Kunststofftechnik Backhaus GmbH

Waldheimstraße 8, 58566 Kierspe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 3574
Vorher
KENDRION Backhaus GmbHKey Plastics Kierspe GmbHInnovative Components Technologies Kierspe GmbH
Eingetragen
6.11.1998
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kunststofferzeugnissen jeglicher Art sowie der Werkzeugbau.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Gante
seit 22.4.2024
Geschäftsführer
Uwe Möller
seit 1.6.2012
Prokura
Anke Klingelhöfer
seit 1.6.2012
Prokura
Manfred Gante
seit 31.5.2012
Geschäftsführer
Carsten Oleff
seit 21.11.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.912.172 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kunststofftechnik Backhaus GmbH

Kierspe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Kunststofftechnik Backhaus GmbH entwickelt, konstruiert und fertigt Kunststoffteile aus Thermoplast, Duroplast und Elastomeren sowie Kombinationen daraus. Neben dem klassischen Spritzguss werden auch alle Verfahren des technischen Schaumgusses eingesetzt. Nachfolgende Montagevorgänge runden die Wertschöpfungskette ab.

Der Umsatz setzt sich vorwiegend sowohl aus Serienumsätzen als auch aus damit verbundenen, jedoch zeitlich vorgelagerten, Entwicklungs- und Werkzeugumsätzen zusammen.

Die Produkte werden hauptsächlich für die Automobilindustrie, aber auch für die Energiewirtschaft hergestellt. Große Kunden sind die bekannten Automobilhersteller (OEM) sowie deren Zulieferer (Tier1).

1.2 Forschung und Entwicklung

Entwickelt und konstruiert werden innovative Produkte, die insbesondere im Bereich Interieur, u.a. für Mittelkonsolen und im Motor- und Kofferraum zum Einsatz kommen. Im Jahr 2024 sollen die Entwicklungsaufwendungen auf dem Niveau des Jahres 2023 gehalten werden.

Der Transformationsprozess hin zur Elektromobilität in der Automobilbranche beeinflusst auch die Ausrichtung in der Kunststofftechnik Backhaus GmbH. Die bisher hergestellten Produkte wie Luftführungen und -kanäle, Verkleidungen und verschiedene technische Bauteile werden weiterhin vom Markt gefordert; zusätzlich werden unter anderem verstärkt Hybrid- und Leichtbauteile für Elektrofahrzeuge benötigt. Mit dem Forschungsprojekt "FLEXWELD" geht die Gesellschaft einen weiteren Schritt in der Entwicklung von Kunststoff-Hybridbauteilen um zukünftig auch den wachsenden Markt der Elektromobilität bedienen zu können.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aufgrund von schneller als ursprünglich erwartet fallenden Inflationsraten, sich stabilisierenden Lieferketten und trotz der Zinserhöhungen der Zentralbanken entwickelte sich die Weltwirtschaft im Berichtsjahr positiv. Gemäß dem World Economic Outlook Update (WEO Update) des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2024 wuchs die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2023 um 3,1 %. Die IWF-Prognose eines Wachstums von 2,9 % von Januar 2023 wurde damit leicht übertroffen.

Im Euroraum stieg 2023 gemäß der Statistikbehörde Eurostat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Frankreich und Italien wiesen laut IWF Wachstumsraten von 0,8 % bzw. 0,7 % aus. Die Volkswirtschaft in Spanien wuchs gemäß IWF um 2,4 %, in Deutschland verringerte sich hingegen gemäß Statistischem Bundesamt das BIP um 0,1 %. Das Vereinigte Königreich erreichte gemäß IWF ebenfalls ein Wachstum von 0,5 % und entwickelte sich somit ähnlich wie der Euroraum. Für Russland schätzte der IWF dagegen einen BIP-Anstieg um 3,0 %.

Entwicklung der Pkw-Neuzulassungen

Im Jahr 2023 stiegen in den großen internationalen Automobilmärkten die Neuzulassungen von Pkw deutlich an. Die Verfügbarkeit vieler Pkw-Modelle verbesserte sich gegenüber dem schwachen Vorjahr. Geopolitische und gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten sowie hohe Verbraucherpreise führten zwar zu einer weiterhin gedämpften Nachfrage, wurden jedoch von den positiven Entwicklungen überkompensiert.

Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU27, EFTA und Vereinigtes Königreich) wurden 2023 nach vorläufigen Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) mit 12,8 Mio Einheiten 14 % mehr Neufahrzeuge als im Vorjahr zugelassen. In Japan stieg der Pkw-Absatz um 16 %, in den USA um 12 %. Brasilien verzeichnete einen Anstieg um 11 %.

In China, dem größten Pkw-Markt der Welt, verzeichnete der VDA im Jahr 2023 einen Rekordabsatz. Die Neuzulassungen erhöhten sich um 11 % auf 25,8 Mio Einheiten und entwickelten sich damit stärker als die an Dynamik verlierende chinesische Gesamtwirtschaft. In Indien erhöhte sich der Absatz der Neufahrzeuge 2023 um 8 % auf 4,1 Mio Einheiten.

Weltweit bewegten sich 2023 die Pkw-Neuzulassungen gemäß vorläufigen Daten des Fahrzeugherstellers Renault ebenfalls deutlich über Vorjahresniveau.

Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen

Die Stabilisierung der im Vorjahr noch deutlich gestörten Lieferketten, infolge des Krieges in der Ukraine und der pandemiebedingten Lockdowns in China, sind der Hauptgrund für die im Jahr 2023 signifikant gestiegene Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t. Neben den stabileren Lieferketten ermöglichten auch erweiterte Kapazitäten im Halbleiterbereich einen Anstieg der Produktionszahlen. Der mehrwöchige Streik in der US-amerikanischen Automobilindustrie hatte keine signifikanten, anhaltenden Auswirkungen auf die Entwicklung der weltweiten Fahrzeugproduktion.

Europa verzeichnete in diesem Umfeld im Berichtsjahr nach vorläufigen Daten einen Anstieg der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 13 %. Nordamerika und China erhöhten 2023 ihre jeweilige Produktion um 10 %.

Die weltweite Produktion stieg 2023 nach vorläufigen Zahlen um 10 % auf 90,3 Mio Einheiten.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäft verlief im Geschäftsjahr 2023 etwas schlechter als erwartet. Wir verweisen auf die Ausführungen zur Ertragslage und den weiteren nachfolgenden Ausführungen.

Aufgrund der schwierigen Lage war eine Planung und Umsetzung der einzelnen Lieferketten nicht immer möglich. Die Geschäftsführung musste einerseits kurzfristig auf temporäre Werkschließungen der Automobilkonzerne reagieren, andererseits war sie darauf angewiesen, dass Zulieferer zeitnah lieferten. Somit funktionierte eine konsequente Anpassung der Kosten an die geänderte Nachfrage nicht kurzfristig, obwohl umfangreiche Maßnahmen umgesetzt wurden.

Darüber hinaus beeinflussten weiterhin die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges die Gesellschaft nennenswert, da Lieferkettenunterbrechungen sich auch auf den Einkauf und Absatz auswirkten.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Haupteinnahmequelle des Unternehmens ist die Kunststoffteileproduktion und -montage, die 90 % der Leistung ausmacht. Die Umsätze sind mittelfristiger Natur und werden vom Produktlebenszyklus der Fahrzeugmodelle bestimmt.

Die Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2023 18.296 T€ (Vj. 19.456 T€). Sowohl der Umsatz aus dem Bereich der Serienfertigung als auch im Bereich der Werkzeugerlöse ist ggü. Vorjahr leicht gesunken.

Korrespondierend zur Verringerung der Gesamtleistung sank der Materialaufwand auf 10.519 T€, so dass ein Rohergebnis von 7.858 T€ erzielt werden konnte, das absolut betrachtet auf dem Vorjahresniveau von 7.954 T€ lag.

Trotz Tariferhöhungen sind die Personalaufwendungen aufgrund von konsequenten Einsparungen bei leicht geringeren Umsatzerlöse nicht signifikant gestiegen (+ 125 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ggü. dem Vorjahr kaum verändert 1.947 T€ (2.004 T€).

2.3.2 Finanzlage

Die Finanzlage 2023 war geprägt durch den eingangs beschriebenen Geschäftsverlauf. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und die notwendigen Mittel für den operativen Betrieb des Unternehmens bereitzustellen.

