Horn & Bauer VEWA GmbH
An der Michelsruh 3, 34613 Schwalmstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Björn Bauer seit 13.12.2021 | Geschäftsführer |
Julia Kristina Pohl seit 13.12.2021 | Geschäftsführer |
Dominikus Dr. Pohl seit 13.12.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Horn & Bauer Verwaltungs GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Horn & Bauer Holding GmbH (vormals: Horn & Bauer Verwaltungs GmbH)Schwalmstadt-TreysaKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das zum 31.12.2022 endende GeschäftsjahrA. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Horn & Bauer Holding GmbH mit Sitz in Schwalmstadt (Amtsgericht Marburg, HRB 4273) wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (§ 290 Abs. 1 HGB) erstellt. Er musste erstmals für das Geschäftsjahr 2013 aufgestellt werden. Davor war bereits freiwillig ein sog. "Pro-Forma-Konzernabschluss" nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen aufgestellt worden, der fortgeführt wurde. B. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind unter anderem die Horn & Bauer VEWA GmbH, Schwalmstadt, die Horn & Bauer GmbH & Co. KG, Schwalmstadt, und die Horn & Bauer Profiltechnik GmbH, Ilmenau, einbezogen. Die Horn & Bauer GmbH & Co. KG, Schwalmstadt, ist gemäß § 264b HGB, von ihrer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. Die Horn & Bauer VEWA GmbH, Schwalmstadt, und die Horn & Bauer Profiltechnik GmbH, Ilmenau, nehmen die Befreiung, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. In 2022 hat sich der Konsolidierungskreis um eine Gesellschaft erweitert. Die Angaben zu den im Konzernanteilsbesitz stehenden Unternehmen unterbleiben gemäß § 313 Abs. 3 HGB. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 1. Januar 2000. C. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Konsolidierungsstichtag, Währungsumrechnung, einheitliche Bilanzierung Für die einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurde sichergestellt, dass die nach den geltenden nationalen Bilanzierungsvorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse auf deutsche Bestimmungen übergeleitet wurden. Die Währungsumrechnung der ausländischen Einzelabschlüsse wurde nach der modifizierten Stichtagsmethode durchgeführt. Die Bilanzen wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit dem jeweiligen Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Sich ergebende Umrechnungsdifferenzen sind innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag der Horn & Bauer Holding GmbH aufgestellt worden. Für sämtliche einbezogenen Unternehmen sind die auf diesen Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zugrunde gelegt worden. Kapitalkonsolidierung Die erstmalige Einbeziehung der wesentlichen Konzernunternehmen in den Konzernabschluss erfolgte vor der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Bis dahin wurden die Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft mit dem auf diese Anteile entfallenden Anteil des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. verrechnet. Dabei wurden die Anschaffungswerte der konsolidierten Tochterunternehmen mit dem Konzernanteil am buchmäßigen Eigenkapital dieser Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung verrechnet. Für Konzernunternehmen, die nach der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erstmalig einbezogen wurden, erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Die sich ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge zum Bilanzstichtag werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über 10 Jahre abgeschrieben. Die entsprechenden Restbuchwerte belaufen sich auf T€ 84. Soweit im Rahmen der Erstkonsolidierung passive Unterschiedsbeträge im Rahmen der Kapitalkonsolidierung auftraten, handelte es sich ausnahmslos um kumulierte Gewinne von Tochtergesellschaften aus der Zeit zwischen Erwerbs- und Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die passiven Unterschiedsbeträge belaufen sich auf € 707.573 (Vorjahr: € 707.573). Sie werden im Eigenkapital ausgewiesen und in den Gewinnvortrag einbezogen. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. Unwesentliche Aufrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich ergebniswirksam gebucht. Zwischenergebniseliminierung Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden zu dem Betrag angesetzt, zu dem sie angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden. Erfolgskonsolidierung Die konzerninternen Umsätze und sonstigen Erträge wurden mit den Materialaufwendungen und den entsprechenden sonstigen Aufwendungen aufgerechnet. Zinserträge wurden mit den Zinsaufwendungen aufgerechnet. Erträge aus Beteiligungen wurden durch Verrechnung mit dem Gewinnvortrag eliminiert, sofern es sich um Ausschüttungen von Vorjahresgewinnen handelte. Quotenkonsolidierung Quotenkonsolidierte Unternehmen lagen nicht vor. Equity-Konsolidierung In den Konzernabschluss sind keine assoziierten Unternehmen einzubeziehen. D. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Angaben zur Bilanzierung Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den Vorschriften des HGB, die das Mutterunternehmen anzuwenden hat. Angaben zu den Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer (drei bis fünf Jahre) oder zu einem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Abschreibung des "Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt im Wesentlichen linear über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10 Jahren. Sachanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen - angesetzt. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu gewichteten durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden mit dem ihrem Fertigungsgrad entsprechenden Teil der Herstellungskosten bewertet, wobei die Maschinenstundensätze und Personalkosten anhand der Betriebsabrechnungen der Gesellschaften ermittelt werden. In die Maschinenstundensätze werden die direkt zurechenbaren Kosten einbezogen. Die Materialkosten werden soweit möglich zu gewichteten durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Erfassung der Gemeinkosten erfolgt über Zuschlagsätze. Die Vorratsbestände werden einzeln im Hinblick auf ihre Verwendungs- bzw. Verkaufsfähigkeit untersucht und gegebenenfalls auf einen niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den deutschen Gesellschaften durch die Bildung einer pauschalen Wertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Bei der Bildung der Pauschalwertberichtigung werden auch Skonto- und Zinsverluste berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden, sofern vorhanden, zum jeweiligen Tageskurs bewertet. Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert bilanziert. Vorhandene Fremdwährungsbestände werden zum amtlichen Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesene Disagiobeträge werden laufzeitkonform mit den entsprechenden Darlehen aufgelöst. Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten werden ebenfalls periodengerecht aufgelöst. Rückstellungen Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde die "projected unit credit method" angewandt. Hierbei wurden ein Rechnungszins (10-Jahres-Durchschnitt) von 1,78 %, ein Rententrend von 1,50 % und die "Richttafeln von 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen der Horn & Bauer GmbH & Co. KG wird mit 0,5% des letzten Jahresumsatzes angesetzt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten werden zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Latente Steuern Die latenten Steuern wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der temporären Differenzen bewertet und nicht abgezinst. E. Erläuterungen zu den Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem als Anlage beigefügten Konzernanlagenspiegel dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb eines Werks in Dinkelsbühl und dem Kauf einer Tochtergesellschaft. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine wesentlichen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: T€ 2). Hierbei handelte es sich um Mitarbeiterdarlehen. Die Anträge auf Erstattung der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Strom- und Energiesteuer für 2022 in Höhe von T€ 117 waren am Bilanzstichtag noch nicht gestellt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Disagiobeträge in Höhe von T€ 19 (Vorjahr: T€ 23). Diese Beträge resultieren ausschließlich aus deutschen Gesellschaften. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Bei den nicht beherrschenden Anteilen, Familien Horn & Bauer (Vorjahr: € 5.644.797) handelte es sich um die Kapitalkonten von Mitgliedern der Familien Horn und Bauer bei der Horn & Bauer GmbH & Co. KG, Schwalmstadt. Mit Wirkung vom 1. Januar 2022 haben die Mitglieder der Familien Horn und Bauer ihre Anteile an der Horn & Bauer GmbH & Co. KG in die Horn & Bauer Holding GmbH im Wege der Abtretung eingebracht, so dass dieser Posten entfällt. Passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Aus der Kapitalkonsolidierung der britischen Tochtergesellschaft resultiert ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von € 707.573. Dieser hat Eigenkapitalcharakter. Wesentliche Veränderungen sind im Verlauf des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Da der Unterschiedsbetrag auf kumulierten Gewinnen zwischen dem Erwerbs- und dem Erstkonsolidierungszeitpunkt resultiert, wird er im Eigenkapital ausgewiesen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen, Boni/Provisionen, Garantieverpflichtungen und ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der zum 31. Dezember 2022 bestehenden Verbindlichkeiten sind aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich. Die Vorjahreszahlen wurden jeweils in Klammern angegeben.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eingetragene Grundschulden, durch Bürgschaften der Horn & Bauer GmbH & Co. KG über T€ 3.690 sowie durch Sicherungsübereignung von Maschinen, Vorräten und sonstigem Betriebsvermögen besichert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen teilweise dem üblichen Eigentumsvorbehalt. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten im Vorjahr teilweise entnahmebeschränkte Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens in Höhe von T€ 1.789. Eine eventuelle Auszahlung der in diesen Verbindlichkeiten enthaltenen Gesellschafterverrechnungskonten hätte einen Gesellschafterbeschluss vorausgesetzt. Diese Konten waren daher entnahmebeschränkt. Die Restlaufzeit der entnahmebeschränkten Verbindlichkeiten wurde mit ein bis fünf Jahren angegeben. Die vorstehend genannten Gesellschafterkonten wurden von den jeweiligen Gesellschaftern mit Wirkung zum 1. Januar 2022 in die Horn & Bauer Holding GmbH eingebracht. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: T€ 71) resultieren im Wesentlichen aus der britischen Tochtergesellschaft. Im Vorjahr war zudem eine abweichende Behandlung eines Finanzleasingvertrags und von Abfindungsrückstellungen bei französischen Tochtergesellschaften enthalten. Diese wurden mit einem Steuersatz von 25,00 % bewertet. Der Sachverhalt entfällt im aktuellen Jahr aufgrund eines Überhangs der aktiven latenten Steuern. Im Vorjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 89 mit passiven latenten Steuern von T€ 160 verrechnet. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 196, die überwiegend auf der Auflösung von Rückstellungen beruhen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 116, die überwiegend auf nachberechneten Kosten beruhen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Zuführungen zu passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 4 und Auflösungen von passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 59. Aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen betragen 2,5 T€ und resultieren aus Anlagenverkäufen zwischen Konzerngesellschaften, deren Ergebniseffekte im Rahmen der Konsolidierung eliminiert wurden. Bei den um die latenten Steuern bereinigten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (T€ 76) handelt es sich um den auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses erwarteten Steueraufwand. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 36. F. Sonstige Angaben Zusammensetzung des Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds, dessen Veränderung in der Kapitalflussrechnung dargestellt wird, besteht aus kurzfristigen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Er setzt sich wie folgt zusammen:
Angaben zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Von dem ausgewiesenen Konzern-Eigenkapital (T€ 22.548) unterliegt ein Teilbetrag von T€ 2.048 einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Somit steht von dem Konzern-Eigenkapital rechnerisch ein Betrag von T€ 20.500 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung, davon für die Muttergesellschaft T€ 17.937. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Horn & Bauer VEWA GmbH, Schwalmstadt, haftet im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften als Komplementärin der Horn & Bauer GmbH & Co. KG, Schwalmstadt. Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften der Horn & Bauer GmbH & Co. KG, Schwalmstadt, gegenüber Kreditinstituten zugunsten von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.690. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme dieser Haftungsverhältnisse wird angesichts der derzeitigen Vermögenslage als gering eingeschätzt. Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 2,842 und ein Bestellobligo im Zusammenhang mit Anlagevermögen in Höhe von T€ 2.609. Organe des Konzerns Der Geschäftsführung der Horn & Bauer Holding GmbH gehörten im Geschäftsjahr 2022 und danach die folgenden Kaufleute an:
Die Angabe der Gesamtbezüge aktiver und früherer Mitglieder der Geschäftsleitung unterbleibt unter Hinweis auf § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB. Durchschnittliche Beschäftigtenzahl
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 62. Dieses entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Personen Im Berichtsjahr bestanden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu marktunüblichen Bedingungen. Ergebnisverwendungsvorschlag für das MutterunternehmenWir schlagen vor, den Jahresfehlbetrag der Horn & Bauer Holding GmbH auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Wie im Lagebericht beschrieben, erwirtschaften die französischen Gesellschaften nach wie vor erhebliche Verluste. Der Prüfer der französischen Tochtergesellschaften hat auf die daraus resultierenden Unsicherheiten hingewiesen, aber noch keine Konsequenzen hinsichtlich der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden gezogen. Im Konzernabschluss würden Abwertungen von Anteilen an und Forderungen gegen französische Tochtergesellschaften im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Wir gehen derzeit für die französischen Gesellschaften nicht von einem Wegfall der Going-concern-Prämisse aus, beurteilen diese jedoch kurzfristig neu, jeweils in Abhängigkeit der aktuellen Monatszahlen. Darüber hinaus schätzen wir die Risiken, die sich bei den französischen Gesellschaften bei einer Bilanzierung zu Zerschlagungswerten aus Auf- und Abwertungen ergeben könnten, aus der Sicht des Gesamtkonzerns als insgesamt unwesentlich ein. Die gute Eigenkapitalquote und die hohen Liquiditätsbestände lassen nach heutigem Erkenntnisstand keine bestandsgefährdenden Risiken für unsere Unternehmen erkennen, so dass wir unter Fortführungsgesichtspunkten bilanziert haben.
