Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 7955
Eingetragen
26.11.2002
Branche
Reparatur und Instandhaltung von elektrischen AusrüstungenHerstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Planung und Errichtung von Elektroanlagen aller Art, Vertrieb von Komponenten der elektrischen Antriebstechnik, Errichtung von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien, Verkauf und Reparatur von Elektromotoren und Elektrowerkzeugen, Elektroanlagenservice, Einbau und Installation von Pellet-, Wärmepumpen- und Brennwertanlagen, Installation kompletter Haustechnik sowie Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwassersysteme.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christine Beck-Meidt
seit 27.2.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Beck Elektrotechnik GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT 2023

A. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

1. Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft
Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich das Handwerk, speziell die Elektrobranche trotz Auswirkungen der Ukraine-Krieg und anderen weltpolitischen Auswirkungen gut entwickelt. Im gesamten Geschäftsjahr waren die krankheitsbedingten Ausfälle der Mitarbeitenden noch deutlich zu spüren. Die Nachfrage im privaten Bereich nach Erneuerbaren Energien - Photovoltaikanlagen in Kombination mit Kleinspeichern - hat sich verändert und der Vorlauf von knapp einem Jahr im Privatbereich konnte gut abgearbeitet. Die Dynamik der Anfragen hat sich deutlich verlangsamt, im gewerblichen Bereich ist die Nachfrage nach wie vor hoch.

Im gewerblichen und industriellen Sektor war die Investitionsbereitschaft in der Planung, von Verschiebungen geprägt. Für uns, als regional tätiges Handwerksunternehmen bleiben die Rahmenbedingungen nur leicht verändert - wir stehen für Familie, Persönlich, Regionalität, Qualität, Kompetenz und Zuverlässigkeit und das seit mehreren Jahren. Im Jahr 2023 feierten wir unser 75-jähriges Betriebsjubiläum.

Unser komplettes Dienstleistungs- und Produktspektrum haben wir stets den Marktgegebenheiten und kundenspezifischen Anforderungen angepasst. Wir legen großen Wert auf gute, geprüfte Produkte und investieren Zeit und Kosten in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Lieferengpässe Materialverfügbarkeiten sowie Preisstabilität sind wieder besser plan- und kalkulierbar.

Unverändert sehen wir ein Geschäftsfeld für elektrotechnische Handwerksbetriebe im Bereich der energieeffizienten Gebäudesystemtechnik in Verbindung mit der Lichttechnik und die Umrüstung auf LED, Gebäudeautomation, Netzwerk- und Sicherheitstechnik sowie Energie-Monitoring und deren Optimierung der Energieflüsse.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung
Die Gesamtleistung war auf Vorjahresniveau und wir konnten, trotz der äußeren Einflüsse, Personalmangel aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen, ein positives Betriebsergebnis ausweisen. Größere Projekte konnten zum Stichtag nicht schlussgerechnet werden bzw. die Bauzeitenpläne haben sich gegenüber der ursprünglichen Planung über den Jahreswechsel verschoben. Die Nachfrage nach Elektroinstallationsleistung und qualifiziertem Fachpersonal ist unverändert hoch.

3. Produktion
Die Auftragslage mit entsprechendem Vorlauf in den Segmenten Elektroanlagen, Energieversorgung, Elektroinstallation und ganzheitlicher Gebäudeautomation waren das ganze Jahr gut. Unser Produkt- und Dienstleistungsangebot erweitern wir stetig, je nach Anforderungen des Marktes bzw. der Kunden. Die Qualifizierung und Auswahl unserer Produkte und Dienstleistungen nehmen einen sehr hohen Stellenwert in unserer Firmenphilosophie ein.

4. Beschaffung
Die Preissteigerungen über alle Produkte, Maschinen und Waren sind wieder stabil auf einem höheren Niveau. Ziel ist es weiterhin, das Material und die Bauteile hauptsächlich vom Elektrogroßhandel sowie über die Zentrale expert Technik, unserem Einkaufsverbund zu beziehen. Der Lagerbestand Material wurde deutlich abgebaut.