Ein großer Teil der Forderungen wird an eine Factoringgesellschaft abgetreten. Die Finanzierung des Werkzeuggeschäftsvolumens erfolgt weiterhin nach Abstimmung mit den eingebundenen Werkzeugbauern, deren Forderungen an die Kunststofftechnik Backhaus erst mit Zahlungseingängen durch den Endkunden fällig werden.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug im Berichtsjahr 8.558 T€ (Vj. 9.023 T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund von Sondereffekten begründet.

Das Anlagevermögen verminderte sich durch die planmäßigen Abschreibungen.

2.3.4 Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der Berichtsfirma betrug im Berichtsjahr 761 T€, es erhöhte sich um den Jahresüberschuss von 120 T€. Es beträgt 18,8 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich zum 31.12.2023 auf 3.888 T€.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerungsgrößen bei der Kunststofftechnik Backhaus GmbH sind die Gesamtleistung, das EBITDA sowie das Working Capital und die Nettoverschuldungsstrukturen. Die Gesamtleistung fiel auf 18.716 T€ (Vj. 19.188 T€).

Das EBITDA war mit 1.065 T€ gegenüber dem Vorjahreswert von -739 T€ deutlich verbessert

3. Prognosebericht

Die Konjunkturprognosen für 2024 sind weiterhin eng mit der aktuellen konjunkturellen Lage verknüpft und daher weiterhin einem erhöhten Risiko unterworfen.

Für das Jahr 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update (WEO Update) von Januar 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,1 %. Seine Prognose eines Wachstums auf dem Niveau des Jahres 2023 spiegelt die Erwartung einer weiterhin sinkenden Inflation in einer insgesamt robusten Weltwirtschaft wider. Der IWF sieht die Chancen und Risiken gegenüber dieser Annahme als weitgehend ausbalanciert an.

In Europa dürften 2024 gemäß IWF die sinkende Inflation und stabilere Energiepreise zu einer leichten Erholung der Haushaltsnachfrage und steigenden Reallöhnen gegenüber dem Vorjahr führen. Für den Euroraum schätzt der IWF den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 auf 0,9 %, darin enthalten ist ein BIP-Wachstum Deutschlands von 0,5 %. Für das Vereinigte Königreich erwartet er auf Basis einer ähnlichen Entwicklung einen Anstieg des BIP um 0,6 %.

Für die USA prognostiziert der IWF für 2024 eine Verlangsamung des BIP-Wachstums auf 2,1 %. Der IWF nennt hierbei als wesentliche Effekte die Geld- und Fiskalpolitik der US-amerikanischen Notenbank Fed sowie einen schwächer erwarteten Arbeitsmarkt.

Die japanische Wirtschaft dürfte 2024 wieder zu geringeren Wachstumsraten zurückkehren, nachdem das Wachstum des Vorjahres maßgeblich von Einmaleffekten beeinflusst war. Für 2024 erwartet der IWF für Japan ein BIP-Wachstum von 0,9 %.

Eine hohe BIP-Wachstumsrate prognostiziert der IWF für das Jahr 2024 für Indien mit 6,5 %. In China wird auf Basis der fiskalpolitischen Unterstützung ebenfalls eine anhaltend starke Entwicklung erwartet, der IWF schätzt das BIP-Wachstum aktuell auf 4,6 %.

Für andere Schwellen- und Entwicklungsländer erwartet der IWF für 2024 zumeist eine Verlangsamung der konjunkturellen Entwicklung. So rechnet der IWF beispielsweise mit einem Anstieg des BIP in Brasilien um 1,7 % und in Russland um 2,6 %.

Die Prognose des IWF steht unter der Annahme, dass im Jahr 2024 insgesamt sinkende Rohstoffpreise zu beobachten sein werden. Darüber hinaus werden fallende Zinsen in den großen Volkswirtschaften erwartet.

