Beteiligungsgesellschaften
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Amann seit 19.5.2022 | Vorstandsmitglied |
Thomas Roßner seit 18.10.2002 | Vorstandsmitglied |
Bernd Nossem seit 18.10.2002 | Vorstandsmitglied |
Tilo Linz seit 18.10.2002 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
imbus AGMöhrendorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023imbus AG, Möhrendorf1. Darstellung des Geschäftsverlaufes 1.1 Entwicklung der Gesellschaft und des Marktes imbus sichert die Qualität und die Funktionalität von softwarebasierten Produkten für eine digitalisierte Zukunft! Wir sorgen dafür, dass Software zuverlässig arbeitet und dass sie leicht und barrierefrei bedienbar ist. Als konstruktiver und erfahrener Begleiter unserer Kunden beraten und unterstützen wir im gesamten Entwicklungsprozess. So helfen wir, Fehler und Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen, bevor daraus Probleme entstehen. Das imbus-Angebot umfasst Beratung zur Prozessverbesserung, Softwaretest Services, Testoutsourcing, Testwerkzeuge und Training. Mit umfassendem Know-how, modernsten Werkzeugen und bewährter Methodik erhöht imbus die Zuverlässigkeit und die Performance von Softwareprodukten, softwareintensiven Systemen sowie kompletten IT-Strukturen und sichert als herstellerunabhängiger Partner deren korrekte Funktionalität. Zu den Auftraggebern zählen Großunternehmen und Mittelständler aller Branchen, u.a. der Automobilindustrie, Medizintechnik, Telekommunikation, des Finanzwesens sowie der öffentlichen Verwaltung. Die immer breitere Durchdringung des täglichen Lebens mit Software, softwaregestützten Produkten und Dienstleistungen führt zu hohen Qualitätsanforderungen in allen Lebensbereichen, beginnend bei der täglichen Nutzung des Internets und endend bei eingebetteten Softwaresystemen in sicherheitskritischen Systemen wie z.B. Zügen oder Medizingeräten. Diese Qualitätsanforderungen wiederum führen zu einem stetig steigenden Bedarf an Softwaretests und -qualitätssicherungsmaßnahmen. Die imbus AG bietet in diesem Bereich ein breites Portfolio an Produkten und Dienstleistungen, die individuell zugeschnitten und zu kundenspezifischen Lösungen kombiniert werden können. Die inzwischen mehr als dreißigjährige Fokussierung auf qualitativ hochwertige, branchen- und technologieübergreifend verwendbare Lösungen hat die imbus AG zu einem der größten unabhängigen Spezialanbieter in Deutschland gemacht. Den steigenden Anforderungen durch den Markt begegnete das Unternehmen neben der Diversifizierung in mehrere Produkt- und Dienstleistungsbereiche auch durch die Gründung mehrerer im Bundesgebiet verteilter Geschäftsstellen, die teilweise als Mehrheitsbeteiligungen (GmbHs), teilweise als Organisationseinheiten der AG operieren. Die imbus AG hat Standorte bzw. Mehrheitsbeteiligungen an Tochterunternehmen in • Möhrendorf bei Erlangen (Firmensitz), • München, • Norderstedt bei Hamburg, • Hofheim bei Frankfurt (imbus Rhein-Main GmbH), • Köln (imbus Rheinland GmbH), sowie • Braunschweig (imbus Niedersachsen GmbH). Sie ist an folgenden Auslandsunternehmen beteiligt: • imbus Tunisia S.A.R.L. (Sousse / Tunesien) • imbus Peja L.L.C (Peja / Kosovo) • imbus Canada Corporation (Toronto / Kanada) 1.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung Gegenüber 2022 haben wir unseren Umsatz deutlich um 13,6% gesteigert auf TEUR 40.088. Wir konnten insbesondere unsere Projekte mit öffentlichen Auftraggebern ausbauen sowie mit Unternehmen der Healthcare- und Versicherungs-Branche. 