Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 16715
Eingetragen
31.8.2021
Branche
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens besteht in der Entwicklung, Konstruktion, Fabrikation und dem Vertrieb von Erzeugnissen des Maschinen-, Anlagen- und Steuerungsbaus sowie in der Erbringung von allen hiermit zusammenhängenden Geschäfts- und Dienstleistungen wie zum Beispiel Engineering-, Service- und Montageleistungen für die Lebensmittelindustrie und weitere Industrien. Die Gesellschaft kann Dienstleistungen im Verkauf sowie in kommerziellen und sonstigen Belangen an Unternehmen des Bühler-Konzerns und an Dritte erbringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Chialina
seit 29.12.2025
Geschäftsführer
Thomas Papargiriou
seit 4.11.2024
Prokura
Eveline Ticoalu
seit 31.8.2021
Prokura
Daniel Walgarth
seit 31.8.2021
Prokura
Joachim Essig
seit 31.8.2021
Prokura
Markus Windeisen
seit 31.8.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bühler AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.137.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bühler GmbH

Reichshof

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die Nordwest Revision Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die vorliegende PDF-Datei auf Wunsch des Mandanten erstellt. Wir weisen darauf hin, dass es sich bei dem vorliegenden Dokument um eine elektronisch übersandte Kopie handelt und ausschließlich die unterzeichnete Originalfassung maßgeblich ist. Hinsichtlich der Weitergabe an Dritte weisen wir darauf hin, dass sich unsere Verantwortlichkeit - auch gegenüber Dritten - allein nach den Auftragsbedingungen im Bericht (AAB vom 1. Januar 2017) richtet.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Anhang 31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.962,74 58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.670.816,38 10.005
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.070.366,96 1.911
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.202.492,57 1.445
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.562,97 0
11.948.238,88 13.361
11.963.201,62 13.419
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2)
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.893.147,43 8.731
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 91.716.048,03 89.207
3. Geleistete Anzahlungen 1.208.758,89 1.344
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -94.980.275,68 0
6.837.678,67 99.282
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.453.969,46 5.980
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.718.897,17 21.918
3. Sonstige Vermögensgegenstände 385.880,09 523
25.558.746,72 28.421
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (4) 3.192.355,64 41
35.588.781,03 127.744
C. Rechnungsabgrenzungsposten (5) 33.623,23 89
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 20.189.450,46 21.765
67.775.056,34 163.017

Passiva

Anhang 31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital (6)
I. Gezeichnetes Kapital 1.137.000,00 1.137
II. Kapitalrücklage 4.127.705,91 4.128
III. Verlustvortrag -27.030.021,71 -13.690
IV. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 1.575.865,34 -13.340
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 20.189.450,46 21.765
0,00 0,00
B. Rückstellungen (7)
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.755.105,00 9.434
2. Steuerrückstellungen 164.132,00 45
3. Sonstige Rückstellungen 9.819.869,11 8.500
19.739.106,11 17.979
C. Verbindlichkeiten (8)
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 108.334
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.962.885,83 4.894
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.558.395,88 30.843
4. Sonstige Verbindlichkeiten 395.779,63 966
47.917.061,34 145.037
D. Rechnungsabgrenzungsposten 118.888,89 0
67.775.056,34 163.017

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anhang 2023
EUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse (9) 104.695.254,05 51.862
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 2.508.604,10 19.409
3. Sonstige betriebliche Erträge (10) 4.517.987,23 450
111.721.845,38 71.721
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.617.471,87 34.506
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.261.740,04 9.324
60.879.211,91 43.830
5. Personalaufwand (11)
a) Löhne und Gehälter 25.122.557,66 22.093
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.621.532,81 5.135
30.744.090,47 27.228
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.124.306,75 1.431
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) 16.181.244,82 11.546
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (13) 24.101,97 11
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (14) 1.103.143,47 887
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (15) 124.927,96 103
11. Ergebnis nach Steuern 1.589.021,97 -13.294
12. Sonstige Steuern 13.156,63 46
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 1.575.865,34 -13.340

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Bühler GmbH, Reichshof

I. Vorbemerkungen

Die Bühler GmbH, Reichshof, ist beim Amtsgericht Siegburg unter der Handelsregisternummer HRB 16715 gemeldet.

Der vorliegende Abschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wird in EUR aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene oder selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Fabrik- und Geschäftsgebäude werden von 15 Jahren bis längstens 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen von 5 Jahren bis längstens 21 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in 5 und bis zu 15 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer lag die wirtschaftliche Nutzungsdauer zugrunde.

Die geleisteten Anzahlungen für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zum Nennwert bewertet. Die Anlagen im Bau für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelanschaffungspreis von bis zu EUR 800,00 netto werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam erfasst.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie die in Abwicklung befindlichen Aufträge werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Material- und Fertigungskosten (Einzel- und Gemeinkosten) branchenüblich anfallende Sondereinzelkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (Vj. 0,5 %) auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Auszahlungen bis zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Dieser Rechnungszinssatz beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,82 % (Vj. 1,79 %). Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 1,74 % (Vj. 1,45 %) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 122 (Vj. TEUR 542) und ist mit einer Ausschüttungssperre belegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wird mit einem Rententrend von 2,0 % (Vj. 2,0 %) gerechnet. Die Bewertung erfolgt unter Einschluss von Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Diese wurden, wie in den Vorjahren, in Höhe von 1,9 % p.a. bis Alter 30, 1,3 % p.a. bis Alter 40, 0,9 % p.a. bis Alter 50 und 0,4 % p.a. für alle Alter über 50 angesetzt.

