Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 725164
Eingetragen
22.6.2016
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der internationale Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit elektrotechnischen Anlagen und Ausrüstungsgegenständen für die Automobilfertigung, abgesehen von gefährlichen oder verbotenen Gegenständen. Zum Unternehmensgegenstand gehören weiterhin die Forschung, Entwicklung und Gestaltung von Ausrüstungsgegenständen für die Automobilfertigung, sowie Dienstleistungen im Bereich des Konstruktionsentwurfs und die Erbringung technischer Beratungsdienstleistungen in den oben genannten Bereichen, mit Ausnahme von genehmigungspflichtigen Tätigkeiten im Bereich der Rechts- und Steuerberatung. Weiter sind Gegenstand des Unternehmens Projektmanagementleistungen sowie Planung, Konstruktionsplanung, Beschaffung, Bau und Instalation, Inbetriebnahme, Probebetrieb, Lieferung und Service von schlüsselfertigen EPC-Projekten innerhalb und außerhalb Deutschlands.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hailin Sun
seit 16.1.2025
Prokura
Zhiping Wang
seit 16.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Automotive Engineering CorporationCHN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Automotive Engineering Corporation
China
170.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AE Industry GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Unternehmenszweck

Die AE Industry GmbH (AE Industry) wurde 2016 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der internationale Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit elektrotechnischen Anlagen und Ausrüstungsgegenständen für die Automobilfertigung. Zum Unternehmensgegenstand gehören weiterhin die Forschung, Entwicklung und Gestaltung von Ausrüstungsgegenständen für die Automobilfertigung sowie Dienstleistungen im Bereich des Konstruktionsentwurfs und die Erbringung technischer Beratungsdienstleistungen in den oben genannten Bereichen.

Die AE Industry gehört zur Automotive Engineering Corporation (AE China), die ihren Hauptsitz in Tianjin, China, hat. AE China ist eine Tochtergesellschaft der, im Besitz der chinesischen Zentralregierung befindlichen, China National Machinery Industry Corporation (Sinomach), die sich auf der Liste der Fortune Global 500 befindet. AE China beschäftigt derzeit 4.500 Mitarbeiter.

Der Kundenstamm der AE China umfasst OEMs wie VW, BMW, Daimler, Volvo und Stellantis sowie chinesische OEMs. Die Zielkunden der AE Industry entsprechen denen unserer Muttergesellschaft. Wir streben einen engen Kontakt zu europäischen OEMs an, beteiligen uns an ihren Ausschreibungen und hoffen, dabei den Zuschlag zu erhalten.

Die AE Industry hat im Jahr 2016 die Anteile zu je 100% an den Gesellschaften FINOBA Automotive GmbH, Baunatal (FINOBA), und FINOBA Automotive Bavaria GmbH, Rottenburg an der Laaber (Bavaria), erworben (die FINOBA-Gruppe).

Über das Vermögen der FINOBA Automotive GmbH wurde zum 1. August 2020 das Insolvenzverfahren er- öffnet. Zum 1. Mai 2021 wurden die wesentlichen Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens bei gleichzeitiger Übertragung des Geschäftsbetriebes veräußert. Die FINOBA Automotive GmbH ist aufgelöst.

Der Geschäftsbereich der AE Industry umfasst im Wesentlichen als eines der Spezialgebiete Anlagen zur Fördertechnik für die Automobilindustrie. Daneben werden Beratung, Planung und Konstruktion, Installation, Rohbau und Lackieranlagen angeboten (im Folgenden kurz Projektlösungen/Anlagenbau genannt). Die AE Industry GmbH gliedert sich in zwei Hauptbereiche: den Einkauf und den Maschinenbau.

1.2. Belegschaft

Im Unternehmen waren im Durchschnitt 60 (im Vorjahr 26) Mitarbeiter beschäftigt.

AE Industry will zukünftig weitere hochqualifizierte Mitarbeiter einstellen, um die technische Abteilung zu verstärken. Diese wird AE China bei der Entwicklung und der Produktion der AE FTF-Technik und anderer relevanter Techniken unterstützen.

1.3. Finanzmanagement

Das Ziel des Finanzmanagements der AE Industry besteht darin, dass die Liquidität jederzeit gewährleistet ist.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank bedingt durch den weltweiten Ausbruch der Corona-Epidemie 2020 auf 86,05 Billionen US-Dollar (Vorjahr 88,32 Billionen US-Dollar) (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159798/umfrage/entwicklung-des-bip-bruttoinlandsprodukt-weltweit/). Allein die vier größten Volkswirtschaften der Welt, China, die USA, EU und Indien haben einen Anteil von über der Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung (Quelle: https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Infografiken/Europa/groessten-volkswirtschaften-der-welt.html).

Der weltweite Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 hatte auch erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. So ging der Jahreswirtschaftsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums aus dem Januar 2020 für das laufende Jahr noch von einem Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes von 1,1 % nach 0,6% im Jahr 2019 bei einer gleichbleibenden Arbeitslosenquote von 5,0 % aus (Quelle:. https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2020.pdf?blob=publicationFile&v=7). Der Jahreswirtschaftsbericht des Folgejahres stellte dann im Januar 2021 für 2020 rückwirkend einen historischen Einbruch der inländischen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2020 fest, was zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts 2020 um 5 % führte (Quelle: https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2021/02/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-4-jahreswirtschaftsbericht-2021.html).

Die Inlandsproduktion von Personenkraftwagen betrug im Jahr 2020 3.515.488 und nahm damit gegenüber dem Vorjahr um 24,6 % ab (2019 = 4.663.749 PKWs). (Quelle: https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/automobilproduktion).

Der Ausbruch der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stellte auch die deutsche Automobilindustrie vor große Herausforderungen. So führte der drastische Rückgang des BIP nicht nur gesamtwirtschaftlich gesehen zu einem Nachfragerückgang. Auch die globale Störung von Lieferketten hatte erhebliche Auswirkungen auf die Produktionszahlen. Mittelfristig werden insbesondere der Umstieg von Verbrennermotoren auf die Elektromobilität sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck, ausgelöst insbesondere durch neu in den Markt eingetretene asiatische Hersteller, nicht nur die deutsche, sondern auch die europäische Automobilbranche unter technologischen und wirtschaftlichen Druck setzen.

Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit über einer Million Arbeitnehmern weiterhin der größte Arbeitgeber in Deutschland, auch wenn die Beschäftigtenzahl in 2020 um 4,1 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist. Die Exportquote beträgt unverändert etwa 80 % (Quelle: https://www.vdma.eu/documents/34570/6128644/MaBiZ_2021.pdf). Die Stärken der Branche liegen in ihrer sehr hohen technischen Expertise und in ihrer Vorreiterrolle bezgl. der Digitalisierung der Industrie. Die großen Herausforderungen sind dagegen der Fachkräftemangel und die hohen Produktionskosten. (Quelle: https://www.firmenkunden.commerzbank.de/portal/de/cb/de/firmenkunden/insights/maschinen_und_anlagenbau.html).

2.2. Geschäftsverlauf und bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren, die vom Management für interne Steuerungszwecke verwendet werden, sind die Umsatzerlöse und der Rohertrag (Umsatzerlöse +/- Veränderung der Vorräte - Materialaufwendungen) zu nennen.

Insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie führten bei der AE Industry zu einem Rückgang der Umsatzerlöse von EUR 17,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 15,4 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der deutliche Umsatzrückgang im Anlagenbau aufgrund von Verzögerungen bei der Fertigstellung laufender Projekte aber auch die gesunkenen Vermietungserlöse aufgrund der Insolvenz der FINOBA Automotive GmbH konnten nur teilweise durch gestiegene Exporterlöse kompensiert werden. Die Fertigstellung des in 2018 erfolgreich akquirierten VW-Argentinien-Projektes verschob sich ungeplant in das Folgejahr 2021. Die Verbesserung der Zusammenarbeit mit deutschen OEMs und OEMs aus anderen Ländern wie Volvo und Stellantis soll der AE Industry nachhaltige Erlöse aus dem Anlagenbau sichern. Die Ertragslage war dennoch aufgrund des negativen Ergebnisses von TEUR - 998 nicht zufriedenstellend.

Der Rohertrag stieg im Geschäftsjahr 2020 von TEUR 4.857 auf TEUR 5.721; die Rohertragsquote verbesserte sich dabei vor allem infolge des im Verhältnis zum Umsatz stärkeren Rückgangs der Materialaufwendungen.

Bezüglich der Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die weiteren Ausführungen unter Punkt 2.3.

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Jahr 2020 auf TEUR 15.406 (Vorjahr: TEUR 17.481). Regional betrachtet wurden 5,7 % (Vorjahr: 7,7 %) der Umsatzerlöse in Deutschland, 0,1 % in anderen EU-Ländern (Vorjahr: 0,0 %), 23,4 % im übrigen Europa (Vorjahr: 0,0 %), 70,8 % in Asien (Vorjahr: 29,5 %) und 0,0 % in Afrika (62,8 % im Vorjahr) erwirtschaftet.

Der Rohertrag erhöhte sich von TEUR 4.857 auf TEUR 5.721. Die Rohertragsquote stieg, insbesondere aufgrund des überproportionalen Rückgangs der Materialaufwendungen von 27,8 % auf 37,1 %.

Der Personalaufwand erhöhte sich mit TEUR 3.535 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.633) deutlich. Der Anstieg geht insbesondere auf das VW-Argentinien-Projekt zurück, wo in 2020 37 Arbeitnehmer beschäftigt wurden (im Vorjahr 7).

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen verringerten sich von TEUR 17.481 auf TEUR 819. Der wesentliche Rückgang ist auf die außerplanmäßigen Abschreibungen im Vorjahr infolge der Insolvenz der FINOBA Automotive zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 1.792 auf TEUR 3.147. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der lokalen Aufwendungen mit dem VW-Argentinien-Projekt.

Das Geschäftsjahr 2020 schloss mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -998 (Vorjahr TEUR -27.475) ab.

2.3.2. Vermögenslage

Vorbemerkung: Für die folgenden Ausführungen wurde der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag entgegen dem Ausweis in der Bilanz nicht auf der Aktivseite ausgewiesen, sondern auf der Passivseite mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2020 betrug TEUR 54.377 (Vorjahr: TEUR 51.352). Das Sachanlagevermögen ist mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 25,7 % (Vorjahr: 28 %) der größte Bilanzposten.

Das Umlaufvermögen belief sich auf TEUR 40.362 (Vorjahr: TEUR 36.965) und machte 74,2 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 71,9 %). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Vorratsvermögens (unfertige Leistungen) von TEUR 19.350 auf TEUR 24.357 zurückzuführen.

Das bilanzielle Eigenkapital beträgt TEUR - 25.499 gegenüber TEUR - 24.501 im Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich auf TEUR 2.410 (Vorjahr: TEUR 8.352). Dies ist insbesondere auf eine im Geschäftsjahr zugegangene ausstehende Eingangsrechnung im Zusammenhang mit einem Südafrika-Projekt aus 2019 zurückzuführen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 11.104 auf TEUR 14.724 geht insbesondere auf die Ablösung von Bankverbindlichkeiten durch ein Konzernunternehmen (Sinomach Finance Co. Ltd., Peking, Volksrepublik China) zurück, nunmehr ausgewiesen unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

2.3.3. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf TEUR 13.244. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (TEUR - 93) entfällt wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (TEUR - 11.448) resultiert maßgeblich aus der Ablösung von Bankdarlehen durch Konzernunternehmen. Insgesamt ergaben sich daraus zahlungswirksame Veränderungen in Höhe von TEUR 1.703. Der Finanzmittelbestand betrug TEUR 10.087 und besteht ausschließlich aus flüssigen Mitteln.

Die Liquiditätssituation ist aufgrund der mit der Insolvenz der FINOBA Automotive einhergehenden Mehrbelastungen angespannt. Wir gehen aber davon aus, dass aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs (bis einschließlich 2025) und der Planung für das Jahr 2026, den Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.

3. Risikomanagement, Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikomanagement

Die Geschäftsführung der AE Industry ist für das interne Risikomanagementsystem verantwortlich und bewertet dessen Wirksamkeit. Die Elemente der internen Kontrollfunktionen sind darauf ausgelegt, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen, zu steuern und die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind so definiert, dass sie eine korrekte und zeitnahe Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten und laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation der AE Industry liefern können. Mit dem monatlichen Berichtswesen wird die Geschäftsführung über die aktuelle wirtschaftliche Lage informiert. Auf allen Ebenen des Managements wird wöchentlich die Ist-Situation analysiert. Über festgelegte Parameter werden relevante Risiken erkannt, überwacht und durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt. Die Liquiditätsplanung, einschließlich der Wechselkursrisiken, steht im Fokus der Unternehmensleitung. Daher erhält sie jede Woche Meldungen über den Finanz- und Liquiditätsstatus.

3.2. Chancen

Die Automobilindustrie ist ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig, auch wenn das Wachstum deutlich nachgelassen hat. Insbesondere Elektroautos, automatisches Fahren und andere Innovationen werden zukünftig Entwicklungsmöglichkeiten im Automobilsektor bieten. Dies unterstreicht, dass der Markt und die Branche sehr aktiv und zukunftsorientiert sind. Mit der Einführung von E-Autos und autonomem Fahren wird es jedoch auch neue Akteure auf dem Markt geben, die neue Anforderungen an die Einrichtung und die Modifikation der Werke stellen werden. Die AE Industry erhält weltweit immer mehr Anfragen, die, sollten daraus Aufträge generiert werden können, einen positiven Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage haben.

Die Kunden der Muttergesellschaft AE China bestehen in einer Vielzahl unterschiedlicher OEMs, so dass dies auch für die AE Industry die Chance zu weniger Abhängigkeit von (einem) einzelnen OEM bietet.

AE Industry verfügt, wie auch ihr Mutterunternehmen, die AE China, über ein wirksames Risikoerkennungs- und Risikomanagementsystem. Für das Projektrisikomanagement greift die AE Industry auf die Strukturen der AE China zurück. Die Gruppe verfügt in China über eine gute Projektmanagementdokumentation und entsprechende Strukturen. Aufgrund der Größenordnung der Projekte unterliegt die AE Industry seitens der Kunden sehr strengen Regeln und Anforderungen in Bezug auf die Sicherheit des jeweiligen Projekts. Dies bietet für die AE Industry auch die Chance, das implementierte Risikomanagementsystem stetig zu verbessern.

Die Finanzierung des jeweiligen Projekts ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Sinomach-Gruppe und AE China haben beide ein sehr gutes Bankenranking in China. Die AE Industry hat dadurch den Vorteil, dass sie mit einer Bürgschaft von AE China Darlehen von chinesischen Banken für ihre Projekte erhalten kann.

AE China ist bereits ein bekannter Ingenieurdienstleister in China mit Kontakten zu den führenden europäischen, amerikanischen und japanischen OEMs. AE China unterstützt die AE Industry u.a. mit technischem Support in den Verhandlungen über neue Projekte. Dies bietet für die AE Industry die Chance, an dem bereits bestehenden internationalen Know-how für das eigene Geschäft zu partizipieren.

3.3. Risiken

Ein potenzielles Risiko der AE Industry ist der Wandel der Automobilindustrie. Wenn Automobilunternehmen ihre Produktionsleistung reduzieren, wird das Geschäft von AE Industry vor große Herausforderungen gestellt. Diese strategischen Veränderungen in der Automobilindustrie werden von der Geschäftsleitung als die wesentlichen Faktoren für die weitere Unternehmensentwicklung der AE Industry angesehen und ihr Eintreten als sehr wahrscheinlich eingeschätzt.

Mit zunehmendem Wettbewerb in der Automobilindustrie ist die AE Industry auch möglichen Kostensteigerungen und eventuellen Gewinneinbußen ausgesetzt. Dies führt zu höheren Anforderungen an die Projektmanagementfähigkeit der AE Industry. Da der Großteil der Ausrüstung unserer Projekte aus China importiert wird, ist die Logistik ein Schlüsselfaktor bei unserer Projektumsetzung. Ein instabiles internationales Umfeld könnte zu Unsicherheiten in unseren Projekten führen. Dieses Risiko bewerten wir auch als wesentlich bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

Die AE Industry ist zum Teil von der Veränderung der Wechselkurse des Renminbi Yuan und des USD zum Euro beeinflusst. Das Ausmaß dieser Wechselkursrisiken schätzen wir zurzeit als gering ein.

Mit dem Eintritt in einen neuen Markt können finanzielle, rechtliche, wirtschaftliche und politische Risiken verbunden sein. Aber auch auf bestehenden Märkten ist das Automobilbaugeschäft mit hohen Investitionen verbunden. Da es auch stark von der allgemeinen Wirtschaftslage beeinflusst wird, ist der Aufbau von neuen Produktionskapazitäten von einer guten Wirtschaftslage abhängig. Derartige Risiken werden als wesentlich, ihr Eintreten aber zurzeit als wenig wahrscheinlich eingeschätzt.

Der Prozess der Kreditbeschaffung kann sich eventuell über einen längeren Zeitraum hinziehen, wenn er z.B. von der chinesischen Devisenpolitik negativ beeinflusst wird. Daher könnten sich diesbezüglich Risiken für die AE Industry für ihre Finanzierungs- und Liquiditätsverhältnisse ergeben, die dann auch zu einer Beeinträchtigung der Ertragslage führen könnten. Derzeit beurteilen wir dieses Risiko als nicht wesentlich und das Eintreten als nur wenig wahrscheinlich.

3.4. Gesamtrisiko

Weitere Risiken, welche die AE Industry erheblich gefährden würden, sind derzeit nicht zu erwarten. In Anbetracht der aktuellen Wirtschaftslage rechnen wir nicht mit einem generellen Anstieg der Risiken.

3.5 Prognosebericht

3.5.1. Gesamtwirtschaftliche Aussichten

Wie auch in den Vorjahren ist die Situation im laufenden Geschäftsjahr 2025 sehr vielschichtig und dynamisch, da aufgrund der derzeitigen geopolitischen Situation insbesondere in Verbindung mit dem Ukraine- Krieg und den anhaltenden Spannungen in Nahost die Unsicherheiten über die künftige wirtschaftliche Entwicklung und die Sicherheitslage sehr hoch sind. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) geht in seiner Konjunkturprognose aus dem Herbst 2025 von einem Wachstum der Weltwirtschaft für 2025 von 3,7 % aus, wobei vielerorts Belastungen durch den Zollkurs der USA auftreten (Quelle: . https://www.diw.de/de/diw 01.c.973004.de/konjunkturprognose herbst 2025.html). Für die EU geht die Europäische Kommission für 2025 in ihrer aktuellen Herbstprognose von einem Anstieg des realen BIP von 1,4 % aus (Quelle: https://germany.representation.ec.europa.eu/news/herbstprognose-2025-anhaltendes-wachstum-trotz-schwieriger-rahmenbedingungen-2025-11-17 de).

Die Bundesregierung geht in ihrer aktuellen Herbstprojektion für 2025 von einem leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % aus. Es zeichnet sich eine leichte konjunkturelle Erholung ab, welche anders als in der Vergangenheit nicht aus dem Exportgeschäft, sondern aus der Binnennachfrage resultiert. Ab dem kommenden Jahr sollen Maßnahmen der Bundesregierung zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft greifen, hierzu gehören der sogenannte „Wachstums-Booster“ mit zusätzlichen Abschreibungsmöglichkeiten und einem höheren Forschungszuschuss, eine umfangreiche Unternehmenssteuerreform aber auch erhebliche Investitionen in die Infrastruktur. Risiken für die erwartete Erholung sieht die Bundesregierung vor allem in der sprunghaften Handels- und Sicherheitspolitik der USA, möglichen Gegenreaktionen von Handelspartnern sowie aus geopolitischen Krisen (Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/herbstprojektion-2025-2388008).

In der deutschen Automobilindustrie zeichnet sich für 2025 ab, dass die Zahl der Neuzulassungen leicht um 1 % auf etwa 2,8 Mio. Einheiten steigen wird, damit allerdings noch immer etwa ein Viertel unter dem Vorkrisenniveau von 2019 liegen wird. Für den globalen Pkw-Markt wird ein moderates Wachstum in Höhe von 2,0 % erwartet. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Schwäche wird die inländische Pkw-Produktion in 2025 gemäß der Prognosen des VDA nur leicht um 1 % auf 4,15 Mio. Einheiten steigen. Dagegen wird für die Produktion von Elektro-PKWs (BEV) für 2025 ein deutliches Plus von 24 % erwartet. Bezüglich des Exports wird ein leichtes Plus mit einer Exportquote von 77 % prognostiziert.

(Quelle: VDA Jahresauftakt-PK 2025)

3.5.2. Prognose für AE Industry

Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen basieren auf unseren gegenwärtigen Annahmen und Erwartungen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Unsicherheiten, insbesondere aufgrund der derzeit nicht immer verlässlich vorhersehbaren konjunkturellen Entwicklungen. Sofern die Annahmen, auf denen die Budgetierung basiert, nicht zutreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von den budgetierten Ergebnissen abweichen.

Trotz der wirtschaftlichen Entwicklung und der Risikofaktoren ist die Geschäftsführung der AE Industry GmbH zuversichtlich, dass die Ertragslage des Unternehmens in den Folgejahren besser sein wird als in 2020. Der Unternehmenserfolg ist dabei insbesondere von der erfolgreichen Akquisition sog. Turnkey-Projekte in der Automobilbranche abhängig. AE Industry plant, in den Folgejahren zusätzliche Ingenieure für den Geschäftsbereich Projektlösungen und Anlagenbau für die Automobilindustrie einzustellen, um die technischen Fähigkeiten und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im Falle einer Ausschreibung zu verbessern. Des Weiteren wird die Kommunikation mit europäischen OEMs weiter vorangetrieben, um den Kundenpool und die Möglichkeiten für neue Projekte zu erweitern.

Seit 2020 hat AE Industry bedeutende Durchbrüche bei der Unterzeichnung neuer Verträge erzielt: Das Berichtsjahr 2020 war geprägt von der erfolgreichen Akquisition der später von der Stellantis-Gruppe übernommenen PSA. Die Einnahmen des Projekts belaufen sich auf 20.000.000 Euro. Des Weiteren konnte ein Projekt mit der Tesla Manufacturing Brandenburg SE in der Nähe von Berlin mit einem Einnahmen-Volumen von 87.000.000 Euro akquiriert werden. Im Berichtsjahr 2021 kamen das VW AG Projekt in Emden und zwei neue Projekte von Tesla hinzu. Der Umsatz des VW-Projekts beläuft sich auf 22.000.000 EUR und der Umsatz des Tesla-Projekts auf 10.000.000 EUR. In 2023 erhielt AE Industry das erste Karosseriebauprojekt in Europa von Volvo Schweden. Des Weiteren konnte im Dezember 2023 das erste Lackierereiprojekt in Europa mit dem Mercedes-Benz Werk Düsseldorf mit einem Auftragswert über 80.000.000 EUR erfolgreich akquiriert werden.

In 2024 wurde ein weiteres Projekt mit Volvo Belgien mit einem Auftragswert über 15.000.000 EUR vereinbart sowie ein Projekt mit Rolls-Royce UK mit einem Volumen von ca. 12.000.000 EUR. In 2025 wurde ein Projekt mit Volvo Slovakia mit einem Auftragsvolumen von ca. 18.000.000 EUR vereinbart.

Die neuen Projekte beweisen, dass AE Industry in der Lage ist, Projekte in Europa durchzuführen. Das Projektmanagement und die operativen Fähigkeiten von AE Industry wurden in den vergangenen Jahren stetig verbessert. Dieses wird mehr Möglichkeiten für die Entwicklung der AE-Industrie bieten. Nach mehrjähriger Entwicklungszeit hat AE ein komplett eigenes europäisches Lieferantensystem etabliert und gemeinsam mit der Muttergesellschaft das globale Projektmanagementsystem verbessert.

Der Umsatz der AE Industry ist insbesondere von dem Abschluss von vereinbarten Turnkey-Projekten abhängig und, da deren Auftragsvolumina stark schwanken, naturgemäß ebensolchen Schwankungen unterlegen. Unter operativen Gesichtspunkten ist allerdings festzuhalten, dass der Umsatz ab dem Jahr 2021 deutlich steigen wird. Von 2025 bis 2026 wird sich AE Industry auf die Umsetzung der von 2023 bis 2025 neu akquirierten Projekte konzentrieren (Volvo, Mercedes-Benz und Rolls-Royce). Das Vertragsvolumen aus diesen Projekten beträgt insgesamt ca. 140.000.000 EUR.

Unter Berücksichtigung der geopolitischen Spannungen und der damit einhergehenden weltwirtschaftlichen Risikofaktoren ist die Geschäftsführung der AE Industry GmbH zuversichtlich, dass sich die Ertragslage ab 2026 positiv entwickeln wird. Die Geschäftsführung der AE Industry GmbH erwartet für 2025 und 2026 Ergebnisse vor Steuern in Höhe von 500 TEUR bzw. 1.000 TEUR.

Darüber hinaus hat die Muttergesellschaft im Januar 2025 ca. 32.400.000 EUR in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingezahlt, um das negative Eigenkapital zu bereinigen.

 

Mannheim, den 17. Dezember 2025

Zhiping Wang, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.728,00 15.511,00
42.728,00 15.511,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.730.588,34 13.132.931,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.495,46 325.895,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.727,39 33.727,39
13.127.811,19 13.492.554,57
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 811.466,86 811.466,86
811.466,86 811.466,86
13.982.006,05 14.319.532,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 15.403.939,53 12.717.034,56
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 733.880,51 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 8.219.062,03 6.633.032,09
24.356.882,07 19.350.066,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 566.830,06 4.330.266,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.567.355,31 4.527.442,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.783.928,73 367.109,22
5.918.114,10 9.224.818,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und 10.087.092,14 8.390.677,98
40.362.088,31 36.965.563,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.078,16 66.950,04
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 25.498.779,85 24.500.794,10
79.875.952,37 75.852.839,77

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 170.000,00 170.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag) -26.670.794,10 804.852,10
IV. Jahresfehlbetrag -997.985,75 -27.475.646,20
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 25.498.779,85 24.500.794,10
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 291.921,30 281.936,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.410.070,47 8.351.983,24
2.701.991,77 8.633.919,24
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.724.438,91 25.835.642,57
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 36.313.626,85 25.898.272,22
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.943.779,16 584.716,58
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.559.913,97 14.020.574,63
5. Sonstige Verbindlichkeiten 632.201,71 879.714,53
davon aus Steuern: EUR 50.154,45 (Vj: EUR 51.278,91)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.763,81 (Vj: EUR 14.953,84)
77.173.960,60 67.218.920,53
79.875.952,37 75.852.839,77

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.406.280,37 17.480.988,81
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.420.785,48 8.866.656,47
3. Sonstige betriebliche Erträge 519.126,45 31.201,91
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vj: EUR 367,21)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.776.271,47 -13.445.602,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.330.196,61 -8.045.449,14
-13.106.468,08 -21.491.052,06
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.190.199,24 -1.397.094,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -344.527,51 -235.964,94
davon für Altersversorgung: EUR -53.064,00 (Vj: EUR -22.710,00)
-3.534.726,75 -1.633.059,80
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -509.128,81 -471.585,66
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -310.236,83 -17.009.048,47
-819.365,64 -17.480.634,13
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.146.792,21 -1.791.932,18
davon aus der Währungsumrechnung: EUR -474.982,01 (Vj: EUR -57.415,53)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 54.537,50 218.150,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 54.537,50 (Vj: EUR 218.150,00)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85.648,97 169.653,56
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 45.365,00 (Vj: EUR 169.653,56)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -10.195.862,45
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -343.889,69 -403.962,25
davon an verbundene Unternehmen: EUR -1.355,65 (Vj: EUR 0,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 520.112,15 -1.244.677,08
13. Ergebnis nach Steuern -944.751,45 -27.474.529,20
14. Sonstige Steuern -53.234,30 -1.117,00
15. Jahresfehlbetrag -997.985,75 -27.475.646,20

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Rechnungslegungsgrundsätze und allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wird nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und etwaigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die AE Industry GmbH mit Sitz in Mannheim ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 725164 eingetragen.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet, da das Vermögen die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt (bilanzielle Überschuldung). Eine Überschuldung im Rechtssinne liegt nicht vor, da die Fortführung des Unternehmens in den nächsten zwölf Monaten nach Aufstellung des Jahresabschlusses nach der vorliegenden Unternehmensplanung überwiegend wahrscheinlich ist.

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte daher unter Annahme der Unternehmensfortführung.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei Anschaffungskosten bis EUR 800,00 (geringwertige Anlagegüter) erfolgt eine vollständige Abschreibung im Jahr der Anschaffung.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach den voraussichtlichen Nutzungsdauern ermittelt.

Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken.

In Euro geführte Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden unter Beachtung des § 256a HGB bewertet.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens, einschließlich der Geschäftsjahresabschreibung, ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage 3 zum Anhang beigefügt ist.

Die entgeltlich erworbenen Lizenzen (Software) werden linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von in der Regel drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (von in der Regel 3 bis 13 Jahren bei Hardware, bis zu 33 Jahren bei Gebäuden) abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit über einem Jahr ergeben sich aus folgender Tabelle:

Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr
31.12.2020 Vj. 31.12.2020 Vj. 31.12.2020 Vj.
TEUR TEUR TEUR EUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 567 4.330 567 4.330 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.567 4.527 1.311 1.909 1.256 2.618
Sonstige Vermögensgegenstände 2.784 367 2.627 232 157 135

Forderungen gegen Gesellschafter

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 834 (Vj. TEUR 1.729) enthalten.

Eigenkapital

Alleingesellschafterin der Muttergesellschaft ist die Automotive Engineering Corporation, Tianjin/VR China. Das in bar voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 170.

Kapitalrücklage

Im Geschäftsjahr 2016 wurden TEUR 2.000 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 292 (Vj. TEUR 282) betreffen die Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie den Solidaritätszuschlag für den Veranlagungszeitraum 2020 und teilweise 2019.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ergibt sich aus dem nachfolgenden Rückstellungsspiegel:

Bezeichnung 01.01.2020 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Ausstehende Eingangsrechnungen 8.268 8.229 0 2.218 2.257
Jahresabschluss und Prüfung 61 6 0 72 127
Übrige 23 23 0 26 26
8.352 8.258 0 2.316 2.410

Aufgliederung der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr und über 1 Jahr und Sicherungsrechte hierzu

Die entsprechenden Angaben sind aus der Anlage 2 zum Anhang ersichtlich.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 11.558 (Vj. TEUR 11.141) aus erhaltenen Anzahlungen aus Bestellungen, Lieferverbindlichkeiten sowie ausgereichten Gesellschafterdarlehen einschließlich Zinsen enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

Geographisch bestimmter Markt 2020 2019
TEUR TEUR
Deutschland 882 1.350
andere EU-Länder 19 0
Übriges Europa (Russland) 3.600 0
Asien (überwiegend China) 10.906 5.161
Afrika (Südafrika) 0 10.970
Summe 15.406 17.481

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Lieferung (Export) von Ausrüstungen für die Automobilindustrie (TEUR 10.646; Vj. TEUR 5.333) sowie dem internationalen Anlagenbau (TEUR 3.880; Vj. TEUR 10.798). Darüber hinaus wurden Erlöse aus der Vermietung eigener Grundstücke in Höhe von TEUR 859 erzielt (Vj. TEUR 1.318).

Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich aus folgender Aufstellung:

Bezeichnung 2020 2019
TEUR TEUR
Lokale Aufwendungen Projekt Argentinien 1.332 761
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (Projekt Argentinien) 463 22
Einstellung in die Einzelwertberichtigung zu Forderungen 276 0
Rechts- und Beratungskosten 237 117
Raumkosten 131 129
Aufwendungen nicht realisierte Projekte 120 33
Fremdleistungen und Fremdarbeiten 112 109
Werbe- und Reisekosten 79 246
Übrige 397 375
Summe 3.147 1.792

Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

Aus einer in der Vergangenheit durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibung im Umlaufvermögen resultiert im Berichtsjahr ein sonstiger betrieblicher Ertrag aus der Zuschreibung in Höhe von TEUR 480. Aus Währungsumrechnungen resultierten im Berichtsjahr insgesamt sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 475. Aus außerplanmäßigen Abschreibungen von Forderungen resultierten im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 310. Darüber hinaus verweisen wir auf die obige Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Lokale Aufwendungen Projekt Argentinien).

V. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroflächen in Höhe von TEUR 124 (Vj. TEUR 83), die innerhalb eines Jahres fällig sind. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für diverse Firmenfahrzeuge, welche aber insgesamt nicht wesentlich sind.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat gegenüber den Tochtergesellschaften Finoba Automotive GmbH, Baunatal und Finoba Automotive Bavaria GmbH, Rottenburg a.d. Laaber, harte Patronatserklärungen abgegeben. Darin verpflichtet sich die Gesellschaft, die Tochtergesellschaften finanziell so auszustatten, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann. Aus diesen Patronatserklärungen kann die Gesellschaft in Anspruch genommen werden. Die Verpflichtung besteht unbefristet und ist der Höhe nach nicht bestimmt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Bedingungen durchgeführt.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft oblag im Geschäftsjahr:

Herrn Zheng Yan, Kaufmann, Tianjin/China

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2020 wurden durchschnittlich 60 Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) beschäftigt (Vj. 26).

Konzernverhältnisse

Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, erstellt die Automotive Engineering Corporation, Tianjin/VR China. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Automotive Engineering Corporation in Tianjin, China, erhältlich.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der China National Machinery Industry Corporation (Sinomach), Peking, China, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der China National Machinery Industry Corporation (Sinomach) in Peking, China, erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR - 998, zuzüglich des Verlustvortrags von TEUR 26.671, somit TEUR - 27.669, auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben:

Mit Beschluss vom 5. Dezember 2024 wurde beschlossen, der Gesellschaft weiteres Kapital in Höhe von CNY 245.000.000 als Kapitalrücklage vom Gesellschafter zur Verfügung zu stellen. Die Einlage wird zum aktuellen Tageskurs des Eingangs auf dem Konto der Gesellschaft in die Kapitalrücklage gebucht. Die Einlage wurde am 21. Januar 2025 geleistet und beträgt rd. Mio. EUR 32.

 

Mannheim, den 17. Dezember 2025

Zhiping Wang, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (erweiterte Bruttodarstellung) zum 31. Dezember 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.776,80 38.905,00 0,00 0,00 62.681,80
23.776,80 38.905,00 0,00 0,00 62.681,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.304.228,32 2.228,40 0,00 0,00 14.306.456,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 417.975,57 114.687,45 10.764,80 23.098,58 544.996,80
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.727,39 23.098,58 0,00 -23.098,58 33.727,39
14.755.931,28 140.014,43 10.764,80 0,00 14.885.180,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.057.329,31 0,00 0,00 0,00 4.057.329,31
2. Beteiligungen 6.950.000,00 0,00 0,00 0,00 6.950.000,00
11.007.329,31 0,00 0,00 0,00 11.007.329,31
25.787.037,39 178.919,43 10.764,80 0,00 25.955.192,02
Wertberichtigungen
1.1.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.265,80 11.688,00 0,00 19.953,80
8.265,80 11.688,00 0,00 19.953,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.171.296,38 404.572,00 0,00 1.575.868,38
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.080,33 92.868,81 3.447,80 181.501,34
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.263.376,71 497.440,81 3.447,80 1.757.369,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.245.862,45 0,00 0,00 3.245.862,45
2. Beteiligungen 6.950.000,00 0,00 0,00 6.950.000,00
10.195.862,45 0,00 0,00 10.195.862,45
11.467.504,96 509.128,81 3.447,80 11.973.185,97
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.728,00 15.511,00
42.728,00 15.511,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.730.588,34 13.132.931,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.495,46 325.895,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.727,39 33.727,39
13.127.811,19 13.492.554,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 811.466,86 811.466,86
2. Beteiligungen 0,00 0,00
811.466,86 811.466,86
13.982.006,05 14.319.532,43

Verbindlichkeitenspiegel

Saldo bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
Bilanzposition 31.12.2020 Vorjahr 31.12.2020 Vorjahr 31.12.2020 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 14.724 25.836 219 11.155 13.552 13.611
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 36.314 25.898 36.314 25.898 0 0
Verbindlichkeiten aus LuL 1.944 585 1.943 584 1 1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.560 14.020 11.683 11.022 11.877 2.998
Sonstige Verbindlichkeiten 632 880 632 880 0 0
77.174 67.219 50.791 49.539 25.430 16.610
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr betragen:
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 14.505 14.681
Verbindlichkeiten aus LuL 1 1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.877 2.998
26.383 17.680
über 5 Jahre davon
Bilanzposition 31.12.2020 Vorjahr besichert Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR Vermerk
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 953 1.070 1.681 1.856 1, 2 und 3
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0
Verbindlichkeiten aus LuL 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
953 1.070
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr betragen:
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus LuL
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Sicherungsabtretung Forderungen

4 = Eigentumsvorbehalt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

AE Industry GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AE Industry GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AE Industry GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 17. Dezember 2025

GREIS & BROSENT GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Voigt, Wirtschaftsprüfer

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS SHAREHOLDER'S RESOLUTION
der of
AE Industry GmbH, Mannheim (Germany)
Die unterzeichnende alleinige Gesellschafterin der vorgenannten Gesellschaft fasst hiermit unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften folgenden Beschluss: The undersigning sole shareholder of the above mentioned Company herewith adopt the following resolution, waiving all provisions contained in the law and in the company's Articles of Association as to the time and formalities:
1. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020, der einen Jahresfehlbetrag von Euro 997.985,75 ausweist, wird festgestellt. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. 1. The financial statements for the fiscal year beginning January 1, 2020 to December 31, 2020 which show a loss of Euro 997,985.75 are hereafter approved. The loss will be carried forward to the next fiscal year.
2. Der Geschäftsführung der Gesellschaft wird für das am 31. Dezember 2020 beendete Geschäftsjahr Entlastung erteilt. 2. The management is granted discharge for the fiscal year ending December 31, 2020.

 

Tianjin (China), 22nd December 2025

Automotive Engineering Corporation

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