Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 17076
Eingetragen
26.10.2018
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Gegenstand
die Erbringung von Dienstleistungen für verbundene Unternehmen und externe Gesellschaften, insbesondere auch die Vermittlung von Versicherungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Rau
seit 8.4.2026
Prokura
Tilo Supp
seit 8.4.2026
Prokura
Prokura
Tina Gold
seit 8.4.2026
Prokura
Sebastian Bertling
seit 8.4.2026
Prokura
Marcus Stolz
seit 8.4.2026
Prokura
Johannes Römer
seit 8.4.2026
Prokura
Kerstin Hass
seit 8.4.2026
Prokura
Betsy Droege
seit 8.4.2026
Prokura
Carolin Pillmann
seit 8.4.2026
Prokura
Johannes Stoffregen
seit 8.4.2026
Prokura
Philip Dr. Laue
seit 8.4.2026
Prokura
Thorsten Wessel
seit 20.2.2026
Vorstandsmitglied
Matthias Lein
seit 17.10.2025
Prokura
Lutz Rosenthal
seit 17.10.2025
Prokura
Marvin Zeyß
seit 17.10.2025
Prokura
Susanne Klinke
seit 17.10.2025
Prokura
Torsten Harms
seit 17.10.2025
Prokura
Frank Silber
seit 17.10.2025
Prokura
Katrin Annette Lukas
seit 17.10.2025
Prokura
Markus Engelke
seit 17.10.2025
Prokura
Alexander Haag
seit 17.10.2025
Prokura
Özlem Cepni
seit 17.10.2025
Prokura
Jan Huntgeburth
seit 17.10.2025
Prokura
Lennard Paßmann
seit 17.10.2025
Prokura
Mike Schlaefke
seit 17.10.2025
Prokura
Michael Nahlen
seit 17.10.2025
Prokura
Prokura
Martin Klameth
seit 17.10.2025
Prokura
Christoph Klawunn
seit 27.2.2024
Vorstandsmitglied
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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ERGO Direkt AG

Fürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhalt

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens

Wirtschaftsbericht

Risikobericht

Chancenbericht

Prognosebericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang

- Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

- Erläuterungen der Bilanz

- Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

- Gesellschaftsorgane

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bericht des Aufsichtsrats

Lagebericht

ERGO Direkt AG

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die ERGO Direkt AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der ERGO Digital Ventures AG. Seit November 2018 existiert ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der ERGO Direkt AG und der ERGO Digital Ventures AG. Seit November 2019 besteht ein Beherrschungsvertrag zwischen der ERGO Direkt AG und der ERGO Deutschland AG.

Die ERGO Group AG bietet ihren Kunden über ihre Tochtergesellschaften international Produkte in allen wesentlichen Versicherungssparten an. In Kombination mit Assistance- und Serviceleistungen sowie einer individuellen Beratung wird dabei der Bedarf von Geschäfts- und Privatkunden gedeckt.

Die ERGO Group AG gehört zu dem DAX-Unternehmen Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer, der im Lebens-, Gesundheits- sowie Schaden-/Unfallgeschäft aktiv ist. Die Kunden der Munich Re profitieren insbesondere von der umfassenden Underwriting-Erfahrung und dem globalen und lokalen Marktwissen der Gesellschaft sowie der geschäftsfeldübergreifenden Expertise ihrer Mitarbeiter.

Unter dem Dach der ERGO Group AG steuern mit der ERGO Deutschland AG, ERGO International AG und ERGO Technology & Services Management AG drei separate Einheiten die Geschäfte der ERGO Group. Die ERGO Deutschland AG bündelt das Deutschlandgeschäft. Die ERGO International AG steuert das internationale Geschäft innerhalb der Gruppe. Die ERGO Technology & Services Management AG hat ein länderübergreifendes Mandat als globaler Technologie- und Service-Provider für die gesamte ERGO Group.

Die ERGO Digital Ventures AG bündelte bislang alle strategischen Digitalisierungsinitiativen innerhalb der ERGO Group. Seit Anfang 2024 verantwortet ein neues Ressort innerhalb der ERGO Group AG diese Digitalisierungsaktivitäten und zudem das Gruppenmarketing sowie die globalen Vertriebspartnerschaften.

2. Gegenstand des Unternehmens

Die ERGO Direkt AG hat innerhalb der ERGO Group drei Rollen inne: Die Gesellschaft ist Arbeitgeber für die ehemaligen Mitarbeiter der ERGO Direkt Versicherungen am Standort Nürnberg. Darüber hinaus übernimmt sie die Rolle eines Vermittlers. In dieser Rolle vermittelt die ERGO Direkt AG Versicherungsprodukte für Risikoträger der ERGO Group in Deutschland an Privatpersonen. Die dritte Rolle ist die Verantwortung für das Kompetenzzentrum für den Direkt- und Onlinevertrieb der ERGO Group in Deutschland. Die ERGO Direkt AG fungiert hierbei als Dienstleister für die Versicherer der ERGO Group sowie für weitere Unternehmen innerhalb des Konzernverbundes und verantwortet die gesamten Direkt- und Online-Vertriebsaktivitäten einschließlich der ERGO Markenwebseiten.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Kapitalmarktentwicklung

Das Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich 2023 etwas ab. Vor allem in Europa ließ die wirtschaftliche Dynamik deutlich nach. So ging in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt inflationsbereinigt leicht zurück 1. Dagegen blieb die US-amerikanische Volkswirtschaft robust, und die chinesische Volkswirtschaft wuchs nach dem Wegfall der Pandemierestriktionen stärker als im Vorjahr. Die Inflationsraten fielen zwar, waren im Jahresdurchschnitt aber in Deutschland immer noch deutlich höher als im langjährigen Mittel.

1 Quelle: Schätzung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Nach derzeitigen Hochrechnungen 2 wuchsen die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2023 nur schwach. Das Beitragswachstum in der Schaden- und Unfallversicherung war zwar stärker als im langjährigen Mittel. Jedoch gingen die Beiträge in der Lebensversicherung aufgrund eines erneuten Einbruchs bei den Einmalbeiträgen zurück

Infolge der weiterhin erhöhten Inflation strafften die Zentralbanken die Geldpolitik weiter. Nach den umfangreichen Leitzinsanhebungen im Vorjahr erhöhte die US-amerikanische Zentralbank (Fed) die Leitzinsen im Jahr 2023 um einen Prozentpunkt, sodass der Leitzinskorridor Ende September bei 5,25 % bis 5,50 % lag. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihren Zinsanhebungszyklus fort und straffte die Geldpolitik weiter. Der Zinssatz für die Einlagefazilität der EZB lag Ende November auf einem Niveau von 4,00 %.