1.3 Besondere Entwicklungen Im ersten Quartal 2023 wurde die bestehende Zertifizierung nach ISO 27001 im Rahmen eines Überwachungsaudits auf alle Standorte und Konzerntöchter in Deutschland erweitert. Aufgrund der stabilen Marktnachfrage nach professionellen Softwaretests und intelligenter Software-Qualitätssicherung verfolgt imbus die Strategie, ihre Testkapazitäten sowohl in Deutschland als auch durch Nutzung unserer Nearshore-Kapazitäten effektiv einzusetzen. Viele imbus Kunden schätzen es, dass sie die Softwaretests für ihre Projekte durch imbus effizient, schnell und zuverlässig durchführen können. Um unsere Kunden bestmöglich betreuen zu können, wurde unser Sales-Team erweitert und insbesondere mit Aufgaben zur Ausweitung von Nearshore-Services und TestBench-Lizenzen betraut. Unser Angebot für kostenfreie Online-Webinare als bedeutsames vertriebliches Instrument wurde ausgebaut, ebenso wie die darauf aufsetzenden "digitalen Lieferformen" unter Anderem zu den Themen Qualitätssicherung von KI-Systemen, Security Test, Digitale Barrierefreiheit, Exploratives Testen, TestBench sowie Outsourcing von Testdienstleistungen. Im Schulungsbereich "imbus Akademie" werden gegenüber den Vorjahren wieder verstärkt Präsenztermine gebucht. Da weiterhin sehr viele "Virtual-Classroom-Training" gebucht wurden, konnte der Umsatz der Akademie nochmals um 27% gesteigert werden (nach über 50% im Jahr 2021 und 30% im Jahr 2022). Im Jahr 2023 wurde bedingt durch eine grundlegend überarbeitete Fassung des Lehrplans des International Software Testing Qualifications Boards (ISTQB) das für die imbus Akademie zentrale Schulungsprodukt "ISTQB® Certified Tester Foundation Level" neu ausgearbeitet und erfolgreich beim German Testing Board reakkreditiert. Besonders erfolgreich ist das Angebot der neuen ISTQB® Certified Tester AI Testing Schulung, in der es um das Testen von KI-basierten Systemen sowie das Testen mit Hilfe von KI geht. Der erste Bericht zur Nachhaltigkeitsstrategie (siehe auch Abschnitt 4.1) wurde im Februar 2023 von Prüfern des DNK (Deutscher Nachhaltigkeitskodex) freigegeben und steht seitdem in der Datenbank des DNK sowie auf unserer Webseite öffentlich zur Durchsicht bereit. Über die vom DNK definierten zwanzig Nachhaltigkeitselemente wird ab 2023 eine einheitliche Nachhaltigkeitsstrategie für alle deutschen Standorte, auch die der verbundenen Unternehmen, definiert und umgesetzt, insbesondere die seit 2018 etablierte Strategie zur CO 2 -Neutralität. Das in 10/2020 gestartete F&E Projekt HolmeS 3 zur Entwicklung einer optimierten "Methodik und Tool-Umgebung für Szenario-basiertes Testen von Systemen für autonomes Fahren" wurde in 12/2023 erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt wurde im Rahmen des F&E-Programms "Informations- und Kommunikationstechnik" der bayerischen Staatsregierung gefördert und in Zusammenarbeit der Projektpartner Software Engineering Laboratory for Safe and Secure Systems der Hochschule Regensburg (OTH), der e:fs TechHub GmbH und der imbus AG durchgeführt. Ziel für 2024 ist die Anwendung der erzielten Ergebnisse im Rahmen von Pilotprojekten bei Kunden aus der Automobilindustrie. 1.4 Investitionen Ein wesentlicher Teil der Investitionen floss in die Weiterentwicklung unserer Produkte und Portfolio-Bausteine. Näheres hierzu ist in Abschnitt 4.2 dargestellt. Das Anfang 2022 erfolgreich eingeführte Informationssicherheits-Managementsystem nach DIN/ISO 27001 wurde zu Beginn des Jahres 2023 auf die Standorte außerhalb Möhrendorfs und insbesondere auf die verbundenen Unternehmen in Deutschland ausgerollt. Dies erforderte umfangreiche Investitionen in die Anpassung und Vereinheitlichung von Prozessen sowie zusätzliche Hard- und Software-Sicherheitssysteme. Zur verstärkten Nutzung verschiedener Methoden und Werkzeuge mit künstlicher Intelligenz wurden mehrere unternehmensinterne Hard- und Softwaresysteme etabliert, die es uns ermöglichen, in allen Unternehmensprozessen KI und Prozessautomatisierung unter Einhaltung von strengen Anforderungen an Informationssicherheit und Datenschutz "cloud-free" einzusetzen. Die Zugänge bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen beliefen sich auf TEUR 287. 