Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 219577
Vorher
ICL (Deutschland) GmbHFujitsu Services GmbH
Eingetragen
3.12.1992
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie und Vertrieb von IT-Produkten (Hardware und Software).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Josko Jeraj
seit 6.2.2026
Geschäftsführer
Prokura
Michael Schulz
seit 23.12.2025
Geschäftsführer
Robert Heinz Roiger
seit 6.2.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Fujitsu Siemens Computers GmbH
Germany
56.010.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fujitsu Services GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fujitsu Services GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fujitsu Services GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fujitsu Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang sowie den Abschnitt "Risikobericht" Unterabschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund von in früheren Geschäftsjahren aufgelaufenen, mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Verlusten bilanziell überschuldet ist. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich zum 31. März 2022 auf EUR 14,1 Mio. (Vj. EUR 17,1 Mio.). Weiter berichten die gesetzlichen Vertreter, dass die Gesellschaft für den Prognosezeitraum einen negativen Cashflow im oberen zweistelligen Millionenbereich erwartet, was zu monatlich abnehmenden Cash Balances und zu Liquiditätsbedarfen führen wird, die durch die Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam/Niederlande im Rahmen des Cash Pooling Agreement gedeckt werden sollen.

Die Gesellschaft ist dann auf die Aufrechterhaltung des Cash Pooling Agreement für entsprechende Liquiditätszuflüsse angewiesen. Das Cash Pooling Agreement ist derzeit ungekündigt.

Zudem hat sich die Fujitsu Technology Solutions GmbH, München im Rahmen eines am 27. Juli 2022 abgeschlossenen Letter of Comfort verpflichtet, die Gesellschaft in der Art und Weise zu unterstützen, dass diese für einen Zeitraum von 18 Monaten vom Bilanzstichtag 31. März 2022 oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers, je nachdem, welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen.

Die Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam/Niederlande, hat mit Datum vom 25. Juli 2022 einen Letter of Comfort abgeschlossen, mit dem sich die Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam/Niederlande, verpflichtet die Fujitsu Technology Solutions GmbH, München, in der Art und Weise zu unterstützen, dass diese für einen Zeitraum von 18 Monaten vom Bilanzstichtag 31. März 2022 oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers, je nachdem, welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen.

Die Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam/Niederlande hat wiederum mit Datum vom 15. Juli 2022 einen Letter of Comfort von der Fujitsu Limited, Tokio/Japan, erhalten, mit dem sich die Fujitsu Limited, Tokio/Japan verpflichtet, die Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam/Niederlande in der Art und Weise zu unterstützen, dass diese für einen Zeitraum von 18 Monaten vom Bilanzstichtag 31. März 2022 oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers an die Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amstedam/Niederlande und ihrer Tochtergesellschaften, je nachdem, welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Fujitsu Services GmbH, München, ist somit von dem Fortbestand der Muttergesellschaft Fujitsu Technology Solutions GmbH, München, abhängig, die wiederum von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch deren Konzernmuttergesellschaft Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam/ Niederlande, abhängig ist, welche wiederum eine Patronatserklärung von der Fujitsu Limited., Tokio/Japan, erhalten hat. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. Oktober 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bauer, Wirtschaftsprüferin

Ehrnböck, Wirtschaftsprüfer

BILANZ

(in Tausend €)

Aktiva

(in Tausend €) 31.03.2022 31.03.2021
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 6
Sachanlagen 43 39
46 45
Umlaufvermögen
Vorräte
Unfertige Leistungen 4.660 7.308
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferung und Leistung 4.080 2.348
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 11.607 10.042
Sonstige Vermögensgegenstände 319 502
20.666 20.200
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3 4
Rechnungsabgrenzungsposten 584 856
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 222 438
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 14.111 17.107
Summe Aktiva 35.632 38.650

Passiva

(in Tausend €) 31.03.2022 31.03.2021
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 28.637 28.637
Kapitalrücklage 15.736 15.736
Gewinnrücklagen 82 82
Verlustvortrag -61.562 -61.562
Jahresüberschuss 2.996 0
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 14.111 17.107
0 0
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31.092 31.455
Sonstige Rückstellungen 935 1.188
32.027 32.643
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 435 1.164
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.378 4.025
Sonstige Verbindlichkeiten 466 372
--davon aus Steuern Tausend € 181 (i. Vj. Tausend € 145)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 44 (i. Vj. Tausend € 44)--
3.279 5.561
Rechnungsabgrenzungsposten 326 446
Summe Passiva 35.632 38.650

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(in Tausend €) 01.04.2021 - 31.03.2022 01.04.2020 - 31.03.2021
Umsatzerlöse 47.085 40.609
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -40.067 -38.164
Bruttoergebnis vom Umsatz 7.018 2.445
Vertriebskosten -1.356 -1.570
allgemeine Verwaltungskosten -1.304 -1.169
sonstige betriebliche Erträge 991 213
davon Erträge aus Währungsumrechnung Tausend € 29 (i. Vj. Tausend € 44)
sonstige betriebliche Aufwendungen -36 -398
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung Tausend € -34 (i. Vj. Tausend € -35)
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0
davon aus verbundenen Unternehmen Tausend € 0 (i. Vj. Tausend € 0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.317 -2.470
davon an verbundene Unternehmen Tausend € 19 (i. Vj. Tausend € 0) 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0
Ergebnis nach Steuern 2.996 -2.949
Ertrag aus Verlustübernahme 0 2.949
Jahresüberschuss 2.996 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

A. Allgemeine Angaben

Die Fujitsu Services GmbH (kurz: FS GmbH), mit Hauptsitz in München, ist im Handelsregister München unter der Register-Nr. HRB 219577 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Fujitsu Technology Solutions GmbH, (kurz: FTS GmbH) München.

Die Gesellschaft erfüllt im Berichtsjahr die Größenkriterien gemäß § 267 Abs. 3 HGB einer großen Kapitalgesellschaft.

Zwischen der FTS GmbH und der FS GmbH wurde am 19. November 2009 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungs- /Verlustübernahmevertrag abgeschlossen, dem die Gesellschafterversammlung vom 26. November 2009 zugestimmt hat. Die FS GmbH erstellt den Abschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Tausend Euro.

Der Abschluss beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren, gemäß § 275 Abs. 3 HGB, aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Grundsätzliches

Aufgrund der positiven Fortbestehensprognose der Gesellschaft erfolgen die Bilanzierung und Bewertung zum 31. März 2022 trotz der bilanziellen Überschuldung der FS GmbH unverändert unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern Prämisse).

Hinsichtlich der die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährdenden Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Risikobericht" Unterabschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts.

Zwischen der FS GmbH und der FTS GmbH besteht eine steuerliche Organschaft. Latente Steuern werden nur auf der Ebene des Organträgers gebildet.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse umfassen alle vereinnahmten Erträge aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleitungen. Voraussetzung dafür sind bestehende Verträge mit den entsprechenden Leistungsvereinbarungen. Die Rechnungstellung erfolgt gemäß den vertraglichen Bedingungen.

Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Übertragung der Verfügungsmacht an den Kunden.

Bei Produkten im Rahmen der Serviceverträge ist dies im Regelfall zum Zeitpunkt der Abnahme bzw. der Inbetriebnahme durch den Kunden.

Die Verfügungsmacht bei Dienstleistungen kann zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfinden oder sich über einen vereinbarten Zeitraum erstrecken. Dienstleistungen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, werden abgegrenzt und über den gesamten Zeitraum periodengerecht aufgelöst und entsprechend als Umsatz realisiert.

Die Umsatzerlöse werden abzüglich von Skonti, Boni und Rabatten dargestellt.

Bilanzposten in Fremdwährung

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Kurs vom Tag der Erstbuchung des Geschäftsvorfalls oder mit dem niedrigeren bzw. höheren Stichtagskurs bewertet.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilt.

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert bis 800 € werden seit dem 01. April 2018 im Anschaffungsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 800 € werden aktiviert und über ihre betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben.

Die voraussichtlichen Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen, die der wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Umlaufvermögen

Vorräte, die ausschließlich aus unfertigen Leistungen und noch nicht abrechenbaren Leistungen bestehen, werden am Bilanzstichtag zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten angesetzt. Abwertungen, die sich aus geminderter Verwendbarkeit sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.

Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfassten Pensionsrückdeckungsversicherungen sind mit dem Aktivwert des Deckungskapitals bewertet.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung gemäß § 246 Abs. 2 HGB resultiert aus der Verrechnung von Pensionsrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen. Der Zeitwert des Deckungsvermögens ist von Dritten zu marktüblichen Bedingungen ermittelt worden. Der Erfüllungsbetrag der entsprechenden Pensions-verpflichtungen wird unter Berücksichtigung der jährlichen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet.

Die flüssigen Mittel sind mit Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen / Verbindlichkeiten

Die Pensionsrückstellungen umfassen die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche der Mitarbeiter.

Die Pensionsrückstellungen werden mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (versicherungsmathematisches Anwartschaftsbarwertverfahren) bewertet. Der Abzinsungsbetrag wird auf Grundlage des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre in Höhe von 1,80 % (Vj. 2,19 %), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre im Vergleich zu 7 Jahre führt zu einem Unterschiedsbetrag von Tausend € 2.145 (Vj. Tausend € 3.231), welcher grundsätzlich einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB unterliegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Heubeck Richttafeln GmbH verwendet. Künftige Gehaltssteigerungen sind in Höhe von 2,0% p. a. (Vj.2,5% p. a.) bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Basierend auf einem Beschluss der Geschäftsführung unterbleiben künftige Rentenerhöhungen solange der Verlustvortrag nicht durch operative Gewinne ausgeglichen werden kann. Entsprechend wurden bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen keine Rentensteigerungen für die Rentenanpassungszeitpunkte 2023, 2026 und 2029 berücksichtigt. Nach diesem Zeitraum werden Rentensteigerungen in Höhe von 1,7 % p. a. (Vj. 1,3 % p. a.) angenommen. Annahmen über Kündigungsraten sind in die Berechnungen einbezogen. Der Rückgang des Marktzinses von 2,19 % (Vj. 2,61 %) auf 1,80 % (Vj. 2,19 %) führte zu einer Erhöhung des Barwertes der Pensionsverpflichtungen. Dieser Effekt wurde durch die Anpassung der Rentendynamik kompensiert.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet. Im Unternehmen bestehen mehrere Pensionspläne, wovon bei nur einem Plan ein Überhang beim Zeitwert des Deckungsvermögens gegeben ist und somit als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen wird.

In den sonstigen Rückstellungen wurden in ausreichendem Umfang Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken zum Erfüllungsbetrag, unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen, gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert angesetzt.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsätze

Die Umsatzerlöse in Höhe von Tausend € 47.085 (Vj. Tausend € 40.609) entstanden aus Lieferungen und Leistungen. Die Umsätze wurden zu 95,2 % (Vj. 90,4 %) im Inland und zu 4,8 % (Vj. 9,6 %) innerhalb Europas getätigt.

(in Tausend €) 2021/2022 2020/2021
Verkauf von Services 47.074 40.594
Hardwareverkauf 3 0
Sonstige 8 15
Summe 47.085 40.609

Unter Verkauf von Services werden Umsätze für Transformation, Betrieb und Consulting von Leistungen für Rechenzentren, Arbeitsplatzsystemen und Infrastrukturleistungen ausgewiesen. Zusätzlich werden hier auch die Erlöse für Consulting, Transformation und Betrieb von Software-Applikationen sowie Umsätze für Produkte und Leistungen zur Datensicherheit in den von uns betreuten Rechenzentren, Arbeitsplätzen und Netzwerken aus. Unter Hardwareverkauf werden die Umsätze mit Hardware- und Softwareprodukten sowie direkt damit verbundene Wartungsleistungen ausgewiesen.

Herstellungskosten der zu Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten in Höhe von Tausend € 40.067 (Vj. Tausend € 38.164) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Mitarbeiter und Subunternehmer im Rahmen des Projektgeschäftes sowie Kosten für Hardware.

Materialaufwand

Der im Berichtszeitraum angefallene Materialaufwand in Höhe von Tausend € 15.552 (Vj. Tausend € 14.986) setzt sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

(in Tausend €) 2021/2022 2020/2021
Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.965 14.049
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 587 937
Summe 15.552 14.986

Personalaufwand

Der im Berichtszeitraum angefallene Personalaufwand beträgt Tausend € 11.703 (Vj. Tausend € 9.971), der sich im Einzelnen wie folgt zusammensetzt:

(in Tausend €) 2021/2022 2020/2021
Löhne und Gehälter 9.511 8.361
Aufwendungen für soziale Abgaben 1.684 1.338
Aufwendungen für Altersversorgung 508 272
Summe 11.703 9.971

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten in Höhe von Tausend € 1.356 (Vj. In Tausend 1.570) bestehen im Wesentlichen aus den Personal- und Sachkosten der Vertriebsorganisation der Marketing- und der Werbeabteilung sowie Aufwendungen für die Benutzung der eingetragenen Marke "Fujitsu" gemäß Lizenzvertrag mit Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam / Niederlande, (kurz FTS (Holding) B.V.) in Höhe von Tausend € 35 (Vj. Tausend € 33).

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten betragen Tausend € 1.304 (Vj. Tausend € 1.169) und beinhalten die Kosten der Rechtsabteilung, der Revision- und der Complianceabteilung, anderen Funktionsbereichen nicht zurechenbare Kosten des Rechnungswesens sowie der Personal- und der IT-Abteilung.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Auflösungen von sonstigen Rückstellungen in Höhe von Tausend € 103 (Vj. Tausend € 118) sowie Fremdwährungsgewinne in Höhe von Tausend € 29 (Vj. Tausend € 44). Des Weiteren enthält diese Position im Berichtsjahr Beitragsrückzahlungen einer Versicherung in Höhe von Tausend € 60 (Vj. Tausend € 49) sowie Erträge aus Anlageabgänge in Höhe von Tausend € 1 (Vj. Tausend € 2). Zusätzlich werden im Berichtsjahr Erträge aus Auflösungen von Pensionsrückstellungen in Höhe von Tausend € 798, durch Aussetzen der Rentendynamik um weitere drei Jahre sowie dem Rückgang der Anzahl an Leistungsempfänger gezeigt. Dies wurde im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen, da die Mitarbeiter und das dazugehörige Geschäft im Rahmen einer Restrukturierung nicht mehr im Unternehmen sind.

Periodenfremde Erträge

In der Gewinn- und Verlustrechnung der FS GmbH sind periodenfremde Erträge in Höhe von Tausend € 103 (Vj. Tausend € 118) enthalten, welche im Wesentlichen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich aus Fremdwährungsverlusten in Höhe von Tausend € 33 (Vj. Tausend € 35) sowie Bankgebühren in Höhe von Tausend € 3 (Vj. Tausend € 3) zusammen. Im Vorjahr enthielt diese Position Aufwendungen aus den Pensionsrückstellungen in Höhe von Tausend € 216. Diese Aufwendungen wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen, da die Mitarbeiter und das dazugehörige Geschäft im Rahmen einer Restrukturierung nicht mehr im Unternehmen sind. Des Weiteren enthielt diese Position im Vorjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von Tausend € 144.

Zinsergebnis

(in Tausend €) 2021/2022 2020/2021
Zinsaufwendungen 19 0
- davon an verbundene Unternehmen 19 (Vj. 0)
Zinsaufwand aus Altersvorsorgeverpflichtungen 2.298 2.470
Summe 2.317 2.470

Das Zinsergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von Tausend € 2.298 (Vj. Tausend € 2.470), wovon Tausend € 1.668 (Vj. Tausend € 1.786) auf die Änderung des Diskontierungssatzes entfallen.

Erträge aus Verlustübernahme

Unter dem Ertrag aus Verlustübernahme in Höhe von Tausend € 2.949 im Vorjahr ist der durch die FTS GmbH aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungs-/ Verlustübernahmevertrags übernommene Verlust des Geschäftsjahres ausgewiesen. In diesem Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von Tausend € 2.996, welcher aufgrund bestehender Verlustvorträge nicht an die FTS GmbH abgeführt wird. Der Jahresüberschuss wird genutzt, um den Verlustvortrag zu reduzieren.

D. Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Umlaufvermögen

Die unfertigen Leistungen sind von Tausend € 7.308 auf Tausend € 4.660 gesunken, da Leistungen, welche im Vorjahr dem Kunden nicht in Rechnung gestellt werden konnten, im Berichtsjahr nach Abnahme durch den Kunden verrechnet wurden.

Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen Tausend € 4.080 (Vj. Tausend € 2.348).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Tausend € 11.607 (Vj. Tausend € 10.042) betreffen Finanzforderungen in Höhe von Tausend € 11.215 (Vj. Tausend € 5.981) gegenüber der FTS (Holding) B.V. aus Finanzierung und Bereitstellung von Finanzmitteln über die Muttergesellschaft (Cashpooling) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tausend € 392 (Vj. Tausend € 1.112) gegenüber weiteren Fujitsu Gesellschaften. Im Vorjahr enthielt diese Position Forderungen in Höhe von Tausend € 2.949 gegen die Gesellschafterin FTS GmbH aus der Verlustübernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages zwischen den beiden Gesellschaften. In diesem Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von Tausend € 2.996, welcher aufgrund bestehender Verlustvorträge nicht an die FTS GmbH abgeführt wird.

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden u. a. debitorische Kreditoren in Höhe von Tausend € 17 (Vj. Tausend € 8) und Steuerguthaben in Höhe von Tausend € 1 (Vj. Tausend € 133) aus. Im Vorjahr enthielt diese Position noch geleistete Anzahlungen in Höhe von Tausend € 40. Die sonstigen Vermögengenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Des Weiteren enthält dieser Posten Aktivwerte einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von Tausend € 301 (Vj. Tausend € 321), die eine Restlaufzeit von über 5 Jahren hat.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten Aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von Tausend € 584 (Vj. Tausend € 856) beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung von Vorauszahlungen an Subunternehmer für Reparatur- und Wartungsleistungen, sofern diese künftige Geschäftsjahre betreffen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Das Deckungsvermögen zur Sicherung von Pensionen wird mit dem zugrunde liegenden Erfüllungsbetrag verrechnet. Dem Erfüllungsbetrag von Pensionen stand zum Bilanzstichtag folgendes zu verrechnendes Deckungsvermögen gegenüber:

Bilanzstichtag 31.03.2022

in Tausend € Erfüllungsbetrag der Verpflichtung Zeitwert des Deckungsvermögens Erträge Aufwendungen
Rückstellungen für Pensionen *) 5.808 5.835 152 435

*) Es erfolgt nur eine Verrechnung bei Verpflichtungen, denen ein Deckungsvermögen gegenübersteht

Bilanzstichtag 31.03.2021

in Tausend € Erfüllungsbetrag der Verpflichtung Zeitwert des Deckungsvermögens Erträge Aufwendungen
Rückstellungen für Pensionen *) 5.385 5.688 224 444

*) Es erfolgt nur eine Verrechnung bei Verpflichtungen, denen ein Deckungsvermögen gegenübersteht

Im Unternehmen bestehen mehrere Pensionspläne, wovon bei nur einem Plan ein Überhang beim Zeitwert des Deckungsvermögens gegeben ist. Aus diesem resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von Tausend € 222 (Vj. Tausend € 438).

Die Erträge und Aufwendungen beinhalten den Ertrag aus dem Deckungsvermögen der Pensionen und den Aufwand aus der Auf- und Abzinsung der Rückstellungen für das laufende Geschäftsjahr.

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für die Pensionsverpflichtungen betragen unverändert zum Vorjahr Tausend € 3.331.

Der nach § 268 Abs. 8 Satz 3 ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt Tausend € 2.504 (Vj. Tausend € 2.357).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert Tausend € 28.637.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr Tausend € 15.736.

Die Gewinnrücklage in Höhe von Tausend € 82 beinhaltet unverändert gegenüber dem Vorjahr ausschließlich die Effekte aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

Aufgrund des Jahresüberschusses im Berichtsjahr in Höhe von Tausend € 2.996 ist der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von Tausend € 17.107 auf Tausend € 14.111 gesunken.

Rückstellungen / Verbindlichkeiten

Die Pensionsrückstellungen werden anteilig gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, verrechnet. Die saldierten Pensionsrückstellungen sind um Tausend € 363 auf Tausend € 31.092 gesunken. Rückstellungserhöhend wirkt die planmäßige Zuführung sowie Zinseffekte in Höhe von Tausend € 2.081. Gegenläufig wirkt der Verbrauch wegen Pensionszahlungen, Rückgang von Leistungsempfängern sowie die Aussetzung der Rentendynamik um weitere drei Jahre bis 2029 (Vj. Aussetzung der Rentendynamik für die Zeitpunkte 2023 und 2026) in Höhe von Tausend € 2.444.

In den sonstigen Rückstellungen sind überwiegend Personalrückstellungen (Urlaub, Jubiläen, flexible Arbeitszeit, Berufsgenossenschaft u. ä.) in Höhe von Tausend € 889 (Vj. Tausend € 1.075) sowie Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen in Höhe von Tausend € 46 (Vj. Tausend € 37) enthalten. Im Vorjahr enthielt diese Position Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von Tausend € 76.

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf Tausend € 435 (Vj. Tausend € 1.164).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf insgesamt Tausend € 2.378 (Vj. Tausend € 4.025). Davon resultieren Tausend € 1.793 (Vj. Tausend € 2.506) aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin FTS GmbH und Tausend € 585 (Vj. Tausend € 1.519) gegenüber weiteren verbundenen Unternehmen der Fujitsu-Gruppe.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von Tausend € 466 (Vj. Tausend € 372) enthalten hauptsächlich Personal- und Steuerverbindlichkeiten.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von Tausend € 326 (Vj. Tausend € 446) beinhalten im Wesentlichen die Abgrenzung von im Voraus erhaltenen Zahlungen für Serviceverträge, deren Umsatzrealisierung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt.

E. Nachtragsbericht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein neues "Operating Model" beginnend ab dem 01. April 2022 entwickelt und vorbereitet, welches eine klarere Fokussierung auf die beiden Bereiche "Products" und "Services" ermöglichen soll. Die FS GmbH wird den Fokus auf das Service-Geschäft legen, die FTS GmbH auf das Produkt-Geschäft und die Support Funktionen.

In dem Zusammenhang wurde ebenfalls die Betriebsstruktur neu aufgestellt und vereinfacht sowie die Beschäftigungsbedingungen vereinheitlicht. Für die beiden Gesellschaften FTS GmbH und FS GmbH ist dies bereits zum 01. März 2022 erfolgt. Bis zur Neuwahl der Betriebsräte wurden Übergangsmandate begründet.

Die FTS GmbH hat im Rahmen eines Pacht- und Kaufvertrags vom 30. März 2022 mit Wirkung zum 01. April 2022 sämtliche dem Unternehmensbereich Services zuzuordnende Verträge, Vermögensgegenstände und sonstigen Betriebsgrundlagen an die FS GmbH übertragen. Kundenverträge und sonstige Verträge mit Dritten sowie geistige Eigentumsrechte wurden gegen Zahlung eines Pachtzinses verpachtet bzw. gegen Zahlung einer Lizenzgebühr lizensiert. Sachanlagevermögen und Vorräte wurden gegen Zahlung eines Kaufpreises verkauft. Die Service-Mitarbeiter sind im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs übergegangen. Seit 01. April 2022 führt die FS GmbH den übernommen Geschäftsbereich Services im eigenen Namen und auf eigene Rechnung.

Die Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm (FTDS GmbH) hat im Rahmen eines Pacht- und Kaufvertrags vom 30. März 2022 mit Wirkung zum 01. April.2022 ihren kompletten Unternehmensbereich "Services", bestehend aus den diesem zuzuordnenden Verträgen, Vermögensgegenständen und sonstigen Betriebsgrundlagen an die FS GmbH übertragen. Verträge mit Dritten wurden gegen Zahlung eines Pachtzinses verpachtet. Sachanlagevermögen, Vorräte und geistige Eigentumsrechte wurde gegen Zahlung eines Kaufpreises verkauft. Die Service-Mitarbeiter sind im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs übergegangen. Seit 01. April 2022 führt die FS den übernommenen Geschäftsbereich Services im eigenen Namen und auf eigene Rechnung.

Am 26. Oktober 2022 wurden die Mitarbeiter der FS GmbH über geplante weitreichende Maßnahmen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft informiert. Neben einer weiteren Fokussierung des Kunden- und Serviceportfolios sowie der Neuaufstellung des Vertriebs wurde auch die Notwendigkeit und Absicht eines Stellenabbaus im mittleren dreistelligen Bereich mitgeteilt. Diese Maßnahmen werden das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrages belasten.

F. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsangaben und Prüferhonorar

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Mietverträgen für die angemieteten Geschäftsobjekte in Höhe von Tausend € 1.386 (Vj. Tausend € 1.416) und für Leasingfahrzeuge Tausend € 134 (Vj. Tausend € 218). Die kompletten finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese sonstigen finanziellen Verpflichtungen beziehen sich noch auf das alte Operating Modell der FS GmbH. Aufgrund der Veränderung (wie vorab im "Nachtragsbericht" oder im Lagebericht unter "Wesentliche Ereignisse" erwähnt) ist ab dem neuen Geschäftsjahr die Anzahl der Standorte und der Mitarbeiter angestiegen. In diesem Zusammenhang betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen für die angemieteten Geschäftsobjekte Tausend € 68.160, welche weiterhin gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen.

Des Weiteren sind Verpflichtungen aus Forderungsverkäufen in Höhe von Tausend € 310 (Vj. Tausend € 423) enthalten. Die Forderungsverkäufe beziehen sich noch auf das alte Operating Modell der FS GmbH. Aufgrund der Veränderung (wie vorab im "Nachtragsbericht" oder im Lagebericht unter "Wesentliche Ereignisse" erwähnt) ist ab dem neuen Geschäftsjahr das Service Geschäft der FTS GmbH sowie der FTDS GmbH in die FS GmbH übergegangen. Die Verpflichtungen aus Forderungsverkäufen verändert sich in diesem Zusammenhang auf Tausend € 48.905.

Haftungen für Bürgschaften und Garantien Dritter bestehen zum 31. März 2022 nicht.

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2021/2022 beträgt Tausend € 38 (Vj. Tausend € 31) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Außerdem leistet die Gesellschaft Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e. V. (APV), eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Aufgrund des stark gesunkenen Diskontierungszinssatzes reicht zum 31. März 2022 das Kassenvermögen zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen nicht aus. Der Fehlbetrag zum 31. März 2022 beträgt Tausend € 1.471 (Vj. Tausend € 1.020). Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch, hierfür keine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden, da der Fehlbetrag im Wesentlichen aus der Tatsache resultiert, dass die gesetzlich vorgeschriebene Anpassung der Renten an den Verbraucherpreisindex nicht rückgedeckt ist und diese Anpassungsverpflichtung durch zusätzliche Beiträge finanziert wird.

G. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Gesellschaft

Anke Anderie

Head of Human Resources Global Platform Business

Head of Human Resources DACH

Managing Director Fujitsu Services GmbH

Bestellt ab 01.04.2022

Sven Below

Head of Customer Service Management, Central Europe Managing Director Fujitsu Services GmbH

Bestellt bis 31.03.2022

Steffen Müter

Vice President

Head of DACH

Managing Director Fujitsu Services GmbH

Bestellt ab 01.04.2022

Jürgen Niehus

HR Director - Head of Reward CEE

Managing Director Fujitsu Services GmbH

Bestellt bis 31.03.2022

Juan Perea Rodríguez

Vice President

Head of Sales

Managing Director Fujitsu Services GmbH

Bestellt ab 01.04.2022

Niedergelegt zum 18.10.2022

Mikihito Saito:

Executive Vice President

Deputy Head of Europe Region

Managing Director Fujitsu Services GmbH

Bestellt ab 01.04.2022

Bianca Straszewski

Vice President

Vice Head of Finance, Europe Services

Head of Finance, Germany Services

Managing Director Fujitsu Services GmbH

Bestellt ab 01.04.2022

Die Mitglieder der Geschäftsführung der FS GmbH sowie die ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung haben im Geschäftsjahr 2021/2022 keine laufenden und sonstigen Vergütungen von der Gesellschaft erhalten. Für ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft bestehen zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen für laufende Pensionen und für Anwartschaften.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 134 (im Vj. 118) Arbeitnehmer beschäftigt. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Angestellte.

H. Konzernzugehörigkeit

Der Abschluss der FTS GmbH und der Abschluss ihrer Tochtergesellschaften, der FS GmbH, München, und der Fujitsu Technology Solutions Intellectual Property GmbH (kurz: FTS IP GmbH), München, werden in den Konzernabschluss der FTS (Holding) B.V., Amsterdam, für das Geschäftsjahr 2021/2022 einbezogen, der zusammen mit dem Konzernlagebericht beim Registergericht in Amsterdam hinterlegt wird. Der Konzernabschluss zum 31. März 2022 der FTS (Holding) B.V. wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die FTS GmbH, München, macht daher nach § 291 HGB Gebrauch von der Möglichkeit zur Befreiung von der Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss und einen eigenen Konzernlagebericht aufzustellen und offenzulegen.

Über die FTS (Holding) B.V. gehört die FS GmbH zum Konzern der Fujitsu Limited, Tokio/Japan, welche einen Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis erstellt. Der Konzernabschluss der FTS (Holding) B.V. sowie der Fujitsu Limited sind jeweils am Sitz der betreffenden Gesellschaft erhältlich.

 

München, den 27. Oktober 2022

Fujitsu Services GmbH

Die Geschäftsführung

Anke Anderie

Steffen Müter

Mikihito Saito

Bianca Straszewski

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
(in Tausend €) Vortrag 01.04.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.03.2022
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 200 0 0 2 202
2. Geleistete Anzahlungen 2 0 0 -2 0
202 0 0 0 202
II Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs-u. Geschäftsausstattung 4.226 28 23 3 4.234
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3 2 0 -3 2
4.229 30 23 0 4.236
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 4.431 30 23 0 4.438
Abschreibungen
(in Tausend €) Vortrag 01.04.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.03.2022
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 196 3 0 199
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
196 3 0 199
II Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs-u. Geschäftsausstattung 4.190 26 23 4.193
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
4.190 26 23 4.193
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 4.386 29 23 4.392
Buchwerte
(in Tausend €) Stand 31.03.2022 Stand 31.03.2021
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 3 4
2. Geleistete Anzahlungen 0 2
3 6
II Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs-u. Geschäftsausstattung 41 36
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2 3
43 39
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 46 45

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Fujitsu Technology Solutions GmbH, München (im Folgenden als "FTS GmbH" bezeichnet), hält seit 01. April 2009 sämtliche Geschäftsanteile der Fujitsu Services GmbH, München (nachfolgend kurz "FS GmbH" oder "Gesellschaft" genannt). Die FTS GmbH ist ein Tochterunternehmen der Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam/ Niederlande, (im Folgenden auch kurz "FTS (Holding) B.V." genannt). Die FTS (Holding) B.V. wurde am 01. Oktober 1999 als Joint Venture zwischen der Fujitsu Limited, Tokio/Japan, und der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, gegründet. Mit Wirkung zum 01. April 2009 erwarb die Fujitsu Limited die Anteile der Siemens AG an der FTS (Holding) B.V. und ist seither alleinige Anteilseignerin. Zum 01. April 2009 wurde die Fujitsu Siemens Computers (Holding) B.V. in Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V. und die Fujitsu Siemens Computers GmbH in Fujitsu Technology Solutions GmbH umfirmiert.

Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurde die Fujitsu Technology Solutions Group (im Folgenden kurz "FTS Gruppe" oder "Fujitsu Technology Solutions" genannt) gebildet, um ihr Geschäft im Wesentlichen in Europa (mit Ausnahme von Irland, Großbritannien und Skandinavien), im Nahen Osten, Afrika und Indien (CEMEA&I) auszuüben. Die FTS Gruppe ist somit ein Teil der Fujitsu Limited Gruppe (im Folgenden auch kurz "Fujitsu" genannt).

Fujitsu ist Japans führender Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) mit einer umfassenden Palette an Technologieprodukten, -lösungen und -services. Etwa 124.000 Fujitsu-Mitarbeiter betreuen Kunden in mehr als 100 Ländern. Wir setzen unsere Erfahrung und die Leistungsfähigkeit von ICT ein, um zusammen mit unseren Kunden die Zukunft der Gesellschaft zu formen.

Die FTS Gruppe ist ein führender europäischen Anbieter von IT-Infrastrukturen mit einer Präsenz auf allen wichtigen Märkten in Europa, im Nahen Osten und in Afrika sowie Indien und betreut große, mittelständische und kleine Unternehmen. Die FTS Gruppe bietet ein vollständiges Portfolio mit IT-Produkten, Geschäftslösungen und -services von Arbeitsplatzsystemen bis hin zu Rechenzentrumslösungen, Managed Services und Cloud-basierter Software und Lösungen. Die FTS Gruppe beschäftigt ca. 13.270 Mitarbeiter und ist Teil der globalen Fujitsu-Gruppe.

Die FS GmbH ist an verschiedenen Standorten in Deutschland vertreten. Der Sitz der Gesellschaft ist München, weitere wesentliche Standorte befinden sich in Düsseldorf, Frankfurt am Main / Kelsterbach, Berlin und Stuttgart.

Die FS GmbH bietet Dienstleistungen im Bereich IT-Outsourcing, Cloud-Services, Application Services und Consulting Services an. Die Angebote umfassen alle Leistungen im Zusammenhang mit laufenden IT-Systemen und Geschäftsprozessen der Mandanten der FS GmbH. Dies reicht von der Ausstattung der IT-Arbeitsplätze mit Hard- und Standardsoftware bis hin zur kompletten Übernahme von IT-Abteilungen (inkl. Personal), Betrieb von Rechenzentren und der Abwicklung von Geschäftsprozessen.

Im Bereich IT Solutions unterstützt die FS GmbH ihre Kunden bei der Implementierung neuer bzw. der Anpassung bestehender IT-Systeme. Das Spektrum reicht von Desktop Infrastrukturen über SAP-Anwendungen bis hin zu Rechenzentren und branchenspezifischen Lösungen.

Der Absatzmarkt der FS GmbH ist hauptsächlich in Deutschland. Zwischen der FS GmbH und der FTS GmbH als herrschender Gesellschaft besteht seit dem Geschäftsjahr 2009/2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungs-/ Verlustübernahmevertrag. Darüber hinaus ist die FS GmbH finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in die FTS GmbH eingegliedert. Verglichen mit dem Vorjahr haben sich im Geschäftsjahr 2021/2022 keine grundsätzlichen Änderungen an der rechtlichen und organisatorischen Struktur der FS GmbH ergeben.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021/2022 beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 134 (Vj. 118) Mitarbeiter.

Zum 01. April 2022 wird ein neues Operating Model und eine vereinfachte Betriebsstruktur eingeführt (näheres dazu unter "Wesentliche Ereignisse"). In diesem Zusammenhang wechseln Mitarbeiter von der FTS GmbH und der Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm (FTDS GmbH), zur FS GmbH.

Forschung und Entwicklung

Die FS GmbH unterhält bis Ende des Berichtsjahres als Dienstleistungsunternehmen keine eigene F&E-Abteilung.

Nach Überführung des Servicegeschäftes der FTS GmbH und FTDS GmbH in die FS GmbH (näheres dazu unter "Wesentliche Ereignisse") wird die in den Vorgängergesellschaften betriebene Forschung und Entwicklung in den Bereichen industrielle und experimentelle Entwicklung fortgeführt. Darüber hinaus entwickelt sie im Rahmen ihres Produktportfolios Lösungen für Ihre Kunden, die kontinuierlich an neue Marktgegebenheiten und Kundenanforderungen angepasst werden.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2021 um 2,7% gestiegen - erwartet wurde ein Wachstum von 3,0%.Die deutsche Wirtschaft hat erneut ein bewegtes Jahr hinter sich. Während die erste Jahreshälfte 2021 vor allem durch die Pandemie und entsprechende Eindämmungsmaßnahmen gekennzeichnet war, ermöglichte die voranschreitende Impfkampagne und die Saisonalität des Infektionsgeschehens zum Sommer hin eine Erholung nahezu aller Sektoren der Wirtschaft. Zeitgleich war die wirtschaftliche Entwicklung allerdings zunehmend von Lieferengpässen und Materialknappheiten mitbestimmt, die insbesondere die Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe belasteten. Im Herbst des vergangenen Jahres kam es erneut zu einer deutlichen Zunahme des Infektionsgeschehens. Die wirtschaftliche Erholung musste somit im Schlussquartal einen spürbaren Dämpfer hinnehmen. Im Ergebnis stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft im Jahr 2021 mit einer Rate von 2,7 Prozent. Für das Gesamtjahr 2022 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 3,6 Prozent. 1

Die IT-Ausgaben in Deutschland im Jahr 2021 sind deutlich gestiegen (+5,5%). Dieses Wachstum betraf grundsätzlich alle Teilbereiche (Personal +4,1%, Hardware +3,4%, Software und IT Services +7,1% sowie sonstige IT-Ausgaben +4,4%). 2

Im Bereich "Software und IT-Services" zeichnet sich ein etwas differenzierteres Bild. Hier zeigt sich im Teilsegment "Software Produkte und Cloud Plattformen" ein Wachstum in Höhe von 9,7%, welches insbesondere durch sehr starke Wachstumsraten in "Software as a Service (SaaS)" (+26,1%) und "Public laas/PaaS" (+32,3%) zurückzuführen ist. Das Teilsegment "IT Services" wächst lediglich um 5,2%. 3

Der Umsatzrückgang auf dem deutschen Server-Markt verringerte sich 2021 leicht auf -1,1% (Vorjahr -7,7%). 4 Der Rückgang im x86-Server-Markt war jedoch nur noch marginal bei - 0,4% (Vorjahr - 3,2%). 5 Die Umsätze auf dem externen Controller-basierten Speichermarkt sanken im Jahr 2021 etwas geringfügiger um -2,7% (Vorjahr: -8,5%). 6 Der Absatz bei PCs ist weiter rückläufig mit -7,0% (Vorjahr -19,7%), wohingegen Ultramobiles einen erneuten Absatzanstieg mit 13,7% (Vorjahr 55,0%) verzeichnen. 7

1 Jahreswirtschaftsbericht 2022: II. Jahresprojektion der Bundesregierung 2022; Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
2 PAC Software & IT Services I Germany I 2021, Dezember 2021, "Total IT Expenditure"
3 PAC Software & IT Services | Germany | 2021, Dezember 2021, "Software and IT Services"
4 Gartner Market Share: Servers, All Countries, Update 4Q21, März 2022; based on vendor revenue in €
5 Gartner Market Share: Servers, All Countries, Update 4Q21, März 2022; based on vendor revenue in €
6 Gartner Market Share: External Storage Systems, All Countries, 4Q21 Update, Mai 2022; based on vendor revenue in €
7 Gartner Market Share: PCs, Ultramobiles and Mobile Phones, All Countries, 1Q22 Update, Mai 2022; based on shipments

Wesentliche Ereignisse

Krieg in der Ukraine

Im Februar 2022 überfielen russische Truppen die Ukraine. Der russische Angriffskrieg dauert seitdem an. Die FS GmbH unterhält keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen in der Ukraine. Das Geschäft in Russland ist nur auf eine unselbständige Zweigniederlassung der FTS GmbH beschränkt.

Aufgrund der internen und externen Kommunikation vom Präsidenten von Fujitsu am 14. März 2022 wurden alle Lieferungen nach Russland gestoppt.

Fujitsu hat Prozesse implementiert, um alle nationalen EU Import-/Export- und Finanzvorschriften sowie auch die US Sanktionen (EAR/ITAR) einzuhalten.

Services, die aus dem Global Delivery Center (GDC) Kazan an die deutschen Service Organisationen (FS GmbH) erbracht wurden, werden ab dem April 2022 eingestellt und in eine Interims-Lösung überführt. Eine dauerhafte Verlagerung in das GDC Indien wird angestrebt. Zum heutigen Zeitpunkt geht das Management von keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aus.

Neuorganisation Service Geschäft

Es ist erklärte Strategie des Unternehmens, sich auf das Wachstum im Bereich Services zu konzentrieren, den Ausbau des Fujitsu Uvance-Geschäftes zu forcieren und die Anstrengungen für das Produktgeschäft zu bündeln. Deshalb wurde entschieden, die Struktur in Northern und Western Europe (NWE) und Central und Eastern Europe (CEE) zu vereinfachen und zu verändern. Das Service Geschäft beider Regionen wird in der neuen Region Europe zusammengefasst.

Neues Operating Model und vereinfachte Betriebsstruktur

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein neues "Operating Model" für den 01. April 2022 entwickelt und vorbereitet, welches eine klarere Fokussierung auf die beiden Bereiche "Products" und "Services" ermöglichen soll. Die Fujitsu Services GmbH München (FS GmbH) wird den Fokus auf das Service-Geschäft legen, die Fujitsu Technology Solutions GmbH, München (FTS GmbH) auf das Produkt-Geschäft und die Support Funktionen.

Die FS GmbH hat in diesem Zusammenhang von der FTS GmbH und der FTDS GmbH im Rahmen von Pacht- und Kaufverträgen vom 30. März 2022 mit Wirkung zum 01. April 2022 sämtliche dem Unternehmensbereich "Services" zuzuordnende Verträge, Vermögensgegenstände und sonstigen Betriebsgrundlagen erhalten. Kundenverträge und sonstige Verträge mit Dritten sowie geistige Eigentumsrechte wurden gegen Zahlung eines Pachtzinses verpachtet bzw. gegen Zahlung einer Lizenzgebühr lizensiert. Sachanlagevermögen und Vorräte wurden gegen Zahlung eines Kaufpreises verkauft. Die Service-Mitarbeiter sind im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs übergegangen. Seit 01. April 2022 führt die FS GmbH den übernommen Geschäftsbereich Services im eigenen Namen und auf eigene Rechnung.

Zum 1. April 2022 wurden die Mitarbeiter in Deutschland in zwei operative Gesellschaften zusammengeführt:

Die FS GmbH für das Servicegeschäft und

Die FTS GmbH für das Produktgeschäft und die Supportfunktionen (HR, Marketing, Finance etc.).

Mit diesen Maßnahmen werden wir

für unser Produkt- und Services Geschäft eine eindeutige und zielgerichtete Positionierung am Markt erreichen,

eine optimale Zusammenarbeit bei Kundenprojekten mit unterschiedlichen Portfoliobestandteilen umsetzen und

unsere Verfahrenslandschaften weiter vereinheitlichen.

Leistungsindikatoren

Finanzielle Leitungsindikatoren

Für die FS GmbH stellen Umsatz und Operating Profit/Loss (OPPL) ermittelt nach IFRS, sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ermittelt nach HGB die wesentlichen Leistungsindikatoren dar. OPPL ist das Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Fremdwährungsergebnis. Die Umsatzerlöse spiegeln die operative Geschäftsfähigkeit der Gesellschaft wider. Die Kennzahl OPPL spiegelt den Erfolg der operativen Geschäftsfähigkeit wider und ist ein wesentlicher Leistungsindikator sowohl in der absoluten Entwicklung als auch in Relation zur Entwicklung der Umsatzerlöse.

Unterschiede zwischen IFRS und HGB bestehen im Zeitpunkt der Realisierung der Umsatzerlöse. Bei der OPPL/EBIT bestehen Unterschiede insbesondere aufgrund unterschiedlicher Abschreibungen, Ausweis des Zinsaufwandes für Pensionen und Pensionsrückstellungen.

Nichtfinanzielle Leitungsindikatoren

Für Fujitsu haben Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine hohe Priorität. Nachhaltigkeit ist deshalb ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie, dem "Fujitsu Way". Fujitsu hat sich seit über 20 Jahren mittel- und langfristige Ziele im sogenannten "Environmental Action Plan" gesetzt und nimmt sich der Herausforderung an, Geschäfte auf messbare Art und Weise nachhaltig zu tätigen. Die Fujitsu Gruppe hat mit der "FUJITSU Climate and Energy Vision" eine konkrete Vision entwickelt, bis 2050 die CO 2 -Emissionen der Fujitsu Group auf null zu bringen und damit zu einer "CO 2 -neutralen" Gesellschaft beizutragen. Zudem soll jede Möglichkeit genutzt werden, dem Klimawandel wirksam durch Technologie und Digitalisierung zu begegnen.

Für die deutschen Standorte wird jährlich eine Energie- und CO 2 -Bilanzbilanz in Anlehnung an den "Greenhouse Gas (GHG) Protocol Standard" erstellt und mit Einsparungszielen versehen. Durch den Einkauf von Grünstrom werden CO 2 -Emissionen aus der Nutzung von elektrischem Strom vermieden.

Die FS GmbH betreibt ein integriertes Managementsystem, das sowohl die Kunden- und gesellschaftlichen Anforderungen als auch die Anforderungen der ISO-Standards zum Qualitäts-, Umwelt-, IT Service und Informationssicherheitsmanagement aufnimmt, bewertet und kontinuierlich weiterentwickelt.

Fujitsu hat sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Perspektiven und Talente in einem integrativen Umfeld zu vereinen, in dem all unsere Mitarbeiter ganz sie selbst sein können. Inklusion und Vielfalt - oder auch "Diversity" - untermauern unser Bestreben, eine kundenorientierte, agile, innovative und leistungsstarke Kultur aufzubauen. Vielfalt ist Quelle und Motor der Innovation. Wir müssen respektieren, was uns ausmacht: Alter, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, geschlechtliche Identität, Religion oder Weltanschauung, sexuelle Orientierung, sozialer Status, Behinderung, Arbeitsstil und viele andere persönliche Merkmale. Die Vorteile der Vielfalt - was wir "Empowering Human Difference" nennen - können wir nur in einer integrativen Kultur nutzen, in der jeder zum Erfolg des Unternehmens beitragen kann. Deshalb wollen wir Respekt und Chancengleichheit fördern und damit eine Umgebung schaffen, die offen ist für unterschiedliche Ideen und Perspektiven.

Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurde gesellschaftsübergreifend für die FS GmbH, FTS GmbH, FTDS GmbH ein Diversity Council gegründet, bestehend aus Mitgliedern des Leadership-Teams, der das Thema Strategie für Diversity & Inclusion treiben soll. Die Diversity- & Inclusion-Strategie von Fujitsu zielt darauf ab, Vielfalt in jeden Aspekt des Geschäfts mit einfließen zu lassen und ein inklusives Umfeld zu schaffen, in dem alle Mitarbeiter vollständig sie selbst und erfolgreich sein können.

Die Mitarbeiter sind ein wichtiger Faktor im Unternehmen. Um diese stets weiterzuentwickeln und deren Wissen auf dem neusten Stand zu halten, bietet Fujitsu allen Mitarbeitern den kostenlosen Zugang zu internen wie auch externen Lernplattformen zur Verfügung. Diese Plattformen bietet einen einfachen und mobilen Zugang zu allen Lernangeboten.

Geschäftsverlauf

Die wirtschaftliche Lage der FS GmbH ist stets stark geprägt durch die wirtschaftliche Eingliederung in die FTS GmbH, wobei die Einschränkungen durch die Supply Chain Krise für FS GmbH nur geringfügige Auswirkungen hatte.

Der Umsatzanstieg von Tausend € 40.609 im Geschäftsjahr 2020/2021 auf Tausend € 47.085 im Geschäftsjahr 2021/2022 ist vor allem aufgrund von Zusatzaufträgen durch die FTS GmbH zurückzuführen. Neukunden wurden nicht gewonnen. Der Auftragseingang belief sich auf Tausend € 5.741. Der Auftragsbestand von externen Kunden zum Geschäftsjahresende betrug Tausend € 52.438 (Vj. Tausend € 78.537) und entfällt auf die nächsten drei Geschäftsjahre.

Die Operating Profit/Loss (OPPL)/EBIT Verbesserung ist vor allem aufgrund angepasster Konditionen der im Vorjahr verlängerten Serviceverträge sowie dem im Vorjahr erfassten erhöhten Aufwand bei der Transformation der betreffenden Services zurückzuführen.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr von Tausend € 40.609 um Tausend € 6.476 auf Tausend € 47.085 aufgrund von erhöhter Leistungserbringung im Konzernverbund angestiegen.

95,2% der Umsatzerlöse wurden im Inland erbracht. Die restlichen 4,8% entfielen auf Umsätze innerhalb Europas.

Die Herstellungskosten der zu Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind von Tausend € 38.164 um Tausend € 1.903 auf Tausend € 40.067 dementsprechend angestiegen. Das Bruttoergebnis des Umsatzes beträgt Tausend € 7.018 (Vj. Tausend € 2.445). Somit ist die Bruttomarge mit 14,9 % um 8,9 Prozentpunkte höher als im Vorjahr (6,0 %). Der Anstieg der Bruttomarge in Prozent im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der Beendigung einer aufwendigen Transformation in ein Anschlussprojekt im vorangegangenen Jahr und der Stabilisierung der existierenden Kundenverträge.

Die Vertriebskosten sind mit Tausend € 1.356 um 13,6 % niedriger als im Vorjahr (Tausend € 1.570) aufgrund reduzierter, allgemeiner Vertriebskosten (insbesondere IT- Kosten).

Die allgemeinen Verwaltungskosten betragen Tausend € 1.304 gegenüber Tausend € 1.169 im Vorjahr. Der Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten beruht im Wesentlichen auf Zuführungen bei einzelnen Pensionsplänen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von Tausend € 991 (Vj. Tausend € 213) sind Auflösungen von sonstigen Rückstellungen in Höhe von Tausend € 103 (Vj. Tausend € 118) sowie Fremdwährungsgewinne in Höhe von Tausend € 29 (Vj. Tausend € 44) enthalten. Des Weiteren enthält diese Position Beitragsrückzahlungen einer Versicherung in Höhe von Tausend € 60 (Vj. Tausend € 49) sowie Erträge aus Anlagenabgänge in Höhe von Tausend € 1 (Vj. Tausend € 2). Zusätzlich enthält diese Position Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von Tausend € 798, durch Aussetzen der Rentendynamik um weitere drei Jahre sowie dem Rückgang der Anzahl an Leistungsempfänger. Dieser Effekt wurde in den sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen, da die Mitarbeiter und das dazugehörige Geschäft im Rahmen einer Restrukturierung nicht mehr im Unternehmen sind.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Fremdwährungsverluste in Höhe von Tausend € 33 (Vj. Tausend € 35) sowie Bankgebühren in Höhe von Tausend € 3 (Vj. Tausend € 3) enthalten. Im Vorjahr enthielt diese Position Aufwendungen aus den Pensionsrückstellungen in Höhe von Tausend € 216. Diese Aufwendungen wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, da die Mitarbeiter und das dazugehörige Geschäft im Rahmen einer Restrukturierung nicht mehr im Unternehmen sind. Des Weiteren enthielt diese Position im Vorjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von Tausend € 144.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von Tausend € 2.317 (Vj. Tausend € 2.470) beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

Das positive Ergebnis nach Steuern beträgt Tausend € 2.996. Im Vorjahr erwirtschaftete die Gesellschaft ein negatives Ergebnis in Höhe von Tausend € 2.949.

Unter dem Ertrag aus Verlustübernahme im Vorjahr in Höhe von Tausend € 2.949 ist der von der FTS GmbH aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungs-/Verlustübernahmevertrags übernommene Verlust des Geschäftsjahres 2020/2021 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von Tausend € 2.996, welcher aufgrund des Verlustvortrags zum 31. März 2022 in Höhe von Tausend € 61.562 nicht an die FTS GmbH abgeführt wird.

Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für 2021/2022

Für das Geschäftsjahr 2021/2022 hatte die Gesellschaft einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich sowie eine Verbesserung der Operating Profit/Loss (OPPL) auf einen positiven unteren einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. Beide Kennzahlen haben sich, wie oben unter Geschäftsverlauf detailliert beschrieben, positiver als erwartet entwickelt.

Finanz- und Vermögenslage

Die um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag bereinigte Bilanzsumme (Tausend € 21.521) liegt um Tausend € 22 unter dem Vorjahreswert (Tausend € 21.543). Der Rückgang auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Vorräte. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände kompensiert sich mit dem Rückgang des Rechnungsabgrenzungsposten und des Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Auf der Passivseite ist die Veränderung hauptsächlich auf einen Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den Rückstellungen zurückzuführen.

Der Rückgang immateriellen Vermögensgegenstände von Tausend € 6 auf Tausend € 3 ist auf Abschreibungen zurückzuführen.

Der Anstieg des Sachanlagevermögens von Tausend € 39 auf Tausend € 43 ist auf Neuzugänge zurückzuführen.

Die Vorräte sind um Tausend € 2.648 auf Tausend € 4.660 (Vj. Tausend € 7.308) zurück- gegangen. Die Vorräte resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Geschäftsjahr 2019/2020 betreffend die Implementierungsphase, welche über die Projektlaufzeit abgebaut und an den Kunden verrechnet werden sowie aus Lieferungen und Leistungen aus dem Geschäftsjahr 2021/2022, welche nicht mehr an den Kunden abgerechnet werden konnten. Diese Abrechnung erfolgt im Geschäftsjahr 2022/2023.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 73,8% auf Tausend € 4.080 (Vj. Tausend € 2.348) angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus zusätzlich fakturierten Umsatzerlösen im Zusammenhang mit einem großen Projekt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr mit Tausend € 11.607 um 15,6 % höher als im Vorjahr (Tausend € 10.042) und resultieren hauptsächlich aus Finanzforderungen in Höhe von Tausend € 11.215 (Vj. Tausend € 5.981) gegen die FTS (Holding) B.V., da die Finanzierung und die Bereitstellung von Finanzmitteln über die Muttergesellschaft erfolgt (Cashpooling) und Forderungen gegen andere Fujitsu Gesellschaften Tausend € 392 (Vj. Tausend € 1.112). Im Vorjahr enthielt diese Position Forderungen aus Verlustübernahme in Höhe von Tausend € 2.949 gegenüber der FTS GmbH.

Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sowie Forderungen aus dem Cash-Pool-Vertrag mit der FTS (Holding) B.V. Der Bestand an Finanzmitteln erhöhte sich im Geschäftsjahr um Tausend € 5.233 auf Tausend € 11.218.

Der positive gesamte Cashflow der FS GmbH betrug im Berichtsjahr Tausend € 5.233, wobei Tausend € 5.281 aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielt wurde, während der Gesamtcashflow durch Investitionstätigkeiten (Tausend € 29) sowie durch Finanzierungstätigkeiten (Tausend € 19) leicht negativ beeinflusst wurde.

Das Guthaben bei Kreditinstituten ist von Tausend € 4 auf Tausend € 3 gesunken.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stieg gegenüber dem Vorjahr um Tausend € 272 auf Tausend € 584 und beinhaltet eingekaufte Serviceleistungen, für die wir in Vorleistung gegangen sind.

Der Rückgang des aktiven Unterschiedsbetrags aus der Verrechnung von Deckungsvermögen mit Rückstellungen beruht im Wesentlichen auf dem Effekt der Zinsänderung bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen.

Die Gewinnrücklagen der Gesellschaft betragen unverändert zum Vorjahr Tausend € 82. Der Verlustvortrag ist unverändert zum Vorjahr Tausend € 61.562. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt Tausend € 14.111 (Vj. Tausend € 17.107) und ist um den Jahresüberschuss des Berichtsjahres Tausend € 2.996 gesunken. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Die FTS GmbH hat gegenüber der FS GmbH eine Patronatserklärung ("Internal Comfort Letter") abgegeben. Bezüglich der vorliegenden bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf die nachfolgenden Ausführungen im Prognose- und Risikobericht unter dem Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken".

Die Pensionsrückstellungen sind von Tausend € 31.455 auf Tausend € 31.092 gesunken. Die Rückstellung erhöhte sich aufgrund der planmäßigen Zuführung sowie der Zinseffekte um Tausend € 2.081. Gegenläufig wirken sich die laufenden Rentenzahlungen, Rückgang von Leistungsempfängern sowie die Aussetzung der Rentendynamik nach 2023 und 2026 um weitere drei Jahre bis 2029 in Höhe von Tausend € 2.444 aus. Der aktive Unterschiedsbetrag bei den Pensionen sank um Tausend € 216 auf Tausend € 222. Wir verweisen hierzu zum Anhang Abschnitt "Rückstellungen / Verbindlichkeiten" und Abschnitt "Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung".

Die sonstigen Rückstellungen sind auf Tausend € 935 (Vj. Tausend € 1.188) gesunken. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf den Rückgang der Personalrückstellungen (Urlaub, Jubiläen, Berufsgenossenschaft u. ä.) in Höhe von Tausend € 889 (Vj. Tausend € 1.075) und den Rückgang der Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von Tausend € 0 (Vj. Tausend € 76). Die Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen in Höhe von Tausend € 46 sind um Tausend € 9 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Die Rechnungen unserer Lieferanten werden unter Ausnutzung von Skonti und Nettozahlungszielen bezahlt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines geringeren Einkaufsvolumens zum Jahresende von Tausend € 1.164 auf Tausend € 435 gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Berichtsjahr mit Tausend € 2.378 um Tausend € 1.647 niedriger als im Vorjahr (Tausend € 4.025). Die Verbindlichkeiten setzen sich aus Verbindlichkeiten in Höhe von Tausend € 1.793 (Vj. Tausend € 2.506) gegenüber der FTS GmbH, Tausend € 532 (Vj. Tausend € 1.495) gegenüber anderen Fujitsu Gesellschaften sowie Verbindlichkeiten in Höhe von Tausend € 53 (Vj. Tausend € 24) gegenüber der FTS (Holding) B.V. zusammen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert hauptsächlich aus einen im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Leistungsbezug von anderen Fujitsu Gesellschaften im Zusammenhang mit Projekten, bei welchen die FS GmbH Subunternehmer der FTS GmbH ist.

Insgesamt gesehen hatte das Geschäftsjahr 2021/2022 eine positive Entwicklung, aufgrund einer verstärkten Einbindung der FS GmbH in Projekte der FTS GmbH im Vorfeld der zum 01.04.2022 geplanten Veränderungen (wie vorab unter wesentliche Ereignisse erwähnt).

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung

Das Servicegeschäft der Fujitsu in Deutschland wurde zum 1. April 2022 in der FS GmbH zusammengeführt (siehe Wesentliche Ereignisse).

Mittelfristig wird die Fujitsu Group ihre Kernstrategie, die in der Beschleunigung der Globalisierung auf dem IT-Sektor, der Stärkung vorhandener Geschäftszweige und Entwicklung neuer Servicegeschäfte besteht, weiter umsetzen. Des Weiteren unterstützen wir unsere Kunden in ihren Digitalisierungsbestrebungen sowohl durch Beratung als auch in der konkreten Umsetzung.

Die FS GmbH bildet damit einen der wesentlichen Eckpfeiler bei der Realisierung der Servicestrategie und Vision von Fujitsu außerhalb von Japan. Die Gesellschaften in Europa tragen zu Fujitsu's globalem Ansatz und Ertrag bei und richten sich dabei an Kunden unterschiedlicher Branchen weltweit. Die FS GmbH orientiert sich mit ihrem Portfolio an IT-Dienstleistungen und -Angeboten rund um SAP und profitiert damit stark von der allgemeinen Tendenz zur Digitalisierung, sodass mit weiterem Wachstum zu rechnen ist.

Die Fujitsu Muttergesellschaft als Shareholder hat gleichzeitig eine klare Erwartungshaltung an die Servicegesellschaften. Der Fokus in der weltweiten Strategie auf OPPL erfordert von der Gesellschaft eine nachhaltige OPPL Marge sowie das Vorantreiben der Fujitsu Digitalisierung als auch die Digitalisierung unserer Kunden.

Das mittelfristige Ziel für die FS GmbH ist das Erreichen des Breakeven für die Business Lines DXU, Consulting, BAS, Services im Geschäftsjahr 2023/2024, um langfristig die Erwartungshaltung der Shareholder zu erfüllen.

Die Aktivitäten der FS GmbH umfassen den Vertrieb für den deutschen Markt sowie die Serviceerbringungen für andere Fujitsu Gesellschaften. Die Einschätzung für die weitere Entwicklung des deutschen Marktes ist auch durch die geopolitische Krisensituation und deren Auswirkungen auf Inflation und Ressourcenverfügbarkeit von einem hohen Maß an Unsicherheit geprägt, auch im Zusammenhang mit den hohen Energiekostensteigerung und den Auswirkungen der andauernden Supply-Chain-Krise.

Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen erwartet das Unternehmen für das zusammengeführte, deutsche Fujitsu Servicegeschäft für das Geschäftsjahr 2022/2023 eine operative Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022. Aufgrund des fortgeführten Transformationsprogramms zum Aufbau und der Umsetzung der zukünftigen Strategie, sowie des im Wesentlichen durch COVID-19 verzögerten externen Auftragseingangs wird ein negatives EBIT im niedrigen dreistelligen Millionenbetrag erwartet.

Um dem hohen Kosten- und Wettbewerbsdruck gerecht zu werden, plant die FS GmbH den selektiven Ausbau der Nutzung der vorhandenen Offshore und Nearshore Zentren.

Durch den bestehenden Gewinnabführungs-/Verlustübernahmevertrag sowie den bestehenden Internal Comfort Letter, hierzu verweisen wir auf die unten aufgeführten Bestandsgefährdenden Risiken, geht die Geschäftsführung vom Fortbestand der Gesellschaft aus. Ziel ist es, das Unternehmen auch als eigenständige Unternehmenseinheit profitabel zu betreiben.

Voraussichtliches Investitionsvolumen

Um Fujitsu's Ziele zu erreichen, wurden in Deutschland umfangreiche Investitionen in das Servicegeschäft in den letzten Jahren vorgenommen, welches in der FS GmbH ab dem 1. April 2022 zusammengeführt wurde. Diese Investitionen sind in unserem Mid Term Plan (MTP) verankert. Im Rahmen des MTP Prozesses überprüft unser Shareholder die Einhaltung der Ziele. Nach Überführung des Servicegeschäftes in die FS GmbH wird das in den Vorgängergesellschaften im Geschäftsjahr 2018/2019 begonnene Transformationsprogramm auch im folgenden Geschäftsjahr weiter konsequent verfolgt, dieses beinhaltet unter anderem weitere Investitionen in Personal wie auch in die Verlagerung von Rechenzentrumskapazitäten und die Weiterentwicklung des Serviceportfolios, um dem Kunden das optimale Portfolio anbieten zu können, sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 ist ein Investitionsvolumen von rund 27,1 Mio. EUR geplant. Die Investitionen betreffen hauptsächlich Hardware und Software in den Shared Umgebungen für Storage, Backup, Netzwerkkomponenten, Security sowie Serverfarmen für Neu- und Bestandskundenprojekte. In geringem Umfang sind darüber hinaus Investitionen in die bestehenden Rechenzentren geplant.

Chancenbericht

Als Reaktion auf die zunehmend herausfordernde Wirtschaftslage und zur Unterstützung der Durchführung der Fujitsu Group Strategy, verfolgt die FS GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 weiterhin die Umsetzung des neuen Operating Model Programms.

Strategische Prioritäten

Um die Ziele und Strategie für den Turnaround umzusetzen und damit ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen und um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, wird die FS GmbH auf der Basis einer effizienten und integrierten Organisation ihren Kunden innovative Lösungen anbieten.

Aufgrund der erwarteten Marktentwicklung für das IT-Service-Geschäft in Deutschland geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschaft in ihrem Kerngeschäftsfeld der Datacenter- und Workplace-Services, im Bereich der Application Services sowie im neuen Bereich der Connected Services ausreichend Potential zur Neukundenakquisition besitzt, damit das Geschäft nachhaltig entwickelt werden kann.

Das Entwicklungspotential besteht insbesondere darin, dass Fujitsu in Deutschland momentan im IT-Service-Markt im internationalen Vergleich unterrepräsentiert ist. Als IT-Service-Anbieter mit internationalen Leistungskapazitäten über die gesamte Fujitsu-Organisation setzt die Gesellschaft insbesondere auf den Ausbau des Bestandsgeschäfts, bei dem internationale Anforderungen als Service-Provider bestehen. Durch das neue Operating Modell wird sich die Anzahl der Kunden der FS GmbH vervielfachen und die Kundenstruktur signifikant diversifizieren.

Die wettbewerbsintensive Situation der deutschen Wirtschaft hat zur Folge, dass in Unternehmen weiterhin Überlegungen hinsichtlich Outsourcings von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Prozessen mit dem Ziel der Kostenreduktion stattfinden. Die FS GmbH hat aufgrund ihres Leistungsspektrums insbesondere im Outsourcing von IT-Dienstleistungen die Chance, von dieser Nachfrage zu profitieren. Gleichzeitig können durch Integration in den Fujitsu-Konzern im Bereich von Datacenter-Leistungen auch größere global agierende Unternehmen in Ergänzung zum bestehenden Mittelstandsmarkt bedient werden.

Mit verbundenen Unternehmen des weltweiten Fujitsu-Konzerns als multinationalen Partnern ist es möglich, auch international und für größere Unternehmen Angebote abzugeben und Aufträge zu gewinnen. Als wesentlicher Bestandteil des Fujitsu-Konzerns ist die FS GmbH in der Lage, ein umfassendes IT-Portfolio anzubieten, welches Fujitsu-eigene Hardware sowie IT-Lösungen wie Outsourcing Services, Cloud Services, Applikation Management und Consulting Services umfasst.

Als Reaktion auf die zunehmend herausfordernde Wirtschaftslage und zur Unterstützung der Durchführung der Fujitsu Group Strategy, führt die FS GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 die Umsetzung eines Transformationsprogramms zur digitalen Transformation fort.

Digitale Transformation

Die weltweite COVID-19-Pandemie hat die digitale Transformation weiter beschleunigt. Umfragen zeigen, dass Unternehmen vor allem Verbesserungen in den Bereichen Kundenerlebnis, Agilität ihres Geschäfts, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit mit Digitalisierungsprojekten anstreben.

Auch bei der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit spielt für eine Mehrheit der Kunden die digitale Transformation eine entscheidende Rolle.

Fujitsu arbeitet mit Unternehmen bei jedem Aspekt der datengesteuerten Transformation und in jeder Projektphase zusammen, von der anfänglichen Beratung bis hin zur Entwicklung und Umsetzung der Lösung. Dabei gehört der Co-Creation-Workshop mit den verschiedensten Stakeholdern im Unternehmen zum Herzstück des Prozesses, um eine maßgeschneiderte digitale Transformation zu verwirklichen. Unterstützt wird dies mit einem breiten Portfolio an IT- und Security-Lösungen, einem umfangreichen Eco-System und Technologie-Partnerschaften sowie innovative Consumption-based IT Angeboten, um die Agilität der on-premise IT Plattform bei verringerten Risiken weiter zu stärken.

Neben den technologischen Aspekten von Datenverwaltung, IT-Systeme und -Infrastruktur sowie der User Experience, spielen auch die Unternehmenskultur und Mindset und Skills der Mitarbeitenden eine entscheidende Rolle. Zum Beispiel ist es ein wichtiger Aspekt bei der Neugestaltung der Arbeitsplätze und damit der Sicherstellung eines optimalen Work-Life-Blending für die Mitarbeiter, den Blick auf eine möglichst volle Integration von Humanen, Organisations- und kulturellen Punkten zu richten. Eine enge Zusammenarbeit zwischen unter anderem IT-Bereich, Personalabteilung und Facility Management ist hierbei entscheidend, um akute Problemstellungen der Employee- & Customer -Experience und des New Work Design begegnen zu können.

Bei der FS GmbH selbst wurden beispielsweise verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Digitale Transformation hin zu mehr Mobilität und ortsunabhängigem Arbeiten voranzutreiben. Dazu gehört z. B. die Einführung von Office 365, eine vollständige Integration von Unified Communication, ein As-a-Service Model zur Bereitstellung von Mobiltelefonen, unternehmensweite Betriebsvereinbarungen sowie die Integration verschiedenartiger Services für Partner, Kunden und Mitarbeiterinnen.

Fujitsu hilft Unternehmen, ihre Ausgangssituation, Herausforderungen und das Potenzial zu identifizieren, um datengesteuert zu werden. Klare Ziele führen zu messbaren Fortschritten auf dem Weg zu einer datengesteuerten Organisation.

Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs ist die FS GmbH zusammen mit vielen ähnlichen Unternehmen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, einschließlich der Risiken, die bei der Bereitstellung von IT-Software, -Lösungen und der damit verbundenen IT-Dienstleistungen auftreten. Das Management dieser Risiken ist ein wesentlicher Bestandteil des Geschäfts, das sich durch intensiven Wettbewerb, hohen Kostendruck auszeichnet und den Wettbewerb um Talente.

Fujitsu Europe, einschließlich der FS GmbH, ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, einschließlich der Risiken, die dem Verkauf und der Bereitstellung von IT-Hardware, -Software, -Lösungen und der damit verbundenen IT-Dienstleistungen auftreten. Das Management dieser Risiken ist ein wesentlicher Bestandteil des Geschäfts, das sich durch intensiven Wettbewerb, hohen Kostendruck sowie kurze Innovations- und Produktlebenszyklen auszeichnet.

FS GmbH ist durch seine geschäftlichen Aktivitäten und bei der Umsetzung seiner strategischen Ziele einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten ausgesetzt. Die IT-Branche bietet kontinuierlich innovative Produkte und Formen der Bereitstellung an, die mit neuen Vertragsbedingungen verbunden sind. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, diese Innovationen im Interesse der Kunden und des Unternehmens zu nutzen, allerdings ist die Einführung von neuen Produkten und Angeboten stets mit dem Risiko verbunden.

Für die FS GmbH, als Anbieter von Dienstleistungen für Kunden aus unterschiedlichen Bereichen, bestehen die wesentlichen betrieblichen Risiken in Bezug auf die Bereitstellung von Dienstleistungen, zum Beispiel durch Unterbrechungen oder Ausfälle bei der Bereitstellung von Services, durch Gefährdung der Sicherheit und Integrität von Daten, die für Kunden verwaltet werden, und durch Ausfall von internen Kontroll- und Managementsystemen, IT-Ausfälle, menschliches Versagen, Cyberangriffe oder andere Arten von Sicherheitsverletzungen.

Fujitsu Europe, einschließlich der FS GmbH, hat sich zu geschäftlich verantwortungsvollem Handeln verpflichtet. Dadurch besteht das Risiko, diesem Anspruch nicht immer gerecht werden zu können, wie zum Beispiel bei Nichteinhaltung von vereinbarten und anerkannten Vorschriften, Standards und Verhaltensregeln.

Risikomanagement und -methoden

Fujitsu Europe hat eine einheitliche Risikopolitik und einheitliche Prozesse eingeführt. Alle operativen Unternehmen, einschließlich der FS GmbH, nutzen ein einheitliches Risikomanagement-Framework, das die Berichterstattung für die Geschäftsbereiche und Führungsfunktionen vorgibt. Die Verantwortung für die Umsetzung der Risikomanagement-Richtlinien wird an die Geschäftsbereichsleitungen delegiert. Die Richtlinien sind dabei über den gesamten Geschäftszyklus hinweg anzuwenden. Die Überwachung des Risikos durch das Management erfolgt an kritischen Punkten im Geschäftszyklus durch eine Reihe systematischer Kontrollen und Überprüfung der Business Assurance.

Die internen Kontroll- und Überprüfungssysteme sollen die unternehmerischen und operativen Risiken frühzeitig erkennen, steuern und identifizieren, und darauf hinwirken, dass Geschäftsziele erreicht werden können. Um eine genaue und zeitnahe Bilanzierung und Überprüfung von Geschäftstransaktionen und Angeboten zu gewährleisten, werden Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten für das gesamte Entscheidungs- und Transaktionsmanagement definiert und festgelegt.

Das Fujitsu Europe Risk and Governance Management Board (RGMB) leitet die konzernweite Umsetzung der Risikopolitik. Das RGMB erhält Expertenberichte zu Compliance-Themen und Unternehmensrisiken. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Risikoplanung und den entsprechenden Maßnahmen zur Eingrenzung von Risiken. Das Fujitsu Europe Risk Management Committee ("RMC") überwacht das RGMB auf Führungsebene, um eine wirksame interne Kontrolle von Fujitsu Europe sicherzustellen, einschließlich der Verabschiedung geeigneter Risikomanagement- und Compliance- Richtlinien und -Verfahren zur Einhaltung geltender Gesetze und Vorschriften, um die Mitarbeiter, das Geschäft, das Vermögen und die Interessen seiner Aktionäre und anderer Stakeholder vor Risiken zu schützen.

Die Risikoprozesse und -verfahren (Initiieren, Identifizieren, Analysieren, Planen, Verwalten) für die FS GmbH folgen der Branchenpraxis und unterstützen die Bewertung, Berichterstattung und das Management von strategischen und operativen Risiken für das Unternehmen.

Durch einheitliche Kriterien zur Abschätzung der Risikoauswirkung/Risikobereitschaft wird sichergestellt, dass zentrale Risiken bis zur entsprechenden Ebene in der Organisation eskaliert werden. Die operativen Risiken werden regelmäßig im Rahmen der Angebots-, Projekt-, Servicebereitstellungs-, Account-Reviews sowie den funktionalen Überprüfungen analysiert. Darüber hinaus stellt das Fujitsu Europe Enterprise Risk Management-System, das sich auch auf die FS GmbH erstreckt, vierteljährliche Risikoberichte an die regionalen Führungsteams bereit.

Risiken im Zusammenhang mit Informationssicherheit, Geschäftskontinuität, internationalem Handel und Bestechungsbekämpfung werden in den zugehörigen Managementsystemen behandelt, die kontinuierlich überwacht und verbessert werden, wobei Änderungen von der RGMB und gegebenenfalls der RMC genehmigt werden müssen.

Risikobewertung

Aufgrund der Konzernzugehörigkeit zur FTS (Holding) B.V. gelten die allgemeinen Richtlinien zur Risikobetrachtung auch für die FS GmbH.

Fujitsu analysiert und bewertet Risiken systematisch. Dazu werden diese quantifiziert und klassifiziert. Um geeignete Maßnahmen zur Bewältigung vornehmen zu können, werden identifizierte Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres bei Eintritt erwarteten Ausmaßes in Bezug auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage bewertet und anschließend eingestuft.

Spezifische Risiken und Managementmaßnahmen

Aufgrund der in den wesentlichen Ereignissen dargestellten Veränderung der Geschäftsstruktur und - größe der FS GmbH zum 1. April 2022 wurden im Vergleich zum Vorjahr die folgenden Risikobereiche ergänzt:

Die Entwicklung und Wartung von sicheren Systemen für Kunden

Makroökonomisches Umfeld und IT-Markt

Inflation - Lebenshaltungskosten und Mitarbeitergehälter

Inflation - Anstieg der Energiekosten

Weltweite Lieferengpässe

Ausstieg aus GDC Russia Service Delivery

Finanzielle Risiken

Der Schwerpunkt der Risiken und die Einschätzung hat sich im Vergleich zum Vorjahr geändert. Durch die ausgelaufenen COVID-19 Infektionsschutzmaßnahmen und der rückläufigen Infektionszahlen werden die Risiken im Zusammenhang mit COVID-19 derzeit nicht mehr als vorherrschend angesehen.

Risiken Maßnahmen und Anmerkungen
Datenschutz Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) können gemäß Art. 83 der DSGVO abhängig von der Art der Verstöße gegen Bestimmungen der DSGVO Geldbußen bis zu 20 Mio. Euro oder im Fall eines Unternehmens bis zu 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr, je nachdem, welcher Wert der höhere ist, nach sich ziehen. Zudem können lokale Datenschutzbehörden nach Art. 83 DSGVO auch andere Sanktionen gegen den Verantwortlichen verhängen.
Die FS GmbH hat ihre Prozesse grundsätzlich datenschutzkonform ausgestaltet und zudem unterstützt ein interner Datenschutz-beauftragter die Einhaltung der Datenschutzvorschriften.
Dieses Risiko wird als hoch eingeschätzt.
Veränderungen der Cyberbedrohungslandschaft und Angriffsmethoden. Durch die kontinuierliche Überwachung der sich ändernden Bedrohungslandschaft im Bereich der Cybersicherheit erhält die FS GmbH einen tiefen Einblick in die Entwicklung von Taktiken, Techniken und Verfahren für Cyberangriffen (TTP). Die Einbeziehung dieser Informationen in die laufenden Programme zur Verbesserung der Sicherheit und die damit verbundenen Sicherheitskontrollen ist eine entscheidende Maßnahme zum Schutz vor solchen Angriffen. Diese Analyse bietet der FS GmbH das Wissen zur Verbesserung seines Sicherheitsprogramms, der damit verbundenen Sicherheitskontrollen und der Schlüsselmaßnahmen zur Erkennung, zum Schutz und zur Reaktion auf solche Angriffe. Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Veränderungen und militärischen Konflikte in Europa ist die Wahrscheinlichkeit von Angriffen im Sinne einer digitalen Kriegsführung jedoch als zunehmendes Risiko zu betrachten. Es ist davon auszugehen, dass eskalierende Konflikte die Cyberverteidigung in bisher nicht gekannten Dimensionen herausfordern werden. Der im Januar als Reaktion auf die erhöhte Bedrohung eingerichtete Europe Alert, der Russland-Bedrohungs- und Risikobericht sowie der Plan zur Behebung des Problems werden derzeit von mehreren Interessenvertretern aus dem japanischen Hauptquartier, der Region Europa und der globalen Lieferkette ausgearbeitet. Verstärkte Überwachung und technisches Schwachstellenmanagement sowie Cyber-Bedrohungsintelligenz (Actor Profiling) - regelmäßige Berichterstattung an die Alarmzentrale und die regionale Führung. Dieses Risiko wird als hoch eingeschätzt.
Die Entwicklung und Wartung von sicheren Systemen für Kunden Security by Design ist der Schlüssel für alle Build-Aktivitäten mit verbesserten Prozessen für die laufende Wartung und den Support. Fujitsu umfasst technische organisatorische Maßnahmen, die in unserem Rahmenwerk für Mindestsicherheitskontrollen festgelegt sind. Das Bewusstsein und die Governance in diesen Bereichen werden durch Risikobewertungen und die Überwachung der sich ständig ändernden Cyber-Bedrohungen und Angriffsmethoden gestärkt, die im Hinblick auf externe Änderungen und größere/wesentliche interne Änderungen bewertet werden, gekoppelt mit Compliance-Berichten.
Ein klar definierter und implementierter Prozess zur Überprüfung von Vorfällen unterstützt zusätzlich die Ursachenanalyse und frühzeitige Erkennung von Sicherheitslücken. Cyberverletzungen werden als Themen in allgemeine Warnmeldungen und Krisenmanagement-Übungsprogramme aufgenommen. Dieses Risiko wird als hoch eingeschätzt.
Personalwirtschaftliche Risiken Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die FS GmbH ist die Verfügbarkeit von Mitarbeitern mit hoher fachlicher und sozialer Kompetenz. Wesentliche Risiken im Personalbereich sind daher das nicht passgenaue Rekrutieren von Mitarbeitern, unzureichende Qualifikation und der Verlust von fachlicher Kompetenz durch eine hohe Fluktuationsrate. Zusätzlich besteht das Risiko, den Bedarf an qualifiziertem Personal nicht adäquat decken zu können. Speziell in den neuen Techniken im Zusammenhang mit der Digitalisierung am Markt, aber auch für den Mainframe-Bereich ist Spezialwissen von herausragender Bedeutung. Darüber hinaus gibt es Risiken durch das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz beim Einsatz von Fremdpersonal in Form von Service- und Werkverträgen. Durch entsprechende Vorgaben für die Vertragsgestaltung zur Leistungsbeschreibung und Prüfhilfen für die Identifizierung möglicher Risiken in diesem Zusammenhang wird dem begegnet. Bestehende Kundenverträge sollten hinsichtlich möglicher Risiken aus Arbeitnehmerüberlassung einzeln geprüft werden. Um die Mitarbeitermotivation zu steigern sowie die Mitarbeiter zu binden, werden Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Die Handlungsfelder hieraus werden regelmäßig vom Management bewertet, unter strategischen Gesichtspunkten priorisiert und Verbesserungspotential abgeleitet und operativ umgesetzt. Zusammenfassend schätzen wir das Risiko als hoch ein und damit höher als im letzten Berichtszeitraum aufgrund der Veränderung der Geschäftsstruktur sowie der deutlich höheren Anzahl der Beschäftigten.
Makroökonomisches Umfeld und IT-Markt Der IT-Markt hat sich nach den Auswirkungen von COVID-19 im Jahr 2020 im Jahr 2021 wieder erholt, jedoch das Vor-COVID- 19-Niveau noch nicht erreicht. Im April 2022 gehen die Prognosen führender IT-Marktanalysten von einem anhaltenden Wachstum in den nächsten drei Jahren aus, wenn auch mit einer geringeren Rate als 2021. Das makroökonomische Umfeld verschlechtert sich mit der Herabstufung der BIP-Wachstumsprognosen für die meisten Länder. Die Folgen von COVID-19 und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine heizen die Inflation in vielen Ländern an, und die Zentralbanken versuchen, die Inflation mit höheren Zinssätzen zu kontrollieren. Die Inflation wirkt sich sowohl auf die Verbraucher durch höhere Energie- und Lebensmittelpreise als auch auf die Unternehmen durch höhere Material- und Lohnkosten aus. Die FS GmbH ist von diesen makro-ökonomischen Trends betroffen, und es besteht ein erheblicher Druck auf die Kostenbasis aufgrund von Inflation, höheren Gehaltserwartungen, höheren Lohnsteuern und gestiegenen Energiekosten. Das Marktumfeld macht es schwierig, diese Kosten über Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Die FS GmbH versucht diesen Druck weiterhin abzumildern, um die Rentabilität durch Investitionen in Angebote, Automatisierung, wertorientierte Preisgestaltung und ein verbessertes Wertangebot für Mitarbeiter zu erhalten, um wichtige Fachkräfte zu rekrutieren und zu binden. Dieses Risiko wird mittel bis hoch eingeschätzt.
Inflation - Lebenshaltungskosten und Mitarbeitergehälter Die Geschäftsführung ist sich der wahrscheinlichen Auswirkungen eines weit verbreiteten Inflationsdrucks auf die Lebenshaltungskosten der Mitarbeiter bewusst. Die Ansätze zur Überwachung und Bewältigung der Mitarbeitervergütung werden weiterhin auf Länder- und lokaler Ebene verfolgt, um den unterschiedlichen Umständen gerecht zu werden und die wirtschaftliche Zukunft und die Fähigkeiten der FS GmbH zu sichern. Das Unternehmen ist bestrebt, faire Gehaltszahlungen und -niveaus zu gewährleisten, um Stabilität bei der Einstellung und Bindung von Mitarbeitern zu schaffen. Zu den spezifischen Maßnahmen gehören Überprüfungen der wichtigsten Talente, damit wir positive Maßnahmen ergreifen können, um Personen zu halten, die für unser Geschäft entscheidend sind, sowie ein länderspezifischer Ansatz, der sicherstellt, dass wir in der Lage sind, Vergütungsstrategien anzuwenden, die die besonderen Umstände in jedem Markt widerspiegeln. Dieses Risiko wird als mittel bis hoch eingeschätzt.
Inflation - Anstieg der Energiekosten Die Reaktion für 2022 besteht darin, niedrigere Preise durch Rahmenverträge und frühere Beschaffung zu sichern. Dies wird jedoch den erwarteten allgemeinen Marktanstieg nicht ausgleichen. Die FS GmbH hat aufgrund vertraglicher Verpflichtungen keinen direkten Einfluss auf die Preisgestaltung der Energiekosten in Rechenzentren von Drittanbietern. Es werden Maßnahmen ergriffen, um bestehende Stromversorgungsverträge durch günstigere Verträge/ Anbieter zu ersetzen. Dieses Risiko wird als mittel bis hoch eingeschätzt.
Das Management von vertraulichen Informationen, die im Auftrag von Kunden verwaltet werden, und Berücksichtigung der eigenen geschäftlichen Anforderungen Das Sicherheitsprogramm der FS GmbH basiert auf dem Bewusstsein und der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters. Das Programm wird durch Kommunikation, vorgeschriebene Schulungen und entsprechende Berichtsdienste ausgeführt und umgesetzt. Zusätzlich werden als kontinuierliche Verbesserung technische Sicherheitsmaßnahmen von IT-Systemen und Infrastruktur identifiziert und über eine Änderungskontrolle umgesetzt. Die Überwachung, Analyse und Bewertung von Cyber-Bedrohungen und neuen Angriffsmethoden sind ebenfalls wichtige Elemente zur Sicherung sensibler Prozesse und Daten. GDPR (General Data Protection Regulation)- und Datenschutzrisiken werden als Teil unseres normalen Betriebs aktiv gemanagt, einschließlich der Auswirkungen auf Datentransfers nach Großbritannien in der Phase nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Dieses Risiko wird als hoch eingeschätzt.
Ausstieg aus GDC Russia Service Delivery Die FS GmbH betreut gemeinsam mit Fujitsu Europe und Fujitsu Global Delivery die Übernahme der GDC Russland Themen und erwartet insgesamt reibungslose Projekte und Serviceübergänge. Es wird weiter daran gearbeitet, mögliche Auswirkungen auf Kunden durch die Implementierung von Business-Continuity-Plänen zu minimieren. FS GmbH wird angemessen und entschlossen auf alle weiteren zukünftigen Entwicklungen reagieren. Der Fujitsu-Ansatz zur Verwaltung der Serviceübertragungen von der GDC Russland war von erheblichem Kundenvertrauen geprägt. Der Übergang, Kosten und Servicerisiken stehen im direkten Fokus der dafür geschaffenen Teams.
Die Schaffung und Fertigstellung stabiler, kostengünstiger Ersatzeinrichtungen an neuen Standorten für alle Funktionen kann sich über Ende 2022 hinaus erstrecken, das angestrebte Fertigstellungsdatum. Die wichtigsten operationellen Risiken des Ausstiegs sind:
a) Sicherstellen, dass der Übergang in ausreichendem Tempo erfolgen kann, bevor potenzielle weitere Einschränkungen auftreten, die in Zukunft die Mittel zur Umsetzung der aktuellen Pläne einschränken könnten.
b) Die Geschwindigkeit, mit der Fujitsu die Ersatzlieferungsstandorte einrichten und mit Ressourcen ausstatten kann.
c) Bewältigung der technischen und Sicherheitsprobleme, die sich aufgrund der Trennung von einem Partner ergeben können, der in einem feindlichen Land tätig ist. Dieses Risiko wird als mittel eingeschätzt.
Inflation - Externe Kosten & Einnahmen Es wird erwartet, dass sich die weit verbreiteten Auswirkungen der Inflation auf unsere Lieferanten auswirken werden, wobei in allen Bereichen (Hardware, Software und Dienstleistungen) mit Preissteigerungen zu rechnen ist. Obwohl es in den Kundenverträgen einen gewissen Schutz gegen die allgemeine Entwicklung des Inflationsindexes gibt, wird die FS GmbH nicht in der Lage sein, diese Preiserhöhungen vollständig weiterzugeben. Infolgedessen ist in einigen Bereichen mit einem Margenrückgang zu rechnen. Dieses Risiko wird als mittel eingeschätzt.
Ausfall von Lieferanten Infolge der weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 in Verbindung mit hohem Inflationsniveau und extremer Energiepreissteigerungen ist das Risiko eines Lieferantenausfalls angestiegen. Die FS GmbH wird weiterhin die finanzielle Stabilität und Lieferfähigkeit unserer kritischen Lieferanten überwachen - sowohl großer als auch kleiner, mittelständischer Unternehmen. Die Notwendigkeit, einen engen Dialog mit unseren Lieferanten aufrechtzuerhalten, ist ebenso wichtig, wie eine laufende Beurteilung des Feedbacks unabhängiger Rating-Agenturen. Darüber hinaus stellen wir sicher, dass unsere Pläne zur Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität robust wie praktikabel sind. Dieses Risiko wird als mittel eingeschätzt.
Finanzielle Risiken Die FS GmbH ist einer Vielzahl von finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus externen Faktoren ergeben, wie z. B. Zins-, Inflations- und Kreditrisiken sowie den Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Im normalen Geschäftsverlauf ist der Konzern auch mit Risiken konfrontiert, die entweder nicht finanzieller Natur oder nicht quantifizierbar sind, zum Beispiel Länderrisiken.
Die Risikobereitschaft der FS GmbH in Bezug auf finanzielle Risiken ist gering, und sie geht nicht aktiv Risiken ein, die einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Finanzlage des der Gesellschaft haben könnten. Allerdings geht die FS GmbH im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit bei der Verfolgung seiner Geschäftsziele Risiken ein. Zu den finanziellen Risiken gehören Liquiditäts-, Zins-, Wechselkurs-, Inflations- und Kreditrisiken. Zur Minimierung dieser Risiken werden Richtlinien und Praktiken für das Finanzrisikomanagement eingesetzt, die in Anmerkung Fremdwährungsrisiko näher erläutert werden.
Andere nicht-finanzielle Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, werden durch das Enterprise Risk Management Framework des Konzerns identifiziert, überwacht und gesteuert, das darauf ausgelegt ist, operative Risiken und die nicht vermeidbaren Risiken der geschäftlichen und strategischen Ziele zu minimieren.
Kreditrisiken gegenüber Geschäftspartnern werden minimiert, indem Geschäfte auf eine begrenzte Anzahl von Finanzinstituten mit soliden Kreditratings beschränkt werden. Die Kreditwürdigkeit (Bonität und Credit Default Swaps) der Kontrahenten wird von Group Treasury anhand eines festgelegten maximalen Exposure-Levels mit jedem Institut genau überwacht.
Um das Zinsrisiko zu mindern, hat sich die FS GmbH für eine kurzfristige, risikoaverse Politik beim Zinsrisikomanagement entschieden. Das Zinsrisiko der Gesellschaft wird regelmäßig ermittelt, ebenso wie die Notwendigkeit, sich gegen Zinsschwankungen abzusichern. Wenn das Zinsrisiko innerhalb des aktuellen Planungshorizonts als wesentlich erachtet wird, sind Sicherungsinstrumente (Zinsswaps und FRAs) im Rahmen der Parameter der Sicherungspolitik zulässig. Für den aktuellen Berichtszeitraum wurden keine Sicherungsinstrumente eingesetzt, da das Ausmaß des Risikos als nicht wesentlich erachtet wurde.
Dieses Risiko wird als mittel eingeschätzt.
Weltweite Lieferengpässe Die Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 gefährden weiterhin die globalen Lieferketten. In jüngerer Zeit schränkte die Schließung des russischen Luftraums und der Landbrücken aufgrund des Ukrainekriegs die verfügbaren Transportkapazitäten weiter und führte zu Kostensteigerungen in der Logistik. Fehlende Materialverfügbarkeit von Hardwarekomponenten für unser Servicegeschäft und begrenzte Transportkapazitäten haben sich nur geringfügig negativ auf unser Geschäft und das Geschäft unserer Kunden ausgewirkt. Fujitsu's Group Global Supply Chain sowie einige Anbieter haben signalisiert, dass die Materialknappheit und die Beschränkung der Transportkapazität im Allgemeinen trotz einiger Verbesserungen für bestimmte Materialbereiche im gesamten ersten Halbjahr FY22/23 andauern werden. Eine generelle Entspannung der aktuellen Situation ist nicht vor Ende des Kalenderjahres 2022 oder gar Anfang 2023 zu erwarten. Die Strategie, diesen aktuellen Problemen und wahrscheinlichen zukünftigen Risiken entgegenzuwirken, ist "Sell- bzw. use-what-we-have", d. h. weiter intensivierte Einkaufsbemühungen, verbunden mit einer sorgfältigen Bestandsüberwachung. Dieses Risiko wird mittel bis gering eingeschätzt.
Umwelt- und Klimawandelrisiko Es gibt eine Reihe nach IS014001 anerkannter Standards, welche die Identifizierung und das Management von Risiken beinhalten. Darüber hinaus wurde ein Umweltausschuss auf NWE- und CEE-Ebene eingerichtet, um eine strenge Überprüfung durch das Management und eine formelle Überwachung sicherzustellen. Spezifische Kontrollen sind vorhanden, um Schlüsselrisiken durch das Umweltmanagementsystem und umfassendere Betriebskontrollen anzugehen. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt.
COVID-19 - Risiko für die Sicherheit im und operativen Ablauf des Geschäftsbetriebes Die zahlreichen, wirksamen Maßnahmen, die die Gesellschaft im Jahr 2021 als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie ergriffen hat, bleiben bestehen. Diese Maßnahmen dienen in erster Linie dazu, die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten und Schritte zur Sicherung der Kontinuität der Kundenbelieferung zu unternehmen. Die Reaktion im Jahr 2021, die bis ins Jahr 2022 andauert, wurde durch ein integriertes Governance- und Entscheidungsmanagement-Framework organisiert, das über unsere Geschäftsbereiche Nordwesteuropa (NWE), Mittel- und Osteuropa (CEE) und Global Delivery (GD) koordiniert wurde. Die Hauptmerkmale der umgesetzten Pläne waren die Sicherheit der Mitarbeiter, die schnelle Massenmigration zu Remote-/Home-Working, die Gewährleistung angemessener IT-Kapazitäten und Sicherheit sowie eine schnelle Reaktion auf Änderungen der Kundenanforderungen. Das Risiko wird daher als gering eingeschätzt.
Compliance-Verstöße Das Management der FS GmbH betrachtet Integrität und ethisches Verhalten als wesentlich für den langfristigen Geschäftserfolg. Daher hat die FS GmbH ihre Ethikpolitik in einem umfassenden Corporate Compliance Programm entwickelt, das auf dem Global Fujitsu Compliance Programm (www.fujitsu.com/global/about/csr/compliance) basiert. Dieses Programm wird vom Head of Compliance für Fujitsu Europe (einschließlich der FTS Gruppe, die diese Aufgabe auch für die FS GmbH erbringt) geleitet. In erster Linie zielt das Programm darauf ab, kriminelles Verhalten von Mitarbeitern und Führungskräften des Unternehmens zu verhindern, aufzudecken und zu untersuchen. Das Unternehmen verfolgt einen "Null-Toleranz"-Ansatz und geht jedem Verdacht auf mögliche Verstöße nach. Fujitsu unterhält ein Melde-Webportal und eine Alarm-Hotline (Fujitsu Alert) sowie ein Compliance-Portal und eine Mailbox, damit die Mitarbeiter die Compliance-Anforderungen von Fujitsu verstehen und mutmaßliches Fehlverhalten offen oder anonym melden können. Externe Parteien können sich ebenfalls über Fujitsu Alert an Corporate Compliance wenden. Neben dem Fujitsu Way, den Global Business Standards und der Implementierung von Compliance-Richtlinien betont das Programm die Bedeutung des Tons von oben und umfasst einen risikobasierten Ansatz zur Identifizierung und Minderung von Risiken, Kommunikation und Schulungen für Mitarbeiter sowie Ethikverpflichtungen für Mitarbeiter und Führungskräfte.
Ein verpflichtendes jährliches Online-Training umfasst den Fujitsu Way, die Global Business Standards sowie spezifische Richtlinien zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption, zum Kartellrecht und zur Exportkontrolle. Drittlieferanten werden im Interesse von Best Practice und Unternehmensintegrität anhand von Due-Diligence-Kriterien validiert. Sensible Transaktionen bedürfen der Vorabgenehmigung durch Compliance, einschließlich Hochrisikolieferanten, Sponsoring, Spenden für wohltätige Zwecke und politische Beiträge; Geschenke und Bewirtungstransaktionen werden in einem zentralen IT-Register zur Überprüfung und Genehmigung erfasst. Corporate Compliance führt Über- prüfungs- und Überwachungsaktivitäten durch, um die Effektivität des Compliance-Programms zu validieren, einschließlich einer vierteljährlichen Aktualisierung der Risikobewertung und der damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen.
Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt.
Finanzierung und Liquiditätsmanagement Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit, muss dem Unternehmen jederzeit ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen durch das Treasury Department als integrierten Bestandteil des Konzernrechnungswesens. Im Hinblick auf vorliegende bestandgefährdende Risiken verweisen wir auch auf nachfolgenden Unterabschnitt "Bestandsgefährdende Risiken".

Bestandsgefährdende Risiken

Zum 31. März 2022 ist die Gesellschaft aufgrund von in früheren Geschäftsjahren aufgelaufenen, mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Verlusten bilanziell überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich zum 31. März 2022 auf Tausend € 14.111 (Vorjahr Tausend € 17.107).

Für den Prognosezeitraum wird mit einem negativen Cashflow im oberen zweistelligen Millionenbereich gerechnet, was zu monatlich abnehmenden Cash Balances und zu Liquiditätsbedarfen führen wird, die durch die FTS (Holding) B.V. im Rahmen des Cash Pooling Agreement gedeckt werden sollen.

Die Gesellschaft ist dann auf die Aufrechterhaltung des Cash Pooling Agreement für entsprechende Liquiditätszuflüsse angewiesen. Das Cash Pooling Agreement ist derzeit ungekündigt.

Darüber hinaus hat sich die Muttergesellschaft FTS GmbH, München, durch eine Patronatserklärung ("Internal Comfort Letter") mit Datum vom 27. Juli 2022 verpflichtet, die FS GmbH so zu unterstützen, dass diese für einen Zeitraum von 18 Monaten nach Beendigung des Geschäftsjahres am 31. März 2022 oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers, je nachdem welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Falls erforderlich, wird die Muttergesellschaft diesen internen Letter of Comfort nach dem 31. März 2023 erneuern.

Seit 01. April 2009 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der FS GmbH und der FTS GmbH, so dass die FTS GmbH mit Wirkung ab 01. April 2009 die Verluste der FS GmbH ausgleicht. Der Ergebnisabführungsvertrag hat eine Mindestlaufzeit von 5 Jahren. Von der vertraglich geregelten Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Ende des Geschäftsjahres wurde kein Gebrauch gemacht, somit verlängert sich der Ergebnisabführungsvertrag bei gleicher Kündigungsfrist um ein weiteres Jahr.

Die FTS GmbH hat mit Datum vom 25. Juli 2022 einen internen Letter of Comfort von ihrer Muttergesellschaft, der FTS (Holding) B.V. erhalten. Dieser bestätigt, dass die FTS (Holding) B.V. die FTS GmbH in der Art und Weise unterstützt, dass diese für einen Zeitraum von 18 Monaten nach Beendigung des Geschäftsjahres am 31. März 2022 oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers, je nachdem welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Falls erforderlich, wird die Muttergesellschaft diesen internen Letter of Comfort nach dem 31. März 2023 erneuern.

Die FTS (Holding) B.V. hat wiederum mit Datum vom 15. Juli 2022 einen internen Letter of Comfort von dem obersten Mutterunternehmen, der Fujitsu Ltd., Tokio/Japan, erhalten, mit dem sich die Fujitsu Limited verpflichtet die FTS (Holding) B.V. in der Art und Weise zu unterstützen, dass diese für einen Zeitraum von 18 Monate vom Bilanzstichtag oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers an die FTS (Holding) B.V. und ihrer Tochtergesellschaften gültig ist, je nachdem welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Falls erforderlich, wird die Fujitsu Ltd. diesen Letter of Comfort nach diesem Zeitpunkt erneuern.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der FS GmbH, München, ist somit von dem Fortbestand der Muttergesellschaft FTS GmbH, München, abhängig, die wiederum von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch deren Konzernmuttergesellschaft FTS (Holding) B.V., Amsterdam/ Niederlande, abhängig ist, welche wiederum eine Patronatserklärung von der Fujitsu Ltd., Tokio/Japan, erhalten hat.

Gesamtrisikobetrachtung

Die Geschäftsleitung hat die Gesamtrisiken für das Unternehmen unter Berücksichtigung aller identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen geprüft. Die Geschäftsleitung ist der Ansicht, dass die dargestellten Risiken - mit Ausnahme des bestandgefährdenden Risikos - begrenzt und beherrschbar sind, allerdings unterliegen sie weiteren Ereignissen oder Unsicherheiten im Zusammenhang mit weltweiten wirtschaftlichen und geopolitischen Veränderungen.

Mit Ausnahme der beschriebenen Risiken und weiteren Ereignissen oder Unsicherheiten erwartet die Geschäftsleitung keine weitere wesentliche Beeinträchtigung der Unternehmensleistung durch andere Risiken. Die Geschäftsleitung will zukünftige Herausforderungen und Chancen auch weiterhin nutzen, ohne ein unannehmbar hohes Risiko eingehen zu müssen.

Der vorliegende Lagebericht wurde auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Daten und Unterlagen erstellt und beruht auf dem heutigen Kenntnisstand. Er enthält neben vergangenheitsbezogenen Daten auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten Ergebnissen abweichen.

 

München, den 27. Oktober 2022

Fujitsu Services GmbH

Die Geschäftsführung

Anke Anderie

Steffen Müter

Mikihito Saito

Bianca Straszewski

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

70 nahegelegene Organisationen

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