AE & E Inova GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roland Wilfried Sorke seit 6.9.2023 | Geschäftsführer |
Kashif Sharif seit 21.8.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Banks and Acquirers International Holding S.A.S. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ingenico GmbHRatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen Die Ingenico GmbH (im Folgenden kurz "Ingenico") bietet im Bereich der elektronischen Zahlungssysteme intelligente Terminals bis hin zu einer Cloud-basierten Zahlungsplattform und End-to-End-Terminalmanagement an. Ingenico ist seit 1996 in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Region DACH) präsent, unsere Lösungen erfüllen alle Anforderungen der Deutschen Kreditwirtschaft. Im Jahr 2018 wurde Ingenico von der Worldline Gruppe übernommen. Aber seit Oktober 2022 ist Ingenico wieder eigenständig und außerhalb der Worldline Gruppe auf dem Markt tätig. Apollo Private Equity Funds ist der neue Eigentümer und die Ablösung aus dem Unternehmensverbund u.a. mit der PAYONE GmbH und der Worldline ist abgeschlossen. Neben den vier Netzbetrieben der PAYONE GmbH als Unternehmen von Worldline und der DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag) beliefert die Ingenico auch weiterhin nahezu alle anderen von der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) zugelassenen Netzbetriebe in Deutschland. II. Forschung und Entwicklung Im Rahmen ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten befasst sich Ingenico mit der Entwicklung, Zertifizierung und Zulassung nationaler Anforderungen (GiroCard Scheme von Der Eurokarten Systeme, zertifiziert von der Deutschen Kreditwirtschaft) an eine Terminal-Bezahl-Software sowie mit der kundenspezifischen Realisierung entsprechender Sonderfunktionalitäten. Sowohl eigene als auch externe Mitarbeiter werden in Projekte eingebunden, um Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile zu generieren und weiterzuentwickeln. Die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023 betrugen ca. 3.670 TEUR (2022: 3.237 TEUR). Die Gesellschaft übt das Aktivierungswahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB im Hinblick auf die Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen stetig zu Vorjahren nicht aus. III. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft von bedeutenden Herausforderungen geprägt. Die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatten einen merklichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung insbesondere durch die Energiekosten. Die Bundesregierung hat umfangreiche Maßnahmen (Aufnahmen von Schulden) zur Sicherung der Energieversorgung und zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen ergriffen. Drei Entlastungspakete und der wirtschaftliche Abwehrschirm waren darauf ausgerichtet, die wirtschaftlichen Strukturen zu stabilisieren und zukunftsfähig zu machen. (https://www.gdw.de/pressecenter/gdw-information-168-die-gesamtwirtschaftliche-lage-in-deutschland-2023-2024/) Die Eckwerte der Jahresprojektion 2023 zeigten ein rückläufiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um -0,3%, während die Konsumausgaben privater Haushalte und privater Organisationen ohne Erwerbszweck um 0,2% zurückgingen. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen um 3,3%, wohingegen die Bauinvestitionen um 2,8% sanken. Die Inlandsnachfrage verzeichnete ebenfalls einen Rückgang von 0,2%. Die Exporte konnten hingegen um 2,2% zulegen, und die Importe stiegen um 1,6%. Der Außenbeitrag lieferte einen positiven Impuls von 0,4%. (https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatis-deutsches-bruttoinlandsprodukt-sinkt-2023-um-0-3-prozent-921680) Insgesamt kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 in einem krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Inflation ließ im Verlauf des Jahres nach, und der Anstieg der Lohneinkommen beschleunigte sich im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum aus. (https://www.handelsdaten.de/branchen/gesamtwirtschaftliche-rahmenbedingungen) b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die EHI-Studie "Zahlungssysteme im Einzelhandel 2023" zeigt, dass die Kartenzahlung im stationären Handel weiterhin zunimmt. Der Bargeldanteil am Umsatz ist um einen Prozentpunkt gesunken, während der kartengestützte Umsatzanteil