Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 215301
Eingetragen
27.10.2020
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
An- und Verkauf von Fahrzeugen aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lesscher Vastgoed B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Lesscher Vastgoed B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALM Trading GmbH

Wietmarschen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die ALM Trading GmbH wurde im Jahr 2020 gegründet und hat ihren Sitz in Wietmarschen.

Die ALM Trading GmbH ist spezialisiert auf den Handel mit EU-Fahrzeugen, Jahreswagen und Bestellfahrzeugen aller Fahrzeugmarken. Der wesentliche Anteil am Verkauf wird über junge Gebrauchte erzielt, die quer durch Europa zugekauft werden, gefolgt von Neuwagen der Marke Hyundai.

Als Zielgruppe für uns sind sowohl Gewerbekunden im In- und Ausland als auch Privatkunden definiert. Der Anteil des Absatzvolumens im Bereich Großhandel/B2B beträgt rund 99 %.

2. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Jahr 2023 war durch eine Phase der leichten Rezession und anschließender Erholung gekennzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %, was die anhaltenden Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft unterstreicht. Trotz dieser Schrumpfung konnte sich die Wirtschaft allmählich stabilisieren und zeigte Zeichen der Erholung, unterstützt durch weniger stark steigende Preise, zunehmende Realeinkommen und höhere Konsumausgaben.

Die durchschnittliche Inflationsrate wurde für 2023 mit 5,9 % prognostiziert, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr darstellt, aber immer noch Herausforderungen aufgrund der anhaltenden hohen Inflation und steigender Zinsen bedeutet. Die Nachfrage aus dem Ausland und die privaten Konsumausgaben waren zunächst durch die hohe Inflation und die Unsicherheiten bezüglich der Einkommensentwicklung beeinträchtigt, zeigten jedoch im Laufe des Jahres Anzeichen einer Erholung, da sich die Inflationsdynamik verlangsamte und erste größere Tarifabschlüsse zu einer positiveren Einkommensentwicklung führten.

Im Jahr 2023 setzten sich die Herausforderungen im Bereich der privaten Bauinvestitionen in Deutschland fort, obwohl die Situation durch eine langsame Erholung der Wirtschaft und politische Maßnahmen etwas abgemildert wurde. Die gestiegenen Finanzierungskosten und eine vorsichtige Kreditvergabepolitik der Banken blieben bestehen, beeinflussten jedoch die Bauinvestitionen aufgrund der anhaltenden hohen Auftragsbestände und der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen weniger stark als befürchtet.

Im Jahr 2023 führten steigende Rohstoffpreise und Materialknappheiten, angetrieben durch eine starke globale Nachfrage, zu Produktionsengpässen, besonders im verarbeitenden Gewerbe. Diese Probleme, verstärkt durch die wirtschaftliche Erholung nach COVID-19, geopolitische Spannungen und Änderungen in der Energiepolitik, beeinträchtigten Kosten und Verfügbarkeit von Materialien, was Produktion und Lieferzeiten störte. Trotzdem boten sich Chancen für Anpassung und Innovation, durch Diversifizierung der Lieferketten und Förderung nachhaltiger Materialquellen, was die Bedeutung von Resilienz in einem schnelllebigen, global vernetzten Wirtschaftssystem betonte.

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren in Deutschland durchschnittlich rund 2,61 Millionen Personen arbeitslos gemeldet. Dies stellt eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr dar, bei dem die Arbeitslosenzahl bei rund 2,418 Millionen Menschen lag. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2023 betrug durchschnittlich rund 5,7 %, was im Vergleich zum Vorjahr (5,3 %) einen Anstieg darstellt.

Entwicklung der Branche

Im Jahr 2023 erlebte die Automobilbranche ein gemischtes Bild. Die Produktion in Deutschland stieg um 18 % gegenüber dem Vorjahr, mit insgesamt 4,1 Millionen produzierten Fahrzeugen. Jedoch blieb die Produktion unter dem Niveau vor der Pandemie. Der Export wuchs um 17 % auf 3,1 Millionen Fahrzeuge, verfehlte aber ebenfalls das Vorkrisenniveau. Die Neuzulassungen von Pkw in Deutschland fielen im Dezember um 23 % gegenüber dem Vorjahr, was teilweise auf Anpassungen bei den Umweltprämien zurückgeführt wird. Besonders stark war der Rückgang bei Elektrofahrzeugen, die insgesamt einen Rückgang der Neuzulassungen um 16 % verzeichneten, obwohl reine Elektroautos (BEV) noch einen Zuwachs von 11 % erreichten.

