Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Toll4Europe GmbH
Nymphenburger Straße 3C, 80335 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Taras Tokarek seit 8.10.2024 | Geschäftsführer |
Felix Dr. Wex seit 25.2.2022 | Geschäftsführer |
Carolin Spindler seit 28.10.2021 | Prokura |
Stephan Dr.med. Müller seit 28.10.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 55.00% | |
EUROSHELL CARDS B.V. | 15.00% |
| 15.00% | |
| 15.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Toll4Europe GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31. Dezember 2023Inhalt Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Forschung und Entwicklung Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Leistungsindikatoren Lage der Gesellschaft Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Risiko- und Chancenbericht Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Toll4Europe GmbH, München, Amtsgericht München HRB 268814 (im Folgenden "T4E" oder "Gesellschaft" genannt) ist der Betrieb einer europaeinheitlichen Lösung zur Erhebung und Abwicklung von Straßennutzungsgebühren "Maut" für Nutzfahrzeuge ab 3,5t zulässigem Gesamtgewicht auf Basis der Richtlinie (EU) 2019/520 zu European Electronic Toll Service (EETS). Erlöse werden im Wesentlichen erzielt aus der Bereitstellung und Erbringung von Mauterhebung und -abwicklung im Namen und Auftrag von öffentlichen Straßenbetreibern und Mauterhebern, Mautabrechnung mit privatwirtschaftlichen Straßenbetreibern in Zusammenarbeit mit Tank- und Servicekartenbetreibern ("Sales Partnern"). Die Aufgabe der Sales Partner ist die Verteilung der Fahrzeuggeräte (sog. "On-Board-Units"/ "OBU") an die Mautschuldner bzw. Endkunden (z.B. Spediteure), die Registrierung der Kunden, das Abrechnen der Maut mit den Endkunden sowie die Weiterleitung der Maut an die T4E. Die eingenommene Maut wird von der T4E in gleicher Höhe an die Mauterheber weitergeleitet. Die T4E ist dabei für das Vertragsmanagement und die Kommunikation mit den Mauterhebern sowie den Betrieb der Plattform zur Erfassung der Maut und die Verwaltung des Systemzugriffs zuständig. Die T4E hat aber im Normalfall keine über das Nutzungsverhältnis an den OBUs hinausgehende Vertragsbeziehung mit den jeweiligen Mautzahlern bzw. Endkunden. Als Vergütung bekommt die T4E von den Mauterhebern einen vereinbarten Prozentsatz der an diese ausgekehrten Maut und/oder ein sonstiges Nutzungsentgelt für die Bereitstellung ihrer Dienstleistung. Zudem wird pro ausgegebener OBU eine fixe monatliche Systemzugangsgebühr erhoben. Gesellschafter der Gesellschaft sind T-Systems Road User Services GmbH, Bonn (55% der Anteile), Daimler Truck AG, Stuttgart (15% der Anteile), DKV Euro Service GmbH + Co. KG, Ratingen (15% der Anteile) und EUROSHELL CARDS B.V., Rotterdam, Niederlande (15% der Anteile). Die Gesellschaft ist außerdem ein verbundenes Unternehmen der Deutschen Telekom im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB. Forschung und Entwicklung Es werden keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von der T4E erbracht. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach einem kräftigen Jahresauftakt hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 an Schwung verloren. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass sich das globale Wachstum von 3,5 % im Jahr 2022 auf 3,1 % im Jahr 2023 abgeschwächt hat. Diese Abschwächung wird v. a. auf die nachlassende Erholung nach der Coronavirus-Pandemie, den russischen Krieg gegen die Ukraine sowie die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Ein weiterer dämpfender Faktor ist die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in China, die maßgeblich auf der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor beruht. Infolge der strafferen Geldpolitik und sinkender Rohstoffpreise hat sich der Auftrieb der Verbraucherpreise in den USA und der Eurozone im Berichtsjahr deutlich abgeschwächt. In Europa stagnierte die Konjunktur bei schwacher Tendenz. Insbesondere die Industriebranche litt unter den höheren Zinsen, der schwachen globalen Nachfrage und der durch die Euro-Aufwertung verschlechterten preislichen Wettbewerbsfähigkeit. Infolgedessen nahm auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2023 zu. In der Bauwirtschaft haben die deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen und die stark gestiegenen Baukosten die Nachfrage nach Bauleistungen merklich gedämpft. Auch der private Verbrauch war einer der Schwachpunkte der Konjunktur. In Deutschland gab der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage und -erwartungen berechnet, im Laufe des Berichtsjahres nach. Das Geschäftsklima der IT- und Telekommunikationsunternehmen lag im Dezember 2023 mit 9,8 Punkten im Plus. Das ifo-Geschäftsklima Deutschland lag im Dezember 2023 bei minus 11,2 Punkten. Die nachlassende Inflationsdynamik und rückläufige Preise auf den globalen Energiemärkten könnten im kommenden Jahr zu einer moderaten konjunkturellen Erholung führen. Fortschritte bei der digitalen Transformation und die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz könnten mittelfristig das Produktivitätswachstum wieder ankurbeln. Der Konjunkturausblick unterliegt aber weiterhin bedeutenden Abwärtsrisiken. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wachstumsrate des Bruttoinlandprodukts (BIP) und die Veränderung des harmonisierten Verbraucherpreises in Deutschland.
Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, nationale Behörden. Stand: 15. Januar 2024. Europäischer Mautmarkt Der Mautmarkt ist weiterhin stabil. Nennenswerte Veränderungen im Mautmarkt sind nur zu verzeichnen, wenn europäische Länder die Maut für zusätzliche Nutzfahrzeuge einführen (bspw. weiterer Gewichtsklassen), zusätzliche Straßen in die Bemautung aufgenommen werden oder der Mauttarif angepasst wird wie z.B. in Deutschland durch die Einführung der CO 2 -basierten Bemautung am 1. Dezember 2023, was zu einer signifikanten Erhöhung des deutschen Mautmarktes auf ca. 15 Mrd. € ab dem Jahr 2024 führt. Andere Mautmärkte haben ebenfalls, wie z.B. Österreich (am 1. Januar 2024) und Ungarn (am 1. Januar 2024) eine CO 2 -basierte Tarifierung eingeführt; andere Mautmärkte werden folgen. Die europäischen Mauterheber sind bestrebt, die Mautgebühren anzuheben bzw. über Netzausweitung höhere Einnahmen zu generieren wie z.B. in Belgien, wo das Netz in Flandern zum 1. Januar 2024 erweitert wurde, wie auch in Ungarn. In Deutschland kommt ab 1. Juli 2024 die Maut für Fahrzeuge zwischen 3,5 Tonnen und 7,5 Tonnen. Leistungsindikatoren Die T4E verwendet konkrete Leistungsindikatoren, um den Erfolg zuverlässig und nachvollziehbar zu messen. Die steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren leiten sich aus dem internen Berichtswesen der Gesellschaft sowie des Segments Systemgeschäft des Konzerns Deutsche Telekom ab. Das operative Segment der T4E ist in den Ländern Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Spanien, Portugal, Ungarn, Polen, Bulgarien und Dänemark/Schweden vertreten und umfasst sämtliche Aktivitäten der Mauterfassung- und -abrechnung. Die T4E hat nur Geschäftskunden im Großhandel und untergeordnet im Einzelhandel. Der Vertrieb an die Endkunden (Mautpflichtigen) erfolgt ausschließlich über Tankkarten- und Servicepartner, die über eine interne Vertriebsorganisation betreut werden. Dabei erfolgt die Steuerung in der T4E aus einer Gesellschaftssicht heraus, also unter Berücksichtigung sämtlicher Leistungsbeziehungen mit externen Kunden und mit Konzernunternehmen. Der Umsatz entspricht dem Wert unserer betrieblichen Tätigkeit. Der Umsatz hängt davon ab, wie gut wir unsere Dienstleistungen am Markt absetzen können bzw. von der Größe des bemauteten Straßennetzes, die Anzahl der mautpflichtigen Fahrzeuge und die damit verbundene Höhe der erfassten und abgerechneten Maut. Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. Die Messung unserer operativen Ertragskraft erfolgt über das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT (Betriebsergebnis). Sondereinflüsse überlagern die Darstellung der operativen Geschäftstätigkeit und erschweren somit eine Vergleichbarkeit von Ergebnisgrößen mit Vorjahren. Für eine transparente Darstellung bereinigen wir daher unsere Ergebnisgröße. Ohne diese Bereinigung sind Aussagen über die künftige Entwicklung der Ertragslage nur eingeschränkt möglich. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der T4E zählen Mitarbeiterbelange und gefahrene Mautkilometer je Mautgebiet. Diese werden jedoch nicht explizit zur internen Steuerung herangezogen bzw. sind für das Verständnis des laufenden Geschäftsverlaufes der Gesellschaft nicht relevant bzw. aufgrund der verhältnismäßig geringen Mitarbeiterzahl von untergeordneter Bedeutung. Die T4E hat das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu den Vorjahren wiederum die Umsatzerlöse deutlich steigern können. Die Gesellschaft, die im Jahr 2019 ihr operatives Geschäft aufgenommen hat, befindet sich seit dem Jahre 2023 in einer Konsolidierungsphase. Operative Entwicklung
Umsatz In 2023 erzielten wir einen Umsatz in Höhe von 81.935 Tsd. €, was einer Erhöhung um rd. ein Viertel des Vorjahreswertes entspricht und deutlich über dem im Vorjahr prognostiziertem Umsatz von 74.344 Tsd. € liegt. Diese positive Entwicklung ist getrieben durch den weiteren Ausbau des Bestandsgeschäftes insbesondere durch einer mehr als erwartete Erhöhung der Endkundenbasis aufgrund erfolgreicher Akquisition über unsere Vertriebspartner, Vollwirksamkeit neu aufgenommener Mautgebiete/Länder in das Service-Portfolio sowie einer im Markt anerkannt hohen Qualität der Serviceerbringung. EBIT Im Jahr 2023 erzielte die T4E ein negatives EBIT in Höhe von 10.282 Tsd. €, was gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 2.119 Tsd. € darstellt und auch unter dem im Vorjahr prognostizierten EBIT (-7.175 Tsd. €) liegt. Gründe hierfür sind trotz der guten operativen Entwicklung vor allem die gestiegenen Abschreibungen aus der Inbetriebnahme zahlreicher weiterer in LKWs eingebauter Fahrzeuggeräte (OBUs) im Zuge des Ausbaus der Endkundenbasis. Zudem sind die Aufwendungen allgemein, insbesondere durch inflationsbedingte Preiserhöhungen von Lieferanten, deutlicher angestiegen als erwartet. Lage der Gesellschaft Ertragslage
Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 16.818 Tsd. € bzw. 26 % ist auf die volumenabhängigen Parameter (abgerechnete Maut-Kilometer und Anzahl Fahrzeuggeräte) zurückzuführen. Die Umsatzstruktur der T4E ist überwiegend als variabel einzustufen, da es nahezu keine fixen Umsatzbeiträge gibt. Die im Vergleich zum Vorjahr um 5.021 Tsd. € gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge betreffen nahezu ausschließlich Kursgewinne aus dem europäischen Mautgeschäft außerhalb des Euro-Raumes (Schweiz, Bulgarien, Polen, Ungarn und Dänemark). Der Anstieg des Materialaufwands gegenüber dem Vorjahr um 14.933 Tsd. € bzw. 25 % hat sich proportional zur Umsatzentwicklung entwickelt. Die Personalaufwendungen haben sich entsprechend der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter von 17 Mitarbeiter im Jahr 2022 auf 22 Mitarbeiter im Jahr 2023 erhöht. Die gestiegenen Abschreibungen spiegeln die erhöhten Investitionen in Fahrzeuggeräte wider. Im Vorjahresvergleich erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 4.516 Tsd. € auf 11.709 Tsd. €, was im Wesentlichen auf Kursverluste aus dem europäischen Mautgeschäft in Nicht-Euro-Ländern (+ 4.092 Tsd. € gegenüber Vorjahr) zurückzuführen ist. Der Jahresfehlbetrag verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6.415 Tsd. €, dies ist überwiegend auf das deutlich gegenüber dem Vorjahr verschlechterte Finanzergebnis aufgrund der verteuerten Zinskonditionen sowie den gestiegenen Abschreibungen zurückzuführen. Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 151.437 Tsd. € auf 430.528 Tsd. €. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 6.044 Tsd. € auf 53.868 Tsd. €. Den Investitionen in Höhe von 18.430 Tsd. € im Wesentlichen für Fahrzeuggeräte (OBUs) stehen Anlagenabgänge in Höhe von 1.740 Tsd. € sowie Abschreibungen in Höhe von 11.136 Tsd. € gegenüber. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 148.894 Tsd. € auf 359.731 Tsd. €. Die wesentlichen Positionen sind das Mautsurrogat (Forderungen aus der Mautabrechnung für nationale Mauterheber) in Höhe von 177.251 Tsd. € (Anstieg in Höhe von 106.422 Tsd. € gegenüber Vorjahr), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 94.584 Tsd. € (Anstieg in Höhe von 26.607 Tsd. € gegenüber Vorjahr), Steuerforderungen in Höhe von 34.457 Tsd. € (Anstieg in Höhe von 5.347 Tsd. € gegenüber Vorjahr). Die Anstiege stehen in Zusammenhang mit der allgemein deutlich erhöhten Geschäftstätigkeit. Die Mautsurrogatforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind ein durchlaufender Posten. Die von den Vertriebspartnern eingeforderte Maut wird dabei in gleicher Höhe an die nationalen Mauterheber weitergeleitet. Aufgrund unterschiedlicher Zahlungsziele sind diese in der Stichtagsbetrachtung nicht gleich hoch. Die liquiden Mittel betragen 52.241 Tsd. € gegenüber 41.688 Tsd. € im Vorjahr. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft abgegrenzte Betriebsleistungen, die zur Erbringung der Mautdienstleistung erforderlich sind. Das Eigenkapital beträgt 3.140 Tsd. €. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 0,7 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 6,8% bzw. 19.005 Tsd. € weiter reduziert. Die Geschäftsführung hat die Gesellschafter der T4E gemäß Gesellschaftsvertrag rechtzeitig darüber informiert, dass mehr als 50% des gezeichneten Kapitals aufgebraucht ist. Die Geschäftsführung erstellt und monitort fortlaufend sowohl eine Fortführungsprognose als auch eine Liquiditätsplanung der Gesellschaft. Die Rückstellungen bewegen sich mit 75 Tsd. € auf der auf der Höhe des Vorjahres und betreffen die Jahresabschlussprüfung sowie personalbezogene Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten haben sich Vergleich zum Vorjahr um 167.314 Tsd. € erhöht. Im Wesentlichen betrifft das die Verbindlichkeiten aus dem Mautsurrogat (Anstieg in Höhe um 135.922 Tsd. €), die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Anstieg in Höhe um 23.886 Tsd. €) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Anstieg in Höhe um 8.857 Tsd. €). Diese Anstiege stehen ebenfalls in Zusammenhang mit der allgemein deutlich erhöhten Geschäftstätigkeit bzw. bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Aufnahme weiterer Darlehen. Finanzlage Die Finanzierung der T4E erfolgt vor allem aus dem operativen Cashflow. Dieser war im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich positiv und soll sich die nächsten Jahre gemäß der Planung weiter steigern. Zum Bilanzstichtag bestehen liquide Mittel von 52.241 Tsd. € (2022: 41.688 Tsd. €) Die wesentlichsten Auszahlungen für Investitionen im Geschäftsjahr betreffen die Zugänge im Sachanlagevermögen in Höhe von 18.430 Tsd. € (2022: 2.214 Tsd. €), wobei vor allem in Fahrzeuggeräte in Höhe von 18.422 Tsd. € (2022: 1.926 Tsd.) investiert wurde. Da mittlerweile alle bestellten Fahrzeuggeräte geliefert und bezahlt wurden, wird in den nächsten Jahren mit einem deutlich niedrigeren Liquiditätsbedarf für Investitionen gerechnet. Zur Abdeckung des Investitionsbedarfes und Anlaufkosten nach Gründung der Gesellschaft wurden der T4E neben der Eigenkapitalausstattung Darlehen der Deutschen Telekom AG (DTAG) gewährt, woraus zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten in Höhe von 79.000 Tsd. € (2022: 62.500 Tsd. €) resultieren. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 29. November bzw. 31. Dezember 2024. Die DTAG hat in ihrer Absichtserklärung vom 25. März 2024 erklärt, diese Darlehensverträge verlängern zu wollen. Im März 2024 konnten zudem 7.500 Tsd. € getilgt werde. Zudem besteht eine bisher nicht ausgenutzte Fazilität der DTAG in Höhe von 160 Mio. € mit Laufzeit bis zum 31 Dezember 2025, die jedoch unter bestimmten Bedingungen zum 1. Juni 2024 gekündigt werden kann. Die Gesellschaft geht davon aus, sich ab 2024 selbst finanzieren zu können und die Darlehen schrittweise zu tilgen. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Für die nächsten beiden Jahre erwarten wir ein weiter anhaltendes, profitables Wachstum und damit eine gute Basis, um unsere finanziellen Ambitionen zu erreichen. Sollte es zu einer Verschlechterung der Konjunktur kommen, könnte sich dies auf die dargestellten Erwartungen entsprechend auswirken. Zwischenzeitlich haben wir die Mitteilung des Bundesamtes für Logistik und Mobilität "BALM" zur Anpassung der Vergütung für das Mautgebiet Deutschland ab Herbst 2024 erhalten. Erst nach eingehender Prüfung und Bewertung können wir eine verbindliche Aussage zur Auswirkung auf Umsatz und Ergebnis der T4E treffen, daher wurde dies in der Prognose noch nicht berücksichtigt. Für unsere finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir 2024 und 2025 folgende Entwicklungen (ohne Effekte mögliche Vergütungsanpassung BALM in 2024 bzw. 2025):
Wir erwarten für die Folgejahre ein weiteres Umsatzwachstum. In dem wettbewerbsintensiven Mautmarkt erwarten wir, dass wir weiter Marktanteile von den nationalen Mautbetreibern sowie Konkurrenten gewinnen werden. Im Jahr 2024 werden neu als Märkte Slowakei und Slowenien hinzukommen sowie in Polen wird die T4E als EETS-Provider auftreten, nachdem man seit 2021 als nationaler Mautanbieter tätig war. Neue mögliche Markteintritte in 2025 sind in der Tschechischen Republik sowie Dänemark zu erwarten. Im Jahr 2024 erwarten wir eine Trendwende bezogen auf das EBIT. Durch bereits eingeleitete Intensivierung der Vertriebsaktivitäten sowie Kosteneinsparungsmaßnahmen werden wir trotz des Drucks auf unsere Servicepreise den angestrebten Ergebnisbeitrag aus heutiger Sicht erreichen. Die Prognosen enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Diese vorausschauenden Aussagen enthalten Aussagen zur erwarteten Entwicklung in Bezug auf die berichteten Leistungsindikatoren. Solche Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollten sich Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten auswirken oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir garantieren nicht, dass sich unsere vorausschauenden Aussagen als richtig erweisen. Risiko- und Chancenbericht Einschätzung der Geschäftsführung zur Gesamtrisiko- und Chancensituation Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokategorien bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Sie wird insgesamt als akzeptabel eingestuft. Die Vergütung in Deutschland (BALM) wird im Jahr 2024 angepasst. Wir erwarten bei gleichzeitig steigendem Volumen eine Verringerung der Vergütung durch unseren wichtigsten Kunden. Unsere wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die konjunkturellen Unsicherheiten aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem damit verbundenen Transportvolumen. Der sukzessive Wegfall der 2G-Mobilfunkkommunikation in unterschiedlichen Märkten und der damit verbundene Umstieg auf eine neue Generation von Fahrzeuggeräten mit 4G-Modulen wird in den kommenden Jahren zu einem erhöhten Investitionsbedarf führen. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung der T4E den Bestand der Gesellschaft nicht gefährdet. Für die Gesellschaft bestehen weder zum Abschlussstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses bestandsgefährdende Risiken. Wir sind davon überzeugt, dass wir auch in Zukunft Herausforderungen meistern und Chancen nutzen können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken weder für unser Geschäft noch für Ökologie und Gesellschaft eingehen zu müssen. Als Anbieter von Maut-Dienstleistungen sind wir insbesondere Unsicherheiten und Veränderungen bezüglich der Vergütung durch unsere öffentlichen Kunden (Mauterheber) ausgesetzt. Um in diesem anhaltend volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren, müssen wir mögliche Entwicklungen frühzeitig antizipieren sowie daraus resultierende Risiken systematisch erfassen, bewerten und steuern. Ebenso wichtig ist es für uns, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Das etablierte und voll funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist für die T4E daher zentrales Element einer wertorientierten Unternehmensführung. Risikoidentifikation und -Reporting Die T4E ist innerhalb des Segments Systemgeschäft in das Risiko-Reporting des Bereichs Geschäftskunden eingebunden. Unsere Gesellschaft berichtet in diesem Zusammenhang nach den Vorgaben des zentralen Risiko-Managements Anwendung "ICS" des Konzerns Deutsche Telekom und gemäß den spezifischen Wesentlichkeitsgrenzen für meldepflichtige Risiken regelmäßig über uns bekannte Risiken an das Management der T-Systems Road User Services GmbH sowie des Bereichs T-Systems/Geschäftskunden als nächst höhere Steuerungsinstanz. Für die Geschäftsleitung der T4E werden die Risiken der T4E, die in der Projekt- oder Betriebsphase auftreten können, unter Berücksichtigung auf ihre Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, Handlungsbedarfe identifiziert und Maßnahmen aufgezeigt bzw. initiiert. Dabei fließen auch qualitative Faktoren mit ein, die für unsere strategische Positionierung und Reputation bedeutend werden könnten und die das Gesamtrisiko mitbestimmen. Für die Beurteilung der Risiken haben wir einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Werden neben dem turnusmäßigen Reporting der wesentlichen Risiken unerwartete Risiken aufgedeckt, so werden diese unmittelbar gemeldet. Auch innerhalb unserer jährlichen Planungsprozesse sowie der laufenden Anpassung der IST-Erwartung ist es essenziell, Chancen zu identifizieren sowie diese strategisch und finanziell zu bewerten - und sie dadurch zum Bestandteil unserer Prognoseaussagen für die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zu machen. Bewertungsmethodik Für die Bewertung der Risiken werden die Ausprägungen "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Risikoausmaß" herangezogen. Dabei gelten folgende vom Konzern Deutsche Telekom abgeleiteten Beurteilungsmaßstäbe:
