Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 9054
Vorher
Madaus Vertrieb Deutschland GmbH
Eingetragen
8.6.1978
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Arzneimitteln, kosmetischen Artikeln und Nährmitteln und von Wirkstoffen, die zur Herstellung von Arzneimitteln und kosmetischen Artikeln verwendet werden sowie die Herstellung und der Vertrieb von chemisch-technischen Erzeugnissen und medizinischen Geräten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lutz Dr. Deitinghoff
seit 11.11.2025
Geschäftsführer
Prokura
Britta Rotte
seit 18.1.2022
Prokura
Heinrich Dr. Fleer
seit 25.8.2021
Prokura
Marc Hendrik Zimmer
seit 15.7.2021
Geschäftsführer
Philip Dlugajczyk
seit 2.7.2019
Prokura
Markus Drischel
seit 1.2.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert200.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Mylan Healthcare GmbH
100.00%
Mylan B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ROTTAPHARM I MADAUS GmbH
Germany
16.601.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Madaus GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Seit dem Geschäftsjahr 2016 gehörte die gesamte MEDA-Gruppe dem niederländischen Mylan-N.V.-Konzern, Amsterdam/Niederlande. Nach dem Zusammenschluss von Mylan N.V. und Upjohn, einer Pfizer-Sparte, wurde am 16. November 2020 das neue Unternehmen Viatris Inc. gegründet. Insofern gehört die Madaus GmbH, Köln, (kurz: Madaus) über die Viatris Healthcare GmbH (vormals: Mylan Healthcare GmbH), Hannover, zur Viatris Inc., Canonsburg/USA, die an der US-amerikanischen Börse (NASDAQ) notiert ist.

Der Viatris-Konzern ist ein Verbund internationaler, auf die Herstellung und den Vertrieb von Generika ausgerichteter Pharma-Konzern mit den Schwerpunkten Produktion, Marketing/Vertrieb und marktorientierte Produktentwicklung. Firmen- und Produktrecht-Akquisitionen, stetig wachsende Präsenz in Wachstumsmärkten sowie spätphasige Entwicklung sind wesentliche Faktoren zur Erreichung der strategischen Ziele.

Zwischen der Madaus als beherrschte Gesellschaft und der Rottapharm | Madaus GmbH, Köln, als herrschende Gesellschaft besteht seit dem 1. Januar 2010 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Madaus entwickelt, produziert und vermarktet im Wesentlichen wissenschaftlich belegte Natur-Arzneimittel sowie chemisch-definierte Arzneimittel für Verordner, Empfehler und Verbraucher. Ein Sortiment von Nahrungsergänzungsmitteln, Homöopathika, Medizinprodukten sowie Kosmetika ergänzt diesen Kernbereich.

Die Produkte werden über die Verkaufsorganisationen der Viatris-Gruppe für das In- und Ausland vermarktet. Schwerpunkte bei der Vermarktung der Madaus-Produkte sind Deutschland, die restlichen EU-Länder ohne Deutschland, der Nahe Osten und Asien.

Auch in diesem Jahr wurden verschiedene große Projekte gestartet, weiterbearbeitet oder erfolgreich abgeschlossen.

Der Fokus lag hierbei auf folgenden Projekten:

Erfolgreicher Abschluss des Projekts Transfer des Produkts Allopurinol von einem Lohnhersteller in die Produktion der Madaus GmbH inkl. Start der Routineproduktion

Erfolgreicher Abschluss des Projekts Transfer des Produkts Sertralin von einem Lohnhersteller in die Produktion der Madaus GmbH inkl. Start der Routineproduktion

II. Wirtschaftsbericht

1. Investitionen

Die Madaus hat im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt TEUR 13.228 investiert. So wurden u.a. folgende größere Zugänge im Anlagevermögen realisiert: 2 Blister-Linien (zusammen ca. Mio. EUR 3,2), Coater (ca. Mio. EUR 1,3), Ersatz für Container System (ca. Mio. EUR 0,9), High Shear Mixer für Betahistine (ca. Mio. EUR 0,8), Abfüllanlage LK600 (ca. Mio. EUR 0,8), Kartonier-Maschine (ca. Mio. EUR 0,8), Serialisierung IMA C80 (ca. Mio. EUR 0,6) sowie HVAC für TH 506/TH 507 (ca. Mio. EUR 0,6) und Ersatz Lüftungskanäle (ca. Mio. EUR 0,6). Darüber hinaus gab es zahlreiche kleinere Investitionen von weniger als Mio. EUR 0,6.

2. Personal

Am 31. Dezember 2023 betrug der Personalbestand 378 Mitarbeiter/innen zuzüglich 9 Auszubildende und 10 Praktikanten/innen. Im Jahr 2023 wurden 81 Mitarbeiter/innen, 4 Auszubildende und 17 Praktikanten/innen neu eingestellt.

3. Produktion

Im Werk Troisdorf wurden im Berichtsjahr 2023 ca. 39 Millionen Fertigeinheiten produziert im Vergleich zu 33 Millionen Packungen im Vorjahr. Für das laufende Jahr 2024 werden weiter steigende Mengen erwartet. Insgesamt wurden 2,0 Milliarden Einzeldosen (Tabletten, Kapseln und umgerechnete Einzeldosen für flüssige und halbfeste Produkte) hergestellt, was eine Steigerung um ca. 10 % zum Vorjahr bedeutet.

Wie in den Vorjahren wurde auch im Jahr 2023 an Projekten zum Transfer von Produkten an den Standort in Troisdorf gearbeitet. Weitere Transfers sind für das Folgejahr 2024 bereits beschlossen.

Eine Reihe von Investitionsprojekten wurde im Jahr 2023 umgesetzt und wird teilweise in 2024 fortgesetzt. Zum Beispiel wurde die Erweiterung der Herstellung zwischen Produktionsgebäude und Lager in Betrieb genommen. Zudem wurden Tablettenpressen ausgetauscht und ein Endverpacker an einer Blisterlinie aufgestellt. Im Jahr 2024 sind unter anderem eine neue Blisterlinie und eine neuer Mischgranulator eingeplant, um die Kapazitäten zu erhöhen.

4. Beschaffung

4.1 Qualitätsmanagement

Im Jahr 2023 wurde das Unternehmen weder von einer nationalen noch internationalen Behörde inspiziert. Beobachtungen aus vorhergehenden Inspektionen wurden alle innerhalb des vorgegebenen Zeitraums abgeschlossen.

Verschiedenste qualitätsrelevante Kennzahlen wurden bzw. werden monatlich ermittelt. Prozesse wie die fristgerechte Erstellung von PQRs oder Bearbeitung von Reklamationen lagen über das gesamte Jahr im grünen Bereich, d.h. >90 %. Andere Kennzahlen wie zum Beispiel die termingerechte Bearbeitung von Stabilitätsprüfungen haben sich zum Vorjahr hin verbessert. Die Bewertung dieser Kennzahlen erfolgt kontinuierlich in diversen Gremien auf lokaler, regionaler und globaler Ebene. Bei jeder Abweichung von den definierten Mindestwerten sind sofortige Gegenmaßnahmen einzuleiten und in Sanierungs-Plänen zu dokumentieren.

