Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 161280
Vorher
Williams Lea GmbHWilliams Lea Marketing Solutions GmbHWilliams Lea & Tag GmbHWilliams Lea Tag GmbH
Eingetragen
6.9.2004
Branche
Public-Relations-BeratungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Durchführung und Beratung bei Ausgliederung von Geschäftsbereichen anderer Unternehmen, insbesondere im Bereich der internen, aber auch externen Kommunikation. Dies umfasst insbesondere, ohne aber darauf beschränkt zu sein: Herstellung von Präsentationen auf Medien aller Art; Durchführung der internen Unternehmenskommunikation sowohl Verteilung körperlicher Dokumente betreffend als auch Verteilung über elektronische Medien; Aufstellen, Warten, Betrieb, Beratung sowie alle anderen mit der Herstellung sowie Vervielfältigung von Druckdokumenten zusammenhängenden Tätigkeiten; elektronische Dokumentenverwaltung nebst elektronischer Archivierung von Dokumenten; Herstellung und Verteilung von Printmedien aller Art, auch unter Einschaltung Dritter, sowie Vermittlung vorgenannter Leistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Emma Allen
seit 26.3.2025
Prokura
Kevan William Thorn
seit 8.10.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura
Eva Maria Stapfner
seit 21.6.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Dentsu International Holdings LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Wertheimer Germany GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tag Worldwide GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Alleinige Gesellschafterin der Tag Worldwide GmbH (TW) ist die Wertheimer Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt. Am Hauptbüro in Bonn (Sitz ist unverändert München) und bei Kunden vor Ort bietet TW ganzheitliche Marketing- und Kommunikationsdienstleistungen an. Das Unternehmen hat zwei Hauptgeschäftsfelder: Sourcing Solutions und Creative Production. Nach der Trennung zwischen Williams Lea und Tag, wurde der Geschäftsbereich Banken auf Williams Lea übertragen.

Geschäftsbereich Sourcing

Der Geschäftsbereich ist verantwortlich für den Einkauf und das Beschaffungsmanagement aller Druckerzeugnisse im Kundenauftrag, darunter Zeitschriften, Bücher, Verkaufsförderungsmaßnahmen und Verpackungen. Dazu gehören die Überwachung der Druckspezifikationen, die Auswahl und Kontrolle der Lieferanten, die Lagerhaltung, der Verkauf und die Logistik.

Geschäftsbereich Creative Production (vormals: Geschäftsbereich Marketing Support Services)

Dieser Bereich wurde im Geschäftsjahr umbenannt und konzentriert sich weiterhin in erster Linie auf die Ausführung von Marketing- und Kommunikationselementen im Auftrag der Kunden. Dies umfasst die Ausführung in den Bereichen Digital, Video und Print Management (Zeitschriften, Point -of-Sale-Materialien, Out-of-Home usw.)

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1 Makroökonomisches Umfeld

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds lag die globale Wachstumsrate in 2022 bei 3,5 % (Vorjahr: 6,0 %), angetrieben von einer Erholung der Wirtschaftstätigkeit nach der Pandemie und robusten fiskalischen Stützungsmaßnahmen trotz der Herausforderungen durch die Energiekrise und den Krieg in der Ukraine. In der Eurozone schwächte sich das Wachstum von 5,2 % im Jahr 2021 auf 3,1 % im Jahr 2022 ab. Das Wachstum in den USA lag im Jahr 2022 bei 2,1 %, gegenüber 5,9 % im Jahr 2021. Auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern verlangsamte sich das Wachstum von 6,6 % im Jahr 2021 auf 3,7 % im Jahr 2022. Diese Rückgänge spiegeln die Straffung der weltweiten Geldpolitik und die geringeren fiskalischen Anreize im Vergleich zu den Pandemiejahren wider.

Quelle: IMF - World Economic Outlook

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 in Deutschland um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt lag das Wirtschaftswachstum bei 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 von den Folgen des Krieges in der Ukraine und den extrem hohen Energiepreissteigerungen geprägt.

