EXUPLAST Kunststofftechnik GmbH

Depotstraße 1, 63457 Hanau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 6747
Vorher
RS Kunststoff GmbH
Eingetragen
2.6.2000
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und Vertrieb von Produkten aus Kunststoff aller Art und Werkzeugen sowie dem Formenbau und alle Tätigkeiten, die damit zusammenhängen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Gerd Sczepanski
seit 13.9.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RS Kunststoff GmbH

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

RS Kunststoff GmbH, Hanau

I. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftstätigkeit

Die RS Kunststoff GmbH (im Folgenden kurz "Gesellschaft" oder "RS Kunststoff" genannt) mit Sitz in Hanau ist heute als Systemlieferant für Kunststoffbaugruppen mit Fokus auf Extrusionsblasformteile und Spritzgusskomponenten positioniert. Sie deckt fast die gesamte Wertschöpfungskette, mit dem Schwerpunkt von Nischenvarianten, ab. Zum Kundenstamm gehören neben den Konzerngesellschaften der MEWA-Gruppe u.a. Automobilzulieferer, Solar-, Medizin-, Wassertechnik und indirekt verschiedene Erstausrüster (OEMs).

Als Extrusionsblasformbetrieb hat RS Kunststoff aufgrund der relativ geringen Anzahl von Marktbegleitern in Europa einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen kunststoffverarbeitenden Betrieben. Die Gesellschaft ist dabei zum einen auf den Bereich Nischenbauteile und zum anderen auf die Verarbeitung spezieller Kunststoffe spezialisiert.

Die Gesellschaft kann in drei Tätigkeitsbereiche unterteilt werden:

1.) Projektmanagement

• Enge Zusammenarbeit mit den Kunden bei der Entwicklung von der Idee bis zur Serienreife

• Entwicklung von Bauteilen, Fertigungsprozessen und Betriebsmitteln

• Betriebsmittelmanagement mit Inbetriebnahme und Validierung

• Vorserienbauteile

• Serienbauteile

• Vollumfängliche und optimale Betreuung des Kunden durch weitreichende Erfahrung im Formenbau, in der Vorserienfertigung und bei der Kalkulation

2.) Produktion

• Erstellen von thermoplastischen Vor- und/oder Endprodukten über alle Fertigungsstufen (vom Einzelteil über Baugruppen bis zu Komplettsystemen)

• Fertigung mit Extrusionsblasform-Maschinen mit einem Volumen von 100 ml bis 1000 l und Spritzguss-Maschinen mit einer Zuhaltekraft von 20 t bis 650 t

• Mechanische Bearbeitungszentren

• Dichtungen schäumen mit einem 1-Komponenten-Polyurethan-System (1K PU-System)

3.) Entwicklung

• Kundenbetreuung bei Neuentwicklungen und neuen Verfahrenstechniken

Vertrieb

Die Gesellschaft verfügt aufgrund langjähriger Marktpräsenz und eines erfahrenen Managements über ein weitreichendes Netzwerk. Die Gesellschaft verfügt über Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit OEM- und TIER-1-Kunden und bedient den Qualitätsanspruch über die gesamte Wertschöpfungskette. Nach der Übernahme durch die MEWA-Gruppe werden alle Produkte hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und strategischer Ausrichtung analysiert.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung bedeutet bei RS Kunststoff im Wesentlichen eine mit dem Kunden gemeinsam initiierte Weiterentwicklung von bestehenden oder neuen Produkten bzw. Anwendungen.

Durch das Netzwerk mit anderen Unternehmen können den Kunden vielfach neue Wege und Chancen aufgezeigt werden, die dann in Entwicklungsaufträgen münden.

Eine Forschung- und Entwicklungsabteilung für eigene Zwecke besteht nicht.

