ROCKINGER Agriculture GmbH
Lauchaer Höhe 29, 99880 Waltershausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus John seit 17.3.2025 | Prokura |
Dirk Hanenberg seit 30.11.2022 | Geschäftsführer |
Frank Uhlmann seit 17.8.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ROCKINGER Agriculture GmbHWaltershausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. AllgemeinesDie ROCKINGER Agriculture GmbH, Waltershausen, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der JOST-Werke Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, und ist auf dem Gebiet der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Anhängekupplungen und anderen Anhängevorrichtungen für landwirtschaftliche Zug- und Erntemaschinen tätig. Die primäre Steuerung der Gesellschaft erfolgt anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (Earnings before interests, taxes, depreciation and amortization). 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft entwickelt sich robuster als erwartet. Gemäß Aussagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in seiner Studie von Januar 2024 erholte sich die Weltwirtschaft 2023 von den Auswirkungen der Pandemie und des Kriegs in der Ukraine sowie der Inflationskrise weiter und erwies sich dabei als besonders widerstandsfähig. Die Inflation ist nach Angaben des IWF schneller als erwartet von ihrem Höchststand im Jahr 2022 zurückgegangen. Dabei sind die Auswirkungen der scharfen geldpolitischen Maßnahmen auf die Arbeitsmärkte und die Wirtschaft geringer ausgefallen als ursprünglich befürchtet, wenngleich die höheren Zinssätze und die strafferen Kreditbedingungen die Bauwirtschaft und den Wohnungsmarkt belastet haben. Positiv wirkte sich die Stabilisierung der globalen Lieferketten im 2. Halbjahr 2023 auf den Welthandel und die Wirtschaftstätigkeit aus. Der IWF rechnet für das abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 mit einer Steigerung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr (2022: 3,5 %). Der Welthandel ist 2023 lediglich um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr gewachsen, was überwiegend auf die Engpässe in den Lieferketten im 1. Halbjahr 2023 zurückzuführen ist (2022: 5,2 %). In Europa rechnet der IWF 2023 mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 % (2022: 3,4 %), teilweise gedämpft durch den Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,3 % gegenüber 2022 (2022: 1,8 %). Gemäß den Angaben von landwirtschaftlichen OEMs vom Februar 2024 ist die weltweite Nachfrage nach Traktoren im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Dabei ist der für JOST relevante Absatz von Traktoren mit niedriger und mittlerer Leistungsklasse besonders stark gesunken, während der Absatz von Traktoren mit einer hohen Leistungsklasse gestiegen ist und den gesamten Marktrückgang teilweise ausgleichen konnte. Insbesondere ist der Kompakt-Traktor-Markt in Nordamerika gegenüber dem Vorjahr stark eingebrochen. Auch in Europa hat sich der Absatz landwirtschaftlicher Traktoren im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Gemäß Angaben von landwirtschaftlichen OEMs aus Februar 2024 ist der Absatz von Traktoren in Europa und in Nordamerika im Jahr 2023 um bis zu 5 % im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Darstellung des Geschäftsverlaufs Das Jahr 2023 war geprägt von einem rückläufigen Agrarmarkt. Trotzdem konnte der Jahresumsatz 2023 um 15 % gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung resultiert im Wesentlichen aus gewonnenen Marktanteilen und einem Auftragsüberhang aus 2022. Die Lieferkette war auch in 2023 geprägt von Kostensteigerungen und mangelnder Stabilität in der Materialverfügbarkeit. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023 (69 Mitarbeiter) ist im Vergleich zum Vorjahr (66 Mitarbeiter) leicht angestiegen. Die Anzahl der Zeitarbeitnehmer ist im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr von 16 auf 19 gestiegen. Die ständige Weiterentwicklung des Qualitätsmanagement Systems sowie der Qualitätssicherung dient der Steigerung der Prozesseffizienz. So wurde bei einem erfolgreichen Überwachungsaudit nach ISO 9001:2015 die Wirksamkeit des Prozessmanagementsystems bescheinigt. Das Zertifikat ist bis 24.11.2024 gültig. Das implementierte Umweltmanagementsystem von ROCKINGER ist nach DIN ISO 14001 zertifiziert. Das Zertifikat ist bis 08.12.2024 gültig. Zudem war der Geschäftsverlauf durch Qualitätsprobleme eines wichtigen Zulieferteiles belastet, was sich schließlich in einem Anstieg der Materialaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr widerspiegelt. Die Organisation war durch Veränderungen, insbesondere im Bereich Einkauf und Qualität, sowie des Wechsels der Standortleitung zusätzlich gefordert, was zu einem Anstieg der Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr führte. 3. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslagea) Vermögenslage Die wesentlichen Posten auf der Aktivseite betreffen zum einen das Sachanlagevermögen, welches 9 % (Vorjahr 11 %) der Aktiva umfasst, das Finanzanlagevermögen mit 38 % der Aktiva (Vorjahr 0 %) sowie die Vorräte in Höhe von TEUR 5.180, welche 22 % (Vorjahr 49 %) der Aktiva umfassen. Der Anstieg des Anlagevermögens ergibt sich im Wesentlichen aus dem Zugang der Anteile an verbundenen Unternehmen im Zusammenhang mit dem Erwerb von 100 % der Anteile an LH Lift Oy, Kuusa, Finnland, einem Hersteller von landwirtschaftlichen Dreipunkt- und Zugvorrichtungen für Traktorenhersteller und Werkstätten. Der Rückgang der Vorräte um TEUR 958 betrifft im Wesentlichen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, was sowohl auf einen Mengen- als auch einen Bewertungseffekt aufgrund von Qualitätsmängeln zurückzuführen ist. Des Weiteren wurden ungängige Teile verschrottet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände liegen zum Stichtag in etwa auf Niveau des Vorjahres (TEUR 3.047; Vorjahr TEUR 2.993). Die Passivseite enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche 85 % (Vorjahr 88 %) der Passiva umfassen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus dem Verrechnungskonto mit der Gesellschafterin JOST-Werke Deutschland GmbH. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3 % (Vorjahr 7 %) der Passiva und liegen mit TEUR 712 leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr TEUR 832). Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -1.872 erhöhte den Bilanzverlust auf TEUR -5.466 (Vorjahr TEUR -3.594). Der Bilanzverlust übersteigt damit weiterhin das gezeichnete Kapital, die Kapital- und Gewinnrücklagen der Gesellschaft. Zum Stichtag besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.819 (Vorjahr TEUR 1.947). Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.567 bzw. 84 % erhöht. b) Finanzlage Das Unternehmen finanziert sich aus dem gewöhnlichen Geschäftsverlauf und bedient sich bei Bedarf des Cashpoolings des JOST-Konzerns (Verrechnungskonto), in welchen sie eingebunden ist. Es besteht eine unbefristete, harte Patronatserklärung seitens der Gesellschafterin JOST-Werke Deutschland GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin JOST-Werke Deutschland GmbH erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.815 auf TEUR 19.578 (Vorjahr TEUR 10.763). In den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind Cashpool Verbindlichkeiten mit TEUR 19.488 (Vorjahr TEUR 10.656) enthalten, welche sich um TEUR 8.832 gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Der Cash-Flow aus laufender Tätigkeit in Höhe von TEUR -896 resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Betriebsergebnis. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR 8.815 und hängt mit der konzerninternen Finanzierung zusammen. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -7.919 und setzt sich im Wesentlichen aus den Investitionen in das Anlagevermögen, was insbesondere auf Ersatzinvestitionen zurückzuführen ist, und den Auszahlungen für den Erwerb der LH-Lift-Gruppe zusammen. Der Finanzmittelbestand beträgt TEUR 1 (2022: TEUR 1) und ist damit unverändert gegenüber dem Vorjahr. c) Ertragslage Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 22.416 (Vorjahr TEUR 19.494; +15 %) erwirtschaftet und hierbei ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -1.872 (Vorjahr TEUR -775) erzielt. Der Umsatz gliedert sich in die Absatzmärkte Inland TEUR 9.056 (Vorjahr TEUR 8.506), übrige EU-Länder TEUR 11.467 (Vorjahr TEUR 9.508) und Drittländer TEUR 1.893 (Vorjahr TEUR 1.480) auf. Der Umsatzanstieg ergibt sich mit TEUR 2.606 im Wesentlichen aus Anhängekupplungen. Die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen erhöhten sich ebenfalls auf TEUR 6.342 (Vorjahr TEUR 6.084). Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzwachstum im moderaten Bereich konnte sogar, maßgeblich durch die Weitergabe von Preissteigerungen und trotz zum Teil geringerer Zuwächse im After-Sales-Markt, übertroffen werden. Im Geschäftsjahr ergab sich eine Reduzierung (Vorjahr Erhöhung) des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen in Höhe von insgesamt TEUR -416 (Vorjahr TEUR 1.981). In 2023 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 12 aktiviert (Vorjahr TEUR 60). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 20 ergibt sich im Wesentlichen aus rückläufigen Währungsgewinnen gegenüber dem Vorjahr um TEUR -10, aus einem Anstieg der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um TEUR 23 sowie aus gestiegenen Erträgen aus Nebenerlösen und der PKW-Nutzung um insgesamt TEUR 6. Der Anteil der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren im Vergleich zum Umsatz sank auf 78 % (84 % im Vorjahr), wohingegen die Aufwendungen für bezogenen Leistungen in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe liegen ebenfalls in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dies führte schließlich zu einer Verbesserung der Materialkostenquote. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was im Wesentlichen auf allgemeine Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Einmalzahlungen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 30 % deutlich angestiegen (Vorjahr 1 %). Dem Anstieg der Gesamtleistung lief der Anstieg der Materialaufwendungen, Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen entgegen, was zu einer Verschlechterung des Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr um TEUR 553 führte. Das Betriebsergebnis ist somit weiterhin negativ (TEUR -1.380; Vorjahr TEUR -828). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 2.337 über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 1.803). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Verwaltungsaufwendungen (2023: TEUR 319; Vorjahr: TEUR 226), Vertriebsaufwendungen (2023: TEUR 225; Vorjahr: TEUR 101) sowie auf einen Anstieg üblicher betrieblicher Aufwendungen zurückzuführen. Der Anstieg der üblichen betrieblichen Aufwendungen (2023: TEUR 1.130; Vorjahr: TEUR 844) resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Instandhaltung (2023:_TEUR 367; Vorjahr: TEUR 216). Das EBITDA lag in 2023 bei TEUR -1.063 (EBITDA-Marge -4,7 %) und im Vorjahr bei TEUR -535 (-2,7 %). Das geplante leichte EBITDA-Wachstum für 2023 wurde im Wesentlichen aufgrund extremer Kostensteigerungen (Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen - insbesondere Anstieg der Aufwendungen für Verwaltung, Vertrieb und Instandhaltung) deutlich verfehlt. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -1.872 (Vorjahr TEUR -775) erzielt. Bei der Ertragslage liegt man hinter den Erwartungen zurück. Dies resultiert im Wesentlichen aus den oben genannten Gründen zu massiven Kostensteigerungen, die nur teilweise an Großkunden weitergegeben werden konnten. Gemäß der allgemeinen Entwicklung wurden die Löhne und Gehälter moderat erhöht. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Die Prognosen des Vorjahres zur Entwicklung der wesentlichen Indikatoren konnten in 2023 nur teilweise erreicht werden. Das erwartete Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich fiel besser aus als erwartet. Der im Vorjahr prognostizierte leichte Anstieg des EBITDA konnte dagegen, wie oben beschrieben, nicht realisiert werden. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung als nicht zufriedenstellend einzustufen. Die Lage der Gesellschaft ist, aufgrund der Sicherstellung der laufenden Finanzierung durch die Gesellschafterin JOST-Werke Deutschland GmbH, als stabil einzuordnen. 4. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung und AusblickRisikomanagementsystem Aufgrund seiner geschäftlichen Aktivitäten als weltweit agierendes Unternehmen ist die Gesellschaft einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind und sich trotz aller Sorgfalt nicht vollständig ausschließen lassen. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem des JOST Werke SE Konzerns eingebunden und somit gibt der Vorstand der JOST Werke SE, der personell der Geschäftsführung der JOST-Werke Deutschland GmbH entspricht, die Risikopolitik vor, die die Basis für das Handeln aller Beteiligten am Risikomanagementprozess bildet. Oberster Grundsatz ist es, die Unternehmensziele, die Existenz, die Wettbewerbsfähigkeit und den Geschäftserfolg zu sichern und dabei die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken bewusst einzugehen und darauf zu achten, dass dadurch ein Mehrwert für das Unternehmen geschaffen wird und die Unternehmensziele nicht gefährdet werden. Das JOST-Risikomanagementsystem orientiert sich an der Norm "ISO 31000 Risk Management - Principles and Guidelines" und ist ein integraler Bestandteil der Führungsprozesse. Dabei orientiert sich das System an den Risiken des Konzerns und den Kernelementen: Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung und Risikoüberwachung. Chancen und Risiken sind bei JOST definiert als potenzielle positive bzw. negative Abweichungen von Zielen und Planzahlen auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) bzw. die Liquidität. Damit soll sichergestellt