ITT Bornemann GmbH
Industriestraße 2, 31683 Obernkirchen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Klaus Mai seit 14.8.2025 | Prokura |
Jochen Christian Ziegler seit 14.8.2025 | Prokura |
Christoph Köpper seit 11.12.2024 | Prokura |
Thomas Jörg Dr. Walter seit 6.5.2022 | Geschäftsführer |
Frank Holz seit 6.5.2022 | Prokura |
Sarah Ela, geb. Seidel Keitmann seit 14.4.2020 | Prokura |
Jeroen Hendrik Antonius Olde Monnickhoff seit 8.3.2019 | Prokura |
Robert Joseph Jr. Pagano seit 5.11.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
ITT Industries Luxembourg S.à r.l. | 94.90% |
ITT Netherlands B.V. | 5.10% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.90% | |
| 2.50% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ITT Bornemann GmbHObernkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die ITT Bornemann GmbH (im Folgenden kurz ITT Bornemann) ist ein globaler Akteur in der Pumpenindustrie und hat sich vor allem als führender Anbieter von Mehrphasen-Pumpsystemen weltweit etabliert. Mit über 170 Jahren Erfahrung ist das Unternehmen heute ein wichtiger Partner in der Öl- und Gasindustrie, der Pharmasowie der Lebensmittelbranche. Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Schraubenspindel- und Kreiselpumpen sowie Systemlösungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Aftermarket-Dienstleistungen für globale Öl- und Gasmärkte sowie für andere attraktive Endmärkte an. Im Jahr 2020 wurde der bestehende Produktbereich durch die Verlagerung von Kreiselpumpen und Ventilen aus England zu ITT Bornemann weiter ergänzt. Die Gesellschaft unterhält ihren Sitz in Obernkirchen, Niedersachsen. Neben der Produktion sind die Bereiche Verwaltung inkl. Einkauf, IT, HR, SCM, Finanzen und Teilbereiche des Vertriebs sowie das Engineering und die Forschung und Entwicklung am Standort ansässig. Andere Standorte gibt es nicht. ITT Bornemann gehört seit 2012 zum Konzern ITT Inc., White Plains, New York, USA, einem führenden Hersteller von hochtechnisierten, kritischen Komponenten und maßgeschneiderten Lösungen für den Bereich Energie, Transport und Industrie. Der ITT-Konzern ist in 125 Ländern operativ tätig und hat im Jahr 2023 Konzernumsatzerlöse von 3,3 Milliarden USD erzielt. Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling des ITT-Konzerns teil, sodass für den laufenden Liquiditätsbedarf kein Fremdkapital in Anspruch genommen werden muss. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Konjunkturelle Lage 2023 Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minus-raten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA 2.2 Konjunkturelle Aussichten 2024 Globaler Maschinenbau Die Nachfrage nach Investitionsgütern entwickelte sich angesichts anhaltender lokaler Krisen, geopolitischer Unsicherheiten und Risiken auch 2024 rückläufig. Zusätzlich belasteten tiefgreifende strukturelle Veränderungen und Überkapazitäten in einigen Abnehmerbranchen die Maschinenindustrie. Anders als im Jahr 2023 als die Auftragsbestände hoch waren und somit Produktions- und Verkaufszahlen pufferten, musste 2024 die Produktion in vielen Unternehmen gedrosselt werden und die Umsatzentwicklung fiel preisbereinigt oft negativ aus. Nach Schätzung der VDMA-Volkswirte schrumpfte der Maschinenumsatz im Jahr 2024 preisbereinigt um 2 Prozent weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-Maschinenbaustandorte sind hier China (Schätzung: +3 Prozent) und Indien (Schätzung: +3 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum real mit geschätzt -3 bzw. -6 Prozent rückläufig. Von den großen EU-Volkswirtschaften verzeichnete Italien sowie Deutschland mit voraussichtlich jeweils -7 Prozent die höchsten Rückgänge. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext, eigene Schätzung aufgrund der vorliegenden Monats- bzw. Quartalsergebnisse von Eurostat zum Stand 13.02.2025), Februar 2025. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2024 um real 7,2 Prozent gesunken. Der preisbereinigte Auftragseingang verfehlte das Vorjahresniveau um 8 Prozent. Besonders enttäuschend im Auftragseingang verlief das Inland, das mit -13 Prozent sogar zweistellig im Minus war. Aus dem Ausland (-5 Prozent) kamen jedoch auch wenige Impulse. Die Produktion wurde im Jahresverlauf immer weniger gut durch noch vorhandene Auftragsbestände abgepuffert. Das blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Kapazitätsauslastung: Während die Ausnutzung der Maschinenkapazitäten im Oktober 2023 mit einer Quote von 85,9 Prozent noch in etwa auf der Höhe des langjährigen Durchschnitts (86,1 Prozent) lag, sank sie bis zum Oktober 2024 auf 79,1 Prozent ab. Damit befinden sich viele Unternehmen in der Unterauslastung. Ein Kernproblem bildet der hartnäckige Auftragsmangel, der in mehr als jedem zweiten Unternehmen zu Produktionsbehinderungen führte (Oktober 2024: 55 Prozent). Zum Jahresende 2024 zählte die Branche 1.025.000 Beschäftigte und damit 0,7 Prozent weniger Personen als noch ein Jahr zuvor. Aufgrund der demografischen Situation dürften die Unternehmen versuchen, ihre Stammbelegschaft so gut es geht zu halten. Dazu nutzen sie verstärkt die üblichen und bewährten Flexibilisierungsinstrumente wie den Abbau von Plusstunden auf den Arbeitszeitkonten, die Kurzarbeit oder die Reduktion von Zeitarbeit. Die Kurzarbeit ist auf dem Vormarsch und betrug im November 2024 nach Schätzung der Bundesagentur für Arbeit knapp 58.000. Der Umsatz ging ausweislich der amtlichen Statistik um nominal 3,2 Prozent zurück. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 241 Mrd. Euro, der Umsatz von 254 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA 2.3 Konjunkturelle Aussichten 2025 Globaler Maschinenbau Für das Jahr 2025 prognostizieren die VDMA-Volkswirte ein leichtes preisbereinigtes Wachstum des Weltmaschinenumsatzes von real 1 Prozent, bei einem sehr heterogenen Bild auf Länderebene. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird für 2025 ein Wachstum prognostiziert. Erneut dürfte Indien mit +5 Prozent an der Spitze stehen. In den anderen drei Ländern ist die Ausgangslage recht unterschiedlich: So folgt in Südkorea (+3 Prozent) und Japan (+2 Prozent) das Wachstum auf einen Rückgang im Vorjahr. In China dürfte es bei der Wachstumsdynamik von +2 Prozent bleiben. Auch in den USA dürfte der Maschinenbau 2025 preisbereinigt ein Umsatzplus erzielen (+1 Prozent). Weniger gut sieht es für den EU-Maschinenbau aus. Hier wird eine Stagnation im Jahr 2025 prognostiziert. Trotz einer anziehenden Investitionsgüternachfrage in der zweiten Jahreshälfte werden die Maschinenumsätze in den großen Maschinenbaunationen Deutschland und Italien auf Jahressicht preisbereinigt erneut niedriger ausfallen als im Vorjahr, wenn auch mit -2 bzw. -1 Prozent weniger stark. Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2024. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Für den Maschinenbau in Deutschland dürfte 2025 abermals ein herausforderndes Jahr werden. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 2 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2024 - und es sind mit einem unberechenbaren Präsidenten in den USA und den vorgezogenen Neuwahlen in Deutschland weitere Unsicherheitsfaktoren hinzugekommen. Die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt weiterhin gedrückt, wie ein Blick auf die Ergebnisse der VDMA-Konjunkturerhebung Q4/2024 und das ifo-Geschäftsklima verraten. Der zunehmende Protektionismus in der Welt dürfte den Welthandel beeinträchtigen und den exportorientierten deutschen Maschinen- und Anlagenbau dabei besonders hart treffen. Beim Auftragseingang zeigt sich noch immer keine Trendwende. Und auch der Blick in die wichtigsten Exportregionen ist von wenig Optimismus geprägt: Die Absatzchancen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus werden im nächsten halben Jahr für viele Regionen eher verhalten eingeschätzt. Ein Lichtblick ist die Region Nordamerika, für die 37 Prozent der in der VDMA-Konjunkturerhebung befragten Unternehmen eine Besserung der Absatzchancen in den nächsten 6 Monaten sieht. Das schwierige Umfeld und die erschwerte Planbarkeit schlagen sich auch in der Beschäftigung nieder: Jedes vierte Unternehmen plant aufgrund der schwierigen und Verhältnisse die Stammbelegschaft im ersten Halbjahr 2025 abzubauen. 60 Prozent sagen aber auch, dass die Stammbelegschaft in diesem Zeitraum gleichbleiben wird. Der hartnäckige Fachkräftemangel und der demografische Wandel bleiben eine große Herausforderung für die Unternehmen. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten weiter ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. In Deutschland muss die neu gewählte Regierung schnell Reformen anpacken, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen in Deutschland zu verbessern. Quelle: VDMA (Originaltext) 2.4 Geschäftsverlauf und Lage Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 erneut einen positiven Wachstumstrend verzeichnen. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 83,0% auf 120,0 Mio. EUR. Dieser Anstieg und übertraf damit die Prognose von 100,0 Mio. EUR. Maßgebend hierfür waren zwei Großbestellungen im Bereich der Pumpensysteme. Neben den Zuwächsen bei den Schraubenspindelpumpen stieg auch der Auftragseingang im Bereich der Kreiselpumpen sowie den Ventilen. Darüber hinaus konnte der Auftragseingang im Aftermarket-Bereich ebenfalls, wie prognostiziert, gesteigert werden. Der Umsatz erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 20,7% auf 68,1 Mio. EUR. Grund hierfür waren im Wesentlichen starke Umsatzzuwächse in dem seit dem Jahr 2020 bestehenden Bereich der Kreiselpumpen (+85,6%) sowie einer gestiegenen Nachfrage im Aftermarket-Geschäft (+26,3%). Die prognostizierte Umsatzerhöhung um 15 Mio. EUR wurde um 3 Mio. EUR verfehlt. Die Materialeinsatzquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 56,0 % auf 49,2 % vermindert. Die Entwicklung ist auf die Realisierung periodenübergreifender Fertigungsaufträge (Completed-Contract-Method) sowie eine verbesserte Kostenstruktur zurückzuführen. Maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen hat ein Großprojekt aus dem Bereich Multiphase mit einer operativen Marge von über 30 %. Trotz dieser positiven Entwicklung konnte das ursprünglich geplante Ziel von 42,0% nicht erreicht werden. Als Folge der zuvor dargelegten Entwicklung verbesserte sich das EBIT (Jahresergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern) um 9,1 Mio. EUR oder 132,5% auf 2,2 Mio. EUR, was einer EBIT-Marge in Bezug auf die Umsatzerlöse von 3,3% entspricht. Somit wurde das EBIT-Margenziel von 0% übererfüllt. Der Auftragsbestand am Ende des Geschäftsjahres 2023 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 120,4% auf 93,9 Mio. EUR (Vorjahr: 42,6 Mio. EUR). Der geplante Aufbau um 24,6 Mio. EUR wurde somit mehr als verdoppelt. Dies begründet sich hauptsächlich durch zwei Großprojekte im Geschäftsbereich Multiphase: PE Energy (28,4 Mio. EUR) sowie ITT Blakers (21,6 Mio. EUR). Es erfolgt eine Verdichtung aller Ausführungen zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens zu einer Gesamtaussage, in die auch Erkenntnisse nach dem Schluss des Berichtszeitraums einfließen. Ertragslage Das Jahresergebnis ist um 92,6 Mio. EUR auf -91,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) gesunken. Dabei stand das Jahr 2023 unter verschiedensten Einflussfaktoren:
Vermögenslage Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen reduzierte sich aufgrund planmäßiger Abschreibungen um 0,3 Mio. EUR oder -3,9% auf 8,3 Mio. EUR. Die Reduzierung der Finanzanlagen ist auf die Abschreibung der Beteiligung an der ITT Rheinhütte Pumpen GmbH, Wiesbaden, in Höhe von TEUR 6.427 (Vorjahr: TEUR 0) sowie die Abschreibung der Beteiligung an ITT Cannon GmbH, Weinstadt, in Höhe von TEUR 103.647 (Vorjahr: TEUR 0) zurückzuführen. Umlaufvermögen Das Vorratsvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Mio. EUR oder 28,4% auf 17,0 Mio. EUR reduziert. Ausschlaggebend hierfür ist der Anstieg von erhaltenen Anzahlungen um 14,3 Mio. EUR auf 20,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR). Gegenläufig hierzu erhöhten sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (+2,0 Mio. EUR), die unfertigen Erzeugnisse (+2,7 Mio. EUR), die fertigen Erzeugnisse (+0,9 Mio. EUR) sowie die geleisteten Anzahlungen (+2,0 Mio. EUR). Grund für den höheren Bestand ist insbesondere, Lieferengpässen im Einkauf vorzubeugen sowie die Lieferbereitschaft unsererseits zu erhöhen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich gegenüber Vorjahr um 12,2 Mio. EUR oder -44,0% auf 39,9 Mio. EUR erhöht. Während sich die Forderungen aus "Lieferungen und Leistungen" um 7,3 Mio. EUR reduziert haben, stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 19,0 Mio. EUR an. Der Anstieg liegt im Wesentlichen am neuen Ergebnisabführungsvertrag mit der ITT Cannon GmbH (+11,1 Mio. EUR) sowie an der höheren Forderung aus dem bestehendem Ergebnisabführungsvertrag mit der Wolverine Advanced Materials GmbH (+3,7 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten eine Wertberichtigung in Höhe von 1,1 Mio. EUR. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt 34,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 18,9 % (Vorjahr: 66,9%). Das Stammkapital beträgt 5,1 Mio. EUR. Die Kapitalerhöhung wurde am 20. Dezember 2022 auf der Gesellschafterversammlung beschlossen und am 7. Februar 2023 in das Handelsregister eingetragen. Die Kapitalrücklage ist von 232,4 Mio. EUR um 65,6 Mio. EUR gesunken und beträgt zum Stichtag 166,9 Mio. EUR. Ein Baragio in Höhe von 7,6 Mio. EUR wurde am 20. Dezember 2022 auf der Gesellschafterversammlung beschlossen und am 10. Januar 2023 einbezahlt. Darüber hinaus wurde in der Gesellschafterversammlung am 23. Februar 2023 über eine Kapitalerhöhung in Gesamthöhe von 80 Mio. EUR beschlossen und über Cash-Pool- Verrechnung einbezahlt. Es liegt eine Rangrücktrittserklärung der Konzerngesellschaft ITT Industries Luxembourg S.à.r.l., Luxembourg, vom 3. November 2016 für ein Darlehen über 9,2 Mio. EUR vor. Rückstellungen Die Rückstellungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres 21,3 Mio. EUR, was eine Erhöhung um 4,2 Mio. EUR oder 24,5% bedeutet. Der Umfang der Steuerrückstellungen erhöhte sich am stärksten um 2,3 Mio. EUR oder 390,6% auf 3,0 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 1,8 Mio. EUR oder 20,6% auf 10,6 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für noch nicht abgerechnete bezogene Lieferungen und Leistungen, Einzel- und Pauschalgarantierückstellungen, Urlaubsgeld, bewertete Freizeitguthaben von Mitarbeitern, Prämien und Jubiläen, "Critical Countries" Rückstellung sowie Projektnachlaufkosten und Pönalen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtags- und projektbedingt um 1,4 Mio. EUR oder 89,3% auf 2,9 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um 46,2 Mio. EUR oder 61,3% auf 121,7 Mio. EUR. Der wesentliche Grund für die Erhöhung ist die aus dem Jahr 2023 resultierende Darlehensverbindlichkeiten gegenüber ITT Industries Luxemburg. Dem gegenüber steht die vorzeitige Rückzahlung des Darlehensgegenüber EP Industries Europe B.V. Des Weiteren sind die Cash-Pool Verbindlichkeit gegenüber der Konzernmutter um 26,8 Mio. EUR auf 14,6 Mio. gesunken. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt mittelfristig über den Konzernverbund der ITT-Gruppe mittels Einbindung in das bestehende Cash-Pooling-System. Hiermit wird eine ausreichende Liquidität sichergestellt. Mit dieser geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig weiter erfolgreich arbeiten zu können. Wir rechnen damit, auch unter Berücksichtigung der anhaltenden Krisen, in der Zukunft unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) getätigt. Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten liegt in der Entwicklung von Knowhow und energieeffizienten Produkten und Systemen entlang der gesamten Prozesskette der Erdöl- und Erdgas-Industrie vom Reservoir bis zum Endverbraucher. Des Weiteren arbeiten wir konsequent an der Weiterentwicklung von bestehenden Produkten sowie Lösungen für neue Anwendungsbereiche. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung 1,2 Mio. EUR, was 1,8% des Umsatzes entspricht. Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz Die ITT Bornemann GmbH ist in das Health-, Safety- und Environment-Managementsystem des ITT-Konzerns integriert. Es finden regelmäßige Sicherheitsbegehungen, Arbeitsschutzausschuss (ASA) Sitzungen und betriebsärztliche Untersuchungen am Standort statt. Die Sicherheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz hat eine sehr hohe Priorität und stellt eines der wesentlichen Unternehmensziele dar. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Einbeziehung aller Mitarbeiter in dieses Ziel. In diesem Zusammenhang werden nicht nur die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für sichere Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch die Belegschaft aufgefordert, vorbehaltslos Verantwortung für sicherheitsbewusstes Arbeiten in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich zu übernehmen. Regelmäßig werden Gefährdungsbeurteilungen an allen Maschinen durchgeführt und Mängel unverzüglich beseitigt. Um Unfällen vorzubeugen, sind für die Bedienung der Anlagen und Maschinen Betriebs- und Arbeitsanweisungen und gezielte Schulungsmaßnahmen vorhanden. Die ITT Bornemann GmbH ist bzw. war mit der Verwendung, Verarbeitung, Lagerung oder dem Transport von Stoffen befasst, die als umwelt- oder gesundheitsschädlich eingestuft werden. Jeglichen umweltrechtlichen Risiken wird anhand definierter Prozesse und Richtlinien innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen entgegengewirkt, so dass diese minimiert werden. Es ist unser Bestreben, mit der verfügbaren Technik in sämtlichen Prozessen und Produkten an unserem Standort den sozialen Nutzen und die positiven Auswirkungen auf die Umwelt dauerhaft sicherzustellen. Risikomanagement und Finanzinstrumente Eventuelle unternehmerische und betriebliche Risiken werden bei der Gesellschaft über ein umfassendes Controlling System frühzeitig identifiziert und aktiv gesteuert. Grundlage dafür sind die kontinuierliche intensive Beobachtung des Marktes sowie ein monatliches Reportingsystem, welches die verschiedenen Bereiche des Unternehmens abdeckt. Dem systemimmanenten Risiko im internationalen Projektgeschäft wird durch detaillierte Vorkalkulationen, definierte Freigabeprozeduren, mitlaufende Nachkalkulationen und eine intensive Projektbegleitung begegnet. Die Mitarbeiter des Unternehmens sind aufgrund des engen Kontaktes mit Kunden und der umfassenden Überwachung des Marktes über die Chancen und Risiken zeitnah informiert. Eventuell auftretende Risiken werden analysiert, bewertet, entsprechend kalkuliert und/oder mit geeigneten Gegenmaßnahmen vermindert. Bei der Entscheidungsfindung zur Abdeckung von Risiken aus steuerlichen, patent- und wettbewerbsrechtlichen Gesetzen und Verordnungen bedient sich die Unternehmensführung namhafter externer Fachkompetenz. Die Fakturierung erfolgt überwiegend in EUR. Ausfallrisiken auf den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht werden. Mitarbeiter Die ITT Bornemann GmbH beschäftigte zum Bilanzstichtag 234 Mitarbeiter ohne Auszubildende und ATZ (Vorjahr: 219). Die Ausbildung junger Menschen genießt bei ITT Bornemann GmbH einen sehr hohen Stellenwert. Zum Jahresende befanden sich 13 Personen (Vorjahr: 12) in einem Ausbildungsverhältnis in den verschiedensten Bereichen. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 5,5% (Vorjahr: 5,5%). Die Frauenquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres 19,8% (Vorjahr: 20,5%). Unseren Mitarbeitern offerieren wir zur Weiterbildung ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenzen ein breites Spektrum von Qualifizierungsmöglichkeiten. Dieses umfasst interne und externe Seminare ebenso wie Angebote zur Arbeitssicherheit und Führungskräfteentwicklung. Alle Maßnahmen werden dabei zielgerichtet den individuellen Fähigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen des Mitarbeiters angepasst. 3. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht Generelle Aussicht Mit der strategischen Neuausrichtung der letzten Jahre sowie der Produktverlagerung von Kreiselpumpen und Ventilen aus England zu ITT Bornemann sehen wir uns weiterhin gut gerüstet für die Zukunft. Das diverse Produktangebot erlaubt es uns, in wachsende Märkte zu expandieren und schrumpfende Märkte zu kompensieren. Weiter streben wir Marktzuwächse von Schraubenspindelpumpen in den Bereichen in den Bereichen Lebensmittel, Pharma und Chemie an, um uns unabhängiger vom Öl & Gas Geschäft zu machen. Darüber hinaus sind wir zuversichtlich, dass wir mit unseren Produkten und Lösungen unseren Kunden maßgeblich bei der Erzielung von Emissionszielen unterstützen können (z.B. im Bereich Carbon Capturing, Anti-Flaring) und so nachhaltig zum Klimaschutz beitragen können. Im Jahr 2023 hat ITT Bornemann im Bereich der "Green Energy" bereits zwei Großaufträge in Nigeria und Australien erhalten, welche Ende 2025 ausgeliefert werden. Weitere Projekte sind derzeit in Verhandlung. Eines dieser Projekte - Folgeprojekt Australien - wird voraussichtlich in Q2 2025 platziert. Ebenfalls sehen wir - basierend auf den letzten Jahren - gute Möglichkeiten im Bereich "Aftermarket" weiter zu wachsen. Um dem Risiko von Lieferengpässen besser entgegenzuwirken, wird der gesamte Planungs- und Wertschöpfungsprozess geprüft und weiter optimiert mit dem Ziel einer erhöhten Lieferbereitschaft. Im Jahr 2024 betrug der Auftragseingang 79,9 Mio EUR. Im Jahr 2025 gehen wir davon aus einen Auftragseingang von ca. 125 Mio. EUR verzeichnen zu können. Im Jahr 2024 stiegen die Umsatzerlöse um 11,0 Mio Euro auf 79,1 Mio EUR. Bei den Umsätzen für das Jahr 2025 rechnen wir mit einer Steigerung von ca. 73,8% gegenüber dem Jahr 2024. Haupttreiber hierfür sind in erster Linie die beide Großaufträge für Australien und Nigeria mit Gesamtvolumen 50,0 Mio EUR. Aber auch in allen anderen Bereichen planen wir weiter zu wachsen. Das EBIT 2024 betrug 5,6% der Umsatzerlöse. Aufgrund der höheren Umsätze planen wir mit höheren Deckungsbeiträgen, was insgesamt zu einer verbesserten Ertragslage führt. Gleichzeitig werden die Fortführung von Kosteneinsparungen im Bereich der Fixkosten sowie eine strenge Kostenkontrolle die Profitabilität des Unternehmens weiter sichern. Das geplante EBIT-Margenkorridor liegt zwischen 10% und 15,0% für das Jahr 2025. Risiken Der Ausblick ist mit einer hohen Unsicherheit verbunden, da die Faktoren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung nur schwer abschätzbar sind. Der Krieg in der Ukraine läuft unvermindert fort. Die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten sind noch nicht absehbar. Die politischen Rahmenbedingen sind vage und die damit verbundene Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren. Ferner sehen wir die hohen Rohstoffkosten und Lieferschwierigkeiten als kritisch. Potentiellen Zahlungsausfallrisiken bei Aufträgen aus kritischen Ländern wird durch strikte Zahlungsbedingungen vorgebeugt, was sich allerdings negativ auf den Auftragseingang und Durchlaufzeiten der Aufträge auswirken kann. Das Projektgeschäft und die immer größer werdende Komplexität einzelner Projekte erhöhen das systemimmanente Risiko für die Gesellschaft. Für den beispielhaften Fall, dass sich mehrere Großprojekte verzögern oder auch in Folgejahre verschieben, verzögern sich Zahlungsströme und Zeitpunkte der Gewinnrealisierung. Diesen Risiken wird proaktiv durch entsprechende Projektüberwachung begegnet. In diesem Zuge ist die Gesellschaft zudem dem Risiko steigender Materialpreise ausgesetzt. Des Weiteren bestehen Risiken dahingehend, dass Großprojekte in fremder Währung fakturiert werden. Hieraus resultieren Währungsrisiken, die im Rahmen regelmäßiger Fremdwährungsbewertungen überwacht werden. Latente Risiken beruhen im Personalbereich auf der etwaigen Abwanderung von wichtigen Entscheidungsträgern, welche aufgrund des Fachkräftemangels nur schwer zu ersetzen sind. Chancen Kontinuierliche Verbesserungen im Bereich der Ablauforganisation tragen zu nachhaltigen Effizienzsteigerungen bei. Das Öl & Gasgeschäft ist weiterhin Hauptgeschäft. Die Gesellschaft stellt sich allerdings durch die Produktverlagerung von Kreiselpumpen und Ventilen insgesamt breiter auf, was Risiken aus dem Projektgeschäft mitigiert. Darüber hinaus gelten strenge Kostenkontrollen und Freigabeprozesse u.a. im Bereich Einkauf, um die Profitabilität des Unternehmens weiter zu steigern. Der Bereich "Hygienic" wird weiter ausgebaut und Kosteneinsparungspotentiale realisiert. Durch die Kooperationen mit starken Partnern, die bereits in diesem Markt vertreten sind, sowie Weiterentwicklungen und Innovationen, sehen wir gute Wachstumspotentiale in diesem Bereich. Im Bereich "Kreiselpumpen" werden die Lieferquellen überprüft und, wo notwendig, ergänzt, um Liefertreue und -preise weiter zu verbessern. Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass sich im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Energieversorgung in Deutschland aber auch im gesamten Euro-Raum Marktpotentiale für die ITT Bornemann GmbH ergeben.
