Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Madaus GmbH
Colonia-Allee 15, 51067 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lutz Dr. Deitinghoff seit 11.11.2025 | Geschäftsführer |
Andrea Christine Dr. Herrmann seit 25.7.2024 | Prokura |
Britta Rotte seit 18.1.2022 | Prokura |
Heinrich Dr. Fleer seit 25.8.2021 | Prokura |
Marc Hendrik Zimmer seit 15.7.2021 | Geschäftsführer |
Philip Dlugajczyk seit 2.7.2019 | Prokura |
Markus Drischel seit 1.2.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Mylan Healthcare GmbH | 100.00% |
Mylan B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Madaus GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des UnternehmensSeit dem Geschäftsjahr 2016 gehörte die gesamte MEDA-Gruppe dem niederländischen Mylan-N.V.-Konzern, Amsterdam/Niederlande. Nach dem Zusammenschluss von Mylan N.V. und Upjohn, einer Pfizer-Sparte, wurde am 16. November 2020 das neue Unternehmen Viatris Inc. gegründet. Insofern gehört die Madaus GmbH, Köln, (kurz: Madaus) über die Viatris Healthcare GmbH (vormals: Mylan Healthcare GmbH), Hannover, zur Viatris Inc., Canonsburg/USA, die an der US-amerikanischen Börse (NASDAQ) notiert ist. Der Viatris-Konzern ist ein Verbund internationaler, auf die Herstellung und den Vertrieb von Generika ausgerichteter Pharma-Konzern mit den Schwerpunkten Produktion, Marketing/Vertrieb und marktorientierte Produktentwicklung. Firmen- und Produktrecht-Akquisitionen, stetig wachsende Präsenz in Wachstumsmärkten sowie spätphasige Entwicklung sind wesentliche Faktoren zur Erreichung der strategischen Ziele. Zwischen der Madaus als beherrschte Gesellschaft und der Rottapharm | Madaus GmbH, Köln, als herrschende Gesellschaft besteht seit dem 1. Januar 2010 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Madaus entwickelt, produziert und vermarktet im Wesentlichen wissenschaftlich belegte Natur-Arzneimittel sowie chemisch-definierte Arzneimittel für Verordner, Empfehler und Verbraucher. Ein Sortiment von Nahrungsergänzungsmitteln, Homöopathika, Medizinprodukten sowie Kosmetika ergänzt diesen Kernbereich. Die Produkte werden über die Verkaufsorganisationen der Viatris-Gruppe für das In- und Ausland vermarktet. Schwerpunkte bei der Vermarktung der Madaus-Produkte sind Deutschland, die restlichen EU-Länder ohne Deutschland, der Nahe Osten und Asien. Auch in diesem Jahr wurden verschiedene große Projekte gestartet, weiterbearbeitet oder erfolgreich abgeschlossen. Der Fokus lag hierbei auf folgenden Projekten:
II. Wirtschaftsbericht1. Investitionen Die Madaus hat im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt TEUR 13.228 investiert. So wurden u.a. folgende größere Zugänge im Anlagevermögen realisiert: 2 Blister-Linien (zusammen ca. Mio. EUR 3,2), Coater (ca. Mio. EUR 1,3), Ersatz für Container System (ca. Mio. EUR 0,9), High Shear Mixer für Betahistine (ca. Mio. EUR 0,8), Abfüllanlage LK600 (ca. Mio. EUR 0,8), Kartonier-Maschine (ca. Mio. EUR 0,8), Serialisierung IMA C80 (ca. Mio. EUR 0,6) sowie HVAC für TH 506/TH 507 (ca. Mio. EUR 0,6) und Ersatz Lüftungskanäle (ca. Mio. EUR 0,6). Darüber hinaus gab es zahlreiche kleinere Investitionen von weniger als Mio. EUR 0,6. 2. Personal Am 31. Dezember 2023 betrug der Personalbestand 378 Mitarbeiter/innen zuzüglich 9 Auszubildende und 10 Praktikanten/innen. Im Jahr 2023 wurden 81 Mitarbeiter/innen, 4 Auszubildende und 17 Praktikanten/innen neu eingestellt. 3. Produktion Im Werk Troisdorf wurden im Berichtsjahr 2023 ca. 39 Millionen Fertigeinheiten produziert im Vergleich zu 33 Millionen Packungen im Vorjahr. Für das laufende Jahr 2024 werden weiter steigende Mengen erwartet. Insgesamt wurden 2,0 Milliarden Einzeldosen (Tabletten, Kapseln und umgerechnete Einzeldosen für flüssige und halbfeste Produkte) hergestellt, was eine Steigerung um ca. 10 % zum Vorjahr bedeutet. Wie in den Vorjahren wurde auch im Jahr 2023 an Projekten zum Transfer von Produkten an den Standort in Troisdorf gearbeitet. Weitere Transfers sind für das Folgejahr 2024 bereits beschlossen. Eine Reihe von Investitionsprojekten wurde im Jahr 2023 umgesetzt und wird teilweise in 2024 fortgesetzt. Zum Beispiel wurde die Erweiterung der Herstellung zwischen Produktionsgebäude und Lager in Betrieb genommen. Zudem wurden Tablettenpressen ausgetauscht und ein Endverpacker an einer Blisterlinie aufgestellt. Im Jahr 2024 sind unter anderem eine neue Blisterlinie und eine neuer Mischgranulator eingeplant, um die Kapazitäten zu erhöhen. 4. Beschaffung 4.1 Qualitätsmanagement Im Jahr 2023 wurde das Unternehmen weder von einer nationalen noch internationalen Behörde inspiziert. Beobachtungen aus vorhergehenden Inspektionen wurden alle innerhalb des vorgegebenen Zeitraums abgeschlossen. Verschiedenste qualitätsrelevante Kennzahlen wurden bzw. werden monatlich ermittelt. Prozesse wie die fristgerechte Erstellung von PQRs oder Bearbeitung von Reklamationen lagen über das gesamte Jahr im grünen Bereich, d.h. >90 %. Andere Kennzahlen wie zum Beispiel die termingerechte Bearbeitung von Stabilitätsprüfungen haben sich zum Vorjahr hin verbessert. Die Bewertung dieser Kennzahlen erfolgt kontinuierlich in diversen Gremien auf lokaler, regionaler und globaler Ebene. Bei jeder Abweichung von den definierten Mindestwerten sind sofortige Gegenmaßnahmen einzuleiten und in Sanierungs-Plänen zu dokumentieren. Im Jahr 2023 wurden zeitgleich mehrere signifikante Applikationen erfolgreich eingeführt: a. globales Warenwirtschaftssystem (SAP) b. globales Dokumentationssystem (D2) c. globales Labordatenmanagementsystem (Labware) mit den Modulen