werden, dass sich das Risikomanagement an künftigen Werten und möglichen Ereignissen orientiert und so einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Unternehmensgruppe leistet. Die Risiken wurden im Rahmen eines intern definierten Prozesses mittels Checklisten, Kontrollverfahren, Workshops und Interviews erfasst. Neu identifizierte Risiken können jederzeit im Risikomanagementsystem aufgenommen werden. Nach strukturierter Risikoidentifikation pro Risikofeld (Risikoinventar) erfolgt die Einschätzung anhand einer vom Vorstand vorgegebenen Relevanzskala. Die Risikofelder orientieren sich dabei an der JOST Prozesslandschaft bzw. den internen Abläufen des JOST Konzerns und dienen der Strukturierung der Risikoidentifikation. Die direkte Verantwortung, unternehmerische Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern, liegt bei den Risikoverantwortlichen aus den jeweiligen Abteilungen. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, neben der Identifikation und Bewertung von Risiken auch geeignete Maßnahmen zu entwickeln, einzuleiten und zu überwachen. Diese Maßnahmen verfolgen den Zweck, Risiken zu vermeiden, zu mindern oder zu übertragen. Die Relevanzskala für die Risikobeurteilung ist ein Ausdruck für die Gesamtbedeutung des jeweiligen Risikos bei JOST und soll Kommunizierbarkeit und Risikoquantifizierung verbinden, sowie zur Schwerpunktsetzung der Risikobewältigung dienen. Die Einschätzung aller Risiken orientiert sich dabei, wie an der folgenden aufgezeigten Grafik, an einer bestimmten Eintrittswahrscheinlichkeit (gemäß den Stufen: sehr unwahrscheinlich, unwahrscheinlich, möglich, wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich) und an der finanziellen Auswirkung des Risikos (Schadensausmaß gemäß den Stufen: sehr gering, gering, mittel, hoch, sehr hoch). Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes erfolgt sowohl vor als auch nach umgesetzten Maßnahmen (Brutto- und Netto-Betrachtung). Die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes künftiger Ereignisse und Entwicklungen unterliegt naturgemäß Unsicherheiten. Nicht immer können wir diese präzise vorhersehen und ihnen entgegenwirken. Relevanzskala für die potenzielle Abweichung vom geplanten EBT bzw. von geplanter Liquidität
Die Aufgabe der Risikoüberwachung liegt dezentral in der Verantwortung des jeweiligen Risikoverantwortlichen, der die ihm zugewiesenen Risiken analysiert, bewertet, überwacht und bei Bedarf Gegenmaßnahmen einleitet. Die Informationen der Risikoverantwortlichen zu ihren Risiken werden durch das zentrale Risikomanagement konsolidiert und dem Vorstand zweimal im Jahr in Form eines internen Risikoberichts vorgelegt. Dieser Bericht gibt einen detaillierten Überblick über die aktuelle Risikolage. Akute Chancen und Risiken werden dem Vorstand unverzüglich und direkt berichtet (Ad-hoc Berichte). JOST setzt für das Risikomanagement eine integrierte Software-Lösung ein. Dadurch können die Risikoverantwortlichen selbständig im System ihre Risiken beobachten, steuern und bewerten. Für den Halbjahres- und Jahresbericht wurde dies von den einzelnen Risikoverantwortlichen erfolgreich durchgeführt. Einmal im Jahr werden weiterhin Interviews und Workshops mit den Risikoverantwortlichen veranstaltet, um das Bewusstsein und den Umgang mit Risiken und Chancen weiter zu verbessern. Zudem ermöglicht das System regelmäßig den aktuellen Risikozustand abzufragen. Grundsätzlich müssen die Risikoverantwortlichen ihre Risiken in regelmäßigen Abständen aktualisieren, bewerten, geeignete Maßnahmen einleiten, bestätigen und freigeben. Seit 2021 werden mehrere Zeiträume der Zukunft betrachtet, um dadurch einen besseren Überblick über die möglichen Entwicklungen zu erhalten und dem Anspruch an ein Frühwarnsystem gerecht zu werden. In Anlehnung an den Prüfungsstandard IDW PS 340 n.F. wurden drei Zeiträume berücksichtigt und bewertet. Neben den gewohnten zwölf Monaten haben die Verantwortlichen auch das zweite und das dritte Folgejahr bewertet. Zusätzlich werden die Risiken brutto und netto betrachtet, um so die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos aufzuzeigen. Darüber hinaus flankieren u. a. das konzernweite Umwelt- und Qualitätsmanagementsystem sowie diverse Sicherungsinstrumente, Versicherungen und Standards das interne Kontrollsystem, in dem sämtliche operationellen Prozesse erfasst sind. Ferner sind Instrumente zur Steuerung von Compliance-Belangen, wie ein Hinweisgebersystem und ein Verhaltenskodex, konzernweit eingeführt und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die Regelüberwachung - etwa von Gesetzen und Richtlinien - erfolgt durch den Compliance-Beauftragten und die