Als Gesellschafter der expert Technik SE & Co. KG ist stets unser oberstes Ziel, möglichst alle Waren über expert zentral-gelistete Lieferanten abzuwickeln. Eine Lieferantenbewertung unseres QM-Systems unterstützt uns bei der Auswahl nach Qualifikation der Lieferanten zu unterscheiden. Unser Ziel die besten Einkaufspreise zu erhalten, was nicht immer das Wirtschaftlichste ist - Verfügbarkeiten stehen an oberster Stelle.

5. Investitionen
Die permanente Investition in EDV-Infrastruktur, Cyber-Sicherheit, Lizenzen, Datenschutz und Monitoring steigt proportional massiv an. Die Optimierung der internen Prozesse sowie interne Effizienzsteigerung sind nur in Kombination mit ganzheitlichen Softwarelösungen möglich, bedarf eines hohen Schulungsaufwandes. Unsere firmeneigene BECK App wird stets weiterentwickelt und an unsere eigenen Anforderungen angepasst, um den internen und externen Material-Bestellprozess zu digitalisieren und zu optimieren. Die App wurde um das Modul digitale Zeiterfassung erweitert, welches noch in der Erprobungsphase steckt.

6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben
Durch die Anforderung von Abschlagszahlungen, Erstellung leistungsgerechter, zeitnaher Teil- und Zwischenrechnungen war kein Bedarf an Fremdmitteln nötig. Den erhöhten Materialbestand im Lager konnten wir aus eigenen Mitteln stemmen. Eine Anmietung an Lagerfläche extern ist nicht erforderlich.

7. Personal und Sozialbereich
Die Mitarbeiterqualifizierung und -förderung sowie die damit verbundene Zufriedenheit bleibt weiterhin im Fokus. In die Qualität der Ausbildung und das Fördern der Auszubildenden investieren wir viel Zeit und Aufwand. Das Ausbilderteam wurde personell aufgestockt. Aktuell haben sechs Mitarbeitende direkt mit der Ausbildung zu tun, kümmern und begleiten die knapp 40 Auszubildenden im gewerblichen Bereich. Aufgrund des dualen Ausbildungssystems findet die praktische Ausbildung auf den Baustellen bzw. in der Werkstatt und in der Innung statt. Ziel unserer eigenen Lehrwerkstatt, die wir seit 2018 haben, ist es, die Qualität der praktischen Ausbildung deutlich zu verbessern.
Ab Ausbildungsjahr 2024 werden die Auszubildenden digital ausgestattet.

Unsere externe Arbeitssicherheitsfachkraft ist bemüht durch ständige Kontrollen und Unterweisungen das Risiko des Ausfalls zu mindern. Unsere Auswertungen in Verbindung mit präventiven Maßnahmen zahlen sich aus. Zu minimieren sind Ausfallzeiten, ob durch physische und/oder psychische Belastung sowie der Vermeidung von Arbeitsunfällen. Die letzte jährliche Sicherheitsunterweisung hat in Präsenz stattgefunden.

8. Standort
Eine Anlaufstelle in Ochsenfurt mit Bürofläche und kleinem Lagerraum ist im Vergleich zu den Vorjahren unverändert.

9. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
Nennenswerte Vorgänge von besonderer Bedeutung ereigneten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht.

B. Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage    


Geschäftsjahr Euro
Vorjahr Euro
Anlagevermögen x 100  Gesamtvermögen
424.316,00 6.043.739,36
468.651,05 4.701.777,84
Anlagenintensität in %  
7,02
9,97



2. Finanzlage
Das Kapital der Beck Elektrotechnik GmbH setzt sich aus 68,70 % Eigenkapital, 31,19 % kurzfristigem Fremdkapital sowie 0,11 % langfristigem Fremdkapital zusammen.


