DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
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winsecura Pensionskasse AGWiesbadenJahresabschluss 2011Kennzahlen
AufsichtsratWerner BartelsVorsitzender Leiter des Bereiches Vorsorge Fachbereich der AXA Konzern AG Jürgen NakeStellv. Vorsitzender Projektleiter im Risikomanagement / Versicherungstechnik Leben der AXA Konzern AG und Mitglied des Vorstandes der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen Dr. Björn AchterLeiter des Bereiches Vorsorge Spezialvertrieb Firmenkunden der AXA Konzern AG und Mitglied des Vorstandes der Pro bAV Pensionskasse AG VorstandPeter HubatzyVertrieb, Strategische Ausrichtung Dr. Peter Julius (seit 1. Dezember 2011)Innenleitung Karl Lindenmayer (bis 30. November 2011)Innenleitung LageberichtGeschäfts- und RahmenbedingungenDeutsche Wirtschaft: Erneutes Wachstum trotz SchuldenkriseDie deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 trotz der europäischen Schuldenkrise erneut kräftig gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 3,0 % höher als im Vorjahr. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft auch im zweiten Jahr nach der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise fort. Im Jahr 2009 hatte die deutsche Wirtschaft die stärkste Rezession der Nachkriegszeit mit einem historischen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 5,1 % erlebt, sich aber schon im Jahr darauf mit einen Anstieg um 3,7 % schneller als erwartet erholt. Dabei war es vor allem die Kauffreude der Verbraucher, die das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr stützte. Die privaten Konsumausgaben legten nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 1,5 % zu - so stark wie zuletzt vor fünf Jahren. Doch auch in Ausrüstungen - darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - und Bauten wurde mehr investiert als ein Jahr zuvor. Innerhalb des Wirtschaftsjahres verlief die Entwicklung allerdings nicht kontinuierlich. Der wirtschaftliche Aufschwung fand hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. Zum Jahresende erfasste der weltweite Konjunkturabschwung auch die deutsche Wirtschaft mit der Folge, dass das Bruttoinlandsprodukt im letzten Quartal 2011 um etwa 0,2 % zurückging. Die Entwicklung an den Finanzmärkten wurde insbesondere von der Zuspitzung der Staatsschulden- und Eurokrise beeinflusst. Die zunächst auf Griechenland begrenzte Schuldenkrise weitete sich auf weitere Staaten wie Irland, Italien, Portugal und Spanien aus. Die daraus resultierende Unsicherheit griff erst auf die Finanzmärkte und zum Jahresende schließlich auf die Realwirtschaft über. Auf den Arbeitsmarkt hatte der in der zweiten Jahreshälfte einsetzende Konjunkturrückgang noch keine Auswirkungen. Im Jahresdurchschnitt 2011 waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 2,98 Millionen Personen arbeitslos gemeldet, 263.000 weniger als ein Jahr zuvor. Das ist der tiefste Stand seit 20 Jahren. Die Arbeitslosenquote belief sich auf 7,1 % und nahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte ab. Hauptgründe für den Rückgang waren die bessere Wirtschaftslage und die höhere Nachfrage nach Arbeitskräften. So ist laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Erwerbstätigen um 0,5 Millionen auf 41,6 Millionen gestiegen. Das gesamte Volkseinkommen erhöhte sich im Jahr 2011 um 3,4 % auf 1.963 Mrd. Euro. Davon entfielen 1.320 Mrd. Euro auf Arbeitnehmerentgelte. Diese stiegen gegenüber 2010 um 4,4 % und damit so stark wie seit 1992 nicht mehr. Demgegenüber nahmen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nur geringfügig um 1,5 % auf 644 Mrd. Euro zu. Sie hatten im Vorjahr mit +10,5% noch einen zweistelligen Zuwachs verzeichnet. Die Sparquote der privaten Haushalte war 2011 nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes mit 11,0 % niedriger als in den vergangenen drei Jahren. 2010 hatte sie noch 11,3 % betragen. Das Geldvermögen der privaten Haushalte belief sich am Ende des 3. Quartals 2011 auf 4,66 Billionen Euro. Davon entfielen 1,40 Billionen Euro oder 30,0 % auf Ansprüche gegenüber Versicherungen. Die Preise sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Im Jahresdurchschnitt hat sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,3 % und damit deutlich stärker als im Vorjahr (+ 1,1 %) erhöht. Maßgeblich für die Teuerung waren vor allem starke Preiserhöhungen bei Haushaltsenergie und Kraftstoffen. Deutsche Versicherungswirtschaft: Erstmals BeitragsrückgangNach Jahren des kontinuierlichen Wachstums musste die deutsche Versicherungswirtschaft im Jahr 2011 erstmals einen Beitragsrückgang hinnehmen. Die Einnahmen der im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) organisierten Versicherer verringerten sich im vergangenen Jahr nach vorläufigen Berechnungen um 1,2 % auf 176,7 Mrd. Euro (2010: 178,9 Mrd. Euro). Aufgrund eines starken Rückgangs bei den Einmalbeiträgen reduzierten sich die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung (einschließlich Pensionskassen und -fonds) voraussichtlich um 5,7%. Angesichts der anhaltenden Finanzmarkt-, Staatsschulden- und Eurokrise sowie der spürbaren Abschwächung der Konjunktur ist dies eine insgesamt zufriedenstellende Geschäftsentwicklung: Denn im nunmehr vierten "Krisenjahr" in Folge gelang es den deutschen Versicherern, die Auswirkungen der Finanzmarkt- und Schuldenkrise für ihre Kunden weitgehend abzufedern. Historisch betrachtet erzielte die Branche 2011 ihr zweithöchstes Beitragsvolumen. Niedrigzinspolitik und Solvency IIDurch ihre gut diversifizierte, langfristige Kapitalanlage konnte die Versicherungswirtschaft voraussichtlich auch 2011 eine Nettoverzinsung von über 4°% auf ihre Kapitalanlagen erwirtschaften. Dabei kommt der Branche zugute, dass die meisten deutschen Versicherer nur in einem sehr überschaubaren Rahmen in Anleihen der sogenannten GIIPS-Staaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien) engagiert sind. Stärker macht sich demgegenüber die anhaltende Niedrigzinspolitik bemerkbar, da sie die Neuanlage deutlich erschwert. Im vergangenen Jahr setzten die deutschen Versicherer ihre Vorbereitungen auf die künftigen Aufsichtsregeln der Europäischen Union (EU) für die Versicherungswirtschaft, Solvency II, fort. Diese Vorbereitungen müssen die Unternehmen in einer Phase vornehmen, in der die Anforderungen für die ab 2013 geltenden Regeln weiterhin nicht feststehen. Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 2011Die starke wirtschaftliche Erholung im Jahr 2010 sorgte im Jahr 2011 für eine deutliche Entspannung der Finanz- und Ertragslage der deutschen Unternehmen. Obwohl der Personalaufwand durch Tarifsteigerungen und freiwillige Entgeltleistungen anstieg, führte die erhöhte Nachfrage im Berichtsjahr zu einer Normalisierung der Erlös- und Kostensituation. Diese vorteilhafte Entwicklung und die moderate Anzahl von Unternehmensinsolvenzen bedeutet gute Voraussetzungen für die betriebliche Altersversorgung (bAV). So wurden zum einen wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen und zusätzliches Personal eingestellt. Zum anderen werden in vielen Branchen höhere Löhne gezahlt, die teilweise deutlich über die tariflichen Zahlungen hinausgingen. Die vorteilhafte Arbeitsmarktentwicklung und die steigenden Entgelte begünstigen auch den privaten Verbrauch. Trotz eines nach wie vor feststellbar starken Konsums profitiert auch die betriebliche Altersversorgung von der wirtschaftlichen Entwicklung des Jahres 2011. Darüber hinaus dürfte sich auch die für das Neugeschäft ab dem 1. Januar 2012 geltende Rechnungszinsabsenkung auf das Neugeschäftsvolumen des Jahres 2011 ausgewirkt haben. Insgesamt stieg im Markt in den Durchführungswegen Direktversicherung, Rückdeckungsversicherung und Pensionskasse der Neuzugang - gemessen in laufenden Beiträgen - um 22,6 % deutlich an, während sich die Einmalbeiträge gegenüber dem Vorjahr zum Teil signifikant reduzierten. Bei der Direktversicherung entwickelte sich der eingelöste Neuzugang gegenüber dem Vorjahr mit einem Zuwachs bei den Stückzahlen um 30,9 % und bei den neu abgeschlossenen laufenden Beiträgen um 35,9 % sehr erfreulich. Die Einmalbeiträge reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 58,4 % auf 256 Mio Euro. Bei der Rückdeckungsversicherung ging der Neuzugang nach Stückzahlen um 7,2 % auf 239.549 zurück, jedoch erhöhte sich der neuabgeschlossene laufende Beitrag um 11,2 % auf 600 Mio. Euro. Der Einmalbeitrag reduzierte sich um 18,3 %. Die Pensionskassen verzeichneten 2011 erstmals wieder ein starkes Wachstum im Neugeschäft. So wurden 194.225 (+ 11,7 %) neue Verträge abgeschlossen, wobei der neuabgeschlossene laufende Beitrag für ein Jahr um 16,7 % auf 190 Mio. Euro zunahm. Die Einmalbeiträge stiegen um 4,5 % auf 118 Mio. Euro. Mehr Effizienz zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.Der AXA Konzern hat im Geschäftsjahr 2011 die Strategie, zum Unternehmen erster Wahl für Kunden, Partner und Mitarbeiter zu werden, konsequent weiterverfolgt. Die Strategie des Konzerns, sich nach Kundengruppen aufzustellen und den Kunden bei jedem Kontakt zu beweisen, dass AXA ihr Vertrauen wert ist, zeigt Erfolge. Um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken, hat der Konzern im Berichtsjahr ein Programm "Focus to Perform" gestartet, mit dem die strategischen Ziele schneller, effektiver und fokussierter erreicht werden sollen. Durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung und optimierte Strukturen will die AXA Deutschland den Kundenservice weiter verbessern und gleichzeitig durch Produktivitätssteigerungen bis zum Jahr 2015 die jährlichen Kosten im Konzern um rund 220 Mio. Euro senken. Zur Erreichung dieses anspruchsvollen Zieles sind insgesamt Maßnahmen zur Einsparung von 328 Mio. Euro notwendig, um gegenläufige Effekte, wie die jährlichen Tarifsteigerungen und inflationsbedingte Kostensteigerungen, zusätzlich auszugleichen. Die winsecura Pensionskasse wird als Teil der AXA Konzern AG an diesem Programm partizipieren. Mitgliedschaft im SicherungsfondsMit ihrem Beitritt im Juli 2006 als freiwilliges Mitglied in den Sicherungsfonds für die Lebensversicherer (Protektor Lebensversicherungs-AG) gemäß § 124 ff. des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) bietet die winsecura Pensionskasse ihren Kunden zusätzliche Sicherheit. Überblick über den Geschäftsverlauf 2011Am Jahresende 2011 verfügte unsere Gesellschaft über einen Versicherungsbestand von 72.764 Stück - das sind 7.746 Verträge mehr als ein Jahr zuvor - mit gebuchten Beitragseinnahmen von 67,0 Mio. Euro. Die Beitragseinnahmen sind gegenüber dem Jahr 2010 um 8,5 % gestiegen, während der Markt einen deutlich geringeren Anstieg von lediglich 0,8% verzeichnete. Dadurch konnten wir unseren Markteinteil um 0,2 Prozentpunkte auf 2,4 % ausbauen. Im Neugeschäft nahmen die statistischen laufenden Beitrage deutlich auf 13,1 Mio. Euro (+ 32,3 %) zu, auch die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge stieg stark auf 9.129 Verträge (2010: 6.877 Verträge) an. Die Bestandsstornoquote gemessen an der Anzahl der Verträge verbesserte sich in 2011 von 2,6 % im Vorjahr auf 1,2 %. Der Versicherungsbestand - bezogen auf die laufenden Jahresbeiträge - konnte um 11,4 % auf 70,6 Mio. Euro und damit deutlich über der Marktentwicklung gesteigert werden. Aus unseren Kapitalanlagen erzielten wir im Berichtsjahr mit 5,1 % (2010: 4,1 %) eine Nettoverzinsung, die deutlich über dem Vorjahresniveau lag. Insgesamt weist die winsecura Pensionskasse ein ausgeglichenes Ergebnis in Höhe von 0 Tsd. Euro aus. Der Gewinnvortrag von 80 Tsd. Euro wird erneut auf neue Rechnung vorgetragen. Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung haben wir im Berichtsjahr 3,7 Mio. Euro zugeführt. Diese Zuführung ist ausreichend, um für den Versicherungsbestand der winsecura Pensionskasse die für das Jahr 2011 deklarierten Überschussanteile zuzuteilen und den Schlussüberschussanteilfonds entsprechend der Überschussdeklaration weiter zu erhöhen. Die Zinsüberschussbeteiligung für 2012 wurde gegenüber dem Jahr 2011 in Folge der gesunkenen Kapitalmarktzinsen und zur Ergebnisstabilisierung von bisher 4,6 % auf 4,2 % reduziert. GeschäftsergebnisMarktübersichtNach einer Marktübersicht des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), welche wie im Vorjahr die Daten von 25 überwiegend in den zurückliegenden Jahren neu gegründeten Pensionskassen berücksichtigt, lagen die gebuchten Bruttobeiträge 2011 mit 2,8 Mrd. Euro um 0,8 % höher als im Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich der Bestand an statistischen laufenden Jahresbeiträgen um 1,0 % auf 2,7 Mrd. Euro. Die statistische Versicherungssumme der ausgewerteten Pensionskassen erhöhte sich um 1,7 % auf 68,7 Mrd. Euro. Anzahlmäßig nahm der Vertragsbestand um 3,5 % auf 3,5 Mio. Stück zu. Der gesamte Neuzugang im Pensionskassenmarkt wuchs im Berichtsjahr um 11,7 % in der Anzahl und um 16,7 % in der statistischen Summe. Der Neuzugang an laufenden Beiträgen stieg um 16,7 % auf 190,7 Mio. Euro, während sich der Einmalbeitrag um 6,0 % auf 118,5 Mio. Euro erhöhte. Die aus dem Neuzugang resultierende Beitragssumme - definiert als laufender Jahresbeitrag multipliziert mit der Beitragszahlungsdauer zuzüglich der Einmalbeiträge - betrug im Berichtsjahr 5,4 Mrd. Euro (+ 18,3 %). Deutliche Beitragssteigerung und erhöhter MarktanteilIm Berichtsjahr erzielte unsere Gesellschaft um 8,5 % höhere Bruttobeitragseinnahmen von 67,0 Mio. Euro. Damit steigerte die winsecura Pensionskasse Ende 2011 ihren Marktanteil weiter von 2,2 % auf 2,4 %. Vom gesamten Beitragsvolumen entfielen 1,1 Mio. Euro auf gebuchte Einmalbeiträge. Die Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) verringerten sich auf 1,4 Mio. Euro (2010: 1,7 Mio. Euro). Positives KapitalanlageergebnisDas gesamte Kapitalanlageergebnis - alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen - betrug 16,6 Mio. Euro (2010: 11,0 Mio. Euro) und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund gezielter Realisierung deutlich um 5,6 Mio. Euro. Dabei stiegen die laufenden Erträge um 18,3 % auf 13,0 Mio. Euro (2010: 11,0 Mio. Euro). Aus dem Abgang von Kapitalanlagen entstanden 2011 Gewinne von 4,6 Mio. Euro und Verluste von 0,8 Mio. Euro. Im Berichtsjahr wurden keine Zuschreibungen auf Kapitalanlagen vorgenommen (2010: 0,2 Mio. Euro). Wie im Vorjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen
KostenverlaufDie Abschluss- und Verwaltungskosten unserer Gesellschaft betrugen im Berichtsjahr insgesamt 13,3 Mio. Euro (2010: 9,9 Mio. Euro). Die Abschlusskosten lagen mit 11,3 Mio. Euro (2010: 8,8 Mio. Euro) volumengetrieben über dem Vorjahr. Die Abschlusskostenquote - das Verhältnis der Abschlussaufwendungen zur Beitragssumme des Neugeschäfts - sank um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 3,2 %. Die Verwaltungskosten unserer Gesellschaft stiegen auf 2,0 Mio. Euro (2010: 1,1 Mio. Euro). Der Anstieg ist durch eine Anpassung der Allokationsschlüssel begründet, die auf Grundlage einer Arbeitswertermittlung neu erhoben wurden. Bei einem Wachstum der gebuchten Beiträge um 8,5 % stieg die Verwaltungskostenquote gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozentpunkte auf 3,0 %. Leistungen für unsere KundenIm Berichtsjahr wandten wir 2,4 Mio. Euro für Leistungen an unsere Kunden auf. Weitere 3,8 Mio. Euro wurden für Rückkäufe gezahlt und zurückgestellt. Die Rückstellungen für Leistungsverpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern (Deckungsrückstellung (vermindert um aktivierte Ansprüche gegen den Versicherungsnehmer), Ansammlungsguthaben und Rückstellung für Beitragsrückerstattung) erhöhten sich deutlich um 64,0 Mio. Euro auf 340,4 Mio. Euro. Überschussbeteiligung der VersicherungsnehmerAufgrund des langjährigen historisch niedrigen Zinsniveaus und zur Ergebnisstabilisierung erfolgt für 2012 eine Absenkung der Überschussbeteiligung. Bei der winsecura Pensionskasse wird die laufende Verzinsung (Garantieverzinsung plus Zinsüberschussanteil) für das Jahr 2012 4,2 % betragen; einschließlich des Schlussgewinnanteils ergibt sich eine durchschnittliche Gesamtverzinsung von 4,5 %. Die Überschussanteilsätze für die einzelnen Tarife sind im Anhang auf den Seiten 51 bis 54 dargestellt. Ergebnis der operativen GeschäftstätigkeitDer Rohüberschuss wurde für eine Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung in Höhe von 3,7 Mio. Euro (2010: 2,7 Mio. Euro) sowie in Höhe von 1,5 Mio. Euro (2010: 1,0 Mio. Euro) für Direktgutschriften verwendet. Die winsecura Pensionskasse weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 0 Euro aus. Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 80 Tsd. Euro soll erneut vorgetragen werden. EigenkapitalausstattungUnsere Eigenkapitalausstattung stellt sich zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:
Erhöhter VersicherungsbestandIm Berichtsjahr erhöhte sich der Bestand an statistisch laufendem Beitrag um 11,2 % auf 70,6 Mio. Euro. Ebenso konnte die statistische Versicherungssumme um 10,7 % auf 1,44 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Anzahl der Verträge nahm um 7.746 (+ 11,9 %) auf 72.764 Stück zu. NeuzugangIm Berichtsjahr wurden 9.129 (2010: 6.877) neue Verträge abgeschlossen. Der neu abgeschlossene laufende Jahresbeitrag stieg um 32,4 % auf 13,1 Mio. Euro. Die aus dem Neuzugang resultierende Beitragssumme - definiert als laufender Jahresbeitrag multipliziert mit der Beitragszahlungsdauer zuzüglich der Einmalbeiträge - betrug im Berichtsjahr 351,3 Mio. Euro (+ 34,7 %). AbgangIm Geschäftsjahr 2011 gab es insgesamt 2.911 Abgänge (+ 2,0 %) mit einem statistisch laufenden Beitrag von 6,9 Mio. Euro (+ 8,0 %) und 131,8 Mio. Euro (+ 9,3 %) statistischer Versicherungssumme. Auf die vertragsmäßigen Abläufe entfielen 198 Tsd. Euro und auf die Abgänge durch Tod 59 Tsd. Euro laufender Beitrag. Die vorzeitigen Abgänge (Rückkäufe, Umwandlungen in beitragsfreie Versicherungen sowie sonstige vorzeitige Abgänge) sind um 1,4 % auf 5,3 Mio. Euro laufenden Beitrag zurückgegangen. Die Stornoquote (vorzeitiger Abgang im Verhältnis zum mittleren Bestand bezogen auf die Stückzahl) ging auf 1,2 % (2010: 2,6 %) zurück. Kapitalanlagenbestand wächst um 65,8 Mio. EuroNachdem sich in der ersten Jahreshälfte 2011 der positive Trend des vergangenen Geschäftsjahres auf den internationalen Kapitalmärkten zunächst fortsetzte, war die zweite Jahreshälfte von Unsicherheiten geprägt. Die Sorge vor einem Abkühlen der Weltwirtschaft und die kritisch beobachtete Schuldenkrise in der Eurozone hatten Kurseinbrüche an den Börsen und einen weiteren Rückgang des Zinsniveaus bonitätsstarker Anleihen zur Folge. Dies führte zu entsprechenden Wertsteigerungen im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere, die jedoch zum Teil durch erhöhte Risikoaufschläge vereinzelter Rentenpapiere kompensiert wurden. Die Aktienmärkte entwickelten sich im vergangenen Geschäftsjahr rückläufig. Der Deutsche Aktienindex (DAX) notierte Ende Dezember 2011 bei knapp 5900 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Rückgang von 15 %. Im selben Zeitraum sank der europäische Aktienmarkt gemessen am EuroStoxx 50 um 17 % auf 2.317 Punkte. Im Gegensatz dazu zeigte der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500 Index, trotzt signifikanter unterjähriger Schwankungen, im Vergleich zum seinem Vorjahreswert nahezu keine Veränderung. Die Leitzinsen im US-Raum blieben im vergangenen Geschäftsjahr wie im Vorjahr unverändert bei 0 bis 0,25 %. Im Euroraum stieg der Leitzins der Europäischen Zentralbank in der Mitte des Jahres bis auf 1,5 % an und fiel bis zum Ende des Jahres wieder auf sein Vorjahresniveau von 1 %. Der Zinssatz für 10-jährige Bundesanleihen sank bis Ende Dezember auf 1,8 % und erreichte damit einen historischen Tiefststand. Die winsecura Pensionskasse hat die Entwicklung an den Kapitalmärkten genutzt und durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem profitierte unsere Gesellschaft von den Vorteilen als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren. Im Geschäftsjahr 2011 wurden verstärkt Investitionen in Hypothekenpfandbriefe, Staatsanleihen und Anstalten der Euro-Kernländer sowie Unternehmensanleihen in Euro und US-Dollar vorgenommen. Darüber hinaus wurden Anlagen getätigt, die die Verwerfungen am Kapitalmarkt nutzen, um annähernd risikofrei zusätzliche Erträge zu erzielen. Der Kapitalanlagebestand unserer Gesellschaft ist im Berichtsjahr um 22,4 % auf 359,3 Mio. Euro (2010: 293,5 Mio. Euro) gestiegen. Der Anlageschwerpunkt lag im Jahr 2011 bei den Inhaberschuldverschreibungen sowie den Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen. Insgesamt waren 70,1 % (2010: 81,8 %) der Kapitalanlagen in Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen investiert. Der Bestand an Aktien und Investmentanteilen betrug 1,9 % (2010: 2,0 %) und besteht aus in Aktien investierten Publikumsfonds. Der Bestand an festverzinslich notierten Wertpapieren erhöhte sich auf 22,0 % (2010: 11,4 %) und ist dem Anlagevermögen zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2011 belief sich der Bestand einer von unserer Muttergesellschaft AXA, Paris, ausgegebenen Schuldverschreibung auf 5,0 Mio. Euro und wurde gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Der Bilanzausweis der Schuldverschreibung erfolgt unter Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Struktur der Kapitalanlagen