An den Kapitalmärkten haben konträr wirkende Kräfte im Jahr 2023 Spuren hinterlassen. Zum einen belasteten die zunehmende geldpolitische Straffung durch die Zentralbanken, das gestiegene Niveau der Kapitalmarktzinsen sowie die wirtschaftliche Abschwächung, insbesondere in der Eurozone. Dem gegenüber standen die rückläufige Inflation, auch infolge sinkender Energiepreise, das erwartete Ende der Zinsanhebungszyklen der Zentralbanken sowie zum Jahresende hin zunehmende Erwartungen baldiger Leitzinssenkungen. Ausgehend von 2,6 % zu Jahresbeginn sanken die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen im Jahresverlauf auf 2,3 %. Die zehnjährigen US-Staatsanleiherenditen hingegen stiegen in der Rendite von 3,8 % auf 4,3 % an, auch da das US-Wachstum merklich widerstandsfähiger ausfiel als in der Eurozone. Der Zinsanstieg wurde zwischenzeitlich durch gestiegene Unsicherheit wegen der Zahlungsschwierigkeiten mehrerer regionaler US-Banken im Frühjahr unterbrochen.

Die Aktienmärkte legten im Jahr 2023 zu, auch wenn die zusätzliche geldpolitische Straffung belastete. So unterstützten die rückläufige Inflation wie auch die überraschend resiliente wirtschaftliche Entwicklung in der ersten Jahreshälfte die Aktienmärkte, insbesondere in den USA. Des Weiteren entwickelten sich die Unternehmensgewinne positiv. In den USA trug zudem eine sehr positive Entwicklung der größten Technologieaktien zur positiven Gesamtentwicklung bei. Im dritten Quartal belastete, dass Kapitalmarktteilnehmer zunehmend davon ausgingen, dass Zentralbanken nicht so schnell zu Zinssenkungen übergehen werden. Dies drehte zum Jahresende mit zunehmend schlechteren Wirtschaftsdaten und schneller als erwarteten Inflationsrückgängen. In Summe legten der Preisindex Euro Stoxx 50 über 19 %, der deutsche Performanceindex DAX etwa 20 % und der Preisindex S&P 500 sogar etwas mehr als 24 % zu.

Im Vergleich zum Vorjahr bewegte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar in einem kleineren Band und legte in Summe leicht von 1,07 US-Dollar je Euro zu Jahresbeginn auf 1,09 US-Dollar je Euro zu. In der ersten Jahreshälfte belasteten unter anderem die Turbulenzen um US-Banken im Frühjahr den US-Dollar. Getrieben von der relativ besseren Wirtschaftsentwicklung in den USA legte der US-Dollar im dritten Quartal dann wieder zu, bevor zum Jahresende die Erwartungen hinsichtlich möglicher Leitzinssenkungen im Jahr 2024 in den USA etwas mehr zunahmen als in Europa und somit den US-Dollar belasteten.

Marktdaten-Quelle: LSEG Datastream

3.2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Ertragslage der ERGO Direkt AG ist geprägt durch den Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Beide Komponenten gelten als bedeutsamste Leistungsindikatoren und werden im Rahmen der Dienstleistungsverrechnung an die ERGO Direkt Versicherung AG, ERGO Krankenversicherung AG und nexible Versicherung AG sowie an weitere Konzerngesellschaften verrechnet und entsprechend als Umsatzerlöse ausgewiesen.

2 Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Insgesamt erzielte die ERGO Direkt AG Umsatzerlöse aus dem Konzernverbund wie erwartet in Höhe von 315,3 (321,2) Mio. €. Die Umsatzerlöse resultierten aus der Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von 314,4 (320,2) Mio. €, aus Erträgen aus der Versicherungsvermittlung in Höhe von 0,6 (0,6) Mio. € sowie aus sonstigen Erträgen in Höhe von 0,3 (0,3) Mio. €. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultierte im Wesentlichen aus der gesunkener Weiterverrechnung von sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Personalaufwendungen gegenüber Konzernunternehmen aus erbrachten Leistungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 2,9 (2,5) Mio. € und beinhalteten u.a. Erträge aus der Abwicklung von Personalrückstellungen in Höhe von 1,3 (0,7) Mio. € sowie sonstiger Rückstellungen für Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,2 (1,5) Mio. € insbesondere aufgrund von im Geschäftsjahr nicht mehr in Anspruch genommenen Leistungen für den Direktvertrieb.

Den Umsatzerlösen und den sonstigen betrieblichen Erträgen standen Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt 318,2 (324,5) Mio. € gegenüber, sodass ein Betriebsergebnis in Höhe von 0,7 (-1,1) Mio. € erzielt wurde. Maßgeblich für die Reduzierung der Gesamtaufwendungen war der Rückgang der Personalaufwendungen.

Die Personalaufwendungen in Höhe von 116,4 (120,8) Mio. € verringerten sich um 4,4 Mio. €. Diese Reduzierung resultierte insbesondere aus dem bereits im Vorjahr zurückgestellten Aufwendungen für Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 4,1 Mio. € sowie aus dem Rückgang der Aufwendungen für Jubiläumsverpflichtungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen - geringfügig niedriger als geplant - auf 201,3 (203,2) Mio. €. Sie beinhalteten im Wesentlichen Aufwendungen für den Betrieb. Davon entfielen auf Raummieten 5,0 (4,8) Mio. €, auf Werbekosten 104,4 (117,2) Mio. €, auf Aufwendungen für Dienstleistungen 54,2 (54,3) Mio. €, auf personalnahe Kosten 2,9 (1,8) Mio. € sowie auf sonstige Kosten 30,2 (21,3) Mio. €.

Im Rahmen der Verrechnung von Kosten und Dienstleistungen werden die entstehenden Aufwendungen (Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen) an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet. Aufgrund eines Gewinnaufschlages für erbrachte Dienstleistungen entstehen geringe Jahresergebnisse, die ggf. durch abweichende Steuerbilanzansätze beeinflusst werden.

Das laufende Ergebnis vor Steuern betrug 0,7 (-0,5) Mio. €. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 0,06 (0,6) Mio. € führten zu einem Gesamtergebnis nach Steuern in Höhe von 0,7 (-1,1) Mio. €.

Nach Gewinnabführung an die ERGO Digital Ventures AG ergab sich ein Jahresüberschuss von 0 €. Im Vorjahr erfolgte noch eine Verlustübernahme in Höhe von 1,1 Mio. €.

3.3. Vermögens- und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 belief sich die Bilanzsumme auf 43,9 (42,2) Mio. €. Hiervon entfielen 3,7 (3,2) Mio. € auf das Anlagevermögen. Dabei standen den angefallenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 0,5 (0,5) Mio. € Investitionen in Höhe von 1,2 (0,6) Mio. € gegenüber. Insbesondere stiegen die geleisteten Anzahlungen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgrund der Anschaffung eines eigenen Notstromgenerators um 0,5 Mio. €.

