Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
OHRA-Regalanlagengesellschaft mbH
Alfred-Nobel-Straße 24, 50169 Kerpen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tatjana Ubakov seit 14.2.2023 | Prokura |
Raymond Wolsey seit 8.10.2012 | Prokura |
Thomas Jerschkewitz seit 16.9.2003 | Prokura |
Andreas Dr. Hölscher seit 20.9.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Andreas HölscherHölscher Holding GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OHRA-Regalanlagengesellschaft mbHKerpenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens OHRA Regalanlagen GmbH (im Folgenden OHRA genannt) mit Sitz in Kerpen ist ein Spezialist im Bereich der Schwerlastregale. Hierbei ist das Kragarmregal der Hauptumsatzträger. Als Kunden kommen in erster Linie der Baustoffhandel, die Holzindustrie sowie die Bereiche Stahl-, Aluminium- und Kunststoff-Lagerung in Betracht. Die Neuakquisition sowie der Besuch u. Beratung der Kunden erfolgt über den OHRA eigenen Außendienst. Obwohl es keine Branchenvergleiche bzw. -statistiken gibt, geht OHRA davon aus, größter Hersteller von Kragarmregalen in Europa zu sein. Daneben ist der Markt von vielen kleineren Herstellern im Bereich zwischen 5 - 10 Mio. € Umsatz geprägt. Als namhafter Hersteller von Kragarmregalen sind wir bei allen großen Baumarktketten in Inland sowie im Ausland als Lieferant gelistet. Daneben bedienen wir in erster Linie Kleinbetriebe sowie mittelständische Kunden. Unsere strategische Planung für die nächsten Jahre geht im Wesentlichen davon aus, die % - tualen Marktanteile im Inland zu halten und im Ausland auszubauen. In den nächsten Jahren wollen wir verstärkt mit unseren Produkten und Lagerlösungen in neuen Branchen aktiv werden. Mit Gesellschafterbeschluss vom 29. November 2022 sowie der Eintragung in Handelsregister am 07. Dezember 2022 wurde eine Änderung des Geschäftsjahres im Jahr 2022 beschlossen. Nach der Änderung beginnt das Geschäftsjahr wieder am 01. Januar und endet am 31.Dezember eines Jahres. Nachfolgende Angaben beziehen sich daher auf den Stand 31. Dezember 2023 zu den entsprechenden Vergleichswerten per 31. Dezember 2022. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach den Erhebungen des Verbands für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen ist die Gesamtproduktion an Regalen und Betriebseinrichtungen auf Jahresbasis gegenüber dem Vorjahr um 18,7 % gesunken, nachdem im Jahr 2022 noch eine Steigerung von 21,3 % zu verzeichnen war. Mit 893 Mio. € lag damit der Gesamtumsatz unter dem Wert des Jahres 2022 mit 1.098 Mio. € Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht zeichnete sich nach der Beendigung der Corona Krise ein starker Nachholeffekt ab, der aber in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 einbrach. Während im Inland der Umsatz um 13.4 % absank, gestaltete sich der Export mit 28,0 % überproportional rückläufig (Quelle: Daten Verband Lagertechnik u. Betriebseinrichtungen Jahr 2023). Aufwändige Abstimmungsarbeiten hinsichtlich Pandemie-einschränkender länderspezifischer Vorgaben für die Anlieferung und Montage unserer Regalanlagen vor Ort, wie dies noch in den Corona-Jahren der Fall waren, entfielen im Jahr 2023 gänzlich und führten wieder zu einem normalisierten Tagesgeschäft. Ab dem 3. Quartal 2023 waren auch bei OHRA rückläufige Auftragseingänge zu verzeichnen. Das Jahr 2023 war von einer rückläufigen Angebotstätigkeit von minus 2,7 % in der Stückzahl aber von einem Rückgang von 10,7 % im Wert gekennzeichnet. Der überproportionale Wertverlust resultiert zu einem großen Anteil aus den im Jahresverlauf sinkenden Stahlpreisen, die im Durchschnitt um 17 % unter dem vorjährigen Preisen lagen. Sowohl im Inland als auch im Export, konnten die Rabattgaben auf dem Niveau des Vorjahres, trotz des härteren Wettbewerbs nahezu gehalten werden. Die Stahlpreise sanken, wie oben angeführt, in kurzen Abständen ab, so dass über einen Bestandsabbau des Lagers dem entgegengesteuert werden konnte. Eine Anpassung der Stahlpreisentwicklung in unseren Verkaufspreisen erfolgt bei sinkendem Stahlpreis zeitverzögert. 2.2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 von OHRA war durch rückläufige Auftragseingänge (AE) und Großprojekte mit einem Minus von 0,5 Mio. € auf 83,4 Mio. € gekennzeichnet. Während der AE im Inland um 12 % absank, legte der Export um 5,7 % zu. Die Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2023 liegt mit 79,2 Mio.