PADES Personalservice GmbHLiquidiert

80807 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 159613
Vorher
Dekonta Personaldienste GmbH
Eingetragen
17.11.2005
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Arbeitnehmerüberlassung von kaufmännischen und gewerblichen Mitarbeitern an Dritte und andere Personaldienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Christian Peters
seit 29.12.2016
Geschäftsführer
Herwarth Brune
seit 21.6.2016
Geschäftsführer
Ruperta Burchert
seit 30.6.2011
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

PADES Personalservice GmbH

München

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Lagebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Arbeitnehmerüberlassung im Jahr 2012

Das Jahr 2012 war gekennzeichnet durch essentielle Neuerungen sowohl im gesetzlichen als auch im tariflichen Bereich.

1.1.1

Die meisten Gesetzesänderungen traten bereits zum 1. Dezember 2011 in Kraft. Praktische Auswirkungen waren aber im Wesentlichen erst im Jahr 2012 spürbar. Nach diesen Gesetzesänderungen haben Zeitarbeitnehmer nun mehr Rechte im Entleihbetrieb (z.B. gleicher Zugang zu betrieblichen Sozialeinrichtungen wie festangestellte Mitarbeiter/innen des Entleihers, Information über interne Stellenausschreibungen beim Entleiher, etc.).
Zum 1. Januar 2012 trat die Verordnung über eine Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit in Kraft. Da die PADES Personalservice GmbH schon immer faire Löhne und Gehälter zahlte, haben sich hieraus keine Konsequenzen für die PADES ergeben.

1.1.2

Wesentlich einschneidender für die Zeitarbeitsbranche ist der Abschluss von sog. "Branchentarifzuschlägen" ab Mitte 2012. Aufgrund der langen - man muss schon sagen - "Hetzkampagne" der Gewerkschaften und des dadurch aufgebauten erheblichen Drucks in der Politik und in der Öffentlichkeit sahen sich die beiden größten Verbände der Zeitarbeit (IGZ und BZA) gezwungen, mit den Gewerkschaften Branchenzuschläge zu vereinbaren.
Die Alternative hierzu wäre gewesen, dass von Seiten des Gesetzgebers die rechtliche Möglichkeit vom Grundsatz "Equal Pay" abzuweichen, abgeschafft worden wäre. Dies hätte zu einem nicht überschaubaren Mehraufwand und zu einer erheblichen Verteuerung der Zeitarbeit geführt.
Mit den Branchenzuschlägen werden zumindest teilweise auch noch die Interessen der Verleihunternehmen und deren Kunden gewahrt. Die Kosten für die Zeitarbeit steigen zwar tendenziell, jedoch ist dies bei Unternehmen, die bereits bisher faire Löhne gezahlt haben, nicht so dramatisch. Zeitarbeit als Mittel zur Verringerung der Lohnstückkosten, wofür einige Unternehmen die Zeitarbeit missbraucht haben, wird es zukünftig in den Branchen mit Branchentarifverträgen nicht mehr geben.

Die ungewisse Zukunft der Arbeitnehmerüberlassung hat im Jahr 2012 zu einem Rückgang der Zeitarbeit in Deutschland geführt. Insbesondere bei Neuaufträgen agierten viele Kunden sehr vorsichtig und zurückhaltend. Nachdem nun aber eine gewisse Rechtssicherheit geschaffen ist, die Gewerkschaften ihre Kampagnen gegen die Zeitarbeit zumindest teilweise eingestellt haben und die Kunden die Auswirkungen jetzt durch eigene Erfahrungen abschätzen können, steigt die Zahl der Anfragen wieder.

Nach wie vor ist aber der Fachkräftemangel ein großes Problem auch der Zeitarbeit. Viele Kundenanfragen können mangels passender Bewerber nicht bedient werden. Der Abschluss der Branchentarifverträge könnte insoweit sogar positive Auswirkungen auf die Zeitarbeit haben: Durch die gerechtere Bezahlung und das steigende Image der Zeitarbeit entscheiden sich Fachkräfte zukünftig vielleicht wieder mehr für die Zeitarbeit.