Schwalmstadt, 17. Oktober 2023 Horn & Bauer Holding GmbH Die Geschäftsführung Björn Bauer, Geschäftsführer Julia Pohl, Geschäftsführerin Dr. Dominikus Pohl, Geschäftsführer Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel 2022
Lagebericht über die Lage des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 20221. Grundlagen des Konzerns und gesamtwirtschaftliche Entwicklung Horn & Bauer ist ein führender Spezialist für die Herstellung und Veredelung von Kunststofffolien für funktionelle Schutz- und Verpackungslösungen. Als international operierende mittelständische Unternehmensgruppe beschäftigen wir mehr als 320 Mitarbeiter:innen an unseren Standorten in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien. Im Mai des Jahres wurde ein weiteres folienverarbeitendes Unternehmen in die Unternehmensgruppe aufgenommen. Als Familienunternehmen liegt unser Schwerpunkt in einer auf Vertrauen geprägten Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung und einer familiären Atmosphäre. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Struktur und Prozessen bietet uns die Möglichkeit, auch zukünftig Wachstum und Innovationen zu ermöglichen und am Markt erfolgreich zu agieren. Einen wesentlichen Beitrag für die kontinuierliche Verbesserung der Produktions- als auch Logistikprozesse wird die neue Halle am Standort Schwalmstadt leisten, für die der Spatenstich Ende 2021 erfolgte. Das Geschäftsjahr 2022 war von großer Unsicherheit geprägt. Die weiterhin anhaltende Corona-Krise und der Halbleitermangel rückten auf Grund des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine in den Hintergrund. In der Folge des Krieges explodierten die Energiekosten und auch die Rohstoff- und Materialpreise stiegen deutlich, so dass sich das wirtschaftliche Umfeld stark eintrübte. Ein erster Schritt der Besserung aufgrund sinkender Rohstoffpreise stellte sich zum vierten Quartal 2022 ein. 1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die Entwicklung der Weltwirtschaft stand im Jahr 2022 unter dem Einfluss des Kriegs in der Ukraine. Der Einmarsch Russlands hat nach der weitgehend überstandenen COVID-19-Pandemie die gesamtwirtschaftliche Entspannung abrupt unterbrochen. Die wirtschaftlichen Aussichten im Verlauf des Jahres wurden stark durch die Energiekrise und die allgemein drastischen Kostensteigerungen beeinflusst. Daneben gab es Material- und Lieferengpässe, Fachkräftemangel und einen strikten, pandemiebedingten Lockdown in China. Das Bruttoinlandsprodukt der 27 EU-Länder ist im Jahr 2022 um 1,261 Bil. Euro auf 15,844 Bil. Euro gestiegen. Das bedeutet eine Steigerung von 8,6% 1. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung konnte im Jahr 2022 in Deutschland um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. 1 Wobei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich ausfiel. Gerade die Sonstigen Dienstleistungen, zu denen z.B. die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt, konnten auf Grund der Nachholeffekte aus den Corona-Schutzmaßnahmen profitieren (6,3 %). Auch der Wirtschaftsbereich Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen und sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (4,0 %). Wobei jedoch die Bruttowertschöpfung im Handel zurück ging, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Ausgelöst von steigenden Energie-, Vorleistungs- und Importpreisen legten die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte von Januar bis November 2022 durchschnittlich um 34,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Damit erhöhten sie sich sehr viel stärker als im Jahresdurchschnitt 2021 (+10,5 %). Die Preissteigerungen auf der Erzeugerebene wurden nicht vollständig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Mit steigendem Verarbeitungsgrad werden die Preissteigerungen oftmals geringer. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Entscheidend ist, ob und in welchem Umfang Preiserhöhungen in den jeweiligen Märkten durchgesetzt werden können. Trotz der starken Preisanstiege exportierte Deutschland preisbereinigt 3,2% mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Importe stiegen im Jahr 2022 noch viel stärker, preisbereinigt um 6,7%. Die deutsche Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen (+1,3% im Vergleich zum Vorjahr) erbracht, wobei der Zuwachs, wie im Vorjahr, hauptsächlich im Bereich Information und Kommunikation (+4,9 %) sowie im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,6 %) stattfand. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 lediglich um 0,3 %. Die Arbeitsproduktivität stieg um 0,6 %, gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen. Die durchschnittlichen Lohnkosten stiegen, gemessen als Arbeitnehmerentgelt pro Kopf (+3,9 %) beziehungsweise pro Stunde (+3,7 %). Somit sind die Lohnstückkosten um 3,3 % höher als 2021. Die Kunststoffverarbeitende Industrie erreichte im Jahr 2022 ein Umsatzwachstum von mehr als 12 Prozent auf einen Jahresumsatz von mehr als 78 Mrd. Euro. 1 Die Umsatzentwicklung in der Kunststoffverpackungsbranche fiel mit einem Wachstum um 14,91 Prozent positiv aus. Ein erheblicher Anteil der Umsatzsteigerung war, wie 2021, auf die Überwälzung der Kostensteigerungen vor allem im Bereich Energie zurückzuführen. Die verarbeitete Menge Kunststoff ging leicht im Vergleich zum Vorjahr von 14,0 Mio. Tonnen auf 13,6 Mio. Tonnen zurück. 