Zudem weist der IWF auf zahlreiche Chancen und Risiken hin. Ein schneller Rückgang der Inflation könnte sich ebenso positiv auswirken wie stärkere politische Strukturreformen. Wesentliche Risiken sind aus Sicht des IWF ein erneuter starker Anstieg von Rohstoffpreisen in Anbetracht der angespannten geopolitischen Lage, Störungen in der weltweiten Lieferkette sowie eine länger als erwartet andauernde Inflation. Ferner könnten eine Verschärfung der Krise u. a. im chinesischen Immobiliensektor sowie Kürzungen der weltweiten öffentlichen Ausgaben zu verringerten Wachstumsraten führen.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

4.1.1 Branchenspezifische Risiken

Da das Unternehmen hauptsächlich in der Automobilindustrie tätig ist, hängt seine wirtschaftliche Lage stark von der Situation der europäischen Automobilbranche ab. Dadurch ergeben sich sowohl Möglichkeiten als auch Risiken.

4.1.2 Ertragsorientierte Risiken

Der Druck im Wettbewerb der Automobilindustrie ist hoch. Um das Risiko zu mindern, diversifiziert das Unternehmen in andere Branchen und erweitert das Produktportfolio in der Automobilindustrie. Trotzdem bleibt der Automobilbereich der zentrale Fokus. Hier möchte das Unternehmen durch die Entwicklung und Herstellung von kundenspezifischen Bauteilen mit Mehrwert wettbewerbsfähig bleiben.

Die Organisationskosten sollen trotz geplanter Umsatzsteigerung nur geringfügig ansteigen. Allerdings könnten unerwartete Umsatzeinbrüche wie durch die Corona-Pandemie erhebliche Risiken darstellen. Das Unternehmen reagiert darauf mit der Einstellung von Leiharbeitern und befristeten Verträgen sowie durch Prozessoptimierungen, um Remanenzkosten zu minimieren. Ein laufendes Kostensenkungsprogramm soll das angestrebte Jahresergebnis 2024 verbessern.

Versicherungen decken höhere Gewalt und branchenübliche Risiken wie Gewährleistung und Schadenhaftungen ab. Das Unternehmen verfügt über ausreichenden Versicherungsschutz.

4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die gegenwärtigen Unternehmensplanungen werden frühzeitig in der Finanzplanung berücksichtigt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die laufenden Kreditlinien beibehalten werden können und die Zahlungsfähigkeit sichergestellt ist. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass unvorhergesehene Schließungen von Kundenwerken aufgrund von Absatzrückgängen die Liquiditätssituation negativ beeinflussen können. Eine Vorhersage ist momentan jedoch nicht möglich. Da ausschließlich in Euro fakturiert wird, bestehen keine Währungsrisiken.

4.2 Chancenbericht

Im Automobilsektor werden im Regelfall mittelfristige Lieferverträge geschlossen, die je nach Fahrzeugtyp durchschnittlich zwischen fünf und sieben Jahren dauern. Es ermöglicht ein solides Fundament für operative und strategische Planungen. Dies wiederum erleichtert beispielsweise die kongruente Umsetzung der Lieferverträge mit den Lieferanten. Angesichts des absehbaren Wandels im Fahrzeugbau, welcher zu einem vermehrten Fokus auf Leichtbau- und Elektrofahrzeugen führt, birgt die Verwendung von Kunststoffteilen im Automobilbau ein zusätzliches Potenzial, um Wachstum zu generieren.

4.3 Gesamtaussage

Das Unternehmen bewegt sich in einem stark von Wettbewerb gezeichneten Markt. Die Aussichten für seine weitere Entwicklung sind positiv, wenn es gelingt, die notwendige Finanzierung zu sichern und angestrebte Verbesserungen bei Kosten zu realisieren. Das Unternehmen hat zudem begonnen, Non-Automotive-Kunden zu gewinnen, um seine Erlöse unabhängig von der Entwicklung in der Automobilindustrie zu diversifizieren. Ergänzend hat das Unternehmen seine eigenen Produkte entwickelt und vermarktet, darunter Atemschutzmasken (Staubschutzmasken) und Türstopper.

5. Risikoberichterstattung

Das Unternehmen verfügt über mehrere Finanzinstrumente, insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Empfangskredite von Kreditinstituten. Es hat einen stabilen und solventen Kundenstamm, mit dem es langfristige Geschäftsbeziehungen unterhält, was das Risiko für Forderungsausfälle äußerst minimiert.

