RConsult.biz GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Stucke seit 1.6.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MOBIL Krankenkasse | 93.00% |
VIACTIV Krankenkasse | 5.00% |
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See | 1.00% |
AOK Sachsen-Anhalt – Die Gesundheitskasse | 1.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
3 von 4 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mobil ISC GmbHLehrteJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHTI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Mobil ISC GmbH - kurz die MISC - ist ein mittelständisches Unternehmen, das IT-Dienstleistungen für gesetzliche Krankenkassen, deren Arbeitsgemeinschaften und Dienstleistern aus dem deutschen Gesundheitswesen anbietet. Die MISC hat nach § 80 SGB X die Berechtigung zur Verarbeitung von Sozialdaten und ist zudem eine von neun zugelassenen Datenannahmestellen in Deutschland sowie zertifizierter Fachdienstbetreiber im Umfeld der Telematik-Infrastruktur und für die elektronische Gesundheitskarte. Über die reinen Betriebsleistungen hinaus unterstützt die MISC ihre Rechenzentrumskunden sowie auch andere gesetzliche Krankenkassen in "betriebsnahen" IT-Projekten, wie z. B. bei der Errichtung neuer Betriebsservices aufgrund von gesetzlichen Anforderungen oder individuellen Kundenwünschen. Insbesondere die Bereitstellung individueller Betriebsleistungen in der Projektphase, das spezielle Know-how zum Betrieb der Branchenlösung oscare® sowie eigenentwickelte Softwareprodukte helfen den Kunden bei der Erreichung ihrer Projektziele. Durch die abgebildete Organisationsstruktur wird die MISC in die Lage versetzt, jederzeit flexibel und kurzfristig auf Kundenanforderungen bzw. gesetzliche Vorgaben zu reagieren und ist durch ihren Aufbau sehr skalierbar für weiteres Wachstum und die Erbringung von neuen Services ausgerichtet. Neben der Stabsstelle für Integrierte Managementsysteme und den internen Verwaltungseinheiten erfolgt die Leistungserbringung in drei Geschäftsbereichen. Diese gliedern sich, wie folgt: - Geschäftsbereich Design & Solution Alle Einheiten, die an der direkten Wertschöpfung beteiligt sind und organisationsübergreifend zum Wohl des Kunden handeln müssen, werden in diesem Bereich zusammengeführt. Die aktive Kundenbetreuung und Weiterentwicklung kundenorientierter Services werden damit zentralisiert. Das bestehende Portfolio sowie die Wertschöpfung der MISC werden aus dem Geschäftsbereich heraus optimiert und anhand der Anforderungen der Kunden und des Marktumfeldes erweitert. Sowohl neue Produkte und Services als auch hieraus resultierende Lösungen werden über den gesamten Lifecycle gesteuert. - Geschäftsbereich Consulting Durch die fachlich versierte und auf technischem Verständnis basierende Beratung, bildet der Bereich das Brückenglied zwischen den fachlichen Anforderungen und den technischen/architektonischen Möglichkeiten. Hierbei werden durch die ganzheitliche Beratung Mehrwerte und Synergien gehoben und zugleich die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen sowie die kundenorientierte Serviceerbringung sichergestellt. - Geschäftsbereich Technology Der Geschäftsbereich Technology sorgt mit einem datensicheren und hoch performanten IT-Betrieb für unterbrechungsfreie Geschäftsprozesse. Er koordiniert das Zusammenspiel von modernster Technologie, intelligent orchestrierten Applikationen und hochautomatisierten Prozessen. Die Kompetenzen im Betrieb von vielfältigen Applikationen und Datenbanktechnologien werden ergänzt durch umfangreiches Know-how in der Automatisierung von IT- und Geschäftsprozessen. Sowohl die operative IT-Sicherheit werden im Geschäftsbereich in den Fokus gestellt als auch durch eine 24/7 tätige Organisationseinheit kritische Services jederzeit überwacht. Aufgrund des rasanten technischen Fortschritts im