Solutions 30 Field Services GmbH

Isarstraße 40, 90451 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 40638
Vorher
connecting cable GmbH
Eingetragen
3.6.2008
Branche
Einzelhandel mit TelekommunikationsgerätenHerstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Handel mit Kommunikationsgeräten, Kommunikationsdienstleistungen, Ausführung von Montagearbeiten im Bereich Kommunikationsgeräte, Beratung bezüglich Kommunikationsgeräte.

Historie

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Management

NameRolle
Rolf Jansink
seit 14.11.2023
Prokura
Luc Jan Brusselaers
seit 6.6.2023
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH
Germany
37.500 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH

Nürnberg (vormals: Köln)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernbilanz zum 31.12.2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.911,50 87.720,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.011.403,00 5.327.212,00
7.148.314,50 5.414.932,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 232.930,00 121.429,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.225.421,00 1.233.521,38
1.458.351,00 1.354.950,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 80.416,50 52.500,00
2. Beteiligungen 12.500,00 36.830,70
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 815.000,00
4. Genossenschaftsanteile 7.000,00 6.500,00
99.916,50 910.830,70
8.706.582,00 7.680.713,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 275.291,35 2.624,78
2. Unfertige Erzeugnisse 876.494,35 436.833,25
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.636.088,77 1.311.167,51
4. Geleistete Anzahlungen 75.164,59 31.689,85
2.863.039,06 1.782.315,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.083.788,19 5.953.652,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 111.137,06 90.692,08
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.287.949,13
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.980.677,77 1.274.616,69
8.175.603,02 8.606.910,25
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.378.097,32 7.857.572,79
17.416.739,40 18.246.798,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 145.985,37 205.336,44
D. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 13.156.880,36 4.456.645,51
39.426.187,13 30.589.493,46

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.050,00 25.050,00
II. Kapitalrücklage 1.034.455,92 1.034.455,92
III. Gewinnrücklage 1.235.226,64 1.235.226,64
IV. Verlustvortrag -6.751.378,07 -3.520.970,17
V. Jahresfehlbetrag -8.700.234,85 -3.230.407,90
VI. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 13.156.880,36 4.456.645,51
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 6.543.677,58 3.618.220,07
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.773,02 41.510,76
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 30.773,02 (Vorjahr: EUR 41.510,76)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 444.345,00
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 444.345,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.244.217,26 3.506.921,76
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 4.244.217,26 (Vorjahr: EUR 3.506.921,76)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.151.209,39 20.504.156,17
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 8.129.052,06 (Vorjahr: EUR 5.017.574,20)
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: EUR 18.022.157,33 (Vorjahr: EUR 15.486.581,97)
- davon mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren: EUR 7.105.000,00 (Vorjahr: EUR 3.995.000,00)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 107.987,14 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 107.987,14 (Vorjahr: EUR 0,00)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.348.322,74 2.474.339,70
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 2.348.322,74 (Vorjahr: EUR 2.474.339,70)
- davon aus Steuern: EUR 1.156.829,94 (Vorjahr: EUR 1.188.284,64)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 160.713,10 (Vorjahr: EUR 45.788,37)
32.882.509,55 26.971.273,39
39.426.187,13 30.589.493,46

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2020

2020 2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 64.251.334,11 59.610.522,04
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 439.661,10 -71.206,97
3. Sonstige betriebliche Erträge 846.014,62 670.784,33
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.253.794,76 3.792.214,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.137.643,20 19.277.640,52
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 21.499.202,99 21.045.847,82
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.600.769,58 4.589.100,33
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagemögens und Sachanlagen 5.479.044,45 1.331.312,16
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.973.485,76 13.077.427,72
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 35.756,07 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.085,18 6.283,41
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 284.570,40 233.893,93
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13,59 0,27
12. Ergebnis nach Steuern -8.611.646,47 -3.131.054,47
13. Sonstige Steuern 88.588,38 99.353,43
14. Jahresfehlbetrag -8.700.234,85 -3.230.407,90

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

A. Allgemeine Angaben

Die SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 mit Gesellschafterbeschluss vom 30. Mai 2022 ihren Sitz von 50996 Köln Wankelstraße 33 nach 90451 Nürnberg, Isarstraße 40, verlegt. Sie ist am neuen Sitz im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 40911 eingetragen.

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Einzelabschlüsse sowie der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

I. Going Concern Prämisse

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der Going Concern Prämisse aufgestellt. Die Entscheidung der Gesellschaft, trotz hoher bilanzieller Überschuldung, unter Beibehaltung von Fortführungswerten zu bilanzieren, basiert dabei auf den folgenden Prämissen:

Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Fortführungsprämisse. Die Gesellschaften im Konzern verfügen zum Stichtag 31. Dezember 2020 über Liquiditätsreserven in Höhe von € 6,4 Mio. Diese Reserven haben sich bis zum 31. Dezember 2022 auf € 12,8 Mio. erhöht. Darüber hinaus wurde am 22. Dezember 2022 seitens der Solutions 30 SE, Luxemburg, eine harte Patronatserklärung vorgelegt, welche die Finanzierung der Gesellschaft bis mindestens in das Jahr 2025 sicher stellt. Diese Patronatserklärung ersetzt die am 22. Dezember 2021 durch die Solutions 30 SE, Luxemburg, abgegebene Patronatserklärung.

Darüber hinaus hat der deutsche Teilkonzern im 2. Halbjahr 2022 den Turnaround erreicht. Für das Jahr 2023 wird ein signifikantes Umsatzwachstum auf € 89,9 Mio. und ein erstmals positives Ergebnis von € 3,6 Mio. erwartet. Die Geschäftsführung der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH geht entsprechend von einer positiven Fortführungsprognose des deutschen Teilkonzerns aus.

Für weitere Details verweisen wir auf den Abschnitt "Sonstige Angaben" im Anhang sowie auf den Abschnitt "12. Risikobericht" im Lagebericht.

