ZOPPAS INDUSTRIES GERMANY GMBHLiquidiert

64293 Darmstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 1168
Vorher
ELTRA Heizelemente GmbH
Eingetragen
20.11.1959
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Ist die Herstellung und der Vertrieb industrieller Erzeugnisse, insbesondere auf dem Gebiet der Elektrotechnik und von elektrischen Heizelementen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Federico Zoppas
seit 7.10.2021
Geschäftsführer
Peter Kratz
seit 7.10.2021
Prokura
Giuseppina Cuozzo
seit 7.10.2021
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZOPPAS INDUSTRIES GERMANY GMBH

Pfungstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

Allgemeine Angaben
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb industrieller Erzeugnisse, insbesondere auf dem Gebiet der Elektrotechnik und von elektrischen Heizelementen. Die Gesellschaft gehört zur Gruppe "Zoppas lndustries Heating Element Technologies" mit Hauptsitz in Italien. Zoppas lndustries hat eine über fünfzigjährige Erfahrung in der Produktion von elektrischen Widerständen und Heizsystemen, mit elektronischer Kontrolle für private und industrielle Anwendungen. Mit hochspezialisierten Business Units entwirft und produziert der Konzern Widerstände für unterschiedliche Anwendungsbereiche, wie große und kleine Elektrogeräte, Heiz- und Klimaanlagen für Gebäude, bis hin zum Industriemarkt. Die Gruppe ist weltweit tätig und unterhält europäische Produktionsstandorte in Italien, Deutschland und Rumänien.
Mit den in der Zoppas Gruppe vorhandenen Technologien eröffnet sich ein sehr breites Spektrum unterschiedlicher Heizungsarten, die zur Lösung umfangreicher wärmetechnischer Aufgaben für viele Industriezweige angeboten, weiterentwickelt und hergestellt werden können.
Die Marktsituation ist in den letzten Jahren trotz gestiegener Nachfrage unverändert durch einen zunehmenden Wettbewerb gekennzeichnet. Wir begegnen dieser Entwicklung durch die Produktion an Standorten mit Kostenvorteilen. Zudem wurde in die Verbesserung der Qualitätsprozesse investiert und weiter an optimalen Lieferstrukturen gearbeitet.
Kunden der Gesellschaft sind hauptsächlich Finalproduzenten, aber auch Unternehmen, die Handelstätigkeit betreiben. Hinzu kommen viele Klein- bzw. Einmalkunden, die den Service schneller Lieferungen von Ersatzheizungen in Anspruch nehmen.
Im Februar 2021 entschied die Zoppas Gruppe, die bisherige Fertigung in Deutschland zu großen Teilen in die bestehenden Fertigungswerke in Rumänien und Italien zu übernehmen.
Lediglich ein Produkt (Einbauhandschrauber) wird nach wie vor in Deutschland in kleinen Fertigungslosen produziert. Bedingt durch den Einkauf der Fertigprodukte in Rumänien werden die Kunden vermehrt direkt beliefert.

Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind um 10,3% gestiegen. In unseren Planungen waren wir von einem niedrigeren Anstieg ausgegangen. Auch in diesem Jahr stiegen die Umsätze der wichtigen Marktsegmente ENERGY und DOMESTIC. Die hier erzielten Umsatzsteigerungen konnten die Rückgänge in den Segmenten MOBILITY, FOOD und PLASTICS mehr als kompensieren.
Die Marktsituation war Anfang 2021 entgegen anders lautender Prognosen immer noch von einem sehr hohen Auftragsbestand gekennzeichnet. Ein nicht unerheblicher Anteil davon waren allerdings unerfüllte Bestellungen aus 2020. Insbesondere der Umstand, dass Druckhalterheizelemente aus dem Vorjahr erst im Jahr 2021 geliefert werden konnten, wirkte sich positiv auf den Umsatz aus.
Die höhere Kundenachfrage, zum Teil auch wegen "Hamsterkäufen", konnte aufgrund gestörter globaler Lieferketten und Coronabedingten Schließungen kompletter Fertigungslinien in unseren Gruppenwerken Italien und Rumänien nicht bedient werden. Trotz des hohen Auftragsbestandes musste im Jahr 2021 teilweise Kurzarbeit eingeführt werden.
Staatliche Förderungen für umweltfreundliche Produkte und ressourcenschonende Technologien wirkten sich ebenfalls im Jahr 2021 positiv auf den Umsatz aus, insbesondere für Durchlauferhitzer und Einschraubheizungen.
Es zeigte sich, dass mit den Durchlauferhitzern in modularer Bauweise viele Anwendungen durch geringfügige Anpassungen aber hohem Standardisierungsgrad bedient werden können.
Vorausgesagte negative Einflüsse, hervorgerufen durch den Brexit auf den Absatz unserer Produkte, sind bisher ausgeblieben.
Unverändert bleibt Deutschland mit 67% vom Gesamtumsatz das Hauptabsatzgebiet. 19% des Umsatzes werden mit Kunden in Österreich generiert gefolgt von Kunden in der Schweiz mit einem Anteil von 4%. Die restlichen 10% werden mit Kunden außerhalb der genannten Wirtschaftsräume realisiert.
Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen hat sich die Betriebsleistung um 5,0% erhöht.
Im Hinblick auf die Margen präsentieren sich die umsatzstarken Segmente zwar nach wie vor gut, aber die Probleme in den Warenflüssen gingen auch einher mit steigenden Kosten.
Zusätzliche Kostentreiber waren außerdem die höheren Energiekosten.
Die überwiegende Verlagerung der Produktion in der 2. Jahreshälfte des Geschäftsjahres nach Rumänien führte zu Kosteneinsparungen hinsichtlich der Produktionskosten und Versandkosten. Die Handelswaren werden verstärkt vom Herstellerwerk direkt an die Kunden versendet. Unnötige Transporte und damit verbundene logistische Aufwendungen werden vermieden und dienen der Rationalisierung bzw. Kosteneinsparung.
Das Rohergebnis ist mit dem Vorjahr nicht vergleichbar, da dieses Erträge aus dem Verkauf des Betriebsgrundstücks in Höhe von TEUR 3.807 enthält. Ohne diesen Sondereffekt wäre das Rohergebnis nur um TEUR 600 (12,6%) gestiegen.
Die Steigerung der Personalkosten um TEUR 1.761 (61,6%) beruht neben Mehraufwendungen aus Lohnerhöhungen aufgrund tariflicher Regelungen, auf Sozialplankosten für den Abbau von 24 Mitarbeitern in der 2. Jahreshälfte und dem Wegfall von Kurzarbeit. Die Gesellschaft hat große Teile der Produktion nach Rumänien verlagert. Gegenläufig wirkten die gesunkenen regulären Personalkosten nach dem Abgang der entlassenen Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 302 gestiegen. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf Gewährleistungen (TEUR 210), Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 47), Mietaufwendungen (TEUR 36), Reparaturen u. Instandhaltungen (TEUR 27) sowie Lizenzaufwendungen (TEUR 25). Gegenläufig wirkte der Rückgang von Ausgangsfrachten (TEUR 25) sowie der Rückgang von Vertreterprovisionen (TEUR 15).
Das Finanzergebnis hat sich um TEUR 129 verbessert. Die Erhöhung resultiert hauptsächlich aus höheren Zinserträgen von TEUR 100 für die Erhöhung des Darlehens an verbundene Unternehmen sowie von TEUR 29 geringere Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und Darlehen.
In der Folge ist der Jahresüberschuss um TEUR 1.704 auf TEUR 2.164 gestiegen.
Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist um TEUR 549 gesunken. Die Gesellschaft hat in der 2. Jahreshälfte die Produktion nach Rumänien verlagert und das Betriebsgebäude veräußert. Der Umzug erfolgte in gemietete Räume in Darmstadt. Aufgrund des Umzugs wurden Produktionsmaschinen soweit möglich verkauft, der Rest wurde verschrottet. Den Abgängen stehen Zugänge für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 155 gegenüber.
Das Vorratsvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.293 gesunken. Grund hierfür war die Verlagerung der Produktion und Lagerhaltung zu Schwestergesellschaften. Soweit möglich wurden die Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffe an die produzierende Schwestergesellschaft verkauft.
Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 231 beruft auf Umsatzsteigerungen in den Monaten November und Dezember.
Die Verminderung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert aus dem Rückgang der Forderungen gegen die Tochtergesellschaft PEG um TEUR 634. Diese konnte ihre Schulden nach dem Verkauf ihres Betriebsgrundstück tilgen. Gegenüber der Schwestergesellschaft in Rumänien wurde ein Anstieg der Forderungen in Höhe von TEUR 272 aus der Übernahme von Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffen verzeichnet.
Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin sind um TEUR 4.650 gestiegen. Von der Steigerung entfallen TEUR 3.700 auf eine Darlehensgewährung, der Rest auf Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
In der Folge sind die liquiden Mittel um TEUR 1.330 gestiegen.
Der Jahresüberschuss von TEUR 2.164 führte zu einer weiteren Stärkung des Eigenkapitals auf TEUR 4.486.
Rückstellungen für Pensionen sind um TEUR 73 gestiegen, aufgrund der weiteren Absenkung des Rechnungszinses.
Der Anstieg der Steuerrückstellungen um TEUR 715 korrespondiert mit dem gestiegenen Jahresüberschuss von TEUR 1.704.
Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 584 gestiegen. Dem Anstieg der Rückstellungen für Sozialplankosten von TEUR 440, der Garantieverpflichtungen von TEUR 204 sowie den Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen von TEUR 15 stehen Rückgänge der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 51, der Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten von TEUR 15 sowie Jubiläumsrückstellungen von TEUR 9 gegenüber.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 207 gesunken, dafür sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund höherer Einkäufe nach der Produktionsverlagerung um TEUR 125 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin wurden um TEUR 290 getilgt.
Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 118 resultiert aus einer Verminderung von Verbindlichkeiten aus Abzugssteuern um TEUR 167 und von Umsatzsteuerverbindlichkeiten um TEUR 30. Gegenläufig wirkte ein Anstieg der kreditorischen Debitoren um TEUR 56 sowie der Lohn- und Kirchensteuer um TEUR 23.
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Wir haben die Risiken der COVID-19-Pandemie auf das Unternehmen untersucht. Das Risiko eines Rückgangs von Umsatz und Liquidität aufgrund der Pandemie wird von uns als unwesentlich für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingestuft.
Unsere Gesellschaft ist hauptsächlich durch Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen finanziert. Liquiditätsreserven bestehen in ausreichendem Umfang. Vor diesem Hintergrund stellt die COVID-19-Pandemie aus unserer Sicht kein Risiko dar, das den Bestand der Gesellschaft gefährden könnte.
Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus dem zunehmenden aggressiven Wettbewerbs- und Preisdruck in den von unserer Gesellschaft traditionell angebotenen Standardprodukten. Diese sind leicht kopierbar. Demgegenüber sind Speziallösungen aufwändiger in der Entwicklung und mit Kosten behaftet, die sich nicht immer im Produktpreis darstellen lassen. Insofern ist es wichtig, dass die Gesellschaft Nischenprodukte erkennt, die in leicht abgewandelter Ausführung auch für andere Marktsegmente / Kunden nutzbar gemacht werden können.
Ein Mitbewerber, der auch auf dem Gebiet der Wärmepumpenherstellung ein ernster Konkurrent am Markt ist, erwirbt zunehmend Unternehmen dieser Branche und sichert damit auch Marktanteile für Zusatzheizungen. Wenn sich dieser Prozess weiter so fortsetzt, sind Verluste an Marktanteilen zukünftig nicht auszuschließen.
Chancen ergeben sich für die Gesellschaft aus der in den letzten Jahren konsequent durchgeführten Verlagerung der Produktion von Standardprodukten zu Schwesterunternehmen mit geringeren Lohn- und Energiekosten. Damit eventuell verbundene Risiken in den Bereichen Qualität und Termintreue begegnen wir durch die Implementierung entsprechender Qualitätssicherungsprogramme. Das Risiko einer Abhängigkeit sehen wir nicht, da es sich beim Hauptlieferanten um ein verbundenes Unternehmen handelt.
Zur weiteren positiven Entwicklung der Gesellschaft wollen wir unsere Prozesse verschlanken und uns verstärkt um Vertrieb kümmern. Durch die konsequente Ausrichtung unseres Kerngeschäfts auf den Vertrieb von Standardprodukten, die wir von Schwestergesellschaften beziehen, verbunden mit dem Angebot von maßgeschneiderten Speziallösungen für komplexe Systeme erreichen wir auch in den kommenden Jahren eine starke Differenzierung gegenüber unseren Wettbewerbern.
Die Marke ZOPPAS hat sich in unserer Branche weltweit zu einer starken Marke entwickelt.
Umweltpolitische Entscheidungen können einerseits die Nachfrage nach unseren Produkten erhöhen. Andererseits wären wir als Produktionsunternehmen von gestiegenen Energiekosten und höhere Umweltauflagen stark betroffen.

