FRONERI Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Zucker, Süßwaren und Backwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Schmeier seit 15.12.2025 | Prokura |
Bertram Justus Rolf Gerhard Dr. Böckel seit 10.12.2020 | Geschäftsführer |
Fritz Kellermann seit 2.9.2020 | Geschäftsführer |
Wolfgang Josef Thul seit 4.10.2016 | Geschäftsführer |
Harald Lochmann seit 4.10.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Erlenbacher Backwaren GmbHGroß-GerauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Entwicklung des Anlagevermögens 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft produziert und vertreibt tiefgekühlte Kuchen und Torten. Der Vertrieb erfolgt in Deutschland und im Ausland sowohl unter Verwendung des Warenzeichens "Erlenbacher" als auch unter Handelsmarken ("Private Labels"). Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in Groß-Gerau. Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis vor Zinsen, vor Steuern, vor Abschreibung für materielles Anlagevermögen und immaterielles Anlagevermögen (EBITDA), sowie der "operative Cash Flow" (definiert durch uns als Summe des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und des Cashflows aus Investitionstätigkeit). Gemäß Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sind Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, sowie Geschäftsführung und den beiden Führungsebenen darunter festzulegen. Unser Ziel ist es, in den Führungspositionen (sog. "Key Positions", die die Mitglieder der Geschäftsführung und bestimmte Schlüsselpositionen unterhalb der Geschäftsführung umfassen) unter gewöhnlichen Rahmenbedingungen einen Frauenanteil von 35% nicht zu unterschreiten. Der Zielwert gilt bis Ende 2024. Der im Vorjahr mit Frist bis Ende 2023 festgelegte Zielwert von 30% für die Key Positions unterhalb der Geschäftsführung wird mit einer Quote von 35,5% erreicht. Die Geschäftsführung besteht aus vier männlichen Mitgliedern. Für das Jahr 2024 wird die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung aus nachfolgenden Gründen auf Null festgesetzt: In die Festlegung der Zielgröße für die Geschäftsführung fließen sowohl die Altersstruktur als auch die derzeit gültigen Arbeitsverträge ein. Die Unternehmenszugehörigkeit der Geschäftsführer liegt zwischen 4 und 27 Jahren. Eine hohe Fluktuation auf der Ebene liegt nicht im Interesse des Unternehmens und daher soll an den derzeitigen Geschäftsführern mittelfristig festgehalten werden. Sollte ein Posten in der Geschäftsführung innerhalb der Geltungsdauer der Zielgröße frei werden, ist das Unternehmen aber bestrebt, verstärkt Frauen dafür zu gewinnen. Die Nachwuchsförderung (Key Positions) im Unternehmen ist darauf ausgerichtet, geeignete Kandidatinnen zu fördern und zu gewinnen. Altersbedingt werden zwei der Geschäftsführer in sechs bzw. sieben Jahren die Regelaltersgrenze für den Renteneintritt erreichen. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs Gesamtwirtschaftliche Situation Wirtschaftswachstum und Bruttoinlandsprodukt: Insgesamt war das Jahr 2023 in Deutschland von einer rückläufigen gesamtwirtschaftlichen Situation bestimmt. Das Bruttoinlandsprodukt ging um 0,3% zurück. 1 Diese Situation beeinflusste auch das Geschäft mit Lebensmitteln. So sinkt der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel 2023 mit -3,9% das dritte Jahr in Folge. 2 Im Gastgewerbe ist im Gegensatz zum Lebensmitteleinzelhandel ein reales Wachstum von 2,6% zu verzeichnen. 3 Dieses Wachstum resultiert aus Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie im ersten Quartal 2023 und schwächt sich im Jahresverlauf kontinuierlich ab, nicht zuletzt begründet durch die hohen Preissteigerungen während des vergangenen Jahres von +8,1% im Gastgewerbe. 4 Im europäischen Umfeld wächst das Bruttoinlandsprodukt nach ersten Schätzungen im Jahr 2023 um +0,5% und die meisten Länder in der EU zeigen im 4 Quartal 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts. 5 Inflationsentwicklung: Die Inflationsrate in Deutschland lag im Jahr 2023 mit +5,9% im Jahresdurchschnitt niedriger als im Vorjahr. Im Jahr 2022 betrug die Inflationsrate noch 6,9%. 6 Getrieben wurde die Inflation weiterhin durch Kriegs- und Krisensituationen, die sich auf allen Wirtschaftsstufen auswirkten. Während die Energiekosten, auch beeinflusst durch Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung, im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr so stark stiegen (+5,3% im Jahresmittel), stiegen die Lebensmittelpreise, mit +12,4% im Jahresmittel, weiter stark an. Neben Energie und Lebensmitteln stieg auch die Teuerung für alle anderen Güter (Kerninflation) um +5,1% an. 7 Die Inflationsrate in der EU lag 2023 im Jahresdurchschnitt bei 6,4%. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2%) sanken die Preise, verdeutlichen jedoch eine weiterhin angespannte Preisentwicklung. 8 Arbeitsmarkt: Die rezessive Entwicklung und die hohe Inflation zeigen auch auf dem Arbeitsmarkt Wirkung. So ist die Arbeitslosigkeit auf Bundesebene um +5% auf 2,609 Mio. Menschen gestiegen (ohne ukrainische Staatsangehörige). Saisonbereinigt sind jeden Monat Zuwächse bei der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote lag 2023 in Deutschland bei 5,7%. Das Angebot an offenen Stellen ist 2023 zurückgegangen und lag in der Jahressumme bei 1.633.000 offenen Stellen und nach Einschätzung der Bundesanstalt für Arbeit damit "weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau". 9 Konsumklima: Im Vergleich zu 2022 steigt die Verbraucherzuversicht leicht an, lediglich 28% rechnen mit einer weiteren Verschlechterung der Lage, im Vergleich zu 45% im Jahr 2022. Die Sparneigung ist mit 14 Punkten so hoch wie zuletzt 2008 während der Finanzkrise. Die Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung haben zum Jahreswechsel 2023 auf 2024 nochmals deutlich nachgegeben. Auch wenn sich die finanzielle Situation der Verbraucher im Jahr 2023 leicht verbessert hat, bleibt sie dennoch angespannt. Im Emotionalen sind die Verbraucher zunehmend verärgert über die kontinuierlich steigenden Preise und verorten die "Schuld" zunehmend bei den Herstellern. Insgesamt bleibt die Preissensibilität hoch und es findet ein Wechsel zu günstigeren Angeboten und Einkaufsstätten statt. 