BN Commerce GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernardus Johannes Wiggers seit 7.4.2026 | Geschäftsführer |
Nadine, geb. Grund Knauer seit 20.12.2022 | Prokura |
Jelena Maxim seit 11.8.2022 | Prokura |
Peter Keuth seit 10.3.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 92.79% | |
EUROMASTER SERVICES ET MANAGEMENT | 7.21% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EUROMASTER GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäft und Rahmenbedingungen Unternehmensprofil Die EUROMASTER GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Michelin Group, ist mit 372 eigenen Filialen und Franchisebetrieben und 1.928 Mitarbeitern (ohne geringfügig Beschäftigte) eine führende Reifen- und Werkstattkette. Kunden der EUROMASTER GmbH mit Sitz in Mannheim sind sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. Das Flottengeschäft wird durch einen professionellen Außendienst sowie ein qualifiziertes Serviceteam betreut und von einem zentralen Key Account Management unterstützt. Das Produktportfolio umfasst sowohl den Verkauf von Reifen, Rädern, Autoteilen und Autozubehör als auch zunehmend die Erbringung der damit zusammenhängenden Autoservices in den Segmenten
Die EUROMASTER GmbH ist in Deutschland in allen Regionen mit eigenen Werkstätten vertreten. Zusätzlich werden vor Ort Montagen und Pannenhilfen durchgeführt, um die Mobilität der Kunden sicherzustellen. Rechtliche Rahmenbedingungen Sämtliche Anteile an der EUROMASTER GmbH werden von der Michelin Deutschland GmbH (MDG), Karlsruhe, gehalten. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklung der Branche Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK). Laut Destatis haben sich die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar gemacht - dieser sei trotz sinkender Preise zurückgegangen. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das seien 0,7 Prozent oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor gewesen und somit so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung habe 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zugenommen. Hinzu sei eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung gekommen. Diese positiven Effekte hätten die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels überwogen. Der Beschäftigungsaufbau habe 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattgefunden. Laut KBA verzeichnet die Jahresbilanz 2023 insgesamt 2,84 Millionen zugelassene Neuwagen, das sind +7,3 Prozent mehr als 2022. 67,1 Prozent (+12,4 %) der Neuwagen wurden gewerblich und 32,8 Prozent (-1,9 %) privat zugelassen. Mit einem Neuzulassungsanteil von 30,1 Prozent bildeten die SUVs (+10,0 %) das stärkste Segment in der Jahresbilanz, gefolgt von der Kompaktklasse (16,3 %/+10,0 %), den Kleinwagen (11,9 %/+2,6 %), den Geländewagen (11,4 %/+8,3 %) und der Mittelklasse (10,5 %/+11,1 %). Die Oberklasse verzeichnete mit einem Zuwachs von +12,9 Prozent den größten Zulassungsanstieg, ihr Anteil betrug in der Jahresbilanz 1,0 Prozent, dicht gefolgt von den Sportwagen mit +12,7 Prozent und einem Anteil von 1,0 Prozent. Rückläufig waren die Segmente Mini-Vans (-18,1 %/0,7 %) und Minis (- 2,5 %/5,0 %). Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit 7.024.629 (+5,7 %) umgeschriebenen Kfz und 414.785 Kfz-Anhängern (-1,2 %). Mehr als 6,03 Millionen Pkw (+6,9 %) wechselten im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin (Quelle: KBA) Knapp 44,5 Millionen Pkw-, Transporter- (Leicht-Lkw-, kurz LLkw-) und Lkw-Reifen wurden im vergangenen Jahr im Reifenersatzgeschäft in Deutschland verkauft, das entspricht mit einem minimalen Plus von 0,23 Prozent in etwa der Absatzmenge des Vorjahres. Mit einem Anteil von 94,5 Prozent der verkauften Gesamtmenge wird das Reifenersatzgeschäft in Deutschland klar vom Produktsegment Consumer-Reifen dominiert. Im Vergleich zu 2022 konnte der Stückabsatz im Consumer-Segment insgesamt leicht um etwa 1 Prozent gesteigert werden. Getragen wird die im Durchschnitt positive Entwicklung von einer weiteren Steigerung des Absatzes an Ganzjahresreifen, die mit einer zweistelligen Zuwachsrate in der Produktgruppe Pkw- /4x4-Reifen (+11,6 Prozent) und einem Plus von 5,2 Prozent bei LLkw-Reifen nach der eher verhaltenen Entwicklung im Vorjahr