Zum Aufstellungszeitpunkt sieht die Geschäftsführung für den Prognosezeitraum insgesamt keine Risiken, die den Bestand der Gesellschaft einzeln oder in Summe gefährden könnten.
Ausblick
Die Weltwirtschaft hat sich im Geschäftsjahr 2022 von den Einflüssen der Covid-19 Pandemie weitgehend erholt. Die Störungen in den weltweiten Lieferketten werden sich nach und nach auflösen.
Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine kann Auswirkungen auf die globale Nachfrage haben. Davon wären auch wir betroffen. Insbesondere rechnen wir aufgrund von energiepolitischen Maßnahmen mit erhöhten Energiekosten. Bedingt durch die gestiegene Inflation wurden die Zinsen sehr schnell angehoben. Aufgrund der Finanzierung der Gesellschaft mit Eigenkapital belasten uns höhere Kreditzinsen nicht, jedoch dämpft das die Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Damit wären wir auch indirekt betroffen.
Alle Zeichen deuten auf eine weltweite Konjunkturschwäche hin. Für Deutschland erwarten wir sogar eine höhere Konjunkturschwäche wegen der nicht nachvollziehbaren umweltpolitischen Diskussionen und Entscheidungen. Damit verbunden wären Rückgänge in Umsatz und Ertrag.
Im Jahr 2021 wurden weitreichende Maßnahmen getroffen, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Die neue strategische Ausrichtung sieht vor, die Produktion bis auf die Fertigung von Einschraubheizkörper und Musterfertigung auf konzerneigene Werke zu verlagern. Damit zusammenhängende Maßnahmen waren der Verkauf des Betriebsgrundstücks, der Umzug in neue und kleinere Büro- und Lagerräume und Verringerung der Belegschaft um 24 auf 16 Mitarbeiter. Der Personalabbau erfolgt sozialgerecht. Schwerpunkt der neuen strategischen Ausrichtung ist die Konzentration auf den Vertrieb in Deutschland, dem wichtigsten Markt in Europa. Die Kunden sollen möglichst direkt vom Herstellerwerk beliefert werden.
Bedingt durch die erwarteten Vorteile aus der strategischen Neuausrichtung sehen wir für das Jahr 2022 trotz der sich abzeichnenden Konjunkturabschwächung bis hin zu Rezession nur einen Umsatzrückgang von ca. 3% auf TEUR 15.800. Wir rechnen mit einem Gewinn vor Steuern von TEUR 850.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 674.086,31 1.222.394,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 174.085,31 722.393,18
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   612.150,62
2. technische Anlagen und Maschinen 7.524,07 9.698,11
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.561,24 100.544,45
III. Finanzanlagen 500.000,00 500.000,00
1. Beteiligungen 500.000,00 500.000,00
B. Umlaufvermögen 12.460.406,08 8.864.737,53
I. Vorräte 404.174,26 2.696.349,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.739.630,77 5.181.318,55
1. Forderungen gegen Gesellschafter 7.922.514,03 3.273.398,17
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.200.000,00 3.273.398,17
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 644.229,06 1.005.661,95
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr   633.664,18
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.172.887,68 902.258,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.316.601,05 987.069,98
Aktiva 13.134.492,39 10.087.131,71

