Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 10794
Eingetragen
14.11.1989
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von sonstigen beweglichen Sachen und nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern
Gegenstand
Abschluß und Abwicklung von Leasing- und Mietkaufgeschäften im Bereich von mobilen Wirtschaftsgütern aller Art sowie die Vermittlung dieser Verträge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manuel Kindl
seit 2.1.2024
Geschäftsführer
Manfred Kindl
seit 5.8.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Albert-Kirchmayer-Weg 1, 86169 Augsburg
17.680 €

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Renta Leasing GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
1. Barreserve
Kassenbestand 7.597,08 7.617,93
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 9.549.740,35 8.827.430,69
3. Forderungen an Kunden 19.189.250,31 18.411.380,72
4. Anteile an verbundene Unternehmen 25.000,00 25.000,00
5. Leasingvermögen 41.735.839,00 38.104.416,00
6. Immaterielle Anlagewerte 1.400,00 116,00
7. Sachanlagen 67.290,00 22.909,00
8. Sonstige Vermögensgegenstände 145.654,84 95.588,02
9. Rechnungsabgrenzungsposten 1.299.094,38 763.596,54
72.020.865,96 66.258.054,90

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 82.511,74 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 52.070.187,53 48.227.746,34
52.152.699,27 48.227.746,34
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 376.407,17 533.052,10
3. Sonstige Verbindlichkeiten 411.424,09 220.966,63
4. Rechnungsabgrenzungsposten 15.083.429,26 13.364.065,73
5. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 700,00 0,00
b) andere Rückstellungen 828.800,00 795.500,00
829.500,00 795.500,00
6. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 521.040,00 521.040,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen -127.311,68 -127.311,68
b) Bilanzgewinn 2.773.677,85 2.722.995,78
3.167.406,17 3.116.724,10
72.020.865,96 66.258.054,90

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Leasingerträge 18.369.512,65 18.693.855,85
2. Leasingaufwendungen 5.049.790,99 6.617.990,87
3. Zinserträge 1.792.052,30 1.451.300,29
4. Zinsaufwendungen 1.707.919,42 1.036.508,27
5. Provisionserträge 1.119,41 0,00
6. Provisionsaufwendungen 616.885,80 570.671,71
7. Nettoergebnis aus Finanzgeschäften 12.788.088,15 11.919.985,29
8. Sonstige betriebliche Erträge 11.360.242,09 12.380.710,77
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.165.566,53 1.146.009,93
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 252.304,55 1.417.871,08 215.628,07 1.361.638,00
b) andere Verwaltungsaufwendungen 252.407,83 241.056,53
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen und vermietetes Vermögen
a) auf Leasingvermögen 11.130.883,99 10.320.300,15
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 32.278,13 11.163.162,12 18.078,56 10.338.378,71
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.009.457,66 11.997.706,90
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen 273.348,48 396.219,70
13. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen 62.763,56 90.484,95
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 94.846,63 56.181,17
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 43.973,56 26.710,92
16. Sonstige Steuern 191,00 44.164,56 235,00 26.945,92
17. Jahresüberschuss 50.682,07 29.235,25
18. Gewinnvortrag 2.722.995,78 2.693.760,53
19. Bilanzgewinn 2.773.677,85 2.722.995,78

Anhang

für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Renta Leasing GmbH hat ihren Sitz in Augsburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 10794 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Renta Leasing GmbH zum 31. Dezember 2023 ist entsprechend den Vorschriften des Handelsrechts erstellt worden.

Als Finanzdienstleistungsinstitut i.S. des § 1 Abs. 1a S.2 Nr. 10 KWG wurden insbesondere die ergänzenden Vorschriften der §§ 340 ff HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) berücksichtigt.

Dabei wurde das gesetzliche Gliederungsschema für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Hinblick auf die Besonderheiten des Leasinggeschäfts analog § 265 Abs. 5 HGB i.V.m. modifiziert.

Gemäß § 340a Abs. 1 1. Halbsatz HGB i.V.m. § 340 Abs. 4 Satz 1 HGB wurden die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften bezüglich des Jahresabschlusses und des Lageberichtes angewandt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt, erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Abschläge berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung von den Forderungen abgesetzt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Es handelt sich um nicht börsennotierte Anteile. Die Schutzklausel nach § 286 III HGB wurde beachtet.

Das Leasingvermögen wird gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Das Leasingvermögen, das sich im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft befindet, wird mit den Anschaffungskosten aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Teilamortisationsverträgen bleiben für die Bemessung der Abschreibungen die Restwerte unberücksichtigt.

Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für eine frühere außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen.

Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Hierbei handelt es sich ausschließlich um selbst genutzte Vermögensgegenstände.