Global betrachtet, verzeichnete die Industrie erstmals seit der Corona-Pandemie einen Anstieg der Autoverkäufe um 3,1 % im Jahr 2023. Deutsche Hersteller konnten jedoch nicht im gleichen Maße von diesem Wachstum profitieren. Volkswagen erlebte einen Absatzrückgang von rund 9 %, während Mercedes-Benz ein Plus meldete. Die deutsche Automobilindustrie sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, auf den wachsenden Märkten, insbesondere in China, nicht ausreichend präsent zu sein.

Die Entwicklungen zeigen, dass die Branche sich in einem Wandel befindet, mit einem Fokus auf Elektromobilität und Digitalisierung, aber auch mit Herausforderungen wie der Anpassung an neue Marktbedingungen und wirtschaftlichen Faktoren, die die Kaufkraft der Konsumenten beeinflussen.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen haben den Geschäftsbetrieb der ALM Trading GmbH im Geschäftsjahr erheblich beeinträchtigt. Insbesondere führten gestiegene Energie- und Rohstoffpreise im Bereich der Privathaushalte zu einer deutlichen Zurückhaltung im Konsumverhalten.

Im Berichtszeitraum verzeichnete die ALM Trading GmbH einen Umsatzrückgang von -39,76 %. In dieser Zeit wurden insgesamt 1.306 Fahrzeuge abgesetzt, was im Vergleich zum Vorjahr eine Reduktion um 555 Fahrzeuge darstellt. Zusätzlich wirkten sich die Zinserhöhung und die Einstellung von Fördermaßnahmen für Elektrofahrzeuge negativ aus, was zu einem Rückgang des Verkaufs von Elektrofahrzeugen um nahezu 50 % führte. Die Standzeiten der Fahrzeuge erhöhten sich, während die Fahrzeugpreise am Markt sanken. Dies zwang die ALM Trading GmbH dazu, teilweise mit hohen Nachlässen zu verkaufen, um den Altbestand abzubauen. Diese Entwicklungen führten zudem zu einem erhöhten Bedarf an Fremdkapital in der Jahresmitte und zu gestiegenen Zinskosten im Vergleich zu 2022.

Positiv anzumerken ist, dass die Teilnahme an der ELN-Messe als Aussteller neue Händler akquiriert hat und die ALM Trading GmbH dieses Instrument auch zukünftig weiter nutzen wird.

Es wurden keine wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen durchgeführt.

Der Personalbestand wies im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Stärke von durchschnittlich fünf Mitarbeiter auf. Die Belegschaftsstärke befindet sich damit auf dem Vorjahresniveau.

3. Ertragslage

2023
TEUR
% 2022
TEUR
% Änderung
TEUR
%
Umsatzerlöse 18.785,3 100,0 31.186,3 100,0 -12.401,0 -39,8
Gesamtleistung 18.785,3 100,0 31.186,3 100,0 -12.401,0 -39,8
Sonstige betriebliche Erträge 14,7 0,1 20,7 0,1 -6,0 -29,0
Erträge gesamt 18.800,0 100,1 31.207,0 100,1 -12.407,0 -39,8
Materialaufwand 17.726,8 94,4 28.531,9 91,5 -10.805,1 -37,9
Personalaufwand 231,5 1,2 215,1 0,7 16,4 7,6
Abschreibungen 1,5 0,0 1,5 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 550,4 2,9 876,7 2,8 -326,3 -37,2
Finanzaufwand 289,6 1,5 221,9 0,7 67,7 30,5
EE-Steuern 4,1 0,0 370,3 1,2 -366,2 -98,9
sonstige Steuern 0,3 0,0 3,9 0,0 -3,6 -92,3
Aufwendungen gesamt 18.804,2 100,1 30.221,3 96,9 -11.417,1 -37,8
Jahresergebnis -4,2 -0,0 985,7 3,2 -989,9 -100,4