Weitere zwei Module wurden im 4. Quartal 2023 gestartet. d. globales Trainingssystem (MyUniversity) Des Weiteren wurden analytische Projekte im Rahmen von Produkttransfers in unterschiedlichen Wirkstärken für die Produktgruppen Allopurinol, Betahistine, Azelastine / Fluticason Nasenspray und Sertralin am Standort erfolgreich abgeschlossen. Weitere Projekte u.a. für die Produktgruppen/Produkte Nicergolin und Moxonidin starteten. Weiterhin wurden zwischen Januar und Dezember 2023 insgesamt 22 Projekte für bereits etablierte Produkte zur Markterweiterungen, Prozessoptimierungen oder aufgrund von neuen Wirkstoffquellen gestartet und/oder abgeschlossen. Beispiele hierfür sind Reparil Gel Gehalt, Zopiclon 7.5mg Gehalt, Uralyt Citrat Gehalt Aufgrund der hohen Anzahl von Projekten wurden mehr als 2.000 Qualifizierungs- und Validierungsberichte durch Mitarbeiter des Bereichs Qualitätsmanagement erstellt, geprüft und freigegeben. 4.2 Lager-, Beschaffungs- und Vorratspolitik Das Lager im Werk Troisdorf ist mit einem Hochregallager (ca. 10.800 Stellplätze) und den zur ordnungsgemäßen Nutzung notwendigen Flurförderfahrzeugen ausgestattet. Einrichtungen und Abläufe entsprechen den GMP-Standards. Die durchschnittliche Lagerreichweite beträgt 5,1 Monate (Vorjahr: 5,1 Monate), die Lagerumschlagshäufigkeit liegt bei 2,3 (Vorjahr: 2,4). Die Berechnung von Lagerreichweite und Lagerumschlagshäufigkeit wurde wie im Vorjahr auf Basis der US-GAAP-Bilanzierung durchgeführt. Aus Gründen der Vollständigkeit wurden die Costs of Goods Sold anstelle des HGB-Materialaufwands verwendet. Die Beschaffungspolitik ist in erster Linie gekennzeichnet durch Bündelungen der Bedarfe aufgrund der Vorausschaurechnung. Hierbei wird unterschieden in die Bereiche Vertrieb Ausland und Auftragsherstellung der deutschen Produkte. Bei der Planung des Vertriebs Ausland wird aufgrund der Vorausschau sowie der vorliegenden Aufträge eine hohe Bündelung bei den Fertigwaren, Packmitteln und Rohstoffen erreicht. Bei kritischen oder gutgängigen Rohstoffen werden Einzelbestellungen bereits für das komplette Jahr oder über entsprechende Kontrakte geschlossen, zum Teil mit einer Reichweite von mehr als zwölf Monaten (bei pflanzlichen Anbauprodukten); die Mengenabrufe hieraus erfolgen bedarfsorientiert. Die Bestellungen werden von Mylan Ireland Limited übermittelt, die die Hub-Funktion übernommen hat. Es wird auftragsbezogen produziert und an das zentrale Distributionszentrum der MEDA Pharma GmbH & Co. KG geliefert. In der Lieferkette werden Bündelungen mit der Produktion von Waren für den Vertrieb Ausland vorgenommen. 4.3 Marktsituation Aufgrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Lage und der Auswirkungen des anhaltenden Ukraine-Konflikts, zusammen mit hoher Inflation, gehen wir weiterhin von steigenden Bezugspreisen aus. Diese Auswirkungen können zum Teil durch europaweite Ausschreibungen und Vertragsverhandlungen in Zusammenarbeit mit unseren globalen Viatris-Einkäufern gemildert werden. 4.4 Versorgungslage bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen Signifikante Versorgungsengpässe traten bei Madaus im Geschäftsjahr 2023 durch aktives Beschaffungsmanagement nicht auf. Die Versorgungslage hat sich im Jahr 2023 etwas entspannt, ist jedoch weiterhin nicht auf einem normalen Niveau im Vergleich zu 2019. Es konnte die Versorgung durch Beschaffung auf internationalen Märkten sowie durch die Etablierung neuer Lieferanten und Artikel sichergestellt werden. Die Preise sind jedoch gestiegen. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wird die Mehrzahl der Packmittel bei durchschnittlich zwei Lieferanten beschafft. Für die wichtigen Rohstoffe und Wirkstoffe (API) gibt es, wo es möglich ist, einen "Second-Source-Lieferanten". 4.5 Energien Durch langfristige Verträge konnten die Bezugspreise für Strom bis Ende 2023 nahezu konstant gehalten werden. Im Jahr 2020 wurde eine Ausschreibung durchgeführt, durch die die Strompreise für die Jahre 2022 und 2023 relativ stabil gehalten werden konnten. Die Gaspreise waren ebenso für das Jahr 2023 vertraglich fixiert. Im Jahr 2021 haben wir einen Vertrag mit dem Verband der Energieabnehmer abgeschlossen. Dieser hat für einen Pool von Kunden Strom und Gas mittels Tranchen-Beschaffung für das Belieferungsjahr 2024 bezogen. Im Jahr 2024 werden die Preise für Strom und Gas sehr stark ansteigen. Grund dafür ist der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und die dadurch gestiegenen Preise auf den Strom- und Gasmärkten. Eine Gasmangellage wird für 2024 nicht erwartet. Im Jahr 2023 gab es eine Einsparoffensive am Standort. Hier wurden umfangreiche Maßnahmen getroffen, um den Strom- und Gasverbrauch zu reduzieren. Ein Teil der Maschinen in der Produktion benötigt Prozesswärme und somit Gas, ein anderer Teil Strom. Zusätzlich wird Gas auch für das Heizen von Gebäuden benötigt, z.B. im Produktionsgebäude, in der Qualitätskontrolle, im Hochregallager und in den Büros. Dabei sind die GMP-Mindestanforderungen an die Temperaturen im jeweiligen Bereich zu beachten. 4.6 Kontraktsituation Langfristige Verträge bestehen mit verschiedenen Lieferanten zur Sicherung des Rohstoff- und Packmittelbedarfs. Teilweise werden Produkte in Kampagnen produziert und vom Lieferanten vorrätig gehalten, hierzu wurden in Zusammenarbeit mit Global Sourcing, Vereinbarungen über entsprechende Lagerhaltung getroffen Um die Versorgung von Wirkstoffen sicherzustellen, wurden Bestellungen frühzeitig über den Gesamtjahresbedarf platziert. 4.7 Konsignationslager Durch die Weiterführung der implementierten Konsignationsläger und Rahmenkontraktläger für hochpreisige Rohstoffe und Packmittel konnten wir die sofortige Verfügbarkeit weiterhin garantieren. 5. Umsatz- und Auftragsentwicklung 5.1 Umsatzentwicklung nach Märkten