Bedeutsamste Steuerungsgrößen

Die bedeutsamsten Steuerungsgrößen der Gesellschaft, die vor allem im Rahmen der Berichterstattung an unseren Gesellschafter überwacht werden, sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2022 zwar von der Corona-Krise etwas erholt, jedoch führte der am 24. Februar 2022 gestartete Krieg in der Ukraine zu erheblichen Preissteigerungen, insbesondere im Energiesektor und bei Lebensmitteln. Es konnte ein weltweites Wachstum von 3,5% gegenüber 2021 erzielt werden. Die Auswirkungen des Krieges beeinflussten die sich langsam erholenden Lieferketten nach der Covid Pandemie erneut. Insbesondere die steigenden Energiekosten waren für einige Branchen sehr herausfordernd.

In Deutschland konnte dieser Wert nicht erreicht werden. Dieser war jedoch mit 1,9% noch positiv.

Branchenentwicklung

Die allgemeine Entwicklung der kunststoffverarbeitenden Industrie ist 2022 differenziert zu betrachten. Einerseits stieg der Branchenumsatz in Deutschland erneut um mehr als 12% an. Andererseits beklagten die Unternehmen die überdurchschnittlichen Preissteigerungen bei den Energiekosten und entsprechend auch bei den Rohstoffen.

Insgesamt wurden 13,6 Mio Tonnen an Kunststoffen verarbeitetet. Dies entspricht einem Rückgang um fast 10% gegenüber dem Vorjahr.

Insbesondere im Bau und baunahen Bereichen dämpften hohe Zinsen und Materialkosten sowie der Fachkräftemangel die Entwicklung.

Geschäftsentwicklung

Für das Jahr 2022 plante die Geschäftsführung Umsatzerlöse von EUR 19,2 Mio bei einem Jahresüberschuss von 5% bezogen auf die Umsatzerlöse.

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte RS Kunststoff Umsatzerlöse von EUR 25,0 Mio. Dank des Alt- und Neukundengeschäfts konnte preis- und mengenbedingt ein Plus von rd. 30% gegenüber dem Planumsatz erzielt werden. Insgesamt ist die Umsatzentwicklung positiv. Die Umsatzerlöse haben sich in den einzelnen Sparten wie folgt entwickelt:

2022
EUR Mio
2021
EUR Mio
Delta
EUR Mio
Delta
%
Verpackung 17,4 12,6 4,8 38,1
Wassertechnik 3,7 2,3 1,4 60,9
Automobil 0,9 1,1 -0,2 -18,2
Medizintechnik 0,5 0,2 0,3 150,0
Sonstige 2,5 4,5 -2,0 -44,4
Umsatzerlöse 25,0 20,7 4,3 20,8

Der Bereich Verpackung konnte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 38,1% erwirtschaften. Die Umsatzerlöse im Bereich Wassertechnik erhöhten sich im Wesentlichen, da erstmals die Umsatzerlöse eines im Jahr 2020 neu akquirierten Kunden unter diesem Bereich ausgewiesen werden. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis noch unter dem Posten "Sonstiges". Der Bereich Medizintechnik ist erneut gewachsen.

Insgesamt konnten die Umsätze um rd. 21% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2,6 Mio erzielt.

Personalbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2022 (ohne Geschäftsführung) durchschnittlich 97 (i. Vj. 80) Mitarbeitende.

Die Aus- und Weiterbildung ist ein wesentlicher Bestandteil im Personalbereich der Gesellschaft. Mit unserem Ausbildungsprogramm versuchen wir ein attraktiver Arbeitgeber für junge Menschen zu sein und erhoffen uns damit dem Facharbeitermangel und der demographischen Entwicklung wirksam entgegenzutreten zu können.

