Knobloch-Bock EHS9 eGbR
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rafael Michael Lellesch seit 23.11.2017 | Prokura |
Stefan Wilken seit 16.1.2013 | Geschäftsführer |
Georg Ueffing seit 29.1.2009 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sulzer AG | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sulzer Flow Germany GmbH (vormals: Sulzer Pumps Wastewater Germany )BonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva scroll
Passiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2024(1) Allgemeine Angaben Mit Vertrag vom 26. August 2024 wurde die NORDIC WATER GmbH mit Sitz in Neuss (Amtsgericht Neuss HRB 17545) retrograd zum 1. Januar 2024 auf die Sulzer Pumps Wastewater Germany GmbH verschmolzen. Die Vergleichbarkeit der Zahlen des Jahresabschlusses mit denen des Vorjahres ist hierdurch eingeschränkt. Die Sulzer Pumps Wastewater Germany GmbH wurde zudem zum 1. Oktober 2024 umfirmiert in die Sulzer Flow Germany GmbH. Die Sulzer Flow Germany GmbH ist beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer HRB 13963 im Handelsregister eingetragen. Die Sulzer Pump Solutions Germany GmbH, Bonn, ist seit Dezember 2024 alleinige Gesellschafterin der Sulzer Flow Germany GmbH (vormals: Sulzer Pumps Wastewater Germany GmbH). Bis dahin war die Sulzer AG, Winterthur / Schweiz, alleinige Gesellschafterin. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Absatz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit in der Bilanz sind im Rahmen der Verschmelzung folgende Vermögensgegenstände und Schulden zugegangen (Buchwerte Nordic Water-alt zum 31. Dezember 2023):
Der Zugang des Eigenkapitals der Nordic Water-alt (EUR 1.309.303,82) wurde im Rahmen der Ermittlung des Verschmelzungsergebnisse i die Kapitalrücklage eingestellt. Mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage erhöhten sich verschmelzungsbedingt insbesondere die folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:
Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern über einen Zeitraum von zehn Jahren nach linearer Methode vorgenommen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach linearer Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Den Abschreibungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der technischen Anlagen liegen Nutzungsdauern von drei bis zehn Jahren zugrunde. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Kosten. Das Wahlrecht zum Ansatz von Gemeinkosten wird nicht in Anspruch genommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Das Abzinsungswahlrechts bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird nicht ausgeübt. Erhaltene Anzahlungen sind zum Nennwert bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. (3) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. (4) Eigenkapital Jahresfehlbetrag / Überleitung zum Bilanzverlust scroll
Im Rahmen der Verschmelzung ist ein positiver Differenzbetrag in Höhe von EUR 1.309.303,82 entstanden, der ergebnisneutral in die Kapitalrücklage eingestellt wurde. (5) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.996 (Vj. TEUR 1.463) betreffen im Wesentlichen personalrelevante Rückstellungen von TEUR 1.052 (Vj. TEUR 525), Gewährleistungsverpflichtungen von TEUR 325 (Vj. TEUR 293) und Verpflichtungen für Jubiläen von TEUR 164 (Vj. TEUR 156). Es besteht keine Verpflichtung mehr aus dem Altersteilzeitmodell (Vj. TEUR 109). (6) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erstattungen aus Gewährleistungsfällen in Höhe von TEUR 96 (Vj. TEUR 131) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 62 (Vj. TEUR 68). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 7.658 im Vorjahr auf TEUR 10.074 im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 2.416 ergibt sich im Wesentlichen aus der Verschmelzung mit NORDIC WATER GmbH zum 1. Januar 2024. Maßgebliche Aufwendungen sind die Gebühren der Gruppe (Service Fee, Trademark Fee und Procurement Fee) in Höhe von TEUR 2.540, die von TEUR 1.909 im Vorjahr um TEUR 631 angestiegen sind. Ebenfalls zeigt sich bei dem Betriebsaufwand ein signifikanter Anstieg von TEUR 840 im Vorjahr auf TEUR 1.222 (Anstieg um TEUR 382). Bei den sonstigen Personalkosten ist ein Anstieg um TEUR 311 von TEUR 388 im Vorjahr auf TEUR 699 zu verzeichnen. Periodenfremde Aufwendungen liegen in Höhe von TEUR 57 (Vj. TEUR 11) vor. Sie begründen sich im Wesentlichen aus der Ausbuchung von alten Forderungen der verschmolzenen NORDIC WATER GmbH. Periodenfremde Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 68) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 38). (7) Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen scroll
Zweck dieser Verträge ist die Vermeidung von Liquiditätsabfluss durch Investitionen. Die Verträge enden im Wesentlichen zwischen 2025 und 2028. Außerbilanzielle Geschäfte lagen im Geschäftsjahr 2024 nicht vor. (8) Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) scroll
(9) Zusammensetzung der Organe Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist bestellt: Stefan Wilken, Bottrop, (Dipl.-Ing.) (10) Bezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (11) Gewinnverwendung Der Jahresfehlbetrag 2024 wird vorgetragen. (12) Nachtragsbericht Es lagen keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag vor. (13) Angaben zum Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird für den kleinsten Kreis in den Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft Sulzer Pump Solutions Germany GmbH, Bonn, sowie für den größten Kreis in den Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft Sulzer AG, Winterthur/Schweiz, zum 31. Dezember 2024 einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter www.sulzer.com erhältlich.