Geschäftsjahr Euro
Vorjahr Euro
Eigenkapital x 100  Anlagevermögen
4.152.003,88 424.316,00
2.927.783,03 468.651,05
Anlagendeckung I in %     
978,52
624,73      
Fremdkapital
1.891.735,48
1.773.994,81
- Flüssige Mittel                    
1.797.506,07   
1.215.536,17
Nettoverschuldung
94.229,41
558.458,64
Flüssige Mittel + Forderungen u. Vermögens-
gegenstände bis 1 Jahr
  X 100                              


4.345.774,86


4.175,481,02
Kurzfristiges Fremdkapital
1.884.775,73
1.754.907,79
Liquidität 2. Grades in %
230,57
237,93
Eigenkapital x 100 Gesamtkapital
4.152.003.88 6.043.739,36
2.927.783,03 4.701.777,84
Eigenkapitalanteil in %
68,70
62,27
Fremdkapital x 100 Eigenkapital
1.891.735,48 4.152.003,88
1.773.994,81 2.927.783,03
Verschuldungsgrad in %
45,56
60,59


Die Finanzstruktur des Unternehmens stellt sich weiterhin positiv dar. Durch geeignete Maßnahmen, wie ständige Kontrolle der Forderungen und festgelegte Zahlungsziele bei den großen Lieferanten und Kunden ist die Liquidität gesichert. Durch entsprechende Überwachung mit Hilfe geeigneter Software und digitalen Instrumenten lässt sich die Finanzlage des Unternehmens jederzeit ermitteln und aktuell darstellen. Eine Quartalsauswertung für jedes Team sowie die Betrachtung der produktiven Stunden auch die Auswertung und zeitnahe Betrachtung der Betriebswirtschaftlichen Zahlen auf Projektbasis. Mit der BECK App und entsprechenden Software können tagesaktuell Auswertungen gemacht werden. Übersichten der offenen Forderungen und Bestellungen erlauben eine effiziente Liquiditätsbeurteilung und - planung.

3. Ertragslage    


Geschäftsjahr Euro
Vorjahr Euro
Jahresergebnis x 100  Eigenkapital
 1.543.999,32 4.152.003,88
  229.204,52 2.927.783,03
Eigenkapitalrentabilität in %
37,19 
7,83
Jahresergebnis + Fremdkapitalzinsen
+ EE-Steuern
x 100                          


2.203.832,81


327.668,21
Gesamtkapital 
6.043.739,36
4.701.777,84
Gesamtkapitalrentabilität vor Zinsen und Steuern in %

36,46

6,97
ordentliches Ergebnis
1.543.999,32
229.204,52
+ ordentliche Abschreibungen    auf das Anlagevermögen,
soweit in den übrigen
Kosten enthalten 


137.978,34


144.546,62
+ Veränderung der    langfristigen
Rückstellungen  


0,00


0,00
= Ordentlicher Cashflow
1.681.977,66
373.751,14
Cashflow x 100 Eigenkapital
1.681.977,66 4.152.003,88
373.751,14 2.927.783,03
Eigenkapitalrentabilität in % bezogen auf Cashflow 

40,51

12,77



C. Prognosebericht
Die Auftragslage im Elektrohandwerk beurteilen wir noch gut, wobei wir schon Verschiebungen und Veränderungen der Marktlage spüren. Die Kunden aus der Industrie und dem Gewerbe sowie die Öffentliche Hand sind teilweise noch verhalten, da Zeitpläne bereits von Anfang an nicht eingehalten werden können. Der bürokratische Aufwand sowie Dokumentation und Nachweise sind weiterhin hoch.

Die Umsatzerwartung für das kommende Jahr liegt auf Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis im Jahr 2024 ist positiv einzustufen, trotz eines außergewöhnlich hohen Krankenstandes, der sich direkt auf die Produktivität sowie Steigerung der Preise für Material, Personal und sonstigen Dienstleistungen, das sich auf das Projekt- und Gesamtergebnis auswirkt. Halbfertige Projekte, die über eine längere Bauzeit liefen, konnten nicht abgerechnet werden, was sich auf das Umsatzergebnis ausgewirkt hat.
Die allgemeine Auftragslage und -entwicklung ist als vorsichtig einzustufen. Lange Planungs- und Entscheidungsphasen, enge Ausführungszeiträume sowie krankheitsbedingte Ausfälle und Fluktuation auch bei anderen Gewerken verschärfen die Lage.
Qualifiziertes Personal - hier können wir nur über die Ausbildung wachsen. Aktuell liegt die Übernahmequote bei 100%. Für das kommenden Ausbildungsjahr 2024 konnten wir bereits mit acht Auszubildenden einen Ausbildungsvertrag unterschreiben.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung - (aktuelle Lage)
Die Einschätzungen der künftigen Entwicklung der Gesellschaft sind im Bereich des Elektroanlagenbau und -Installation zwiespältig und abhängig von der weiteren Entwicklung am Arbeitsmarkt z.B. Attraktivität Öffentlicher Dienst, Folgen des Ukraine-Krieg und sowie die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung - Forderung nach Work-Life-Balance, 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich oder Homeoffice.