IT-Sektor ist es erforderlich, dass die den Kunden angebotenen Dienstleistungen ständig überprüft und optimiert werden. Hierbei müssen neue Technologien und digitale Betriebsmodelle frühzeitig erprobt werden, um im Bedarfsfall die effiziente, schnelle und betriebssichere Serviceerbringung gewährleisten zu können. Hierfür bedient sich die MISC im Bedarfsfall eines großen Netzwerks an externen Spezialisten. Zusätzlich unterstützt die MISC als (IT-) Innovationstreiber die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Arbeitsgemeinschaften bei der Umsetzung ihrer individuellen und komplexen Digitalisierungsvorhaben sowie IT-Sicherheitsstrategien. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand der Entwicklungstätigkeit ist die Verfahrens- und Softwareentwicklung für gesetzliche Krankenkassen überwiegend auf Basis offener und von SAP unterstützter Technologien. Es wurden hierfür in der MISC separate Organisationseinheiten etabliert. Hierbei werden neben der individuellen Auftragsentwicklung für Kunden auch eigene Produkte entwickelt, bei denen das intellectual property (IP) auf Seiten der MISC liegt. Diese Produkte werden innerhalb des Kundensegments der MISC vermarket. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Markt für IT-Dienstleistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist in Deutschland beschränkt auf einige wenige Spezialanbieter. Aufgrund der vermehrt auftretenden Fusionen von Krankenkassen, was erklärter politischer Wille ist, nimmt die Größe der einzelnen Kassenunternehmen zu, gleichzeitig sinkt die Gesamtanzahl von potenziellen Neukunden. Die MISC tritt daher als Teilnehmer in einem gesetzlich regulierten Oligopolmarkt auf, dementsprechend hart wird der Verdrängungswettbewerb von allen Anbietern geführt. Die MISC unterliegt der Aufsicht durch das Bundesamt für soziale Sicherung (BAS). 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2023 war neben dem regulären Rechenzentrumsbetrieb für die Branchenlösung oscare® geprägt durch die Übernahme von neuen umfangreichen IT-Services für einen Bestandskunden im Rahmen dessen zukünftiger IT-Strategie sowie durch die zusätzliche Einführung von gesetzlichen Services im Rahmen der Telematikinfrastruktur bei den Gesellschaftern der MISC. Durch die Übernahme der neuen Services mussten die hierfür benötigten personellen Ressourcen in die Organisationsstruktur integriert und bestehende Geschäftsprozesse an die neuen Betriebsabläufe angepasst werden. Die Umsetzung konnte ohne nennenswerte Restrukturierungsmaßnahmen erfolgen und ist Beleg für die Skalierbarkeit der Organisation. Des Weiteren wurde im Kontext der Aufnahme eines neuen Gesellschafters ein Großprojekt zur Übernahme des Betriebs der beim Gesellschafter im Einsatz befindlichen Branchenlösung oscare® gestartet, welches im Jahr 2024 zum Abschluss gebracht werden soll. Neben den Gesellschaftern erteilten zudem auch weitere Kunden zusätzliche Dienstleistungsaufträge. Die operative Leistungsfähigkeit und hohe Qualität der Leistungserbringung konnten im Rahmen des durchgeführten ISO 27001-Überwachungsaudits erneut bestätigt werden und wurden zudem im Zuge weiterer externer Audits als über dem Branchenstandard liegend attestiert. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und mithin die Gesamtentwicklung der Gesellschaft als überaus positiv. 