Die planmäßigen Abschreibungen auf das eigengenutzte Anlagevermögen erfolgen unter Zugrundelegung branchenüblicher Nutzungsdauern. Immobilien werden bei Nutzungsdauern von 25 Jahren, Mobilien bei Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,00 EUR werden entsprechend der steuerlichen Vereinfachungsregel behandelt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden unter anderem Zinsen ausgewiesen, die bei der Refinanzierung von Restwerten von Leasinggütern einbehalten wurden. Außerdem werden die sich beim Verkauf von Mietkaufforderungen als Differenz zwischen Nominalwert und Barwert ergebenden Zinsanteile entsprechend der Laufzeit der betreffenden Verträge aktivisch abgegrenzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzte Einnahmen aus dem Verkauf von Leasingforderungen bzw. die Marge aus verkauften Mietkaufforderungen werden linear aufgelöst; die abgegrenzten Mietvorauszahlungen (Mietsonderzahlungen) werden ebenfalls linear über die Vertragslaufzeit der jeweiligen Verträge aufgelöst.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

C. Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Erläuterungen zur Bilanz

I. Bilanz

Alle Posten der Bilanz beziehen sich auf das Leasing- bzw. Mietkaufgeschäft.

1. Forderungen an Kunden

Die Restlaufzeiten gem. § 340 d HGB i.V.m. § 9 RechKredV ergeben sich aus der Anlage 3b.

2. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anlagepositionen im Geschäftsjahr 2023 gemäß § 34 Abs. 3 RechKredV ist dem Anlagespiegel in Anlage 3a zu entnehmen.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind überwiegend durch Sicherungsübereignung von Leasingobjekten und Forderungsabtretung gesichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T-EUR 396 (Vj.T-EUR 202) enthalten.

Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten ist der Anlage 3b zu entnehmen.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten hauptsächlich Rückstellungen zur Risikovorsorge notleidender Verträge (T-EUR 690), für Personalkosten (T-EUR 65), für die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (T-EUR 28) sowie für die Aufbewahrung von Unterlagen (T-EUR 29).

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Alle Posten der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich auf das Leasing- bzw. Mietkaufgeschäft.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Mietkaufverträgen in Höhe von T-EUR 11.186.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten überwiegend Aufwendungen aus dem Einkauf von Mietkaufgegenständen sowie Restbuchwertabgänge von forfaitiertem vermietetem Anlagevermögen.

III. Ergänzende Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)

2023 Vorjahr
Angestellte Vollzeit 13 14
Angestellte Teilzeit 1 1

2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

3. Geschäftsführung:

 

Dipl-Betriebswirt (FH) Manfred Kindl

4. Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar teilt sich auf in

Abschlussprüfung T-EUR 17

5. Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB:

Die Gesellschaft ist im Leasing- und Mietkaufgeschäft tätig. Die Refinanzierung erfolgt neben der Darlehensfinanzierung auch durch den Verkauf der Ansprüche gegenüber Kunden an Kreditinstitute sowie Sicherungsübereignungen der Objekte.

6. Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finazlage von Bedeutung sind.

7. Angabe nach § 285 Nr.11 HGB

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der EUMAX GmbH mit Sitz in Augsburg. Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 weist ein Eigenkapital in Höhe von EUR 16.390,00 und ein Jahresergebnis in Höhe von EUR - 3.250,00 aus.

8. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, welche nicht bereits im Jahresabschluss 2023 berücksichtigt worden sind. Anfang des Jahres 2024 wurde ein weiterer Geschäftsführer für unsere Gesellschaft bestellt.

D. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 50.682,07 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Augsburg, den 29. Februar 2024

Renta Leasing GmbH

die Geschäftsführung

Manfred Kindl

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023 (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag zum 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
2. Leasingvermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 502.262,00 40.907,65 56.540,00 486.629,65
2. Kraftfahrzeuge 52.160.979,19 17.990.144,04 11.175.408,49 58.975.714,74
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.653.939,65 1.589.327,76 1.591.733,44 7.651.533,97
60.317.180,84 19.620.379,45 12.823.681,93 67.113.878,36
3. Immaterielle Anlagewerte
EDV-Software 29.390,30 3.202,00 28.023,50 4.568,80
4. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.692,63 0,00 0,00 1.692,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Fuhrpark 45.253,02 59.275,20 45.253,02 59.275,20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.968,15 24.256,93 26.330,47 83.894,61
132.913,80 83.532,13 71.583,49 144.862,44
Summe 60.504.484,94 19.707.113,58 12.923.288,92 67.288.309,60
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag zum 01.01.2023 Abschreibg. 2023 Auflösung 2023 Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Leasingvermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 170.259,00 75.952,38 53.372,73 192.838,65
2. Kraftfahrzeuge 19.225.888,19 9.831.286,72 6.844.001,17 22.213.173,74
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.816.618,65 1.223.644,89 1.068.236,57 2.972.026,97
22.212.765,84 11.130.883,99 7.965.610,47 25.378.039,36
3. Immaterielle Anlagewerte
EDV-Software 29.274,30 1.918,00 28.023,50 3.168,80
4. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.197,63 0,00 0,00 1.197,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Fuhrpark 28.918,02 10.014,20 36.462,02 2.470,20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.889,15 20.345,93 26.330,47 73.904,61
110.004,80 30.360,13 62.792,49 77.572,44
Summe 22.352.044,94 11.163.162,12 8.056.426,46 25.458.780,60
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
2. Leasingvermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 293.791,00 332.003,00
2. Kraftfahrzeuge 36.762.541,00 32.935.091,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.679.507,00 4.837.321,00
41.735.839,00 38.104.415,00
3. Immaterielle Anlagewerte
EDV-Software 1.400,00 116,00
4. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 495,00 495,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Fuhrpark 56.805,00 16.335,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.990,00 6.079,00
67.290,00 22.909,00
Summe 41.829.529,00 38.152.440,00