1.5 Finanzierungsmaßnahmen Aufgrund der stabilen Liquiditätslage sind keinerlei Fremdfinanzierungen nötig. Die Investitionen konnten aus dem laufenden Cash-Flow finanziert werden. Es wurden keine Überbrückungshilfen oder ähnliche Leistungen in Anspruch genommen. 2. Darstellung der Lage 2.1 Ertragslage Die Ertragslage blieb im Jahr 2023 aufgrund der hohen Auslastung sehr gut. Wir konnten bei einer Gesamtleistung von TEUR 40.088 ein positives Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 2.102 erzielen. Die Personalkosten stiegen absolut um TEUR 1.380. Die jahresdurchschnittliche Mitarbeiterzahl ohne Auszubildende hat sich um neun Mitarbeiter erhöht. Der prozentuale Anteil des Personalaufwands hat sich bezogen auf die Gesamtleistung des Unternehmens auf 43,7% (Vj. 45,8 %) vermindert. Der Anteil der Honorare für Fremddienstleister an der Gesamtleistung hat sich in 2023 um 3,2 %-Punkte auf 41,7 % erhöht. Zunahmen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen sich unter anderem bei den Raumkosten, den Fahrzeugkosten, den Fortbildungskosten und den Referentenhonoraren. Letztere Zunahme steht im Zusammenhang mit den Umsatzsteigerungen bei der "imbus Akademie". Die Abschreibungen haben um TEUR 70 auf TEUR 355 zugenommen. Das operative Ergebnis hat sich in 2023 um 7,3 % auf TEUR 1.563 vermindert. Das neutrale Ergebnis zeigt sich leicht positiv. Das Finanzergebnis (inkl. Beteiligungsergebnis) hat sich auf Grund gesunkener Beteiligungsausschüttungen zum Vorjahr um TEUR 78 auf TEUR 435 verringert. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.558 (Vj. TEUR 1.678). 2.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme zeigt zum Vorjahr eine Zunahme um TEUR 304 auf TEUR 12.558. Die Sachanlagen haben sich leicht um TEUR 78 vermindert. Die Finanzanlagen zeigen sich unverändert. Die Liefer- und Leistungsforderungen zeigen sich um TEUR 676 erhöht, die Verbundforderungen haben um TEUR 532 abgenommen. Der Bestand an Flüssigen Mitteln hat sich um TEUR 143 erhöht. Passivisch zeigt sich die Zunahme der Bilanzsumme insbesondere bei den Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen haben sich um TEUR 116 auf TEUR 1.923 erhöht. Die Verbindlichkeiten haben um TEUR 189 auf TEUR 2.550 zugenommen. Das Fremdkapital zeigt sich damit insgesamt um TEUR 305 erhöht, das Eigenkapital hat sich unwesentlich um TEUR 9 vermindert. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 61,7 % (Vj. 63,3 %). Der vereinfachte Cash Flow (Jahresergebnis und Abschreibungen) beläuft sich in 2023 auf TEUR 1.913 (Vj. TEUR 2.052). 2.3 Besondere Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag Im April 2024 haben wir mit großem Erfolg und einem Besucherrekord an sechs Standorten unsere imbus Roadshow "Trends in Testing" zum Thema "Testen von und mit KI" durchgeführt. 3. Prognosebericht 3.1 Geschäftserwartungen 2024 Für 2024 erwarten wir in einem schwieriger werdenden Marktumfeld eine stabile Entwicklung des Unternehmens sowie ein positives Jahresergebnis. Aufgrund signifikant steigender Personalkosten (auch wegen der geplanten umfangreichen Inflationsausgleichszahlungen gemäß drittem Entlastungspaket) rechnen wir bei steigendem Außenumsatz mit einem leicht rückläufigen Ergebnis. Wir gehen aufgrund unserer gut laufenden Ausbildungsprogramme von einer weiteren Zunahme der Mitarbeiteranzahl in Deutschland aus. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen und dies voraussichtlich ohne Fremdkapital aufnehmen zu müssen. 