Auf das Umlaufvermögen entfielen 39,8 (38,9) Mio. €. Darin waren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 28,2 (29,2) Mio. € enthalten, die im Wesentlichen Forderungen aus erbrachten Konzerndienstleistungen in Höhe von 15,0 (13,7) Mio. € und Forderungen aus dem ERGO Strategieprogramm in Höhe von 6,0 (7,9) Mio. € betrafen. Ferner waren auch Forderungen aus der Bereitstellung von Liquidität in Höhe von 7,9 (3,7) Mio. € enthalten, die aufgrund der höheren Zunahme von verrechneten Dienstleistungen an Konzerngesellschaften deutlich gestiegen sind.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten das Deckungsvermögen zur betrieblichen Altersversorgung in Höhe von 10,5 (7,9) Mio. €. Die Verpflichtungen hat die Gesellschaft im Rahmen des Schuldbeitritts zu Pensionsverpflichtungen auf die ERGO Group AG übertragen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betraf die Lizenzgebühren für Software für die Folgeperiode.

Dem Vermögen standen Rückstellungen in Höhe von 24,5 (30,1) Mio. € gegenüber. Diese setzten sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 4,9 (8,1) Mio. € - diese betrafen insbesondere Rechnungen des Werbemitteleinkaufs - sowie aus Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 10,0 (12,5) Mio. € zusammen. Der Rückgang der Personalrückstellungen resultierte insbesondere aus der Inanspruchnahme der Inflationsausgleichsprämie im Vorjahr. In den sonstigen Rückstellungen waren auch Rückstellungen für das Unternehmen als Ganzes enthalten. Diese berücksichtigten Rückstellungen aus dem gruppenweiten Strategieprojekt in Höhe von 8,5 (9,4) Mio. € und beinhalteten Aufwendungen für Vorruhestandsleistungen, Abfindungen und Alterszeit.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr - aufgrund der aufgelaufenen Verbindlichkeiten gegenüber der ERGO Technology & Services S.A. sowie gegenüber der ERGO Krankenversicherung AG- auf 16,6 (8,5) Mio. €.

Das Eigenkapital betrug nach Gewinnabführung unverändert 0,05 Mio. €.

Im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages war der Verlust des Jahres 2022 von der ERGO Digital Ventures AG übernommen worden. Die ERGO Direkt AG führte im Geschäftsjahr 2023 keine Finanzierungsmaßnahmen durch. Derzeit planen wir auch keine Finanzierungsmaßnahmen für das Jahr 2024.

Im Rahmen einer detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit uneingeschränkt in der Lage ist, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die wesentlichen Mittelzuflüsse der Gesellschaft bestehen aus Umsatzerlösen und Aufwandserstattungen aus der eigenverantwortlichen Erbringung von Dienstleistungen sowie der Vermittlung von Versicherungen und anderen Finanzdienstleistungen für Unternehmen der ERGO Group. Die wesentlichen Mittelabflüsse resultieren aus den Aufwendungen für die Vermittlung (Provisionen) und dem laufenden Geschäftsbetrieb.

Zum Ausgleich von Liquiditätsschwankungen besteht eine Vereinbarung mit der ERGO Group AG zur kurzfristigen Aufnahme und Anlage von liquiden Mitteln. Sie schützt die Gesellschaft vor unerwarteten Liquiditätsengpässen. Im Rahmen der Liquiditätsmanagement-Vereinbarung ergab sich zum Geschäftsjahresende 2023 eine Forderung in Höhe von 7,9 Mio. € gegenüber der ERGO Group AG.

Der Liquiditätsbestand betrug zum Geschäftsjahresende 0,02 (0,82) Mio. €.

Insgesamt stieg das Gesamtergebnis vor Gewinnabführung aufgrund einer verbesserten Ertragslage deutlich auf 0,7 (-1,1) Mio. € und fiel damit höher als erwartet aus.

4. Risikobericht

Als Dienstleister für verschiedene Versicherungsunternehmen im Konzern ist die ERGO Direkt AG im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit insbesondere operationellen Risiken ausgesetzt. Im Zuge bestehender Dienstleistungsverträge zwischen der ERGO Direkt AG und Unternehmen der ERGO Group werden überwiegend Verwaltungsarbeiten sowie Direktvertriebsaktivitäten von der ERGO Direkt AG erbracht. Die ERGO Group AG hingegen übernimmt für die ERGO Direkt AG unter anderem das Risikomanagement.

Ziele des Risikomanagements

Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Zu seinen Aufgaben gehört es, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen (§ 91 Abs. 2 AktG). Das Risikomanagement der ERGO verfolgt insbesondere das Ziel, die Finanzstärke zu erhalten, um die Ansprüche unserer Kunden zu sichern. Ein weiteres Ziel ist, die Reputation der ERGO Group und aller Einzelgesellschaften zu schützen. Dazu setzen wir auf ein alle Bereiche umfassendes Risikomanagement. Die Vorgaben des Aktiengesetzes bilden hierfür den Rahmen.

Organisatorischer Aufbau des Risikomanagements

Die Risikomanagement-Organisation der ERGO Direkt AG ist in die Risikomanagement-Prozesse der ERGO Group eingebunden. Der Bereich "Integriertes Risikomanagement (IRM)" stellt das gruppenweite Risikomanagement sicher. Dezentrale Risikomanagement-Strukturen in allen Bereichen der Gruppe unterstützen IRM hierbei. An der Spitze der Risikomanagement-Organisation steht der Chief Risk Officer (CRO). Die einzelnen dezentralen Risikoverantwortlichen berichten an ihn. IRM analysiert, bewertet und überwacht die identifizierten Risiken. Zum Risikomanagement-System gehören Risikokriterien und entsprechende Risikomanagement-Steuerungsprozesse. Darüber hinaus dient das implementierte Risikomanagement-System der Förderung der Risikokultur. Die geschaffene Risikokultur verstärkt das Risikobewusstsein, fördert ein risikogerechtes Verhalten und unterstützt so das Erreichen unserer Unternehmensziele. Durch diese Organisation können wir Risiken frühzeitig erkennen und aktiv steuern.

Risikomanagement-Kreislauf

Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst die Identifikation, Analyse, Bewertung und Steuerung von Risiken. Dazu gehört auch die daraus abgeleitete Risikoberichterstattung. Mit unseren Risikomanagement-Prozessen stellen wir sicher, dass wir Risiken kontinuierlich überwachen und bei Veränderungen des Risikoprofils Gegenmaßnahmen einleiten können.