Die Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden ebenfalls auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens erstellt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Rechnungszins werden 1,74 % (Vj. 1,45 %) und ein Gehaltstrend von 2,00 % (Vj. 3,00 %) angenommen. Die Bewertung erfolgt unter Einschluss von Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Diese wurden, wie in den Vorjahren, in Höhe von 1,9 % p.a. bis Alter 30, 1,3 % p.a. bis Alter 40, 0,9 % p.a. bis Alter 50 und 0,4 % p.a. für alle Alter über 50 angesetzt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden für bereits abgeschlossene und zum Bilanzstichtag fest vereinbarte Altersteilzeitverträge gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Als biometrische Rechnungsgrundlage für die Rückstellungen für Altersteilzeit werden die Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die handelsbilanzielle Bewertung wurden ein Rechnungszinssatz von 1,74 % (Vj. 1,45 %) und ein Gehaltstrend von 3,00 % (Vj. 3,00 %) verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

In der Bilanz werden zur Verbesserung der Darstellungstransparenz der Vermögenslage und einheitlicher Bilanzierung aller deutschen Gesellschaften der Bühler Gruppe im aktuellen Geschäftsjahr der Posten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 94.980 erstmalig mit den Vorräten offen abgesetzt.

Bei gleicher Anwendung der Verrechnung im Vorjahr würden sich die Vorräte in Höhe von TEUR 99.282 um TEUR 99.282 auf TEUR 0 mindern und der passive Posten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen einen Betrag in Höhe von TEUR 9.052 ausweisen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum jeweiligen Tageskurs eingebucht und zum Abschlussstichtag grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet. Dabei wurden das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Kursverluste am Bilanzstichtag wurden entsprechend berücksichtigt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden nach § 256a S. 2 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

(2) Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert bewertet.

Die Gesellschaft hat das Wahlrecht nach §268 Abs. 5 Satz 2 HGB in Anspruch genommen, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten in Abzug zu bringen.

Erkennbaren Risiken in den Vorräten wurde durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch nach dem Bilanzstichtag anfallende Kosten vorgenommen und die entsprechenden Vorräte abgewertet, sofern diese nicht kostendeckend verkauft werden können.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 Gesamt
TEUR
31.12.2023 Restlaufzeit mehr als ein Jahr
TEUR
31.12.2022 Gesamt
TEUR
31.12.2022 Restlaufzeit mehr als ein Jahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.454 0 5.980 17
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.719 0 21.918 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 10.934 0 15.411 0
davon gegenüber Gesellschafter 2.197 0 6.271 0
davon aus Cash Pool 588 0 237 0
Sonstige Vermögensgegenstände 386 25 523 40
25.559 25 28.421 57

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 13.719 (Vj.: TEUR 21.918) enthalten Forderungen gegen Gesellschafter und resultieren aus der Forderung aus der umsatzsteuerlichen Organschaft gegen die Organträgerin (TEUR 2.197; Vj.: TEUR 6.271). Es liegen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren vor.

(4) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

(6) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.137.

Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, welche aus einer Verschmelzung im Geschäftsjahr 2021 resultiert, beträgt TEUR 4.127, die sich in Höhe von TEUR 1.525 aus der ehemaligen Bühler GmbH, Reichshof, und in Höhe von TEUR 2.603 aus der ehemaligen Bühler GmbH, Leingarten, zusammensetzt.

Alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft ist die Bühler Deutschland Holding GmbH, Braunschweig. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses auf TEUR 20.189 (Vj.: TEUR 21.765) reduziert. Der Fortbestand der Gesellschaft ist durch die Patronatserklärung der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, die bis zum 31.12.2025 gültig ist und alle bisherigen und künftigen Verpflichtungen deckt, sichergestellt.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor den ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.576 (Vj.: Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -13.340) auf neue Rechnung vorzutragen.

(7) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Ausstehende Eingangsrechnungen 5.461 4.502
Mitarbeiter 2.982 2.631
Sonstige 354 691
Drohende Verluste aus Mietverpflichtung 178 589
Gewährleistungen 339 87
Sonstige 506 0
9.820 8.500

Die Rückstellung für drohende Verluste beinhaltet Verpflichtungen aus einem Mietverhältnis und beläuft sich zum 31.12.2023 auf einen Betrag von TEUR 178 (Vj.: TEUR 589).

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

(8) Verbindlichkeiten

Nachfolgend sind die Verbindlichkeiten aus Gründen der Übersichtlichkeit für das Geschäftsjahr und die entsprechenden Vergleichszeiträume des Vorjahres separat dargestellt.

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Bühler GmbH 31.12.2023

Gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis ein Jahr
TEUR
Restlaufzeit mehr als ein Jahr
TEUR
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.963 2.963 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.558 20.558 24.000 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 5.022 5.022 0 0
davon gegenüber Gesellschafter 0 0 0 0
davon aus Cash Pooling 15.536 15.536 0 0
davon aus Finanzierungsdarlehen 24.000 0 24.000 0
Sonstige Verbindlichkeiten 396 396 0 0
davon aus Steuern 276 276 0 0
davon aus sozialer Sicherheit 0 0 0 0
Summe 47.917 23.917 24.000 0

Bühler GmbH 31.12.2022

Gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis ein Jahr
TEUR
Restlaufzeit mehr als ein Jahr
TEUR
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 108.334 108.334 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.894 4.894 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.843 6.843 24.000 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 3.680 3.680 0 0
davon gegenüber Gesellschafter 112 112 0 0
davon aus Cash Pooling 3.051 3.051 0 0
davon aus Finanzierungsdarlehen 24.000 0 24.000 0
Sonstige Verbindlichkeiten 966 966 0 0
davon aus Steuern 443 443 0 0
davon aus sozialer Sicherheit 0 0 0 0
Summe 145.037 121.037 24.000 0

Das Darlehen in Höhe von TEUR 24.000 ist mit einem Rangrücktritt der Bühler Holding AG, Uzwil (Schweiz), versehen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Europäische Union 54.210 22.553
Drittland 50.485 29.309
104.695 51.862

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Chocolate Confectionery 85.796 31.610
Fruit&SnackBars 6.389 4.619
Cocoa & Malt 5.001 6.638
Sugar Confectionery 1.093 3.522
DoMiReCo/Li 477 66
Sweet Biscuits 190 1.088
Mixing Wafer 54 0
Nuts & Seeds 6 86
Coffee 0 119
Others 5.689 4.113
104.695 51.862

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich folgendermaßen zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 4.518 450
davon Erträge aus der Weiterberechnung 3.607 0
davon aus Währungsumrechnung 101 84
davon wesentliche periodenfremde Erträge 741 334
aus der Auflösung von Rückstellungen 394 0
aus der Auflösung von
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 246 250

Die Erträge aus Weiterberechnung beinhalten eine Erstattung von Buchverlusten von der Konzernmutter. Es handelt sich um Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung.

