August Schmidt GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Altmann seit 16.5.2006 | Prokura |
Sonja Krain seit 16.5.2006 | Prokura |
Hans Hermann Müller seit 17.3.2004 | Geschäftsführer |
Andreas Steinke seit 17.3.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Metall Rohstoffe Thüringen GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
August Schmidt GmbHCoburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht für 20061. Gesamtwirtschaftliche Situation Die Stahlwerke in Deutschland haben im Jahr 2006 ein neues Rekordergebnis erreicht. So hat die höchste Stahlproduktion (47 Mio. Tonnen) gleichzeitig zur höchsten Versandleistung der deutschen Schrottwirtschaft seit der Wiedervereinigung geführt. Der Zukauf aus der Stahlrecyclingwirtschaft (16 Mio. Tonnen) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent. Auch die Metallmärkte haben sich in diesem Jahr positiv entwickelt. Getragen von einer großen Nachfrage Asiens und einer positiven Konjunkturentwicklung in den westlichen Industrieländern erreichten die Notierungen an der Londoner Metallbörse immer wieder Höchststände. Regionsbezogen konnte die Marktführersituation in Oberfranken durch die August Schmidt GmbH unverändert gehalten werden. Fast alle größeren Anfallstellen, besonders im Neuschrottbereich, wurden entsorgt. Der Umsatz der August Schmidt GmbH erhöhte sich aufgrund von Preis- und Mengensteigerungen im Vergleich zum Vorjahr um 27 %. Aufgrund des harten Konkurrenzdruckes auf der Beschaffungsseite mussten die erzielten Preiserhöhungen im Einkauf weitergegeben werden, sodass der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz entsprechend dem Vorjahr bei ca. 80 % lag. 2. Lage der Gesellschaft a) Erläuterungen zur Ertragslage Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 196. Diese positive Entwicklung konnte auf Grund der gestiegenen Verkaufsmengen im Schrottbereich, des im Verhältnis zum Umsatz unterproportional gestiegenen Betriebsaufwands sowie der Verbesserung des Finanzergebnisses erreicht werden. Der Anstieg der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen ist wesentlich durch die Steigerungen der Marktpreise für Schrott und Metalle bedingt. Die verminderten sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere auf Sondereffekte aus dem Verkauf einer Shredderanlage in 2005 zurückzuführen. Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitsplätze von 22 Mitarbeitern blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die leicht gestiegenen Personalkosten sind somit durch Lohn- und Gehaltssteigerungen verursacht. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrifft erhöhte Betriebskosten, insbesondere Kfz-Kosten, Leasingkosten und Ausgangsfrachten. Weiterhin sind Sondereffekte aus unerwarteten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung einer Shredderanlage im Vorjahr zu verzeichnen. Aufgrund des Verbrauchs der gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sind im Geschäftsjahr 2006 erstmals Aufwendungen für Gewerbesteuer angefallen. b) Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage Im Anlagevermögen wurden Investitionen in Höhe von TEUR 270 vorgenommen. Anlageverkäufe wurden mit einem Buchgewinn von TEUR 39 getätigt. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 448 haben die Neuanschaffungen überschritten. Die Veränderung des Umlaufvermögens ist auf den Anstieg des Vorratsvermögens um TEUR285 und auf die Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.024 zurückzuführen. Die Erhöhung des Vorratsvermögens erfolgte aufgrund von Preis- und Mengensteigerungen. Der Rückgang der Forderungen resultiert hauptsächlich aus Sondereffekten infolge der Veräußerung einer Anlage im Vorjahr. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrifft ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Bilanzsumme reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 915. Das Eigenkapital erhöhte sich auf Grund des positiven Ergebnisses um TEUR 545. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten konnten um TEUR 1.460 auf TEUR 2.044 (Vj. TEUR 3.504) verringert werden. Die Erhöhung der Rückstellungen ist auf den erstmaligen Ansatz von Gewerbesteuerrückstellungen aufgrund des Verbrauchs der gewerbesteuerlichen Verlustvorträge zurückzuführen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen korrespondiert mit dem erhöhten Preisniveau der Rohstoffe. Der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist durch einen rückläufigen Cash Pool-Saldo bedingt, die Verminderung der sonstigen Verbindlichkeiten ist größtenteils eine Folge des Sondereffektes im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Shredderanlage in 2005. Die langfristigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft haben sich per Saldo erhöht. Hierfür sind Änderungen im Tilgungsplan von Darlehen im Verbundbereich ursächlich. Die planmäßige Tilgung der Bankdarlehen kompensierte diese Entwicklung teilweise. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich um TEUR 619 auf TEUR 1.076 erhöht. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit war während des Geschäftsjahres gesichert. 3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Es bestehen gefestigte Lieferbeziehungen zu führenden und finanziell intakten Abnehmern im Scholz-Konzern (Schrott) bzw. im Bereich des produzierenden Gewerbes und des Metallgroßhandels (Metalle). Die Gesellschaft ist zertifiziert und wird auf diesem Gebiet allen Anforderungen gerecht. Die Risiken für unser Unternehmen lassen sich differenzieren in Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, Umweltrisiken und Ausfallrisiken. Ausgehend vom jetzigen Erkenntnisstand ist für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 die Wahrscheinlichkeit des Eintritts der genannten Risiken nicht in einem Ausmaß zu erwarten, welches den Bestand des Unternehmens gefährden könnte. Chancen werden in der weiteren technischen Verbesserung der Anlagen verbunden mit einer Erhöhung der Automation und daraus resultierend einer Verbesserung der Ertragslage gesehen. 4. Nachtragsbericht Im Geschäftsjahr 2007 sind keine Ereignisse mit wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2006 eingetreten. 5. Geschäftsentwicklung 2007 und 2008 Aufgrund positiver Konjunkturaussichten werden für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 Umsatzerlöse und Materialaufwendungen geringfügig über dem Niveau des Geschäftsjahres 2006 sowie positive Ergebnisse erwartet.