Durch die Einschätzung nach den oben genannten Ausprägungen kategorisieren wir die Risiken gemäß der folgenden Grafik in hoher, mittlerer und geringer Bedeutung. Risikobedeutung
Wir berichten grundsätzlich die als "sehr hoch" und "hoch" klassifizierten Risiken. Ausnahmen sind möglich - etwa bei Risiken aus den Vorjahren, die wir aufgrund der Berichtsstetigkeit aufführen, auch wenn sie im Betrachtungszeitraum als "mittel" oder "gering" eingestuft werden. Im Fall von nicht quantifizierten Risikokategorien erfolgt eine Expertenschätzung. Zu beachten ist dabei: Risiken mit einem derzeit niedrig eingeschätzten Ausmaß können sich in Zukunft stärker auswirken als Risiken mit einem aktuell höher eingeschätzten Ausmaß. Grund dafür können Unsicherheitsfaktoren sein, die wir heute nicht einschätzen können und die außerhalb unseres Einflusses liegen. Risikobegrenzung Konzernversicherungsmanagement. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, deckt ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm versicherbare Risiken ab. Dabei fungiert die Deutsche Telekom Assekuranz-Vermittlungsgesellschaft mbH, Köln, - ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom - als Versicherungsmakler für das Konzernversicherungsmanagement: Die Gesellschaft entwickelt und implementiert Lösungen für die betrieblichen Risiken unseres Konzerns mittels Versicherungs- und versicherungsähnlichen Instrumenten und platziert diese in den nationalen und internationalen Versicherungsmärkten. Der Abschluss von Versicherungen ist für den Risikotransfer nach außen wesentlich. Voraussetzung für die Deckung von Risiken in den Konzernversicherungsprogrammen ist, dass ein Risikotransfer aus Bilanzschutzgründen erforderlich ist: Dazu muss das mögliche Risikoausmaß entweder eine "relevante" Größe erreicht haben oder eine Risikobündelung und -steuerung auf Konzern- und Unternehmensebene notwendig sein, um das Konzern- und Unternehmensinteresse zu wahren (opportune Gründe/Kostenoptimierung/Risikoreduzierung). Weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Die Verantwortlichen leiten weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung ein und setzen diese um. Je nach Risikoart steht dazu eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung. Im Folgenden beschreiben wir exemplarisch einige dieser Maßnahmen:
Risiken und Chancen Im Folgenden stellen wir alle wesentlichen Risiken und Chancen dar, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und/oder die Reputation der T4E beeinflussen könnten. Wir betrachten ausschließlich Risiken nach den ergriffenen Mitigationsmaßnahmen (Nettobetrachtung). Risiken und Chancen aus Markt und Umfeld Zu den wesentlichen Marktrisiken, denen wir ausgesetzt sind, zählen mögliche Anpassungen der Vergütung für EETS-Anbieter der (öffentlichen) Mauterheber in den großen EETS-Märkten, erhöhte Kosten für bezogene Waren (Fahrzeuggeräte) und von Dritten eingekaufte betriebliche Leistungen (Betrieb der Mautplattform) sowie starker Wettbewerb mit den Konkurrenten in Mautdienstleistungssektor, was mit einer Reduzierung der Margen verbunden sein kann. Auch wenn der Mautmarkt ein relativ statischer Markt ist, bestehen für Anbieter wie die T4E Chancen, ihren Marktanteil auch in diesem hart umkämpften Markt weiter auszubauen. Erfolgsfaktoren sind die operative Stabilität der Services, Verfügbarkeit der Fahrzeuggeräte (OBUs) oder neue Mehrwertdienste (Value Added Services) verbunden mit einem kommerziell interessanten Angebot. Operative Risiken und Chancen Die T4E arbeitet mit wenigen, jedoch spezialisierten Lieferanten für die OBUs sowie den Betrieb der Mautplattform (konzernintern) zusammen. Die Lieferumfänge der OBUs können aufgrund von fehlenden Teilen bzw. Störung der Lieferketten geringer ausfallen als von der T4E benötigt. Hinsichtlich des Betriebs der Mautplattform sind vor allem inflationsbedingte ungeplante Verteuerungen für Personalkosten, Energiekosten, Software, etc. ein Risiko. Den nach wie vor großen Herausforderungen in der IT-Sicherheit begegnet die T4E im Rahmen der präventiven Maßnahmen wie integrierter Sicherheit in Geschäftsprozessen und Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheits-Awareness der Mitarbeiter sowie mit zunehmendem Fokus auf Analyse der Bedrohungen und Cyber-Risiken. Hier setzt das Frühwarnsystem an: Durch Sicherheitsmechanismen wie IDS und IPS (Intrusion Detection und Intrusion Prevention System) werden Cyber-Angriffe erkannt. Das Verhalten der Angreifer wird unter strenger Wahrung des Datenschutzes analysiert und neue Trends im Sicherheitsbereich identifiziert. Des Weiteren umfasst das Frühwarnsystem Melde- und Analyse-Tools für Spam-Mails, Viren und Trojaner. Die Informationen, die aus all diesen Systemen gewonnen werden, dienen dazu, neue Angriffsmuster zu erkennen und neue Schutzsysteme zu entwickeln. Die Häufigkeit von Cyber-Kriminalität und Industriespionage nehmen zu und werden durch die sich rapide weiterentwickelnden Technologien und Angriffsmethoden immer komplexer. Das stellt uns vor stetige Herausforderungen und Anpassungen, um unsere Kunden- und Geschäftspartnerdaten sowie unsere Netze, Technologien, Produkte und Dienstleistungen vor diesen Angriffen zu schützen. Solche Vorfälle können unter anderem zu Betriebsunterbrechungen, Veruntreuung oder unbefugtem Zugang zu vertraulichen oder persönlichen