unerwartet hoch ausgefallen ist. Der Winterreifenabsatz lag im Durchschnitt des Segments Consumer-Reifen in etwa auf Vorjahresniveau (-0,1 Prozent), der Sommerreifenabsatz ging hingegen um durchschnittlich 7,2 Prozent zurück. Im Segment Lkw-/Busreifen ging die Absatzmenge im Reifenersatzgeschäft 2023 um durchschnittlich fast 12 Prozent auf knapp 2,43 Millionen Stück zurück (Vorjahr: 2,75 Mio.). Gründe für den unerwartet starken Rückgang der Nachfrage sieht der Fachverband u. a. in einem von 2022 auf 2023 um fast 7 Prozent gesunkenen Transportaufkommen (km-Leistung) deutscher Fahrzeuge und um 24 Prozent gestiegenen Neuzulassungszahlen im Segment der Fahrzeuge über 6 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Vom Hersteller mit Neureifen ausgerüstet, haben diese erst einmal keinen Ersatzbedarf. Von der im Ersatzgeschäft mit Lkw-Reifen abgesetzten Menge entfielen knapp 1,77 Mio. Stück auf Neureifen, das entspricht einem Minus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Runderneuerte Lkw-Reifen lagen mit 662.000 Stück Absatzmenge 2023 sogar um 13,5 Prozent hinter Vorjahr zurück (Quelle: BRV, Bonn). Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Finanzielle Leistungsindikatoren Die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren werden im Wesentlichen zur Steuerung des Unternehmens herangezogen:
Im Vorjahr sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,9 Mio. € angefallen, die aus der Verlagerung weiterer Funktionen in das Shared Service Center in Bukarest sowie die Michelin-Zentrale nach Frankfurt resultierten. Im Berichtsjahr konnten diese im Vorjahr gebildeten Rückstellungen teilweise aufgelöst werden, was den Sondereffekt im EBIT im Jahr 2023 erklärt. Im Vorjahr resultierten außerordentliche Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 2,6 Mio. € als Folge der Anpassung von Bewertungsparametern. Ertragslage Umsatz Der Umsatz ist mit 316,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 14,5 Mio. € (+ 4,8 %) gestiegen. Während die Umsatzerlöse im Reifengeschäft im Vorjahresvergleich insgesamt mit 0,3 % leicht rückläufig waren (171,9 Mio. €, Vorjahr 172,4 Mio. €), konnten die Umsatzerlöse aus dem Servicegeschäft und dem Verkauf von Autoteilen um insgesamt 11,4 % auf 140,5 Mio. € (Vorjahr 126,1 Mio. €) gesteigert werden. Die Umsätze im Bereich Heavy Vehicle haben sich um 3,7 Mio. € (-3,7 %) verringert, hierbei spielte der Volumeneffekt beim Reifenabsatz in Höhe von - -11,5 % eine wesentliche Rolle, wobei der Markt um fast 12 % schrumpfte. Der Pkw-Bestand in Deutschland ist laut Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen, ebenso wie das Fahrzeugalter, das jetzt im Durchschnitt bei 10,3 Jahren liegt, beides bedingt vom Grundsatz her mehr Reifenersatzbedarf. Dem entgegen steht eine um knapp 2 % weiter gesunkene durchschnittliche Jahresfahrleistung und die Entwicklung hin zu längerlebigen Reifen. Der Light Vehicles (LV)-Bereich konnte bei einem Anstieg der Stückzahlen im Reifenabsatz um 2,3 % ein Umsatzwachstum in Höhe von 16,6 Mio. € (+ 9,8 %) erreicht werden, was im Wesentlichen auf die Steigerung der Umsatzerlöse im Service- und Autoteilegeschäft um 12,1 Mio. € (+ 11,9 %) zurückzuführen ist. Während im Bereich Agro die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um rund 0,9 Mio. € auf 12,4 Mio. € im Wesentlichen aufgrund von Preiserhöhungen gesteigert werden konnten, sind im Segment Earthmovers (EM) die Umsatzerlöse mit 18,8 Mio. € im Vorjahresvergleich stabil geblieben. Die übrigen Umsatzerlöse haben sich um 0,7 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR erhöht, was insbesondere auf höhere Mieterträge aus der Untervermietung von Servicecentern an Franchisenehmer zurückzuführen ist. Aufwendungen/Ergebnis Der Materialaufwand ist um 4,9 Mio. € (+ 2,9 %) auf 173,1 Mio. € (Vorjahr 168,1 Mio. €) gestiegen. Die Steigerung ist unterproportional im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse ausgefallen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Umsatzsteigerungen im margenstärkeren Servicegeschäft. Insgesamt ist der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Mio. € (+ 7,2 %) gestiegen, die Marge hat sich mit 45,3 % gegenüber dem Vorjahr (44,3 %) verbessert. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen durch Auflösungen von Pensionsrückstellungen infolge der Anpassung der Bewertungsparameter in Höhe von 2,6 Mio. € im Vorjahr auf 0,9 Mio. € (Vorjahr 3,9 Mio. €) gesunken. Der Personalaufwand hat sich mit 91,3 Mio. € (Vorjahr 84,4 Mio. €) im Vergleich zum Vorjahr durch Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie durch erhöhte Prämien und eine gestiegene Mitarbeiterzahl deutlich erhöht. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen mit 4,3 Mio. € im Berichtsjahr (Vorjahr 4,3 Mio. €) auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtszeitraum um 6,5 Mio. € auf 68,5 Mio. € verringert. Im Wesentlichen sind hierfür gesunkene Aufwendungen für Energie und Kraftstoffe (- 1,9 Mio. €), gesunkene Lagerkosten durch die Schließung eines Zentrallagers ( -0,7 Mio. €) sowie deutlich reduzierte Aufwendungen für Restrukturierung im Vergleich zum Vorjahr (0,2 Mio. €, Vorjahr 1,9 Mio. €) ursächlich. Das EBIT hat sich im Wesentlichen bedingt durch eine deutliche Rohertragsverbesserung um 5,9 Mio. € auf -20,3 Mio. € verbessert. Das Zinsergebnis hat sich mit -3,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (-1,0 Mio. €) verschlechtert. Im Wesentlichen ist eine Veränderung der Finanzierungsstruktur hierfür ursächlich - die Zinsen für die Finanzierung aus Konzernmitteln stiegen auf 3,3 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Die Zinsaufwandskomponente aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen inklusive der Effekte aus der Zinssatzänderung verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr (0,2 Mio. €, Vorjahr 0,5 Mio. €). Insgesamt hat sich das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung im Vorjahresvergleich somit um 3,5 Mio. € auf -23,8 Mio. € verbessert. Vergleich zur geplanten Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 Wenn auch durch unterschiedliche Ursachen im Vergleich zu den Vorjahren, so war auch das Berichtsjahr wieder maßgeblich durch Unsicherheiten geprägt. Im Vorjahr ging man für das Jahr 2023 von einem Umsatzzuwachs von 4 % und einer entsprechenden Verbesserung des Rohertrags sowie einer Steigerung des um Sondereffekte bereinigten EBITs um rund 7,9 Mio. € auf rund - 19,0 Mio. € aus. Die Steigerung der Umsätze fiel dann mit 4,8 % etwas besser aus als erwartet und der Rohertrag ließ sich sogar um 7,2 % über alle Segmente gesehen steigern. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Umsatzsteigerungen im margenstärkeren Servicegeschäft. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Mio. € auf -20,4 Mio. EUR und lag damit leicht unter den Erwartungen, was im Wesentlichen auf im Vorjahresvergleich deutlich gestiegene Personalaufwendungen zurückzuführen ist. Niederlassungen Die Zahl der eigenen Niederlassungen hat sich zum 31. Dezember 2023 auf 228 (Vorjahr 236) leicht verringert. Die Zahl der aktiven Niederlassungen unserer Franchise- Partner ist im Vergleich zum Vorjahr um 29 Standorte auf 144 deutlich angewachsen. Vermögens- und Finanzlage Das Sachanlagevermögen hat sich aufgrund zurückhaltender Investitionen in die Niederlassungen um 1,2 Mio. € auf 19,9 Mio. € im Vorjahresvergleich verringert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen von 14,6 Mio. € zum Ende des Vorjahres wurden durch die geänderte Finanzierungsstruktur (siehe oben) vollständig zurückgeführt. Die Vorräte sind mit 25,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert (28,1 Mio. €). Hier wurden diverse Maßnahmen eingeleitet, um die Kapitalbindung bei den Warenbeständen zu verringern. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund von Systemumstellungen und damit verbundenen Fakturierungsschwierigkeiten im Vorjahresvergleich um 10,7 Mio. € auf 41,0 Mio. € erhöht. Gegen die Gesellschafterin Michelin Deutschland GmbH, Karlsruhe, (MDG) besteht eine Forderung aus der Verlustübernahmeverpflichtung der MDG in Höhe von 23,8 Mio. € (Vorjahr 27,2 Mio. €). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind aufgrund des Anstiegs der Forderungen gegen Finanzdienstleister um 1,0 Mio. € auf 6,4 Mio. € gestiegen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind stichtagsbedingt um 0,5 Mio. € gesunken. Die aktive Rechnungsabgrenzung ist mit 0,9 Mio. € auf Vorjahresniveau (1,2 Mio. €). Die Pensionsrückstellungen sind im Wesentlichen durch den Rückgang der Anzahl der Rentner im Vorjahresvergleich um 1,2 Mio. EUR auf 16,4 Mio. € gesunken. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich im Wesentlichen aufgrund geringerer Rückstellungen für Kundenboni um 3,4 Mio. € auf 22,1 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,1 Mio. € auf 7,7 Mio. € erhöht. Die Finanzierung der EUROMASTER GmbH erfolgte im Vorjahr vollständig über die verbundene Michelin Finanz Gesellschaft für Beteiligungen AG & Co. OHG (MFD), Karlsruhe. Die MFD hatte der EUROMASTER GmbH bis Ende April 2023 eine Kreditlinie in Höhe von 70,0 Mio. € gewährt. Im April 2023 wurde beschlossen, die bisherige Finanzierung der Gesellschaft über die MFD zu kündigen und ab Mai 2023 neu über die Compagnie Financiere Michelin Suisse SA (CFM), Granges-Paccot, Schweiz, zu regeln. In diesem Zusammenhang wurden der EUROMASTER GmbH von der CFM ab Mai 2023 ein Darlehen in Höhe von 50 Mio. € (fällig am 30. April 2026), eine Kreditlinie in Höhe von 20 Mio. € (befristet bis 30. April 2026) sowie ein Tagesverrechnungskonto mit einem bis auf Weiteres gültigen Limit von 10 Mio. € zur Verfügung gestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten von insgesamt 69,9 Mio. € aus diesen Finanzierungen gegenüber der CFM. Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten aus der Finanzierung gegenüber dem MFD in Höhe von 49,6 Mio. €. Da auch die Finanzierung der Euromaster Immobilien GmbH, Mannheim, sowie der Euromaster Reifenservice Deutschland GmbH, Mannheim, ab Anfang Mai 2023 neu über die CFM geregelt wurden, wurden Anfang Mai 2023 die zu diesem Zeitpunkt bestehenden Ausleihungen (Vorjahr 14,6 Mio. €) und Verbindlichkeiten der EUROMASTER GmbH gegenüber diesen Gesellschaften (Vorjahr 25,8 Mio. €) beglichen. Darüber hinaus hat der deutliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu einem erhöhten Finanzbedarf im Rahmen der Konzernfinanzierung geführt. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang von Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 1,0 Mio. Die Bilanzsumme hat sich mit 123,1 Mio. € (Vorjahr: 131,8 Mio. €) reduziert, was im Wesentlichen durch die neue Finanzierungsstruktur verursacht ist, durch die die Ausleihungen an die Euromaster Immobilien GmbH (Vorjahr 14,6 Mio. €) und die Verbindlichkeiten gegenüber der Euromaster Reifenservice Deutschland GmbH (Vorjahr 25,8 Mio. €) vollständig zurückgeführt wurden. Stellungnahme zum Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) hat sich mit -20,5 Mio. € (Vorjahr -26,9 Mio. €) um 6,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Entwicklung der EUROMASTER GmbH im Berichtsjahr liegt leicht unterhalb der Erwartungen zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2022. Die Umsatzerlöse konnten im Bereich Light Vehicle im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Ebenso konnte in diesem Segment ein deutlicher Zuwachs beim Rohertrag verzeichnet werden. Nicht erwartungsgemäß verlief das Geschäft im Segment Heavy. Hier überraschte ein massiver Einbruch des Gesamtmarktes, dem auch Euromaster nicht trotzen konnte. Der Wettbewerbsdruck hinterließ wie auch in den Vorjahren Spuren bei den Franchisepartnern, so gingen acht Partner aufgrund von Insolvenz oder Betriebsaufgabe vom Netz - zugewonnen werden konnten 21 neue Partner, sodass mit 128 Partnern zum Bilanzstichtag letztlich das Ziel von 156 Franchisepartnern um 28 Franchisepartner verfehlt wurde. Unternehmerische Verantwortung Anzahl Mitarbeiter Zum Jahresende betrug die Zahl der Beschäftigten 1.637 Mitarbeiter (Full-time Equivalents) ohne geringfügig Beschäftigte und Auszubildende; jeweils berechnet auf Vollzeitbasis. Ausbildung Die Anzahl der Auszubildenden belief sich am 31. Dezember 2023 auf 133. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB Die Bestimmungen des Gesetzes über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst wurden umgesetzt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Besetzung der Geschäftsführung und des Umstands, dass keine Veränderungen in der Besetzung vorgesehen sind, gilt unverändert der Beschluss, die bisherige Geschlechterquote (0 % Frauenanteil) beizubehalten, was auch dem aktuellen Anteil von Frauen in der Geschäftsführung entspricht. Die Euromaster GmbH hat sich in 2022 das Ziel gesetzt, den Anteil von weiblichen Mitarbeitern insgesamt und insbesondere den Frauenanteil auf der 1. und 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung zu erhöhen bzw. zu halten, was auch gelang. Das strategische Ziel ist es, den Frauenanteil auf der 1. und 2. Ebene unterhalb der Geschäftsführung auf über 33 % bis zum Jahr 2026 zu erhöhen. Im Bereich von Führungspositionen wurde die Zielquote von 5 % Frauenanteil im Geschäftsjahr überwiegend erfüllt. Insgesamt lässt sich feststellen, dass der Frauenanteil im Bereich von Führungsfunktionen ansteigt. Dies wurde auch durch das in 2023 weitergeführte Führungskräftenachwuchsprogramm "Oberer Führungskreis" nachhaltig unterstützt. Risikobericht Risikomanagement und Risiken der zukünftigen Entwicklung Das Risikomanagement hat zum Ziel, bestehende bzw. zukünftige Risiken möglichst früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten, um Nachteile für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und die Umwelt zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Zur Erkennung von Risiken werden kontinuierlich Analysen (z. B. Szenariobetrachtungen, Branchen-/Konjunkturbeobachtungen, Geschäftsprozessanalysen) und Kontrollen durchgeführt. Die wesentlichen Kennzahlen über die Unternehmensentwicklung werden mindestens monatlich errechnet, analysiert und zeitnah der Geschäftsleitung gemeldet. Kritische Größen, wie z. B. die Umsatz- und Margenentwicklung, stehen den Entscheidungsträgern täglich zur Verfügung. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind im Abschnitt Geschäftsverlauf beschrieben. In den Niederlassungen und Fachbereichen erfolgen regelmäßig Prüfungen, um die Einhaltung von unternehmensinternen und gesetzlichen Bestimmungen sicherzustellen und etwaige Schwachstellen aufzudecken. Zur Vermeidung und Begrenzung von Risiken existieren Richtlinien, organisatorische Vorkehrungen und spezielle Sicherungsinstrumente, die ständig weiterentwickelt werden. Dazu zählen beispielsweise abgestufte Genehmigungsverfahren, die Funktionstrennung sowie das Vier-Augen-Prinzip bei wichtigen Vorgängen. Spezielle Risiken, wie z. B. Forderungsausfälle, werden weitgehend durch Versicherungen abgedeckt. Neben den Abteilungen "Controlling", "Revision" sowie "Arbeitssicherheit" kontrolliert die Muttergesellschaft regelmäßig relevante Bereiche. Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung:
Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung:
Prognosebericht Zukünftige Entwicklung Branche In der Frühjahrsprojektion geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft allmählich erholt und wieder an Dynamik gewinnt. Insgesamt wird in der Frühjahrsprojektion für dieses Jahr eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandproduktes um 0,3 % erwartet, im kommenden Jahr dürfte sich das Wachstum auf 1,0% verstärken (BMWK). Der BRV rechnet für das Geschäftsjahr 2024 derzeit mit einem Wachstumspotenzial von bestenfalls rund einem Prozent Absatzmenge im Segment Consumer-Reifen. Ähnlich wie 2023 wird dies voraussichtlich primär weiter getrieben sein von steigender Nachfrage nach Ganzjahresreifen, bei gleichzeitig rückläufigen Absatzzahlen in den Produktgruppen Sommer-, aber auch Winterreifen. Im Segment Lkw-Reifen insgesamt sieht der BRV für 2024 ein Absatzpotenzial von gut 2,5 Mio. Stück und prognostiziert damit im Durchschnitt ein Plus von 3,4 Prozent (4 Prozent bei Neureifen, 2 Prozent bei runderneuerten). EUROMASTER Die Konsumstimmung in Deutschland hat sich in den letzten Monaten etwas erholt und stieg im August 2024 auf den höchsten Wert der letzten zwei Jahre, liegt laut GfK aber weiter auf niedrigem Niveau. In den ersten zehn Monaten des Geschäftsjahres 2024 lagen die Umsatzerlöse unter den Erwartungen, da die Erlöse aus dem Reifengeschäft unter Plan lagen, während die Entwicklung im Servicegeschäft den Erwartungen entsprach. Der bis Ende Oktober 2024 insgesamt erwirtschaftete Rohertrag entspricht im Wesentlichen den Erwartungen. Das EBIT lag aufgrund gestiegener Aufwendungen für Personal und Instandhaltung, bei rückläufigen Energiekosten, insgesamt unter dem budgetierten Wert. Für das Gesamtjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatzzuwachs von rund 