Coburg, 31. März 2007 August Schmidt GmbH Hans
Müller
Bilanz zum 31. Dezember 2006AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2006
Anhang für 2006Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz entspricht den gesetzlichen Bestimmungen für Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden durchweg an den ertragsteuerlichen Vorschriften ausgerichtet; sie entsprechen im Wesentlichen den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Bei Abweichungen wurden die handelsrechtlichen Bestimmungen zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern wurden aufgrund der betrieblichen Erfahrungen ermittelt, die sich weitgehend mit den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Geringwertige Anlagegüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungspreisen bewertet. Sofern eine Warengruppe nicht angeschafft, sondern durch Umarbeitung hergestellt wurde, sind diese Waren mit dem niedrigeren Marktpreis (Beschaffungsmarkt) bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden, ausgehend von den Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung des erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisikos bewertet. Passivierungspflichtige Rückstellungen sind für alle erkennbaren, ungewissen Verbindlichkeiten gebildet worden; die zurückzustellenden Beträge wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten lauten auf EURO. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006 dargestellt (siehe Seite 7 des Anhangs). Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält 50 % der Anteile der Schmidt & Wagner Entsorgungs- und Recycling GmbH, Coburg. Das Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft betrug zum 31. Dezember 2005 TEUR 259, der Jahresüberschuss TEUR 57. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen und Vermögenswerte mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Als Gezeichnetes Kapital wird das im Handelsregister eingetragene Stammkapital ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für die Berufsgenossenschaft, für rückständigen Urlaub/Sonderzahlungen, für Entsorgungskosten, für unterlassene Instandhaltung und für Prüfungskosten. Für die Bildung der Rückstellungen dem Grunde und der Höhe nach liegen ausreichende Unterlagen vor. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel: Beträge in EUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2006 sind durch Grundschulden sowie Sicherungsübereignungen von Teilen von Maschinen, technischen Anlagen und Fahrzeugen gesichert. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Schmidt & Wagner Entsorgungs- und Recycling GmbH besteht eine Einzelbürgschaft über EUR 25.000 zu Gunsten der Vereinigten Coburger Sparkassen. Es bestehen Leasingverträge mit der DaimlerChrysler Services Leasing GmbH über LKW, mit der VW Leasing GmbH über PKW und der GEFA-Leasing GmbH über Lademaschinen. Die Leasingverpflichtungen aus bestehenden Verträgen belaufen sich auf TEUR 1.154 (TEUR1.300). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR 14.180 in Deutschland und in Höhe von TEUR139 in Europa realisiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Mieterträge (TEUR93, Vj. TEUR 105), Erträge aus Anlageverkäufen (TEUR 39, Vj. TEUR 53), weiterberechnete Kosten (TEUR 18, Vj. TEUR 26) und andere periodenfremde Erträge (TEUR 18, Vj. TEUR1). In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR780 (Vj. EUR 780) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kraftfahrzeugkosten (TEUR 338, Vj. TEUR 294), Instandhaltungs- und Betriebskosten (TEUR 307 Vj. TEUR268), Aufwendungen aus Verkäufen (TEUR 127, Vj. TEUR 0), Ausgangsfrachten (TEUR 54, Vj. TEUR 46), Beiträge und Versicherungen (TEUR 43, Vj. TEUR43), Gebäude- und Grundstückskosten (TEUR 41, Vj. TEUR 36) sowie Büro- und Verwaltungskosten (TEUR 28, Vj. TEUR 28). Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt 22, davon
Geschäftsführung Geschäftsführer sind die Herren:
Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Scholz AG, Essingen, einbezogen.
Coburg, 30. März 2007 August Schmidt GmbH Hans
Müller
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
August Schmidt GmbH, Coburg, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis
31. Dezember 2006 geprüft. Die
Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss
und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Jahresabschluss unter
Einbeziehung der Buchführung und
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, 27. April 2007 Ernst
& Young AG
Schiffmann
Entwicklung des Anlagevermögens 2006
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