Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 12061
Eingetragen
20.3.2013
Branche
Einzelhandel mit TextilienEinzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-NahrungsmittelEinzelhandel mit Wohnmöbeln
Gegenstand
Der Betrieb eines Einzelhandelsgeschäfts.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manon Schroff
seit 13.11.2025
Prokura
Caroline Schroff
seit 27.1.2014
Prokura
Axel Schroff
seit 20.3.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
XXXXXXXXXX A.S. Holding Unternehmergeellschaft (haftungsbeschränkt)
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

XXXXXXXXXX A.S. Holding Unternehmergeellschaft (haftungsbeschränkt)
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Axel Schroff GmbH

Kleve

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Allgemeines

Die Axel Schroff GmbH, Kleve, betreibt einen Lebensmitteleinzelhandel und ist im mittelständisch und genossenschaftlich geprägten EDEKA-Verbund integriert.

2. Wirtschaftliches Umfeld

Der Lebensmitteleinzelhandel stellt die umsatzstärkste Branche im gesamten deutschen Einzelhandel dar.

Nach einer geringfügigen Schrumpfung in der ersten Jahreshälfte ist auch die Konjunkturlage im Sommer nur flau. Deutliche Lohnsteigerungen bei gleichzeitig nachlassendem Inflationsdruck dürften die Konjunktur jedoch zum Jahresende hin beleben. Für das Gesamtjahr 2023 erwartet KfW Research, dass die deutsche Wirtschaft leicht schrumpft (-0,4 %). Im Jahr 2024 dürfte das BIP um 0,8 % wachsen. Die Vorprognosen lagen bei -0,3 % für 2023 und +1,0 % für 2024.

Nach einer Inflationsrate von voraussichtlich 6,3 % 2023 rechnet KfW Research 2024 mit nur noch 2,5 % (HVPI). Der Inflationsbeitrag der Energie geht schnell zurück und auch bei Waren lässt der Preisdruck deutlich nach. Aufgrund des kräftigen Lohnwachstums bleibt die Dienstleistungs- und Kerninflation aber etwas länger erhöht.

Ökologisches Preisschild für das BIP: Bei dem vorhergesagten Konjunkturverlauf wird der deutsche Ausstoß von Treibhausgasen voraussichtlich sinken, jedoch um 5 % (2023) beziehungsweise knapp 6 % (2024) weniger als gemäß dem Einsparziel 2030 angestrebt.

Die Eurozone bringt mehr Schwung aus dem Vorjahr mit und ist auch in der ersten Jahreshälfte 2023 gewachsen. Ihr BIP wird 2023 voraussichtlich um 0,7 % zunehmen und 2024 um 1,0 %. Die Inflation wird bei 5,5 % und 2,3 % erwartet.1

Der Lebensmitteleinzelhandel, der die Grundversorgung der Bevölkerung mit Produkten des täglichen Bedarfs über das gesamte Jahr hinweg auf hohem Niveau sicherstellte, befindet sich nach wie vor auf Wachstumskurs.

Die genossenschaftlich organisierte Edeka-Gruppe zählt mit einem Marktanteil von 25,3 Prozent zum größten Unternehmen im deutschen Lebensmittelhandel des Jahres 2022. Neben den Edeka-Märkten betreibt der Konzern die Handelskette Netto-Markendiscount.2

Die Marktanteile der größten Lebensmittelhändler haben sich in den vergangenen Jahren nur geringfügig verändert. Die großen Gruppen um Edeka, Rewe, Aldi und dem Schwarz-Konzern beanspruchen zusammen seit Jahren einen stabilen Marktanteil von rund 75 Prozent. Große Handelskonzerne aus dem Ausland (wie bspw. Walmart) scheiterten oftmals mit einer Expansion auf den deutschen Markt. Wachsende Marktanteile im deutschen Lebensmittelhandel verbuchen stattdessen die Drogerieketten, die größten Drogerieketten im Lebensmittelhandel sind dm und Rossmann.3 In vielen Bereichen des Handels wachsen die Online-Umsätze rapide an. Beim Online-Einkauf von Lebensmitteln bleiben die deutschen Konsumenten jedoch bislang zurückhaltend. Die Webshops der großen Lebensmittelhändler Rewe und Edeka sind jedoch auch in diesem Handelssegment relevant vertreten. An der Vormachtstellung der vier großen Unternehmen wird sich selbst durch einen wachsenden Online-Handel mit Lebensmitteln daher kaum etwas verändern.4

3. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die Planzahlen vom abgeschlossenen Wirtschaftsjahr 2022 wurden tatsächlich um ca. 5 % trotz des unruhigen wirtschaftlichen Umfeldes aufgrund des Ukraine Krieges übertroffen.