Struktur der Zugänge
Unterlassene AbschreibungenBei den Vermögenswerten des Anlagevermögens (gemäß § 341 b HGB) wurde im Berichtsjahr auf eine Abschreibung verzichtet. Im Jahr 2011 wurden 0,3 Mio. Euro (2010: 0,6 Mio. Euro) stille Lasten gemäß § 341 b HGB ausgewiesen; diese sind im Anhang näher erläutert. Zeitwerte der KapitalanlagenDie Bewertungsreserven als Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem Buchwert erhöhten sich zum 31. Dezember 2011 auf 22,2 Mio. Euro (2010: 7,9 Mio. Euro). Auch unter Berücksichtigung von gezahlten Agien und Disagien nahmen die Bewertungsreserven deutlich auf 22,1 Mio. Euro (2010: 7,0 Mio. Euro) zu. Risiken der zukünftigen EntwicklungDie Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung der Winsecura allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck. Wie durch § 64 a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) gefordert, verfügen wir über ein der Größe unserer Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem. Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 5) ein, innerhalb dessen Risiken als negative künftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind. Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozesse aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 5-20) dargestellt. Organisationseinheiten des RisikomanagementsDas Risikomanagement der winsecura ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland eingebunden. Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäftes ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene Organisationseinheiten und Gremien verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand wie auch das Risikokomitee als Gremium des Gruppenvorstandes sind zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Die Risikorunde ist das zentrale Kommunikationsgremium für Risikothemen auf Geschäftsbereichsebene und dient der Vorbereitung des Risikokomitees. Bei der Risikorunde liegt besondere Aufmerksamkeit auf der Förderung der Risikokultur über die zentrale Risikomanagementorganisation. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium für Themen zu Compliance- und operationalen Risiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Rückversicherungskomitee, dem Asset Liability Committee, dem Kapitalanlageausschuss und weiteren Gremien besprochen. Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee innerhalb der Gremiensitzungen beziehungsweise ad hoc sicher. RisikomanagementprozessDas Risikomanagement der winsecura erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Analyse und Bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Kommunikation/Berichterstattung zusammen. Risikoidentifikation:Die vollständige Erfassung aller Risiken erfolgt in Form von Risikopolicen sowie durch die Dokumentation und Beschreibung operationaler Risiken. Hierbei werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert. Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der mindestens quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen, durch die Aktualisierung der Risikopolicen und der Dokumentation und Beschreibung operationaler Risiken, im Rahmen der strategischen Planung und der Aktualisierung der Risikostrategie. Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der internen Revision möglich. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Ad-hoc-Berichterstattung direkt an das zentrale Risikomanagement. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Product Approval Process (PAP) von dem Bereich Value &Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und des Top Managements und einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationale Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements. Risikoanalyse und -bewertung:Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Das vorhandene Kapital zur Risikodeckung sind die vorhandenen Eigenmittel. Diese werden auf Basis einer nach ökonomischen Prinzipien gebildeten Solvenzbilanz ermittelt. Somit können identifizierte Risiken ihrer Wesentlichkeit nach eingeordnet werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können. Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wird eine qualitative Einschätzung vorgenommen. Das sich ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand der AXA Konzern AG und den Vorständen der einzelnen Versicherungsunternehmen kommuniziert, so dass diese bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten können. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests herangezogen. Risikosteuerung und -überwachung:Die Risikosteuerung umfasst das Treffen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in der winsecura. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll/ Ist-Abgleichs, zum Beispiel durch Nachverfolgung von Frühwarnindikatoren, werden Mängel frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren wie auch durch Beachtung der Risikotragfähigkeit beziehungsweise der Bereitschaft des Vorstandes, bestimmte Risiken zu übernehmen. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt. Kommunikation und Berichterstattung:Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital wird auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht verfasst, der den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das Audit Committee und die Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Zusätzlich sind sofortige Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des quartalsweise zusammenkommenden Risikokomitees besprochen, die zuvor innerhalb der ebenfalls quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen "Risikorunde" und "Compliance and Operational Risk Committee" diskutiert worden sind. Versicherungstechnische RisikenDie winsecura betreibt im Pensionskassengeschäft konventionelle Rentenversicherungen sowie Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Pensionskassengeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kosten- und Zinsgarantierisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtsprechung und Gesetzgebung. Biometrische RisikenBiometrische Risiken entstehen aus Abweichungen des tatsächlich beobachteten Risikoverlaufs zu den Annahmen der Kalkulation wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit. Sinkende Sterblichkeit, bewirkt zum Beispiel durch verbesserte medizinische Versorgung, führt bei Rentenversicherungen zu zusätzlichen Leistungen. Eine Erhöhung der Sterblichkeit, etwa hervorgerufen durch Epidemien, hätte wiederum einen gegenläufigen Effekt. In der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung führen Abweichungen von den eingerechneten zu den tatsächlichen Versicherungsereignissen zu Risiken. Diese gehen neben medizinischen und juristischen Veränderungen oft auch auf soziale und konjunkturelle Ursachen zurück. Unsere Gesellschaft steuert biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Im Rahmen des Prozesses zur Gestaltung neuer oder in Anpassung bestehender Produkte werden Risiken identifiziert, bewertet und es wird, sofern notwendig, eine Anpassung der Produktkalkulation vorgenommen. Durch die Zeichnungspolitik wird eine risikogerechte Tarifierung sichergestellt. Je nach Ergebnis der medizinischen und finanziellen Risikoprüfungen wird dem Kunden nur unter Akzeptanz eines Beitragszuschlages oder eines Risikoausschlusses ein Versicherungsvertrag angeboten. Bei Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt. Hierbei wird zum Einen ausführlich geprüft, ob der Leistungsfall eingetreten ist, zum Anderen werden Hilfestellungen für eine schnelle Rückkehr des Versicherungsnehmers in das Berufsleben erteilt. Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde oder der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln verwendet. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf der Deckungsrückstellungen frühzeitig erkannt. Mit Ausnahme der Teilbestände mit veralteten Rechnungsgrundlagen werden die verwendeten Wahrscheinlichkeitstafeln von der Aufsichtsbehörde und der DAV als ausreichend für die Berechnung der Deckungsrückstellung angesehen. Sie enthalten nach Einschätzung des verantwortlichen Aktuars für die Gesellschaft angemessene Sicherheitsspannen. Für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert sind, wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlungen der DAV im Jahr 2011 die Deckungsrückstellung weiter verstärkt. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wird weiter laufend analysiert. Risiken aus KundenverhaltenRisiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko auf Grund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen. Die Stornoquoten unserer Gesellschaft und in der Branche werden permanent beobachtet. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch begrenzt, so dass das resultierende Risiko als niedrig einzuschätzen ist. Bei anwartschaftlichen Rentenversicherungen hat der Kunde zum Zeitpunkt der Verrentung ein Kapitalwahlrecht. Dieses Risiko wird durch die Produktgestaltung beschränkt. Das angenommene Kundenverhalten wird bei der Verstärkung der Deckungsrückstellung bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Derzeit wird das Risiko auf Grund des Kapitalwahlrechtes als gering betrachtet. Es könnte aber steigen, falls sich herausstellt, dass sich das Kundenverhalten systematisch ändert. Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überwachung des Kundenverhaltens. KostenrisikoDas Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling. ZinsgarantierisikoDas professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Derzeitig und auch im Rahmen der Unternehmensplanung erwartet, liegt die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes. Die im März 2011 geänderte Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) sieht in § 5 Abs. 3 und 4 vor, dass für Versicherungen, deren Rechnungszins über dem in § 5 Abs. 3 DeckRV definierten Referenzzins liegt, die Deckungsrückstellung um eine Zinszusatzreserve zu erhöhen ist. Dieser Referenzzins betrug Ende 2011 3,92 %. Da der höchste Rechnungszins der Tarife der winsecura 3,25 % beträgt und damit unter dem Referenzzins liegt, war die Bildung einer Zinszusatzreserve nicht erforderlich. Das längere Anhalten eines Niedrigzinsszenarios wie in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 würde jedoch dazu führen, dass der Referenzzins in den nächsten Jahren weiter zurück gehen würde und die Deckungsrückstellung durch eine Zinszusatzreserve zu verstärken wäre. Risiken aus GesetzesänderungenDie Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung für den betroffenen (Teil-)Bestand. So ist nicht auszuschließen, dass sich aus Gesetzgebung und Rechtsprechung eine extensive Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten am 12. Oktober 2005 und 26. September 2007 ergangenen Urteile entwickeln könnte, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Ob wegen dieser Entwicklungen die Rückstellungen anzupassen sind, wird regelmäßig übergeprüft. Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte am 29. Juli 2009 in einem Verbandsprozess gegen ein Lebensversicherungsunternehmen ein Anerkenntnisurteil erlassen. Es handelte sich dabei um ein wettbewerbsrechtliches Verfahren zu der Frage, ob der Versicherer sich im Falle unechter unterjähriger Beitragszahlung auf eine bestimmte Klausel zu Ratenzahlungszuschlägen berufen darf, ohne dass hierbei der effektive Jahreszins gemäß der Preisangabenverordnung ausgewiesen wird. Das Urteil ließ die relevanten Fragen offen, da es sich lediglich um ein Anerkenntnisurteil und damit nicht um eine Grundsatzentscheidung handelte. Darüber hinaus liegen keine Urteilsgründe vor. In der Folge gab es in den Jahren 2010 und 2011 zu diesem Sachverhalt mehrere erst- sowie zweitinstanzliche Verfahren mit unterschiedlich ausgefallenen Urteilen. Wie die aufgeworfenen Fragen letztendlich zu beurteilen sind, kann nur ein weiteres höchstrichterliches Urteil zeigen. EuGH-Verfahren zur Gender Directive / Unisex-TarifeDas belgische Verfassungsgericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Juni 2009 die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob Artikel 5 (2) der Gender-Richtlinie (2004/113/EG) mit Europäischem Primärrecht (EG-Vertrag, Europäische Menschenrechtskonvention) vereinbar ist. In diesem Artikel ist ein Wahlrecht für die Mitgliedstaaten verankert. Danach dürfen die Versicherer bei der Tarifierung zwischen Frauen und Männern differenzieren, wenn der Mitgliedstaat es zulässt. Die unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein, die Begründung statistisch belegt werden. Deutschland hat dieses Wahlrecht durch die Regelung in § 20 (2) AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genutzt. Mit Urteil vom 1. März 2011 hat der EuGH festgestellt, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen eine Diskriminierung darstellt. Da die Ausnahmevorschrift des Art. 5 (2) der Richtlinie zudem unbefristet gilt, hat der EuGH diese ab dem 21. Dezember 2012 für ungültig erklärt. Die Leitlinien der EU-Kommission zum EuGH-Urteil und ein bisheriger Entwurf zu einem Umsetzungsgesetz deuten darauf hin, dass die Änderungen nicht das Bestands-, sondern nur das Neugeschäft betreffen werden. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem VersicherungsgeschäftDie fälligen Ansprüche gegenüber Versicherungsnehmern (insbesondere aus Beitragsforderungen) sowie die Ansprüche gegenüber Versicherungsvermittlern (insbesondere aus Konsortialgeschäft) betrugen zum Bilanzstichtag 1,8 Mio. Euro (2010: 2,5 Mio. Euro). Davon entfielen 0,1 Mio. Euro (2010: 0,1 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert. Risiken aus KapitalanlagenUnsere Gesellschaft verwaltet 359 Mio. Euro (2010: 293 Mio. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet. Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst. Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt: MarktrisikenDie Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen im Wesentlichen auf potenziellen Aktienkurs-, Zins- und Spread-Änderungen. Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht. Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Aktienkurse beziehungsweise der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:
Das Risiko von Marktwertverlusten aus unserem Aktienexposure ist durch den Einsatz von Optionen begrenzt. Bei ungünstigen Marktentwicklungen können außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden. Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem mögliche Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern. KreditrisikenDas Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Derivaten. Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft. Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen. Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mit Hilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen. Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert. Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Auch unsere Gesellschaft hält Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spread-Ausweitungen betroffen waren. Unsere Gesellschaft hält Fremdkapitalinstrumente, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden (9,4 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis). Dieses Exposure wird entweder direkt oder über strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen und Genussscheine. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmensanleihen ist im Bereich Investment Grade geratet. Das Portfolio der Genussscheine (Nominalwert 9 Mio. Euro) besteht zu einem großen Teil aus Papieren von Sparkassen und Landesbanken. Aufgrund der schwierigen Situation insbesondere einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen weiterhin das Risiko, dass als Folge von Bilanzverlusten ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und das Kapital herabgesetzt werden kann. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Genussscheine vorgenommen. Die stille Last wurde zum Jahresende auf Basis unserer internen Prognoserechnungen als nicht nachhaltig bewertet. Bei nachhaltigen, signifikanten Marktverschlechterungen sind außerplanmäßige Abschreibungen jedoch nicht ausgeschlossen. Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte. KonzentrationsrisikenDurch Konzentrationsrisiken wird die Diversifizierung des Portfolios vermindert, wodurch das Risiko hoher Verluste aufgrund von Einzelpositionen steigt. Sie stehen daher im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken. Konzentrationsrisiken werden durch Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht. LiquiditätsrisikenAufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt. Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird konzernintern Liquidität zur Verfügung gestellt. Risikosteuerung der KapitalanlagenInnerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht. Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von RisikomanagementInstrumenten zur Verfügung. Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Motive Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung werden aktuell nicht verfolgt. Monatlich wird im Kreditkomitee auf Vorstandsebene das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten besprochen. Das Audit Committee wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert. Operationale und sonstige RisikenOperationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen. AXA unterscheidet hierbei die Risikokategorien interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement. Als risikobewusstes Versicherungsunternehmen hat AXA Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationalen Risiken entwickelt und strebt deren Zertifizierung im Rahmen von Solvency II zum frühestmöglichen Zeitpunkt an. Seit 2010 führt AXA eine Sammlung von Daten aus operationalen Verlusten durch. Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. Der Fokus für 2012 liegt auf den Steuerungsinstrumenten für operationale Risiken. Bereits jetzt sind die operationalen Risiken in das interne Kontrollsystem integriert. Für die Identifizierung, Analyse und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Outsourcing-Verhältnissen ist ein Standard definiert, welcher vorsieht, dass im Vorfeld jeder Auslagerung auf Basis einer Risikoanalyse bewertet wird, ob Aktivitäten und Prozesse ausgelagert werden können und sollen. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationalen Risiken sollen mögliche Negativ-Folgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese Standards hat AXA per Januar 2012 aktualisiert. Im Jahr 2012 werden neue Organisationsstrukturen und Prozesse ausgerollt. Diese sehen vor, dass AXA interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:
Das Business Continuity Management trägt die Verantwortung für die form- und termingerechte Durchführung der Risikoeinschätzung. Weitere ständig überwachte Risken sind die strategischen Risiken, Reputations- und sonstige Rechtsrisiken: Die strategischen Risiken werden durch einen regelmäßigen systematischen Strategieentwicklungs- und Umsetzungsprozess gesteuert, in dem bereits zum Zeitpunkt der Definition von strategischen Initiativen Chancen und Risiken identifiziert und abgewogen werden. Zur Steuerung des Reputationsrisikos existieren Vorgaben hinsichtlich der Informationspolitik gegenüber Dritten. Des Weiteren wird die Medienberichterstattung kontinuierlich verfolgt, um auf die Gefahr eines Reputationsverlustes aufgrund negativer Berichterstattung zeitnah reagieren zu können. Gleichzeitig werden wesentliche Geschäftsentscheidungen auch auf mögliche Reputationsrisiken hin geprüft. Sonstige Rechtsrisiken, das heißt solche, die sich aus heutiger Sicht noch nicht konkretisieren, werden durch eine kontinuierliche Beobachtung der aktuellen Rechtssetzungsverfahren und der aufsichtsrechtlichen Entwicklungen auf nationaler wie europäischer Ebene sowie der relevanten Gerichtsentscheide frühzeitig identifiziert. Die Beobachtung wird sowohl durch die einzelnen Fachbereiche als auch fachbereichsübergreifend durch den Bereich Recht & Compliance durchgeführt. Im Bedarfsfall werden von den betroffenen Fachbereichen frühzeitig Analysen erstellt, um zu gewährleisten, dass das Unternehmen auf die möglichen rechtlichen Veränderungen vorbereitet ist. Kapitalmanagement und SolvabilitätDie Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt. Für die Solvabilität unserer Gesellschaft wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Der Bedeckungssatz für 2011 beträgt 139,3 % (2010: 145,2 %). Ziel der Solvency II-Richtlinie der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, so dass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten definiert (Säule III). Die Solvency II-Regelungen wurden im EU-Parlament im Jahr 2009 verabschiedet. Der Solvency II-Rich-linie vorgreifend, wurde die nationale Umsetzung von Solvency II bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG-Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG, VAG = Versicherungsaufsichtsgesetz) sowie das Rundschreiben 3/2009 (VA) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk VA) begonnen. Dem folgten mit § 64b VAG und der Versicherungs-Vergütungsverordnung (VersVergV) weitere Ergänzungen im Jahr 2010. Ungeachtet dessen, dass Änderungen der Solvency II-Rahmenrichtlinie für das erste Halbjahr 2012 durch die Omnibus II-Richtlinie erwartet werden, wurde in der zweiten Jahreshälfte 2011 die nationale Umsetzung weiter vorangetrieben (10. VAG Novelle). Innerhalb von § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben "Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)" der BaFin stellt die Durchführungsverordnung des § 64a VAG dar. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und mit gleichem Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen. § 64b VAG sowie die VersVergV definieren die Anforderungen an die Vergütungssysteme von Versicherungssystemen. Die Solvency II-Regelungen werden voraussichtlich zum Jahresbeginn 2013 in Kraft treten. Bis dahin müssen die Vorgaben der Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Für die vollumfängliche verbindliche Anwendung wird für die Versicherer voraussichtlich eine Frist bis zum 1. Januar 2014 eingeräumt werden. Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung, das voraussichtlich unter Solvency II als internes Modell dienen wird. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderungen aus Säule II und Säule III vor. Zusammenfassende Darstellung der RisikolageZum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der winsecura gefährden. Die vorhandenen Eigenmittel von 28,1 Mio. Euro übersteigen die zur Erfüllung der Solvabilitätsanforderungen notwendigen Eigenmittel um 7,9 Mio. Euro. (139,3 %). Sonstige AngabenZusammenarbeit im KonzernDie Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden von Dienstleistungsgesellschaften des deutschen AXA Konzerns und der AXA Gruppe ausgeübt. Im Einzelnen haben wir die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft im Rahmen von Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträgen auf folgende Gesellschaften übertragen:
VerbandszugehörigkeitUnsere Gesellschaft ist Mitglied im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Berlin, und beim Versicherungsombudsmann e.V., Berlin. Die winsecura Pensionskasse ist freiwillig dem Sicherungsfonds für Lebensversicherer, der Protektor Lebensversicherungs-AG, beigetreten. NachtragsberichtNach dem Schluss des Geschäftsjahres 2011 sind bei der winsecura Pensionskasse keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Ausblick und ChancenDie winsecura Pensionskasse gehört seit der Fusion der AXA mit der DBV-Winterthur zum AXA Konzern. Damit hat der AXA Konzern mit der Pro bAV Pensionskasse und der winsecura Pensionskasse zwei wettbewerbsstarke Pensionskassen am Markt. Aus wirtschaftlichen Erwägungen wurde deshalb beschlossen, das Neugeschäft ab 2012 auf eine Pensionskasse, nämlich die Pro bAV Pensionskasse, zu fokussieren. Die winsecura Pensionskasse wird daher ab der Tarifgeneration 2012 für das sogenannte "neue" Neugeschäft geschlossen. Neuabschlüsse in am 31. Dezember 2011 bestehenden Kollektivverträge sowie dynamische Erhöhungen und Neugeschäft bei verbundenen Unternehmen von Bestandskunden werden jedoch weiter angenommen. Auch der Kundenservice wird in gewohnt guter Qualität erfolgen und die unproblematische Abwicklung aller Bestandsvorgänge ist gewährleistet. Das "neue" Neugeschäft wird auf die Pro bAV Pensionskasse konzentriert. Das aktuelle Marktumfeld insbesondere für Pensionskassen ist derzeit sehr heterogen. Einerseits führt die europäische Staatsschuldenkrise zu einer erhöhten Unsicherheit an den Finanzmärkten. Es wird eine klare Richtungsentscheidung für die Zukunft gefordert damit eine Stabilität wiederhergestellt wird und eine Entspannung der Finanzmarktlage erfolgen kann. Bezüglich der weiteren Konjunkturentwicklung wird derzeit jedoch noch von einer Seitwärtsentwicklung im Winterhalbjahr und einem nachfolgenden erneuten Anstieg ausgegangen. Zudem sind durch den vorherrschenden Fachkräftemangel sowie das Verbraucherverhalten aufgrund der Situation des gesetzlichen Rentenversicherungssystems positive Effekte für die betriebliche Altersversorgung zu erwarten. Der Gesetzgeber hat für die Tarifgeneration 2012 einen veränderten Rechnungszins vorgesehen. Der Rechnungszins beträgt nunmehr 1,75%. Auch mit diesem reduzierten garantierten Rechnungszins und nach der für das Jahr 2012 in Folge der am Kapitalmarkt anhaltenden Niedrigzinsphase erfolgten Reduktion der Zinsüberschussbeteiligung belegt die Tarifgeneration 2012 der winsecura Pensionskasse im Markt der Wettbewerbspensionskassen eine gute Position. Es bleibt abzuwarten wie sich der nachlassende konjunkturelle Schwung auf die betriebliche Altersversorgung auswirkt. Aktuell wird zwar keine wesentliche Veränderung am Arbeitsmarkt erwartet, dennoch ist die Entwicklung der europäischen Staatsschuldenkrise auch maßgeblich für die weitere Entwicklung der Beschäftigungszahlen im Jahr 2012 in der Bundesrepublik Deutschland. Sollte sich die finanzielle Lage der europäischen Länder weiter verschärfen ist auch eine im Vergleich zu heute entgegengesetzte Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes wahrscheinlich. Dem gegenüber steht allerdings das für die Arbeitgeber immer größer werdende Problem des qualifizierten Führungskräfte- sowie Fachkräftemangels, das durch die demographische Entwicklung in Deutschland noch verstärkt wird. Deutsche Arbeitgeber werden gezwungen sein, attraktive Leistungen zur Gewinnung und Bindung von qualifizierten Arbeitnehmern einzurichten. Die betriebliche Altersversorgung bietet hierfür in Form von arbeitgeber- und mischfinanzierten Versorgungsmodellen attraktive Lösungsmöglichkeiten. Unabhängig von der demographischen Entwicklung sorgt die anhaltende Diskussion um das gesetzliche Rentenversicherungssystem für eine steigende Nachfrage der Verbraucher nach Altersversorgungssystemen. Das Bewusstsein bei den Verbrauchern wächst, wenn auch langsam, stetig an. Aus diesem sich ändernden Verbraucherverhalten wird sicherlich auch die betriebliche Altersversorgung positive Ergebnisse erzielen können. Die winsecura Pensionskasse kann bezogen auf das Bestandsneugeschäft von diesen Entwicklungen partizipieren. Sie bietet sowohl für den Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer der bestehenden Kollektivverträge attraktive Produkte an, die flexibel auf während der Laufzeit auftretende veränderte Lebensumstände reagieren können. Im Jahr 2012 muss sich die gesamte Versicherungsbranche bedingt durch eine neue europäische Gesetzgebung mit der Einführung von sogenannten Unisex-Tarifen beschäftigen. Bisher wurden Tarife der Lebensversicherung geschlechtsspezifisch kalkuliert. Dies muss für Verträge, die nach dem 21. Dezember 2012 neu abgeschlossen werden, geändert werden. Es sind dann nur noch geschlechterunabhängige Rechnungsgrundlagen zu verwenden (Unisex-Tarife). Offen ist derzeit noch, ob diese Neuregelung nur für die private Altersversorgung gelten wird oder auch für die betriebliche Altersversorgung. Darüber hinaus wird sich voraussichtlich im Jahr 2012 entscheiden, ob die Anforderungen aus Solvency II neben den Lebensversicherungsunternehmen auch die Pensionskassen betreffen werden, und ob die Solvency II - Anforderungen bereits wie ursprünglich vorgesehen ab dem 1. Januar 2013 oder erst ab einem späteren Termin zu erfüllen sind. Entsprechend der Planung erwartet die winsecura Pensionskasse für 2012 und 2013 ausgeglichene Ergebnisse. Erklärung über Beziehungen zu verbundenen UnternehmenWir haben nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen mit Sitz im In- und Ausland aufgestellt und darin abschließend erklärt: "Bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen oder in deren Interesse oder auf deren Veranlassung mit Dritten hat unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt der Vornahme des Rechtsgeschäft bekannt waren, eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen oder Rechtsgeschäfte, die auf Veranlassung oder im Interesse verbundener Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, führten im Geschäftsjahr 2011 zu keinem wirtschaftlichen Nachteil für unsere Gesellschaft."
Wiesbaden, den 12. April 2012 Der Vorstand Anlagen zum LageberichtBetriebene VersicherungsartenDie Produktpalette umfasst klassische Vorsorgeprodukte wie eine Altersrente mit optionaler Hinterbliebenenversorgung. Eine Grundsicherung bei Eintritt einer Erwerbsminderung ist obligatorisch eingeschlossen. Der Fokus wird jedoch auf eine leistungsfähige Altersvorsorge gelegt. Das Versicherungsangebot umfasst
Dazu ist die Wahl einer garantierten Dynamik im Rentenbezug möglich, was vor dem Hintergrund des § 16 BetrAVG zusätzliche Sicherheit gewährt. Für Tarife, die unterschiedliche Prämien oder Leistungen für Männer und Frauen vorsehen, erfolgt die Kalkulation nach den der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) anerkannten statistischen und versicherungsmathematischen Daten. Ausführlichere Informationen dazu finden Sie auf unserer Internetseite www.winsecura.de. Zu dem EuGH-Urteil vom 1. März 2011 zu geschlechtsspezifischen Versicherungstarifen wird auf den Abschnitt "Risiken der zukünftigen Entwicklung" verwiesen. Statistische AngabenA. Bewegung des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen im Geschäftsjahr 2011
B. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen (ohne Zusatzversicherungen) im Geschäftsjahr 2011
C. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Zusatzversicherungen im Geschäftsjahr 2011
D. Bewegung des Bestandes an Versorgungsverhältnissen im Geschäftsjahr 2011
Bestand an Zusatzversicherungen im Geschäftsjahr 2011E. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Zusatzversicherungen im Geschäftsjahr 2011
F. Beitragssumme des Neuzugangs im Geschäftsjahr 2011:351.303 Tsd. Euro GewinnverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 beträgt 79.828,67 Euro. Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden:
GewinnverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung hat am 21. Mai 2012 auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, den sich aus dem Gewinnvortrag des Jahres 2010 ergebenden Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 36.552.085,49 Euro in die Gewinnrücklage einzustellen. JahresabschlussBilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B.II. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341 f HGB sowie der auf Grund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des § 11c in Verbindung mit § 118b Abs. 5 Satz 2 VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 13. Januar 2012 genehmigten Geschäftsplan berechnet worden.
Wiesbaden, den 10. April 2012 Der Verantwortliche Aktuar Dr. Peter Julius Gemäß § 73 des VAG wird hiermit bestätigt, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt worden ist.