3.2 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 3.2.1 Chancen Die Stärken von imbus liegen im Know-how und der Motivation aller Mitarbeiter. In einem offenen und teamorientierten Arbeitsumfeld mit flachen Hierarchien können Ideen und Innovationen schnell und unbürokratisch umgesetzt werden. Dieses erstklassige Know-how wird immer wieder durch Kunden bestätigt, weswegen Aufträge auch gegen im Preis billigere Wettbewerber gewonnen werden. Wir sehen deshalb in allen Geschäftsfeldern langfristig weitere Wachstumschancen. Besondere Chancen zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit sehen wir im Einsatz von künstlicher Intelligenz. Unsere KI-Strategie setzt den Fokus auf folgende drei Handlungsfelder: Erhöhung unserer Produktivität in Kundenprojekten durch Einsatz von KI-Werkzeugen und -KnowHow, kontinuierliche Optimierung unserer internen Prozesse durch den Einsatz von Automation und KI, sowie Integration von KI-Komponenten in unser Produkt TestBench, um die Effizienz der Anwender:innen beim Testen zu steigern. 3.2.2 Risiken Bereits im zweiten Halbjahr 2023 haben wir an mehreren Standorten von imbus eine leichte wirtschaftliche Abkühlung und Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe durch einige Kunden festgestellt. Auch Anfang des Jahres 2024 nehmen wir in einem schwieriger werdenden Marktumfeld einen verschärften Preiswettbewerb wahr, u.a. getrieben durch Wettbewerber mit Auslastungslücken. Wir reagieren darauf mit einer verstärkten Innovationstätigkeit, vor allem im Bereich "Testen von und mit künstlicher Intelligenz" sowie der weiteren Qualifikation unserer Mitarbeitenden (siehe auch Abschnitt 4.2). Langfristig stellt sich der Mangel an verfügbaren Fachkräften als Hemmnis für das weitere Unternehmenswachstum dar. Bei größeren Neuaufträgen besteht temporär das Risiko, wegen Mangels an Projektpersonal den Auftrag nicht zeitgerecht oder nicht in vollem Umfang bedienen zu können. Diesem Risiko begegnen wir durch verstärkte Anstrengungen zur Mitarbeiterbindung und -neugewinnung, einer nach wie vor hohen Priorisierung unserer Ausbildungstätigkeit insbesondere für Fachinformatiker und Berufseinsteiger, einem Programm zur Weiterentwicklung von Führungskompetenzen, sowie einem professionellen Partner-Managementprozess. Die Geschäftsentwicklung der imbus AG und der Beteiligungsunternehmen wird laufend durch unser umfangreiches Finanz- und Projektcontrolling überwacht. 4. Sonstige Angaben 4.1. Angaben zum Personal- und Sozialbereich Zum Jahresende waren 236 Mitarbeiter (ohne Auszubildende, Praktikanten und Vorstände) bei der imbus AG beschäftigt (Vorjahr 233). Ein Prämiensystem beteiligt die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg und ermutigt zur Übernahme von Verantwortung für das Erreichen der Unternehmensziele. imbus organisiert und unterstützt regelmäßige gemeinsame Veranstaltungen, sowohl im beruflichen Rahmen als auch in der Freizeit. Basierend auf einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Personalstrategie bietet imbus als Arbeitgeber vielfältige Instrumente zur Stärkung der Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie zur Unterstützung der Mitarbeitenden in allen Lebensphasen, u.a. flexible Arbeitszeiten und -orte, individuelle Aus- und Weiterbildungsinstrumente u.a. per e-Learning, Mobilitätsinstrumente wie das Deutschlandticket sowie vielfältige betriebliche Sozialleistungen (Altersvorsorge, Gesundheitsmanagement, Krankenversicherung, firmeneigene Großpflegestelle für Kleinkinder, kostenfreier Beratungsdienst in Zusammenarbeit mit der Rummelsberger Diakonie). Diese Stärken werden durch ein 2023 aktualisiertes Employer Branding klar herausgearbeitet und im Recruiting und Personalmarketing sowie im ebenfalls neu aufgesetzten Alumni- Programm "imContact" erfolgreich eingesetzt. Um die Wirksamkeit systematisch zu bewerten, wurden 2023 flächendeckende "Stay"- und "Exit"-Interviews mit neu eingetretenen sowie ausscheidenden Mitarbeitenden durch die Personalabteilung als Feedback-Instrumente etabliert. Nach wie vor sorgt eine breit gefächerte Berufsausbildung im technischen und im kaufmännischen Bereich für Nachwuchs von motivierten Fachkräften. Ausgebildet werden neben Fachinformatikern für Anwendungsentwicklung, Facharbeiter für Systemintegration und Kaufleute für Büromanagement. Das bereits 2018 eingeführte "JumpStart"-Programm, bei dem innerhalb