imc information multimedia communication AG

Uni-Campus Nord, 66123 Saarbrücken, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 13338
Eingetragen
22.11.2002
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
die Strategie-, Management-, Organisations-und IT-Beratung für die Informations- und Wissensvermittlung; die Entwicklung von computergestützten Lernund Wissensanwendungen und damit verbundene Service- und Beratungsleistungen; die Entwicklung und Verbreitung multimedial aufbereiteter Informationen und Lerninhalte (Schulung, Aus- und Weiterbildung) unter Nutzung innovativer informations- und Kommunikationstechnologien; die Erstellung, Implementierung und Pflege von Software; der Verlag und die Herausgabe von Fachpublikationen sowie die Durchführung von Fachkongressen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roman Roger Muth
seit 24.1.2025
Vorstandsmitglied
Sven Romeo Becker
seit 22.1.2019
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Peter Koch
seit 19.12.2008
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

imc information multimedia communication AG

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechnten und Werten 3.721,28 17.478,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 195.140,03 194.470,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.542.687,99 3.963.452,56
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 316.437,49 310.058,29
3. Sonstige Ausleihungen 322.208,33 307.208,33
5.181.333,81 4.580.719,18
Summe Anlagevermögen 5.380.195,12 4.792.668,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 772.159,44 1.172.118,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.280.014,71 2.866.301,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.233.525,41 1.903.521,49
3. Sonstige Vermögensgegenstände 460.494,01 162.257,24
5.974.034,13 4.932.080,45
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.604.178,49 3.427.242,56
Summe Umlaufvermögen 8.350.372,06 9.531.441,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 269.530,14 259.288,82
D. Aktive Latente Steuern 429.062,43 433.595,57
14.429.159,75 15.016.994,26

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.201.200,00 1.201.200,00
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 120.120,00 120.120,00
2. Andere Gewinnrücklagen 354.790,00 354.790,00
474.910,00 474.910,00
III. Bilanzgewinn 6.461.741,60 5.637.958,70
Summe Eigenkapital 8.137.851,60 7.314.068,70
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 903.264,00 1.092.683,00
2. Steuerrückstellungen 82.829,59 109.804,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.608.529,13 1.728.218,68
2.594.622,72 2.930.705,68
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.232.094,44 1.496.836,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 520.903,95 583.959,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 579.106,82 846.173,21
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0,00 19.473,46
5. Sonstige Verbindlichkeiten 394.323,41 597.519,66
- davon aus Steuern: EUR 231.517,55 (Vorjahr: EUR 527.679,59) 2.726.428,62 3.543.962,35
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 32.136,79 (Vorjahr: EUR 16.730,53)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 970.256,81 1.228.257,53
14.429.159,75 15.016.994,26

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 29.332.598,53 26.698.467,83
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -399.958,86 837.862,05
3. Sonstige betriebliche Erträge 458.990,55 890.580,47
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.336.436,70 -5.121.064,01
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.103.879,94 -13.069.632,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.569.864,54 -2.349.923,35
- davon für Altersversorgung: EUR 4.540,00 (Vorjahr: EUR 5.560,00) -16.673.744,48 -15.419.555,66
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -73.833,40 -90.574,29
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.780.841,09 -7.071.631,07
8. Erträge aus Beteiligungen 1.365.406,83 96.366,97
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.365.406,83 (Vorjahr: EUR 96.366,97)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 173.334,80 10.994,67
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -17.213,57
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -359.652,78
12. Zwischenergebnis 1.065.516,18 454.580,61
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 408,60 -136.791,36
- davon aus latenten Steuern: EUR 4.533,14 (Vorjahr: EUR -13.844,72)
14. Ergebnis nach Steuern 1.065.924,78 317.789,25
15. Sonstige Steuern -1.901,88 1,00
16. Jahresüberschuss 1.064.022,90 317.790,25
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.397.718,70 5.320.168,45
18. Bilanzgewinn 6.461.741,60 5.637.958,70

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Hinweise

Sitz der imc information multimedia communication AG ist Saarbrücken.

Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 13338 im Register des Amtsgerichts Saarbrücken eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gliederungen sind grundsätzlich unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Umgliederung von Aufwendungen, die als wesentlicher bzw. prägender Bestandteil in die Leistung der Gesellschaft eingehen, aus dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in den Posten "Materialaufwand" in Höhe von EUR 3.897.733,51 vorgenommen. Der Vorjahresausweis wurde nicht entsprechend angepasst, sodass die Vorjahreszahlen des Materialaufwands insoweit nicht vergleichbar sind. Bei analogem Ausweis hätten sich für das Vorjahr Materialaufwendungen von EUR 8.287.043,80 ergeben.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten im Anhang gemacht. Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern wird unverändert gesondert ausgewiesen.

Auf Grund der Darstellung in T€ können sich Rundungsdifferenzen von +/- 1 T€ ergeben.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre, lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Anlagegüter bis zu einem Wert von 250 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen einem und dreizehn Jahren.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet, wobei neben den Fertigungseinzelkosten auch die notwendigen Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Dem Ausfallrisiko wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Zins- und Kreditausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten den Saldo gemäß § 246 Abs. 2 HGB aus dem Erfüllungswert der Pensionszusagen und dem Zeitwert des Deckungsvermögens der Rückdeckungsversicherung.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Der Erfüllungswert der Pensionszusagen wird auf Grund eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Für die Bewertung wird ein Rechnungszins von 1,82 % p. a. (Vorjahr 1,78 % p. a.) sowie eine Anwartschaftsdynamik von 0,00 % p. a. (Vorjahr 0,00 % p. a.) und eine Rentendynamik von 2,00 % p. a. (Vorjahr: 2,00 % p. a.) zu Grunde gelegt. Der ermittelte Betrag wird analog zum Vorjahr pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Basis für die versicherungsmathematische Ermittlung sind die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck. Das verrechnete Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert auf Basis des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung berücksichtigt.

Für die Rückdeckungsversicherungen liegen entsprechende Verpfändungserklärungen zugunsten der Begünstigten vor.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforder-lichen Erfüllungsbetrag (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen die sich zukünftig voraussichtlich abbauen werden latente Steuern gebildet. Vom Wahlrecht der Bildung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurde kein Gebrauch gemacht. Aktive und passive Steuer latenzen werden saldiert ausgewiesen. Latente Steuern werden unter Anwendung des unternehmensindividuellen Steuersatzes von 32,66 % zum 31. Dezember 2023 bzw. 32,67 % zum 31. Dezember 2022 ermittelt.

Transaktionen in Fremdwährungen werden zu Entstehungskursen eingebucht. Zum Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit unter einem Jahr zum Stichtagskurs bewertet. Bei Laufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten über einem Jahr erfolgt die Bewertung nur dann zum Stichtagskurs, falls dieser bei Forderungen zu niedrigeren bzw. bei Verbindlichkeiten zu höheren Werten führt.

Dabei wurden die folgenden Wechselkurse angewandt:

31.12.2023 31.12.2022
1 € entspricht
Schweizer Franken (CHF) 0,9260 0,9847
US-amerikanischem Dollar (USD) 1,1050 1,0666
Rumänische Neue Lei (RON) 4,9756 4,9495
Australische Dollar (AUD) 1,6263 1,5693
Britisches Pfund (GBP) 0,8690 0,8869
Singapur Dollar (SGD) 1,4591 1,4300
Neuseeland Dollar (NZD) 1,7504 1,6798

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes an verbundenen Unternehmen ist der nachfolgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis
in %
Ausland
imc information multimedia communication AG, Wallisellen (Schweiz) 1) 100 728 TCHF 179 TCHF
imc information multimedia communication SRL, Sibiu (Rumänien) 1) 100 1.342 TRON 499 TRON
imc (UK) Learning Ltd., London (Großbritannien) 1) 100 -355 TGBP 139 TGBP
imc information multimedia communication GmbH, Graz (Österreich) 1) 100 2.174 TEUR 389 TEUR
imc information multimedia communication Corp, Dover (USA) 1) 100 27 TUSD 0 TUSD
imc information multimedia communication PTE. LTD., Singapur (Singapur) 1) 100 -800 TSGD -48 TSGD
imc information multimedia communication PTY. LTD., Melbourne (Australien) 1) 100 -558 TAUD -360 TAUD
imc information multimedia communication B.V., Vianen (Niederlande) 1) 100 -70 TEUR 7 TEUR
p-didakt GmbH, Hamburg (Deutschland) 1) 100 324TEUR -6 TEUR

1) Die Angaben zum Anteilsbesitz beruhen auf dem uns im Aufstellungszeitpunkt vorliegenden Jahres abschluss zum 31. Dezember 2022.

Mit Kaufvertrag vom 6. Dezember 2023 wurden 100 % der Anteile an der p-didakt GmbH, Hamburg erworben.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten ein langfristiges Darlehen an die imc (UK) Learning Ltd., London (Großbritannien), in Höhe von 275 TGBP (Vorjahr 275 TGBP). Das Darlehen an die imc (UK) Learning Ltd., London (Großbritannien), resultiert aus der Umwandlung der aufgelaufenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Tochtergesellschaft in eine langfristige Ausleihung in 2010.

Vorräte

Die Vorräte entfallen auf am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossene Projektaufträge.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.280 2.866
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.234 1.904
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 460 162
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
5.974 4.932

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 2.269 T€ (Vorjahr 1.900 T€) aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Latente Steuern

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Aktive latente Steuern 465 478
Passive latente Steuern -36 -44
Saldo - Ausweis als aktive latente Steuern 429 434

Die aktiven latenten Steuern betreffen die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der Fremdwährungsverbindlichkeiten.

Die passiven latenten Steuern betreffen die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, der Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten sowie dem Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter. Der zur Anwendung kommende Steuersatz beträgt 32,66 %.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist eingeteilt in 1.201.200 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 € pro Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Es handelt sich ausschließlich um Stammaktien.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten einen Betrag von 475 T€ (Vorjahr 475 T€).

Die gesetzliche Rücklage beläuft sich auf 120 T€ (Vorjahr 120 T€), was 10 % des gezeichneten Kapitals entspricht.