Sonstige Angaben

Angaben zu Restlaufzeiten nach § 340d HGB i.V.m. § 9 Abs. 2 RechKredV

Alle Angaben in EUR Bis 3 Monate Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt
Forderungen an Kunden TEUR 2.221 TEUR 4.538 TEUR 12.389 TEUR 41 TEUR 19.189
(Vj. TEUR 1.950) (Vj. TEUR 3.979) (Vj. TEUR 12.366) (Vj. TEUR 116) (Vj. TEUR 18.411)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 1.158 TEUR 4.554 TEUR 46.032 TEUR 409 TEUR 52.153
(Vj. TEUR 804) (Vj. TEUR 3.879) (Vj. TEUR 42.930) (Vj. TEUR 615) (Vj. TEUR 48.228)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden TEUR 344 TEUR 0 TEUR 32 TEUR 0 TEUR376
(Vj. TEUR 507) (Vj. TEUR 0) (Vj. TEUR 26) (Vj. TEUR 0) (Vj. TEUR 533)
Sonstige Verbindlichkeiten TEUR 411 TEUR 0 TEUR 0 TEUR 0 TEUR 411
(Vj. TEUR 221) (Vj. TEUR 0) (Vj. TEUR 0) (Vj.TEUR 0) (Vj. TEUR 221)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Darstellung und Branche

I. Leasingmarkt in Deutschland

Das ökonomische Umfeld des Geschäftsjahres 2023 war durch die weltweite konjunkturelle Abkühlung geprägt. Hauptursache sind vor allem die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, welcher zunächst einen Energiepreisschock ausgelöst hat. Den daraufhin steigenden Inflationsraten wurde weltweit durch eine deutliche Steigerung der Leitzinsen entgegengetreten. Zur Senkung des Inflationsdrucks war ein Abkühlen der Konjunktur der gewünschte Effekt der geldpolitischen Maßnahmen. Trotz weiterer geopolitischer Krisenherde sank der Inflationsdruck zuletzt deutlich auf 2,9 Prozent zum Jahresende im Euroraum. Die Zielrate von 2 Prozent bleibt jedoch in weiter Ferne.

In Anbetracht der ökonomischen Tragweite der geopolitischen Krisen, der Inflation und der deutlichen Zinserhöhungen der Notenbanken, konnte die deutsche Volkswirtschaft im vergangenen Jahr nicht mehr wachsen. Insbesondere die Industrie und Unternehmen mit einem hohen Energieverbrauch leiden, da neben der schwachen weltweiten Nachfrage, der erhöhten Zinsen auch der Euro zinsbedingt schwach ist.

Deutschlands Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende 2023 um 0,3 Prozent gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit hat die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal etwas abgenommen, nachdem sie in den ersten Jahresquartalen stagniert hatte. Im Vorjahresvergleich war der Wert um 0,4 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2022, auf das gesamte Jahr 2023 gerechnet ging das BIP ebenfalls um 0,3 Prozent zurück.

Laut dem Konjunkturchef des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), ging die Nachfrage in nahezu allen Wirtschaftsbereichen zurück. Dazu werde die Wirtschaft durch eine Reihe von Sonderfaktoren belastet, unter anderem durch einen hohen Krankenstand und Streiks bei der Deutschen Bahn und anderen Unternehmen.

Aktuelle Herausforderungen ergeben sich durch anhaltende geopolitische Risiken, wie die Angriffe der Huthi-Rebellen auf die Schifffahrt im Roten Meer. Der Ukraine Krieg bleibt ebenso eine Gefahr, insbesondere wenn die Unterstützung der Ukraine schwindet und Russland im Krieg Oberhand gewinnen sollte.

Die konjunkturelle Zurückhaltung bei den Investitionen wird weiter ergänzt durch einen missverständlichen wirtschaftlichen Kurs. So fehlt Planungssicherheit für Investitionen, die neben mangelnder Klarheit der Ampelkoalition in der Industriepolitik insbesondere die Förderpolitik betrifft. Das Urteil aus Karlsruhe und der draus resultierende Sparkurs stellt die Finanzierung der Transformationsunterstützung durch die Bundesregierung in Frage. Eine deutlich investitionsfreundlichere Politik mit langer Planungssicherheit ist notwendig. Hierzu kann ein umfassender Bürokratieabbau ebenso beitragen wie eine klare Investitionspolitik der öffentlichen Hand.

II. Allgemeines zur Gesellschaft

Strategische Ausrichtung

Gegenstand unserer Gesellschaft ist die Vermietung von beweglichen Wirtschaftsgütern, schwerpunktmäßig Kraftfahrzeuge, an die gewerbliche Wirtschaft. Vorrangig werden Leasingverträge (Teil- und Vollamortisationsverträge) ausschließlich für den deutschen Markt angeboten, zusätzlich auch Mietkaufverträge. Zielgruppe unseres Unternehmens sind kleinere Betriebe und mittelständische Unternehmen.