Kontroll- und Überwachungssysteme

Unser "Internes Kontrollsystem" (IKS) ist ein System zum Management von operationellen Risiken. Es beinhaltet die folgenden Risikodimensionen: Risiken der finanziellen Berichterstattung, rechtliche Risiken sowie sonstige operationelle Risiken. Es adressiert einheitlich die operationellen Risiken auf Unternehmens-, Fachbereichs- und IT-Ebene, basierend auf den Geschäftsprozessen. Die Verantwortung für das IKS liegt beim Vorstand der Gesellschaft. Der Bereich IRM ist für das IKS organisatorisch und methodisch zuständig. Die Fachbereiche verantworten die Risiken und Kontrollen in ihren Geschäftsprozessen. Die Einbindung aller Geschäfts- und IT- Bereiche schafft ein einheitliches Risikoverständnis. Die Ergebnisse fließen in die regelmäßige IKS-Berichterstattung ein. Die IKS-Berichterstattung beinhaltet auch die gruppenintern ausgegliederten Prozesse samt ihren Risiken und Kontrollen und dient somit als Bericht über die Risiko- und Kontrollsituation zu den gruppenintern ausgegliederten Prozessen.

Im Rahmen einer kontinuierlichen Verbesserung überprüfen wir regelmäßig die Angemessenheit des IKS. Zur weiteren Verbesserung der Ausgestaltung des IKS werden die methodischen Elemente fortlaufend überprüft und überarbeitet. Diese sind in den Versicherungsgesellschaften und bei den wesentlichen gruppeninternen Dienstleistern der ERGO in Deutschland bereits umgesetzt und werden für die internationalen Versicherungsgesellschaften weiter sukzessive ausgerollt.

Die Revisionseinheit ERGO Group Audit (GA) bewertet bei ihren risikobasiert ausgewählten Prüfungen je nach Schwerpunkt der jeweiligen Prüfung u.a. die Angemessenheit der involvierten IKS-Elemente. Dies tut sie, indem sie das Design und die Funktionsfähigkeit der entsprechenden Kontrollen in den geprüften Prozessen und Anwendungen einschätzt. Dabei sind Prozesse des Risikomanagement-Systems regelmäßig und in jedem Jahr Bestandteil des jährlichen Prüfungsplans und der damit verbundenen Risikoanalyse und -bewertung durch GA. Jährlich und im Rahmen der GA-Berichterstattung beurteilt GA die Angemessenheit des IKS auf Basis der Revisionsergebnisse in der zurückliegenden Prüfungsperiode und der sonstigen Beobachtungen und nimmt zu den wesentlichen Prüfungsergebnissen auch im Bereich des Risikomanagement-Systems Stellung.

Risikoberichterstattung

Mit der Risikoberichterstattung erfüllen wir nicht nur aktuelle rechtliche Anforderungen, sondern stellen auch intern Transparenz für das Management her und informieren die Öffentlichkeit.

Die interne Risikoberichterstattung informiert das Management regelmäßig über die Risikolage. Bei einer signifikanten Veränderung der Risikosituation erfolgt eine sofortige Berichterstattung an das Management unserer Gesellschaft.

Mit unserer externen Risikoberichterstattung wollen wir einen verständlichen Überblick über die Risikolage der Gesellschaft geben. Die Öffentlichkeit informieren wir über die aktuelle Risikosituation der Gesellschaft durch diesen Bericht.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken verstehen wir die Gefahr von Verlusten aufgrund von unangemessenen Prozessen, Technologieversagen, menschlichen Fehlern oder externen Ereignissen.

Operationellen Risiken, die mit unserer Geschäftstätigkeit unmittelbar verbunden sind, begegnen wir mit einem systematischen, ursachenbezogenen Risikomanagement. So identifizieren, analysieren, bewerten und steuern wir operationelle Risiken im IKS. Die qualitative Bewertung erfolgt nach einem mehrstufigen Prinzip, bei dem zunächst die prozessinhärenten Risiken sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit von Kontrollen bewertet werden und anschließend das verbleibende Residualrisiko eingeschätzt wird. Die Bewertung erfolgt durch die jeweiligen Prozessverantwortlichen und wird durch die unabhängige Risikomanagement-Funktion überwacht. Darüber hinaus überwachen wir die Verfügbarkeit von internen Ressourcen für Linien- und Projekttätigkeiten. Im Falle knapper Ressourcen können wir somit zeitnah Maßnahmen initiieren. Zum Umgang mit Projektrisiken hat die Risikomanagementfunktion Mindestanforderungen implementiert, die risikoreduzierend wirken.

Wesentliche Risikotreiber operationeller Risiken sind insbesondere manuelle Bearbeitungsfehler in den durchgeführten Dienstleistungsprozessen für die Versicherungsgesellschaften der ERGO Group. Manuelle Bearbeitungsfehler können insbesondere aus der fehlerhaften Erfassung, Verarbeitung und Weitergabe von Daten in den IT-Systemen oder (elektronischen) Unterlagen entstehen.

Operationelle Risiken im Bereich des Datenschutzes und der IT- und Informationssicherheit sind weitere Risikotreiber der Gesellschaft. Im Kontext des Datenschutzes bestehen wesentliche Risiken im Falle der Weitergabe von vertraulichen und sensiblen Kundendaten und -informationen (z.B. allgemeine und sensible Vertragsdaten des Kunden) an unberechtigte Dritte. Im Kontext der IT- und Informationssicherheit sind vor allem Cyberrisiken zunehmende Treiber für das operationelle Risiko.

In den vergangenen Jahren konnte ein fortlaufender Anstieg von Cyberkriminalität und eine zunehmende Professionalisierung der Angreifer festgestellt werden. Cyberangriffe stellen somit insbesondere durch die steigende Digitalisierung des Geschäftsmodells und der Geschäftsprozesse eine ernstzunehmende Gefahrenquelle für ERGO dar. Weitere Gefahrenquellen können durch Sicherheitslücken in Programmen entstehen. ERGO ist auf solche Situationen vorbereitet. Es gibt definierte und geübte Prozesse zur Analyse der jeweiligen Schwachstelle und ihrer möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen sowie zur Einleitung adäquater Gegenmaßnahmen. Schwächen im Kontrollumfeld sowie in den zentralen IT-Systemen können Auswirkungen auf den operativen Geschäftsbetrieb haben und besitzen damit grundsätzlich kumulhafte Auswirkungen. Diesen Risiken begegnen wir durch geeignete Schutzvorkehrungen. Unser Ziel ist stets die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sicherzustellen.

Wir sehen es als wichtig an, die Mitarbeiter für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und die bestehende Risikokultur weiter zu optimieren.