4. Finanzlage

Überblick:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Liquide Mittel 37,3 261,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 447,9 548,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 666,6 1.156,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 296,4 366,5
Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.000,0 2.750,0

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr geordnet. Die Fähigkeit der Gesellschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

5. Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der ALM Trading GmbH stellt sich wie folgt dar:

Überblick Vermögensstruktur:

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR %
AKTIVA
Sachanlagen 9,6 0,2 2,2 0,0 7,4 336,4
Vorräte 4.566,1 86,5 8.250,2 85,3 -3.684,1 -44,7
Forderungen 447,9 8,5 548,8 5,7 -100,9 -18,4
Sonstige Vermögensgegenstände 218,8 4,1 607,4 6,3 -388,6 -64,0
Flüssige Mittel/Wertpapiere 37,3 0,7 261,2 2,7 -223,9 -85,7
Summe Aktiva 5.279,6 100,0 9.669,8 100,0 -4.390,2 -45,4

Überblick Kapitalstruktur:

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR %
PASSIVA
Eigenkapital 1.926,2 36,5 1.930,3 20,0 -4,1 -0,2
Rückstellungen 54,6 1,0 39,3 0,4 15,3 38,9
Kreditverbindlichkeiten 3.000,0 56,8 2.750,0 28,4 250,0 9,1
Lieferverbindlichkeiten 296,4 5,6 366,5 3,8 -70,1 -19,1
Sonstige Verbindlichkeiten 2,4 0,0 4.583,7 47,4 -4.581,3 -99,9
Summe Passiva 5.279,6 100,0 9.669,8 100,0 -4.390,2 -45,4

Die Bilanzsumme von ALM Trading GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 5.279.615,02 EUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (9.669.777,05 EUR) um 45,40 % verringert. Diese Veränderung resultiert hauptsächlich aus dem Abbau der Fahrzeugbestände und der Rückführung der Verbindlichkeiten an das verbundene Unternehmen.

Die Vermögensstruktur ist durch einen hohen Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme von 86,5 % gekennzeichnet.

Das Eigenkapital verringerte sich um -4,1 TEUR auf 1.926,2 TEUR.

Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 36,5 %.

6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens als gut.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war insgesamt gut.

B. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Der Ukraine-Krieg impliziert diverse wirtschaftliche Auswirkungen. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zugrunde liegen, nicht als zutreffend erweisen. Im Zusammenhang mit der inzwischen entstandenen Ausnahmesituation sind die Prognosen mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet.

Aktuell befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Phase der Unsicherheit und des verhaltenen Wachstums, geprägt von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Die andauernden Konflikte, wie der Krieg in der Ukraine, Spannungen mit China, und die politische Unsicherheit im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen in den USA, tragen zu einer gedämpften wirtschaftlichen Stimmung bei. Zusätzlich könnte die "Schocktherapie" des neuen argentinischen Präsidenten, die auf eine strenge Sparpolitik setzt, weitere Instabilitäten in der globalen Wirtschaft verursachen, was sich indirekt auch auf Deutschland auswirken dürfte.

Experten prognostizieren, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 nur ein geringes Wachstum von 0,2% verzeichnen wird, was eine Herabsetzung der früheren Wachstumsprognosen darstellt. Für das Jahr 2025 wird ein leichtes Anziehen des Wirtschaftswachstums auf 1,5% erwartet. Die Inflationsrate, die im Jahr 2023 noch bei 6,1% lag, soll im Jahr 2024 auf 2,6% sinken, was eine gewisse Entlastung für die Verbraucher darstellen könnte.

Die Bundesbank erwartet, dass die deutsche Wirtschaft ab Beginn des Jahres 2024 langsam wieder Fahrt aufnehmen wird, mit einem prognostizierten Wachstum von 0,4% im Jahr 2024 und 1,2% in den folgenden Jahren.

Die Unsicherheit und die verhaltene wirtschaftliche Erholung wirken sich auch auf Branchen wie den Automobilsektor aus, wo die anhaltende Inflation und die hohen Produktionskosten die Kaufkraft der Kunden beeinträchtigen. Trotz einer erwarteten Abschwächung der Inflation bleiben die ökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten bestehen, was die Konjunkturaussichten weiterhin dämpft und die Verbraucher möglicherweise von größeren Anschaffungen, wie dem Kauf neuer Autos, abhält.

