List Bau Bielefeld GmbHLiquidiert

33699 Bielefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 40065
Eingetragen
26.8.2010
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist die Planung und Durchführung von Bauvorhaben jeglicher Art. 2. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar dem Gegenstand ihres Unternehmens gemäß vorstehender Ziff. 1 zu dienen geeignet sind. Sie ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen und solche Beteiligungen zu veräußern.

Historie

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Management

NameRolle
René Konrad
seit 26.2.2020
Geschäftsführer
Ansgar Brinker
seit 20.3.2019
Prokura
Stephan Langer
seit 5.11.2018
Prokura
Andreas Brockhaus
seit 15.5.2018
Geschäftsführer
Matthias Wilhelm
seit 10.5.2016
Prokura
Prokura
Markus Figenser
seit 14.12.2012
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

List Bau Bielefeld GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

I. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Als Generalunternehmer für die Bereiche gewerbliche und öffentliche Immobilien verbindet die List Bau Bielefeld GmbH die Leistungsabläufe auf der Baustelle zu einem einheitlichen Produktionsprozess und sorgt für die fachliche und terminliche Integration von Planungsergebnissen und Kundenwünschen. Im Einklang mit unserem Verständnis von Qualität und Zuverlässigkeit legen wir dabei großen Wert auf die Auswahl unserer Nachunternehmer und Lieferanten. Zur Gewährleistung dieser Standards kontrollieren unsere Projektleiter, Bauleiter und Baustellenleiter die Abläufe und Ergebnisse vor Ort. Die Immobilienprojekte werden bisher so gut wie ausschließlich in Deutschland umgesetzt, wobei die Kunden z.T. aus dem Ausland stammen.

Neben dem Unternehmenssitz in Bielefeld unterhält die Gesellschaft keine weiteren Standorte. Forschung und Entwicklung im Sinne des § 255 Abs. 2a HGB betreibt sie nicht. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Branchenentwicklung und Geschäftsverlauf

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Konjunktur in Deutschland verlor im Kalenderjahr 2018 spürbar an Wachstumsdynamik. Zwar blieb die deutsche Konjunktur das neunte Jahr in Folge auf Wachstumskurs. Das BIP-Wachstums betrugt allerdings nur noch 1,5 % gegenüber 2,2 % im Vorjahr. Dabei steuerte das erste Halbjahr deutlich mehr zum erreichten Gesamtwachstum bei als das zweite Halbjahr. Trotz des Wachstumsrückgangs zog der Beschäftigungsstand (sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse) weiter an und baute damit die im Vorjahr erreichten Höchststände weiter aus. Gleichzeitig waren weitere spürbare Steigerungen der Löhne und Gehälter zu verzeichnen. Maßgeblich getragen war die wirtschaftliche Entwicklung vom privaten Konsum und von der Bauwirtschaft. Der Export leistete zwar auch in 2018 einen Wachstumsbeitrag, gleich-

wohl in geringerem Umfang als in früheren Jahren. Anhaltend auf niedrigem Niveau blieb weiterhin die Inflation, die deutlich hinter dem Inflationsziel der EZB zurückblieb. Auch das Zinsniveau verharrte zumindest in Deutschland und Europa weiter auf historisch niedrigem Niveau.

b) Branchenentwicklung

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist nach einer Prognose des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 11,0 % auf Mrd. € 126,5 gestiegen. Dabei verbucht der Wohnungsbau einen Umsatz von Mrd. € 46,7 (+11,7 %) und der Wirtschaftsbau von Mrd. € 45,2 (+12,5 %). Das erreichte Wachstum hat nicht zuletzt auf Basis eines fulminanten Schlussquartals auch den eigenen Forecast des ZDB aus dem Dezember 2018 erheblich übertroffen. Dies belegt zum einen die sehr gute aktuelle Konjunkturlage im Bau. Zum anderen spiegelt das Umsatzwachstum auch eine aus Sicht der Unternehmen sehr erfreuliche Preissteigerung wieder. So konnte die Steigerung des Umsatzvolumens mit 5,5 % durch Preiserhöhungen realisiert werden. Im Übrigen beruht sie auf einer mengenmäßigen Ausweitung des Bauvolumens. Den Bauunternehmen gelingt es durch die hohe Nachfrage, die Risiken des Baugeschäfts angemessener einzupreisen. Kostenseitig sind die Preise für Baustoffe sowie Personalkosten um jeweils 5 % bis 6 % gestiegen.