(11) Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von:

2023
TEUR
2022
TEUR
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.622 5.135
davon für Altersversorgung 587 1.235

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 16.181 (Vj.: TEUR 11.546) enthalten im Wesentlichen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Werbe- und Vertriebskosten 2.318 2.060
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 2.231 1.926
Mietaufwendungen 1.369 1.137
Kosten der Warenabgabe 1.242 1.226
KFZ-Leasingaufwendungen 253 220
Beratungskosten 233 260
Währungsumrechnung 145 83
periodenfremde Aufwendungen 3.482 913
aus Buchverlusten 3.482 130
aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 612
weitere periodenfremde Aufwendungen 0 171

Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten einen Geschäftsvorfall in Höhe von TEUR 3.401, der durch die Konzernmutter wirtschaftlich ausgeglichen wurde (siehe sonstige betriebliche Erträge). Es handelt sich um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung.

(13) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2023
TEUR
2022
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24 11
davon aus verbundenen Unternehmen 24 3

(14) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten die folgenden Aufwendungen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.103 887
davon aus Aufzinsung 114 280
davon an verbundenen Unternehmen 989 607

(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 125 betreffen im Wesentlichen Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 119.

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

VI. Sonstige Angaben

(1) Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Arbeiter 124 123
Angestellte 163 163
Summe 287 286

(2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen in Form von Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.355 (Vj. TEUR 3.354). Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der Bonität der Schuldner als gering anzusehen.

Darüber hinaus bestehen weitere Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und Gewährleistungen im branchenüblichen Rahmen. Diese Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und Gewährleistungen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten aufgrund ausreichender Bonität voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 1.934 (Vj. TEUR 2.460). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen 404 304
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen 1.530 2.156
1.934 2.460

Die Fälligkeiten bestehen wie folgt:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie Lieferrahmenverträgen
fällig im folgenden Geschäftsjahr 1.301 1.040
fällig in den darauffolgenden vier Geschäftsjahren 633 1.420
danach fällig 0 0
1.934 2.460

Die Verpflichtung in Höhe von TEUR 178 (Vj. TEUR 589) aus einem Mietverhältnis wurde im Rahmen einer Rückstellung für drohende Verluste bilanziert. Es liegen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen vor.

Es bestehen keine wesentlichen Risiken aus diesen Leasing- und Mietverpflichtungen.

(3) Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Zum Geschäftsführer ist bestellt

Dr. Fritz Dorner, Leiter des Geschäftsbereichs Confectionery

Hinsichtlich der Angabe von Geschäftsführerbezügen wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

(4) Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 33 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

(5) Konzernverhältnis

Die Bühler GmbH, Reichshof, ist ein Tochterunternehmen der Bühler Holding Deutschland GmbH, Braunschweig.

Die Bühler Holding Deutschland GmbH, Braunschweig, wiederum ist eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Bühler AG, Uzwil/Schweiz, welche wiederum eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, ist.

Der Abschluss der Bühler GmbH, Reichshof, wird in den Konzernabschluss der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen, der nach den Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wird. Der Konzernabschluss der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Bühler Holding Deutschland GmbH, Braunschweig, nimmt ihr Wahlrecht keinen Konzernabschluss aufzustellen gemäß § 292 HGB wahr.

Der befreiende Konzernabschluss der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, ist auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt worden.

Bei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach IFRS stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund. Während die IFRS ihren Schwerpunkt vor allem auf Informationen für gegenwärtige und potenzielle Investoren legt, sind für die handelsrechtliche Rechnungslegung darüber hinaus auch das Vorsichts- und Gläubigerschutzprinzip von stärkerer Bedeutung. Generell steht bei der Rechnungslegung nach IFRS die periodengerechte Gegenüberstellung von Aufwendungen und dazugehörigen Erträgen (matching principle) stärker im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung nach HGB.

Als wesentlicher Unterschied ergibt sich die Bilanzierung der unfertigen Erzeugnisse. Bei langfristiger Fertigung ist nach IFRS eine Teilgewinnrealisierung nach der percentage-of-completion Methode anwendbar. Erträge und Aufwendungen werden hierbei analog dem Grad der Fertigstellung erfasst. In der deutschen Rechnungslegung ist eine Teilgewinnrealisierung unter Anwendung der percentage-of-completion Methode hingegen nur unter restriktiven Voraussetzungen möglich.

Geschäftsführung der Bühler GmbH

 

Reichshof, 1. März 2024

Dr. Fritz Dorner

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.840.011,21 5.900,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.151.948,60 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.915.933,34 96.065,00 0,00 2.206.668,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.789.169,47 225.887,84 198,61 99.507,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 198,61 4.562,97 -198,61 0,00
25.857.250,02 326.515,81 0,00 2.306.176,16
27.697.261,23 332.415,81 0,00 2.306.176,16
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.845.911,21 1.782.726,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.151.948,60 2.146.616,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.805.329,50 5.005.351,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.915.748,60 5.343.883,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.562,97 0,00
23.877.589,67 12.495.851,37
25.723.500,88 14.278.577,53
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.222,31 0,00 1.830.948,47 14.962,74 57.285,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 334.516,05 0,00 2.481.132,22 9.670.816,38 10.005.332,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 337.368,63 1.607.757,75 3.734.962,54 1.070.366,96 1.910.581,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.199,76 34.827,27 5.713.256,03 1.202.492,57 1.445.285,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 4.562,97 198,61
1.076.084,44 1.642.585,02 11.929.350,79 11.948.238,88 13.361.398,65
1.124.306,75 1.642.585,02 13.760.299,26 11.963.201,62 13.418.683,70