von drei Monaten Studienabgänger geeigneter technisch-mathematischer Studiengänge zu Testspezialisten weitergebildet werden, wurde auch 2023 mit zwei Durchläufen im April und Oktober sehr erfolgreich durchgeführt. Ergänzend zu diesem Einsteigerprogramm entwickelten wir 2021 mit "LevelUp" ein Programm zur Förderung von Talenten für personelle, technische, wirtschaftliche und vertriebliche Führungsaufgaben. Das Programm startete mit dem ersten Durchlauf 2021-2022. Der zweite Durchlauf begann im zweiten Quartal 2023. Eine Wiederholung ist im Rhythmus von zwei Jahren geplant und dient uns als wichtiges Instrument zur Entwicklung von Nachwuchsführungskräften für verschiedenste Aufgaben im Unternehmen. In der Initiative "imbus Corporate Social Responsibility" werden seit Ende 2014 alle Maßnahmen gebündelt, die dazu beitragen, dass imbus in seiner Geschäftstätigkeit zunehmend soziale Verantwortung übernimmt. Wie in den vergangenen Jahren wurden strategisch verschiedene gemeinnützige Organisationen und Projekte ausgewählt und mit Spenden unterstützt, um beispielsweise benachteiligten Jugendlichen den Zugang zu einer IT-Ausbildung zu ermöglichen. Seit April 2020 unterstützen wir gemeinnützige Einrichtungen dabei, die Auswirkung der pandemiebedingten Einschränkungen abzumindern, beispielweise Tafeln, Hospizvereine und Bürgerstiftungen in der Region. Diese Unterstützung führen wir auch 2023 fort und haben sie um Hilfsaktionen für Ukraine deutlich erweitert. 4.2. Forschung und Entwicklung Der 2020 etablierte, auf dem agilen Framework "SAFe" basierende Innovationsprozess wurde 2023 erfolgreich weitergeführt. Die Themenschwerpunkte "Agile Transformation", "Testautomatisierung", "IT Security" und "Testen von und mit künstlicher Intelligenz" wurden kontinuierlich weiterentwickelt und tragen maßgeblich zu Erweiterungen unseres Portfolios, zu thematischen Schwerpunkten unserer Veranstaltungen (QS-Tag und Trends in Testing) und zur Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden bei. 2023 stellte die Entwicklung interner Aus- und Weiterbildungsmodule in Form von klassischen Schulungen, Workshops und e-Learnings für unsere Mitarbeitenden einen wichtigen Schwerpunkt dar. Durch diese können wir unsere Mitarbeitenden zielgerichtet und zukunftssicher qualifizieren. Das im April 2022 gestartete, durch den Freistaat Bayern gefördertes Forschungs-Verbundprojekt "GENESIS" wurde weitergeführt und liefert wichtige Impulse zum einen für unsere Value Streams "IT Security" und "Testen von und mit KI", zum anderen auch für die Schärfung unserer internen Prozesse, Werkzeuge und Awareness-Maßnahmen rund um Cyber Security. Die Erkenntnisse aus unseren Forschungen zum "Testen mit KI" sind erstmals als Prototypen in TestBench integriert worden. TestBench ist unser seit vielen Jahren etabliertes System für professionelles Testmanagement und Testautomatisierung. Nach der Entscheidung zur Umstellung auf eine neue Produktgeneration 2022, haben wir die Webpräsenz unter testbench.com als zentrale Anlaufstelle für Kunden und Interessenten komplett überarbeitet und neu released. Auf der Roadmap zur Weiterentwicklung stehen neben der Entwicklung einer modernen, webbasierten Oberfläche die stärkere Integration von Jira und Robot Framework. 4.3. Veranstaltungen und Kongresse Unsere jährliche Veranstaltungsreihe "Trends in Testing" konnte 2023 (nach Corona-bedingter Pause von 2020 bis 2022) an allen imbus Standorten in Deutschland wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden. Der von imbus ausgerichtete Software QS-Tag ist die führende Konferenz für Software-Qualitätssicherung und -Test im deutschsprachigen Raum. Auch den "Software QS-Tag" konnten wir seit 2022 wieder als Präsenzveranstaltung durchführen. Mit beiden Formaten konnten wir Kunden und Partnern somit wieder die Möglichkeit bieten, sich live und persönlich mit den Experten der Branche zu vernetzen.