3. Lage Die Gesellschaft konnte den positiven Trend des Vorjahres auch im Geschäftsjahr 2023 fortführen und manifestieren. Die Personalzahl stieg um 17,1 % auf durchschnittlich 240 Mitarbeitende. Die Umsatz- und Kostensteigerungen waren dem organischen Wachstum der Kunden, der Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeiten, den Großprojekten sowie dem Neugeschäft geschuldet. a) Ertragslage Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) ist von T€ 41.780 (2022) auf T€ 47.949 gestiegen und wurde überwiegend mit den Gesellschaftern erwirtschaftet. Der Personalaufwand ist durch Anstieg der Mitarbeiterzahl um T€ 3.556 (+ 21,9 %) von T€ 16.168 im Vorjahr auf T€ 19.723 gestiegen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen (T€ 2.643) sind im Vergleich zum Vorjahr (T€ 2.230) leicht angestiegen. Den Abschreibungen stehen Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 3.701 gegenüber. Die Materialaufwände steigen von T€ 18.213 im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 20.552 (T€ 2.339, +12,8 %). Der Anstieg betrifft im Wesentlichen Aufwendungen für externe bezogene Dienstleistungen, externe Betriebs-/Wartungskosten sowie Lizenzkosten und ist dem Wachstum des Geschäftsvolumens geschuldet. Die Sachkosten (sonstige betriebliche Aufwendungen) sind von T€ 4.284 im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 3.936 (TEUR 348, -8,1 %) gesunken. Ein Effekt von T€ 783 resultiert dabei aus einer Ausweisänderung von bezogenen Fremdleistungen, die unmittelbar mit der Leistungserbringung zusammenhängen und nunmehr unter dem Materialaufwand ausgewiesen werden. Das EBIT steigert sich von T€ 1.504 (2022) auf T€ 1.907 (T€ 403, +26,8 %) geringfügig. Das EBIT ist durch das Finanzergebnis (T€ 171, Vj. T€ 137) und durch Ertragsteuern (T€ 640, Vj. T€ 526) belastet. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 T€ 1.095 ist um T€ 254 höher ausgefallen als der Jahresüberschuss des Vorjahres. Das Ergebnis entspricht der Erwartung der Geschäftsführung. b) Vermögenslage Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der Thesaurierung des Jahresüberschusses im Geschäftsjahr 2023 von 23,0 % auf 26,0 % erhöht. Die Gesellschaft hat einen Darlehensvertrag mit einem Gesellschafter abgeschlossen, welcher der für die Gesellschaft zuständigen Aufsichtsbehörde angezeigt wurde. Da die Gesellschafter der Mobil ISC GmbH ausschließlich gesetzliche Krankenkassen sind, ist es ihr per Gesetz grundsätzlich untersagt, Darlehen bei Kreditinstituten aufzunehmen. Das Darlehen wird planmäßig getilgt. Das Anlagevermögen zu Buchwerten ist durch Eigenkapital sowie durch mittel- und langfristige Gesellschafterverbindlichkeiten mehr als gedeckt. Das übrige Fremdkapital ist kurzfristig. Die fristgerechte Begleichung der zum 31.12.2023 passivierten, kurzfristigen Verbindlichkeiten ist im Geschäftsjahr 2024 erfolgt. Vermögensstruktur Investitionen in das Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 3.701 vorgenommen. Hierbei entfielen T€ 333 auf Software und T€ 3.402 auf Sachanlagen. Die Investitionstätigkeit dient hauptsächlich dem Ausbau der Gesellschaft und der Entwicklung von IT-Dienstleistungen. Die Investitionen in das Anlagevermögen sind im Geschäftsjahr 2023 höher ausgefallen als die Abschreibungen, das Anlagevermögen erhöht sich entsprechend (31.12.2023: T€ 6.882, Vj. T€ 5.958). Das Umlaufvermögen und die Rechnungsabgrenzungsposten steigen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls (31.12.2023: T€ 10.708 Vj. T€ 8.931). c) Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit T€ 3.657 (Vj. T€ 3.011). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug 2023 T€ -3.701 und betraf ausschließlich Investitionen in das Anlagevermögen. Es wurden Erlöse aus Anlagenverkäufen in Höhe von T€ 34 erzielt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit T€ -382 resultiert aus der planmäßigen Tilgung des Gesellschafterdarlehens T€ -214 und aus gezahlten Zinsen T€ -168. Der Finanzmittelfonds hat sich im Geschäftsjahr 2023 um T€ 56 auf T€ 3.055 erhöht. Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit gesichert. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die MISC zieht für ihr Controlling die Kennzahlen EBIT (Gesamtleistung abzüglich Betriebsaufwand) und Investitionen in das Anlagevermögen heran. Das für das Jahr 2023 angestrebte EBIT-Ziel wurde übertroffen. Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in das Anlagevermögen waren aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung deutlich höher als die geplanten Investitionen. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator ist für die MISC die Qualifikation ihrer Mitarbeitenden maßgeblich. Aufgrund der komplexen Anforderungen und der dynamischen Entwicklung der IT-Branche ist es unerlässlich, hochqualifiziertes Personal einzusetzen und dieses permanent weiterzuentwickeln. Grundstein hierfür ist bereits die Personalakquise, bei der sich die Gesellschaft ein eigenes e-Recruiting aufgebaut hat, und sich überdies der Vermittlungsexpertise externer Dienstleister bedient. Fachliche Schulungsmaßnahmen und individuelles Coaching, als etablierte Maßnahmen zur Mitarbeitendenqualifikation, nehmen einen hohen Stellenwert ein. III. Prognosebericht Neben dem Kerngeschäft - dem Betrieb der Branchenlösung oscare®- als Grundlage für die Sicherstellung der Serviceprozesse für die Kunden und Gesellschafter, muss sich die MISC in den kommenden Jahren auf folgende wesentliche Trends und Markttreiber fokussieren und diese bedienen: 1. Grundlage des Handelns ist weiterhin die Erbringung der angebotenen Services in höchstmöglicher Stabilität und Qualität. Die Leistungsfähigkeit der Kunden ist somit maßgeblich davon abhängig, dass der Betrieb in der MISC störungsarm und manipulationsfrei gewährleistet ist. Hierzu müssen die Serviceprozesse immer neu angepasst und anhand der steigenden Komplexität ausgerichtet werden. Neue Services und Gesellschafter müssen in die Servicestruktur integriert und in der Organisation verankert werden. Qualifiziertes Personal bildet hierzu die Grundlage. Maßnahmen zur Qualifizierung, Weiterentwicklung und Gewinnung von Fachpersonal stehen hierbei im Fokus. 2. Zentrale Aufgabe aus technischer Sicht wird im Jahr 2024 der Aufbau und der Betrieb der Infrastruktur für die Branchenlösung oscare® des neuen Gesellschafters AOK Sachsen-Anhalt sein. Hierfür werden erhebliche Investitionen und Projektaufwände getätigt und die neue Umgebung in die bestehende und mandantenfähige Infrastruktur der MISC integriert. Zusätzliche kassenspezifische Fachprozesse müssen etabliert und in den Betriebsablauf eingegliedert werden. 3. Weiterhin werden durch die AOK Systems GmbH neue Produkte innerhalb der oscare® Umgebung eingeführt, welche partiell direkte Prozesse mit den Versicherten der Kunden und Gesellschafter abbilden. Hierfür müssen in der MISC Mitarbeitende fachlich weiterqualifiziert und die bereits errichteten Infrastrukturumgebungen ausgebaut werden. Maßgeblich sind in den Folgejahren hybride Infrastrukturen bereitzustellen und cloudbasierte Software-as-a-Service Produkte anzubinden, um den steigenden Anforderungen - beispielweise im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und Skalierbarkeit - gerecht zu werden. Hierzu wird die MISC die vorhandene Expertise weiter ausbauen und für die Kunden und Gesellschafter mögliche Architekturen evaluieren, bewerten und umsetzen. Damit einhergehend müssen erweiterte Strukturen im Bereich der Dienstleister- und Produktionssteuerung geschaffen werden. Die weitergehende Etablierung von automatisierten Prozessabläufen und der Ausbau des Servicemonitorings sind hierbei zu planen und umzusetzen. 4. Innerhalb des Prognosezeitraums werden weitere Projekte im Kontext der Umsetzung der Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes für die Kunden realisiert. Zudem werden auf Grundlage fortschreitender gesetzgeberischer Vorhaben zusätzliche Maßnahmen zur Umsetzung der Anforderungen an eine kritische Infrastruktur entstehen, welche innerhalb des Prognosezeitraums bewertet werden müssen. Die hierbei identifizierten Maßnahmen müssen im späteren Verlauf umgesetzt werden. Neben externen Partnern wird das in der MISC vorhandene und stetig wachsende Expertenwissen hierbei zielgerichtet eingesetzt. 