Bilanzgewinn

Hinsichtlich des Bilanzgewinns von 6.462 T€ verweisen wir auf die Ergänzung zur Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 158 Abs. 1 AktG in diesem Anhang.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten den Saldo aus dem Verpflichtungswert der Pensionszusage und dem Zeitwert des Deckungsvermögens der Rückdeckungsversicherung, das ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

In folgender Tabelle wird die Entwicklung des Verpflichtungswerts aus der Pensionszusage und des Deckungsvermögens aus der Rückdeckungsversicherung dargestellt:

Verpflichtungswert Zeitwert Deckungsvermögen Rückstellung
T€ T€ T€
Stand 01.01.2023 2.567 1.474 1.093
Zuwendungen zum Deckungsvermögen - 93 -93
Zinsen und ähnliche Aufwendungen/Erträge 23 115 -92
Aufwendungen für Altersversorgung -5 - -5
Stand 31.12.2023 2.585 1.682 903

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 1.577 T€ zum 31. Dezember 2023 bzw. 1.484 T€ zum 31. Dezember 2022. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert ausgewiesene Posten Aufwendungen für Altersversorgung von -5 T€ betreffen den Rückgang des Verpflichtungsumfangs der Pensionszusage in 2023.

Der Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich auf 45 T€, aus der Änderung des Rechnungszinssatzes resultiert ein positiver Zinseffekt von 22 T€.

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtung wurde im Berichtsjahr entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit einem 10-Jahreszins gerechnet. Aus der Gegenüberstellung der Pensionsverpflichtung zum 10-Jahreszinssatz und einer entsprechenden Verpflichtung zu dem bis 2015 geltenden 7-Jahreszinssatz ergibt sich ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB von 45 T€, der einer Ausschüttungssperre unterliegt.

Die mit der Rückdeckungsversicherung im Zusammenhang stehenden Zinserträge belaufen sich auf 115 T€.

Übrige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Steuerrückstellungen 83 110
Sonstige Rückstellungen 1.609 1.728
1.692 1.838

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für erfolgsabhängige Vergütungen von Mitarbeitern, Urlaubsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und für Abschluss- und Prüfungskosten gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel nachfolgend im Einzelnen dargestellt.

Restlaufzeit Gesichert mit
Art der Verbindlichkeit Gesamt 31.12.2023 unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2023 31.12.2022
T€ T€ T€ T€ T€ T€
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.232 1.232 0 0 0 0
(Vorjahr) (1.497) (1.497) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 521 521 0 0 0 0
(Vorjahr) (584) (584) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 579 579 0 0 0 0
(Vorjahr) (846) (846) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0 0 0
(Vorjahr) (19) (19) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 394 394 0 0 0 0
(Vorjahr) (598) (598) (0) (0)
2.726 2.726 0 0 0 0
(3.544) (3.544) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 579 T€ (Vorjahr 846 T€) aus Lieferungen und Leistungen.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungen von Kunden für Wartungsverträge und Lizenzgebühren ausgewiesen, für die die Gesellschaft erst 2024 oder später die Gegenleistung erbringen muss.

Haftungsverhältnisse

Gegenüber der imc (UK) Learning Ltd., London (Großbritannien), gegenüber der imc information multimedia communication PTY LTD, Melbourne (Australien), sowie der imc information multimedia communication PTE LTD, Singapur (Singapur), hat die Gesellschaft eine Erklärung abgegeben, dass entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit die Gesellschaften ihrer Geschäftstätigkeit nachkommen kann.

Auf Grund der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung der imc (UK) Learning Ltd., London (Großbritannien), der imc information multimedia communication PTY LTD, Melbourne (Australien) und der imc information multimedia communication PTE LTD, Singapur (Singapur), ist derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Miet- und Leasingverträge und stellen sich wie folgt dar:

2024 2025 2026 2027 nach 2027
Finanzielle Verpflichtungen in T€ 1.159 661 449 438 1

Die Verpflichtungen bestehen nicht gegenüber verbundenen Unternehmen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
Umsatzerlöse T€ T€
Professional Service 11.427 11.104
Produkte 17.906 15.594
29.333 26.698

Von dem im Geschäftsjahr erwirtschafteten Umsatz entfielen 11.531 T€ (Vorjahr 9.297 T€) auf das Ausland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 156 T€, die im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (99 T€) und aus der Auflösung von Rückstellungen (53 T€) resultieren.

In diesem Posten sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 131 T€ (Vorjahr 357 T€) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0 T€ enthalten (Vorjahr 80 T€).

In diesem Posten sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 128 T€ (Vorjahr 289 T€) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 14 T€ (Vorjahr 4 T€). In diesem Posten sind zudem Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtung in Höhe von 45 T€, Zinserträge aus der Änderung des Rechnungszinssatzes von 22 T€ sowie Zinserträge von 115 T€ im Zusammenhang mit der Rückdeckungsversicherung enthalten, die miteinander verrechnet wurden.

Ergänzung der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 158 Abs. 1 AktG

2023 2022
T€ T€
1. Jahresüberschuss 1.064 318
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.398 5.320
3. Bilanzgewinn 6.462 5.638

Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 wurde eine Dividendenausschüttung in Höhe von 240 T€ vorgenommen.

E. Sonstige Angaben

Vorstand

Zu alleinvertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern waren im Berichtsjahr bestellt:

Christian Markus Wachter, Saarbrücken,

Vorstand für Professional Services, internationalen Vertrieb sowie die Verwaltung,

Sven Romeo Becker, Saarbrücken

Vorstand für Vertrieb und Marketing DACH, Erstellung von Individualcontent, Standardcontent und Bildungsdurchführung,

Dr. Wolfram Reginald Jost, Schmelz

Vorstand für Produktentwicklung und Forschung.

Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder

Die Angabe über Bezüge der Vorstandsmitglieder wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Für ehemalige Vorstände und deren Hinterbliebene bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsverpflichtungen in Höhe von 903 T€.

Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr bestellt:

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer, Saarbrücken (Vorsitzender), emeritierter Hochschulprofessor und selbständiger Unternehmensberater,

Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert, Management Berater (stellvertretender Vorsitzender) bis 21. Juni 2023,

Rosemarie Clarner, Saarbrücken, Geschäftsführerin IDS Scheer Holding GmbH (vormals: Scheer Holding GmbH) (stellvertretende Vorsitzende), ab 21. Juni 2023,

Mario Baldi, Nürtingen, Geschäftsführer IDS Scheer Holding GmbH (vormals: Scheer Holding GmbH), bis 18. Dezember 2023,

Peter Koch, Saarbrücken, Director Finance imc information multimedia communication AG, ab 21. Februar 2024.

Die Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr betrugen 10 T€.

Nachtragsbericht

Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 252 (davon 1 Prokurist) gegenüber 251 (davon 1 Prokurist) im Vorjahr. Es handelt sich bei allen Mitarbeitern um Angestellte, die sich wie folgt verteilen: 71 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Produktentwicklung (Vorjahr 66), 115 Mitarbeiter im Bereich Professional Services (Vorjahr 120), 29 Mitarbeiter im Vertrieb (Vorjahr 29) und 37 Mitarbeiter in den indirekten Bereichen (Vorjahr 36).

Mitteilungspflichtige Beteiligung gem. § 160 (1) Nr. 8 AktG

Die IDS Scheer Holding GmbH (vormals: Scheer Holding GmbH), Saarbrücken, hat der imc information multimedia communication AG gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr sämtliche Aktien an der Gesellschaft gehören und ihr damit sowohl mehr als der vierte Teil der Aktien als auch eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft gehören.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der IDS Scheer Holding GmbH, Saarbrücken, die für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die imc information multimedia communication AG zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die IDS Scheer Holding GmbH, Saarbrücken, in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die imc information multimedia communication AG erstellt.

Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der imc information multimedia communication AG ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 6.462 T€ einen Betrag in Höhe von 4.000 T€ (EUR 3,33 pro Aktie) als Dividende an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von 2.462 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 534 und entfällt zu TEUR 429 auf die Aktivierung von latenten Steuern sowie zu TEUR 105 auf die Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert. Daneben ist zudem der Unterschiedsbetrag aus der Gegenüberstellung der Pensionsverpflichtung zum 10-Jahreszinssatz und einer entsprechenden Verpflichtung zum 7-Jahreszinssatz in Höhe von 45 T€ ausschüttungsgesperrt.

 

Saarbrücken, den 28. März 2024

Christian Wachter

Sven R. Becker

Dr. Wolfram Jost

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechnten und Werten 1.152.180,76 0,00 0,00 1.152.180,76
Summe 1.152.180,76 0,00 0,00 1.152.180,76
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.979.318,18 90.433,39 129.105,24 1.940.646,33
Summe 1.979.318,18 90.433,39 129.105,24 1.940.646,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.963.452,56 579.235,43 0,00 4.542.687,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 354.171,85 0,00 0,00 354.171,85
3. Sonstige Ausleihungen 307.208,33 15.000,00 0,00 322.208,33
Summe 4.624.832,74 594.235,43 0,00 5.219.068,17
7.756.331,68 684.668,82 129.105,24 8.311.895,26
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Zuschreibungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechnten und Werten 1.134.702,24 13.757,24 0,00 0,00 1.148.459,48
Summe 1.134.702,24 13.757,24 0,00 0,00 1.148.459,48
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.784.847,32 60.076,16 0,00 99.417,18 1.745.506,30
Summe 1.784.847,32 60.076,16 0,00 99.417,18 1.745.506,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 44.113,56 0,00 6.379,20 0,00 37.734,36
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 44.113,56 0,00 6.379,20 0,00 37.734,36
2.963.663,12 73.833,40 6.379,20 99.417,18 2.931.700,14
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechnten und Werten 3.721,28 17.478,52
Summe 3.721,28 17.478,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 195.140,03 194.470,86
Summe 195.140,03 194.470,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.542.687,99 3.963.452,56
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 316.437,49 310.058,29
3. Sonstige Ausleihungen 322.208,33 307.208,33
Summe 5.181.333,81 4.580.719,18
5.380.195,12 4.792.668,56

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft und der imc Gruppe

Die imc information multimedia communication AG (im Folgenden imc AG oder imc) mit Sitz in Saarbrücken ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Digitales Lernen 1. Die Gesellschaft unterstützt Unternehmen, öffentliche Institutionen und Bildungseinrichtungen aller Branchen und Größen bei der Digitalisierung von Lern- und Trainingsprozessen.