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Bühler GmbH, Reichshof

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Bühler GmbH, Reichshof, (im Folgenden "BBIN" oder "Gesellschaft") ist Teil des BÜHLER Konzerns mit Sitz in Uzwil/Schweiz, Spezialist und Technologiepartner für Maschinen, Anlagen und Services zur Verarbeitung von Grundnahrungsmitteln sowie zur Produktion hochwertiger Materialien. Die BÜHLER Gruppe hält eine führende Marktpositionen bei Produktionsanlagen für die Mehlherstellung, die Futtermittelverarbeitung, aber auch für die Herstellung von Pasta und Schokolade sowie im Aluminiumdruckguss. Die folgenden Zahlen verdeutlichen die internationale Bedeutung der BÜHLER Gruppe. Täglich konsumieren zwei Milliarden Menschen Lebensmittel, die ihre Herstellung der Prozesstechnologie von BÜHLER verdanken. Dazu gehören beispielsweise Mehl, Reis, Teigwaren, Schokolade, Kaffee und Bier. Die Gruppe ist mit über einhundert Servicestationen, mehr als dreißig Produktionsstandorten und fünfundzwanzig Anwendungszentren in über einhundertvierzig Ländern aktiv.

Das Geschäft der BÜHLER Gruppe ist in die zwei Konzerndivisionen Grains & Food (Getreideverarbeitung) und Advanced Materials (Moderne Werkstoffe) unterteilt. Diese zwei Konzerndivisionen sind wiederum in mehrere Geschäftsbereiche aufgegliedert. Die Lösungen von Grains & Food sorgen für sichere und gesunde Lebens- und Futtermittel. Advanced Materials leistet einen Beitrag zur Fertigung energieeffizienter Fahrzeuge und Gebäude. Die Gesellschaft ist Teil der Business Area Consumer Foods, in der unter anderem die Business Units Wafer (Waffeln), Biscuit (Biskuit) und Confectionery (Süßwaren) enthalten sind.

Der Geschäftsbereich Confectionery (Süßwaren) stellt Lösungen bereit, um Schokolade in jede erdenkliche Form zu gießen, und bietet Technologien, mit denen sich einfache oder mit Schokolade überzogene Müsli-, Protein-, Obst- und Nussriegel herstellen lassen. Es werden die Marktsegmente Moulding Solutions (Gusslösungen), Mass Preparation (Massevorbereitung), Forming (Formgebung), Extrusion (Strangpressen), Cutting (Schneiden) und Enrobing, Tempering, Cooling (Überziehen, Temperieren, Kühlen) unterschieden. Die Gesellschaft beschäftigt sich in diesem Zusammenhang insbesondere mit der Umsetzung von Technologiekonzepten zur Formgebung und Füllung von Schokoladenprodukten sowie zur Herstellung von Süß-und Backwaren, wie z. B. Riegeln, Bonbons, Nougat und Keksen.

Die Gesellschaft erbringt als konzerninterner Dienstleister Unterstützungsleistungen in den Bereichen Vertrieb, Kundenservice sowie Forschung und Entwicklung für die BÜHLER Gruppe weltweit in den Marktsegmenten "Chocolate Confectionery" und "Healthy Snacks".

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschung nach technischen Innovationen und eine hierauf fußende Entwicklung neuer Produktionsmaschinen sind eine wichtige und zentrale Aufgabe, die die Gesellschaft zur Sicherung ihrer zukünftigen Entwicklung benötigt und daher kontinuierlich verfolgt. Gleichzeitig werden Forschungs- und Entwicklungsleistungen den Kunden zur Verfügung gestellt, was die Zusammenarbeit und wechselseitige Bindung erheblich stärkt.

Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Beträge in die Forschung und Entwicklung von neuen Produkten und Lösungen investiert:

2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 4.127 3.963

Schwerpunkte in der Entwicklungsarbeit bildeten die Produktpflege und Weiterentwicklung von Prozessen sowie die Produktstandardisierung. Eine Aktivierung im Anlagevermögen der Gesellschaft erfolgte nicht.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Wachstumsprognose 2023 für die Weltwirtschaft liegt gemäß der Prognose des IWF bei 3,0 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. In dem für die BBIN maßgeblich relevanten EU-Raum ist die Wirtschaftsleistung gemäß vorläufiger Prognose des IWF im Geschäftsjahr 2023 gegenüber der Weltwirtschaft auf 0,7 % zurückgegangen.

Für den deutschen Maschinenbau geht der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) von einem preisbereinigten realen Produktionsrückgang von 1 % für das Gesamtjahr 2023 aus. Ursprünglich wurde mit einem Rückgang von 2 % gerechnet.

In der nachstehenden Tabelle ist der bei der BBIN vertretene Geschäftsbereich bzw. dessen Aktivitäten und Marktstellung abgebildet:

Geschäftsbereich Aktivitäten Marktstellung
Confectionery BÜHLER Confectionery leistet weltweit einen Beitrag zur Produktion in der Süßwarenindustrie. Der Geschäftsbereich bietet Lösungen in der Schokoladenherstellung, sei es für tafelförmige oder für überzogene und gefüllte Produkte, wie zum Beispiel Riegel, Kekse, Caramels und andere Süßwaren, und engagiert sich für die kontinuierliche Entwicklung neuer innovativer Technologien. Confectionery ist ein Komplettanbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Süßwarenindustrie und hält für jede Verfahrensstufe moderne Produktionsanlagen bereit. Der Geschäftsbereich steht für energieeffiziente Prozessabläufe mit hoher Rohstoffausbeute und hoher Produktqualität. In dem Marktsegment "Confectionery", und "Healthy Snacks" steht BÜHLER in Konkurrenz mit anderen europäischen und internationalen Mitbewerbern.

2. Geschäftsverlauf

Aufgrund der Einbindung der BBIN in die Matrix Struktur der BÜHLER Gruppe werden Planungen und Budgets für die unterschiedlichen Funktionsbereiche zentral im Konzern und nicht fokussiert auf Ebene der Gesellschaft bzw. des Standorts der Gesellschaft erstellt.