5. Im Umfeld der Leistungserbringung von kundenindividuellen Services und der fortschreitenden Digitalisierung von Prozessen für den Versicherten, wird die MISC immer mehr Leistungen im direkten Kontakt zum Endkunden erbringen. Die Verfügbarkeit der Services muss hierbei jederzeit gewährleistet werden. Weiterhin führen die Verlagerung und Digitalisierung der Kernprozesse in Richtung der Versicherten zu neuen Herausforderungen im Bereich der IT-Sicherheit, des Datenschutzes und der Cyber-Resilienz. 6. Die Erweiterung des Neukundengeschäfts wird zudem durch die skalierbare Organisationsstruktur und die stärkere Etablierung einer unternehmensinternen Entwicklungsabteilung nachhaltig gefördert. Die Zahl der Mitarbeitenden im Jahr 2024 wird bis zum Ende des Jahres voraussichtlich auf über 300 Mitarbeitende ansteigen. Dies ist erforderlich, um die Leistungsfähigkeit für neue Services auszubauen und die aus der Aufnahme eines neuen Gesellschafters resultierenden erweiterten Anforderungen an die Gesellschaft umsetzen zu können. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem EBIT von ca. T€ 3.945, mit Investitionen von ca. T€ 4.741 sowie einem positiven Jahresergebnis gerechnet. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Durch die Übernahme von neuen Services, der zu erbringenden Projekt- und Serviceleistungen und der Aufnahme eines weiteren Gesellschafters konnte das finanzielle Risiko durch die Abhängigkeit von wenigen Key Accounts weiter verringert werden. Zudem sind die vier größten Kunden gleichzeitig Gesellschafter der MISC. Über die zu erbringenden Service- und Betriebsleistungen wurden zudem langfristige Verträge geschlossen, welche die finanziellen Risiken der Gesellschaft ebenfalls reduzieren. Durch das Gesamtwachstum im Hinblick auf das Investitionsvolumen und den Organisationsaufbau müssen für die Zukunft die wirtschaftlichen Key Performance Indikatoren (KPIs) angepasst werden. Diese stehen in direktem Zusammenhang mit dem fortschreitenden Aufbau von Eigenkapital und Liquidität und dienen somit zusätzlich der Minimierung der finanziellen Risiken für die Gesellschaft. Die gestiegenen Investitionsbedarfe, resultierend aus Neukundengeschäft, steigenden Reinvestitionskosten in die wachsende Bestandsinfrastruktur und der Anpassung an die fortschreitenden technologischen Innovationszyklen sollen zukünftig vermehrt aus Eigenmitteln bestritten werden, um für die Kunden bereitgestellten Services möglichst wirtschaftlich und kostenoptimiert anbieten zu können. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der aktuellen Vertragslage und Vorgehensweise keine konkreten und wesentlichen finanziellen Risiken für die Gesellschaft bestehen. Neue regulatorische Vorgaben erzeugen bei den gesetzlichen Krankenkassen einen enormen Handlungsdruck, vor allem im Kontext der Umsetzung digitaler Lösungen. So werden Maßnahmen zur Intensivierung der digitalen Versorgung für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland gefordert, deren Umsetzung grundsätzlich die gesetzlichen Krankenkassen verantworten müssen. Hieraus entstehen auch für die MISC hohe Anforderungen, da diese anspruchsvollen Vorhaben in vergleichbar kurzen Zeiträumen umgesetzt werden sollen. Durch die Aufnahme des neuen Gesellschafters entstehen für das Unternehmen zusätzlich erhebliche interne Projektaufwände für die Umsetzung der Kernsystemmigration. Zeitgleich müssen die hohe Serviceverfügbarkeit und Qualität bei den Bestandskunden aufrechterhalten werden. Hierfür werden neben dem Einsatz von externen Ressourcen für die Projektumsetzung auch interne Ressourcen neu aufgebaut. Zur Kompensation der zusätzlichen Aufwände bedient sich die MISC hierbei aus bestehenden Rahmenverträgen mit Dienstleistern, um die langfristigen finanziellen Abhängigkeiten