Wiesbaden, den 10. April 2012 Der Treuhänder Hans Riedel
Wiesbaden, den 12. April 2012 Der Vorstand Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
AnhangJahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Eine unter der Position Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesene Inhaberschuldverschreibung wurde entsprechend den Regeln für die dem Anlagevermögen zugeordneten Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren bewertet. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet waren, wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bilanziert. Zur Beurteilung, ob eine dauernde Wertminderung vorliegt und eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert erfolgt, kommen folgende Methoden zur Anwendung: Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20% unter dem Buchwert. Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden zwölf Monaten permanent um mehr als 10% unter dem Buchwert. Bei Erfüllung von mindestens einem dieser Aufgreifkriterien erfolgt eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert. Zusätzlich erfolgt eine Beurteilung unter besonderer Berücksichtigung der erwarteten beziehungsweise eingetretenen Zahlungsausfälle aus entsprechenden. Investmentanteile, die überwiegend Aktien beinhalten, wurden als eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existieren. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet waren, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst. Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapiers wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapiers einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings / der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-) Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existieren. Namensschuldverschreibungen wurden mit dem Nennbetrag bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst. Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst. Übrige Ausleihungen wurden, soweit es sich um Darlehen handelt, mit den Anschaffungskosten bilanziert. Auf den Namen lautende Papiere wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Falls erforderlich wurden die übrigen Ausleihungen vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden bei auf den Namen lautenden Papieren aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst. Die Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt. Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden mit den Nennbeträgen aktiviert, vermindert um vorzunehmende Einzelwertberichtigungen. Die sonstigen Forderungen aktivierten wir mit dem Nennbetrag. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurden mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht. Andere Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag aktiviert. Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Passiva Beitragsüberträge wurden für jede einzelne Versicherung unter Zugrundelegung des tatsächlichen Beginns der Versicherungsperiode berechnet. Bei der Ermittlung der übertragsfähigen Beitragsteile wurde der koordinierte Ländererlass vom 20. Mai 1974 beachtet. Die bereits verausgabten Kosten wurden gekürzt. Die Deckungsrückstellung wurde fürden Altbestand im Sinne des § 11c in Verbindung mit § 118b Abs. 5 Satz 2 VAG nach dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zuletzt am 13. Januar 2012 genehmigten Geschäftsplan und für den Neubestand nach den Grundsätzen berechnet, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gem. § 13d Nr. 6 VAG mitgeteilt worden sind. Sie wurde einzelvertraglich nach der prospektiven Methode ermittelt. Zu gezillmerten Rentenversicherungen wurde der negative Betrag zum Nennbetrag aktiviert. Zu Rentenversicherungen, die ab 1. Januar 2008 neu abgeschlossen wurden, wurde auch die Auffüllung der Deckungsrückstellung auf den Mindestrückkaufswert gem. § 169 Abs. 3 Versicherungsvertragsgesetz aktiviert. Bei den Berechnungen wurde der genaue Beginntermin der Versicherungen zugrunde gelegt. Zur Ermittlung der Deckungsrückstellung wurden folgende Rechnungsgrundlage herangezogen:
Für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert sind, wurde für die Deckungsrückstellung einzelvertraglich eine Vergleichsrechnung vorgenommen. Dabei wurde mit der aktuariell anerkannten Methode der linearen Trenddämpfung ein Vergleichsdeckungskapital ermittelt. Falls dieses höher als das tarifliche Deckungskapital war, wurde die Differenz, multipliziert mit der Erfahrungs-Quote der Verträge die nicht stornieren und auch nicht vom Kapitalwahlrecht Gebrauch machen, ermittelt und in der Höhe der Summe dieser Beträge eine gesonderte Reserve gebildet. Die in Einzelreservierung gebildete Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die voraussichtlichen Leistungen für die zum Zeitpunkt der Bestandsfeststellung gemeldeten, aber noch nicht ausgezahlten Versicherungsfälle. Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. Die innerhalb dieser Rückstellung gebundenen Mittel für Schlussüberschussanteile wurden entsprechend den Bestimmungen des § 28 Abs. 7 RechVersV und den für den regulierten Bestand genehmigten Geschäftsplänen ermittelt. Hierbei wurden für Versicherungen des regulierten Bestandes zu bindende Schlussüberschussanteile für Versicherungen, die im Folgejahre nicht ablaufen, einzelvertraglich und prospektiv mittels m/n-tel Verfahren ermittelt. Die Diskontierungen wurden mit einem Zinssatz von 6,0 % vorgenommen, der entsprechende Zuschläge als Korrektur für die durch vorzeitige Bestandsabgänge bzw. Tod anfallenden Schlussüberschussanteile enthält. Zur Anfinanzierung der deklarierten Nachdividende wurde pauschal für den regulierten Bestand ein angemessener Betrag gebunden. Zu bindende Schlussüberschussanteile und Nachdividenden für Versicherungen des deregulierten Bestandes, die im Folgejahr nicht ablaufen, wurden auf Basis der aktuell erreichten widerruflichen Anwartschaft einzelvertraglich ermittelt und um die Restlaufzeit diskontiert. Die Diskontierungen wurden hierbei mit einem Zinssatz von 6,0 % vorgenommen, der entsprechende Zuschläge als Korrektur für die durch vorzeitige Bestandsabgänge bzw. Tod anfallenden Schlussüberschussanteile enthält. Für im Folgejahr ablaufende Versicherungen wurden Schlussüberschussanteile undiskontiert und in der bei Ablauf anfallenden Höhe gebunden. Für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft entsprechen die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen den Vereinbarungen in den Rückversicherungsverträgen. Hier gelten grundsätzlich dieselben Berechnungsmethoden wie für das selbst abgeschlossene Bruttogeschäft. Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als einem Jahr wurden demnach gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1, Satz 4 HGB mit den hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen abgezinst. Alle anderen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Gewinn- und VerlustrechnungErträge und Aufwendungen wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Zeitwerte der KapitalanlagenDie Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV. Die Angaben wurden zum Bilanzstichtag erstellt. Der beizulegende Zeitwert der als Ausleihungen an verbundene Unternehmen klassifizierten Schuldverschreibung wurde anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2011 ermittelt. Als beizulegende Zeitwerte für Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden Börsenkurse, Rücknahmepreise oder Nettoinventarwerte per 31. Dezember 2011 verwendet. Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2011 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf Grundlage von Discounted-Cash-Flow-Methoden ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte für Schuldscheindarlehen und Namenspapiere, sonstige Ausleihungen und andere Kapitalanlagen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2011 ermittelt. Einbeziehung in den KonzernabschlussDurch die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, verlegten wir einzelne Buchungsschlusstermine und grenzten die Zahlungsvorgänge über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab. Es ergaben sich dadurch keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Angaben zu BilanzAktiva Entwicklung der Aktivposten A im Geschäftsjahr 2011
Im Zuge der Änderung des § 341 c HGB wurde eine Anpassung der Bilanzwerte zum 01. Januar 2011 vorgenommen. Die Anpassung der sonstigen Ausleihungen wurde in Höhe von 1,6 Mio. Euro unter den Zugängen sowie in Höhe von 0,6 Mio. Euro unter den Abgängen berücksichtigt. Die veränderten Vorgehensweisen sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Zeitwerte der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2011 gem. §54 RechVersV
Die Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen beträgt 317 Mio. Euro, die Gesamtsumme des beizulegenden Zeitwerts selbiger Kapitalanlagen beläuft sich auf 336 Mio. Euro. Hieraus ergibt sich ein Saldo von 19 Mio. Euro. A.II. Sonstige KapitalanlagenZuordnung von Kapitalanlagen zum Anlagevermögen gemäß § 341 b Abs. 2 HGBAuf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die winsecura Pensionskasse die Möglichkeit (gemäß § 341 b HGB) in Anspruch, Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zuzuordnen, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der winsecura Pensionskasse wie folgt getroffen worden: Im Berichtsjahr waren Kapitalanlagen in Höhe von 90.608 Tsd. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet (2010: 44.229 Tsd. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 25,2 % an den gesamten Kapitalanlagen (2010: 15,1 %). 1. Grundlage für die Bestimmung Die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet: 1.1. Die winsecura Pensionskasse ist in der Lage, die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können. 1.2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die winse-cura Pensionskasse die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen. 1.3. Die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotgemäße Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet 2. Voraussichtlich dauernde Wertminderung Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung (gemäß § 341b HGB) vorgenommen. Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Aktien, Investmentanteilen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Unter Anwendung dieser Methoden ergab sich keine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen auf Aktieninvestmentanteile, die jeweils als ein eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet werden. Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich ebenfalls keine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen. Zum 31. Dezember 2011 waren dem Anlagevermögen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 9.936 Tsd. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 307 Tsd. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen:
B.I.1. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an VersicherungsnehmerAuf die noch nicht fälligen Ansprüche gegen Versicherungsnehmer wurde eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Auf fällige Forderungen gegen Versicherungsnehmer wurde wegen Geringfügigkeit keine Pauschalberichtigung gebildet.
