen In 2023 wurden neben den laufenden Instandhaltungen und Reparaturen drei Groß-Investitionen (Invest-Volumen 422 T€) getätigt. Hierbei handelt es sich um einen größeren Austausch eines Anlagenteils in einer der beiden Dampferzeugungsanlagen. Des Weiteren wurde eine fast sechsstellige Summe in eine Wärmerückgewinnungsanlage investiert. Diese Ende des Jahres in Betrieb gegangene Anlage erhöht die Energieeffizienz erheblich und wird mit dem sehr kurzen ROI zu einer Ergebnisverbesserung führen. Darüber hinaus ist eine Entwässerungsanlage für den anfallenden Schlamm aus den verschiedenen Abwasseraufbereitungsstufen (Neutralisation und Biologie) angeschafft worden. Die neue Anlage läuft mit erheblich geringerem Betreuungs- und Energieaufwand und führt somit zu einem besseren Ressourceneinsatz. 8. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die HAGEDORN-NC GmbH finanziert sich aus eigener Kraft und laufendem Cashflow. Die vorhandenen Kontokorrentmittel bei der Sparkasse Osnabrück werden variabel in Anspruch genommen. Dauerschuldverhältnisse sind auf das absolut Notwendige begrenzt. Geleaste bzw. gemietete Güter oder Gegenstände beziehen sich auf Fahrzeuge und Stapler sowie Raummieten und IT-Lizenzen. Im Geschäftsjahr 2023 ist eine Entwässerungsanlage für den anfallenden Schlamm aus der Wasseraufbereitung (Schneckenpresse) über einen Mietkaufvertrag finanziert worden. 9. Personal- und Sozialbereich Die HAGEDORN-NC GmbH hat eine stabile und optimierte Personalsituation erreicht. Zum 31.12.2023 beschäftigte die HAGEDORN-NC GmbH 96 Mitarbeiter (MA) nach 100 MA im Vorjahr, davon 7 MA in Osnabrück und 89 MA in Lingen (außerdem 4 MA bei der HAGEDORN-NC Italia in Rescaldina). Insgesamt waren 72 MA im gewerblichen Bereich (Vorjahr 76 MA) und 24 MA als Angestellte (Vorjahr 24 MA) tätig. Große Teile der angestellten Mitarbeiter sind jedoch auch dem gewerblichen Bereich zuzuordnen (Instandhaltung, Logistik, Schichtführer, Abwasserbereich). Mitarbeiter des Betriebsrates werden regelmäßig geschult. Außerdem werden alle Mitarbeiter über die gesetzlichen Pflichten hinaus wiederkehrend geschult und unterwiesen. Es existiert ein System der innerbetrieblichen Beauftragten für Abfall, Gefahrgut, Gewässerschutz, Emissionsschutz, Sicherheit, Störfall, Strahlenschutz, IMS, BDSB, Brandschutz und Energiemanagement. Das Unternehmen ist zertifiziert nach DIN ISO 9001 (Qualität), DIN ISO 14001 (Umwelt) und seit Dezember 2015 nach DIN ISO 50001 (Energiemanagement). Die Wiederholungsauditierungen werden jährlich und regelmäßig durchgeführt. 10. Umweltschutz Das Unternehmen hat den Bereich Umweltschutz in der Unternehmenspolitik verankert und arbeitet kontinuierlich an einer Weiterentwicklung. Gerade im Geschäftsjahr 2023 sind einige Verbesserungen (siehe 7. Investitionen) über die gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche als Untergrenze anzusehen sind, implementiert worden. So spielt der Bereich Umweltschutz bei Investitionsentscheidungen insbesondere auch unter Einbeziehung der ESG-Kriterien eine erhebliche Rolle. 11. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Es gibt keine sonstigen wichtigen Ereignisse für das Geschäftsjahr 2023 zu berichten. II. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich von 8.683 T€ (31.12.2022) auf 9.112 T€ (31.12.2023). Die Eigenkapitalquote sank von +69,0 % (31.12.2022) auf +56,8 % (31.12.2022). 2. Finanzlage Die vorhandenen flüssigen Mittel des Kontokorrentrahmens reichen zur Bedienung der Verbindlichkeiten aus. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen nicht. 3. Ertragslage Die Umsatzrendite für das Geschäftsjahr 2023 lag aufgrund der beschriebenen geschäftlichen Entwicklung bei -5,1 % (Vorjahr 8,3 %). III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 1. Voraussichtliche Entwicklung Das Jahr 2023 war maßgeblich geprägt durch die i) erheblich zurückgegangene Nachfrage aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage sowie ii) die weiterhin sehr hohen Kosten insbesondere für Energie, Rohstoffe und Verpackungsmaterialien. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hat sich die Nachfrage auf einem niedrigen, kostendeckenden Niveau stabilisiert. Ebenso zeigen die Hauptkostentreiber aktuell eine gleichbleibende Tendenz. Die im Jahr 2023 begonnenen Projekte hinsichtlich neuer Marktsegmente zeigen zum Zeitpunkt der Berichterstellung eine sehr positive Entwicklung, sodass für die Zukunft mit guten Ergebnisbeiträgen hier zu rechnen ist. 2. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Chancen- und Risikobewertung Grundsätzlich werden die Chancen und Risiken aus dem operativen Geschäft der HAGEDORN-NC GmbH im Rahmen der jeweiligen Jahresplanung berücksichtigt. Durch die momentan auftretenden und nicht planbaren Sondersituationen wie weiterhin die Energiepreiskrise sowie auch die geopolitische und gesamtwirtschaftliche Situation sind nahezu alle Branchen betroffen. Die HAGEDORN-NC GmbH hat sich auf diese Situation eingestellt und Aufwendungen/Investitionen getätigt um effizienter und besser zu werden. Das Ende des Geschäftsjahres umgesetzte Projekt der Wärmerückgewinnung ist hier beispielhaft zu nennen. Die bis zum Zeitpunkt der Berichterstellung vorliegenden Ergebnisse zeigen hier in eine deutlich positive Richtung um energieeffizienter zu werden. Mit dem Ende des Jahres 2023 auslaufenden Preisbremsen für Strom und Gas ist die staatliche Deckelung der Energiepreise nicht mehr gegeben. Da die Gesamtsituation der Energieversorgung breiter aufgestellt ist (bspw. durch LNG-Gas etc.) ist das Risiko einer erneuten Situation wie in 2021/2022 geringer. Des Weiteren hat das Unternehmen bereits Teilmengen an Strom und Gas fixiert. Die angestoßenen Effizienzmaßnahmen helfen darüber hinaus ein zukünftiges Risiko zu reduzieren. Aus den beschriebenen Preisbremsen-Gesetzen (EWPBG und StromPBG) hat das Unternehmen die Möglichkeit eine hohe Erstattungssumme zu erhalten. Hierzu werden derzeit die finalen Erklärungen erstellt und den Versorgern fristgerecht übermittelt. Durch die nicht ganz eindeutigen gesetzlichen Regelungen bzw. Rechtsauslegungen ist für die siebenstellige Forderung eine entsprechende Rückstellung in der Bilanz gebildet worden. Das Unternehmen sowie die Rechtsberatung sehen hier gute Chancen für den Erhalt der entsprechenden Erstattungssumme. Daneben hat das Unternehmen erhebliche Chancen aus der derzeitigen globalen Situation der Aufrüstung profitieren zu können. Da wie bereits beschrieben die energetischen Nitrocellulose-Hersteller für die nächsten Jahre deutlich zu geringe Produktionskapazitäten haben werden, ergeben sich für die HAGEDORN-NC GmbH sehr gute Chancen Marktsegmente, die vormals nicht bedient worden sind, übernehmen zu können. Bei diesen Marktsegmenten handelt es sich beispielweise um zivile Sprengstoffe, Feuerwerk, Celluloid oder Sportschützenmunition. Die Marktpreise und Gewinnmargen sind hier deutlich höher. Das Unternehmen hat das Berichtsjahr sehr intensiv genutzt und mit mehreren Herstellern aus diesen Bereichen Abstimmungen hinsichtlich Anforderungen und Produkteigenschaften wie Viskosität, Faserlänge, Stickstoffgehalt, Rohstoffe oder Alkohollöslichkeit etc. vorzunehmen. In mehreren Bereichen haben Musterversendungen und Testproduktionen stattgefunden. Da für alle Bereiche sehr hohe Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen bestehen, die vor allem sehr zeitintensiv (lange Produkt- und Lagerungstests) sind, dauern diese Projekte sehr lange (teilweise >1 Jahr). Die HAGEDORN-NC GmbH hat jedoch in zwei Segmenten mittlerweile sehr positive Resultate erzielen können, sodass bereits die reguläre Produktion gestartet ist bzw. Rahmenverträge für die Belieferung im zweiten Halbjahr abgeschlossen sind. Eine generelle Umstellung auf den höheren Stickstoffgehalt, wie es für die energetische Nitrocellulose notwendig ist, ist anlagentechnisch und genehmigungsrechtlich sehr aufwendig. Ohne einen höheren Stickstoffgehalt fehlen der Nitrocellulose der HAGEDORN-NC