2 %. Der Rohertrag wird sich erwartungsgemäß aufgrund des weiter steigenden Anteils des Servicegeschäfts am Gesamtumsatz überproportional zum Umsatzanstieg erhöhen. Der Anstieg im Rohertrag wird teilweise durch höhere operative Kosten für Personal und Instandhaltung kompensiert werden, sodass wir für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt von einer Verbesserung des EBIT um 2,5 Mio. EUR auf -17,8 Mio. EUR ausgehen. Im Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit einem weiteren Umsatzanstieg von rund 3 % gegenüber dem erwarteten Umsatz des Geschäftsjahres 2024, der auf einer erwarteten Steigerung der Erlöse in allen Kundensegmenten sowie auch im Franchise-Geschäft basiert. Aufgrund der erwarteten Erhöhung des Rohertrags in Verbindung mit geplanten Kostenreduzierungen im operativen und administrativen Bereich rechnen wir im Geschäftsjahr 2025 mit einer deutlichen Verbesserung des EBIT auf rund - 12,0 Mio. EUR.
Mannheim, 22. November 2024 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss Geschäftsjahr 20231. Allgemeines Der Sitz der EUROMASTER GmbH ist Mannheim. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (RegNr. 727226B) eingetragen. Zwischen der Michelin Deutschland GmbH (MDG), Karlsruhe, und der EUROMASTER GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die EUROMASTER GmbH verpflichtet sich dadurch, ihren ganzen Gewinn an die MDG abzuführen. Die MDG ist entsprechend den Vorschriften des § 302 AktG, insbesondere des § 302 Abs. 1 und 3 AktG, verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen, soweit dieser nicht dadurch ausgeglichen wird, dass den anderen Gewinnrücklagen Beträge entnommen werden, die während der Vertragsdauer in sie eingestellt worden sind. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr fortgeführt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten und - soweit abnutzbar - abzüglich planmäßiger Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die im Wesentlichen nach den steuerlichen AfA-Tabellen ermittelt wird, bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden linear abgeschrieben. Anlagegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgt der Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu ihren jeweiligen Anschaffungskosten (gleitende Durchschnittspreise) oder ggf. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bestandsrisiken aus überhöhter Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit wurden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die flüssigen Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Den Risiken im Forderungsbestand wurde durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen. Die Pensions-, Jubiläums- und Sterbegeldrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der projizierten Einmalbeitragsmethode gebildet. Dabei sind die jährliche Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze mit 2,25 %, eine erwartete Einkommensentwicklung pro Jahr von 2,3 % sowie die jährliche Rentenanpassung mit 0,00 % p.a. entsprechend berücksichtigt. Die ausbleibende jährliche Rentenanpassung resultiert aus der Tatsache, dass die Gesellschaft aufgrund der nachhaltig negativen Ertragslage keine Rentenanpassungen vornimmt. Als Rechnungsgrundlage wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Als Rechnungszinssatz für die Jubiläums- und Sterbegeldrückstellungen wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,76 %. Aufgrund der Neufassung des § 253 Abs. 2 HGB n.F. ist für die Bewertung der Pensionsrückstellungen als Rechnungszinssatz der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre (Bundesbankzins) zu verwenden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt 1,83 %. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung zum Zehn-Jahres-Durchschnitt und zum Sieben-Jahres-Durchschnitt beträgt TEUR 96. Dieser Betrag wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags mit der Michelin Deutschland GmbH, Karlsruhe, abgeführt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung erfolgte zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Zur Berücksichtigung von Preissteigerungen wurde ein jährlicher Anstieg von 2,0 % unterstellt. Zur Abzinsung langfristiger Rückstellungen wurde ein Zinssatz von 1,12 % verwendet. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 sind in Höhe von TEUR 52 Umbuchungen vom Anlage- ins Umlaufvermögen erfolgt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Ausleihungen an die EUROMASTER Immobilien GmbH in Höhe von TEUR 14.648 aus dem Vorjahr wurden zum 1. Mai 2023 im Rahmen der Einführung des neuen Cashpoolings über die Compagnie Financière Michelin Suisse SA (CFM), Granges- Paccot, Schweiz, abgelöst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 4.133 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzernverbund (Vorjahr: TEUR 2.071) und in Höhe von TEUR 240 (Vorjahr TEUR 0) Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit EUROMASTER Immobilien GmbH. Zum 31.12.2023 bestehen darüber hinaus Forderungen gegen die Gesellschafterin Michelin Deutschland GmbH, Karlsruhe, aufgrund des mit dieser Gesellschaft abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags (TEUR 23.792, Vorjahr: TEUR 27.242). Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 120 (Vorjahr TEUR 0) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und TEUR 86 (Vorjahr TEUR 0) eine Restlaufzeit größer fünf Jahre. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Rückstellungen für Personalverpflichtungen beinhalten vor allem Rückstellungen für Jahres- und Saisonprämien (TEUR 3.348, Vorjahr: TEUR 2.805), für nicht genommene Urlaubstage (TEUR 848, Vorjahr: TEUR 641), für geleistete Überstunden (TEUR 1.014, Vorjahr: TEUR 735) und für Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 1.764, Vorjahr: TEUR 1.915). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 75.192 resultieren in Höhe von TEUR 69.873 aus Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber der CFM. Im Vorjahr bestanden entsprechende Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 49.638 gegenüber der Michelin Finanz Gesellschaft für Beteiligungen AG & Co. OHG (MFD), Karlsruhe. Im April 2023 wurde beschlossen, die bisherige Finanzierung der Gesellschaft über die MFD zu kündigen und ab Mai 2023 neu über die CFM zu regeln. In diesem Zusammenhang wurden der Euromaster GmbH von der CFM ab Mai 2023 ein Darlehen in Höhe von 50 Mio. € (fällig am 30. April 2026), eine Kreditlinie in Höhe von 20 Mio. € (befristet bis 30. April 2026) sowie ein Tagesverrechnungskonto mit einem bis auf Weiteres gültigen Limit von 10 Mio. € zur Verfügung gestellt. Im Vorjahr bestanden noch Verbindlichkeiten aus Tagesgeldanlagen der Euromaster Reifenservice Deutschland GmbH (TEUR 25.779), die im Rahmen der Einführung des neuen Cashpoolings ab Mai 2023 vollständig abgelöst wurden. Daneben bestehen Verbindlichkeiten im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der MFD (TEUR 4.220, Vorjahr TEUR 4.200). Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeit wie folgt:
Die Regelungen der § 274 HGB und § 285 Nr. 29 HGB zu latenten Steuern sind für die EUROMASTER GmbH nicht einschlägig, da ein steuerliches Organverhältnis besteht, bei dem die Gesellschaft Organgesellschaft ist. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Handel mit Reifen und Autoteilen sowie aus der Erbringung mit diesen in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen im Inland. Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 1.321, Vorjahr: TEUR 1.548) sowie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (TEUR 171.739, Vorjahr: TEUR 166.564). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 379 (Vorjahr: TEUR 2.599). Diese resultieren in voller Höhe aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: in Höhe von TEUR 2.573). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Berichtsjahr Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr TEUR 1.877). Der Zinsaufwand beinhaltet wie im Vorjahr auch den Zinsaufwand aus der Zinssatzänderung bei den Pensionsrückstellungen. Der Verlust der EUROMASTER GmbH in Höhe von TEUR 23.792 wird von der Michelin Deutschland GmbH, Karlsruhe, laut Ergebnisabführungsvertrag übernommen. 5. Mitarbeiterzahl Die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt belief sich auf 1.964 , davon 1.181 gewerbliche und 783 kaufmännische Mitarbeiter. 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für Honorare des Abschlussprüfers wurden im Jahresabschluss Aufwendungen in Höhe von TEUR 115 berücksichtigt. Der Gesamtbetrag betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 7. Mindestbesteuerung Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, wobei die früheste Anwendung am 1. Januar 2024 beginnt. Für die EUROMASTER GmbH ergeben sich aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Michelin Deutschland GmbH keine Auswirkungen aus der neuen Vorschrift. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht bilanziert sind, liegen in Form von Miet- und Leasingverpflichtungen vor. Entsprechend ihrer Restlaufzeit ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende Restverpflichtungen, die mit dem Nominalwert angegeben werden
Haftungsverhältnisse bestanden wie im Vorjahr keine. 8. Nachtragsbericht Mit Gesellschafterbeschluss und Verschmelzungsvertrag vom 18. Juli 2024 wurde entschieden, die Euromaster Immobilien GmbH, Mannheim, an der die EUROMASTER GmbH 100 % der Anteile hält, mit Wirkung zum 1. Januar 2024 auf die EUROMASTER GmbH zu verschmelzen. Hierdurch werden sich die Sachanlagen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Gesellschaft um rund 14,1 Mio. € erhöhen. Im Zuge dieser Verschmelzung werden 6 Mitarbeiter übernommen. Durch die Verschmelzung ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf das Jahresergebnis der EUROMASTER GmbH, da die EUROMASTER GmbH der einzige Kunde der Euromaster Immobilien GmbH war. Im Zuge der Verschmelzung der Euromaster Immobilien GmbH wurde die von der CFM an die EUROMASTER GmbH gewährte Kreditlinie, die bis 30. April 2026 befristet ist, am 31. Juli 2024 von 20 Mio. € auf 35 Mio. € erhöht. 9. Angaben zu Unternehmensorganen Zum Geschäftsführer der Gesellschaft waren bestellt: Dr. David Gabrysch, hauptamtlicher Geschäftsführer, Düsseldorf (bis 11. Dezember 2023) Hans-Jörgen Walter, hauptamtlicher Geschäftsführer, Varberg/Schweden (seit 15. Dezember 2023) Philippe Berther, Justiziar, Compagnie Financière Michelin Suisse SA, Granges- Paccot/Schweiz (bis 1. September 2024) Stephane Henri Mamelle, CFO Euromaster Group, Chamalieres/Frankreich (seit 1. September 2024) Benoit Heubert, CEO Euromaster Group, Clermont-Ferrand/Frankreich Von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB (Gesamtbezüge der Geschäftsführung) wird Gebrauch gemacht. Lediglich der hauptamtliche Geschäftsführer erhielt Bezüge von der Gesellschaft. 10. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Konzernunternehmen, in den der Jahresabschluss der EUROMASTER GmbH einbezogen ist, wird durch die Compagnie Financiere Michelin, Clermont-Ferrand/ Frankreich (CGEM) erstellt. Die Compagnie Financiere Michelin SCmA, mit Sitz in Granges-Paccot/Schweiz, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen. Die Konzernabschlüsse sind am Sitz der Gesellschaften in Clermont-Ferrand/Frankreich bzw. Granges-Paccot/Schweiz erhältlich. Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit der Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 291 HGB Gebrauch. Dieser offenzulegende Konzernabschluss der CGEM ist nach internationalen Rechnungslegungsnormen (IFRS), wie sie von der EU übernommen wurden, erstellt. Bei der Aufstellung des befreienden Konzernabschlusses finden insbesondere folgende im Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens angewandte Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die vom deutschen Recht abweichen, Anwendung: Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt die Abzinsung jeweils mit dem aktuellen Kapitalmarktzins. Langfristige Mietverträge werden unter bestimmten Voraussetzungen als Finanzierungsleasing qualifiziert und im Anlagevermögen aktiviert.
Mannheim, 22. November 2024 Hans-Jörgen Walter Stephane Henri Mamelle Benoit Heubert Anlagenspiegel zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EUROMASTER GmbH, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EUROMASTER GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUROMASTER GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Unternehmerische Verantwortung" im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "Unternehmerische Verantwortung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 22. November 2024 Deloitte
GmbH
Dirk Krämer, Wirtschaftsprüfer Markus Hegenbart, Wirtschaftsprüfer |
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