II. Gliederungsgrundsätze/Darstellungsstetigkeit

Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich nicht gegenüber dem Vorjahr. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die erstmalige Vollkonsolidierung der Tochtergesellschaft, Worldlink GmbH, Plauen, in den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020, bedingt, abgesehen von der erforderlichen außerplanmäßigen Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert, keine wesentliche Beeinträchtigung in der Vergleichbarkeit der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr.

III. Konsolidierungskreis und -grundsätze

Zum 31. Dezember 2020 werden neben der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH die fünf Tochtergesellschaften

Solutions 30 Field Services GmbH, Nürnberg (100%),

Solutions 30 Field Services Süd GmbH, Nürnberg (100%),

SOLUTIONS 30 GmbH, Ludwigsburg (100%),

Solutions 30 Operations GmbH, Weinheim (99,8%) und erstmals die

WorldLink GmbH, Plauen (100%)

in den Konzernabschluss einbezogen.

Daneben werden Beteiligungen gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht einbezogen. Dabei handelt es sich um nachfolgende Beteiligungen:

Name Sitz Anteil
Voco Call Center Service Single Member Private Company Serres -Griechenland 100%
DBS Digital Business Solutions GmbH in Liquidation Aalen 100%
Solutions 30 go GmbH Weinheim 100%
MSB S30 GmbH Hameln 50%

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 01. Januar 2018 oder zu einem späterem Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge werden dabei so weit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der in 2020 fortentwickelte Betrag des ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerts resultiert aus der Solutions 30 Operations GmbH (T€ 9.087), der Solutions 30 Field Services GmbH (T€ 327) und der in 2020 erstmals einbezogenen WordLink GmbH (T€ 3.686). Passive Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung der SOLUTIONS 30 GmbH (T€ 327) und der Solutions 30 Field Services Süd GmbH (T€ 908) wurden in den Gewinnrücklagen berücksichtigt.

Mit Wirkung zum 01. Dezember 2020 wurde die WorldLink GmbH aufgrund des Erwerbs der übrigen 80 % der Anteile erstmals vollkonsolidiert. Hierbei ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 3.686, der sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten (T€ 74) mit dem anteiligen negativen Eigenkapital dieser Gesellschaft zum Erwerbszeitpunkt ergab. Aufgrund der anhaltenden Verlustsituation bei der WorldLink GmbH wurde der aktivische Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert zwar ermittelt und aktiviert, jedoch sofort auf den niedrigeren beizulegenden Wert von T€ 0 abgeschrieben.

Der für die Solutions 30 Field Services GmbH ausgewiesene fortgeführte Geschäfts- oder Firmenwert wurde ebenfalls zum Bilanzstichtag außerplanmäßig in voller Höhe von TEUR 229 mangels Werthaltigkeit abgeschrieben. Die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaft wurde mit Wirkung zum 31. Mai 2021 eingestellt.

Der zum 31. Dezember 2020 ausgewiesene Geschäfts- und Firmenwert betrifft damit ausschließlich die Solutions 30 Operations GmbH.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Zwischengewinne sowie bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Tochtergesellschaften sind im Konzernabschluss eliminiert.

IV. Bilanzierungsmethoden

Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

V. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Mutterunternehmen und die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Zum Abschlussstichtag besteht lediglich eine aktive Steuerlatenz. Es wurde vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, die aktiven latenten Steuern nicht in der Bilanz anzusetzen. Aufgrund der vorhandenen Verlustvorträge ergibt sich keine tatsächliche Steuerbelastung. Die fiktive Steuerersparnis auf die Wertdifferenzen der handelsrechtlichen Wertansätze beträgt rd. 30 %.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

- Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

- Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte, deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden konnten, wurden entsprechend § 253 (3) S. 3 und 4 HGB über eine typisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

2. Sachanlagen

- Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

- Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

- Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen gemäß § 7 Abs. 1 EStG nach der linearen Methode vorgenommen.

- Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend zunächst degressiv und später linear vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgte in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro wurden sofort abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

- Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

- Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauerhaften Beziehung dient.

- Die Genossenschaftsanteile wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt.

4. Vorräte

- Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

- Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

- Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

- Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde soweit erforderlich durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

6. Rückstellungen

- Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

- Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. In Fällen von untergeordneter Bedeutung wird auf die Berücksichtigung von Kostensteigerungen sowie auf die Abzinsung verzichtet.

7. Verbindlichkeiten

- Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem Konzernanlagenspiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Die Konzernunternehmen halten Anteile an nachfolgend aufgelisteten Gesellschaften. Dabei stellen die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis die nach landesspezifischen Rechnungslegungsvorschriften ermittelten Werte für das abgelaufene Geschäftsjahr dar:

Name Sitz Anteil Eigenkapital Ergebnis 2020
Voco Call Center Service Single Member Private Company Serres -Griechenland 100% € 59.129,23 € 506,59
DBS Digital Business Solutions Aalen 100% per 07.05.2021 (2020-2021)
GmbH in Liquidation € 459.850,89 € -13.238,77
Solutions 30 go GmbH Weinheim 100% € 25.000,00 Keine operative Tätigkeit
MSB S30 GmbH Hameln 50% € 125.824,45 € 58.075,72

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Lediglich sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 210.629,37 (VJ: € 186.212,50) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit € 111.137,06 aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darin enthalten sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 77.492,50.

Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Der nicht durch Konzerneigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf € 13.156.880,36 (VJ: € 4.456.645,51)

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellungen für Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
Ausstehende Eingangsrechnungen 1.449.752,34 2.039.270,04
Kaufpreisverpflichtung aus dem Erwerb von Unternehmensanteilen 2.842.746,00 0,00
Personalkosten 1.509.693,56 1.287.781,43
Abschluss und Prüfungskosten 632.028,00 238.403,60
Gewährleistungen 71.925,00 32.865,00
Aufbewahrungskosten 29.900,00 19.900,00
Sonstige 7.632,68 0,00
Summe 6.543.677,58 3.618.220,07

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 8.129.052,06 (davon gegenüber der Gesellschafterin: € 5.100.566,66) sowie aus Darlehen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 18.022.157,33.