1 https://www.fosway.com/de/9-grid-2/digital-learning/

Die imc AG übernimmt als Muttergesellschaft von ihrem Hauptsitz in Saarbrücken aus steuernde Aufgaben für die imc Gruppe, die international in zahlreichen Ländern mit insgesamt neun Tochtergesellschaften vertreten ist. Standorte des operativ tätigen Mutterunternehmens befinden sich ausschließlich in Deutschland. Deutschland macht zudem den dominierenden Anteil am Umsatz und am Personalbestand der imc Gruppe aus. Die Leitung der Gesellschaft obliegt dem am Hauptsitz in Saarbrücken angesiedelten Vorstand, der sich aus drei Mitgliedern zusammensetzt. Der Aufsichtsrat besteht ebenfalls aus drei Mitgliedern.

Unterhalb des Vorstands bildet die zweite Managementebene die funktionale Aufteilung der Gesellschaft in die produkt- und dienstleistungsbezogenen operativen Segmente einerseits und die wesentlichen Administrationsaufgaben andererseits ab.

In der imc AG sind die zentralen Funktionen Corporate Finance & Tax, Controlling & Risk Management, Corporate Communication, People/Human Resources, IT, Information Security, Global Procurement sowie Corporate Legal & Compliance angesiedelt, die wichtige Governance-Aufgaben für alle imc-Gesellschaften erbringen oder diese maßgeblich unterstützen.

In ihrer mehr als 25-jährigen Historie konnte sich die imc AG eine internationale Kundenbasis schaffen, die in Verbindung mit langfristigen Kundenbeziehungen zu den zentralen Wettbewerbsvorteilen der imc zählen.

Auf Basis dieser Kundenbasis konnte sich die Gesellschaft über Jahre hinweg zu einer international agierenden Organisation wandeln und verfügt somit über umfangreiche Erfahrungen in der Risikobewertung und Potentialerhebung zur Erschließung neuer Märkte.

Das Produkt- und Serviceportfolio der imc AG gliedert sich in drei Segmente, die in ihrer Kombination eine ganzheitliche Betrachtung auf das Thema Digitales Lernen ermöglichen:

Die Learning Management System Softwarelösung imc Learning Suite dient zur Verwaltung von Lehr- und Lernprozessen inklusive Erfolgsmessung der verwalteten Aktivitäten.

Mit der Software imc Express wird es ermöglicht, digitale Lerninhalte in Organisationen und Unternehmen selbst zu erstellen. Hierbei kommen u.a. Technologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz zum Einsatz, um die Inhaltserstellung zu unterstützen.

Im Segment imc Studios erfolgt über projektbasierte Beratung die digitale Veredelung von kundenspezifischem Wissen und die Erstellung von standardisierten Lerninhalten.

Der Vertrieb von Nutzungsrechten für die Softwarelösungen imc Learning Suite und imc Express erfolgt auf Basis von wiederkehrenden Nutzungsgebühren als Cloud-Service (Software-as-a-Service (SaaS)) in Verbindung mit Beratungsleistungen zur Konfiguration für den erfolgreichen Einsatz der Softwarelösungen. Über produktnahe Dienstleistungen ermöglicht die imc AG ihren Kunden zusätzlich die Erweiterung der Softwarelösungen über kundenspezifische Anpassungen für Fachanwendungen und spezifische Branchenlösungen.

Das Projektgeschäft und die Beratungsleistungen für das Segment der imc Studios basieren vornehmlich auf Werkverträgen, mit dem Ansatz qualitativ hochwertige Projektergebnisse zu erzielen. Daraus resultieren ebenfalls langfristige Kundenbeziehungen. Zusätzlich werden standardisierte Lerninhalte am Markt vornehmlich in Form von wiederkehrenden Nutzungsgebühren auf Basis mehrjähriger Vertragsvereinbarungen angeboten, um die langfristige Profitabilität des Segments zu sichern.

Die Strategie der imc ist darauf ausgerichtet, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden in einer sich ständig im Wandel befindlichen Welt zu steigern. Mit der Expertise der imc und entsprechender Umsetzungsstärke werden Unternehmen umfassend, ganzheitlich und dauerhaft mit Blick auf ein möglichst perfektes und nahtloses Zusammenspiel von Menschen, Strategien, Systemen und Inhalten beraten, um somit die Transformationsvorhaben der Kunden umfassend zu begleiten.

Die Vertriebsstrategien der globalen Vertriebseinheiten sind auf langfristige Profitabilität der Gesellschaft und auf einen langfristigen Kundenerfolg mit den imc Lösungen hin abgestimmt. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den von der imc AG beherrschten Tochterunternehmen und der Bündelung aller Kompetenzen aus der Unternehmensgruppe, um die Kunden möglichst umfassend und auch global von verschiedenen Standorten aus zu betreuen. Die Kernmärkte der imc Gruppe umfassen hierbei sowohl Europa mit Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande und Großbritannien als auch Singapur, Australien und die USA. Ergänzend existiert ein Partnernetzwerk mit zahlreichen externen Vertriebspartner, die zusammen mit der imc AG in über 20 Ländern aktiv sind (https://www.im-c.com/de/unternehmen/partner/). Die imc AG treibt den Ausbau ihres Partnernetzwerks für die SaaS-Angebote international weiterhin voran, um die eigenen Lösungen besser in attraktiven Branchen und Regionen vermarkten zu können.

Das Geschäftsjahr 2023 ("die Berichtsperiode") der imc begann am 1. Januar 2023 und endete am 31. Dezember 2023. Die korrespondierende Vorjahresperiode ("das Vorjahr") umfasst demnach den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022.

Um das strategische Ziel eines nachhaltigen und profitablen Wachstums kontinuierlich und systematisch zu erreichen, verwendet die imc ein internes Steuerungssystem.

Die imc AG misst die Erreichung ihrer strategischen Ziele an den Umsatzerlösen und dem Betriebsergebnis auf Basis EBIT(A). Diese Messgrößen entsprechen den Hauptleistungskennzahlen des Unternehmens und werden auf Basis der agilen Zielmanagement-Methode OKRs (Objectives and Key Results) über Teilziele in die Organisation heruntergebrochen. Gleiches gilt auch für die imc Gruppe.

Der Vorstand und Aufsichtsrat definieren die Zielwerte für die Hauptleistungskennzahlen jeweils für das kommende Jahr und gleichen diese für die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis monatlich ab. Bei Planabweichungen können sehr zeitnah korrektive Maßnahmen eingeleitet werden, die wiederum in dem OKR-System gespiegelt werden.

2 Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung Zielmärkte

Die Weltwirtschaft wurde auch im Jahr 2023 von geopolitischen Krisen und Konflikten beeinflusst, zeigte sich aber insgesamt als robust. Im Jahresverlauf hat die konjunkturelle Dynamik jedoch nachgelassen, was teilweise auch mit zurückgehenden Covid-19 bezogenen Nachholeffekten in Verbindung stehen kann. Auch sorgen das aktuell hohe Zinsniveau und eine, zwar zurückgehende, aber weiterhin hohe Inflation für ein gedämpftes Investitions- und Konsumverhalten der Unternehmen.

Auf der Basis des am 8. November 2023 veröffentlichten Jahresgutachtens 23/24 des Sachverständigenrats dürfte das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 voraussichtlich um 2,7 % steigen und sich damit positiver entwickeln als im Jahresgutachten 22/23 prognostiziert. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht aktuell in seinem am 30. Januar 2024 veröffentlichten World Economic Outlook Update von einem Wachstum von 3,1 % für das Jahr 2024 aus und liegt damit leicht über seiner im Oktober 2023 (World Economic Outlook Update) gemachten Prognose von 3,0 % für 2024.

In den für die imc AG relevanten Märkten stellt sich die Situation wie folgt dar (2024 Prognose):

Entwicklung des BIP in % 2023 2024
Eurozone 0,4 0,1
Deutschland -0,4 -0,3
Österreich -0,8 -0,3
Niederlande 0,1 0,3
Vereinigtes Königreich (UK) 0,5 0,2
Schweiz 0,7 0,7
Australien 2,1 1,5
Singapur 2,1 1,5
USA 2,4 0,8

Quellen:

Commerzbank Economic Research, https://www.commerzbank.de/media/de/research/economic_research/aktuell_1/Prognosen.pdf,

IHK Koblenz, https://www.ihk.de/koblenz/unternehmensservice/international/australien-kompetenzzentrum-neu/wirtschaftsausblick-3646750

statista, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14529/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-australien/

Die bereits erwähnten geopolitischen Krisen und Konflikte zeigten deutliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die Verwerfungen infolge der, vor allem durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, hervorgerufenen Energiekrise und der daraus resultierenden hohen Inflation sorgten für eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums insbesondere im Euro-Raum. Im September 2023 erhöhte die Europäische Zentralbank zum zehnten Mal in Folge die Leitzinsen, was zu einem deutlichen Rückgang der Kreditvergabe im Euro-Raum führte. Ebenfalls wachstumshemmend wirkten sich auch die auslaufenden staatlichen Unterstützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie aus, wohingegen auch stabilisierende Einflüsse aus Nachholeffekten aus der Covid-19-Pandemie - vor allem im Dienstleistungssektor - wirkten. Innerhalb der europäischen Wirtschaft hat sich besonders die deutsche Wirtschaft stark abgekühlt.

Das verhaltene Wirtschaftswachstum hatte im Jahresverlauf 2023 nur geringe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im EuroRaum. Für das Jahr 2023 prognostiziert der Sachverständigenrat für den Euro-Raum in seinem Jahresgutachten 23/24 eine Erwerbslosenquote von 6,5 %, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 6,7 % entspricht. Der in einigen Branchen, so auch in der Softwarebranche, stark zunehmende und langfristige Fachkräftemangel gewinnt immer mehr an Bedeutung und kann sich in einigen Wirtschaftsbereichen beschränkend auf das Wachstum auswirken.