Funktion Interne Revision, die in ihrer Funktion jeweils bei Bedarf durch externe Juristen beraten werden. Risiken und Chancen Im Folgenden stellen wir die Risiken und Chancen dar, die aus heutiger Sicht einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unseres Geschäfts haben können. Über die dargestellten Chancen und Risiken hinaus könnte es weitere Einflussfaktoren geben, die wir aus heutiger Sicht als nicht wesentlich beurteilen oder die uns noch nicht bekannt sind und die sich positiv bzw. negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken könnten. a) Risiken Das Auftreten von Lieferengpässen bei unseren Lieferanten und eine daraus resultierende nicht termin- und mengengerechte Auftragsabwicklung bzw. Produktionsunterbrechung, stellt ein wesentliches Risiko dar. Aufgrund von weiterhin angespannten Lieferketten stufen wir dieses Risiko als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als möglich ein. Ungünstige Marktentwicklungen wie die Verteuerung von Energie- und Rohstoffpreisen stellen ein wesentliches Beschaffungsrisiko für die Gesellschaft dar. Hinzu kommt das Risiko, dass Preissteigerungen bei bspw. Rohstoffen nicht oder nur zeitversetzt an Kunden weitergegeben werden können. Wir stufen dieses Risiko als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als möglich ein. Wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung liegen außerdem in Kunden- bzw. Auftragsverlusten an den Wettbewerb oder kundenspezifischen Problemen, die zu einer geringeren Nachfrage nach Produkten der Gesellschaft führen. Aufgrund der Unsicherheiten bei OEM-Kunden stufen wir diese kundenspezifischen Risiken als mittel und die Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch ein. Trotz des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags ist die finanzielle Ausstattung zur fristgerechten Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen aufgrund der Einbindung in das Cashpooling sowie eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft jederzeit gesichert. Diese verlängert sich um 12 Monate, wenn sie nicht mit einer 12-monatigen Frist zum 31.12. eines Jahres gekündigt wird. Damit ist die Gesellschaft von der Muttergesellschaft finanziell abhängig. Der Markt für landwirtschaftliche Maschinen in 2024 wird von uns als schwierig eingestuft. Fallende Erzeugerpreise, Unsicherheit über die politischen Rahmenbedingungen führen zu einer Investitionszurückhaltung der Landwirte. Der anhaltende Russland-Ukraine-Krieg, die hohe Inflation und die steigenden Zinsen werden nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) das erwartete globale Wirtschaftswachstum im Geschäftsjahr 2024 belasten. Der zukünftige Verlauf des Kriegs in der Ukraine ist weiterhin ungewiss, jedoch erwarten wir aktuell keine materiellen Auswirkungen auf unser Geschäft. Mögliche Folgen aufgrund hoher Energiepreise oder weiterer Lieferengpässe sind unter den Produktions- und Beschaffungsrisiken berücksichtigt. Wir bewerten die aktuellen gesamtwirtschaftlichen Risiken als mittel. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten wir als möglich. Die Einschätzung hat sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten im Zuge des Russland-Ukraine-Konflikts gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. b) Chancen Eine wesentliche Chance besteht im kontinuierlichen Ausbau des Marktanteiles im Landtechnikmarkt und der Erschließung neuer Marktsegmente außerhalb des Agrarsektors. Zusätzliche Chancen liegen in der Generierung von Synergien und Effizienzsteigerungen durch die Zusammenarbeit mit Ålö sowie durch die Übernahme von LH Lift im Geschäftsbereich Landwirtschaft. c) Prognose Die vorliegende Prognose wurde unter der Annahme aufgestellt, dass der Russland-Ukraine-Konflikt lokal und zeitlich begrenzt bleibt und sich nicht überregional ausweitet. Unter dieser Prämisse erwarten wir keinen wesentlichen Einfluss des Konflikts auf die Geschäfte der Gesellschaft. Die unter dem Abschnitt Risiken beschriebenen Auswirkungen des Konflikts, in Form von Preissteigerungen bei Rohstoffen, einer steigenden Inflation und Lieferkettenproblemen, wurden in der vorliegenden Prognose berücksichtigt. Die Prognose setzt ebenfalls voraus, dass sich die weltweite konjunkturelle Lage nicht unerwartet und rapide verschlechtert, und dass keine Werksschließungen bei ROCKINGER oder bei wichtigen Kunden oder Lieferanten von ROCKINGER stattfinden. Nach unserer Einschätzung wird anhand von Rücksprachen mit unseren Großkunden von einem deutlichen Rückgang für den Landwirtschaftssektor in 2024 ausgegangen. Für das neue Geschäftsjahr 2024 wird auf Basis des Auftragsbestandes und der Prognosen der Großkunden mit einem Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Im Geschäftsjahr 2024 wird daher der Schwerpunkt vor allem auf der Einführung neuer Produkte bei Erstausrüstern und dem Bestreben allgemeiner Marktanteilssteigerung liegen. Gleichzeitig wird die Entwicklung kundenspezifischer und innovativer Produkte fortgeführt werden. Alle diese Maßnahmen dienen der Umsetzung einer langfristigen Wachstumsstrategie sowohl im OEM als auch im After Sales Geschäft. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem leichten Anstieg des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Die wesentlichen Gründe hierfür sind sinkende Einkaufspreise sowie Verhandlungen mit neuen Lieferanten, um die Beschaffungspreise weiter zu reduzieren. Für das Geschäftsjahr 2024 wird daher auch ein positiver Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie ein positives Jahresergebnis erwartet. Der weitere Ausbau der Bestandskunden im Erstausrüstergeschäft und die Erschließung neuer Absatzkanäle im After Sales Markt werden den Marktrückgang teilweise kompensieren. Die ständige Weiterentwicklung des Qualitätsmanagement-Systems dient der Steigerung der Prozesseffizienz und der Sicherung unseres Qualitätsanspruchs.
Waltershausen, 5. April 2024 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine AngabenDer Sitz der Gesellschaft ist in der Lauchaer Höhe 29 in 99880 Waltershausen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Jena unter Sektion B mit der Registernummer 100721 registriert. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr der Rockinger Agriculture GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuellen Fassung unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Der Jahresabschluss ist in Euro (EUR) bzw. Tausend Euro (TEUR) aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Rockinger Agriculture GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Aufgrund der positiven Geschäftsaussichten sowie der gesicherten Finanzierung aufgrund einer Patronatserklärung durch die Muttergesellschaft, wonach sich die JOST-Werke Deutschland verpflichtet, die Gesellschaft jederzeit finanziell so auszustatten, dass diese in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, geht die Geschäftsführung trotz des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags von der Unternehmensfortführung aus. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Berichtsjahr 2023 erwarb die Gesellschaft 100 % der Anteile an LH Lift Oy, Kuusa, Finnland, einem international führenden Hersteller von landwirtschaftlichen Dreipunkt- und Zugvorrichtungen für Traktorenhersteller und Werkstätten sowie deren 100 %-igen Tochtergesellschaft, der LH Lift Ningbo Co. Ltd, Ningbo, VR China. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung erfolgt nach den Vorschriften des HGB und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear über die geschätzte betriebliche Nutzungsdauer (zwischen drei und 12 Jahren) abgeschrieben. Falls notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (Gebäude: zwischen 25 und 50 Jahren/ Technische Anlagen und Maschinen: zwischen drei und 15 Jahren/ Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: zwischen drei und 15 Jahren) linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Zinsen für Fremdkapital gem. § 255 Abs. 3 S. 2 HGB werden nicht aktiviert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich analog die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800 EUR nicht übersteigen. Insgesamt sind die geringwertigen Wirtschaftsgüter von untergeordneter Bedeutung. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zum Nominalwert bzw. zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Zum Beginn der Nutzungsfähigkeit des Vermögensgegenstands erfolgt eine Umbuchung innerhalb des Anlagevermögens in den entsprechenden Posten. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Vorräte Innerhalb der Vorräte sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die verlustfreie Bewertung wird beachtet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie angemessene Anteile an Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Abschreibungen auf Maschinen. Die Waren sind ebenfalls zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Auf die Vorräte wurden angemessene Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Zudem sind bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden im Falle von bestehenden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle des Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Es wurde ein Steuersatz in Höhe von 29,83 % angewendet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. 