Unsere Business Continuity Management (BCM) Policy und Crisis and Emergency Management Policy definieren die Rahmenvorgaben für ein einheitliches Vorgehen im Hinblick auf das BCM und das Krisen- und Notfallmanagement. Ziele sind die Sicherstellung der Betriebskontinuität zeitkritischer Prozesse und der Schutz unserer Beschäftigten sowie unserer Infrastruktur und Assets in Notfällen und Krisen. Unsere Rahmenvorgaben erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Funktionen, Prozesse und Standorte durch vordefinierte Prozesse und ermöglichen einen adäquaten Wiederanlaufprozess.

Das Business-Continuity-Management-System (BCMS) umfasst bereits für viele zeitkritische Prozesse Pläne zum Wiederanlauf und zur Fortführung des Geschäftsbetriebes (Business- Recovery-Pläne), die auf qualifizierten Business-Impact-Analysen basieren, und ergänzende Pläne (Resource-Recovery-Pläne) zur Wiederherstellung wesentlicher Nicht-IT-Ressourcen sowie Pläne zur Wiederherstellung des IT-Betriebes (Disaster-Recovery-Pläne). Eine Notfallorganisation sowie entsprechende Notfallpläne sind an allen relevanten Unternehmensstandorten eingeführt. Die Funktionsfähigkeit wird im Rahmen von Übungen und Tests überprüft.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Zusammenfassend stellen wir fest, dass der Bestand der Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Erhöhte Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der weiteren Entwicklung externer Faktoren und Ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Risikosituation der Gesellschaft. Auch ist uns zum aktuellen Zeitpunkt keine Entwicklung bekannt, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft nachhaltig negativ beeinflussen könnte. Insgesamt betrachten wir die Risikosituation der ERGO Direkt AG auf Basis der aktuellen Informationen als tragfähig und kontrolliert.

5. Chancenbericht

Wir fungieren als Dienstleister für die Versicherer der ERGO Group sowie für weitere Unternehmen innerhalb des Konzernverbundes.

Entsprechend vielfältig sind die Chancen und Risiken für unser Geschäft. Im Prognosebericht geben wir einen Überblick darüber, wie sich unser Geschäft unter den sich abzeichnenden Rahmenbedingungen voraussichtlich entwickeln wird. Dabei versuchen wir, uns so weit wie möglich auf langfristig wirksame Trends einzustellen. Überraschende und unvorhergesehene Entwicklungen können wir jedoch niemals ganz ausschließen. Um uns vor Risiken zu schützen, haben wir ein Risikomanagement-System etabliert, welches in die Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse des Unternehmens integriert ist. Im Kapitel Risikobericht beschreiben wir dies ausführlich.

Wenn sich die für uns wichtigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln als angenommen, eröffnen sich uns erweiterte Geschäftsmöglichkeiten. Geopolitische Entspannung, niedrigere Inflation sowie eine sich verbessernde wirtschaftliche Situation in Deutschland und in der Eurozone würden die Nachfrage nach Versicherungsschutz erhöhen.

Wichtige Trends sind der technische Fortschritt, insbesondere das wichtige Thema Digitalisierung, der demografische Wandel, Klimaschutz und die Transformation des Energiesektors sowie Veränderungen des rechtlichen und regulatorischen Umfelds. Sie prägen den Versicherungsbedarf der Kunden und unser Angebot.

Wir nutzen die Potenziale unserer Mitarbeiter und Vertriebspartner. Durch eine vorausschauende Personalentwicklung fördern wir sie gezielt und konsequent. Unsere Mitarbeiter und Vertriebspartner sichern unseren Erfolg mit ihrer Kompetenz und ihrem Engagement. Davon profitieren auch unsere Kunden. Ziel ist es, unser Qualitäts- und Leistungsniveau stetig auszubauen. Das eröffnet uns Chancen im Wettbewerb.

Die ERGO Direkt AG am Standort Nürnberg ist das Kompetenzzentrum für alle Online- und Direktaktivitäten in der ERGO Group. Im Zuge der ERGO Strategie verantwortet die Gesellschaft das gesamte deutsche Online- und Direktgeschäft von ERGO und trägt damit einen wesentlichen Teil dazu bei, die digitale Transformation der ERGO Group voranzutreiben und den "hybriden Kunden" umfassend und kanalübergreifend zu betreuen. Dabei setzt ERGO in hohem Maß auf die Erfahrung und das Wissen der Mitarbeiter der ERGO Direkt AG und nutzt den gruppeninternen Wissensaustausch.

Immer mehr Menschen nutzen digitale Angebote. Wir erwarten, dass die Zahl der Online- und Direktkunden in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Daher integrieren wir zunehmend neue digitale Techniken, bauen die Selfservice-Angebote für unsere Kunden konsequent aus und arbeiten weiter an innovativen Services. Die Kontaktpunkte und Erlebnisse mit uns sollen so einfach und attraktiv wie möglich werden. Unser Geschäftsmodell bietet somit weitere große Chancen, das ertragreiche Wachstum fortzusetzen.

Munich Re hat im Jahr 2021 für den Zeitraum bis 2025 ein neues Strategieprogramm aufgesetzt - Ambition 2025. Auch die ERGO Direkt AG ist über die ERGO Group Teil dieses Programmes.

Die ERGO Group legt Wert auf Nachhaltigkeit und verfolgt klare Ziele zur Reduktion von Emissionen im eigenen Geschäftsbetrieb, aus dem Versicherungsgeschäft und in Kapitalanlagen. Die gruppenweite Umsetzung wird maßgeblich durch die Abteilung für Nachhaltigkeit zentral gesteuert. Ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen wir auch bei der Entwicklung von Versicherungslösungen. Unseren Ressourcenverbrauch im operativen Geschäftsbetrieb steuern wir mit einem umfassenden Umweltmanagement und gleichen verbleibende Treibhausgas-Emissionen durch den Kauf von entsprechenden Zertifikaten aus.

6. Prognosebericht

Wir beurteilen und erläutern die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft nach bestem Wissen. Hierzu gehören die wesentlichen Chancen und Risiken. Die heute zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über Branchenaussichten berücksichtigen wir. Gleiches gilt auch für die erwarteten zukünftigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Um die Entwicklung zutreffend einschätzen zu können, analysieren wir deren Trends. Dabei nehmen wir auch ihre wesentlichen Einflussfaktoren in den Blick. Die genannten Grundlagen können sich in der Zukunft unerwartet verändern. Insgesamt können daher die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Ergebnisse wesentlich von den Prognosen abweichen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Kapitalmarktentwicklung

Die Weltwirtschaft dürfte 2024 nur schwach wachsen. Wir erwarten einen sanften Abschwung in den USA, d.h. schwächeres Wachstum als 2023, und einen schwachen Aufschwung in Europa, d.h. nur geringfügig stärkeres Wachstum als 2023. Straffe Geldpolitik und das infolge von zwei Jahren mit sehr hoher Inflation stark gestiegene Preisniveau dürften das Wirtschaftswachstum weiterhin dämpfen. Kräftiges Lohnwachstum und robuste Arbeitsmärkte sollten die Konjunktur jedoch stützen. Wir gehen davon aus, dass die Inflation in Deutschland weiter nachlässt, aber im Jahresdurchschnitt 2024 immer noch deutlich über dem Zentralbankziel von 2 % bleiben wird.