Gestützt wird die derzeit außergewöhnliche Baukonjunktur unverändert durch das Niedrigzinsumfeld sowie die gesamtwirtschaftlich gute Konjunktur der letzten Jahre, die nicht zuletzt den Unternehmen Investitionen in Gewerbeimmobilien ermöglicht.

c) Geschäftsverlauf

Im Rahmen der noch im Jahr 2017 aufgrund des nicht zufriedenstellenden Geschäftsergebnisses 2017 eingeleiteten Restrukturierung konnte bereits für das Geschäftsjahr 2018 und damit ein Jahr früher als geplant wieder ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden. Dies ist eine aus Sicht der Geschäftsführung sehr erfreuliche und die Planungen übererfüllende Entwicklung. Wenngleich das positive Jahresergebnis durch einen Sondereffekt (siehe nachfolgend) begünstigt ist, ohne den nochmals ein Fehlbetrag angefallen wäre.

Insgesamt wurden diverse Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt, welche zu einer signifikanten Verbesserung der Profitabilität der Gesellschaft geführt haben und weiter führen sollen. Dies umfasste auch personelle Maßnahmen auf der ersten und zweiten Management-Ebene.

Nachdem Dirk Rehaag, Vorstand der List AG, im September 2017 kommissarisch die Geschäftsführung übernommen hatte, konnte mit Andreas Brockhaus ab Mai 2018 eine kompetente und nachhaltige Besetzung der Geschäftsführung vorgenommen werden. Hiermit wird zugleich die Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft List Bau Nordhorn GmbH & Co. KG, deren Geschäftsführer Herr Brockhaus ebenfalls ist, gestärkt. Von der Schwestergesellschaft adaptieren konnte die Gesellschaft bereits einen Prozess zur zielgenaueren Akquisition von Projekten, wobei zum einen den Kompetenzen der Mitarbeiter/Innen besser entsprochen werden und zum anderen perspektivisch der Stammkundenanteil erhöht werden soll. Ebenso wurden Umstrukturierungen auf der zweiten Managementebene verbunden mit einer Prozessoptimierung innerhalb der Organisation umgesetzt. Die Gesellschaft musste sich auch von Mitarbeitern/Innen trennen, deren Kompetenzprofil nicht in ausreichendem Maße der zukünftigen Ausrichtung der List Bau Bielefeld GmbH passt. Dies konnte ohne größere Belastungen für die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 erreicht werden und neue Mitarbeiter konnten bereits gefunden werden.

Ein zentraler Erfolg der bisherigen Restrukturierung war die Erarbeitung und weitgehende Umsetzung von Lösungen für die kritischen Bestandsprojekte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt sieben Projekte und damit mehr Projekte als geplant fertiggestellt. Per 31.12.2018 waren darüber hinaus sieben Projekte in der Erstellungsphase, von denen sechs im Geschäftsjahr 2019 fertiggestellt werden sollen. Im Geschäftsjahr 2018 wurde aufgrund der vorgenannten Umstrukturierungen lediglich eine Bauleistung von Mio. € 34,0 nach Mio. € 62,1 im Vorjahr erreicht. Ein Auftragsbestand i.H.v. rund Mio. € 83,0 wird in das Geschäftsjahr 2019 und 2020 übernommen. Ab 2019 wird die Neuausrichtung weitestgehend abgeschlossen sein, so dass die List Bau Bielefeld GmbH in einem voraussichtlichen noch immer sehr günstigen Marktumfeld Projekte akquirieren und bearbeiten kann, die die anzustrebende Betriebsleistung von ca. Mio. € 50,0 bis Mio. € 60,0 sicherstellen und mit stabilen Projektergebnissen ein gutes Betriebsergebnis ermöglichen sollen.

