WATTLINE GMBH
Passauer Straße 36, 94161 Ruderting, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Langeder seit 18.3.2025 | Geschäftsführer |
Philip Gutschke seit 18.3.2025 | Prokura |
Martin Ludwig Praml seit 4.3.2004 | Geschäftsführer |
Harald Dipl. Ing. Praml seit 4.3.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WATTLINE GMBHRudertingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Sitz der Wattline GmbH ist Ruderting. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 5865 im Register des Amtsgerichts Passau eingetragen. A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erstellt. Ergänzend dazu waren die Bestimmungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Ansatz und die Bewertung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurde entsprechend den gesetzlichen Regelungen von Handelsrecht und Steuerrecht unterschiedlich vorgenommen. Die Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten aktiviert und linear über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen sowie planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu EUR 250,00 wurden als Aufwand behandelt. Die mit einem Wert zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 wurden als Anlagevermögen erfasst und sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem Nominalbetrag. Erkennbare Einzelrisiken werden durch gesonderte Wertberichtigungen berücksichtigt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Der Ausweis des Kassenbestandes und der Bankguthaben erfolgt zu Nennwerten. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie steuerlichen Verlustvorträgen aus der Zweigniederlassung in Österreich. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die bis zum Abschlussstichtag entstanden und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbar waren. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ggf. künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit von Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages wurden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze verwendet. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalte Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Zur Zusammensetzung des Anlagevermögens und zur Entwicklung im Geschäftsjahr einschließlich der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen (Anlage zum Anhang). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 163 mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (VJ. TEUR 404). Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 251. 3. Eigenkapital Ausschüttungssperre: Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 428. 4. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen belaufen sich auf TEUR 1.008. In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Rückstellungen enthalten, die einen nicht unerheblichen Umfang haben:
5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 0. Zur Sicherung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten erfolgte keine Stellung von Sicherheiten. 6. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren aus einem Ansatz von selbst geschafften immateriellen Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz, einem niedrigeren Ansatz von sonstigen Rückstellungen in der Steuerbilanz (im Vergleich zur Handelsbilanz) sowie der künftigen Nutzung eines steuerlichen Verlustvortrages der Betriebsstätte in Österreich. Für die Ermittlung der Steuern wird ein Steuersatz von 30% (für Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) und für den österreicherischen Verlustvortrag ein Steuersatz von 25% zugrunde gelegt. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt EUR 86.550,86 (VJ EUR 154.739,56). 7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Zum 31. Dezember 2023 bestanden folgende nicht in der Bilanz enthaltenen wesentliche Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB außerhalb eines betriebs- und branchenüblichen Rahmens sind nicht zu verzeichnen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Zinsen und Erträge Hauptposten sind Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 164 und Sachbezüge für die Nutzung von Dienstfahrzeugen in Höhe von TEUR 173. C. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Geschäftsführung Herr Martin Praml, Elektromeister Herr Harald Praml, Dipl.-Ingenieur Herr Harald Wimmer, Vertriebsingenieur Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. 3. Gewinnverwendungsvorschlag Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6.756.611,68 ab. Nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe von EUR 1.742.302,98 verbleibt ein Bilanzgewinn von EUR 8.498.914,66 Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung eingetreten.