1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Werbewirtschaft in Deutschland erzielte 2022 insgesamt ein Marktvolumen von rund 48,1 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein Wachstum von 1,6 Prozent zum Vorjahr. Die erhoffte und in vielen Branchensegmenten benötigte Erholung nach den Corona-Jahren hat sich aufgrund des Ukraine-Konflikts und dessen wirtschaftlicher Folgen in 2022 jedoch nicht eingestellt. Fast alle Kennzahlen der Werbebranche erreichen noch nicht das Vor-Corona-Niveau. Die Nettoerlöse der Medien sanken zudem um 0,6 Prozent. Untypisch schlecht für die Branche war das letzte Quartal 2022: Der Weihnachtseffekt blieb aus, so dass viele Werbeträger - auch Online - in diesem Quartal ins Minus rutschten. Die Investitionen in Werbung wiederum stiegen zwar leicht um 0,3 Prozent, dies aber vor allem inflationsbedingt aufgrund höherer Produktionskosten. Die weiteren Formen kommerzieller Kommunikation nahmen aufgrund von Corona-Nachholeffekten um 6 Prozent zu.

Quelle: https://zaw.de/werbemarkt-2022-im-plus-aber-viele-offene-baustellen-2023-startet-schwach-und-zusaetzlich-mit-politischen-abwaertsrisiken/

2. Trennung Williams Lea und Tag im Geschäftsjahr 2021

Im Jahr 2021 konzentriert sich TW auf das Beschaffungs- und Vermarktungsgeschäft und die Trennung von Williams Lea und Tag.

Seit dem Geschäftsjahr 2022 wird der Geschäftsbereich Banken nun vollständig von Williams Lea betreut.

In den kommenden Jahren wird das Management von TW seinen strategischen Fokus auf das Sourcing- und Creative Production-Geschäft beibehalten. Die Verlagerung des Schwerpunkts weg von den Kommunikationsdienstleistungen ist auf die Entflechtung der Marke Williams Lea/Tag zurückzuführen, für die im Dezember 2021 eine separate rechtliche Einheit, die Williams Lea GmbH, gegründet wurde.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren für die Unternehmensführung sind neben dem Umsatz die Betriebskosten und das Ergebnis vor Steuern. Zu den Betriebskosten zählen die Personalkosten, die Abschreibungen und die sonstigen betriebliche Aufwendungen.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse um 6,1 % auf 21.981 TEUR (2021: 20.713 TEUR). Gleichzeitig sanken die Betriebskosten um 28,8 % auf 5.730 TEUR gegenüber 8.052 TEUR im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 362 TEUR (2021: 959 TEUR).

Prognose 2022
TEUR
Ergebnis 2022
TEUR
Umsatzerlöse 21.981 21.981
Betriebskosten 5.169 5.730
Gewinn vor Steuern 678 362

Zur Darstellung des Geschäftsverlaufs anhand der definierten Leistungsindikatoren und zur Erläuterung der Planabweichungen verweisen wir auf die nachfolgenden Ausführungen zur Ertragslage.

4.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 betrugen 21.981 TEUR (2021: 20.713 TEUR) und stimmen daher mit den prognostizierten Umsatzerlösen für das Geschäftsjahr 2022 überein. Von den Umsatzerlösen entfielen 19.494 TEUR (2021: 15.726 TEUR) auf den Geschäftsbereich Sourcing, 2.387 TEUR (2021: 2.251 TEUR) auf die Creative Production und 100 TEUR (2021: 760 TEUR) auf sonstige Erlöse. Im Vorjahr waren 1.976 TEUR auf den Geschäftsbereich Banking entfallen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.109 TEUR auf 196 TEUR gesunken, was hauptsächlich auf gesunkene Weiterbelastungen von Management Gebühren und geringere Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Asset Sale and Transfer Agreement zurückzuführen ist.

Im Geschäftsjahr 2022 stiegen die Materialkosten um 3.088 TEUR auf 16.059 TEUR. Im Geschäftsjahr 2021 lag der Schwerpunkt auf Marketingunterstützungsdiensten und bankbezogenen Geschäften, bei denen die Materialkosten grundsätzlich niedriger sind. Das Geschäft im Jahr 2022 konzentrierte sich auf Beschaffungslösungen, bei denen Papier und Papierprodukte im Auftrag von Kunden beschafft werden. Daher sind die Materialkosten deutlich höher, insbesondere durch die Aufnahme eines neuen Kunden (Procter&Gamble) im vierten Quartal 2021.