Bonn, den 24. Juni 2025 Stefan Wilken, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024I. Geschäftsmodell Die Sulzer Flow Germany GmbH vertreibt Tauchmotorpumpen, Hebeanlagen, Rührwerke, Doppelwellenzerkleinerer, Belüfter, Luftkompressoren und Filtrationsanlagen für den Einsatz im Schmutz- und Abwasserbereich. Des Weiteren werden Entwässerungspumpen für den Einsatz im Tiefbau verkauft und vermietet. Darüber hinaus plant und projektiert die Gesellschaft solche Anlagen. Die Produkte werden zum überwiegenden Teil von verbundenen Unternehmen bezogen. Der Vertrieb der Produkte erfolgt sowohl über Regionalzentren in Bonn, Isernhagen, Berlin, Hameln und Neuss als auch über regionale Home-Offices der Außendienstmitarbeiter. Für Service- und Reparaturleistungen stehen im Inland ein zentraler Kundendienst sowie verschiedene Vertragswerkstätten zur Verfügung. Ferner befindet sich eine zentrale Werkstatt in Maastricht, Niederlande. Als Vertriebsunternehmen mit Schwerpunkt im Bereich Pumpen, Kompressoren, Lüfter, Filtration und weitere Anlagen betreibt die Sulzer Flow Germany GmbH keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im eigentlichen Sinne. Mit Vertrag vom 26. August 2024 wurde die NORDIC WATER GmbH mit Sitz in Neuss (Amtsgericht Neuss HRB 17545) retrograd zum 1. Januar 2024 auf die Sulzer Pumps Wastewater Germany GmbH verschmolzen. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2024 wächst die europäische Wirtschaftsleistung wie im Vorjahr nur mit geringer Dynamik. Laut der Statistikbehörde Eurostat lag das Wachstum der EU im Jahr 2024 nur bei 1,0 % nach 0,4 % im Jahr 2023. Deutschlands Bruttoinlandsprodukt liegt mit -0,2 % weiterhin hinter dem EU-Durchschnitt (2023: -0,3 %). Die Europäische Kommission erwartet in der EU im Jahr 2025 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von +0,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Prognose für Deutschland für das Jahr 2025 liegt laut ifo bei 0,1 %. Im Bereich des Abwassergeschäftes sind die Marktbedingungen im genannten Zeitraum günstig und auf einem stabilen Niveau einzustufen. Der aufgrund von Zinserhöhungen und Inflation nachlassende Privat- und Wirtschaftsbau hat bislang noch zu keinem relevanten Rückgang der Geschäftsentwicklung geführt. Die weitere Entwicklung im kommunalen Umfeld wird auch in der Zukunft von den Steuereinnahmen abhängig sein. Eventuell sinkende Steuereinnahmen für die Kommunen können sich negativ auf unser Geschäft auswirken. 1. Geschäftsverlauf Im Wirtschaftsjahr 2024 stieg der Auftragseingang um 46,3 % gegenüber dem Vorjahr an. Der Anstieg ist zu 48,6 % auf die Verschmelzung mit der ehemaligen NORDIC WATER GmbH zurückzuführen (TEUR 9.223). Für den verbleibenden Zuwachs sind im Wesentlichen die Bereiche Kommunales Abwasser und Haustechnik die treibenden Kräfte. Ohne den Effekt der Verschmelzung liegt der Zuwachs bei 23,8 %. Der Umsatz stieg um 28,5 % gegenüber dem Vorjahr an. Hiervon sind 57,3 % auf die Verschmelzung mit der NORDIC WATER GmbH zurückzuführen. Bereinigt um die Verschmelzung hat die Firma einen Umsatzanstieg von 12,2 % zu verzeichnen. Maßgeblich hierfür war ein deutlicher Anstieg im Produktbereich Haustechnik und ein verstärkter Absatz auf dem polnischen Markt. Der Bestand an offenen Aufträgen am Jahresende 2024 erhöhte sich infolge der Verschmelzung um 241% gegenüber dem Ende des Vorjahres 2023. Bereinigt um den Effekt der Verschmelzung stieg der Auftragsbestand