Ruderting, 7. Oktober 2024 Martin Praml Harald Praml Harald Wimmer Anlagenspiegel
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlage des Unternehmens Die Wattline GmbH ist ein führendes Dienstleistungsunternehmen am freien Energiemarkt für Gewerbe- und Industriekunden mit über 170 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich. Wattline optimiert den Energieeinkauf, reduziert den Verbrauch und berät seine Kunden in energierelevanten Themen in Verbindung mit Zusatzdienstleistungen. Das Geschäftskonzept der Wattline GmbH besteht aus vier Säulen. Diese vier Säulen werden von ca. 150 zertifizierten Wattline-Vertriebspartnern betreut und an die Kunden getragen. Säule 1 - Energiepool: Im Wattline Energiepool werden die Energiemengen aller Kunden gebündelt. So hat Wattline die Möglichkeit, im Rahmen der Vermittlung von Verträgen deutlich bessere Preise und Konditionen für Strom und Gas zu erzielen als jeder Kunde einzeln es direkt bei den Energieversorgern erreichen kann. Säule 2 - Messstellenbetrieb: Mit den digitalen Stromzählern erhalten die Kunden der Wattline GmbH durch die tagesaktuelle Erfassung ihrer Energiedaten und der anschließenden individuellen Analyse einen exakten Überblick über deren Verbrauch. Säule 3 - Energieeffizienz: Mit dem EnergieEffizienzKonzept bietet Wattline alles aus einer Hand: von der geförderten Energieberatung, der Unterstützung bei der Erlangung von staatlichen Fördermitteln für technische Umsetzungen, der Erstellung einer individuellen und fundierten Entscheidungsvorlage bis hin zur technischen Umsetzung von Energiesparmaßnahmen. Säule 4 - Energie-Zusatz-Service: Wattline durchleuchtet die aktuellen Verbrauchsdaten der Kunden, analysiert das Verbrauchsverhalten, sondiert die aktuelle Energiemarktlage und senkt den Verbrauch. Auch werden die Chancen auf Fördermöglichkeiten geprüft. Im Bereich der Senkung energierelevanter Abgaben, Entgelte und Steuern arbeitet Wattline mit einer Kanzlei zusammen. Seit Februar 2014 ist die Wattline GmbH mit einer Zweigniederlassung in Österreich (5020-Salzburg) vertreten. An diesem Standort arbeiteten im Berichtsjahr durchschnittlich 10 Angestellte. Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.643 (i.Vj. TEUR 1.628) erzielt. B. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliches Umfeld Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft von zahlreichen Herausforderungen und Entwicklungen geprägt. Vor allem die zunehmenden globalen Unsicherheiten und strukturelle Herausforderungen, sowie sich verschlechternde Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. Nach Zahlen des statistischen Bundesamts sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3%, was unter anderem auf schwächere globale Nachfrage, Lieferkettenprobleme und geopolitische Spannungen, insbesondere durch den Ukraine- und Nah-Ost-Konflikt, zurückzuführen ist. Vor allem im ersten Halbjahr 2023 war die deutsche Wirtschaft von einer technischen Rezession betroffen. (Quelle: Statistisches Bundesamtes (Destatis) Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024) Die deutsche Regierung hat im Jahr 2023 verschiedene Konjunkturmaßnahmen eingeleitet, um dem wirtschaftlichen Abschwung entgegen zu wirken. Dazu gehörten gezielte Förderprogramme für Unternehmen in Schlüsselindustrien, Subventionen zur Bewältigung der Energiekrise sowie Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Die Energiepreise blieben durch den Wegfall russischer Gasimporte aber weiterhin ein zentrales Thema, was vor allem energieintensive Industrien belastete. Gleichzeitig wurden Investitionen in erneuerbare Energien und Klimaschutzmaßnahmen verstärkt, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften blieb 2023 eines der drängendsten Probleme in Deutschland. Insbesondere in technischen und handwerklichen Berufen, aber auch in der IT-Branche sowie im Gesundheitswesen zeigte sich eine wachsende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Unternehmen hatten Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen, was das Wirtschaftswachstum und die Innovationsfähigkeit hemmte. Um dem entgegenzuwirken, wurden Maßnahmen wie die erleichterte Zuwanderung von Fachkräften und verstärkte Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme eingeführt. Der