weiter gestiegen ist. Die Studie hebt hervor, dass die Girocard mit einem Umsatzanteil von 41,9 Prozent weiterhin der Marktführer im stationären Handel ist. Die Akzeptanz der Girocard im E-Commerce wächst langsam, aber der Rückstand auf Kreditkarten und PayPal bleibt erheblich. Diese Evidenz aus dem Einzelhandel kann auch auf den gesamten Markt übertragen werden. (https://www.ehi.org/wp-content/uploads/Downloads/Leseproben/EHI-Zahlungssysteme _2023_LP-1.pdf) Im Jahr 2023 wurden bei Bezahlvorgängen mit der Girocard in Deutschland rund 304 Milliarden Euro umgesetzt, was einem Anstieg von etwa 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Anzahl der Bezahlvorgänge mit Girocard stieg um 11,5 Prozent auf etwa 7,5 Milliarden Transaktionen. Die Anzahl der aktiven Girocard-Terminals im Handel erhöhte sich um 8,3 Prozent auf bis zu 1.13 Mio. Der Durchschnittsbon sank um 1,65 Euro, was darauf hinweist, dass die Girocard auch für kleinere Beträge verstärkt genutzt wird. Der Anteil an kontaktlosen Zahlungen im Girocard-System lag zum Jahresende 2023 bei rund 84 Prozent. Diese Statistiken zeigen die wachsende Bedeutung der Girocard im Zahlungsverkehr und die zunehmende Präferenz für bargeldlose Zahlungen in Deutschland. (https://www.girocard.eu/presse-mediathek/pressemitteilungen/2024/girocard-jahreszahlen-2023/) 2. Geschäftsverlauf / Finanzielle Leistungsindikatoren Die Umsatzerlöse und das "EBIT" (Jahresergebnis vor Konzernumlage, Finanzergebnis und Steuern) stellen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar, nach denen die Gesellschaft gesteuert wird. Im gesamten Jahr 2023 verliefen die Umsätze hinter dem Plan. Ingenico hatte daher permanent eine deutliche Untertreffung der Planungen in Bezug auf die gesamten Verkäufe zu verzeichnen. Im gesamten Jahresverlauf konnte kein ansteigender Trend genutzt werden, um zum Plan aufzuschließen. Viele Kunden beklagten hohe eigene Lagerbestände, die zu weniger Aufträgen und Umsatz bei Ingenico geführt hat. Auch die kontinuierliche Verspätung der Markteinführung von neuen, Android basierten Terminals trug zum geringen Geschäftsvolumen bei. Das im Vorjahres-Lagebericht erwartete Umsatzniveau 2023 in der Höhe von 53.733 TEUR wurde leider nicht erreicht, sondern nur ein Umsatz von 47.683 TEUR aus den dargestellten Gründen erzielt. Kompensierend konnte die Materialaufwandsquote durch konsequente Preispolitik sowie beeinflusst durch eine Entspannung der wirtschaftlichen Lage auf dem Beschaffungsmarkt deutlich reduziert werden. Die zuvor genannten Gründe beeinflussten ebenfalls das EBIT positiv. Während das EBIT 2022 bei 4.533 TEUR lag, wurde im Jahr 2023 ein EBIT in Höhe von 8.782 TEUR erreicht, was einen deutlichen Anstieg zum Vorjahr um 93,76 % darstellt. 3. Lage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 53.733 TEUR um 5.612 TEUR auf 47.683 TEUR aufgrund der reduzierten Nachfrage im Bereich der Terminalzahlungen verringert. Der Umsatzrückgang resultiert wesentlich aus der geringeren Verkaufsmenge. Die Materialaufwandsquote, als Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen, hat sich vor dem Hintergrund der Preispolitik und der wieder entspannten Lage am Beschaffungsmarkt wie folgt von 70,42 % auf 47,77% reduziert. Der Personalaufwand ist im Jahr 2023 auf 4.665 TEUR (Vorjahr 4.038 TEUR) gestiegen. Verantwortlich für diesen Anstieg ist im Wesentlichen der Personalaufbau im Geschäftsjahr 2023 auf eine durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 45 (Vorjahr: 41). Die Personalaufwandsquote, berechnet aus dem Verhältnis der Personalaufwendungen zu Umsatzerlösen, hat sich im Zuge der rückläufigen Umsatzerlöse von 7,52 % auf 9,67 % erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Jahr 2023 von 660 TEUR auf 1.713 TEUR erhöht. Dies resultiert insbesondere aus einem Erstattungsanspruch gegenüber der Muttergesellschaft im Zusammenhang Kapitalertragssteuerverpflichtungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 7.923 TEUR im Vorjahr auf 13.159 TEUR entwickelt. Verantwortlich für diese Entwicklung ist im Wesentlichen die Erhöhung der Konzernumlage der Ingenico Group S.A., Suresnes/Frankreich, für 2023. Das negative Finanzergebnis aus dem Geschäftsjahr 2022in Höhe von 84 TEUR hat sich um 527 TEUR aufgrund des erhöhten Finanzbedarfs im Verbundbereich verschlechtert und ist im Geschäftsjahr 