Gesamt betrachtet kann aktuell von keiner signifikanten Wirtschaftserholung für das Jahr 2024 ausgegangen werden.

Für viele Unternehmen der Zielmärkte der imc AG besteht zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit somit ein Veränderungsdruck unter anderem in den Bereichen Kostenreduktion sowie Schaffung von Liquiditätsreserven, Nachhaltigkeit in der Energiestrategie, Near- und Offshore Bewegungen.

2.2 Allgemeiner Geschäftsverlauf der Branche

Der Branchenverband BITKOM veröffentlicht in einer Zeitreihe den Bitkom-ifo-Digitalindex. Der Digitalindex zeigt das Geschäftsklima in der Digitalbranche. Er basiert auf der monatlichen ifo Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel der Werte für die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen. Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt. Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit Informations- und Kommunikationstechnik (ITK). Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten. Der Digitalindex und die weiteren Zeitreihen werden als saisonbereinigte Salden dargestellt.

Der Geschäftsklimaindex in der Digitalbranche hat sich nach einem Hoch von 24,7 Punkten im April 2023 im Laufe des Jahres 2023 permanent verschlechtert und verzeichnet auch im Januar 2024 einen Abstieg von 2,4 Zählern auf 7,3 Punkte. Für die kommenden Monate bewerten die Unternehmen der ITK die Geschäftserwartungen schwächer als im Vormonat (Minus 2,8 Zähler auf Minus 2,9 Punkte). Die Geschäftslage hat um 2,0 Zähler auf 18,0 Punkte nachgegeben.

Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegt sich die ITK-Branche weiterhin auf deutlich höherem Niveau.

2.3 Geschäftsverlauf der Gesellschaft und der imc Gruppe 2023

Der Vorstand der imc AG beurteilt den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten in Deutschland und im europäischen Ausland insgesamt positiv. Insbesondere zeigte sich das Geschäftsmodell, das sich durch ein breites Lösungsportfolio, eine regionale Diversifizierung in unterschiedlichen Kundensegmenten sowie einen steigenden Anteil wiederkehrender Umsätze auszeichnet, während der bestehenden Krisen als sehr resilient. Neben dem aktiven Umgang mit globalen Krisen und deren Auswirkungen auf das Unternehmen hat die imc im Geschäftsjahr 2023 die angestoßenen strategischen Initiativen weiter vorangetrieben und wichtige Meilensteine erreicht. Dabei bildeten die weiteren Maßnahmen zur Internationalisierung, der Ausbau von Subskription- und SaaS-Angeboten sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung innovativer Lösungen und die Gewinnung von neuen Kunden die Schwerpunkte der Arbeit.

Zum Beginn des Geschäftsjahres hatte der Vorstand die Erwartung geäußert, dass eine Steigerung der Gruppenleistung (Umsatzerlöse im Sinne des § 277 Abs. 1 HGB zzgl. Bewertung der unfertigen Erzeugnisse nach der Percentage of Completion Methode (PoC)) 2023 im einstelligen Prozentbereich sowie ein leicht positiver Gruppen-EBIT angestrebt wird. Die Gruppenleistung der imc stieg im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 4,68 % von T€ 34.676 auf T€ 36.283 und liegt damit im Rahmen der Prognose. Im Geschäftsjahr 2023 wurde in der imc Gruppe ein positives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) in Höhe von T€ 389 erwirtschaftet, was einer EBIT-Marge (EBIT im Verhältnis zur Gruppenleistung) von 1,07 % entspricht und ebenfalls im Rahmen der Prognose liegt.

Die imc AG hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von T€ 29.333 abgeschlossen, was einer Steigerung von T€ 2.635 oder 9,87% entspricht.

Das EBIT der imc AG sank in der Berichtsperiode um T€ 1.197 auf T€ -473. Dies entspricht der Planung für die imc AG, da insbesondere in Deutschland in 2023 außerordentliche Einmalzahlungen an die Beschäftigten in Form von Inflationsausgleichsprämien und einer Sonderprämie anlässlich der 25-Jahr-Feier getätigt wurden. Ebenso wurde in die Weiterentwicklung der Produkte zur Integration von KI-Anwendungen investiert und die Vertriebsorganisation verstärkt.

Im Jahr 2023 konnte sich die imc AG auch erneut positiv in globalen Rankings positionieren und erlangte über verschiedene Auszeichnungen internationale Aufmerksamkeit. Vom führenden Markt-Analysten Fosway wurde die imc AG als einer der wenigen Anbieter in zwei Rankings gleichzeitig aufgeführt: Im "9 Grid for Learning Systems" (https://www.fosway.com/de/9-grid/learning-systems/) und "9 Grid for Digital Learning" (https://www.fosway.com/de/9-grid/digital-learning/) jeweils als "Strategic Challenger". In beiden Rankings von Fosway konnte die jeweilige Positionierung des Vorjahres verbessert werden.

Gesamt betrachtet begründet sich die positive Umsatzentwicklung auf zwei Säulen: Kontinuierliches Kundenwachstum in Verbindung mit einer sehr stabilen Kundenbasis, die insbesondere durch das breite Lösungsportfolio ausgebaut werden konnte.

2.4 Investitionen

Um die Marktposition des Unternehmens weiterhin zu sichern und kontinuierlich neue Anwendungsbereiche erschließen zu können, sind sowohl Investitionen in Forschung und Entwicklung und Kapazitätserweiterungen als auch Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen erforderlich. Für die imc spielen dabei auch Unternehmenserwerbe eine wichtige Rolle. Die Finanzierung solcher Unternehmenswerbe oder -beteiligungen erfolgt zum Großteil über eigene Mittel. Der im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Unternehmenskauf der p-didakt GmbH, Hamburg, wurde durch eigene Mittel finanziert.

Bei den Entwicklungstätigkeiten der imc fokussierte sich das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 weiterhin auf den Ausbau der Funktionstiefe bestehender Produkte. Für das Hauptprodukt, die imc Learning Suite, wurden die 2022 definierten Kernentwicklungs- und Innovationsfelder kontinuierlich fortgeführt und ausgebaut:

1.

Learning Analytics

2.

Learning Experience

3.

KI-Integration

4.

Cloud Architecture.

Darüber hinaus wurden Kooperationen mit Kunden gestärkt, in dem über "Co-Creation-Strategien" ausgewählte Kunden aktiv in die Weiterentwicklung der Prozesse und Funktionalitäten eingebunden wurden, womit in einer sehr frühen Phase die operative Nutzung von neuen Modulen der imc Learning Suite gewährleistet wird.

Weiterhin erfolgte auch die jährliche Re-Zertifizierung aller relevanten Unternehmensbereiche einschließlich der Tochtergesellschaften in Sibiu und Melbourne gemäß ISO 27001 und ISO 9001. Zusätzlich wurde eine erfolgreiche TISAX Zertifizierung im Januar 2023 abgeschlossen, um für die bedeutsamen Informationssicherheitsanforderungen der Automobilindustrie vorbereitet zu sein.

Alle Entwicklungsaufwendungen werden nach wie vor bei der imc AG grundsätzlich nicht aktiviert, da die Prozesse zwischen kundenspezifischen und nicht kundenspezifischen Entwicklungspaketen eng vernetzt sind.

3 Personalbestand und -beschaffung

Um in den jeweiligen Unternehmensbereichen adäquat und unmittelbar agieren zu können, steuern die einzelnen Bereiche Personalthemen im Rahmen der in der Jahresplanung verabschiedeten Budgets selbständig. Der Bereich Human Resources ist für die Entwicklung der Personalarbeit verantwortlich und unterstützt im Recruitingprozess.

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die imc AG 254 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Vergleich dazu betrug der Personalstand im Vorjahr 251 MitarbeiterInnen.

Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der imc Gruppe stieg von 372 (Ende 2022) auf 382 (zum 31. Dezember 2023).

Die Vorstandsmandate aller drei Vorstände bestanden im Jahr 2023 unverändert weiter.

4 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Umgliederung von Aufwendungen, die als wesentlicher bzw. prägender Bestandteil in die Leistung der Gesellschaft eingehen, aus dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in den Posten "Materialaufwand" in Höhe von 3.898 T€ vorgenommen. Der Vorjahresausweis wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht entsprechend angepasst, sodass die Vorjahreszahlen des Materialaufwands insoweit nicht vergleichbar sind. Bei analogem Ausweis hätten sich für das Vorjahr Materialaufwendungen von 8.287 T€ ergeben.

Um die Analyse der Ertragslage zu verbessern, wurde in nachstehender Übersicht als auch im nachfolgenden Fließtext Analyse die oben beschriebene Umgliederung analog für die Vorjahreswerte vorgenommen, sodass insoweit eine Abweichung zur Vorjahresgewinn- und -verlustrechnung gegeben ist.

2023 2022
T€ T€
Umsatzerlöse 29.333 26.698
Bestandsveränderung -400 838
Betriebsleistung 28.933 27.536
Sonstige betriebliche Erträge 459 891
Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.337 -8.287
Personalaufwand -16.674 -15.419
Abschreibungen -74 -91
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.781 -3.906
EBIT -474 724
Finanzergebnis 1.539 -269
Steuerergebnis -1 -137
Jahresüberschuss 1.064 318

Im Geschäftsjahr 2023 ist ein Anstieg der Betriebsleistung um 1.397 T€ bzw. 5,1%

gegenüber dem Vorjahr auf 28.933 T€ zu verzeichnen. Ursächlich hierfür ist eine im Vergleich zum Vorjahr um 14,8% gestiegene Betriebsleistung im Berichtssegment "Produkte" auf 17.906 T€. Im Berichtssegment "Professional Services" wurde eine Betriebsleistung von 11.027 T€ realisiert, was einem Rückgang von 7,7% entspricht. Insgesamt liegt die Betriebsleistung im Geschäftsjahr leicht unter der Planung der Gesellschaft.

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT), eine wichtige Steuerungsgröße und damit finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft, beläuft sich auf - 474 T€ und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 724 T€.