Im Jahr 2023 wurden zeitgleich mehrere signifikante Applikationen erfolgreich eingeführt:

a. globales Warenwirtschaftssystem (SAP)

b. globales Dokumentationssystem (D2)

c. globales Labordatenmanagementsystem (Labware) mit den Modulen

Lot Management

Stabilitätsstudien

Weitere zwei Module wurden im 4. Quartal 2023 gestartet.

d. globales Trainingssystem (MyUniversity)

Des Weiteren wurden analytische Projekte im Rahmen von Produkttransfers in unterschiedlichen Wirkstärken für die Produktgruppen Allopurinol, Betahistine, Azelastine / Fluticason Nasenspray und Sertralin am Standort erfolgreich abgeschlossen. Weitere Projekte u.a. für die Produktgruppen/Produkte Nicergolin und Moxonidin starteten.

Weiterhin wurden zwischen Januar und Dezember 2023 insgesamt 22 Projekte für bereits etablierte Produkte zur Markterweiterungen, Prozessoptimierungen oder aufgrund von neuen Wirkstoffquellen gestartet und/oder abgeschlossen. Beispiele hierfür sind Reparil Gel Gehalt, Zopiclon 7.5mg Gehalt, Uralyt Citrat Gehalt

Aufgrund der hohen Anzahl von Projekten wurden mehr als 2.000 Qualifizierungs- und Validierungsberichte durch Mitarbeiter des Bereichs Qualitätsmanagement erstellt, geprüft und freigegeben.

4.2 Lager-, Beschaffungs- und Vorratspolitik

Das Lager im Werk Troisdorf ist mit einem Hochregallager (ca. 10.800 Stellplätze) und den zur ordnungsgemäßen Nutzung notwendigen Flurförderfahrzeugen ausgestattet. Einrichtungen und Abläufe entsprechen den GMP-Standards.

Die durchschnittliche Lagerreichweite beträgt 5,1 Monate (Vorjahr: 5,1 Monate), die Lagerumschlagshäufigkeit liegt bei 2,3 (Vorjahr: 2,4). Die Berechnung von Lagerreichweite und Lagerumschlagshäufigkeit wurde wie im Vorjahr auf Basis der US-GAAP-Bilanzierung durchgeführt. Aus Gründen der Vollständigkeit wurden die Costs of Goods Sold anstelle des HGB-Materialaufwands verwendet.

Die Beschaffungspolitik ist in erster Linie gekennzeichnet durch Bündelungen der Bedarfe aufgrund der Vorausschaurechnung. Hierbei wird unterschieden in die Bereiche Vertrieb Ausland und Auftragsherstellung der deutschen Produkte. Bei der Planung des Vertriebs Ausland wird aufgrund der Vorausschau sowie der vorliegenden Aufträge eine hohe Bündelung bei den Fertigwaren, Packmitteln und Rohstoffen erreicht. Bei kritischen oder gutgängigen Rohstoffen werden Einzelbestellungen bereits für das komplette Jahr oder über entsprechende Kontrakte geschlossen, zum Teil mit einer Reichweite von mehr als zwölf Monaten (bei pflanzlichen Anbauprodukten); die Mengenabrufe hieraus erfolgen bedarfsorientiert.

Die Bestellungen werden von Mylan Ireland Limited übermittelt, die die Hub-Funktion übernommen hat. Es wird auftragsbezogen produziert und an das zentrale Distributionszentrum der MEDA Pharma GmbH & Co. KG geliefert. In der Lieferkette werden Bündelungen mit der Produktion von Waren für den Vertrieb Ausland vorgenommen.

4.3 Marktsituation

Aufgrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Lage und der Auswirkungen des anhaltenden Ukraine-Konflikts, zusammen mit hoher Inflation, gehen wir weiterhin von steigenden Bezugspreisen aus. Diese Auswirkungen können zum Teil durch europaweite Ausschreibungen und Vertragsverhandlungen in Zusammenarbeit mit unseren globalen Viatris-Einkäufern gemildert werden.

4.4 Versorgungslage bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen

Signifikante Versorgungsengpässe traten bei Madaus im Geschäftsjahr 2023 durch aktives Beschaffungsmanagement nicht auf.

Die Versorgungslage hat sich im Jahr 2023 etwas entspannt, ist jedoch weiterhin nicht auf einem normalen Niveau im Vergleich zu 2019. Es konnte die Versorgung durch Beschaffung auf internationalen Märkten sowie durch die Etablierung neuer Lieferanten und Artikel sichergestellt werden. Die Preise sind jedoch gestiegen.

Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wird die Mehrzahl der Packmittel bei durchschnittlich zwei Lieferanten beschafft. Für die wichtigen Rohstoffe und Wirkstoffe (API) gibt es, wo es möglich ist, einen "Second-Source-Lieferanten".

4.5 Energien

Durch langfristige Verträge konnten die Bezugspreise für Strom bis Ende 2023 nahezu konstant gehalten werden. Im Jahr 2020 wurde eine Ausschreibung durchgeführt, durch die die Strompreise für die Jahre 2022 und 2023 relativ stabil gehalten werden konnten. Die Gaspreise waren ebenso für das Jahr 2023 vertraglich fixiert.

Im Jahr 2021 haben wir einen Vertrag mit dem Verband der Energieabnehmer abgeschlossen. Dieser hat für einen Pool von Kunden Strom und Gas mittels Tranchen-Beschaffung für das Belieferungsjahr 2024 bezogen. Im Jahr 2024 werden die Preise für Strom und Gas sehr stark ansteigen. Grund dafür ist der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und die dadurch gestiegenen Preise auf den Strom- und Gasmärkten.

Eine Gasmangellage wird für 2024 nicht erwartet.

Im Jahr 2023 gab es eine Einsparoffensive am Standort. Hier wurden umfangreiche Maßnahmen getroffen, um den Strom- und Gasverbrauch zu reduzieren. Ein Teil der Maschinen in der Produktion benötigt Prozesswärme und somit Gas, ein anderer Teil Strom. Zusätzlich wird Gas auch für das Heizen von Gebäuden benötigt, z.B. im Produktionsgebäude, in der Qualitätskontrolle, im Hochregallager und in den Büros. Dabei sind die GMP-Mindestanforderungen an die Temperaturen im jeweiligen Bereich zu beachten.

4.6 Kontraktsituation

Langfristige Verträge bestehen mit verschiedenen Lieferanten zur Sicherung des Rohstoff- und Packmittelbedarfs. Teilweise werden Produkte in Kampagnen produziert und vom Lieferanten vorrätig gehalten, hierzu wurden in Zusammenarbeit mit Global Sourcing, Vereinbarungen über entsprechende Lagerhaltung getroffen

Um die Versorgung von Wirkstoffen sicherzustellen, wurden Bestellungen frühzeitig über den Gesamtjahresbedarf platziert.

4.7 Konsignationslager

Durch die Weiterführung der implementierten Konsignationsläger und Rahmenkontraktläger für hochpreisige Rohstoffe und Packmittel konnten wir die sofortige Verfügbarkeit weiterhin garantieren.

5. Umsatz- und Auftragsentwicklung

5.1 Umsatzentwicklung nach Märkten

2023 Vorjahr Delta 2023-2022
TEUR % TEUR % TEUR %
Deutschland -502 -0,3 4.527 3,3 -5.029 -111,1
EU ohne Deutschland 104.252 58,0 70.181 51,5 34.071 48,5
Afrika/Naher Osten 24.998 13,9 23.130 16,9 1.868 8,1
Asien 26.824 14,9 21.784 16,0 5.040 23,1
Übriges Europa 17.135 9,5 10.442 7,6 6.693 64,1
Amerika 7.064 3,9 6.198 4,5 866 14,0
Australien 129 0,1 287 0,2 -158 -55,1
Netto-Umsatz 179.900 100,0 136.549 100,0 43.351 31,7

Die Umsatzerlöse 2023 liegen mit TEUR 179.900 signifikant über dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber 2022 ist noch zum Teil auf die Beendigung der Corona-Einschränkungen zurückzuführen, andererseits gab es spezielle regionale Effekte, insbesondere im EU-Europa und im übrigen Europa, hier insbesondere in der Schweiz, aber auch in Asien, die für diese Entwicklung ursächlich sind. Das wird auch insbesondere bei den Abweichungen innerhalb der Produktgruppen deutlich.