C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Erforderliche Angaben sind aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ersichtlich.

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtsjahr auf € 64,3 Mio. gegenüber € 59,6 Mio. im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung um 7,9 %. Die Umsatzgebiete veränderten sich nicht gegenüber dem Vorjahr und sind ausschließlich im Inland belegen. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus der Erbringung von Kabelnetzdienstleistungen erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

Bezeichnung
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 295.605,92
Übrige 47.913,62
343.519,54

Die Personalkosten beinhalten Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von T€ 15,2 (VJ: T€ 15,2).

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 3.885 (VJ: T€ 0) ausgewiesen, die zugleich außergewöhnliche Aufwendungen des Geschäftsjahres darstellen. Davon entfallen auf die WordLink GmbH T€ 3.656 und auf die Solutions 30 Field Services GmbH T€ 229.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 272 enthalten:

Die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen belaufen sich auf T€ 41,9 (VJ: T€ 0).

Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen belaufen sich auf T€ 268,9 (VJ: T€ 219,7).

D. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte (sonstige finanzielle Verpflichtungen)

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt € 11,4 Mio.

€ 6,6 Mio. resultieren im Wesentlichen aus Gebäudemietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 35 Monaten sowie aus Leasingvereinbarungen über den Fuhrpark der Gesellschaft mit Restlaufzeiten von bis zu 54 Monaten. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Leasingkonditionen. Eventuelle Risiken können sich aus den innerhalb der zeitraumbezogenen Vertragsbindung feststehenden zukünftigen Zahlungsabflüssen ergeben.

Finanzielle Verpflichtungen resultieren ferner aus dem bei Eintritt bestimmter künftiger ergebnis- und laufzeitabhängiger Bedingungen noch zu entrichtenden Erhöhungsbetrag zu dem bislang bezahlten Kaufpreis bis 2019 in Höhe von T€ 7.530 und den in 2020 zusätzlich aktivierten und noch zu zahlenden Kaufpreisverpflichtungen für bis zum Bilanzstichtag bereits realisierte ergebnisabhängige Verpflichtungen für die Anteile an der Solutions 30 Operations GmbH (sog. Earn-Out-Klausel) in Höhe von T€ 2.854. Nach dem Vertragsstand zum Bilanzstichtag und unter der Annahme einer gleichbleibenden Ergebnisentwicklung und der Annahme, dass es zu keinem Folgevertrag mit dem Hauptkunden der Gesellschaft kommt, sowie dem Eintritt weiterer bestimmter Bedingungen, können sich hieraus zusätzliche, bislang nicht bilanzierte Kaufpreiszahlungsverpflichtungen von ca. € 4,8 Mio. in einem Zeitraum bis spätestens Ende 2023 ergeben. Sofern es zu weiteren Folgeverträgen mit dem Hauptkunden der Gesellschaft kommen sollte, würden sich in der Folge weitere erhöhte Earn-Out- Verpflichtungen ergeben.

Zwischenzeitlich wurde am 16. März 2023 mit dem Hauptkunden der Gesellschaft ein entsprechender langfristiger Folgevertrag abgeschlossen, der zu weiteren Earn-Out Zahlungen von € 15,3 Mio. führen wird. Die Zahlungen sind spätestens bis zum 31. März 2024 vollumfänglich fällig. Der überwiegende Teil der Kaufpreisverpflichtung wurde bereits im April 2023 von der Muttergesellschaft Solutions 30 SE liquiditätsmäßig bereitgestellt und an die Verkäuferin ausbezahlt.

Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Solutions 30 SE mit Sitz in Luxemburg. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft veröffentlicht. Die Transaktionen mit verbundenen Unternehmen erfolgen ausschließlich zu fremdüblichen Bedingungen.

Angaben nach § 264 Abs. 3 HGB

Die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen Unternehmen erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB:

Solutions30 Field Services GmbH,

Solutions 30 Field Services Süd GmbH,

SOLUTIONS 30 GmbH und

Solutions 30 Operations GmbH

Der Konzernabschluss ist damit für die genannten Gesellschaften befreiend von bestimmten Rechnungslegungsverpflichtungen sowie von der Prüfungs- und Offenlegungsverpflichtung der jeweiligen Jahresabschlüsse.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für die im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Mutterunternehmen und den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erbrachten Dienstleistungen berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:

2020
T€
Abschlussprüfungsleistungen 170
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
Gesamthonorar 170

Patronatserklärungen der Solutions 30 SE

Die Solutions 30 SE, Luxemburg, hat mit Datum vom 22. Dezember 2022 im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und der vorliegenden bilanziellen Überschuldung der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH eine Patronatserklärung zu deren Gunsten abgegeben. Die Laufzeit der Patronatserklärung beträgt mindestens 24 Monate nach Unterzeichnung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022. Die Unterzeichnung ist am 4. April 2023 erfolgt.

Die Solutions 30 SE, Luxemburg, hatte bereits mit Datum vom 21. Dezember 2021 im Zusammenhang mit der in den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2018, 31. Dezember 2019 und 31. Dezember 2020 vorliegenden bilanziellen Überschuldung der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH eine weitere Patronatserklärung zu deren Gunsten abgegeben. Die Laufzeit der Patronatserklärung betrug mindestens 24 Monate nach Unterzeichnung des Jahresabschlusses für das Jahr 2020.

E. Ergänzende Angaben

I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname Berufsbezeichnung Vertretungsbefugnis
Faltermeier Jörg Michael Geschäftsführer, ab 22. Dezember 2021 Einzelvertretung
Ziegler Robert Geschäftsführer ab 22. April 2021 bis 31. Dezember 2021 Einzelvertretung
Brusselaers Luc Geschäftsführer ab 22. Dezember 2021 Einzelvertretung
Fortis Gianbeppi Geschäftsführer, bis 22. April 2021, Einzelvertretung
Meyer Volker Geschäftsführer, bis 23. Dezember 2020 Einzelvertretung

II. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 633 angestellte Arbeitnehmer beschäftigt.