bei einem internen Stellenaufbau für Projekttätigkeiten möglichst gering zu halten. Der Aufbau von internen - für den späteren Betrieb benötigten - Ressourcen wird hierbei durch das bereits etablierte Recruiting sichergestellt. Bereits im laufenden Geschäftsjahr konnte der überwiegende Personalbedarf frühzeitig gedeckt werden. Im Rahmen der nationalen Gesetzgebung zur Umsetzung der NIS2-Richtlinie sowie aufgrund der geänderten gesetzlichen Kriterien zur kritischen Infrastruktur entstehen für die MISC zusätzliche Anforderungen, welche sowohl technische als auch wirtschaftliche Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Durch eine frühzeitige Planung und Bewertung der Anforderungen, die bereits umgesetzten technischen und organisatorischen Maßnahmen und die vorhandenen Prozesse im Rahmen der Zertifizierung können die Auswirkungen auf die Gesellschaft als vergleichsweise moderat eingestuft werden. Zusätzliche wirtschaftlich relevante Einflüsse im Zuge der Umsetzung der vorgenannten Anforderungen können aufgrund der derzeitigen positiven wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft kompensiert werden. Durch die fortschreitende digitale Vernetzung im Gesundheitswesen und den Einsatz von Clouddiensten steigt das Risiko im Bereich der Security und von Cyber-Angriffen auf die IT-Infrastruktur. Neben den bereits umgesetzten organisatorischen Maßnahmen und Regelungen wurden zur Abwehr dieser Gefahren beträchtliche Investitionen in die Datensicherheit getätigt. Der Ausbau des Security-Operations-Centers und die Einbindung der neuen Services, Kunden und hybriden Infrastrukturen ist hierbei essenziell, um die Risiken für das Unternehmen zu minimieren. Ein grundsätzliches Risiko stellt die jährlich neu zu bestehende Zertifizierung nach gesetzlich vorgeschriebenen und vertraglich vereinbarten Normen dar. Herauszuheben ist hierbei die Zertifizierung gemäß des Standards ISO27001. Bei Verlust dieses Zertifikats würde die MISC die Berechtigung zur Erbringung ihrer Leistungen verlieren und könnte den Gesellschaftszweck nicht mehr erfüllen. Durch die Anpassung der gesetzlichen Vorgaben im Bereich der kritischen Infrastruktur müssen zusätzliche Bewertungen im Hinblick auf Prozessabläufe, Infrastruktur und Risikobewertungen vorgenommen werden. Hierzu hat die MISC frühzeitig ein übergreifendes Projekt gestartet, um die Vorgaben für sich und ihre Gesellschafter zu bewerten. Durch die bereits vorhandenen Zertifizierungen kann hier auf bestehendes Know-how aufgebaut werden. Dem vorgenannten Risiko wird zusätzlich durch die bereits erfolgte Erweiterung der Organisation im Bereich der operativen Sicherheit und durch die Erweiterung der Ressourcen innerhalb der zuständigen Stabstelle entgegengewirkt. Informationssicherheits-, Datenschutz-, Risiko- und Complianceprozesse werden hierbei stetig - sowohl intern als auch durch hinzugezogene externe Partner - überprüft und optimiert. Die im Geschäftsjahr 2022 eingeleiteten Schritte zur Rückerlangung von gezahlter Umsatzsteuer für Services gegenüber Bestandsgesellschaftern wurden im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt und entsprechende Abstimmungen mit den zuständigen Finanzbehörden getätigt. Das Verfahren konnte im Geschäftsjahr 2023 nicht abgeschlossen werden und wird im laufenden Geschäftsjahr fortgeführt. Die möglichen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage können zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht abschließend beurteilt werden. 