Der signifikante Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 432 T€ auf 459 T€ resultiert insbesondere aus den im Vergleich zum Vorjahr um 376 T€ geringeren Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sowie den um 225 T€ geringeren Erträgen aus Kursdifferenzen.

Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen um 12,7% bzw. 1.050 T€ steht insbesondere im Zusammenhang mit den aufgrund des Umsatzwachstums im Produktbereich gestiegenen Hostingkosten.

Ursächlich für den um 1.254 T€ bzw. 8,1% höheren Personalaufwand sind neben den Gehaltszahlungen die gewährten Sonderzahlungen zum Inflationsausgleich im Berichtsjahr und einer Sonderprämie, die anlässlich der 25-Jahr-Feier getätigt wurde.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 125 T€ resultiert insbesondere aus den um 160 T€ geringeren Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Das Finanzergebnis von 1.539 T€ (Vorjahr -269 T€) beinhaltet insbesondere Erträge aus Beteiligungen von 1.365 T€ (Vorjahr 96 T€) sowie Zinserträgen in Höhe von 173 T€ (Vorjahr Zinsaufwendungen von -349 T€), die überwiegend im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Angehörige stehen.

Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss von 1.064 T€ erwirtschaftet werden (Vorjahr 318 T€).

5 Finanzlage

Durch ein zentrales Liquiditätsmanagement wird gewährleistet, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden Investitionen zeitgerecht zur Verfügung stehen.

Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) in Höhe von 1.604 T€ lagen zum Stichtag 31. Dezember 2023 um 1.823 T€ unter dem Vorjahresniveau von 3.427 T€. Dabei wurde ein negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 899 T€ realisiert (Vorjahr + 662 T€).

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 684 T€ betrifft insbesondere Auszahlungen im Zusammenhang mit den Erwerben und der Kapitalausstattung von verbundenen Unternehmen sowie Auszahlungen zum Erwerb von Sachanlagen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -240 T€ resultiert aus der Ausschüttung an die Anteilseigner.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet.

6 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,9% auf 14.429 T€ reduziert. Der Anteil des Anlagevermögens beläuft sich mit 5.380 T€ (Vorjahr 4.793 T€) auf 37,3% (Vorjahr 31,9%) der Bilanzsumme; entsprechend sind kurzfristige Vermögenswerte von 9.049 T€ bzw. 59,9% (Vorjahr 10.224 T€ bzw. 68,1%) zu verzeichnen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 56,4% (Vorjahr 48,7%).

Der Rückgang der Unfertigen Leistungen von 1.172 T€ im Vorjahr auf 772 T€ im Berichtsjahr steht insbesondere im Zusammenhang mit größeren Kundenprojekten zur Erstellung von multimedialen Lerninhalten, die im Jahr 2023 fertig gestellt wurden. Damit verbunden sind auch die im Vergleich zum Vorjahr um 265 T€ geringeren Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind jeweils stichtagsbezogen.

7 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die imc AG konnte durch das positive Ergebnis sowie das vorhandene Eigenkapital den laufenden Geschäftsbetrieb ebenso wie die Finanzierung der getätigten Investitionen mit den erforderlichen liquiden Mittel sicherstellen.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts aufgrund der stabilen operativen Ergebnisse und der soliden Liquiditäts- und Finanzierungslage als weitestgehend zufriedenstellend zu bezeichnen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

8 Chancen und Risiken

Jedes unternehmerische Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden, deren Management einen entscheidenden Erfolgsfaktor für die Weiterentwicklung des Unternehmenswerts darstellt. Angesichts immer schnelleren Marktveränderungen, zunehmenden Unsicherheiten, steigender Komplexität der international unterschiedlichen Rahmenbedingungen und des hohen technologischen Fortschritts gepaart mit einer dynamischen Wachstums- und Investitionsentwicklung in den für imc relevanten Märkten, hängen unternehmerische Entscheidungen immer mehr von einer zuverlässigen Beurteilung potenzieller Risiken und Chancen ab. Als international tätiges Software- und Consulting-Unternehmen sind die imc AG und ihre Tochtergesellschaften im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, deren Eintritt die Entwicklung der Gesellschaft bzw. der Gruppe gefährden könnten. Dabei geht die imc gemäß ihrer Risikopolitik grundsätzlich nur solche Risiken ein, die im Rahmen der Wertschaffung unvermeidbar, jedoch kontrollierbar sind. Dementsprechend wird durch Richtlinien sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an in den Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden. Aufgrund der sehr ähnlichen Geschäftstätigkeit ist das Chancen- und Risikoprofil der imc AG und der imc Gruppenunternehmen vergleichbar, so dass im Nachfolgenden der Fokus auf der imc Gruppe liegt.

Die Identifikation und Steuerung von Chancen und Risiken ist bei imc funktionsübergreifender Bestandteil des Managements. Dabei sind die jeweiligen Funktionsverantwortlichen für das eigentliche Chancen- und Risikomanagement verantwortlich. Darüber hinaus übernehmen der Finanz- und der IT-Securitybereich gemeinsam die Rolle des zentralen Risikomanagements und stellen eine regelmäßige Berichterstattung sowie die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems insgesamt sicher.

Integraler Bestandteil unserer Gesamtstrategie ist es, die Entwicklungen am Markt und die künftigen Bedürfnisse der Kunden frühzeitig zu erkennen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Produktentwicklung und der Qualität der Produkte des Unternehmens sowie der Bewertung, Auswahl und Überwachung von wichtigen Geschäftspartnern.

Im Geschäftsjahr 2023 war für die Risiken in allen Segmenten die Risikotragfähigkeit jederzeit sichergestellt.

8.1 Chancenmanagement

Grundlagen des Chancenmanagements sind die Analyse von Zielmärkten und Branchenumfeldern sowie die Bewertung von Trends, aus denen sich geschäftliche Chancen ableiten lassen. Das Erkennen und die Steuerung von Chancen sind als integrale Bestandteile der Strategie-, Unternehmensplanungs- sowie Forecast-Prozesse etabliert. Hierdurch wird sowohl eine lang-, mittel- als auch eine kurzfristige Perspektive auf zusätzliches Wachstumspotenzial für die imc gerichtet. Im Management werden demnach relevante und umsetzbare Chancen evaluiert, die die strategischen Ziele unterstützen und einen Wettbewerbsvorteil bieten können. Die Identifikation der Entwicklungspotenziale erfolgt in einem ersten Schritt dezentral in den einzelnen Unternehmensbereichen und ist eine wesentliche Aufgabe der jeweiligen Führungskräfte. Insbesondere die marktnahen Funktionen nehmen hierbei eine führende Rolle ein, wobei das Produktmanagement maßgeblich für die Lenkung dieses Prozesses verantwortlich ist. Sie werden bei der Marktbeobachtung und der Umsetzung von strategischen Projekten durch den Bereich R&D / Innovation Labs unterstützt.

Als Partner der Digital Learning Branche ist die imc AG in zukunftsorientierten und wachstumsstarken Bereichen tätig. Die imc AG gehört nach eigener Einschätzung und auch durch unabhängige Analysten-Meinungen bestätigt (vgl. https://www.fosway.com/de/9-grid-2/learning-systems/) in vielen Teilbereichen und Produktsegmenten weltweit zu den Marktführern. Auf der Grundlage von markterprobten Lösungen, hoher Markenbekanntheit und etablierten Kundenbeziehungen bestehen gute Chancen, diese führende Marktposition zu stabilisieren und weiter auszubauen. Weiterhin ist die imc aufgrund der soliden Finanzsituation in der Lage, nachhaltig in Forschung und Entwicklung zu investieren und dadurch das bestehende Produkt- und Lösungsportfolio technologisch und an den Bedürfnissen der Kunden entlang weiterzuentwickeln und Innovationen zu generieren, die den Kunden Mehrwerte bieten.

Der im Rahmen der strategischen Ausrichtung fortschreitende Wechsel zu neuen Vertriebs- und Geschäftsmodellen wie Subskription und Software-as-a-Service, bietet beschleunigte Wachstumschancen und sorgt auch für eine höhere Stabilität und Visibilität der Umsatzentwicklung und Profitabilitätserwartungen.

Auch neue Technologien können neue Marktpotenziale mit sich bringen. Insbesondere durch die zunehmende Bedeutung der künstlichen Intelligenz verändern sich die Märkte. Neben der Entwicklung und Einführung von KI-Lösungen, wird die zunehmende Bedeutung von KI auch bei imc durch eine hohe Investitionsbereitschaft in entsprechende Produktkomponenten und auch in die Softwareentwicklungsprozesse getragen. Die imc sieht in dieser Entwicklung neben Risiken vor allem auch Chancen und investiert bereits seit Jahren in Innovationen rund um das Thema KI. Zudem arbeitet die imc auch mit Experten aus dem IDS Scheer Holding Unternehmensnetzwerk und dem August-Wilhelm Scheer Institut für digitale Produkte und Prozesse gGmbH zusammen, um den Austausch mit der Wissenschaft und anderen Innovationsgruppen zu KI zu fördern.

8.2 Risikomanagement

Die Risikokultur der imc ist ein Teil unserer Unternehmenskultur und besteht aus einem System von Werten, Verhaltensregeln, Überzeugungen, Erfahrungen, Einstellungen und Erkenntnissen in Bezug auf das Risikomanagement. Um diese Risikokultur zu unterstützen und kontinuierlich zu fördern, führen wir Risikoaktivitäten durch wie beispielsweise Schulungen und Informationen zu Geschäftsgrundsätzen, IT-Security und zu Risikomanagement für das gesamte Unternehmen.

Alle Mitarbeiter der imc sind verpflichtet, dem gemeinsamen Verhaltenskodex (Code of Conduct, CoC) des Unternehmens zu folgen. Darin werden unsere Verhaltensregeln für gesetzmäßiges und verantwortungsbewusstes Handeln erläutert. Auf die Grundsätze und Handlungsweisen dieses Rahmenwerks kann sich jeder Mitarbeiter der imc berufen.

Die Eckpfeiler unseres Kodex sind:

Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften,

Anti-Korruption und Interessenskonflikte,

Umgang mit vertraulichen Informationen,

Schutz von Menschen und Umwelt,

Chancengleichheit und Verurteilung jedweder Diskriminierung.