1.2 Marktsituation in der Arbeitnehmerüberlassung im Jahr 2012

Wie bereits oben ausgeführt, agierten viele Kunden im Jahr 2012 sehr vorsichtig und zurückhaltend. Insgesamt führte dies dazu, dass sich der Markt der Arbeitnehmerüberlassung, der sich nach der Weltwirtschaftskrise sehr dynamisch entwickelte, abkühlte und insgesamt stagnierte bzw. sogar leicht rückläufig war.

 Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern für Arbeit, Arbeitsmarktberichterstattung: Der Arbeitsmarkt in Deutschland, Zeitarbeit in Deutschland - Aktuelle Entwicklungen, Nürnberg 2012

1.3 Geschäftsverlauf der PADES im Jahr 2012

Die PADES Personalservice GmbH konnte im Geschäftsjahr 2012 eines der besten Ergebnisse ihres Bestehens erzielen.

In den ersten Monaten 2012 zeigte sich, dass die Zweigstelle West weit von der eigenen Planung entfernt war. Weiterhin musste man aus den Büros bei der E.ON ziehen und hätte daher einen (langfristigen) Mietvertrag auf dem freien Mietmarkt eingehen müssen. Aufgrund der unsicheren Lage in der Arbeitnehmerüberlassung insgesamt und der Zweigstelle Gelsenkirchen, wurde das Büro geschlossen. Die Mitarbeiter/innen im Westen werden seither vom Norden aus mit betreut.

Die Zweigstelle Nord entwickelte sich insbesondere wegen des guten Geschäftsverlaufs des Büros Beverungen im Wesentlichen plangemäß.

Die Zweigstelle Süd konnte die Umsatz- und Ergebnisziele nahezu erreichen. Wie im Vorjahr wurden wieder außerhalb des E.ON Konzerns zusätzliche Kunden akquiriert bzw. wurden die Geschäftsbeziehungen zu bestehenden Kunden intensiviert.

Wegen des drohenden Anstiegs des Krankenstandes beschloss die Geschäftsleitung im März 2012 verschiedene Maßnahmen zur Gesundheitsförderung; insbesondere wurde eine "Gesundheitsprämie" ausgelobt. Als Folge hiervon sank der Krankenstand im Vergleich zum Jahr 2011 um 0,84 %. Von April bis Dezember 2012 sogar um 1,29 % im Vergleichszeitraum 2011.

Im Geschäftsjahr 2012 fielen aufgrund der Lohnsteuer-BP und Sozialversiche-rungs-BP periodenfremde Belastungen in Höhe von fast T€ 90 an (LSt von T€ 36,6, USt zur LSt von T€ 14,4 und Sozialversicherung von T€ 38,8). Diese periodenfremden Belastungen führten zu einer Verringerung des Jahresergeb-nisses vor Steuern in gleicher Höhe. Des Weiteren fiel aus demselben Grund die Umsatzrendite vor Steuern von 3,58 % (EBIT von T€ 201,6) auf 1,99 % (EBIT von 111,7)

Die PADES Personalservice GmbH konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2012 leicht von T€ 5.536,1 auf T€ 5.623,4 steigern. Das Umsatzplus gelang, obwohl der größte Kunde, die E.ON Facility Management GmbH, große Aufträge während des Jahres 2012 gekündigt hat (z.B. IT-Lager Hannover ganz; IT-Lager München zum größten Teil; deutlicher Rückgang bei den Post- und Botendiensten, etc.).

Wesentliche Auftraggeber im Geschäftsjahr 2012 waren wie in den Vorjahren neben der E.ON Facility Management GmbH auch die Muttergesellschaft EVANTEC GmbH. In 2012 wurde jedoch der zweitgrößte Umsatz mit der E.ON Vertrieb Deutschland GmbH erzielt. Bei dieser Gesellschaft ist ein enor-mer Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr von 210,2 % zu verzeichnen. Der Umsatz innerhalb der EFM-Gruppe konnte wie geplant verringert werden. Mit der EFM selber wurden um 21,42 % und mit der EVANTEC um 7,96 % weniger Umsatz erzielt. In Summe also 29,38 % weniger mit der EFM-Gruppe. Zum Stand 31.12.2012 wurde der Umsatzanteil der EFM-Gruppe von 73,45 % im Jahr 2011 auf 58,73 % gesenkt. Wie geplant konnte der Umsatz bei anderen E.ON-Töchtern ganz erheblich um 108,21 % gesteigert werden. Auf-grund der unsicheren Marktsituation (siehe oben 1.1) entwickelte sich das Geschäft auf dem Drittmarkt leider um 31,83 % rückläufig.