10 Branchenentwicklung: Außer-Haus-Markt: Das Gastgewerbe hat im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 2,6% mehr Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 sind das real 9,9% weniger. 11 Die Anzahl der Betriebe im Gaststättengewerbe lag 2021 bei 137.687 Betrieben. Dies entspricht einem Minus zum Vor-Corona-Jahr 2019 von -16,5%. 12 Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Betriebe auch im Jahr 2023 weiter gesunken ist. Insgesamt verteilt sich die Nachfrage auf weniger Betriebe und das bei um 9,8% höheren Umsätzen. Dies bedeutet, dass der Konzentrationsprozess im Gastgewerbe weiter fortschreitet. In den fünf größten europäischen Märkten zeigt sich eine positive nominale Umsatzentwicklung zu 2019, allerdings ist die Anzahl der Restaurantbesuche um 10% gesunken. Damit erklärt sich die Steigerung durch höhere, inflationsgetriebene Durchschnittsbons. Negativ auf den Außer-Haus-Markt wirken die Arbeit im Home-Office und weniger Geschäftsreisen, die durch mehr digitale Kommunikation ersetzt wurden. Auch beeinflusst der Gast die Ausgabenhöhe im Restaurant durch geringeren Verzehr, z.B. kein Dessert oder kein zweites Getränk. Positive Entwicklungen zeigen sich im Take-away starken Quick-Service-Channel. 13
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_038_811.htmll
10 GFK Consumer Index Total Grocery 12/2023, GFK
Consumer Panel Services; S.1-2; S.4-5
Lebensmittelhandel: Die Gewinner im Jahr 2023 waren, neben dem weiter wachsenden E-Commerce, die Discounter. Zwar hat sich die Kauffrequenz, also die Anzahl der Shopping-Trips, über alle Vertriebskanäle erhöht, allerdings konnten die Discounter zusätzlich die Ausgaben pro Einkauf steigern. Die erhöhte Kauffrequenz hat mit der Preissensitivität der Verbraucher zu tun. Es werden mehrere Einkaufsstätten besucht, um an günstige Angebote zu kommen. Die steigende Bonsumme beim Discounter ist stark über die Auswahl an günstigen Handelsmarken beeinflusst. Generell sieht man eine Verlagerung von Herstellermarken zu Handelsmarken. Die Herstellermarken verloren 2023 2,3% Marktanteil, während die Handelsmarken diesen Anteil gewonnen haben. Top-Trends im Lebensmittelhandel sind, aller Preissensitivität zum Trotz, Convenience und Premium. Das heißt, dass nutzenstiftende Angebote weiterhin Käufer und Preisbereitschaft finden. 14
14 GFK Consumer Index Total Grocery 12/2023, GFK
Consumer Panel Services; S.1-2; S.4-5
Backwarenmarkt: In der Kategorie Brot und Backwaren hat der Frischebereich 2023 ein Umsatzwachstum von 13% erzielt, allerdings bei stagnierendem Absatz. Damit wird klar, dass das Wachstum im Bereich Backwaren eindeutig preisgetrieben ist, wobei die Teuerung über der des Gesamtmarktes liegt. Der Fachhandel, also die Bäckereien, sind die Verlierer in diesem Segment, die Backstationen im Supermarkt mit den günstigeren Angeboten sind die Gewinner. Brot ist der mengenmäßige Verlierer im Segment, während Kleingebäck in der Menge um 3% zulegen kann, die süßen Teilchen sogar um 7%. Die feinen Backwaren (Kuchen und Torten) verlieren 4% Absatz im Vergleich zum Vorjahr. Zwischen den süßen Teilchen und den feinen Backwaren scheint eine Substitution statt zu finden, was durch die Verlagerung der Nachfrage auf die Backstationen erklärt werden kann. Hier hat der Kuchen eindeutig Nachteile in der Handhabbarkeit. 15
15 GFK Consumer Index Total Grocery 12/2023, GFK
Consumer Panel Services; S.1-2; S.4-5
Geschäftsverlauf Das abgelaufene Geschäftsjahr stand immer noch unter dem Einfluss der Inflation, jedoch abgeschwächter im Vergleich zum Vorjahr. Es wurden Umsatzerlöse von EUR 126,9 Mio erzielt. Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr um 13,3% gesteigert. Gegenüber der Budgetplanung (Stand November 2022) wurde das Wachstumsziel mit +0,3% erfüllt. Auf der Ertragsseite konnte durch die gesteigerten Umsätze ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von EUR 12,4 Mio erzielt werden. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Ergebnis vor Steuern um EUR 8,3 Mio auf EUR 17,8 Mio verbessert werden. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der handelsrechtlichen EBITDA-Marge (EBITDA im Verhältnis zur Gesamtleistung) wider, die mit 14,8% um 5,0 Prozentpunkte höher als im Vorjahr ist und leicht über dem Niveau der für 2023 ursprünglich budgetierten Werte liegt. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach Absatzmärkten und Produktkategorien:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Umsatz mit unseren eigenen Marken im Außer-Haus-Markt in Deutschland um 8,3% und im Export um 0,8% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Umsatzsteigerungen in Deutschland resultieren aus zeitverzögerten inflationsbedingten Preiserhöhungen aus dem Vorjahr. In den Export-Märkten ist der Umsatz mit unserer eigenen Marke nur moderat gewachsen. Dies ist auf eine Verschiebung der Kundenstruktur von Markengeschäft zu Handelsmarkengeschäft zurückzuführen. Im Verbundbereich stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 30,7%. Das Handelsmarkengeschäft sowie das Geschäft mit kundenspezifischen Produkten ist im Außer-Haus- und Consumer-Markt gegenüber dem Vorjahr um 24,1% gestiegen. Bei den Produktgruppen erhöhte sich der Umsatz mit Backwaren verglichen zu 2022 um 17,5% und bei den Sahneprodukten im selben Zeitraum um 7,8%. Der Anstieg der Rohstoffpreise, u.a. indirekt beeinflusst durch gestiegene Energiepreise, setzte sich im Geschäftsjahr weiter fort, wenn auch in abnehmender Tendenz. Die Rohstoffpreise haben sich im Jahresdurchschnitt um ca. 8% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Deutliche Preisanstiege gab es - unseren internen Aufzeichnungen nach - bei Zucker (+67%), Eiererzeugnissen (+47%), Backmittel/Cremepulver (+24%), Schokolade (+20%) und bei Mehl (+14%). Hingegen gab es Preisreduzierungen bei Molkereierzeugnissen (-11%) und bei Pflanzenfetten und Ölen (-7%). Trotz volatilen Rohstoffpreisen wird an der Unternehmensphilosophie nur beste Rohstoffe einzusetzen, um beste Produkte zu produzieren, festgehalten. Produktion Die Produktionsmenge betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 19.077 Tonnen (-2,3% vs. Vergleichszeitraum 2022). Der leichte Rückgang der Produktionsmenge ist auf ein optimiertes Bestandsmanagement zurückzuführen. Investitionen, Desinvestitionen und Leasing Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.123 getätigt, wovon TEUR 1.035 auf das Werk und TEUR 88 auf die Administration inkl. IT/IS entfielen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus dem laufenden Cashflow. Aus einem langfristigen Immobilien-Leasingvertrag mietet die Erlenbacher Backwaren GmbH die im Eigentum der FRONERI Erlenbacher Immobilien GmbH & Co. OHG befindlichen Grundstücke. Hieraus resultieren Mietverpflichtungen in Höhe von rd. € 1,0 Mio. p.a. (Laufzeit bis zum 30. September 2031). Finanzierung Seit Dezember 2020 ist unsere Gesellschaft in die gruppenweite Konzernfinanzierung in Form eines Cashpooling der Froneri International Limited eingebunden. Der Cashpooling-Vertrag weist keine Laufzeit auf und ist bis auf Weiteres ausgestellt. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Cashpooling-Forderungen gegen die Froneri International Limited von rd. EUR 28,3 Mio (Vorjahr 16,9 Mio) mit einer Verzinsung, die sich am Euro Floater orientiert. Bis zum 31. März 2023 bestand mit der ehemaligen Gesellschafterin, der FRONERI Deutschland Holding GmbH, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags (EAV), in der Folge im Berichtsjahr letztmalig Gewinne in Höhe von EUR 5,7 Mio an diese gezahlt wurden. Personal- und Sozialbereich Die Löhne und Gehälter wurden durch den Tarifvertrag vom 1. Februar 2023 mit Wirkung zum 1. Juni 2023 um 7,0% angehoben. Des Weiteren wurden die Löhne und Gehälter mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 um 1,5% erhöht. Das entsprach einer effektiven Erhöhung in 2023 von 4,46%. Zusätzlich wurde mit der Lohn- und Gehaltsabrechnung für den Mai 2023 eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von EUR 1.450 netto ausbezahlt. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis einschließlich 28. Februar 2024. Über den bestehenden Manteltarifvertrag wird zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Arbeitgeberverband Verband Deutscher Großbäckereien e.V. verhandelt. Im Geschäftsjahr 2023 konnten 11 Mitarbeiter von einer Leiharbeitsfirma in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden mit 502 Mitarbeitern (inkl. Auszubildenden) 18 Mitarbeiter weniger beschäftigt als im Jahresdurchschnitt 2022. Nachhaltigkeit Das Thema Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Insbesondere die Bereiche Ressourcen und Bildung werden durch gezielte Aktivitäten weiter verstärkt. Die Themen Klima/Energie, Qualität, Arbeitsschutz und Gesundheit werden auf hohem Standard weitergeführt und kommuniziert. Aus diesem Grund sind wir Mitglied und Förderer der ZNU (Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung) an der Universität Witten. II. Darstellung der Lage Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme in Höhe von EUR 90,3 Mio hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 9,9 Mio erhöht. Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen mit EUR 29,3 Mio um EUR 1,8 Mio niedriger als im Vorjahr. Das Sachanlagevermögen hat sich um EUR 0,8 Mio vermindert, weil die Investitionen im Geschäftsjahr niedriger als die Abschreibungen waren. In den Finanzanlagen ist die Beteiligung an der FRONERI Erlenbacher Immobilien GmbH & Co. OHG (Anteil am Kapital: 89%) enthalten, in die zum 29. September 2016 das Eigentum an Immobilien und Grundstücken der Erlenbacher Backwaren GmbH übertragen wurde. Nach Verkauf von 5% des Kapitalanteils im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt der Kapitalanteil an der FRONERI Erlenbacher Immobilien GmbH & Co. OHG jetzt 89%. Damit hat sich der Wert der Beteiligung um EUR 1,0 Mio verringert und beträgt EUR 18,6 Mio. Die Vorräte sind mit EUR 20,1 Mio um EUR 0,5 Mio niedriger als im Vorjahr, überwiegend durch optimiertes Bestandsmanagement bei den fertigen Erzeugnissen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 12,4 Mio erhöht. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist aufgrund der höheren Umsätze um EUR 0,7 Mio gestiegen. Des Weiteren erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 11,6 Mio, hauptsächlich durch höhere Cashpooling- Forderungen gegen die Froneri International Limited (EUR 28,3 Mio; Vorjahr EUR 16,9 Mio). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit EUR 0,7 Mio leicht erhöht und die liquiden Mittel um EUR 0,3 Mio gegenüber dem Vorjahreswert gesunken. Das Eigenkapital beträgt EUR 58,2 Mio und hat sich durch den Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um EUR 6,7 Mio erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert rund 64% (i. Vj. 64%). Innerhalb des Fremdkapitals erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen, hauptsächlich durch höhere Rückstellungen für Personalverpflichtungen und für Rückvergütungen an Kunden beeinflusst, um EUR 1,4 Mio auf EUR 10,0 Mio. Für Körperschafts- und Gewerbesteuer wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 5,4 Mio gebildet. Die gesamten Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,6 Mio auf EUR 16,3 Mio reduziert. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um EUR 2,2 Mio auf EUR 8,0 Mio gestiegen sind, haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 13,8 Mio auf EUR 7,9 Mio reduziert. Im Vorjahr waren noch Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung an die FRONERI Deutschland Holding GmbH (EUR 9,6 Mio) enthalten. Diesem Rückgang steht ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegen die Froneri International Limited gegenüber (EUR 3,6 Mio). In Summe zeigt sich ein Rückgang der Intercompany-Verbindlichkeiten um EUR 5,9 Mio. Der operative Cashflow betrug EUR 26,3 Mio und lag damit EUR 16,9 Mio über dem Vorjahr (Vj. EUR 9,4 Mio.). Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus dem höherem EBITDA (EUR +7,6 Mio) bei gleichzeitig gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR +2,2 Mio), erhöhten Verbindlichkeiten im Verbundbereich (ohne EAV) (EUR +3,5 Mio), sowie einer Zunahme der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen (EUR +1,5 Mio). In der Prognoseberichterstattung des Vorjahres sind wir bereits von einer erheblich ansteigenden Entwicklung ausgegangen. Die Finanzlage wird anhand der nachfolgenden vereinfachten Kapitalflussrechnung erläutert:
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 15,7 Mio gestiegen. Der größte positive Einfluss auf den Cashflow resultiert aus dem verbesserten EBITDA (EUR +7,6 Mio) und höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei Dritten und im Verbund (EUR +5,7 Mio). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet insbesondere Auszahlungen in das Sachanlagevermögen (EUR -1,1 Mio) und Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens (EUR +1,0 Mio) und erhaltene Zinsen (EUR +0,6 Mio). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrifft im Wesentlichen die erhöhte Mittelbindung aufgrund des Cashpoolings (EUR -11,4 Mio) infolge der Abführung überschüssiger Liquidität an die Froneri International Limited sowie die Auszahlungen in Höhe von insgesamt EUR 15,2 Mio für die Ergebnisabführungen des Vorjahres und der ersten drei Monate des Berichtsjahres aufgrund des mit der FRONERI Deutschland Holding GmbH bestandenen Ergebnisabführungsvertrags. Der Finanzmittelfonds weist zum Ende des Geschäftsjahres ausschließlich Kassenbestand bzw. Bankguthaben in Höhe von TEUR 20 aus. Eine Kapitalbeschaffung über die Froneri International Limited ist grundsätzlich über die gruppenweite Einbeziehung in das Cashpooling möglich. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich um 13,3% gestiegen. Die Umsatzsteigerungen resultieren aus zeitverzögerten inflationsbedingten Preiserhöhungen aus dem Vorjahr und aus zusätzlichen Listungen bei internationalen Key Accounts. Die Gesamtleistung steigt im Vergleich zur Umsatzentwicklung mit einem Zuwachs von Euro 12,7 Mio bzw. +11,1% etwas geringer an. Grund hierfür ist der Bestandsabbau an fertigen Erzeugnissen um EUR 0,5 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen EUR 2,1 Mio (zum Vj. EUR 1,3 Mio). Periodenfremden Erträgen in Höhe von EUR 1,5 Mio. (Vj. EUR 0,8 Mio), die insbesondere auf die Auflösung von Rückstellungen entfallen, stehen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 0,5 Mio (Vj. EUR 0,2 Mio) entgegen. Wesentliche Ergebniseffekte aus Währungskursdifferenzen sind nicht zu verzeichnen. Die Materialaufwendungen betrugen EUR 52,1 Mio (zum Vj. EUR 50,9 Mio). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwendungen / Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen) hat sich um 3,6 Prozentpunkte von 44,7% auf 41,1% reduziert, u.a. auch durch Rohstoffpreis- und Energiekostenveränderungen. Die Personalaufwendungen betrugen EUR 32,9 Mio (zum Vj. EUR 30,4 Mio). Die Erhöhung ergibt sich insbesondere aus den schon beschriebenen tariflichen Steigerungen und der Einmalzahlung der Inflationsausgleichsprämie. Damit liegt die Personalaufwandsquote mit 26,0% leicht unter Vorjahr (26,7%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr EUR 25,0 Mio (zum Vj. EUR 22,7 Mio). Die Erhöhung steht im Zusammenhang mit gestiegenen Kosten, wie bspw. für Werbung, Instandhaltung, Dienstleistungen und Lizenzen. Im Wesentlichen enthalten sind Kosten für den Vertriebsbereich (einschließlich Lizenzaufwendungen) und den Verwaltungsbereich, für Transport und Lagerkosten sowie für Instandhaltungsmaßnahmen. Im Geschäftsjahr wurde ein handelsrechtliches EBITDA von EUR 18,8 Mio erzielt (zum Vj. EUR 11,2 Mio). Die prognostizierte starke Verbesserung des EBITDA ist damit eingetreten. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf Kostensensibilisierung und Kosteneinsparungen über alle Unternehmensbereiche. Die Abschreibungen befinden sich mit EUR 1,9 Mio nahezu auf Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis zeigt sich mit EUR 0,6 Mio gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,6 Mio verbessert, insbesondere aufgrund deutlich gestiegener Zinserträge aus dem Cashpooling. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 0,2 Mio. resultieren aus dem Jahresüberschuss der FRONERI Erlenbacher Immobilien GmbH & Co. OHG, an der die Gesellschaft 89% Anteile besitzt. Steuern vom Einkommen und Ertrag werden in Höhe von EUR 5,4 Mio ausgewiesen. Dies entspricht - bezogen auf das Ergebnis vor Steuern - einer Steuerquote von 30,1%. Der Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von EUR 6,7 Mio wurde dem Eigenkapital zugeführt. Im Vorjahr wurde der Jahresüberschuss von EUR 9,5 Mio im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vollständig an die FRONERI Deutschland Holding GmbH abgeführt. Dieser Vertrag wurde mit Wirkung zum 31. März 2023 beendet. Gesamtbeurteilung zum Geschäftsverlauf und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das Geschäftsjahr 2023 wurde nicht mehr von der Corona-Pandemie und dem Russland-Ukraine-Krieg negativ beeinflusst, so dass wir in den für uns relevanten Märkten eine gewohnte Normalität erlebt haben, was sich auch in einer verbesserten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeigt. Das aufgestellte Budget in Bezug auf Umsatz und EBITDA wurde erreicht bzw. übertroffen. IV. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung bedeutet in unserem Hause die Entwicklung von neuen Kuchen und Torten bis zur Produktions- und Vermarktungsreife. Dies geschieht zum Teil aufgrund von Aufträgen und in Zusammenarbeit mit unseren bedeutendsten Kunden oder aufgrund von Markttrends bzw. Anforderungen unseres internen Marketings. Die Innovationsrate (Umsätze im Berichtsjahr mit den neuen Produkten der letzten zwei Geschäftsjahre) lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 10,4% (zum Vj. 9,9%) und soll in den folgenden Jahren mindestens 10% betragen. Der Anteil der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Prozent vom Umsatz lag im Berichtsjahr bei 0,7 %. V. Chancen- und Risikobericht Durch ein monatliches Planungs- und Berichtswesen wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird und somit unmittelbar notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Seit der Zugehörigkeit zu Froneri werden ergänzend wöchentliche Kennzahlen ermittelt und im Detail besprochen. Somit ist eine zeitnahe Gegensteuerung möglich. Die Gesellschaft ist zudem in ein von der Froneri International Limited erstelltes Risk-Management und Berichtswesen eingebunden. Die Angaben zu den Chancen und Risiken beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2024. Chancen