III. Nachtragsbericht

Insgesamt wird die Weltwirtschaft durch die Auswirkungen des Coronavirus deutlich in Mitleidenschaft gezogen, unabhängig von den in vielen Staaten auf den Weg gebrachten geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen. In 2020 hat dies zu einem negativen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im hohen einstelligen Bereich geführt. Ähnliche Entwicklungen haben sich für Europa und die Weltwirtschaft ergeben.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass aufgrund der bisherigen Erfahrungen die Folgen der Corona-Pandemie auch in Zukunft keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter den Abschnitten "12. Risikobericht" und "13. Prognosebericht".

Im Mai 2021 wurde beschlossen, die operativen Tätigkeiten der Solutions 30 Field Services GmbH und der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH auf die Solutions 30 Field Services Süd GmbH und die WorldLink GmbH zu übertragen. Seither sind die beiden Gesellschaften nicht mehr operativ tätig und haben auch keine Mitarbeiter mehr.

Die Solutions 30 SE, Luxemburg, hat mit Datum vom 22. Dezember 2022 im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und der vorliegenden bilanziellen Überschuldung der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH eine Patronatserklärung zu deren Gunsten abgegeben. Die Laufzeit der Patronatserklärung beträgt mindestens 24 Monate nach Unterzeichnung des Jahresabschlusses für das Jahr 2022.

Die Solutions 30 SE, Luxemburg, hatte bereits mit Datum vom 21. Dezember 2021 im Zusammenhang mit der in den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2018, 31. Dezember 2019 und 31. Dezember 2020 vorliegenden bilanziellen Überschuldung der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH eine weitere Patronatserklärung zu deren Gunsten abgegeben. Die Laufzeit der Patronatserklärung betrug mindestens 24 Monate nach Unterzeichnung des Jahresabschlusses für das Jahr 2020.

Der Ukrainekrieg und die Sanktionen gegen die russische Föderation sowie Belarus werden gemäß den Ausführungen der Geschäftsführung keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

Mit einem Hauptkunden wurde am 16. März 2023 ein neuer Rahmenvertrag über die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich analoges und digitales Fernsehen, Highspeed Internet und Telefonie über das TV-Kabel, mit einer festen Laufzeit von 7 Jahren bis zum 31. März 2030, zuzüglich der Option den Vertrag für zweimal um je ein Jahr zu verlängern, bis zum 31. März 2030 abgeschlossen.

F. Haftungsverhältnisse

Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse i. S. des § 251 HGB.

G. Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens am 27. März 2021 wurde beschlossen, den Bilanzverlust des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2020

Verlustvortrag EUR -5.974.938,00
Jahresfehlbetrag EUR -3.708.536,59
Bilanzverlust EUR -9.683.474,59

wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnung EUR - 9.683.474,59

 

Nürnberg, den 19. Mai 2023

SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH

gez. Jörg Faltermeier, Geschäftsführer

gez. Luc Brusselaers, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020 Zugang Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 545.991,70 80.562,11 95.373,95 0,00 721.927,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.559.301,82 0,00 6.541.175,04 0,00 13.100.476,86
7.105.293,52 80.562,11 6.636.548,99 0,00 13.822.404,62
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 227.645,48 198.871,11 116.072,52 0,00 542.589,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.342.067,35 882.591,80 364.241,39 112.171,11 4.476.729,43
3.569.712,83 1.081.462,91 480.313,91 112.171,11 5.019.318,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 52.500,00 0,00 27.916,50 0,00 80.416,50
2. Beteiligungen 36.830,70 0,00 0,00 24.330,70 12.500,00
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 815.000,00 0,00 0,00 815.000,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 6.500,00 500,00 0,00 0,00 7.000,00
910.830,70 500,00 27.916,50 839.330,70 99.916,50
11.585.837,05 1.162.525,02 7.144.779,40 951.501,81 18.941.639,66
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugang Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 458.271,70 55.021,61 71.722,95 0,00 585.016,26
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.232.089,82 0,00 4.856.984,04 0,00 6.089.073,86
1.690.361,52 55.021,61 4.928.706,99 0,00 6.674.090,12
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 106.216,48 172.183,70 31.258,93 0,00 309.659,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.108.545,97 702.080,54 519.078,53 78.396,61 3.251.308,43
2.214.762,45 874.264,24 550.337,46 78.396,61 3.560.967,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.905.123,97 929.285,85 5.479.044,45 78.396,61 10.235.057,66
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.911,50 87.720,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.011.403,00 5.327.212,00
7.148.314,50 5.414.932,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 232.930,00 121.429,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.225.421,00 1.233.521,38
1.458.351,00 1.354.950,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 80.416,50 52.500,00
2. Beteiligungen 12.500,00 36.830,70
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 815.000,00
4. Genossenschaftsanteile 7.000,00 6.500,00
99.916,50 910.830,70
8.706.582,00 7.680.713,08

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020

2020 2019
EUR EUR
1. Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresfehlbetrag -8.700.234,85 -3.230.407,90
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.479.044,45 1.331.312,16
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.925.457,51 -578.595,32
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -590.065,37 -53.102,84
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -2.178.183,10 4.190.592,23
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 26.005,30 23.993,36
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 204.729,15 219.418,44
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -13,59 0,27
-/+ Ertragsteuerzahlungen 0,00 -65.746,61
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -2.833.260,50 1.837.463,79
2. Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -95.373,95 -29.847,20
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 7.768,74 64.217,64
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -480.313,91 -314.864,73
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -312.916,50 -827.500,00
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -85.487,82 0,00
+ Erhaltene Zinsen 0,00 266,00
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -966.323,44 -1.107.728,29
3. Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 3.110.000,00 3.995.000,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -574.424,64 -1.780.110,03
- Gezahlte Zinsen -204.729,15 -219.888,28
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 2.330.846,21 1.995.001,69
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.468.737,73 2.724.737,19
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.816.062,03 5.091.324,84
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.347.324,30 7.816.062,03
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 6.378.097,32 7.857.572,79
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -30.773,02 -41.510,76
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.347.324,30 7.816.062,03