GmbH die explosiven Eigenschaften für die Explosiv- oder Treibmittelherstellung. Chancen für die HAGEDORN-NC GmbH ergeben sich aus den in den Vorjahresberichten bereits beschriebenen Sonderfaktoren durch mögliche oder erneut auftretende massive, logistische Probleme in der internationalen Seeschifffahrt. Durch diese Situation haben sich nicht nur kurzfristige Chancen wie im Geschäftsjahr 2022 aufgetan, sondern die Präferierung der Kunden zu europäischen Herstellern wird auch mittel- bis langfristig für die HAGEDORN-NC GmbH positiv spürbar sein. Das Risiko für deutliche Verzögerungen in der Seeschifffahrt ist durch die unsichere geopolitische Situation stark angestiegen. Hieraus ergibt sich die Chance für die HAGEDORN-NC GmbH erneut zu profitieren. Das Risiko eines Lieferausfalls ist, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, für Kunden mit regionalen Lieferanten deutlich geringer. Auf Grund der gemachten Erfahrungen werden sich die Zielsetzungen unserer Kunden bei der Vergabe von Aufträgen und Mengenkontingenten aus langfristiger Sicht verschieben. Eine stärkere Fokussierung auf Sicherheit in den Lieferketten könnte sich für die HAGEDORN-NC GmbH als einer der letzten zwei europäischen NC-Produzenten positiv auswirken. Die vor allem in Westeuropa beheimateten, großen und mittelgroßen Druckfarben- und Lackhersteller als Zielgruppe bieten hierfür die Chance, dass hier eine Präferenz zu Gunsten der HAGEDORN-NC GmbH durch europäische Lieferungen stattfinden wird. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat nur marginale Auswirkungen auf die eigenen Vertriebsaktivitäten, da in beiden Ländern in den vergangenen Jahren kaum Mengen abgesetzt worden sind. Die eigene Rohstoffversorgung ist für die HAGEDORN-NC GmbH zum Zeitpunkt der Berichterstellung durch europäische Bezüge ausreichend gesichert. Die Fokussierung auf mehrere Lieferanten sowie die Substituierbarkeit der momentan eingesetzten Zellstoffe durch andere Zellstofftypen trägt dazu bei, dass die Nachfrage bedient werden kann. Die im Geschäftsjahr 2021 gemachten Erfahrungen durch den Ausfall des Hauptlieferanten (YARA) für hochkonzentrierte Salpetersäure hat die Bestrebungen, die Lieferantenstruktur breiter aufzustellen noch einmal deutlich verstärkt. Durch die Neugewinnung eines zusätzlichen Salpetersäure-Lieferanten, die Reduzierung des Lieferanteils des Hauptlieferanten YARA sowie die Möglichkeit, die hochkonzentrierte Säure von Schienenfahrzeugen auf Straßenfahrzeuge umzufüllen und damit die Lieferantenanzahl zu erhöhen, ist das Risiko eines Ausfalls wie in 2021 deutlich reduziert worden. Auch in anderen Rohstoffbereichen ist die Einkaufsstruktur breiter aufgestellt worden. So sind weitere Ethanol-, ATBC-(Weichmacher) und Zellstoff-Lieferanten qualifiziert worden und ein weiterer Abnehmer für Abfallsalpetersäure aus dem Produktionsprozess wird kontinuierlich mit Mengen beliefert. Für die Zukunft wird die Beschaffung von qualifizierten Fachkräften besonders im Fokus des Unternehmens liegen. Durch die demographische Gesamtsituation mit hohen Renteneintritten in den nächsten Jahren wird es schwieriger qualifizierte Fachkräfte zu bekommen. Das Unternehmen sieht hier einen Schwerpunkt in der mittel- bis langfristigen Planung. Die gesamtwirtschaftliche Situation mit rezessiven Tendenzen erzeugt dagegen auch Chancen. 3. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Es existieren im Berichtszeitraum keine Finanzinstrumente, das Unternehmen finanziert sich ausschließlich mit finanziellen Eigenmitteln. IV. Sonstige Angaben 1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach Abschluss des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 liegen keine Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung vor. 2. Bestehende Zweigniederlassungen Die HAGEDORN-NC GmbH unterhält eine Produktionsstätte in Lingen (Ems), in der die Herstellung der Produkte erfolgt. Sämtliche unternehmensrelevanten Entscheidungen werden am Sitz der Geschäftsführung getroffen.