2. Chancenbericht Aufgrund der dynamischen Entwicklungen innerhalb der IT-Branche werden auch zukünftig innovative, technisch geprägte IT-Dienstleistungen von gesetzlichen Krankenkassen und deren Arbeitsgemeinschaften nachgefragt werden. Durch die Neuausrichtung der Organisation auch im Bereich Produktmanagement und dem vorhandenen fundierten Fachwissen innerhalb der GKV, Fachwissen zu kassenspezifischen Prozessen und Kenntnissen der sich stetig anpassenden regulatorischen Vorgaben, kann die MISC neue Produkte, Services und Dienstleistungen zielgerichtet am Markt platzieren und hierdurch zusätzliches Geschäft generieren. Neben den Entwicklungen im Bereich der Branchenlösung oscare® bietet auch die Einbindung von Cloud Services der MISC die Chance, neue Umsätze zu generieren und hierfür Produkte zu platzieren, welche sowohl prozessuale wie auch wirtschaftliche Vorteile für die Kunden bringen. Diese hybriden Betriebsmodelle - teils mit Services on-premise und teils aus der Cloud - gewinnen zunehmend auch im Marktumfeld der Gesellschaft an Bedeutung. Die MISC kann bereits auf Umsetzungs- und Betriebserfahrung zurückgreifen und diese ebenfalls im Neukundenumfeld anbieten. Zudem kann durch die Erweiterung des Produktportfolios eine langfristige Kundenbindung erzielt werden. Die digitale Transformation im deutschen Gesundheitswesen, welche vom Gesetzgeber explizit vorangetrieben wird, eröffnet neue Geschäftsfelder und Umsatzpotenziale für IT-Dienstleister. Es werden neuartige Beratungs- und Betriebsdienstleistungen sowie qualifizierte Entwicklungs- und Projektdienstleistungen nachgefragt. In der Gesellschaft vorgehaltene hohe fachliche Expertise und Ressourcen ermöglichen es, das angefragte Portfolio zu bedienen. Durch die fortschreitende Digitalisierung von Prozessen und Services zum Versicherten und zu den Leistungserbringern ergeben sich neue Anforderungen an technische, fachliche und sicherheitstechnische Transaktionen, welche in 24x7-Betriebsabläufen bedient werden müssen. Durch die bereits umgesetzten organisatorischen und technischen Maßnahmen im Bereich operativer Sicherheit, können diese Services für die Bestandskunden bedient, im Hinblick auf gesetzliche Anforderungen erweitert und zusätzlich auch für Neukunden angeboten werden. Des Weiteren ist die MISC für gesetzliche Krankenkassen - die sich für die Branchenlösung oscare® entscheiden - einer der strategischen Rechenzentrumspartner, wodurch davon ausgegangen werden darf, dass in den Folgejahren im Kerngeschäft neue Kunden bzw. Gesellschafter gewonnen werden können. 3. Gesamtaussage Die MISC konnte im Geschäftsjahr 2023 ihren Geschäftsumfang durch neue Services bei ihren Bestandskunden, durch Beratungs- und Dienstleistungsprojekte und erweiterte Rahmenverträge mit Neukunden und Geschäftspartnern ausbauen. Mit Blick auf die Marktentwicklung in der Gesetzlichen Krankenversicherung hat sie eine sehr gute Ausgangssituation für die nächsten Jahre, da sie vertraglich langfristig vereinbarte Leistungen anbietet und sich sowohl technisch wie auch organisatorisch auf neue gesetzliche Themen und neue Produkte im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der GKV bereits eingestellt hat. Maßgeblich für die Entwicklung in den nächsten Jahren wird sein, im erforderlichen Umfang und in der gebotenen Zeit qualifiziertes Fachpersonal zu rekrutieren und die vorhandenen Mitarbeiterressourcen weiter zu qualifizieren, um die anspruchsvollen und stetig steigenden Bedarfe auch zukünftig in vollem Umfang bedienen zu können. Darüber hinaus ist der Ausbau weiterer kernsystemunabhängiger Services bei Neukunden wichtig. Die bereits heute neu übernommenen Services, die etablierten Betriebsprozesse im SAP®-Basisbetrieb, die operativen Sicherheitsservices und der 24x7-Monitoringservice können am Markt unabhängig angeboten werden und somit zur Erweiterung der Geschäftsfelder beitragen. Die wirtschaftlichen Risiken für die Gesellschaft werden deshalb insgesamt weiter als niedrig eingeschätzt. V. Bericht über Zweigniederlassungen Die Mobil ISC GmbH unterhält neben ihrer Zentrale in Lehrte-Ahlten bei Hannover, wo auch das Rechenzentrum verortet ist, noch Zweigniederlassungen in Hamburg, Essen und Bayreuth.