Die Betriebskosten (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) sanken im Vergleich zum Vorjahr um 2.322 TEUR auf 5.730 TEUR. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die verringerte Mitarbeiterzahl von im Durchschnitt der Quartale 62 Mitarbeiter auf 37 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022 und die dadurch gesunkenen Personalaufwendungen zurückzuführen.

Aufgrund der vorstehend benannten Effekte verringerte sich das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2022 auf 362 TEUR gegenüber einem Gewinn vor Steuern von 959 TEUR im Vorjahr.

4.2 Finanzlage

Das Unternehmen wird zum Bilanzstichtag über das konzernweite Cash-Pool-System von Tag Worldwide Holdings Limited, London/UK, (Vorjahr: WLT Ltd., London/UK) finanziert, das die Finanzierung des Unternehmens jederzeit sicherstellt.

Die zum 31. Dezember 2022 auf Bankkonten gehaltenen liquiden Mittel betrugen 602 TEUR (2021: 553 TEUR). Die Zahlungsfähigkeit war zu jeder Zeit gewährleistet und das Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2022 keine Bankverbindlichkeiten.

4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 2.858 TEUR auf 12.149 TEUR erhöht. Der Anstieg auf der Aktivseite ist hauptsächlich auf die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen aufgrund höherer Umsätze mit dem Kunden Procter & Gamble und neuen Kunden wie Imperial Tobacco und Ratiopharm bei denen die Zahlungseingänge jeweils im ersten und zweiten Quartal 2023 zu verzeichnen waren. Der Anstieg auf der Passivseite ist auf diverse Effekte innerhalb der Sonstigen Rückstellungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der Sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem Jahresüberschuss von 218 TEUR, sodass sich das Eigenkapital von 926 TEUR auf 1.145 TEUR erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen steigen von 1.202 TEUR auf 1.755 TEUR, hauptsächlich bedingt durch höhere Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, während die sonstigen Verbindlichkeiten hauptsächlich bedingt durch um 338 TEUR höhere Steuerverpflichtungen von 137 TEUR auf 588 TEUR steigen.

4.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Insgesamt verringerte sich das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2022 um 597 TEUR auf 362 TEUR gegenüber einem Gewinn vor Steuern von 959 TEUR im Vorjahr. Dies ist vor allem auf die Trennung von Tag und Williams Lea und unseren Fokus auf das Sourcing-Geschäft zurückzuführen, bei dem die Materialkosten hoch sind und die Margen dadurch etwas geringer.

III. Risiken, Chancen und Ausblick

1. Risikobericht

In regelmäßigen Sitzungen werden die Entwicklungen und Risiken des Unternehmens erfasst, Gegenmaßnahmen besprochen und an die zuständigen Abteilungen zur Umsetzung weitergeleitet. An diesen Sitzungen nehmen alle wichtigen Entscheidungsträger des Unternehmens teil. Risiken sind zukünftige Entwicklungen, die zu einer negativen Abweichung von den Planwerten der Folgejahre führen können. Es werden geschäftsfeldspezifische und allgemeine Risiken definiert, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und die damit verbundenen Risiken für die Geschäftstätigkeit entsprechend den Risikomerkmalen als gering, mittel und hoch eingestuft.

Absatzrisiko

Unsere aktuellen Kundenverträge haben eine feste Laufzeit, die in der Regel auf das Folgejahr übertragen werden. Die Gesellschaft sind ein mittleres Risiko Kundenverträge zu verlieren, insbesondere aufgrund verschiedener Faktoren wie z.B. der Qualität oder eine Verringerung der Werbeausgaben unserer Kunden.