Aus unserer Perspektive haben wir, als Unternehmen die vergangenen Jahre während der Pandemie gut überstanden, aber die Anforderungen und Forderungen an Arbeitgeber sind massiv gestiegen. Mitarbeitende begeistern, sie für sich gewinnen und anpacken, um etwas zu bewegen, wird immer mehr zum Wettbewerb.

Im Bereich Beschaffung und Lager Material sind wir gut und effizient aufgestellt. Der schwankende Kupferpreis stets im Fokus. Alle notwendigen Maßnahmen, die getroffen werden können, sind frühzeitig eingeleitet worden.

Risiken sehen wir in Zukunft nach wie vor in der Qualifizierung von geeignetem Personal, um die Ziele, den Qualitätsanspruch sowie den zeitlichen Druck umzusetzen. Durch eine kontinuierliche Umstrukturierung in der Organisation konnten die Aufgaben und Tätigkeiten intern verteilt werden. In der Gesamtbeurteilung liegen keine akuten Risiken vor, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, aber Wachsamkeit ist gefordert. Die Ressource Mensch ist unverändert knapp.

Würzburg, den 31.07.2024

Christine Beck-Meidt    

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 424.316,00 468.651,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 44.441,00 39.869,00
II. Sachanlagen 363.596,00 415.605,00
III. Finanzanlagen 16.279,00 13.177,05
B. Umlaufvermögen 5.588.446,74 4.214.513,57
I. Vorräte 1.242.671,88 39.032,55
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.184.582,95 5.006.202,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.548.268,79 2.959.944,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.797.506,07 1.215.536,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.976,62 18.613,22
Aktiva 6.043.739,36 4.701.777,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.152.003,88 2.927.783,03
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 4.052.003,88 2.827.783,03
B. Rückstellungen 987.754,34 622.511,36
C. Verbindlichkeiten 891.803,66 1.141.796,98
davon gegenüber Gesellschaftern 182.317,47 373.872,89
D. Passive latente Steuern 12.177,48 9.686,47
Passiva 6.043.739,36 4.701.777,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.732.469,25 6.812.267,67
2. Personalaufwand 4.891.928,05 4.887.819,60
a) Löhne und Gehälter 3.963.022,89 3.943.554,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 928.905,16 944.264,87
davon für Altersversorgung 38.196,68 42.697,36
3. Abschreibungen 137.978,34 144.546,62
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 137.978,34 144.546,62
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.517.197,29 1.455.225,68
5. Erträge aus Beteiligungen 1.040,00 1.040,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.442,00 10.442,20
davon Erträge aus Abzinsung 231,26 92,58
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 658,09 671,87
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 659.175,40 97.791,82
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.491,01 2.451,66
9. Ergebnis nach Steuern 1.553.014,08 237.694,28
10. sonstige Steuern 9.014,76 8.489,76
11. Jahresüberschuss 1.543.999,32 229.204,52
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.677.783,03 2.768.357,80
13. Ausschüttung 169.778,47 169.779,29
14. Bilanzgewinn 4.052.003,88 2.827.783,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A.  Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Beck Elektrotechnik GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Würzburg
Registergericht: Amtsgericht Würzburg
Register-Nr.: HRB 7955

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Beck Elektrotechnik GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen gemäß §§ 267, 276, 288 HGB wurden in Anspruch genommen.

B.  Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wird gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Bilanz ist gemäß § 268 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert, die nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen werden. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war und die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Teile der Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet und angewendet.