Osnabrück, den 20. Mai 2024 HAGEDORN-NC GmbH gez. Christoph Röttering, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft mit Sitz in Osnabrück wird beim Amtsgericht Osnabrück unter HRB 21443 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die HAGEDORN-NC GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren unter Beachtung des BilRUG gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände (hier: EDV-Lizenzen) werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens sind durch Einbau in fremdes Grundvermögen zum rechtlichen Eigentum eines Dritten geworden. Auf Grund der wirtschaftlichen Zugehörigkeit ist das Sachanlagevermögen bei der HAGEDORN-NC GmbH zu bilanzieren. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen, bewertet. Die Vorräte werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht der niedrigere Marktpreis oder der niedrigere Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, anzusetzen ist. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Diese werden durch den Abzug der noch anfallenden Verwaltungs- und Vertriebskosten retrograd bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert. Neben Einzelwertberichtigungen wird im Hinblick auf das latente Ausfallrisiko eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Bewertung der übrigen Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Die sonstigen Rückstellungen werden nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Sofern ihre Restlaufzeiten kleiner als ein Jahr sind, werden das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) sowie das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) gemäß § 256a HGB nicht angewendet. 3. Erläuterungen zur Bilanz AKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen (Anlage 3a), der Bestandteil dieses Anhangs ist. Unter den Finanzanlagen weist die Gesellschaft zum 31.12.2023 ihre Beteiligung an der HAGEDORN NC Italia Srl (HIT) aus. Die Gesellschaft wurde per Kaufvertrag von 31.03.2011 von der Bergerac NC erworben. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 1.595.617,87 (Vj. € 1.644.703,33) enthalten. Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestehen nicht. PASSIVA Die Gewinnrücklagen in Höhe von 1.500,0 T€ (31.12.2022: 1.500,0 T€) enthalten ausschließlich andere Gewinnrücklagen. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 0,00 (Vj. € 36.901,90) enthalten. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen insgesamt € 2.361.054,37 (Vj. € 2.194.000,04). Darüber hinaus bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sicherheiten bestehen nicht. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten einen Verlustausgleich in Höhe von 135 T€ den die HAGEDORN-NC GmbH der Tochtergesellschaft HAGEDORN Italia S.r.l. zum 31.12.2023 gewährt hat. 5. Sonstige Angaben Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres kam es zu keinen Vorgängen von besonderer Bedeutung. Bestellobligo Zum Bilanzstichtag bestehen Bestellobligos in Höhe von € 1.021.359,61. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen bezogen auf den 31.12.2023 in Höhe von € 566.391,16 (Vj. € 495.213,38), davon € 186.060,00 aus dem Pachtverhältnis gegenüber der Gesellschafterin HAGEDORN AG. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Jahr 2023 waren bei der HAGEDORN-NC GmbH durchschnittlich 98 Mitarbeiter beschäftigt. In Gruppen gegliedert ergibt sich folgende Aufteilung:
ErgebnisverwendungsvorschlagNach dem Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresfehlbetrag mit dem vorhandenen Gewinnvortrag verrechnet werden. Geschäftsführung Zum Bilanzstichtag ist als alleiniger Geschäftsführer Herr Christoph Röttering bestellt. Der Geschäftsführer hat nicht die Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich in eigenem Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Es erfolgt keine Angabe über die Gesamtbezüge des derzeitigen Geschäftsführers gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Konzernverbindung Die HAGEDORN Aktiengesellschaft, Osnabrück, ist alleinige Gesellschafterin der HAGEDORN-NC GmbH und das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den geprüften Kreis der Konzernunternehmen aufstellt. Zum 31.12.2023 ist die HAGEDORN-NC GmbH in den Konsolidierungskreis der Muttergesellschaft HAGEDORN AG einzubeziehen, da die größenabhängigen Kriterien gem. § 293 HGB erfüllt worden sind. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.
Osnabrück, den 20. Mai 2024 Geschäftsführung gez. Christoph Röttering AnlagespiegelAnlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Aufstellung über den Anteilsbesitz
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HAGEDORN-NC GmbH, Osnabrück Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HAGEDORN-NC GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HAGEDORN-NC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F.). Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.
Münster (Westf.), den 22. Mai 2024 Dr. Steffen & Partner mbB, Münster Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Steffen, Wirtschaftsprüfer |
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