Die in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen zur Betriebsoptimierung haben sich deutlich bemerkbar gemacht, so konnte die Leistung mit zum Beispiel leicht gesunkenen Personalkosten erreicht werden.

4. Lage

4.1 Ertragslage

Unser Unternehmen konnte im Jahr 2022 wiederum eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielen.

Der Personalaufwand ist gegen über dem Vorjahr um 18,9 TEUR geringer. Für den Erfolg der Gesellschaft sind die Mitarbeiter und deren Handeln wichtig. Die Gesellschaft beschäftigt qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 119 Mitarbeiter (Vj.106 Mitarbeiter) beschäftigt.

Wir weisen einen Jahresüberschuss in Höhe von 618,7 TEUR (Vj. 544,8 TEUR) aus.

4.2 Finanzlage

Die wichtigste Quelle der Finanzierung sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Daneben verfügt das Unternehmen aufgrund von Bankguthaben über genügend Liquidität, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und die angestrebten Positions- und Wachstumsziele zu erreichen. Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist zu vereinnahmen.

Zum Jahresende verfügten wir über Liquidität in Höhe von 640,4 TEUR (Vj. 320,3 TEUR) und über liquiditätsähnliche Forderungen aus Umsatzgeschäften gegen Kreditkartenunternehmen oder online-Zahlungsdienstleistern in Höhe von 281 TEUR (Vj. 213,7 TEUR).

Im Geschäftsjahr haben sich die Bankdarlehen durch Tilgung von 2.447,2 TEUR auf 1.956,8 TEUR vermindert.

4.2 Vermögenslage

Aufgrund des breiten Produktportfolios ist ein nicht unerheblicher Warenbestand betriebsnotwendig (1.396,4 TEUR, 28,60 % der Bilanzsumme) dieser musste gegenüber dem Vorjahr erhöht werden.

Das Eigenkapital hat sich von 1.429,9 TEUR auf 1.948,6 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt, bezogen auf die Bilanzsumme, somit 39,90 %.

Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 490,5 TEUR verringert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 187,5 TEUR erhöht und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sind um 124,9 TEUR verringert.

Der Bilanzgewinn wurde in Höhe von 1.923,6 TEUR zur Stärkung unseres Eigenkapitals in das lfd. Geschäftsjahr vorgetragen.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr (4.731,4 TEUR) auf 4.883,8 TEUR erhöht.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Liquidität hat sich gegen über dem Vorjahr deutlich verbessert. Die vorhandene Liquidität wird stets zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verwandt.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmensteuerung die statische Liquidität heran. Stellt man die Vorräte (1.396,4 TEUR), die Forderungen (644,6 TEUR) sowie den Bankguthaben (640,4 TEUR) den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (344,7 TEUR), den Rückstellungen (318,8 TEUR) und den sonstigen Verbindlichkeiten (315 TEUR) gegenüber, sind die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (428,3 TEUR) mehr als abgedeckt.

6. Risikobericht

Um die Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung frühzeitig zu erkennen, wird das Risikomanagement- und Kontrollsystem laufend verbessert bzw. den wachsenden Anforderungen angepasst. Somit können potenzielle Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden können, rechtzeitig erfasst, analysiert und bewertet werden.

Der Klimaindikator des Ifo-Instituts bietet Informationen über das Geschäftsklima in unserer Branche, die unsere Geschäftsentscheidungen beeinflussen.

Preiserhöhungen gestalten sich nach wie vor für unsere Branche schwierig, sodass wir uns aufgrund des besonders intensiven Wettbewerbs gezwungen sehen, alle sich bietenden Möglichkeiten zu Effizienzsteigerung in den verschiedenen betrieblichen Funktionsbereichen zu nutzen.

Die vergleichsweise niedrigere Rohertragsquote hängt mit dem intensiven Preiswettbewerb zusammen, den wir uns mit Unternehmen der unterschiedlichen Organisationen liefern.

Ein mittleres Risiko für die Erreichung der Unternehmensziele sehen wir in der Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern. Der Fachkräftemangel macht sich auch bei uns bemerkbar. Die Förderung der Mitarbeiter ist für den zukünftigen Unternehmenserfolg von ganz entscheidender Bedeutung. Die persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter werden fortlaufend mit internen und externen Schulungen weiterentwickelt.

Unsere Gesellschaft stuft ihr Liquiditätsrisiko derzeit als gering ein. Sie zahlt Verbindlichkeiten grundsätzlich im Rahmen des gewährten Zahlungsziels. Wie in den Vorjahren wird sie von ihrer Hausbank bei allen Aktivitäten wohlwollend begleitet.

Forderungsausfälle sind nicht ausgeschlossen, aber durch die überwiegende Barzahlung bei Lieferung ist dieses Risiko als gering anzusehen.

IT-Risiken, die sich in Form von Datenverlusten, externen Angriffen usw. ergeben könnten, sind aufgrund der bestehenden IT-Infrastruktur derzeit für uns nicht erkennbar.

Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind derzeit nicht erkennbar.

7. Chancenbericht

Aufgrund der steigenden Energiekosten und des anhaltenden Ukraine-Krieges sind die Prognosen und Planungen sehr schwierig geworden und müssen unterjährig überprüft werden.

Der Online-Handel in Deutschland ist nach Angaben des Branchenverbandes bevh im Jahr 2022 erstmals geschrumpft. Dennoch ist der Einkauf von Lebensmitteln über das Internet für viele Verbraucher vor allem in Ballungsgebieten zur Normalität geworden.

Wir haben die Chancen dieser Entwicklung genutzt und z.B. unseren eigenen Lieferdienst erfolgreich ausgebaut.

Die Gründe für den anhaltenden Erfolg liegen nicht nur in dem bei Verbraucher sehr beliebten "Milchmann-Prinzip", welches es erlaubt, Routen möglichst intelligent zu planen, sondern auch in einem kontinuierlich wachsenden Sortiment, das bequem bestellt werden kann.

Des Weiteren beschäftigen wir uns sehr stark mit den Themen Klimaschutz und Energieeinsparung und erwarten von den eingeleiteten Maßnahmen nicht nur eine Kostenoptimierung, sondern vielmehr einen Imagegewinn in unserem Kundenkreis.

Neben den schon umgesetzten Maßnahmen wird das Thema Nachhaltigkeit uns weiter intensiv beschäftigen und Aufgrund der vorliegenden Konjunkturprognosen ist davon auszugehen, dass sich der bisherige Trend bezogen auf unsere Branche, zumindest bis 2023 fortsetzt.

Wir versuchen, die Möglichkeiten für unser Unternehmen umzusetzen und sichtbar zu machen.

Diese Maßnahmen sollen ebenfalls Vorteile für unsere Mitarbeiter bieten, denn qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind mit entscheidend für den Unternehmenserfolg.

8. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr war im Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 1 % erwartet worden und ein vergleichbares Rohergebnis wie 2021.

Aufgrund der Umsatzsteigerung zum Vorjahr von ca. 5 % wurde der Planumsatz überschritten. Das Rohergebnis hat mit einer Steigerung von 2 % den Planwert für 2022 übertroffen.

Das Jahresergebnis von 618,7 TEUR ist höher als geplant.

Die Planrechnung 2022 hat unsere Einschätzung unter den gegebenen Bedingungen teilweise bestätigt, so dass wir aufgrund der aktuellen Zahlen 2023 davon ausgehen, dass wir eine belastbare Planung für 2024 entwickeln werden. Wie im Vorjahr, werden wir in der Unternehmensplanung für das anstehende Wirtschaftsjahr 2024 aus Vorsichtsgründen konservative Planansätze verwenden.

Lt. IW ist für 2024 wird das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 % sinken (Pressemitteilung 13.12.2023). Aufgrund der weltwirtschaftlichen Entwicklung gestaltet sich eine belastbare Planung für 2024 ff noch schwieriger und muss gegebenenfalls kurzfristig angepasst werden.5

Mit diesen Aussichten planen wir für 2023 eine Umsatzsteigerung von ca. 5 % und nahezu proportional steigendem Materialaufwand von ca. 3 % mit einem dem Jahr 2022 vergleichbaren Rohergebnis.