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen Verlustvortrag Konzernjahresfehlbetrag
Stammkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage
EUR EUR EUR EUR EUR
Anfangsbestand 01.01.2019 25.050,00 1.034.455,92 1.235.226,64 -884.576,43 -2.636.393,74
Verlustverwendung 0,00 0,00 0,00 -2.636.393,74 2.636.393,74
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00 -3.230.407,90
Änderung durch Umgliederung in Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Endstand 31.12.2019 25.050,00 1.034.455,92 1.235.226,64 -3.520.970,17 -3.230.407,90
Anfangsbestand 01.01.2020 25.050,00 1.034.455,92 1.235.226,64 -3.520.970,17 -3.230.407,90
Verlustverwendung 0,00 0,00 0,00 -3.230.407,90 3.230.407,90
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00 -8.700.234,85
Änderung durch Umgliederungen in Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Endstand 31.12.2020 25.050,00 1.034.455,92 1.235.226,64 -6.751.378,07 -8.700.234,85
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag Summe
EUR EUR
Anfangsbestand 01.01.2019 1.226.237,61 0,00
Verlustverwendung 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -3.230.407,90
Änderung durch Umgliederung in Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 3.230.407,90 3.230.407,90
Endstand 31.12.2019 4.456.645,51 0,00
Anfangsbestand 01.01.2020 4.456.645,51 0,00
Verlustverwendung 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -8.700.234,85
Änderung durch Umgliederungen in Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 8.700.234,85 8.700.234,85
Endstand 31.12.2020 13.156.880,36 0,00

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Geschäftsmodell

Der gesamte Konzern ist für große Kommunikationsunternehmen im Bereich der Herstellung und Instandhaltung von Breitbandkabel- und Glasfasernetzen tätig. Hauptaufgabe ist es, die Hausanschlüsse für die Partnerunternehmen herzustellen, zu warten und Störungen zu beseitigen. Das Geschäftsgebiet der Gesellschaft befindet sich schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Thüringen.

2. Gesellschafterstruktur

Die Gesellschafterstruktur der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH, Nürnberg, welche zur börsennotierten Solutions 30 SE - Gruppe mit Sitz in Luxemburg gehört, wurde durch den Erwerb der restlichen Anteile an der WorldLink GmbH, Plauen, am 01.12.2020 erweitert.

Der Konzernabschluss der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH, Köln, umfasst zum 31. Dezember 2020 nachfolgende Anteile an verbundenen Unternehmen:

Solutions 30 Field Services GmbH, Nürnberg (100 %),

Solutions 30 Field Services Süd GmbH, Nürnberg (100 %),

SOLUTIONS 30 GmbH, Ludwigsburg (100 %),

Solutions 30 Operations GmbH, Weinheim (99,8 %),

WorldLink GmbH, Plauen (100 %)

3. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Deutschland im Jahr 2020 um 5,0 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Gegensatz zu den Vorjahren ist die Wachstumsrate deutlich gesunken (2019: 0,6 %; 2018: 1,5 %). Das Preisniveau ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2020 im jährlichen Durchschnitt um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2019: 1,4 %; 2018: 1,9 %).

Der Breitbandkabelmarkt zeigt sich robust. Der Gesamtumsatz in diesem Bereich hat im Kalenderjahr 2020 um 3,3 % auf € 6,2 Mrd. zugelegt. Damit liegt das Wachstum auf dem Niveau des Vorjahres. In den letzten 10 Jahren lag das durchschnittliche, jährliche Wachstum bei ca. 5,7 %. Ungeachtet dessen hinkt Deutschland bei der Nutzung des Breitbandes zur Übertragung des Fernsehsignals im europäischen Vergleich hinterher. Zum 31.12.2020 bestanden etwa 8,7 Mio. Breitbandkabelanschlüsse in Deutschland. Der Anteil der Breitbandkabelanschlüsse an den Breitbandanschlüssen (insbesondere DSL) betrug damit zum 31.12.2020 etwa 24,0 %. Dies entspricht einer Steigerung um etwa 300.000 Anschlüsse bzw. einer Erhöhung des Marktanteils um 0,1 %-Punkte (Quelle: Marktanalyse der VATM 2020).

b) Geschäftsverlauf

Derzeit werden weitere umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb des Konzerns und die Optimierung der Prozessabläufe vorgenommen, um die Rentabilität zu verbessern.

So wurden die operativen Geschäftsbetriebe SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH und der Solutions 30 Field Services GmbH eingestellt und unrentable Kundenaufträge gekündigt. Neue und rentablere Kundenaufträge werden ausschließlich von der Solutions 30 Field Services Süd GmbH, der SOLUTIONS 30 GmbH und der WorldLink GmbH abgeschlossen

Die erstmalige Konsolidierung der Tochtergesellschaft, WorldLink GmbH, Plauen, ab dem 1. Dezember in den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020, bedingt, abgesehen von der erforderlichen außerplanmäßigen Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert, keine wesentliche Beeinträchtigung in der Vergleichbarkeit der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr.

Das Geschäftsjahr war weiterhin durch die nachfolgenden Zielvorgaben der Hauptauftraggeber geprägt:

Optimierung der Servicepartner

Zusammenlegung von Vertragsgebieten und Gewinnung neuer Vertragsgebiete

Weitere Verbesserung der Dienstleistungen und Verbesserung der Endkundenzufriedenheit

Ausweitung der Tätigkeiten im Bereich Erdanschlussarbeiten

Innerhalb der Solutions 30 Operations GmbH und der SOLUTIONS 30 GmbH wurde die interne Organisation umgestellt und die Arbeitsabläufe angepasst. Diese Maßnahmen führten bei den beiden Gesellschaften zu einer entsprechenden Ergebnisverbesserung. Im Gegenzug dazu war bei den übrigen Gesellschaften aufgrund der Umstrukturierungen der vorangegangenen Geschäftsjahre, sowie der Anpassung der vorgefundenen Strukturen kein positives Ergebnis zu erzielen.