Informationen sowie zu Reputationsschäden führen. Diesen Risiken begegnet die T4E im Rahmen umfangreicher Sicherheitskonzepte. Um mehr Transparenz zu schaffen und so den Bedrohungen besser entgegenwirken zu können, wird verstärkt auf Partnerschaften gesetzt, z. B. mit öffentlichen und privaten Organisationen. Der Konzern Deutsche Telekom hat mit dem "Security by Design"-Prinzip, dem auch die T4E folgt, Sicherheit als festen Bestandteil in seinem Entwicklungsprozess für neue Produkte und Informationssysteme etabliert. Zusätzlich werden intensive und obligatorische digitale Sicherheitstests durchgeführt. Compliance-relevante Risiken sind alle potenziellen Rechtsverletzungen von Organmitgliedern oder Mitarbeitern, die eine ordnungsrechtliche/strafrechtliche Haftung des Unternehmens oder einen wesentlichen Reputationsschaden begründen können. Um die Risiken zu minimieren, ist die T4E in das konzernweite Compliance Management-System der Deutschen Telekom AG eingebunden. Eine Grundlage dieses Compliance Management-Systems sind die Compliance Risk Assessments (CRA), mit denen Compliance-Risiken identifiziert und bewertet werden sowie geeignete Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden können. Die T4E gibt quartalsweise Compliance-Reports auf Basis der Konzern-Templates ab. Um Verstöße bzw. Verdacht auf Verstöße gegen Recht, Gesetz und interne Richtlinien und Regelungen zu melden, steht unseren Beschäftigten und Externen neben den T4Eeigenen Compliance-Beauftragten das konzernweite Hinweisgeberportal "Tell me!" zur Verfügung. Rund um das Thema Compliance hat die Deutsche Telekom das Beratungsportal "Ask me!" eingerichtet. Dort können zuverlässige Informationen über Gesetze, interne Richtlinien und Verhaltensgrundsätze abgerufen werden, die für die tägliche Arbeit relevant sind. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditäts- und Ausfallrisiken Die T4E unterliegt im Hinblick auf ihre Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten und ihre geplanten Transaktionen vor allem Liquiditätsrisiken. Diese Risiken wollen wir begrenzen. Zahlungswirksame Prozesse werden in einem täglichen Regelprozess überwacht. Die Beurteilung der im Folgenden beschriebenen Risikofelder Liquiditätsrisiken erfolgt unter Einbeziehung aller Sicherungsmaßnahmen. Liquiditätsrisiken Die T4E ist in das zentrale Finanz-Reporting des Konzerns Deutsche Telekom eingebunden. Wesentliche Ziele des T4E-Finanzma- nagements sind die Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Im Mittelpunkt steht hierbei, dass die lfd. Einnahmen aus den Mautforderungen zeitlich vor der Abführung der Maut an die Straßenbetreiber erfolgt. Eventuelle kurz- oder mittelfristiger Kapitalbedarf wird in Abstimmung mit den Gesellschaftern durch interne Konzernfinanzierungsinstrumente der Deutschen Telekom gedeckt. Aufgrund der bisherigen Verlustsituation seit Aufnahme der Geschäftstätigkeit war die Gesellschaft auf die Finanzierung durch die Gesellschafter abhängig, insbesondere von Darlehen der DTAG. Die zum Bilanzstichtag gewährten Darlehen der DTAG in Höhe von 79.000 Tsd. € sind im Wesentlichen bis zum 29. November bzw. 31. Dezember 2024 befristet. Derzeit wird auf Basis laufender Gespräche und der Absichtserklärung der DTAG vom 25. März 2024 davon ausgegangen, dass sämtliche Kredite verlängert werden. Sollte dies wider Erwarten nicht der Fall sein, hängt die Finanzierung der T4E von der Realisierung der Liquiditätsplanung ab. Ein wesentliches Verfehlen der zentralen Annahmen, insbesondere die Steigerung der Umsatzerlöse sowie die Erhöhung des EBIT, in Verbindung mit einer eventuellen nicht erfolgten Verlängerung der Darlehen, könnte die Liquidität beeinträchtigen und damit eine weitergehende Finanzierung durch die Gesellschafter oder Banken notwendig machen. Aufgrund der frei verfügbaren liquiden Mittel ist die T4E derzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und schätzt aufgrund der zu erwartenden Kreditverlängerungen das Liquiditätsrisiko als gering ein. Zudem hat die T4E im März 2024 eine Rückzahlung ausländischer Umsatzsteuer bzw. von Prepaid-Guthaben in Höhe von 24 Mio. € erhalten (zum 31. Dezember 2023 unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen), was die Liquiditätslage nochmal deutlich verbessert hat. Ausfallrisiken In unserem operativen Geschäft sind wir nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt, d. h. alle Mautforderungen, welche volumenmäßig die größte Position darstellen, werden durch unsere Vertriebspartner garantiert. Selbst im Falle eines Ausfalls eines Vertriebspartners ist die T4E schnell in der Lage, durch Abschalten der Fahrzeuggeräte das Risikovolumen deutlich zu begrenzen. Täglich wird ein aktives Forderungs-Management betrieben, um über den fristgemäßen Eingang der Außenstände informiert zu sein. Währungsrisiken Chancen und Risiken aus Währungskursschwankungen resultieren bei der Toll4Europe insbesondere aus Verträgen mit Mauterhebern außerhalb des Euroraums. Momentan betrifft dies insbesondere Polen, Tschechien, Ungarn, Dänemark und die Schweiz. Je nach Entwicklung des entsprechenden Währungskurses können sich hierdurch positive oder negative Effekte auf die Ertragslage ergeben. Werthaltigkeit des Vermögens der T4E Der Wert des Vermögens der T4E wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen, z. B. dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Gegenständen des Sachanlagevermögens (Fahrzeuggeräte) vermindert haben könnte. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen.