Dienstleistungssektor in Deutschland entwickelte sich trotz der allgemeinen Schwäche relativ stabil. Besonders in den Bereichen Gesundheit, Bildung und IT-Dienstleistungen gab es weiterhin Wachstum. Die Digitalisierung und der Ausbau digitaler Infrastrukturen trugen dazu bei, dass sich der Sektor als relativ widerstandsfähig gegenüber externen Schocks erwies. Das Hotel- und Gastgewerbe erholte sich nach den schweren Einbrüchen der letzten Jahre langsam. Vor allem der inländische Tourismus nahm 2023 wieder Fahrt auf, doch der Besuch internationaler Touristen blieb noch unter dem Vor-Pandemie-Niveau. Steigende Betriebskosten und Fachkräftemangel stellten auch in diesem Bereich weiterhin Herausforderungen für die Branche dar. Das Baugewerbe war 2023 stark von den gestiegenen Material- und Energiepreisen sowie der Steigerung der Zinsen betroffen. Dies führte zu einer Verlangsamung der Bauaktivität, insbesondere im privaten Wohnungsbau. Gleichzeitig investierte die öffentliche Hand weiterhin in den Ausbau der Infrastruktur, was den Sektor stabilisierte. Der Fachkräftemangel machte sich auch im Bauwesen stark bemerkbar. Der IT-Sektor blieb ein Wachstumstreiber in der deutschen Wirtschaft. Die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Cybersicherheit stieg weiter an. Allerdings verschärfte sich auch hier der Fachkräftemangel, was die Wachstumsdynamik in einigen Bereichen bremste. Zusammenfassend kann man feststellen, dass aktuell einige Herausforderungen in bestimmten Bereichen der deutschen Wirtschaft bestehen und gelöst werden müssen. Insgesamt bleibt Deutschland trotz der aktuellen Herausforderungen eine stabile Volkswirtschaft. Allerdings stehen nachhaltiges Wachstum und Stabilität stark im Fokus, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand zu sichern. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 wurde bzgl. des Energiemarktes in Deutschland von einigen Herausforderungen und strukturellen Veränderungen maßgeblich beeinflusst. Allen voran ist hier die Abschaltung des letzten Kernkraftwerkes Mitte April 2023 sowie das weitere Vorantreiben des Ausbaus erneuerbarer Energien zu erwähnen. Weiterhin fand in 2023 verstärkt ein Wechsel bei der Stromerzeugung von Stein- und Braunkohlekraftwerken hin zu Gaskraftwerken statt. 2023 wurde erstmals mehr als die Häfte des des produzierten Stroms aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt. Die Quote lag bei 56%, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 6,7% entspricht. Bei den erneuerbaren Energieträgern hatte die Erzeugung durch Windkraft mit 31% an der Gesamtstromerzeugung den größten Anteil. Der Anteil von Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen betrug 2023 11,9%. (Quelle: Statistisches Bundesamtes (Destatis) Pressemitteilung Nr. 087 vom 07. März 2024) Der Primärenergieverbauch (Energie aus Kohle, Erdöl, Erdgas, Wind-, Solar- und Wasserkraft sowie Kernenergie) ist 2023 im Vergleich zu 2022 gesunken. Der Rückgang des Energieverbrauchs ist hauptsächlich auf die Schwache konjukturelle Entwicklung, den immer noch im Vergleich zu 2021 hohen Energiepreisen sowie einer leicht wärmeren Witterung zurückzuführen. Der Primärenegieverbrauch in Deutschland reduzierte sich gegenüber 2022 um 8,1%. Wie schon in 2022 setzt sich auch bei der Bruttostromerzeugung die rückläufige Tendenz in 2023 fort. Waren es in 2022 noch 569,1,0 Mrd. kWh ging die Produktion in 2023 auf 509,2 Mrd. kWh zurück. Dies entspricht einer Reduktion von 10,5%. Trotz des Rückgangs ist 2023 eine größere Verschiebung in der Stromerzeugung weg von konventioneller Erzeugung hin zu erneuerbaren Energien zu sehen. (Quelle: BDEW - Die Energieversorgung 2023 vom 31. Mai 2024) Bei der Preisentwicklung für Strom zeigte sich nach der extremen Steigerung 2022, ausgelöst durch durch den Ukrainekrieg in 2023 eine deutliche Entspannung. Der durchschnittliche Großhandelsstrompreis sank 2023 auf 95,18 €/MWh (2022: 235,45 €/MWh), was fast dem Niveau von 2021 entsprach. (Quelle: Bundesnetzagentur - Pressemitteilung 02.Januar.2024 - Der Strommarkt im Jahr 2023) Auch die Großhandelspreise für Erdgas gingen im Laufe des Jahres 2023 zurück auf ein Niveau von 30 € - 40 € pro MWh. Sie liegen somit unter dem Schnitt der Jahre 2021 und 2022, aber noch weit über dem Vorkrisenniveau. Obwohl die Großhandelspreise für Strom und Gas in 2023 stark zurück gingen, sind die Preise für die privaten Haushalte gestiegen. Strom für Haushaltskunden war 2023 um ca. 26% teurer als im Jahr 2022. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in den langfristigen Einkaufsstrategien der Energieversorger. Sinkende aber auch steigende Großhandlespreise machen sich daher erst zeitverzögrt beim Endverbraucher bemerkbar. (Quelle: Zukunft Gas - Die Stimme der Gas- und Wasserstoffwirtschaft) Bei der Entwicklung der Strom- und Gaspreise im Jahr 2024 ist zwischen den privaten Haushalten und Nicht-Haushaltskunden zu unterscheiden. Im ersten Halbjahr 2024 stiegen für die privaten Haushalte im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023 die Gaspreise um 4%, während die Strompreise leicht um 1,7% sanken. Für private Erdgaskunden sorgte der ab dem 1. Januar 2024 erhöhte Preis für CO 2 -Zertifikate und die ab April 2024 wieder zu dem normalen Steuersatz zurückgekehrte Umsatzsteuer für einen Anstieg der Preise. Bei Nicht-Haushaltskunden (Unternehmen, Behörden) reduzierte sich der Erdgaspreis im ersten Halbjahr 2024 verglichen zum zweiten Halbjahr 2023 um 10,3%. Bei Strom fiel die Reduktion mit 3% etwas geringer aus. Bei den privaten Haushalten machten sich die in 2023 und 2024 gesunkenen Großhandelspreise noch nicht spürbar bemerkbar. (Quelle: Statistisches Bundesamtes (Destatis) Pressemitteilung Nr. 375 vom 30. September 2024) Eine branchenbezogene Entwicklung im B-to-B - Maklergeschäft, in dem die Wattline GmbH tätig ist, kann aufgrund nicht veröffentlichter bzw. abrufbarer Daten nicht dargestellt werden. 3. Geschäftsverlauf Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023 betrug TEUR 36.696 (i.Vj. TEUR 20.138). Im Vergleich zum Jahr 2022, welches ausgelöst durch den Ukrainekrieg von sehr großer Unsicherheit und Volatilität am Energiemarkt bzw. kaum kalkulierbaren Risiken für die Energieversorger geprägt war, entspannte sich die Lage am Energiemarkt im Laufe des Jahres 2023. Die wattline verzeichnete 2023 in den Kerngeschäftsfeldern Energiepool und Messstellenbetrieb einen sehr guten Auftragseingang und konnte somit den positiven Trend aus 2022 fortsetzen. Die weiterhin zunehmenden geopolitischen Spannungen und deren potenziellen negativen Auswirkungen auf die Energiemärkte, sowie das hohe Energiepreisniveau führten zu einer stark gestiegenen Nachfrage der von wattline angebotenen Dienstleistungen. Weiterhin konnten Abschlüsse von Energielieferverträgen, welche in 2022 aufgrund der Situation am Energiemarkt nicht durchgeführt werden konnten, in 2023 nachgeholt werden. Die deutlich verbesserte Vertragsabschluss- bzw. Annahmequote bei den Energieversorgern in 2023 und das stabile Bestandskundengeschäft im Bereich Energiepool spiegeln sich in der starken Steigerung der Gesamtleistung 2023 wider. Zusätzlich trugen die durchgeführten Investitionen und weitere Kundenzuwächse im Bereich Messstellenbetrieb positiv zur Umsatzentwicklung 2023 bei. Vor allem die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die professionelle Begleitung unserer Kunden in sehr schwierigen Marktsituationen zeichnet die wattline aus und ist das Fundament für ein stetiges und nachhaltiges Wachstum sowie der Kundenbindung. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der wattline durchschnittlich 169 Mitarbeiter beschäftigt. Neben der externen Rekrutierung von qualifizierten Fach- und Führungskräften ist der Fokus auf den Aufbau und die Weiterentwicklung von Führungskräften im eigenen Hause gerichtet. Weiterhin steht die individuelle, interne und externe Personalförderung bzw. -Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter im Vordergrund. Das Angebot von Ausbildungsplätzen mit einer späteren Übernahmeperspektive ist ein weiterer wichtiger Baustein der Wattline - Personalpolitik. Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich 4,5 Auszubildende beschäftigt. Beschaffungs- und Investitionsbereich Die Investitionssumme im Bereich des Anlagevermögens (Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 5.673 (i.Vj. TEUR 4.863) Der überwiegende Teil der Investitionen floss in den strategischen Ausbau des Messstellenbetriebs. Die restlichen Investitionen fanden hauptsächlich in den Bereichen IT-Infrastruktur, Software und Lizenzen statt. 