Autotech Engineering Deutschland GmbH

Westfalenstraße 36, 33647 Bielefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 40907
Eingetragen
13.12.2012
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenBau von Industrieanlagen, außer Gebäuden
Gegenstand
technische Dienstleistungen und Dienstleistungen in den Bereichen technische Entwicklung, Forschung und Entwicklung, Management Assistance und Beratung in industriellen Verfahren in Bezug auf die Unternehmens-Aktivitäten; Herstellung und Transformation aller Arten von Bau- und Zubehörteilen für alle Maschinentypen, insbesondere Metallteile für die Automobilindustrie; alle Formen industrieller Aktivitäten wie Stanzen, Werkzeugfertigung, Schweißen, Montage usw.; Innen- und Außenhandel, Import und Export der oben aufgeführten Produkte oder Materialien; Aktivitäten im Zusammenhang mit eigenen oder gemieteten Immobilien, Leasing und Vermietung von Maschinen und Ausstattungen; Bau von Gebäuden und Baustrukturen für die Maschinenbauindustrie; Werbung und Marketing; Verkauf und Ankauf aller Produkttypen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulf Sudowe
seit 16.4.2013
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Gestamp Bizkaia, S.A.ESP
55.00%
Autotech Engineering, S.L.ESP
45.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gestamp Bizkaia S.A.
Spain
13.750 €
55.00%
Autotech Engineering AIE.
Spain
11.250 €
45.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autotech Engineering Deutschland GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autotech Engineering Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autotech Engineering Deutschland GmbH, Bielefeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autotech Engineering Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 29. April 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marks, Wirtschaftsprüfer

Krone, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 109.076,00 174.696,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.835.226,91 2.949.008,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 622.326,00 704.709,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 530.715,00 626.745,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.607,76 10.607,76
3.998.875,67 4.291.070,67
4.107.951,67 4.465.766,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 110.645,66 19.053,42
2. Unfertige Erzeugnisse 307.147,26 392.474,17
3. Fertige Erzeugnisse 43.997,21 55.786,85
461.790,13 467.314,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.464.072,36 1.422.387,51
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.405.231,78 806.766,56
3. Sonstige Vermögensgegenstände 250.124,61 144.958,37
3.119.428,75 2.374.112,44
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.925.870,29 2.033.578,10
7.507.089,17 4.875.004,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 210.585,65 195.276,89
11.825.626,49 9.536.048,54

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 775.000,00 775.000,00
II. Gewinnvortrag 4.655.226,08 3.775.585,49
III. Jahresüberschuss 1.082.252,97 879.640,59
6.512.479,05 5.430.226,08
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.435.092,91 1.953.702,09
2. Steuerrückstellungen 674.462,59 55.462,87
3. Sonstige Rückstellungen 1.226.970,02 920.665,61
4.336.525,52 2.929.830,57
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 788.251,85 543.412,80
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.015,74 72.400,91
3. Sonstige Verbindlichkeiten 26.715,33 406.539,18
davon aus Steuern EUR 3.678,31 (Vj. EUR 333.361,47)
822.982,92 1.022.352,89
D. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 153.639,00 153.639,00
11.825.626,49 9.536.048,54

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1.1.2020 bis zum 31.12.2020

2020 2019
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.019.608,13 14.780.615,85
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -110.044,63 183.423,84
3. Sonstige betriebliche Erträge 38.147,54 438.869,40
15.947.711,04 15.402.909,09
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.225.274,73 1.624.826,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.562.041,22 1.464.092,18
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.311.372,30 7.363.720,92
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.141.104,26 1.227.183,81
davon für Altersversorgung EUR 238.295,55 (Vj. EUR 139.445,62)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 382.272,34 378.130,91
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.395.648,78 1.809.249,54
14.017.713,63 13.867.203,47
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 190.050,00 191.522,67
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 14.617,67)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 190.050 (Vj. EUR 176.905,00)
-190.050,00 -191.522,67
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 618.999,72 423.875,18
10. Ergebnis nach Steuern 1.120.947,69 920.307,77
11. Sonstige Steuern 38.694,72 40.667,18
12. Jahresüberschuss 1.082.252,97 879.640,59

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.1.2020 bis 31.12.2020

Vorbemerkungen

Die Autotech Engineering Deutschland GmbH ist ein Tochterunternehmen der Autotech Engineering AIE (45.00 %), Abadiño (Spanien), und Gestamp Bizkaia S.A (55.00 %), Abadiño (Spanien). Beides sind mit der Autotech Engineering Deutschland GmbH verbundene Unternehmen der Gestamp-Gruppe.