Es wird erwartet, dass der Abbau des restlichen Altbestands zu einem Umsatzverlust von ungefähr 120.000 Euro führen wird. Durch die Optimierung unseres Einkaufsverhaltens, hin zu einer bedarfsgerechteren Strategie, können wir zukünftige Verluste minimieren.

Mit der Einstellung von zwei weiteren Verkäufern und der Teilnahme an der ELN-Messe planen wir, den Fahrzeugabsatz zu steigern. Unser Ziel für das kommende Geschäftsjahr ist ein Verkaufsvolumen von 1.100 Fahrzeugen, was einem Umsatz von 34.800.000 Euro entsprechen würde.

Wesentliche Investitionen sind in 2024 nicht geplant.

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:

• Wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen (EVs): Mit dem zunehmenden Fokus auf Nachhaltigkeit und dem Umstieg auf Elektromobilität besteht eine steigende Nachfrage nach EVs. Autohändler können ihr Angebot erweitern, um verschiedene EV-Modelle einzuschließen, und Kunden über die Vorteile von Elektrofahrzeugen sowie über verfügbare staatliche Anreize und Subventionen informieren.

• Digitalisierung des Verkaufsprozesses: Die Pandemie hat gezeigt, dass viele Kunden den digitalen Autokauf bevorzugen. Autohändler können in Online-Verkaufsplattformen, virtuelle Showrooms und digitale Konfiguratoren investieren, um Kunden ein nahtloses Online-Einkaufserlebnis zu bieten.

• Gebrauchtwagenmarkt: Angesichts schneller technologischer Entwicklungen kann der Verkauf zertifizierter Gebrauchtwagen eine attraktive Option für Kunden sein, die Wert auf Preis-Leistung legen.

Risiken für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:

• Betriebsunterbrechungen: Fortlaufende Sorgen vor Betriebsstörungen bleiben das größte Risiko. Ursachen sind vielfältig und umfassen Lieferkettenprobleme und Betriebsunterbrechungen, die durch externe Ereignisse wie Pandemien oder geopolitische Spannungen verstärkt werden können.

• Überproportional steigende Fahrzeugeinkaufspreise: Durch zunehmende Rohstoffkosten, bedingt durch globale Lieferkettenprobleme oder politische Unsicherheiten, könnten die Einkaufspreise für Fahrzeuge überproportional steigen. Dies würde Druck auf die Margen ausüben und könnte zu höheren Verkaufspreisen führen, was die Nachfrage beeinträchtigen könnte.

• Konjunkturelle Abkühlung: Eine Abschwächung der globalen oder regionalen Wirtschaft würde die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen dämpfen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten zögern Verbraucher und Unternehmen mit größeren Investitionen, was den Automobilabsatz negativ beeinflussen kann.

• Anhaltender Ukraine-Krieg: Der anhaltende Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen geopolitischen Spannungen können mehrere Aspekte der Automobilindustrie beeinflussen, darunter die Stabilität der Lieferketten, insbesondere bei wichtigen Rohstoffen und Komponenten, sowie die Energiekosten.

• Volatilität der Preise: Schwankungen der Preise für Rohstoffe, Energie und Komponenten können die Produktionskosten und die Preisgestaltung neuer Fahrzeuge erheblich beeinflussen. Diese Volatilität erschwert die Finanzplanung und könnte zu Preisanpassungen führen, die die Kundenakzeptanz beeinträchtigen.

C. Risikobericht

1. Risikomanagementziele und -methoden

Unser Unternehmen verfügt über Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Hierzu gehören:

- die Anwendung einheitlicher Richtlinien beim Einkauf und Verkauf von Fahrzeugen

- den Einsatz zuverlässiger Software

- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

- die Maßnahmen zur Funktionstrennung

2. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Ausfallrisiken begegnet unsere Gesellschaft durch Bonitätsprüfung bei Neukunden. Ferner wird die Altersstruktur unserer Forderungen gegenüber Dritten regelmäßig analysiert und erkennbaren Risiken bei Zahlungsverzug durch Bildung entsprechender Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquiditätsrisiken sind als gering anzusehen, da neben der vorhandenen Liquidität ein ausreichend großer Kreditrahmen zur Verfügung steht.

3. Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die Unternehmensentwicklung wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr durch den Ukraine-Krieg potenziell erhöht. Eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden.

Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.

Personalrisiken

Die ALM Trading GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen.

Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Bestandsgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen.

D. Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Wietmarschen-Lohne, den 24.04.2024

Holtkamp, Jorrit Johannes Hermanus

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.578,00 2.165,00
I. Sachanlagen 9.578,00 2.165,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.578,00 2.165,00
B. Umlaufvermögen 5.270.037,02 9.667.612,05
I. Vorräte 4.566.084,91 8.250.166,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 666.642,34 1.156.252,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 37.309,77 261.193,79
Summe Aktiva 5.279.615,02 9.669.777,05

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.926.216,34 1.930.339,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.905.339,00 919.655,75
III. Jahresfehlbetrag 4.122,66 -985.683,25
B. Rückstellungen 54.614,49 39.305,82
C. Verbindlichkeiten 3.298.784,19 7.700.132,23
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.000.000,00 2.750.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.000.000,00 2.750.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 298.784,19 4.950.132,23
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 298.784,19 4.950.132,23
Summe Passiva 5.279.615,02 9.669.777,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 1.073.239,61 2.675.081,57
2. Personalaufwand 231.482,68 215.089,65
a) Löhne und Gehälter 182.394,03 173.233,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 49.088,65 41.856,63
davon für Altersversorgung 360,00
3. Abschreibungen 1.452,07 1.486,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.181,92 1.486,24
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 270,15
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 550.396,83 876.733,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.552,84
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 289.560,70 221.860,12
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.134,99 370.281,55
7. Ergebnis nach Steuern -3.787,66 989.630,25
8. sonstige Steuern 335,00 3.947,00
9. Jahresfehlbetrag 4.122,66 -985.683,25

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

I.1 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Sie hat bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von den insoweit gegebenen größenabhängigen Erleichterungen des Handelsgesetzbuches Gebrauch gemacht.

Die Bilanz wurde nach dem allgemeinen Gliederungsschema des § 266 HGB erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

I.2 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ALM Trading GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Wietmarschen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Osnabrück
Register-Nr.: 215301

II. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungsmethoden und Währungsumrechnung

II.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichen Abschreibungstabellen orientiert, vorgenommen.

Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Eine Abzinsung der Rückstellungen wurde nicht vorgenommen, da keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vorhanden sind.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

II.2 Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.

III. Angaben zur Bilanz

III.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.605,98 8.594,92 0,00
Summe Sachanlagen 4.605,98 8.594,92 0,00
Summe Anlagevermögen 4.605,98 8.594,92 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 13.200,90
Summe Sachanlagen 0,00 13.200,90
Summe Anlagevermögen 0,00 13.200,90
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.440,98 1.181,92 0,00 0,00 3.622,90
Summe Sachanlagen 2.440,98 1.181,92 0,00 0,00 3.622,90
Summe Anlagevermögen 2.440,98 1.181,92 0,00 0,00 3.622,90
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 9.578,00 2.165,00
Summe Sachanlagen 0,00 9.578,00 2.165,00
Summe Anlagevermögen 0,00 9.578,00 2.165,00

III.2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenständen resultieren im Wesentlichen aus Steuerforderungen in Höhe von 212.083,79 EUR.

III.3 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023 Stand zum 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Steuerrückstellungen 21,0 16,9 4,1 24,3
Gewerbesteuer 10,7 6,6 4,1 62,1
Körperschaftsteuer 10,3 10,3 0,0 0,0
Sonstige Rückstellungen 33,6 22,4 11,2 50,0
Abschluss- und Prüfungskosten 26,0 19,5 6,5 33,3
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 4,0 1,0 3,0 300,0
Personalkosten 3,6 1,4 2,2 157,1
sonstige Rückstellungen 0,0 0,5 -0,5 -100,0
Rückstellungen gesamt 54,6 39,3 15,3 38,9

III.4 Sonstige Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind folgende größere Beträge enthalten:

- Verrechnungskonto Schwestergesellschaft: 0,00 EUR (Vorjahr: 4.550.000,00 EUR)

III.5 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit >5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 3.000.000,00 EUR (Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen). Es bestehen darüber hinaus in branchenüblichem Umfang Eigentumsvorbehalte an Gegenständen des Umlaufvermögens.