Infolge der sinkenden Inflation könnten die Zentralbanken im Jahr 2024 dazu übergehen, die Geldpolitik zu normalisieren, indem sie damit beginnen, die Leitzinsen zu senken. Sowohl die Fed als auch die EZB werden zunächst aber vorsichtig agieren und die Inflationsdynamik weiterhin genau im Blick behalten. Der Druck für Anleiherenditen - insbesondere der Bundesanleihen und US-Staatsanleihen - nach oben dürfte in diesem Umfeld abnehmen, da sich das Wachstum voraussichtlich merklich verlangsamen oder nur langsam erholen wird. Das anhaltend hohe Inflations- und Leitzinsniveau sprechen allerdings gegen einen Zinsrückgang.

Das fundamentale Umfeld ist positiv für Aktienmärkte, da die Inflation weiter sinken sollte und die Zentralbanken die Leitzinsen senken dürften. Aufgrund des schwachen Wachstumsbildes besteht für die Unternehmen aber das Risiko, dass die Gewinnentwicklung nach unten geht. Zudem haben sich in den letzten Jahren die relativen Bewertungen mit dem Renditeanstieg merklich verschlechtert. In Summe spricht dies für moderat steigende Aktienmärkte.

Die Entwicklung der globalen Wirtschaft und der Kapitalmärkte ist vielfältigen Risiken ausgesetzt. Eine Eskalation geopolitischer Konflikte könnte zu wirtschaftlichen Einbrüchen führen. Außerdem könnte die straffe Geldpolitik die Finanzstabilität oder die Konjunktur stärker als erwartet beeinträchtigen, vor allem wenn sich die Inflation beispielsweise aufgrund höherer Lohnabschlüsse auf einem erhöhten Niveau verfestigen sollte. Auch könnte ein starker Anstieg der Energiepreise das Wachstum beeinträchtigen und die Inflation wieder anfachen.

Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Die ERGO Direkt AG wird nach einem Cost-Center-Modell gesteuert. Sie verrechnet ihre Kosten vollständig auf die Unternehmen der ERGO Group, in der Regel mit 0,3 % Gewinnaufschlag. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir nahezu unveränderte betriebliche Aufwendungen sowie einen spürbar höheren Personalaufwand und einen wesentlichen geringeren Steueraufwand. Ferner rechnen wir mit einem leicht höheren positiven Gesamtergebnis.

Insgesamt erwarten wir, dass die Dienstleistungen der ERGO Direkt AG für Direkt- und Online- Vertriebsaktivitäten - insbesondere aufgrund des Vorantreibens der digitalen Transformation innerhalb der ERGO Group und den damit verbundenen Wachstumserwartungen - weiter zunehmend in Anspruch genommen werden.

7. Erklärung zur Unternehmensführung: Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen für deren Erreichung 1

In Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst haben der Aufsichtsrat und der Vorstand unserer Gesellschaft bereits im Jahr 2020 die nachfolgend dargestellten Zielgrößen für den Frauenanteil beschlossen. Als Frist für die Erreichung der Zielgrößen haben sie einheitlich den 31. Dezember 2025 festgelegt.

Die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat beträgt 25,0 %.

Die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand beläuft sich auf 25,0 %.

Die Zielgröße für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt 20,0 %.

Die Zielgröße für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands beläuft sich auf 27,5 %.

1 Festlegungen und Angaben nach § 289f Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB

 

Fürth, 20. Februar 2024

ERGO Direkt AG

Der Vorstand

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 191.861 307.201
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.888.444 2.643.409
2. geleistete Anzahlungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung 667.318 219.395
3.555.762 2.862.804
3.747.622 3.170.005
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.043.033 551.582
2. Forderungen an verbundene Unternehmen 28.236.855 29.217.410
3. sonstige Vermögensgegenstände 10.539.433 8.336.196
39.819.322 38.105.189
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 24.568 824.296
39.843.889 38.929.484
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.733 73.665
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnng 226.440 -
Summe der Aktiva 43.877.685 42.173.154

Passivseite

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000 50.000
II. Jahresüberschuss - -
50.000 50.000
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 24.482.853 30.068.128
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 622.393 890.091
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.585.734 8.533.338
3. sonstige Verbindlichkeiten,
davon aus Steuern 1.004.554 (Vj. 950.844) €
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.212.939 (Vj. 1.320.590) € 2.136.703 2.631.598
19.344.831 12.055.027
Summe der Passiva 43.877.685 42.173.154

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
1. Umsatzerlöse 315.265.442 321.162.234
2. sonstige betriebliche Erträge 2.938.915 2.541.502
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 94.947.038 97.721.865
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung,
davon für Altersversorgung 4.143.190 (Vj. 4.456.355) € 21.482.922 23.132.711
116.429.960 120.854.576
4. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 533.669 468.322
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 201.262.022 203.210.677
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,
davon aus verbundenen Unternehmen 404.640 (Vj. 53.576) € 817.296 357.985
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen,
davon an verbundene Unternehmen 0,00 (Vj. 0,00) € 68.793 60.005
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag,
davon Organschaftsumlagen 58.000 (Vj. 595.000) € 58.000 595.000
9. Ergebnis nach Steuern 669.209 -1.126.859
10. sonstige Steuern 4.266 5.196
11. Ertrag aus Verlustübernahme - 1.132.055
12. Aufwand aus Gewinnabführung 664.943 -
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag - -

Anhang

ERGO Direkt AG

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Den Jahresabschluss der ERGO Direkt AG stellen wir nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf.

Im Geschäftsbericht weisen wir jede Zahl und Summe jeweils kaufmännisch gerundet aus.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände bewerten wir mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Sachanlagen

Die anderen Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung bewerten wir mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter schreiben wir im Jahr der Anschaffung vollständig ab.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Wir bilanzieren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände grundsätzlich zum Nennwert, gegebenenfalls gekürzt um die erforderlichen Wertberichtigungen. Die Guthaben bei Kreditinstituten bilanzieren wir zum Nennwert.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der Posten enthält den die Rückstellung für Altersteilzeit übersteigenden Betrag des korrespondierenden Deckungsvermögens im Sinne von § 246 Absatz 2 Satz 3 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die ERGO Group AG hat mit unserer Gesellschaft den Schuldbeitritt zu Pensionszusagen vereinbart und bilanziert die dafür von uns erhaltenen Deckungsmittel sowie die Pensionsrückstellungen und erfüllt im Außenverhältnis sämtliche Pensionsverpflichtungen.

Die Rückstellung für Jubiläen berechnen wir nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit Credit-Methode) unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G". Zugrunde lagen ein Zinssatz von 1,75 % und ein Gehaltstrend von 2,75 %.

Altersteilzeitverpflichtungen bewerten wir nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Mit dem Deckungsvermögen korrespondierende Anteile wurden verrechnet und nach § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die übrigen Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr setzen wir gemäß § 253 Absatz 1 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag an.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bilanzieren wir gemäß § 253 Absatz 2 HGB mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten haben wir mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bilanzierungsstetigkeit

Soweit vorstehend nicht anders erläutert, haben wir die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert beibehalten.

Erläuterungen der Bilanz

Aktivseite

A. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Übersicht auf der nachfolgenden Seite dargestellt. Umbuchungen und Zuschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge des Geschäftsjahres Abgänge des Geschäftsjahres Anschaffungskosten am Ende des Geschäftsjahres
A. I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 22.440 0 22.440
Summe A. I. 0 22.440 0 22.440
A. I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.409.696 640.924 0 4.050.620
2. geleistete Anzahlungen 219.395 667.317 219.395 667.317
Insgesamt 3.629.091 1.330.681 219.395 4.740.378
Abschreibungen
gesamte Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres Abschreibungen des Geschäftsjahres gesamte Abgänge des Geschäftsjahres gesamte Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres
A. I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 137.780 0 513.248
Summe A. I. 0 137.780 0 513.248
A. I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 766.287 395.889 0 1.162.175
2. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Insgesamt 766.287 533.669 0 1.675.423
Buchwerte
Buchwert am Endes des Geschäftsjahres Buchwert am Ende des Vorjahres
A. I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 191.861 307.201
Summe A. I. 191.861 307.201
A. I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.888.445 2.643.409
2. geleistete Anzahlungen 667.317 219.395
Insgesamt 3.747.622 3.170.004

B. Umlaufvermögen

B. I. 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

B. I. 2. Forderungen an verbundene Unternehmen

Die Restlaufzeit der Forderungen an verbundene Unternehmen beträgt nicht mehr als ein Jahr, im Wesentlichen sind Forderungen aus erbrachten Konzerndienstleistungen in Höhe von 15,0 (13,7) Mio. € sowie sonstige Forderungen gegenüber anderen Konzerngesellschaften in Höhe von 13,2 (15,5) Mio. € enthalten.

B. I. 3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr beinhalten das Deckungsvermögen zur betrieblichen Altersversorgung in Höhe von 10,5 (7,9) Mio. €. Die korrespondierenden Verpflichtungen haben wir im Rahmen des Schuldbeitritts zu Pensionsverpflichtungen auf die ERGO Group AG, Düsseldorf, übertragen.

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten die Lizenzgebühren für Software, die die Folgejahre betreffen.

Passivseite

A. I. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 0,05 Mio. €.

B. 1. Sonstige Rückstellungen

Hier wurden u.a. für Personalkosten 10,0 (12,5) Mio. €, für Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes 8,5 (9,4) Mio. € sowie für Lieferungen und Leistungen 4,9 (8,1) Mio. € zurückgestellt.

C. 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die hier ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten für Werbemittelproduktion.

C. 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Diese Bilanzposition enthält größtenteils Verbindlichkeiten aus Konzerndienstleistungen in Höhe von 16,2 (8,5) Mio. €. Die Verbindlichkeiten bestehen gegenüber der ERGO Technology & Services Management AG in Höhe von 4,6 (0,0) Mio. €, gegenüber der ERGO Technology & Services S.A. in Höhe von 2,8 (0,8) Mio. € sowie gegenüber der ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG in Höhe von 1,9 (2,2) Mio. €.

Die restlichen Verbindlichkeiten in Höhe von 6,9 (0,5) Mio. € betreffen die Verrechnungssalden gegenüber der ERGO Direkt Versicherung AG in Höhe von 0,5 (0,3) Mio. €, der nexible Versicherung AG in Höhe von 0,3 (0,1) Mio. € sowie der ERGO Krankenversicherung AG in Höhe von 6,1 (0,0) Mio. €.

Bei den hier ausgewiesenen Verbindlichkeiten beträgt die Restlaufzeit weniger als ein Jahr.

C. 3. Sonstige Verbindlichkeiten

In diesem Bilanzposten zeigen wir überwiegend Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 1,0 (1,0) Mio. € sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 1,2 (1,3) Mio. €. Beide Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Nahezu alle Umsatzerlöse wurden mit inländischen verbundenen Unternehmen erzielt.

Der Personalaufwand sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Rahmen der Dienstleistungsverrechnung an die in Anspruch nehmenden Konzerngesellschaften weiterverrechnet.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge resultieren hauptsächlich aus der Auflösung von Personalrückstellungen in Höhe von 0,4 (0,7) Mio.€ sowie aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 1,1 (1,5) Mio. €.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten beinhaltet u.a. Aufwendungen für den Betrieb. Davon entfallen auf Raummieten und Raumkosten 9,6 (8,5) Mio. €, auf Werbekosten 104,4 (117,2) Mio. €, auf Aufwendungen für Dienstleistungen 54,2 (54,3) Mio. €, auf personalnahe Kosten 2,9 (1,8) Mio. € sowie auf sonstige Kosten 30,2 (21,3) Mio. €.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen haben wir überwiegend Zinserträge aus der Verzinsung des Deckungsvermögens zur betrieblichen Altersversorgung in Höhe von 0,4 (0,3) Mio. € sowie Zinserträge für die Liquiditätshilfe an ERGO Group AG in Höhe von 0,4 (0,05) Mio. € ausgewiesen.

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen haben wir überwiegend Aufwendungen für die Verzinsung von Personal- und Pensionsrückstellungen in Höhe von 0,07 (0,06) Mio. € ausgewiesen.

12. Ertrag aus Verlustübernahme

Gemäß dem Gewinnabführungsvertrag vom 27. November 2018 zwischen der ERGO Direkt AG und der ERGO Digital Ventures AG verpflichtet sich die ERGO Direkt AG, Gewinne an die ERGO Digital Ventures AG abzuführen, und die ERGO Digital Ventures AG, Verluste der ERGO Direkt AG auszugleichen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die jährliche Gesamtgebäudemiete für das Verwaltungsgebäude beträgt derzeit 4,2 Mio. €. Mieter des Verwaltungsgebäudes ist unser Unternehmen. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2036.

Die ERGO Group AG hat mit unserer Gesellschaft den Schuldbeitritt zu den Pensionszusagen vereinbart. Sie bilanziert die dafür von uns erhaltenen Deckungsmittel sowie die Pensionsrückstellungen und erfüllt im Außenverhältnis sämtliche Pensionsverpflichtungen. Daraus bestanden am 31. Dezember 2023 gesamtschuldnerische Haftungen in Höhe von 43,0 Mio. €.

Die gesamtschuldnerische Haftung realisiert sich in dem Fall, dass die ERGO Group AG als Gesamtschuldner aus Unvermögen zur Leistung an die Berechtigten ausfällt. Bei der ERGO Group AG handelt es sich um eine Finanzdienstleistungsholding, die aufgrund eigener Kapitalstärke von unabhängigen Ratingagenturen jeweils mit - für eine Holdinggesellschaft - sehr guten Ratings bewertet wird (zum Beispiel Fitch: AA-; S&P: A). Das Risiko einer gesamtschuldnerischen Haftung wird vor diesem Hintergrund nicht gesehen.

Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter

Bei der ERGO Direkt AG waren im Berichtsjahr durchschnittlich 1.668 Mitarbeiter beschäftigt, davon 445 im angestellten Außendienst und 1.223 im Innendienst.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 wurden den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats Bezüge in Höhe von 0,8 (1,0) Mio. € (Vorstand) und 0,01 (0,01) Mio. € (Aufsichtsrat) gewährt.

Ehemalige Vorstandsmitglieder erhielten von der Gesellschaft keine Bezüge. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für diesen Personenkreis hat die ERGO Group AG keine Pensionsrückstellungen bilanziert.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar erfolgen befreiend im Konzernabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München (Munich Re), München.

Zur einheitlichen Umsetzung von Regelungen zur Globalen Mindestbesteuerung innerhalb der Europäischen Union haben sich die EU-Mitgliedstaaten am 15. Dezember 2022 auf eine gemeinsame Richtlinie geeinigt. Diese Richtlinie musste bis zum 31. Dezember 2023 in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland traten diese Regelungen durch das Mindeststeuergesetz (MinStG) zum 1. Januar 2024 in Kraft.

Eine etwaige Steuerbelastung nach diesem Gesetz träfe ab dem Geschäftsjahr 2024 allein die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München. Sofern solche etwaigen Mehrbelastungen von dieser in Zukunft umgelegt würden, wäre die Auswirkung auf die Gesellschaft allenfalls marginal.

Gesellschaftsorgane

Aufsichtsrat

Theodoros Kokkalas

Vorsitzender

Vorsitzender des Vorstands der ERGO Deutschland AG, Düsseldorf

Dr. Ulf Mainzer

stellv. Vorsitzender

Mitglied des Vorstands der ERGO Group AG, Düsseldorf

Thomas Fierus

Arbeitnehmervertreter

Versicherungsangestellter, Fürth

Vorstand

Dr. Sebastian Rapsch (bis 31. Oktober 2023)

Vorsitzender

Grundsätzliche Gestaltung der Geschäftspolitik

Aufsichtsbehörden und Verbände

Allgemeine Dienste

Personal

Compliance

Controlling

Rechnungslegung

Online Service

Informationstechnologie

Christoph Klawunn (seit 1. November 2023)

Vorsitzender

Grundsätzliche Gestaltung der Geschäftspolitik

Aufsichtsbehörden und Verbände

Controlling

Rechnungslegung

Operations

Produktmanagement

Aktuariat

Informationstechnologie

John-Paul Pieper

Vertrieb (seit 1. November 2023)

Dialog Sales

Direct & Online Platforms

Online Service (seit 1. November 2023)

Sales Support Center (bis 31. Oktober 2023)

Sales Management Direct & Omnichannel (seit 1. November 2023)

Customer Relationship Management

Direct & Online Marketing (seit 1. November 2023)

Allgemeine Dienste (seit 1. November 2023)

Operations (bis 31. Oktober 2023)

Gruppenzugehörigkeit

Die ERGO Direkt AG hat ihren Sitz in Fürth mit der Geschäftsanschrift Karl-Martell-Str. 60, 90344 Nürnberg. Unsere Gesellschaft ist beim Amtsgericht Fürth unter der Nummer HRB 17076 im Handelsregister eingetragen.

Die ERGO Digital Ventures AG, Düsseldorf, ist alleinige Aktionärin der ERGO Direkt AG. Die Mitteilung entsprechend § 20 Abs. 4 AktG liegt vor.

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften IFRS aufgestellten Konzernabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München (Munich Re), München, zum 31. Dezember 2023 einbezogen (gleichzeitig kleinster und größter Konsolidierungskreis).

Somit liegen die Voraussetzungen zur Befreiung unserer Gesellschaft von der Konzernrechnungslegungspflicht vor.

Der Konzernabschluss und -lagebericht der Munich Re werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und dort veröffentlicht. Daneben sind sie auf der Internetseite der Munich Re verfügbar.

 

Fürth, 20. Februar 2024

Der Vorstand

Christoph Klawunn

John-Paul Pieper

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ERGO Direkt AG, Fürth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ERGO Direkt AG, Fürth - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ERGO Direkt AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrats und die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen-Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Markus Horstkötter.

 

Köln, 28. März 2024

EY GmbH & Co.KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Horstkötter, Wirtschaftsprüfer

Altegör, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

Wir haben im Berichtsjahr die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und beratend begleitet. Hierzu haben wir uns durch Berichte des Vorstands über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft insbesondere auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen des Krieges Russlands mit der Ukraine sowie über alle weiteren wichtigen Angelegenheiten unterrichten lassen. Darüber hinaus wurden die Lage und Entwicklung der Gesellschaft - auch unter Berücksichtigung der mit dem vorgenannten Krieg verbundenen Auswirkungen vor allem auf die Energiepreise, Inflation und gesamtwirtschaftliche Entwicklung - sowie grundlegende Fragen der Geschäftsführung in zwei Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand eingehend besprochen.

Prüfungsmaßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 S. 1 AktG waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 sowie den Lagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach unserer eigenen Überprüfung haben wir den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 und den Lagebericht sowie den Bericht des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, abschließend erörtert. Wir hatten keine Einwendungen zu erheben. Insbesondere sind uns keine Risiken bekannt geworden, denen im Jahresabschluss nicht ausreichend Rechnung getragen worden ist. Wir billigen den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023, der damit festgestellt ist.

Die Besetzung der Gesellschaftsorgane während des Berichtszeitraums ist im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt.

Wir danken dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihre Leistungen, ihren tatkräftigen Einsatz und die im Berichtsjahr erzielten Erfolge.

 

Nürnberg, 9. April 2024

Der Aufsichtsrat

Theodoros Kokkalas, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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