Unternehmenssteuerung

Ertragssteuerung/Liquiditätssteuerung

Die Steuerung der Erträge wird durch folgende Maßnahmen beeinflusst:

Refinanzierungszinsen

Risikogewichtete Barwertmargen

Vertragsvolumengewichtete Barwertmargen

Bearbeitungsgebühren

Vormieten

Berechnung der Abzinsungen

Vorfälligkeitsentschädigungen

Nachmieterlöse

Sofortige Ertragsrealisierung durch Forfaitierungen

Gesellschafter / Geschäftsführer

Auf Seiten des Gesellschafters und des Geschäftsführers sind keine Änderungen bei unseren Unternehmen eingetreten. Weiterhin ist ein Prokurist im Unternehmen tätig. Das Stammkapital unserer Gesellschaft beträgt wie bisher Euro 521.040.

B. Analyse des Geschäftsverlaufs und Lage der Gesellschaft

I. Ertragslage/Neugeschäft

Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr übertraf unsere Unternehmensplanung.

Die Leasingerlöse sind um T-EUR 324 auf T-EUR 18.370 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich von T-EUR 12.381 um 8,25 % auf T-EUR 11.360.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um T-EUR 66 (4,12 %) von T-EUR 1.603 auf T-EUR 1.669.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um T-EUR 988 (8,23 %) auf T-EUR 11.010 (Vorjahr T-EUR 11.998). Diese Reduzierung resultiert überwiegend aus den Einkäufen für Mietkaufverträge.

Der Jahresgewinn beträgt T-EUR 51 ( Vorjahr T-EUR 29). Dieser gegenüber dem Vorjahr um T-EUR 22 gesteigerte Jahresgewinn ist durch das gestiegene Neugeschäft, aber auch mit den damit verbundenen erhöhten Abschreibungen, dem Zinsniveau und den leasingspezifischen Rechnungsabgrenzungsposten entstanden.

Entgegen dem allgemeinen Trend ist uns jedoch trotz der teilweise immer noch vorhandenen Lieferschwierigkeiten und Lieferzeiten im Kraftfahrzeugbereich und der wirtschaftlichen Gesamtlage eine Steigerung des Neugeschäftes gelungen. Unsere Umsatzplanzahlen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr übertroffen werden. Die Mietberechnungsgrundlage aller abgeschlossener Neuverträge (Leasing- und Mietkaufverträge) im Geschäftsjahr 2023 betrug Euro 31.784 Mio. (Vorjahr Euro 30.620 Mio.). Die erzielten Margen entsprachen den Planungen und konnte auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Die wirtschaftliche Entwicklung an sich wird durch die deutliche Steigerung des Substanzwertes dokumentiert.

Das Investitionsvolumen 2023 wurde durch regresslosen Forderungsverkauf und/oder durch Darlehensfinanzierungen abgewickelt. Die Leasing- und Mietkaufobjekte (einschließlich Verlängerungsverträge) verteilen sich auf die einzelnen Objektgruppen wie folgt:

Objektgruppe Neugeschäft 2023 Gesamtbestand 12/2023
Kraftfahrzeuge 86,81 % (Vorjahr 85,43 %) 85,16 % (Vorjahr 89,36 %)
Maschinen 0,91 % (Vorjahr 1,23 %) 1,14 % (Vorjahr 0,43 %)
Büro und Geschäftsausstattung 12,28 % (Vorjahr 13,34 %) 13,70 % (Vorjahr 10,21 %)

II. Finanzlage

Das Eigenkapital erhöht sich um das Jahresergebnis auf T-EUR 3.167 (Vorjahr 3.117). Die Eigenkapitalquote beträgt 4,4 % (Vorjahr 4,7 %).

Kreditlinien zur Forfaitierung und Refinanzierung von Leasing- und Mietkaufverträgen standen im Berichtsjahr ausreichend zur Verfügung. Die Kontokorrentkredite mussten aufgrund der hohen eigenen Liquidität kaum in Anspruch genommen werden. Unter Berücksichtigung der stillen Reserven durch hohe Abschreibungen auf das Vermietvermögen, der vorhandenen Rechnungsabgrenzungsposten, den künftigen Erträgen aus nicht zum Barwert finanzierter Verträge und durch sonstige Erträge konnte ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet werden.

Die Liquidität 1. Grades (flüssige Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) beträgt 144,7 % (Vorjahr 158,7 %).

Die Liquidität 2. Grades (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen / kurzfristige Verbindlichkeiten) beträgt 247 % (Vorjahr 265,2 %).

Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist die Fähigkeit unserer Gesellschaft, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, durch die vorhandenen hohen Guthaben bei Kreditinstituten und den zugesagten Kontokorrentkrediten jederzeit sichergestellt. Ferner stehen ausreichende Rahmenkreditlinien zur Forfaitierung und Refinanzierung von Leasing- und Mietkaufverträgen zur Verfügung.

III. Vermögenslage/Substanzwertberechnung

Die Vermögenslage wird geschäftstypisch geprägt durch das Vermietvermögen und den Forderungen aus Mietkaufverträgen.