Chancen werden vor allem in unserer technischen Ausstattung des Produktionsbetriebs sowie unserer Innovations- und Qualitätspolitik gesehen. Das ist die Basis, um die Nachfrage an hochwertigen Convenience- Produkten bedienen zu können. Dadurch, dass aus verschiedensten Gründen das Angebot an diesen Produkten weiter abnimmt, z.B. durch weniger Betriebe wegen Konzentrationsprozessen oder durch Fachkräftemangel, ergeben sich für unsere Gesellschaft immer wieder neue Chancen. Der Außer-Haus-Markt bietet viele Möglichkeiten und wird für unsere Gesellschaft weiterhin den Schwerpunkt darstellen. Hier sehen wir in bestehenden Märkten sowie in neuen Zielmärkten im In- und Ausland große Wachstumschancen. Die Akquise in unseren bestehenden Märkten sowie in neuen Zielmärkten wird intensiv und professionell bearbeitet. Hierbei sind Präsenzveranstaltungen mit Kunden und Interessenten sowie nationale und internationale Messen für die Akquisetätigkeit von großer Bedeutung. Der Lebensmittelhandel bietet ebenfalls Chancen für hochwertige Produkte, die in Backstationen oder in Frozento-Fresh-Konzepten, sowie als Premium-Kuchen und Torten in der Tiefkühltruhe angeboten werden. Risiken Leistungswirtschaftliche Risiken Geschäftsrisken können sich aus regionalen, nationalen und globalen Umwelt- oder Lebensmittelskandalen, oder auch aus geopolitischen Einflüssen ergeben. Daraus können jederzeit negative Einflüsse und Auswirkungen auf unser Geschäft entstehen, z. B. durch eine reduzierte Nachfrage der Konsumenten durch Inflation oder Rezession, oder durch steigende Rohstoffpreise sowie steigende Energiekosten, oder auch durch Ressourcenknappheit von Rohstoffen, beispielsweise hervorgehoben durch eine schlechte Ernte, sowie von Energie. Pandemierisiken Auch wenn die COVID19-Pandemie derzeit nicht mehr als Risiko für unsere Gesellschaft eingestuft wird, kann eine ähnlich geartete Pandemie durchaus wieder zu einem Risiko werden. Sonstige Risiken Elementarrisiken wie Brand, Blitzschlag, Explosion, Unwetter und Diebstahl sind im Rahmen der konzerneinheitlichen Versicherungen der Froneri International Limited abgedeckt. Versichert ist das Eigentum an Gebäuden, Inhalt und Warenvorräte. Weitere Versicherungen bestehen u. a. für Industrie-Haftpflicht, Kühlgut und Transport. Im IT-Bereich sind die wesentlichen Risiken die Nichtverfügbarkeit der vorhandenen IT-Systeme durch Hardwareausfälle, sowie der Datenverlust. Die Steuerung des Unternehmens ist maßgeblich von ihrer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT- Systeme erfolgen durch hochqualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff wird durch Einsatz entsprechend aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquaten Zugangs- und Zugriffskonzepten und vorhandenen Backup-Systemen vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne. Ein verändertes Konsumentenverhalten, z. B. in Bezug auf gesündere Ernährung durch geringere Zucker- und/oder Fettanteile, können sowohl ein Risiko aber auch eine Chance darstellen. Forderungsausfallrisiken bestehen grundsätzlich immer, jedoch werden diese aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre als gering eingestuft. Die Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2024 in der Gastronomie von 7% auf 19% wird voraussichtlich einen negativen Einfluss auf die Nachfrage im deutschen Außer-Haus-Markt haben. Hohe Tarifabschlüsse branchenübergreifend werden Auswirkungen auf Preise für Produkte und Dienstleistungen haben mit Auswirkungen auf die Kaufkraft der Bevölkerung und deren Nachfrage. Administrative Aufgaben, die sich durch neue oder erweiterte Gesetzgebungen oder Audits- und Compliance- Anforderungen ergeben, binden im Unternehmen immer mehr Ressourcen. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Kapitalbeschaffung im Froneri-Konzern wird durch ein gruppenweites Cashpooling durch die Froneri International Limited gewährleistet. Zinsrisiken und wesentliche Währungskursrisiken sind nicht absehbar. Krieg Russlands gegen die Ukraine Der derzeitige Krieg zwischen Russland und der Ukraine könnte zu einem erheblichen Risiko werden, wenn weitere europäische Länder direkt involviert werden. Gesamtaussage zu Risiken- und Chancen Von den vorgenannten Risiken werden insgesamt steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie deren Verfügbarkeiten am bedeutendsten eingestuft. Die Risiko- und Chancenlage hat sich in 2023 verglichen mit den Jahren 2021 und 2022 deutlich verbessert. Bestandsgefährdende Risiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. VI. Ausblick auf 2024 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 16 Die deutsche Konjunktur kommt laut Winterprognose des IfW Kiel nur langsam wieder in Fahrt, und die Abwärtsrisiken haben deutlich zugenommen. Die Aussichten der Wirtschaftsleistung für die Folgejahre haben sich vor allem aufgrund der anstehenden Haushaltskonsolidierung eingetrübt. Die konjunkturellen Folgen hängen maßgeblich von den konkreten Einsparungen und der Stärke der Folgeeffekte ab, über die große Unsicherheit herrscht. Im Jahr 2024 wird die Arbeitslosigkeit voraussichtlich leicht ansteigen und die Inflationsrate den Analysten nach auf unter 2% sinken. Die verfügbaren Einkommen sollen deutlich anziehen. Ein Aufschwung der Weltkonjunktur wird der Prognose nach jedoch noch auf sich warten lassen. Unter den vom IfW Kiel gemachten Annahmen zu den Folgen der Haushaltskonsolidierung fällt der Bundesetat in den kommenden beiden Jahren um jährlich rund EUR 30 Mrd kleiner aus, was die Zuwachsrate für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 um gut 0,3 Prozentpunkte reduziert. Die Wirtschaftsleistung legt dann um 0,9% zu. Schlagen die Einsparungen stärker auf die Konjunktur durch oder fallen sie stärker aus, ist auch eine noch schwächere Entwicklung möglich. Eine Rezession ist 2024 zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Insgesamt ist die konjunkturelle Dynamik in Deutschland verhalten, und die Wirtschaft müht sich aus der Stagnation. Stütze ist der private Konsum, er dürfte in den Jahren 2024 und 2025 um jeweils rund 1,5% zulegen. Dahinter stehen kräftige Zuwächse der real verfügbaren Einkommen vor allem infolge der höheren Lohnabschlüsse bei gleichzeitig sinkender Inflation. Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen, so das IfW Kiel, vorerst auf sich warten. Sie dürfte in diesem und in den kommenden beiden Jahren nur moderat um rund 3% zulegen. Dabei gelingt den USA eine sanfte konjunkturelle Landung im neuen Zinsumfeld, ohne dass die Wirtschaft in die Rezession rutscht. Sie dürfte in 2024 um 1,5% zulegen. Deutsche Exporte werden im Jahr 2024 der Prognose nach stagnieren und erst im Jahr 2025 wieder deutlicher zulegen. Die Inflationsrate dürfte in den Jahren 2024 und 2025 spürbar bis auf unter das 2%-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) sinken. Sowohl von den Energiepreisen als auch den Lebensmittelpreisen gehen, so die Prognose des IfW Kiel, inflationsdämpfende Effekte aus. Insgesamt dürfte die Jahresinflation 2024 der Prognose nach bei 2,3% liegen. Im nächsten Jahr dürfte die EZB die Zinsen deutlich senken. Am deutschen Arbeitsmarkt zeigen sich Spuren der Konjunkturschwäche. Der Beschäftigungsaufbau kam im Sommer zum Erliegen, gleichzeitig nimmt die Zahl der Arbeitslosen zu. Die Arbeitslosenquote steigt laut Prognose in 2024 auf 5,8%. Branchenentwicklung Im Außer-Haus-Markt ist das Niveau von vor Corona noch nicht ganz wieder erreicht. Der Konzentrationsprozess mit weniger, allerdings professionell geführten Betrieben schreitet voran. Gleichzeitig fehlen qualifizierte Arbeitskräfte, was das Angebot weiter einschränkt. Weniger Betriebe und eingeschränktes Angebot ermöglichen auf längere Sicht hohe Preise. Das schafft Wachstumsmöglichkeiten für Erlenbacher mit unseren qualitativ hochwertigen Convenience-Produkten, sowohl in der DACH-Region wie auch in unseren Exportmärkten. Der Lebensmittelhandel ist aktuell von Preissensitivität geprägt. Im Backwarenbereich profitiert die Backstation von den teuren Bäckereien. Das Angebot an Kuchen ist in der Backstation aktuell noch limitiert, aber Möglichkeiten dafür gibt es mit unseren Frozen-to-Fresh-Angeboten. Diese haben wir bereits erfolgreich im Markt platziert, sowohl national wie auch international. Weitere Chancen in Richtung Backstation sind gegeben und können im kommenden Jahr genutzt werden. Die Themen Premiumisierung und Convenience eröffnen im Lebensmittelhandel Chancen für Kuchenangebote in der Tiefkühltruhe. Diese wollen wir im kommenden Jahr nutzen und entwickeln. Geschäftsverlauf und Lage In 2023 hat der Außer-Haus-Markt nach fast drei Krisenjahren zu der lang ersehnten Normalität bzw. Stärke mit vielen Möglichkeiten zurückgefunden. Trotz Inflation mit Preiserhöhungen für viele Produkte und Aufwendungen des täglichen Lebens, hat sich der Außer-Haus-Markt in Deutschland, Europa und weltweit mit einer stabilen Nachfrage gezeigt, und für unser Unternehmen sogar mit steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in 2024 fortsetzen wird und die Außer-Haus-Nachfrage weiter ansteigen wird. Wir werden die grundsätzliche Ausrichtung und Strategie der letzten Jahre weiterverfolgen und streben durch innovative Produktkonzepte und durch kompromisslose Innovations- und Qualitätspolitik im In- und Ausland ein profitables Wachstum an und wollen die Marke "Erlenbacher" stärken. Die Innovationsschwerpunkte liegen in der Einführung von neuen Produkten für Bäckereien, Coffee Shops sowie von Premiumprodukten unter dem Gesichtspunkt "Genuss und Gesundheit". Weitere Schwerpunkte für das Geschäftsjahr 2024 werden sein, die Kostenstrukturen und internen Prozesse zu analysieren und zu optimieren, sowie Komplexität zu reduzieren. Dies soll die Wettbewerbsfähigkeit für das Unternehmen in unseren Märkten verbessern. Im 4. Quartal 2023 haben wir unternehmensübergreifend das IT-Projekt "Einführung neues ERP-System" mit "go live"-Termin im Mai 2024 gestartet. Bei der Gewinnung neuer strategischer Kunden stehen weiterhin der Coffee-Shop-Markt und die Quick-Service- Restaurants im In- und Ausland, die Verkehrsgastronomie sowie die In-Store-Restaurants im Fokus. Im Export sollen bereits bestehende Märkte weiter ausgebaut werden und definierte Strategiemärkte aktiv bearbeitet werden. In der Planung für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir in unseren Außer-Haus-Märkten von einem leicht höheren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr aus. Vor dem Hintergrund einer Verbesserung der Rohertragsmarge erwarten wir auf Basis der mit Kenntnisstand Januar 2024 aufgestellten Planung insgesamt für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich verbessertes EBITDA. Der operative Cashflow wird der Planung nach in 2024 deutlich niedriger ausfallen als im aktuellen Berichtsjahr, insbesondere da wir in unserer Budgetplanung einen Anstieg des Vorratsvermögens sowie Rückführungen von Verbindlichkeiten eingeplant haben. Mit unserer neuen Gesellschafterin, der Froneri (Erlenbacher) Holdings GmbH, wurde im Januar 2024 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, mit der Folge, dass ein etwaiger Jahresüberschuss künftig an diese abzuführen ist. Wir gehen davon aus, dass sich die Kosten für Rohstoffe, Verpackungen und Energie auf dem Niveau von 2023 bewegen werden. Bei den Personalkosten werden branchenübergreifend zwar niedrigere Tarifabschlüsse als im vergangenen Jahr erwartet, die aber trotzdem unsere Personalkosten erhöhen werden, und auch alle zugekauften Produkte und Dienstleistungen zusätzlich verteuern werden. Aufgrund des Fachkräftemangels am Arbeitsmarkt werden wir wieder mehr in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter/innen investieren. Des Weiteren sind Investitionsprojekte für Innovationen und Prozessoptimierungen im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie geplant. Die Finanzierung der Investitionen erfolgt aus dem laufenden Cashflow. Die Geschäftsführung ist optimistisch, dass die Umsetzung der erarbeiteten Strategie für die nächsten Jahre zu weiteren Erfolgen führen wird. Aufgebaut wird dabei insbesondere auf einer technisch gut aufgestellten Produktionsstätte, innovativen Qualitätsprodukten sowie auf der Qualifikation der Mitarbeiter. Bezüglich der vorstehenden Umsatz- und Ergebniserwartungen wird darauf hingewiesen, dass unsere aktuellen Einschätzungen auf Annahmen beruhen, sodass die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen können.