2023 mit einer Höhe von 611 TEUR weiterhin negativ, da keine Zinserträge erwirtschaftet werden. Nach einem Jahresüberschuss von 3.099 TEUR im Geschäftsjahr 2022 hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 5.113 TEUR erzielt. Trotz rückläufiger Umsätze konnten wir den Jahresüberschuss durch Sondereffekte erhöhen. b) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 30.703 TEUR auf 28.676TEUR entwickelt. Der Vorratsbestand reduzierte sich aufgrund eines konsequenten Bestandsmanagements zum Stichtag von 9.001 TEUR auf 1.548 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind umsatz- sowie zahlungs- und fälligkeitsbedingt von 11.339 TEUR auf 3.088 TEUR gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auf Grund von Anpassungen im Zusammenhang mit Verrechnungspreisen sowie einem Erstattungsanspruch gegenüber der Muttergesellschaft zum Stichtag von 3.483 TEUR auf 18.298 TEUR gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen aufgrund rückläufiger Umsatzsteuerforderungen (i.W. aus Einfuhrumsatzsteuer) von 5.503 TEUR auf 3.099 TEUR gesunken. Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand betragen am 31. Dezember 2023 2.169 TEUR nach 1.374 TEUR im Vorjahr. Die Finanzierung der Gesellschaft war während des Gesamtjahres jederzeit gesichert. Die Entwicklung der liquiden Mittel resultiert im Wesentlichen aus dem positiven operativen Cashflow vermindert um den negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aufgrund der Gewinnausschüttung im Geschäftsjahr. Die Steuerrückstellungen erhöhen sich ergebnisbedingt sowie aufgrund abzuführender Kapitalertragssteuer von 108 TEUR auf 2.135 TEUR während sich die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen im Bereich der Gewährleistung sowie Bonus um 1.019 TEUR auf 3.010 TEUR verringerten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich leicht umsatz- sowie zahlungs- und fälligkeitsbedingt um 192 TEUR auf 2.209 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich im Wesentlichen durch den Gesellschafterwechsel finanzierungsbedingt um 4.169 TEUR auf 11.976 TEUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen aufgrund bestehender Umsatzsteuerverbindlichkeiten von 659 TEUR auf 204 TEUR gesunken Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist im Gegensatz zum Vorjahr mit 58 TEUR im Geschäftsjahr 2023 auf 595TEUR gesunken. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Erlösabgrenzungen aus verlängerter Gewährleistung. Es bestehen keine außerbilanziellen Verbindlichkeiten. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Die Gesellschaft war immer in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der Einbindung in das Finanzierungssystem der Gesellschafterin ist das Risiko von Liquiditäts- und Geldflussproblemen gering. Potenzielle kurzfristige Liquiditätslücken können über dieses System überbrückt werden. Die Kapitalstruktur hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Das gezeichnete Kapital beträgt 1.023 TEUR und die Kapitalrücklagen 2.584 TEUR. Gewinnrücklagen bestehen nicht, die Erhöhung des Eigenkapitals durch das aktuelle Jahresergebnis wurde durch offene Gewinnausschüttungen des gesamten Gewinnvortrages aus dem Vorjahr überkompensiert, so dass sich das Eigenkapital auf 8.719 TEUR erhöht. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft den Umständen entsprechend positiv. Der erzielte Jahresüberschuss wird als ausreichend eingeschätzt und die Liquiditätssituation konnte gehalten werden. IV. Chancen- und Risikobericht Die Geschäftstätigkeit und Entwicklung der Gesellschaft ist abhängig von den Beziehungen zu ihren Auftraggebern sowie den regulatorisch getriebenen sowie branchenbezogenen Veränderungen im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Ingenico betreibt ein organisatorisch fest verankertes Risikomanagementsystem, das die jeweiligen Risiken systematisch erfasst, beurteilt und überwacht. Analog zum Prognosebericht basiert der Chancen- und Risikobericht für den Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 auf Annahmen und Prognosen über zukünftige Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Aus den jeweiligen Risikofeldern ergeben sich in Abhängigkeit der bestimmenden Einflussfaktoren Chancen und Risiken, die zu positiven oder negativen Auswirkungen auf den prognostizierten Geschäftsplan der Ingenico führen können. Die Chancen und Risiken werden im Folgenden ihrer Bedeutung nach genannt und erläutert. 