Die Umsatzerlöse 2023 liegen mit TEUR 179.900 signifikant über dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber 2022 ist noch zum Teil auf die Beendigung der Corona-Einschränkungen zurückzuführen, andererseits gab es spezielle regionale Effekte, insbesondere im EU-Europa und im übrigen Europa, hier insbesondere in der Schweiz, aber auch in Asien, die für diese Entwicklung ursächlich sind. Das wird auch insbesondere bei den Abweichungen innerhalb der Produktgruppen deutlich. Deutschland Der im Vergleich zur positiven Gesamt-Umsatzentwicklung hohe Umsatzrückgang in Deutschland (Mio. EUR 5,0) beruht im Wesentlichen auf einem Sondereffekt aus der Verlagerung der Distributionstätigkeit für den deutschen Markt von der MEDA Pharma GmbH & Co KG in Bad Homburg zur Mylan Ireland Ltd. in Irland. Diese strukturelle Veränderung wurde im Dezember 2021 gestartet und hat sich überwiegend in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 ausgewirkt. Die Umsätze mit Kunden in der EU ohne Deutschland haben sich entsprechend erhöht. EU ohne Deutschland Gegenüber dem Vorjahr sind die Umsätze im EU-Wirtschaftsraum signifikant um ca. Mio. EUR 34,1 gestiegen. Der Umsatzanstieg ist maßgeblich bestimmt durch die bereits erwähnte Umstrukturierung der Distributionstätigkeit für den deutschen und den europäischen Markt. Die Umsätze mit Mylan Ireland Ltd. haben sich extrem positiv entwickelt (Mio. EUR 34,1). Zusätzlich haben sich die Märkte in Österreich (Mio. EUR 2,0) und Italien (Mio. EUR 1,2) positiv entwickelt. In beiden Ländern wurden auch im Geschäftsjahr 2023 nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder höhere Umsätze erzielt. Die Umsätze in Italien wurden überwiegend positiv durch den Umsatzanstieg bei den Madaus-Produkten Legalon, Agiolax und Reparil beeinflusst. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz von Madaus hat mit 58,0 % gegenüber 2022 signifikant zugenommen. Afrika/Naher Osten 2023 war ähnlich wie die Vorjahre weiterhin durch sehr hohe Umsätze geprägt. Die Region Afrika/Naher Osten konnte den Umsatz aber ähnlich wie einige der anderen Märkte leicht um Mio. EUR 1,9 steigern und ist weiterhin ein wichtiger Umsatzmarkt für die Madaus GmbH mit einem leicht gesunkenen Anteil am Gesamtumsatz gegenüber 2022 (13,9 %). Hauptursache für das nach wie vor hohe Umsatzniveau war das Geschäft mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Umsätze betrugen ca. Mio. EUR 9,1, ein Anstieg von ca. Mio. EUR 6,4 zum Vorjahr. Die Umsätze mit dem seit 2017 bestehenden Vertriebspartner in Saudi-Arabien beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf Mio. EUR 11,7 und sind gegenüber dem Vorjahr nur leicht um ca. Mio. EUR 0,9 zurückgegangen (Vorjahr: Mio. EUR 12,6). Asien In der Region Asien sind die Umsätze signifikant um Mio. EUR 5,0 angestiegen. Dieser Umsatzanstieg wurde im Wesentlichen durch die Entwicklung in den Ländern China (Mio. EUR +4,9) und Thailand (Mio. EUR +2,5) verursacht. Der signifikante Umsatzanstieg in China wurde im Geschäftsjahr 2023 u.a. durch einen neuen Vertriebspartner verursacht, mit dem die Geschäftsbeziehung im Geschäftsjahr 2023 gestartet wurde. Zusätzlich sind aber auch in China die Umsätze wegen der zu Ende gehenden Corona-Pandemie angestiegen. Gegenläufig haben sich die Umsätze mit Kunden in Singapur um ca. Mio. EUR 1,1 und den Philippinen um ca. Mio. EUR 1,0 reduziert. Auch wegen des Umsatzanstiegs im Geschäftsjahr 2023 ist die Bedeutung der Region weiterhin sehr hoch. Die Region konnte ihren Anteil am Gesamtumsatz zwar nicht ganz halten (Rückgang von 16,0 % auf 14,9 %), nimmt aber im Umsatz-Ranking jetzt Platz 2 ein. Für das nächste Jahr 2024 werden konstante Umsätze erwartet. Übriges Europa Auch in der Region übriges Europa sind die Umsätze signifikant um Mio. EUR 6,7 von Mio. EUR 10,4 auf Mio. EUR 17,1 angestiegen. Dieser Umsatzanstieg wurde im Wesentlichen in einem Land verursacht. In der Schweiz stiegen die Umsätze um ca. Mio. EUR 6,0. Auch in der Türkei sind die Umsätze wieder um Mio. EUR 1,3 gestiegen, im Wesentlichen verursacht durch den Anstieg des API Produkts Acemetacin. Amerika Der leichte Umsatzanstieg in der Region Amerika um Mio. EUR 0,9 ist überwiegend durch Mexiko bedingt (Mio. EUR 4,3). Gegenläufig dazu sanken in Brasilien dagegen die Umsätze signifikant um ca. Mio. EUR 3,7. Insgesamt aber verringerte sich der Umsatzanteil Amerikas auf niedrigem Niveau von 4,5 % auf 3,9 %. 5.2 Umsatzentwicklung nach Produkten
Bei den Nebengeschäften handelt es sich um Konzerndienstleistungen mit verbundenen Unternehmen. Grundsätzlich sind die Inlands-Umsätze der Produktgruppe Urologika stark durch Rabattverträge mit Krankenkassen bestimmt. Veränderungen (Gewinn neuer Rabattverträge, Auslaufen und Verlust alter Rabattverträge) bestimmen daher maßgeblich die Umsatzentwicklung bei diesen Produkten. Bei den Urologika hat sich der Umsatz signifikant zum Vorjahr erhöht. Als Gesellschaft mit Fokus auf der Herstellungsfunktion hängt die Inlands-Umsatzentwicklung der Madaus GmbH vollständig von der Performance des deutschen Vertriebs ab. Die TOP-5-Produkte/-Produktkategorien haben sich im Geschäftsjahr 2023 mit Ausnahme der Produktgruppen Reparil und Agiolax/Agiocur positiv entwickelt. Den stärksten absoluten und prozentualen Anstieg verzeichneten die Produktgruppen Clozapin Fertigprodukte (prozentual) und Legalon/Silymarin (absolut). Der Umsatz der Produktgruppe Clozapin ist um TEUR 7.751 (297,1 %) auf TEUR 10.360 gestiegen, währenddessen die Produktgruppe Legalon/Silymarin um TEUR 17.360 (64,5 %) auf TEUR 44.278 gestiegen ist. Auf Platz 3 der TOP-5 Produkte hat sich die Produktgruppe Urologika im Geschäftsjahr 2023 geschoben, der Umsatzanstieg gegenüber Vorjahr betrug TEUR 6.339 bzw. 31,7 % auf TEUR 26.365. Die signifikante Umsatzerhöhung bei Legalon und den Urologika wurde überwiegend durch die hohen Verkäufe nach Irland an den Distributionspartner verursacht. Die Produktgruppe Reparil dagegen hat sich nur leicht negativ entwickelt (Mio. EUR -0,9/-3,5 %). Bei den Produktgruppen, deren Produktion im Geschäftsjahr 2019 von der Schwestergesellschaft MEDA Manufacturing GmbH zur Madaus GmbH transferiert wurde, hat sich im Geschäftsjahr 2023 nur die Produktgruppe Kamillosan negativ entwickelt (TEUR -355, -8,8 %). Die Umsätze der Produktgruppen Etofenamat (TEUR +436, +10,0 %) - abhängig von der Vermarktung in Polen - und Acemetacin (TEUR +1.893, +55,0 %) haben sich im Geschäftsjahr 2023 dagegen deutlich erhöht. Diese positive Veränderung ist immer noch mit dem Auslaufen der Auswirkungen der Corona-Pandemie begründet. Der Umsatz mit der Produktgruppe Allergodil/Azelastin ist im Geschäftsjahr 2023 nur leicht gestiegen (TEUR 182, 2,8 %). Weiterhin gilt, dass entscheidend für die teilweise bereits seit Jahrzehnten in verschiedenen Märkten befindlichen Produkte sein wird, dass - nach dem Abschluss der Upjohn-Integration - auch im neuen weltweiten Vertriebsumfeld der Viatris-Gruppe eine Produktpflege mit entsprechender Ressourcenallokation erfolgt. So können die obigen Produktgruppen immer noch das Rückgrat des "Madaus"-Exports darstellen und auch über die nächsten Jahre noch für ein entsprechendes Einkommen sorgen. Zusätzlich sorgen die chemisch-definierten Arzneimittel, die über Produkttransfers aus dem Viatris-Konzern zur Madaus GmbH verlagert wurden, für ein zweites Standbein, das an Bedeutung zulegt. 6. Wirtschaftliche Lage 6.1 Ertragslage Als Produktionsgesellschaft des Viatris-Konzerns werden zur internen Steuerung der Gesellschaft insbesondere die Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresergebnis vor Beteiligungsergebnis (und vor Abführung/Übernahme) verwendet. Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 sehr stark ansteigende Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 179.900 (Vorjahr: TEUR 136.549) sowie einen ebenfalls signifikant gestiegenen Jahresüberschuss vor Beteiligungsergebnis und Gewinnabführung in Höhe von TEUR 56.320 nach TEUR 36.830 im Vorjahr. Im Vorjahr wurden leicht steigende Umsätze bei einem proportional zum Umsatzanstieg erhöhten Jahresüberschuss vor Beteiligungsergebnis und Gewinnabführung prognostiziert. Die Planabweichung und die Abweichung zum Vorjahr ergeben sich insbesondere durch einen ungeplant starken Umsatzanstieg in den Märkten in Irland, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Schweiz und China. Zusätzlich hat sich das endgültige Auslaufen der Corona-Pandemie umsatzerhöhend ausgewirkt. Hinsichtlich der Umsatzentwicklung verweisen wir auf die Ausführungen im obenstehenden Abschnitt "5. Umsatz- und Auftragsentwicklung". Der Rohgewinn (Umsatz zu-/abzüglich Bestandsveränderungen und Materialaufwand) hat sich um TEUR 29.430 auf TEUR 117.663 erhöht (Vorjahr: TEUR 88.233). Dabei hat sich die Rohgewinnquote (Anteil des Rohgewinns an den Umsätzen und der Bestandsveränderung) im Wesentlichen aufgrund eines geänderten Produktmixes von 61,8 % auf 62,7 % erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit TEUR 6.699 (Vorjahr: TEUR 6.721) etwa auf dem Niveau des Vorjahres und sind im Wesentlichen geprägt von Kursgewinnen in Höhe von TEUR 5.294 (Vorjahr: TEUR 2.627). Der Aufwand für Löhne und Gehälter liegt mit TEUR 22.918 bei einer um 36 auf 374 gestiegenen durchschnittlichen Beschäftigtenzahl über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 20.361). Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Ursächlich hierfür war insbesondere die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aufgrund einer stark reduzierten Anzahl an Pensionsempfängern. Insgesamt hat sich damit der Personalaufwand mit TEUR 27.822 gegenüber TEUR 30.417 im Vorjahr deutlich reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deutlich um TEUR 12.664 auf TEUR 38.149 (Vorjahr: TEUR 25.485) angestiegen. Dies beruht unter anderem auf gestiegenen Kosten für Konzernumlagen und auch gestiegenen Kosten für Leiharbeitskräfte. 6.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 47.785 auf TEUR 577.743 erhöht (Vorjahr: TEUR 529.958). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist auf 31,1 % (Vorjahr: 32,5 %) gesunken. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 45,1 % (Vorjahr: 49,2 %). Die Erhöhung der Sachanlagen um TEUR 8.070 auf TEUR 55.480 (Vorjahr: TEUR 47.410) ergibt sich aus Zugängen von TEUR 13.215, die die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.756 und Buchwert-Abgänge von TEUR 388 überstiegen haben. Zu den Zugängen siehe die Erläuterungen im obenstehenden Abschnitt zu den Investitionen. Die Vorratsbestände valutieren mit TEUR 52.809 (Vorjahr: TEUR 40.887) deutlich über dem Niveau des Vorjahres, da Halbfertig- und Fertig-Erzeugnisse wegen noch durchzuführender Abnahmen durch den Qualitätsbereich nicht im alten Jahr abverkauft werden konnten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich wie folgt verändert:
Der Cash-Pooling-Saldo war im Vorjahr mit TEUR 3.653 positiv, im Berichtsjahr wird der negative Saldo (TEUR 28.055) bei den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Veränderung der Cash-Pooling-Salden als Teil des Finanzmittelfonds ist im untenstehenden Abschnitt zur Finanzlage erläutert. Die der Rottapharm | Madaus GmbH gewährten Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2024, zwischenzeitlich bis zum 30. Juni 2026 verlängert (TEUR 235.500) bzw. 14. Mai 2028 (TEUR 35.055) und werden in 2023 beide mit 3 % verzinst. Der deutliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Konzernunternehmen betrifft vor allem das Schwesterunternehmen Mylan Ireland Ltd. in Irland und resultiert aus einem ansteigenden Umsatz und aus erteilten Transferpreisbelastungen vor dem Bilanzstichtag im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Der Rückgang der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen um TEUR 4.032 auf TEUR 67.177 (Vorjahr: TEUR 71.209) ist insbesondre auf eine deutlich verminderte Anzahl an Leistungsempfängern zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 2.545 auf TEUR 8.290 betrifft vor allem Rückstellungen im Zusammenhang mit Personalkosten sowie Kundenboni im Ausland. Die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten sind aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um TEUR 2.597 auf TEUR 10.123 angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich wie folgt verändert:
Das Darlehen der Pharmazeutische Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2024, wurde zwischenzeitlich bis zum 30. Juni 2026 verlängert und wird mit 3 % verzinst. Die Veränderung des Cash-Pool-Saldos (mit der Mylan Luxembourg 2 S.a.r.l., Luxemburg, als Cash-Pooling-Führerin) als Teil des Finanzmittelfonds ist im nachfolgenden Abschnitt zur Finanzlage erläutert. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 2.810 auf TEUR 398 resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall des im Vorjahr in außergewöhnlicher Höhe enthaltenen Saldos eines kreditorischen Debitors. 6.3 Finanzlage Das Anlagevermögen ist durch langfristiges Kapital (Eigenkapital) gedeckt. Der Finanzmittelfonds beinhaltet neben dem Kassenbestand und dem Guthaben bei Kreditinstituten auch Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegenüber verbundenen Unternehmen. Er hat sich wie folgt verändert:
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert insbesondere aus Zinszahlungen von verbundenen Unternehmen sowie den von Tochtergesellschaften im Rahmen von Ergebnisabführungsverträgen übernommenen Gewinnen des Vorjahres. Gegenläufig haben sich Mittelabflüsse aus den Investitionen in das Anlagevermögen ausgewirkt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet die jährliche Abführung des Vorjahresergebnisses sowie Zinszahlungen an verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft ist in Cash-Pooling-Beziehungen eingebunden, bei denen seit 2021 nur noch die Mylan Luxembourg 2 S.a.r.l., Luxemburg, als Cash-Pool-Führerin fungiert. Investitionen werden im Wesentlichen aus dem laufenden Geschäft bestritten. III. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenNeben den finanziellen Leistungsindikatoren sind für die Geschäftsführung unter anderem die Bereiche Mitarbeiterentwicklung, Umweltschutz, Lean Management und Aufrechterhaltung hoher Qualitätsstandards von großer Bedeutung, auch wenn diese nicht unmittelbar zur Unternehmenssteuerung eingesetzt werden, wodurch eine Bestimmung konkreter Zielgrößen nicht möglich ist. Im Audit-Jahr 2023 wurde die Madaus GmbH weder von einer nationalen noch einer internationalen Behörde auditiert. Madaus hatte keinen Störfallbetrieb laut Störfallverordnung. Die Abwässer aus der Herstellung unterliegen einer laufenden Überwachung (Eigenüberwachung und durch die entsprechende Wasserbehörde) und die Messergebnisse zeigten im Geschäftsjahr keine Auffälligkeiten. Dies entspricht den Erwartungen der Geschäftsleitung. IV. RisikomanagementsystemAls pharmazeutisches Unternehmen ist die Madaus GmbH verschiedenen Risiken ausgesetzt. Mehr als 20 % des Umsatzes werden immer noch mit Drittkunden erwirtschaftet, zum Teil auch in Fremdwährung. Hierdurch ergeben sich Forderungsausfall- und Wechselkursrisiken. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken unter anderem durch eine Warenkreditversicherung, die die Forderungen eines Teils der Drittkunden abdeckt. Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken sind für die Madaus GmbH von untergeordneter Bedeutung. Die Produkte sind seit Jahrzehnten gut im Markt eingeführt und zählen überwiegend zum Bereich OTC (Over the Counter - nicht verschreibungspflichtige Medikamente), so dass mögliche Preisänderungen eher unwahrscheinlich sind. Das Unternehmen besitzt durch die Geschäftserfolge der vergangenen Jahre eine sehr gute Finanzkraft und ist zudem in den Viatris-Konzern eingebunden, damit ist auch das Liquiditätsrisiko momentan als gering einzustufen. V. Voraussichtliche Entwicklung sowie Risiken und Chancen der künftigen EntwicklungNach der Schließung des Werks der Schwestergesellschaft MEDA Manufacturing GmbH in Köln-Mülheim ist der Transfer der Produkte zur Madaus GmbH und damit das Transferprojekt abgeschlossen. Insgesamt ist das Projekt erfolgreich beendet worden. Im Konzern hat dieses Signal dazu geführt, dass mehr und mehr darüber nachgedacht wird, weitere Produkte in die Madaus GmbH zu transferieren. So wurden z.B. im Geschäftsjahr 2023 die Produktgruppen Clozapin und Zopiclone in die Produktion der Madaus GmbH integriert, die vorher durch eine Schwestergesellschaft in Irland hergestellt wurden. Danach werden noch einige