Das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Geschäftsjahr war jedoch weiterhin von Maßnahmen geprägt, welche zur Ausweitung des Geschäftsgebiets erforderlich sind. Diese Maßnahmen umfassten insbesondere den Aufbau weiterer Personalkapazitäten.

Aufgrund des Wachstums war es weiterhin erforderlich, die Organisationsstruktur der Betriebsgröße anzupassen.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2020 belief sich auf € -8.700.234,85. (VJ: T€ -3.230). Der Fehlbetrag resultiert überwiegend daraus, dass die Summe der Personalkosten und der Fremdleistungen mehr als 74,3 % (VJ 75,4 %) der Gesamtleistung ausmachen. Die Ursache hierfür liegt einerseits darin begründet, dass bestehende Verträge mit Subunternehmern zu ungünstigen Konditionen geschlossen waren und andererseits, dass Subunternehmer aufgrund vertraglicher Verpflichtung beschäftigt wurden und dadurch die Auslastung des eigenen Personals nicht immer optimal war. Beide Effekte bedingten sich einander und führten im Ergebnis unter anderem zu diesem Verlust im Geschäftsjahr 2020. Soweit möglich wurde die Zusammenarbeit mit den Subunternehmern bereits auf eine neue vertragliche Grundlage gestellt oder das Vertragsverhältnis ganz beendet. Darüber hinaus wurde das Ergebnis im Geschäftsjahr insbesondere durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den sich durch die Erstkonsolidierung zum 01. Dezember 2020 ergebenden Geschäfts- oder Firmenwert der WorldLink GmbH mit TEUR 3.656 belastet.

Das Anlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.026 von T€ 7.681 auf T€ 8.707. Die Vorräte stiegen ebenfalls um T€ 1.081 von T€ 1.782 auf T€ 2.863. Dem gegenüber verminderte sich das monetäre Umlaufvermögen, bestehend aus den Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene- und Beteiligungsunternehmen, Sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Rechnungsabgrenzungsposten um T€ 1.970 von T€ 16.670 auf T€ 14.700. Der Rückgang ist zum größten Teil auf den vollständigen Ausgleich der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zurückzuführen (Vorjahr T€ 1.288).

Die Verminderung der liquiden Mittel um T€ 1.479 ist im Wesentlichen dem Aufbau im Vorratsvermögen geschuldet. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen auf T€ 6.544 ist auf die unverfallbare und noch zu zahlende Kaufpreisrate der SOLUTIONS 30 GmbH für die Anteile der Solutions 30 Operations GmbH zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse entwickelten sich planmäßig und stiegen um 7,8 % von T€ 59.611 auf T€ 64.251. Die Auftragslage ist weiterhin stabil. Im Jahr 2021 konnten verlustträchtige langfriste Kundenverträge aufgelöst werden. Die Ergebnisentwicklung wird dadurch jedoch nachhaltig verbessert.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit beträgt T€ - 2.833 (VJ: T€ 1.837). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt im Berichtsjahr bei T€ -966 (VJ: T€-1.108). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -2331 (VJ: T€ 1.995). In der Summe ergab sich im Berichtsjahr eine Veränderung der Finanzmittel in Höhe von T€-1.469 (VJ: T€ 2.745).

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die im Konzern definierten bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die erzielten Umsatzerlöse, das Jahresergebnis und die freie Liquidität.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Hauptkunde prämiert gute Leistungen seiner Nachunternehmer anhand mehrerer Schlüsselkennzahlen. Darunter sind insbesondere die Kennzahlen zur Kundenzufriedenheit, zur fehlerfreien Tätigkeit und geringer Nachbearbeitungsquote. Anhand dieser Schlüsselkennzahlen werden Boni bepreist. Die Solutions 30 Operations GmbH ist Benchmarkführer unter den Nachunternehmern in Deutschland.

Die Solutions 30 Field Services Süd GmbH und die WorldLink GmbH waren im Berichtsjahr deutschlandweit im mittleren bis hinteren Bereich der Schlüsselkennzahlen. Im Verlauf der Jahre 2021 und 2022 konnte die Performance in diesen Punkten stark verbessert werden. Ziel ist bis Ende 2023 ein ähnlich hohes Niveau wie die Solutions 30 Operations GmbH zu erreichen und somit zusätzlichen Umsatz aus Bonuszahlungen zu generieren.

Seit dem Jahr 2021 werden seitens der Konzernmuttergesellschaft aus Luxemburg vermehrt Kennzahlen zur Einhaltung des Environmental Social Governance (ESG) erhoben. Diesem Bereich wird im Rahmen des Gesamtkonzerns in naher Zukunft eine wesentlich höhere Bedeutung zukommen.

7. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2020 waren im Konzern der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH 633 Mitarbeiter beschäftigt. Die Arbeitnehmerzahl ist damit um 28 Personen gegenüber dem Ende des vorherigen Geschäftsjahres angestiegen.

Die Ausweitung des Personalstamms geht auch mit dem Aufbau der entsprechenden Fahrzeugflotte und der entsprechenden Werkzeuge einher.

8. Investitionen und Bestände

Insbesondere durch die Ausweitung des Konsolidierungskreises ab Dezember 2020 um die WorldLink GmbH, Plauen, musste der Konzernanlagespiegel um die Spalte Zugang Konsolidierungskreis erweitert werden.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden von den Konzerngesellschaften insgesamt Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von € 7.144.799,40 (VJ: T€ 1.159) getätigt. Der Zugang des Anlagevermögens beruht hauptsächlich auf dem Zugang bei den immateriellen Vermögensgegenständen im Bereich der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von € 6.541.175,04.

Im Bereich des Sachanlagevermögens betrug der Zugang € 480.313,91 und im Bereich der Finanzanlagen € 27.916,50.

Den Investitionen stehen Anlagenabgänge mit Anschaffungskosten in Höhe von € 951.501,81 (VJ: T€ 174) bzw. Buchwertabgänge von T€ 873 gegenüber. Davon entfallen T€ 815 auf die Rückführung eines Darlehens. Der Gesamtbuchwert des Anlagevermögens betrug zum 31. Dezember 2020 € 8.706.582,00 (VJ: T€ 7.681).

9. Ergebnisvortrag/Eigenkapital

Der Verlustvortrag betrug zum 01. Januar 2020 € - 6.751.378,07. Das konsolidierte Ergebnis der Konzerngesellschaften beläuft sich auf € - 8.700.234,85. Darin sind Sondereffekte im Rahmen der Kapitalkonsolidierung (insbesondere Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte) im Konzern in Höhe von T€ 3.885 enthalten.

Das gesamte Eigenkapital betrug per 31. Dezember 2020 € -13.156.880,36, in dieser Höhe liegt eine bilanzielle Überschuldung vor. Dessen ungeachtet wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt (Going-Concern-Prämisse).

Im Übrigen wird auf die hierzu weiterführenden Aussagen im Konzernanhang unter dem Abschnitt "A.I. Going Concern Prämisse" verwiesen.

10. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten werden planmäßig bedient. Die Ausfinanzierung aufgrund der Patronatserklärung durch Rückgriffsmöglichkeit auf Mittel des Mutterkonzerns Solutions 30 SE, Luxemburg, ist abgedeckt.

Das negative Eigenkapital in Höhe von T€ 13.157 wird durch Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 18.022 durch die luxemburgische Muttergesellschaft Solutions 30 SE ausfinanziert. Die Darlehensgewährung erfolgt in Höhe von T€ 10.917 mittelfristig und in Höhe von T€ 7.105 langfristig. Die Einräumung von Kontokorrentlinien durch Banken wurde nicht angefragt und war auch nicht erforderlich. Die überschießende Finanzierung durch die Solutions 30 SE ermöglicht dem Konzern auch die Ausfinanzierung des working capitals. Auf die weiterführenden Aussagen im Konzernanhang unter dem Abschnitt A.I. - Going-Concern-Prämisse - wird verwiesen.

Die Solutions 30 SE, Luxemburg, hat mit Datum vom 22. Dezember 2022 im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und der vorliegenden bilanziellen Überschuldung der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH eine aktualisierte Patronatserklärung zu deren Gunsten abgegeben. Die Laufzeit der Patronatserklärung beträgt mindestens 24 Monate nach Unterzeichnung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022. Diese ist am 04.04.2023 erfolgt.

11. Chancenbericht

Das Geschäftsjahr war davon geprägt, die operativen Tätigkeiten der Gesellschaften des Konzerns zu konsolidieren und die Auftragsabwicklung zu optimieren. Die Rückverlagerung der Tätigkeiten von den Subunternehmern in die Gesellschaften zur Erhöhung der internen Wertschöpfung wurde weiter intensiviert. Darüber hinaus eröffnet die Rückverlagerung der Aufträge die Möglichkeit, mehr Einfluss auf die Auftragsabwicklung zu nehmen. Dieser Transformationsprozesses ist noch nicht abgeschlossen.

Der deutsche Markt im Bereich Field Service befindet sich weiterhin in der Konsolidierung. Viele Mitbewerber können dem Kostendruck nicht mehr standhalten oder sind nicht in der Lage ihre Organisationsstruktur den wachsenden Umsatzgebieten anzupassen.

Die Gesellschaften sind so aufgestellt, dass eine Ausweitung der Umsatzgebiete oder auch die Annahme von Aufträgen anderer Großkunden zwar eine Herausforderung darstellt. Es ist daher zu erwarten, dass die Gesellschaften aus der derzeitigen Marktkonsolidierung gestärkt hervorgehen werden.

12. Risikobericht

Derzeit besteht eine starke Abhängigkeit von wenigen Partnerunternehmen. Der Verlust eines Auftrags dieser Hauptkunden würde starke Einschnitte mit sich bringen. Dieses Risiko ist jedoch insofern abgeschwächt, als dass die über Jahre gewachsenen Kundenbeziehungen mit langjährigen Vertragslaufzeiten eine gewisse Stabilität in das Auftragsvolumen bringen. Zuletzt wurde am 16.03.2023 mit dem größten Hauptkunden ein neuer Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von 7 Jahren zuzüglich zweier Optionsjahre geschlossen, der zu weiteren Earn-Out Zahlungen von EUR 15,3 Mio. führen wird. Die Zahlungen sind spätestens bis zum 31. März 2024 vollumfänglich fällig. Der überwiegende Teil der Kaufpreisverpflichtung wurde bereits im April 2023 von der Muttergesellschaft Solutions 30 SE liquiditätsmäßig bereitgestellt und an die Verkäuferin ausbezahlt.

Zur Risikominimierung werden weiterhin Strategien zur Diversifizierung verfolgt. Daneben wird weiterhin daran gearbeitet, Umsatzerlöse mit neuen Kunden zu erzielen, um die Abhängigkeit von den wenigen Partnerunternehmen zu reduzieren.

Die Geschäftstätigkeit unterliegt einem schnellen technologischen Wandel. Dieser erfordert eine permanente Flexibilität in der Geschäftsführung und den Mitarbeitern sich auf neue technische Sachverhalte einzustellen und aus den Neuerungen am Markt Wertschöpfungspotential zu generieren. Bislang ist es gelungen, jederzeit Mitarbeiter in ausreichender Zahl mit der erforderlichen Qualifizierung zu finden.

Aufgrund der bisherig erzielten negativen Ergebnisse des deutschen Teilkonzerns liegt eine bilanzielle Überschuldung vor. Voraussetzung für die Fortführungsfähigkeit des deutschen Teilkonzerns ist entsprechend die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, was zugleich als wesentliches bestandsgefährdendes Risiko zu sehen ist.

Diesem Risiko wird durch die von der Muttergesellschaft Solutions 30 SE, Luxemburg, gewährte harte Patronatserklärung begegnet.