 

Kleve, den 5. Januar 2024

gez. Axel Schroff, Geschäftsführer

1 KfW-Konjunkturkompass 25.05.2023 2 Statista - Marktanteile der führenden Unternehmen 02.01.2024 3 Statista - Marktanteile der führenden Unternehmen 02.01.2024 4 Statista - Marktanteile der führenden Unternehmen 02.01.2024 5 IW Pressemitteilung vom 13.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 2.188.216,94 2.503.732,94
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 2.006.280,94 2.321.796,94
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.385,00 76.992,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.980,00 3.642,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.934.697,60 2.237.944,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.218,34 3.218,34
III. Finanzanlagen 181.935,00 181.935,00
B. Umlaufvermögen 2.681.430,31 2.225.629,08
I. Vorräte 1.396.439,89 1.307.595,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 644.590,65 597.690,91
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 25.200,00 28.800,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 640.399,77 320.342,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.195,91 2.040,34
Aktiva 4.883.843,16 4.731.402,36

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 1.948.602,55 1.429.913,77
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 1.923.602,55 1.404.913,77
davon Gewinnvortrag 1.404.913,77 957.635,84
B. Rückstellungen 318.763,00 257.156,95
C. Verbindlichkeiten 2.616.477,61 3.044.331,64
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.956.783,92 2.447.237,44
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 428.293,52 490.453,52
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.528.490,40 1.956.783,92
2. sonstige Verbindlichkeiten 659.693,69 597.094,20
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 659.693,69 597.094,20
Passiva 4.883.843,16 4.731.402,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 6.288.252,17 6.173.000,14
2. Personalaufwand 2.977.906,24 2.996.843,18
a) Löhne und Gehälter 2.437.771,66 2.440.740,89
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 540.134,58 556.102,29
davon für Altersversorgung 52.103,50 52.248,00
3. Abschreibungen 413.253,75 373.263,59
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 413.253,75 373.263,59
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.951.563,13 1.961.630,68
5. Erträge aus Beteiligungen 3.225,00 3.456,62
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.000,00 6.000,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16,39 14,91
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.290,32 53.169,99
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 284.433,34 251.221,30
10. Ergebnis nach Steuern 620.046,78 546.342,93
11. sonstige Steuern 1.358,00 1.565,00
12. Jahresüberschuss 618.688,78 544.777,93
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.404.913,77 957.635,84
14. Ausschüttung 100.000,00 97.500,00
15. Bilanzgewinn 1.923.602,55 1.404.913,77

Anhang

INHALTSVERZEICHNIS

1. Allgemeine Erläuterungen

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

5. Sonstige Pflichtangaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten

Arbeitnehmer gem. § 285 Nr. 7 HGB

Angaben nach § 285 S. 1 Nr. 9c HGB

Angaben über die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

gemäß § 285 S. 1 Nr. 10 HGB

Nachtragsbericht nach § 285 S. 1 Nr. 33 HGB

Ergebnisverwendungsvorschlag nach § 285 S. 1 Nr. 34 HGB

Anhang zum 31. Dezember 2022

1. Allgemeine Erläuterungen

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Axel Schroff GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Kleve
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kleve
Register-Nr.: HRB 12061

Die Gesellschaft gehört zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft macht bei der Aufstellung des Anhangs von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch. Bei der Offenlegung wird sie die Erleichterungen der §§ 276 S. 1, 327 HGB in Anspruch nehmen.

Die Gliederung des Jahresabschlusses folgt den Vorschriften der §§ 266 - 278 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den für sie geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Bewertung wurde unter Berücksichtigung der Fortführung des Unternehmens durchgeführt (going-concern-Prinzip).

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Gewährte Zuschüsse wurden von den Anschaffungskosten abgesetzt.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand gebucht. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden in voller Höhe im Jahr des Zugangs abgeschrieben.

Die Finanzanlagen betreffen Genossenschafts- und Gesellschaftsanteile (Aktien). Sie sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Anschaffungskosten der Vorräte werden durch retrograde Wertermittlung errechnet. Hierbei werden die Anschaffungskosten retrograd durch Abzug der sogenannten Bruttospanne von den Verkaufsaufspreisen ermittelt. Es werden durch Rückrechnung nach Warengruppen, auf dem Schätzwege, die ursprünglichen Anschaffungskosten einschl. Nebenkosten berechnet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt.

Bonitätsrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert bewertet worden.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen ausgewiesen, die im Geschäftsjahr geleistet und zum Bilanzstichtag periodengerecht abgegrenzt wurden.

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den steuerlichen Wertansätzen bestehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die passiven latenten Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern verrechnet gem. § 284 Abs. 1 S. 2 HGB. Die verbleibenden aktiven latenten Steuern wurden in Anwendung des Wahlrechts § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellung wurde in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, die Steuerrückstellungen auf Basis der aktuellen Körperschaft- und Gewerbesteuerwerte. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt und bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine Abzinsung gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB vorgenommen. Der Ausweis der Zugänge erfolgte nach der Nettomethode.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. In den Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute sind Darlehen enthalten, die durch Drittsicherheiten gesichert sind.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Sonstige Angaben und Erläuterungen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2021 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt ( Anlagespiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres dargestellt.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt EUR 25.200,00 (VJ. EUR 28.800,00).