weitere Produktgruppen in 2024/2025 folgen. Das Geschäftsjahr 2023 steht immer noch wie das Vorjahr ganz im Zeichen der Konsolidierung des Zusammenschlusses der Mylan-Gruppe mit Upjohn, einer Pfizer-Sparte, zur Viatris-Gruppe und der anstehenden Integration der Madaus in den neuen Konzern. Die gesetzgeberischen Rahmenbedingungen werden den Arzneimittelmarkt weiterhin stark im Hinblick auf eine Kostendämpfung zugunsten der Kostenträger, insbesondere der GKV, regulieren. Inwieweit das Auslaufen der Corona-Pandemie darauf einen Einfluss hat, bleibt noch abzuwarten. Die Einflüsse auf unser Gesamtgeschäft (Umsatz und Ergebnis) sind im Geschäftsjahr 2024 allerdings als nicht signifikant einzuschätzen. Der Konzern reagiert auf diese wiederkehrenden und komplexen Veränderungen der Rahmenbedingungen mit einer spezialisierten Marktbeobachtung und Analyse, mit deren Hilfe Chancen und Risiken der einzelnen Produkte fortlaufend bewertet und modelliert werden. Weitere zielgerichtete Aktivitäten für strategisch wichtige Wachstumsprodukte im RX- und CX-Bereich werden zu einer deutlichen Marktstärkung der Produkte im deutschen Pharmamarkt führen. Durch die genannten Maßnahmen und Aktivitäten sowie durch den anstehenden Abschluss der Integration in den Viatris-Konzern sieht sich das Unternehmen im Wettbewerb für das Jahr 2024 und die Folgejahre gut positioniert. Die aufgrund des LEAN-Konzepts installierten Prozesse im Werk Troisdorf wurden und werden weitergeführt, um die erforderliche Kosteneffizienz zu sichern. Der Konzern hat das Programm VIOS (Viatris Integrated Operating System) eingeführt, an dem auch die Madaus teilnimmt. Die Zielsetzung von VIOS ist, mit Hilfe von kleinen Projekten, die von "Yellow oder Green Belts" geführt werden, die Effizienz zu verbessern. Durch die Zugehörigkeit zur Viatris-Gruppe ist das Unternehmen weiter stark von der Auftragserteilung durch Schwestergesellschaften abhängig. Der Absatz am Markt wird bestimmt von der Außendienstintensität und dem Marketing der Viatris-Gruppe, deren Produktstrategie und Vermarktung. Dadurch werden die Vertriebsaktivitäten vollständig von der Viatris-Gruppe sowohl im Inland als auch im Ausland durchgeführt. Vor allem in China wird das Unternehmen vom Zusammenschluss mit der Pfizer-Sparte Upjohn profitieren, da Upjohn in China über sehr ausgeprägte Vertriebsstrukturen verfügt. Durch den teilweisen Direktvertrieb ins Ausland und die damit verbundenen Risiken im Devisen- und Zinsbereich sowie durch politische Risiken und Konjunkturschwankungen in den einzelnen Ländern kann es zu Auswirkungen auf die Produktionsauslastung und auf das Gesamtergebnis des Unternehmens kommen. Der aktuelle Ukraine-Krieg hat dabei nur wenig Auswirkungen auf die Madaus GmbH, da es keine direkten Verkäufe in die Ukraine gibt und in Russland nur eine Schwestergesellschaft mit unseren Produkten beliefert wird. Durch regelmäßige Besprechungen und insbesondere durch ein etabliertes CAPA (Corrective Action, Preventive Action)-System werden die Auswirkungen von Fehlern minimiert und zukünftig vermieden. Zusätzliche Chancen ergeben sich im Exportgeschäft durch die Existenz von weiteren Viatris-Gesellschaften bzw. durch neue Partnerschaften mit den bereits zur Viatris-Gruppe gehörenden Gesellschaften. Auch mit Hilfe der sog. Repatriierung kann die Madaus GmbH zusätzliche Chancen im Bereich der Lohnfertigung zur noch besseren Auslastung des Standorts Troisdorf nutzen. Es gibt bereits einige vielversprechende Projekte zum Insourcing von Lohnfertigungsleistungen. Risiken bestehen in der Wechselkursentwicklung, die direkt Einfluss auf Umsatz und Kundennachfrage haben, sowie internationale politische Risiken, insbesondere in Südamerika und im Nahen Osten. Forderungen sind zum Teil abgesichert über eine Warenkreditversicherung, die jedoch nicht in allen Ländern möglich ist, insbesondere nicht für politisch instabile Länder. Für diese Länder besteht ein Forderungsrisiko. Das angewandte Geschäftsmodell innerhalb des Viatris-Konzerns führt zu einer Abhängigkeit von den Konzern-Geschäftspartnern. Devisenbeschränkungen bzw. Devisenfreigaberegelungen können das Geschäft negativ, aber auch positiv beeinflussen. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere staatliche Eingriffe in die Gesundheitssysteme geben; die Einflüsse auf unser Gesamtgeschäft (Umsatz und Ergebnis) sind allerdings als eher gering einzuschätzen. Das Auslandsgeschäft mit Drittkunden für das ursprüngliche Madaus-Portfolio wird in 2024 - aller Wahrscheinlichkeit nach - etwa auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr ausfallen. Umsatzstärkste Regionen bleiben damit die Regionen Fernost (China und Korea) sowie der Nahe Osten. Der Umsatz aus dem Auslandsgeschäft mit verbundenen Unternehmen wird im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht ansteigen. In Summe wird für das Auslandsgeschäft insgesamt mit leicht steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Bereinigt um den Umsatz mit Handelswaren wird das Inlandsgeschäft auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Die Madaus bedient den deutschen Markt über die Mylan Ireland Ltd. in Irland, die den Vertrieb steuert. Die Corona-Pandemie hat sich in 2024 bis zum Zeitpunkt der Berichtserstellung auf der Beschaffungs- und der Absatzseite nicht mehr ausgewirkt. Auch das Ergebnis ist durch die Corona-Pandemie nicht beeinflusst worden. Im Geschäftsjahr 2024 wurde bei der Madaus GmbH bis zum Ende des Aufstellungszeitraums des Jahresabschlusses keine Kurzarbeit angemeldet. In der Zukunft erwarten wir keine Auswirkungen auf den Absatz unserer Produkte und das Ergebnis aufgrund der Corona-Pandemie. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine wird sich nicht negativ auf unsere Absatzmärkte auswirken, da die Umsätze in Russland und der Ukraine relativ gering sind. Es bleibt abzuwarten, ob die Gasversorgung aus diesem Grund negativ beeinflusst wird. Das wird in unserer Planung für 2024 auch so berücksichtigt. Insgesamt erwarten wir aufbauend auf der aktuellen Finanz- und Ertragslage sowie den dargestellten Chancen und Risiken für das kommende Geschäftsjahr 2024 einen leicht steigenden Gesamt-Umsatz im einstelligen Bereich bei einem sich proportional zum Umsatzanstieg erhöhenden Jahresüberschuss (vor Beteiligungsergebnis).