Die Abhängigkeit vom Mutterkonzern, der Solutions 30 SE, Luxemburg, stellt für die deutsche Konzernstruktur das mit Abstand größte Risiko dar. Der Konzern der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH ist allein abhängig von der Ausfinanzierung durch die Muttergesellschaft. Die Innenfinanzierung stellte bis ins Jahr 2022 nicht genügend Mittel bereit, um ein Überleben der Konzernunternehmen sicherzustellen. Seit dem zweiten Halbjahr 2022 ist der deutsche Teilkonzerns wieder in der Lage sich selbst zu finanzieren.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Solutions 30 SE dieselben Interessen vertritt wie die deutschen Tochtergesellschaften und ein Weg zu Konsolidierung eingeschlagen wurde, ist nicht davon auszugehen, dass der luxemburgische Mutterkonzern die Bereitstellung von Mitteln zur Finanzierung angefallener Verluste einstellt. Hierzu verweisen wir auf Ausführungen zu den Patronatserklärungen der Solutions 30 SE, Luxemburg, unter Punkt 10. Verbindlichkeiten.

Sofern die der Unternehmensplanung des deutschen Teilkonzerns zugrundeliegenden Annahmen zur Geschäftsentwicklung sowie zur Finanzierung eintreffen, ist der Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns nicht gefährdet. Die Geschäftsführung der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH geht entsprechend von einer positiven Fortführungsprognose des deutschen Teilkonzerns aus.

13. Prognose

Für das Geschäftsjahr 2021 wird vorläufig ein Konzernjahresumsatz in Höhe von € 63,3 Mio. mit einem Konzernjahresergebnis in Höhe von € -6,7 Mio. erwartet. Zum 31. Dezember 2021 belaufen sich die Liquiditätsreserven auf T€ 8.849. Im Geschäftsjahr 2021 wurden den Konzerngesellschaften durch die Solutions 30 SE Darlehen in Höhe von T€ 9.977 zur Finanzierung der Unterdeckung und für Investitionen in Finanzanlagen bzw. Kaufpreiszahlungen von Unternehmensanteilen gewährt.

Derzeit werden umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb des Konzerns und die Optimierung der Prozessabläufe vorgenommen, um die Rentabilität zu verbessern. Die Verlustsituation hat sich planmäßig noch die ersten sechs Monate 2022 fortgesetzt um danach im 2. Halbjahr 2022 erstmals wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Im zweiten Halbjahr 2022 erreichte der deutsche Teilkonzern entsprechend ein positives Periodenergebnis. Die Liquidität des Konzerns hat sich gegenüber dem Stand zum 31.12.2020 auf € 12,8 Mio. verdoppelt. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnis in Höhe von € -1,9 Mio. bei einem Gesamtumsatz in Höhe von € 63,5 Millionen erwartet. Für das Jahr 2023 wird ein signifikantes Umsatzwachstum auf € 89,9 Mio. und erstmals ein positives Ergebnis von € 3,6 Mio. im Konzern erwartet.

 

Nürnberg, den 19. Mai 2023

SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH

gez. Jörg Faltermeier, Geschäftsführer

gez. Luc Brusselaers, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH, Nürnberg

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Der Konzernabschluss der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH, Nürnberg, zum 31. Dezember 2019 wurde von einer anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft, die am 15. Juli 2022 einen Versagungsvermerk zum Konzernabschluss abgab. Die fehlende Erteilung eines Bestätigungsvermerks zum Konzernabschluss führt zu Unsicherheiten hinsichtlich der Aussagekraft der Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019. Dies kann sich auf die Vergleichbarkeit mit den entsprechenden Zahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020 auswirken.

Zum 31. Dezember 2020 weist der Konzernabschluss Vorräte in Höhe von TEUR 2.863 aus. Aufgrund unserer Bestellung zum Konzernabschlussprüfer nach dem Bilanzstichtag hatten wir nicht die Gelegenheit an der durchgeführten Stichtagsinventur aller Gruppengesellschaften, insbesondere am Standort Nürnberg, beobachtend teilnehmen zu können. Von den ausgewiesenen Vorräten ist die Existenz von Vorräten in Höhe von TEUR 1.031 nicht hinreichend belegt. Auch konnten wir durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über diese Vorräte erlangen. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Konzernabschluss aufgrund des dargestellten Prüfungshemmnisses insoweit fehlerhaft ist.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe "D. Sonstige Angaben" im Konzernanhang der Gesellschaft sowie auf die Angaben in Abschnitt "10. Risikobericht" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund der bisher erzielten negativen Ergebnisse des deutschen Teilkonzerns bilanziell überschuldet ist und dass Voraussetzung für die Fortführungsfähigkeit der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH und ihrer Tochtergesellschaften die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit ist. Aufgrund dessen besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft und Ihrer Tochtergesellschaften zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Dem Risiko der Bestandsgefährdung wird dabei mit einer durch die Muttergesellschaft Solutions 30 SE in Luxemburg abgegebenen, zeitlich bis zum 04.04.2025 befristeten harten Patronatserklärung vom 22.12.2022 begegnet. Gemäß dieser Patronatserklärung erhält die Gesellschaft auch weiterhin bei Bedarf finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft, so dass diese jederzeit Ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.

Darüber hinaus hat der deutsche Teilkonzern im 2. Halbjahr 2022 den Turnaround erreicht. Für das Jahr 2023 wird ein signifikantes Umsatzwachstum auf € 89,9 Mio. und ein erstmals positives Ergebnis von € 3,6 Mio. erwartet. Die Geschäftsführung der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH geht entsprechend von einer positiven Fortführungsprognose des deutschen Teilkonzerns aus.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht auf dieser Grundlage davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der SOLUTIONS 30 HOLDING GmbH und Ihrer Tochtergesellschaften mindestens bis zum 04.04.2025 sichergestellt ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 19.05.2023

MENOLD BEZLER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Schupeck, Wirtschaftsprüfer

gez. Barth, Wirtschaftsprüfer

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