III.6 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (Bürgschaft) in Höhe von 500.000,00. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.

III.7 Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen belaufen sich nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag auf insgesamt 120,0 TEUR p.a. und entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen.

IV. Sonstige Angaben

IV.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 5,00
leitende Angestellte 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 5,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 5,00

IV.2 Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres wie folgt eingetreten:

Die aktuelle Situation im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ist geprägt von geopolitischen Spannungen, die weltweit in die Volkswirtschaften ausstrahlen. So haben z. B. die Europäische Union sowie die USA zwischenzeitlich umfangreiche Sanktionspakete verabschiedet und verhängt. Es ist nicht auszuschließen, dass auf Ebene der Wirtschaftspolitik weitere Maßnahmen beschlossen werden, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auch auf die Wirtschaftlichkeit des Handelns der Marktteilnehmer in den betroffenen Wirtschaftsräumen haben können. Ein Ende dieser durch Ungewissheit geprägten Situation ist nicht absehbar. In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen.

Die Kriegssituation in der Ukraine beeinträchtigt das Geschäft von Fahrzeughandelsgesellschaften durch Lieferkettenunterbrechungen, Preisschwankungen und veränderte Marktnachfrage. Regulatorische Maßnahmen und Sanktionen können den Handel weiter einschränken, während Schwankungen bei den Kraftstoffpreisen die Fahrzeugpräferenzen beeinflussen. Zudem führen höhere Versicherungskosten und eine unsichere Investitionslage zu steigenden Betriebskosten. Ein effektives Risikomanagement und Anpassungsfähigkeit sind entscheidend, um unter diesen Bedingungen erfolgreich zu sein.

IV.3 Name des Geschäftsführers

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Jorrit Johannes Hermanus Holtkamp ausgeübter Beruf: Geschäftsleiter

IV.4 Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 4.122,66 EUR ab.

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresfehlbetrag 2023 des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Wietmarschen-Lohne, den 24.04.2024

Holtkamp, Jorrit Johannes Hermanus

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die ALM Trading GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ALM Trading GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALM Trading GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nordhorn, 24.04.2024

NorCon Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anja Gaubitz, Wirtschaftsprüferin

Sebastian Derr, Wirtschaftsprüfer

Rechtliche Verhältnisse

Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Firma: ALM Trading GmbH
Sitz: Wietmarschen
Rechtsform: GmbH
Gesellschaftsvertrag: 18.08.2020
Anschrift: Alte Nordhorner Straße 3
49835 Wietmarschen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Osnabrück
Register-Nr.: 215301
Gegenstand des Unternehmens: An- und Verkauf von Fahrzeugen aller Art
Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember
Gezeichnetes Kapital: 25,0 TEuro
Gesellschafter Lesscher Vastgoed B.V.
Geschäftsführung: Jorrit Johannes Hermanus Holtkamp

Wirtschaftliche Verhältnisse

Der Jahresabschluss der ALM Trading GmbH weist bei einer Bilanzsumme von 5.279.615,02 EUR (Vorjahr: 9.669.777,05 EUR) ein Eigenkapital von 1.926.216,34 EUR (Vorjahr: 1.930.339,00 EUR) aus. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt bei Umsatzerlösen von 18.785.336,80 EUR (31.186.326,27 EUR), Abschreibungen auf Sachanlagen von 1.181,92 EUR (1.486,24 EUR) und Zinsaufwendungen von 289.560,70 EUR (221.860,12 EUR) mit einem Jahresfehlbetrag von 4.122,66 EUR (-985.683,25 EUR).

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 geordnet.

Steuerliche Verhältnisse

Finanzamt: Bad Bentheim

Steuernummer: 55/205/26016

Das Unternehmen unterliegt der Regelbesteuerung gemäß den §§ 16 - 18 des UStG.

Der Gewerbebetrieb unterliegt der Gewerbesteuerpflicht gemäß § 2 Absatz 1 GewStG.

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