3. Bilanza) Anlagevermögen / Finanzanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter der Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt und ergibt sich zum Bilanzstichtag wie folgt. Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Der Zugang der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.895 ist auf den Erwerb von 100 % der Anteile an LH Lift Oy, Kuusa, Finnland, einem international führenden Hersteller von landwirtschaftlichen Dreipunkt- und Zugvorrichtungen für Traktorenhersteller und Werkstätten sowie deren 100 %-igen Tochtergesellschaft, der LH Lift Ningbo Co. Ltd, Ningbo, VR China, am 04. September 2023 zurückzuführen. Das Eigenkapital der LH Lift Oy belief sich zum 31.12.2023 auf TEUR 2.230 und das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -80. Für die Tochtergesellschaft LH Lift Ningbo Co. Ltd belief sich das Eigenkapital zum 31.12.2023 auf TEUR 2.349 und das Jahresergebnis auf TEUR 40 (Daten aus den Reporting Packages der Gesellschaften für Konsolidierungszwecke). b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.199) auf TEUR 1.080 reduziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 393 (Vorjahr TEUR 690) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und mit TEUR 1.256 (Vorjahr TEUR 855) aus sonstigen Verrechnungen gegenüber dem verbundenen Unternehmen JOST Werke SE. Die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen die Gesellschafterin (TEUR 364, Vorjahr TEUR 604) und Alö AB (TEUR 29; im Vorjahr gab es keine Forderungen gegenüber Alö AB, sondern lediglich Forderungen gegen JOST Hungaria Kft. in Höhe von TEUR 85). Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr TEUR 148) sowie Umsatzsteuerforderungen für den Dezember des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 212 (Vorjahr TEUR 100). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. c) Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthielt im Vorjahr Abgrenzungen für IT-Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 (2023: 0 TEUR). d) Aktive latente Steuern Die Gesellschaft bilanziert zum Stichtag aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr TEUR 58). Die gebildeten aktiven latenten Steuern sind i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrt. e) Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Der sich zum Bilanzstichtag ergebende nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich um den Jahresverlust aus 2023 auf TEUR 3.819 (Vorjahr TEUR 1.947) erhöht. f) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 26 und ist voll eingezahlt. Der Bilanzverlust beläuft sich auf TEUR -5.466 (Vorjahr TEUR -3.594). Zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung hat die JOST-Werke Deutschland GmbH der Gesellschaft eine harte Patronatserklärung erteilt. Die Patronatserklärung verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn sie nicht mit einer Frist von zwölf Monaten zum 31. Dezember gekündigt wird. g) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen personalbezogene Verpflichtungen mit TEUR 320 (Vorjahr TEUR 279), mit TEUR 88 Gewährleistungen (Vorjahr TEUR 73), mit TEUR 158 Kosten für ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen (Vorjahr TEUR 119), mit TEUR 14 Rechts- und Beratungskosten (Vorjahr TEUR 17), mit TEUR 5 Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (Vorjahr TEUR 5) und mit TEUR 2.000 die Verbindlichkeit aus dem Erwerb der LH Lift-Gruppe (Earn out) (Vorjahr: TEUR 0). h) Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 19.578 (Vorjahr TEUR 10.763) auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und TEUR 68 (Vorjahr TEUR 308) gegenüber JOST Hungaria Kft. (aus Lieferungen und Leistungen) sowie TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber JOST (Shanghai) Trading Co. Ltd. Im Vorjahr gab es noch Verbindlichkeiten gegenüber Alö AB in Höhe von TEUR 1 (aus Lieferungen und Leistungen) sowie TEUR 6 gegenüber der JOST Otomotiv Sanayi Ticaret A.S. (aus Lieferungen und Leistungen). Von den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen TEUR 19.488 (Vorjahr TEUR 10.656) Cashpoolverbindlichkeiten und TEUR 90 (Vorjahr TEUR 107) betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn/Gehaltsabrechnung zum Dezember (TEUR 134, Vorjahr TEUR 136), aus Lohnsteuer (TEUR 61, Vorjahr TEUR 23) und aus Sozialversicherungsbeiträgen (TEUR 0, Vorjahr TEUR 8). Kreditorische Debitoren sind zum Stichtag in Höhe von TEUR 8 erfasst (Vorjahr TEUR 0). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 4. Gewinn- und Verlustrechnunga) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse stammen insbesondere aus dem Verkauf von Produkten im land- und forstwirtschaftlichen Bereich.
b) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 107 (Vorjahr TEUR 86) resultieren im Wesentlichen aus Auflösungen von Rückstellungen (periodenfremde Erträge) in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr TEUR 54), sonstigen Nebenerlösen (TEUR 15, Vorjahr TEUR 9) und Erträgen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 23). c) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Im Berichtsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erfasst worden. d) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 2.337 (Vorjahr TEUR 1.803). Von diesem Gesamtbetrag entfallen TEUR 319 (Vorjahr TEUR 226) auf Verwaltungsaufwendungen und TEUR 225 (Vorjahr TEUR 101) auf Vertriebsaufwendungen. Die weiteren übrigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 1.130 (Vorjahr TEUR 844) und enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing in Höhe von TEUR 404 (Vorjahr TEUR 397), Aufwendungen für Instandhaltung in Höhe von TEUR 367 (Vorjahr TEUR 216) sowie sonstiger übriger Aufwand in Höhe von TEUR 156 (Vorjahr TEUR 43). Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 663 (Vorjahr TEUR 633) aus Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr TEUR 37) angefallen. e) Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0) Erträge aus Zinsen für Umsatzsteuer. f) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 492 (Vorjahr TEUR 5) Intercompany Zinsaufwendungen. g) Steuern vom Einkommen und Ertrag Der sich nach § 274 Abs. 2 S. 3 HGB ergebende Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 58). 5. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 betragen für den Zeitraum bis zu einem Jahr TEUR 352, zwei bis fünf Jahre TEUR 1.082 und für den Zeitraum von mehr als fünf Jahren TEUR 7 und ergeben sich aus den folgenden Mietverträgen. Am Bilanzstichtag bestand für den Mietvertrag des Betriebes in Waltershausen eine Mietverpflichtung wie folgt: bis zu einem Jahr TEUR 336, zwei bis fünf Jahre TEUR 1.036, mehr als fünf Jahre TEUR 0. Insgesamt bestehen Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis in Höhe von TEUR 1.372. Für die Mietverträge der Flurförderzeuge (Gabelstapler, Laufzeit bis maximal 12/2029) ergibt sich eine Mietverpflichtung per 31. Dezember 2023 wie folgt: bis zu einem Jahr TEUR 16, zwei bis fünf Jahre TEUR 46 und mehr als fünf Jahre TEUR 7. Zweck und Vorteile dieser Mietvereinbarungen sind die Reduzierung von Kapitalbindung. Liquiditätsrisiken aufgrund der oben beschriebenen Belastungen im Folgejahr sowie in den Jahren darauf bestehen hieraus nicht. 6. Anzahl der MitarbeitendenIm Berichtszeitraum wurden durchschnittlich 69 Mitarbeitende beschäftigt (Vorjahr 66). Davon waren 51 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (Vorjahr 47) gewerblich und 18 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (Vorjahr 19) als Angestellte beschäftigt. 7. Geschäfte mit nahestehenden Personen und UnternehmenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der JOST Werke SE, Neu-Isenburg, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. 8. AbschlussprüferhonorarDie Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernabschluss der JOST Werke SE, Neu-Isenburg, in den die Rockinger Agriculture GmbH einbezogen wird. 9. GeschäftsführungDie Geschäftsführung setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen: Dirk Tadewaldt, Dipl.-Ingenieur, Geschäftsführer, Chemnitz (bis zum 15. April 2023) Dirk Hanenberg, Diplom-Ingenieur (FH), Geschäftsführer, Ravensburg, Vorstand bei der JOST Werke SE, Neu-Isenburg, Chief Operating Officer Frank Uhlmann, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer, Mannheim Leiter Sales Europe bei der JOST-Werke Deutschland GmbH, Neu-Isenburg Die Angabe nach § 285 Nr. 9 HGB (Gesamtbezüge an die Geschäftsführer) entfällt, da die Geschäftsführer ihre Bezüge nicht von der Gesellschaft erhalten, die Bezüge der Gesellschaft nicht direkt weiterbelastet werden bzw. sich anhand der Angabe die Bezüge eines einzelnen Mitglieds feststellen lassen. 10. GesellschafterAlleingesellschafter ist die JOST-Werke Deutschland GmbH, Neu-Isenburg. 11. KonzernabschlussDie Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der JOST Werke SE, Neu-Isenburg, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird und nimmt somit die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses in Anspruch (§ 291 HGB). Die JOST Werke SE, Neu-Isenburg stellt den Konzernabschluss für den kleinsten sowie den größten Kreis der Unternehmen des JOST Werke Konzerns auf. Der Konzernabschluss der JOST Werke SE, Neu-Isenburg wird im elektronischen Unternehmensregister in deutscher Sprache offengelegt. Der Konzernabschluss der JOST Werke SE, Neu-Isenburg wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) der International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Reporting Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. 12. NachtragsberichtEs ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag, die wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2023 hätten.
Waltershausen, den 5. April 2024 Die Geschäftsführung der ROCKINGER Agriculture GmbH Dirk Hanenberg Frank Uhlmann BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ROCKINGER Agriculture GmbH, Waltershausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ROCKINGER Agriculture GmbH, Waltershausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROCKINGER Agriculture GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 5. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thomas Heck, Wirtschaftsprüfer ppa. Samuel Artzt, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 15.04.2024 festgestellt. |
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