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 4.485.836,46 2.321.701,98
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 3.500.000,00 3.500.000,00
III. Gewinnrücklagen 57.952,00 57.952,00
IV. Verlustvortrag 1.261.814,61 1.721.993,37
V. Jahresüberschuss 2.164.134,48 460.178,76
B. Rückstellungen 6.523.473,75 5.151.564,60
C. Verbindlichkeiten 2.125.182,18 2.613.865,13
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 439.570,84 729.544,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 439.570,84 729.544,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.485.903,62 1.360.580,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.485.903,62 1.360.580,15
3. sonstige Verbindlichkeiten 199.707,72 523.740,83
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 184.624,33 509.167,51
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 15.083,39 14.573,32
Passiva 13.134.492,39 10.087.131,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 9.169.382,28 4.763.982,68
2. Personalaufwand 4.621.425,29 2.859.878,09
a) Löhne und Gehälter 4.007.455,75 2.143.949,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 613.969,54 715.928,38
davon für Altersversorgung 241.631,71 280.769,15
3. Abschreibungen 54.621,04 41.376,16
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 54.621,04 41.376,16
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.432.770,53 1.130.655,19
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121.219,85 21.128,33
davon aus verbundenen Unternehmen 121.219,85 21.128,33
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 120.743,76 150.125,60
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 887.263,48 130.240,81
8. Ergebnis nach Steuern 2.173.778,03 472.835,16
9. sonstige Steuern 9.643,55 12.656,40
10. Jahresüberschuss 2.164.134,48 460.178,76