Deutschland

Der im Vergleich zur positiven Gesamt-Umsatzentwicklung hohe Umsatzrückgang in Deutschland (Mio. EUR 5,0) beruht im Wesentlichen auf einem Sondereffekt aus der Verlagerung der Distributionstätigkeit für den deutschen Markt von der MEDA Pharma GmbH & Co KG in Bad Homburg zur Mylan Ireland Ltd. in Irland. Diese strukturelle Veränderung wurde im Dezember 2021 gestartet und hat sich überwiegend in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 ausgewirkt. Die Umsätze mit Kunden in der EU ohne Deutschland haben sich entsprechend erhöht.

EU ohne Deutschland

Gegenüber dem Vorjahr sind die Umsätze im EU-Wirtschaftsraum signifikant um ca. Mio. EUR 34,1 gestiegen. Der Umsatzanstieg ist maßgeblich bestimmt durch die bereits erwähnte Umstrukturierung der Distributionstätigkeit für den deutschen und den europäischen Markt. Die Umsätze mit Mylan Ireland Ltd. haben sich extrem positiv entwickelt (Mio. EUR 34,1). Zusätzlich haben sich die Märkte in Österreich (Mio. EUR 2,0) und Italien (Mio. EUR 1,2) positiv entwickelt. In beiden Ländern wurden auch im Geschäftsjahr 2023 nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder höhere Umsätze erzielt. Die Umsätze in Italien wurden überwiegend positiv durch den Umsatzanstieg bei den Madaus-Produkten Legalon, Agiolax und Reparil beeinflusst.

Der Anteil der Region am Gesamtumsatz von Madaus hat mit 58,0 % gegenüber 2022 signifikant zugenommen.

Afrika/Naher Osten

2023 war ähnlich wie die Vorjahre weiterhin durch sehr hohe Umsätze geprägt. Die Region Afrika/Naher Osten konnte den Umsatz aber ähnlich wie einige der anderen Märkte leicht um Mio. EUR 1,9 steigern und ist weiterhin ein wichtiger Umsatzmarkt für die Madaus GmbH mit einem leicht gesunkenen Anteil am Gesamtumsatz gegenüber 2022 (13,9 %). Hauptursache für das nach wie vor hohe Umsatzniveau war das Geschäft mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Umsätze betrugen ca. Mio. EUR 9,1, ein Anstieg von ca. Mio. EUR 6,4 zum Vorjahr. Die Umsätze mit dem seit 2017 bestehenden Vertriebspartner in Saudi-Arabien beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf Mio. EUR 11,7 und sind gegenüber dem Vorjahr nur leicht um ca. Mio. EUR 0,9 zurückgegangen (Vorjahr: Mio. EUR 12,6).

Asien

In der Region Asien sind die Umsätze signifikant um Mio. EUR 5,0 angestiegen. Dieser Umsatzanstieg wurde im Wesentlichen durch die Entwicklung in den Ländern China (Mio. EUR +4,9) und Thailand (Mio. EUR +2,5) verursacht. Der signifikante Umsatzanstieg in China wurde im Geschäftsjahr 2023 u.a. durch einen neuen Vertriebspartner verursacht, mit dem die Geschäftsbeziehung im Geschäftsjahr 2023 gestartet wurde. Zusätzlich sind aber auch in China die Umsätze wegen der zu Ende gehenden Corona-Pandemie angestiegen. Gegenläufig haben sich die Umsätze mit Kunden in Singapur um ca. Mio. EUR 1,1 und den Philippinen um ca. Mio. EUR 1,0 reduziert.

Auch wegen des Umsatzanstiegs im Geschäftsjahr 2023 ist die Bedeutung der Region weiterhin sehr hoch. Die Region konnte ihren Anteil am Gesamtumsatz zwar nicht ganz halten (Rückgang von 16,0 % auf 14,9 %), nimmt aber im Umsatz-Ranking jetzt Platz 2 ein. Für das nächste Jahr 2024 werden konstante Umsätze erwartet.

Übriges Europa

Auch in der Region übriges Europa sind die Umsätze signifikant um Mio. EUR 6,7 von Mio. EUR 10,4 auf Mio. EUR 17,1 angestiegen. Dieser Umsatzanstieg wurde im Wesentlichen in einem Land verursacht. In der Schweiz stiegen die Umsätze um ca. Mio. EUR 6,0. Auch in der Türkei sind die Umsätze wieder um Mio. EUR 1,3 gestiegen, im Wesentlichen verursacht durch den Anstieg des API Produkts Acemetacin.

Amerika

Der leichte Umsatzanstieg in der Region Amerika um Mio. EUR 0,9 ist überwiegend durch Mexiko bedingt (Mio. EUR 4,3). Gegenläufig dazu sanken in Brasilien dagegen die Umsätze signifikant um ca. Mio. EUR 3,7. Insgesamt aber verringerte sich der Umsatzanteil Amerikas auf niedrigem Niveau von 4,5 % auf 3,9 %.

5.2 Umsatzentwicklung nach Produkten

2023 Vorjahr Delta 2023-2022
TEUR % TEUR % TEUR %
Legalon/Silymarin 44.278 27,2 26.918 20,8 17.360 64,5
Reparil/Aescin 26.479 16,2 27.426 21,2 -947 -3,5
Urologika 26.365 16,2 20.026 15,4 6.339 31,7
Agiolax/Agiocur 10.535 6,4 14.292 11,0 -3.757 -26,3
Clozapine 10.360 6,4 2.609 2,0 7.751 297,1
Salviathymol 7.274 4,5 1.564 1,2 5.710 365,1
Allergodil/Azelastin 6.772 4,2 6.590 5,1 182 2,8
Acemetacin 5.338 3,3 3.445 2,7 1.893 55,0
Etofenamat 4.796 2,9 4.360 3,4 436 10,0
Kamillosan 3.674 2,3 4.029 3,1 -355 -8,8
Cyklokapron 3.120 1,9 1.778 1,4 1.342 75,5
Zopiclon 2.229 1,4 0 0,0 2.229 100,0
Dona 2.200 1,3 1.283 1,0 917 71,5
Salviagalen 1.631 1,0 2.867 2,2 -1.236 -43,1
Acnatac 1.315 0,8 1.437 1,1 -122 -8,5
Echinacin 995 0,6 275 0,2 720 261,8
Torem 902 0,6 759 0,6 143 18,8
Calcigen D 872 0,5 1.986 1,5 -1.114 -56,1
Pravidel/Parlodel 649 0,4 721 0,6 -72 -10,0
Diacard 460 0,3 330 0,3 130 39,4
Cibacen 402 0,2 0 0,0 402 100,0
Biral 271 0,2 1.012 0,8 -741 -73,2
Imovane 244 0,1 813 0,6 -569 -70,0
Mucofalk 169 0,1 344 0,3 -175 -50,9
Sonstige 1.630 1,0 4.475 3,5 -2.845 -63,6
Produktumsatz 162.960 100,0 129.339 100,0 33.621 26,0
Nebenumsätze 16.940 7.210 9.730
Gesamtumsatz 179.900 136.549 43.351

Bei den Nebengeschäften handelt es sich um Konzerndienstleistungen mit verbundenen Unternehmen.