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Autotech Engineering Deutschland GmbH mit Sitz in Bielefeld im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter der Nummer HRB 40907 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Allgemeine Grundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 20-33 Jahre, Grundstückseinrichtungen 5-20 Jahre, Betriebsvorrichtungen 10-25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4-15 Jahre, andere Anlagen 3-25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Für geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten ab einschließlich EUR 150, aber nicht mehr als EUR 1.000, wird ein Sammelposten gebildet. Der jeweilige Sammelposten, der insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst.

In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Darüber hinaus werden in die Bewertung der Vorräte auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungs- und Sozialkosten einbezogen.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen und den Buchwerten gegenübergestellt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Pensionsverpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-unit-credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wird der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene durchschnittliche Zinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 2,30 % bzw. der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 1,6% verwendet. Die erwarteten Gehaltssteigerungen wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr mit 2,50 % p.a. und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % p.a. berücksichtigt. Die Fluktuation wurde von 0,00 - 8,00 % p.a. in Abhängigkeit von Geschlecht und Alter angenommen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB.

b) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Es bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.464 (Vj.: TEUR 1.422) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.405 (Vj.: TEUR 807). Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Forderungen gegen Gesellschafter.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (2,3 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,6 %) beträgt EUR 288.371 (Vj.: EUR 233.430) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen unter anderem aus Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 127 (Vj.: TEUR 187), für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 133 (Vj.: TEUR 133), für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 280 (Vj.: TEUR 347), für die Tantieme in Höhe von TEUR 196 (Vj.: TEUR 202) und für eine Restrukturierung in Höhe von TEUR 335.

Latente Steuern

Die Autotech Engineering Deutschland GmbH hat einen Überhang aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 326 zum 31. Dezember 2020. Der Hauptgrund für die temporären Differenzen liegt in den Rückstellungen für Pensionspläne und Teilrenten.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und unterliegen keiner besonderen Besicherung.

Die Verbindlichkeiten setzten sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 788 (Vj.: TEUR 543).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8 (Vj.: TEUR 72) sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 27 (Vj.: TEUR 407) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr nicht.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine wesentlichen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen über die nächsten fünf Jahre bestehen für folgende Sachverhalte:

TEUR
Leasing PKW 40
Leasing Förderfahrzeuge 27
Büromietverträge 17
84

c) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Ein Rückgang der Umsatzerlöse ist in den Bereichen "Werkzeuge", "R&D Umlage",sowie "Atypische Leistung" zu beobachten (insgesamt TEUR 3.097). Die Bereiche "Teile" sowie "ED&T (Engineering, Design and Testing) Leistung" verzeichnen im Berichtsjahr 2020 hingegen einen Anstieg (insgesamt TEUR 4.336). Der Anstieg der Inlandsumsätze hat den Rückgang der Auslandsumsätze kompensiert (+TEUR 1.239) .

2020 2019
TEUR TEUR
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen 16.020 14.781
Teile 6.906 3.168
Werkzeuge 1.220 1.916
ED&T Leistung 2.540 1.942
R&D Umlage 4.855 6.894
Atypische Leistung 499 861
2020 2019
TEUR TEUR
Umsatzerlöse nach Regionen 16.020 14.781
Inland 10.656 7.030
Ausland 5.364 7.751

Sonstige betriebliche Erträge

In 2020 sind keine wesentlichen periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 1.396 unter dem Vorjahresniveau (Vj.: TEUR 1.809). Die wichtigsten Einsparungen betreffen die Reise-, Dienstleistungs-, Verwaltungs-, Vertriebs- und Mietkosten und PKW-Leasing.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.082.252,97 auf neue Rechnung vorzutragen.

d) Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

 

Francisco Riberas Mera

 

(Geschäftsführer)

 

Ulf Sudowe

 

(Geschäftsführer Technik und Personal)

 

Mario Eikelmann

 