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Zoppas Industries Germany GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Darmstadt
Registereintrag: Handelsregister B
Registergericht: Darmstadt
Register-Nr.: 1168
Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die gemäß § 288 HGB bestehenden Erleichterungsvorschriften sowie die Möglichkeiten zur Unterlassung von Angaben entsprechend § 286 Abs. 4 und § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Die Zahlen des Berichtsjahres sind mit denen aus dem Vorjahr vergleichbar.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden in Übereinstimmung mit den §§ 242 bis 256 und §§ 264 bis 283 HGB aufgestellt.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Allgemeines

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden maßgebend. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Kurzfristige Forderungen und kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

2. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage A zum Anhang) dargestellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern angewandt:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 3 - 5 Jahre
Gebäude linear 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear 3 - 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 2 - 10 Jahre

  Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für die folgende Tochtergesellschaft i.S.v. § 290 HGB, die damit auch verbundenes Unternehmen i.S.v. § 271 Abs. 2 HGB ist:




Anteile in % Eigenkapital zum 31. Dezember2021 Jahresergebnis 2021
PEG Projektentwicklungsgesellschaft (Bad Soden-Salmünster) mbH, Frankfurt/M. 99,2439  1.255 TEUR 506 TEUR


3. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der Methode des gleitenden gewogenen Durchschnitts.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkten Fertigungslohn- und Materialkosten sowie Sondereinzelkosten anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Für veraltete oder nicht gängige Erzeugnisse wurden notwendige Wertabschläge vorgenommen.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 633.644,18), sowie Forderungen gegen Gesellschafter mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von € 5.200.000,00 (Vj. € 3.273.398,17).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie den Mahnkosten, den Skonti und den Zinsverlusten bei verspäteter Zahlung wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen in Höhe von 1 % Rechnung getragen.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital lautet auf DM 50.000. Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung von Altersvorsorgeverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 307.580.

6. Pensionsrückstellungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode i.S.v. IAS 19) mit den bio­metrischen Rechnungsgrundlagen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, einem Rechnungs­zins von 1,87 % (10-Jahres-Durchschnitt) und einem Rententrend von 1,75%. Ein Gehaltstrend und eine Fluktuationsrate wurden nicht berücksichtigt.

Von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB den Zuführungsbetrag über den Zeitraum von 15 Jahren zu verteilen wurde Gebrauch gemacht. Die Zuführung erfolgte in Höhe von € 70.053. Bis zum 31.12.2024 sind noch € 210.160,04 zuzuführen.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung (EUR 112.673,00) sind gemäß § 277 Abs. 5 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Für die Berechnung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB wurde ein Rechnungszins von 1,35% (7Jahres-Durchschnitt) angewandt.

7. Sonstige Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten sind Rückstellungen in dem Umfang gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen beziehen sich auf Rückstellungen für Sozialplankosten (TEUR 440), Gewährleistungsansprüche (TEUR 277), für Handelsvertreterausgleichsansprüche (TEUR 80), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 66), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 20), ausstehende Rechnungen (TEUR 17), Erfolgsabhängige Vergütung (TEUR 15), Gutschriften (TEUR 9), Resturlaubsansprüche (TEUR 5), Jubiläumsansprüche (TEUR 5) sowie Überstunden (TEUR 4).

8. Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Angaben zu den Restlaufzeiten




Restlaufzeit bis zu





einem Jahr fünf Jahren

31.12.2021
31.12.2020





TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
30
237
30
237
0
0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
1.486
1.361
1.486
1.361
0
0
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
440
729
440
729
0
0
Sonstige Verbindlichkeiten
169
287
154
272
15
15

2.125
2.614
2.110
2.599
15
15


III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:


TEUR
2022
113
2023
110
2024 und später
250
Gesamt
473


Geschäftsführung

Geschäftsführer bis zum 7.10.2021 war Herr Guido Antoniazzi. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Er war CFO der Zoppas Gruppe und Angestellter der Muttergesellschaft I.R.C.A. S.p.A. Industria Resistenze Corazzate ed Affini, San Vendemiano, Italien.

Seit dem 7.10.2021 ist neuer Geschäftsführer Herr Federico Zoppas. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Er ist CFO der Zoppas Gruppe und Angestellter der Muttergesellschaft I.R.C.A. S.p.A. Industria Resistenze Corazzate ed Affini, San Vendemiano, Italien.

Die Geschäftsführer erhielten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Beirat

Die Gesellschaft hat gem. § 5 des Gesellschaftsvertrages einen Beirat, der im Wesentlichen aufsichtsratsähnliche Aufgaben i.S.v. §§ 111 ff. AktG wahrnimmt. Der Beirat hat keinen Vorsitzenden.

Beiratsmitglieder sind die Herren:

Federico Zoppas, Kaufmann, (bis 07.10.2021)
Riccardo Ballarin, Kaufmann
Miro Forner, Kaufmann

Alle Beiratsmitglieder sind Angestellte der I.R.C.A. S.p.A. Industria Resistenze Corazzate ed Affini, San Vendemiano, Italien. Sie erhielten keine Bezüge aus der Gesellschaft.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr 21 Angestellte und 5 Lohnempfänger.

Konzernabschluss

Die I.R.C.A. S.p.A., San Vendemiano, Italien, ist das Konzernunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist dort erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Mit Verweis auf die Regelungen im Gesellschaftsvertrag und aufgrund eines Verlustvortrags, der vorrangig auszugleichen ist, wird auf einen Ergebnisverwendungsvorschlag verzichtet.