Im Berichtsjahr 2018 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von T€ 29 getätigt, die in die Betriebs- und Geschäftsausstattung geflossen sind.

Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt in der Regel über Kundenanzahlungen. Es bestehen Avallinien von Mio. € 33,7 bei Kreditversicherungen und Banken, die mit Mio. € 24,3 am Abschlussstichtag Anspruch genommen wurden. Besondere Finanzierungsmaßnahme sind im Geschäftsjahr 2018 nicht erfolgt, das Unternehmen ist aus Sicht der Geschäftsführung stabil finanziert.

Der Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 38 Mitarbeiter (Vorjahr: 37).

III. Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Im Geschäftsjahr vom 01.01.-31.12.2018 konnten Umsatzerlöse von Mio. € 41,5 (Vorjahr: Mio. € 74,7) sowie eine Gesamtleistung von Mio. € 34,0 (Vorjahr: Mio. € 62,1) realisiert werden. Hintergrund der Entwicklung ist die bereits erläuterte Restrukturierung. Die deutliche Reduzierung der Materialeinsatzquote auf nun 85,3 % erklärt sich ebenfalls hieraus. So sind nicht erneut Sonderbelastungen und Budgetüberschreitungen aus den Projekten angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Form der Auflösung von in Vorjahren gebildeten und nun nicht benötigten Wertberichtigungen auf Kundenforderungen und der Auflösungen von Rückstellungen Sondererträge in hoher sechsstelliger Größenordnung.

Die Personalkosten sind von Mio. € 3,7 auf Mio. € 3,2 gesunken. Hintergrund der Reduktion sind geringere Kosten für die Geschäftsführung (zeitweise externe Besetzung) sowie im Vorjahr angefallen Kosten für die Freisetzung von Mitarbeitern.

Von nur geringer Bedeutung für die Gesellschaft sind die Abschreibungen. Leicht gegenüber dem Vorjahr auf nun Mio. € 2,6 gestiegen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Als Hintergrund der Entwicklung sind hier erhöhte Beratungskosten sowie die Kosten der interimistischen Geschäftsführung zu nennen.

Abzüglich der Ertragssteuerbelastung wurde ein Jahresüberschuss von T€ 235 nach T€ -747 im Vorjahr erzielt.

b) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich deutlich auf nun Mio. € 11,0 reduziert. Dies ergibt sich vor allem aus einer Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen um rund 33 % und der Bankguthaben um rund 36 %. Hingegen ist der Nettoprojektbestand (Bauprojekte abzgl. erhaltene Anzahlungen) um rund Mio. € 1,2 gestiegen, wofür vor allem ein reduzierter Anzahlungsgrad ursächlich ist. Von nur geringer Bedeutung für die Gesellschaft ist das Anlagevermögen (Mio. € 0,3).

Auf der Passivseite stärken zunächst das Jahresergebnis 2018 und der Verzicht auf eine Ausschüttung das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote ist so in Verbindung mit der reduzierten Bilanzsumme deutlich auf nun 8,5 % angestiegen. Verbunden mit dem geringeren Bauleistungsvolumen haben sich auch die sonstigen Rückstellungen deutlich auf nun Mio. € 7,2 reduziert.

Geprägt wird diese Position unverändert von den Rückstellungen für ausstehende Nachunternehmerrechnungen. Wobei eine solche Rückstellungen nach Leistungsfortschritt gegebenenfalls bereits gebildet wird, bevor der Nachunternehmer formal zur Stellung einer Abschlagsrechnung berechtigt ist. Insbesondere aufgrund deutlich reduzierter Umsatzsteuerzahllasten haben sich die Verbindlichkeiten auf Mio. € 2,9 in etwa halbiert.