Möhrendorf, den 17. Mai 2024 gez. Matthias Amann gez. Tilo Linz gez. Bernd Nossem gez. Thomas Roßner HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023imbus AG, MöhrendorfI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der imbus AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 267 und 288 HGB Gebrauch gemacht. 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Zugänge des Geschäftsjahres werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs bis auf einen EUR voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der niedrigere beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt wird dieser angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse bzw. unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Das Wahlrecht, die Kosten der allgemeinen Verwaltung, der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs und für freiwillige soziale Aufwendungen einzubeziehen, wird nicht in Anspruch genommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen ausgewiesen. Die übrigen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen bei Lebensarbeitszeitkonten entsprechen dem vorhandenen ausgelagerten Deckungsvermögen und sind insofern bilanzneutral. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. III. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz 1. Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit EUR 603.080,80 (Vj. EUR 1.135.026,86). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 2. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Das Anlagevermögen ist im Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang) erläutert. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 3. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 79.912,04 (Vj. EUR 103.852,40). 4. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
5. Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten sowie weitere Angaben können dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel entnommen werden:
Im Vorjahr hatten sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Der Betrag der Verbindlichkeiten enthält Verpflichtungen aus Steuern in Höhe von 1.152.269,23 Euro (Vorjahr: 1.093.429,82 Euro) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 21.464,54 Euro (Vorjahr: 20.925,98 Euro). 6. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus den bis zum 31.12.2023 abgeschlossenen Miet-und Leasingverträgen bestehen Gesamtverpflichtungen ab dem Jahr 2023 bis zum frühestmöglichen Ablauf der Verträge in Höhe von TEUR 1.064. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Erläuterungen der Aufwendungen für Altersversorgung Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf 91.960,22 Euro (Vj. 77.443,04 Euro). 2. Erläuterung der Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen enthalten solche aus verbundenden Unternehmen in Höhe von 415.150,00 Euro. (Vj. 499.600,00 Euro). V. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an: Dem Vorstand gehörten an: Herr Tilo Linz, Diplom-Informatiker Herr Thomas Roßner, Diplom-Informatiker Herr Bernd Nossem, Diplom-Informatiker Herr Matthias Amann, Diplom-Wirtschaftsinformatiker Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2023 betragen EUR 818.519,19. Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an: Herr Wolfgang Wieser, Diplom-Informatiker bei der imbus AG (Vorsitzender) Frau Susanne Möcks-Carone, Geschäftsführerin der VioletBusiness GmbH Frau Dr. Ricarda Dormeyer, Informatikerin Für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrates Gesamtbezüge in Höhe von EUR 25.800,00 gewährt. 3. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
*) diese Gesellschaften befinden sich in Liquidation Die Angaben der Anteilshöhe, von Eigenkapital und Ergebnis beziehen sich jeweils auf das Geschäftsjahr 2022. 4. Angaben nach § 285 Nr. 11a HGB Die imbus AG ist persönlich haftender Gesellschafter der RVSE Mittelstandsallianz GmbH & Co. OHG, Nürnberg. 5. Angabepflichten nach dem Aktiengesetz Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital von Euro 658.391,00 ist eingeteilt in 658.391 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00 Euro. Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine eigene Aktien veräußert oder erworben. Erwerb, Veräußerung und Übertragung der eigenen Aktien erfolgen im Rahmen der Mitarbeiterbeteiligung. Der Anteil der eigenen Aktien am Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.117,00. Angaben nach § 152 Abs. 2 und 3 AktG Die anderen Gewinnrücklagen zeigen sich zum Vorjahr unverändert nachdem in 2023 kein Erwerb bzw. keine Veräußerung eigener Aktien stattgefunden hat. 6. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn 2023 pro Aktie eine Dividende von 1,20 Euro auszuschütten (rd. TEUR 784) und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Unterschrift der Geschäftsführung