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf durch die Unternehmensleitung Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 wird von der Unternehmensleitung insgesamt als sehr zufriedenstellend bewertet. Neben der Verbesserung der Situation am Energiemarkt und der daduch deutlich gestiegenen Abschlusszahlen trug die positive Entwicklung beim Neukundenwachstum in den Bereichen Energiepool und Messstellenbetrieb zu einer deutlichen Steigerung des Jahresüberschuss in 2023 bei. Die in 2022 begonnenen Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung unserer operativen Geschäftsprozesse wurden im Laufe des Jahres 2023 stetig optimiert. Weitere bis dato manuelle Kernprozesse entlang der Wertschöpfungskette konnten vereinfacht und automatisiert werden, was zu einer spürbaren Verbesserung in der Interaktion mit unseren Kunden und Geschäftspartnern führte. Auf die kontinuierliche Weiterentwicklung bzgl. der Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette liegt auch in 2024 ein Hauptaugenmerk. Zusätzlicher Fokus lag in 2023 und wird weiter in 2024 auf dem strukturellen und strategischen Ausbau des Messstellenbetriebs liegen. Um die mittel- und langfristigen strategischen Wachstumsziele zu erreichen, stand 2023 die stetige Fortbildung unserer Mitarbeiter ebenso wie der Aufbau neuer qualifizierter Mitarbeiter im Vordergrund. Die Gewinnung, Bindung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern stellen für die Geschäftsführung die Grundlage zur Erreichung der strategischen Ziele in den nächsten Jahren da. C. Darstellung der Lage Ertragslage Die wattline konnte im Geschäftsjahr 2023 ihren Jahresüberschuss deutlich gegenüber 2022 steigern. Dies ist vor allem auf die gestiegene Zahl an Energievertragsabschlüssen, verbesserte Annahmequoten bei Neukunden durch die Energieversorger und das positive Wachstum im Messstellenbetrieb zurückzuführen. Die Gesamtleistung im Jahr 2023 betrug TEUR 36.696, was einer Steigerung von TEUR 16.558 gegenüber dem Vorjahr entspricht (i.Vj. TEUR 20.138). Der Zuwachs ist primär auf die stark gestiegenen Abschlusszahlen (inkl. Aufholeffekte aus nicht in 2022 vermittelbaren Abschlüssen) und wieder deutlich verbesserten Abschlussquoten bei Neukunden bei der Vermittlung von Energielieferverträgen zurückzuführen. Bei den Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen ist im Jahr 2023 ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Diese beinhalten zum überwiegenden Teil die Bestands- und Vermittlungsprovisionen der wattline Vertriebspartner und zu einem kleineren Teil Materialaufwendungen für den Messstellenbetrieb. Die Provisionen stiegen im Jahr 2023 auf TEUR 2.661 (i.Vj. TEUR 2.418), was auch die positive Entwicklung des Vertriebseingangs in den Bereichen Energiepool und Messstellenbetrieb im Vergleich zum Vorjahr widerspiegelt. Der Rohergebnis konnte somit im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 91% auf TEUR 34.071 gesteigert werden. Die gesamten Personalaufwendungen für das Jahr 2023 betrugen TEUR 15.210 im Vergleich zu TEUR 9.620 im Jahr 2022. Der Anstieg ist durch folgende Faktoren bedingt. Im Vergleich zu 2022 sind im Jahresschnitt 2023 21,5 Mitarbeiter, überwiegend Fach- und Führungspersonal mehr beschäftigt. Auf Grund des positiven Ergebnisses in 2023 stiegen auch die vom Ergebnis abhängigen, variablen Vergütungen. Zusätzlich ist in den Personalkosten 2023 ist ein negativer Effekt in Form einer Zuführung zu den Personalkostenrückstellungen, insbesondere für Personalkosten für die Nachbetreuung von abgeschlossenen Energielieferverträgen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen überwiegend Vertriebskosten, Werbekosten und Kosten für externe Dienstleister sowie Rechts- und Beratungskosten. Im Vergleich zu 2022 stiegen diese Kosten im Jahr 2023 um TEUR 1.879. Dies ist vor allem auf externe Dienstleistungen und Lizenzkosten im Zuge der Digitalisierungs- und Optimierungsmaßnahmen zurückzuführen. Aufgrund der gesteigerten Vertriebsaktivitäten stiegen auch die Kosten zur Neukundengenerierung sowie Reisekosten, Fuhrpark- und die sonstigen Werbekosten. Die Abschreibungen betrugen 2023 TEUR 2.339 und sind somit um TEUR 427 gegenüber 2022 gestiegen. Dies ist primär auf die Investitionen im Bereich Messstellenbetrieb zurückzuführen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen in Summe TEUR 2.572 (i.Vj. TEUR 232). Der Jahresüberschuss nach sonstigen Steuern betrug 2023 TEUR 6.757 (i.Vj. TEUR 697). Finanzlage Der operative Geschäftsbetrieb sowie die getätigten Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen wurden 2023 aus dem operativ erwirtschafteten Cash Flow finanziert. Gewährte Gesellschafterdarlehen wurden 2023 vollständig getilgt. Eine in 2022 in Anspruch genomme Kontokorrentkreditlinie wurde 2023 vollständig ausgeglichen, steht aber