Das operative Ergebnis betrug T€ 111.724,81, was einer Umsatzrendite von 1,99 % entspricht.

Im Juni 2012 wurden sowohl das Qualitätsmanagementsystem als auch das Arbeitssicherheitsmanagementsystem der PADES Personalservice GmbH nach ISO 9001:2008 bzw. SCP Version 2006 auditiert. Auch die Zulassung als Maßnahmenträger für Schulungen im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit wurde in einem Wiederholungsaudit geprüft.

Um den Bestand der Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis zu gewährleisten, prüften sich die Zweigstellen im Jahr 2012 jeweils gegenseitig. Man legte dabei Maßstäbe an, wie die Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern. Die festgestellten Beanstandungen wurden abgestellt.

1.4 Personalentwicklung in Köpfen

Im Januar 2012 waren 176 Mitarbeiter/innen mit den unterschiedlichsten Qualifikationen bei der PADES Personalservice GmbH beschäftigt. Die Monate mit der höchsten Beschäftigtenzahl waren die Monate August und September 2012 mit 205 und 193 Lohn- und Gehaltsabrechnungen. Im Jahresdurch-schnitt 2012 waren 179 Mitarbeiter/innen bei der PADES Personalservice GmbH beschäftigt. Damit zählt die Gesellschaft auch weiterhin zu den 10 % größten Zeitarbeitsunternehmen (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Tabellenheft "Leiharbeitnehmer und Verleihbetriebe im 1. Halbjahr 2012" der Arbeitneh-merüberlassungsstatistik).

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 13,7 % gesunken. Ursächlich hierfür war im Geschäftsjahr 2012 im Wesentlichen der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 34,1 % auf der Aktivseite bei gleichzeitigem Anstieg der flüssigen Mittel um 24,3 %.

Auf der Passivseite gingen die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschaf-ter um 43,1 % zurück. Zum einen konnten im Berichtsjahr T€ 250 des Gesell-schafterdarlehens getilgt werden. Zum anderen wurden die UST-Verbindlich-keiten von 2011 in Höhe von T€ 135,6 zurückbezahlt und auch die laufenden UST-Verbindlichkeiten der Monate 01-10/2012 in Höhe von T€ 155,0 wurden im Berichtsjahr 2012 bereits unterjährig getilgt, so dass nur noch T€ 31,9 an UST-Verbindlichkeiten für die Monate 11-12/2012 zum Jahresende offen stehen.

Auf der Passivseite sind bei den sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen die Rückstellungen für Abfindungen zu nennen, die um 165,5 % gestiegen sind, des Weiteren die Rückstellungen für sonstigen Personalkosten, die um 70,3 % gestiegen sind und die Rückstellungen für Tantiemen, die um 16,4 % gestiegen sind.

2.2 Finanzlage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandserhöhung und sonstige betriebliche Erträge) der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr 2012 T€ 5.662,1 (Vorjahr: T€ 5.600,8). Vergleicht man die Umsatzerlöse mit dem Geschäftsjahr 2011, so ergibt sich eine Umsatzerhöhung um 1,6 %. Das Ergebnis vor Steuern beträgt T€ 111,7 (Vorjahr: T€ 11,1). Die Eigenkapitalrendite liegt bei einem Jahresüberschuss von T€ 74,1 in 2012 bei 40,6 % (Vorjahr: 5,0 %).

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aus der laufenden Geschäftstätigkeit und ist unterjährig zusätzlich durch eine Darlehensgewäh-rung der Muttergesellschaft sichergestellt. Dieses Darlehen konnte im Be-richtsjahr um T€ 250 zurückgeführt werden. Die bisherige mit dem Darlehensvertrag vereinbarte Rangrücktrittserklärung von T€ 50 besteht unverändert weiter. Aufgrund der UST-Organschaft mit der Muttergesellschaft sind die UST-Vorauszahlungen an diese abzuführen. Im Berichtsjahr wurde die noch offen stehende UST-Verbindlichkeit von 2011 und die laufenden Vorauszahlungen von 01-10/2012 an die Muttergesellschaft abgeführt (siehe oben).