(Leiter Business Unit Chassis der Gestamp Automociön S.A)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht, da in 2020 nur ein Geschäftsführer ein Gehalt von der Gesellschaft bezogen hat. Die Bezüge der übrigen Geschäftsführer werden vom Gestamp Konzern getragen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2020 2019
Arbeiter und Angestellte 84 88
Auszubildende 1 1
Gesamt 85 89

Konzernverhältnisse

Die Autotech Engineering Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Gestamp Automociön S.A., Vizcaya, Spanien, als größtem Konsolidierungskreis und in den Abschluss der Gestamp Bizkaia S.A, Abadiño (Spanien) als kleinstem Kreis einbezogen. Der Konzernabschluss der Gestamp Automociön S.A., Vizcaya, Spanien wird auf der Homepage der Gestamp-Gruppe veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Für das Jahr 2022 muss aufgrund des Ukraine-Krieges von sich zuspitzenden Entwicklungen gesprochen werden. Die konkreten Folgen des Krieges können für die Automobilindustrie noch nicht beziffert werden, allerdings ist mit erheblichen direkten und indirekten Folgen zu rechnen. So ist davon auszugehen, dass die Kosten für die Automobilproduktion steigen werden. Darüber hinaus kann es zu Produktionsstörungen, -unterbrechungen und -stopps kommen. Neben diesen Auswirkungen besteht zudem Unsicherheit über die Sicherstellung der Energieversorgung (Gasverknappung). Dies kann zu einer massiven Verteuerung der Energie- und Mineralölpreise führen.

 

Bielefeld, 31. März 2022

Autotech Engineering Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Francisco Riberas Mera

Ulf Sudowe

Mario Eikelmann

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 1.173.670,06 0,00 0,00 0,00 1.173.670,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.839.047,93 0,00 0,00 0,00 3.839.047,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 993.844,39 24.211,38 0,00 0,00 1.018.055,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.025.626,07 245,96 0,00 0,00 1.025.872,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.607,76 0,00 0,00 0,00 10.607,76
5.869.126,15 24.457,34 0,00 0,00 5.893.583,49
7.042.796,21 24.457,34 0,00 0,00 7.067.253,55
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 998.974,06 65.620,00 0,00 1.064.594,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 890.039,02 113.782,00 0,00 1.003.821,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 289.135,39 106.594,38 0,00 395.729,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.881,07 96.275,96 0,00 495.157,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.578.055,48 316.652,34 0,00 1.894.707,82
2.577.029,54 382.272,34 0,00 2.959.301,88
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 109.076,00 174.696,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.835.226,91 2.949.008,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 622.326,00 704.709,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 530.715,00 626.745,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.607,76 10.607,76
3.998.875,67 4.291.070,67
4.107.951,67 4.465.766,67

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis 31.12.2020

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Autotech Engineering Deutschland GmbH hat als Gegenstand ihrer Geschäftstätigkeit das Erbringen von technischen Dienstleistungen und weiteren Dienstleistungen in den Bereichen technische Entwicklung, Forschung und Entwicklung (FuE), Management Assistance und Beratung in industriellen Verfahren in Bezug auf die Unternehmensaktivitäten der Gestamp-Gruppe.

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist ausgerichtet auf die Leistungserbringung in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie im In- und Ausland für Projekte in der Entwicklungsphase, vor allem der deutschen Original Equipment Manufacturer (OEM).

1.2. Zweigniederlassungen und Verwaltungssitz

Das Unternehmen unterhält Zweigniederlassungen in:

Bielefeld-Brackwede (Nordrhein-Westfalen),

Ludwigsburg (Baden-Württemberg),

Ludwigsfelde (Brandenburg),

sowie verschiedene Büros für Resident Engineers und technischen Vertrieb.

Der Verwaltungssitz befindet sich in Bielefeld-Brackwede.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist als Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft für den Gesamtkonzern konzipiert. Entsprechend stehen sämtliche Aufwendungen im Wesentlichen im Zusammenhang mit FuE-Projekten, sowohl direkt für OEM als auch für den Konzern.

Strategisch wird schwerpunktmäßig die Entwicklung von gewichtssparenden Achskonzepten für PKW, sowie die innovative Integration von Elektroantrieben in die bestehende Fahrzeugstruktur vorangetrieben. Ein weiterer Schwerpunkt ist die konstante Weiterentwicklung der Warmumformteile für Crashstrukturen.