So setzt sich das Vermögen der Gesellschaft in 2023 vor allem aus dem Leasingvermögen im Wert von T-EUR 41.736 (Vorjahr 38.104), Forderungen gegen Kunden (98,52 % aus Mietkaufverträgen) in Höhe von T-EUR 19.189 (Vorjahr T-EUR 18.411) und Forderungen gegen Kreditinstitute in Höhe von T-EUR 9.550 (Vorjahr T-EUR 8.827) zusammen.

Durch die von Leasing-Gesellschaften anzuwendenden allgemeinen Bilanzierungsgrundsätze wird die Vermögens- und Ertragslage einer Leasing-Gesellschaft nur unzureichend dargestellt. Nur durch eine dem Betriebsergebnis gegenüberzustellende weitere Berechnung, die Substanzwertberechnung, kann das Betriebsergebnis betriebswirtschaftlich richtig beurteilt werden.

Der Aufbau der Substanzwertberechnung wird gemäß der Empfehlung des Bundesverbandes Deutscher Leasingunternehmen vorgenommen. Der Substanzwert der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um T-EURO 1.343 erhöht.

Im Abschluss per 31.12.2023 wurde allen erkennbaren Risiken durch eine vorsichtige Bewertung Rechnung getragen.

IV. Wirtschaftliche Lage zum Zeitpunkt des Lageberichts

Der bisherige Geschäftsverlauf in 2024 verläuft entsprechend der Planung. Bis Anfang Februar 2024 konnten 50 Neuverträge mit einem Volumen von T-EUR 1.973 abwickelt werden. Ferner sind bis Anfang Februar 2024 genehmigte Anfragen in Höhe von T-EUR 6.700 vorhanden, welche deutlich über unserer Planung liegen.

C. Risiko-/Chancenbericht und Prognosebericht

I. Risikoanalyse

Unternehmensstrategie/Risikostrategie

Unser oberstes Ziel ist eine Risikominimierung beim Neugeschäft. Es soll deshalb insbesondere der hohe Kraftfahrzeuganteil wie auch die Anzahl der Verträge mit Mietsonderzahlungen beibehalten werden. Weiterhin sollen die kalkulierten Restwerte beibehalten bzw. abgesenkt werden und den aktuellen Marktgegebenheiten entsprechen. Klumpen Risiken sollen auch in Zukunft vermieden werden. Der Anteil an Elektro-, Wasserstoff und Hybridfahrzeugen soll noch stärker ausgebaut werden.

Risikomanagement

Die Renta Leasing GmbH hat zur Überwachung der Risiken in der Gesellschaft neben dem Vertragsverwaltungs- und Vertragsauswertungsprogramm "Leascom" und der Software "Mesonic" ein umfangreiches Controlling System implementiert. Dieses wird durch die Geschäftsleitung überwacht.

Ein Geldwäschebeauftragter, ein Compliance-Beauftragter, ein Datenschutzbeauftragter, ein IT- Sicherheitsbeauftragter und ein Auslagerungsbeauftragter sind ebenfalls im Unternehmen vorhanden.

Das Vertragsverwaltungsprogramm in Verbindung mit dem eingeführten Controllingsystem gewährleisten die Feststellung und Analyse sowie die Quantifizierung, Steuerung und Kommunikation sämtlicher relevanter Risiken sowie sich daraus ergebender Chancen, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben.

Ferner wird die wesentliche Entwicklung unserer Gesellschaft in einem monatlichen Reporting durch die Geschäftsleitung festgehalten und die Zielvorgaben bzw. Abweichungen werden überwacht.

Durch definierte Arbeitsabläufe und entsprechende festgelegte Kontrollmechanismen wird die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren und Systemen oder Mitarbeitern weitgehend ausgeschlossen. Alle Geschäftsprozesse werden laufend überwacht und es werden ggf. entsprechende Korrekturen durch die Geschäftsleitung vorgenommen.

Die Anforderungen gemäß MaRisk werden durch unsere Gesellschaft erfüllt. Es sind umfangreiche Dokumentationen der Arbeitsabläufe einschließlich der Geschäfts- und Risikostrategie vorhanden, eine Risikoklassifizierung für Leasing- und Mietkaufverträge ist implementiert, das interne Berichts- und Prüfwesen berücksichtigt die Anforderungen des MaRisk. Eine interne Revision, ein IT-Sicherheitskonzept, ein Auslagerungsregister mit einem Auslagerungsbeauftragten und ein Notfallkonzept wurden installiert, ebenso wurde eine Gefährdungsanalyse für "Geldwäsche" erstellt. Ferner wurden umfangreiche, laufende Stresstests und Risikotragfähigkeitsberechnungen mit NPE Guidelines (Ermittlung der NPL Quote) für unsere Gesellschaft eingerichtet und durchgeführt. Evtl. Änderungen wurden wie in den Vorjahren auch im Jahre 2023 berücksichtigt und die Dokumentationen und Anweisungen wurden entsprechend angepasst.

Die gesetzlichen Vorgaben des Geldwäschegesetzes sowie die Anwendungshinweise der BaFin werden im Unternehmen die Geschäftsleitung laufend überwacht. Hierzu bestehen umfangreiche Dokumentationen und Arbeitsanweisungen. Ferner wurden ein Geldwäschebeauftragter sowie ein Stellvertreter im Unternehmen implementiert und entsprechend bei der BaFin und der Bundesbank gemeldet. Die entsprechenden Mitarbeiter nahmen an internen und externen Schulungen zur Fortbildung teil, auch im Jahr 2023.

Unsere Compliance Richtlinien werden laufend den aktuellen Begebenheiten bzw. gesetzlichen Vorgaben und Rechtsprechungen angepasst und durch entsprechende Information allen Mitarbeitern bindend zur Kenntnis gebracht. Änderungen wurden laufend berücksichtigt und entsprechend in den Grundsätzen berücksichtigt.

Zum Zwecke der Risikosteuerung werden bei unserer Gesellschaft deshalb hauptsächlich die folgenden Risikokategorien unterschieden:

Kreditrisiken / Adressenausfallrisiken / Risikoklassifizierung

Als Adressausfallrisiko definieren wir potentielle Verluste, die aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit von Kunden, Lieferanten oder Sicherheiten Geber nach Anrechnung der Verwertungserlöse der finanzierten Objekte und Sicherheiten zu erwarten sind. Zur Feststellung der Adressenausfallrisiken wurde ein Scoring-Verfahren für alle abzuschließenden Leasing- und Mietkaufverträge unter Berücksichtigung der Kundenbonität, der Objektbewertung und evtl. Zusatzsicherheiten eingeführt. Um diese Risiken in einem akzeptablen Verhältnis zum Ertrag des Unternehmens zu halten, unterliegen alle Kreditentscheidungen einem festgelegten Kreditentscheidungsprozess unter Einbindung des vorgenannten Scoring-Verfahrens. Die Kundenbonität wird anhand der einzuholenden Bonitätsunterlagen ermittelt und zur Objektprüfung und -bewertung werden interne und externe Möglichkeiten angewandt. Durch dieses Rating können die Verträge einer entsprechenden Risikoklasse zugeordnet werden und ermöglichen der Geschäftsleitung eine entsprechende Überwachung und Auswertung der vorhandenen Kredit- bzw. Adressenausfallrisiken. Anhand unserer Schadensanalyse kann dokumentiert werden, dass unsere Risikoklassifizierung zutreffend ist und aktuell keiner Änderung bedarf.

Dies belegt auch die jährliche Berechnung des wahrscheinlichen Ausfalls zum Stichtag 31.12., die selbst bei ungünstigen Stresssimulationen einen moderaten Auslastungsgrad unserer äußerst vorsichtig ermittelten Risikodeckungsmasse aufweist. Durch unseren Tätigkeitsschwerpunkt (Leasing/Mietkauf von Kraftfahrzeugen) ist eine gewisse Risikokonzentration unvermeidbar. Aufgrund der Tatsache, dass Kraftfahrzeuge jedoch ein Schwerpunkt unserer Volkswirtschaft sind, wird diese Konzentration zum Großteil wieder aufgehoben. Durch die Vermeidung von Klumpen Risiken durch eine breite Kundenbasis und durch Vermeidung von hohen Einzelengagements ist ein kalkulierbares Risiko zu erzielen.

Länderrisiko

Ein Länderrisiko ist nicht vorhanden, nachdem unsere Gesellschaft ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland tätig ist.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken entstehen aus negativen Wertänderungen von Vermögenspositionen, die durch unerwartete Marktpreisschwankungen hervorgerufen werden. Nachdem wir neben den Mietkaufverträgen ausschließlich Vollamortisationsverträge und Teilamortisationsverträge mit Andienungsrecht abschließen, erachten wir das Marktpreisrisiko für unsere Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. Unabhängig davon erfolgt eine vorsichtige Einschätzung zur Kalkulation der Restwerte bei Teilamortisationsverträgen. Durch die permanente Beobachtung der Zweitmärkte und die Möglichkeit, notleidende Objekte auch im eigenen Kundenstamm verwerten zu können, halten wir das Risiko für kalkulierbar und beherrschbar.

Liquiditätsrisiken

Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken wurde ein entsprechendes Kontrollsystem entwickelt. Die Steuerung der Liquidität wird laufend durch leitende Mitarbeiter und der Geschäftsleitung vorgenommen und durch entsprechende Planrechnungen kontrolliert und dokumentiert. Diese Planungsrechnung sowie die laufende Feststellung der aktuellen Liquidität, unter Berücksichtigung der freien Liquiditätslinien, gewährleisten eine sichere Liquiditätssteuerung und dokumentieren, dass unsere Gesellschaft jederzeit über ausreichend Liquidität verfügt hat.

Liquiditätsrisiken bestehen für unser Unternehmen auch darin, dass im langfristigen Bereich keine ausreichenden Mittel für die Refinanzierung von Leasing- und Mietkaufverträgen vorhanden sind. Um die Liquidität im langfristigen Bereich zu sichern, muss unsere Gesellschaft über ausreichende Refinanzierungs- und Forfaitierungslinien verfügen. Diese werden deshalb laufend überwacht und es wird im Rahmen der Risikosteuerung auch darauf geachtet, dass selbst bei einem Rückzug eines oder mehrerer Refinanzierungspartner(s) die Finanzierung des Neugeschäfts durchgeführt werden kann.

Operative Risiken

Die Risiken einer Leasinggesellschaft bestehen im Wesentlichen im Ausfall-, im Objekt- und im Zinsrisiko, wobei das Zinsrisiko für unsere Gesellschaft ohne wesentliche Bedeutung ist, nachdem sowohl die Forfaitierungen als auch die Refinanzierungen von Leasing- und Mietkaufverträgen ausschließlich laufzeitkongruent finanziert worden sind, so dass keine Zinskonversionsrisiken bestehen. Außerbilanzielle Zinssicherungen waren deshalb nicht erforderlich. Ziel unseres Risikomanagements ist es, ermittelte und bewertete Risiken darzustellen. Entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung zu veranlassen und Vorkehrungen zu treffen, dass derartige Schadensfälle und die damit verbundenen monetären Verluste aufgezeigt und von der Geschäftsleitung laufend ausgewertet und eine Schadensanalyse erstellt werden kann, um künftig derartige oder ähnliche Schadensfälle zu vermeiden.

Weiteren operationellen Risiken wird durch verschiedene Maßnahmen begegnet. Vertragsrisiken werden durch Verwendung von standardisierten Angebots- und Vertragsvarianten minimiert. Das Geschäftsgebiet wurde auf die Bundesrepublik Deutschland begrenzt und es gilt damit das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Nachhaltigkeit

Der Klimawandel ist unübersehbar und die resultierenden Risiken sind deshalb ernst zu nehmen um größeren Schaden für künftige Generationen zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Es ist daher notwendig, dass alle Risiken aus Umwelt, Soziales und Unternehmensführung berücksichtigt werden, welche sich aus den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ableiten lassen.

Ferner sollen in den Bereichen "Soziales und Unternehmensführung" keine Risiken vorhanden sein, welche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft haben könnte. Die Nachhaltigkeitsrisiken sehen wir derzeit für unser Portfolio und unsere Gesellschaft als kalkulierbar und vertretbar an. Eine laufende Überprüfung durch die Geschäftsleitung wird vorgenommen.

Um Emissionen zu reduzieren, ist ein konsequentes und freiwilliges Engagement der Wirtschaft unabdingbar. Hierbei wollen wir mitwirken und Verantwortung übernehmen.

Nach dem Prinzip des im Kyoto Protokoll beschriebenen "Clean Development Mechanism", sollen Treibhausgase, die an einem Ort der Erde entstehen und nicht vermieden werden können, durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort eingespart werden.

Aus diesem Grund haben wir die Treibhausgasemissionen, die durch die Tätigkeiten unseres Unternehmens verursacht werden, durch die Firma Fokus Zukunft berechnen lassen und durch den Erwerb von entsprechenden Klimaschutzzertifikaten für das 2023 und für das Jahr 2024 ausgeglichen. Durch diese Maßnahme sind wir seit dem Jahr 2022 ein "Klimaneutrales Unternehmen".

Die Selbstverpflichtung einiger Leasing-Unternehmen in Deutschland zeigt, welche Dynamik dieser Prozess inzwischen gewonnen hat. Auch wir haben für unsere Gesellschaft auf freiwilliger Basis eine Selbstverpflichtungserklärung zur Reduzierung der Treibhausgase abgegeben. Auch Refinanzierungspartner und Investoren messen Nachhaltigkeitsfaktoren eine immer größere Bedeutung bei. Die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsrisiken wird damit zu einem der zentralen Themen der kommenden Jahre, dem sich auch die Leasing-Branche sowohl auf der Kundenseite als auch im Hinblick auf die Steuerung dieser Risiken intensiver als bisher stellen muss.

Wir sehen deshalb auch unser entsprechendes Nachhaltigkeitskonzept (auch "ESG" genannt) als Ergänzung zu unserer bereits bestehenden Geschäfts- und Risikostrategie sowie zu allen anderen Ausführungen und Dokumentationen im Rahmen des MaRisk.

Ergebnis der Risikobetrachtung

Bestandsrisiken, welche den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden oder die künftige wirtschaftliche Lage wesentlich beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse und der eingeführten Stresstests gemäß MaRisk werden hier entsprechende umfangreiche Prüfungen und Simulationen für unsere Gesellschaft durchgeführt, welche auch bei ungünstigen Entwicklungen den Fortbestand des Unternehmens dokumentieren. Ebenso werden entwicklungsbeeinträchtigende Risiken bei der Prüfung und Simulation berücksichtigt. Alle Prüfungen und Stresstests haben dokumentiert, dass selbst bei ungünstigen Entwicklungen in der Zukunft von einem ungefährdeten Fortbestand der Gesellschaft ausgegangen werden kann.

II. Analyse der Chancen

Getragen von unserer Geschäfts- und Risikostrategie legen wir weiterhin unseren Fokus auf die Kundenbedürfnisse und Digitalisierung und beschreiten den Weg der Unternehmensentwicklung weiter fort. Dabei besteht die Hoffnung, dass sich dieser Weg wieder in einer friedlichen und pandemiefreien Normalität fortsetzen lässt.

Im Wettbewerb setzt unser Unternehmen auf die Stärke ihrer diversifizierten Kundenstruktur, den gewachsenen Kundenverbindungen, unserer vorhandenen Fachkompetenz und die Qualität unserer eigenen Produkte. Auch durch das Betreiben von Leasing- und Mietkaufgeschäften besteht auch in Zukunft die Möglichkeit unsere Kundenanforderungen zu erfüllen. Durch diese Aufstellung und durch unsere Kunden- und Objektstruktur ergibt sich aufgrund der Risikostreuung auch ein entsprechender Risikoausgleich.

Klumpen Risiken und die Abhängigkeit von einzelnen Branchen sollten, wie auch in der Vergangenheit, vermieden werden.

Ferner hoffen wir auf eine weitere Regulierung mit Augenmaß, die das Proportionalitätsprinzip im Blick behält.

III. Prognosebericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken für 2024 - Wirtschaftliches Umfeld, Chancen- und Risikobericht, erwartete Geschäftsentwicklung

Die Einschätzung der Geschäftsleitung für die zukünftige Geschäftsentwicklung und Ertragslage basieren auf der Planung der Gesellschaft, deren Chancen und Risiken sich aus Veränderungen der allgemeinen Markt- und Branchenentwicklungen, Refinanzierungsmöglichkeiten, der Zinssituation und der Wettbewerbssituation ergeben können. Diese Einschätzung wird derzeit auch durch die Sparmaßnahmen der Regierung, aber auch die anhaltenden Streiks der Lokführer und anderen Berufsgruppen, der Störung der Lieferketten infolge des militärischen Konflikts im Roten Meer erheblich eingeschränkt. Ebenso sind weiter die Folgen des Ukraine Kriegs, die deutlichen Zinssteigerungen in der jüngsten Vergangenheit und die damit verbundene konjunkturelle Entwicklung ein nicht unerheblicher Unsicherheitsfaktor. Ein erneuter Rückgang der Wirtschaft im 1. Quartal 2024 ist demnach wahrscheinlich.

Die Aussichten vieler Volkswirte auf das Jahr 2024 haben sich zuletzt verschlechtert. Einige von Ihnen schließen auch einen Rückgang des BIP über das Gesamtjahr gerechnet nicht aus. Laut dem Ifo steckt die deutsche Wirtschaft in der Rezession fest.

Die Geldpolitik im Euroraum war nicht restriktiv genug, um die Inflation zeitnah und nachhaltig auf das 2 % Ziel zu drücken. Die Inflation wird also weiterhin erhöht bleiben und in Folge von Lohnabschlüssen gegebenenfalls sogar nochmals steigen. Weitere Zinssenkungen im Jahr 2024 sind deshalb kaum zu rechtfertigen und könnten bei einem zu frühen Vorgehen für einen abermaligen Anstieg der Inflation, spätestens in 2025 sorgen.

Eine sichere Planung ist deshalb für das Jahr 2024 auf Grund der vorgenannten Risiken und der damit verbundenen Folgen für die Gesamtwirtschaft kaum möglich. Unser Ziel ist es aber, die im Jahr 2023 erreichten Umsatz- und Ertragszahlen auch im Jahr 2024 wieder zu erreichen. Eine Steigerung der Umsatz- und Ertragszahlen ist für 2024 nicht geplant.

Zum jetzigen Stand gehen wir davon aus, dass unsere Gesellschaft auch weiterhin nicht von wesentlichen negativen Auswirkungen hierdurch betroffen sein wird. Dies leiten wir ab von einer sehr hohen Liquiditätsreserve, einer niedrigen Anzahl an Verwertungsobjekten, einem hohen genehmigten Anfragebestand und kaum vorhanden Stundungsanfragen ab.

Unser oberstes Ziel wird auch im Jahr 2024 eine Risikominimierung beim Neugeschäft sein.

Die derzeitige Lage der Gesellschaft hinsichtlich Umsatzes, Ertrag, Finanzierungslinien und Vermögen kann weiterhin als gut bezeichnet werden.

Wir sind deshalb bei konsequenter Fortsetzung unserer bewährten ertrags- und risikoorientierten Geschäftspolitik und dem Umstand, dass über die üblichen Geschäftsrisiken hinausgehende zukünftige Risiken nicht erkennbar sind, zuversichtlich, dass auch 2024 eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gewährleistet ist. Dies wird untermauert durch den vorhandenen Anfragebestand beim Neugeschäft und den bereits vorhandenen Leasing-/Mietkaufgenehmigungen.

D. Sonstige Angaben

Forschung- und Entwicklungsbericht

In 2023 wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung verbucht.

Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen

 

Augsburg, 29. Februar 2024

Manfred Kindl, Geschäftsführer

M. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem abschließenden Ergebnis meiner Prüfung habe ich mit Datum vom 29. Februar 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

An die RENTA LEASING GMBH

Aulzhausener Str. 1

86165 Augsburg

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der RENTA LEASING GMBH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der RENTA LEASING GMBH vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Institut unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht:

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Instituts zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Geschäftsführer ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Instituts abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Instituts zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

München, den 29. Februar 2024

Birgitt Auer-Blohberger, Wirtschaftsprüferin

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