Die Gesamtverantwortung für ein effektives Risikomanagementsystem trägt der Vorstand. Die Koordinierung und Weiterentwicklung dieses Systems sowie die zusammenfassende Risikoberichterstattung obliegen dabei dem Finanzbereich, während für die Identifizierung und Meldung einzelner Risiken sowie die Beurteilung und ggf. Durchführung von Gegenmaßnahmen die jeweiligen funktionalen Bereiche zuständig sind.

Der Aufsichtsrat der imc AG überwacht die Effektivität des Risikomanagementsystems.

8.3 Risikomanagementsystem und Risikoberichterstattung

Das Risikomanagementsystem der imc Gruppe ist im unternehmensweit gültigen Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Dieses umfasst Definitionen zum Rahmenwerk, zur Aufbauorganisation, zu Prozessen, zur Risikoberichterstattung sowie zur Überwachung und Kontrolle der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Daneben bestehen verschiedene weitere Quellen wie Satzungen und Geschäftsordnungen der Gruppengesellschaften oder weitere Richtlinien, die Vorgaben zum Umgang mit Risiken enthalten. Vor allem das starke Wachstum der vergangenen Jahre, aber auch steigende regulatorische und kundenseitige Anforderungen erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Richtlinien und Vorgaben.

Das zentrale Risikomanagement aggregiert die Risikomeldungen und berichtet regelmäßig über die Risikolage der Gruppe an Vorstand und Aufsichtsrat. Bei neu auftretenden größeren Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist ein Eilmeldeverfahren implementiert, über das der Vorstand der imc AG unverzüglich alle notwendigen Informationen erhält.

Um die einzelnen Risiken sinnvoll strukturieren zu können, hat die imc AG vier Hauptkategorien definiert: externe Risiken, operative Risiken, IT-Risiken und Finanzrisiken. Das Unternehmen hat die Risiken in der jeweiligen Kategorie absteigend nach ihrer Bedeutung identifiziert, analysiert und überwacht.

8.3.1 Externe Risiken

Die imc ist in unterschiedlichen Märkten und Regionen aktiv. Die Geschäftstätigkeit wird durch geografische und branchenspezifische Konjunkturverläufe sowie politische und finanzwirtschaftliche Veränderungen, aber auch durch das Auftreten von Naturkatastrophen, geopolitischen Veränderungen und anderen globalen Ereignissen beeinflusst. Vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Lage haben sich die Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr verschlechtert, was zu einem Anstieg der konjunkturellen Risiken führt.

Der weiter andauernde russische Angriffskrieg, sowie die Eskalation des Gaza-Israel-Konflikts und der daraus folgende Krieg haben keine wesentlichen unmittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der imc. Mittelbare Folgen wie etwa die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Energiekrise in Europa oder auch durch die durch unterschiedliche Regierungen avisierte Umverteilung von Budgets in die Verteidigungshaushalte können sich jedoch mittelbar negativ auf die Geschäfte der imc auswirken. Eine regionale Ausdehnung der kriegerischen Auseinandersetzungen, auch unter Einbezug der Nato, sowie etwaige weitere aus den bestehenden Konflikten getriggerte geopolitischen Verstimmungen könnten zu einer deutlichen Verschlechterung der globalen Wirtschaftslage führen und sich auch negativ auf das globale Wirtschaftswachstum und auf die Investitionstätigkeit von Unternehmen entsprechend beeinflussen.

Die imc AG besitzt darüber hinaus keine Vermögenswerte in Russland, Belarus und der Ukraine. Ausfallrisiken in Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Russland sind keine zu verzeichnen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Bedeutung geopolitischer Risiken für die Geschäftstätigkeit der imc Gruppe in den letzten Jahren deutlich erhöht hat. Die diesbezüglichen Entwicklungen werden beobachtet und soweit möglich werden frühzeitig Maßnahmen zur Risikoreduzierung eingeleitet.

Aufgrund der Konzentration ihrer Geschäftsaktivitäten auf digitale Bildungsdienstleistungen ist die imc AG von der allgemeinen Konjunktur nur unterdurchschnittlich betroffen. Das Segment imc Studios unterliegt in einigen Bereichen konjunkturellen Einflüssen, die ein Risiko für das Wachstum darstellen können. Die Fokussierung der Unternehmensgruppe auf SaaS-Angebote reduziert diese Risiken allerdings deutlich.

8.3.2 Operative Risiken und Chancen

Die Wertschöpfung reicht bei imc von der Beschaffung (insbesondere von Cloud-Services) über die Entwicklung bis hin zum Vertrieb.

imc bezieht von den maßgeblichen Hyperskalern (Microsoft Azure und Amazon Web Services) ein breites Spektrum an Cloud-Services und ist daher Risiken in Form von unerwarteten Preissteigerungen ausgesetzt. imc managt dieses Beschaffungsrisiko auf Grund der aktuellen Preisentwicklung am Markt aktiv. Durch den Abschluss verbindlicher Verträge mit Lieferanten, die Vornahme von Reservierungen zu fixierten Preisen und durch die Suche nach Alternativen innerhalb des Lieferantennetzwerks werden die entsprechenden Auswirkungen reduziert.

Auf Basis der technologischen Kernkompetenz entwickelt imc alle Produkte selbst. Damit werden alle Risiken selbst getragen.

Durch sorgfältige Planung aller Projekte und den bereichsübergreifenden Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Verbindung mit flexiblen Arbeitszeitmodellen können diese Risiken deutlich begrenzt werden.

Die imc sieht es als Chance an, dass durch Investitionen in die internationalen Standorte eine hohe Flexibilität in der Leistungserbringung besteht und somit die Anforderungen von Kunden im Hinblick auf Konzepte zum betrieblichen Kontinuitätsmanagement gerade im Bereich der SaaS-Dienste erfüllt werden können. Dieser Ansatz gewährleistet außerdem, dass regionale Kostenvorteile genutzt werden können.

Der Vertrieb der Produkte ist abhängig vom Go-to-Market-Ansatz über verschiedene Kanäle organisiert. Mögliche Risiken bestehen in einem zunehmenden Preisdruck sowie in der Nichteinhaltung von mit Kunden getroffenen Liefervereinbarungen. Mit technischen Innovationen und regelmäßigen Produkt-Releases verringert sich das Risiko eines zunehmenden Preisdrucks.

Chancen im Bereich der Umsatzsteigerung ergeben sich, wenn durch die zunehmende Breite des Produktportfolios weitere Produkte bei bestehenden Kunden platziert werden können und neue Marktsegmente erschlossen werden können.

Die imc AG sieht sich als langjähriger und bewährter Anbieter mit einem leistungsstarken Produktangebot und ausgezeichneten Referenzen sehr gut positioniert.

Die identifizierten Chancen aus der operativen Geschäftstätigkeit und die daraus möglicherweise entstehenden zusätzlichen Ergebnispotenziale haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Der Planung der wirtschaftlichen Entwicklung liegen bestimmte Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer und leistungswirtschaftlicher Parameter zugrunde. Sollten sich diese Parameter in ihrer Gesamtheit positiver als angenommen entwickeln, können sich entsprechende Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der imc AG ergeben.

Die imc AG verwendet einen erheblichen Teil seiner Ressourcen für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Potenzielle Risiken ergeben sich in diesem Bereich aus nicht markt- oder anwendungsgerechten Produktentwicklungen und dem Überschreiten von geplanten Entwicklungszeiten und -budgets. Diese Risiken werden reduziert zum einen durch eine kontinuierliche Überwachung der Prozesse sowie die frühzeitige Einbindung von Kunden in den Entwicklungsprozess. Insbesondere wird sichergestellt, dass neue Produktkomponenten und Funktionen auf ihre Kundenorientierung hin überprüft und gegebenenfalls angepasst werden können. Die kontinuierliche Verfolgung von Technologietrends und Wettbewerbsaktivitäten sichern eine entsprechende Technologie- und Vermarktungsposition ab. Dadurch besteht die Chance, technologische Expertise zu nutzen, um Marktposition und Absatzpotenziale weiter zu verbessern.

Als innovatives Technologieunternehmen beschäftigt die imc einen großen Anteil hoch qualifizierter Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, in Zukunft nicht in ausreichender Anzahl qualifizierte Mitarbeiter gewinnen zu können oder aber bestehende Leistungsträger zu verlieren. Das Wachstum der Gruppe und die damit einhergehende Ausweitung der Belegschaft stellt zudem große Herausforderungen an die Integration und Einarbeitung neuer Kollegen und birgt damit auch Risiken.

imc versucht Mitarbeiter in Schlüsselpositionen und Talente durch leistungsbasierte Vergütungsmodelle, gezielte Fortbildungsangebote, attraktive Sozialleistungen sowie durch das Aufzeigen interessanter Entwicklungsperspektiven langfristig im Unternehmen zu halten. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere Personalentwicklungsinitiativen und Führungskräfte-Programme weiterentwickelt.

Dem demografischen Wandel begegnet imc vor allem durch die Ausbildung von Nachwuchskräften sowie der Förderung des kontinuierlichen Lernens für jeden Mitarbeiter, begleitet durch entsprechende Leistungsentwicklungsprozesse. Hieraus resultieren wiederum Chancen, indem Mitarbeiter selbst qualifiziert werden und dadurch der Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal gedeckt werden kann.

Um einen reibungslosen Einstieg neuer Mitarbeiter und einen angemessenen Wissenstransfer zu gewährleisten, wurden spezifische Einarbeitungsprozesse für Mitarbeiter und Führungskräfte entwickelt und eingeführt. Selbstverständlich nutzt die imc AG die eigenen Werkzeuge und Lösungen, um den Qualifizierungsaufgaben nachzukommen.