Grundsätzlich sind die Inlands-Umsätze der Produktgruppe Urologika stark durch Rabattverträge mit Krankenkassen bestimmt. Veränderungen (Gewinn neuer Rabattverträge, Auslaufen und Verlust alter Rabattverträge) bestimmen daher maßgeblich die Umsatzentwicklung bei diesen Produkten. Bei den Urologika hat sich der Umsatz signifikant zum Vorjahr erhöht. Als Gesellschaft mit Fokus auf der Herstellungsfunktion hängt die Inlands-Umsatzentwicklung der Madaus GmbH vollständig von der Performance des deutschen Vertriebs ab.

Die TOP-5-Produkte/-Produktkategorien haben sich im Geschäftsjahr 2023 mit Ausnahme der Produktgruppen Reparil und Agiolax/Agiocur positiv entwickelt. Den stärksten absoluten und prozentualen Anstieg verzeichneten die Produktgruppen Clozapin Fertigprodukte (prozentual) und Legalon/Silymarin (absolut). Der Umsatz der Produktgruppe Clozapin ist um TEUR 7.751 (297,1 %) auf TEUR 10.360 gestiegen, währenddessen die Produktgruppe Legalon/Silymarin um TEUR 17.360 (64,5 %) auf TEUR 44.278 gestiegen ist. Auf Platz 3 der TOP-5 Produkte hat sich die Produktgruppe Urologika im Geschäftsjahr 2023 geschoben, der Umsatzanstieg gegenüber Vorjahr betrug TEUR 6.339 bzw. 31,7 % auf TEUR 26.365. Die signifikante Umsatzerhöhung bei Legalon und den Urologika wurde überwiegend durch die hohen Verkäufe nach Irland an den Distributionspartner verursacht. Die Produktgruppe Reparil dagegen hat sich nur leicht negativ entwickelt (Mio. EUR -0,9/-3,5 %).

Bei den Produktgruppen, deren Produktion im Geschäftsjahr 2019 von der Schwestergesellschaft MEDA Manufacturing GmbH zur Madaus GmbH transferiert wurde, hat sich im Geschäftsjahr 2023 nur die Produktgruppe Kamillosan negativ entwickelt (TEUR -355, -8,8 %). Die Umsätze der Produktgruppen Etofenamat (TEUR +436, +10,0 %) - abhängig von der Vermarktung in Polen - und Acemetacin (TEUR +1.893, +55,0 %) haben sich im Geschäftsjahr 2023 dagegen deutlich erhöht. Diese positive Veränderung ist immer noch mit dem Auslaufen der Auswirkungen der Corona-Pandemie begründet. Der Umsatz mit der Produktgruppe Allergodil/Azelastin ist im Geschäftsjahr 2023 nur leicht gestiegen (TEUR 182, 2,8 %).

Weiterhin gilt, dass entscheidend für die teilweise bereits seit Jahrzehnten in verschiedenen Märkten befindlichen Produkte sein wird, dass - nach dem Abschluss der Upjohn-Integration - auch im neuen weltweiten Vertriebsumfeld der Viatris-Gruppe eine Produktpflege mit entsprechender Ressourcenallokation erfolgt. So können die obigen Produktgruppen immer noch das Rückgrat des "Madaus"-Exports darstellen und auch über die nächsten Jahre noch für ein entsprechendes Einkommen sorgen. Zusätzlich sorgen die chemisch-definierten Arzneimittel, die über Produkttransfers aus dem Viatris-Konzern zur Madaus GmbH verlagert wurden, für ein zweites Standbein, das an Bedeutung zulegt.

6. Wirtschaftliche Lage

6.1 Ertragslage

Als Produktionsgesellschaft des Viatris-Konzerns werden zur internen Steuerung der Gesellschaft insbesondere die Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresergebnis vor Beteiligungsergebnis (und vor Abführung/Übernahme) verwendet.

Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 sehr stark ansteigende Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 179.900 (Vorjahr: TEUR 136.549) sowie einen ebenfalls signifikant gestiegenen Jahresüberschuss vor Beteiligungsergebnis und Gewinnabführung in Höhe von TEUR 56.320 nach TEUR 36.830 im Vorjahr. Im Vorjahr wurden leicht steigende Umsätze bei einem proportional zum Umsatzanstieg erhöhten Jahresüberschuss vor Beteiligungsergebnis und Gewinnabführung prognostiziert. Die Planabweichung und die Abweichung zum Vorjahr ergeben sich insbesondere durch einen ungeplant starken Umsatzanstieg in den Märkten in Irland, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Schweiz und China. Zusätzlich hat sich das endgültige Auslaufen der Corona-Pandemie umsatzerhöhend ausgewirkt.

Hinsichtlich der Umsatzentwicklung verweisen wir auf die Ausführungen im obenstehenden Abschnitt "5. Umsatz- und Auftragsentwicklung".

Der Rohgewinn (Umsatz zu-/abzüglich Bestandsveränderungen und Materialaufwand) hat sich um TEUR 29.430 auf TEUR 117.663 erhöht (Vorjahr: TEUR 88.233). Dabei hat sich die Rohgewinnquote (Anteil des Rohgewinns an den Umsätzen und der Bestandsveränderung) im Wesentlichen aufgrund eines geänderten Produktmixes von 61,8 % auf 62,7 % erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit TEUR 6.699 (Vorjahr: TEUR 6.721) etwa auf dem Niveau des Vorjahres und sind im Wesentlichen geprägt von Kursgewinnen in Höhe von TEUR 5.294 (Vorjahr: TEUR 2.627).

Der Aufwand für Löhne und Gehälter liegt mit TEUR 22.918 bei einer um 36 auf 374 gestiegenen durchschnittlichen Beschäftigtenzahl über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 20.361). Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Ursächlich hierfür war insbesondere die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aufgrund einer stark reduzierten Anzahl an Pensionsempfängern. Insgesamt hat sich damit der Personalaufwand mit TEUR 27.822 gegenüber TEUR 30.417 im Vorjahr deutlich reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deutlich um TEUR 12.664 auf TEUR 38.149 (Vorjahr: TEUR 25.485) angestiegen. Dies beruht unter anderem auf gestiegenen Kosten für Konzernumlagen und auch gestiegenen Kosten für Leiharbeitskräfte.

6.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 47.785 auf TEUR 577.743 erhöht (Vorjahr: TEUR 529.958). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist auf 31,1 % (Vorjahr: 32,5 %) gesunken. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 45,1 % (Vorjahr: 49,2 %).

Die Erhöhung der Sachanlagen um TEUR 8.070 auf TEUR 55.480 (Vorjahr: TEUR 47.410) ergibt sich aus Zugängen von TEUR 13.215, die die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.756 und Buchwert-Abgänge von TEUR 388 überstiegen haben. Zu den Zugängen siehe die Erläuterungen im obenstehenden Abschnitt zu den Investitionen.