Möhrendorf, 17. Mai 2024 gez. Tilo Linz gez. Bernd Nossem gez. Thomas Roßner gez. Matthias Amann Bericht des Aufsichtsrats zur 24. ordentlichen Hauptversammlung am 20. Juli 2024Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, 2023 war für imbus wieder ein erfolgreiches Jahr. Trotz der steigenden Konflikte in der Welt waren die Auswirkungen auf imbus glücklicherweise geringer als befürchtet. Die Projekte konnten in der gewohnten Qualität abgewickelt und auch diverse Neukunden gewonnen werden. Den meisten Umsatz erzielen wir nach wie vor über Ausschreibungen des öffentlichen Dienstes, allen voran bei der Bundesagentur für Arbeit. Der Gewinn dieser Ausschreibungen erfordert einen großen Aufwand in der Ausschreibungsbearbeitung, bei der Logistik und der Abarbeitung, und ist Dank des großen Engagements unserer Mitarbeiter seit Jahren sehr erfolgreich. Auch unsere Veranstaltungen QS-Tag und Trends-in-Testing mit den Themen "Sustainable Quality" und "Power 4 Quality" waren wieder sehr erfolgreich. Die positive Resonanz und das große Interesse unserer Kunden bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die richtigen Themen adressieren. Besonders erwähnenswert ist auch unsere Akademie, die im letzten Jahr ihr bisher bestes Ergebnis erzielte. Der größte Umsatz wurde dabei weiterhin mit den "Virtual Classroom" Schulungen erzielt, auch wenn wieder deutlich mehr Präsenzschulungen nachgefragt wurden. Ein weiteres Highlight, das uns in die Zukunft blicken lässt, ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in unseren Geschäftsprozessen. Die bisherigen Erkenntnisse sind vielversprechend und eröffnen uns völlig neue Möglichkeiten im Bereich des Testens aber auch der täglichen Arbeit. KI wird uns helfen, effizienter zu arbeiten, fundiertere Entscheidungen zu treffen und unseren Kunden noch bessere Dienstleistungen anzubieten. KI stellt uns aber gleichzeitig vor Herausforderungen: wie können wir einerseits zuverlässig KI's testen, andererseits Tests mit ihrer Hilfe effektiver und effizienter gestalten. Die spannende Zukunft, die uns durch den Einsatz dieser Technologie erwartet, ist ein wichtiger Pfeiler unserer langfristigen Strategie. Der während Corona etablierte "Way of Working" wird auch weiterhin bei imbus gelebt. Die Mitarbeiter können mobil arbeiten oder im Büro. Diese flexible Arbeitsweise wird von der Mitarbeiterschaft durchweg positiv gesehen. Trotz der schwierigen Lage in der Weltwirtschaft sehen wir auch viele Chancen für die kommenden Jahre. Unsere Innovationskraft, unsere erfolgreichen Projekte, unser ausgezeichneter Mitarbeiterstamm, aber auch die positiven Rückmeldungen unserer Kunden geben uns Grund zur Zuversicht. Gemeinsam werden wir diese Herausforderungen meistern und imbus weiter voranbringen. imbus ist seit Jahren ein wichtiger Faktor auf dem Markt der Testdienstleistung und wird es auch nachhaltig bleiben. Die aktuelle Situation und die Aussichten für die Zukunft werden vom Aufsichtsrat weiterhin positiv bewertet. Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der imbus AG besteht aus 3 Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2023 waren dies: • Wolfgang Wieser (Vorsitzender) • Susanne Möcks-Carone (Stellvertreterin) • Dr. Ricarda Dormeyer Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind bis zum Ende der Hauptversammlung bestellt, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 entscheidet. Sitzungen Aufsichtsrat und Vorstand der imbus AG haben sich im Geschäftsjahr 2023 in 4 ordentlichen Sitzungen mit der Lage der Firma sowie der strategischen Entwicklung der Geschäftsfelder und Geschäftsbereiche befasst. Abhängig von den Themen wurde dazu auch Fachpersonal für Vorträge und Erläuterungen eingeladen. Im Rahmen der Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands eingehend über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens sowie über die grundsätzliche Geschäftspolitik unterrichten lassen. Der Vorstand erstattete regelmäßig Zwischenberichte über den Geschäftsverlauf. Alle Sitzungen wurden ordnungsgemäß einberufen und protokolliert. Auch außerhalb der Sitzungen standen die Mitglieder des Aufsichtsrats im Kontakt untereinander und mit dem Vorstand. Beschlüsse wurden im Rahmen der Sitzungen oder im Umlaufverfahren gefasst. Arbeit des Aufsichtsrats Im Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat seine Überwachungs- und Beratungsaufgaben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit der strategischen Ausrichtung, der Entwicklung sowie wichtigen Einzelmaßnahmen der Gesellschaft befasst. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war stets vertrauensvoll und eng. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand frühzeitig in alle für das Unternehmen wichtigen Entscheidungen eingebunden. Die relevanten Informationen erfolgten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Planabweichungen im Geschäftsverlauf des Konzerns bzw. der einzelnen Geschäftsbereiche wurden vom Vorstand eingehend erläutert und gemeinsam mit dem Aufsichtsrat erörtert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich darüber hinaus in Einzelgesprächen vom Vorstand unterrichten lassen. Themen in den Sitzungen waren unter anderem • die finanzielle Lage und die Geschäftsentwicklung, • der Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine und der Konflikt zwischen Israel und der Hamas, sowie deren Auswirkungen auf unsere Kunden und imbus, • die Auswirkung der Inflation auf imbus und unsere Kunden, • die Entwicklung des Produkts TestBench, • das Nearshore-Geschäft und die Einbindung der Nearshore-Standorte in die TestBench-Entwicklung, • die imbus Veranstaltungen Trends in Testing und QS-Tag, • die Neuauflage des Programms zur Förderung von Talenten bei imbus ("LevelUp"), • die Nachfolgeplanung für Führungspersonen, • die Mitarbeitergewinnung bzw. -bindung und das Employer Branding, • die Erweiterung des Werte- und Kulturmodells, • die Zukunft des Testens durch den Einsatz von KI bzw. des Testens von KI, • weitere spezielle Testgebiete, wie Security Testing und Testen von Barrierefreiheit • sowie das Geschäft mit den imbus-Produkten. Erteilung des Prüfungsauftrages und Prüfung Die Prüfung des Jahresabschlusses ist eine zentrale Aufgabe des Aufsichtsrats und stellt sicher, dass die finanziellen Berichte der Gesellschaft korrekt und vollständig sind. Im Berichtszeitraum wurde der Jahresabschluss der imbus AG gemäß den gesetzlichen Anforderungen und internationalen Rechnungslegungsstandards erstellt und geprüft. Bericht des Abschlussprüfers Die LHP Hahn GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts beauftragt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht umfassend geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Die Prüfung umfasste alle wesentlichen Positionen und Angaben im Jahresabschluss sowie im Lagebericht. Der Abschlussprüfer bestätigte, dass der Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung erstellt wurde. Die Prüfung führte zu einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Diskussion und Überprüfung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Ein Vertreter der LHP Hahn GmbH nahm an der Sitzung des Aufsichtsrats teil, erläuterte die Ergebnisse ihrer Prüfung und stand für Fragen zur Verfügung. Empfehlung zur Feststellung des Jahresabschlusses Nach eingehender Prüfung und Diskussion hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüften Jahresabschluss und den Lagebericht erhoben. Der Aufsichtsrat kommt zu dem Schluss, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Aufsichtsrat empfiehlt daher der Hauptversammlung, den Jahresabschluss der imbus AG für das Jahr 2023 festzustellen und den vom Vorstand vorgeschlagenen Gewinnverwendungsvorschlag zu billigen. Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat ferner beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen. Diese Empfehlung basiert auf der Überzeugung, dass der Vorstand und der Aufsichtsrat ihre Aufgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr ordnungsgemäß und im besten Interesse der Gesellschaft erfüllt haben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr. Wir sind zuversichtlich, dass die imbus AG auch in den kommenden Jahren erfolgreich wirtschaften wird.
Möhrendorf im Juli 2024 gez. Wolfgang Wieser, Vorsitzender des Aufsichtsrats sonstige BerichtsbestandteileAnlagenspiegel
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die imbus AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der imbus AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der imbus AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Windsheim, den 19. Juni 2024 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Florian Hahn, MBA, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.-Kfm. Ulrich Kahn, Wirtschaftsprüfer |
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