weiterhin als operatives Finanzierungsmittel zur Verfügung. Durch eine rollierende Liquiditätsplanung- und steuerung erfolgt ein regelmäßiges Monitoring des Finanzierungsbedarf, womit die Finanzierung des operativen Geschäfts und der startegischen Investitionen zu jeder Zeit gewährleistet war und ist. Das im Jahr 2018 als Liquiditätsreserve für geplante Investitionsvorhaben im Bereich Messstellenbetrieb aufgenommene Darlehen wurde im Jahr 2023 komplett zurückgeführt (Stand 2022: TEUR 313) . Hauptschwerpunkt in der Investitionstätigkeit lag im Berichtsjahr weiterhin auf dem kontinuierlichen Ausbau des Messstellenbetriebs inkl. der SAP - Softwareeinführung sowie in der Personalentwicklung und in der weiteren Optimierung und Digitalisierung von operativen Prozessen und IT-Strukturen. Um das zukünftige Wachstum im Bereich des Messstellenbetriebs nachhaltig und langfristig zu finanzieren, wurde ein Sale-and-Lease Back Modell für einen Teil der im wattline Bestand befindlichen Messzähler eingeführt. Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft bzw. die Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen war und ist auf Grund der verschiedenen Finanzierungsmittel und des sehr guten operativen Cash Flows zu jeder Zeit gegeben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 2023 TEUR 4.199. Diese sind durch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 5.589 zu 133% gedeckt. Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug 2023 TEUR 23.772 (i.Vj. TEUR 16.931). Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf Anstiege im Anlagevermögen, bei den Forderungen sowie bei den liquiden Mitteln zurückzuführen. Der Zuwachs bei den liquiden Mitteln resultiert aus dem positiven operativen Cash Flow 2023. Auf der Passivseite spiegelt sich die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen in der positiven Entwicklung des Eigenkapitals wider. Die gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Umlaufvermögen beliefen sich zum Bilanzstichtag 2023 auf TEUR 4.958 (i.Vj. TEUR 1.704). Die liquiden Mittel hatten per Ende Dezember 2023 einen Stand von TEUR 3.513 (i.Vj. TEUR 282) und somit einen Anteil von 14,8% (i.Vj. 1,7%) der Bilanzsumme. Das Stammkapital der Wattline GmbH betrug wie im Vorjahr TEUR 35. Der erzielte Jahresüberschuss, der als Gewinnvortrag theasauriert wurde sowie der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr inkl. dem Stammkapital führten zu einem Eigenkapitalausweis 2023 in Höhe von TEUR 8.534 aufweisen (i.Vj. TEUR 1.777). Die gesamte Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2023 35,9% (i.Vj. 10,5%). Die sonstigen Rückstellungen stiegen von TEUR 5.032 auf TEUR 10.008 in 2023 und haben somit einen Anteil von 42,1% (i.Vj. 29,7%) an der Bilanzsumme. Einerseits erhöhten sich die Rückstellungen für Personalkosten aufgrund gestiegener variablen Vergütungen, andererseits wurden aufgrund der gestiegenen Abschlüsse und erzielten Erlöse in 2023 die Rückstellungen für die Nachbetreuung unserer Kunden sowie die Rückstellung für potenzielle Provisionsrückforderungsansprüche seitens unseren Geschäftspartnern nach oben angepasst. Die Steuerrückstellungen 2023 betrugen TEUR 1.008 (i.Vj. TEUR 1.087). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Berichtsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 auf TEUR 0 reduziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in 2023 mit TEUR 1.996 auf dem Niveau von 2022 (TEUR 2.003) verblieben. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich gering von TEUR 1.580 auf TEUR 1.974 im Jahr 2023, hauptsächlich ausgelöst durch Verbindlichkeiten aus Löhne, Gehälter und Sozialabgaben. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Die Geschäftsführung bewertet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023, vor allem nach den Turbulenzen und Herausforderungen am Energiemarkt ausgelöst durch die Ukrainekrise in 2022 als sehr positiv. D. Risiko- und Chancenbericht 1. Risiko- und Chancenmanagementsystem Für die strategische und langfristige Unternehmensentwicklung findet ein regelmäßiger Austausch zwischen der Geschäftsleitung und dem Unternehmensbereich "Digitalisierung und strategische Unternehmensentwicklung" statt. Dabei werden zukünftige Trends, Marktänderungen und Marktchancen analisiert und mögliche strategische Maßnahmen diesbezüglich erörtert. Für die kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung werden u.a. folgende Steuerungs- und Controllinginstrumente eingesetzt.