 

Darmstadt, 03. August 2023

gez. Federico Zoppas, Geschäftsführer




Anschaffungs-,
Zugänge
Abgänge
Anschaffungs-,

Herstellungs-


Herstellungs-

kosten


kosten

01.01.2021


31.12.2021

EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen




  I. Immaterielle Vermögens-




     gegenstände




   1. entgeltlich erworbene




       Konzessionen, gewerbliche



       Schutzrechte und ähnliche




       Rechte und Werte sowie




       Lizenzen an solchen




       Rechten und Werten
6.991,00
0,00
0,00
6.991,00
       Summe immaterielle




       Vermögensgegenstände
6.991,00
0,00
0,00
6.991,00
  II. Sachanlagen




   1. Grundstücke, grundstücks-
1.086.953,81
0,00
1.086.953,81
0,00
       gleiche Rechte und Bauten




       einschließlich der Bauten




       auf fremden Grundstücken




   2. technische Anlagen und
918.742,90
0,00
774.231,07
144.511,83
       Maschinen




   3. andere Anlagen, Betriebs- und



       Geschäftsausstattung
1.637.329,53
154.973,22
1.373.493,70
418.809,05
       Summe Sachanlagen
3.643.026,24
154.973,22
3.234.678,58
563.320,88
  III. Finanzanlagen




   1. Beteiligungen
9.040.801,91
0,00
0,00
9.040.801,91
       Summe Finanzanlagen
9.040.801,91
0,00
0,00
9.040.801,91
       Summe Anlagevermögen
12.690.819,15
154.973,22
3.234.678,58
9.611.113,79

Anschaffungs-,
kumulierte
Abschreibung
Abgänge
kumulierte
Buchwert

Herstellungs-
Abschreibungen
Geschäftsjahr

Abschreibungen

kosten






01.01.2021
01.01.2021


31.12.2021
31.12.2021

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen






  I. Immaterielle Vermögens-






     gegenstände






   1. entgeltlich erworbene






       Konzessionen, gewerbliche





       Schutzrechte und ähnliche






       Rechte und Werte sowie






       Lizenzen an solchen






       Rechten und Werten
6.991,00
6.990,00
0,00
0,00
6.990,00
1,00
       Summe immaterielle






       Vermögensgegenstände
6.991,00
6.990,00
0,00
0,00
6.990,00
1,00
  II. Sachanlagen






   1. Grundstücke, grundstücks-
1.086.953,81
474.803,19
12.994,06
487.797,25
0,00
0,00
       gleiche Rechte und Bauten






       einschließlich der Bauten






       auf fremden Grundstücken






   2. technische Anlagen und
918.742,90
909.044,79
1.896,14
773.953,17
136.987,76
7.524,07
       Maschinen






   3. andere Anlagen, Betriebs- und





       Geschäftsausstattung
1.637.329,53
1.536.785,08
39.730,84
1.324.268,11
252.247,81
166.561,24
       Summe Sachanlagen
3.643.026,24
2.920.633,06
54.621,04
2.586.018,53
389.235,57
174.085,31
  III. Finanzanlagen






   1. Beteiligungen
9.040.801,91
8.540.801,91
0,00
0,00
8.540.801,91
500.000,00
       Summe Finanzanlagen
9.040.801,91
8.540.801,91
0,00
0,00
8.540.801,91
500.000,00
       Summe Anlagevermögen
12.690.819,15
11.468.424,97
54.621,04
2.586.018,53
8.937.027,48
674.086,31

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 03.08.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der Zoppas Industries Germany GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Zoppas Industries Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und ·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ·  identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
·  Gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
·  Beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·  Ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
·  Beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·  Beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
·  Führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Wiesbaden, 02. August 2023

Göswein Wirtschaftsprüfer



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