Köln, den 11. Oktober 2024 Die Geschäftsführung gez. Rainer Weiß gez. Dr. Jürgen Mahling gez. Marc Zimmer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine GrundsätzeDie Madaus GmbH, Köln, wird beim Amtsgericht Köln unter der Registernummer HR B 9054 geführt. Der Jahresabschluss der Madaus GmbH, Köln, zum 31. Dezember 2023 wurde unverändert nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 und Abs. 4 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Zwischen der Madaus GmbH als Organgesellschaft und der Rottapharm | Madaus GmbH, Köln, als Organträger besteht seit dem 1. Januar 2010 ein Ergebnisabführungsvertrag. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Übrigen wurde das Prinzip der Darstellungsstetigkeit beachtet. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die Entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 20 Jahren linear abgeschrieben. Nachhaltigen Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden nicht aktiviert. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich linearer planmäßiger Abschreibungen. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Geringwertige Anlagegüter bis netto EUR 250 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Dieser Sammelposten wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben. Soweit der Buchwert der Anlagegüter über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert vorgenommen. Die Bewertung der im Vorratsvermögen ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand von Standardpreisen und des Durchschnittswertverfahrens. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Soweit erforderlich, werden Abschläge zur verlustfreien Bewertung im Rahmen des Niederstwertprinzips vorgenommen. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwendbarkeit werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken und sind zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Pensionsverpflichtungen wurden auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Dabei wurden unverändert zum Vorjahr ein Gehaltstrend von 2,5 % und jährliche Renten- und Versorgungsanpassungen von 2,25 % berücksichtigt. Des Weiteren wurde eine alters- und geschlechtsabhängige Austrittshäufigkeit unterstellt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden unverändert die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Der Rechnungszins bestimmt sich unverändert nach dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 643 (Vorjahr: TEUR 3.028). Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen bei einem angenommenen durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren (1,74 %; Vorjahr: 1,44 %) beläuft sich auf TEUR 67.820 (Vorjahr: TEUR 74.237). Effekte aus der Änderung von Abzinsungssätzen sind im operativen Ergebnis im Personalaufwand enthalten. Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag wird vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) und unverändert auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die jährliche Entgeltsteigerung wurde unverändert mit 2,5 % festgelegt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Einbuchungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Da die Gesellschaft mittelbar in den Organkreis der Viatris Healthcare GmbH (vormals: Mylan Healthcare GmbH), Hannover, als Organgesellschaft einbezogen wird, werden Ertragsteuern und latente Steuern grundsätzlich auf Ebene des Organträgers bilanziert. Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an den Kunden realisiert. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungBilanz1. Anlagevermögen Die von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zu diesem Anhang) dargestellt. 2. Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz
1) Unmittelbare Beteiligung der Madaus GmbH 2) Ergebnis vor Gewinnabführung/vor Verlustübernahme gemäß Ergebnisabführungsvertrag 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 326.900 (Vorjahr: TEUR 301.751) sind enthalten:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Rottapharm | Madaus GmbH, Köln, in Höhe von TEUR 283.473 (Vorjahr: TEUR 270.555). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, mit der Ausnahme des Darlehens gegen die Rottapharm | Madaus GmbH, Köln, welches eine Laufzeit größer 1 Jahr hat. 4. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 16.601. Es ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 244.053. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.290 (Vorjahr: TEUR 5.745) beinhalten personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.881 (Vorjahr: TEUR 3.162) (u.a. für Jubiläumsverpflichtungen, Ansprüche aus Resturlaub und Gleitzeitguthaben, Zielvereinbarungen, Abfindungen), Rückstellungen für den Vertrieb Ausland in Höhe von TEUR 2.730 (Vorjahr: TEUR 943), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.889 (Vorjahr: TEUR 929), für ausstehende Lizenzabrechnungen in Höhe von TEUR 480 (Vorjahr: TEUR 370) sowie Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 153). Zudem sind Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung und Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von insgesamt TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 188) enthalten. 