Mit Hilfe dieser Instrumente erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Istzahlen mit den Planzahlen sowie die Erstellung innerjährlicher kaufmännischer Ergebnis Forecasts. Dadurch werden etwaige vertriebliche, finanzielle oder sonstige wirtschaftliche Risiken frühzeitig erkannt und mit der Geschäftsführung besprochen, um zeitnah Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die Wattline GmbH verwendet keine Finanzierungsinstrumente für Sicherungsgeschäfte. Bilanziell wird den sich ergebenden Risiken aus der Vertriebstätigkeit durch die Rückstellung für Nachbetreuungsleistungen in ausreichender Höhe Rechnung getragen. Analog zur Risikoerfassung werden Chancen im Absatzmarkt und Beschaffungsmarkt in gleichem Maße fortlaufend erfasst und bewertet. 2. Einzelrisiken und Chancen Das Jahr 2022 zeigte, dass durch externe Schocks (Ukrainekrise) extreme Volatilitäten auf dem Energiemarkt mit Auswirkungen auf alle Marktteilnehmer entstehen können. Ein steigender Energiebedarf in Verbindung mit sehr großen Preissteigerungen führt bei den Zielgruppenkunden der Wattline GmbH zu einem immer stärker werdenden Kostendruck. Andererseits können solche Volatilitäten und Energiepreissteigerungen auch auf der Lieferantenseite bei den Energieversorgungsunternehmen zu finanziellen und versorgungstechnischen Schwierigkeiten führen. Die Notwendigkeit, Energiekosten zu sparen bzw. Energiebezugspreise ständig zu optimieren, wird für unsere Kunden immer wichtiger. Dieses Bedürfniss konnte die Wattline GmbH für ihre Kunden erfüllen und somit in 2023 für ein weiteres Wachstum im Kundenportfolio in Form eines gesteigerten Auftragseingang sorgen. Die Wattline GmbH zielt mit ihrer Erfahrung und Kompetenz im Energiesektor, der sorgfältigen Auswahl von Energieversorgern und vor allem mit ihrer im Energiepool gebündelten Energiemenge genau auf diese Bedürfnisse der Kunden ab. Leistungswirtschaftliche Risiken: Das Hauptrisiko für die Wattline GmbH besteht im Nichtzustandekommen eines Energieliefervertrags zwischen einem Energieversorger und dem von der Wattline GmbH vermittelten Kunden. Ein Grund kann die Stornierung des Vertrages vor Lieferbeginn durch den Kunden selbst sein. Ebenso besteht die Gefahr, dass der vermittelte Kunde bestimmte Annahmekriterien des Energieversorgers nicht erfüllt und dieser den Vertrag ablehnt. Weiterhin besteht das Risiko, dass Energieversorger vor allem in volatilen Marktsituation keine Preisangebote abgeben können. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Energieversorger durch einen extremen Energiepreisanstieg in finanzielle Schwierigkeiten kommen können. Diesen Risiken wird mit einer qualitätsbewussten Auswahl von Lieferanten und mit einer breiten Diversifikation in unserem Lieferantenportfolio durch das Wattline-Lieferantenmanagement entgegengewirkt. Weiterhin erfolgt eine regelmäßige enge Abstimmung zwischen Wattline und seinen Lieferanten auch und vor allem in Bezug die Markteinschätzung. Auf der Kundenseite erfolgt durch einen effizienten Kundenservice mit unserem qualifizierten Personal ein intensiver Nachbetreuungs- und Kontrollprozess, um den Kunden ganzheitlich in allen Phasen der Mitgliedschaft in der Wattline- Einkaufsgemeinschaft zu begleiten. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die Wattline GmbH verfolgt eine sehr risikoarme Finanzierungspolitik und benutzt keine Finanzinstrumente, aus denen sich besondere Risiken ergeben könnten. Vorhandene Liquiditätsüberschüsse werden risikolos bei den Hausbanken angelegt. Dem Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begegnen wir durch ein qualifiziertes Debitorenmanagement und Mahnwesen. Soweit für Forderungen ein Ausfallrisiko besteht und nicht mehr einbringbar sind, werden diese entsprechend wertberichtigt. Liquiditätsrisiko: Die Finanzierung und Liquiditätssteuerung der Wattline GmbH wird über verschiede Ressourcen gesteuert. Neben dem operativ erwirtschafteten Cash Flow ist zur Liquiditätssteuerung auch eine Kontokorrentlinie eingeräumt. Diese wurde per 31.12.2023 nicht in Anspruch genommen. Ein weiterer neuer Baustein im Liquiditätsportfolio der wattline ist die Finanzierung im Bereich Messstellenbetrieb über ein Sale-and-Lease-Back Modell. Diese Bandbreite an Finanzierungsmöglichkeiten bietet ausreichend Liquidität für die finanziellen Verpflichtungen des laufenden Geschäftsbetrieb sowie zur Durchführung von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen. Rechtliche Risiken: Rechtliche Risiken mit unseren Geschäftspartnern können entlang der gesamten Prozesskette des Wattline Geschäftsmodells entstehen. Diesen Risiken wird bei der Neugestaltung bzw. Änderungen von