Die Vorratsbestände valutieren mit TEUR 52.809 (Vorjahr: TEUR 40.887) deutlich über dem Niveau des Vorjahres, da Halbfertig- und Fertig-Erzeugnisse wegen noch durchzuführender Abnahmen durch den Qualitätsbereich nicht im alten Jahr abverkauft werden konnten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich wie folgt verändert:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Delta
TEUR
Cash-Pooling 0 3.653 -3.653
Darlehensforderung gegen Gesellschafterin 270.555 270.555 0
Zinsen/Sonstiges gegen Gesellschafterin 12.918 0 12.918
Ergebnisübernahmen Tochtergesellschaften 3.511 4.028 -517
Lieferungen und Leistungen 39.915 23.515 16.400
326.900 301.751 25.149

Der Cash-Pooling-Saldo war im Vorjahr mit TEUR 3.653 positiv, im Berichtsjahr wird der negative Saldo (TEUR 28.055) bei den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Veränderung der Cash-Pooling-Salden als Teil des Finanzmittelfonds ist im untenstehenden Abschnitt zur Finanzlage erläutert.

Die der Rottapharm | Madaus GmbH gewährten Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2024, zwischenzeitlich bis zum 30. Juni 2026 verlängert (TEUR 235.500) bzw. 14. Mai 2028 (TEUR 35.055) und werden in 2023 beide mit 3 % verzinst.

Der deutliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Konzernunternehmen betrifft vor allem das Schwesterunternehmen Mylan Ireland Ltd. in Irland und resultiert aus einem ansteigenden Umsatz und aus erteilten Transferpreisbelastungen vor dem Bilanzstichtag im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

Der Rückgang der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen um TEUR 4.032 auf TEUR 67.177 (Vorjahr: TEUR 71.209) ist insbesondre auf eine deutlich verminderte Anzahl an Leistungsempfängern zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 2.545 auf TEUR 8.290 betrifft vor allem Rückstellungen im Zusammenhang mit Personalkosten sowie Kundenboni im Ausland.

Die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten sind aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um TEUR 2.597 auf TEUR 10.123 angestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich wie folgt verändert:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Delta
TEUR
Gewinnabführung an Gesellschafter 59.832 40.837 18.995
Verlustübernahme von Tochtergesellschaften 0 21 -21
Darlehen Pharmazeutische Union GmbH 135.413 135.413 0
Cash-Pooling 28.055 0 28.055
Sonstige Verbindlichkeiten 2.708 72 2.636
Lieferungen und Leistungen 5.086 5.266 -180
231.094 181.609 49.485

Das Darlehen der Pharmazeutische Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2024, wurde zwischenzeitlich bis zum 30. Juni 2026 verlängert und wird mit 3 % verzinst.

Die Veränderung des Cash-Pool-Saldos (mit der Mylan Luxembourg 2 S.a.r.l., Luxemburg, als Cash-Pooling-Führerin) als Teil des Finanzmittelfonds ist im nachfolgenden Abschnitt zur Finanzlage erläutert.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 2.810 auf TEUR 398 resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall des im Vorjahr in außergewöhnlicher Höhe enthaltenen Saldos eines kreditorischen Debitors.

6.3 Finanzlage

Das Anlagevermögen ist durch langfristiges Kapital (Eigenkapital) gedeckt.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet neben dem Kassenbestand und dem Guthaben bei Kreditinstituten auch Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegenüber verbundenen Unternehmen. Er hat sich wie folgt verändert:

TEUR TEUR
Finanzmittelbestand am 1. Januar 2023 5.830
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 18.535
Cashflow aus Investitionstätigkeit -8.905
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -42.390
Cashflow gesamt -32.760
Finanzmittelfonds am 31. Dezember 2023 -26.930

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert insbesondere aus Zinszahlungen von verbundenen Unternehmen sowie den von Tochtergesellschaften im Rahmen von Ergebnisabführungsverträgen übernommenen Gewinnen des Vorjahres. Gegenläufig haben sich Mittelabflüsse aus den Investitionen in das Anlagevermögen ausgewirkt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet die jährliche Abführung des Vorjahresergebnisses sowie Zinszahlungen an verbundene Unternehmen.

Die Gesellschaft ist in Cash-Pooling-Beziehungen eingebunden, bei denen seit 2021 nur noch die Mylan Luxembourg 2 S.a.r.l., Luxemburg, als Cash-Pool-Führerin fungiert.

Investitionen werden im Wesentlichen aus dem laufenden Geschäft bestritten.

III. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren sind für die Geschäftsführung unter anderem die Bereiche Mitarbeiterentwicklung, Umweltschutz, Lean Management und Aufrechterhaltung hoher Qualitätsstandards von großer Bedeutung, auch wenn diese nicht unmittelbar zur Unternehmenssteuerung eingesetzt werden, wodurch eine Bestimmung konkreter Zielgrößen nicht möglich ist.

Im Audit-Jahr 2023 wurde die Madaus GmbH weder von einer nationalen noch einer internationalen Behörde auditiert.

Madaus hatte keinen Störfallbetrieb laut Störfallverordnung. Die Abwässer aus der Herstellung unterliegen einer laufenden Überwachung (Eigenüberwachung und durch die entsprechende Wasserbehörde) und die Messergebnisse zeigten im Geschäftsjahr keine Auffälligkeiten. Dies entspricht den Erwartungen der Geschäftsleitung.

IV. Risikomanagementsystem

Als pharmazeutisches Unternehmen ist die Madaus GmbH verschiedenen Risiken ausgesetzt.

Mehr als 20 % des Umsatzes werden immer noch mit Drittkunden erwirtschaftet, zum Teil auch in Fremdwährung. Hierdurch ergeben sich Forderungsausfall- und Wechselkursrisiken. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken unter anderem durch eine Warenkreditversicherung, die die Forderungen eines Teils der Drittkunden abdeckt.

Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken sind für die Madaus GmbH von untergeordneter Bedeutung. Die Produkte sind seit Jahrzehnten gut im Markt eingeführt und zählen überwiegend zum Bereich OTC (Over the Counter - nicht verschreibungspflichtige Medikamente), so dass mögliche Preisänderungen eher unwahrscheinlich sind. Das Unternehmen besitzt durch die Geschäftserfolge der vergangenen Jahre eine sehr gute Finanzkraft und ist zudem in den Viatris-Konzern eingebunden, damit ist auch das Liquiditätsrisiko momentan als gering einzustufen.

V. Voraussichtliche Entwicklung sowie Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Nach der Schließung des Werks der Schwestergesellschaft MEDA Manufacturing GmbH in Köln-Mülheim ist der Transfer der Produkte zur Madaus GmbH und damit das Transferprojekt abgeschlossen. Insgesamt ist das Projekt erfolgreich beendet worden. Im Konzern hat dieses Signal dazu geführt, dass mehr und mehr darüber nachgedacht wird, weitere Produkte in die Madaus GmbH zu transferieren. So wurden z.B. im Geschäftsjahr 2023 die Produktgruppen Clozapin und Zopiclone in die Produktion der Madaus GmbH integriert, die vorher durch eine Schwestergesellschaft in Irland hergestellt wurden. Danach werden noch einige weitere Produktgruppen in 2024/2025 folgen.

Das Geschäftsjahr 2023 steht immer noch wie das Vorjahr ganz im Zeichen der Konsolidierung des Zusammenschlusses der Mylan-Gruppe mit Upjohn, einer Pfizer-Sparte, zur Viatris-Gruppe und der anstehenden Integration der Madaus in den neuen Konzern.