München, den 15. April 2024 Toll4Europe GmbH Geschäftsführung Inhalt 3 Bilanz 4 Gewinn- und Verlustrechnung 5 Anhang 5 Grundlagen und Methoden 8 Erläuterungen zur Bilanz 12 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 14 Sonstige Angaben BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangGrundlagen und Methoden Wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen der Gesellschaft Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Toll4Europe GmbH, München, Amtsgericht München HRB 268814 (im Folgenden "T4E" oder "Gesellschaft" genannt), ist der Betrieb einer europaeinheitlichen Lösung zur Erhebung von Straßennutzungsgebühren "Maut" für Nutzfahrzeuge ab 3,5t zulässigem Gesamtgewicht auf Basis der Richtlinie (EU) 2019/520 zu European Electronic Toll Service (EETS). Erlöse werden im Wesentlichen erzielt aus der Mauterfassung- und -abrechnung im Namen und Auftrag von öffentlichen Straßenbetreibern und Mauterhebern, Mautabrechnung mit privatwirtschaftlichen Straßenbetreibern sowie Serviceleistungen für Tank- und Servicekartenbetreiber (Sales Partner). Dafür stellt die Gesellschaft sogenannte "On Board Units" zur Verfügung. Dies sind Geräte zum Einbau in Nutzfahrzeuge zur Überwachung der gefahrenen Kilometer. Dabei erhält die Gesellschaft einen monatlichen Fixbetrag für jede ausgegebene On Board Unit sowie einen prozentualen Anteil an der abgerechneten Maut. Gesellschafterinnen der T4E sind die T-Systems Road User Services GmbH, Bonn, mit 55%, die Daimler Truck AG, Stuttgart, mit 15%, die DKV EURO SERVICE GmbH + Co. KG, Ratingen, mit 15% sowie die EUROSHELL CARDS B.V.,'S-Gravenhage, Niederlande, mit 15%. Das Stammkapital beträgt 25.000.000,00 €. Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Deutschen Telekom AG, Bonn (im Folgenden Deutsche Telekom), im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der T4E wird in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom als Mutterunternehmen einbezogen. Die Deutsche Telekom stellt den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in die die Gesellschaft einbezogen ist. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist ferner über die Internetseiten des Unternehmensregisters sowie der Deutschen Telekom zugänglich. Grundlagen der Bilanzierung Der Jahresabschluss der T4E wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB sowie nach dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist. Der Ausweis erfolgt in Euro (€), sofern nichts anderes angegeben wird. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Soweit zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst werden, erfolgt ein getrennter Ausweis im Anhang. Erforderliche Zusatzangaben für einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen ebenfalls im Anhang. Bilanzierung und Bewertung Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Dabei umfassen die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Das Wahlrecht, Teile der Verwaltungskosten sowie der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einzubeziehen, wird von der Gesellschaft nicht ausgeübt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich linear vorgenommen. Die dabei zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in den Folgejahren teilweise oder ganz, erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens jedoch bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Im Wesentlichen liegen den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen sowie beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden ab dem Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Gemäß § 6 Abs. 2 EStG werden Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht mehr als 800 € betragen, im Zugangsjahr sofort abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Diese Regelung wird aus Vereinfachungsgründen für entsprechende Zugänge in der Handelsbilanz übernommen. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Verkauf oder sonstigem Abgang mit ihren jeweiligen Buchwerten (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen) ausgebucht. In Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögensgegenstands wird ein Gewinn oder Verlust aus Anlageabgang ergebniswirksam berücksichtigt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen und das allgemeine Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf den Forderungsbestand berücksichtigt. Niedrig- bzw. unverzinsliche Positionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Marktzins abgezinst. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt ihres Zugangs mit dem Devisenkassamittelkurs erfasst. Am Bilanzstichtag werden sie gemäß § 256a S. 1 HGB ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HS. 2 HGB) bewertet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a S. 2 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird gemäß § 266 Abs. 2 Buchst. C HGB als gesonderter Posten angesetzt. Er wird zu jedem Abschlussstichtag neu berechnet. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Die zu erwartenden zwischenzeitlichen Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden im Zeitpunkt ihres Zugangs mit dem Devisenkassamittelkurs erfasst. Am Bilanzstichtag werden sie gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Hs. 2 HGB) bewertet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert (§ 274 Abs. 1 S. 3 HGB). Sollte sich nach Verrechnung ein Aktivüberhang ergeben, wird das Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht ausgeübt. Als Umsatzerlöse werden gemäß § 277 Abs. 1 HGB alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Dies betrifft im Wesentlichen Erlöse aus dem Betrieb eines einheitlichen elektronischen Mautdienstes (EETS), der Erbringung mautbezogener Dienstleistungen sowie darüberhinausgehender Mehrwertdienste und sonstige Umsatzerlöse. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern. Entsprechend dem Realisationsprinzip erfolgt eine periodengerechte Erfassung. Ermessensspielräume Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss die Gesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, welche die Ansätze der Vermögensgegenstände und Schulden, die Angabe von Risiken und Unsicherheiten bezüglich der angesetzten Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen. Erläuterungen zur Bilanz 1 Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen die "On Board Units" für die automatisierte Abrechnung der Maut in Höhe von 53.607.013,94 €. Anlagespiegel