Die interne Steuerung der operativen Geschäftstätigkeit der BBIN wird vor diesem Hintergrund nur eingeschränkt anhand der oben dargestellten Planungen und Budgets auf Gesellschaftsebene durchgeführt. Die Planung bezogen auf die legale Einheit BBIN erfolgt vorrangig und unverändert anhand des Jahresergebnisses, da aus Sicht der Gesellschaft die Profitabilität als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator gilt. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren existieren nicht.

In der nachstehenden Tabelle wird die Entwicklung des bedeutsamsten Leistungsindikators im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

Bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator Ist-Wert 2023 Bühler GmbH
TEUR
Ist-Wert 2022 Bühler GmbH
TEUR
Jahresergebnis des Geschäftsjahres 1.576 -13.340

Der Geschäftsbereich Confectionery verzeichnete eine starke Aktivität, insbesondere in den Regionen Nordamerika, Naher Osten, Afrika und Indien sowie Asien.

Die Gesellschaft profitiert davon, dass große globale Kunden, zukünftig wieder in den Ausbau ihrer Kapazitäten investieren, um die weiterhin steigende Nachfrage zu befriedigen.

Insbesondere in Europa war die Investitionsbereitschaft und das Investitionsverhalten aufgrund der volatilen Rohstoffpreise und steigenden Gaspreise vorsichtig ausgeprägt.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal für BÜHLER ist die Integration auf zwei Ebenen: Erstens die Fähigkeit, vollständig integrierte Linien anzubieten und komplexe Lösungen über die Geschäftsbereiche von BÜHLER hinweg zu ermöglichen.

Ein zweites wichtiges Unterscheidungsmerkmal für den Bereich Confectionery ist die Fähigkeit, innovative Ideen für Konsumgüter gemeinsam mit Kunden im BÜHLER Netzwerk der Applikations- und Trainingszentren zu testen und zu entwickeln.

Und dies nicht nur innerhalb des Geschäftsbereichs Confectionery, sondern auch in Kombination mit Technologien aus dem Bereich Grains & Food, angefangen bei der Getreideverarbeitung und -logistik bis hin zur Vermahlung, Sortierung und Proteinverarbeitung. Im Fokus stand die Fähigkeit, den Energieverbrauch und die CO 2 Emissionen zu senken.

Der Auftragseingang hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 40,4 % auf TEUR 65.413 verringert.

Der Auftragsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 18,7 % auf TEUR 158.564 verringert.

Die Umsatzerlöse haben sich um TEUR 52.834 auf TEUR 104.695 im Geschäftsjahr 2023 erhöht, was im Wesentlichen auf in vorherigen Geschäftsjahren begonnene und im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossene Aufträge zurückzuführen ist. Die Gesamtleistung, welche sich aus den Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung ergibt, ist gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um TEUR 35.933 angestiegen (Vj.: Rückgang um TEUR 9.144).

Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres ist im Vergleich zum Vorjahr von einem negativen Jahresergebnis in Höhe von TEUR 13.340 auf ein positives Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1.576 angestiegen.

Die Verbesserung des Jahresergebnisses lässt sich im Wesentlichen auf das hohe Volumen an abgearbeiteten Projekten und der Realisierung von Skaleneffekten zurückführen.

Durchschnittlich belief sich die Stammbelegschaft auf 287 Mitarbeitende während des Berichtsjahres und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (286 Mitarbeitende) geringfügig verändert.

3. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr rückläufig, aufgrund der Abarbeitung der in früheren Geschäftsjahren begonnenen und im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossenen Projekte. Dies ist im Wesentlichen auf den niedrigen Auftragseingang in 2023 in Höhe von TEUR 65.413 zurückzuführen.

Insgesamt konnten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 104.695 (Vj.: TEUR 51.862) realisiert werden. Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist im Vergleich zum Vorjahr als sehr positiv zu beurteilen. Dies ist auf die abgeschlossenen Aufträge im Geschäftsbereich Confectionery zurückzuführen. Die Gesamtleistung, die Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung, ist auf TEUR 107.204 (Vj.: TEUR 71.271) angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 4.518 (Vj.: TEUR 450). Darin sind im Wesentlichen Erträge aus Weiterberechnung in Höhe von TEUR 3.607 sowie Erträge aus Währungs- und Wechselkursdifferenzen in Höhe von TEUR 101 enthalten. Daneben liegen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 394 sowie aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 246 vor. Die Erträge aus Weiterberechnung beinhalten eine Erstattung von Buchverlusten von der Konzernmutter. Es handelt sich um Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung.

Die Materialaufwandsquote reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 56,8 % der Gesamtleistung (Vj.: 61,5 %). Der Rückgang der Materialaufwandsquote lässt sich im Wesentlichen auf das hohe Volumen an realisierten Projekten begründen.

Die Personalaufwandsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 % auf 28,7 % verringert. Absolut betrachtet ist der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 30.744 (Vj.: TEUR 27.228) angestiegen, was auf die Tariferhöhungen und allgemeinen Tarifsteigerungen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 4.635 auf TEUR 16.181 (Vj.: TEUR 11.546) gestiegen. Die Quote hat sich bezogen auf die Gesamtleistung auf 15,1 % (Vj.: 16,2 %) verringert, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen ist. Der absolute Anstieg resultiert im Wesentlichen aus periodenfremden Aufwendungen, die einen Geschäftsvorfall in Höhe von TEUR 3.401 beinhalten, der durch die Konzernmutter wirtschaftlich ausgeglichen wurde (siehe sonstige betriebliche Erträge). Es handelt sich um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung. Zudem resultiert der absolute Anstieg aus der Erhöhung der allgemeinen Betriebs- und Verwaltungskosten und der Werbe- und Vertriebskosten.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich im Berichtsjahr um TEUR 307 auf TEUR 1.124 reduziert. Im Geschäftsjahr hat sich das Anlagevermögen aufgrund der erfolgten Veräußerung des Technikums im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 876 auf TEUR 1.079 erhöht. Wesentliche Bestandteile sind der Zinsdienst für die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten und Zinsaufwand für die Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling, welche sich zusammen auf einen Betrag von TEUR 959 (Vj.: TEUR 607) belaufen. Der Anstieg der Zinsaufwendung aus der Inanspruchnahme des Cash-Pools ist auf die Erhöhung des Zinssatzes zurückzuführen.

Der Steueraufwand in Höhe von insgesamt TEUR 138 (Vj.: TEUR 149) resultiert im Wesentlichen aus Steuerzahlungen für das laufende Jahr in Höhe von TEUR 141 (Vj.: TEUR 14) sowie aus Steuererstattungen für frühere Jahre in Höhe von TEUR 17 (Vj.: Steuernachzahlung TEUR 89).

Insgesamt führten vorstehende Einflüsse zu einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.576 (Vj.: Jahresfehlbetrag TEUR 13.340).

b) Finanzlage

Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird bei der Gesellschaft über die Finanzierung im konzerninternen Cash-Pooling mit der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, abgedeckt.

Zum Geschäftsjahresende bestehen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 16.000 und TEUR 8.000 gegenüber der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz.

Die Veränderung des Finanzmittelfonds ergibt sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Finanzmittelfonds zum 01.01. -2.789 -10.914
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -8.409 5.313
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -98 -317
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -1.049 3.129
Finanzmittelfonds zum 31.12. -12.345 -2.789

Der negative operative Cashflow ermittelt sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, dem Anstieg des Vorratsvermögens und hier im Speziellen der in Abwicklung befindlichen Aufträge unter Berücksichtigung von erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dem gegenüber steht ein Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit setzt sich zusammen aus dem Saldo aus Investitionen und Desinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 267 sowie aus Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (Cash-Pooling) in Höhe von TEUR 365.

Die Gesellschaft finanziert sich für die laufende und zukünftige Geschäftstätigkeit im Wesentlichen über Kundenanzahlungen, das konzerninterne Cash-Pooling sowie Darlehen durch die Konzernmutter, Bühler AG, Uzwil/Schweiz. Zur Sicherstellung der Liquidität wurde darüber hinaus eine Patronatserklärung durch die Konzernmutter ausgereicht.

Durch den zentralen konzerninternen Liquiditätsausgleich (Cash-Pool) spiegeln sich die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in den entsprechenden Bilanzkonten wider. Die Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 14.948 (Vj.: TEUR 2.829) wurden dem Finanzmittelfonds zugeordnet. Darüber hinaus setzt sich der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 aus dem Kassenbestand und aus Bankguthaben in Höhe von TEUR 3.192 (Vj.: TEUR 40) zusammen.

Im Berichtsjahr resultiert der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme des Cash-Pools (TEUR 421; Vj.: TEUR 140) sowie Zinsaufwendungen aus der Inanspruchnahme des Darlehens in Höhe von TEUR 538 (Vj.: TEUR 466) ab.

Veränderungen hinsichtlich Kreditkonditionen oder außerbilanzieller Verpflichtungen hat es nicht gegeben.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Bühler GmbH stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Vermögen TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 11.963 25% 13.419 10% -1.456 -11%
Vorräte 6.838 14% 99.282 70% -92.444 -93%
Forderungen 25.559 54% 28.420 20% -2.861 -10%
Flüssige Mittel 3.192 7% 41 0% 3.151 7685%
Rechnungsabgrenzung 34 0% 89 0% -55 -62%
Summe 47.586 100% 141.251 100% -93.665 -66%
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Kapital TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital -20.189 -42% -21.765 -15% 1.576 -7%
Rückstellungen 19.739 41% 17.979 13% 1.760 10%
Verbindlichkeiten 47.917 101% 145.037 103% -97.120 -67%
Rechnungsabgrenzung 119 0% 0 0 119 0%
Summe 47.586 100% 141.251 100% -93.665 -66%

Es wurden im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Investitionen getätigt. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betragen TEUR 1.124 (Vj.: TEUR 1.431). Die Investitionen beliefen sich auf TEUR 332 (Vj.: TEUR 317) und beinhalten laufende Ersatzinvestitionen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr das Technikum an Bühler AG, Uzwil/Schweiz veräußert.

Das Vorratsvermögen wird in Höhe von TEUR 6.838 (Vj.: TEUR 99.282) ausgewiesen. Aufgrund einer einheitlichen Bilanzierung aller deutschen Gesellschaften der BÜHLER Gruppe wird der Posten der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 94.980 erstmalig vollständig von den Vorräten offen abgesetzt. Der Bestand der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % leicht angestiegen.

Der Bestand an Forderungen ist im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 10,0 % auf einen Wert am Stichtag in Höhe von TEUR 25.559 (Vj.: TEUR 28.421) zurückgegangen. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten auf TEUR 11.454 aufgrund der Fakturierung der abgeschlossenen Projekte zum Jahresende angestiegen sind, sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf TEUR 13.719 (Vj.: TEUR 21.918) zurückgegangen. Diese setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 10.934; Vj.: TEUR 15.411), Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft gegen die Organträgerin (TEUR 2.197; Vj.: TEUR 6.271) sowie Forderungen aus Cash-Pooling (TEUR 588; Vj.: TEUR 237) zusammen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf TEUR 386 (Vj.: TEUR 522) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus vororganschaftlicher Umsatzsteuer, einem ausgereichten Darlehen sowie Mietkautionen.

Die Entwicklung im Eigenkapital mit einer Minderung (Vj.: Erhöhung) des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages in Höhe von TEUR 1.576 (Vj.: TEUR -13.340) resultiert aus dem positiven Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023.

Die Gesellschaft ist zum Stichtag in Höhe von TEUR 20.189 (Vj.: TEUR 21.765) bilanziell überschuldet. Zur Kompensation der bilanziellen Überschuldung besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung mit der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, über die Darlehenssumme von TEUR 24.000.

Der Anstieg der Rückstellungen von TEUR 1.760 auf einen Wert von TEUR 19.739 (Vj.: TEUR 17.979) resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 321) und dem Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 959).