um 32,4 % an. Der Umsatz des abgelaufenen Geschäftsjahres belief sich auf EUR 58,0 Mio. (Vj. EUR 45,1 Mio.), davon entfällt EUR 7,4 Mio. auf den verschmolzenen Bereich NORDIC WATER. Umsatzbereiche Im Produktverkauf wurde ein Umsatz in Höhe von TEUR 52.261 erzielt (Vj. TEUR 40.199). Hauptgrund für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist die Verschmelzung mit der NORDIC WATER GmbH. Im Bereich Dienstleistungen und Vermietung wurde ein Umsatz in Höhe von TEUR 3.850 erzielt, was eine Erhöhung um 16,2 % gegenüber dem Vorjahr (TEUR 3.312) darstellt. Ursächlich hierfür ist der stark erhöhte Dienstleistungsumsatz. Für die weiterbelasteten Aufwendungen der Mitarbeiter in Gruppenfunktion ergab sich im Jahr 2024 ein Umsatz von TEUR 1.859 (Vj. TEUR 1.612). 2. Investitionen Anlagevermögen Das Investitionsvolumen liegt unterhalb des Niveaus des Vorjahres. Investitionen wurden im Wesentlichen im Bereich Mietaggregate getätigt. Die Zugänge im Anlagevermögen beliefen sich auf TEUR 127 (Vj. TEUR 183). 3. Personal Im Jahresdurchschnitt wurden 149 Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 121). Zum Zeitpunkt der Verschmelzung wurden 29 Mitarbeiter der ehemals NORDIC WATER GmbH übernommen. III. Lage 1. Ertragslage Das Jahr 2024 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -775 ab (Vj. Jahresüberschuss TEUR +1.139). Der Grund des negativen Ergebnisses liegt im Bereich NORDIC WATER. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 264 (Vj. TEUR 277) enthalten im Wesentlichen Erstattungen aus Gewährleistungsfällen in Höhe von TEUR 96. Periodenfremde Erträge resultieren aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 38) und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 68). Periodenfremde Aufwendungen bestehen im Jahr 2024 in Höhe von TEUR 57 (Vj. TEUR 11). Die starke Zunahme resultiert aus der Ausbuchung von nicht werthaltigen Vermögensgegenständen der ehemaligen NORDIC WATER GmbH. Der im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Aufwand für bezogene Waren von TEUR 29.793 (Vj. TEUR 23.598) erklärt sich dadurch, dass der Umsatz nach Bereinigung der Weiterbelastungen ebenfalls gestiegen ist. Die Transferpreisanpassungen beliefen sich im Jahr 2024 auf TEUR -603 (Vj. TEUR -797). Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 7.658 im Vorjahr um TEUR 2.416 auf TEUR 10.074 im Geschäftsjahr 2024 ergibt sich im Wesentlichen aus der Verschmelzung. Daneben ist ein Anstieg der Management Fees zu verzeichnen. Die Group Service Fee stieg von TEUR 1.290 auf TEUR 1.663 in 2024 (Anstieg um TEUR 373). Die Trademark Fee stieg um TEUR 168 von TEUR 619 im Vorjahr auf TEUR 787 im Jahr 2024. Die gestiegenen Management Fees begründen sich durch den gestiegenen Umsatz. Durch die Aufnahme des neuen Geschäftsbereiches NORDIC WATER sind Procurement Fees in Höhe von TEUR 83 hinzugekommen. Auch im Bereich der sonstigen Personalkosten ist ein Anstieg zu verzeichnen von TEUR 388 auf TEUR 699 (Anstieg um TEUR 311). Neben den neuen Mitarbeitern der ehemaligen NORDIC WATER GmbH ergibt sich eine Erhöhung durch den gestiegenen Aufwand im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Der Sprung im Bereich des Zinsaufwandes von 11 TEUR im Vorjahr auf TEUR 260 (Anstieg um TEUR 249) ist dadurch begründet, dass die verschmolzene Firma NORDIC WATER GmbH ein Darlehen im Verbundbereich mit eingebracht hat. Das Darlehen beträgt TEUR 2.000 zum 31. Dezember 2024. Das Darlehen hat eine Laufzeit von einem Jahr und eine Verzinsung in Höhe von 3,77 %. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Sulzer Flow Germany GmbH nimmt am Cashpool der Sulzer Capital B.V. teil. Der Cashpool dient dem Unternehmen als zentrales Finanzierungsinstrument. Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss (die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist aufgrund er Verschmelzung eingeschränkt): scroll