Geschäftsbereich Sourcing

Der Einkauf und das Beschaffungsmanagement für alle Druckerzeugnisse, einschließlich Zeitschriften, Bücher und Materialien, die im Auftrag von Kunden verwaltet werden, ist dem Risiko von fehlerhaften Drucksendungen oder Problemen bei Lagerung, Vertrieb und Logistik ausgesetzt. Da diese Risiken jedoch in den jeweiligen Lieferantenverträgen abgedeckt sind, schätzen wir dieses Risiko und seine Auswirkungen unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein.

Geschäftsbereich Creative Production (vormals: Geschäftsbereich Marketing Support Services)

Aufgrund der rückläufigen Nachfrage auf Kundenseite droht ein Rückgang der Aufträge für die Erstellung, Formatierung und Überarbeitung von Präsentationen und Präsentationsvorlagen. Die Geschäftsleitung schätzt das Risiko und seine Auswirkungen jedoch als gering ein, da sich das Volumen bereits auf niedrigem Niveau befindet.

Forderungsausfallrisiko

Die Kundenforderungen werden laufend analysiert. Sobald Erkenntnisse oder Hinweise auf ein potenzielles Forderungsausfallrisiko vorliegen, werden rechtliche und buchhalterische Maßnahmen ergriffen, um mögliche Auswirkungen auf unsere künftige Finanzlage zu minimieren. Insgesamt stufen wir dieses Risiko unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen als gering ein.

Liquiditätsrisiko

Die Beteiligung der Gesellschaft am Cash-Pooling der Tag Worldwide Holdings Limited sichert die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Rahmen der Konzernsolvabilität. Diesbezüglich stufen wir das Risiko unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen als gering ein.

Risiken, Bedrohungen und Reaktionen im Bereich der Cybersicherheit und IT

Im Geschäftsjahr 2022 sah sich TW mit einer sich schnell entwickelnden Cyber-Bedrohungslandschaft konfrontiert, die durch den zunehmenden Einsatz von Cloud-Lösungen, eine stärkere Abhängigkeit in der Lieferkette und neue und ausgefeilte Angriffsmethoden bedingt war. Daher musste TW sicherstellen, dass es einen proaktiven Ansatz für Cybersicherheit und IT-Risikomanagement beibehält.

Ransomware-Angriffe - Es wurde ein signifikanter Anstieg von Ransomware-Vorfällen beobachtet, wobei die Angreifer eine doppelte Erpressungstaktik anwandten und sowohl mit der Verschlüsselung von Daten als auch mit deren Preisgabe drohten. TW reagierte darauf mit regelmäßigen Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein, Endpunkt-Erkennungs- und -Reaktions-Tools für alle Workstations und Server, Überprüfung von Backups und Datenwiederherstellungsprozessen sowie verstärktem Testen von Prozessen zur Reaktion auf Vorfälle.

Phishing und Social Engineering - Cyber-Angreifer hatten es zunehmend auf Einzelpersonen in Unternehmen abgesehen, um sich unerlaubt Zugang zu sensiblen Systemen und Daten zu verschaffen. TW reagierte darauf mit regelmäßigen Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein, der Durchsetzung unter Verwendung von Richtlinien für den bedingten Zugriff auf alle Konten, Endpunkt-Erkennungs- und Reaktionstools für alle Workstations und Server, E-Mail-Sicherheit, Phishing-Simulationsübungen und verstärktem Testen von Prozessen zur Reaktion auf Vorfälle.

Cloud-Sicherheit - Die schnelle Einführung von Cloud-Diensten bei Tag führte zu Risiken im Zusammenhang mit Fehlkonfigurationen, unzureichendem Identitäts- und Zugriffsmanagement und Missverständnissen beim Modell der geteilten Verantwortung. Tag reagierte darauf mit der Implementierung eines Cloud Security Posture Management-Tools, welche das Benchmarking und die Überprüfung von Cloud-Konfigurationen anhand von Best Practices nach Industriestandards automatisiert. TW stellte sicher, dass die Sicherheitsrichtlinien für das Cloud-Hosting dokumentiert und für alle Mitarbeiter veröffentlicht wurden, um die Mindestanforderungen für die Sicherung von Cloud-Diensten festzulegen.