Die gesetzgeberischen Rahmenbedingungen werden den Arzneimittelmarkt weiterhin stark im Hinblick auf eine Kostendämpfung zugunsten der Kostenträger, insbesondere der GKV, regulieren. Inwieweit das Auslaufen der Corona-Pandemie darauf einen Einfluss hat, bleibt noch abzuwarten. Die Einflüsse auf unser Gesamtgeschäft (Umsatz und Ergebnis) sind im Geschäftsjahr 2024 allerdings als nicht signifikant einzuschätzen.

Der Konzern reagiert auf diese wiederkehrenden und komplexen Veränderungen der Rahmenbedingungen mit einer spezialisierten Marktbeobachtung und Analyse, mit deren Hilfe Chancen und Risiken der einzelnen Produkte fortlaufend bewertet und modelliert werden. Weitere zielgerichtete Aktivitäten für strategisch wichtige Wachstumsprodukte im RX- und CX-Bereich werden zu einer deutlichen Marktstärkung der Produkte im deutschen Pharmamarkt führen.

Durch die genannten Maßnahmen und Aktivitäten sowie durch den anstehenden Abschluss der Integration in den Viatris-Konzern sieht sich das Unternehmen im Wettbewerb für das Jahr 2024 und die Folgejahre gut positioniert.

Die aufgrund des LEAN-Konzepts installierten Prozesse im Werk Troisdorf wurden und werden weitergeführt, um die erforderliche Kosteneffizienz zu sichern. Der Konzern hat das Programm VIOS (Viatris Integrated Operating System) eingeführt, an dem auch die Madaus teilnimmt. Die Zielsetzung von VIOS ist, mit Hilfe von kleinen Projekten, die von "Yellow oder Green Belts" geführt werden, die Effizienz zu verbessern.

Durch die Zugehörigkeit zur Viatris-Gruppe ist das Unternehmen weiter stark von der Auftragserteilung durch Schwestergesellschaften abhängig. Der Absatz am Markt wird bestimmt von der Außendienstintensität und dem Marketing der Viatris-Gruppe, deren Produktstrategie und Vermarktung.

Dadurch werden die Vertriebsaktivitäten vollständig von der Viatris-Gruppe sowohl im Inland als auch im Ausland durchgeführt. Vor allem in China wird das Unternehmen vom Zusammenschluss mit der Pfizer-Sparte Upjohn profitieren, da Upjohn in China über sehr ausgeprägte Vertriebsstrukturen verfügt.

Durch den teilweisen Direktvertrieb ins Ausland und die damit verbundenen Risiken im Devisen- und Zinsbereich sowie durch politische Risiken und Konjunkturschwankungen in den einzelnen Ländern kann es zu Auswirkungen auf die Produktionsauslastung und auf das Gesamtergebnis des Unternehmens kommen. Der aktuelle Ukraine-Krieg hat dabei nur wenig Auswirkungen auf die Madaus GmbH, da es keine direkten Verkäufe in die Ukraine gibt und in Russland nur eine Schwestergesellschaft mit unseren Produkten beliefert wird.

Durch regelmäßige Besprechungen und insbesondere durch ein etabliertes CAPA (Corrective Action, Preventive Action)-System werden die Auswirkungen von Fehlern minimiert und zukünftig vermieden.

Zusätzliche Chancen ergeben sich im Exportgeschäft durch die Existenz von weiteren Viatris-Gesellschaften bzw. durch neue Partnerschaften mit den bereits zur Viatris-Gruppe gehörenden Gesellschaften. Auch mit Hilfe der sog. Repatriierung kann die Madaus GmbH zusätzliche Chancen im Bereich der Lohnfertigung zur noch besseren Auslastung des Standorts Troisdorf nutzen. Es gibt bereits einige vielversprechende Projekte zum Insourcing von Lohnfertigungsleistungen.

Risiken bestehen in der Wechselkursentwicklung, die direkt Einfluss auf Umsatz und Kundennachfrage haben, sowie internationale politische Risiken, insbesondere in Südamerika und im Nahen Osten.

Forderungen sind zum Teil abgesichert über eine Warenkreditversicherung, die jedoch nicht in allen Ländern möglich ist, insbesondere nicht für politisch instabile Länder. Für diese Länder besteht ein Forderungsrisiko.

Das angewandte Geschäftsmodell innerhalb des Viatris-Konzerns führt zu einer Abhängigkeit von den Konzern-Geschäftspartnern. Devisenbeschränkungen bzw. Devisenfreigaberegelungen können das Geschäft negativ, aber auch positiv beeinflussen. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere staatliche Eingriffe in die Gesundheitssysteme geben; die Einflüsse auf unser Gesamtgeschäft (Umsatz und Ergebnis) sind allerdings als eher gering einzuschätzen.

Das Auslandsgeschäft mit Drittkunden für das ursprüngliche Madaus-Portfolio wird in 2024 - aller Wahrscheinlichkeit nach - etwa auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr ausfallen. Umsatzstärkste Regionen bleiben damit die Regionen Fernost (China und Korea) sowie der Nahe Osten. Der Umsatz aus dem Auslandsgeschäft mit verbundenen Unternehmen wird im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht ansteigen. In Summe wird für das Auslandsgeschäft insgesamt mit leicht steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

Bereinigt um den Umsatz mit Handelswaren wird das Inlandsgeschäft auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Die Madaus bedient den deutschen Markt über die Mylan Ireland Ltd. in Irland, die den Vertrieb steuert.

Die Corona-Pandemie hat sich in 2024 bis zum Zeitpunkt der Berichtserstellung auf der Beschaffungs- und der Absatzseite nicht mehr ausgewirkt. Auch das Ergebnis ist durch die Corona-Pandemie nicht beeinflusst worden. Im Geschäftsjahr 2024 wurde bei der Madaus GmbH bis zum Ende des Aufstellungszeitraums des Jahresabschlusses keine Kurzarbeit angemeldet. In der Zukunft erwarten wir keine Auswirkungen auf den Absatz unserer Produkte und das Ergebnis aufgrund der Corona-Pandemie.

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine wird sich nicht negativ auf unsere Absatzmärkte auswirken, da die Umsätze in Russland und der Ukraine relativ gering sind. Es bleibt abzuwarten, ob die Gasversorgung aus diesem Grund negativ beeinflusst wird. Das wird in unserer Planung für 2024 auch so berücksichtigt.

Insgesamt erwarten wir aufbauend auf der aktuellen Finanz- und Ertragslage sowie den dargestellten Chancen und Risiken für das kommende Geschäftsjahr 2024 einen leicht steigenden Gesamt-Umsatz im einstelligen Bereich bei einem sich proportional zum Umsatzanstieg erhöhenden Jahresüberschuss (vor Beteiligungsergebnis).