Der Rückgang der Verbindlichkeiten auf TEUR 47.917 (Vj.: TEUR 145.037) ist auf die einheitliche Bilanzierung aller deutschen Gesellschaften der BÜHLER Gruppe zurückzuführen. Im aktuellen Geschäftsjahr werden die Posten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 94.980 vollständig von den Vorräten offen abgesetzt. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Cash-Pooling auf TEUR 15.536 (Vj. TEUR 3.051) sowie der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.304 und dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.931 angestiegen.

d) Gesamtaussage

Geprägt wurde das Geschäftsjahr von einem hohen Volumen bei den Umsatzerlösen, die sich aufgrund von Auftragsschließungen aus der nach Covid-Zeit und einem robusten Projektmanagement, welches sich in schnellen Verhandlungen mit den Kunden bei Projektrealisierung zeigt, erhöht haben.

Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres hat sich gegenüber dem Vorjahreswert verbessert und die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.576 (Vj.: Jahresfehlbetrag TEUR 13.340).

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich um TEUR 1.576 auf TEUR 20.189 verringert, was sich positiv auf die Vermögenslage ausgewirkt hat.

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung das Geschäftsjahr 2023 als sehr zufriedenstellend.

e) Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Wie auch in den Vorjahren ist die Fluktuation über Mitarbeiterkündigungen sehr gering geblieben und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter ist grundsätzlich als gut einzustufen.

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl ist im Vergleich zum Vorjahr auf 287 (Vj. 286) Mitarbeiter leicht angestiegen.

Durch den nach wie vor großen gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsbereich wird die Basis geschaffen, Nachfolgeregelungen effizient organisieren zu können. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 18 Auszubildende (Vj.: 17) beschäftigt, welches die Wichtigkeit gut ausgebildeter Personen für die Zukunft unseres Unternehmens unterstreicht.

Die betrieblichen Anstrengungen hinsichtlich Qualifizierung und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz wurden in Geschäftsjahr 2023 fortgeführt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Für die Gesellschaft sind die Chancen und Risiken für 2023 beeinflusst durch externe Faktoren, wie die der Beilegung kriegerischer/terroristischer Auseinandersetzungen weltweit, den Teuerungen an den Beschaffungsmärkten sowie den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und den damit verbundenen Problemen in den Lieferketten. Positive Impulse werden von einer sich verstärkenden Nachfrage in den USA und in Europa erwartet.

Mittelfristig erwartet BBIN weiterhin positive Impulse aus der weiteren Integration im Geschäftsbereich Confectionery. Diese ermöglicht es, den Kunden gesamthaft ein breiteres Produktportfolio anzubieten. Mit dem Zusammenschluss der Marktsegmente und damit einer Führung, hat der Konzern Bühler AG, Uzwil/Schweiz, seine Organisation dynamisch auf die Markterfordernisse angepasst. Hieraus erwartet die Bühler GmbH weiterhin einen deutlich positiven Impuls, in gemeinschaftlichen Projekten am Markt erfolgreich zu sein.

Besondere Chancen werden weiterhin aus der Bündelung der Geschäftsaktivitäten am Standort in Reichshof gesehen, die zu einer Verringerung der Fixkosten und einer besseren Auslastung der Produktionskapazitäten führen werden.

Projekte zur Standardisierung und Modularisierung ermöglichen des Weiteren eine Stärkung des Profitabilitätspotentials.

2. Risiken

Das Risikomanagement der Bühler GmbH ist auf die Besonderheiten des individuellen Projektgeschäfts ausgerichtet. Die folgende Darstellung und Beurteilung der Risiken erfolgt nach der Nettobetrachtung.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital aus, sodass eine bilanzielle Überschuldung vorliegt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wurde die bestehende Patronatserklärung der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, bis einschließlich 31.12.2025 verlängert. Zudem ist die Gesellschaft Teil des bühlerweiten Cash-Pools, sodass BBIN ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Zur Kompensation der bilanziellen Überschuldung besteht zudem eine Rangrücktrittsvereinbarung mit der Bühler Holding AG, Uzwil/Schweiz, über die Darlehenssumme von TEUR 24.000.

Bei der Planung und Durchführung insbesondere komplexer Großprojekte bestehen Kalkulations- und Ausführungsrisiken. Die Beherrschung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der Projektverantwortlichen, die durch das zentrale Projektcontrolling unterstützt werden. Im Rahmen dieses Projektcontrollings werden die wesentlichen Verträge einer sorgfältigen kaufmännischen und juristischen Prüfung unterzogen und technische Aspekte von Fachleuten separat analysiert. Projekte ab einem bestimmten Volumen oder mit einem hohen Schwierigkeitsgrad werden nach definierten Regeln überwacht, um gegebenenfalls rechtzeitig Korrekturmaßnahmen einleiten zu können.

Durch die Konzernzentrale in Uzwil/Schweiz, sind die einzelnen Prozesse für den Konzern dezidiert wiedergegeben und alle Tochtergesellschaften zur Einhaltung der Prozesse und der im Operational Risk Management (ORM) niedergelegten Richtlinien verpflichtet. Bei Abweichungen von den Standardbedingungen des ORM oder der entwickelten Standardverträge sind Wertgrenzen definiert, ab denen höhere Kompetenzstufen zur Autorisierung der Projekte verbindlich vorgesehen sind. Diese Stufen reichen bis zur Ebene des CEO der BÜHLER Gruppe.

Auch alle anderen Risiken wie beispielsweise Materialpreisschwankungen, Zahlungsausfälle oder Wechselkursänderungen werden durch Vorgaben und Instrumente der Konzernmutter vollumfänglich abgedeckt.

Zusätzlich ist das Corporate Internal Auditing der BÜHLER Gruppe in den Gesamtprozess eingebunden, indem es regelmäßig die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in den rechnungslegungsrelevanten Prozessen prüft.

Die geopolitischen Risiken sind im Geschäftsjahr 2023 weiterhin als sehr hoch anzusehen, wodurch sich die Vorhersehbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung deutlich verschlechtert hat. Die zunehmenden globalen Auseinandersetzungen erhöhen die Risiken und Beeinträchtigungen, wie beispielsweise eine Preiserhöhung und Verknappung von Energie und Rohstoffen. Eine Ausweitung der globalen Konfliktsituation würde das Risiko eines umfassenden wirtschaftlichen Abschwungs zusätzlich erhöhen. Auch können steigende Inflation und wachsende Zinsen zu einem Wirtschaftsrückgang führen.