Schwachstellen in der Software- und Lieferketten - Schwachstellen wie die Log4j haben die Risiken im Zusammenhang mit Software-Abhängigkeiten von Drittanbietern aufgezeigt, und die gemeldeten Verletzungen der Lieferkette von Anbietern haben die Risiken in der Lieferkette von Unternehmen aufgezeigt. TW überwacht kritische Anbieter mit Hilfe von Tools zur Sicherheitsbewertung, um eine kontinuierliche Überwachung der Sicherheitslage in unserer Lieferkette zu gewährleisten.

Insider-Bedrohungen - Sowohl böswillige als auch versehentliche Insider-Aktivitäten stellten ein Risiko dar, das zu Datenschutzverletzungen und Betriebsunterbrechungen führen konnte. TW reagierte mit Schulungen für alle Mitarbeiter zum Thema Insider-Bedrohungen. Methoden zur Verhinderung von Datenverlusten wurden eingeführt und verstärkt, wobei das Sicherheitspersonal auf Datenexfiltration und verdächtige E-Mail-Weiterleitungen aufmerksam gemacht wurde. Wechselspeichergeräte wurden deaktiviert.

TW hielt die Sicherheitszertifizierung aufrecht, um die starke Sicherheitslage des Unternehmens zu unterstützen und zu bestätigen. Dazu gehören ISO27001 Information Security Management System, ISO22301 Business Continuity Management System und UK Government Cyber Essentials.

Insgesamt wird das Risiko hieraus als niedrig bewertet.

Ergebnis

Im Rahmen der Gesamtrisikobewertung hat die Geschäftsführung im Berichtsjahr keine Risiken identifiziert, die einzeln oder kumuliert den Fortbestand der Tag Worldwide GmbH gefährden könnten.

2. Chancenbericht

Die TW sieht ihre Chancen in der Stabilisierung der Beschaffung und der Marketingunterstützung durch neu abgeschlossene Kundenverträge. Darüber hinaus werden sich die Erweiterung des Dienstleistungsportfolios im Segment "Creative Production" und die neu abgeschlossenen Verträge im Bereich des Print-Einkaufs positiv auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Der Verkauf unserer Gesellschaft an die Dentsu-Gruppe wird in Zukunft zu Wachstumschancen für Tag führen, da Dentsu die kreative Produktionsarbeit, die derzeit von externen Agenturen für Dentsu geleistet wird, internalisieren will. Das Gesamtangebot von Dentsu-Tag wird auch ein effektiveres Angebot für die Vermarktung bieten, von dem unsere Gesellschaft kurz- und mittelfristig profitieren wird.

3. Ausblick und Prognosebericht

Im Jahr 2022 konzentrierte sich TW nach der Trennung von Williams Lea und Tag mehr auf die Beschaffungslösungen als auf den Geschäftsbereich "Creative Production". In den kommenden Jahren wird das Management von TW seinen strategischen Schwerpunkt weiterhin auf die Beschaffung und weniger auf die "Creative Production" legen. Die Verlagerung des Schwerpunkts weg von den Kommunikationsdienstleistungen ist auf die Ausgliederung der Marke Williams Lea/Tag zurückzuführen, für die im Dezember 2021 eine separate rechtliche Einheit, die Williams Lea GmbH, gegründet wurde, um das Geschäft mit Kommunikationsdienstleistungen zu betreiben.

Die Auswirkungen von COVID-19 auf die Weltbevölkerung, die Geschäftstätigkeit und die Ergebnisse des Unternehmens waren im Geschäftsjahr 2022 insgesamt rückläufig und hatten keinen nennenswerten Effekt.

Die wichtigsten Ereignisse sind der Wechsel unserer Büros und die Wechsel der Geschäftsführer:

Unser Bochumer Büro wurde am 20. Februar 2023 geschlossen. Das Bonner Büro ist somit der einzige verbliebende Standort.