Darüber hinaus sind die meisten Forderungen im Rahmen einer Warenkreditversicherung im Factoring durch eine überwiegende Ausgleichsrate geschützt. Auf kurzfristiger Basis bezieht das Unternehmen Finanzierungen hauptsächlich aus Lieferantenkrediten und einem beschränkten Bestehen bei Finanzierungs- und Kreditinstituten.

Das Finanz- und Risikomanagement des Unternehmens zielt auf die Sicherung des Unternehmensgewinns gegen jegliche Art von finanziellen Risiken ab, wobei das Unternehmen eine konservative Finanzierungspolitik verfolgt.

Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken wird ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der Informationen über Ein- und Auszahlungen bereitstellt. Im Falle von Ausfall- und Bonitätsrisiken bei finanziellen Vermögenswerten werden angemessene Abschreibungen vorgenommen.

Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, werden ein angemessenes Debitorenmanagement und eine Forderungsausfallversicherung eingesetzt. Außerdem finden Finanzierungsgespräche mit Hausbanken statt, und die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass alle Liquiditätslücken geschlossen werden können.

6. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Kierspe, den 23.09.2024

Manfred Gante

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.672.136,01 1.859.316,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24,01 1.334,01
II. Sachanlagen 1.672.111,00 1.857.981,49
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 723.505,41 978.182,90
2. technische Anlagen und Maschinen 748.720,83 706.600,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.884,76 173.197,76
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
1. Beteiligungen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 6.852.441,48 7.132.591,67
I. Vorräte 4.568.419,19 4.425.005,71
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 44.920,00 200.200,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.251.972,68 2.706.632,04
1. Forderungen gegen Gesellschafter 554.067,29 500.940,70
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.697.905,39 2.205.691,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 32.049,61 953,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.818,22 30.921,37
Aktiva 8.558.395,71 9.022.829,54

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 761.067,26 640.639,92
I. Gezeichnetes Kapital 3.047.710,00 3.047.710,00
II. Kapitalrücklage 532.569,00 532.569,00
III. Verlustvortrag 2.939.639,08 2.867.147,91
IV. Jahresüberschuss 120.427,34 -72.491,17
B. Rückstellungen 929.194,76 558.502,47
C. Verbindlichkeiten 6.868.133,69 7.823.687,15
1. Anleihen 919.494,44 920.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 100.000,00 100.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 819.494,44 820.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.888.229,06 3.749.891,87
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.588.229,06 2.474.891,87
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.300.000,00 1.275.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.060.410,19 3.153.795,28
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.060.410,19 3.041.990,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 111.804,97
Passiva 8.558.395,71 9.022.829,54

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.278.071,13 7.953.739,76
2. Personalaufwand 5.234.346,21 5.109.028,56
a) Löhne und Gehälter 4.390.954,89 4.265.238,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 843.391,32 843.790,40
davon für Altersversorgung 27.391,28 28.393,12
3. Abschreibungen 480.127,64 544.082,05
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 480.127,64 544.082,05
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.946.821,31 2.003.916,57
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.582,29 28.065,04
davon aus verbundenen Unternehmen 30.582,29 28.065,04
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 495.917,94 370.983,91
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.173,50
8. Ergebnis nach Steuern 151.440,32 -36.032,79
9. sonstige Steuern 31.012,98 36.458,38
10. Jahresüberschuss 120.427,34 -72.491,17

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des § 42 GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr 2023 die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Iserlohn unter der Nummer 3574 eingetragen.

Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel nach § 286 (4) HGB in Anspruch und macht keine Angaben zu den Bezügen der Organe.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs beachtet worden.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Im Einzelnen gilt Folgendes:

AKTIVA

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände sind wie folgt festgelegt, die Abschreibungen erfolgten linear:

Geschäfts- und Firmenwert 5 Jahre
Software: 3 Jahre
Lizenzen an Rechten u. Werten: 4-5 Jahre

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens sind wie folgt festgelegt:

Technische Anlagen und Maschinen: 3-15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: 4-10 Jahre

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert (unter Berücksichtigung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB) angesetzt.