8.3.3 IT-Risiken und -Chancen

Die Geschäftsprozesse der imc werden durch eine Vielzahl spezifischer IT-Anwendungen und -Systeme unterstützt. Die imc beobachtet im Marktumfeld eine zunehmende Bedrohung der unternehmensweiten Informationssicherheit. Diese Entwicklung führt auch zu Risiken in Bezug auf die Sicherheit von Produkten und Lösungen sowie der IT-Systeme und Netzwerke der imc Gruppe. Wie auch andere global agierende Unternehmen sieht sich die imc der Bedrohung von Cyber-Angriffen von zunehmend professionellen Angreifern ausgesetzt, die von organisierter Kriminalität und möglicherweise auch von staatlichen Strukturen, die Wirtschaftsspionage oder sogar Sabotage betreiben, unterstützt werden. Im Laufe des Jahres haben sich daher auch die Risiken daraus erhöht.

Der Ausfall oder eine wesentliche Beeinträchtigung der geschäftskritischen IT-Systeme und der unterstützenden technischen Infrastruktur durch Cyber-Attacken oder andere Bedrohungen, könnte das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse des Unternehmens erheblich beeinträchtigen und zu Manipulationen oder zum unkontrollierten Verlust oder Abfluss von Daten führen.

Diese Risiken werden verringert, indem in die Implementierung und den Betrieb sicherer IT-Systeme und -Anwendungen investiert wird und die Konzepte und Sicherheitsmaßnahmen unter anderem auf der Grundlage der internationalen Norm ISO 27001 für Informationssicherheits-Managementsysteme kontinuierlich weiterentwickelt und angewendet werden. Darüber hinaus werden die Ergebnisse regelmäßiger externer Audits und Schwachstellenbewertungen einbezogen.

Der Schutz der Daten, Systeme und Anwendungen vor Missbrauch und anderen Bedrohungen wird über das einheitliche Risikomanagement auf Gruppenebene gesteuert und über die Governance-Struktur und das IT-Risikomanagement durch entsprechende IT-Sicherheitsrichtlinien sowie wirksame Kommunikation und Praktiken umgesetzt. Grundprinzipien wie sichere Konfiguration, Benutzerschulung und Sicherheitsbewusstsein, Netzwerksicherheit, Malware-Prävention, Rechteverwaltung und Reaktion auf Vorfälle sind für die Sicherheitsorganisation und -verfahren von grundlegender Bedeutung.

Die imc geht weiterhin davon aus, dass die Bedrohung durch Cyberangriffe weltweit sowohl in Anzahl als auch Intensität zunehmen wird. Deshalb wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die entsprechenden Maßnahmen und Aktivitäten weiter ausgebaut. Die IT-Sicherheitsorganisation wurde personell gestärkt und weitere Systeme und Dienste zur Überwachung, Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen eingerichtet.

Die IT-Abteilung informiert aktiv und gezielt zu möglichen Bedrohungen und bindet die Mitarbeitenden ein, indem einfache, aber wirksame Möglichkeiten zur dezentralen Abwehr und zur Meldung verdächtiger Vorfälle zur Verfügung gestellt werden.

8.3.4 Finanzielle Risiken und Chancen

Durch die globale Ausrichtung der imc AG ist die Geschäftstätigkeit zwangsläufig mit finanziellen Risiken verbunden. Hierzu zählen vor allem das Wechselkursrisiko sowie Steuerrisiken. Umgekehrt stehen den finanziellen Risiken, insbesondere dem Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiko, entsprechende Chancen gegenüber.

Imc ist infolge ihrer weltweiten Geschäftsaktivitäten Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Da rund ein Drittel des Konzernumsatzes in Fremdwährungen erzielt werden, ist imc bei der Währungsumrechnung von Bilanz- beziehungsweise G&V-Positionen von Wechselkursänderungen positiv oder negativ betroffen. Durch das globale Netzwerk ist imc in der Lage, einen Teil der in Fremdwährung erzielten Umsatzerlöse intern durch ebenfalls in Fremdwährung anfallende Kosten zu kompensieren.

Imc agiert mit ihren Tochtergesellschaften weltweit und unterliegt damit vielfältigen nationalen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der Steuergesetze, der Rechtsprechung und der Auslegung durch die Finanzbehörden oder -gerichte in diesen Ländern können zu zusätzlichen Steueraufwendungen und -zahlungen führen und damit auch Auswirkungen auf die entsprechenden Steuerpositionen in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung haben.

Das Finanz- und Rechnungswesen, das von externen Beratern in den jeweiligen Ländern unterstützt wird, beobachtet und analysiert kontinuierlich die steuerlichen Rahmenbedingungen zur Kontrolle der sich ergebenden Risiken.

Abschließend können sich für die imc AG Prozessrisiken aus anhängigen oder bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten oder aus behördlichen Verfahren ergeben. Gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten werden von eigenen Juristen begleitet, die bei Bedarf externe Anwälte hinzuziehen.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsprozesse, die einen erheblichen negativen Einfluss auf das Ergebnis haben können, weder anhängig noch erkennbar.

9 Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen

Der Vorstand der imc AG konsolidiert, überwacht und kontrolliert regelmäßig alle Risiken und Chancen. Angesichts der gesunden Bilanzstruktur und der stabilen Auftragslage schätzen wir die positive Entwicklung der Gesellschaft trotz der genannten Risiken nicht als gefährdet ein, sondern gehen von einer weiterhin positiven Gesamtentwicklung der Gesellschaft aus. Nach unserer Ansicht sind die beschriebenen Risiken aus heutiger Sicht beherrschbar und weisen hinsichtlich ihrer Auswirkungen und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit einen bestandsgefährdenden Charakter auf.

10 Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung haben bei imc einen hohen Stellenwert. Weiterhin flossen über 19% des Gruppenumsatzes im Geschäftsjahr 2023 in Forschung und Entwicklung und damit in die Weiterentwicklung des Lösungsportfolios. Das Investitionsvolumen umfasst zum einen die Produktentwicklung und zum anderen die kofinanzierte Auftragsforschung.

Mit den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgt die imc AG das Ziel, die Innovationskraft der imc Gruppe am eLearning Markt weiter auszubauen und technologische Trends frühzeitig zu erkennen, zu marktreifen Lösungen auszubauen sowie diese am Markt zu etablieren. Die Nähe zu und die Zusammenarbeit mit den Kunden ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Ideen und Verbesserungspotenziale werden in Kundengesprächen identifiziert und gemeinsam mit dem Produktmanagement bewertet.

Hinzu kommen produktübergreifende Entwicklungsprojekte, um Synergien zu heben und neue Kundensegmente zu adressieren, ebenso wurden kofinanzierte Auftragsforschungsprojekte für die EU und die Bundesministerien BMBF und BMWi durchgeführt.

11 Grundzüge des Vergütungssystems

Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der imc erhalten eine fixe monatliche Vergütung und freiwillige Sonderprämien im Falle von Sonderleistungen. Ab dem Qualifikationslevel Senior über Manager, Director bis Vice President sind variable Vergütungen Gehaltsbestandteil, die von Rolle und Aufgabenfeld abhängig sind.

Das Vergütungssystem für den Vorstand der imc beinhaltet neben fixen Gehaltsbestandteilen auch variable Gehaltsbestandteile.

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt, die variablen Vergütungsbestandteile sind leistungsorientiert und bemessen sich an der Steigerung der aktuellen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr und an dem EBITA. Diese Ziele sind sowohl nach oben mit einer Deckelung versehen als auch abhängig von einem Mindestzielerreichungsgrad.

Die Gesamtbezüge der beiden Vorstandsmitglieder Christian Wachter und Sven R. Becker stehen in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und zur wirtschaftlichen Lage der imc. Dr. Wolfram Jost ist im Geschäftsbetrieb der IDS Scheer Holding GmbH beschäftigt und wird dort in vollem Umfang vergütet.

12 Prognosebericht

Die Bundesregierung geht in ihrer Jahresprojektion für das Jahr 2024 davon aus, dass sich die allgemein erwartete wirtschaftliche Erholung weiter verzögert. Die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit der weltwirtschaftlichen Schwäche belasten demnach die deutsche Wirtschaft anhaltender als noch im Frühjahr angenommen. Begünstigend für einen moderaten wirtschaftlichen Aufschwung ist dabei der weitere Rückgang der Inflation: Nach einem Anstieg der Verbraucherpreise um 5,9 % im Jahr 2023 geht die Bundesregierung von einem deutlichen Rückgang auf 2,8 % im Jahr 2024 und 1,9 % im Jahr 2025 aus. Der Arbeitsmarkt bleibe robust. 2

2 Jahresprojektion der Bundesregierung: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/04-jahresprojektion-der-bundesregierung.html

Der Research der Deutschen Bank veröffentlichte im Februar einen makroökonomischen Ausblick für 2024. Demnach wird ein globales Wachstum von 3,0 % im Jahr 2024 und 3,1 % im Jahr 2025 erwartet. Man rechnet nicht mehr mit einer Rezession in den USA und der EU 3. Europa wird wohl knapp an einer Rezession vorbeischrammen und eine sanfte Landung in den USA dürfte das Wachstum unterstützen.

3 PERSPEKTIVEN - MAKRO- UND ANLAGEKLASSENAUSBLICK: https://www.deutsche-bank.de/dam/deutschebank/de/shared/pdf/marktausblick/perspektiven-makro-und-anlageklassenausblick-1-2024.pdf

Die Umsätze mit IT und Telekommunikation werden weltweit 2024 der Prognose zufolge um 5,6 Prozent auf 4,91 Billionen Euro zulegen. Das größte Wachstum verbucht dabei Indien mit einem Plus von 7,9 Prozent, dahinter folgen die USA (6,3 Prozent), China (5,7 Prozent), Großbritannien (5,6 Prozent) sowie Japan (3,5 Prozent). Die EU ohne Deutschland kommt auf ein Wachstum von 5,9 Prozent. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) in Deutschland für 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Der IT-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro zugelegt. Das Umsatzwachstum hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche soll laut Bitkom im Jahresverlauf 2024 um 36.000 wachsen. Bereits 2023 sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden. 4

4 BITKOM Digitalbranche zeigt sich von Krisen unbeeindruckt: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt#)

Die imc AG bewegt sich als international tätiges Software- und Beratungsunternehmen in nahezu allen Branchen und weist damit eine breite Kundendifferenzierung auf. Weiterhin hat sich das Unternehmen als verlässlicher Partner auf dem Weg in die digitale Zukunft in mehreren Unternehmensbereichen - Software, Beratung, Content - spezialisiert und in diesen Segmenten auch etabliert. Allerdings wird die zukünftige Entwicklung der imc AG mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken maßgeblich beeinflusst von den im Chancen- und Risikobericht ausgeführten Prognosen der imc Gruppe. Auf der Basis der Planungen erwartet die imc AG im Geschäftsjahr 2024 wieder einen leichten Anstieg der Betriebsleistung und somit des EBITs. Die imc AG geht von einer positiv verlaufenden Betriebsleistungsentwicklung im einstelligen Prozentbereich und für 2024 von einem über dem abgelaufenen Geschäftsjahr liegenden EBIT aus.