Der Bestand an liquiden Mitteln ist zum Stichtag mit Mio. € 4,0 problemlos auskömmlich. Bedingt in einem reduzierten Anzahlungsgrad fallen gleichwohl der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und in seiner Folge auch der Gesamt-Cashflow des Geschäftsjahres spürbar negativ aus. Nennenswerte Investitionen wurden nicht getätigt.

c) Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsführung

In der zusammenfassenden Gesamtbetrachtung kommt die Geschäftsführung zu dem Ergebnis, dass das Geschäftsjahr 2018 erfolgreich verlaufen ist und die für das Geschäftsjahr gesetzten Ziele, insbesondere hinsichtlich der Restrukturierung, übererfüllt wurden. Zwar ist die Rückkehr zu einer angemessene Umsatzrendite noch nicht erreicht. Gleichwohl sind die wesentlichen Grundlagen hierfür aus Sicht der Geschäftsführung gelegt. Angesichts der erzielten Restrukturierungserfolge gebührt den Mitarbeitern der Gesellschaft ein besonderer Dank für deren Beitrag zu diesem Erfolg.

Vorgänge von besondere Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

IV. Risikobericht

a) Risikomanagementziele und -methoden

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens hängt neben verschiedenen Geschäftschancen untrennbar auch mit verschiedenen Risiken zusammen, denen es Rechnung zu tragen gilt. Die Geschäftsführung ist bestrebt, die Risikoposition der Gesellschaft auf ein akzeptables Niveau zu begrenzen. Wo möglich werden dazu z.B. vertragliche Gestaltungen genutzt oder Versicherungen abgeschlossen. Für größere Bau- oder Entwicklungsprojekte bestehen besondere Genehmigungserfordernisse einschließlich einer etwaigen Entscheidungsbeteiligung durch die Muttergesellschaft. Der Überwachung der wirtschaftlichen Situation dient außerdem die Unternehmensplanung (Budget) und deren dediziertes Monitoring.

Wesentliche Risiken der Gesellschaft liegen im Bau-Projektgeschäft (siehe nachfolgend). Für alle Projekte führen wir ein dezidiertes und kontinuierliches Projektcontrolling durch. Hierdurch können Fehlentwicklungen zeitnah erkannt und Maßnahmen zur Korrektur eingeleitet werden. Die Prognosegenauigkeit dieser Instrumente konnte in den vergangenen Jahren weiter verbessert werden.

Einen Großteil unserer Forderungen aus Bauprojekten finanzieren wir durch Abschlagszahlungen und Anzahlungen unserer Kunden, wodurch wir unser Finanzierungsvolumen und die Abhängigkeit von Banken sowie das Risiko eines Forderungsausfalls (Vorfinanzierungsrisiko) begrenzen.

Um gerichtliche (Bau-) Prozesse, die in der Regel auf technisch und juristisch sehr komplexen Sachverhalte beruhen und neben einer hohen Zeit- und Kostenintensität risikoreich und nur schwer prognostizierbar sind, möglichst zu vermeiden, ist die Gesellschaft gemäß den Vorgaben in der Unternehmensgruppe List zum Abschluss von Adjudikationsvereinbarungen mit den Kunden grundsätzlich verpflichtet.

Die Datensicherheit der IT ist gewährleistet. Die Architektur und Sicherheitsstandards des Datennetzes entsprechen nach Einschätzung der Geschäftsführung dem aktuellen Stand der Technik.

b) Risiken und Chancen

a. Chancen

Unterstützt durch die anhaltende Niedrigzinsphase werden Bauanfragen noch immer auf sehr hohem Niveau an die Gesellschaft herangetragen. Dies ermöglicht eine nachhaltig gute Auslastung und zukünftig wieder erhöhte Bauleistung. Derzeit gibt es keine Indikatoren, die auf eine relevante Abschwächung der Bau- und Immobiliennachfrage hinweisen. Nicht zuletzt im Logistikbereich gibt es vor dem Hintergrund des boomenden Onlinehandels aktuell unverändert erhebliches Marktpotential. Ähnliches gilt auch für den Bau zeitgemäßer Büroflächen, die den Ansprüchen der digitalen und auf Kollaboration ausgerichteten Arbeitswelt gerecht werden.