Die Lieferkettenschwierigkeiten sind weitgehend durch neue Aufgaben abgelöst. Während sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend erholt haben, zeigt das globale Verarbeitende Gewerbe angesichts des schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens der Stützungsmaßnahmen im Zuge der Covid-Krise und der schwierigen finanziellen Bedingungen Schwächen.

Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass der Aufschwung durch die Wiederöffnung Chinas nur von kurzer Dauer war und sich die Dynamik verlangsamt hat.

Aus der Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben sich aufgrund des konzernweiten Cash-Pools keine direkten Risiken, da die höheren Zinsaufwendungen durch Liquiditätszufluss wieder ausgeglichen werden.

Darüber hinaus sind uns derzeit keine speziellen Risiken bekannt, die das Geschäftsjahr 2024 wesentlich negativ beeinflussen könnten.

3. Prognosebericht

Die Bühler GmbH erstellt ihre Budgetplanung nicht ausschließlich standortbezogen. Diese ist eingebunden in die komplexe Matrixorganisation der BÜHLER Gruppe.

Für die Business Unit Confectionery erstellt die Bühler GmbH, unter Einbeziehung der weltweiten Aktivitäten der verschiedenen Konzerngesellschaften in diesem Segment, das Budget. Dieses Budget basiert auf Top-Down Vorgaben des Konzerns in Bezug auf Auftragseingang, Umsatz, Deckungsbeitrag, Kosten und Beitrag zum EBIT des Konzerns. Budget und Reporting erfolgen auf Basis IFRS.

Somit ergibt sich für die Bühler GmbH als Zielsetzung grundsätzlich nicht der lokale Auftragseingang, der lokale Umsatz oder das lokale Ergebnis, sondern diese Werte sind das Ergebnis der jeweiligen Zielerreichung der vorstehend genannten Einzelbudgets. Aus Sicht der lokalen Gesellschaft ist die ganzheitliche Profitabilität die wichtigste Steuerungskennzahl, weshalb als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator das Jahresergebnis des Geschäftsjahres durch die Geschäftsführung genutzt wird.

Mit der seit Januar 2020 erfolgten Einbindung der Bühler GmbH in die Business Area Consumer Foods hat der Konzern alle Marktsegmente unter einem Dach zusammengefasst, die bei der finalen Definition und Formgebung verkaufsfähiger Produkte für den Markt Hand in Hand mit den Kunden agieren werden. Mit dem Zusammenschluss dieser Marktsegmente erwartet die Bühler GmbH weiterhin einen deutlich positiven Impuls mit gemeinschaftlichen Projekten am Markt erfolgreich zu sein, die eigene Kundenbasis zu erweitern und mit Systemlösungen aus einer Hand gegenüber dem Wettbewerb einen entscheidenden Vorteil bei Projekten zu realisieren.

Für die Bühler GmbH ist die Entwicklung in den für sie als Kernmärkte identifizierten Regionen von Bedeutung. Auch in Anbetracht geopolitischen Auseinandersetzungen wird weiterhin eine stabile, wenn auch verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft erwartet. Insgesamt wird mit einem globalen BIP-Wachstum von 2,9 % für das Jahr 2024 gerechnet. Für den Euro-Raum wird mit einem deutlich niedrigeren Wachstum von 0,3 %, für den Raum Deutschland sogar nur mit 0,2 % gerechnet.

Grundsätzlich ist der Investitionsbedarf in den Regionen gegeben, für welche die Gesellschaft mit ihren Produkten die richtigen Lösungen bieten kann. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten sind herausfordernd zu sehen, auch wenn in einzelnen Märkten nicht durchgehend auf stabile Verhältnisse für 2024 gehofft werden kann. Dem erhöhten Wettbewerbsdruck auf den Märkten kann die Bühler GmbH durch neue, innovative Produkte für ihre Märkte begegnen.

Die konjunkturelle Entwicklung für das Geschäftsjahr 2024 wird stark durch die weitere Entwicklung im Hinblick auf die Unsicherheit in der politischen und ökonomischen Lage tangiert. Die Gesellschaft setzt sich kontinuierlich mit den aktuellen Entwicklungen auseinander, um in dem schwierigen Umfeld für und mit den Kunden und Partnern innovative Lösungen zu realisieren.

Im Hinblick auf das Jahresergebnis für 2024 wird eine leichte Verbesserung des Jahresergebnisses erwartet. Die Geschäftsführung geht weiterhin davon aus, dass sich positive Effekte aus der Bündelung der Aktivitäten am Standort Reichshof im Jahr 2024 im Jahresergebnis der Gesellschaft bemerkbar machen.

Folgender Prognosewert des bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikators ergibt sich unter Berücksichtigung der oben genannten Aspekte im Vergleich zu den Ist-Werten des Jahres 2023:

Bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator Prognosewert für 2024
in TEUR
Ist-Wert 2023
in TEUR
Jahresergebnis des Geschäftsjahres Leichte Verbesserung des Jahresergebnisses 1.576

Ein wesentlicher Fokus wird auch im Jahr 2024 auf der weiteren Steigerung der Produktivität in der kompletten Wertschöpfungskette der BÜHLER Gruppe liegen. Alle am Entstehungsprozess beteiligten Abteilungen arbeiten weiter nachhaltig an kontinuierlicher Effizienzsteigerung.

Die Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter werden auch im Jahr 2024 fortgesetzt.

In Summe strebt die Bühler GmbH für 2024 eine durchgehend gute Auslastung und einen entsprechenden finanziellen Erfolg an.

 

Reichshof, 1. März 2024

Bühler GmbH

Geschäftsführer

Dr. Fritz Dorner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bühler GmbH, Reichshof:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bühler GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bühler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 1. März 2024

Nordwest Revision GmbH
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Zatorski, Wirtschaftsprüfer

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