Für in der Prototypenphase befindliche Projekte werden Werkzeuge fremdbeschafft, um Prototypenteile selbst zu erstellen und an die OEM zu liefern.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Allgemein

Im Gesamtjahr 2020 waren die weltweiten Autoverkäufe in allen wichtigen Regionen der Welt rückläufig. Der Automobilabsatz schrumpfte weltweit um 15 %.

China blieb mit einem Absatzrückgang von 6 % der größte PKW-Einzelmarkt der Welt. Die Autoverkäufe in Russland und Japan gingen um etwa ein Zehntel zurück, während der US-amerikanische und der indische Markt einen Rückgang von etwa 17 % verzeichneten. Die Autoverkäufe in Brasilien gingen um 27 % zurück, während der große europäische Markt um 24 % schrumpfte.

Der deutsche Neuwagenmarkt schrumpfte im Jahr 2020 um 19,1 % auf 2.917.678 PKW- das ist der niedrigste Stand in Deutschland in einem Kalenderjahr seit 2010. Der Absatz von Elektroautos hat sich mehr als verdoppelt und erreichte einen Anteil von 6,7 % am deutschen Neuwagenmarkt.

Der deutsche Markt für neue PKW war im Jahr 2020 überwiegend negativ. Ab März wurden die Verkäufe in Deutschland vor allem durch die Abriegelungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Corona bestimmt. Zeitweise waren Händler und Werke geschlossen, Zulassungsbehörden hatten kürzere Öffnungszeiten und in einigen Fällen konnten Neuwagen wochenlang nicht zugelassen werden. Aufgrund von bestehenden Projekten war die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr nur teilweise von dieser Entwicklung betroffen.

2.2. Geschäftsverlauf des Unternehmens und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von TEUR 16.020 und einen Jahresüberschuss von TEUR 1.082.

Eine rückläufige Entwicklung bei den Umsatzerlösen lässt sich im Bereich der Werkzeuge mit TEUR -697 (-36 %), Atypische Leistungen mit TEUR -361 (-42 %) sowie bei den R&D Umlagen mit TEUR -2.039 (-30 %) beobachten. Einen Anstieg verzeichneten im Wesentlichen Prototypenlieferungen (TEUR 3.738) sowie die ED&T Leistung (TEUR 598). Somit lag der Gesamtanstieg der Umsatzerlöse im Jahr 2020 bei TEUR 1.239. Der Rückgang der Auslandsumsätze um TEUR 2.387 wird durch den Anstieg der Inlandsumsätze von TEUR 3.626 mehr als kompensiert.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 38, Vj.: TEUR 439) handelt es sich um Weiterberechnung von den Verschrottungskosten und Einmalkosten.

Die Materialaufwendungen beinhalten Aufwendungen für die bezogenen Werkzeuge sowie für die erforderlichen Materialien zur Erstellung der Prototypenteile. Der Anstieg der Materialaufwendungen um 1,7 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR ist insbesondere durch den Bereich der Prototypenlieferung begründet. Der Personalaufwand beträgt 7,5 Mio. EUR und liegt damit 1,1 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Der Rückgang des Personalaufwands ist durch Kurzarbeitergeld begründet. Die Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4 gestiegen. Wesentliche Positionen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Aufwendungen für Patent-, Lizenz- und Softwaregebühren (0,7 Mio. EUR), Miete und Leasing von Büros, Autos und EDV-Anlagen (0,1 Mio. EUR) und Transportkosten (0,2 Mio. EUR)

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ergeben sich aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 11,8 Mio. EUR (Vorjahr: 9,5 Mio. EUR).

Auf der Aktivseite sind im Anlagevermögen im Wesentlichen die Grundstücke und Bauten (2,8 Mio. EUR) sowie im Umlaufvermögen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an fremde Dritte (1,5 Mio. EUR) und an verbundene Unternehmen (1,4 Mio. EUR) enthalten. Daneben besteht ein Barmittelbestand von 3,9 Mio. EUR (Vj.: 2,0 Mio. EUR).

Passiv stehen diesen Posten das Eigenkapital (6,5 Mio. EUR), die Rückstellungen (4,3 Mio. EUR), welche unter anderem Beträge für eine Restrukturierung in Höhe von TEUR 335 enthalten, und die Verbindlichkeiten (0,8 Mio. EUR) gegenüber.