Insgesamt kann die PADES Personalservice GmbH auf ein Geschäftsjahr 2012 zurückblicken, das trotz eines schwachen Umsatzwachstums von 1,6  % und hoher aperiodischer Belastungen die Erwartungen mehr als erfüllte. Die erzielte Umsatzrendite von 1,99 % würde ohne die aperiodischen Belastungen bei 3,58 % liegen.

2.3 Ertragslage

Die verbesserte Ertragslage der Gesellschaft ist im Wesentlichen auf eine Steigerung der Umsatzerlöse um 1,6 % auf T€ 5.623,4 (Vorjahr: T€ 5.536,1) zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der Personalkosten (T€ 5.115,9), der Abschreibungen (T€ 16,9), der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 412,6 und des Finanzergebnisses von T€ - 0,7 ergibt sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T€ 111,7.

Nach Berücksichtigung der Steuern errechnet sich ein Jahresüberschuss von T€ 74,1 (Vorjahr: T€ 5,4) für die Gesellschaft.

3. Risikobericht

Wie berichtet fanden im Jahr 2012 essentielle Änderungen im gesetzlichen und tariflichen Bereich der Arbeitnehmerüberlassung statt. Wie sich diese Änderungen auswirken bleibt abzuwarten.

Zum Ende 2012 hat die Rechtsprechung eine Änderung erfahren, die so nicht vorhersehbar war. Im Jahr 2011 wurde das AÜG in mehreren Punkten geändert (siehe oben 1.1.1). Unter anderem wurde in § 1 Abs. 1 Satz 2 das Wort "vorübergehend" eingefügt. Der Gesetzgeber wollte damit nur die bis dahin ohnehin bekannte Rechtslage klarstellen, eine neue Befristung wollte er nicht (siehe Bundestagsdrucksache 17/4804, Seite 8 und Bundestagsdrucksache 17/6044, Seite 10). Die Rechtsprechung griff diese Gesetzesänderung aber zwischenzeitlich auf und legt die Änderung des Gesetzestextes als Verbot längerfristiger Arbeitnehmerüberlassung aus (z.B. Landesarbeitsgericht Niedersachsen 17. Kammer, Beschluss vom 19.09.2012, 17 TaBV 124/11). Zwischenzeitlich legen vereinzelte Arbeitsgerichte die langfristige Überlassung an denselben Entleiher als Missbrauch der Arbeitnehmerüberlassung aus und fingieren einen Arbeitsvertrag zwischen Entleiher und Leiharbeitnehmer (Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 09.01.2013 - 15 Sa 1635/12).

Vermutlich wird die Arbeitnehmerüberlassung wieder Thema im Bundestagswahlkampf 2013 sein. Welche Auswirkungen dies und die fragliche Entwicklung der Konjunktur auf die Arbeitnehmerüberlassung und die PADES haben wird, kann nicht abgeschätzt werden.

Ein weiteres Problem ist die Frage, wie sich die Umorganisationen im E.ON-Konzern auf die PADES auswirken werden. Die Zukunft der EFM und der gesamten Gruppe ist ungewiss.

Schließlich ist nach wie vor die Frage der Mitarbeitergewinnung problematisch. Insbesondere im Bereich der gewerblichen Fachkräfte (Elektriker, Schlosser, Installateure, etc.) sind gute Mitarbeiter/innen am Arbeitsmarkt kaum zu akquirieren.

Es bestehen laufende allgemeine Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können. Dem Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begegnet die Gesellschaft durch ein aktives Forderungsmanagement. Aus derzeitigem Stand sind keine Unternehmensrisiken zu erkennen, die die Fortführung der PADES Personalservice GmbH gefährden könnten.

Die Einführung der Branchentarifzuschläge kann eine Chance für die PADES sein. Teil der Geschäftsphilosophie der PADES ist es, Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern faire Löhne zu bezahlen. Im Wettbewerb mit Firmen, die ihre Mitarbeiter/innen zu Dumpinglöhnen beschäftigen, geriet die PADES deshalb zumindest im Bereich der gewerblichen Helfer ins Hintertreffen. Dies ändert sich, wenn die Preisunterschiede nivelliert werden und der Kunde sein Hauptaugenmerk auf die Qualität der Mitarbeiter/innen und den Service der Verleihfirma legt.

Aus heutiger Sicht bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken und sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Finanzierungsbedarf wird wie in der Vergangenheit über ein Darlehen der Muttergesellschaft abgedeckt. Zusätzlich ist der Fortbestand des Unternehmens derzeit noch von der Unterstützung der EVANTEC GmbH durch die Ausgabe einer Rangrücktrittserklärung abhängig.