13 Abhängigkeitsbericht

Da mit dem Mehrheitsaktionär, der Scheer Holding GmbH, Saarbrücken, kein Beherrschungsvertrag besteht, war der Vorstand der imc AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen zur Scheer Holding GmbH, Saarbrücken, den mit der Scheer Holding GmbH verbundenen Unternehmen sowie die Beziehungen der imc AG zu ihren Tochtergesellschaften erfasst. Der Abhängigkeitsbericht enthält zum Schluss folgende Erklärung: "Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass die imc AG nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhielt. Weder im Interesse noch auf Veranlassung der herrschenden Gesellschaft wurden Maßnahmen zum Nachteil der Gesellschaft durchgeführt oder unterlassen."

 

Saarbrücken, den 28. März 2024

Christian Wachter

Sven R. Becker

Dr. Wolfram Jost

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die imc information multimedia communicaton AG, Saarbrücken

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der imc information multimedia communicaton AG, Saarbrücken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der imc information multimedia communicaton AG, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmens-tätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 28. Mai 2024

THS Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eckert, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat der imc information multimedia communication AG, Saarbrücken war im Geschäftsjahr 2023 wie folgt besetzt:

 

Herr Prof. Dr. Dr. h. c. mult. August-Wilhelm Scheer, Saarbrücken,

 

Frau Rosemarie Clarner, Saarbrücken (ab 21.06.2023),

 

Herr Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert (bis 21.06.2023),

 

Herr Mario Baldi, Nürtingen (bis 18.12.2023).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats Herr Prof. Dr. Dr. h. c. mult. August-Wilhelm Scheer, Saarbrücken, Herr Prof. Dr. Alexander Pocsay und Herr Mario Baldi wurden in der Hauptversammlung vom 15. Juni 2022 gewählt, ihre Amtszeit beträgt zwei Jahre und endet mit der Hauptversammlung, die über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023 entscheidet. Darüber hinaus wählte die Hauptversammlung in besagter Sitzung Herr Dr. Olaf Homburg, Grünstadt, mit der Maßgabe zum Ersatzmitglied, dass er Mitglied des Aufsichtsrats wird, wenn eines der Aufsichtsratsmitglieder vor Ablauf seiner Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Die gewählten Personen haben im Anschluss an die Hauptversammlung vom 15. Juni 2022 die Annahme der Wahl bestätigt und in der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. mult. August-Wilhelm Scheer, Saarbrücken, zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Herrn Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert, zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Mit Beendigung der Hauptversammlung am 21.06.2023 hat Herr Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert, sein Mandat niedergelegt. In besagter Hauptversammlung wurde Frau Rosemarie Clarner, Saarbrücken, zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Die Amtszeit beträgt vier Jahre und endet mit der Hauptversammlung, die über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2026 entscheidet. Zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Herr Mario Baldi gewählt.

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18.12.2023 wurde das Aufsichtsratsmitglied Mario Baldi, Nürtingen, sowie das Ersatzmitglied Dr. Olaf Homburg, Grünstadt, mit Wirkung zum Ende besagter Hauptversammlung abberufen.

Die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben - insbesondere die Überwachung und Beratung des Vorstands - nahm der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 intensiv und mit großer Sorgfalt wahr. Der Aufsichtsrat informierte sich regelmäßig und umfassend - im Regelfall durch schriftliche, ansonsten auch durch mündliche Berichte des Vorstands - über den Gang der Geschäfte, die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft, über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, über die Risikolage und über alle grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung (einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung), ferner über Entwicklungen, Entscheidungen und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren.

Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung wurden im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der erhaltenen Unterlagen und Informationen überprüft. Soweit erforderlich, forderte der Aufsichtsrat zusätzliche vertiefende Berichte und Informationen an. Anlass zu besonderen Prüfungsmaßnahmen bestand nicht.

Bedeutende Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand ausführlich erörtert. Auch im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat von dem Recht gemäß § 11 Abs. 2 der Satzung Gebrauch gemacht, Sitzungen ohne persönliche Anwesenheit auf anderem Wege (E-Mail, Telefon- und Videokonferenz) einzuberufen und gemäß § 12 Abs. 4 der Satzung bei der Beschlussfassung ebenso zu verfahren.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat alle nach Gesetz, Satzung oder den Geschäftsordnungen zustimmungspflichtigen Maßnahmen vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat diesen Maßnahmen zugestimmt. Ebenso hat der Vorstand den Aufsichtsrat stets mit allen erforderlichen Informationen versorgt und entscheidungsnotwendige Unterlagen den Aufsichtsratsmitgliedern jeweils rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen zugeleitet. Dieser hat sich von der Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit des Handelns des Vorstands überzeugt.

Wie auch in den vorangegangenen Jahren stand der Aufsichtsratsvorsitzende über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit dem Vorstand in engem Kontakt und informierte sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle.

2023 haben insgesamt fünf Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. In seinen Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit der Überwachung bedeutender Projekte, mit dem Geschäftsverlauf und der Geschäftsplanung unter Einbezug der nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Der Aufsichtsrat hat sich über die Risikolage und das Risikomanagement, insbesondere über Früherkennungs- und interne Kontrollsysteme informiert. Hierbei hat er sich von der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems überzeugt. Durch die strukturierten Geschäftsprozesse verfügt die Gesellschaft über eine transparente Risikostruktur, die mittels einer detaillierten Planung und zeitnaher Plan-Ist Vergleiche dem Aufsichtsrat in angemessener Zeit einen Einblick in die Risiken der zukünftigen Entwicklung erlaubt und die Möglichkeit öffnet, gemeinsam mit dem Vorstand kurzfristig geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der fortschreitenden Internationalisierung trägt die Gesellschaft durch die Konzentrierung von Rechnungslegung und Konzerncontrolling am Unternehmenssitz in Saarbrücken Rechnung.

Die Aufsichtsratssitzungen vom 17. Januar 2023 und vom 14. Februar 2023 hatte insbesondere die Vorstellung der Planung des Geschäftsjahres sowie Organisationsänderungen zum Thema.

In der Aufsichtsratssitzung vom 8. Mai 2023 hat sich der Aufsichtsrat über das Ergebnis der Jahresabschlussprüfung 2022 informieren lassen. In Anwesenheit des Abschlussprüfers wurde der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft 2022 erörtert. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer und vom Vorstand beantwortet. Der Aufsichtsrat stimmte in seiner Beurteilung der Lage der Gesellschaft mit der vom Vorstand im Lagebericht zum Ausdruck gebrachten Einschätzung überein. Die Billigung des Jahresabschlusses 2022 erfolgte nach eingehender eigener Prüfung der Unterlagen. Dem vom Vorstand zuvor erläuterten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmte der Aufsichtsrat nach einer eingehenden Erörterung zu. Darüber hinaus wurde der aktuelle Geschäftsverlauf erörtert.

Die Sitzungen des Aufsichtsrats am 21. Juni 2023 und am 13. Oktober 2023 hatten insbesondere die aktuelle Entwicklung von Auftragsbestand, Umsatz und Ergebnis sowie die strategische Ausrichtung der Gesellschaft inklusive Produkt-Roadmap zum Thema.

Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen wären und über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor.

Entsprechend der Wahl der Hauptversammlung vom 21. Juni 2023 wurde die THS Wirtschaftsprüfung GmbH, Saarbrücken, mit der Jahresabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2023 beauftragt. Es bestehen keine Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, die Unabhängigkeitserklärung liegt dem Aufsichtsrat vor.

Die Jahresabschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2023 und der Prüfbericht 2023 lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und sind von diesen bestätigt worden. Die getroffenen Feststellungen wurden in der Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt.

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von der THS Wirtschaftsprüfung GmbH, Saarbrücken, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Prüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse berichtet und der Vorstand hat den Jahresabschluss erläutert. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung ohne Einwände gebilligt.

Der Jahresabschluss der imc AG war damit gemäß §172 Aktiengesetz festgestellt. Dem vom Vorstand zuvor erläuterten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmte der Aufsichtsrat nach einer eingehenden Erörterung zu.

Die THS Wirtschaftsprüfung GmbH, Saarbrücken, hat weiterhin auch den vom Vorstand nach §312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht des Vorstands und der hierüber erstattete Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Kenntnis gebracht. Der Abhängigkeitsbericht wurde auf seine Richtigkeit geprüft. Der Vorstand hat den Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt. Nach dem Ergebnis der Prüfung sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass Rechtsgeschäfte oder Maßnahmen nicht vollständig erfasst worden sind. Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts sind nicht zu erheben.

Aufgrund des breiten Produktportfolios der Gesellschaft, dem Know-how und dem Engagement der Mitarbeiter sowie der leistungsfähigen Struktur, hat das Unternehmen trotz des starken Wettbewerbs seine Marktposition festigen können und stellt sich flexibel und reaktionsschnell auf zukünftige Herausforderungen ein.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr tatkräftiges Mitwirken. Wir wünschen allen viel Erfolg bei der Erreichung der Ziele für das laufende Geschäftsjahr.

 

Saarbrücken, den 29. Mai 2024

Professor Dr. Dr. h. c. mult. August-Wilhelm Scheer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Gewinnverwendungsbeschluss 2023

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem im Jahresabschluss zum 31.12.2023 der imc information multimedia communication AG ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.461.741,60 einen Betrag in Höhe von EUR 4.000.000,00 (EUR 3,33 pro Aktie) als Dividende an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von EUR 2.461.741,60 auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Hauptversammlung der imc information multimedia communication AG hat am 29.05.2024 dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt.

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