Der Anstieg der Bilanzsumme ergibt sich auf der Aktivseite insbesondere aus den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (+0,6 Mio. EUR vs. Vorjahr) und Kassenbestand (+1,9 Mio. EUR vs. Vorjahr).

2.4. Finanzlage

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum 31.12.2020 TEUR 3.926.

2.5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Aufgrund der überwiegend für den Konzernverbund zu erbringenden Forschungs- und Entwicklungsleistungen wird die Gesellschaft anhand von Kostenstellen- und Projektbudgets gesteuert.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft hat im Rahmen eines konzernweiten Projekts ein integriertes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem implementiert. Anhand von festgelegten Verantwortlichkeiten und identifizierten möglichen Risikopotenzialen erfolgt eine kontinuierliche Risikoverfolgung, -bewertung und -kontrolle. Für sich abzeichnende Risiken werden gegensteuernde Maßnahmen definiert und nachgehalten. Eine Reportingstruktur mit Risiko- und Funktionsbereichsverantwortlichen ist eingerichtet. Durch die Entwicklungen der globalen Märkte hinsichtlich der Ausbreitung von Covid-19 Fällen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen, besteht auch für die Autotech Engineering Deutschland GmbH das Risiko des Auftragsrückganges und damit einhergehend ein Umsatzrückgang.

Aufgrund der Konzentration der Geschäftstätigkeit auf konzerninterne Aufträge besteht eine hohe Abhängigkeit von der Konzernstrategie hinsichtlich der Beauftragung von Entwicklungsprojekten. Auch die Finanzlage ist maßgeblich durch die von der Gruppe in Anspruch genommenen Zahlungsziele abhängig.

4. Prognosebericht

Die internationalen Automobilmärkte haben ein turbulentes Jahr 2021 hinter sich: Während in der ersten Jahreshälfte teilweise Zuwächse realisiert werden konnten, zeichnete sich in der zweiten Jahreshälfte insbesondere durch den Mangel an Halbleitern ein deutlich negatives Bild. Des Weiteren machen Knappheiten bei Rohstoffen sowie steigende Preise für Energie und Logistik der Industrie zu schaffen.

Auf dem europäischen PKW-Markt wurden im Jahr 2021 knapp 11,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 2 Prozent weniger als im Vorjahr. In den USA und in China legte der Absatz hingegen leicht zu.

Die Prognose des Umsatzes im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte erfüllt werden. Das EBIT wurde übertroffen. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg des Protypenumsatzes, der aufgrund von bestehenden Projekten noch nicht von der Covid-19-Pandemie betroffen war. Nichtsdestotrotz waren andere Abteilungen der Autotech Engineering Deutschland GmbH von der Covid-19-Pandemie negativ betroffen und es kam zu Kurzarbeit und somit zu Kosteneinsparungen bei den Personalkosten.

Für das Geschäftsjahr 2021 wurde ein Umsatz von 13,1 Mio. EUR bei einem EBIT von 1,0 Mio. EUR erreicht.

Für das Jahr 2022 muss aufgrund des Ukraine-Krieges von sich zuspitzenden Entwicklungen gesprochen werden. Die konkreten Folgen des Krieges können für die Automobilindustrie noch nicht beziffert werden, allerdings ist mit erheblichen direkten und indirekten Folgen zu rechnen.

Angesichts dieser Lage sind die VDA-Markteinschätzungen konservativ: Für das Jahr 2022 wird für den Pkw-Weltmarkt mit 4 Prozent ein ähnliches Wachstum wie im Jahr 2021 erwartet. Die Märkte in den Vereinigten Staaten und China dürften um 2 Prozent zulegen, während Europa aktuell noch deutlich weiter vom Vorkrisenniveau entfernt ist und unter anderem bedingt durch Nachholeffekte um 5 Prozent zulegen dürfte. Der VDA erwartet für 2022 ein Wachstum des deutschen Marktes von 7 Prozent auf 2,8 Mio. Pkw.

Der konservativen Prognose des VDA schließt sich auch die VIA Consult an.

Für das Jahr 2022 schließt sich auch die Autotech Engineering Deutschland GmbH den Prognosen an und plant das Geschäftsjahr 2022 entsprechend der oben gezeigten Ausführungen.

 

Bielefeld, 31. März 2022

Autotech Engineering Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Francisco Riberas Mera

Ulf Sudowe

Mario Eikelmann

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