Die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden gemäß § 268 Abs. 5 HGB S. 2 mit dem Nominalwert offen von den Vorräten abgesetzt (Netto-Methode).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zum niedrigeren Verkehrswert angesetzt.

Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Bestände in fremder Währung waren am Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei allen Rückstellungen wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 ergeben sich per Saldo passive latente Steuern. Soweit aktive bzw. passive Steuerlatenzen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen entstehen, werden die aktiven Steuerlatenzen in Höhe der passiven Steuerlatenzen miteinander saldiert. Für ein sich daraus ergebender Überhang an aktiven Steuerlatenzen wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB dahingehend ausgeübt, dass keine aktive Steuerlatenz aktiviert wird. Der unternehmensindividuelle Steuersatz zur Berechnung der Steuerlatenzen beträgt 29,83 %.

C.  Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist nachfolgend dargestellt. Die Buchwerte sind in der Bilanz ausgewiesen.




Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
82.893,33
20.155,62
0,00
0,00
103.048,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
82.893,33
20.155,62
0,00
0,00
103.048,95
II. Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.419.175,42
106.873,72
112.517,12
0,00
1.413.532,02
Summe Sachanlagen
1.419.175,42
106.873,72
112.517,12
0,00
1.413.532,02
III. Finanzanlagen





Beteiligungen
13.177,05
3.101,95
0,00
0,00
16.279,00
Summe Finanzanlagen
13.177,05
3.101,95
0,00
0,00
16.279,00
Summe Anlagevermögen
1.515.245,80
130.131,29
112.517,12
0,00
1.532.859,97

kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
43.024,33
15.583,62
0,00
0,00
58.607,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
43.024,33
15.583,62
0,00
0,00
58.607,95
II. Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.003.570,42
122.394,72
76.029,12
0,00
1.049.936,02
Summe Sachanlagen
1.003.570,42
122.394,72
76.029,12
0,00
1.049.936,02
III. Finanzanlagen





Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Anlagevermögen
1.046.594,75
137.978,34
76.029,12
0,00
1.108.543,97

Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
44.441,00
39.869,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
44.441,00
39.869,00
II. Sachanlagen



andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
363.596,00
415.605,00
Summe Sachanlagen
0,00
363.596,00
415.605,00
III. Finanzanlagen



Beteiligungen
0,00
16.279,00
13.177,05
Summe Finanzanlagen
0,00
16.279,00
13.177,05
Summe Anlagevermögen
0,00
424.316,00
468.651,05


2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 3 (Vorjahr: TEuro 3) enthalten.

Unterden sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEuro 28 (Vorjahr: TEuro 20) enthalten.

Unterden Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEuro 289 (Vorjahr: TEuro 300) enthalten.

3. Eigenkapital
Die Bilanz zum 31.12.2023 wurde gem. § 268 Abs. 1 HGB unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 setzt sich wie folgt zusammen:

Jahresüberschuss 2023

1.543.999,32
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr unter Berücksichtigung der


   Ergebnisverwendung aus dem Vorjahr

2.677.783,03
- Vorabgewinnausschüttung 2023

169.778,47
Bilanzgewinn 31.12.2023

4.052.003,88


4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten zurückgestellte Beträge für Personalverpflichtungen (TEuro 293,0), Gewährleistungen (TEuro 76,0), Abschluss- und Prüfungskosten (TEuro 39,0) und übrige (TEuro 20,0).

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023

kleiner 1 J.
größer 1 J.
größer 5 J.

Euro
Euro
Euro
Euro
zum (31.12.2022)
(VJ TEuro)
(VJ TEuro)
(VJ TEuro)
(VJ TEuro)
gegenüber Kreditinstituten
6.959,75
6.959,75
0,00
0,00

(19,09)
(12,10)
(6,99)
(0,00)
aus Lieferungen und Leistungen
529.491,57
529.491,57
0,00
0,00

(560,31)
(560,31)
(0,00)
(0,00)
gegenüber verbundenen Unternehmen
114.820,01
114.820,01
0,00
0,00

(95,57)
(95,57)
(0,00)
(0,00)
sonstige Verbindlichkeiten
240.532,33
240.532,33
0,00
0,00