Einzelheiten zu den Änderungen in der Geschäftsführung in zeitlicher Reihenfolge sind:

Andria Gibb, London, Vereinigtes Königreich (vom 5. Mai 2021 bis 10. Oktober 2023)

Gisela Stenger-Siegel, Gernsheim (bis 30. Juni 2022)

Joris van Stiphout, Breda, Niederlande (vom 30. Juni 2022 bis 1. Februar 2023)

Kevin Paul Spicer, Feltwell, Vereinigtes Königreich (vom 15. Februar 2023 bis 10. Oktober 2023)

Deepti Velury Bakshi, Rickmansworth, Vereinigtes Königreich (vom 10. Oktober 2023 bis 14. August 2024)

Kevan William Thorn, Keston, Vereinigtes Königreich (seit 14. August 2024)

Vesko Dusanic, Sankt Augustin (seit 14. August 2024)

Christian James Furness, West Wickham, Vereinigtes Königreich (seit 14. August 2024)

Etebom Patrick Davies, Ashford, Vereinigtes Königreich (seit 14. August 2024)

In den nächsten drei Jahren wird mit den in der Tabelle dargestellten Auswirkungen gerechnet:

Prognose 2023 *
TEUR
Prognose 2024 *
TEUR
Prognose 2025 **
TEUR
Umsatzerlöse 22.211 14.720 16.192
Betriebskosten 5.432 3.481 3.829
Ergebnis vor Steuern 508 238 262

* laut ungeprüften Jahresabschlüssen für die jeweiligen Geschäftsjahre

** Budget für das Geschäftsjahr 2025

Wie aus der oben dargestellten Tabelle hervorgeht, wird auf Basis ungeprüfter Zahlen im nächsten Jahr mit einer insgesamt leicht positiven Auswirkung für die Umsatzerlöse im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 gerechnet, welches im Wesentlichen auf das Wachstum bei den wichtigsten Kunden zurückzuführen ist. Die Betriebskosten sinken leicht, sodass im Ergebnis ein erhöhtes Ergebnis vor Steuern ausgewiesen wird.

Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir auf Grundlage ungeprüfter Zahlen einen Umsatzrückgang von TEUR 7.491 (33,7 %,) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 zu verzeichnen gehabt, hauptsächlich bedingt durch rückläufige Umsätze des Kunden Procter & Gamble, aber auch bei anderen Kunden aufgrund des insgesamt geringeren Bedarfs an Drucksachen. Der Umsatzrückgang führt zu entsprechend geringeren Betriebskosten und einem geringeren Ergebnis vor Steuern.

Der Umsatz ging zwar laut ungeprüften Zahlen im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 zurück, es wird jedoch erwartet, dass die Zugehörigkeit zur Dentsu-Gruppe das künftige Wachstum und die Chancen in den weiteren Geschäftsjahren und somit auch im Geschäftsjahr 2025 beflügelt, sodass wir mit einer moderaten Erhöhung der Umsatzerlöse sowie einer leichten Erhöhung des Ergebnis vor Steuern rechnen mit entsprechender Auswirkung auf die Erhöhung der Betriebskosten.

Aufspaltung des Unternehmens:

Am 7. März 2023 wurde bekannt gegeben, dass Advent International L.P. vereinbart hat, das Tag-Geschäfts der Gruppe ("Tag") an die Dentsu Group Inc. ("Dentsu"), Tokio/ Japan, eines der weltweit größten Netzwerke von Marketing- und Werbeagenturen, zu verkaufen. Die Transaktion wurde von den Verwaltungsräten der Gruppe und von Dentsu genehmigt und der Verkauf wurde am 30. Juni 2023 abgeschlossen.

 

München, 30. April 2025

Tag Worldwide GmbH

Die Geschäftsführung

Kevan William Thorn

Vesko Dusanic

Christian James Furness

Etebom Patrick Davies

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.662,30 12.488,15
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.114.844,83 5.556.535,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.645.956,14 2.693.891,65
3. Sonstige Vermögensgegenstände 773.419,56 474.643,26
11.534.220,53 8.725.070,35
II. Guthaben bei Kreditinstituten 602.243,26 553.236,38
12.136.463,79 9.278.306,73
12.149.126,09 9.290.794,88