6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 231.094 (Vorjahr: TEUR 181.609) umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 59.832 (Vorjahr: TEUR 40.837). Dabei handelt es sich um die Verbindlichkeiten gegenüber der Rottapharm | Madaus GmbH aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Es besteht eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling gegenüber der Mylan Luxembourg 2 S.a.r.l., Luxemburg, in Höhe von TEUR 28.055 (Vorjahr: Forderung TEUR 3.653). Des Weiteren bestehen gegenüber der Pharmazeutische Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 135.413 (Vorjahr: TEUR 135.413) und eine Verbindlichkeit aus Zinsen in Höhe von TEUR 2.708 (Vorjahr: TEUR 72). Im Vorjahr bestand eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 21 gegenüber der Galmeda GmbH, Köln, aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Im Berichtsjahr ist dafür ein Betrag in Höhe von TEUR 11 unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.086 (Vorjahr: TEUR 5.266) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. 7. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. 8. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Es bestehen Operate-Leasing-Verträge, die im Wesentlichen ein Bürogebäude in Troisdorf, den Fuhrpark, Flurförderzeuge sowie Kopier- und Frankiergeräte betreffen. Die Gesellschaft hat diese Verträge als Mieterin und Leasingnehmerin abgeschlossen, um den sofortigen Abfluss von liquiden Mitteln zu vermeiden und um im Vergleich zum Kauf von Anlagegütern flexibler zu sein. Die Gesellschaft unterliegt dabei dem Risiko zukünftig steigender Leasingaufwendungen. Diese Verträge haben eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren. Die damit eingegangene finanzielle Verpflichtung beträgt TEUR 913 (Vorjahr: TEUR 1.369). Zudem bestehen mit den Lieferanten von der Madaus GmbH Konsignationsläger. Die Gesellschaft hat diese Verträge abgeschlossen, um eine schnelle Verfügbarkeit der Rohstoffe sicherzustellen. Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 6.699 (Vorjahr: TEUR 6.721) sind im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR 5.294; Vorjahr: TEUR 2.627) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.301 (Vorjahr: TEUR 3.833) enthalten. Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 38.149 (Vorjahr: TEUR 25.485) enthalten Aufwendungen für Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 13.578 (Vorjahr: TEUR 5.840), Vertrieb in Höhe von TEUR 3.946 (Vorjahr: TEUR 5.454), Instandhaltung in Höhe von TEUR 3.591 (Vorjahr: TEUR 3.402), Währungskursverluste in Höhe von TEUR 5.781 (Vorjahr: TEUR 2.891) und sonstige Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung in Höhe von TEUR 11.252 (Vorjahr: TEUR 7.898). IV. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
2. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde ausgeübt von:
3. Bezüge der Geschäftsführung und ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Von den aktiven Geschäftsführern und ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung haben im Geschäftsjahr 2 Personen laufende Bezüge von der Madaus GmbH erhalten. Auf die Angabe wird verzichtet. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung bestehen zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 575). 4. Konzernzugehörigkeit Die Viatris Inc., Canonsburg/USA, stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen der Gruppe auf, in den die Madaus GmbH und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Viatris Inc., Canonsburg/USA, werden auf Grundlage der United States Generally Accepted Accounting Principles ("US-GAAP") erstellt. Dieser Konzernabschluss wird unter der Commission File Nr. 001-39695 bei der U.S. Securities and Exchange Commission in Washington D.C., USA, offengelegt kann über die Webseite www.viatris.com eingesehen werden. Die Madaus GmbH ihrerseits nimmt die Befreiungsvorschriften zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gemäß § 292 HGB in Anspruch und stellt daher keinen eigenen Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht auf. Der Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens VIATRIS Inc. wird in englischer Sprache im (elektronischen) Unternehmensregister unter der Handelsregisternummer der Viatris Healthcare GmbH, Troisdorf, (HRB 15331) bekannt gemacht. Die nach amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) in dem Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden weichen in folgender Hinsicht von deutschem Recht ab:
5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 68. Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. 6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
Köln, den 11. Oktober 2024 Die Geschäftsführung gez. Rainer Weiß gez. Dr. Jürgen Mahling gez. Marc Zimmer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Madaus GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Madaus GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Madaus GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 11. Oktober 2024 Deloitte
GmbH
Detlef Herrel, Wirtschaftsprüfer Robert Schneefeld, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 5. November 2024 festgestellt. |
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