Obernkirchen, 15. Mai 2025 Dr. Thomas Walter, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben und Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die ITT Bornemann GmbH hat ihren Sitz in Obernkirchen und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Stadthagen unter der Nummer HRB 2314 eingetragen. Der Jahresabschluss der ITT Bornemann GmbH wurde auf der Grundlage der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewendet. 1.1 Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Skonti bzw. bei Sachanlagen auch mit Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen werden grundsätzlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauer orientiert sich an der amtlichen Abschreibungstabelle. Bei einer dauerhaften Wertminderung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen und der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Betrag von EUR 250 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten, ggf. abzüglich Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. 1.2 Umlaufvermögen Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungs-/Herstellungskosten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten, die die Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten enthalten, bewertet. Des Weiteren werden Sondereinzelkosten der Fertigung in die Herstellungskosten mit einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Bei einzelnen Positionen des Vorratsvermögens wurde von der Festbewertung Gebrauch gemacht. Sofern Überbestände oder veraltete Lagerbestände vorliegen, werden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Begonnene Aufträge, bei denen sich zum Stichtag ein Überhang der Kosten über die Erlöse abzuzeichnen droht, werden im Rahmen der verlustfreien Bewertung abgewertet. Erhaltene Anzahlungen wurden von den Vorräten offen abgegrenzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten nach Abzug von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) zum Bilanzstichtag bewertet. 1.3 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. 1.4 Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen werden gemäß projizierter Einmalbetragsmethode definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung der nachfolgenden Trendannahmen ermittelt:
Die Effekte aus der Zinssatzänderung sind in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten. Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet und decken alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und Verpflichtungen in angemessener Höhe ab. Von dem Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Beim Ansatz der Altersteilzeitrückstellungen (ausschließlich nach dem Blockmodell) wurden sowohl die Aufstockungsbeträge in voller Höhe als auch die bisherigen Erfüllungsrückstände in voller Höhe erfasst. Zur Berechnung wird ein Zinssatz von 1,72 % (Vorjahr: 1,43 %) angesetzt. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, als Deckungsvermögen mit der Altersteilzeitverpflichtung zu saldieren. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich hier um an die Altersteilzeitberechtigten verpfändete Zeitkonten-Rückdeckungsversicherungen. 1.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) zum Bilanzstichtag bewertet. 1.6 Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- / Imparitätsprinzip bewertet. 1.7 Latente Steuern Latente Steuern werden grundsätzlich für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Unterschieden werden auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Es bestehen im Wesentlichen aktive latente Steuern. Von dem Wahlrecht zum Ansatz der aktiven latenten Steuern wird gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. 2. Erläuterungen zur Bilanz 2.1 Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungskosten und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang "Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023" zu sehen. Die Gebäude werden mit 3 % bzw. 4 % p. a. linear abgeschrieben. Die Gesellschaft ist an den folgenden Unternehmen beteiligt:
* US-GAAP Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 4.973 (Vorjahr: TEUR 1.394) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 8.283 (Vorjahr: TEUR 4.559) Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegen die Wolverine Advanced Materials GmbH, mit TEUR 4.824 (Vorjahr: TEUR 4.241) gegen die ITT Rheinhütte Pumpen GmbH sowie mit TEUR 11.146 (Vorjahr: TEUR 0) gegen die ITT Cannon GmbH. Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen betreffen mit TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 431) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 2.3 Eigenkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 5.117 Die Kapitalerhöhung wurde am 20. Dezember 2022 auf der Gesellschafterversammlung beschlossen und am 7. Februar 2023 in das Handelsregister eingetragen. Die Kapitalrücklage ist von TEUR 232.435 um TEUR 65.555 gesunken und beträgt zum Stichtag TEUR 166.880. Ein Baragio in Höhe von TEUR 7.565 wurde am 20. Dezember 2022 auf der Gesellschafterversammlung beschlossen und am 10. Januar 2023 einbezahlt. Darüber hinaus wurde in dem Gesellschafterversammlung am 23. Februar 2023 über eine Kapitalerhöhung in Gesamthöhe von TEUR 80.000 beschlossen und über Cash-Pool-Verrechnung einbezahlt. Die Gewinnrücklagen bestehen ausschließlich aus anderen Gewinnrücklagen. 2.4 Rückstellungen Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMOG im Jahr 2010 ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 680. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag jährlich ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 45) zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Unterdotierung in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 91) wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Rückstellung wurde nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 332). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den Altersteilzeitverpflichtungen:
Die Rückdeckungsversicherung wurde zum steuerlichen Aktivwert angesetzt, der dem Zeitwert und den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Die zugehörigen Erträge (TEUR 7) und Aufwendungen (TEUR 0) wurden ebenfalls verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten wie im Vorjahr Rückstellungen aus möglichen Schadensersatzansprüchen von Kunden in so genannten "critical countries". Nach der Übernahme der Anteile an der ITT Bornemann GmbH durch die ITT Corporation Inc. hat die neue Gesellschafterin aufgrund von US-rechtlichen Regularien der ITT Bornemann GmbH untersagt, Geschäftsbeziehungen zu Kunden in so genannten critical countries (im Wesentlichen Iran, Sudan, Kuba) zu unterhalten. Daher hat die ITT Bornemann GmbH alle bestehenden Vertragsbeziehungen sowie alle in Anbahnung befindlichen Verträge einseitig aufgekündigt. Die aus diesen Vertragskündigungen erwachsenden Risiken (Vertragsstrafen, Prozessrisiken, Prozesskosten) wurden zurückgestellt. Zur Ermittlung des potenziellen Schadensersatzrisikos aus diesen einseitigen Vertragskündigungen wurden die Umsatzerlöse vergangener Jahre mit diesen Kunden mit individuellen Risikofaktoren gewichtet. Zum Jahresende beträgt die Rückstellung TEUR 1.384 (Vorjahr: TEUR 1.391). Darüber hinaus sind in den sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für noch nicht abgerechnete bezogene Lieferungen und Leistungen, Einzel- und Pauschalgarantierückstellungen, Urlaubsgeld, bewertete Freizeitguthaben von Mitarbeitern, Prämien und Jubiläen sowie Projektnachlaufkosten einschließlich Pönalen enthalten. Rückstellungen für Provisionsverpflichtungen werden korrespondierend zur Realisierung des entsprechenden Umsatzes passiviert. 2.5 Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 23.801 (Vorjahr: TEUR 50.547) Verbindlichkeiten aus einem Cash-Pool, TEUR 95.220 (Vorjahr: TEUR 22.080) Verbindlichkeiten aus Darlehen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 215) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 210) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse unterteilen sich nach In- und Ausland wie folgt:
Der Vergleich der Umsätze zu den Vorjahren ist nur eingeschränkt möglich, da die ITT Bornemann GmbH langfristige Auftragsfertigungen für ihre Kunden übernimmt, für die die Möglichkeit der Teilgewinnrealisierung nicht gegeben ist und daher die Umsätze nach Abschluss des jeweiligen Projektes in dem entsprechenden Jahr der Fertigstellung gezeigt werden. 3.2 Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 873 (Vorjahr: TEUR 316). Weiterhin enthält der Posten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 451). 3.3 Personalaufwand In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 570 (Vorjahr: TEUR 1.053) enthalten. 3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen auf sowie Ausbuchung von Forderungen in Höhe von TEUR 1.095 (Vorjahr: TEUR 86) enthalten. Weiterhin enthält der Posten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 1.280), davon TEUR -11 (Vorjahr: TEUR 28) aus unrealisierten Kursverlusten im Sinne des § 256a HGB. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 45) zugeführt, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. 3.5 Beteiligungsergebnis Die Erträge aus Beteiligungen aus verbundenen Unternehmen betrugen TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 450 TEUR). Im Geschäftsjahr 2017 hat die ITT Bornemann GmbH als herrschendes Unternehmen einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Wolverine Advanced Materials GmbH, Öhringen, abgeschlossen. Die Erträge aus diesem Ergebnisabführungsvertrag betragen TEUR 8.283 (Vorjahr: TEUR 4.559). Im Geschäftsjahr 2019 hat die ITT Bornemann GmbH als herrschendes Unternehmen einen Ergebnisabführungsvertrag mit der ITT Rheinhütte Pumpen GmbH, Wiesbaden, abgeschlossen. Die Erträge aus diesem Ergebnisabführungsvertrag betragen TEUR 4.824 (Vorjahr: TEUR 4.241). Im Geschäftsjahr 2023 hat die ITT Bornemann GmbH als herrschendes Unternehmen einen Ergebnisabführungsvertrag mit der ITT Cannon GmbH, Weinstadt, abgeschlossen. Die Erträge aus diesem Ergebnisabführungsvertrag betragen TEUR 11.117 (Vorjahr: TEUR 0). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten die Abschreibung der Beteiligung an der ITT Rheinhütte Pumpen GmbH, Wiesbaden, in Höhe von TEUR 6.427 (Vorjahr: TEUR 0) auf den niedrigeren beizulegenden Wert sowie die Abschreibung der Beteiligung an der ITT Cannon GmbH, Weinstadt, in Höhe von TEUR 103.647 (Vorjahr: TEUR 0) auf den niedrigeren beizulegenden Wert. 3.6 Finanzergebnis Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Darlehenszinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 313), Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 257), Zinsaufwendungen aus einem Cash-Pool von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.274 (Vorjahr: TEUR 506) sowie Bürgschaftsprovisionen in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 21). 4. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt waren bei der ITT Bornemann GmbH 137 Angestellte (Vorjahr: 128) und 94 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 92) ohne Berücksichtigung der Auszubildenden beschäftigt. Für das Geschäftsjahr 2023 betragen die Aufwendungen für das Gesamthonorar der Jahresabschlussprüfer TEUR 95. Das Gesamthonorar bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Am 26. Oktober 2016 hat die Schwestergesellschaft ITT Industries Luxembourg S.à r.l., Luxembourg, mit der Gesellschaft vereinbart, hinsichtlich von Forderungen in Höhe von TEUR 9.207 im Rang zurückzutreten. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung betrugen in 2023 TEUR 57. Für diese Personengruppe wurden Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften in Höhe von TEUR 1.765 gebildet. 5. Geschäftsführer Herr Jörg Narewski (Vertriebsgeschäftsführer), Rodenberg (ab dem 14. Januar 2021 bis 25. Oktober 2024) Herr Dr. Thomas Jörg Walter (Kaufmännischer Geschäftsführer), Lampertheim (ab dem 15. April 2022) Die Gesellschaft macht von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 6. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat aus Finanzierungsgründen in üblichem Umfang langfristige Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Diese betreffen im Wesentlichen Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie die PKW-Flotte. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesen Geschäften stellen sich wie folgt dar:
Die Gesellschaft bildet für ihre mittelbaren Pensionsverpflichtungen, die bei der Unterstützungskasse der ITT Bornemann GmbH e.V. bestehen, in Anwendung des Art. 28 EGHGB keine Rückstellung. Die mittelbaren Pensionsverpflichtungen betrugen zum Stichtag TEUR 8.688 (Vorjahr: TEUR 7.691). Das Deckungsvermögen der Unterstützungskasse betrug demgegenüber TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 210). Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgt mittels der so genannten "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % sowie unter Berücksichtigung einer Rentenanpassungsrate von 2,15 % unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. 7. Haftungsverhältnisse Eventualverbindlichkeiten aus Wechselobligos oder andere angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestanden am Abschlussstichtag nicht. 8. Ereignisse nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach dem Bilanzstichtag hat die ITT Bornemann GmbH im Rahmen einer Refinanzierung und vermögensmäßigen Umstrukturierung der gesamten ITT-Gruppe eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 34.262 an ihren Gesellschaftern ausgezahlt. Sämtliche Anteile an der Wolverine Advances Materials GmbH wurden im Jahr 2024 mit dem Gewinn in Höhe von TEUR 25.300 verkauft. 9. Mutterunternehmen und Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der ITT Bornemann GmbH, Obernkirchen, wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der ITT Inc., White Plains, New York, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzern-Kreis aufstellt. Der Konzernabschluss wird als "10k Form" mit der CIK #0000216228 bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereicht und ist auf www.sec.gov erhältlich. Bei Offenlegung des Konzernabschlusses der ITT Inc., White Plains, New York, USA, im Unternehmensregister ist die Gesellschaft nach § 292 HGB von der Pflicht, einen Konzernabschluss aufzustellen, befreit. Zusätzlich sind die Unterschiede zwischen deutscher Rechnungslegung und den US-GAAP, den Rechnungslegungsvorschriften der ITT Inc., zu erläutern. Ferner wird der von der ITT Inc. zum 31. Dezember 2023 aufgestellte Konzernabschluss in englischer Sprache beim Bundesanzeiger unter der Gesellschaft ITT Bornemann GmbH, Obernkirchen, offengelegt werden. Grundsätzlich unterscheidet sich die Rechnungslegung nach US-GAAP von der nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) in der verfolgten Zielsetzung. Während US-GAAP in erster Linie auf die Versorgung der Investoren mit entscheidungsnützlichen Informationen abstellt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und Vorsichtsprinzips geprägt. Vorräte: Der wesentliche Unterschied in der Bewertung der Vorräte resultiert aus dem Ausweis langfristiger Fertigungsaufträge nach US GAAP nach dem Prinzip der Erlösrealisierung nach Projektfortschritt. Die zum Stichtag angefallenen Kosten werden nach US GAAP als Teilfertige Aufträge gezeigt. Pensionsrückstellungen: Der Unterschied in der Pensionsrückstellung basiert auf verschiedener Bewertungsansätze zur Ermittlung der Pensionsrückstellung nach HGB und US GAAP. Latente Steuern: Der Unterschied der latenten Steuern basiert auf der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen. Erlösrealisierung: Der Unterschied der Erlöse resultiert aus dem Ausweis der Umsatze nach US GAAP nach dem Fertigstellungsgrad bei langfristigen Fertigungsaufträgen gegenüber dem Ausweis des Erlöses erst nach Abschluss des langfristigen Fertigungsauftrages nach HGB.
Obernkirchen, 15. Mai 2025 Dr. Thomas Walter, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ITT Bornemann GmbH, Obernkirchen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ITT Bornemann GmbH, Obernkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ITT Bornemann GmbH, Obernkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 15. Mai 2025 Deloitte
GmbH
Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer Dirk Hetebrügge, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen