ABB Traction Converter GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Transformatoren und Stromrichtern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
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PTC Rail Services GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/21PTC RAIL SERVICES GMBH, FRANKFURT AM MAIN1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Vorbemerkungen Die PTC Rail Services GmbH (kurz "PTC" oder "die Gesellschaft") wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 9. Januar 2020 gegründet. Die Gesellschaft hat als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 25. Mai 2020 den Teilbetrieb "Business Unit Rail Services" der PowerTech Converter GmbH mit Sitz in Berlin als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Aufspaltung übernommen. Die Aufspaltung erfolgte rückwirkend zum 1. Oktober 2019. Die Geschäftstätigkeit der PTC Rail Services GmbH erstreckt sich auf die Erbringung von After-Market-Services (insbesondere Servicedienstleistungen, Reparaturen, Modernisierungen sowie Ersatzteilversorgungen) für Energieversorgungssysteme zur Anwendung in Schienenfahrzeugen (insbesondere Bordnetzumrichter, Batterieladegeräte, Umrichter für spannungs- und frequenzgeregelte Verbraucher und integrierte Systemlösungen) und Industrieanwendungen sowie die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb kundenspezifischer Leistungselektronik für den After Market. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Bereich der Bahnanwendungen. Hier unterstützt PTC rund 25.000 Bordnetzumrichter und Batterieladegeräte (installed base), die von der Schwestergesellschaft PTC Rail OEM GmbH, Berlin, sowie den Vorgängerfirmen u.a. PCS, Transtechnik und FAGA an Bahnbetreiber geliefert worden und in Schienenfahrzeugen in Betrieb sind. Die Gesellschaft ist weltweit mit dem Schwerpunkt Europa aktiv und betreibt eine Niederlassung in Holzkirchen, Bayern, in der im Wesentlichen das Servicegeschäft der Vorgängerfirma Transtechnik betrieben wird. Es bestehen Kooperations- und Dienstleistungsvereinbarungen mit Service Partner Unternehmen um PTC Leistungen in Australien, Kanada und China anzubieten. Für die PTC Rail OEM GmbH sowie für die PowerTech Converter Corp. USA werden ebenfalls Dienstleistungen erbracht. 1.2 Strategische Ausrichtung und Ziele Die Gesellschaft richtet sich strategisch auf folgende Geschäftsfelder aus:
Ziel der Gesellschaft ist die Erreichung einer nachhaltigen Kapitalrendite und die Erwirtschaftung eines profitablen Wachstums. 1.3 Marktentwicklung und generelle Rahmenbedingungen Der Markt im Bahnbereich entwickelte sich in 2020/2021 insgesamt positiv. Für das folgende Geschäftsjahr 2021/2022 wird u.a. durch die Engpässe in den Beschaffungsmärkten ein gebremstes Wachstum prognostiziert. Steigende Materialpreise und Lieferzeitenverlängerungen hatten im GJ 2020/2021 keinen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der PTC. Im GJ 2021/2022 rechnen wir jedoch mit Auswirkungen insbesondere mit verlängerten Lieferzeiten bei Halbleiterbauteilen die zur Instandsetzung benötigt werden. 1.4 Rechtliche Rahmenbedingungen Die nachfolgenden rechtlichen Rahmenbedingungen gelten inhaltlich auch für Lieferanten von Komponenten für Schienenfahrzeuge. Die Sicherheitskompetenz und -verantwortung für das System Eisenbahn wird durch nationale Eisenbahnsicherheitsbehörden mit uneingeschränkter Aufsicht wahrgenommen. In Deutschland ist das Eisenbahnbundesamt (EBA) mit der Aufgabe betraut. Darüber hinaus wachen in Deutschland Landesbevollmächtigte für Bahnaufsicht (LFB) über den Regional- und Nahverkehr, die die Zulassung in Kooperation mit dem EBA vollziehen. Der Begriff der Zulassung beschreibt generell die Unbedenklichkeit sowie die Erfüllung gesetzlicher Auflagen in Richtung Arbeits-, Umwelt-, Gesundheits- und Brandschutz für den Einsatz von Schienenfahrzeugen. Zur Nachweisführung werden Unterlagen bei der zulassenden Stelle eingereicht sowie Nachweise im Rahmen von Typprüfungen erbracht. In der Europäischen Gemeinschaft werden entsprechend der EG-Richtlinien zur Interoperabilität des europäischen Eisenbahnsystems für seine Teilsysteme und Komponenten "Technische Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI)" erstellt. Damit werden die Schnittstellen für europäisch kompatible Komponenten und Bahnsysteme und für Interoperabilitätsparameter definiert und die Voraussetzungen für den grenzüberschreitenden Verkehr in Europa geschaffen. Für Einsätze von Kundendiensttechnikern gelten die EU-Rechtsvorschriften und jeweilige lokale Gesetze zur Einreise und Tätigkeit sowie die pandemiebedingten Schutzbestimmungen. Es gelten die entsprechenden europäischen bzw. nationalen Normen, deren Einhaltung durch vorgegebene Zertifikate nachzuweisen ist. 2. Unternehmenssituation 2.1 Geschäftsverlauf Die Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr ist in der nachfolgenden Tabelle anhand von Kennziffern bzw. finanziellen Leistungsindikatoren dargestellt. Die Kennzahlen Umsatz, Gesamtleistung und EBITDA werden für die interne Unternehmenssteuerung herangezogen.
Der Geschäftsverlauf und damit die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben die Erwartungen der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr erfüllt. Hauptgrund ist die erfolgreiche Auslieferung des umfangreichen Modernisierungsprojektes Schaltschrankbelüftung S-Bahn Berlin. Im Geschäftsjahr 2020/2021 lag der Fokus darauf, Potentiale für die Verfügbarkeitssicherung und Lebensdauerverlängerung der im Betrieb befindlichen Geräte und Systeme zu identifizieren und unseren Kunden entsprechende Konzepte und Angebote zu unterbreiten. Für die PTC Rail OEM GmbH wurde im Auftrag die Reklamationsbearbeitung und der Gewährleistungsservice erbracht. 2.2 Auftragslage Nach wie vor wird das Geschäft der PTC durch das Geschäftsfeld Bahn dominiert, das mehr als 93 % der Gesamtunternehmensleistung umfasst. Für das Geschäftsfeld Industrie, das überwiegend Produkte für Prüfstände im Automotive Bereich umfasst, sehen wir aufgrund der Entwicklung in der Elektromobilität weiter eine stark rückläufige Geschäftsentwicklung. Im Rahmen der Ende des Geschäftsjahres erfolgten Übertragung des operativen Geschäfts der Schwestergesellschaft PTC Industry & Energy GmbH auf die e.con power solutions GmbH wurde auch das Servicegeschäft für Prüfstände im Automotive Bereich übertragen. Das Umsatzvolumen für diesen Bereich beträgt ca. eine Millionen Euro pro Jahr. Im Geschäftsfeld Bahn erstreckt sich die Produktpalette auf die Bereiche Ersatzteilversorgung, Reparaturen, Überholungen/Upgrades und Modernisierungen sowie langfristige Full Service Verträge und Technische Beratungsleistungen. Aufgrund der langfristen Laufzeit der Bahnsysteme über 30 Jahre liegt der Fokus auf der vorausschauenden Absicherung der Verfügbarkeit der beim Kunden laufenden Produkte und Systeme. PTC ist mit Modernisierungsprojekten in Europa u.a. im Kernmarkt Deutschland, Niederlande, Schweiz, Österreich und Frankreich aktiv und erwartet auch aus der Zusammenarbeit mit Service Partnern weitere Auftragseingänge. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit Großkunden intensiviert um so weitere langfristige Service Verträge zu generieren. Die Gesellschaft hat einen Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende in Höhe von TEUR 14.231. 2.3 Ertragslage Der Umsatz konnte um ca. 21 % auf TEUR 24.710 (im Vorjahr TEUR 20.464) gesteigert werden. In den Umsatzerlösen sind TEUR 3.977 (im Vorjahr TEUR 3.025) Umsatz mit verbundenen Unternehmen enthalten. Der Anteil der Auslandsumsätze beträgt 37,2 % (im Vorjahr 38,6 %). Der Materialaufwand lag im Verhältnis zur Gesamtleistung bei 43,4 % (im Vorjahr 31,0 %). Sowohl der Anstieg des Umsatzes als auch die Erhöhung der Materialaufwandsquote beruht im Wesentlichen auf der Auslieferung des umfangreichen Modernisierungsprojektes Schaltschrankbelüftung S-Bahn Berlin, da die Fertigung mit einer entsprechend hohen Materialaufwandsquote durch die PTC Rail OEM GmbH erfolgte. Die Personalaufwandsquote 2020/2021 betrug 20,9 % (im Vorjahr 20,4 %). Die Umsatzerlöse je Mitarbeiter beliefen sich auf TEUR 309 (im Vorjahr TEUR 301). Das EBITDA sowie das Jahresergebnis ist wesentlich geprägt durch die in Höhe von TEUR 4.131 (im Vorjahr TEUR 447) ertragswirksam erfolgte Auflösung des passiven Ausgleichspostens. Diese Bilanzposition wurde im Vorjahr im Rahmen des Verkaufs des Geschäftsbetriebs der PowerTech Converter GmbH & Co. KG an die PowerTech Converter GmbH sowie der Übertragung der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden auf Basis eines Asset Deals gebildet. Der deutlich überwiegende Teil dieser Transaktion wurde im Rahmen der rückwirkenden Aufspaltung der PTC Rail Services GmbH zugeordnet. Die Auflösung erfolgte ertragswirksam in Höhe der nicht mehr zu erwartenden Verluste aus dem gekauften Geschäftsbetrieb. Ein Verbrauch mittels eingetretener Verluste erfolgte in diesem Geschäftsjahr nicht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 6.353 (im Vorjahr TEUR 7.597) und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Intercompany-Dienstleistungen in Höhe von TEUR 5.095 (im Vorjahr TEUR 5.500), davon für administrative Dienstleistungen in Höhe von TEUR 3.500 (im Vorjahr TEUR 2.865). Die Intercompany Dienstleistungen werden nach der Aufspaltung der PowerTech Converter GmbH in die Gesellschaften PTC Rail OEM GmbH, PTC Rail Services GmbH, PTC Industry & Energy GmbH sowie PTC Corporate Administration GmbH insbesondere von der PTC Corporate Administration GmbH erbracht. Die Aufwendungen für Gewährleistungsfälle stiegen von TEUR 255 im Vorjahr auf TEUR 371. Im Finanzergebnis enthalten sind Zinserträge in Höhe von TEUR 161 (im Vorjahr TEUR 0) aus der Gewährung eines Darlehens sowie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 55 (im Vorjahr TEUR 45), davon TEUR 44 (im Vorjahr TEUR 32) aus der Diskontierung von Rückstellungen. Insgesamt ergibt sich ein EBITDA in Höhe von TEUR 6.656 (im Vorjahr TEUR 2.787). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen von TEUR 180 (im Vorjahr TEUR 184), des Finanzergebnisses von plus TEUR 105 (im Vorjahr minus TEUR 45) sowie des Steueraufwands von TEUR 1.791 (im Vorjahr TEUR 775) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.790 (im Vorjahr TEUR 1.783). 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Wirtschaftsjahr um 12 % auf TEUR 20.952. Auf der Aktivseite erhöhten sich insbesondere die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 6.348, im Wesentlichen aufgrund der Gewährung eines Darlehens an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 7.000. Gegenläufig wirkte der Rückgang des Vorratsvermögens um TEUR 1.474 aufgrund eines verbesserten Materialmanagements sowie diversen Verschrottungen. Die Anlagenquote verringerte sich um einen Prozentpunkt auf 3 %. Auf der Passivseite wurden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.426 wegen eines Stichtagseffekts aufgebaut. Gegenläufig wirkte die Verminderung des passiven Ausgleichspostens um TEUR 4.131. Das Eigenkapital erhöhte sich trotz Ausschüttung aufgrund des Jahresüberschusses um TEUR 1.510. Die Eigenkapitalquote beträgt 24 % (im Vorjahr 19 %) Das Working Capital (bestehend aus Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen abzgl. Verbindlichkeiten) hat sich im Vergleich zum Beginn des Wirtschaftsjahres um TEUR 4.912 auf TEUR 907 vermindert, im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Verringerung des Vorratsvermögens. Der Wert dieses Wirtschaftsjahres ist zudem bereits um das kurzfristige Darlehen in Höhe von TEUR 7.000 gemindert. Die Pensionsrückstellungen sind sowohl durch neu erdiente Anwartschaften als auch gesunkene Diskontzinssätze um TEUR 82 gestiegen. Die Betriebsvereinbarung zur Altersvorsorge wurde zum Ende des Kalenderjahres 2021 durch die Gesellschaft gekündigt. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen durch Gewährleistungen, Personalrückstellungen, Drohverlustrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen geprägt. 2.5 Finanzlage Zum Stichtag 30. September 2021 wurde ein Bankbestand in Höhe von TEUR 7.793 ausgewiesen. Die benötigten Finanzmittel wurden im Geschäftsjahr vollständig über das eigene Cash Management bereitgestellt. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Die Transaktionen der Gesellschaft werden fast ausschließlich in Euro abgewickelt. Zusammengefasst ergibt sich folgendes Bild für den Cashflow:
Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 7.361 ist vor allem neben dem positiven operativen Geschäft dem stichtagsbezogenen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.426 sowie dem Abbau der Vorräte um TEUR 1.474 geschuldet. Im Dezember 2020 wurde der Gesellschafterin ein kurzfristiges, mit 2,5 % verzinsliches Darlehen in Höhe von TEUR 8.000 gewährt, welches im September 2021 mit TEUR 1.000 getilgt wurde. Mit einer Rückzahlung wird bis Ende des folgenden Geschäftsjahres gerechnet. Weiterhin gab es im September 2021 einen Zahlungsmittelabfluss aus einer Ausschüttung in Höhe von TEUR 3.280. Die PTC Rail Services GmbH war und ist jederzeit zahlungsfähig und kann Ihren laufenden finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen. Liquiditätsengpässe haben sich während des Geschäftsjahres nicht ergeben und sind in naher Zukunft auch nicht absehbar. Dafür wird in der Liquiditätsplanung der Liquiditätsbedarf wöchentlich ermittelt und laufend überwacht. Größere Finanzierungsvorhaben bestehen derzeit nicht. 2.6 Mitarbeiter Zum 30. September 2021 waren 77 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Gesellschaft beschäftigt. Zu Beginn des Geschäftsjahres standen ebenfalls 77 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Beschäftigungsverhältnis. Der Personalbestand zum Abschlussstichtag gliedert sich im Einzelnen wie folgt:
Die administrativen Bereiche wie Finanzen, Personalwesen, Supply Chain inclusive Einkauf, IT und Facility Management wurden auf die Schwestergesellschaft PTC Corporate Administration GmbH ausgelagert, mit der ein entsprechender Intercompany-Dienstleistungsvertrag abgeschlossen wurde. Die Interessen der Mitarbeiter werden durch einen Betriebsrat wahrgenommen. Der Personalförderung und -entwicklung wird in unserer Gesellschaft ein hoher Stellenwert eingeräumt, weil wir als weltweit agierendes Technologieunternehmen die Qualifikationen unserer Mitarbeiter ständig den steigenden Anforderungen anpassen müssen. 2.7 Umweltschutz Als Anbieter von Komponenten für umweltverträgliche Verkehrsmittel berücksichtigt PTC Umweltaspekte, sowohl im Hinblick auf die Nutzung der Erzeugnisse, als auch auf deren Herstellungsprozess in der Gesellschaft bis hin zur Verwertung ausgesonderter Komponenten nach dem Einsatz. Insbesondere betreibt die Gesellschaft ein Instandsetzungsgeschäft, mit dem defekte elektrische Bauteile wieder instandgesetzt werden und in den Verwendungsprozess zurückgeführt werden können. Damit entsprechen wir Anforderungen, die sowohl durch Gesetze oder Verordnungen bestimmt werden, als auch durch unsere Abnehmer, für die die Erfüllung von Umweltbedingungen eine wichtige Voraussetzung bei der Auftragsvergabe ist. Ein Umwelt- und Gesundheitsschutzmanagementsystem sichert die Einhaltung der entsprechenden Gesetze und Verordnungen. Dazu gehören das Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagementsystem. Für die Umsetzung der Anforderungen ist für die Gesellschaft ein Beauftragter für Arbeitssicherheit und Umweltschutz bestellt. Dieser unterstützt das Management bei der Information und Schulung ihrer Mitarbeiter, ist für die Berichterstattung an die Geschäftsführung verantwortlich und nimmt den Außenkontakt zu Behörden und Verbänden wahr. 2.8 Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft entwickelt regelmäßig in einer Größenordnung, die die notwendige Produktreife und -qualität gewährleistet und Innovationen zur Entwicklung der Geschäftsfelder beisteuert. Die Entwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der PTC Rail OEM GmbH, so dass neueste technische Ansätze auch für das Geschäftsfeld Service genutzt werden. Schwerpunkte in der Entwicklung sind kundenspezifische Lösungen für Modernisierung oder Maßnahmen für die langfristige Verfügbarkeitssicherung von Produkten und Systeme für den Eisenbahnbereich. Dies beinhaltet auch die Integration neuerer Leistungsmodule, der zugehörigen Steuerungen in bestehende Systeme beim Kunden. 2.9 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Zufriedenheit unserer Kunden ist für uns sehr wichtig. In regelmäßigen Abständen wird diese anhand messbarer Indikatoren geprüft. Dazu gehört unter anderem die Lieferperformance, die sich aus dem Auftragseingang und Wunschlieferdatum des Kunden errechnet. Die Gesellschaft verfolgt eine ausgeprägte Sicherheitskultur, in der jeder einzelne Mitarbeiter - ganz gleich in welcher Position - aktiv wird, um Unfälle zu verhindern. Die Anzahl der Unfälle bzw. Beinaheunfälle wird kontinuierlich überwacht und die Ursachen werden, wenn möglich, abgestellt. 3. Chancen- und Risikobericht Das kontinuierlich weiterentwickelte Risikomanagementsystem deckt sämtliche Unternehmensteile umfassend ab und ist in die jeweiligen Entscheidungsprozesse integriert. Ziel des Risikomanagementsystems ist, alle geschäftlichen Risiken frühzeitig zu erkennen und ihren Auswirkungen zeit- und sachgerecht zu begegnen. Unsere Chancen sind eng verbunden mit der Abwehr von Risiken. Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem entsprechend den Erfordernissen des Projektgeschäfts implementiert. Zentraler Bestandteil ist dabei die laufende Überwachung der Kundenprojekte sowie die Einschätzung von Chancen und Risiken im Rahmen des Projektcontrollings. Zur Verbesserung der Projektsteuerung finden regelmäßige Projekt-Reviews unter Teilnahme des Managements statt. Hier werden alle projektrelevanten Chancen und Risiken und daraus resultierende Gegenmaßnahmen analysiert und bewertet. Die folgenden Risiken wurden erkannt und durch geeignete Maßnahmen aktiv gemanagt: Das im Vorjahresbericht beschriebene Risiko der Beschaffung von Materialien, vor allem durch die steigende Nachfrage nach elektrotechnischen Bauteilen, konnte in dem Geschäftsjahr 2020/2021 durch die eingesetzten Maßnahmen ausbalanciert werden. Die Situation bezogen auf die Verfügbarkeitsprobleme und Preissteigerungen durch unsere Lieferanten, ausgelöst ursprünglich durch die Folgen der Covid-19-Pandemie, ist aber immer noch vorhanden und kann für das folgende Geschäftsjahr Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft haben. Bereits aktive Maßnahmen zur Reduktion dieser Risiken in der Beschaffung bleiben in der Umsetzung und werden durch weiterführende Maßnahmen, wie unter anderem Materialabsicherung durch entsprechende langfristige Verträge, Abstimmungen mit den Kunden oder auch Bevorratungen bei den Lieferanten umgesetzt. Es ist ein ständiges Bestreben, die innewohnenden Risiken des Geschäftes frühzeitig zu erkennen, deren Größenordnung abzuschätzen und geeignete Maßnahmen zu bestimmen und umzusetzen, um nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren. Hierzu wendet das Unternehmen Risikomanagement- und Kontrollsysteme an, die es in die Lage versetzen, unterschiedliche Arten von Risiken in angemessener Weise zu steuern. Die Liquiditätsposition der Gesellschaft wird durch die Überwachung der Zahlungstermine und einem Mahnwesen sichergestellt. Für sämtliche bekannte Risiken (u.a. Drohverlustrisiken bei kritischen Projekten) wurden im Jahresabschluss entsprechende Rückstellungen gebildet. Im Hinblick auf sonstige Risiken ist ferner festzustellen, dass der hohe Kostendruck der Systemkunden und deren Vergabeverhalten im Bereich Schienenfahrzeugbau Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnte, da die Gesellschaft als Zulieferer von diesen Faktoren stark beeinflusst wird. Zusätzlich betreffen Risiken nicht nur die PTC, sondern auch unsere Kunden und Zulieferer, mit denen wir eng verbunden sind. Daher besteht eine Notwendigkeit für ein umfassendes und strategisches Risikomanagement, das die Beobachtung aller internen und externen Risiken sicherstellt, sowie die Strukturen gewährleistet, um auf Veränderungen des Risikoprofils schnell reagieren zu können. Die Risikolage der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Einschätzung der Geschäftsführung insgesamt nicht wesentlich verändert, ist aber etwas volatiler geworden. Es muss sich noch zeigen, wie lange sich die COVID-19-Pandemie und deren Folgen auf die gesamtwirtschaftliche Lage und insbesondere die Beschaffungsmärkte auswirken. Mit den Veränderungen der Einzelrisiken haben sich in der Analyse im Risikomanagementsystem für das Berichtsjahr jedoch keine Risiken gezeigt, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Die beschriebenen Risiken können einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Es besteht weiterhin das Risiko, dass nicht bekannte Risiken existieren bzw. Risiken, die nicht als wesentlich eingeschätzt wurden, nachteilig die Geschäftslage beeinflussen könnten. Für die PTC Rail Services GmbH besteht seit Herauslösung aus dem Knorr-Bremse Konzern verstärkt die Chance als unabhängiger Serviceanbieter flexibler und zielgerichteter neue Marktanteile zu gewinnen. Kundenanforderungen können spezifischer erfüllt und bearbeitet werden. Weiterhin besteht die Chance an zusätzlichen Aufträgen der Schwestergesellschaft PTC Rail OEM GmbH als Servicegesellschaft zu partizipieren. Weiterhin könnte die Gesellschaft von einem erhöhten Modernisierungsbedarf aufgrund veralteter Fahrzeugflotten der Bahnbetreiber profitieren. Ca. 57 % der Geräte in der installed base sind mittlerweile mindestens zehn Jahre alt. Auch besteht die Chance als konzernunabhängiges Unternehmen die Kostenstrukturen zu optimieren und dadurch für die Kunden der Rail Services eine attraktive Preisgestaltung anzubieten. Unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen zeigt die Gesamtrisikolage der PTC Rail Services GmbH eine angemessene Risiko- und Chancensituation, auf die unsere risikobegrenzenden Maßnahmen entsprechend ausgerichtet sind. Insbesondere die Risikosituation der Gesellschaft wird für kontrollierbar und vertretbar für eine Gesellschaft dieser Industrie eingeschätzt. 4. Prognosebericht Ziele für das Geschäftsjahr 2021/2022 sind neben der Auslieferung eines größeren Modernisierungsprojektes in Dänemark der weitere Ausbau des technischen Vertriebs und Produktsupports, sowie die Etablierung digitaler Tools zur Erfassung von Felddaten zur Ausfallursache und Produktperformance. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2021/2022 einen um 8 % bis 10 % geringeren Umsatz, da ein in diesem Geschäftsjahr vollständig ausgeliefertes Großprojekt im neuen Geschäftsjahr nur teilweise durch Folgeprojekte kompensiert werden kann. Außerdem wird künftig der Umsatz aus dem Industriegeschäft wegfallen. Es wird jedoch ein deutlicher Mehrumsatz beim Ersatzteilgeschäft aufgrund von verstärkten Vertriebsaktivitäten sowie ein moderates Wachstum bei den Reparaturen durch Preisanpassungen erwartet. Die Gesamtleistung wird aufgrund der niedrigeren Umsätze um ca. 4 % bis 8 % zurückgehen. Durch den Wegfall des genannten Großprojekts mit einer sehr hohen Materialaufwandsquote wird sich diese Kennzahl deutlich reduzieren. Die Geschäftsführung plant mit einer Materialaufwandsquote von ca. 33 %. Der Personalaufwand wird sich ungefähr auf Höhe des Berichtsjahres bewegen. Insgesamt erwarten wir dennoch ein deutlich verbessertes Jahresergebnis durch eine Verschiebung hin zu Projekten mit höheren Margen. Das Working Capital wird sich voraussichtlich aufgrund des Wegfalls des Sondereffekts bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um einen Betrag im niedrigen siebenstelligen Bereich erhöhen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird sich dementsprechend analog vermindern. Oberstes Ziel der PTC Rail Services GmbH bleibt, die Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden termingerecht und in hoher Qualität bei akzeptablen Kosten zu erfüllen und permanent zu verbessern. Für die PTC Rail Services GmbH besteht die Chance, weiterhin zusätzliche Marktanteile durch verstärkte Vertriebsaktivitäten zu gewinnen, woraus sich positive Einflüsse auf die wirtschaftliche Lage ergeben könnten. Zum 30. November 2021 hat Johannes Neises sein Amt als Geschäftsführer der PTC Rail Services GmbH niedergelegt. Mit Wirkung vom 1. Dezember 2021 hat Kai Voß die Geschäftsführung der PTC Rail Services GmbH übernommen.
Berlin, den 24. Februar 2022 PTC Rail Services GmbH, Frankfurt am Main die Geschäftsführung Michael Nier Kai Voß BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2021PTC RAIL SERVICES GMBH, FRANKFURT AM MAINAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/21
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/21PTC RAIL SERVICES GMBH, FRANKFURT AM MAINAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die PTC Rail Services GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 118536). Die Geschäftsadresse der Gesellschaft ist Berlin. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreswerte ist trotz vorangegangenem Rumpfgeschäftsjahres (12.03.2020 bis 30.09.2020) gegeben, da die Aufspaltung der PowerTech Converter GmbH rückwirkend zum 01.10.2019 erfolgte. Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 25.05.2020 hat die heutige PTC Rail Services GmbH den Teilbetrieb BU Rail Services von der PowerTech Converter GmbH mit Sitz in Berlin im Zuge der Umwandlung durch Aufspaltung übernommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellkosten, ohne Fremdkapitalzinsen - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen - bewertet; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen.
Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt. Soweit voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen, werden Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden weitestgehend auftragsbezogen beschafft und zu Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sind grundsätzlich auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Das Wahlrecht zur Aktivierung von Sozialaufwendungen und Altersvorsorge wird wahrgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die erhaltenen Anzahlungen werden auf der Aktivseite ausgewiesen und offen von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, vermindert um erforderliche Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Allen risikobehafteten Posten werden durch eine angemessene Pauschalwertberichtung Rechnung getragen. Auf den Ansatz, der sich ergebenden aktiven latenten Steuern, wird verzichtet. Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der passive Ausgleichsposten wurde im Rahmen des Verkaufs des Geschäftsbetriebs der PowerTech Converter GmbH & Co. KG an die PowerTech Converter GmbH sowie der Übertragung der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden auf Basis eines Asset Deals gebildet. Der deutlich überwiegende Teil dieser Transaktion wurde im Rahmen der rückwirkenden Aufspaltung der PTC Rail Services GmbH zugeordnet. Der Ausgleichsposten wird ertragswirksam in Höhe der nicht mehr zu erwartenden Verluste aus dem gekauften Geschäftsbetrieb aufgelöst oder anhand realisierter Verluste aus dem erworbenen Geschäftsbetrieb verbraucht. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Bewertung erfolgte nach der "Projected-Unit-Credit"-Methode. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden die aktualisierten Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde für die Pensionen pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,98 % angesetzt; für ähnliche Verpflichtungen (Sterbegeld) wurde hingegen der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,39 % angesetzt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,00 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde gemäß der aus den Heubeck Richttafeln abgeleiteten mittleren alters- und geschlechtsabhängigen Fluktuation abgeleitet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen, mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungspositionen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Ein Überhang aktiver latente Steuern wird nicht bilanziert. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 1.276 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren besteht eine Forderung gegenüber der Muttergesellschaft aus einem verzinslichen Darlehen in Höhe von TEUR 7.000. Im Forderungsbestand enthalten sind TEUR 23 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Reverse Factoring geplant ist. Dabei handelt es sich um einen Forderungsverkauf an einen Factor, der zum Bilanzstichtag jedoch noch nicht vollzogen ist. Rückstellungen für Pensionen Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 53. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten betragen TEUR 4.581 (Vj. TEUR 1.413) und gliedernsich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 3.734 (Vj. TEUR 308) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das gesamte Bestellobligo der Gesellschaft einschließlich Rahmenverträgen beträgt zum Stichtag TEUR 4.144. Des Weiteren bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 825 für den Standort Holzkirchen. Die Mietverhältnisse sind in folgender Fristigkeit zu betrachten:
Außerbilanzielle Geschäfte Das im Vorjahr abgeschlossene Factoring für Zwecke der Beschaffung von liquiden Mitteln wurde im Jahr 2021 gekündigt. Hieraus sind keine Forderungen und Verbindlichkeiten offen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der ertragswirksamen Auflösung des passiven Ausgleichspostens (TEUR 4.131). Des Weiteren wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 195 aufgelöst. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 38 (Vj TEUR 50). Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Diskontierung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 44 (Vj TEUR 32). Ergebnisverwendung Unter der Verwendung des auf neue Rechnung vorgetragenen Vorjahresergebnisses sowie des Jahresüberschusses wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 3.280 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der verbleibende Restbetrag des Jahresergebnisses wird vorgeschlagen, auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Angaben Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende): Konzernverhältnisse Die Gesellschaft gehört zum Konzern der RCP e-Tech Holding GmbH, München, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:
Bezüge der Geschäftsführung Ein Ausweis der Vergütung entfällt gemäß § 286 Abs. 4 HGB da im Geschäftsjahr lediglich ein Geschäftsführer im Zuge seiner Funktion Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat. Kreditvergaben bzw. Vorschusszahlungen an Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht gewährt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Berlin, den 24. Februar 2022 PTC Rail Services GmbH, Frankfurt am Main die Geschäftsführung Michael Nier Kai Voß
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PTC Rail Services GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PTC Rail Services GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PTC Rail Services GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 25. Februar 2022 GKK
PARTNERS Audit GmbH
Thomas Stüllein, Wirtschaftsprüfer Nora Pott, Wirtschaftsprüferin |
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