Daneben liegen Geschäftschancen in der weiteren Erschließung von Synergiepotentialen aus der Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft List Bau Nordhorn GmbH & Co. KG. Hier angesprochen ist nicht zuletzt die Feinplanung des Mitarbeitereinsatzes und die höhere Leistungskapazität für Spitzenbedarfe.

b. Risiken

Risiken der zukünftigen Entwicklung liegen selbstredend zunächst in externen Störfaktoren wie der konjunkturellen Entwicklung, insbesondere der Investitionskonjunktur, oder z.B. verschuldungsbedingten Verwerfungen im internationalen Finanzsystem. Bei einer nachhaltigen Verschlechterung solcher Rahmendaten und einer Erhöhung des Zinsniveaus kann dies zu einer geringeren Investitionsbereitschaft der Kunden führen. Hierdurch könnte sich die Nachfrage mit entsprechend negativem Einfluss auch auf die erzielbaren Renditen abschwächen. Aufgrund der guten Auftragslage und des auch für 2019 zu erwarteten Zinsniveaus wird dieses Risiko jedoch für das Geschäftsjahr 2019 als gering eingeschätzt.

Die Kernrisiken des Unternehmens ergeben sich aus den durchgeführten Bauprojekten. Zu nennen sind hier vor allem Kostenüberschreitungsrisiken (mit den Kunden sind in der Regel Festpreise oder Verträge mit nur geringen Endpreisspielräumen vereinbart), Terminüberschreitungsrisiken (Pönalisierung), bautechnische Risiken und Schlechtleistungs- bzw. Gewährleistungsrisken einschließlich diesen häufig nachfolgender rechtlicher Auseinandersetzungen. Selbstredend ist auch die Bonität unserer Kunden ein wichtiger Risikofaktor, den es zu beherrschend gilt, insbesondere wenn die Kunden ihrerseits Projektgesellschaften für die Projektumsetzung auf ihrer Seite einsetzen.

Das Kostenrisiko liegt neben einem gewissen Mengenrisiko für die Gesellschaft vor allem auch in der Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt sowohl für Nachunternehmerleistungen als auch für Baustoffe. Diesen Risiken soll in 2019 durch die weitere Stärkung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Nachunternehmern und Lieferanten weiter begrenzt werden.

Sowohl das Projektkostenrisiko als auch das Projektterminrisiko ist in besonderer Weise mit dem Risiko von Nachunternehmer-Ausfällen verbunden. Wir wählen unsere Nachunternehmer deshalb sehr sorgfältig aus und legen großen Wert auf deren Bonität. Nichtdestotrotz kann eine Nachunternehmerinsolvenz z.B. zu erheblichen Projektverzögerungen führen.

Personalrisiken wie z.B. Fluktuation, Altersstruktur, fehlende Qualifikation oder Fachkräftemangel beobachten wir und begegnen ihnen in Zusammenarbeit mit unserer Muttergesellschaft unter anderem mit aktiven Personalentwicklungsprogrammen sowie einem verstärktem Personalmarketing.

Systemrelevante Abhängigkeit besteht weder bei einzelnen Kunden noch bei einzelnen Lieferanten. Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken unterliegt die Gesellschaft nicht.

Einzelne Risiken, die für sich genommen oder gemeinsam den Bestand der Gesellschaft gefährden können, existieren aus Sicht der Geschäftsführung mit hinreichender Sicherheit derzeit nicht bzw. sind nicht erkennbar.

In der Gesamtbetracht der Risikolage kommt die Geschäftsführung zu der Einschätzung, dass sich die Risikosituation gegenüber dem Vorjahr spürbar verbessert hat. Vor allem weil Lösungen für die kritischen Bestandsprojekte gefunden und die Restrukturierung der Gesellschaft erfolgreich betrieben werden konnte.

V. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

a) Gesamtwirtschaft und Branchenentwicklung

Für die deutsche Volkswirtschaft prognostizieren die einschlägigen Institute eine weitere deutliche Eintrübung der Wachstumsdynamik auf ein BIP-Wachstum von nur noch 0,5 - 1,0 %. Gleichwohl bleibt das Land auf Wachstumskurs, es wird das zehnte Wachstumsjahr in Folge erwartet. Dabei wird von weiter historisch niedrigen Zinsen, unverändert niedrigen Inflationsraten und einer sehr robusten Arbeitsmarktlage ausgegangen. Im Gegensatz zur Eintrübung der Wachstumsdynamik soll sich der Anstieg der Beschäftigungszahlen auch in 2019 mit unverminderter Intensität fortsetzen. Dies wird die Konsumlaune und die Binnennachfrage weiter ansteigen lassen.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe soll nach einer Prognose des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe vom Jahresanfang 2019 im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um weitere 6 % steigen. Der Wirtschafts- und Wohnungsbau soll im Vergleich zu 2018 ebenfalls um jeweils 6 % steigen. Nachdem der Forecast des ZDB für das Jahr 2018 zuletzt erheblich übertroffen wurde (siehe zuvor), liegt noch keine neue Prognose des Verbandes für 2019 vor. Im Vergleich zu 2018 wäre ein Wachstum von 6 % zwar noch immer eine hohe Wachstumsrate, gleichwohl aber ein erheblicher Dynamikverlust gegenüber 2018. Auch wenn insoweit die Branchenprognose für 2019 gewisse Unklarheiten aufweist, so kann doch davon ausgegangen werden, dass das Wachstum sich in 2019 auf hohem Niveau fortsetzen wird. Auch wenn die Wachstumserwartungen für die deutsche Wirtschaft zuletzt (deutlich) nach unten revidiert

wurden, wäre die Bauwirtschaft erst dann betroffen, wenn Investitionen zurückgefahren werden. Hiervon ist nach aktuellen Investitionsumfragen jedoch nichts zu erkennen , jedenfalls ist nicht davon auszugehen, dass es kurzfristige wesentliche Auswirkungen im Baugewerbe bereits in 2019 geben wird.

b) Eigene Entwicklung

Hierauf aufbauend fußt die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens.

Anzumerken ist insoweit, dass das Projektgeschäft bereits rechnungslegungsseitig aufgrund der Anwendung der so genannten completed-contract-Methode immer Schwankungen unterliegt. Daneben ist es dem Projektgeschäft aber auch im Übrigen immanent, dass der Projektfortschritt weniger zuverlässig prognostiziert werden kann als z.B. Produzenten von Massenartikeln ihr Geschäft prognostizieren können. Aufgrund dieser Rahmenfaktoren ist eine Vorausplanung für unsere Geschäftstätigkeit nur in Bandbreiten möglich.

Sofern die genannten Unwägbarkeiten in 2019 weitgehend umschifft werden können, plant die Geschäftsführung mit einer deutlich steigenden Bauleistung, die idealerweise die Bauleistung des Geschäftsjahres 2017 in etwa erreicht, und einem wiederum positiven und dabei deutlich gesteigerten Jahresergebnis.

Insgesamt betrachtet die Geschäftsführung die Gesellschaft nach der weitgehend abgeschlossenen Restrukturierung als gut aufgestellt für eine positive und nachhaltige künftige Entwicklung.