 

Köln, den 11. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

gez. Rainer Weiß

gez. Dr. Jürgen Mahling

gez. Marc Zimmer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.293.134,67 2.830
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.400.556,52 14.386
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.098.597,77 18.250
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.153.620,41 4.251
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.827.639,76 10.523
55.480.414,46 47.410
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 122.075.710,08 122.076
179.849.259,21 172.316
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.328.102,56 17.220
2. Unfertige Erzeugnisse 18.715.356,26 10.868
3. Fertige Erzeugnisse 12.720.681,44 12.748
4. Geleistete Anzahlungen 45.264,21 51
52.809.404,47 40.887
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.993.823,96 12.647
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 326.900.195,25 301.751
3. Sonstige Vermögensgegenstände 9.564,54 39
343.903.583,75 314.437
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.124.868,46 2.177
397.837.856,68 357.501
C. Rechnungsabgrenzungsposten 56.205,95 141
577.743.321,84 529.958

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 16.601.000,00 16.601
II. Kapitalrücklage 244.053.493,52 244.053
III. Gewinnvortrag 7.009,54 7
260.661.503,06 260.661
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 67.176.982,00 71.209
2. Sonstige Rückstellungen 8.290.271,44 5.745
75.467.253,44 76.954
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.122.772,29 7.526
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 231.093.744,58 181.609
3. Sonstige Verbindlichkeiten 398.048,47 3.208
davon aus Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 510)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.794,53 (Vorjahr: TEUR 24)
241.614.565,34 192.343
577.743.321,84 529.958

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 179.899.596,57 136.549
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.819.690,52 6.284
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.698.597,33 6.721
davon aus Währungsumrechnung: EUR 5.293.949,55 (Vorjahr: TEUR 2.627)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 67.458.115,34 50.436
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.597.700,31 4.164
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.917.988,65 20.361
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.904.010,95 10.055
davon für Altersversorgung: EUR 533.363,78 (Vorjahr: TEUR 6.286)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.208.649,01 4.914
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 38.149.243,25 25.485
davon aus Währungsumrechnung: EUR 5.781.125,94 (Vorjahr: TEUR 2.891)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.511.481,34 4.028
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.511.481,34 (Vorjahr: TEUR 4.028)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.434.026,75 8.149
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 8.434.026,75 (Vorjahr: TEUR 8.149)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 21
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 21)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.188.536,17 5.380
davon aus Aufzinsung: EUR 926.887,00 (Vorjahr: TEUR 1.237)
davon an verbundene Unternehmen: EUR 4.261.649,17 (Vorjahr: TEUR 4.133)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 35.292,15 0
13. Ergebnis nach Steuern 59.903.856,68 40.915
14. Sonstige Steuern 72.349,17 78
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags
abgeführter Gewinn (-) -59.831.507,51 -40.837
16. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Grundsätze

Die Madaus GmbH, Köln, wird beim Amtsgericht Köln unter der Registernummer HR B 9054 geführt.

Der Jahresabschluss der Madaus GmbH, Köln, zum 31. Dezember 2023 wurde unverändert nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 und Abs. 4 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Zwischen der Madaus GmbH als Organgesellschaft und der Rottapharm | Madaus GmbH, Köln, als Organträger besteht seit dem 1. Januar 2010 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Übrigen wurde das Prinzip der Darstellungsstetigkeit beachtet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die Entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 20 Jahren linear abgeschrieben. Nachhaltigen Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden nicht aktiviert.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich linearer planmäßiger Abschreibungen. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Jahre
Bauten 15 bis 33
Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10

Geringwertige Anlagegüter bis netto EUR 250 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Dieser Sammelposten wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben. Soweit der Buchwert der Anlagegüter über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert vorgenommen.

Die Bewertung der im Vorratsvermögen ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand von Standardpreisen und des Durchschnittswertverfahrens.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Soweit erforderlich, werden Abschläge zur verlustfreien Bewertung im Rahmen des Niederstwertprinzips vorgenommen. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwendbarkeit werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken und sind zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.

Die Pensionsverpflichtungen wurden auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Dabei wurden unverändert zum Vorjahr ein Gehaltstrend von 2,5 % und jährliche Renten- und Versorgungsanpassungen von 2,25 % berücksichtigt. Des Weiteren wurde eine alters- und geschlechtsabhängige Austrittshäufigkeit unterstellt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden unverändert die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung.

Der Rechnungszins bestimmt sich unverändert nach dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 643 (Vorjahr: TEUR 3.028). Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen bei einem angenommenen durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren (1,74 %; Vorjahr: 1,44 %) beläuft sich auf TEUR 67.820 (Vorjahr: TEUR 74.237).

Effekte aus der Änderung von Abzinsungssätzen sind im operativen Ergebnis im Personalaufwand enthalten.

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag wird vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) und unverändert auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die jährliche Entgeltsteigerung wurde unverändert mit 2,5 % festgelegt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Einbuchungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Da die Gesellschaft mittelbar in den Organkreis der Viatris Healthcare GmbH (vormals: Mylan Healthcare GmbH), Hannover, als Organgesellschaft einbezogen wird, werden Ertragsteuern und latente Steuern grundsätzlich auf Ebene des Organträgers bilanziert.

Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an den Kunden realisiert.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

1. Anlagevermögen

Die von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zu diesem Anhang) dargestellt.

2. Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung
%
Eigenkapital
in Mio. EUR
Ergebnis
in Mio. EUR
Inland
Pharmazeutische Union GmbH, Köln 100 119,1 3,5 1) 2)
Galmeda GmbH, Köln 100 0,3 0,0 1) 2)
Ausland
SIM S.A., Luxemburg/Luxemburg 100 3,2 0,0 1)
Madaus Inc., Presto/USA 100 -1,0 0,0 1)

1) Unmittelbare Beteiligung der Madaus GmbH

2) Ergebnis vor Gewinnabführung/vor Verlustübernahme gemäß Ergebnisabführungsvertrag

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 326.900 (Vorjahr: TEUR 301.751) sind enthalten:

Eine Forderung in Höhe von TEUR 270.555 (Vorjahr: TEUR 270.555) aus dem Darlehen mit der Rottapharm | Madaus GmbH, Köln, und sonstige Forderungen gegen diese Gesellschaft aus Zinsen und aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 12.918 (Vorjahr: TEUR 0)

Forderungen gegen die Pharmazeutische Union GmbH, Köln, in Höhe von TEUR 3.500 (Vorjahr: TEUR 4.028) und gegen die Galmeda GmbH, Köln, in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: Verbindlichkeit TEUR 21) aus den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen.

Restliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 39.915 (Vorjahr: TEUR 23.515) im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr

Im Vorjahr war eine Forderung aus Cash-Pooling in Höhe TEUR 3.653 gegen die Mylan Luxembourg 2 S.a.r.l., Luxemburg, enthalten. Zum 31. Dezember 2023 besteht diesbezüglich eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 28.055

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Rottapharm | Madaus GmbH, Köln, in Höhe von TEUR 283.473 (Vorjahr: TEUR 270.555).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, mit der Ausnahme des Darlehens gegen die Rottapharm | Madaus GmbH, Köln, welches eine Laufzeit größer 1 Jahr hat.

4. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 16.601. Es ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 244.053.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.290 (Vorjahr: TEUR 5.745) beinhalten personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.881 (Vorjahr: TEUR 3.162) (u.a. für Jubiläumsverpflichtungen, Ansprüche aus Resturlaub und Gleitzeitguthaben, Zielvereinbarungen, Abfindungen), Rückstellungen für den Vertrieb Ausland in Höhe von TEUR 2.730 (Vorjahr: TEUR 943), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.889 (Vorjahr: TEUR 929), für ausstehende Lizenzabrechnungen in Höhe von TEUR 480 (Vorjahr: TEUR 370) sowie Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 153). Zudem sind Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung und Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von insgesamt TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 188) enthalten.

6. Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
TEUR
Vorjahr
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.123 7.526
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 231.094 181.609
Sonstige Verbindlichkeiten 398 3.208
241.615 192.343
davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit <1 Jahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
>1 Jahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
>5 Jahre
TEUR
Vorjahr
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.123 7.526 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 231.094 181.609 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 398 3.208 0 0 0 0
241.615 192.343 0 0 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 231.094 (Vorjahr: TEUR 181.609) umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 59.832 (Vorjahr: TEUR 40.837). Dabei handelt es sich um die Verbindlichkeiten gegenüber der Rottapharm | Madaus GmbH aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Es besteht eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling gegenüber der Mylan Luxembourg 2 S.a.r.l., Luxemburg, in Höhe von TEUR 28.055 (Vorjahr: Forderung TEUR 3.653).

Des Weiteren bestehen gegenüber der Pharmazeutische Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 135.413 (Vorjahr: TEUR 135.413) und eine Verbindlichkeit aus Zinsen in Höhe von TEUR 2.708 (Vorjahr: TEUR 72).

Im Vorjahr bestand eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 21 gegenüber der Galmeda GmbH, Köln, aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Im Berichtsjahr ist dafür ein Betrag in Höhe von TEUR 11 unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.086 (Vorjahr: TEUR 5.266) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

7. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

8. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es bestehen Operate-Leasing-Verträge, die im Wesentlichen ein Bürogebäude in Troisdorf, den Fuhrpark, Flurförderzeuge sowie Kopier- und Frankiergeräte betreffen. Die Gesellschaft hat diese Verträge als Mieterin und Leasingnehmerin abgeschlossen, um den sofortigen Abfluss von liquiden Mitteln zu vermeiden und um im Vergleich zum Kauf von Anlagegütern flexibler zu sein. Die Gesellschaft unterliegt dabei dem Risiko zukünftig steigender Leasingaufwendungen.

Diese Verträge haben eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren. Die damit eingegangene finanzielle Verpflichtung beträgt TEUR 913 (Vorjahr: TEUR 1.369).

Zudem bestehen mit den Lieferanten von der Madaus GmbH Konsignationsläger. Die Gesellschaft hat diese Verträge abgeschlossen, um eine schnelle Verfügbarkeit der Rohstoffe sicherzustellen.

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Umsätze nach Tätigkeitsbereichen:
Pharma 177.829 134.464
Lohnherstellung 1.664 1.631
Konzerndienstleistung 407 454
179.900 136.549
Umsätze nach Märkten:
Deutschland -502 4.527
EU ohne Deutschland 104.252 70.181
Afrika/Naher Osten 24.998 23.130
Asien 26.824 21.784
Übriges Europa 17.135 10.442
Amerika 7.064 6.198
Australien 129 287
179.900 136.549

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 6.699 (Vorjahr: TEUR 6.721) sind im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR 5.294; Vorjahr: TEUR 2.627) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.301 (Vorjahr: TEUR 3.833) enthalten. Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 38.149 (Vorjahr: TEUR 25.485) enthalten Aufwendungen für Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 13.578 (Vorjahr: TEUR 5.840), Vertrieb in Höhe von TEUR 3.946 (Vorjahr: TEUR 5.454), Instandhaltung in Höhe von TEUR 3.591 (Vorjahr: TEUR 3.402), Währungskursverluste in Höhe von TEUR 5.781 (Vorjahr: TEUR 2.891) und sonstige Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung in Höhe von TEUR 11.252 (Vorjahr: TEUR 7.898).

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 Vorjahr
Produktion 359 317
Verwaltung 15 21
374 338
Auszubildende 7 6
381 344

2. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde ausgeübt von:

Rainer Weiß, Executive Vice President HR & IT der MEDA AB, Linden, Deutschland

Dr. Jürgen Mahling, Werksleiter, Konstanz, Deutschland

Marc Zimmer, Leiter Finanzen, Odenthal, Deutschland

3. Bezüge der Geschäftsführung und ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Von den aktiven Geschäftsführern und ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung haben im Geschäftsjahr 2 Personen laufende Bezüge von der Madaus GmbH erhalten. Auf die Angabe wird verzichtet.

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung bestehen zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 575).

4. Konzernzugehörigkeit

Die Viatris Inc., Canonsburg/USA, stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen der Gruppe auf, in den die Madaus GmbH und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Viatris Inc., Canonsburg/USA, werden auf Grundlage der United States Generally Accepted Accounting Principles ("US-GAAP") erstellt. Dieser Konzernabschluss wird unter der Commission File Nr. 001-39695 bei der U.S. Securities and Exchange Commission in Washington D.C., USA, offengelegt kann über die Webseite www.viatris.com eingesehen werden.

Die Madaus GmbH ihrerseits nimmt die Befreiungsvorschriften zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gemäß § 292 HGB in Anspruch und stellt daher keinen eigenen Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht auf. Der Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens VIATRIS Inc. wird in englischer Sprache im (elektronischen) Unternehmensregister unter der Handelsregisternummer der Viatris Healthcare GmbH, Troisdorf, (HRB 15331) bekannt gemacht.

Die nach amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) in dem Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden weichen in folgender Hinsicht von deutschem Recht ab:

Bestimmte selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu aktivieren.

Firmenwerte entstehen nur, soweit Unterschiedsbeträge nicht auf die Abgeltung identifizierbarer immaterieller Vermögensgegenstände zurückgeführt werden können. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, auch wenn dieser aufgrund von Kursänderungen über den Anschaffungskosten liegt.

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt die Abzinsung mit dem jeweils aktuellen Kapitalmarktzins. Rückstellungen für im Geschäftsjahr unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die im Folgejahr nachgeholt werden, kommen nicht zum Ansatz.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung begrenzt ist, werden planmäßig ausschließlich in gleichen Beträgen (linear) auf Geschäftsjahre der voraussichtlichen Nutzung verteilt.

Bestimmte Finanzinstrumente werden mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet, auch dann, wenn diese über den Anschaffungskosten liegen.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 68. Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Köln, den 11. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

gez. Rainer Weiß

gez. Dr. Jürgen Mahling

gez. Marc Zimmer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.419.411,52 14.051,33 0,00 900.335,27 15.533.127,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.671.899,54 1.584.712,03 2.342.274,34 515.773,36 31.083.112,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.532.085,95 1.468.795,86 5.324.205,43 7.302.499,00 47.022.588,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.119.841,26 861.448,23 328.307,02 4.054.962,34 10.254.634,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.522.849,76 9.299.576,79 -7.994.786,79 0,00 11.827.639,76
98.846.676,51 13.214.532,91 0,00 11.873.234,70 100.187.974,72
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 122.371.568,68 0,00 0,00 0,00 122.371.568,68
237.637.656,71 13.228.584,24 0,00 12.773.569,97 238.092.670,98
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.588.787,52 453.058,78 0,00 801.853,39 13.239.992,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.285.461,39 851.320,86 4.225,84 458.452,06 13.682.556,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.282.166,95 2.662.036,77 0,00 7.020.213,25 24.923.990,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.869.112,26 1.242.232,60 -4.225,84 4.006.105,26 6.101.013,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
51.436.740,60 4.755.590,23 0,00 11.484.770,57 44.707.560,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 295.858,60 0,00 0,00 0,00 295.858,60
65.321.386,72 5.208.649,01 0,00 12.286.623,96 58.243.411,77
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.293.134,67 2.830
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.400.556,52 14.386
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.098.597,77 18.250
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.153.620,41 4.251
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.827.639,76 10.523
55.480.414,46 47.410
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 122.075.710,08 122.076
179.849.259,21 172.316

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Madaus GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Madaus GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Madaus GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 11. Oktober 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Detlef Herrel, Wirtschaftsprüfer

Robert Schneefeld, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 5. November 2024 festgestellt.

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