Umweltschutz und Sicherheit

RS Kunststoff arbeitet im Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement entsprechend den international anerkannten Standards. Permanent werden zudem Maßnahmen zur Unfallvermeidung ergriffen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2022
TEUR
2021
TEUR
Delta
TEUR
1. Umsatzerlöse 25.018 20.740 4.278
2. Bestandsveränderung 1.461 -370 1.831
3. Sonstige betriebliche Erträge 155 54 101
4. Gesamtleistung 26.634 20.424 6.210
5. Materialaufwand -10.267 -7.973 -2.294
6. Rohergebnis 16.367 12.451 3.916
7. Personalaufwand -5.317 -4.654 -663
8. Abschreibungen -516 -420 -96
9. Übrige Aufwendungen -6.524 -5.612 -912
10. Finanzergebnis -60 -1 -59
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.380 -550 -830
12. Jahresüberschuss 2.570 1.214 1.356

Die Umsatzerlöse sind deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ein Anteil von rd. 70% (i. Vj. 61%) wurde mit Gesellschaften des MEWA-Konzerns erzielt.

Das Rohergebnis (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) erhöhte sich neben der Bestandsveränderung im Wesentlichen umsatzbedingt um EUR 3,9 Mio auf EUR 16,4 Mio. Das relative Rohergebnis (Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist bei einer Veränderung des Produktmixes, bei dem es zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse für Verpackungen kam, mit rd. 61% (i. Vj. 61%) der Gesamtleistung unverändert geblieben.

Der Personalaufwand erhöhte sich hauptsächlich durch die erneut gestiegene Mitarbeiterzahl.

Der Anstieg der Abschreibungen ist insbesondere auf die hohe Investitionstätigkeit der letzten Jahre zurückzuführen.

Der Anstieg der übrigen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die um EUR 0,3 Mio auf EUR 1,4 Mio gestiegenen Energiekosten, auf die um EUR 0,6 Mio auf EUR 0,9 Mio gestiegenen Frachtkosten sowie auf die um EUR 0,4 Mio auf EUR 0,7 Mio gestiegenen Reparatur- und Instandhaltungskosten zurückzuführen.

Das Finanzergebnis beinhaltet neben den Zinsaufwendungen die außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung.

Die ausgewiesenen Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen das laufende Geschäftsjahr.

Der Jahresüberschuss hat sich hauptsächlich umsatzbedingt erhöht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 6,1 Mio auf EUR 11,5 Mio deutlich erhöht.

Das Anlagevermögen erhöhte sich von EUR 1,4 Mio auf EUR 3,2 Mio. Dieser Anstieg ist bei Abschreibungen von EUR 0,6 Mio auf die Investitionen in Höhe von EUR 2,4 Mio zurückzuführen. Die Investitionen des Geschäftsjahres betrafen im Wesentlichen Produktionsanlagen und sonstige technische Einrichtungen.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um EUR 3,7 Mio auf EUR 8,3 Mio. Die darin enthaltenen liquiden Mittel erhöhten sich um EUR 1,2 Mio auf EUR 2,3 Mio.

Die Vorräte erhöhten sich um EUR 2,1 Mio auf EUR 4,5 Mio. Dieser deutliche Anstieg ist bei einem Rückgang der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe auf den Anstieg der unfertigen Erzeugnisse um EUR 0,6 Mio auf EUR 0,9 Mio sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren um EUR 1,8 Mio auf EUR 2,3 Mio zurückzuführen. Die Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse sowie fertigen Erzeugnisse und Waren resultiert insbesondere aus den im Geschäftsjahr deutlich gestiegenen Beschaffungskosten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich im Wesentlichen umsatzbedingt um EUR 0,4 Mio auf EUR 1,4 Mio.

Die liquiden Mittel erhöhten sich um EUR 1,2 Mio auf EUR 2,3 Mio. Ergänzend wird auf die Erläuterungen zur Finanzlage verwiesen.

Die aktiv latenten Steuern wurden im Berichtsjahr in voller Höhe aufgelöst.

Die Eigenkapitalquote verminderte sich bei einem Jahresüberschusses von EUR 2,6 Mio aufgrund der deutlich stärker gestiegenen Bilanzsumme auf rd. 63% (i. Vj. 75%).