Lehrte, 21.03.2024 Andreas Stucke, Geschäftsführer BILANZAktiva
Passiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ANHANGI. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft und zum Jahresabschluss Die Mobil ISC GmbH hat ihren Sitz in Lehrte und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hildesheim (HRB 202479). Die Erstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft aufgestellt. Danach ist die Gesellschaft verpflichtet den Jahresabschluss für eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB aufzustellen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. II. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Durchbrechung der Darstellungsstetigkeit und der Bewertungsmethoden Die unmittelbar für die Umsatzerzielung bezogenen Leistungen "Rechenzentrum" werden erstmals im Geschäftsjahr 2023 unter dem Posten "Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen" gezeigt. Der Ausweis im Vorjahr erfolgte unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen". Die Ausweisänderung erfolgte, damit ein besserer Einblick in die Ertragslage gewährt werden kann. Die übrigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Einzelkosten zuzüglich notwendiger und angemessener Gemeinkosten) abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens mit einem Betrag von bis zu € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgte zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellkosten. Die angesetzten Herstellkosten enthalten Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus § 246 Abs. 2 Sätze 2 und 3 HGB, da Altersversorgungsverpflichtungen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger (d. h. mit Ausnahme der Arbeitnehmer) entzogen sind (d. h. zu Gunsten der Arbeitnehmer und Betriebsrentner verpfändet und damit insolvenzsicher) und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, gedeckt werden. Das Deckungsvermögen ist mit den Anschaffungskosten angesetzt. 3. Bilanzierung und Bewertung von Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Altersteilzeit und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,74 % (Durchschnittsbildung fünfzehn Jahre) sowie eine Dynamisierung der Gehaltssteigerung um 5,5 % p. a. zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Die sonstigen Rückstellungen haben in Höhe von T€ 16 (Vorjahr T€ 16) eine Restlaufzeit von über einem Jahr und werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Besicherungen bestehen nicht. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. III. Erläuterung zu Bilanzposten Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von T€ 3.139 (Vorjahr T€ 2.114) gegen Gesellschafter. Unter der Position sonstige Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen antizipative Posten (im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuern) in Höhe von T€ 156 (Vorjahr T€ 83) sowie Ansprüche auf Dienstleistungen (Abrufkontingente) in Höhe von T€ 241 (T€ 457) enthalten. Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt T€ 300. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die erhaltenen Anzahlungen wurden von den Gesellschaftern geleistet. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 5.184.379,00 (Vorjahr € 5.955.302,00) enthalten. Passive latente Steuern resultieren aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Aktive latente Steuern resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung der Urlaubsrückstellung in der Handels- und in der Steuerbilanz. Aktive latente Steuern werden aufgrund des Wahlrechts gem. § 274 HGB nicht angesetzt. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 31,6 % zugrunde. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland durch EDV-Dienstleistungen erzielt. Die periodenfremden Erträge und Aufwendungen sind von untergeordneter Bedeutung. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus bis zum Geschäftsjahr 2028 laufenden Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von insgesamt T€ 6.531. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestanden ein Bestellobligo in Höhe von T€ 3.729. 2. Abschlussprüferhonorar Für den Abschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr folgende Honorare im Aufwand erfasst:
3. Ausschüttungssperre Es sind selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von € 232.449,00 aktiviert worden, für die passive latente Steuern im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von € 73.453,86 gebildet wurden. Der ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt € 158.995,14. 4. Beschäftigte lm Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich (i. S. v. § 267 Abs. 5 HGB) 240 Mitarbeitende beschäftigt, davon waren 35 Führungskräfte und 205 Angestellte. 5. Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft bestand im Geschäftsjahr 2023 und danach aus:
Die nach § 285 Nr. 9 HGB verlangten Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer sind nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. 6. Aufsichtsratsmitglieder Der Aufsichtsrat der Gesellschaft bestand im Geschäftsjahr 2023 und danach aus:
Hannover, den 21. März 2024 Andreas Stucke, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2023
AHK = Anschaffungs-, Herstellungskosten Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mobil ISC GmbH, Lehrte Wir haben den Jahresabschluss der Mobil ISC GmbH, Lehrte, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mobil ISC GmbH, Lehrte, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Ausstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung des Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtürmern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffen darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführten Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 22. März 2024 KSB
INTAX TREUHAND GmbH
Ammermann, Wirtschaftsprüfer Martyniak, Wirtschaftsprüferin Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses wurde von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 327 HGB Gebrauch gemacht. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich jedoch auf den vollständigen Jahresabschluss. Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 wurde am 23.05.2024 festgestellt. |
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