Geschäftsprozessen durch die rechtliche Konsultierung von externen Fachleuten entgegengewirkt. Bestehende Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und weitere rechtliche Risiken sind im Jahresabschluss ausreichend berücksichtigt. Personal: Sehr gut ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter ist der wichtigste Baustein für das weitere geplante Wachstum und Ausbau des Wattline Geschäftsmodells. Die stetige Aus- und Weiterentwicklung der Mitarbeiter, sowie intellegente und kreative Recruitingmaßnahemen sind integraler Bestandteil der Personalpolitik. Ein Risiko besteht in der momentanen Situation am Arbeitsmarkt, speziell bei der Suche nach ausgebildeten Fachkräften. Um immer wieder geeignete Kandidaten zu finden und Wattline als attraktiven Arbeitgeber in der Region zu präsentieren, wird regelmäßig an Recruitingmessen teilgenommen, Praktika angeboten und die Rahmenbedingungen auf Marktkonformität überprüft und angepasst. Informationstechnik: Störungen in unserem IT System sowie Cyberattacken können Auswirkungen auf die Abläufe unserer Geschäftsprozesse mit negativen wirtschaftlichen Folgen haben. Unser IT-System ist gegen unberechtigte Zugriffe von außen abgesichert. Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen Stresstests bzgl. unserer IT-Systeme- und Sicherheit in Zusammenarbeit mit externen IT-Firmen durchgeführt. Die Sicherheit der Datenbanken wird durch ein System zur Spiegelung der Daten in kurzen Intervallen an gesicherten Standorten gewährleistet. Die Wattline GmbH hat eine Cyberrisk-Versicherung abgeschlossen. Dadurch werden finanzielle Risiken durch einen möglichen Cyberangriff erheblich reduziert. Derzeit sind keine den Fortbestand der Wattline GmbH gefährdende Risiken erkennbar. Künftige Chancen ergeben sich für die Wattline GmbH aus der Weiterentwicklung und dem stetigem Ausbau zusätzlicher Geschäftsfelder (z.B. Messstellenbetrieb und Elektromobilität) sowie aus der weiteren Digitalisierung von Geschäftsprozessen im Vertriebs- und Beschaffungsbereich. Zusätzlich werden strategische Wachstumsthemen in der Geschäftsleitung analysiert, bewertet und auf Machbarkeit geprüft. E. Prognosebericht Die ersten drei Quartale 2024 zeigen einen stabilen Auftragseingang. Durch die kontinuierlichen, gezielt eingesetzten Vertriebssteuerungsaktivitäten gehen wir auch für Q4 2024 von einem gleichbleibend guten Absatz aus. Bei der Anzahl von Energieliefervertragsabschlüssen im Kerngeschäft Energiepoolauftrag planen wir fürs Jahr 2024 von eine leichte Steigerung im Vergleich zu 2023. Unter anderem auch dadurch bedingt, dass sich die Annahmequoten für Abschlüsse bei Neukunden bei den Energieversorgungsunternehmen positiv entwickeln. Wir erwarten ein robustes Bestandskundengeschäft, ein zu 2023 vergleichbares Margenniveau bei den zu tätigenden Abschlüssen sowie eine Normalisierung bei den Vertragsbschlussquoten und Vertragslaufzeiten bei den Energieversorgern. Im Geschäftsfeld Messstellenbetrieb prognostizieren wir für 2024 ein weiteres Kundenwachstum, welches sich in den ersten Quartalen 2024 bereits widerspiegelt. Aufgrund des Neukundenwachstums und des stabilen Bestandskundengeschäfts gehen wir für 2024 von einem Umsatzwachstum im Geschäftsfeld Messstellenbetrieb von ca. 20% - 25% aus. Infolge der positiven Entwicklung in den beiden Kerngeschäftsfeldern erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtumsatzsteigerung gegenüber 2023 von ca. 7% - 10%. Im Kostenbereich gehen wir aufgrund der geplanten Vertriebsaktivitäten 2024 von einer Steigerung für die Vermittlungsprovisionen und die Verkaufschancengenerierung aus. Die weiteren Gemeinkostenblöcke werden inflationsbedingt mit einem leichten Anstieg gegenüber 2023 geplant. Für die fortschreitenden Digitalisierungthemen und Softwareprojekte werden für 2024 separate Kostenbudgets veranschlagt. Für die angestrebte Wachstumsstrategie sind zusätzliche Mitarbeiter und somit Personalkosten in den verschiedensten Bereichen der wattline für 2024 eingeplant. Die Geschäftsleitung erwartet daher für 2024 ein Ergebnis nach Steuern, welches dem Niveau von 2023 entspricht oder sogar leicht darüber liegen kann.
Ruderting, den 7. Oktober 2024 Wattline GmbH gez. Martin Praml gez. Harald Praml gez. Harald Wimmer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wattline GmbH, Ruderting Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Wattline GmbH, Ruderting, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Wattline GmbH, Ruderting für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Oberviechtach, den 7. Oktober 2024 Christian Schneider, Wirtschaftsprüfer |
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