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 901.151,78 97.570,18
III. Jahresüberschuss 218.417,72 803.581,60
1.144.569,50 926.151,78
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 357.621,00 377.275,00
2. Steuerrückstellungen 304.896,74 150.820,74
3. Sonstige Rückstellungen 1.755.140,84 1.202.039,10
2.417.658,58 1.730.134,84
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.518.684,81 3.329.599,69
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.480.408,09 3.154.540,88
3. Sonstige Verbindlichkeiten 587.805,11 136.792,78
8.586.898,01 6.620.933,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 13.574,91
12.149.126,09 9.290.794,88

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 21.981.142,38 20.713.207,57
2. sonstige betriebliche Erträge 195.746,26 1.304.559,28
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -16.058.563,14 -12.970.985,66
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.904.107,22 -3.371.352,92
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -399.398,95 -550.914,79
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -5.323,85 -13.527,95
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.421.062,86 -4.116.553,63
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -26.317,86 -35.515,30
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -142.817,37 -155.335,00
9. Ergebnis nach Steuern 219.297,39 803.581,60
10. Sonstige Steuern -879,67 0,00
11. Jahresüberschuss 218.417,72 803.581,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

1. Allgemeines

Die Tag Worldwide GmbH hat ihre Geschäftsanschrift in Bonn, ihren Sitz in München und ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 161280 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Tag Worldwide GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB und nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB vollständig in Anspruch.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Diese beträgt zwischen 3 und 10 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerabzug, mehr als 250 Euro und bis zu 1.000 Euro betragen, wird gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der linear über 5 Jahre abgeschrieben wird. Abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250 Euro nicht übersteigen, werden bereits im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch eine angemessene Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind den versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) berechnet und mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Als Rechnungsgrundlage für die Ermittlung der Rückstellungen dienen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung der Abzinsung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Zinssatz beträgt zum Berechnungszeitpunkt 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %). Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegen wie im Vorjahr folgende Annahmen zugrunde:

jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen: 2,5 %

jährliche Rentensteigerungen (soweit nicht fest zugesagt): 2,0 %

der Fluktuationsansatz wird mit 1,0 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sämtliche Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die Verpflichtungen nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erfüllen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive latente Steuern werden auf die bestehenden körperschafts- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge, auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist, sowie auf temporäre Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen. Zum Bilanzstichtag besteht ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.646 (Vorjahr: TEUR 2.694) und bestehen mit TEUR 1.234 (Vorjahr: TEUR 2.694) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 412 aus Cash-Pooling (Vorjahr: Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 1.250).

Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 85 (Vorjahr: EUR 103) gegenüber Gesellschaftern.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 25. Der Gewinnvortrag beträgt TEUR 901 (Vorjahr: TEUR 98) und der Jahresüberschuss beträgt TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 804).

Rückstellungen

Bei der Tag Worldwide GmbH werden zum 31. Dezember 2022 Verpflichtungen in Höhe von TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 377) unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen.

Steuerrückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 151) und betreffen Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für die Jahre 2019 und 2021 sowie Gewerbesteuer für das Jahr 2021.

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.755 (Vorjahr: TEUR 1.202) und wurden im Wesentlichen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.663 (Vorjahr: TEUR 1.158) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 3.480 (Vorjahr: TEUR 1.905). Im Vorjahr waren Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling von TEUR 1.250 enthalten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 27 (Vorjahr: EUR 16) gegenüber dem Gesellschafter.

In den sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 588 (Vorjahr: TEUR 137) sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 369 (Vorjahr: TEUR 31), aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 0) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 105) enthalten.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 1.304) und beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 64).

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 328) aus Aufwendungen hinsichtlich der Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.421 (Vorjahr: TEUR 4.117) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Aufwendungen für Management-Kosten der Williams Lea Group Ltd., London (UK), für die Verrechnung von Overhead-Kosten in Höhe von TEUR 2.331 (Vorjahr: TEUR 2.062), für Mieten in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 200) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 308).

Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 180) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 0) aus Zinsen an verbundene Unternehmen sowie TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 24) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Der Effekt aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes beträgt TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 12) und wird zusammen mit dem Effekt aus der Aufzinsung der Rückstellung in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 12) im Finanzergebnis mit ausgewiesen.

III. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die Bereitstellung der Geschäftsräume in Bonn und Bochum bestehen grundsätzlich auf unbestimmte Zeit geschlossene Mietverträge mit der Deutsche Post Immobilien GmbH, Bonn, mit einem jährlichen (netto) Mietzins von TEUR 123. Die Mietverträge beinhalten das Recht der jährlichen Kündigung. Der Mietvertrag in Bochum wurde im Geschäftsjahr 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 gekündigt, sodass sich hieraus lediglich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1 ergeben haben. Fortan ergeben sich somit jährliche sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 122.

Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie dem Entfall des Verwertungsrisikos.

2. Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2022 37 Angestellte (Vorjahr: 62) beschäftigt.

3. Geschäftsführung

Folgende Personen sind bzw. waren zu Geschäftsführern bestellt:

Frau Andria Gibb, Chief Operating Officer EMEA, London/Vereinigtes Königsreich (vom 5. Mai 2021 und bis 10. Oktober 2023)

Frau Gisela Stenger-Siegl, Managing Director EMEA, Gernsheim (bis 30. Juni 2022)

Herr Joris van Stiphout, Managing Director EMEA, Breda/Niederlande (vom 30. Juni 2022 und bis 1. Februar 2023)

Herr Kevin Paul Spicer, Managing Director Sourcing, Feltwell/Vereinigtes Königsreich (vom 15. Februar 2023 bis 10. Oktober 2023)

Frau Deepti Velury Bakshi, Chief Operating Officer People, Tech and Ops, , Rickmansworth/Vereinigtes Königreich (vom 10. Oktober 2023 bis 14. August 2024)

Herr Kevan William Thorn, Chief Executive Officer EMEA, Keston, Vereinigtes Königreich, (seit 14. August 2024)

Herr Vesko Dusanic, Account Director, Sankt Augustin, (seit 14. August 2024)

Herr Christian James Furness, Finance Director, EMEA West Wickham, Vereinigtes Königreich, (seit 14. August 2024)

Herr Etebom Patrick Davies, Execute Vice President EMEA, Ashford, Vereinigtes Königreich, (seit 14. August 2024)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Konzernzugehörigkeit

Die Tag Worldwide GmbH ist zum 31. Dezember 2022 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Wertheimer Germany GmbH, Frankfurt am Main. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AI Wertheimer Holdings Limited, Jersey/UK, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist in Cardiff / Wales erhältlich und wird im UK Companies House bekannt gemacht.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben.

6. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Stichtag 31. Dezember 2022 ein Unterschiedsbetrag von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 16). Dieser Differenzbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 218 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Das Büro in Bochum wurde am 20. Februar 2023 geschlossen.

Am 7. März 2023 wurde bekannt gegeben, dass Advent International L.P., Delaware/USA, zugestimmt hat, das Tag-Geschäft ("Tag") der Gruppe an die Dentsu Group Inc. ("Dentsu") Tokio/Japan, eines der weltweit größten globalen Marketing- und Werbeagenturnetzwerke, zu verkaufen. Die Transaktion wurde sowohl von den Verwaltungsräten des Konzerns als auch von Dentsu genehmigt und der Verkauf am 30. Juni 2023 vollzogen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, haben sich nicht ergeben.

 

München, den 30. April 2025

Tag Worldwide GmbH

Kevan William Thorn

Vesko Dusanic

Christian James Furness

Etebom Patrick Davies

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239.130,97 5.498,00 28.095,39 216.533,58
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.642,82 5.323,85 28.095,39 203.871,28
Buchwerte
31.12.2022
31.12.2021
Anlagevermögen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.662,30 12.488,15

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tag Worldwide GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tag Worldwide GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tag Worldwide GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. April 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Marcel Klause, Wirtschaftsprüfer

Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem ausgewiesenen Jahresüberschuss von 218.417,72 EUR ab. Der Gewinnvortrag in Höhe von 901.151,78 EUR und der Jahresüberschuss in Höhe von 218.417,72 EUR werden auf neue Rechnung vorgetragen, so dass der neue Gewinnvortrag 1.119.569,50 EUR beträgt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 30. April 2025 festgestellt.

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