2 Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Streckengeschäftsmodell in EU-Ländern sowie Umsatzabgrenzungen. Sie unterliegen mit 20.394.128,90 € (31. Dezember 2022: 20.206.729,85 €) der Sicherungsabtretung gegenüber der DKV EURO SERVICE GmbH +Co. KG, Ratingen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassten im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin T-Systems Road User Services GmbH, Bonn. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3 Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Steuern betreffen ausschließlich Umsatzsteuererstattungsansprüche. Die Mautsurrogatsforderungen betreffen die abzuführenden Mautgebühren aus der Zahlungsabwicklung mit Vertriebspartnern in Deutschland, Belgien, Polen, Bulgarien und Schweiz. Die erhobenen Gebühren sind seitens T4E an die jeweiligen Mauterheber abzuführen. Diese abzuführenden Beträge sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Aufgrund unterschiedlicher Zahlungsziele bestehen Mautsurrogatforderungen und -verbindlichkeiten in der Stichtagsbetrachtung nicht in gleicher Höhe. Bei den geleisteten Kautionen handelt es sich um Mietkautionen. Diese haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände enthalten überwiegend Guthaben von Lieferanten und Forderungen gegen Mitarbeiter. Sämtliche übrige sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
5 Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 16.929.553,38 € (31. Dezember 2022: 20.429.808,48 €) enthält im Wesentlichen abgegrenzte Aufwendungen für IT-Leistungen der T-Systems Road User Services GmbH, Bonn. 6 Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um 15.865.242,16 € verringert. Das gezeichnete Kapital der T4E beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert 25.000.000,00 €. Die Gesellschaftsanteile werden wie folgt unverändert gehalten: T-Systems Road User Services GmbH, Bonn, (13.750.000,00 €), Daimler Truck AG, Stuttgart, (3.750.000,00 €), DKV EURO SERVICE GmbH + Co. KG, Ratingen, (3.750.000,00 €) sowie EUROSHELL CARDS B.V.,'S-Gravenhage, Niederlande, (3.750.000,00 €). Die Kapitalrücklage ist mit 100.000.000,00 € gegenüber dem Vorjahr unverändert. 7 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 74.647,42 € (31. Dezember 2022: 86.775,52 €) beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 40.556,76 € (31. Dezember 2022: 57.975,52 €) sowie Rückstellungen für die Jahresabschlussprüfung in Höhe von 30.162,15 € (31. Dezember 2022: 28.800,00 €). 8 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin DKV EURO SERVICE GmbH + Co. KG, Ratingen, in Höhe von 22.537.349,34 € (31. Dezember 2022: 20.206.729,85 €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin T-Systems Road User Services GmbH, Bonn, in Höhe von 4.878.867,36 € (31. Dezember 2022: 6.351.257,58 €) und eine Finanzverbindlichkeit gegenüber der Deutschen Telekom in Höhe von 79.000.000,00 € (31. Dezember 2022: 62.500.000,00 €). Im Rahmen des Darlehensvertrages mit der Deutschen Telekom AG über 79.000.000,00 € wurden der Deutschen Telekom AG 701.050 On Board Units sicherungsübereignet. Im Rahmen der Sicherheitsübereignung mit der Deutschen Telekom AG wurde den ersten 95.600 On Board Units ein Wert von 96,00 € und allen weiteren On Board Units ein Wert von 130,00 € zugeordnet, sodass sich ein Sicherungswert von 87.886.100 € ergibt. Der bilanzielle Wert der On Board Units liegt bei 53.664.920,75 €. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Mautsurrogatsverbindlichkeiten betreffen die an die Mauterheber abzuführenden Mautgebühren von Vertriebspartnern. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 73.072,01 € (31. Dezember 2022: 75.385,13). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 9 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von 81.935.349,77 € (2022: 65.116.750,85 €) resultieren in Höhe von 63.233.063,32 € aus der anteiligen Vergütung für die erhobene Maut sowie in Höhe von 18.702.286,45 € auf sonstige Umsatzerlöse, insbesondere aus der Aktivierungsgebühr für die erstmalige Inbetriebnahme von Fahrzeuggeräten. 73.656.027,27 € entfallen auf Umsätze innerhalb des Euroraums und 8.279.322,50 € auf Umsätze außerhalb des Euroraums 10 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 6.578.588,72 € (2022: 1.558.469,51 €) enthalten im Wesentlichen Kursgewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6.291.308,25 € (2022: 1.543.219,73 €). 11 Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 73.514.179,83 € (2022: 58.581.040,19 €). 12 Personalaufwand/Beschäftigte
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (Full-Time-Equivalents) entwickelte sich wie folgt:
13 Abschreibungen Die Abschreibungen in Höhe von 11.135.614,11 € (2022: 7.354.432,74 €) entfallen im Wesentlichen auf planmäßigen Abschreibungen auf die Hardware zur automatisierten Abrechnung der Maut mit 11.080.924,52 € (2022: 7.294.888,92 €). 14 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Währungskursverluste ergeben sich im Wesentlichen aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Die Rechts- und Beratungskosten umfassen insbesondere Aufwendungen für projektbezogene Beratungen, Steuerberatung sowie Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung. Die Nebenkosten des Geldverkehrs enthalten überwiegend Bankgarantien in Höhe von 577.288,17 €. Die Miet- und Pachtaufwendungen resultieren ausschließlich aus den Aufwendungen für angemietete Büro- und Technikflächen. Die übrigen Aufwendungen beinhalten unter anderem Kosten für Registrierungen sowie Aufwendungen für Leih- und Zeitarbeit, Reisekosten und Wartungsarbeiten. 15 Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen enthalten die Zinsen aus Darlehen der Deutsche Telekom in Höhe von 5.568.343,88 € (2022: 1.263.622,77 €). Sonstige Angaben 16 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
17 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses enthalten. 18 Die Geschäftsführung der Toll4Europe GmbH Dr. Felix Wex Geschäftsführer, CEO Mani Deihimi Geschäftsführer, CFO 19 Vergütung der Geschäftsführung Mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung nicht angegeben. 20 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Der T4E wurde im März 2024 ausländische Umsatzsteuer bzw. Prepaid-Guthaben in Höhe von 24.320 Tsd. € erstattet, die zum Bilanzstichtag unter den sonstigen Vermögengegenständen als Forderung ausgewiesen wurde. Zudem wurden die Darlehen der Deutschen Telekom AG um 7.500 Tsd. € getilgt.
München, den 15. April 2024 Toll4Europe GmbH Die Geschäftsführung Dr. Felix Wex Mani Deihimi BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Toll4Europe GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Toll4Europe GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Toll4Europe GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 15. April 2024 Deloitte
GmbH
Oliver Pointl, Wirtschaftsprüfer Maximilian Domberg, Wirtschaftsprüfer |
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