Die Vorräte wurden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Wertobergrenzen angesetzt. Die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse werden retrograd ausgehend von den Verkaufserlösen ermittelt. Der dabei angewendete Abschlag entspricht der Höhe der nicht aktivierbaren Vertriebskosten und Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung und einem durchschnittlichen Produktgewinn. Soweit Bestandsrisiken wegen verminderter Verwertbarkeit vorliegen, werden in angemessenem Umfang Bewertungsabschläge vorgenommen.

Die erhaltenen Anzahlungen werden von den Vorräten aktivisch abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken bewertet. Kurzfristige Forderungen in fremder Währung existieren zum Bilanzstichtag nicht. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Risiken als Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Forderungen mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr bestehen nicht.

PASSIVA

Die Rückstellungen beinhalten alle unter vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Jubiläumsrückstellung wurde mit einem Rechnungszins in Höhe von 1,74 % bewertet. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck gewählt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Kurzfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung existieren zum Bilanzstichtag nicht.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 463.755,28 0,00 0,00 463.755,28
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 463.755,28 0,00 0,00 463.755,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.958.023,25 52.133,05 0,00 9.010.156,30
2. technische Anlagen und Maschinen 5.924.122,26 146.555,05 0,00 6.070.677,31
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.796.485,56 94.259,05 0,00 4.890.744,61
Summe Sachanlagen 19.678.631,07 292.947,15 0,00 19.971.578,22
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
Summe Finanzanlagen 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
Summe Anlagevermögen 20.144.886,35 292.947,15 0,00 20.437.833,50
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 462.421,27 1.310,00 0,00 463.731,27
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 462.421,27 1.310,00 0,00 463.731,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.972.220,35 305.291,54 0,00 8.277.511,89
2. technische Anlagen und Maschinen 5.217.521,43 104.435,05 0,00 5.321.956,48
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.630.907,80 69.091,05 0,00 4.699.998,85
Summe Sachanlagen 17.820.649,58 478.817,64 0,00 18.299.467,22
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.499,00 0,00 0,00 2.499,00
Summe Finanzanlagen 2.499,00 0,00 0,00 2.499,00
Summe Anlagevermögen 18.285.569,85 480.127,64 0,00 18.765.697,49
Restbuchwert 31.12.2023
Euro
Restbuchwert 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte 24,01 1.334,01
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 24,01 1.334,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 723.505,41 978.182,90
2. technische Anlagen und Maschinen 748.720,83 706.600,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.884,76 173.197,76
Summe Sachanlagen 1.672.111,00 1.857.981,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,00 1,00
Summe Finanzanlagen 1,00 1,00
Summe Anlagevermögen 1.672.136,01 1.859.316,50

VIII. Haftungsverhältnisse

Es bestanden zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Haftungsverhältnisse.

IX. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren gem. § 267 Abs. 5 HGB 92 Mitarbeiter (davon 26 Angestellte und 66 Arbeiter) beschäftigt. Im Vorjahr betrug die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 92 (davon 24 Angestellte und 68 Arbeiter). Die Mitarbeiterzahl entsprechend § 285 Nr. 7 HGB wurde als Durchschnittswert der Anzahl der Mitarbeiter zum jeweiligen Quartalsende errechnet.

X. Angaben zu den Organen

Geschäftsführer der Gesellschaft:

• Manfred Gante, Kaufmann

• Benjamin Gante (ab 03/2024), Verfahrensmechaniker

Beiratsmitglieder der Gesellschaft:

• Herr Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Wilfried Budke, Vorstand

• Herr Dr.-Ing. Rudolf Fernengel

• Herr Dipl.-Ing. Otto Habbich

XI. Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss wird in vollem Umfang vorgetragen.

 

Kierspe, den 23.09.2024

Manfred Gante

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kunststofftechnik Backhaus GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kunststofftechnik Backhaus GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kunststofftechnik Backhaus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Punkt IV und V im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 2.1.2 des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Liquiditätssituation der Gesellschaft aufgrund des Ukraine Krieges angespannt ist. Wie dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 23.09.2024

Rischke Friederich Bausen Batterewitz PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Friederich, Wirtschaftsprüfer

Bausen, Wirtschaftsprüfer

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