(466,84)
(466,84)
(0,00)
(0,00)
- davon gegenüber Gesellschaftern
182.317,47
182.317,47
0,00
0,00

(373,87)
(373,87)
(0,00)
(0,00)
- davon aus Steuern
37.141,38
37.141,38
0,00
0,00

(80,09)
(80,09)
(0,00)
(0,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
6.691,64
6.691,64
0,00
0,00

(0,05)
(0,05)
(0,00)
(0,00)
Summe
891.803,66
891.803,66
0,00
0,00
(Summe VJ TEuro)
(1.141,81)
(1.134,82)
(6,99)
(0,00)


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gesichert durch Sicherungsübereignung von Anlagevermögen und die Abtretung von Forderungen.

6. Passive latente Steuern

Die passiven Steuerlatenzen zum 31.12.2023 betragen Euro 12.177,48 (Vorjahr Euro 9.686,47) und setzen sich aus passiven Steuerlatenzen in Höhe von Euro 13.649,78 (Vorjahr Euro 12.419,37) und aktiven Steuerlatenzen in Höhe von Euro 1.472,30 (Vorjahr Euro 2.732,90) zusammen. Die passiven Steuerlatenzen resultieren aus temporären Differenzen im Bereich des Anlagevermögens. Die aktiven Steuerlatenzen ergeben sich aus temporären Differenzen im Bereich der Rückstellungen.

7. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB aus Gewährleistungsverpflichtungen, Anzahlungsrechnungen und Bürgschaften in Höhe von TEuro 1.098.

Gründe für eine Inanspruchnahme aus dem Haftungsobligo sind nicht ersichtlich. Wir schließen dies aus dem jahrelang bestehenden Obligo ohne Inanspruchnahme. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Zum 31.12.2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von TEuro 813 (davon fällig innerhalb eines Jahres TEuro 335), aus Leasingverträgen von TEuro 226 (davon fällig innerhalb eines Jahres TEuro 108) und aus Dienstleistungsverträgen von TEuro 264 (fällig innerhalb eines Jahres).

Vollhafter für Arbeitsgemeinschaften
Die Beck Elektrotechnik GmbH ist Vollhafterin bei mehreren Arbeitsgemeinschaften ("Arge"), die als BGB-Gesellschaften ausgestaltet sind. Haftung und Aufgabenverteilung für die einzelnen Arge-Partner sind im Gesellschaftsvertrag jeweils detailliert geregelt.

8. Außerbilanzielle Geschäfte (Off-balance-Transaktionen), die für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens wesentlich sind, bestehen nicht.

9. Geschäfte mit nahestehenden Personen
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

D.  Sonstige Pflichtangaben

1. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch die Geschäftsführerin Christine Beck-Meidt, Diplom-Betriebswirtin.
Hinsichtlich der Pflicht zur Angabe der Gesamtbezüge wurde von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da sich ansonsten die Bezüge der Organmitglieder feststellen lassen könnten.

2. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft beschäftigt (Angabe ohne Geschäftsführer):



Anzahl
technische Beschäftigte

68
kaufmännische Beschäftigte

10


78
Auszubildende

30
Insgesamt

108


3. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Würzburg, 27. Juni 2024


Beck Elektrotechnik GmbH

gez. Christine Beck-Meidt, Geschäftsführerin

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt. Das Jahresergebnis wurde entsprechend dem Gewinnverwendungsvorschlag auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Gesellschaft hat Offenlegungserleichterungen nach §§ 326, 327 HGB in Anspruch genommen.

Gemäß § 328 Abs. 1a S. 2 HGB weisen wir darauf hin, dass sich der wiedergegebene Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

Bestätigungsvermerk


Bei dem eingereichten Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Beck Elektrotechnik GmbH mit Sitz in Würzburg handelt es sich um die nach §§ 325, 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Beck Elektrotechnik GmbH und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2024 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen. Wer auch immer das in folgenden Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Die Franken-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat dem vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Beck Elektrotechnik GmbH folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Beck Elektrotechnik GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Beck Elektrotechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Beck Elektrotechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Würzburg, 04.07.2024 FRANKEN-TREUHAND GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

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