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Rahmen der Verschmelzung wurde ein Darlehen im Verbundbereich übernommen. Zum 31. Dezember 2024 beträgt das Darlehen TEUR 2.000 und ist zum 31. Dezember 2025 zurückzuzahlen. Es bestehen keine langfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten. Das interne Kreditlimit im Cash-Pool betrug per 31. Dezember 2024 TEUR 3.000. Bei einer Bilanzsumme in Höhe von TEUR 20.863 beträgt das bilanzielle Eigenkapital 4,2 %. Der starke Abfall des Eigenkapitalanteils von 16,1 % im Vorjahr um 11,9 % ist durch die Verschmelzung begründet. Die verschmolzene Gesellschaft hat infolge des langlaufenden Projektgeschäftes sehr hohe erhaltene Anzahlungen von Kunden (Anteil an Bilanzsumme 45,4 %). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.996 beziehen sich im Wesentlichen auf Rückstellungen im Personalbereich und Gewährleistungsrückstellungen. Das Anlagevermögen macht mit TEUR 389 rd. 1,9 % des Gesamtvermögens zum 31. Dezember 2024 aus. Innerhalb des Anlagevermögens bilden die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einer Höhe von TEUR 328 die größte Position. Die Vorräte entsprechen rd. 49,7 % und die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände rd. 43,5 % des Gesamtvermögens. Das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 20.442 umfasst im Wesentlichen unfertige Erzeugnisse und Leistungen in Höhe von TEUR 9.140, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Summe von TEUR 6.481 sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.253. Die im Vergleich zum Vorjahr stark veränderte Gewichtung der Aktivpositionen ist der Verschmelzung und der damit übernommenen langlaufenden Großprojekten geschuldet. Die unfertigen Leistungen sind mit TEUR 9.140 (Vj. TEUR 886) gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen; Ursache des starken Anstiegs im Vergleich zum Vorjahr liegt im Projektgeschäft der verschmolzenen NORDIC WATER GmbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Per 31. Dezember 2024 betrugen diese TEUR 6.481 (Vj. TEUR 4.269). Gesamtaussage Der Auftragseingang im Jahr 2024 stieg gegenüber dem Vorjahr; der Umsatz 2024 stieg ebenfalls stark an. Diese Entwicklung wurde jedoch gedämpft von der hohen Bestandsminderung und den gestiegenen Kosten, sodass wir in Summe ein schlechteres Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erzielt haben. Der Krieg in der Ukraine hat für den Umsatz der Sulzer Flow Germany GmbH keine direkte Auswirkung. Der Bezug einiger Vorprodukte aus der Ukraine durch die Produktionswerke konnte durch alternative Bezugsquellen kompensiert werden. Es gab keine relevanten Unterbrechungen von Lieferketten, die zu Lieferverzögerungen auf dem Hauptabsatzmarkt Deutschland geführt hätten. Die Beibehaltung der Finanzierungs- und Investitionsstrategie bspw. über die Cash Pool Vereinbarung sowie weitere Investitionen in den Mietpumpenpark sind darüber hinaus wesentliche Treiber zur positiven Trendentwicklung. IV. Leistungsindikatoren Im Fokus der Unternehmenssteuerung steht die nachhaltige Steigerung des Auftragseingangs. Die hiermit verbundenen Werte des Umsatzes, der Forderungslaufzeit (DSO) sowie die Lagerumschlagshäufigkeit sind weitere von der Unternehmensführung zur Steuerung des Unternehmens herangezogene Leistungsindikatoren. Auftragseingang Der Auftragseingang betrug in 2024 TEUR 59.921, davon entfällt TEUR 9.223 auf die verschmolzene Gesellschaft und TEUR 50.698 auf die ursprüngliche Gesellschaft. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (TEUR 40.954) ohne Verschmelzung beträgt rd. 24 % und inklusive Verschmelzung 46 %. Das Budget für 2024 (TEUR 45.916) wurde übertroffen. Umsatz Im Jahr 2024 betrug der Umsatz TEUR 57.970; der Umsatz ohne die Weiterbelastungen betrug TEUR 56.111; hiervon entfällt TEUR 7.266 auf die verschmolzene Gesellschaft und TEUR 48.845 auf die ursprüngliche Gesellschaft. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (TEUR 43.491) ohne Verschmelzung beträgt rd. 12 % und inklusive Verschmelzung 29 %. Das Budget für 2024 betrug TEUR 44.960 (ohne Weiterbelastungen). Forderungslaufzeit (DSO = Daily Sales Outstanding) Die Forderungslaufzeit betrug im Jahr 2024 im Durchschnitt 35 Tage; im Vorjahr lag der Wert bei 32 Tagen. Die Planvorgabe für 2024 betrug 31 Tage. Der Grund für den leichten Anstieg liegt in einem zunehmenden Anteil des Projektgeschäftes durch die Verschmelzung mit NORDIC WATER, was häufig zu verlängerten Zahlungszielen führt. Lagerumschlagshäufigkeit (ITRS = Inventory Turns) Die durchschnittliche Lagerdauer betrug im Jahr 2024 38 Tage. Im Vorjahr lag sie bei 15 Tagen. Das Budget für 2024 betrug 19. Der starke Anstieg ist ebenfalls auf den erhöhten Anteil von Projektgeschäften im Bereich NORDIC WATER zurückzuführen. V. Prognose, Chancen und Risiken 1. Ausblick 2025 Im Bereich des häuslichen Abwassers gehen wir für 2025 aufgrund des nachlassenden Privat- und Wirtschaftsbaus von einer Stagnation im Auftragseingang aus. Im kommunalen und industriellen Projektgeschäft wird insbesondere durch den Vertrieb von Turbokompressoren und durch die Verschmelzung mit der NORDIC WATER GmbH und die damit einhergehende Erweiterung des Lieferprogrammes um Filtrationsanlagen ein Wachstum im Auftragseingang erwartet. Im Bereich des Vertriebes von Servicedienstleistungen wird die Einstellung zusätzlicher Serviceverkäufer und Servicetechniker zu einem Umsatzwachstum führen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2025 unseren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr steigern werden. Der Auftragseingang ist im Jahr 2025 mit EUR 61,4 Mio. budgetiert. Der Umsatz für 2025 wurde mit EUR 64,6 Mio. (ohne Weiterbelastungen) geplant. Wir erwarten ein operatives Jahresergebnis nach Transferpreisanpassung von ca. EUR 2,8 Mio nach Steuern. Für 2025 wird mit einer Forderungslaufzeit von durchschnittlich 32 Tagen und einer Lagerdauer von 13 Tagen geplant. 2. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die nachfolgend beschriebenen Risiken sind absteigend in ihrer Bedeutung für das Unternehmen genannt. Größtes Risiko 2025 ist im Wesentlichen die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Eine durch den Krieg in der Ukraine, den Konflikt zwischen Palästina und Israel, ansteigende Rohstoffkosten, Lieferengpässe und kriegsbedingte Exportprobleme ausgelöste Abschwächung der Konjunktur in Deutschland würde zu sinkenden Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen führen, welches wiederum zu einer Kürzung der Ausgaben im Bereich der kommunalen Infrastruktur führt. Da die Sulzer Flow Germany GmbH einen erheblichen Teil ihres Umsatzes im Geschäft mit eben dieser Infrastruktur im Bereich Abwasser erwirtschaftet, ist hier ein Risiko zu sehen. Die Steuereinnahmen der Gemeinden und Kommunen haben einen Einfluss auf die Investitionen im Abwasserbereich. Die Risiken liegen in der Situation der Weltwirtschaft. Durch Krieg in der Ukraine verursachte Anstiege in den Rohstoffkosten und Lieferengpässe können in einer exportorientierten Nation wie Deutschland zeitverzögert zu sinkenden Unternehmensgewinnen, somit zu sinkenden Steuereinnahmen und infolgedessen zu notwendigen Einsparungen der Kommunen und Gemeinden führen. Dieses kann zu einem nachgelagerten Effekt für unser Geschäft im kommunalen Umfeld führen. Lieferengpässe durch den Wegfall ukrainischer Vorlieferanten der Produktionswerke der Sulzer Gruppe konnten durch alternative Bezugsquellen kompensiert werden, so dass es nicht zu Lieferverzögerungen in der Sulzer Flow Germany GmbH kommen wird. Das Forderungsausfallrisiko der Gesellschaft ist hingegen als gering zu betrachten. Durch den Einsatz einer Warenkreditversicherung wird der größte Teil der Forderungen an Wirtschaftsunternehmen versichert. Ist keine ausreichende Absicherung durch eine Warenkreditversicherung mangels Bonität des Kunden möglich, so wird mit anderen Instrumenten der Forderungssicherung wie z.B. Vorkasse oder Bankgarantien, gearbeitet. Dieses gilt für alle Forderungen und somit auch für größere Forderungen aus Projektgeschäften. Zumeist betreffen größere Projekte häufig Aufträge der öffentlichen Hand. Die Forderungen an Unternehmen der öffentlichen Hand bedürfen keiner Warenkreditversicherung, da dort kein Insolvenzrisiko besteht. In unseren anderen Kundensegmenten gehen wir derzeit von einer auch weiterhin positiven Entwicklung des Abwassermarktes in Deutschland im Jahr 2025 aus. Der Auftragseingang im Bereich häusliches Abwasser wird im Jahr 2025 voraussichtlich stagnieren durch den nachlassenden Privat- und Wirtschaftsbau. Im kommunalen Abwasserbereich sehen wir insbesondere durch die zunehmende Relevanz energieeffizienter Produkte und die neuen Filtrationsanlagen von NORDIC WATER gute Chancen mit unserem Produktportfolio. Wir gehen von einer positiven Auftragseingangsentwicklung im Jahr 2025 aus. Die Finanzierung der Sulzer Flow Germany GmbH ist auch weiterhin über die Konzernfinanzierung gesichert. Gesamtaussage zum Prognose- und Risikobericht Im Jahr 2025 erwarten wir für die Sulzer Flow Germany ein Umsatzniveau in Höhe von EUR 64,6 Mio. (ohne Weiterbelastungen). Unsere Teilmärkte sind stabil bzw. wachsend. Durch den signifikanten Umsatzanteil mit Unternehmen der öffentlichen Hand liegen in der allgemeinen Konjunktur und den damit verbundenen Steuereinnahmen der Kommunen sowohl Risiken als auch Chancen vor. Ansteigende Rohstoffkosten, Lieferengpässe und der Krieg in der Ukraine im Jahr 2025 und die eventuell damit einhergehende Konjunkturschwächung haben das Risiko für unser Geschäft erhöht. Das Risiko von möglichen Forderungsausfällen wird durch den Einsatz von Warenkreditversicherungen und anderen Sicherungsinstrumenten weitestgehend minimiert.
Bonn, den 24. Juni 2025 Stefan Wilken, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024scroll
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