 

Bielefeld, 24. Juni 2019

Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Andreas Brockhaus

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 240.648,00 290.415,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.407,00 728,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.407,00 728,00
II. Sachanlagen 239.241,00 289.687,00
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 4,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239.241,00 289.683,00
B. Umlaufvermögen 10.551.647,84 16.164.060,10
I. Vorräte 2.424.122,31 998.037,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.176.169,01 9.157.734,92
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 188.726,66 428,40
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.987.442,35 9.157.306,52
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.951.356,52 6.008.287,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 189.577,43 5.322,13
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.981.873,27 16.459.797,23

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 940.055,15 704.887,64
I. gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnrücklagen 258.800,00 200.000,00
III. Bilanzgewinn 431.255,15 254.887,64
B. Rückstellungen 7.158.174,21 10.212.270,14
C. Verbindlichkeiten 2.883.643,91 5.542.639,45
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 8.692,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 388.413,90 251.108,70
3. übrige Verbindlichkeiten 2.495.230,01 5.282.837,99
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.981.873,27 16.459.797,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Rohergebnis 6.111.302,15 6.941.984,81
2. Personalaufwand 3.162.056,46 3.716.227,65
a) Löhne und Gehälter 2.650.104,14 3.207.736,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 511.952,32 508.491,03
3. Abschreibungen 78.587,34 103.740,36
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 78.587,34 103.740,36
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.564.937,85 3.842.206,16
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 387,52 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.388,44 130.604,31
davon an verbundene Unternehmen 15.649,94 0,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 34.851,55 -119.438,46
8. Ergebnis nach Steuern 253.868,03 -731.355,21
9. sonstige Steuern 18.700,52 15.702,02
10. Jahresüberschuss 235.167,51 -747.057,23

Ergebnisverwendung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
10. Jahresüberschuss 235.167,51 -747.057,23
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 254.887,64 1.001.944,87
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen 58.800,00 0,00
13. Bilanzgewinn 431.255,15 254.887,64

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die List Bau Bielefeld GmbH hat ihren Sitz in Bielefeld und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bielefeld, Register-Nr. HRB 40065.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags zu beachten. Gemäß dem Gesellschaftsvertrag sind bei der Bilanzierung soweit möglich steuerliche Vorschriften zu berücksichtigen und es ist eine satzungsmäßige (Gewinn-)Rücklage zu bilden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB definierten Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Zur Stärkung der Klarheit des Bilanzbildes wurden Davon-Vermerke zur Bilanz weitgehend in den Anhang verlagert. Ausschließlich als Davon-Vermerk im Anhang angegeben werden ab dem Geschäftsjahr 2018 auch die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden ab dem Geschäftsjahr 2018 bis zu einem Vorratswert von EUR 0,00 und nicht nur bis zur Höhe der Herstellungskosten der angezahlten Bestellungen von den Vorräten offen abgesetzt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 (bis 2017: EUR 150) bis EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten (Pool) wird über eine Dauer von fünf Jahren gleichmäßig aufgelöst.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen nur im Fall dauerhafter Wertminderungen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellkosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen enthalten. Sondereinzelkosten der Fertigung werden ebenfalls eingerechnet. Soweit die bereits entstandenen und noch zu erwartenden Herstellungskosten die vereinbarten bzw. zu erwartenden Erlöse überschreiten, werden entsprechende Wertabschläge auf die aktivierten Herstellungskosten vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden von den Vorräten offen abgesetzt und dabei mit ihrem Nominalwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung auf den Netto-Forderungssaldo nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Nennwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gem. § 250 HGB ausgewiesen.

Bei der Bilanzierung latenter Steuern nutzt die Gesellschaft die Wahlrechte des § 274 HGB dahingehend, dass die Aktivierung eines Aktivüberhangs unterbleibt und im Übrigen ein verrechneter bzw. saldierter Ausweis in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 250.000 und ist voll eingezahlt. Der Jahresabschluss wird vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und decken alle am Stichtag bestehenden ungewissen Verbindlichkeiten ab. Rückstellungen für drohende Verluste und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen, die innerhalb von drei Monaten nach dem Geschäftsjahresende nachgeholt werden, waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird nicht ausgeübt. Preis- und Kostensteigerungen werden in der Bewertung berücksichtigt, wenn diese ausreichend konkretisiert sind.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzrealisierung der Bauprojekte wird nach der Completed-Contract-Methode, also mit der Projektabnahme bzw. Projektübergabe vorgenommen. Andere Umsätze sind realisiert, wenn die Lieferung bzw. Leistung erbracht und die Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 4.177, Vorjahr: TEUR 9.218) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 189, Vorjahr: TEUR 1) resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

3.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten von TEUR 2.883 (Vorjahr: TEUR 5.542) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

3.4 Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegen Gesellschafter bestehen am Abschlussstichtag Forderungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten von TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 187).