Die Rückstellungen erhöhten sich von EUR 0,9 Mio auf EUR 1,9 Mio. Dieser Anstieg ist bei einen Rückgang der sonstigen Rückstellungen um EUR 0,2 Mio auf EUR 0,5 Mio auf den ergebnisbedingten Anstieg der Steuerrückstellungen um EUR 1,1 Mio auf EUR 1,3 Mio zurückzuführen.

Die gesamten Verbindlichkeiten erhöhten sich um EUR 1,9 Mio auf EUR 2,4 Mio.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,4 auf EUR 0,9 Mio ist auf die gestiegene Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten kurz- und mittelfristige Darlehen zur Finanzierung der Investitionen in Höhe von EUR 1,3 Mio (i. Vj. EUR 0,0 Mio).

Darüber hinaus finanziert die Gesellschaft einen Teil der Produktionsanlagen über Leasingverträge. Hieraus bestehen finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf EUR 2,2 Mio (i. Vj. EUR 0,9 Mio). Aus der Investitionstätigkeit ergaben sich Mittelabflüsse von EUR 2,4 Mio und aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich Mittelzuflüsse von EUR 1,3 Mio.

Insgesamt ergab sich somit ein positiver Gesamt-Cashflow von EUR 1,1 Mio, der zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds auf EUR 2,3 Mio geführt hat. Der Finanzmittelfonds umfasst im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten.

Zur nachhaltigen Finanzierung des operativen Geschäfts, vorzufinanzierender Kundenaufträge sowie der Vorbereitung des weiteren Wachstums der Gesellschaft nutzt die Gesellschaft neben der Bereitstellung von Fremdkapital in Form von Kreditlinien erstmals auch die Möglichkeit der Konzernfinanzierung. Die durch externe Bankenfinanzierung bereitgestellten Kreditlinien beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 0,5 Mio. Diese wurden im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen.

Gesamtaussage

Insgesamt ist der Geschäftsverlauf und die damit verbundene Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2022 der RS Kunststoff sehr positiv.

III. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Die Gesellschaft nutzt Instrumentarien zur Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken. Diese reichen von regelmäßigen Analysen der Finanzzahlen (BWA) über das Mahnwesen zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit bis zu einer Marktbetrachtung zur Abschätzung von Risiken in künftigen Projekten.

Darüber hinaus wurden von der Geschäftsführung verbindliche Richtlinien und Werte festgelegt und in Unternehmens-Verhaltensrichtlinien zusammengefasst. Diese gelten für alle Mitarbeiter und regeln unmissverständlich das Verhalten gegenüber Dritten wie Geschäftspartnern, Wettbewerbern, Kunden und Lieferanten.

Als ein Risiko wird dabei eine potenziell negative Abweichung von unternehmensinternen Zielen oder Planwerten gesehen. Analog wird eine potenziell positive Abweichung vom geplanten Unternehmensergebnis als Chance gesehen. Zusammen mit Organisations- und Führungsstrukturen sowie implementierten Informations- und Kontrollsystemen existiert ein strukturiertes Vorgehen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und diese zu mindern bzw. zu verhindern. Die Nachverfolgung potenzieller Risiken und der eingeleiteten Maßnahmen erfolgt laufend.

Risiken

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Markt-, Liquiditätsrisiken und sonstigen Risiken, wobei nachfolgend die Risiken nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt werden.

Marktrisiken

Der Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 und der aufkeimende Nahost-Konflikt haben deutliche Spuren in der weltweiten Wirtschaft hinterlassen. An den Güter- und Finanzmärkten waren deutliche Reaktionen spürbar. Rohstoff- und Energiepreise sind zwar wieder gesunken, trotzdem haben viele Unternehmen zur Sicherheit langfristige Verträge mit höheren Preisen abgeschlossen. Hierbei besteht für die Gesellschaft weiter das Risiko, dass Preissteigerungen auf der Bezugsseite nicht vollumfänglich auf der Absatzseite weiterbelastet werden können. Aus heutiger Sicht ist dies durchaus gelungen. Zusätzlich wird bei der Gesellschaft durch regelmäßige Kostenanalysen eine auskömmliche Marge sichergestellt, so dass wir aktuell auch hier von einem geringen Risiko ausgehen.