1.2 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Horn & Bauer Group war im Jahr 2022 vor allem geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, zu denen vor allem extreme Energiepreiserhöhungen zählten. Weiterhin kam es zu verschärften Material- und Lieferengpässen sowie stark steigenden Preisen. Vor allem die stark gestiegenen Rohstoffpreise führten zu einem Jahresverlust. Eine Trendwende hin zu positiven Monatsergebnissen stellte sich erst zum vierten Quartal 2022 ein und konnte die bis dahin kumulierten Verluste zumindest mindern. 1.3 Lage des Konzerns Die vorgenannten massiven Herausforderungen im Geschäftsjahr 2022 haben in einem Konzernfehlbetrag von 966 T€ resultiert (Konzernfehlbetrag 2021: 146 T€). Der Verlust resultierte zum großen Teil aus einem dramatischen und rasanten Anstieg der Rohstoffpreise, welche sich neben reduzierten Margen auch in einer niedrigen Auslastung der Produktionskapazität niederschlugen, so dass ein Großteil des Verlusts in den Produktionsstandorten anfiel. Über eingeleitete Preisanpassungen sowie im Verlauf des Geschäftsjahres eingetretene Rohstoffpreisreduktionen verbesserte sich die Lage im vierten Quartal 2022. Sorge bereitet noch immer die Situation der französischen Gesellschaften, die schon im zweiten Jahr in Folge einen Verlust schreiben. Für Frankreich stellt sich die Frage, ob der dortige vom Rest der Gruppe abweichende Absatzweg im Flächenvertrieb zukunftsfähig ist. Die bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen haben noch nicht den gewünschten Effekt erzielt, so dass die Entwicklung der Gesellschaften weiter kritisch beurteilt und seitens der Konzernleitung begleitet wird. Im Konzernabschluss werden die in den französischen Einzelabschlüssen vorgenommenen Abwertungen im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Wir gehen derzeit für die französischen Gesellschaften nicht von einem Wegfall der Going-concern-Prämisse aus, beurteilen diese jedoch kurzfristig neu, jeweils in Abhängigkeit der aktuellen Monatszahlen. Die Investitionstätigkeit 2022 lag mit 8.955 T€ aufgrund des bereits im Jahr 2021 begonnenen Hallenbaus am Standort Schwalmstadt auf Rekordniveau. Speziell der Hallenbau am Standort Schwalmstadt hat zu einem deutlichen Anstieg des Anlagevermögens, insbesondere der Anlagen im Bau, geführt. 1.3.1. Vermögenslage Obwohl die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, ist die Vermögenslage weiterhin sehr gut. Das Umlaufvermögen liegt mit 23.961 T€ ca. 4,4 % über Vorjahresniveau. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel haben sich um insgesamt 963 T€ erhöht. Der Wert der Vorräte ist um 47 T€ geringfügig auf 11.918 T€ angestiegen. Die Eigenkapitalquote sinkt - wegen des Anstiegs der Bilanzsumme - auf noch immer sehr gute 51,5%. (Vorjahr 59%). Das Eigenkapital hat sich nominell in 2022 um 1.454 T€ von 21.095 T€ auf 22.548 T€ erhöht. Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert aus einer Einbringung der Anteile der Mitglieder der Familien Horn und Bauer an der Horn & Bauer GmbH & Co. KG zum 01.01.2022 in die Horn & Bauer Holding GmbH im Wege der Abtretung. Dem steht der Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 966 T€ gegenüber. Die Eigenkapitalquote bietet weiterhin eine sehr gute finanzielle Ausgangslage, um in dem schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld den anspruchsvollen Anforderungen der kommenden Jahre gerecht zu werden. Die Reduzierung der Rückstellungen um 782 T€ betrifft insbesondere den Rückgang der Steuerrückstellungen um 637 T€ und die Minderung der sonstigen Rückstellungen um 202 T€. Die Verbindlichkeiten sind im Jahr 2022 von 11.940 T€ im Vorjahr auf 19.359 T€ um 7.419 T€ gestiegen. Der starke Anstieg resultiert maßgeblich aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 10.401 T€. Hiervon entfallen 9.600 T€ auf ein Darlehen zur Finanzierung des Hallenbaus am Standort Schwalmstadt. Die solide Vermögenslage der Unternehmensgruppe ermöglicht auch zukünftig geplante Erweiterungsinvestitionen. 1.3.2. Finanzlage Die liquiden Mittel sind mit 3.092 T€ (Vorjahr 2.672 T€) weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Berichtsjahr auf 8.951 T€ (Vorjahr 8.409 T€) gestiegen. Die Vorräte sind im Berichtsjahr auf 11.918 T€ (Vorjahr 11.871 T€) gestiegen. Beide Anstiege sind maßgeblich auf die höhere Rohstoffkosten zurückzuführen. Das Anlagevermögen hat sich von 12.630 T€ im Vorjahr auf 19.671 T€ um 7.041 T€ erhöht. Im Wesentlichen zeigt sich der Anstieg in den Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau, welche um 8.164 T€ steigen und vor allem den Bau der Produktionshalle am Standort Schwalmstadt widerspiegeln. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind, wie schon erwähnt, im Jahr 2022 auf 15.407 T€ um 10.400 T€ im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Hiervon entfallen 9.600 T€ auf Darlehen im Zusammenhang mit den Investitionen in die neue Produktionshalle am Standort in Schwalmstadt. Der Konzern war jederzeit in der Lage seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 1.3.3. Ertragslage Der Konzernjahresfehlbetrag betrug im Geschäftsjahr 2022 966 T€ nach Steuern. Das EBITDA lag bei 1.610 T€, bezogen auf die Umsatzerlöse ergibt sich eine EBITDA-Rendite von 2,7 %. Der Umsatz konnte 2022 um 1.987 T€ auf 58,9 Mio. € (Vorjahr 56,9 Mio. €) gesteigert werden. Der Umsatz in Deutschland betrug 25,2 Mio. € (Vorjahr 26,8 Mio. €) und der Auslandsumsatz 33,7 Mio. € (Vorjahr 30,1 Mio. €). Der Anteil des Inlandsumsatzes ist mit 43% im Vergleich zum Vorjahr (47%) gesunken. Der Rohertrag ist trotz des gestiegenen Umsatzes um 1.278 T€ zurückgegangen. Dies lag vor allem an der Steigerung des Materialeinsatzes um 2.273 T€ auf eine Materialeinsatzquote von 61,0% (Vorjahr 59,2%). Somit verschlechtert sich der Rohertrag auf 22.988 T€. Der Personalaufwand konnte um 327 T€ im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 135 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschreibung ist mit 2.210 T€ um 136 T€ niedriger als im Vorjahr. Der Anteil am Umsatz sinkt somit von 4,1% auf 3,8%. 1.3.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz steht auch bzw. gerade in der Kunststoffindustrie im Fokus. Die Horn & Bauer Group verfolgt in dem Zusammenhang das Ziel, den CO 2 Fußabdruck auf 0 zu reduzieren. Hierfür produzieren wir in sämtlichen Werken ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien. Mit der Initiative "Null Granulatverlust" arbeiten wir daran, dass keine Kunststoffgranulate während unseres Produktionsprozesses in die Umwelt gelangen. Außerdem arbeiten wir intensiv an Monorezepturen für die Lebensmittelindustrie, welche ein Recycling und damit einen weiteren Schritt in die Kreislaufwirtschaft ermöglichen. In diesem Sinne erhöhen wir durch Entwicklungsprojekte auch den Einsatz von Kunststoffrezyklaten in unseren Produkten. In 2022 lag der Rezyklatanteil bei 12% (VJ 11 %). Durch unsere Regenerieranlage am Standort Ilmenau sind wir darüber hinaus in der Lage, in der Produktion angefallenen Abfall zu rezyklieren und wieder in den Produktionsprozess einzusteuern. Bei Produkten des Automotive Aftermarktes haben wir schon vor einiger Zeit über einen externen Dienstleister einen Kreislauf für Folienabfälle der Werkstätten eingerichtet. Horn & Bauer legt darüber hinaus als familiengeführtes Unternehmen mit flachen Hierarchien großen Wert auf eine offene und vertrauensvolle Kommunikation und Unternehmenskultur. 2. Chancen- und Risikobericht Die Geschäftstätigkeit der Horn & Bauer Group wird von laufenden Veränderungen geprägt. Die Nutzung der sich ergebenden Chancen ist ein wesentlicher Pfeiler des Erfolgs der Gruppe, wobei das bewusste Eingehen bestimmter Risiken für den Unternehmenserfolg unabdingbar ist. Zur Steuerung der Chancen und Risiken, welche sich aus den laufenden politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, oder technologischen Veränderungen ergeben, nutzt die Horn & Bauer Group ein Risikomanagementsystem. 2.1. Risikomanagementsystem Das Risikomanagement der Horn & Bauer Group ist eine zentrales Steuerungsinstrument in der Unternehmensgruppe, um die Risiken in den Unternehmensprozesse zu mindern. Das Risikomanagement dient zur Erfassung und Bewertung der Risiken und Chancen, sowie die dem Ergreifen geeigneter Maßnahmen, um das Erreichen der Unternehmensziele zu gewährleisten. 2.2. Unternehmensbezogene Chancen und Risiken Marktrisiken Durch den großen Anteil von Kunden aus der Automobil- und technischen Industrie, ergibt sich eine starke Abhängigkeit des Absatzes von der konjunkturellen Entwicklung in den Ländern, in welchen Horn & Bauer mit seinen Produkten vertreten ist. Die noch immer hohe Inflationsrate sowie die gestiegenen Marktzinsen 1 führen zu einer Abschwächung der Konjunktur, so dass für 2023 von einem Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung auszugehen ist. Im restlichen Euroraum und auch in Großbritannien wird von einem moderaten Wachstum für 2023 ausgegangen 2 , so dass der Absatz aktuell nicht gefährdet sein sollte. Hinzu kommt, dass die Automobilindustrie aufgrund der Lieferengpässe in Vorprodukten wie Halbleitern und Kabelbäumen einen deutlichen Auftragsrückstand abzuarbeiten hat, der eher für steigende Absätze spricht. Neben dem Absatz stellt sich ein weiteres Risiko auf der Beschaffungsseite dar. Zur Überwälzung des Risikos steigender Beschaffungspreise setzen wir vermehrt auf eine variable Preisgestaltung, bei welcher der Preis in Bezug zu einem Rohstoffindex variiert. Um mögliche Lieferengpässe zu vermeiden, setzen wir auf eine Zweilieferantenstrategie.