Groß-Gerau, den 26. Februar 2024 Erlenbacher Backwaren GmbH Die Geschäftsführung Dr. Bertram Böckel Wolfgang Thul Harald Lochmann Fritz Kellermann Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes in der jeweils aktuell gültigen Fassung aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Erlenbacher Backwaren GmbH wird beim Amtsgericht Darmstadt (HRB 51534) geführt und gehört zum Konzernkreis der Froneri Lux Topco S.à r.l., Luxembourg, Luxemburg, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der verbundenen Unternehmen aufstellt. Dieser nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss der Froneri Lux Topco S.à r.l. wird durch die R&R Holdings Deutschland GmbH, Osnabrück, (HRB 200191) beim Unternehmensregister bekannt gemacht und ist unter www.unternehmensregister.de elektronisch abrufbar. Entsprechend der Befreiungsregelungen des § 291 HGB hat die Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau, keinen Teilkonzernabschluss aufgestellt. Zwischen der Erlenbacher Backwaren GmbH und der FRONERI Deutschland Holding GmbH wurde am 30. September 2016 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dieser Vertrag wurde mit Wirkung zum 31. März 2023 beendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt drei Jahre bis fünf Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird von der Gesellschaft nicht ausgeübt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern betragen:
Die Herstellungskosten enthalten die nach Handelsrecht aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet. Für Backformen besteht ein Festwert, der alle drei Jahre überprüft wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zeitpunkt ihres Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsguts beträgt EUR 250,00. Anteile an verbundenen Unternehmen und Genossenschaftsanteile werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Ausleihungen werden mit dem Nennwert bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Ersatzteile werden mit den Anschaffungskosten, die auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt werden, oder den niedrigeren Marktpreisen zum Bilanzstichtag bewertet. Im Hinblick auf die verminderte Verwertbarkeit wurden für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen und für die Ersatzteile ein pauschaler prozentualer Wertabschlag von 30% auf die Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Marktpreise berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, die darin enthaltenen Rohstoffe und das Verpackungsmaterial zu durchschnittlichen Anschaffungskosten des Geschäftsjahres oder den niedrigeren letzten Einstandspreisen bewertet worden. Das Risiko der verminderten Verwertbarkeit bei der möglichen Verwendung in Fertigprodukten wurde unter Berücksichtigung der künftigen Verkaufserlöse mithilfe eines individuellen, prozentualen Wertabschlags berücksichtigt. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, die darin enthaltenen Rohstoffe und das Verpackungsmaterial zu durchschnittlichen Anschaffungskosten des Geschäftsjahres oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt worden. Die darin enthaltenen 2. Wahl-Artikel sind zu erzielbaren Verkaufspreisen abzüglich eines Risikoabschlags für die eingeschränkte Verwertbarkeit bewertet. Die Bewertungsabschläge zur verlustfreien Bewertung der fertigen Erzeugnisse sind individuell vorgenommen worden. Die Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse umfassen Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungslöhne und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Anlagevermögen sowie anteilige, mit der Herstellung in Zusammenhang stehende Verwaltungsgemeinkosten. Die Handelswaren sind mit Einstandspreisen (Warenwert zuzüglich Nebenkosten) bewertet worden, abzüglich einer Wertberichtigung für eingeschränkte Verwertbarkeit. Bei allen bestandsgeführten Erzeugnissen und Waren wird das FIFO-Verfahren (First in - First out) angewendet. Die geleisteten Anzahlungen des Vorratsvermögens werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet und in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt. Forderungen und Bankguthaben in fremder Währung wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Die Gewinnrücklagen betreffen die anderen Gewinnrücklagen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) bewertet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte Zinssatz von 1,83 % p. a. (i. Vj. 1,78 %) verwendet. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen nach § 253. Abs. 2 Satz 1 HGB wurde in Anlehnung an den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre festgelegt. Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen werden durch einen Rententrend von 2,0 % p. a. (i. Vj. 2,0 %) berücksichtigt. Für die Zeit der Anwartschaft ist keine Dynamik zu berücksichtigen. Wahrscheinlichkeiten für das Ausscheiden ohne Eintritt des Versorgungsfalles (Fluktuation) wurden ebenfalls nicht berücksichtigt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst. Abweichend von diesen Grundsätzen werden kongruent rückgedeckte Versorgungszusagen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) der Rückdeckungsversicherungsansprüche bewertet (TEUR 53), da sie nach IDW RS HFA 30 Tz. 74 wie wertpapiergebundene Zusagen zu behandeln sind. Steuerrückstellungen werden für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer gebildet. Die Passivierung erfolgt in der Höhe, in der eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Rückstellungen für Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren (Anwartschaftsbarwertmethode) sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Dabei werden fristenkongruente durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,08% (Altersteilzeit), 1,76% (Jubiläum) angewendet. Ein Lohn-/Gehaltstrend wurde in Höhe von 3,00 % p.a. berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Der Teilbetrag für Lohn- und Gehaltszahlungen wurde ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während der Teilbetrag für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wurde. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert. Gemäß § 264 Abs. 2 S 2 HGB werden Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, mit diesen Schulden verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive Unterschiedsbeträge resultieren insbesondere aus abweichenden Wertansätzen im Sachanlagevermögen, den Pensionsrückstellungen sowie in den sonstigen Rückstellungen. Aktive und passive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB stets saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Insgesamt ergibt sich in der Gesamtdifferenzbetrachtung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ein Überhang aktiver latenter Steuern. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 31,0 % herangezogen worden. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Finanzanlagen Die Gesellschaft besitzt 100 % der Anteile am verbundenen Unternehmen Confitesse Backwaren Vertrieb GmbH, Groß-Gerau (Anschaffungskosten TEUR 36). Seit dem 20. Oktober 2011 besteht zwischen der Erlenbacher Backwaren GmbH und der Confitesse Backwaren Vertrieb GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Confitesse Backwaren Vertrieb GmbH hat im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 13 (i. Vj. TEUR 10) erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss wurde an die Erlenbacher Backwaren GmbH abgeführt. Das Eigenkapital der Confitesse Backwaren Vertrieb GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 26 (i. Vj. TEUR 26). Des Weiteren hat die Erlenbacher Backwaren GmbH mit der FRONERI Deutschland GmbH am 12. September 2016 die FRONERI Erlenbacher Immobilien GmbH & Co. OHG mit Sitz in Groß-Gerau gegründet. Die Erlenbacher Backwaren GmbH besitzt 89 % der Anteile und ist persönlich haftende Gesellschafterin der FRONERI Erlenbacher Immobilien GmbH & Co. OHG. Die FRONERI Erlenbacher Immobilien GmbH & Co. OHG hat im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 247 (i. Vj. TEUR 167) erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss wurde anhand der festen Kapitalanteile von den Gesellschaftern phasengleich vereinnahmt. Das Eigenkapital der FRONERI Erlenbacher Immobilien GmbH & Co. OHG beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 20.861 (i. Vj. TEUR 20.861). Die Ausleihung gegenüber der FRONERI Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 1.345 (i. Vj. TEUR 1.345) hat zum Bilanzstichtag eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bis auf einen Betrag in Höhe von € 240,00 (i. Vj. € 240,00) innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände sind alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, wie im Vorjahr, vollumfänglich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 17 (i. Vj. TEUR 731) Forderungen gegen Gesellschafter. Diese betreffen sonstige Forderungen bzw. Verrechnungen. Im Berichtsjahr fand ein Wechsel der Gesellschafterin von der FRONERI Deutschland Holding GmbH, Nürnberg, hin zur Froneri Erlenbacher (Holdings) GmbH, Groß-Gerau, statt. Eigenkapital Das auf EUR 2.582.024,00 lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 48.818. Im Zuge der Anwendung der Vorschriften des BilMoG wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 34 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Pensionsrückstellungen Die Differenz der Erfüllungsbeträge zwischen dem 7-Jahres-Zins und dem 10-Jahres-Zins beträgt EUR 4.187 (i. Vj. EUR 19.812) und ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt; eine Abführungssperre für diesen Betrag liegt hingegen nicht vor. Steuerrückstellungen Für Körperschafts- und Gewerbesteuer wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.350 gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.982 (i. Vj. TEUR 8.579) betreffen im Wesentlichen Rückvergütungen an Kunden (TEUR 3.173; i.Vj. TEUR 2.539), Personalverpflichtungen (TEUR 3.431; i. Vj. TEUR 3.332) und ausstehende Rechnungen (TEUR 1.389; i.Vj. TEUR 1.442). Das im Rahmen von Altersteilzeitverpflichtungen bestehende Deckungsvermögen (verpfändetes Wertpapierdepot) wird in Höhe von TEUR 1.267 (beizulegender Zeitwert) (Anschaffungskosten TEUR 1.247) mit dem Erfüllungsbetrag der korrespondierenden Rückstellung in Höhe von TEUR 1.390 verrechnet. Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung sowie die Erträge aus dem Deckungsvermögen nehmen einen für die Gesellschaft unerheblichen Betrag ein. Da der Zeitwert des Deckungsvermögens die Anschaffungskosten übersteigt, liegt grundsätzlich eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 20 vor. Den gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrten Erträgen stehen jedoch ausreichend freie Rücklagen gegenüber, so dass keine Ausschüttungssperre entstanden ist. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Im Vorjahr waren in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber der (ehemaligen) Gesellschafterin FRONERI Deutschland Holding GmbH in Höhe von TEUR 9.564 enthalten, wovon TEUR 91 auf den Leistungsverkehr entfielen und TEUR 9.473 aus der Gewinnabführung resultierten. Zum aktuellen Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der (neuen) Gesellschafterin Froneri Erlenbacher (Holdings) GmbH. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsätze wurden aus dem Verkauf von Tiefkühlbackwaren erzielt sowie aus sonstigen Umsätzen und gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.505 enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.039 resultieren. Im Vorjahr waren periodenfremde Erträge von TEUR 794 enthalten. Die Erträge aus Währungsumrechnungen betragen TEUR 154 (i. Vj. TEUR 136). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 24.967 (i. Vj. TEUR 22.672) enthalten im Wesentlichen Transport- und Lagerkosten, Kosten der Verkaufsförderung, Lizenzgebühren, Instandhaltungskosten, Kosten für Fremdleistungen und Mieten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 527 (i. Vj. TEUR 211) enthalten, die insbesondere Nachzahlungen für Energiekosten betreffen. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 115 (i. Vj. TEUR 56). Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind mit TEUR 28 (i. Vj. TEUR 22) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. E. Nachtragsbericht Mit der Froneri (Erlenbacher) Holdings GmbH, Darmstadt, (Amtsgericht Darmstadt, HRB 104699) als herrschendem Unternehmen ist am 8. Januar 2024 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB lagen nicht vor. F. Sonstiges Befreiung von Konzernaufstellungspflicht Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der Erlenbacher Backwaren besteht nach § 291 HBG nicht, da die Erlenbacher Backwaren und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Froneri Lux Topco S.à r.l., Luxembourg, Luxemburg, einbezogen werden und kein Antrag von Minderheitsgesellschaftern zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes nach § 291 Abs. 3 Nr. 2 HGB vorliegt sowie die weiteren Voraussetzungen des § 291 Abs. 2 Nr. 2 und Nr. 3 (Anforderungen an den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht) sowie Nr. 4 HGB (erforderliche Anhangangaben im Anhang des zu befreienden Unternehmens) erfüllt sind. Weiterhin müssen der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Froneri Lux Topco S.à r.l., Luxembourg, Luxemburg, in Einklang mit der EU-Abschlussprüferrichtlinie geprüft und gemäß § 325 HGB in deutscher Sprache offengelegt werden, um befreiende Wirkung zu erzielen. Abschlussprüferhonorar In 2023 beträgt das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 71. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 11.461. Davon bestehen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.407 aus einem Immobilien- Leasingvertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2031. Vom Gesamtbetrag entfallen TEUR 2.982 auf das nächste Geschäftsjahr, wovon TEUR 1.010 aus Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren. TEUR 2.715 sind erst in mindestens fünf Jahren fällig. Das Bestellobligo für Investitionen per 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 324. Der Einsatz von Miet- und Leasingverträgen dient der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden. Die Abflüsse liquider Mittel in künftigen Perioden stellen dabei sowohl ein Risiko als auch einen Vorteil dar. Arbeitnehmer
Geschäftsführung
Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr betrugen € 0,94 Mio. Gewinnverwendung Mit Wirkung zum 31. März 2023 wurde der bis dahin mit der FRONERI Deutschland Holding GmbH bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags beendet. Aufgrund der letztmaligen Durchführung dieses Vertrags wurden für die ersten drei Monate des Berichtsjahres TEUR 5.719 gezahlt. Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.723 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Groß-Gerau, den 26. Februar 2024 Die Geschäftsführung Dr. Bertram Böckel Wolfgang Thul Harald Lochmann Fritz Kellermann Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Erlenbacher Backwaren GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 26. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Norbert Niedenhof, Wirtschaftsprüfer ppa. Stefan Vox, Wirtschaftsprüfer |
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