€ um 14,3 % unter dem sehr hohen Vorjahreswert. Die erwartete Gesamtleistung von 74,3 Mio. € wurde damit deutlich übertroffen. Die im Jahresverlauf sinkenden Stahlpreise konnten durch eine enge Marktbeobachtung sowie rechtzeitigem Abbau der Lagerhaltung kompensiert werden, so dass sich die Materialeinsatzquote von 65,3 % auf 64,4 % verbesserte. Durch Kapazitätsengpässe in der OHRA-Fertigung erfolgte eine verstärkte Verlagerung von Produktionsaufträgen innerhalb der Hölscher-Gruppe, die allerdings mit höheren Einstandspreisen erkauft wurden. Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen wurde im Jahr 2023 ein zufrieden stellendes operatives Ergebnis erzielt. Das erzielte Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) lag mit 8,9 Mio. € unter dem Planungskorridor. Als Grund für die negative Planabweichung im Ergebnis ist, neben der Produktionsverlagerung innerhalb der Hölscher-Gruppe, auch eine rückläufige Produktivität in der OHRA-Fertigung zu verzeichnen, die mit höheren Kosten für Lohn und Zeitarbeit zu Buche schlug. 2.3. Darstellung der Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage Ertragslage Die Ergebnisentwicklung von OHRA zum Vorjahr zeigt folgende Darstellung:
Die Gesamtleistung liegt mit 14,3 % unter dem bisher -in der Zeitreihe- höchsten Wert des Vorjahres. Der Umsatz im Inland brach um ca. 34 % eklatant ein, während der Export den Umsatz nochmals leicht steigern konnte. Der Auslandsumsätze liegt nunmehr bei knapp 70 %. Der prozentual niedrigere Materialaufwand resultiert in erster Linie aus dem im Zeitverlauf rückläufigen Stahlpreis und dem damit verbundenen "Time-lag" zwischen Auftragseingang und späterem niedrigerem Materialeinkaufspreis. Durch kurzfristige Änderung der Einkaufsstrategie bei sinkenden Stahlpreisen sowie der verzögerten Weitergabe dieser Entwicklung in unserem Verkaufskalkulationen sowie einer vorausschauenden Beschaffungsstrategie und einer insgesamt niedrigeren Lagerbevorratung konnte dieser Effekt erzielt werden. Dem stand eine verstärkte Verlagerung von Produktionsaufträgen an Unternehmen der Hölscher Firmengruppe zu höheren Kosten entgegen. Auf der Kostenseite bewegt sich die Personalkostenquote mit 11,9 % über dem Vergleichswert des Vorjahres mit 9,9 %. In der Fertigung werden Auftragsschwankungen durch den Einsatz von Zeitarbeitnehmer flexibel angepasst. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken nahezu alle umsatzabhängigen Kosten wie Ausgangsfrachten und Verpackungsmaterial proportional zur Gesamtleistung ab. Die Instandhaltungskosten blieben aufgrund des alternden Maschinenparks auf hohem Niveau. Bei den Sachaufwendungen ist ein Anstieg der Umlagen von Hölscher Firmen u.a. für Mieten und Lizenzen zu verzeichnen. Die operativen Margen konnten im Jahr 2023 gegenüber dem sehr guten Vorjahr nicht gehalten werden. Durch den Verkauf der Beteiligung an der Fischer GmbH & Co. KG im Vorjahr entfallen Beteiligungserträge im Jahr 2023 ersatzlos. Weitere erwähnenswerte Veränderungen innerhalb des Finanzergebnisses haben sich im aktuellen Geschäftsjahr nicht ergeben. Das Jahresergebnis reduzierte sich um 4,5 Mio.€ gleich 43,2 % auf 5,9 Mio.€. Die Umsatzrendite sank von 13,5 % im Vorjahr auf 7,5 % ab. Vermögenslage Die Struktur des Betriebsvermögens zeigt im Vergleich zum Vorjahr folgende Entwicklung:
Das Anlagevermögen erhöhte sich durch den Austausch von Staplern und Investitionen in die Betriebsausstattung um 440 T€ auf 1.148 T€. Im Umlaufvermögen fielen durch gesunkene Stahlpreise die niedrigeren Vorräte mit minus 900 T€ sowie mit einem Rückgang von 2.456 T€ auf 6.865 T€ die Position Flüssige Mittel auf. Dem standen höhere Forderungen gegen Unternehme der Hölscher Gruppe gegenüber. Insgesamt nahm das Betriebsvermögen um 1,2 Mio. €, gleich -6,2 %, auf 18,3 Mio. € ab. Die Kapitalstruktur zeigt zum Vorjahr folgende Entwicklung:
Das Eigenkapital hat sich gegenüber der Vorperiode durch eine Vorabgewinnausschüttung leicht vermindert. Dennoch stieg die Eigenkapitalquote, bedingt durch das niedrigere Betriebskapital, von 44,9 % auf 47,5 % an. Die Rückstellungen erhöhen sich im Wesentlichen durch die Bildung von Steuerrückstellungen um ca. 2,8 Mio. € auf 6,6 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um 4,4 Mio. € auf 0,2 Mio. € gegenüber dem Bilanzansatz des Vorjahres ab. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind weiterhin nicht vorhanden. Finanzlage Der bereits seit mehreren Jahren bestehende Vertrag mit einer Factoringgesellschaft macht sich in der Betrachtung der Finanz- bzw. Liquiditätslage positiv bemerkbar. Diese Maßnahme dient auch zur Minimierung des Kreditausfallsrisikos, insbesondere im Exportbereich. Die Veränderungen des Cash Flow nach den jeweiligen Kapitalbereichen zeigt die nachfolgende Übersicht:
Bei der Betrachtung des Cash-Flow aus lfd. Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag die insgesamt gesehen höhere Kapitalbindung im Forderungsbereich und der Rückgang der Verbindlichkeiten anzuführen. Ansonsten ergeben sich keine nennenswerten Vorgänge. Der Cash Abfluss aus der Investitionstätigkeit resultiert aus Neuanschaffungen im Staplerbereich und Investitionen in Betriebsausstattung. Der Cash Abfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist durch die Vornahme einer Gewinnausschüttung in Höhe von 6,0 Mio. € verursacht. OHRA weist keine Bankverbindlichkeiten aus. Aus Liquiditätssicht stehen zum Bilanzstichtag 6,8 Mio. € an jederzeit verfügbaren flüssigen Mitteln zur Verfügung. Die Liquidität der Gesellschaft ist jederzeit als gesichert zu bezeichnen. Die Liquiditätsausstattung und die eingeräumten und derzeit im kurzfristigen Bereich nicht ausgenutzten Kreditlinien bei Kreditinstituten lassen auch für die Zukunft genügend Spielraum für eine weitere Geschäftsentwicklung zu. Wiederkehrende Investitionen werden, wie auch in der Vergangenheit, über Leasing finanziert. 3. Forschungs- und Entwicklung Als Spezialist im Bereich der standardisierten Lager- und Regaltechnik entwickelt die Gesellschaft die angebotenen Produkte ständig weiter. Ziel dieser Aktivitäten ist die Befriedigung der Ansprüche unserer Kunden durch intensive und anwendungsspezifische Beratung und damit die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft. 4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir für das Inland von rückläufigen Umsätzen aus. Im Exportbereich glauben wir, für die nächsten Monate nach dem bisher höchsten Auftragseingang im Jahresverlauf 2024 das Umsatzniveau zu halten, was preislich jedoch hart erkämpft sein wird. Neben der vorgenannten Umsatzentwicklung gehen wir von einer geringeren Schwankungsbreite in den Stahlpreisen aus, die auch zu einer höheren Kalkulationssicherheit von langläufigen Großprojekten im Verkauf führen könnte. Geplant wird daher mit einer gleichbleibenden Materialeinsatzquote bei weiterhin steigenden Energiekosten. Im Unternehmensergebnis wird das Niveau des Vorjahres angestrebt. Um die seit dem 3. Quartal 2023 rückläufigen Stahlpreise zu kompensieren, haben wir uns entschieden, den Vorratsbestand deutlich zu reduzieren, um preisbedingte Abwertungsrisiken zu minimieren. Darüber hinaus wurden neue Beschaffungsquellen und- märkte erschlossen. Wir erwarten nach dem hohen Auftragsüberhang zum Jahresbeginn eine Abschwächung des Geschäfts in der zweiten Jahreshälfte 2024. Aufgrund der aktuellen Einschätzung über den Ukraine sowie dem Nah-Ost- Konflikt und einer stagnierenden Wirtschaftsleistung in Deutschlang führt dies zu einer Unsicherheit von langfristigen Investitionsentscheidungen unserer Kunden. Der Auftragseingang im 1. Halbjahr 2024 liegt mit minus 9,3 Mio.€ gleich 32,7 % unter dem Niveau des Vorjahres; liegt damit aber noch im Planungskorridor. Unsere Prognose mit einer Konsolidierung und einer abklingenden Investitionsneigung im Inland bestätigen sich damit. Die weitere Geschäftsentwicklung bleibt jedoch abzuwarten. Durch den hohen Anteil von Zeitarbeit-Personal in der Fertigung sowie Speicherstundenregelungen für eigene Mitarbeiter sind wir in der Lage auf Beschäftigungsschwankungen kurzfristig und flexibel reagieren zu können. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir nach dem bisherigen Geschäftsgang auch für den restlichen Jahresverlauf - wie geplant - davon aus, ein operativ positives Ergebnis zu erreichen. Wir erwarten nach dem letzten Forecast einen Umsatz von rd. 70 Mio. € und bei einem normalen Geschäftsverlauf ein Vorsteuerergebnis in der Bandbreite von rd. 7,0 bis 8,0 Mio. €. Die teils ungelösten Haushaltsprobleme mit hoher Verschuldung einzelner Staaten in Europa sowie die Auswirkung des Ukraine Kriegs; der sich abschwächenden Konjunkturentwicklung in Deutschland und Europa führt bereits zu einem signifikanten Rückgang in der Angebotstätigkeit und den Auftragseingängen. Die weitreichenden Unsicherheiten in der Energieversorgung für die Herstellung unseres Hauptproduktes Stahl kann unsere zukünftige Geschäftsentwicklung und damit die Ergebnisse negativ beeinflussen. Risikobericht Internes Kontrollsystem und Risikomanagement Im Rahmen des Risikomanagements strebt die Geschäftsführung eine langfristige Sicherung der Geschäftsgrundlagen an. Das Risikomanagement ist die originäre Aufgabe der Geschäftsführung. Hierzu erfolgt in regelmäßigen Abständen eine Analyse der möglichen Risiken verbunden mit einer Risikogewichtung. An einer Verbesserung der Risikopositionen wird kontinuierlich gearbeitet, allerdings in dem klaren Bewusstsein, dass die Nutzung unternehmerischer Chancen auch bedeutet, die damit verbundenen Risiken in Kauf zu nehmen. Auch gehört hierzu, dass Risikomanagement effizient zu betreiben, Überorganisation zu vermeiden und die kurzfristige Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit sicherzustellen. Die Gesellschaft ist das bestehende Berichtswesen der Hölscher Firmengruppe integriert, dass weiter permanent verfeinert und an die laufenden Bedürfnisse angepasst wird. Hiermit lassen sich Fehlentwicklungen noch rechtzeitiger erkennen, und können durch entsprechende Gegenmaßnahmen gestoppt werden. Sofern sich Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden erforderliche bilanziellen Rückstellungen und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen geprüft. Ziel des eingerichteten IKS (internes Kontrollsystems) ist es, mit den implementierten Methoden und Maßnahmen das Vermögen der Gesellschaft zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden. Nach Analyse der verschiedenen Funktionsbereiche der Gesellschaft werden die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Unvereinbare Tätigkeiten werden konsequent getrennt und es bestehen angemessene Kontrollspannen. Auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten wird strikt geachtet. Die wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der rechnungslegungsbezogenen aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen stellt die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher. Jedoch kann das installierte IKS keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der vorgegebenen Ziele geben. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Errichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aufgrund von simplen Fehlern oder Irrtümern in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Unternehmensspezifische Risiken Als Hersteller von Regalen sind wir uns den potenziellen rechtlichen Herausforderungen bewusst, denen wir in unserer Branche begegnen können. Dies umfasst, ist aber nicht beschränkt auf: Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf Produkthaftung, mögliche gesundheitliche Auswirkungen, Umweltbelastungen oder Verstöße gegen regulatorische Vorschriften. Ein solcher Rechtsstreit könnte erhebliche finanzielle Kosten verursachen, unseren Ruf schädigen und unsere Geschäftsoperationen wesentlich beeinträchtigen. Um diesen Risiken zu begegnen, setzen wir auf strikte Qualitätskontrollen, fortlaufende Produktentwicklung und umfassende Schulungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter. Zudem pflegen wir einen engen Dialog mit Rechtsexperten, um uns stets über aktuelle gesetzliche Anforderungen und möglichen Risiken im Klaren zu sein, um präventive Maßnahmen zu ergreifen. Risiken aus der Produkthaftung sind in angemessener Höhe durch bestehende Haftpflichtversicherungen abgedeckt. Aufgrund des starken Auslandsgeschäftes wird die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft in vollen Umfang von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung tangiert, die in den Planungsrechnungen auch entsprechende Berücksichtigung finden wird. Risiken für die künftige operative Geschäftsentwicklung der Gesellschaft sehen wir in der Verfügbarkeit und Preisentwicklung der Rohstoffe und hier insbesondere im Stahlbereich. Hieraus könnten sich negative Ergebniseffekte in der Zukunft ergeben. Wir stellen bereits in den letzten Wochen fest, dass sich zugesagte Liefermengen zeitlich verzögern. Ebenfalls spitzt sich die Versorgung von Befestigungs- u. Verpackungsmaterial zu. Auf der Absatzseite sind Forderungsausfallrisiken durch die bestehende Factoring Vereinbarung weitgehend begrenzt. Für Garantierisiken werden vorsorglich angemessene Rückstellungen gebildet. Aus Liquiditätsgesichtspunkten bestehen durch die gute Liquiditätsausstattung der Gesellschaft keine Liquiditätsrisiken. Neben den aufgeführten diesen Risiken werden keine weiteren wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken derzeit gesehen. Wir sehen den Fortbestand der OHRA Regalanlagen GmbH in keiner Weise gefährdet. Chancenbericht Als namhafter Hersteller von Kragarmregalen sind wir bei allen großen Baumarktketten in Inland sowie im Ausland als Lieferant gelistet. Daneben bedienen wir in erster Linie Kleinbetriebe sowie mittelständische Kunden. Wir sehen in den nächsten Jahren hauptsächlich Wachstumschancen in der Erschließung neuer Produktanwendungen sowie der weiteren Ausweitung der Exportaktivitäten. 5. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Kerpen, den 16. September 2024 Dr. Andreas Hölscher Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die OHRA Regalanlagengesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Kerpen ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 41787 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB werden angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert ausgeübt worden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen werden degressiv und linear vorgenommen. Dabei werden bei Zugängen von beweglichen Vermögensgegenständen die planmäßigen Abschreibungen entsprechend den gesetzlichen Änderungen pro rata temporis vorgenommen. Entsprechend der steuerlichen Regelung zur Abschreibung geringwertiger Anlagegüter hat die Gesellschaft auch handelsrechtlich eine entsprechende Anpassung vorgenommen. Das steuerliche Wahlrecht wird dahingehend ausgeübt, dass Anlagegüter im Einzelwert unter € 1.000,00 in voller Höhe im Jahr des Zugangs abgeschrieben und als Abgang behandelt werden. Die Vorräte werden zu Einstandspreisen bewertet, sofern nicht Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB erforderlich waren. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden unter Berücksichtigung eines Zuschlages für Fertigungsgemeinkosten entsprechend ihrem Fertigungsgrad mit den Herstellungskosten bewertet. Die Grundsätze verlustfreier Bewertung werden beachtet. Geleistete Anzahlungen der Kunden für bereits in Auftrag befindliche Arbeiten werden, soweit möglich, als Sonderposten von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst, soweit für solche Sachverhalte Rückstellungen zu bilden waren. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens sind im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 keine außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB vorgenommen worden. Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten der Bilanz, aufgegliedert nach Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie Abschreibungen (Bruttodarstellung) zeigt der Anlagespiegel (s. Anlage 3 / 9). Hierin sind als Anschaffungs- oder Herstellungskosten grundsätzlich die historischen Werte angesetzt. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme von T€ 16, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In der Bilanzposition "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" sind Forderungen aus Leistungsverkehr in Höhe von T€ 1.753 (Vorj. T€ 180) enthalten. Der Bilanzausweis enthält Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 763 (Vorj. T€ 0). Der Ausweis der "Forderungen gegen nahestehende Unternehmen" enthält Forderungen aus Leistungsverkehr in Höhe von T€ 1 (Vorj. T€ 6). 3. Eigenkapital - Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist auf der Grundlage einer teilweisen Gewinnverwendung aufgestellt worden. Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Gliederung nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
In der Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" sind Verbindlichkeiten aus Leistungsverkehr in Höhe von T€ 165 (Vorj. T€ 1.312) enthalten. Der Ausweis der "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen" enthält Verbindlichkeiten aus Leistungsverkehr in Höhe von T€ 34 (Vorj. T€ 77). IV. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus dem vorgenannten Haftungsverhältnis schätzen wir aufgrund des bisherigen Zahlungsverhalten und der Bonität der Schuldner als gering ein. Die jeweiligen Schuldverhältnisse sind mit quantitativ ausreichenden Sicherheiten unterlegt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung des jeweiligen Haftungsverhältnisses erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. V. Außerbilanzielle Geschäfte Forderungsfactoring Die Gesellschaft hat mit einer Factoringgesellschaft eine Vertrag über das Forderungsfactoring abgeschlossen. Ausschlaggebend für den Abschluss dieses Geschäfts sind ausschließlich wirtschaftliche Gründe. Die Vorteile liegen in der Verbesserung der Liquiditätslage der Gesellschaft und in der Minimierung des Kreditausfallrisikos, insbesondere für Umsätze im Exportgeschäft. Relevante Risiken aus diesem Geschäft können sich keine ergeben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen. Von dem Gesamtbetrag in Höhe von T€ 3.253 sind In den nächsten drei Geschäftsjahren davon fällig:
Von den vorgenannten Beträgen entfallen im Jahr 2024 p.a. T€ 734 auf Mietverpflichtungen gegenüber einem Unternehmen eines Gesellschafters der Muttergesellschaft. Ausschlaggebend für den Abschluss dieser Geschäfte sind ausschließlich wirtschaftliche Gründe. Die Vorteile aus dem Abschluss der Leasingverträge sind die Liquiditätsschonung und die Vermeidung von Restwert- und Verwertungsrisiken. Risiken können sich aus den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen und der fehlenden Veräußerungsmöglichkeit vor Ende der Leasing- bzw. Mietvertrags ergeben. VI. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich nach geografischen Märkten wie folgt aufteilen:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von T€ 7 (Vorj. T€ 0) Erträge aus Währungsdifferenzen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von T€ 49 (Vorj. € 9) Aufwendungen aus Währungsdifferenzen. 4. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Höhe der periodenfremden Erträge und Aufwendungen in der Ergebnisrechnung 2023:
VII. Sonstige Pflichtangaben 1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer erhielt für seine Tätigkeit Vergütungen im Sinne von § 285 Nr. 9a HGB. Entsprechend der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Höhe verzichtet. 3. Geschäftsführung Herr Dr. Andreas Hölscher, Dipl.-Kfm., Köln. 4. Beirat Dem Beirat der Gesellschaft gehörte im Geschäftsjahr 2023 folgende Person an: Herr Andreas Amelung Der Beirat erhielt im Geschäftsjahr 2023 eine Vergütung in Höhe von T€ 8 (Vorj. T€ 8). 5. Stammkapital Im Handelsregister ist das Stammkapital der Gesellschaft mit TDM 4.200 (= T€ 2.147) eingetragen. 6. Mutterunternehmen Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Hölscher Holding GmbH, Kerpen. 7. Konzernabschluss Mutterunternehmen für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, ist die Hölscher Holding GmbH, Kerpen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. 8. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen/Personen Als nahestehende Unternehmen/Personen sind insbesondere die Firmen der Hölscher Gruppe sowie der Gesellschafter des Mutterunternehmens anzusehen. Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen/Personen wurden im Geschäftsjahr 2023 keine getätigt. 9. Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr 2023 im Aufwand erfasste Honorar einschließlich Auslagen für den Jahresabschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
10. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben.
Kerpen, den 16. September 2024 Dr. Andreas Hölscher Anlagenspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OHRA Regalanlagengesellschaft mit beschränkter Haftung, Kerpen: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OHRA Regalanlagengesellschaft mit beschränkter Haftung, Kerpen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OHRA Regalanlagengesellschaft mit beschränkter Haftung, Kerpen für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 30. September 2024 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater
GmbH & Co. KG
Güntgen, Wirtschaftsprüfer Brandenburg, Wirtschaftsprüfer |
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