B.II. Sonstige ForderungenEs handelt sich im Wesentlichen um Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von 1.635 Tsd. Euro (2010: 2.743 Tsd. Euro). C.II. Andere VermögensgegenständeHierbei handelt es sich um Forderungen aus vorausgezahlten Versicherungsleistungen in Höhe von 275 Tsd. Euro (2010: 227 Tsd. Euro) sowie Abgrenzungen aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine. D. RechnungsabgrenzungspostenI. Abgegrenzte Zinsen und MietenHier sind Zinserträge ausgewiesen, die auf die Zeit bis zum Abschlussstichtag entfallen, aber noch nicht fällig sind. II. Sonstige RechnungsabgrenzungspostenHier ist ab dem Jahr 2011 nach erfolgter Umsetzung der Kapitaladäquanzrichtlinie ausschließlich das auf Folgejahre entfallende Agio der sonstigen Ausleihungen mit 452 Tsd. Euro (2010: 198 Tsd. Euro) ausgewiesen. Aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmungen des § 341c HGB wurden die Agiobeträge für Schuldscheindarlehen erstmalig ab 2011 in der Bilanzposition A.II.2 angesetzt Passiva A.I. gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt 10.000.000 Euro und ist eingeteilt in 10.000.000 Stück auf den Namen lautende Aktien im Nennwert von je 1 Euro. Die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden, hat uns mitgeteilt, dass sie zu 100 % beteiligt ist. A.II. KapitalrücklageDer Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr 10.800 Tsd. Euro. A.III. GewinnrücklageDie gesetzliche Rücklage beträgt wie im Vorjahr 2 Tsd. Euro. Die anderen Gewinnrücklagen bleiben in Höhe von 17 Tsd. Euro gegenüber dem Vorjahr unverändert. A.IV. BilanzgewinnEs wird der Hauptversammlung vorgeschlagen den Bilanzgewinn in Höhe von 80 Tsd. Euro auf neue Rechnung vorzutragen. B.IV. Rückstellung für die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung
Die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer und die Überschuss anteilsätze sind auf den Seiten 51 bis 54 erläutert. C. Andere RückstellungenC.I. Sonstige Rückstellungen
E.I.1. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber VersicherungsnehmernDarin sind gutgeschriebene Überschussanteile in Höhe von 2.460 Tsd. Euro (2010: 1.796 Tsd. Euro) enthalten. E.III. Sonstige VerbindlichkeitenHier sind unter anderem Verbindlichkeiten aus dem Konsortialgeschäft in Höhe von 1.315 Tsd. Euro (2010: 1.721 Tsd. Euro) und Verbindlichkeiten aus dem laufenden Verrechnungsverkehr gegenüber verbundenen Unternehmen mit 1.136 Tsd. Euro (2010: 406 Tsd. Euro) enthalten. Die Restlaufzeit aller Verbindlichkeiten liegt unter einem Jahr. E. RechnungsabgrenzungspostenHier ist ausschließlich das auf Folgejahre entfallende Disagio der sonstigen Ausleihungen mit 344 Tsd. Euro (2010: 391 Tsd. Euro) ausgewiesen. Aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmungen des § 341c HGB wurden die Disagiobeträge für Schuldscheindarlehen erstmalig ab 2011 in der Bilanzposition A.II.2 in Abzug gebracht. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungI.1.a Gebuchte Bruttobeiträge
Bei den gebuchten Beiträgen handelt es sich ausschließlich um Beiträge aus Kollektivversicherungen mit Gewinnbeteiligungen. RückversicherungssaldoDer Rückversicherungssaldo für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft weist einen Betrag zu unseren Gunsten in Höhe von 16 Tsd. Euro (2010: -13 Tsd. Euro) aus. Dieser Betrag enthält die gebuchten Beiträge, die an den Rückversicherer abgegeben werden sowie deren Anteile an den Aufwendungen für Versicherungsfälle und der Veränderung der Deckungsrückstellung. II.2. Sonstige AufwendungenIm Rahmen des Programms "Focus to Perform" wurden weitere Kosten in Höhe von 123 Tsd. Euro (2010: 104 Tsd. Euro) für Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erfasst. Die Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes betrugen 111 Tsd. Euro (2010: 52 Tsd. Euro). Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter; Personalaufwendungen
Überschussbeteiligung für VersicherungsnehmerDie Überschussanteile für das Kalenderjahr 2012 werden wie folgt festgelegt: Alle Versicherungen, außer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen:Wir unterscheiden nach Versicherungen mit Rechnungszins 3,25 % ("Altbestand"), Versicherungen mit Rechnungszins 2,75 % ("Neubestand A"), Versicherungen mit Rechnungszins 2,25 % (Neubestand B") und Versicherungen mit Rechnungszins 1,75 % ("Neubestand C) Versicherungen des Neubestandes A, B und C(mit Rechnungszins 2.75 % [entspricht A], 2,25 % [entspricht B] und 1,75 % [entspricht C] ). Die Überschussbeteiligung besteht aus einer Zins-Überschussbeteiligung, die für anwartschaftliche Versicherungen um eine Schluss-Überschussbeteiligung und eine Nachdividende zum Ende der Anwartschaftszeit ergänzt wird. Anwartschaftliche Versicherungen erhalten Zinsüberschussanteile in Höhe von
des Versichertenguthabens. Sie werden zum Schluss des im laufenden Kalenderjahr endenden Versicherungsjahres gewährt, während der Aufschubzeit verzinslich angesammelt (und bei Rentenbeginn zur Erhöhung der Rente verwandt) oder zur sofortigen Erhöhung der versicherten Rente verwandt (Bonus). Versicherungen des Neubestandes im Rentenbezug erhalten Zinsüberschussanteile in Höhe von
des Deckungskapitals. Sie dienen der Erhöhung der erreichten Jahresrente. Die Schluss-Überschussanteile betragen für 2012 endende Versicherungen und in 2012 endende Anwartschaften
des erreichten Ansammlungsguthabens bzw. des erreichten Bonusdeckungskapitals für den Neubestand. Hierbei werden beitragsfreie Versicherungsjahre bei der Gewichtung der Bemessungssumme hälftig berücksichtigt. Die Schluss-Überschussanteile werden für Versicherungen, die vor dem 1. Januar 2008 begonnen haben, bei Beendigung der Aufschubzeit, frühestens nach Ablauf eines Drittels der Versicherungsdauer, jedoch spätestens nach Ablauf von 10 Jahren fällig. Endet die Versicherung durch vorzeitigen Eintritt des Versicherungsfalls oder Rückkauf erfolgt eine zeitanteilige Kürzung. Für Versicherungen, die ab dem 1. Januar 2008 begonnen haben, werden die Schluss-Überschussanteile ebenfalls bei Beendigung der Aufschubzeit gewährt, jedoch frühestens, wenn die Versicherte Person das 60. Lebensjahr vollendet hat und Restdauer bis zum planmäßigen Ende der Aufschubzeit 10 Jahre nicht übersteigt. Die Nachdividende wird in Prozent des Deckungskapitals (Grundversicherung ohne Bonus) zum Stichtag des Abgangs bemessen und entsprechend den Modalitäten bei der Schluss-Überschussbeteiligung gewichtet. Der Prozentsatz beträgt für 2012 endende Versicherungen und in 2012 endende Anwartschaften: Teilbestand A und B:Staffel N1_12: Nachdividende in % 0,30 % für jedes vollendete Versicherungsjahr, höchstens jedoch 6,00 % Teilbestand C:Staffel N2_12: Nachdividende in % 0,20 % für jedes vollendete Versicherungsjahr, höchstens jedoch 6,00 % Die Nachdividende wird im laufenden Kalenderjahr allen Versicherungen gewährt, die vor dem 1. Januar 2008 begonnen haben und bei denen der Eintritt des Versicherungsfalls oder der Rückkauf in den Zeitraum ohne Stornoabzug fällt. Für Versicherungen, die ab dem 1. Januar 2008 begonnen haben, gelten für eine Gewährung einer Nachdividende die gleichen Voraussetzungen wie bei den Schluss-Überschussanteilen. Alle anwartschaftlichen Versicherungen des Neubestandes erhalten eine Direktgutschrift in Höhe von
des Versichertenguthabens. Die Direktgutschrift wird wie die laufende Überschussbeteiligung fällig und auf die Zinsüberschussbeteiligung angerechnet. Versicherungen mit Rechnungszins 3,25 %, Altbestand:Die stärker als erwartet gestiegene Lebenserwartung hat Maßnahmen zur Verstärkung der Rückstellungen bei Rentenversicherungen erforderlich gemacht. Deshalb hat die winsecura Pensionskasse aus Mitteln, die nicht von den Versicherungsnehmern finanziert wurden, zusätzliche Rückstellungen nach Abstimmung und Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde gebildet. Diese Aufwendungen sollen mittels eines durch die Aufsichtsbehörde genehmigten Verfahrens zu Lasten derjenigen, die im Leistungsbezug von der durch diese Maßnahme gewonnenen Sicherheit profitieren, zurückgeführt werden. Versicherte, die durch Tod oder Kündigung in der Aufschubzeit oder auch durch Wahl einer Kapitalabfindung hiervon keinen Vorteil haben, werden so gestellt werden, wie dies ohne die Zusatzrückstellung und deren Rückführung geschehen wäre. Dies vorausgeschickt, ergeben sich die folgenden Festlegungen für den Altbestand. Die anwartschaftlichen Versicherungen erhalten eine laufende Zinsüberschussbeteiligung und eine Schluss-Überschussbeteiligung in Prozent der jeweiligen Bemessungsgröße. Die Sätze im Altbestand betragen im Einzelnen:
Zusätzlich zu der laufenden Zins-Überschussbeteiligung werden bei anwartschaftlichen Versicherungen in der Art einer Direktgutschrift weitere 0,75 % der Bemessungsgröße einer gesonderten Rückstellung zugeführt. Diese Rückstellung dient im Rentenbezug zur Finanzierung der erhöhten Leistungsdauer; bei Abgang ohne Rentenleistung in der Aufschubzeit erhöht sie die Leistung aus der Überschussbeteiligung entsprechend. Zins-Überschussanteile und die Werte nach Art der Direktgutschrift werden zum Schluss des im laufenden Kalenderjahr endenden Versicherungsjahres gewährt. Bemessungsgröße ist für Versicherungen in der Aufschubzeit das Versicherungsnehmer-Guthaben, sonst das Deckungskapital. Laufende Überschussanteile werden in der Aufschubzeit verzinslich angesammelt und ab Rentenbeginn zur Erhöhung der Rente verwandt, sofern keine andere Verwendungsform vereinbart wurde. Bei in die Rentenzahlung wechselnde Versicherungen wird an Stelle der Schluss-Überschüsse und Nachdividenden eine Zahlung, die sich nach den Regularien des SchlussÜberschusses (16 % des Ansammlungsguthabens) und der Nachdividende (0,3 % des Deckungskapitals (Grundversicherung ohne Bonus) für jedes vollendete Versicherungsjahr, höchstens jedoch 6 %) bemisst, auf die Refinanzierung der Verstärkung der Deckungsrückstellung angerechnet. Bei Abgang ohne Rentenleistung werden die zur Tilgung der Verstärkung der Deckungsrückstellung vorgesehenen Mittel dem Kunden in voller Höhe ausgezahlt. Bei Rentenbeginn werden diese Mittel, wenn und soweit sie die erforderliche Verstärkung übersteigen, ebenfalls gut gebracht und zur Leistungserhöhung nach Maßgabe des dann geltenden genehmigten Geschäftsplans verwendet. Versicherungen des Altbestandes im Rentenbezug, bei denen keine Beträge zur Tilgung der Verstärkung der Dekkungsrückstellung offen sind, erhalten Zinsüberschussanteile in Höhe von 0,95 % des Deckungskapitals. Sie dienen der Erhöhung der erreichten Jahresrente. Verteilung von BewertungsreservenAnwartschaftliche Rentenversicherungen sind beim Ausscheiden aus dem Bestand oder Wechsel in den Rentenbezug zur Hälfte an den verteilungsfähigen Bewertungsreserven nach einer verursachungsorientierten Maßzahl beteiligt. Maßzahl ist ein Prozent der Summe der verteilungsrelevanten Versichertenguthaben der letzten zehn Bewertungsstichtage, soweit diese nicht vor dem 31.12.2002 liegen. Im Deklarationsjahr 2012 begünstigte Versicherungen erhalten eine Sockelbeteiligung von 0 % dieser Maßzahl. Rentenversicherungen im Leistungsbezug werden ebenfalls beteiligt. Diese Beteiligung dient der Erhöhung der erreichten Rente. Für den Deklarationszeitraum ergibt sich ein Satz von 0,35 %. Die Erhöhung wird zeitgleich mit der Erhöhung aus Überschussbeteiligung vorgenommen, so dass sich eine Gesamterhöhung wie folgt ergibt:
Der Altbestand wird sinngemäß behandelt. Das heißt, da die vorhandenen Werte aus Bewertungsreserven stets zur Rentenerhöhung verwendet werden, dass sich bei Versicherungen des Altbestandes im Rentenbezug, bei denen keine Beträge mehr zur Tilgung der Verstärkung der Deckungsrückstellung offen sind, sich eine Gesamterhöhung in Höhe von 1,30 % = 0,35 % + 0,95 % ergibt. Bei nicht ausfinanzierten Verträgen im Rentenbezug ergibt sich 0,35 % = 0,35 % + 0,00 %. Berufsunfähigkeits-ZusatzversicherungFür die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung müssen wir nach Einführung der Tarifgeneration 2010 nunmehr zwei Teilbestände unterscheiden: BU-I und BU-II. Dabei sind in BU-II die Versicherungen nach Tarifgeneration 2010 und 2012 erfasst, in BU-I die restlichen. Die Überschussanteilsätze für BU-I werden wie folgt festgelegt: In der Anwartschaft (vor Eintritt einer Berufsunfähigkeit) gelten je nach gewählter Überschussverwendungsform die folgenden Überschussanteilsätze:
Im Rentenbezug (nach Eintritt einer Berufsunfähigkeit) gelten die folgenden Überschussanteilsätze:
Die Überschussanteilsätze für BU-IIwerden hinsichtlich des Leistungsfallbonus und hinsichtlich der beitragsproportionalen Überschussanteile in Abhängigkeit von der Berufsgruppe wie folgt festgelegt: In der Anwartschaft (vor Eintritt einer Berufsunfähigkeit) gelten je nach gewählter Überschussverwendungsform die folgenden Überschussanteilsätze: 4,20 % p.a. Ansammlungszins sowie berufsklassenabhängig:
Im Rentenbezug (nach Eintritt einer Berufsunfähigkeit) gelten die folgenden Überschussanteilsätze
Hinsichtlich der Beteiligung an Bewertungsreserven gilt für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen nach BU-I und BU-II: Überschussberechtigte anwartschaftliche Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen mit abgekürzter Beitragszahlungsdauer oder in der beitragsfreien Phase werden bei Vertragsbeendigung bzw. bei Eintritt des Leistungsfalles an den Bewertungsreserven beteiligt. Die Auszahlung richtet sich nach einer mit einem vereinfachten Verfahren errechneten Maßzahl und dem gesetzlich vorgesehenen Anteil (50 %) an tatsächlich vorhandenen Bewertungsreserven zum 1. Börsentag nach dem 30. September des Vorjahres und erfolgt in Form einer Schlusszahlung in Höhe von 230 % der Bemessungsgröße für im Kalenderjahr 2012 endende Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen. Eine Sockelbeteiligung gibt es nicht. Sonstige AngabenAngaben gem. § 285 Nr. 3 und 3a HGBDie winsecura Pensionskasse ist gemäß §§ 124 (2) VAG freiwillig Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Diese Sicherungseinrichtung schützt Versicherte vor den Folgen der Insolvenz eines Lebensversicherers. Hieraus ergibt sich vor allem die Chance von den Kunden als sicherer Partner für Ihre Risiko- und Altersvorsorge gesehen zu werden. Es besteht das Risiko im Rahmen dieses Kollektives der deutschen Lebensversicherer in Höhe der im folgenden genannten Beträge in Anspruch genommen zu werden. Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 %o der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 %o der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Die zukünftigen Verpflichtungen hieraus betragen für unsere Gesellschaft wie im Vorjahr 0 Euro. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 %o der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 407 Tsd. Euro (2010: 255 Tsd. Euro). Zusätzlich hat sich die winsecura Pensionskasse verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 3.665 Tsd. Euro (2010: 2.293 Tsd. Euro). Angaben gem. § 285 Nr. 7 HGBAlle Tätigkeiten für unsere Gesellschaft werden im Rahmen von Dienstleistungsverträgen durch zum Konzern gehörige Dienstleistungsgesellschaften übernommen. Eine Angabe der Mitarbeiteranzahl entfällt daher. Angaben gem. § 285 Nr. 9 HGBVorstandsbezüge und Aufsichtsratsbezüge sind im Berichtsjahr keine entstanden. Am Jahresende bestanden weder gegenüber Vorstandsmitgliedern noch gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern Darlehen. Es wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Angaben gem. §285 Nr. 17 HGBBezüglich der Angaben über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, in dem die winsecura Pensionskasse zum 31. Dezember 2011 einbezogen wird. Angaben gem. §285 Nr. 26 HGBWeiterführende Angaben zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen (im Sinne des § 1 InvG) oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen (im Sinne des §2 Abs. 9 InvG) aufgegliedert nach Anlagezielen:
Zum 31. Dezember 2011 befanden sich keine Anteile oder Anlageaktien im Bestand, die stille Lasten ausweisen. Angaben gem. § 285 Nr. 10 HGBMitglieder des AufsichtsratsWerner BartelsVorsitzender Leiter des Bereiches Vorsorge Fachbereich der AXA Konzern AG Jürgen NakeStellv. Vorsitzender Projektleiter im Risikomanagement / Versicherungstechnik Leben der AXA Konzern AG und Mitglied des Vorstandes der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen Dr. Björn AchterLeiter des Bereiches Vorsorge Spezialvertrieb Firmenkunden der AXA Konzern AG und Mitglied des Vorstandes der Pro bAV Pensionskasse AG Mitglieder des VorstandsPeter HubatzyVertrieb, Strategische Ausrichtung Dr. Peter Julius (seit 1. Dezember 2011)Innenleitung Karl Lindenmayer (bis 30. November 2011)Innenleitung Angaben gem. § 285 Satz 1 Nr. 14 HGB und § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGNach den vorliegenden Mitteilungen gem. § 20 Abs. 4 AktG hält die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden, 100 % des Grundkapitals unserer Gesellschaft. Im Verhältnis zur AXA Konzern AG sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne des § 15ff AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 AktG. Die winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden, wird in den Konzernabschluss der AXA, Paris, sowie in den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, Köln, zum 31. Dezember 2011 einbezogen. Die AXA, Paris, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, und die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AXA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht.
Wiesbaden, den 12. April 2012 Hubatzy Dr. Julius Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der winsecura Pensionskasse Aktiengesellschaft Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 19. April 2012 PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Alexander Hofmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Elisabeth zu Waldeck und Pyrmont, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und des Rechnungswesens überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in zwei Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie über grundlegende Fragen der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. In einem schriftlichen Umlaufverfahren im August 2011 wurde Herr Dr. Peter Julius, als Nachfolger von Herrn Dr. Hans-Otto Herr, mit Wirkung zum 1. September 2011 zum Verantwortlichen Aktuar der Gesellschaft bestellt. Herr Dr. Herr ist zum 31. August 2011 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Im Rahmen eines schriftlichen Umlaufverfahrens im November 2011 wurden die Herren Hans Riedel und Peter Jakobi, vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, als Nachfolger der Herren Axel Schaefer und Karl-Heinz Wilhelm Volkening zum Treuhänder bzw. stellvertretenden Treuhänder für das Sicherungsvermögen der Gesellschaft bestellt. Die Bestellung von Herrn Riedel erfolgte mit Wirkung zum 1. April 2012, Herr Jakobi wurde mit Wirkung zum 29. Januar 2012 bestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Herren Dr. Herr, Schaefer und Volkening für ihre erfolgreiche Tätigkeit für die Gesellschaft. In der Sitzung am 2. Mai 2011 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2010 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2011 vor, die vertiefend erörtert wurde. Der Aufsichtsrat hat sich in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst. In seiner Sitzung am 4. November 2011 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr, gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2012 und berichtete über die Risikosituation der Gesellschaft sowie über besondere Projekte und Entwicklungen. Der Aufsichtsrat befasste sich zudem in der dieser Sitzung sowie einem schriftlichen Umlaufverfahren im Dezember 2011 mit der beabsichtigten Einstellung des Neugeschäfts zum 1. Januar 2012. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sind von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers über den vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat nahm den Bericht und die Erläuterungen zustimmend zur Kenntnis. Ebenso hat der Verantwortliche Aktuar an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und diesem die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichtes zur versicherungsmathematischen Bestätigung ausführlich mündlich erläutert und Rückfragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat stimmt den Ausführungen des Verantwortlichen Aktuars zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 den Bestätigungsvermerk erteilt. Aufgrund der ohne Beanstandungen abgeschlossenen Prüfung haben die Abschussprüfer das folgende Testat erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Aufsichtsrat hat nach abschließender Prüfung ebenfalls keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Herr Karl Lindenmayer hat mit Wirkung zum 30. November 2011 sein Mandat im Vorstand der Gesellschaft niedergelegt. Als sein Nachfolger wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates am 2. Mai 2011 Herr Dr. Peter Julius zum Mitglied des Vorstandes bestellt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Lindenmayer für seine erfolgreiche Tätigkeit im Vorstand der Gesellschaft. Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dienstleistungsgesellschaften, die für unsere Gesellschaft tätig geworden sind, gilt für ihre Leistungen im Jahr 2011 unser ganz besonderer Dank. Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Wiesbaden, den 8. Mai 2012 Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Werner Bartels ImpressumHerausgeberwinsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden RedaktionAXA Konzern AG, Konzernkommunikation www. winsecura .dewinsecura Pensionskasse AG Frankfurter Str. 50 - 65178 Wiesbaden Tel.: 0 180 3 / 29 24 00 * - Fax: 0611 / 363-10750 E-Mail: info@winsecura.de
* 9 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk
maximal 42 Cent, jeweils je angefangene Minute
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