1 ifo Konjunkturprognose Herbst 2023: Konjunktur
in Deutschland kühlt weiter ab | Fakten | ifo Institut
Da der europäische Markt für Schutz- und Verpackungsprodukte für den Automotive Aftermarket und die Automobil- & Zulieferindustrie gesättigt ist, versuchen unsere Wettbewerber vor allem Marktanteile über eine Niedrigpreisstrategie zu gewinnen. Da es sich bei den Konkurrenzprodukten oftmals um qualitativ schlechtere Ware handelt, vor allem bei Produkten aus China, wird dem Preisdruck von unserer Seite mit Qualität und gutem Service entgegengewirkt. Auch unsere Innovationskraft hebt uns von unseren Wettbewerbern ab. Hier ist speziell die Transformation unseres Produktportfolios hin zu nachhaltigeren Produkten hervorzuheben. Neben dem vermehrten Einsatz von Rezyklaten haben wir für einige Produkte ein eigenes Kreislaufsystem installiert, welches die Abfälle einer neuen Verwendung zuführt. Dadurch leisten wir einen erheblich positiven Beitrag zu der in der Öffentlichkeit geführten Diskussion um Umwelt- (Verwendung & Recycling von Kunststoffen) & Klimaschutz (Nutzung von Kunststoffen anstelle von klimaschädlicheren Alternativmaterialien [z. B. Papier]). Zusätzlich heben wir uns vom Wettbewerb in der Branche ab und haben damit auch erhebliche Chancen den gebotenen Mehrwert entsprechend zu bepreisen. IT-Risiken In den letzten Jahren haben die Risiken von Ausfällen der IT-Systeme erheblich zugenommen. Speziell die Bedrohung durch Ransomware ist zuletzt in den Fokus gerückt. Um dem entgegenzuwirken werden die IT-Systeme zentral verwaltet. Clouddienste, aktuelle Lösungen für Firewall, Virenschutz und Backupsysteme reduzieren das Risiko. Relevant ist auch die Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit den Risiken, welche in der Nutzung der IT-Systeme liegen. Finanzielle Risiken Unsere Liquidität ist aufgrund des hohen Materialkostenanteils unserer Produkte stark von unseren Einstandspreisen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe abhängig. Da sich die höheren Einstandspreise zum einen im Vorratsvermögen und zum anderen über höhere Verkaufspreise in den Forderungen aus Lieferung und Leistung niederschlagen, ergeben sich im Vergleich zu Vorjahren temporär hohe Liquiditätsbindungen. Im Jahr 2022 hat der starke Rohstoffpreisanstieg somit auch zu deutlichen Schwankungen der Cashbestände geführt. Um das Liquiditätsrisiko zu senken, setzen wir auf ein im Normalfall hohen Banksaldo. Außerdem finanzieren wir Anlagegüter langfristig. Unsere hohe Liquidität hebt uns positiv vom Wettbewerb ab und bietet somit auch immer Chancen, bei Opportunitäten im Markt zu handeln. Organisatorische Risiken Eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation in Verbindung mit einem zunehmenden Fachkräftemangel stellt uns, wie die gesamte Industrie, vor Herausforderungen. Als Konsequenz kann relevantes Wissen und Erfahrung verloren gehen. Um diesem Risiko zu begegnen, setzen wir einen starken Fokus auf die Standardisierung und Dokumentation von Prozessen. Weiterhin erhöhen wir die Mitarbeiterbindung durch gezielte Maßnahmen. Andererseits ergeben sich durch die erhöhte Arbeitnehmermobilität auch immer wieder Chancen in der Arbeitnehmergewinnung. Das installierte unternehmensweite Risikomanagementsystem erkennt Unternehmensrisiken frühzeitig und leitet zeitnah Gegenmaßnahmen ein. Bestandsgefährdende Risiken lagen und liegen nicht vor. 3. Prognosebericht und voraussichtliche Entwicklung der Unternehmensgruppe Die aktuelle geopolitische Lage führt zu erheblichen Verwerfungen in der Weltwirtschaft und ermöglicht keine verlässliche Voraussage. Nachdem die Corona-Krise gemeistert scheint, verbleibt mit dem Ukraine-Krieg ein Konflikt der stark negative Auswirkungen auf die Energieversorgung und die Energiepreise in Europa hat. Auch eine Ausweitung des Konflikts auf Nachbarländer kann noch immer nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Hinzu kommen sich verstärkende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China. Eine weitere Verschärfung der Spannungen könnte negative Auswirkungen gerade auf die stark von China abhängige deutsche und europäische Automobilindustrie haben. Auch der seit kurzem eskalierende Konflikt zwischen den Palästinensischen Autonomiegebieten im Gaza Streifen und Israel birgt die Gefahr einer Ausweitung der Kampfhandlungen auf die gesamte Golfregion und könnte zu Störungen der Lieferketten für Rohöl und Produkten aus Rohöl, mit der Folge von weiteren Energie- und Rohstoffpreiserhöhungen führen. Auch die noch immer hohe Inflationsrate, die in Verbindung mit steigenden Zinsen am Kapitalmarkt zu einer Abschwächung der Konjunktur führt, erschwert die Situation. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation gehen wir von einer positiven Entwicklung für die Gruppe in 2023 aus. Die Lieferketten der Automobilindustrie sind größtenteils wieder funktionsfähig und hohe Auftragsbestände der Automobilproduzenten noch aus Zeiten der Corona-Pandemie sollten der Horn & Bauer Group Rückenwind geben. Negativ hingegen ist die Entwicklung der technischen Industrie zu sehen, die, wie bspw. die Baubranche, aufgrund der deutlich höheren Finanzierungskosten in der Krise steckt. Auch negativ ist die aktuelle Entwicklung der flexiblen Verpackungen für die Lebensmittelindustrie zu sehen. Aufgrund hoher Produktionskapazität in der Branche und aktuell sinkender Nachfrage steigt der Preisdruck und es findet ein Verdrängungswettkampf statt. Für die Horn & Bauer Group überwiegen die positiven Effekte aus den hohen Auftragsbeständen der Automobilindustrie die negativen Effekte deutlich, so dass sich das Geschäftsjahr 2023, mit Ausnahme der französischen Gesellschaften, bislang deutlich positiv entwickelt hat. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung wird das Jahr 2023 von der Fertigstellung der Produktions- und Logistikhalle am Standort Schwalmstadt geprägt sein. Nach der Fertigstellung der Halle wird der Maschinenumzug unserer Konfektionsanlagen in die neue Halle zur Optimierung der Produktionsprozesse durchgeführt. Parallel läuft ein Projekt zur Optimierung der innerbetrieblichen Materialflüsse am Standort Schwalmstadt. Die erwarteten positiven Effekte auf die Logistik- und Produktionsprozesse werden sich allerdings erst sukzessive einstellen. 4. Forschungsbericht und Entwicklung Nachhaltigkeit nimmt in unserer Firmenphilosophie einen hohen Stellenwert ein. Aus diesem Grund setzen wir primär auf die Entwicklung von nachhaltigen Produkten und Konzepten. Im Bereich der Lebensmittelfolie verfügen wir über eine recyclebare Barrierefolie an deren Weiterentwicklung wir kontinuierlich arbeiten. Dadurch ist es möglich, Lebensmittel weiterhin für eine lange Zeit vor Verfall zu schützen und damit Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, gleichzeitig aber auch die Folienverpackung zu rezyklieren, Abfall zu vermeiden und einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. Im Bereich Automotive Aftermarket liegt unser Schwerpunkt weiterhin auf der Entwicklung von Produkten mit einem möglichst hohen Rezyklatanteil, so dass die Kunststoffe im Kreislauf bleiben und nicht downgecycled bzw. thermisch verwertet werden müssen. Auch regulatorische Anforderungen an Kunststoffverpackungen im europäischen Ausland führen zu einer hohen Priorität dieser Produkte. In diesem Bereich bauen wir außerdem die Zusammenarbeit mit unserem externen Partner für Abholung und anschließende stoffliche Verwertung von unseren Produkten weiter aus. 5. Zusammenfassung Die wirtschaftliche Unsicherheit auf Grund der geopolitischen Entwicklungen ermöglichen keinen gesicherten Ausblick für die Zukunft. Trotz dieser Ungewissheit gehen wir aufgrund unserer strategischen Prioritäten davon aus, dass sich unser Unternehmen weiterhin wirtschaftlich positiv entwickeln wird. Über diverse Maßnahmen zur Prozessoptimierung, Produktentwicklungen und erhebliche Investitionen stellen wir die Weichen, um resilienter auf wirtschaftliche Verwerfungen reagieren zu können. Unser Risikomanagementsystem hilft uns hierbei, zeitnah auf Veränderungen zu reagieren und damit Risiken zu mindern, aber auch Chancen frühzeitig ergreifen zu können. Somit sehen wir uns als agiles Unternehmen für die, aller Voraussicht nach weiterhin unsichere, Zukunft gut aufgestellt.
Schwalmstadt, 17. Oktober 2023 Horn & Bauer Holding GmbH Die Geschäftsführung Björn Bauer, Geschäftsführer Julia Pohl, Geschäftsführerin Dr. Dominikus Pohl, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Horn & Bauer Holding GmbH, Schwalmstadt Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Horn & Bauer Holding GmbH, Schwalmstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Beverungen, 17. Oktober 2023 BRECHT
& PARTNER mbB
gez. Thomas Brecht, Wirtschaftsprüfer |
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