1. Chancenbericht Netzbetreibermarkt in Deutschland Die Fusionen und Übernahmen der Vorjahre haben den für die Ingenico verfügbaren und zugänglichen Markt der Netzbetreiber weiter eingeschränkt, die vertraglichen Geschäftsbeziehungen mit den großen Payment-Service-Providern wie z.B. PAYONE bieten aber weiterhin Chancen im großer deutschen Absatzmarkt bei Terminals. Die Markteinführung von Android als neues Betriebssystem und Modellportfolio für Terminals wird in Deutschland nach erneuter Verspätung erst in 2024 pilotiert werden können. Grund dafür sind die sehr aufwendigen Zulassungen für den deutschen Markt. Bei der Entwicklung der nächsten Generation von Zahlungsterminals hat sich das Android-Betriebssystem als Spitzenreiter im Rennen um Innovationen herauskristallisiert. Ingenico läuft hier den Wettbewerbern leider hinterher. Produktangebot für den unbedienten Bereich (Automatengeschäft) Erste Piloten mit den neuen Geräten der Self-Serie für dieses stark wachsende Segment (z.B. Ladesäulen für E-Mobilität), sind in der zweiten Jahreshälfte 2023erfolgt. Allerdings hat der Gesetzgeber den Umsetzungsdruck auf Seiten der Charge Point Operator genommen, und die Umsetzungsdauer ein paar Jahre verlängert. Neukundengeschäft Aufgrund der digitalen Transformation des stationären Handels nach dem Lockdown durch Omnichannel-Strategien besteht dort wieder Wachstumspotential für Ingenico gegenüber dem Einkauf im Netz. Weitere Netzbetreiber kommen auf den deutschen Markt und müssen durch das Key Account Management der Ingenico zu Kunden gemacht werden. Regularien für POS-Terminals Mit den Anforderungen zur Terminalzertifizierung TA 7.2 und DC POS 3.0 wird der Betrieb von POS-Terminals zusätzlich gesichert und vereinheitlicht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Thema "Kontaktloses Bezahlen". Dieses wird mit den Regularien nicht nur zusätzlich geschützt, sondern auch vereinfacht. Für Händler bedeutet diese Änderung, dass sie ihren Kunden mehr Sicherheit und Komfort bieten, so dass hieraus Ingenico Absatz neuer Terminals sowie Umsatz aus anschließender Wartung/Softwareupdates generieren kann. 2. Risikobericht Software-Verfügbarkeit Der Erfolg am Markt hängt stark mit der pünktlichen Verfügbarkeit fehlerfreier und zertifizierter Software zusammen. Durch einen in den vergangenen Jahren aufgebauten Engpass an Ressourcen, ist die Forschung und Entwicklung innerhalb der Ingenico weiterhin stark belastet. Daraus könnte eine verspätete oder teilweise fehlerhafte Software resultieren. Neben Kundenverärgerung bzgl. hoher Test- und Zertifizierungsaufwände bei unreifer Software wird dadurch auch oft der Wettbewerb priorisiert, der größeren und reiferen Software-Funktionsumfang bei ggf. sogar geringeren Kosten ausliefern könnte. Im Jahr 2024 betrifft das zum Beispiel weiterhin die Lieferung Software für den Betrieb von Android-basierten Geräten, welche um ein ganzes Jahr verspätet erst in den Markt kommt. Diese Software muss mandatorische Anforderungen der Kreditwirtschaft sowie der internationalen Kreditkartengesellschaften erfüllen. Verspätete oder fehlerhafte Softwarelieferungen führen zu geringen Verkäufen, könnten darüber hinaus ein Wettbewerbsnachteil gegenüber den Marktbegleitern bedeuten. Markt-Akzeptanz Die Marktentwicklung in Deutschland hängt stark von den Produktentscheidungen der großen, prägenden Markteilnehmer (z.B. REWE, Edeka, Lidl, Aldi oder auch der Deutschen Bahn) ab. Für das Jahr 2024 besteht die Aussicht auf wenige richtungsweisende Ausschreibungen . Weitere Fusionen und Zusammenschlüsse, wie in den vergangenen Jahren, können zu einer Fortschreibung der Marktaggregierung führen. Es ist zu erwarten das weitere überregionale Player fusionieren und somit die adressierbaren Marktteilnehmer als auch der Feldbestand weiter eingeschränkt werden. Die bestehenden Verkaufsopportunitäten werden mit besonderem Preisdruck durch den Wettbewerb attackiert, was den zu erwartenden Umsatz bei ggf. sogar steigender Terminalanzahl verringern könnte. Wettbewerb Durch Konkurrenz wird die bestehende Marktverteilung weiterhin stark unter Druck gesetzt. Die angebotenen Terminals werden günstiger bei Netzbetreibern angeboten. Darüber hinaus sind bereits Android-basierende Terminals