4. Nachtragsbericht

Bis auf den unten erwähnten Rahmenvertrag mit der E.ON Energy from Waste lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2012 vor.

5. Prognosebericht

Aufgrund der Entwicklungen im E.ON-Konzern wird sich die PADES auch im Jahr 2013 verstärkt um Kunden außerhalb der EFM-Gruppe und außerhalb des E.ON-Konzerns bemühen. Anfang 2013 konnte mit der E.ON Energy from Waste, die aus dem E.ON-Konzern ausscheiden wird, ein Rahmenvertrag zur Überlassung von Mitarbeiter/innen abgeschlossen werden.

Die rechtliche und tarifliche Tendenz geht weg von langen, hin zu kurzfristigen Überlassungen. Die PADES wird daher wieder stärker den Helfermarkt bedienen. Die Strategie, den Markt der gewerblichen Helfer nicht ganz aus den Augen zu verlieren, macht sich hier bezahlt. Auch wird die PADES sich verstärkt um den Bereich der Facharbeiter bemühen. Je höher der Qualifikationsstand umso mehr werden die Kunden bereit sein, die Leiharbeitnehmer zu denselben Konditionen wie eigene Mitarbeiter/innen zu beschäftigen. Die Einführung von "equal pay equal treatment" zu einem frühen Zeitpunkt ist dann nicht hinderlich.

Die Durchführung von Maßnahmen für die Bundesagentur für Arbeit ist weiterhin ein Thema für die PADES. Solange die Mittel der Bundesagentur für Arbeit jedoch hier gekürzt sind, werden wir keinen Aufwand betreiben. Wir werden den Standard aber so belassen, damit wir für den Fall gerüstet sind, dass wieder mehr Mittel in die Ausbildung fließen.

Soweit nicht unvorhersehbare wirtschaftliche und/oder politische Ereignisse in die Abläufe eingreifen, ist die Erreichung der Planziele für 2013 zu erwarten. Ein derartiges politisches Ereignis könnte die Veränderung der Rechtslage im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung bzw. eine erhebliche Änderung im E.ON-Konzern sein.

Für die Jahre bis 2016 plant die Gesellschaft folgende Entwicklung:

2013 2014 2015 2016
geplante Umsatzerlöse 5.792 6.000 6.500 6.700
Aufwand (im Wesentlichen operative Personalkosten) 78,5 % 77,0 % 75 % 75 %
Kosten der Niederlassungen 11,3 % 11,0 % 12,0 % 12,0 %
Kosten der Hauptverwaltung 8,7 % 8,0 % 8,5 % 8,0 %
Wagnis und Gewinn (DB III) 1,6 % 4 % 4,5% 5,0 %

Da der Name "PADES Personalservice GmbH" auch innerhalb des E.ON-Konzerns in weiten Bereichen noch nicht hinreichend bekannt ist, sollen die Vertriebsaktivitäten innerhalb der PADES weiter ausgebaut werden

Insgesamt sind die Zukunftsaussichten der Gesellschaft selbst unter Berücksichtigung der derzeitigen politischen Diskussionen und des Umbaus im E.ON-Konzern als durchaus positiv zu bewerten. Durch die in den vergangenen Jahren durchgeführten und in 2013 umzusetzenden Maßnahmen ist sichergestellt, dass die PADES Personalservice GmbH den Anforderungen ihrer Kunden auch zukünftig gerecht wird.

 

München, 26. März 2013

PADES Personalservice GmbH

Anton Kuffer
Geschäftsführer

ppa. Ruperta Burchert
Prokuristin

Bilanz

  31.12.2012 VJ
AKTIVA T€
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte        
und Werte   816,00   5
II. Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung   18.793,00   27
      19.609,00 32
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   19.500,00   20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 90.322,21     84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 625.740,90     949
    davon gegen Gesellschafter € 25.989,99 (Vj. T€ 57,4)        
3. Sonstige Vermögensgegenstände 32.042,28     48
    davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 3.411,88        
    (Vj. T€ 6,8)
    748.105,39   1.081
III.Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   616.937,33   496
      1.384.542,72  
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN     2.702,35 1
      1.406.854,07 1.630
  31.12.2012 VJ
PASSIVA T€
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00     25
II. Gewinnvortrag 83.391,64     78
III. Jahresüberschuss 74.089,47     5
    182.481,11    
      182.481,11 108
B. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Steuerrückstellungen 37.661,96     2
2. Sonstige Rückstellungen 475.122,43     378
    512.784,39    
      512.784,39 380
C. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.458,30     26
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 9.458,30        
(Vj. T€ 26,1)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 482.417,56     853
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 482.417,56        
(Vj. T€ 852,6)
davon gegen Gesellschafter € 482.417,56 (Vj. T€ 847,3)        
3. Sonstige Verbindlichkeiten 219.712,71     263
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 219.712,71        
(Vj. T€ 263,0)
davon aus Steuern € 40.441,15 (Vj. T€ 45,3)        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 180,00        
(Vj. T€ 0,0)
    711.588,57    
      711.588,57 1.142
      1.406.854,07 1.630

Gewinn- und Verlustrechnung

  2012 Vorjahr
  T€
Umsatzerlöse   5.623.384,68   5.536
Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen   -386,62   20
Sonstige betriebliche Erträge   39.142,57   45
    5.662.140,63   5.601
Materialaufwand: Aufwendungen für Roh-, Hilfs-,        
und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.315,43   6  
    -4.315,43   -6
Personalaufwand: Aufwendungen für        
a) Löhne und Gehälter 4.213.268,86   4.158  
b) Soziale Abgaben 902.588,17   882  
    -5.115.857,03   -5.040
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände   -16.923,41   -20
des Anlagevermögens und Sachanlagen        
Sonstige betriebliche Aufwendungen   -412.606,52   -517
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.868,38   1  
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.581,81   -8  
davon an verbundene Unternehmen        
€ 2.581,81 (Vj. T€ 7,5)
    -713,43   -7
Ergebnis der gewöhnlichen        
Geschäftstätigkeit   111.724,81   11
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -37.635,34   -6
Jahresüberschuss   74.089,47   5

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungsle-gungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (Bil-MoG) aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften in den §§ 269 bis 274 und §§ 279 bis 283 HGB vorgenommen. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungsko-sten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti und Rabatte angesetzt. Es wurden planmäßige lineare Abschreibungen in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Berechnung der Abschreibung auf Zugänge erfolgt pro rata temporis. Die Nutzungsdauern betragen für immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre und für Gegenstände des Sachanlagevermögens zwischen 3 bis 5 Jahre.

Aufgrund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 in einen Sammelposten gebucht und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 150,00 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt.

Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei technischer oder wirtschaftlicher Wertminderung.

Die Forderungen sind zu Nennwerten angesetzt. Dem Ausfallrisiko wurde durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mit-tel sind zu Nominalwerten angesetzt.

Die Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännisch-er Beurteilung aller erkennbaren Risiken in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet worden.

Die Verbindlichkeiten werden zum jeweiligen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Zugrundelegung des Gesamtkostenverfahrens erstellt.

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Umlaufvermögen

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 625.740,90 entfallen auf

- Lieferungen und Leistungen 625.740,90
(Vorjahr T€ 949,4)
- den Gesellschafter 25.989,99
(Vorjahr T€ 57,4)

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 3.411,88 enthalten.

PASSIVA

Eigenkapital

Alleiniger Gesellschafter ist die EVANTEC GmbH, München. Das Stammkapital zum 31. Dezember 2012 beträgt Euro 25.000,00.

Sonstige Rückstellungen

Für den noch nicht eingebrachten Resturlaub und Mehrarbeitszeitguthaben 2012 wurde eine Rückstellung in Höhe von € 135.281,99 (Vorjahr T€ 124,6) gebildet.

Die übrigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Tantiemeansprüche (€ 102.976,00), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (€ 73.516,05) und ausstehende Rechnungen (€ 37.230,88) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter beinhalten

- Darlehensverbindlichkeiten 450.000,00
(Vorjahr T€ 700,0)
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 484,27
(Vorjahr T€ 11,7)
- Umsatzsteuer EVANTEC 31.933,29
(Vorjahr T€ 135,6)

Der jeweilige Darlehensbestand wird mit einem Zinssatz in Höhe des jeweils zum ersten eines jeden Monats veröffentlichten EURIBO`S zuzüglich eines Aufschlages in Höhe von 0,0625% verzinst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen für

- Löhne und Gehälter 176.006,48
(Vorjahr T€ 217,0)
- Lohn- und Kirchensteuer 40.441,15
(Vorjahr T€ 45,3)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von € 5.623.384,68 (Vorjahr T€ 5.536,1) wurden ausschließlich im Inland erzielt und werden mit € 5.262.644,72 (Vorjahr T€ 4.966,6) gegenüber verbundenen Unternehmen realisiert.

Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen (ohne Abzug des Bonus, s.u.)

Region Süd 3.259.064,44
Region West 362.769,74
Region Nord 2.012.354,11

Vom Umsatz der Region Nord entfielen auf das in 2011 neu eröffnete Büro in Beverungen:

Beverungen 554.797,99

(erlösmindernd wurde der gewährte Bonus an die EFM in Höhe von € 10.803,61 gebucht)

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Miet- und Leasingkosten mit € 140.998,37 (Vorjahr: T€ 164,3), Reisekosten mit € 41.835,37 (Vorjahr: T€ 112,7), Beratungsleistungen mit € 31.523,15 (Vorjahr: T€ 58,9 ) und laufende Kfz-Kosten mit € 32.743,61 (Vorjahr: T€ 47,2 ).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2012 (€) Vorjahr (T€)
Gewerbesteuer 19.568,15 2,9
Körperschaftsteuer 17.125,26 2,2
Solidaritätszuschlag 941,93 0,1
37.635,34 5,2

Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2012 hat die PADES Personalservice GmbH 179 (Vorjahr 181) Mitarbeiter/innen (Köpfe) beschäftigt.

Zum 31. Dezember 2012 hatte die PADES Personalservice GmbH einen Personalstand von 157 Mitarbeiter/innen (Köpfe). Davon waren

 

147 gewerbliche Arbeitnehmer/innen

 

  10 geringfügig Beschäftigte

 

  13 Angestellte

Geschäftsführer

Assessor jur. Anton Kuffer, Aschheim;

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die in München, Bremen, und Beverungen angemie-teten Büroräume und Lagerräume stehen für die Jahre 2013 - 2016 Mietaufwendungen in Höhe von insgesamt

€ 82.911,24 an.

Darin sind Mietaufwendungen von € 59.161,68 gegenüber dem Gesellschafter enthalten.

Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen für die Jahre 2013 - 2015 in Höhe von € 66.048,56 und für Softwarelizenzen bis Ende 2013 in Höhe von € 23.816,88.

Aus sonstigen Dienstleistungsverträgen bestehen Ver-pflichtungen bis Ende 2013 in Höhe von € 10.400,00.

Konzernabschluss

Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der E.ON SE, Düsseldorf (Registergericht Düsseldorf, HRB Nr. 22315), dem Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, nicht einbezogen.

 

München, 26. März 2013

PADES Personalservice GmbH

Anton Kuffer
Geschäftsführer

Ruperta Burchert
Prokuristin

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand Zugänge Abgänge Stand
  01.01.12     31.12.12
 
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte        
und Werte 16.245,06 0,00 0,00 16.245,06
  16.245,06 0,00 0,00 16.245,06
Sachanlagen        
Betriebs-und Geschäftsausstattung 78.194,56 4.587,41 0,00 82.781,97
  78.194,56 4.587,41 0,00 82.781,97
Gesamt 94.439,62 4.587,41 0,00 99.027,03
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand Abschreibungen Entnahmen Stand
  01.01.12 Berichtsjahr für Abgänge 31.12.12
 
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte        
und Werte 11.647,06 3.782,00 0,00 15.429,06
  11.647,06 3.782,00 0,00 15.429,06
Sachanlagen        
Betriebs-und Geschäftsausstattung 50.847,56 13.141,41 0,00 63.988,97
  50.847,56 13.141,41 0,00 63.988,97
Gesamt 62.494,62 16.923,41 0,00 79.418,03
  Buchwerte
  Stand Stand
  31.12.12 1.1.12
 
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte    
und Werte 816,00 4.598,00
  816,00 4.598,00
Sachanlagen    
Betriebs-und Geschäftsausstattung 18.793,00 27.347,00
  18.793,00 27.347,00
Gesamt 19.609,00 31.945,00


Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2013 festgestellt.

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