Angaben und Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen

gem. § 285 Nr. 12 HGB

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub, Aufbewahrungsverpflichtung, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie für ausstehende Rechnungen.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren gem. § 285 Nr. 1a HGB und 2 HGB

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 529.434,22 (VJ. EUR 710.615,84). Hierbei handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute.

Verbindlichkeit gem. § 285 Nr. 1b und 2 HGB

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert sind, bestehen nicht. Es bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 389,4 sowie aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 175,4. Diese Verträge haben Restlaufzeiten bis zu drei Jahren.

4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist die Erstattungen der an die Mitarbeiter ausgezahlte Energie-Preis-Pauschale von TEUR 30,9 enthalten.

5. Sonstige Pflichtangaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer gem. § 285 Nr. 7 HGB

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt nach Köpfen:

Angestellte 103
Aushilfen 16
119

Angaben nach § 285 S. 1 Nr. 9c HGB

Gegenüber dem Geschäftsführer bestehen kurzfristige Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 1,6. Die Forderung wurde mit 1 % verzinst.

Angaben über die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gemäß

§ 285 S. 1 Nr. 10 HGB

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den Geschäftsführer

Herr Axel Schroff, Kaufmann,

geführt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht nach § 285 S. 1 Nr. 33 HGB

Das Kriegsgeschehen in der Ukraine seit Ende Februar 2022 und der in dem Zusammenhang zu beobachtenden Energiepreisentwicklung wird seitens der Gesellschaft durch aktives Management entgegengetreten.

Einschränkungen im Kriegsgebiet und in den Ländern, die mit Finanz- und Wirtschaftssanktionen.durch die Europäische Union belegt wurden, belasten das Geschäft der Gesellschaft nicht, da die Krisenregion bislang weder ein Absatz- noch direkter Beschaffungsmarkt der Schroff GmbH gewesen ist.

Ergebnisverwendungsvorschlag § 285 S. 1 Nr. 34 HGB

Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn von EUR 1.923.602,55 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kleve, 05. Januar 2024

gez. Axel Schroff, Geschäftsführer

Redaktioneller Hinweis:

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von Euro 273.821,72 (Euro 83.536,40) und im Rahmen deer sozialen Sicherheit Euro 22.780,66 (Euro 28.216,66) enthalten.

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.200,00 0,00 0,00 0,00 1.200,00
1.200,00 0,00 0,00 0,00 1.200,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremnden Grundstücken 82.689,08 -2.700,00 0,00 0,00 79.989,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.277,40 0,00 0,00 0,00 9.277,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.404.527,60 126.124,75 0,00 28.223,94 3.502.428,41
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.218,34 0,00 0,00 0,00 3.218,34
3.499.712,42 123.424,75 0,00 28.223,94 3.594.913,23
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 81.935,00 0,00 0,00 0,00 81.935,00
2. Genossenschaftsanteile 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
181.935,00 0,00 0,00 0,00 181.935,00
Summe 3.682.847,42 123.424,75 0,00 28.223,94 3.778.048,23
Abschreibungen Restbuchwert
Stand 01.01.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.199,00 0,00 0,00 1.199,00 1,00 1,00
1.199,00 0,00 0,00 1.199,00 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremnden Grundstücken 5.697,08 8.907,00 0,00 14.604,08 65.385,00 76.992,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.635,40 662,00 0,00 6.297,40 2.980,00 3.642,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.166.583,00 403.684,75 2.536,94 1.567.730,81 1.934.697,60 2.237.944,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 3.218,34 3.218,34
1.177.915,48 413.253,75 2.536,94 1.588.632,29 2.006.280,94 2.321.796,94
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 81.935,00 81.935,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00 100.000,00
0,00 0,00 0,00 0,00 181.935,00 181.935,00
Summe 1.179.114,48 413.253,75 2.536,94 1.589.831,29 2.188.216,94 2.503.732,94

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.01.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Axel Schroff GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Axel Schroff GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axel Schroff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, 05. Januar 202

REVISCON GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
Niederlassung Duisburg

gez. Dipl-Kfm. Andreas Klein M.A., Wirtschaftsprüfer

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