eingeführt und verfügbar. In der Konkurrenzsituation ergibt sich unter Hinblick auf die Marktseparierung ein Preiskampf. Hinzu kommt, dass Ingenico strategisch eine Preiserhöhung auf allen Märkten durchsetzen möchte, welche die Chancen auf weiter Aufträge weiter unter Druck setzt. Marktbedarf, Innovationen und Verfügbarkeit bei Ingenico GmbH Über die vergangenen Jahre hat sich eine erhöhte Nachfrage nach Terminals mit dem Betriebssystem Android entwickelt. Zwar hat Ingenico eine sehr starke Marktposition bei Android-Terminals international, allerdings ist das auf Länder außerhalb der DACH-Region beschränkt. Insbesondere in Deutschland ist eine Portierung der bestehenden Software, sowie der erforderlichen Zulassungen und Zertifizierungen sehr aufwendig und langwierig. Viele weitere Zusammenschlüsse und Akquisitionen (z.B. Nets & Concardis an Nexi inkl. SIA) führten bereits zu einer sehr starken Segmentierung auf dem Markt. Die im Jahresverlauf schlechte Verfügbarkeit führte ebenfalls dazu, dass auch Stammkunden Ihre Bedarfe verstärkt bei Wettbewerb gedeckt haben. Gesamtaussage In der Gesamtheit von Chancen und Risiken sieht die Geschäftsführung derzeit keine existenzgefährdenden Bedrohungen, geht aber aufgrund des Rückgangs der Nachfrage und der erwarteten negativen Effekte auf das zu erwartende EBIT auf mittlere Sicht von einer rückläufigen Geschäftsentwicklung aus. Um in der Zukunft auch auf geänderte Marktumstände reagieren zu können, ist eine maßgebliche Investition in Produkte und Services, aber auch eine gezielte Veränderung der Unternehmenskultur und der Arbeitseinstellung vieler Mitarbeiter erforderlich. Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist für die Ingenico ein wesentliches Grundprinzip der Unternehmensführung und ein Eckpfeiler unserer Strategie zur kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswerts. Wir erkennen an, dass Nachhaltigkeit entscheidend für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist, und übernehmen eine Vorreiterrolle für eine nachhaltige Entwicklung in unseren Märkten. Die Verankerung von Nachhaltigkeit in unserer Marke und die Sensibilisierung unserer Kunden sind wichtige Prioritäten. Nachhaltigkeit wird zukünftig eine entscheidende Rolle für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg spielen. V. Prognosebericht Die Prognosen für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 variieren je nach Quelle. Hier sind einige wichtige Einschätzungen: ifo Institut (Frühjahr 2024): Die deutsche Wirtschaft ist derzeit wie gelähmt. Die Stimmung bei Unternehmen und Haushalten ist schlecht, und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr voraussichtlich nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung voraussichtlich um 1,5% zulegen. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession, insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Bundesregierung (Frühjahr 2024): Nach aktuellen Schätzungen wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 um 0,3% wachsen. Die Wirtschaft stagnierte in den vergangenen zwei Jahren größtenteils aufgrund hoher Energiepreise. Die Konsumstimmung in Deutschland liegt laut GfK weiter auf niedrigem Niveau. Der GfK-Konsumklima-Index lag im Oktober 2023 bei einen Indexwert von -26,7 Punkten. Für November prognostiziert die GfK für das Konsumklima einen Wert von -28,1 Punkten und somit eine weiter Verschlechterung bei der Stimmung der Konsumentinnen und Konsumenten. Nahezu der gesamte Terminalbestand im Zielmarkt wurde ausgetauscht und befindet sich somit auch aus Sicht der Regulierungsbehörden auf dem neuesten Stand. Da der Lebenszyklus der Geräte in der Regel mehrere Jahre beträgt, ergeben sich hieraus weniger Verkaufschancen für die Ingenico bei den Bestandskunden. Durch organisches Wachstum oder Neugeschäft wird das voraussichtlich nicht zu kompensieren sein. Die Einführung einer neuen Terminalgeneration auf Basis des Betriebssystems Android ist in Deutschland erst für 2025 geplant. Somit sind daraus kaum nennenswerte Umsätze zu erzielen. Die Ingenico erwartet daher unter Berücksichtigung der oben dargestellten makroökonomischen Aussichten sowie dem Auftragsbestand, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 um ca. 6 Mio. EUR auf ca. 41,6 Mio. EUR sinken wird. Daraus resultierend erwarten wir ein EBIT auf Vorjahresniveau.