3.5 Umsatzerlöse

Die Umsatzrealisierung der Bauprojekte nach der Completed-Contract-Methode beeinflusst den Einblick in die Ertragslage der Gesellschaft. Ein Gesamtauftragswert in hoher achtstelliger Größenordnung war zum Abschlussstichtag im Wesentlichen zu deutlich mehr als der Hälfte angearbeitet.

3.6 Außergewöhnliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Kundenforderungen und von Rückstellungen in Höhe von etwas mehr als Mio. EUR 0,9.

4. Sonstige Angaben

4.1 Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

4.2 Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug 38 (Vorjahr: 47).

Kaufmännische Angestellte 8 (Vorjahr: 10)

Gewerbliche Arbeitnehmer 30 (Vorjahr: 37)

4.3 Geschäftsführer

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr:

Andreas Brockhaus, Nordhorn, hauptberuflicher Geschäftsführer der List Bau Bielefeld GmbH und List Bau Nordhorn GmbH & Co. KG (ab 15. Mai 2018)

Dirk Rehaag, Hamburg, hauptberuflicher Vorstand der List AG (bis 7. Juli 2018)

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt. und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

4.4 Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der List Bau Bielefeld GmbH wird in den Konzernabschluss der List AG, Nordhorn, einbezogen. Die List AG, Nordhorn stellt den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 soll im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden.

4.5 Änderungen von Ausweismethoden

Auf die Ausführungen im einleitenden Abschnitt wird hingewiesen. Im Rahmen dieser Anweisung wurden auch die Vorjahreszahlen angepasst. Im Vorjahr waren ursprünglich erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 207 nicht von den Vorräten abgesetzt, sondern als Passivposten ausgewiesen worden.

4.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 543.

4.7 Nachtragsbericht

Relevante Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

 

Bielefeld, 24. Juni 2019

List Bau Bielefeld GmbH

Andreas Brockhaus, Geschäftsführer

Anlagespiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.343,45 1.630,65 0,00 71.974,10
  70.343,45 1.630,65 0,00 71.974,10
II. SACHANLAGEN        
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.095,94 0,00 4,00 7.091,94
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 927.775,46 27.193,69 0,00 954.969,15
  934.871,40 27.193,69 4,00 962.061,09
  1.005.214,85 28.824,34 4,00 1.034.035,19
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGN
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.615,45 951,65 0,00 70.567,10
  69.615,45 951,65 0,00 70.567,10
II. SACHANLAGEN        
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.091,94 0,00 0,00 7.091,94
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 638.092,46 77.635,69 0,00 715.728,15
  645.184,40 77.635,69 0,00 722.820,09
  714.799,85 78.587,34 0,00 793.387,19
NETTOBUCHWERTE
2018
EUR
2017
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.407,00 728,00
  1.407,00 728,00
II. SACHANLAGEN    
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 4,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239.241,00 289.683,00
  239.241,00 289.687,00
  240.648,00 290.415,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.08.2019 festgestellt.

Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 276, § 288 und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die List Bau Bielefeld GmbH, Bielefeld:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der List Bau Bielefeld GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der List Bau Bielefeld GmbH für das Geschäftsjahr 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags, die diese Bestimmungen ergänzen, und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags, die diese Bestimmungen ergänzen, in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Teil dieses Bestätigungsvermerks.

 

Nordhorn, den 25. Juni 2019

GB Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Friedhelm Schulte, Wirtschaftsprüfer

Carsten Niehues, Wirtschaftsprüfer

WEITERGEHENDE BESCHREIBUNG DER VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grund-

haltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen (auch als "Aufsichtsorgan" bezeichnet) unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

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