Trotz einer bis zur Coronakrise stabilen Verfassung der Weltwirtschaft ist die künftige Entwicklung zahlreichen politischen, aber auch geopolitischen Marktrisiken ausgesetzt, die jederzeit die Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen können.

Wesentlicher Teil unserer Umsatzerlöse erzielen wir mit der Entwicklung und Produktion von Teilen für Konzernunternehmen der MEWA-Gruppe. Da wir zum einen ein fester Bestandteil der Lieferkette innerhalb der MEWA-Gruppe sind und zum anderen auch als Dienstleister für unterschiedliche Kunden in anderen Branchen tätig sind, resultiert aus der Abhängigkeit zur MEWA-Gruppe nur ein geringes Risiko.

Die weltweite Automobilkonjunktur beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft direkt und indirekt. Direkt durch Kunden, welche weiter mit niedrigen Absatzzahlen zu kämpfen hatten. Gegenüber dem Jahr 2021 gingen die Inlandorder um 15% zurück. Die Produktionszahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 wurden 2022 deutlich um gut 26 Prozent unterschritten.

Indirekt, da dieser Rückgang die Nachfrage an Kunststoff reduzierte und das Angebot von den Herstellern reguliert werden musste. Die Gesellschaft reduziert das direkte Risiko, indem der Anteil der Automobilkunden klein gehalten wird. Im Jahr 2022 betrug der Anteil lediglich 3,7% (2021 5,5%).

Liquiditätsrisiken

Zentrales Ziel im Liquiditätsmanagement ist es, dafür zu sorgen, dass die Gesellschaft jederzeit über ausreichend liquide Mittel verfügt und die finanzielle Unabhängigkeit gewahrt bleibt. Voraussetzung hierfür ist eine enge Steuerung und Überwachung des Liquiditätsstatus. Entsprechend wird der Finanzstatus regelmäßig geprüft. Aufgrund der Möglichkeit sich über den Konzern finanzieren zu können, betrachten wir dieses Risiko eher als ein geringes Risiko.

Sonstige Risiken

Die operativen Aktivitäten unterliegen rechtlichen Rahmenbedingungen und dem generellen Risiko von Rechtsstreitigkeiten. Vor diesem Hintergrund wird der Versicherungsumfang in regelmäßigen Abständen geprüft.

Hierunter fallen auch Gewährleistungsrisiken aus den gefertigten Serienprodukten. Diese Risiken werden durch ein entsprechendes Qualitätsmanagement überwacht und minimiert.

Vor diesem Hintergrund stufen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken als gering ein.

Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken/Bestandsgefährdende Tatsachen

Die Geschäftsleitung sieht auch weiter keine Gefährdung der Gesellschaft aufgrund der Risiken und der aktuellen Kriegslage. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aus heutiger Sicht nicht.

Chancen

Kunststoff ist weiterhin der Werkstoff des 21. Jahrhunderts. Gerade die Einsatzmöglichkeiten für technische Kunststoffe in der Industrie sind noch nicht ausgeschöpft, sondern werden sich in den nächsten Jahrzehnten erst im vollen Umfang entwickeln. Daraus ergeben sich auch für die RS Kunststoff diverse Wachstumschancen. Dies reicht von Trägern für Photovoltaik-Elemente, besseren Dämmmitteln über Methoden zur Reduzierung von Fahrzeugen bis zu Einsatzmöglichkeiten in der Medizin.

Die weiter voranschreitende Entwicklung der Elektrifizierung im Automobilsektor wird von der Gesellschaft als große Chance gesehen, um weitere Kundenaufträge gewinnen zu können. Hierbei ist es vor allem die Wasserstofftechnik, die für RS Kunststoff interessant ist.

Die vorhandenen Produktbereiche Verpackung, Wassertechnik, Medizin sowie technische Blasteile werden wachsen, da die Nachfrage weiterhin hoch ist und Neuentwicklungen anstehen.

IV. Prognosebericht

Der vorläufige Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 weist bei Umsatzerlösen von EUR 23,8 Mio (Plan: EUR 24,5 Mio) ein deutlich rückläufiges aber insgesamt noch ein positives Jahresergebnis aus. Der deutliche Ergebnisrückgang ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Aufwendungen für Energie zurückzuführen.

Die deutsche Bundesregierung erwartet im Jahreswirtschaftsbericht 2024 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,2% für das Jahr 2024. Grund für die derzeitige Schwächephase sind der Projektion zufolge strukturelle Faktoren und konjunkturelle Effekte wie die anhaltend schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland, aber auch die weiterhin restriktiv wirkende Geldpolitik. Positiv sind schon jetzt die sinkende Inflation und die deutlich gestiegenen Realeinkommen. Die damit zu erwartende Belebung des Konsums dürfte zu Jahresbeginn 2025 - zusammen mit einer steigenden Nachfrage aus dem Ausland und mehr Investitionstätigkeit - zu einer Erholung der Konjunktur führen. Für 2024 plante die Geschäftsführung trotz der technischen Rezession Umsatzerlöse von rd. EUR 26,5 Mio. Die Steigerung war durch Mengeneffekte auf der Absatzseite begründet.

Man konnte jedoch ab Jahresmitte 2024 einen eindeutigen Umsatzrückgang gegenüber der ursprünglichen Planung über alle Bereiche verzeichnen. Der vorläufige Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2024 weist bei Umsatzerlösen von EUR 23,6 Mio (Plan: EUR 23,0 Mio) ein gegenüber 2023 deutlich höheres Jahresergebnis aus. Der gegenüber 2023 deutliche Ergebnisanstieg ist im Wesentlichen auf die wieder gesunkenen Aufwendungen für Energie zurückzuführen.

Die Gesellschaft investiert auch im Jahr 2024 erheblich in den Umbau des Unternehmens. Die Investitionen betreffen sowohl den Bereich Digitalisierung als auch die Modernisierung des Maschinenparks und der Infrastruktur.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir bei einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse auf EUR 22,6 Mio einen Jahresüberschuss auf Niveau des Jahres 2024.

 

Hanau, den 16. Juni 2025

Geschäftsführung

Rolf Lausmann

Gerd Sczepanski

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 3.187.527,14 1.382.375,74
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.828,00 941,00
II. Sachanlagen 3.180.697,14 1.337.172,16
III. Finanzanlagen 2,00 44.262,58
B. Umlaufvermögen 8.266.109,91 4.643.280,27
I. Vorräte 4.451.323,67 2.351.838,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.538.131,08 1.205.507,17
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.276.655,16 1.085.934,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 15.379,20
D. Aktive latente Steuern 0,00 94.942,28
Summe Aktiva 11.453.637,05 6.135.977,49

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 7.185.867,16 4.616.108,46
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 4.566.108,46 3.352.594,53
III. Jahresüberschuss 2.569.758,70 1.213.513,93
B. Rückstellungen 1.857.352,82 966.957,09
C. Verbindlichkeiten 2.410.417,07 552.911,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.410.417,07 552.911,94
Summe Passiva 11.453.637,05 6.135.977,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 16.366.843,77 12.450.985,99
2. Personalaufwand 5.316.813,07 4.653.763,99
a) Löhne und Gehälter 4.310.915,97 3.851.277,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.005.897,10 802.486,00
davon für Altersversorgung 57.502,90 58.141,01
3. Abschreibungen 559.827,42 420.508,81
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 515.566,84 420.508,81
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 44.260,58 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.491.124,26 5.605.414,88
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.053,61 547,52
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.380.445,76 550.186,59
7. Ergebnis nach Steuern 2.602.579,65 1.220.564,20
8. sonstige Steuern 32.820,95 7.050,27
9. Jahresüberschuss 2.569.758,70 1.213.513,93

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

der RS Kunststoff GmbH, Hanau

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Registerdaten zum Unternehmen, Gliederung

Der Jahresabschluss der RS Kunststoff GmbH, Hanau (Amtsgericht Hanau, HRB 6747), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden gegenüber dem Vorjahr erstmals in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr unverändert beibehalten mit der Ausnahme, dass vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht wurde. Gegenüber dem Vorjahr wurden somit keine aktiven latenten Steuern mehr gebildet.

Es wurden teilweise die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern für technische Anlagen zwischen fünf und zehn Jahren, für Maschinen zwischen drei und zehn Jahren, für andere Anlagen und für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zehn Jahren), angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Für Rohstoffe werden die Anschaffungskosten nach der Fifo-Methode, für Hilfs- und Betriebsstoffe nach der Durchschnittskostenmethode unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips (§ 253 Abs. 4 HGB) ermittelt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Waren werden mit den Anschaffungskosten und ggf. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Sie werden unter Berücksichtigung von Preissteigerungen mit dem künftigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens

Es wird auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel verwiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das zum Bilanzstichtag voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 50.000,00.

In 2022 erfolgte keine Gewinnausschüttung für das Vorjahr.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 329 (i. Vj. TEUR 424), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 121 (i. Vj. TEUR 186), Archivierungskosten von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 39) und Kundengutschriften über TEUR 35 (i. Vj. TEUR 70).

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 0) sowie Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.340 (i. Vj. TEUR 0). Die Darlehensverbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Verbindlichkeitenspiegel

Stand

31.12.2022
(EUR)
Restlaufzeit bis ein Jahr
(EUR)
Restlaufzeit über ein Jahr
(EUR)
Restlaufzeit über fünf Jahre
(EUR)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 881.158,85 (494.567,37) 881.158,85 (494.567,37) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.357.485,38 (0,00) 997.485,38 (0,00) 360.000,00 (0,00) 0,00 (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 171.772,84 (58.344,57) 171.772,84 (58.344,57) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten weiter 2.410.417,07 (552.911,94) 2.050.417,07 (552.911,94) 360.000,00 (0,00) 0,00 (0,00)

(In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen.)

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

C. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Es sind keine außergewöhnlichen Erträge und keine außergewöhnlichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

D. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt (ohne Geschäftsführung):

2022
Anzahl
2021
Anzahl
Arbeiter 85 69
Angestellte 12 11
Gesamt 97 80

2. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

• Rolf Lausmann, Vorsitzender der Geschäftsführung

• Gerd Sczepanski, Geschäftsführer Bereich Operations (ab 05.09.2022)

• Reinhard Schütz, Geschäftsführer kaufmännischer Bereich (bis 28.12.2022)

• Björn Ross, Geschäftsführer Bereich Produktion (bis 28.12.2022)

• Ralf Ross, Geschäftsführer Bereich Technik (bis 28.12.2022)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr EUR 743.867,00.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen mehrjährige Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Finanzielle Verpflichtungen
TEUR
davon innerhalb des nächsten Jahres fällig
TEUR
Leasingverträge 1.371 685
Mietverträge 2.060 443
3.431 1.128

4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte, soweit sie wesentlich sind, mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen.

5. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

6. Konzernzugehörigkeit

Die MEWA Textil-Service SE, Wiesbaden, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden in elektronischer Form im Unternehmensregister veröffentlicht.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von insgesamt EUR 7.135.867,16 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hanau, den 16. Juni 2025

Geschäftsführung

Rolf Lausmann

Gerd Sczepanski

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hanau, den 16.06.2025

gez. Rolf Lausmann, Geschäftsführer

gez. Gerd Sczepanski, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 16.06.2025 festgestellt.

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RS Kunststoff GmbH, Hanau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RS Kunststoff GmbH, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RS Kunststoff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz, den 16. Juni 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bauer, Wirtschaftsprüfer

Galic, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.