Ratingen, den 19. Juli 2024 Kashif Sharif, Geschäftsführer Roland Sorke, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB mit Sitz in Ratingen und eingetragen im Handelsregister Ratingen mit der Handelsregisternummer B 68894. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Sachanlagevermögen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 800 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Finanzanlagen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Abschreibungen wegen dauerhafter Wertminderungen bilanziert. Umlaufvermögen Vorräte Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der fertigen Erzeugnissen und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wurde durch angemessene Abwertung Rechnung getragen. Forderungen mit erhöhtem Ausfallrisiko sind einzelwertberichtigt. Für die übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des Nettobetrages vorgenommen. Liquide Mittel Flüssige Mittel sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aktive latente Steuern Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 erstmalig gem. § 274 Abs. 1 S.2 HGB vom Wahlrecht Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern bilanziert. Eigenkapital Das gezeichnete Kapitalwird zum Nennwert angesetzt und ist vollständig eingezahlt. In der Gesellschafterversammlung am 30. Dezember 2023 wurde durch die alleinige Gesellschafterin Banks and Acquirers International Holding S.A.S./Frankreich, eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 3,1 Mio. beschlossen. Diese erfolgte aus dem Jahresüberschuss des Jahres 2022. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Betrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für die Erfüllung notwendig ist. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Erlösabgrenzungen aus verlängerter Gewährleistung. Die Entwicklung verhält sich analog zu der korrespondierenden Umsatzentwicklung. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden unter Beachtung des § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. III. Bilanzerläuterungen (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlage ersichtlich. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen sind im Wesentlichen der Finanzverrechnung zuzuordnen. (3) Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren aus den temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Fertigen Erzeugnissen und Waren sowie den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und deren korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen und betragen zum Bilanzstichtag 1.427 TEUR. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 29,83% herangezogen, der die körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Belastung der Gesellschaft widerspiegelt. (4) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft lautet auf 1.023 TEUR (Vorjahr: 1.023 TEUR). (5) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.869 TEUR (Vorjahr: 2.909 TEUR), Rückstellungen für variables Gehalt bzw. Bonuszahlungen in Höhe von 543 TEUR (Vorjahr: 474 TEUR) und Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 274 TEUR (Vorjahr: 422 TEUR). (6) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Im Jahr 2023 haben sich die Umsatzerlöse von 53.733 TEUR auf 47.683 TEUR verringert. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Absatzregionen und Produktgruppen
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.713 TEUR (Vorjahr: 660 TEUR) enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr 26 TEUR) sowie weitere 587 TEUR (Vorjahr: 574 TEUR), die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren und Erträge aus einem Erstattungsanspruch ggü. der Muttergesellschaft. (3) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 82 TEUR (Vorjahr: 84 TEUR), die im Wesentlichen aus nachträglich gestellten Rechnungen für die Vorperiode resultieren. V. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 45 (Vorjahr: 41) Angestellte, davon 2 Führungskräfte, beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB) Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 137 TEUR (Vorjahr: 94 TEUR). Von den vorgenannten finanziellen Verpflichtungen sind 54 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR) innerhalb des nächsten Jahres fällig. Abschlussprüferhonorar das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich im Geschäftsjahr auf 56 TEUR. Konzernverhältnisse Die Poseidon Bidco S.A.S. stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an Unternehmen auf. Die Poseidon Holdco (Lux) SCA stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im laufenden Geschäftsjahr: • Herr Kashif Sharif, kaufmännischer Geschäftsführer, Dunfermline / Vereinigtes Königreich • Benoit Willaert, kaufmännischer Geschäftsführer, Issy les Moulineaux / Frankreich (bis zum 06.09.2023) • Herr Roland Sorke, kaufmännischer Geschäftsführer, Werl, Deutschland, (ab dem 06.09.2023) Die Geschäftsführung beabsichtigt den im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Ratingen, 19.07.2024 Kashif Sharif, Geschäftsführer Roland Sorke, Geschäftsführer Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ingenico GmbH, Ratingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ingenico GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ingenico GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 28. August 2024 KPMG
AG
Fischer, Wirtschaftsprüfer Bersching, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss der Ingenico GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 29. November 2024 festgestellt. |
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